Konfusion und Farce

von Bernhard Trautvetter.

Der Vorstand des Club of Rome mit dreizehn anerkannten Persönlichkeiten warnt im Bericht „Wir sind dran – was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen“ vor einem „Kollaps der globalen Systeme“ (E.U.v. Weizsäcker und Wijkmann mit 32 weiteren Mitgliedern des Clubs, München 2017, S. 11). Sie führen weiter aus: „Wir brauchen einen echten Neuanfang. Aber diesmal halten wir es für notwendig, sich auch mit den philosophischen Wurzeln der schlimmen Weltlage auseinanderzusetzen. Wir müssen die Legitimität des materialistischen Egoismus infrage stellen, welcher ja als wirksamster Antrieb unserer Welt dargestellt wird.“ (S.12) Doch:

Das Weltwirtschaftsforum in Davos und die Verantwortung für die Weltlage

In der Situation kommt Donald Trump, der gerade mehrere Staaten als ‚Dreckslöcher‘ bezeichnet hat und der in einer völkerrechtswidrigen Rede vor der UNO einem Mitgliedsstaat, nämlich Nordkorea, im Atomkonflikt mit „Feuer, Wut und Macht“ gedroht hatte, „wie die Welt es so noch nicht gesehen hat“, zum Weltwirtschaftsforum (WEF) nach Davos.

Am Samstag, dem 13.1.2018 demonstrierten über 1000 Kritiker in Bern gegen das Weltwirtschaftsforum von ca. 2500 KonzernvertreterInnen und führenden PolitikerInnen, sowie Meinungsmachern der Mainstream-Medien u.a. mit dieser Begründung ihres Protests:

„Nachdem Trumps Teilnahme am Weltwirtschaftsforum für Furore und grosses mediales Echo gesorgt hatte, konnten wir heute unsere generelle Kritik am WEF und dem Kapitalismus als Ganzes anbringen.
Das Weltwirtschaftsforum versucht, sich als Plattform für konstruktive Lösungen globaler Probleme darzustellen. Es ist und bleibt jedoch ein Treffen für die Diskussion einer neoliberalen Agenda. Angeblich sollen Probleme wie Fluchtbewegungen, die Unterdrückung der Frau*, die Krise der Demokratie oder der wachsende Nationalismus diskutiert werden. Ein Blick auf das Treffen offenbart: Die Teilnehmenden sind jene, die für diese Probleme selbst verantwortlich sind.
Während Menschen durch Landraub oder Umweltzerstörung zur Flucht gezwungen werden, sitzen Unternehmen, Institutionen und Staaten, die damit Gewinne erzielen, gemeinsam in Davos. Firmen, die Waffen und Technik für Kriege produzieren, können sich ungestört mit Vertreter*Innen von Staaten austauschen, während Millionen Menschen vor Krieg und Elend fliehen. Am WEF stehen nicht die Menschen im Vordergrund, sondern der Profit.“

2016 sprach der Spiegel bezüglich der Atmosphäre beim Weltwirtschaftsforum von ‚Weltuntergangsstimmung‘.

Das Weltwirtschaftsforum 2018 in Davos formuliert in seinem Titel-Text vor dem Zusammentreffen hunderter führender Weltfirmen-Vertreter/innen (platform for the world’s 1,000 leading companies) dieses Jahres „Wir leben in zunehmend gespaltenen (divided) Gesellschaften, in denen sich die sozialen Beziehungen, Vereinbarungen und Verträge (contracts)  auflösen.“ Diese Worte Minouche Shafiks, London School of Economics, lauten im englischen Original: „We live in increasingly divided societies, in which the social contracts that bind us are fraying“. Die Einladung zum Weltwirtschaftsforum umfasst den Satz: „Die globale bürgerliche Klasse kann sich nicht schützen und heilen.“  [Übersetz.: B.T.]

Die Münchner SiKo und die Unsicherheit

Dazu passt eine wachsende Nervosität bei der im Februar anstehenden Münchner Sicherheitskonferenz und bei anderen Foren der herrschenden Klasse.

Die Sicherheitskonferenz 2015 lud mit einem Text über den Zerfall der internationalen Ordnung ein: „Zentrale Themen …  werden der Zerfall der internationalen Ordnung, die Zukunft der europäischen Sicherheitsarchitektur angesichts der Ukraine-Krise, die dramatische Situation der Flüchtlinge in vielen Teilen der Welt und die sich verschärfende Lage im Nahen und Mittleren Osten sein.“ 2016 titelte der Bayrische Rundfunk bei seinem Bericht von der Sicherheitskonferenz „Die neue Weltunordnung“.

In der Situation fällt den Herrschenden nichts besseres ein, als Aufrüstung in großem Stil zu empfehlen. Das ist mehr von dem, was die Menschheit an den Abgrund treibt.

Vom 16. bis zum 18. Februar 2018 tagen im Nobelhotel Bayrischer Hof 450 hochrangige hohe Militärs, Waffenfabrikanten, KapitalvertreterInnen und politische Führungskräfte des Westens auf der als beste „Think Tank-Conference“ ausgezeichneten Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Das  nach eigener Darstellung zentrale globale „Forum für die Debatte sicherheitspolitischer Themen“ für die Debatte über „sicherheitspolitische Herausforderungen“ hat auf ihrer Twitter-Website einen Link zur Site der Eurasiagroup, auf der es unter ‚Top Risiken‘ heißt: „Liberale Demokratien haben eine geringere Legitimität als jemals zuvor seit dem 2. Weltkrieg…“ [Übersetzung: B.T.]

Das Ineinandergreifen existenzieller Krisen

Die Ratlosigkeit der Krisenmanager des Weltkapitals korrespondiert mit den Krisen, die auch aufgrund ihrer gegenseitigen Durchdringung außer Kontrolle zu geraten drohen:

Die Weltklimakonferenzen, der Zerfall ganzer Weltregionen zwischen dem Golf, Libyen, der Ukraine und Südsudan, die Konflikte über die Atomrüstung und die weiterexistierenden Risiken des Banken- und Weltfinanzsystems und die Existenzkrise des Parteiensystems – all diese Krisenprozesse unserer Epoche steigern die Gefahr, dass die Krisenmanager zu Kurzschluss-Reaktionen greifen. Das wiederum ruft die Gegenkräfte- die Friedensbewegung und ihre Partner- in eine ganz neue Verantwortung.

Der „Guardian weekly 2017-2018“ titelt passend mit dem Aufmacher „Das Zeitalter der Konfusion“. Im Text finden wir diese Gründe für die Wahl dieses Titels: „Viele vorher schon existierende Konflikte und Probleme bestanden 2017 fort oder haben sich verschlimmert … Dieses Jahr brachte humanitäre Desaster, ob menschengemacht oder nicht. Krieg, Hungersnot, … Hurrikane,… Trump stieg aus dem Paris Abkommen zum Klimawandel aus …“   Die ökologischen Gefahren können dieses Jahrhundert weit größere Ausmaße erlangen, als die öffentliche Diskussion bisher zutage brachte: Wenn z.B. trotz aller Zweifel sogenannter ‚Klimaskeptiker‘ wie Donald Trump, der Anstieg der globalen Luft- und Meerwassertemperaturen auf menschengemachte Verbrennungsabgase zurückgeführt wird, wenn es in der Folge zu weiterem Rückgang des auf Land befindlichen Eises kommt, dann steigert das die sogar auch nuklearen Bedrohungen für das Leben, selbst ohne Krieg, da Atomkraftwerke Unmengen an Kühlwasser benötigen, um nicht in einem Gau zu havarieren. Viele AKWs befinden sich wegen ihres enormen Wasserbedarfs in Küstennähe, binnen-AKWs können Kühlprobleme bekommen und die Wasserversorgung gefährden, wenn Trockenheitsperioden so lange dauern, dass die Pegel großer Ströme stark absinken.

Das US-Militär hat globale, soziale und ökologische Gefahren im Zusammenhang mit dem Klimawandel spätestens seit 2003 erkannt und warnt u.a. vor ökonomischen Krisen und internationalen Spannungen, die die Militärs seiner Einschätzung nach in ihr Kalkül mit einbeziehen müssten.

Der Zerfall von internationalen und nationalen Ordnungen und staatlichen Systemen ist weder rein ökologisch noch rein militärisch zu erklären.

Zu den Zusammenhängen haben die Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, die Akademie der Wissenschaften in Hamburg, die Universität Hamburg und die Körber-Stiftung im November 2017 eine Konferenz abgehalten. Zu den Fragestellungen gehörte: „Zerfällt der Kapitalismus und was folgt daraus? Wie stehen sich Weltmarkt und neue Nationalismen gegenüber – kommt der Freihandel an ein Ende?“

In der Weltwirtschaftskrise der Jahre ab ca. 2008 kursierte auch in den bürgerlichen Medien die Überlegung, ob Marx mit seiner Analyse und Kritik am System des Kapitalismus nicht doch Recht hatte. Man findet dazu im Internet Texte aus den Mainstream-Medien, darunter die FAZ und das Handelsblatt.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sieht Marx zwar grundsätzlich nicht bestätigt, aber auch bei diesem Leitmedium des Großkapitals schleicht sich die Ungewissheit fast unmerklich ein: „Bankenkrise, Rezession, das Weltfinanzsystem am Abgrund – hat Karl Marx vielleicht doch recht mit seiner Vorhersage, der Kapitalismus müsse an seinen inneren Widersprüchen zugrundegehen? Tatsächlich erwartete er sogar, dass dies noch zu seinen Lebzeiten geschehen werde. Das war nicht der Fall. Marx starb 1883 im Alter von 65 Jahren in London. Gleichwohl scheinen ihm die jüngsten Ereignisse doch eine späte Bestätigung zu verschaffen.“

Im Handelsblatt heißt es: „Jedes Wirtschaftsmodell, das die Ungleichheit nicht in angemessener Weise in Angriff nimmt, gerät irgendwann in eine Legitimitätskrise. Reagieren wir nicht, nehmen die Proteste an Schwere zu, und die gesellschaftliche und politische Instabilität wird Wachstum und Wohlstand schwächen.“

Hilflose Vorbeugung

In Zeiten der Gefährdung lenkt die herrschende Klasse mit einer Personalisierung der Probleme von den System-bedingten Ursachen der Krise ab. Das System, von dem sie profitiert, soll nicht infrage gestellt werden.

Die Frage, wie die Herrschenden sich auf diese Situation einstellen, betrifft die Vorbeugung und mögliche Reaktionen auf Unruhen, wie sie z.B. G8-und G20- Gipfel begleiten, oder in den Banlieues Frankreichs oder den Unruhen junger Menschen in britischen Großstädten von 2011, zu denen die ZEIT am 11.08.2011 schrieb: „Digitale Kommunikation ist eine Waffe im Aufstand gegen Despoten wie auch im Aufstand gegen die westlichen Demokratien, insofern diese der jüngeren Generation gleichfalls keine Zukunftsperspektive mehr bieten.“

Digitale Kommunikationsinstrumente sind zugleich Mittel, möglichst viele Menschen mit Tittytainment zu unterhalten – in anderen Worten unten zu halten: mit einer Mischung aus Grundversorgung und einem Fernsehanschluss soll dafür gesorgt werden, dass die nicht mehr in der Güterproduktion gebrauchten Millionenmassen ruhig gestellt werden und dass sie so die gesellschaftliche Ordnung nicht mit Aufständen untergraben.

John Lennon hat die Methode Tittytainment in ‚Working Class Hero‘ so in den Zusammenhang der Herrschaftsinstrumente gebracht: „Sobald Du geboren bist, machen sie Dich klein, indem sie Dir keine Zeit geben… bis der Schmerz so groß ist, dass Du nichts spürst. … Sie hassen Dich, wenn Du klug bist und sie verachten den Narr. … Wenn Du nicht funktionieren kannst, bist Du voller Angst,… sie halten Dich im Rausch mit Religion, Sex und TV.“ [Übersetzung: B.T.]

Das geschieht von Seiten der Herrschenden systematischer, als es gemeinhin bekannt ist; so hat das einflussreiche Magazin ‚Behördenspiegel‘ 2014 eine Konferenz zum Thema „Krisenkommunikation, Massenpsychologie und Crowdmanagement“ durchgeführt, in der es in der Tat auch um solche Fragen ging: „…wie kann man sich evtl. präparieren, damit es erst gar nicht zu Krisensituationen kommt? Sind Menschenmengen überhaupt lenkbar und wenn ja, wie kann das praktisch geschehen?“

Dies sind auch Probleme, denen sich die Nato gegenüber sieht. Auf ihrer Konferenz des Joint Air Power Competence Centre (JAPCC) zum Thema „Strategische Kommunikation“ 2015 in Essen beklagten die Militärs: „Einheiten, die der Nato gegenüber feindlich eingestellt sind, verstehen, dass die öffentliche Meinung und das Wissen der Öffentlichkeit verletzlich sind.“   [Übersetzung: B.T.] Die Reaktion der Nato muss nach Auffassung der Militärs [pdf Seite 48] „… die Narrative der Nato-Opponenten aggressiv herausfordern…“.

Zu den Mitteln, die eigene Legitimitätskrise anzugehen zählt neben den verschiedenen Instrumenten des Überwachungsstaates und der direkten Repression auch die Methode, Kritiker zu delegitimieren. Man kann von der Sache, um die es geht, etwa vom System dadurch ablenken, dass man auf die persönliche Ebene übergeht.

Aufgabe und Verantwortung alternativer Kräfte 

Engagierte Kräfte in alternativen Spektren sind logischerweise dann einflussreicher, wenn sie die Synergie gemeinsamer inhaltlicher Schnittmengen und Aktivitäten in den Vordergrund stellen. Die Menschenrechte als Bezugsrahmen dafür formuliert u.a. der Text „Für einen humanistischen Grundkonsens“ – Ausschnitt: „Wer auf den Friedensbühnen sprechen möchte, sollte auch außerhalb der Bühne den Weg des Frieden gehen.“

Kräfte, die diesen Bezugsrahmen bewusst oder ohne Absicht aufzuweichen versuchen, können aus den unterschiedlichsten Bezügen heraus aktiv werden.

Die Aufgabe der Friedensbewegung und anderen alternativen Bewegungen besteht darin, das Verbindende in den Vordergrund zu stellen, wie kompliziert auch immer die Bündnis-Konstellationen sein mögen. Gegner der Friedensbewegung, die etwa Antisemitismus dann als gegeben sehen, wenn engagierte Kräfte die Regierung Israels kritisieren, verdienen keine Beachtung, wer derartige Diffamierungen aufgreift, ebenfalls nicht.

Es geht bei allem Tun der alternativen Kräfte darum, sich nicht beirren zu lassen.

Die Gegner der Nazis haben sich in der Endphase der Weimarer Republik gegenseitig bekämpft und so ihre Niederlage mit möglich gemacht. Die KPD trat der SPD mit dem Vorwurf entgegen, sie seien Sozialfaschisten, Wegbereiter des Faschismus…

Sozialdemokraten gingen mit teils tödlicher Repression gegen eine 1. Mai-Demonstration 1929 von Arbeitern vor. Erst in den Konzentrationslagern erkannten die Gegner der Nazis ihren Fehler. Das darf sich in der Ära der Konfusion nicht in anderer Form wiederholen.

Marx sagte: „Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“

Eine solche „Farce“ darf sich nicht wiederholen.

Die Verantwortung der Friedens- und alternativen Kräfte im Atomzeitalter ist groß. Die Aufgabe, das Leben zu gestalten, ist so attraktiv, dass Erfolg damit beginnt, dass das Engagement Sinn macht.

Dazu gibt es hier schon einmal diese Terminangaben:

1. FRIEDEN STATT AUFRÜSTUNG – NEIN ZUM KRIEG!

Während im Februar in München die 54. Konferenz unter dem Titel „Sicherheit“ stattfindet: Samstag 17. Februar 2018.

2. Die Ostermärsche werden hier angekündigt.

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21 Kommentare zu: “Konfusion und Farce

  1. Danke Box,
    und das hat Udo Jürgens also geschrieben und gesungen?
    Respekt!
    Dass er ein ‚ernsthafter‘ (in Maßen sozialkritischer, so
    weit das halt im Show Business geht) Künstler war,
    wusste ich wohl, aber die beiden vorgestellten Titel sind
    mir neu.

  2. Danke Berrnhard Trautvetter,
    das muss eine Arbeit gewesen sein!
    Sie belegen diese ganzen Entwicklungen, von denen
    Prof. Immanuel Wallerstein spricht – Das hat ja alles
    sehr viel mit Davos und den Anliegen der Münchner
    Sicherheitskonferenz zu tun.
    https://www.youtube.com/watch?v=l78FopWUxko

    Die NachDenkSeiten beleuchteten 2011 die Bankenkrise
    und die Rolle von Hans Tietmeyer. Sein Auftritt am
    03. Februar 1996 in Davos sagte schon damals alles!

    https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=10663

    Ganz klar ist – wie Sie schreiben, ist das Weltwirtschaftsforum „ein
    Treffen für die Diskussion einer neoliberalen Agenda… Die
    Teilnehmenden sind jene, die für diese Probleme selbst ver-
    antwortlich sind.“
    Und von den „sicherheitspolitischen Herausforderungen“, über
    die sie sprechen, was für eine verbale Verbrämung ihres Geschäfts-
    modells mit seinen Folgen!
    Oder der Sprech aus „Guardian weekly 20172018“ mit dem Aufmacher,
    den Sie zitieren: „Das Zeitalter der Konfusion“ und weiter… „Dieses Jahr
    brachte humanitäre Desaster, ob menschengemacht oder nicht“.
    Klar gibt es die Desaster aber ‚vom Himmel gefallen‘ ist das wenigste
    davon. Diese Weichzeichnung und dieses Reden davon, als gäbe es
    keine Verantworlichen dafür. Sogar der Zerfall von Staaten wird beklagt,
    den man doch betreibt.
    Sie zitieren das Handelsblatt „Jedes Wirtschaftmodell, das die Ungleichheit
    nicht in angemessener Weise in Angriff nimmt, gerät irgendwann in eine
    Legitimitätskrise. Reagieren wir nicht …“
    Dass es bei einer extremen Ungleichheit von Einkommen und Vermögen,
    schwer ist, Absatzmöglichkeiten für Waren auf dem Binnenmarkt zu finden
    und man deshalb permanent Markterweiterungsoffensiven braucht –
    im Innern, indem man den Staat ausplündert und die Geschäfte mit Bildung,
    Gesundheit, Wohnungen, Wasser, Strom privatisiert, also Güter die jeder
    unabdingbar braucht –
    nach außen, indem man Staaten „transformiert“, so dass sie passende
    Geschäftspartner werden (Marktdurchdringungsoffensiven –
    wird nicht erwähnt.
    Weglassen ist oft aussagekräftiger als Themen, die auf einer Agenda stehen.
    Hier liegt eine Broschüre vom BUND, darin der „Fleischreport“,
    klasse! Aber warum fehlen Aussagen zu Phospor/Phosphat, der ja
    knapp sein sollen?

    Das wichtigste ist der Zusammenhalt und die Solidarität aller Friedens-
    bewegten. Auch hier stimme ich Ihnen, Bernhard Trautvetter, gerne zu!

  3. Vielleicht noch etwas mehr Liedgut, frei nach „wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen kennen keine Lieder:“

    Tausend Jahre sind ein Tag Songtext (Udo Jürgens)

    Weißt du wieviel Sterne stehen
    Und wohin die Flüsse gehen?
    Sag‘, warum der Regen fällt,
    Wo ist das Ende dieser Welt?

    Was war hier vor tausend Jahren?
    Warum können Räder fahren?
    Sind Wolken schneller als der Wind?
    So viele Fragen hat ein Kind…

    Ach Kind, komm‘ laß die Fragerei’n,
    Für sowas bist du noch zu klein,
    Du bist noch lange nicht soweit.
    Das hat noch Zeit…

    Refrain
    Was ist Zeit? – Was ist Zeit? – Was ist Zeit?
    Ein Augenblick
    Ein Stundenschlag
    Tausend Jahre sind ein Tag!

    Wie wird der Mensch zum Nimmersatt,
    Wer alles hat, kriegt noch Rabatt,
    Und woher kam die Gier nach Geld?
    Wie kommt der Hunger auf die Welt?

    Warum kommt jemand in Verdacht,
    Nur weil er sich Gedanken macht?
    Ist man noch frei, wenn man nichts wagt,
    Ja, was ein junger Mensch so fragt…

    He, junges Volk, was soll denn das?
    Und leistet ihr doch erst mal was!
    Ihr werdet auch noch mal gescheit.
    Das bringt die Zeit…

    Refrain
    Na, na, na – Na, na, na – (usw.)

    Ist diese Welt denn noch erlaubt?
    Die Erde ist bald ausgeraubt,
    Das Wasser tot, das Land entlaubt,
    Der Himmel luftdicht zugeschraubt…

    Die schöne Lüge vom Goodwill,
    Das hübsche Spiel vom Overkill,
    Und wann macht ihr die Waffen scharf?
    Wenn ich das auch mal fragen darf…

    Das wird verdammt noch mal so sein,
    Und wer soll uns das je verzeih’n?
    Ich bitt‘ euch, fragt, solang‘ ihr seid,
    Ihr seid die Zeit…

    Refrain
    Na, na, na – Na, na, na –
    http://www.songtexte.com/songtext/udo-jurgens/tausend-jahre-sind-ein-tag-1bde4d68.html

    Lieb Vaterland Songtext (Udo Jürgens)

    Lieb Vaterland
    du hast nach bösen Stunden
    aus dunkler Tiefe einen neuen Weg gefunden

    ich liebe dich
    das heißt ich hab‘ dich gern

    wie einen würdevollen
    etwas müden alten Herrn.
    Ich kann dich nicht aus heißem Herzen lieben

    zu viel bist du noch schuldig uns geblieben

    die Freiheit
    die du allen gleich verhießen

    die dürfen Auserwählte nur genießen.
    Lieb Vaterland magst ruhig sein

    die Großen zäunen Wald und ufer ein

    und Kinder spielen am Straßenrand

    lieb Vaterland!
    Lieb Vaterland
    magst ruhig sein

    doch schlafe nicht auf deinen Lorbeeren ein!
    Die Jugend wartet auf deine Hand

    lieb Vaterland!

    Lieb Vaterland
    wofür soll ich dir danken?
    Für die Versicherungspaläste oder Banken?
    Und für Kasernen
    für die teure Wehr

    wo tausend Schulen fehlen
    tausend Lehrer und noch mehr!
    Konzerne dürfen maßlos sich entfalten

    im Dunkeln stehn die Schwachen und die Alten

    für Krankenhäuser fehlen dir Millionen

    doch unsre Spielkasinos scheinen sich zu lohnen.
    Lieb Vaterland
    magst ruhig sein

    die Großen zäunen ihren Wohlstand ein

    die Armen warten mit leerer Hand

    lieb Vaterland!

    Lieb Vaterland
    wofür soll ich dich preisen?
    Es kommt ein Tag
    da zählt ein Mann zum alten Eisen

    wenn er noch schaffen will
    du stellst ihn kalt

    doch für die Aufsichtsräte sind auch Greise nicht zu alt.
    Die alten Bärte rauschen wieder mächtig

    doch junge Bärte sind dir höchst verdächtig

    das alte Gestern wird mit Macht beschworen

    das neue Morgen
    deine Jugend
    geht verloren.
    Lieb Vaterland
    magst ruhig sein

    doch schlafe nicht auf deinen Lorbeeren ein!
    Die Jugend wartet auf deine Hand

    lieb Vaterland!
    http://www.songtexte.com/songtext/udo-jurgens/lieb-vaterland-3de4dd3.html

    Und um evtl. noch etwas weiteres sinnvolles vorzuschlagen und da nun deutsch und englisch Verwendung fanden, die Volkshochschulen bieten auch Sprachkurse an.
    Mehrere Sprachen zu kennen ist auch ein verbindendes Element. Dies nur als Vorschlag.

  4. „Die Aufgabe der Friedensbewegung und anderen alternativen Bewegungen besteht darin, das Verbindende in den Vordergrund zu stellen, wie kompliziert auch immer die Bündnis-Konstellationen sein mögen.“

    – Hört sich super an.

    In einem anderen Kommentar greift Herr Trautvetter dann Daniele Ganser als „umstritten“ an und verwendet noch ein paar andere typische Diffamierungsbegriffe. Steht hier auf KenFM, kann man nachschlagen.

    Im Englischen sagt man dazu: „Do as I say, but not as I do.“

    • Liebe/r volume, mit dem Wort „umstritten“ greife ich Daniele Ganser nicht an. Wenn ich es kritisiere, dass er mit Referenten -etwa bei der sog. AZK- in Veranstaltungsprogrammen erschien, denen ich keine Kulisse biete, greife ich ihn nicht an. Im Gegenteil: Ich tausche mich mit ihm aus. Nach seiner Begründung, nicht bei der AfD aufzutreten, gab er mir Recht, als wir uns über rassistische und NS-verharmlosende Positionen in deren Reihen verständigten. Er hat wertvolle Verdienste in der Aufklärung etwa über die Nato-Geheimarmeen, z.B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=zygPxUFOjKs

  5. „Sich mit den philosophischen Wurzeln der schlimmen Weltlage auseinanderzusetzen“

    Nun, diese Wurzeln sind:
    1. Sozialdarwinismus – abgeleitet von Darwins materialistischer Evolutionstheorie.
    2. Adam Smith: „Der Wohlstand der Nationen“ – Kapitalismus
    3. Brooks Adams : „The Law of Civilization and Decay“, (die seltsame) Lehre, das es aufstrebende und absteigende Völker gäbe) er war sehr einflussreich zur Zeit des Imperialismus
    4. C. G. Harrison: „The Transcendental Universe“ – Die Lehre, dass das Angelsachsentum eine bedeutende Weltmission habe…
    5. Helena Petrowna Blavatsky: „The Secret Doctrine“, „Isis Unwholed.“ Sie hat sämtliche okkulten Strömungen beeinflusst, wird aber in den Medien niemals erwähnt. Ihre Nachfolgerin, als Leiterin der Theosophical Society, Alice Bayley hatte Einfluss auf die UNO-Agenda – es ist aber nicht bekannt.
    6. H. G. Wells: „Anticipations of the Reactions of Mechanical and Scientific Progress Upon Human Life and Thought.“ (Da geht es u. a. um Eugenik – die wird nach wie vor angestrebt!)
    7. Bertrand Russel: „The Impact of Science on Society“ (da geht es u. a. auch um Eugenik und Geburtenkontrolle – und um … Schlimmeres – )
    8. Cecil Rhodes und sein „Glaubensbekenntnis“ (er war ein Super-Imperialist, der auch die Sterne erobern wollte, wenn er gekonnt hätte)
    9. Joseph de Maistre und seine Schriften („Counter-Revolutionär“, zuerst war er Freimaurer, dann wurde er Jesuit, er wollte wieder vor die Franz. Revolution zurück, Papst sollte seiner Meinung nach wieder herrschen!)
    10. St. Yves d`Alveyrdre – auch ein einflussreicher Okkultist, der zurück ins Mittelalter wollte…
    11. Papus… einflussreicher Okkultist – Hat auf Ersten Weltkrieg hingearbeitet – Bündnissysteme…
    12. Alfred Milner – sehr einflussreich hinter den Kulissen
    13. Calvin – Calvinistische Ethik: Reformator, „Nur wenige sind auserwählt…“
    Diese von mir aufgezählten Leute waren einflussreicher als Karl Marx. Die Linken sollten sich endlich mal mit diesen Philosophen und den Okkulten Strömungen des 19. Jahrhunderts beschäftigen – dann würden sie vielleicht endlich mal verstehen, warum sie mit ihren sozialistischen und materialistischen Theorien immer wieder scheitern. Es ist, weil sie eben von einer unwahren Prämisse ausgehen. Es ist nicht das Sein, das das Bewusstsein bestimmt – sondern das Bewusstsein bestimmt das Sein – – das haben diese Leute, die ich aufgezählt habe, begriffen. Sie wussten: Ideen verändern die Welt und nicht die Verteilung der „Produktionsmittel“ – und somit sind Philosophen diejenigen, die die Welt verändert haben, nicht Sozialrevolutionäre, die erst an dritter Stelle kamen, meist, nachdem sie von denjenigen, die die Ideen hatten, angestupst wurden… Die von mir oben Genannten haben aber meist verhängnisvolle Entwicklungen eingeleitet. Mir wäre es ja auch lieber, wenn ein Willy Brandt sich mit seiner Idee dauerhaft durchgesetzt hätte: Mit sozialer Marktwirtschaft und „mehr Demokratie wagen“. Das finde ich toll – aber auch bei ihm fehlt ein tragendes Geistiges. Viele der einflussreichen Philosophen, die ich oben aufgezählt habe, hielten nichts von Demokratie sondern glaubten an das Gegenteil: Sie glaubten an die Eliten und an Oberschichten, an „überlegene Rassen“. Und Calvin glaubte sogar daran, dass „nur Wenige“ auserwählt seien. Er hat die Puritaner und Calvinisten geprägt. UNd diese Leute haben sich durchgesetzt mit ihren Ideen – Ihr Linken leider nicht – jedenfalls nicht dauerhaft. Woran könnte das denn liegen?

    Das sind einige Philosophen mit sehr viel Einfluss auf andere Philosophen und Staatsmänner; Man sollte sie kennen, damit man die geistigen Strömungen von heute besser einordnen kann. Leider sind die Sozialisten auf dem absteigenden Ast…

    • Ja es wird Zeit, dass wir auch mal diese Namen nennen. Allein die Tatsache, dass über diese Leute nie gesprochen wird, zeigt ja schon, wie mächtig deren Lehren waren und sind. Und wir sollten noch dazu die Kaderschmieden nennen. Man hört immer nur Atlantikbrücke und CFR und diese Thinktanks.
      Worüber NIE geschrieben wird, ist die London School of Economics, an der die meisten der o.G. und noch ein paar Weltenherrscher(anwärter) studiert haben. Unter anderem auch unsere Panzer Uschi (was macht ne Medizinerin an dieser Uni?) und auch Steffen Seibert. Dazu noch etliche Staatsoberhäupter, Könige, Scheichs usw usf. Die Listen lesen sich wie das who is who der Bösartigkeit. Sehr böööööööse Uni!

    • Hab ich eben noch vergessen.

      Spiritualität und Sozialismus würden SO gut zusammen gehen. Buddha, Jesus, Mohammed – alles Sozialisten gewesen. Aber den Menschen wurde eingebläut, dass es nicht zusammen geht. Wenn ich bei spirituellen Menschen sage, Jesus war Sozialist, werd ich gekreuzigt und wenn ich bei den Sozen von spirituellen Themen anfange, werd ich belächelt. Was soll man da noch machen…?

  6. Ich finde diese Zusammenfassung ebenfalls interessant.
    Herrn Trautvetter möchte ich fragen, ob er die Tierrechtsbewegung als TEIL der Friedensbewegung ansieht, oder als PARTNER der Friedensbewegung, oder als eigenständiges Phänomen.

    • Im Sinne von Albert Schweitzers Motto ‚Ehrfurcht vor dem Leben‘ und der Achtsamkeit gegenüber unseren Mitwesen – Pflanzen und Tiere‘ siehe >> https://sozis-tiere.de/ <<
      Einstein sagte,: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Wir Menschen sind Bestandteil der Natur. Ich würde Tierrechte nicht über die der Menschen stellen, und ich würde mir die jeweilige Bewegung genau ansehen, ob sie diesen Idealen folgt, oder militant wie manche Kritiker der Fleischesser ist: "Ich esse keine toten Tiere." Das wäre mir zu aggressiv.

    • Das „progressive Tierschutz“-Konzept der SPD ist erstaunlich fortschrittlich, das wußte ich noch nicht. Nur mache ich immer wieder die Beobachtung, daß die SPD zu ihren theoretischen Konzepten nicht steht, wenn es um die praktische Umsetzung geht. Daher habe ich kein Vertrauen in diese Partei.
      Die Tierrechtsbewegung stellt Tierrechte nicht über Menschen, sondern setzt beide Gruppen gleich, weil sie sich in den emotionalen Fähigkeiten und der Leidensfähigkeit nicht groß unterscheiden.
      Daß Sie den Satz „Ich esse keine toten Tiere“ als militant und aggressiv empfinden, ist sehr enttäuschend, weil genau das Gegenteil zutreffend ist. In diesem Punkt ist die Tierrechtsbewegung sehr viel konsequenter als Sie.
      Nun gut, vielleicht können wir der Strategie „Getrennt marschieren, gemeinsam schlagen“ folgen.

    • Ich bin aus Überzeugung Vegetarier. Und weil es schmeckt. Und weil es gesund ist.
      Aber ich grenze Nicht-Vegetarier nicht durch von mir aggressiv empfundene Sätze des Selbstlobes aus, ich würdige sie nicht ab. Ich argumentiere lieber mit ihnen, z.B. dass auf „ein Kilogramm Käse … im Durchschnitt über 8 Kilogramm CO2-Äquivalente, auf Fleisch 5, auf Obst lediglich 0,46 und auf Gemüse sogar nur 0,15 Kilogramm“ entfallen. [http://www.umwelt-im-unterricht.de/hintergrund/nahrungsmittel-und-ihre-klimabilanz/], dass eine vegetarische Lebensweise auch für einen selbst gesünder ist…

    • Dann sind Sie also auch auf dem Gebiet der Tierrechte friedensstiftend unterwegs, und ich mache meinen Frieden mit Ihnen.
      In dem Satz „Ich esse keine toten Tiere“ ist „Ich“ mit großem Abstand das unwichtigste Wort. Es ist kein Selbstlob damit gemeint, sondern es soll damit ins Bewußtsein gebracht werden, daß für Döner, Schnitzel usw. ein fühlendes Lebewesen restlos alles hergeben mußte, was es hat. Ich kann Aggressivität und Militanz nur im unbewußten oder bewußten Verspeisen von Tieren erkennen, und nicht darin, darauf aufmerksam zu machen.

    • Lieber Torten,
      Sie haben Recht, es kommt immer auf die Haltung an, wie man etwas sagt.
      Mir geht es nicht nur um Menschen, Tiere und Pflanzen: Der Kapitalismus bricht den Blick selbst auf Berge: der Konzernmanager sieht im Berg eher die Mineralien, die man abbauen kann, den verwertbaren Bewuchs. Wir sehen erst einmal die Lichtungen, Bäume, Tiere, ihr Zusammenspiel, die Schönheit des Lebens.

    • Lieber Torsten, sorry für den Tippfehler im Namen. Ich war abgelenkt worden, und habe nicht mitbekommen, dass das ’s‘ beim Tippen nicht stark genug gedrückt war. Es ist mir wichtig, dass wir uns gegenseitig beim Namen nennen können. Das ist mir im doppelten Sinn menschlicher Kommunikation wichtig.

    • Lieber Bernhard, ist ok, Schreibfehler sind nicht wichtig, alles gut.

      Der Konzernmanager möchte mit dem Berg und seinen Schätzen im Grunde ein schönes Leben für sich ermöglichen. Daß dies ohne Kapitalismus viel einfacher zu erreichen wäre, liegt außerhalb seiner Vorstellungswelt. Leider erkennen so viele Leute das nicht, sonst würden sie nicht kapitalistische Parteien wählen.

  7. **“Hegel bemerkte irgendwo, Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“**

    Und ich bemerke hier, das alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich immer wieder ereignen, dutzend, hunderte, tausende mal – alles nur eine Frage der Zeit.

    Der Songtext von John Lennon ist so gut, das man ihn komplett anzeigen sollte.

    Sobald ihr geboren seid, bringen sie euch dazu, euch klein zu fühlen,
    indem sie euch vor allem einfach keine Zeit geben,
    bis der Schmerz so groß ist, dass ihr überhaupt nichts mehr fühlt.

    Ein Held der Arbeitsklasse zu sein, das ist schon was.
    Ein Held der Arbeitsklasse zu sein, das ist schon was.

    Sie verletzen euch zu Hause und schlagen euch in der Schule.
    Sie hassen euch, wenn ihr schlau seid, und verachten den Dummen,
    bis ihr so wirre seid, dass ihr ihren Regeln nicht mehr folgen könnt.

    Ein Held der Arbeitsklasse zu sein, das ist schon was.
    Ein Held der Arbeitsklasse zu sein, das ist schon was.

    Wenn sie euch rund zwanzig Jahre lang übervorteilt und verletzt haben,
    erwarten sie von euch, Karriere zu machen,
    obwohl ihr so voller Furcht eigentlich nicht funktionieren könnt.

    Ein Held der Arbeitsklasse zu sein, das ist schon was.
    Ein Held der Arbeitsklasse zu sein, das ist schon was.

    Sie betäuben euch mit Religion, Sex und Fernsehen.
    Und ihr glaubt, ihr wärt so schlau und klassenlos und frei.
    Aber ihr seid immer noch verdammte Bäuerlein, so weit ich sehen kann.

    Ein Held der Arbeitsklasse zu sein, das ist schon was.
    Ein Held der Arbeitsklasse zu sein, das ist schon was.

    Da ist Platz an der Spitze, sagen sie dir noch.
    Aber erst müsst ihr lernen, wie man beim Tötenl ächelt,
    wenn ihr so sein wollt, wie die da oben.

    Ein Held der Arbeitsklasse zu sein, das ist schon was.
    Ein Held der Arbeitsklasse zu sein, das ist schon was.
    Wenn ihr ein Held sein woillt, dann folgt mir.
    Wenn ihr ein Held sein wollt, dann folgt mir.

    • John Lennon? Ich weiß nicht… Wer den Obersatanisten Aleister Crowley auf seinen Plattencovern zeigt (Cover vom Stg. Peppers Album), ist mMn zumindest suspekt, wenn er von Frieden und Liebe singt.

  8. Mir ist ein Link unterlaufen, den ich inzwischen nach einer größeren Recherche im Sinne gruppenbezogener Voreingenommenheit gegenüber bestimmten Menschengruppen als bedenklich einstufe. Ich wollte zur Abwechslung nicht auf Wikipedia zurückgreifen, was ich aber hier nun doch zu Tittitainment anfüge: https://de.wikipedia.org/wiki/Tittytainment
    Ich traue den Kenfm-LeserInnen zu, die Dinge einzuordnen, die sie verarbeiten.

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