KenFM am Telefon mit Klaus Rózsa über: Ein Urteil gegen die Pressefreiheit (28.6.2012)

„Mit der Begründung, Medienschaffende könnten sich mit dem Verbleib an einer Kundgebung einer Gefährdung aussetzen oder die Polizeiarbeit stören, kann sich die Polizei allerdings jeglicher medialen Kontrolle ihrer Tätigkeit entziehen, was unter dem Gesichtspunkt der demokratischen Kontrolle der Tätigkeit staatlicher Behörden inakzeptabel ist.“
(Zitat aus dem Entscheid 60/2002 des Schweizer Presserates)

Ken Jebsen spricht mit dem schweizer Journalist und Fotograf Klaus Rózsa, der vor zwei Wochen zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, weil er 2008 unverhältnismäßige Mittel bei einem Polizeieinsatz dokumentierte – von der Polizei wurde ihm die Behinderung des Einsatzes vorgeworfen. Es war nicht das erste Mal, dass Klaus Rózsa aufgrund seiner journalistischen Tätigkeit vor Gericht stand.

4 Kommentare zu: “KenFM am Telefon mit Klaus Rózsa über: Ein Urteil gegen die Pressefreiheit (28.6.2012)

  1. Mein Kommentar/Anliegen passt nicht zu dem Beitrag, aber da es kein Gästebuch o.Ä. gibt, bin ich mal so frei 😉

    Ich fände ein „KenFM über“ zu dem aktuellen ESM- und Fiskalpaktthema gut und sinnvoll. Es ist nicht ganz leicht zu verstehen was da gerade genau und tatsächlich passiert.
    Aber es scheint alamierend zu sein, wie groß der Schlag gegen die Demokratie diesmal ist.

    Liebe Grüße und vielen Dank im Voraus, falls es passen sollte 😉

  2. Unglaublich!

    Jeder Journalist, Bildreporter oder Reporter, der der Wahrheit so nahe kommt, dass er sie berührt, läuft Gefahr, Menschen damit zu berühren und dabei die Wahrheit zu übertragen.
    Wer die Menschen da draußen mit *Wahrheiten* berührt, der wird mit Totschlagargumenten zugebombt oder, wie hier im Fall Rósza, totzahlverurteilt.

    Freilich, nachempfinmden kann das nur, wer solche Wahrheiten erkannt und zu übertragen sucht. Wer noch nie so weit gegangen ist, der läuft Gefahr, dem Mainstream in Brainstream zu verwandeln.

    Die Wahrheit ist ein ungeliebtes Kind.

    LG
    Rüdiger

Hinterlasse eine Antwort