Klaus Lederer – Au weia!

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Der Sachverhalt ist klar: Klaus Lederer will verhindern, dass Ken Jebsen den Karlspreis der Neuen Rheinischen Zeitung am 14. Dezember 2017 im Kino Babylon erhält.

Wenn sich die Linkspartei nach diesem tiefen Griff ins Klo (dem wievielten?) keine Gedanken über eine Alternativverwendung von Klaus Lederer macht (Gärtner? Fuhrpark? Nachtwache?), weil er wiederholt bewiesen hat, dass er für Führungsaufgaben ausschließlich bei Ein-Mann-Expeditionen in malariaverseuchtem Gebiet geeignet ist – dann weiß ich auch nicht.

Zum ersten mangelt es ihm an einer politischen Basisqualifikation, der Freund-Feind-Erkennung. Lederer taucht leider zuverlässig mit seinem Flammenwerfer auf der falschen Seite der Barrikade auf und richtet übles Gemetzel an. Er schnäbelt mit NATO Positionen. Er zeigt Feigheit vor dem Feind und Grausamkeit beim Umgang mit politischen Freunden. Er wäre in der Weimarer Republik wahrscheinlich Mitglied eines Freikorps und würde die Schergen unterstützen, die Rosa Luxemburg in den Landwehrkanal werfen, statt sie zu retten.

Dafür ist er zwar vom Wähler abgestraft worden, aber nicht von seiner Partei. Ehrt sie das?

Lederer begreift nicht, so wie leider ziemlich viele Menschen der Linken, dass Ken Jebsen eines ganz sicher nicht ist: rechts. Das qualifiziert diese Personen als politische Blindgänger und intellektuelle Faultiere.

Lederer reiht sich folgerichtig ebenfalls in den Chor der „Ken Jebsen ist ein antisemitischer Verschwörungstheoretiker“ Fraktion ein.

Das ist erstmal sehr schlechtes Benehmen. Man bezeichnet bitte niemand als Antisemiten, nur weil es ein sehr wirksames Argument ist, um einen politischen Gegner zu diffamieren und diskreditieren. Ich habe dazu eine private, fundierte Meinung, weil ich mittlerweile lange und viel mit Ken Jebsen geredet habe und deshalb den Vorwurf für absurd halte. So absurd, als würde man eine Kaffeetasse als antisemitisch bezeichnen. Genauer gesagt: Ken Jebsen hat wesensmäßige Verbindung zum Kaffee, aber keine zum Antisemitismus. Das ist einfach keine zutreffende Charakterisierung.

Falls man sich wieder mal vor irgendwelchen Schergen in Deutschland verstecken muss, was passieren könnte, falls Lederer Innenminister werden sollte, dann rate ich Widerstandskämpfern auf der Flucht, bei Jebsen zu klingeln. Ich bin sicher, er würde jemanden verstecken. Bei Lederer bin ich mir nicht so sicher, was passieren würde, wenn z.B. Markus Söder Innenminister wäre und die Hatz auf Linke eröffnet würde. Na gut, das stimmt nicht. Ich bin mir sicher, ich weiß, was passieren würde.

Also, Klaus Lederer, hören Sie auf, Ken Jebsen zu diffamieren. Ich behaupte ja auch nicht, dass sie öfter mit einer Tafel Schokolade vor einem katholischen Kindergarten gesichtet wurden, nur weil Päderast so ein widerlicher Vorwurf ist und gleichzeitig ein wirksames Mittel, um eine Person zu denunzieren, die man politisch endlagern will. Was ich bei Ihnen, zugegeben, für angebracht hielte.

Weil sie außerdem eine Gesinnung an den Tag legen, die bemitleidenswert ist – und politisch zersetzend.

Sie haben das mit der Meinungsfreiheit und Ausdrucksfreiheit überhaupt nicht verstanden. Das sind nicht nur sehr hoch stehende Grundrechte, es sind bei ihrer Position als Kultursenator essentielle Grundrechte, die keinesfalls beschädigt werden dürfen. „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“. Das ist ein kluger Satz der sehr ehrenwerten Rosa Luxemburg. Zwei gute Eigenschaften, zu denen sie „den Fetisch der größtmöglichen Distanz“ beweisen.

Schauen Sie ruhig mal nach, von wem dieser Begriff in welchem Zusammenhang benutzt wurde, es lohnt sich.

Was Sie unbedingt intellektuell verstehen und fühlen müssen: Meinungsfreiheit ist kein Grundwert, den man zähneknirschend dem politischen Gegner zugesteht. Es ist die Essenz des öffentlichen, kritischen Diskurses, mit dem eine echte Demokratie sich ständig selbst repariert und reformiert. Meinungsfreiheit ist die unverzichtbare Grundlage der Demokratie.

Wir sollten Meinungsfreiheit nicht nur achten und zugestehen, sondern sie lieben. Wir sollten niemanden, hören Sie: niemanden, nicht einmal die NPD verbieten. Auch nicht die KPD. Oder die AfD. Ein Verbot mag für den jeweiligen politischen Gegner verlockend sein, aber es zerstört die Grundlage, auf der ein rechtschaffenes Gemeinwesen aufgebaut ist. Sie müssen deswegen die NPD nicht lieben. Sie dürfen sie hassen und bekämpfen. Aber nur mit Mitteln des Meinungskampfes.

Und sie müssen die Meinungsfreiheit/Ausdrucksfreiheit lieben. Herrgott, ein kluger Konservativer wie DeGaulle sagte auf das Ansinnen seiner politischen Feinde, Jean Paul Sartre juristisch dafür zu bestrafen, dass er sich z.B. mit Andreas Baader traf: „Man wirft Voltaire nicht ins Gefängnis.“ Wegen dieser Einstellung habe ich großen Respekt vor DeGaulle. Ich wünschte, ich könnte das gleiche über Sie sagen.

Leider traue ich Ihnen noch mehr zu als dass sie die Meinungsfreiheit nicht lieben. Ich befürchte, sie würden KenFM auch noch gerne verbieten.

Liebten Sie Ausdrucksfreiheit und die Freiheit an sich, würde es ihnen nicht schwerfallen, ihre dumme und falsche Entscheidung zurückzunehmen.

Damit würden Sie wieder in den wählbaren Bereich der Linkspartei zurückmanövrieren. Ich würde Sie trotzdem nicht wählen, siehe oben. Aber vielleicht würden es andere tun.

Aber wenn sie nicht zurückrudern und ihre Partei nicht auf ihre Fehlleistung reagiert, dann frage ich mich schon, wes Geistes Kind diese Partei ist. Rosa Luxemburgs jedenfalls nicht.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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54 Kommentare zu: “Klaus Lederer – Au weia!

  1. “ So kennt man das Volk – undankbar. “ von KoenigOrdnung,
    Wenn man nichts zu sagen hat, sollte man schweigen, Koenig0. !!!
    Selten habe ich einen solchen unpassenden Beitrag gelesen. Wenn man für ein breites Publikum schreibt, sollte man sich auch allgemeinverständlich ausdrücken. Der o.g. Beitrag ist wohler eher für “ Insider “ von KoenigO gedacht und sollte dann auch dort , und nicht hier, veröffentlicht werden. Zitat: “ Es würde mich sehr wundern, wenn unsere Faschistentruppe das nicht dankend aufgreift und ein wenig verschärfend modifiziert. “
    Was wird er wohl damit aussagen wollen? Er könnte auch chinesisch schreiben, das könnte man dann ja noch übersetzen.
    Da lob ich mir KenFM, eine klare Sprache, die wohl ( fast ) jeder versteht !

    • Ludwig-es:

      Ihre Verwirrung rührt wahrscheinlich daher, dass Sie sich das Video mit Dirk Müller nicht angesehen haben. Der Link war angegeben. Hier nochmal:

      youtube.com/watch?time_continue=47&v=Bgd7A9e0IJ4

  2. So kennt man das Volk – undankbar.

    Anstatt seine Dankbarkeit auszudrücken überhaupt auf kenfm Seiten STRAFLOS! surfen zu dürfen, mäkelt es rum wenn irgend ein unbedeutender Preis an irgend einem unbedeutenden Ort nicht überreicht werden darf. Dabei gibt es so viel bedeutende Menschen, Preise und Orte… (Stichwort Kriegsnobelpreis)

    Die nicht mehr ganz so taufrischen werden sich erinnern. Früher kam mehr oder weniger Alles bedeutende und unbedeutende an Technik, Innovationen, Ideologien usw usf über den großen Teich geschwappt. Im Schnitt dauerte es wohl 5 Jahre – so sagte und empfand man damals jedenfalls – bis die Wellen des großen Teiches die göttlichen Errungenschaften aus dem Jenseits ans europäische Festland spülten und dort (dankbar) aufgelesen werden konnten. Heute dauert das 5 Sekunden. Was nach 5 Minuten noch nicht in aller Munde ist, oder millionenfach gekauft wurde, hat kaum eine Chance aufgegriffen zu werden – aber ich schweife ab.

    Eigentlich wollte ich die Errungenschaften ansprechen die über den kleinen Teich zu uns schwappen. Die werden oft vernachlässigt, finden wenig oder keine Beachtung, wie der Ausdruck „über den kleinen Teich zu uns geschwappt“ selbst.
    Die wohl größte und edelste Errungenschaft – aus Sicht der und für die Regierenden – wurde wohl schon auf der Welle von einem eifrigen Politsurfer weggeschnappt und zu Markte getragen, bevor sie überhaupt das Ufer erreichen konnte – der Thatcherismus.

    Nun kommt ein neuer Gedanke? aus dem Reich des – von hiesiger Bevölkerung manchmal sehr despektierlich bezeichneten Inselaffen – Politgenius. Es würde mich sehr wundern, wenn unsere Faschistentruppe das nicht dankend aufgreift und ein wenig verschärfend modifiziert. Viel Spaß bei den kommenden 45 Sekunden.

    youtube.com/watch?time_continue=47&v=Bgd7A9e0IJ4

    • So kennt man das Volk – undankbar.

      Ich bin bisher noch offen für meine Meinungsbildung über Sie. Es beginnt aber schon spannend abzudriften, nach der Einleitung: Volk = undankbar.

      Anstatt seine Dankbarkeit auszudrücken überhaupt auf kenfm Seiten STRAFLOS! surfen zu dürfen, mäkelt es rum wenn irgend ein unbedeutender Preis an irgend einem unbedeutenden Ort nicht überreicht werden darf.

      Dankbarkeit als gleichwertig mit geltendem Recht auf Meinungsäußerung zu setzen, ist schon eine sehr interessante Mischung.

      Unbedeutender Preis und unbedeutender Ort?

      Von Symbolik und sybomlischen Gesten und Akten haben Sie sicher noch nie etwas gehört…

      Aus welcher Interessenlage argumentieren und liefern Sie ihre Sichtweisen?
      – Bitte behalten Sie die Antwort für sich…

      Danke.

    • Das ist einfach zu verlockend. Ich bin ja der Meinung, das die Menschheit u.A. nicht vernünftig zusammenleben kann, weil es maximal 3% Logiker unter der Menschheit gibt UND diese nicht die Macht innehaben.
      Hier ein Beispiel für allgemeine menschliche Logik.

      „Ich bin bisher noch offen für meine Meinungsbildung über Sie.“

      „– Bitte behalten Sie die Antwort für sich…

      Danke.“

      *
      🙂

    • König Ordnung:

      Ich habe das in Thailand erlebt. Hohe Haftstrafen nur für das LESEN von Internet-Seiten! PR-Beraterkonzerne der Insel sind unterwegs – weltweit beraten sie Regierungen. BBC sitzt dem internationalen Journalistenverband des Landes vor. CNN verschwand sukzessive aus dem TV-Programm. Ein Reihe ausländischer freier Journalisten verließen 2016 das Land. Interne Problem überlagert durch Einfluss von Außen. Auch ich lebe zur Zeit nicht mehr dort.
      Ich fürchte, die Frage „wo leben?“ wird bald global ein Problem, denn ähnliche Entwicklungen verbreiten sich. Brexit auf der einen Seite; andererseits die aktuelle Äußerung eines britischen Politikers, dass die Insel „nach wie vor in Europa eine Ordnungsmacht“ ist. Ich denke, manche unserer Politiker in EU/D ahnen, was los ist. Special Relationship-Arbeitsteilung. Ursache des Ganzen? M.E. die „Gelbe Gefahr“. Islam der Hebel.

    • Tony
      „Ich fürchte, die Frage „wo leben?“ wird bald global ein Problem,…“

      Auch mich treibt das um. Das ist alles der Wahnsinn hoch 10. Die lebenswerten Flecken auf der Erde werden immer weniger und kleiner. Hier wird das nichts mehr. Nur Lamentierer, Schreiber, Aufreger usw. Vier Menschen sind so gut wie nicht mehr unter einen Hut zu bringen. Die Spaltung ist ziemlich perfekt vollzogen. Der Turmbau zu Babel hat seinen Zenith erreicht.

      Was wir die nächsten 4 Jahre erleben werden, ist gestapelte Scheiße hoch 28. Man braucht kein besonders sensibler Mensch zu sein, um zu spüren das insbesondere auch Europa, der sogenannte werte Westen, krachend in den Abgrund rauscht.

    • Tony
      „Ursache des Ganzen? M.E. die „Gelbe Gefahr“. Islam der Hebel.“

      Meine Eltern sprachen auch immer von der gelben Gefahr – vor 50 Jahren. Und sie sprachen immer von und über die Bibel und die darin enthaltenen Prophezeiungen.

      Es ist ja so, das ALLES seit Geburt oder Erbauung, Entstehung dem Untergang geweiht ist. Laut Bibel muß und wird erst Babylon die Große fallen – gemeint sind alle Welt-Religionen – bevor Gott die Erde reinigt (Harmagedon, die Schlacht Gottes) und Gottes Königreich errichtet wird.

      Wenn die Welt-Religionen fallen – was ich lange Zeit unmöglich hielt – wenn sich diese Prophezeiung erfüllt, werden nur noch die ganz hartnäckigen Realitätsverweigerer nicht an den Wahrheitsgehalt der Bibel glauben können.

      Sollte es einen Gott geben und die Bibel Gottes Wort sein, bleibt ein kleiner schwacher Trost. Dort heißt es: Gott wird jene vernichten die die Erde zerstören.
      Also Baggerfahrer ist vielleicht nicht der ideale Job. :—)))

    • Ein völlig unpassender Beitrag! Selbst wenn man “ Satire“ unterstellt, ein Beitrag der verwirrend und total kontraproduktiv im Sinne des Themas ist. Was “ KoenigO “ sagen will erschliesst sich mir nicht. Er ergiesst sich in schein-intellektuellen Andeutungen, die jeder anders deuten kann. Ein Beitrag, ein Kommentar der keiner ist – eher überflüssig und unnütz.
      Und ein “ undankbares Volk “ gibt es nicht – denn ganau das Volk schafft die Werte, nicht die Eliten, nicht Lederer, nicht Parteien !!

    • „Ein Beitrag, ein Kommentar der keiner ist – eher überflüssig und unnütz.“

      Ein Beitrag, ein Kommentar über einen Beitrag, einen Kommetar der keiner ist, finde ich vorsichtig und gelinde ausgedrückt strunzdumm.

  3. Ich finde diesen Vorfall sehr ernüchternd und zugleich herausfordernd.
    Sind hierbei nicht alle Attribute erfüllt welche man aus Diktaturen kennt?
    Dass „moderne“ Politiker genau so reagieren müssen sollte hinlänglich bekannt sein und ist auch nicht anders zu erwarten, besonders wenn man den Lebenslauf dieses Herren im Auge behält. Man könnte sich jetzt stundenlang aufregen und darüber grämen wie weit es mittlerweile mit den Machtverhältnissen im Staat gekommen ist, doch halte ich das für sinnlos. Ich würde Herrn Jebsen empfehlen diesen Herren einfach zu verklagen und eine Entschädigung für den entstandenen Schaden zu fordern. Es wäre eine wundervolle Gelegenheit diesen Herren gerichtlich zu zwingen seine unhaltbaren Anschuldigungen zu beweisen, denn soweit ich mich entsinne lügt diese Art von Menschen, dass sich die Balken biegen, wird aber nie in die Verlegenheit gebracht Beweise vorzulegen. Ich sehe diesen Vorfall als Geschenk, denn ich bin mir sicher, dass sich hier ein übersteigertes Ego nun eine Spur zu weit aus dem Fenster gelehnt hat und verzeiht mir den bildlichen Ausdruck, mit der richtigen Taktik kann man abwarten bis er sein Gleichgewicht verliert und herunter fällt. Ich wiederhole mich jetzt, aber dieser Herr muss verklagt werden und wenn ich bedenke wie viele Menschen nunmehr hinter Herrn Jebsen stehen, ich meine die finanzielle Macht der Masse, sollte es ein Leichtes sein einen Prozess anzustreben und den Aparatschik in der Versenkung verschwinden zu lassen aus der er besser nie heraus gekrochen wäre. Es lebe „die Demokratie“, die wir noch nie hatten und von der wir uns scheinbar immer weiter entfernen. Es ist Zeit etwas zu tun.
    Liebe Grüße,
    Martin Koinegg

    • „Ich würde Herrn Jebsen empfehlen diesen Herren einfach zu verklagen und eine Entschädigung für den entstandenen Schaden zu fordern.“

      Das war auch mein erster Gedanke. Es ist aber ein Spiel mit dem Feuer. Da in deutscher Justiz nicht nach Buchstaben der Gesetze geurteilt wird, sondern nahezu ausschließlich richterliche Selbstjustiz vorherrscht, ist einzig und allein die gegebene Öffentlich maßgeblich, ob ein Urteil zustande kommt das gesetzlich rechtlich nachvollzogen werden kann.

      Wenn kenfm diese Öffentlichkeit tatsächlich hat und „aufbringt“, könnte man den Gang in das bestehende Unrechtsystem wagen.

    • Gerichte sprechen – wenn überhaupt – nur noch dann gesetzlich korrekte Urteile, wenn vorher! klar ist das eine breite Öffentlichkeit des Urteiles gewahr wird. Die Finanzierung kann kenfm sicher aufbringen.

  4. Meinungsfreiheit ist ein demokratisches Grundrecht

    Demokratie lebt vom Dissens. Um auf demokratischem Wege tragfähige Lösungen zu finden, ist der öffentliche Austausch politischer Meinungen und Standpunkte unerlässlich. Das politische System in Deutschland wird jedoch zunehmend autoritär. Meinungen, die dem verordneten Konsens zuwiderlaufen, werden z.T. drastisch sanktioniert. Andersdenkende werden diffamiert als „Putin-Versteher“, Verschwörungstheoretiker (ein Begriff, der von der CIA genau dafür erfunden wurde – um Andersdenkende lächerlich zu machen), Antiamerikaner, zugleich mit Rechtsradikalen in Verbindung gebracht (mir erschließt sich der Zusammenhang nicht), schlimmer noch: als Antisemit wird verleumdet, wer sich wagt, die Besatzungspolitik Israels zu kritisieren und zu einer Lösung der Misere im Nahen Osten beizutragen. System-Medien werden systematisch von Andersdenkenden gesäubert.

    Selbst die LINKE ist nun also unterwandert von selbsternannten Zensoren und Inquisitoren. Lederer will die Preisverleihung unbedingt verhindern und schreckt auch vor den üblichen Beleidigungen und Rufmordanschlägen nicht zurück. Jemanden, der sich derart engagiert für die Erinnerungskultur wider das Vergessen am Holocaust wie Ken Jebsen, als Antisemiten zu bezeichnen, wäre fast lächerlich, wenn es nicht so bösartig wäre.

    Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.

    Man fragt sich, wess Geistes Kind Herr Lederer ist: die LINKE muss sich fragen lassen, ob sie ihre Glaubwürdigkeit wirklich opfern will, indem sie solche Leute wie Lederer in ihren Reihen duldet. Ein Parteiausschlussverfahren ist m.E. nicht zu vermeiden. Die Partei sollte zudem einen echten und offenen Meinungsaustausch darüber anstoßen, wer Mitglied der LINKE sein darf: Stefan Liebich, ebenfalls auf einem lukrativen Posten in Berlin ist nicht nur Mitglied der LINKEN sondern auch der Atlantik-Brücke. Wenn der Mann nicht gerade schizophren ist, kann er eigentlich nur ein Maulwurf sein. Man kann sich nicht gleichzeitig einerseits für Neoliberalismus und amerikanische Vorherrschaft einsetzen und andererseits für soziale Gerechtigkeit und Frieden. Die Atlantikbrücke wählt ihre Protagonisten jedenfalls sorgfältiger aus als die LINKE.

  5. diese mail hab ich gerade abgeschickt:

    Sehr gehrte Frau Wagenknecht,
    ich möchte Sie nicht langweilen mit Argumenten gegen die gesetzwidrige Kultur-Zensur Ihres Parteigenossen Klaus Lederer in Sachen Karls-Preis-Verleihung im Babylon. ich möchte Ihnen aber doch mitteilen, dass ich es zutiefst bereue, der Linken bei Wahlen zuletzt zweimal meine Stimme gegeben zu haben.
    zutiefst enttäuscht

    • Wenn Frau Wagenknecht nun die richtige Entscheidung trifft und das Parteimitglied Lederer ausschließt, kann sie natürlich nichts dafür, aber nur dann. In Anbetracht des Schadens der von diesem unglücklichen Mann für die Partei generiert wurde, wäre das die einzige Alternative, quasi „alternativlos“ um im Politikerjargon zu bleiben. Ich denke nur, dass sie das auf Grund, des innerparteilichen Netzwerkes über welches dieser überdurchschnittlich Verwirrte verfügt, nicht kann.
      Was wiederum ein Beweis für den demokratiefernen Charakter von Parteien im allgemeinen wäre.
      Heutzutage ist alles, bei jeder Partei möglich, da bilden die Linken scheinbar keine Ausnahme.
      Was den Namen „die Linken“ in einem erschreckenden, neuen Licht erscheinen lässt.
      Wenn er also bleiben darf kann Frau Wagenknecht schon ein „Bissl“ was dafür und sie trägt meiner Meinung nach die Verantwortung, natürlich nur dann wenn sie ihn nicht entfernen kann und sie ebenfalls bleibt.
      Lieb Grüße,
      Martin Koinegg

    • Frau Wagenknecht hätte sich zumindest hier anschließen können, selbst dann wenn sie in der Sache noch ein eigenes Süppchen kochen wollte.
      wolfgang-gehrcke.de/de/article/1939.bitte-helft-zensur-zur%C3%BCckzuweisen.html

      Wenn dieser weit überdurchschnittlich unbegabte Herr sein Amt be-halten kann, entsteht für die Kultur und Demokratie ein Schaden – verursacht durch Die Linke – der für Die Linke nicht reparabel sein dürfte. Es ist IMMER so das jede Partei sich selbst zerlegt, selbst wenn sie von destruktiven Kräften (U-Booten usw) innerhalb der Partei zerlegt wird – weil sie es zulässt.

  6. Danke, Herr Pohlmann!

    Warum ein Teil der Linken in Deutschland meint, die israelischen Rechts-Konservativen (und teilweise Rechtsradikalen), wie Nitanyahu unterstützen zu müssen, werde ich nie verstehen. Nicht fähig zu differenzieren?

    Warum verbünden sich nicht die Linken beider Nationen? Denn anscheinend gibt es dort auch liberale Parteien, welche z.b. die Golanhöhen zurückgeben wollen, was für außenpolitische Entspannung sorgen würde.

    Und überhaupt, das Benachteiligen, Vertreiben, etc. von Palästinensern ist nicht pro-israelisch – ganz im Gegenteil! Dieser aktuelle rechts-konservative/-radikale Kurs ist selbstzerstörerisch, liefert er doch Gründe für Antisemitismus, sorgt er für schlechte Nachbarschaft. Wie können Linke von sich selbst behaupten, sich intensiv gegen Antisemitismus und für Israel zu engagieren, aber dennoch diese Gesamtsituation außer Acht lassen und ignorieren, dass sich Israel und Nachbarn in einer Hassspirale befinden, aus der man sie mit behutsamer, vermittelnder Politik heraushelfen müsste?

    Inwiefern hilft dabei denn die Zensur der Kritiker hierzulande?

    Pro-Palästina, Pro-Israel! Wir brauchen Völkerverständigung (linker Wert!), Gleichberechtigung (linker Wert!) und wir brauchen eine kritische Presse, die uns auf diesbezügliche Fehlentwicklungen hinweist, also Pressefreiheit (nochmals linker Wert!).

  7. Nun werden die Wogen sich langsam glätten – so ist das nun einmal.
    Den größten Schaden davongetragen hat vermutlich das Babylon.
    Für Ken Jebsen und seine Mitstreiter ist es nicht so wichtig, wo die Preisübergabe stattfindet.
    Und Lederer findet sich doch in bester Gesellschaft mit fast allen Politikern – zuletzt Angela Merkel, die einen zahlenmäßig sehr großen Verlust als Sieg darstellen kann, weil sie weiter im Amt bleiben wird.
    Auch Lederer wird bestenfalls den jetzigen Posten verlieren, würde dafür dann aber einen anderen bekommen. Eine Linkspartei, die sich zielsicher an die Macht heranschleimt, kann ihn nicht fallen lassen wegen eines Rebellen wie Jebsen. Den (weiteren) Stimmenverlust bei prinzipientreuen Linken werden sie einpreisen, wie es am Aktienmarkt heißt. Auf dem Markt der Politik gelten ähnliche Regeln für die, die an diesen Markt und die dazugehörige Denkweise glauben.
    Und dabei macht vermutlich die Linke Basis auch mit. Vor allem, wenn die Parteiführung aufwacht und nun endlich PR-gerecht agiert. Wenn sie einen Wechsel Lederers in einen anderen Bereich intern gut verkaufen, dann wird alles in Ordnung sein, scheinbar. Oder verhindern das die sogenannten Antideutschen in den eigenen Reihen, die schon das als Niederlage ansehen würden? Ich weiß zu wenig über die Interna der Die Linke in Berlin.

  8. Der Lederer ist genau so ein korrupter Zipfel wie Klipping, Özdemir, Schulz. Die werden dafür bezahlt, ihre eigenen Parteien, die mit ursprünglich linker Programmatik, unwählbar zu machen, und es gelingt ihnen auch vor unseren sehenden Augen! Keiner wählt mehr SPD, Grün, Links, sondern AfD und FDP – beide sind, welch ein Zufall, ur-neoliberale Veranstaltungen! Bei der Linken ist es besonders schlimm: die intellektuell chronisch überforderte Vorsitzende prügelt ausgerechenet auf die Wagenknecht ein und der entweder völlig verblödete oder bis in die Knochen korrupte Lederer zensiert ausgerechnet Jebsen! Das ist Scheiße – und zugleich der eigentliche Erfolg der System-Trojaner. Schaut doch einfach mal die Ergebnisse der letzten Bundestags- und Länderwahlen an!

  9. Bei diversen Redakteuren, Politiker muss man sich fragen, welche Nebenjobs diese haben. Bei Hr. Lederer, Frau Pau, Herr Volker Beck, Frau Dittfurth, … ist es relativ klar.

    Die arbeiten offensichtlich für AJC-nahe, IKG-nahe, ZdJ-nahe Zionisten, die in D ein relativ grosses #hasbara-Netzwerk unterhalten, von dem Herr Benjamin Weinthal, ein rechtsradikaler jüd. Zionist, immer wieder in der Jerusalem Post berichtet.

    Man erkennt das recht gut an den Themen: #IranBashing, #HezbollahBashing, #KuwaitAirlinesBashing, #BDSbashing, IHRA-Definition, #AlQudsBashing, ..
    Also an rein israelischen Themen und nicht an deutschen Themen, die im deutschen Interesse liegen. #sayanim (rechtszionistische Aktivisten) sind naturgemäß mehr israel- als deutschland-loyal.

    Dass Herr Lederer überaus fleissig ist, Kritiker von israelischen Missständen auszugrenzen, liegt sicherlich nicht im deutschen oder Berliner Interesse, weil damit Art. 10 oder Art. 3 Grundgesetz verletzt werden kann. Grundgesetzbestimmungen, die in ApartheidIsrael täglich verletzt werden, weil es dort vergleichbare Werte und Normen gar nicht gibt.

    Dabei diskriminiert Herr Lederer sogar die Apartheidgegner der BDS, der JVP.org, der IJAN.org mit ihrem Unterstützer Bischof Desmond Tutu, Nobelpreisträger!

    Desmond Tutu hat als BDS-Unterstützer keinen Zugang mehr zu städtischen Räumlichkeiten in Frankfurt am Main, weil dort der zionlastige Stadtrat (OBM Müller vermutlich aufgrund von Bnai Brith Wünschen) einen städtischen Bann gegen die BDS-Apartheidgegner ausgesprochen hat.

    Bin gespannt, ob Desmond Tutu nach Frankfurt kommt; wenn ja, steht FFM eine Riesenblamage bevor, die Berlin vermeiden sollte.

    • Na Gabi… Seit einer Stunde angemeldet hier, tausend mal das Wort Zionisten/Zion benutzt… Warum gehen gerade meine Antennen hoch?

      „jüdischer Zionist, deutsche Themen, deutsches Interesse“???????
      DU weißt ganz genau, wie dein post von Leuten wie Lederer jetzt ausgelegt wird, oder?
      Ganz nach dem Motto, jetzt rücken wir das Forum doch nach rechts. Netter Versuch, kleines Minion.

      @All: Leute korrigiert mich, wenn ich ihr Unrecht getan hab. Dann entschuldige ich mich sofort.

    • Kristana: Ich kann das, was Du andeutest hier nicht rauslesen. Im Gegenteil. Aber ich habe auch immer wieder Probleme mit den vielen Abkürzungen. Was ist z.B. der BDS JVP oder IJAN, Gabi?

    • Je m’en vais 🙂
      Ich kann es so schlecht in Worte fassen. War so en Intuitions-Ding. Vielleicht liegts an meiner kriminellen Energie 😉 oder meinem negativen Politikerbild – aber wenn ich Lederer wäre, würde ich genau SO einen post platzieren um dann mit dem Finger drauf zu zeigen und zu sagen: guck… antisemitisch.
      Mich hat der fantasielose Name und der ganz neu angelegte account misstrauisch gemacht.

      BDS = gegen die Apartheid ruft die palästinensische Zivilgesellschaft zu Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen gegen Israel auf…
      Die Anderen müsst ich auch recherchieren.

  10. Mir ist bei der ganzen Sache noch nicht klar, wieso das Babylon da überhaupt mitmacht. Hab ich da was überlesen? Es bleibt doch im Dunklen, welche Erpressungsmethoden hier angewendet wurden. Mit dieser Entscheidung verübt das Babylon doch geistigen Selbstmord. Wer geht denn da von den alten Fans jetzt noch hin? Ich bin gespannt, ob das jetzt womöglich nur die Spitze des Eisbergs war, oder ob jemand wie Ganser dort jetzt immer noch weiter auftreten kann. Mir kommt das Ganze vor wie ein raffiniertes Lügen-Konstrukt nach Stasi-Rezept. Das hat auch nur wieder meine schon lange gehegte Befürchtung gestärkt, dass die Linke durch die PDS verdorben wurde.

  11. „Au weia“
    Ja genau. Ich würde sogar noch weiter gehen und sage, das ist „Political suicide by proxy“. Noch bekloppter geht es echt nicht.

    Einem zornigen Dirk Pohlmann persönlich begegnen – würde ich nicht wollen. Der erschlägt einen mit Logik, Verstand und Nächstenliebe. Da ist Game over, und das zurecht ;o)

    BTW ich bin gerade über einen interessanten Vortrag von Jordan B. Peterson gestolpert. Passt hier in den Kontext, wie ich finde:

    Identity politics and the Marxist lie of white privilege
    https://www.youtube.com/watch?v=PfH8IG7Awk0

    LG
    waldbaer

  12. OK, ich hab mich hinreißen lassen und Sahra W. angeschrieben. Mir ist nämlich grad ein Lichtlein aufgegangen und ich hab ernsthaft Angst.

    Liebe Sahra Wagenknecht,

    ich verehre Sie seit langem, wähle treu und brav, trotz aller Enttäuschungen, links und möchte Sie um Ihr Eingreifen bitten.

    Es geht um den Fall Dr. Lederer vs Ken Jebsen.

    Ich bin seit Jahren Leser der KenFM Community und kann ihnen versichern, dass Herr Jebsen NICHT antisemitisch ist oder staatszersetzend agiert. Trotzdem hat sich ein Teil der Linken auf ihn eingeschossen und verunglimpft ihn aufs Heftigste. Momentan Dr. Lederer, der die Preisverleihung an Herrn Jebsen im Kino Babylon, mit schlimmen Verleumdungen, verhindert. Hätte er jemals auf dem Portal KenFM nachgelesen, wäre ihm aufgefallen, dass weder Herr Jebsen, noch die Foristen, rechtem Gedankengut anhängen. Ja, er lässt Frau Hecht-Galinsky zu Wort kommen und dieser Dame können wir schlecht Antisemitismus unterstellen, nur weil sie Israel kritisiert.

    Hier die Begründung von Dr. Lederer:

    „Wie ich heute erfahren habe, soll im Dezember im Kino Babylon die Verleihung eines Preises für ‚engagierte Literatur und Publizistik‘ an Ken Jebsen stattfinden. Der Preisträger und mehrere an dieser Veranstaltung Beteiligte sind in der Vergangenheit durch offenen, abgründigen Israelhass, die Verbreitung typisch antisemitischer Denkmuster und kruder Verschwörungstheorien in Erscheinung getreten. So die Band ‚Die Bandbreite‘, die mit ihren vor Rechtsesoterik triefenden Texten bis tief in rechtsradikale Milieus wirkt, dort auch aufgetreten ist und sich des Beifalls von NPD bis Jürgen Elsässer versichern konnte. Ich bin entsetzt, dass ein Kulturort in Berlin diesem Jahrmarkt der Verschwörungsgläubigen und Aluhüte eine Bühne bietet. Vom Geschäftsführer des Kinos Babylon würde ich mir angesichts dessen die Courage wünschen, zu sagen: Als Plattform für diesen Wahnsinn stehen wir nicht zur Verfügung.“ (Zitat Ende)

    Anscheinend war Dr. Lederer erfolgreich, denn das Kino hat die Veranstaltung abgesagt.

    Das ist für uns links wählende Bürger unerträglich und ich sehe in den Foren, wie immer mehr Menschen sich von Ihrer Partei verabschieden. Gleichzeit findet in Berlin der Jamaika-Poker statt und in den Medien erscheinen Artikel wie „Lybische Großfamilie unterwandert deutsche Polizei“.

    Ich bin ganz ehrlich. Ich bekomme Angst und das ist keine Floskel. Wenn jetzt Jamaika schiefgeht, die linken Wähler sich enttäuscht abwenden und wir dann Neuwahlen abhalten müssen… Um Himmels willen, am Ende wird die AfD stärkste Partei. Was dann?

    Ich hoffe sehr auf Ihre Unterstützung und verbleibe

    mit „genossischen“ lieben Grüßen

    • Liebe Kristana,

      danke für Deine Zeilen.

      Ich zitiere nochmal kurz Herrn Lederer daraus:

      „Wie ich heute erfahren habe, soll im Dezember im Kino Babylon die Verleihung eines Preises für ‚engagierte Literatur und Publizistik‘ an Ken Jebsen stattfinden. Der Preisträger und mehrere an dieser Veranstaltung Beteiligte sind in der Vergangenheit durch offenen, abgründigen Israelhass, die Verbreitung typisch antisemitischer Denkmuster und kruder Verschwörungstheorien in Erscheinung getreten. So die Band ‚Die Bandbreite‘, die mit ihren vor Rechtsesoterik triefenden Texten bis tief in rechtsradikale Milieus wirkt, dort auch aufgetreten ist und sich des Beifalls von NPD bis Jürgen Elsässer versichern konnte. Ich bin entsetzt, dass ein Kulturort in Berlin diesem Jahrmarkt der Verschwörungsgläubigen und Aluhüte eine Bühne bietet. Vom Geschäftsführer des Kinos Babylon würde ich mir angesichts dessen die Courage wünschen, zu sagen: Als Plattform für diesen Wahnsinn stehen wir nicht zur Verfügung.“

      Wo ist die Quelle des Herrn Lederer?
      Wo schreibt er ab und wo übernimmt er ungeprüft andere Ansichten?

      Ist die Politik heute und schon länger bei Führungspolitikern die Politik des Abschreibens und ungeprüften Übernehmens?

      In was für einer Gesellschaft leben wir gerade, wenn dies die Faktenlage wäre?

      Und in welcher Gesellschaft möchten wir zukünftig leben?

      Ich erwarte von Herrn Lederer eine Resonanz und eine Entschuldigung für mindestens die Tatsache, dass er ungeprüfte Meinungen sich zu eigen macht und über den Hebel der „Kontaktschuld“ ( :Weil Elsässer = Bandbreite = Jebsen = xyz²) alle Menschen ungeprüft in einen Sack steckt und mit dem verbalen Knüppel zuschlägt.

      Das ist Fremdschämen für einen Menschen, der als Politiker unsere gesellschaftlichen Werte repräsentieren soll – und was macht ein Politiker?

      Verbietet eine Veranstaltung, weil irgendwer verbal „Stille Post“ angefangen hat zu spielen.
      Wahrheitsgehalt von Lederes Aussage? Unwichtig. Hauptsache erstmal verbieten.

      Ich bin schockiert und schwer enttäuscht, dass solche Menschen in Berlin Kulturveranstaltungen verbieten und unterdrücken können und das, obwohl diese selbst vor ihren Parteigenossen und auf ihrer eigenen Homepage solche Aussagen über ihre politische Weitsicht treffen:

      Allerdings spiegelt sich mein »Links sein« in jedem Bereich meines Lebens. Jeder Lebensentwurf, jeder alternative Lebensentwurf, muss gelebt werden dürfen – selbstbestimmt und frei. Frei von Ängsten vor der Zukunft, frei von Ängsten um soziale Sicherheiten, frei in allen Rechten. Solidarisch, gerecht und friedlich. Emanzipatorisch und demokratisch. Und immer fragen, ob es nicht anders geht – besser für alle. Eben Links im 21. Jahrhundert.

      Quelle: http://klaus-lederer.de/lederer/

      Weil zum Einen Berlin ist eine großartige Kulturstadt. Diejenigen von Euch, die öfter hier sind, wissen das. Wenn man sich den Zustand der Welt anguckt, des Landes, insbesondere unseres Landes: Rassismus, Menschenverachtung, Dumpfbackentum. Dann zeigt sich relativ deutlich: Kultur und Bildung sind für alle Menschen unverzichtbar, so niedrigschwellig wie möglich, am besten kostenfrei. Dafür muss man kämpfen. Eine Linke kann nur eine Kulturlinke sein.

      Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=0Ekt2MfcU4k&t=1m36s ( 30.06.2017)

    • Mahatma

      Nein, ich hab ihn ja erst heut nachmittag geschrieben. Vor Montag wird den wohl in Berlin niemand lesen.
      Aber ich seh grad meine Schreibfehler f**ck wie peinlich. Das kommt davon, wenn man sich so aufregt. 🙂

    • „antisemitsch“ ist ja bloss eine Beleidigung und Diffamierung von politischen Gegnern wie „idiotisch/Idiot“; ein Kampfbegriff von rechtsradikalen Zionisten, die u.a. Apartheid, Folter, Rassismus, milit. Unterdrückung von 5 Mio. Nichtjuden, … damit „verteidigen“, indem sie vom Hauptthema ablenken.

      Die „AntiSem“-Diffamierung sollte man ignorieren, denn einer Kuh ist es auch egal, wenn jemand zu ihr „Auto“ sagt.

  13. Scharfer Protest ist angesagt, eigentlich von allen Medien, gegen diesen Akt der Schande von Herrn Lederer.

    Warum schweigen fast alle Main-Stream-Medien dazu? Schon im eigenen Interesse, müsste dieses Unrecht benannt werden. Man darf nicht vergessen, das Herr Lederer das Geld des Steuerzahlers, also auch mein Geld, für die Erpressung eines Kinobetreibers einsetzt.

    • Dass die zionMedien wie zionBILD, zionWELT, .. schweigen ist wohl klar.

      Weitere Journalisten haben schlicht Angst und haben sich in die Selbstzensur geflüchtet, um nicht der zionDiffamierungskampagne ausgesetzt zu sein.

  14. Sehr guter Beitrag, Herr Pohlmann.

    Kann ich voll zustimmen.

    Herr Lederer wird es merken. Die Partei der Linken wird es an Beschwerdeschreiben merken.

    Wenn ein Obama einen Friedens-/Kriegsnobelpreis bekommt, eine Verleihung eines angemessenen Preises an Herrn Jebsen aber vom freiheitsliebenden Herrn Lederer ordentlich zersetzt wird, dann ist der Streisandeffekt Herrn Lederer gewiss.

    Symbolische Akte wie eine Wertschätzung mittels Übergabe eines Preises zu zersetzen, ist ein Ausdruck dessen, welche Absicht dahinterstecken könnte.

    Die Absicht, einer Öffentlichkeit von immer mehr bewusstwerdenden, offenen und interessierten Menschen einen Riegel vor zu schieben, aus Angst, sie könnten durch zuviel Interesse und zu vielen Fragen die „repräsentative Demokratie“ insoweit gefährden, dass die Gefahr einer echten Demokratie bestünde.

    Insoweit kann ich das Verhalten von Herrn Lederer schon einordnen, aber die Partei der Linke macht sich damit konkurrenzfähiger in Bezug auf die Aushängerschilder der CDU-Volksvertreter.

    Sollte es keinen Widerspruch und keinen Widerhall bei den Linke wegen massiver Beschwerdewellen geben, so werden die Beliebtsheitswerte dieser Partei auch in den Untergrund sinken.

    Gerade bei so offenkundig falscher Doppelmoral von verkündeten und gelebten Werten, im Fall Klaus Lederer, demontiert sich die Linke selbst.

    Aber vielleicht ist diese Aktion gegen Herrn Jebsen und der Symbolcharakter wichtig für eine Karriere in Friedrich Merz-Atlantikbrückenfreundschaftsthinktank?

    Ich zitiere nochmal Herrn Lederer aus seiner Homepage; einmal hat mir noch nicht gereicht bei der Tagesdosis vom 17.11:

    Allerdings spiegelt sich mein »Links sein« in jedem Bereich meines Lebens. Jeder Lebensentwurf, jeder alternative Lebensentwurf, muss gelebt werden dürfen – selbstbestimmt und frei. Frei von Ängsten vor der Zukunft, frei von Ängsten um soziale Sicherheiten, frei in allen Rechten. Solidarisch, gerecht und friedlich. Emanzipatorisch und demokratisch. Und immer fragen, ob es nicht anders geht – besser für alle. Eben Links im 21. Jahrhundert.

    Schweigen und sich fragen, wer wirklich hinter diesen Werten steht?Aus aktuellem Anlass: Klaus Lederer gewiss nicht.

    • Vielen Dank für den Hinweis! 🙂
      Ich habe die Aufforderung von Diether Dehm, Wolfgang Gehrcke und Christiane Reymann auch gerne befolgt und eine ausführliche Email an Hr. Gehrcke gesendet (nachdem ich am 16.11. schon an DIE LINKE geschrieben hatte (s. Tagesdosis vom 17.11.).
      Neben der großen Freude über den „Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik“ für Ken Jebsen können wir Herrn Lederer am Ende noch dankbar sein, so eine Protestwelle losgetreten zu haben 😉
      Vielleicht hat DIE LINKE diesen Weckruf mal gebraucht?!
      Und für die Preisverleihung wird doch nun eh ein wesentlich größerer Saal bebraucht, als so ein kleines Kino – zumindest ist doch das Interesse daran nun ex­or­bi­tant gestiegen, oder…?! 😀

  15. Bravo, Herr Pohlmann! Danke für diesen treffenden Artikel!
    Die LINKE lässt nicht eine einzige Silbe zu dem Thema verlauten… es wird immer trauriger, denn schon der Volksmund weiß: Keine Antwort ist auch eine Antwort!

    Eine nette Anekdote fand ich auf der Website des Herrn Lederer:

    Zitat
    Kulturelle Infrastruktur ausbauen
    Berlin muss Räume für Kunst und Kultur sichern und schaffen. Durch Verdrängung und Verwertungsdruck werden Räume immer knapper. Die kulturelle Vielfalt ist das Aushängeschild Berlins als europäische Metropole und Hauptstadt.
    Zitat Ende

    • Sklaverei ist Freiheit
      Krieg ist Frieden
      Zensur ist Lederer-Vielfalt
      KenFM ist rechts

      Danke für das Zitat. Ein Gratislacher tut gut. Lasst uns doch über Lederer ein bisschen lachen. Ärgern bringt nix.

  16. Wahrscheinlich begreift L. wie auch , ich würde sagen, alle anderen Politiker die Fakten auf die es ankommt. Die Sache ist halt die, dass Menschen die meinen mit dem Hals in der Schlinge der Wirtschaft zu stecken, auch meinen, sie müssten alles dafür tun, dass die Schlinge nicht zu schnell enger wird.

    Wenn sie den Hals einfach nur aus der Schlinge herauszögen.

    So eine (ganz leichte) Aktion geht am besten MIT den Menschen. es geht halt NICHT alleine.

    viele liebe Grüße,
    Schual

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