Können diese Bilder echt sein?

Der Umgang mit Julian Assange als Angeklagten lässt einige Zweifel an einer noch rudimentär vorhandenen Rechtsstaatlichkeit aufkommen.

Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen ergangen ist.

Die Bilder von der Festnahme des Wikileaks-Begründers Julian Assange durch britische Kriminalbeamten (deren Zugehörigkeit zu einem bestimmten Dienst nicht leicht zu erkennen ist) haben mich eiskalt auf meinem Stuhl erwischt. Die Würdelosigkeit und die Respektlosigkeit, ja geradezu die höhnisch-sadistische Art und Weise der Sistierung des australischen Journalisten Assange durch die Sicherheitskräfte bewirkte bei mir einen tiefen Schock. Ich wollte zur gleichen Zeit weinen und mein Magen zog sich zusammen. Meinerseits eine Mischung aus hilflosem-Zuschauen-müssen, blankem Entsetzen und einem tief gehenden Ekel vor diesen staatlichen Fleischergesellen.

Assange: in seinem Blick endlose Verzweiflung, dass es nun zum größten annehmbaren Unglück kommt. Körperliche Schwäche. Verwahrlost so wie wir Assange noch nie gesehen haben. Ein schöner Mann, der immer sehr auf sein Äußeres geachtet hatte, halb in Sitzstreikhaltung aus der ecuadorianischen Botschaft geschleppt. Krank. Ein hilfsbedürftiges Häuflein Elend wird grob in den Transporter gekippt wie ein Müllsack.

Einige unserer Leser werden sich gewiss noch erinnern, wie es sich eigentlich gehört für einen echten Rechtsstaat: der Angeklagte genießt den Respekt der Unschuldsvermutung. So lange jemand nicht rechtskräftig verurteilt ist, ist ihm das volle Maß des Respekts auch der Sicherheitsorgane zu garantieren – immer gesetzt der Fall, es handelt sich nicht um einen gemeingefährlichen Raubmörder. Als (vorgeschobener) Haftgrund wird Assange ein Nicht-Erscheinen zu einem gerichtlichen Termin zur Last gelegt. Dahinter steht der – nicht aufgeklärte Vorwurf eines Sexualverkehrs ohne Kondom durch eine schwedische Staatsbürgerin.

Daraus ergäbe sich als rechtsstaatliche Behandlung des Angeklagten Julian Assange: die Polizei betritt das Gebäude der ecuadorianischen Botschaft und bittet Herrn Assange, mit ihnen mitzukommen zu einem richterlichen Untersuchungstermin. Da Assange die Ausweglosigkeit seiner Lage bewusst ist, wäre er wohl unter zivilisierten Begleitumständen ohne Widerstand mit den Beamten mitgegangen. Er wäre sodann, eingerahmt von den beiden Polizeibeamten, in einem PKW mit zum Gericht gefahren. Das ist eigentlich so üblich – in einem Rechtsstaat. Dazu noch der gute alte römische Grundsatz: in dubio pro reo – im Zweifel für den Angeklagten.

Ein solches Bild rechtsstaatlicher Normalität war jedoch seitens der englischen Strafverfolger und der interessierten Politiker gar nicht erwünscht. Vielmehr wollen sie das Bild eines üblen Kriminellen erfinden, der die Solidargemeinschaft der Steuerzahler viel Geld gekostet habe: „Julian Assange ist kein Held und niemand steht über dem Gesetz. Er hat sich jahrelang vor der Wahrheit versteckt.“, so twitterte der britische Außenminister Jeremy Hunt.

Nun wissen wir ja alle, dass sich hinter dieser fadenscheinigen schwedisch-britischen Haftgrund-Konstruktion das Interesse der Verfolgungsbehörden der USA abzeichnet. Die US-amerikanischen Staatsanwälte wollen Assange in ihre Hände bekommen, weil Assange mit der Whistleblowerin Chelsea Manning zusammen Staatsgeheimnisse der US-Regierung an die Öffentlichkeit gezerrt habe. Die USA wird seit 1946 von einer Geheimregierung gesteuert, dem Nationalen Sicherheitsrat (National Security Council), der keiner Instanz dieser Welt gegenüber rechenschaftspflichtig ist. Ersichtlich haben Manning und Assange jedoch keine Geheimnisse ans Licht der Öffentlichkeit gebracht, die der Sicherheit der USA in ihrer Gesamtheit hätten schaden können.

Als weiterer Anklagepunkt schwebt im Hintergrund der nur schwer zu verifizierende Vorwurf, Assange habe mit seiner Aufklärungsarbeit letztlich „den Russen“ in die Hände gespielt. Das ist selbstverständlich kein irgendwie juristisch verwertbarer Vorwurf, sondern blanke Propaganda – was natürlich auch die US-Juristen auch nur zu genau wissen.

Nun wird gerade versucht, die Empörung der Öffentlichkeit abzuschwächen. Assange werde ja „nur“ eine Haftstrafe von fünf Jahren abzubrummen haben. Und dann kursieren Fotos von Assange, aus dem Polizeiauto feixend, verschmitzt augenzwinkernd. Alles also halb so schlimm?

Woher bezieht eigentlich Assange so plötzlich wieder Zuversicht und Humor im Gefängnisauto? Der Mann ist sieben Jahre nicht aus der ecuadorianischen Botschaft rausgekommen. Die letzten zwei Jahre hat er ohne Internet-Zugang und ohne nennenswerte soziale Kontakte in einer Art von Isolationshaft zubringen müssen. Er hat die ganze Zeit kein Sonnenlicht aufnehmen können. Seine seelischen Qualen müssen unermesslich sein.

Sollen die Bilder vom feixenden Assange den Image-Schaden, der den britischen Behörden durch das schockierende Festnahme-Video entstanden ist, wieder gut machen?

Moralisch überzeugender wird die Situation auch nicht, wenn man die Geschehnisse ins Visier nimmt, die die Londoner Ereignisse im Hintergrund bestimmt haben. Die Regierung Ecuadors, die Assange so lange Asyl gewährt hat, entzog ihm nicht nur relativ plötzlich die ecuadorianische Staatsbürgerschaft. Sie „lud“ vielmehr die Polizei Großbritanniens ein, Assange in ihrer Botschaft zu verhaften. Dafür erkannte man dem Australier von gestern auf heute das Asyl ab. In Ecuador wurde nämlich im Jahre 2017 das Präsidentenamt vom linken Rafael Correa auf den eher rechts stehenden Lenin Moreno übertragen. Moreno gerät gerade in Schwierigkeiten, weil ihm Korruption im Ölgeschäft des Landes zur Last gelegt wird. Er benötigt dringend Erfolge, um politisch überleben zu können. Da kommt es gerade passend, dass der Internationale Währungsfond Ecuador einen Megakredit in Höhe von 4.2 Milliarden Dollar zugesagt hat. Nun wird Moreno unter anderem von seinem Amtsvorgänger Rafael Correa vorgeworfen, er habe diesen Megakredit durch die massive Fürsprache der Regierung der USA erlangen können. Im Gegenzug habe er Julian Assange fallen gelassen und damit, vermittelt über die Verhaftung in Großbritannien, den Weg frei gemacht für den großen Schauprozess gegen Assange in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Also: wenig appetitliche Verquickungen dreier Staaten und einer internationalen Finanzorganisation, und im Hintergrund zudem dubiose Geschäftstätigkeiten von Ölkonzernen: wenig schmeichelhafte Machenschaften kommen an das Tageslicht, die das Ansehen der westlichen Wertegemeinschaft langfristig nicht gerade anheben werden.

Mein Vorschlag also an die britische Administration: machen Sie den Ihnen erlittenen Image-Schaden einfach wieder gut, indem Sie Julian Assange unverzüglich frei lassen, ihn in ein Land seiner Wahl ausreisen lassen, und ihm vorher noch einen sechsstelligen Geldbetrag als Wiedergutmachung überweisen.

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22 Kommentare zu: “Können diese Bilder echt sein?

  1. Damit mal klar ist, worüber geredet wird: Die Pressemitteilung des Jusitzministeriums vom 11.04.2019 (weiter unten auf deutsch):

    Es geht um die Frage des Passworts für Manning, das ist so wie ich es sehe der einzige Anklagepunkt.

    justice.gov/usao-edva/pr/wikileaks-founder-charged-computer-hacking-conspiracy?fbclid=IwAR09KB4aoM57P56Ym63OVhV7r3XARHz3m2xdI0vrjkSNuf4IBdAF7feM7u4

    “ WikiLeaks Founder Charged in Computer Hacking Conspiracy

    ALEXANDRIA, Va. – Julian P. Assange, 47, the founder of WikiLeaks, was arrested today in the United Kingdom pursuant to the U.S./UK Extradition Treaty, in connection with a federal charge of conspiracy to commit computer intrusion for agreeing to break a password to a classified U.S. government computer.

    According to court documents unsealed today, the charge relates to Assange’s alleged role in one of the largest compromises of classified information in the history of the United States.

    The indictment alleges that in March 2010, Assange engaged in a conspiracy with Chelsea Manning, a former intelligence analyst in the U.S. Army, to assist Manning in cracking a password stored on U.S. Department of Defense computers connected to the Secret Internet Protocol Network (SIPRNet), a U.S. government network used for classified documents and communications. Manning, who had access to the computers in connection with her duties as an intelligence analyst, was using the computers to download classified records to transmit to WikiLeaks. Cracking the password would have allowed Manning to log on to the computers under a username that did not belong to her. Such a deceptive measure would have made it more difficult for investigators to determine the source of the illegal disclosures.

    During the conspiracy, Manning and Assange engaged in real-time discussions regarding Manning’s transmission of classified records to Assange. The discussions also reflect Assange actively encouraging Manning to provide more information. During an exchange, Manning told Assange that “after this upload, that’s all I really have got left.” To which Assange replied, “curious eyes never run dry in my experience.”

    Assange is charged with conspiracy to commit computer intrusion and is presumed innocent unless and until proven guilty beyond a reasonable doubt. If convicted, he faces a maximum penalty of five years in prison. Actual sentences for federal crimes are typically less than the maximum penalties. A federal district court judge will determine any sentence after taking into account the U.S. Sentencing Guidelines and other statutory factors.

    G. Zachary Terwilliger, U.S. Attorney for the Eastern District of Virginia, John C. Demers, Assistant Attorney General for National Security, and Nancy McNamara, Assistant Director in Charge of the FBI’s Washington Field Office, made the announcement after the charges were unsealed. First Assistant U.S. Attorney Tracy Doherty-McCormick, Assistant U.S. Attorneys Kellen S. Dwyer, Thomas W. Traxler and Gordon D. Kromberg, and Trial Attorneys Matthew R. Walczewski and Nicholas O. Hunter of the Justice Department’s National Security Division are prosecuting the case.

    The extradition will be handled by the Department of Justice’s Office of International Affairs.

    A copy of this press release is located on the website of the U.S. Attorney’s Office for the Eastern District of Virginia. Related court documents and information are located on the website of the District Court for the Eastern District of Virginia or on PACER by searching for Case No. 1:18-cr-111.

    An indictment contains allegations that a defendant has committed a crime. Every defendant is presumed to be innocent until and unless proven guilty in court.“

    Auf deutsch, aus: tagesereignis.de/2019/04/politik/julian-assange-seine-anklage-wurde-entsiegelt-hier-der-deutsche-text/9865/

    „ALEXANDRIA, Va. – Im Zusammenhang mit einer Bundesanklage wegen Verschwörung zur Begehung von Computerstraftaten, weil er sich bereit erklärt hat, ein Passwort für einen geheimen Computer der US-Regierung zu knacken, wurde heute, gemäß dem Auslieferungsvertrag zwischen den USA und Großbritannien, Julian P. Assange, 47, der Gründer von WikiLeaks, im Vereinigten Königreich verhaftet.

    Laut den heute entsiegelten Gerichtsdokumenten bezieht sich die Anklage auf Assanges mutmaßliche Rolle bei einem der größten Verlusten an vertraulichen Informationen in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

    Die Anklage wirft vor, dass Assange im März 2010 eine Komplott mit Chelsea Manning, einer ehemaligen Geheimdienstanalystin in der US-Armee, eingegangen sei, um Manning beim Knacken eines Passworts zu unterstützen, das auf Computern des US-Verteidigungsministeriums gespeichert sei, die mit dem Secret Internet Protocol Network (SIPRNet) verbunden seien, einem Netzwerk der US-Regierung, das für geheime Dokumente und Kommunikation verwendet werde. Manning, die im Zusammenhang mit ihren Aufgaben als Nachrichtenanalystin Zugang zu den Computern hatte, benutzte die Computer, um geheime Datensätze herunterzuladen und an WikiLeaks zu übertragen. Das Knacken des Passworts hätte Manning erlaubt, sich unter einem Benutzernamen, der nicht ihr gehörte, auf den Computern anzumelden. Eine solche irreführende Maßnahme hätte es den Ermittlern erschwert, die Quelle der illegalen Offenlegung zu ermitteln.

    Während der Konspiration führten Manning und Assange Echtzeit-Diskussionen über die Übermittlung von klassifizierten Datensätzen an Assange durch Manning. Die Diskussionen zeigen auch, dass Assange Manning aktiv ermutigte, mehr Informationen zu liefern. Während eines Austausches sagte Manning zu Assange: „Nach diesem Upload ist das alles, was ich wirklich noch habe.“ Worauf Assange antwortete: “ Wer die Augen offen hält, findet immer was.“

    Assange wird der Verabredung zur Begehung von Computerangriffen angeklagt und gilt so lange als unschuldig, bis seine Schuld ohne begründeten Zweifel nachgewiesen ist. Im Falle einer Verurteilung kann er mit maximal fünf Jahren Gefängnis bestraft werden. Tatsächliche Urteile für Bundesstrafsachen sind in der Regel geringer als die Höchststrafen. Ein Richter am Bundesbezirksgericht bestimmt jede Strafe unter Berücksichtigung der U.S. Sentencing Guidelines und anderer gesetzlicher Faktoren.

    G. Zachary Terwilliger, US-Staatsanwalt für den Eastern District of Virginia, John C. Demers, Assistant Attorney General for National Security, und Nancy McNamara, Assistant Director in Charge of the FBI’s Washington Field Office, kündigten dies an, nachdem die Anklagen freigegeben wurden.

    Es folgen die Namen der Ankläger: Tracy Doherty-McCormick, Kellen S. Dwyer, Thomas W. Traxler und Gordon D. Kromberg sowie der Prozessanwälte Matthew R. Walczewski und Nicholas O. Hunter von der National Security Division des Justizministeriums

    Die Auslieferung wird vom Büro für internationale Angelegenheiten des Justizministeriums durchgeführt.

    Ein Exemplar dieser Pressemitteilung befindet sich auf der Website der US-Staatsanwaltschaft für den Eastern District of Virginia. Die entsprechenden Gerichtsdokumente und -informationen finden Sie auf der Website des District Court for the Eastern District of Virginia oder auf PACER unter Case No. 1:18-cr-111.

    Eine Anklage enthält Vorwürfe, dass ein Angeklagter ein Verbrechen begangen hat. Jeder Angeklagte gilt bis zum Beweis seiner Schuld vor Gericht als unschuldig.“

  2. Danke Herr Ploppa für Ihren Beitrag!
    Was mich immer wieder verstört sind die Menschen, die ihr Mensch sein, ihre Selbstständigkeit an der Garderobe abgeben! Ich meine hier zB. die Polizisten, die Assange in den Polizeiwagen zerren! Es sind willenlose Marionetten, die keinerlei Verantwortung für ihr Handeln übernehmen, die in ihrer Beschränktheit nicht erfassen, dass sie gegen ihre eigenen Interessen, gegen die Interessen ihrer Kinder, ihrer Angehörigen, der ganzen Menschheit handeln. Sie sind ja nicht verantwortlich für das, was sie tun. Sie machen ja „nur“ was ihnen gesagt wird. WER soll denn die verdammte Verantwortung übernehmen, wenn nicht WIR SELBST?!?!
    WARUM weigert sich keiner, sich zum Werkzeug gegen sich selbst, gegen die Schöpfung zu machen?!?!
    Es sind die Soldaten die sich in Kriegsgebiete verschieben lassen, es sind die Sachbearbeiter im Jobcenter die armen Menschen die letzten Euros wegsanktionieren, es sind die Menschen die mit Rüstung ihr Geld verdienen, es sind die Polizisten die Assange wegzerren, es sind die Journalisten die für Krieg und Lüge schreiben und das schlimmste daran ist: es ist die Mehrheit. Eine Mehrheit, die nicht bereit ist Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Dumme, beschränkte, egoistische Existenzen. Eine hochgefährliche dröge Masse!

    • Es sind nicht nur die Polizisten, es sind ALLE (in Deutschland und Europa und der Welt) und ganz besonders die Stützen der Gesellschaft (Intellektuelle, Juristen, Beamte usw) die zu Unrecht schweigen.

      Was zeichnet den guten (deutschen) Staatsbürger aus:

      Vorauseilende Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt, immer im Dienste einer höheren Autorität.
      Rechtmäßigkeit und Notwendigkeit von Anordnungen nicht in Frage stellen.
      Keine ethischen Bedenken
      Vielmehr ist er eher durchschnittlich, kleinbürgerlich, keineswegs bösartig, mit vielen Sekundärtugenden wie Ordnungsliebe, Pflichtbewusstsein und Naturverbundenheit ausgestattet.

      Einwände?

      Es folgt ein Auszug aus:

      de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_H%C3%B6%C3%9F

      Psyche
      Vom Gerichtspsychologen Gustave M. Gilbert wird Rudolf Höß als geistig normal mit einer schizoiden Apathie und Gefühllosigkeit beschrieben. Gilbert beschreibt ihn als bei den Gesprächen geduldig, sachlich und leidenschaftslos.[6] Charakteristisch für Höß war seine vorauseilende Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt, immer im Dienste einer höheren Autorität.[7] Sadistische Neigungen wie etwa bei Amon Göth, dem Kommandanten des KZ Plaszow, waren bei Höß nicht nachweisbar, ein fehlendes Einfühlungsvermögen schon eher.
      So hatte Höß 1942 in Auschwitz ein Verhältnis mit der Inhaftierten Nora Mattaliano-Hodys[8] (oder: Eleonore Hodys[9]). Als diese von ihm schwanger war, wurde sie im „Kommandanturarrest“ isoliert. SS-Richter Konrad Morgen, der in Auschwitz wegen Unterschlagungen ermittelte, war überzeugt, dass Höß darüber hinaus verschärfte Haftbedingungen in einer Stehzelle und Nahrungsentzug angeordnet hatte, um Hodys zu töten und das Verhältnis zu vertuschen. Nachdem sie aus dem Arrest entlassen war, wurde eine Abtreibung durchgeführt.[9] Anlässlich einer Gegenüberstellung von Höß und Hodys im Jahr 1944 bestritt Höß, von den verschärften Haftbedingungen gewusst zu haben.[10] Da die Ermittlungen auf Geheiß Himmlers eingestellt wurden, blieb dieser Sachverhalt ungeklärt: Konrad Morgen wiederholte beim 1. Frankfurter Auschwitzprozess den Vorwurf, Höß habe beabsichtigt, die Frau verhungern zu lassen.[11]
      In Bezug auf die Judenvernichtung hatte Höß keine ethischen Bedenken. Beeinflusst durch die antisemitischen Schriften und Reden von Joseph Goebbels, Alfred Rosenberg und Adolf Hitler, stellte er die Rechtmäßigkeit und Notwendigkeit dieser Taten nie in Frage. Er ging nicht davon aus, dass er jemals dafür zur Rechenschaft gezogen werden würde. Der Gerichtspsychologe Gilbert fragte Höß, ob die Juden, die er ermordet hatte, schuldig gewesen seien bzw. dieses Schicksal verdient hätten. Daraufhin antwortete dieser: „Solche Fragen sind unrealistisch … wir SS-Leute sollten über solche Dinge nicht nachdenken; es kam uns auch nicht in den Sinn“.[6] Höß wurde dabei nicht von plumper Propaganda angesprochen. Er gab an, den „Stürmer“ nur selten gelesen zu haben, weil dieser zu oberflächlich gewesen sei. Laut Höß hätten Untergebene, die den „Stürmer“ regelmäßig lasen, meist einen begrenzten Horizont gehabt.
      Das Paradoxe an Höß war nach Ansicht Martin Broszats, dass er nicht der sadistische, rohe und brutale Massenmörder war. Vielmehr war er eher durchschnittlich, kleinbürgerlich, keineswegs bösartig, mit vielen Sekundärtugenden wie Ordnungsliebe, Pflichtbewusstsein und Naturverbundenheit ausgestattet. Diese Qualitäten bewahrten ihn nicht vor Inhumanität, Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern und einer totalen Ausblendung jeglicher Moral und Ethik. Er stellte sein Pflichtbewusstsein und seine Sorgfalt in einer pervertierten Art und Weise in den Dienst der Massenmörder.[12]
      Höß selbst widersprach in seinen autobiografischen Aufzeichnungen der Darstellung, dass er seine Menschlichkeit eingebüßt habe, stellte diese jedoch hinter der Pflicht und höheren Autoritäten zurück:

    • Die Frage ist doch, ab welcher Position Widerstand Sinn ergibt?
      Was erreicht der einzelne „kleine“ Polizist, wenn er sich einem Befehl widersetzt? Er wird durch einen anderen ersetzt, die Aktion wird u.U. mit Verzögerung beginnen, aber am Ende doch stattfinden.

      Das sieht bei einem Staatsanwalt vielleicht noch anders aus, wenn er z.B. den Haftbefehl nicht unterschreibt. Aber auch hier wird sich ein Kollege finden, der abzeichnet.
      Auch dieser „Widerstand“ wird die Aktion nicht unterbinden.

      Kann Widerstand eines Menschen oder einiger wenigen Menchen tatsächlich ein System stoppen?

      Ich finde Vorwürfe gegen einzelne kleine Rädchen nicht sinnvoll, also Zerberus es hat anklingen lassen, als er sein Unverständnis gegenüber den Polizisten geäußert hat, die Assange fstgenommen haben.
      Ich glaube, die niederen Chargen können nicht Ziel der Wut sein, wenn man eine Aktion ablehnt.

  3. Ich danke Herrn Ploppa für seinen Kommentar.

    Ich möchte folgende Menschen erwähnen, die aus meiner Sicht mutig sind, -mutiger als ich es war und bin,- und uns und unseren Kindern ein Vorbild für Mut und Meinungs- und Informationsfreiheit unter Einsatz Ihrer persönlichen Freiheit sind und bleiben:
    David Elsberg, Julian Assange, Chelsea Manning, Edward Snowden… und die vielen anderen unbekannten die sich wegen ihrer Zivilcourage in Unfreiheit befinden, ermordet wurden oder sich umbrachten… .

    Ebenso möchte ich auch für deren Zivilcourage und Mut danken und weiterhin viel Kraft wünschen: Herrn Daniele Ganser, Herrn Rainer Mausfeld, Herrn Markus Fiedler und Herrn Dirk Pohlmann und natürlich KEN FM.

    Ich möchte sinngemäß Herrn Ganser, während seiner Vorträge, zitieren: „Schauen Sie sich heute um, Sie dachten Sie wären alleine mit Ihren Gedanken, doch Sie sind nicht alleine. Und wir gehören alle zur Menschheitsfamilie.“

  4. Herr Plopper, haben Sie geglaubt das es Julian Assange in der Botschaft dort gut geht ? Das war ja schon kein Leben mehr und dieses Verbrechen wurde schon viel zu lange hingenommen. Wie ging es einen Billy Six in einem schimmligen Loch von 2*5 Meter ? Warum verstehen die Menschen nicht was da läuft. Diese Bilder sind verstörend und zeigen die Wahrheit aber es gibt schon lange viele Taten die uns eigentlich zeigen was los ist. Auch wenn es dazu nicht solche Bilder gibt. Ich muss sagen bei der Uranmunition war es bei mir auch so. Diese Bilder von den Babys die den Bildern von Hiroschima gleich kommen zeigen das tatsächliche Ausmaß des Grauens. Aber eigentlich gibt es schon viel zu viele Taten die uns den Faschismus zeigen und die nicht hingenommen werden sollten. Das fängt mit den nicht aufgeklärten Angriffskriegen an, geht weiter über 9/11 Ukraine, Libyen, Syrien usw. Aber auch wie mit kritischen Menschen umgegangen wird. Das Konzert in Chemnitz und die politischen Hetzjagten. Die sofortige Entlassung von Politikern die auch nur ein kritisches Wort sagen usw.
    Muss Merkel einen Hitlerbart tragen und die CDU, SPD Politiker in SS Uniformen herumlaufen damit irgendwer mal darüber nachdenkt ob das so noch stimmt? Oder ob da nicht etwas sehr falsch läuft?

  5. Angenommen, Wikileaks hätte als Gesellschaftsform einer juristische Person z.B. als Aktiengesellschaft / AG, Limited firmiert, so gäbe es im Unternehmensstrafrecht keine personenbezogene Strafbarkeit.
    Beste Beispiele finden sich in fast allen Pyramidenspitzen mächtiger Konzerne.
    So ist das im Rechtstaat des WerteWestens.
    Die Verbrecher bleiben – die Aufrichtigen, die sie enttarnen werden zerstört.

  6. Wie eine Gesellschaft ohne kritische Geister aussieht, konnte man in der DDR studieren.
    (Ob die Festnahmen da auch so aussahen weiß ich nicht, die wiurden nicht im TV übertragen, die fanden eher diskret statt.)
    Es gab staatliche Gesundheitsversorgung und andere unbestreitbare Vorteile und doch bröckelte alles – und warum?
    Weil die kritischeren nunmal meistens auch die etwas intelligenteren Menschen sind, diejenigen die fähig sind in anderen Bahnen als den vorgegebenen zu denken.
    Wenn die intelligenteren flüchten oder eingesperrt werden, dann besteht die Gesellschaft irgendwann nur noch aus solchen, denen es leichter fällt ihren Geist in vorgegebenen Bahnen zu bewegen.
    Wenn eine Gesellschaft nur noch aus den geistig trägeren besteht, dann wird auch die Gesellschaft insgesamt träge und irgendwann funktioniert nichts mehr, so wie in der DDR geschehen.

    Ja Bilder wie von dieser Verhaftung sind widerlich, aber beileibe nichts neues.
    Die pöhse STASI wurde ewig aufgearbeitet, BND und Verfassungsschutz sind DIE GUTEN.
    CIA, NSA, MI5 und MI6 sind auch DIE GUTEN.
    Glaubt irgendjemand, solche Dienste existieren um die Büroblumentöpfe zu gießen?

    Für relevante Regierungskritiker des Westens ist es gesünder via Hongkong nach Moskau zu fliegen und die Handys in Kühlschränke zu packen.
    So sieht es mit den Menschenrechten im Wertewesten aus.
    Und das nicht erst seit gestern.

    Die Politiker tönen auffällig einstimmig: „Niemand steht über dem Gesetz!“
    Doch.
    Diese Politiker stehen über dem Gesetz.
    Sämtliche Geheimdienste stehen sowieso über dem Gesetz.
    Die Superreichen, die Oligarchen schweben so weit über dem Gesetz wie dazumal Feudalherren.
    Die auf der Seite beteiligten Juristen stehen über dem Gesetz bzw. beugen das Recht.
    Die auf der Seite beteiligten Polizisten stehen über dem Gesetz bzw. missbrauchen das staatliche Gewaltmonopol.

    Übrigens ist das sehr gefährlich für eine Gesellschaft:
    1. Durch andauernde Rechtsbeugung wird jegliches Restvertrauen in die Justiz zerstört, und zwar nicht irgendwie von außen, sondern von den Juristen des Justizapparates selbst.
    2. Durch Missbrauch des Gewaltmonopols wird nicht nur Vertrauen in die Polizei zerstört, sondern das geht weiter. Wenn kritische Bürger befürchten müssen, dass sie von der Polizei verhaftet und in STAATEN MIT FOLTERGEFÄNGNISSEN verfrachtet werden könnten, dann müssen kritische Bürger entweder aufhören kritisch zu sein oder sie müssen sich an Snowden orientieren, Flucht, d.h. kritische Bürger müssen anfangen wie kriminelle zu denken, weil sie sich eben wie kriminelle vor der Staatsmacht verstecken müssen.

    Die auf der Seite der Oligarchie beteiligten Juristen und Polizisten sind das, was im Mittelalter die Schergen der feudalen Machthaber waren.
    Mit rechtsstaatlichem Geist müssten die Polizisten bei solchen Befehlen ihre Vorgesetzten verhaften und die Juristen ihre übergeordneten Instanzen anklagen, aber es sind halt Schergen, kleine Psychopathen mit einem Anteil Sadismus in der Mischung.
    Ohne solche mit diesen psychischen Dispositionen würde Macht nicht funktionieren.

    Aber ist das neu oder speziell britisch?
    Wie sieht es denn bei uns aus?
    Für Millionen weniger prominenter sieht es mit den Menschenrechten so aus, dass ihnen die Scher… ähh die _Sachbearbeiter_ , so heißen die, sogenannte „Sanktionen“ reindrücken können, oder einfach erstmal Anträge monatelang nicht bearbeiten, geht ja nur um die Existenzen von Menschen, da kann man schon mal rumpfuschen.
    Und diese _Sachbearbeiter_ stehen übrigens auch über dem Gesetz, die können willentlich die Existenzen von Menschen gefährden und sind dafür juristisch nicht dranzukriegen, denn die halten ja alle Gesetze ein, nur das Grundgesetz Art. 1 Abs. 2 („darum bekennt sich das deutsche Volk zu den Menschenrechten“) brechen die andauernd und die Sozialrichter an den Amtsgerichten machen mit.
    Da braucht man nichtmal Wistleblower die irgendwas aufdecken, das geschieht ganz offen.

  7. Hätte uns das nicht vorher einfallen können ?
    Ein Befreiungs-Coup für Assange hinaus aus der ecuadorianischen Botschaft – getarnt als Festnahme durch Geheimpolizei – genauso wie sie uns jetzt präsentiert wurde.

    Jeder Kaufhaus-Dieb geht so vor. Im Blaumann als Techniker getarnt und den TV einfach raustragen und weg. Wir denken einfach zu ehrlich.

  8. „Ich weiß nicht, wie es Ihnen ergangen ist.“ (?)

    Eine von mir seit einigen Wochen dunkle Ahnung und Befürchtung, dass es zur Verhaftung von J. Assange gekommen ist, ist zur Gewissheit geworden.
    Das macht mich traurig und zornig.
    Reaktionen der Medien – schaut in die NDS. –> „Hinweise des Tages Spezial zur Festnahme von Julian Assange“ u.a.

    Das Schlimmste ist, das es die große Mehrheit der Leute nicht interessiert.
    Eine Reaktion war gestern in einem Gespräch:
    „Man lernt doch schon als Kind, das man nicht petzt“ – da ist mir dann der Kragen geplatzt.
    Aber drauf gesch…… !!!

    Was kann man jetzt tun.

    Ist zwar ein Tropfen auf den …

    https://internal.diem25.org/de/petitions/1

  9. Ich muss zum schändlichen Umgang betreffs Julian Assange, und der diesbezüglich öffentlichen Wahrnehmung von einer gestern ausgestrhlten Sendung im DLF berichten:
    „@mediasres im Dialog — Julian Assange: Whistleblower oder Journalist?“

    (https://www.deutschlandfunk.de/mediasres-im-dialog-julian-assange-whistleblower-oder.2907.de.html?dram:article_id=446193)

    Ein Herr Claudius Schumacher sagte in dieser wiederkehrenden Zuschauersendung unter anderem, dass nicht Assange, sondern die Staaten, die solche Schweinereien unter sich ausmachten, gehörten hinter Gittern. Es sei eine Unverschämtheit, einen Mann, einen Journalisten, der diese Dinge bei Wikileaks aufdecke, auch noch als Verräter zu bezeichnen.

    Dazu ließ sich ein gewisser Alexander Reskin (?) aus Köln doch tatsächlich wie folgt aus:
    „Ich bin da anderer Meinung als Herr Schumacher.
    Der Mann (Assange) ist ein Verräter.
    Hintergrund ist, er hat explizit die westlichen Staaten, allen voran die USA diffamiert.
    Von Russland, China Iran, Libyen und anderen Schurkenstaaten hat er überhaupt nix preisgegeben.
    Es war von Anfang an klar, dass Putins Russland ihn finanziert, dass diese parasitären Entwicklungen in den westlichen Staaten zunehmen.
    Diejenigen Leute, die hier leben, spucken demselben Westen in die Suppe, und loben in höchsten Tönen Putins Russland oder ähnliche Schurkenstaaten, und das ist wirklich eine Schande.
    Ich würde mich freuen wenn er (Assange) eine lebenslange Haft bekommt.
    Eine Höchststrafe kommt nicht infrage, das wäre zu schade, und solche Linksextremisten gehören in den Knast.
    Und ich würde Herrn Schumacher empfehlen, mal nach Russland auszuwandern da kann er mal nach 3 Minuten wieder kommen, und hat eine ganz andere Meinung zum Leben.“

    • Naja Transatlantikfunk habe ich schon vor Zehn Jahren nicht mehr ertragen können, da wurde damals in gleicher Qualität der Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan schöngeredet.
      Das ist Krieg, da werden Menschen zerschossen zerbombt zerfetzt und die Überlebenden traumatisiert und ein ÖR-Sender bietet eine Plattform Krieg schönzureden.
      Das war mit zu krank.

      An dem von Ihnen hier geposteten Beispiel zeigt sich mal wieder, wie dumm Transatantiker sind.
      Da lässt so ein typischer Typ eine der gewohnten Hasstiraden auf Russland ab.
      So weit so üblich.
      Jedem ist klar, dass Russland weniger aus edlen Motiven und mehr aus politischem Kalkül handelt.
      Blöd nur für Transatlantiker:
      Jeder (dem es noch nicht klar war;) konnte an der Verhaftung von Assange sehen, dass der Wertewesten Menschenrechte bricht, Informationsfreiheit unterdrückt und Regierungskritiker persönlich mit politischer Justiz bekämpft.
      Und dass USA die treibende Macht dabei ist, weiß auch jeder.
      Gegen allzu offensichtliches diskutieren zu wollen ist schon dumm genug von Transatlantikern.

      Aber das übliche transatlantische Russlandbashing im Zusammenhang mit Assange?!
      Jeder weiß, dass Snowden zumindest sicher davor ist, in Guantanamo zu landen.
      In diesem Zusammenhang so eine übliche Hasstirade auf Russland abzulassen ist eine unglaubliche Geistesleistung,

  10. Welcher Mensch kann dieses Leiden seelisch als auch körperlich verkraften? Er kann doch nur noch ein Schatten seines Ich’s
    sein. Es ist widerlich und abstoßend zugleich sich diese Vorgehensweise der Wertegemeinschaft vor Augen zu führen. Er wird wohl sterben. In ihm kann nur noch tiefe Hoffnungslosigkeit, Leere und der Verlust jeglicher Gefühlsregung sein. Es wird jeder vernunftbegabte Mensch auf diesem Planeten seine eigenen Schlüsse aus diesem Vorgang ziehen.

    • Assange wurde doch 91 in einem five.eyes-Staat bei sensiblen Hacks erwischt (über 20 Anklagepunkte?) und kam mit kleiner Geldstrafe und Bewährung davon…

      Ob man von ihm nicht eine Mitarbeit oder Koperation verlangt hat? Wäre nicht ungewöhnlich.

      Wie ist eigentlich seine Position zu 9/11?

    • Tja, mal abwarten, die weitere Geschichte wird uns vielleicht mehr klar machen.
      Bisher sehe ich kein fixes Narrativ.
      Und Verhaftungen zum Schein sind nicht gerade eine Seltenheit im Bereich der Geheimdienste oder des deep state oder wie auch immer man das Spiel nennen will.

      Da wäre ja zum Beispiel die vermeintliche Bubak-Attentäterin zu nennen, Verena Becker? Auch so ein Geheimdienst-Asset, das man irgendwie schnell in einem Prozess gesteckt hat, keine Sau weiß, wo die gesessen hat und sie hat eine Begnadigung de luxe bekommen, so früh wie sonst keiner.

      Also neu wäre das nicht.

      Aber es ist auch alles andere denkbar.

      Wir wissen gar nichts.

  11. Ja, es geht mir auch so. Ich bin sowieso seit Längerem erschüttert in meiner Meinung, was die „normalen“ Medien betrifft. Dieses Gelüge und einfach mal was weglassen an Informationen. Dieses dummmachen der Bevölkerung. Ich habe da einfach kein gutes Gefühl. Man kann zu Julian Assange sicher stehen, wie es einem das bisher gesammelte Wissen über ihn möglich macht. Doch es blitzt doch etwas ganz anderes um die Ecke.Ich glaube „die da oben“ probieren doch an allen Ecken und Enden wie belastbar, wie benutzbar, wie bereits ordentlich meinungsverfäscht die breite Masse ist. Die sollen doch Ostereier kaufen, haufenweise Schokolade und Geschenke und den Rest , den Rest macht Väterchen Stadt und Mütterchen Recht und Gesetz. Und Väterchen und Mütterchen haben auch wieder Befehlsgeber über sich.Oder halt, wahrscheinlich eher unter sicht, wie man denken könnte. Ich weiß nicht wie,aber irgendwie muss Julien Assange doch erstmal geholfen werden! Dieser Mensch darf doch von uns jetzt nicht im Stich gelassen werden . Er steht ja für etwas,das tod,das mundtot gemacht und verunklimpft und lächerlich gemacht werden soll.
    Hoffentlich gibt es kluge und einflußreiche Menschen, die ihm jetzt helfen können. Von Deutschlands Verantwortlichen wird nichts kommen , außer ne Schippe mehr Hohn und Verdummung.

    • youtube.com/watch?v=k0t8vFwNg3A

      Seit ich das von Merkel gesehen habe bin ich immer froh, wenn diese Wracks nichts machen.

      Von denen will man nicht „geholfen“ bekommen.

      Und ich dachte immer, dass nur der Juncker ganz offen und schamlos seinen Durst auslebt.

  12. Grundsätzlich muss doch erst einmal überlegt werden, welche Fraktion der USA diese Auslieferung betreiben.

    Ist es die Clinton/Obama-Fraktion, die ihn kaltstellen will oder sind es die Kräfte („Drain the swamp“), die die Wahrheit herausfinden (oder diese Quelle gegen Clinton einsetzen) wollen.
    Wenn Assange der Clinton-Fraktion in die Finger gerät, wird er um sein Leben fürchten müssen, weil die noch jede Gefahr zu eliminieren wussten.
    Oder kommt es zu einem Verfahren, in dem Assange offen berichten kann?
    Was könnte denn den truthern Besseres geschehen, als dass Assange in einem öffentlichen Verfahren in den USA gegen Clinton und den DNC aussagt? Was, wenn er bestätigt, wer für den Tod von z.B. Seth Rich verantwortlich ist? Was ist mit der Clinton-Stiftung, child trafficking oder dem Lolita Express? Pizza…war da was?
    Er, der die Podestamails geleakt hat, könnte doch darlegen, was es damit auf sich hat und das Thema wäre in die Öffentlichkeit gezerrt und würde nicht vor sich hin verrotten, was auch Dank der Feigheit der ach so Alternativen, die sich nicht an dieses heiße Eisen trauen, zu befürchten ist.
    Warum hält sich Trump so auffällig zurück? Vielleicht ist Assange sein Kronzeuge gegen den deep state oder zumindest seinen politischen Gegner, den auch ich verachte?

    Die versiegelten Anklagen bekämen doch mit einem hochrangigen Kronzeugen eine neue Brisanz.
    Ich würde nicht ausschließen, dass man ihn als wichtigen Kronzeugen herausgeholt hat.

    Wäre ich in den USA Teil des tiefen Staates, würde ich gerade sehr kalte Füße haben, weil ein Freak in einer Botschaft nichts ist, aber ein Angeklagter in den USA dagegen ganz anderes Gewicht bekommt.

    Es geht doch nur um die Anklage, dem Manning das Passwort gegeben zu haben. Und ich wage mich mal soweit vor, dass dies kaum nachzuweisen sein dürfte! Der Vorwurf ist konstruiert.
    Und als Kronzeuge hat er eine gute Verhandlungssituation.

  13. Ja, es ging mir aehnlich, als ich die Bilder sah.
    Vermute, der Kulturverfall entstand durch die Reduzierung des einstigen Weltreiches durch die US-Mafiosis auf stiefelleckende Kapos gegen Nahost und Europa als Aufpasser zu Nato und Vasallen.
    Im Grunde haben die Wallstreetverbrecher das sich einst nobel gebende England noch mehr kaputt gemacht, als das von einem dummen Kaiser und einem pathologischem Oesterreicher schon vorgeschaedigte Deutschland.
    Ich hatte nicht geglaubt, dass die Schmierfinken nach Rockefeller und Carnegie dem Merry Old England deren Noblesse derart gruendlich austreiben konnten.
    Die sind jetzt ebenso Piffer geworden, wie wir auf dem continent es schon laenger sind.

  14. Ein Tritt ins Gesicht jedes Journalisten mit Rueckgrad.

    Zerren jetzt die Amis auch noch die Wistelblower nachtraeglich vor Gericht die von Deutschen Kriegsverbrechen und KZ’s informiert haben? Oder die Informanten der Nuerberg Prozesse?

    Abscheuliche Doppelmoral! Siehe auch link hier:

    rubikon.news/artikel/lasst-sie-nicht-gewinnen

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