KenFM über: Ramstein – Wegsehen, wenn es um Mord geht!

Von Ken Jebsen.

Angenommen, ich bekomme Besuch von einem langjährigen Freund aus Übersee und dieser packt während seines Aufenthaltes bei mir ein Jagdgewehr samt entsprechender Munition aus, sollte ich mir Gedanken machen, wenn er damit auf das Haus meines Nachbarn zielt?

Angenommen, mein Freund aus Übersee bittet mich am nächsten Tag, ihm mit einem Feldstecher dahingehend zu unterstützen, dass ich mir die Gläser vor das eigene Gesicht halte, um meinen Freund an der Flinte darüber zu informieren, ob mein Nachbar sich aktuell am Fenster zeigt – wäre ich in einen Mord involviert, wenn es zu einem Schuss mit Todesfolge käme?

Diese Story ist weniger weit hergeholt, als sie scheint. Genau genommen entspricht sie der aktuellen Situation, mit der sich die Bundesregierung im Fall der US-Airbase Ramstein konfrontiert sehen müsste.

Dass dem nicht so ist, sollte uns alle nachdenklich machen, denn wir alle, die Bürger der Republik, werden ohne es zu wollen zu Mittätern gemacht.

Wegsehen, wenn es um Mord geht, schützt vor Strafe nicht. Das galt damals in Nürnberg, und das gilt morgen in Den Haag.

Quellen:
http://www.fr-online.de/politik/air-b…

http://www.heise.de/newsticker/foren/…

http://www.rtdeutsch.com/17406/headli…

http://www.spiegel.de/politik/deutsch…

http://www.heise.de/newsticker/meldun…

http://www.reprieve.org.uk/press/2014…

http://www.handelsblatt.com/politik/i…

http://www.sueddeutsche.de/politik/dr…

https://www.youtube.com/watch?v=e3dz6…

http://www.spiegel.de/politik/ausland…

http://www.tagesspiegel.de/politik/im…

http://www.heise.de/tp/artikel/39/395…

https://www.youtube.com/watch?v=NqGJB…

http://www.deutschlandradiokultur.de/…

http://kenfm.de/blog/2013/07/21/phili…

http://bit.ly/1bly97G

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5 Kommentare zu: “KenFM über: Ramstein – Wegsehen, wenn es um Mord geht!

  1. @a.eberl: das Problem ist nicht Mittäter oder nicht Mittäter, Schuldig oder nicht schuldig. Das Problem ist, dass die normalen Bürger, die die sich nicht AKTIV in ALTERNATIVEN MEDIEN informieren total indoktriniert sind. Wenn ich in einem Gespräch bezogen auf die kommende Bundestagswahl auf meinem Arbeitsplatz sage, dass CDU/CSU SPD Grüne, FDP, usw. alles Kriegstreiber sind, dass sie unaufhörlich gegen Russland hetzen, dass sie nicht Völkerverständigung sonder Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung anstreben und durchsetzen, dass, wer seine Stimme einer dieser Parteien gibt für Krieg und Mord stimmt, werde ich ganz komisch angesehen, dann wiegelsn sie erstaunt und unangenehm berührt die Hände, nicht weil ich ihnen eine Wahrheit sage, sondern, weil ihnen eingetrichtert wurde, dass dies Positionen einer dubiosen „Querfront“ sind, Positionen von „Neurechten“ von „Verschwörungstheoretikern“, sie sind unangenehm berührt, weil man so etwas einfach nicht ausspricht, das gehört sich nicht!
    So sieht es aus. Diese Menschen sind nicht wirklich dumm, sie sind vielleicht nicht die intelligentesten, sie sind einfache Menschen, die ihrer Arbeit nachgehen, in der Freizeit Sport machen und vielleicht. in einer Theatergruppe aktiv sind.
    Sie werden tagtäglich von allen Seiten mit diesen Lügen und Auslassungen beschallt, sie sind zutiefst manipuliert, sie können sich nicht vorstellen, dass das Ziel unserer Politiker (die sie auch noch wählen) ist ein neoliberales Feudalsystem zu errichten dass die „dritte Welt“ in die „erste Welt“ trägt.
    Ausschnitt aus RUBIKON: Heute GRiechenland, morgen wir Link:https://www.rubikon.news/artikel/heute-griechenland-morgen-wir
    „Eskalierende, unumkehrbare Staatsverschuldung ist der „strategische Hebel“ (Albrecht Müller) des neoliberalen Projekts. Die Handlungsunfähigkeit der Staaten wiederum rührt von einem andauernden Aderlass her, vom Abfließen seiner finanziellen Ressourcen in die Hände von wenigen Großvermögensbesitzern. Auf rätselhafte Weise kommen wir nie aus der „Schuldenfalle“ heraus. Scheint irgendwo am Horizont Erleichterung in Sicht zu sein, „zwingt“ eine noch größere Krise, ein noch größerer Finanzbedarf den Staat zu immer unverantwortlicheren Anleihen bei unser aller Zukunft. Profiteure sind stets die Groß-Gläubiger, die sich damit das Erstzugriffsrecht auf einen wachsenden Anteil der Arbeitserträge künftiger Generationen sichern. Zweifellos erfüllen dauerhaft überschuldete Völker den Traum vieler Gläubiger von einer unversiegbar sprudelnden Geldquelle – und von wachsender Macht über die Schicksale dieser Völker. Nicht der solvente Schuldner ist für solche Gläubiger rentabel, sondern der hoffnungslos überschuldete, denn er bringt ihnen über die Jahre ein Vielfaches der ursprünglich geschuldeten Summe ein. Ist es da nicht wahrscheinlich, dass Überschuldung auch bewusst inszeniert wird?
    Noch nicht so stark betroffene Nationen – an ihrer Spitze (Noch) die Deutschen – schauen dem Niedergang Griechenlands offenbar ohne jedes Mitgefühl zu und lassen sich von den eingebetteten Medien in einem Ausmaß gegen dieses früher beliebte Volk aufhetzen, wie man es nach 1945 eigentlich nicht mehr für möglich gehalten hätte. „Dann hätten die halt ihre Hausarbeiten gemacht. Die haben halt über ihre Verhältnisse gelebt“. Dabei sehen wir nicht, dass wir nicht auf einen fremden Planeten, sondern vielmehr in unsere eigenen (mögliche) Zukunft schauen, wenn wir unsere Blicke auf Griechenland richten. Obwohl selbst künftiges Schlachtvieh, solidarisieren sich die meisten noch mit ihren Metzgern. „Als sie die Griechen holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Grieche…“
    Genau, wie diese Bürger sich gegen die Griechen aufhetzen lassen, dabei nicht merken dass wir in Deutschland schon längst auf diesem Weg sind, genau so lassen sie sich in Bezug auf Ramstein, Internationale Politik usw.. einseifen.
    Jetzt setzt Macron die Agenda 2010 in FRankreich durch, schon erheben sich die ersten Stimmen aus der Kapitalistenfraktion dass uns FRankreich damit zur Konkurenz wird. So werden die nächsten alternativlosen Kürzungen begründet. Es ist ein Wettlauf nach unten, ein Wettlauf des Unterbietens, auf dem Rücken der Menschen, in jeder Beziehung.
    Wir haben hier im „Wertewesten“ hochkriminelle Kräfte am Wirken die uns alle zu guterletzt maximal unterdrücken und ausbeuten wollen. Egal ob innerhalb Europas, in Asien oder im Nahen Osten.
    Die etablierten Medien, die etablierten Politiker, alle im Verbund mit den Oligarchen arbeiten gegen die gesamte Menschheit. Leider merken das nur die allerwenigsten. Und so wir es diesen Herbst auch wieder heissen: MERKEL…

    • @ schliemanns:

      Die etablierten Medien, die etablierten Politiker, alle im Verbund mit den Oligarchen arbeiten gegen die gesamte Menschheit. Leider merken das nur die allerwenigsten. Und so wir es diesen Herbst auch wieder heissen: MERKEL…

      Es ist im Grunde relativ egal, wer es dieses Jahr wird, schliemanns.

      Bei Merkel ist es nur so, dass Sie über Jahre bestehende Verbindungen zu Firmen und Politikern aufgebaut hat, die einer Arbeit gegen die gesamte Menschheit gut tun würden, weil die Verbindungen untereinander ja schon etabliert wird.

      Würde es Jemand anderes als Merkel oder Schulz, bräuchte es mehr Aufwand, um den Politiker für die Firmeninteressen zu etablieren.

      Also auch eine Kostennutzenrechnung.

      Was aber jetzt die wirklich gute Nachricht ist: Alle Macht geht vom Volk aus.

      Und die Macht hat das Volk vor der Wahl, nach der Wahl – und auch während der Wahl.

      Es kann sich organisiert werden, es kann ein Diskurs forciert und regelmäßig geführt werden.

      Was bisher fehlt, aber konkretisiert werden kann:

      Ein regelmäßiges Portal, was direkten, politischen Austausch dokumentiert.

      Ohne konkret auf eine Partei zu fokussieren, sondern wirklich regelmäßig in Feedbackschleifen und Diskursen die Meinungen der Menschen zu bestimmten Politikern immer im Austausch: Meinungsbild der Menschen zu Handlungen und Antworten des Politikers abbilden.

      Alle Macht geht vom Volk aus. Also sollten wir uns dessen bewusst werden und davon Gebrauch machen, um solche Diskurse zu fördern und zu fordern.

      Denn wenn ein Politiker regelmäßig Rede und Antwort seinem Wahlkreis und den Menschen in Deutschland stehen soll – so wird er sich zehnmal überlegen, ob er die Annehmlichkeiten der Lobbyistengruppen immer noch ohne nachzudenken annehmen möchte, wenn er regelmäßig sich gegenüber Journalisten erklären darf; weswegen er nun schon wieder gegen den Willen des Volkes entschieden hat.

      Es braucht diesen Gegendruck durch die Öffentlichkeit und es braucht Journalisten, die das regelmäßig an die Politiker weitergeben und zurückspiegeln.

      Freiwillig ändert sich dieses System von Lobbyisten und Politikern in der Form nur, dass immer mehr globale Marktradikalität zugunsten Weniger und zum Schaden der meisten Menschen weltweit erfolgt

      ;und das kann kaum im Interesse der Menschen sein, die unter dem Einfluss der deutschen Politik seit Jahrzehnten zu leiden hatten.

  2. Sehr geehrter Herr Jebsen,
    Sie sagen: „Dass dem nicht so ist, sollte uns alle nachdenklich machen, denn wir alle, die Bürger der Republik, werden, ohne es zu wollen, zu Mittätern gemacht. Wegsehen, wenn es um Mord geht, schützt vor Strafe nicht. Das galt damals in Nürnberg, und das gilt morgen in Den Haag.“ …“Ramstein ist Teil der Todesmaschine.“

    Alles richtig und doch nicht ganz. Zunächst einmal: Ich werde morgen auch in Ramstein demonstrieren, werde früh aufstehen und viele Kilometer mit dem Bus zurücklegen und spät heimkommen.
    Aber: Wogegen ich mich wehre, ist Ihr vorwurfsvoller Unterton – diese kollektive Haftung, die sich in dem Gebrauch des Begriffes „Mittäter“ zeigt. Sind wir wirklich „Mittäter“? Spielen wir doch mal gedanklich durch: Was würde passieren, wenn eine mutige Bundesregierung Deutschlands zur USA tatsächlich sagen würde: „Sie dürfen nicht mehr die Militärbasis Ramstein betreiben.“ Was würde passieren? Was passiert denn mit Ländern, die sich den USA widersetzen? Schließlich wurde ja die gesamte US-Politik der letzten 100 Jahre und vielleicht sogar noch länger darauf ausgerichtet, in weit entfernten Ländern Militärbasen zu installieren. Dafür wurden und werden Fanatiker finanziert, dafür wurden und werden Kriege geführt, dafür wurden und werden Schuldgefühle erzeugt und Feindschaften im Sinne des „Teile und Herrsche“ gesät.
    Ja, ich empfinde Ramstein auch als Schande. Wir können unseren Unmut zeigen. Das ist aber auch das Einzige, was wir dagegen machen können, denn das Imperium, das die Kontrolle über die ganze Welt haben will, braucht nun mal gerade in Ramstein, aus geographischen Gründen (Erdkrümmung), seine Basis für diese menschenverachtenden Aktionen!
    ABER: Würde der Schließungs-Druck aufgrund von Massendemos tatsächlich so groß werden, dass die USA in die Bredouille kämen, was glauben Sie, wie schnell wir dann wieder zur „Achse des Bösen“ erklärt würden und wie schnell man unser Land wieder in Schutt und Asche legen würde? Dann wären wir zwar Helden, aber die meisten von uns tot. So sieht es doch aus. Wer die Weltherrschaft will, muss Mitteleuropa unterworfen halten. Diese Gegend liegt geopolitisch einfach zu zentral, als dass ein Imperium nicht danach gierte. Nichts würde ich mir mehr wünschen, als eine Auflehnung gegen dieses unwürdige Unterworfensein, das dieses Land lähmt, das ihm alle Kreativität, alle Geistigkeit, allen Mut nimmt … aber viele hier sehen das nun mal anders und wollen lieber leben, als Helden sein. Soll ich sie deswegen kollektiv anklagen, wie Sie es tun? Wäre das Demokratie?

    Aber fahren Sie ruhig fort, uns, den Nachkommen, Schuldgefühle einzuflößen, indem Sie uns Kollektivschuld bescheinigen und uns als „Mittäter“ betiteln oder mit der Erinnerung an Nürnberg usw zu kommen. Ja, man kann unschuldig schuldig werden als Nachkomme – das ganze Mensch-Sein besteht letztendlich darinnen, dass wir immer irgendwie schuldig werden – allein schon durch unsere Existenz, unseren Konsum, unser Leben, unsere Interaktionen mit Mitmenschen, ja sogar durch unser Atmen… es lässt den CO2-Gehalt ansteigen, könnte man sagen.

    Nur: Mit welcher Autorität spielen Sie den Richter über das Verhalten der vielen? Sie sind nicht Christus. Wer den moralischen Richter spielt und sagt: „Wenn du das und das zulässt, bist du Mittäter“, erhebt sich über die anderen, behandelt sie wie Kinder. Sie wenden damit die anmaßenden Methoden der Eliten an. Ich habe diese Methoden so satt. Jahrhundertelang wurden den Katholiken von den mächtigen Eliten Schuldgefühle aufgrund der „Erbsünde“ eingeflößt, wurden den Frauen Schuldgefühle eingeflößt aufgrund von „Evas Schuld“. Letztendlich ist das Einflößen von Schuldgefühlen ein Herrschaftsmittel. Ich will aber nicht beherrscht werden.
    Was heißt das, Herr Jebsen, dass Sie die Methoden von Unterdrückern anwenden? Heißt dass, dass sie uns ideologisch beherrschen wollen, wie so viele andere, Linke und Marxisten nämlich auch, nicht nur die Extrem-Rechten und Ultrarechten? Abgelehnt. Ich denke selbst und lasse mir keine Schuldgefühle einflößen.

    Wie gesagt: Ich bin auch dabei bei der Demo in Ramstein morgen. Aber ich klage diejenigen, die nicht dabei sein werden, nicht an! Denn ich achte die Freiheit der anderen, andere Entscheidungen zu treffen, andere Weltbilder zu haben und es liegt mir fern, ihnen deshalb Schuldgefühle einflößen zu wollen. Die anderen müssen es selbst erkennen, dass es notwendig ist, sich aufzulehnen. Aber das geht nicht durch vorwurfsvolles Einflößen von Schuldgefühlen, sondern durch Weckung von Einsicht.

    • Sie schreiben „andre wollen lieber leben“. Ich sehe es aber so, dass all diejenigen, die nicht aus gesundheitlichen und finanziellen Gründen verhindert sind, dort zu demonstrieren, sich gar nicht erst überlegen, dort zu demonstrieren. Dass Sie eher zu unbewusst oder tatsächlich zu feige sind, um sich überhaupt erst Gedanken über Ramstein zu machen. Ihre Überlegung ist also, wenn ich Sie richtig verstehe, dass Deutschland von USA plattgemacht würde, wenn es Ramstein nicht erdulden würde. Also sind Sie eher dafür, dass Deutschland sich als Geisel erpressen lässt, damit die Killerdrohnen immer weiter fliegen und töten können. Dann verstehe ich aber Ihre Motivation, dort zu demonstrieren, nicht mehr.

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