Kollektivschuld

Gedicht von Wolfgang Bittner.

Kollektivschuld

Wir haben es nicht gewusst,
Keiner hat es gewusst,
Keiner hat es wissen wollen,
Keiner wollte es wissen.
Selbst wer es hätte wissen können,
Hat es nicht wissen wollen,
Selbst wer es wissen konnte,
Wollte es nicht wissen.

So ist das gewesen,
Was hätten wir denn tun können,
Wenn wir nichts wussten?
Wir haben uns nichts vorzuwerfen,
Wir lassen uns auch nichts vorwerfen!
Einmal muss Schluss sein damit!
Damit haben wir nichts zu tun gehabt.
Damit haben wir nichts zu tun.

Wir haben es nicht getan,
Andere haben es getan,
Aber keiner hat es gewusst.
Nur die es getan haben,
Wussten etwas davon,
Aber sie wussten nicht was sie taten,
Sie taten es,
Sie taten es auf Befehl,
Was einem befohlen wird muss getan werden.

Wir sind unschuldig,
Uns kann keiner in den Schmutz ziehen,
Wir haben es nicht getan,
Und wir hätten es auch nicht getan,
Wir haben es nicht einmal gewusst,
Niemand kann sagen wir hätten es gewusst,
Wir haben es selbstverständlich auch nicht gewollt,
Niemand kann sagen wir hätten es gewollt.

Keiner hat es gewollt,
Und keiner hat es gewusst,
Manche haben es zwar geahnt,
Aber gewusst hat es in Wirklichkeit keiner,
Alle haben es nicht gewusst,
Alle haben es nicht gewollt,
Wer etwas hätte wissen können,
Hätte es auch nicht gewollt,
Wenn er etwas gewusst hätte,
Uns kann keiner etwas wollen.

(Aus: Wolfgang Bittner, „Vom langen Warten auf den neuen Tag“, Lyrikediti-on 2000/ Allitera Verlag. Erstveröffentlichung 1975, seither immer aktuell)

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Textes.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

 

35 Kommentare zu: “Kollektivschuld

  1. @ Dummigkeit: „…- mich regt dieses Thema hier unglaublich auf, weil genau hier zeigt sich ja, ob jemand denkt, er kann etwas verändern, oder eben nicht…“

    Wir alle, die wir hier kommentieren, verändern ja etwas. Wir helfen Ideen dazu, ins Bewusstsein auch anderer zu kommen.
    Wie die anderen diese Ideen und Fragen usw. beurteilen, wissen die anderen für sich selbst. Würde z.B. ich selber nicht an die Macht von Gedanken glauben, würde ich den PC ausmachen und irgendeinen albernen Schwachsinn im TV ansehen und ein Eis essen oder sowas. Lieber empfange ich Deine Ideen und Gedanken und Anregungen und Begriffe und frage mich, wie das genau gemeint ist.

    Glaube, Demos würden nur dann realen Erfolg bringen, wenn Millionen auf einmal in Berlin antanzen, zwar friedlich, doch eben ähnlich wie bei der sog. Wiedervereinigung, wo sie die Stasi aus den Amtsstuben rausjagten.
    Das hatte damals noch eine Art von wirklicher Magie, weil Menschen zuerst in Kirchen sich versammelten, dort Kerzen entzündeten und Licht brachten. Heute bräuchte es Fackelzüge, deren Fackeln in Kirchen entzündet würden. Priester könnten ihren Segen dazu geben, sehr ernst und voll spiritueller KRAFT.

    Stelle Dir mal vor, Millionen von Fackelträgern vor dem Bundestag. Lichtkräfte durchdringen Finsternis.
    Lautsprecher für DAS GEBET.

    Zuerst das Makrokosmische Vaterunser, am Schluss der Samstagsdemos das moderne Vaterunser.

    Das Makrokosmische Vaterunser wird gen Osten gebetet und ist wie ein umgekehrtes Vaterunser:

    Amen !
    Es walten die Uebel,
    Zeugen sich lösender Ichheit,
    Von andern erschuldete Selbstheitschuld,
    Erlebet im täglichen Brote,
    In dem nicht waltet der Himmel Wille,
    Da der Mensch sich schied von Eurem Reich
    Und vergass Euren Namen,
    Ihr Väter in den Himmeln.

    Schlussgebet :

    Unser Vater in den Himmeln,
    Geheiliget werde Dein Name,
    Dein Reich komme,
    Wie in den Himmeln
    So auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute
    Und vergib uns unsere Schuld
    Wie wir vergeben un seren Schuldigern
    Und führe uns nicht in Versuchung
    Sondern erlöse uns von dem Uebel.
    Amen

    Dazu wird Traubensaft und Brot verteilt und überall Senf gesät. DAS wäre mal etwas GANZ ANDERES.

  2. @ Dummigkeit : Zum Thema „Schuld“

    In der vorchristlichen Zeit gab es die „Erbsünde“, die Erbschuld. Das Erben ist ja nur möglich im Kollektiv. Das war eine Kollektivschuld gewesen, diese Erbschuld. Die Eltern machten Schulden und vererbten sie ihren Nachkommen.
    Solange die Nachkommen kleine Kinder sind, können die sich noch nicht dagegen wehren. Da bestimmt bei kleinen Kindern ein Vormund, solange die Kinder noch nicht souverän sind.

    Die ganze Menschheit ist jedoch erwachsen geworden. Christus befreit von der Erbsünde. Mit anderen Worten ausgedrückt: Diese Hypothek, welche seit Adam aufgehäuft wurde, ist bezahlt worden. Nix mehr Kollektivschuld.
    Sondern nun, wo wir zur Freiheit befreit sind durch Christus, sind wir selbst verantwortliche Individuen. Nun liegt an jedem Einzelnen selber, ob er ein Plus erwirtschaftet oder ein Minus. Das neue Kollektiv ist eine aus lauter Erwachsenen und Individuen bestehende Menschheit. Wenn da Frau Hinz der Frau Kunz eine Ohrfeige gibt, ist nicht irgendein Kollektiv daran schuld sondern Frau Hinz selber.

    Schuld ist ja kein materielles Ding, das wir jemand anders geben können. Und um es geben zu können, müssten wir es selber erstmal haben. Ich habe diese Politik weder bestellt noch gewählt, und wenn Merkel lauter Schulden macht, soll sie die gefälligst auch selber bezahlen. Was habe ich damit am Hut ? Was hat Der Souverän damit zu tun ?
    Was hast Du damit zu tun ?
    Wie kann man TTIP verhindern ? Habe bei Campact mit gegen diesen Verrat unterzeichnet. Besser, als gar nichts zu tun und zu allem zu schweigen, als sei man einverstanden. Aber Illusionen will ich mir nicht machen. Sie werden alles versuchen, um die Schulden der Politik dem Kollektiv „deutsches Volk“ überzubraten, solange dieses Kollektiv sich wie ein Kindergarten verhält, statt erwachsen zu werden und zu den Bankenkartellen zu rufen: Ihr wollt mir Schulden abverlangen ? Passt bloss auf, da kommt mein grosser Bruder, der heisst Russland, und der heisst auch Knüppel aus dem Sack, ihr Diebsgesocks !

    • „…da kommt mein grosser Bruder, der heisst Russland, und der heisst auch Knüppel aus dem Sack, ihr Diebsgesocks !“

      Rußland hat die Schnauze voll von deutscheland – für lange Zeit. Und ich denke das ist auch gut so – jedenfalls für Rußland.

    • @ Michaela:

      Ich habe diese Politik weder bestellt noch gewählt, und wenn Merkel lauter Schulden macht, soll sie die gefälligst auch selber bezahlen. Was habe ich damit am Hut ? Was hat Der Souverän damit zu tun ?
      Was hast Du damit zu tun ?

      Was der Souverän, Du und ich damit zu tun haben?

      Nun. Weil Merkel Schulden macht, wird hier sicher auch manches teurer. Weil die Banken in der Krise (sinnloserweiser) gerettet und vom Steuerzahler ( der keine Oasen in Fülle hat – sowas soll es ja auch noch geben) bezahlt wurden…nun was ist die Konsequenz aus dieser tollen Merkel-Rettungsschirme-Politik?

      Das Zinsniveau der Banken für Habenszinsen… wie war das vor der Krise und danach?

      Hat sich ein „bisschen“ nach unten verändert.

      Und damit hast Du nichts zu tun? Du bist also nicht betroffen, dass die Zinsen, die Steuern, die Preise bei Lebensmitteln etc… das dies alles wg. einer „tollen“ Rettungspolitik auch irgendwie mitbeeinflusst wird?

      Kann ich mir nicht vorstellen – es sei denn, Du lebst ausserhalb von Deutschland – dann hast Du die anderen Staatsoberhäupter in ihrer Genialität am Hals, bzw. an der Brieftasche…

      Und insofern: Du magst so argumentieren, dass Du nicht von einer Schuld / Verantwortung betroffen bist – von den Konsequenzen bist aber auch Du betroffen.

      Und wenn die Politiker nunmal käuflich sind – soll die Lösung also lauten „ich bin nicht schuld – daher… schade, dass es so passiert – aber wir müssen es so ertragen…denn eine Demokratie vertritt ja die Meinung des Volkes…“

      Das kann niemals die Lösung sein, weil dieses Verhalten von Millionen Deutscher Bürger auch in den letzten 60 Jahren ( ausgenommen wenige, erfolgreiche Demonstrationen) nichts bewirkt hat.

      Jemand anderem die Verantwortung in der Politik zu überlassen ( sich selbst von einer Kollektiv-Verantwortung ist vielleicht das bessere Wort, statt Schuld) mag helfen, wenn die Partei an die Macht kommt, welche man gewählt hat.

      Wenn aber selbst diese Partei so eng einfach auch „gezwungen“ ist, die Interessen von Lobbyvertretern durchzuboxen… dann brauchen wir dafür Verständnis, Toleranz und viel Geduld… ( Ironie)

      Nein: wir müssten selber über campact, oder andere Bewegungen einen Antrag als Lobby des Volkes zur Entscheidung bringen… auf alles andere scheint die Politik nicht zu reagieren…

      – mich regt dieses Thema hier unglaublich auf, weil genau hier zeigt sich ja, ob jemand denkt, er kann etwas verändern, oder eben nicht…

  3. @ Dummigkeit: “ Es äussert sich kein nennenswerter Protest-kein grosser Aufschrei.“

    Ja, da wäre man selber mit schuldig, wenn man schweigend die Kriegstreiberei einfach hinnehmen würde, ohne zu protestieren und ohne das Bekenntnis, dass man Frieden und was ganz anderes will.Bin auch für Volksentscheide und bin ja selber auch ein Teil der deutschen Bevölkerung. Direkte Demokratie wie in der Schweiz finde ich viel besser als diese Namensdemokratie hierzulande, die nur noch der Feind des freien Menschen ist. Das sehe ich ähnlich wie der Souverän.

    Ob der „Souverän“ nun sich selber ausgrenzt aus dem Kollektiv, weiss ich nicht zu beurteilen. De facto gibt es ja dieses Kollektiv, dem wir schon durch die gemeinsame Sprache usw. zugehörig sind. Mein Eindruck beim „Souverän“ ist eher der, dass er keinen Sinn damit verbindet, irgendwie auf dem Weg des „Rechtes“ und der politischen Wahlen etwas Positives zu versuchen, zu erreichen. Und mir geht das genauso. Weil ich der Auffassung bin, dass wenn die Regierung selber sich weder an das Grundgesetz, noch an unterschriebene Verträge hält, dann können wir dieses „Recht“ nicht als etwas betrachten, das uns hilft. Da ist solches „Recht“ eine Fata Morgana, die-sobald wir nach ihr greifen – verschwunden ist.
    Genauso mit dieser Scheindemokratie, Sobald TTIP da wäre, ist „Demokratie“ nur noch Geschichte. Da wäre völlig egal, welche Gesetze verabschiedet würden, weil amerikanische Rechtsanwälte zu entscheiden hätten. Im Geheimen, versteht sich.
    Die Zeit für nationale Erhebungen ist längst vorüber. Deswegen halte ich gar nichts von bloss nationalen Plänen betreffs Europa. Die Politik hat ja Recht damit, zu sagen, es brauche ein „geeintes Europa“, nur ist der Begriff „Europa“ bei dieser durch angloamerikanische Bankenkartelle ferngesteuerten Politik einer, der Russland aussen vor lassen will.
    Manche Leute denken „Europa“ nur vom Wort oder Namen her. Wenn ich „Europa“ sage, meine ich damit ein Gebilde, dass Russland integriert. Kulturell und wirtschaftlich. Das ist reine Willenssache. Was können wir tun ?
    Die Lügenphrasen aufdecken, entlarven, damit Wahrheit erkennbar wird.

    Was ist das für eine Lügenphrase, einerseits von einem „deutschen Staat“ zu reden, während man fleissig fleissig darum bemüht ist, die Staatsgrenzen abzuschaffen ? Grenzschutz war gestern ! Und was ist es für eine Lüge, von einem „deutschen Grundgesetz“ zu reden, während man eifrig daran arbeitet, es ausser Kraft zu setzen ?
    Und was für eine ILLUSION ist es, von einem „geeinten Europa“ zu schwafeln, während es sich in seine nationalen Bestandteile auflöst ?

    • Was sollen wir denn jetzt machen?

      Der einzige Vorteil, den der Staat mit seinen Politikern hat, die ich bei den meisten Entscheidungen für unfähig oder unwissend halte ( und nicht teile) ist doch der:

      Sie sitzen in Gremien, in Ausschüssen und generieren Mehrheiten. Die Themen, welche von Lobbyverbänden ihnen reingereicht werden, bedürfen kurzer Entscheidungswege.

      Und wenn TTIP hauptsächlich geschwärzt als Unterlagen eingereicht wird, kommt es auch dort kaum zu großen Protesten, da irgendwer es versteht zu verdeutlichen „die Entscheidung muss schnell gefällt werden“ – und wenn der nette Lobbyvertreter, dann wieder zum Abendessen, Mittagessen etc. einlädt und Vergünstigungen verspricht… schon ist der Geist des entscheidenden Politikers wie gelähmt.

      Teils menschlich verständlich – aber absolut unqualifiziert, da die Entscheidungen Millionen von Bürgern betreffen – und dafür dann den persönlichen Profit viel höher zu hängen, als das Wohl und die Entwicklungsfähigkeit eines Volkes…unglaublich…

      aber es ändert sich Null.. wenn die Masse an Bürgern schweigt….

      In Island gab es den Protest von 8000 Isländern…

      in Deutschland steht kein einziger deutscher Name – warum wohl?

      Auch Angst vor mindestens 8000 Empörten?

      —-

      Wenn wir jedenfalls alle nur schweigen, wegschauen und sagen : „ich bin nicht Teil des Kollektivs – also trifft mich auch keine Schuld“

      hat das in der Nazizeit auch die Bevölkerung später gedacht?

      „ich war ja nie Teil der SS – also konnte ich auch niemanden töten… das getötet wurde, war meine Schuld nicht“…

      Wie hätte man Hitler verhindern können?

      Wie kann man TTIP heute verhindern?

    • Hitler wäre recht einfach zu verhindern gewesen – indem man die NSDAP nicht gewählt hätte.

      TTIP ist auch einfach zu verhindern. Indem über 50% der Wähler bei der nächsten BuWahl Die Linke wählen. Meines Wissens die einzige Partei die TTIP ERNSTHAFT ablehnt.

  4. @ Der Souverän. “ Informationen ?“

    Vorweg gesagt, ich will zu diesem Thema mich gar nicht selber positionieren und für jemand oder gegen jemand Partei ergreifen. Und ich lebe in Deutschland und nicht in der Schweiz, wo möglicherweise andere Gestze als hierzulande gelten.
    Es ist in der Schweiz ein Buch des Gerard Menuhin erschienen, für dessen Inhalt dieser Autor möglicherweise hierzulande bestraft werden würde. Es soll in englischer Sprache erschienen sein mit Titel: “ Tell the truth and shame the Devil“.
    Kann man googeln.

  5. @ Der Souverän. “ Informationen ?“

    Vorweg gesagt, ich will zu diesem Thema mich gar nicht selber positionieren und für jemand oder gegen jemand Partei ergreifen. Und ich lebe in Deutschland und nicht in der Schweiz, wo möglicherweise andere Gestze als hierzulande gelten.
    Es ist in der Schweiz ein Buch des Gerard Menuhin erschienen, für dessen Inhalt dieser Autor möglicherweise hierzulande bestraft werden würde. Es soll in englischer Sprache erschienen sein mit Titel: “ Tell the truth and shame the Devil“.
    Kann man googeln.

  6. Es liegt mir nicht, und es ist auch nicht meine Aufgabe, eigene Texte zu interpretieren. Dennoch hier ein Wort zur Klarstellung – auch mit Dank an einige der KommentatorInnen.
    „Kollektivschuld“ ist ein provokativer Titel. Grundsätzlich (d.h. es gibt auch Ausnahmen) ist jeder Mensch für sich verantwortlich, und Schuld an etwas zu haben ist individuell. Aber während meiner Aufenthalte im Ausland habe ich immer wieder feststellen müssen, dass man allein durch die Zugehörigkeit zu einem Volk eine Art Verantwortung für alles trägt, was in dessen Namen geschieht oder geschehen ist. Der Text „Kollektivschuld“ besteht aus penetranten Wiederholungen und bezog sich 1975, als ich das Gedicht schrieb, auf die Zeit des Nationalsozialismus und die damit verbundenen Gräuel. Inzwischen empfinde ich „Kollektivschuld“ als zeitlos.
    Gemeint ist: Wenn etwas Furchtbares geschieht, was vorhersehbar war oder wenigstens bekannt sein konnte, schiebt ein weitaus überwiegender Teil der Bevölkerung das hinterher von sich weg: „… Wer etwas hätte wissen können,/ Hätte es auch nicht gewollt,/ Wenn er etwas gewusst hätte,/ Uns kann keiner etwas wollen.“ Absurd, aber – wie ich finde – leider zutreffend. Es ist Literatur.

    • Auch in der Zeit der Nazis gab es keine Kollektivschuld der Unschuldigen und Gegner. Man muß das einfach strikt trennen. ist übrigens (nicht nur) im Völkerrecht auch so verankert.

  7. @ Der Souverän: „Dummigkeit“ und „Kollektivschuld*

    Es wäre ja eine grosse Dummigkeit, wenn man einfach hinnehmen würde, dass jemand zu einem sagte: “ Du bist schuld an Dingen, welche andere vor über 70 Jahren laut offizieller Geschichtsschreibung verbrochen haben, als Du noch gar nicht auf der Welt gewesen bist. Du hast mir Entschädigung zu zahlen ! “
    Wenn solche „Kollektivschuld“ für die ganze Welt gelten soll, dann könnte man auch das Volk der Pygmäen für diese Verbrechen „verantwortlich“ machen.
    Und eines gibt mir besonders zu denken: Sobald jemand es wagt, die offizielle Geschichtsschreibung zu hinterfragen,
    ist dieses Hinterfragen ein Straftatbestand. Man kann nun sagen, das sei notwendig. Nur sollte man dann – wenn man das als notwendig betrachten will- wenigstens ehrlich sagen, dass man für notwendig hält, Denkverbote zu erteilen, denn das Verbot des Hinterfragens ist de facto ein Denkverbot, weil selbständiges Denken vom selbständigen Hinterfragen ausgeht und nicht von einem staatlich vordiktierten Dogmatismus.

    • „Sobald jemand es wagt, die offizielle Geschichtsschreibung zu hinterfragen,
      ist dieses Hinterfragen ein Straftatbestand.“

      Das ist mir neu. Hast Du da weiterführende Informationen?

    • @ Michaela:

      zum Einen hat der Autor dankenswerter Weise selbst etwas zu seinem Inhalt geäußert und zum Anderen meine ich mit meinem Verständnis der Kollektivschuld nicht, dass wir für die Steinzeit verantwortlich sind.

      Wohl aber dafür, dass manche politische Entscheidungen wie z.B. mitwirken an diversen Kriegen durch das Volk schweigend hingenommen werden.

      Es äußert sich kein nennenswerter Protest – kein großer Aufschrei.

      Da eine Gesellschaft wie z.B. die in Deutschland sich auf die Staatsform Demokratie eingelassen hat, ist zunächst ja davon auszugehen, dass die Politiker das Volk vertreten.

      Mir fehlt da allerdings gerade bei Kriegsentscheidungen definitiv ein Volksentscheid – ebenso bei Waffenlieferungen.

      Welches Volk möchte denn mit Kriegswaffen gern angegriffen werden?
      Ich kenne keines, dass da freiwillig ja sagen würde.

      Und da der Begriff Volk, oder z.B. geographisch hierauf bezogen: „die Bevölkerung Deutschlands“ nunmal mehrere Menschen meint, zähle ich mich dazu.

      Wenn ich als Teil des Volkes dazu schweige, dass es Kriege gibt, von einer politischen Regierung gebilligt und unterstützt, die ich ablehne…

      so bin ich insoweit verantwortlich für diesen Zustand, wenn ich als Bürger nicht die Rechte wahrnehme, die gesetzmäßig zur Verfügung stehen, um diese teils völkerrechtswidrigen Kriege zu stoppen.

      Ob mein Anliegen Erfolg hat, bei Gericht, Demonstrationen oder in Diskussionen Gehör findet, steht gewiss auf einem anderen Blatt.

      Sich selbst als Person aber ausserhalb eines Kollektivs zu sehen, ist mir persönlich unbegreiflich.

      Dies postuliert ja „Der Souverän“ mehrfach.

      Das schöne ist: wenn er nicht verantwortlich ist, kann er auch nichts an der aktuellen Situation ändern.

      Das ist eben der Sekundärgewinn, sobald ich eine bestimmte Haltung gedanklich einnehme, die als Prämisse voraussetzt, dass ich zu der Gemeinschaft von Menschen, die Teil eines Staates sind, mich persönlich voll und ganz ausschließen mag.

      Für mich zwar unbegreiflich, wie der werte Herr Souverän dies anstellen mag – aber es wird schon Gründe geben, warum er so denkt oder dies so formuliert.

    • „Es äußert sich kein nennenswerter Protest – kein großer Aufschrei.“

      Wie kommst Du darauf? Weil Du ihn nicht hörst den großen Aufschrei? Liegt an der Unmöglichkeit des Volkes – oder genauer der Kriegsgegner – zusammen zur gleichen Zeit loszuschreien. Ich gehe davon aus – Umfragen glaubend – das wir mehr Kriegsgegner als Befürworter sind.

      Und ja, ich sehe mich nicht nur außerhalb des Kollektivs der Kriegsbefürworter, ich stehe außerhalb dieses Kollektivs. Und dich stehe im Kollektiv der Unschuldigen – weil ich es bin.
      Ich ziehe mir sicher keinen Stiefel an der mir nicht passt und/oder nicht zu mir gehört.

      Und vor allen Dingen bin ich nicht bereit die Schuldigen auch nur einen Yota zu entschulden, indem ich einen Teil der Schuld auf mich nehme.

    • @ Der Souverän:

      Und ja, ich sehe mich nicht nur außerhalb des Kollektivs der Kriegsbefürworter, ich stehe außerhalb dieses Kollektivs. Und dich stehe im Kollektiv der Unschuldigen – weil ich es bin.
      Ich ziehe mir sicher keinen Stiefel an der mir nicht passt und/oder nicht zu mir gehört.

      Und vor allen Dingen bin ich nicht bereit die Schuldigen auch nur einen Yota zu entschulden, indem ich einen Teil der Schuld auf mich nehme.

      Und wie soll sich dann was ändern?

      Meinst Du ( da Du mich ja auch dutzt), dass die Politiker oder die Soldaten aus Selbsterkenntnis einfach die Waffen liegen lassen, bzw. die Kriegspolitik umschwenken, weil sie gemerkt haben : „huch…da werden ja Menschen getötet… huch..uns fehlen plötzlich Milliardengeschäfte aus der Rüstung…“?

      Das halte ich für absurd.

      Ich bescheinige ( gefühlt) der Politik über 90% Unfähigkeit, da diese in irgendwelchen Lobbyverbänden gefangen ist. Sich kaufen lässt – evtl. auch ein Briefkastenkonto in Panama zur Pflicht wird, sobald ein höheres Amt angestrebt wird…

      all das ist denkbar – was unwahrscheinlich ist, dass gerade die Soldaten die Waffen von alleine niederlegen, weil sie sich für den Job entschieden haben, zu töten mit dem Risiko ihres eigenen Lebens.

      Und die Politiker?

      Was soll sich denn bitteschön von alleine ändern, wenn Du z.B. ( und viele andere auch) denken : ich bin ja nicht dafür verantwortlich, wenn die Politik Unsinn beschließt… oder die Soldaten töten..wenn ich wegschaue… ist es okay… die sind Schuld – ich bin es nicht…

      da ändert sich 0 von allein! Oder was meinst Du?

    • Jedenfalls würde es nicht besser, enn ich mich in das Kollektiv der Schuldigen einreihe.

      Was zu tun ist, weiß doch im Grunde jeder – jedenfalls ist es völlig klar und logisch.
      Wir – „die Guten“ – müssen uns zusammenschließen, quasi eine homogene Masse werden, mit einer Stimme sprechen.

      Das zu erreichen scheint! unmöglich. Liegt aber nur daran, daß noch niemand die richtigen Zutaten für den Kuchen zusammengerührt hat.

  8. Ich sage ja zur Kollektivschuld, wir alle zusammen als Menschheit tragen die Verantwortung für all das, was hier in dieser Welt angerichtet wurde. Jeder trägt seinen Teil Schuld, ob er sich das eingestehen will, oder nicht! Besser wäre es, seine eigene Schuld anzunehmen und mit allen Mitteln versuchen, sie abzutragen, anstatt immer nur andere zu beschuldigen!

    Mir hat z.B. die Haltung des syrischen Flüchtlings sehr imponiert, der sich mit Kochgeschirr im Winter auf die Wilmersdorfer Straße in Berlin gestellt und für die deutschen Obdachlosen leckeres Essen gekocht hat. Er wolle etwas zurückgeben, sagte er dazu! Dies zeugt für mich von entwickeltem Menschenbewusstsein.

    • @ Votava: “ tragen die Verantwortung“

      Voraussetzung des Tragens von irgendetwas, ob es ein Sack Mehl oder Verantwortung ist, ist die Handlungsfreiheit.
      Nur wenn ich die Hände frei habe, kann ich etwas übernehmen und tragen. Freiheit und Verantwortung sind zwei Seiten einer Medaille. Wenn Du sagst,“wir alle zusammen als Menschheit tragen die Verantwortung“, dann gehören doch auch z.B. geistig Behinderte zur ganzen Menschheit dazu. Doch weil die keine innere Freiheit,sprich:Einsicht haben, sind die für NICHTS verantwortlich.

      Aehnlich mit der äusseren Freiheit. Wenn z.B. jemand Dich Deiner äusseren Freiheit beraubt, indem er Dir einen Revolver an die Schläfe hält und sagt: „Unterschreibe den Scheck sonst knall ich dich ab!“ und Du bist gezwungen, das zu unterschreiben, bist nicht Du juristisch verantwortlich, weil Du unfreiwillig handeltest. Da ist derjenige verantwortlich, der die Freiheit hatte, Dich zu zwingen. Verantwortung und Freiheit sind zwei Seiten einer Medaille.

      Ich sage nein, nein zur Kollektivschuld. Selbst bei einer Bande von Verbrechern wird jedes Individuum vor Gericht einzeln beurteilt. Und wenn einer darunter ist, bei dem sich rausstellt, dass der aufgrund Geisteskrankheit als nicht schuldfähig gilt, ist der nicht verantwortlich und landet nicht in der Zelle, sondern der wird in eine Psychiatrie eingeliefert. Falls dann ein anderer dabei ist, der nachweislich gezwungen wurde, eine Tat zu begehen, geht man auch bei dem nicht von Eigenverantwortlichkeit aus, weil dem die äussere Freiheit fehlte.
      Ohne Freiheit bzw Souveränität keine Verantwortung. Die Amis bombarderen Nahost, doch die „Verantwortung“ sollen gefälligst die tragen, deren Souveränität gar nicht gegeben ist.

  9. Ich halte, genau wie Wolfgang Bittner es in diesem Gedicht ausdrückt, auch nichts davon, nur immer die Schuld woanders zu suchen und mit dem Finger von sich weg zu zeigen. Ich finde, jeder einzelne Mensch ist aufgerufen, zunächst sich selbst und sein eigenes Denken und Tun kritisch unter die Lupe zu nehmen. Damit kommen wir keinen Schritt weiter, wenn jeder nur das Verkehrte und Verwerfliche außerhalb seiner selbst ausmachen will.

  10. Den einzelnen richtig großen Dieben und Mördern will man immer Straffreiheit gewähren. Sie dürfen ja nicht verurteilt werden. Sie können ja nichts dafür, sie sind ja nur Opfer des Systems.

    Das Kollektiv wird aber immer für genau die Verbrechen, welche die einzelnen Mörder und Diebe (ihr sagt dazu Eliten) begangen haben, verurteilt. Sie sind es ja die dieses System „gewählt“ haben. Welche Wahl hat aber das Kollektiv wirklich.

    Auch bei KenFM heißt es immer WIR bombardieren, WIR bringen all die armen Menschen um.
    Eine Differenzierung findet kaum statt. Die bewussten Entscheidungen zum Massenmorden treffen die „Eliten“ .
    Das Kollektiv ist schuld an den zerstörerischen Lebenswandel den es mitunter auch aufgezwungen bekommt.

    Es ist auch kein Wunder das die Wenigsten im Kollektiv was ändern möchten, wenn sie sehen dass die Verbrecher straffrei bleiben.
    Deshalb müssen die wirklichen Diebe und Mörder zur Verantwortung gezwungen werden. Sie sollen endlich für ihre Verbrechen bezahlen. Auch alle Geheimdienstler sollen enteignet werden.

    • Die Verstrickungen der Menschen mit dem System, in dem sie leben, ist so dicht, daß kaum jemals ein einzelner in der Lage sein wird, das aufzudröseln, geschweige denn, sich dem System zu entziehen. Wir sind im Grunde alle mehr oder weniger käuflich, es gibt kaum jemanden, der bereit ist, Armut in Kauf zu nehmen, um seine Überzeugungen nicht aufgeben zu müssen. Und tut er’s doch und gibt das auch noch offen zu, wird er von der Gesellschaft vollständig fallengelassen und darf auf der Straße weiterleben, muß betteln gehen, wird zwangsläufig zum Alkoholiker und stirbt bald darauf. Ralph Boes führt uns vor, was passiert, wenn man sich dem System offen widersetzt: Sanktionierung bis auf Null, einen Essensgutschein für einen ganzen Monat, den man auf einmal einlösen muß, kein Geld für Wohnung, nichts mehr. Gehorche oder stirb: http://www.wir-sind-boes.de/

      Die sog. „Eliten“ wurden von ihren Erziehern genauso in das System gezwängt wie die Untergebenen, die Untertanen. Beide sind im Grunde gehorsam gegenüber dem System, und je mehr einer zu verlieren hat, desto heftiger verteidigt er seinen Besitzstand. Fast alle wollen gesellschaftlich aufsteigen, mehr verdienen, an Ansehen und Einfluß gewinnen, auf der Hühnerleiter nach oben kommen. Doch die meisten verbleiben ein Leben lang dort, wo sie hineingeboren wurden, heute mehr denn je. Du kannst mir sagen, was du willst, eines habe ich in meinem Leben mit Sicherheit gelernt: Nahezu jeder strebt nach Aufstieg, nach mehr. Heute unterdrückt, morgen ein paar Zehntausend geerbt, da geht plötzlich die Post ab. Da will der mit dir armem Schlucker nichts mehr zu schaffen haben. Wie muß das erst sein, wenn einer Millionen im Lotto gewinnt? Und wie muß das erst sein, wenn einer da hineingeboren wurde und weiß, daß er machen kann, was er will, er wird Millionen erben? Oder wenn er pro Jahr Millionen als Manager eines Großkonzerns verdient? Geld verschafft Geltung, und die will man schließlich auch durchsetzen. Jeder tut das, jeder würde das tun, jeder strebt danach. Ausnahmen bestätigen die Regel und sind so dünn gesät, daß sie keine Rolle spielen.

      Es ist doch ganz einfach: Das Hemd ist einem näher als die Hose. Damit will ich sagen: Die geschilderten Verwerfungen erschrecken uns um vieles weniger als die am eigenen Leib erfahrenen. Warum will ein Reicher nichts am System ändern? Weil er es gewohnt ist, reich zu sein, befehlen zu können, über Angstellte, Kindermädchen, Putzfrau, Gärtner gebietet, und nie gelernt hat, sich einzuordnen, körperlich zu arbeiten, sondern sein Leben lang gewohnt ist, Herr zu sein. Wieso wohl bringen sich an „schwarzen Freitagen“ Menschen um, wenn sie einen Großteil ihres Vermögen verloren haben? Nicht weil ihnen ein Leben in Armut droht, denn meist haben sie immer noch mehr in der Hinterhand, als du oder ich jemals zusammenkriegen würden, sondern weil sie den Gedanken an den gesellschaftlichen Abstieg einfach nicht ertragen, weil sie, würden sie weiterleben, nicht mehr dem gewohnten Luxus fröhnen könnten, sich ihrem gewohnten Umfeld gegenüber schämen würden, weil sie dort nun als Looser gelten würden usw.. Und warum wählen die „gewöhnlichen“ Menschen immer wieder die etablierten Parteien – vorausgesetzt, es geht bei den Wahlen immer auch mit rechten Dingen zu? Aus genau denselben Gründen: Sie wollen ihren Lebensstandard halten. Dasselbe gilt auch für Hartz-IV-Empfänger, wenn sie mal ein paar Jahre arbeitslos sind und keine Chance mehr sehen außerhalb prekärer Beschäftigung: Sie haben sich ebenfalls mehr schlecht denn recht eingerichtet und haben daher ebenso Angst davor, gar nichts mehr zu haben. Reichtum ist schließlich relativ, für den Multimilliardär sind Multimillionäre arme Schlucker, die er mit dem kleinen Finger zerquetscht. Was für den Hartz-IV-Empfänger gar nichts mehr ist, das ist für den einstigen Multimillionär ein „armseliges“ Einkommen von 2000 Netto im Monat.

      Das ist die kollektive Korruptheit, die einhergeht mit mangelnder Aufrichtigkeit, mit vorauseilendem Gehorsam, ausgeprägter Unterwerfungsbereitschaft und eine kaum eingestandenen, dafür aber umso wirksameren Angst vor dem gesellschaftlichen Aus, davor, auf der Straße zu landen oder auch nur, das Eigenheim zu verlieren, das Auto nicht mehr unterhalten zu können, nicht mehr in Urlaub fliegen zu können und so weiter. Wir sind alle Bestochene, ohne daß wir direkt auf jene zeigen können, die uns bestochen haben.

      Natürlich haben die „großen Diebe und Mörder“, von denen du schreibst, im Vergleich zum Otto Normalverdiener weitaus bessere Netzwerke und sich daher auch gegenseitig in der Hand: „Wenn ich dran bin, dann nehm ich ein paar von euch mit, also überlegt es euch gut, ob ihr mich in den Knast steckt.“ Damit schützen sie sich gegenseitig. Die „da oben“ haben scheinbar weit mehr zu verlieren als „wir da unten“, zumindes von hier unten betrachtet. In Wirklichkeit haben alle ihren gewohnten Lebensstandard zu verlieren, wenn das System grundlegend geändert wird, zumindest glauben sie, wir das.

      Ich würde dir empfehlen, zu dieser Thematik mal Herrn Andreas Popp von der Wissensmanufaktur zuzuhören. Egal, was man sonst von ihm halten mag, aber diesen Punkt betont er immer sehr nachdrücklich, wenn er von Systemänderung und seinem „Plan B“ spricht: Es soll niemandem etwas weggenommen werden, es soll niemand auf seinen gewohnten Lebensstandard verzichten müssen, aber ab dem Moment, wo Plan B gelte, würde man anders verteilen und anders gewichten. Und auch er spricht davon, daß man das System nicht länger füttern darf, damit es sich zurückentwickeln kann.

      In erster Linie muß es daher darum gehen, das Bewußtsein, die Kenntnisse über all die relevanten gesellschaftlich-wirtschaftlichen Zusammenhänge zu verbreiten. Es bringt doch nichts, hin und wieder ein paar von den angeblich Alleinschuldigen einzusperren, so lange das System von der großen Mehrheit der Menschen weiterhin gefüttert wird. Egal wie ein anderes System in der Zukunft aussehen mag: Gewalt, Drohungen, Abschreckung haben noch nie funktioniert. Wir haben doch lägnst alle Gesetze, die schädliches Verhalten unterbinden, wir stecken doch ständig irgendwelche Leute in den Knast, wo sie dann noch krimineller werden, noch besser lernen, wie sie der Bestrafung entgehen und allermeist rückfällig werden.

      Solche Entwicklungen sind aber niemals schnell oder gar über Nacht zu erreichen. Und gewalttätige Vorgehensweisen haben noch nie grundlegend was am System geändert, sondern immer nur dafür gesorgt, daß danach andere am reich gedeckten Tisch sitzen, die sich eher früher als später ebenso von der Macht, vom Wohstand und Reichtum korrumpieren lassen, ohne sich dessen wirklich bewußt zu sein.

      Wir sind alle korrupt. Mehr oder weniger. Und wir alle haben Angst. Mehr oder weniger. Das alles ist Resultat unserer inneren Gespaltenheit, von der ich nicht müde werde zu berichten.

    • Also ist ein Oskar Fischer oder ein Rudolf Scharping nicht schuld das in Jugoslawien Menschen bombardiert wurden? Die Hausfrau, der Tischler oder die Verkäuferin sind aber dafür schuld, weil sie sind ja zur Wahl gegangen.
      Diese Logik versteh ich einfach nicht.

  11. @ Der Souverän: „der Souverän, der seine Stimme abgibt und diese Menschen wählt, hat seine Souveränität abgegeben.
    DAS IST DIE EIGENTLICHE SCHULD.“

    ja, genauso ist es. Wer seine Freiheit aufgibt, ist selber schuld. Zu diesem „Herr und Knecht“ Verhältnis gehören immer ZWEI Seiten, Eine, die dem Knecht das Joch der Unfreiheit auflegt. Und eine, die das einfach passiv zulässt.
    Bei ganzen Völkern von „Schuld“ zu reden, geht doch am Leben vorbei. Unschuldig oder schuldig sind Individuen.
    Man kann doch nicht wirklich an „die Amerikaner“ oder an „die Deutschen“ einen moralischen Mass-Stab anlegen.
    So bescheuert denken z.B. Antisemiten, die behaupten, „die Juden“ seien so und so. Solches vom Leben abgezogenes „Denken“ will alle über einen Kamm scheren. Es macht ebensowenig Sinn, beim Kanarienvogel von Moral oder Unmoral zu reden, wie es keinen Sinn ergibt, ganze Bevölkerungen mit solchem „Stempel“ zu versehen.

    • Vor allem wird immer wieder moniert, daß man nicht von DEN Amerikanern, DEN Deutschen, DEN Engländern usw. sprechen soll, da ja längst nicht alle, niemals ein ganzes Volk „böse“ ist. Da soll man tunlichst und gefälligst genau unterscheiden und benennen.

      Und bei Kollektivschuld sieht das auf einmal genau andersrum aus…

    • Der Souverän sagt:
      4. April 2016 at 23:08

      Vor allem wird immer wieder moniert, daß man nicht von DEN Amerikanern, DEN Deutschen, DEN Engländern usw. sprechen soll, da ja längst nicht alle, niemals ein ganzes Volk „böse“ ist. Da soll man tunlichst und gefälligst genau unterscheiden und benennen.

      Und bei Kollektivschuld sieht das auf einmal genau andersrum aus…

      Gerade das geschieht bei dem Begriff und dem Gedicht über Kollektivschuld gerade nicht.

      Da steht nichts mit „DEN Engländern, Amerikanern etc…“ – das gilt für die gesamte Welt.

      Da es auf Deutsch veröffentlicht wurde und hier veröffentlicht wurde, können Sie sich ruhig fragen, ob Sie sich als Teil der Welt bezeichnen können und wollen, oder ob Sie sich gerne ausklammern möchten, werter Herr Souverän.

      Denn wie Kollektivschuld zu verstehen ist, habe ich bereits als Kommentar geschrieben.

    • „Denn wie Kollektivschuld zu verstehen ist, habe ich bereits als Kommentar geschrieben.“

      Als Souverän bestimme ich aber ganz allein wie etwas zu verstehen ist. Kollektiv heißt gemeinschaft-lich. Ich gehöre nicht zu dieser Gemeinschaft. Ganz im Gegenteil. Meine Devise heißt; lieber keine Gesellschaft als in einer schlechten. Ergo befinde ich mich in der Gemeinschaft der Guten – der Unschuldigen.

  12. Oder anders. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Dadurch das wir jemandes Leid „teilen“ durch Mitleiden, Mitgegefühl, Trost und Zuspruch, versuchen wir das Leiden zu lindern. Wir nehmen ein Teil (das halbe) Leid auf uns. Und hofft hilft diese Mitmenschlichkeit dem Leidenden auch – psychisch, selisch.

    Gewiefte Verbrecher haben sich irgendwann gedacht und gesagt, daß funktioniert sicher auch mit unseren Verbrechen…

    • Und oft hilft diese Mitmenschlichkeit dem Leidenden auch – psychisch, selisch.

  13. Kollektivschuld ist und bleibt falsch.

    Kollektivschuld kann nur unter den schuldigen AKTIVEN TÄTERN festgestellt werden.

    Dadurch das Kollektivschuld einem ganzen Volk oktroyiert wird, oder gar von weiten teilen des Volkes selbst angenommen wird, beraubt man die Täter ihrer Taten, oder entschuldet sie teilweise. So etwas ermuntert natürlich…

    Mal ganz davon abgesehen, daß Verbrechercliquen in den Kreisen vom Volk nicht davon abgehalten werden können ihre geplanten Verbrechen auszuüben. Das Volk kann aufstehen, auf die Straße gehen, sich zusammentreten, zusammenschießen, sich einsperren lassen – sie werden ihre Verbrechen trotzdem ausüben.

    Der Souverän der seine Stimme abgibt und diese Menschen wählt, hat seine Souveränität abgegeben.

    DAS IST DIE EIGENTLICHE SCHULD!

    • Kollektivschuld ist und bleibt falsch.

      Kollektivschuld kann nur unter den schuldigen AKTIVEN TÄTERN festgestellt werden…..

      Mal ganz davon abgesehen, daß Verbrechercliquen in den Kreisen vom Volk nicht davon abgehalten werden können ihre geplanten Verbrechen auszuüben.
      Das Volk kann aufstehen, auf die Straße gehen, sich zusammentreten, zusammenschießen, sich einsperren lassen – sie werden ihre Verbrechen trotzdem ausüben.

      Es ist sehr allgemeingültig, was Sie als Kommentar verfasst haben.

      Den gemeinsamen Weg auf die Strasse haben Sie angesprochen – das geht in Ordnung.

      Was die Verbrechercliquen angeht, so hängt das mit den inneren Einstellungen der Menschen zusammen.

      Wenn Sie Jemanden in Ihrem Umfeld auf Themen ansprechen, in anderen Foren ansprechen – den Nachbarn ansprechen…. wen auch immer, so könnten Sie noch mehr eine Diskussion mit auf den Weg bringen, welche im Idealfall irgendwann mündet bei den Wurzeln der Gedanken für kriminelle Energie.

      Im Kleinen bedeutet das ( idealistisch geschrieben): Verbrechercliquen-Unterstützer zum Nachdenken anzuregen.

      Im Großen heissen Verbrechercliquen übrigens Rüstungsindustrie.

      Dort geht es wohl eher mit Gesetzen, mit Volksentscheid und als Vorstufe zu Beidem: zu dem gemeinsamen Gang auf die Strasse.

      Denn freiwillig werden Milliarden-Umsätze jährlich nicht weggeworfen:

      Di 05.04.2016 | 23:15 | Doku & Reportage
      – Waffen für den Terror

      Trotz strenger Waffengesetze und angeblich effizienter Kontrollmechanismen kommt es immer wieder zu Anschlägen, Morden und Amokläufen mit Kriegswaffen mitten in Europa.

      https://www.rbb-online.de/doku/u-w/waffen-fuer-den-terror.html

      Weltweit sterben jährlich etwa 740.000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen von Waffengewalt. Abseits vom Licht der Öffentlichkeit werden ganz offiziell Jahr für Jahr Waffenverkäufe im Wert von etwa 45-60 Milliarden US-Dollar bewilligt. Die Tatsache, dass der Handel mit Rüstungsgütern und Waffen in vielen Ländern dieser Erde zu schwer wiegenden Verletzungen der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts beiträgt, findet indes nur wenig Beachtung. Ist der Waffenhandel außer Kontrolle?

      Quellen und Links

      Auswärtiges Amt, Kleinwaffen und leichten Waffen.
      AG Friedensforschung an der Uni Kassel, Artikelsammlung zum Thema Waffenhandel.
      Amnesty International, Der Internationale Waffenhandel bedroht die Menschenrechte.
      Bundsregierung, Rüstungsexportbericht der Bundesregierung (pdf).
      Bundsregierung, Politische Grundsätze der Bundesregierung für Rüstungsexporte (pdf).
      Campaign Against Arms Trade (CAAT), Überblick über aktuelle Kampagnen gegen Waffenhandel.
      Control Arms
      Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), Rüstungsexportbericht 2011 der GKKE.
      Global Issues, Artikelsammlung zum Thema Waffenhandel.
      Greenpeace Magazin, Krieg statt Frieden.
      Günther , Franziska (2008), Waffen made in Germany (Zeit-Artikel).
      International Action Network on Small Arms (IANSA).
      Oxfam Deutschland, Fakten zum Waffenhandel.
      Oxfam International (2008), Shooting Down the MDGs: How irresponsible arms transfers undermine development goals.
      Small Arms Survey.
      Small Arms Survey (2012), Small Arms Survey 2012: Moving Targets.
      Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI).
      United Nations (UN) (2008), Small arms Report.
      United Nations Office for Disarmament Affairs (UNODA).

      https://reset.org/knowledge/waffenhandel

      Da wäre es unterstützend, dies öffentlich zu besprechen, „Der Souverän“.

      Wenn Sie Kollektivschuld ablehnen, so lehnen Sie im Umkehrschluß auch gemeinschaftliche Verantwortung und gemeinschaftliches Handeln ab.

      Warum?

      Weil der Gedanke an etwas gemeinsam Anteil ( Verantwortung / Schuld) zu haben auch impliziert, gemeinsam etwas lösen zu können. Der Gedanke an gemeinsame Veränderung. Etwas gemeinsam bewirken zu können.

      Es lässt sich sicher differenzieren, dass die Ausüber ( Soldaten / Terroristen / Politiker, die manche oder beide Gruppen davon unterstützen oder dulden) von Recht und Gesetz, sowie die Exekutive von Gewalt eine größere Schuld davon trägt, als der Einzelne wie Sie oder ich, der ( bei mir weiß ich es – bei Ihnen vermute ich es) keine Waffengewalt ausübt.

      Jedoch ist gesellschaftliches Denken keine Einbahnstrasse.

      Den Gedanken an gemeinschaftlicher Schuld… diesen „Schuh“ kann ich mir anteilsweise auch anziehen. Hätte ich z.B. mehr demonstriert…wären mehr Menschen auf der Strasse gewesen – wären mehr Menschen auf der Strasse gewesen, wäre der Impact größer gewesen – wäre der Impact größer gewesen, hätte die Politik reagieren müssen auf die Demonstrationen der vielen Menschen auf der Strasse…

      verstehen Sie?

      In soweit gilt für mich schon noch der Gedanke „Kollektivschuld“ – nur die schwere der Schuld ist bei den Ausführenden von Waffengewalt, den Politikern welche dies befürworten und unterstützen, ungleich größer als bei den Bürgern…

      diese haben auf längere Sicht aber auch eine Schuld. Denn Jemand, der wie Sie den Begriff Kollektivschuld ablehnt…lehnt wohl auch ab, auf die Strasse zu gehen, um durch Solidarisierung und Gemeinschaft öffentlich zu machen, dass illegaler Waffenhandel, Krieg und Terror sicher der falsche Denkansatz ist, um für die Erde und die Menschheit wie Tierwelt in den nächsten Jahrhunderten angemessen zu sorgen. Bedingungen zu schaffen, wo Lebenserhaltung stattfinden kann.

      Ich kann mich natürlich irren, dass Sie doch auf die Strasse gehen würden – ich hoffe es sogar. Weil dann hätten Sie eine ähnliche Sicht, dass Veränderungen in einer Gemeinschaft erfolgen können.

      Was dem Autor Wolfgang Bittner hier gelungen ist, ist die Überschrift im Kontrast zu seinem Inhalt zu formulieren.

      Sie als „Der Souverän“ springen direkt auf den Inhalt an, statt zu überlegen, ob die Welt wirklich nur so ist, weil es den Terrorismus gibt, der oft durch illegale Kriege gepusht wird… und ob es an uns liegen könnte, dass wir das alles so kommentarlos und passiv haben ertragen und erduldet…

      Ich rechne Ihnen als „Der Souverän“ im Positiven an, dass Sie zumindest den Gang auf die Strasse auch formuliert haben…

      der Gang auf die Strasse ist ein Zwischenziel: wenn Menschen sich entschieden haben, gemeinsam für etwas einzustehen…

      die Diskussion über bestimmte Ansichten für oder gegen Krieg und Terrorbekämpfung mittels Waffenunterstützung oder Waffenabrüstung ist mindestens genauso wichtig.

      Denn die Menschen sind wohl mehr in Ihrem Alltag unterwegs, als regelmäßig bei Demonstrationen zu Tausenden auf der Strasse, richtig?

      Deswegen: wichtig ist auch, was Sie persönlich denken, wenn Sie das Wort „Kollektivschuld“ lesen – wenn Sie nämlich zu der Erkenntnis kämen, dass jeder von uns mehr für die Waffenabrüstung tun könnte, indem er mehr Menschen zu diesem Thema in Diskussionen verwickelt, dann ist sich der denkende Mensch dem Umstand bewusst, dass er relevant ist.

      Wie wirksam ein einzelnes Gespräch sein kann, ist zunächst schwer messbar – aber den Gedanken zu haben, dass der Begriff Kollektivschuld garnicht auf die Menschen in Gesamtsumme anwendbar sei…diesen Gedanken, welchen Sie offensichtlich haben, Herr Souverän, diesen Gedanken teile ich nicht.

    • Ich fasse mich kurz, sonst könnte es ein Buch werden…

      Ich „vergeude“ meine Zeit und Energie nicht mit sinnlosem. Die Zeit der Straßendemonstrationen ist insofern Geschichte, daß sie nichts mehr bewirken.

      „Wenn Sie Kollektivschuld ablehnen, so lehnen Sie im Umkehrschluß auch gemeinschaftliche Verantwortung und gemeinschaftliches Handeln ab.“

      Ich lehne Kollektivschuld nicht ab, sonder begrenze sie auf den aktiven Täterkreis. Gleiches gilt natürlich auch für Verantwortung und gemeinschaftliches handeln.

      Wieso wird Kollektivschuld national begrenzt, wenn doch z.B. Kriege international sind? Wir müssten uns alle in den U-SS einfinden und auf dortigen Straßen demonstrieren.

      Nein, daß führt zu Atomisierung, zu Unkenntlichkeit. Der Ansatz muß an der Basis stattfinden.
      Und die Basis ist die Souveränität, unsere Stimme. Und wenn wir die Abgeben, jemanden durch unsere souveräne Stimme Legitimität zusprechen, dann ist dort der Anfang der beendet werden muß.

      Denn wir sind uns zu 100% sicher, daß aus der Clique niemand dabei ist der unsere Interessen vertritt, geschweige denn durchsetzt. Jeder Staat ist immer der größte Feind des eigenen Volkes. Ich denke die Empirie und Gegenwart beweist dies. Und das liegt daran, daß wir dem Staat – gemeint ist die Regierung – einer kleinen verschworenen Clique von Leuten die nur ihre eigenen Interessen und die ihrer „Auftraggeber“ (dieses berühmte eine Prozent) vertreten.

      Aus dieser Tretmühle kommem wir nur heraus, wenn wir aufhören unsere Souveränität abzugeben.

    • Nachtrag

      „Ich „vergeude“ meine Zeit und Energie nicht mit sinnlosem. Die Zeit der Straßendemonstrationen ist insofern Geschichte, daß sie nichts mehr bewirken.“

      Mehr noch, sie bewirken genau das Gegenteil, wie Anzahl der Atomwaffen und Kriege beweisen.
      Denn dagegen gab es doch richtig große Demonstrationen wenn ich recht erinnere.

      Das ganze funktioniert ganz im Sinne von:

      Wenn du etwas sauber machst, wird etwas anderes schmutzig – viel schmutziger.

    • Ach Gottchen. Und jetzt der ganze Satz.

      Und das liegt daran, daß wir dem Staat – gemeint ist die Regierung – einer kleinen verschworenen Clique von Leuten die nur ihre eigenen Interessen und die ihrer „Auftraggeber“ (dieses berühmte eine Prozent) vertreten, unsere Stimme geben, also unsere Souveränität abtreten, respektive auf sie übertragen – mit „mündiger Bürger“ hat das nichts zu tun.

    • Kollektivschuld kann nur unter den schuldigen AKTIVEN TÄTERN festgestellt werden. Dadurch das Kollektivschuld einem ganzen Volk oktroyiert wird, oder gar von weiten teilen des Volkes selbst angenommen wird, beraubt man die Täter ihrer Taten, oder entschuldet sie teilweise. So etwas ermuntert natürlich…
      Der Souverän der seine Stimme abgibt und diese Menschen wählt, hat seine Souveränität abgegeben. DAS IST DIE EIGENTLICHE SCHULD!

      Ja was denn jetzt: Keine Kollektivschuld oder doch Kollektivschuld?

      Einzelne Täter sind kein Kollektiv. Das Kollektiv sind wir alle, von ganz oben bis ganz nach unten. Das eigentliche Problem läßt sich nicht mit der Suche nach einem menschlichen Schuldigen beschreiben noch lösen. Unterwerfungsbereitschaft hat immer zwei Seiten: ich unterwerfe mich, wenn ich mich einem vermeintlich Stärkeren gegenübersehe. Andernfalls versuche ich, den anderen zu unterwerfen. Das ist Unterwerfungsbereitschaft, ein nahezu vollständiges Fehlen geistiger und emotionaler Autonomie. Der Herr braucht den Knecht ebenso, wie der Knecht den Herrn braucht. Das ist die Situation, wie wir sie heute haben. Die Menschen schreien doch schon wieder nach der starken Hand, die sie aus ihrem Elend herausführt.

      Wenn du dich mal dazu überwinden könntest, Erich Fromm zu lesen, würde dir das eine völlig neue Sicht auf diese Dinge gestatten und du müßtest nicht weiterhin mit diesem doch eher albernen Gehopse zu brillieren suchen.

      Bin mal gespannt, ob du auch hier, wo man dir wiederholt einen offensichtlichen Widerspruch in deinen Ausführungen aufzeigt, gleich wieder zu keifen anfängst, du der mich seit 2001 „aus meinem Blog“, den ich nie unterhielt, zu kennen behauptet 🙂

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