Tagesdosis 8.12.2017 – Krieg um Frieden in der Linken

Ein Kommentar von Pedram Shahyar.

Der Konflikt um eine relativ unbedeutende Preisverleihung an den Journalisten und Friedensaktivisten Ken Jebsen im Berliner Kino Babylon bekam in dieser Woche eine ganz neue Dynamik: Nachdem der Kultursenator Berlins Klaus Lederer unter Androhung der Streichung der öffentlichen Gelder das Kino Babylon zur Absage der Veranstaltung erpresste, solidarisierten sich drei bekannte Politiker der Linken mit KenFM und kündigten ihre Teilnahme an der Protestkundgebung gegen diesen Akt der Zensur am Donnerstag, den 14.12. an. Der Parteivorstand der Linken befasste sich mit dem Fall und daraufhin begann eine wahre Schlacht in den sozialen Medien und Foren der Partei. Die Führung der Linken ist völlig gespalten: Während die eine Seite den anderen Querfront vorwirft, sieht die andere Seite stalinistische Säuberungsmethoden gegen dissidente Stimmen.

Worum geht es hier eigentlich? Hinter dem konkreten Fall liegt ein grundsätzlicher Richtungsstreit über die Zukunft der Partei Die Linken. Im Kern dreht es sich um die Frage der Friedenspolitik.

Die Linke ist die einzige Partei im Deutschen Bundestag, die nach ihrer Programmatik eine Friedenspartei ist, Kriege und NATO-Politik entschieden ablehnt und nach ihrem Selbstverständnis Teil der Friedensbewegung sein will. Doch seit 2014 ist dies keine Selbstverständlichkeit mehr.

2014 eskalierte die globale Kriegsdynamik und der Militarismus. Brzezińskis Machtplan lief auf Hochtouren: der Bürgerkrieg tobte in der Ukraine. Europa und Russland wurden gegeneinander in Stellung gebracht, Eurasien zerrissen. Sanktionen gegen Russland wurden beschlossen, der Euro rutschte ab und die russische Wirtschaft stürzte in eine Krise. Hinzu kam: Raketenabwehrschirm, weitere NATO Osterweiterung, und massive Truppenverschiebungen und Übungen an der russischen Grenze. Der neue Ostkonflikt wurde festgezurrt. Nebenbei wurde Gaza eingeschlossen und bombardiert, während in Syrien die Großmächte einen Stellvertreterkrieg austrugen.

Das ganze wurde begleitet von einer selten erlebten ideologischen Kriegsvorbereitung in den Medien: Putin war der neue Satan, und Russland angeblich die große Gefahr für den Weltfrieden. Selten hatte man die deutsche Medienlandschaft so glattgebügelt auf Eskalationskurs erlebt: wer sich für Dialog aussprach, galt als „Putinversteher“. „Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns.“

Von der „Friedenspartei“ Die Linke war aber außer einiger guter Reden von Frau Wagenknecht nicht viel zu sehen. Sie und die alten Strukturen der Friedensbewegung, die weitestgehend mit der Linken fusioniert waren, blieben erstaunlich passiv. Diese Passivität erschien als eine Art Fehlfunktion, eine Art „Bug“ im Getriebe der Linken. Doch zeigt sich im Verlauf der Auseinandersetzung, dass diese Passivität der Linken während dramatischer Eskalationen kein Zufall ist, sondern Produkt einer schleichenden und unscheinbaren Veränderung, die nichts Geringeres als die DNA der Linken als Friedenspartei angreift.

Während in dieser Zeit Die Linke nicht viel mehr als Positionspapiere zustande bringt, die kaum jemand außerhalb ihrer Verwaltung wahrnimmt, wächst ein massives Unbehagen in der Bevölkerung: ein deutscher Außenminister, der ukrainische Nazis die Hand schüttelt, deutsche Panzer 150 Kilometer vor St. Petersburg, und Medien, die vollkommen einseitig gegen Russland schreiben.

2014 war auch das Schlüsseljahr für die Krise der Medien. Doch es war mehr, was hier sichtbar wurde: Es ist eine allgemeine Krise der politischen Repräsentation, eine Krise der etablierten Erzählungen und Wahrheiten; eine Krise, die sich auch 3 Jahre später in der Erosion der Parteien der Mitte bei den Wahlen zeigt. Das Publikum rebelliert, die Kommentarspalten explodieren und die alternativen Medien im Internet schießen in den Himmel. NachDenkSeiten erreichen über 100.000 Aufrufe am Tag, KenFM inzwischen fast 60 Millionen bei YouTube. Das Unbehagen bleibt nicht nur im Netz: im Frühjahr 2014 beginnen Menschen auf die Straße zu gehen, ohne eine klare Führung, ohne Partei, ohne Fahnen, verabredet in Facebook. Zehntausende auf der Straße, und Millionen die es auf den Bildschirmen verfolgen: Eine neue Friedensbewegung ist geboren. Es zeigte sich auch sehr schnell, dass diese neue dissidente Subjektivität sehr viele Ähnlichkeiten mit dem aufweist, was wir auf den Plätzen in anderen Ländern erlebt hatten: Man ordnete sich nicht mehr in alte Schemata von links und rechts ein und eine starke, systemische Kritik bestimmte das neue, kritische Bewusstsein dieser Generation.

Die neue Bewegung erfuhr den heftigsten medialen Angriff, den es auf soziale Bewegungen in den letzten Jahrzehnten gegeben hatte: Neurechte Querfront, Antisemiten, Verschwörungstheoretiker waren die Schlüsselwörter eines Diskurses, der nichts mit Kritik und Aufklärung zu tun hatte, sondern auf die politische Vernichtung zielte.

Es hatte natürlich Versuche der rechtsradikalen Milieus gegeben, auch auf dieser Welle des Unbehagens mitzureiten. Das ist nichts Neues. 2004, als Menschen spontan – damals noch ohne Facebook und YouTube – gegen Agenda 2010 auf die Straße gingen, waren es Kameradschaften und NPD, die versuchten mit zu marschieren und diesen Unmut für sich zu nutzen. 2014 war es vor allem der Ex-Linke Jürgen Elsässer, der mit seinem Magazin Compact versuchte, die spontane Friedensbewegung für sich zu nutzen und zu kapern (darin aber kläglich scheiterte). Im Netz kursierten alle möglichen Figuren und Denkansätze, die auch an antisemitische und menschenverachtende Ideologien anschlussfähig waren. Deutschland war 2014 auch schon mit PEGIDA schwanger. Die neue, dissidente Menge suchte nach Antworten. Und diese kamen von vielen Seiten.

Der Bannstrahl der Mitte nach links und rechts hatte seine Kraft verloren. Mit der Krise der politischen Repräsentation wächst eine volatile Menge herauf, die sich für antisystemische Antworten von allen Seiten öffnet. Während mit Occupy und in den Straßen Spaniens ein demokratischer und sozialer Zeitgeist weltweit in den Köpfen einzieht, wird aus dem Herzen der Bestie ein „Kampf der Kulturen“ ausgerufen, um nach Außen die westliche Vorherrschaft zu begründen und nach Innen durch Angst zu regieren. Es geht darum, die unteren und mittleren Klassen zu spalten und aufeinander zu jagen.

Von einer linken Friedenspartei erwartet man, dass sie sich in diese Gemengelage einbringt, Dissidenz für den Frieden stärkt, in einem kritischen Dialog mit den neuen Aktivisten Aufklärung betreibt und versucht, von neuen Erfahrungen zu lernen. Doch die Linke war nicht nur passiv, sondern beteiligte sich in ihren offiziellen Beschlüssen an dem politischen Vernichtungsdiskurs gegen die neue Dissidenz. Dabei sind es, wie man es am Beispiel Jutta Dithfurth sehen kann, Instanzen außerhalb der Linken, die der organisierten Linken grundsätzlich feindlich gegenüberstehen.

Querfront als eine Strategie von Linken mit Rechtsradikalen zusammen zu gehen, gegen die Eliten zu kämpfen, gab es in den 30er Jahren, existiert heutzutage aber nicht als reales Projekt in der politischen Landschaft Deutschlands. Es ist eine Schimäre! Was es gibt, ist die immer größer werdende, volatile Menge, eine Erosion der Illusionen in die liberale Demokratie. Ein immer stärker werdendes kritisches Bewusstsein, das in alle Richtungen offen ist. Querfront als Meme ist ein disziplinierendes Instrument, das alles Antisystemische an Geisteshaltungen brandmarkt und zum Feind erklärt. Indem es angeblich nach rechts und links schlägt, trifft es nur links, in dem es gerade die Aktivisten und Stellen in die Nähe von Nazis rückt, die dort aktiv sind, wo es wirklich um die Köpfe geht, die im offenen Feld um die volatile Menge ringen: Ken Jebsen, der in Plauen vor eine Menge mit großen Ressentiments gegen Flüchtlinge um Solidarität wirbt, Irmela Mensah-Schramm, die Nazipropaganda dort bekämpft, wo sie stark ist, und Prinz Chaos, der in Südthüringen gegen rechts kämpft, usw.

Der Kampf gegen die Friedensbewegung zielte auch auf die Linkspartei selbst: sie war nicht einfach aus einem Zufall heraus passiv im neuen Ostkonflikt, sie wurde passiv gestellt. Der Angriff von Außen wurde mit der Methode der Schocktherapie in den Gremien durchgesetzt: Mit systematischen Fake-News und Lügen-Dossiers aus den Werkstätten der NATO-affinen Thinktanks und neokonservativen Israel-Lobbys wurde eine Stimmung der Angst kreiert. Wer sich gegen die Verurteilungen stellte, war selbst sofort auf der Anklagebank der Querfront. Bevor man sich umsehen konnte, war man ein Nazifreund, der in Zeitungen verleumdet wurde. Ein Netzwerk von Bloggern, Funktionären und Journalisten greift systematisch diejenigen Aktivisten und Politiker der Linken an, deren Position gegen die NATO-Politik als unversöhnlich erscheint. Diese ins rechte Eck zu stellen, soll dadurch höhere Glaubwürdigkeit bekommen, weil es vermeintlich linke Stimmen sind, die diesen Vorwurf in scheinbar liberalen Medien äußern. Bis wohin der Angriff reicht, sieht man in der Zuschreibung der Ikone der Linken Sahra Wagenknecht. Bei aller berechtigten Kritik an ihr, die Zuschreibung ihrer Programmatik wegen ihrer abweichenden Haltung in der Flüchtlingsfrage als „national-sozialistisch“ zu labeln, zeigt genau die Funktionsweise dieses Vernichtungsdiskurses der Querfront.

Der Konflikt ist nicht vorbei und er wird nicht aufhören. Das ganze hat System und basiert auf der Vorbereitung einer Rot-Rot-Grünen Regierungskoalition in den nächsten Jahren. Es ist völlig klar, dass die SPD und besonders die Grünen an der NATO Politik festhalten und diese als Menschenrechts-Interventions-Ideologie fest vertreten. Der Auslandseinsatz der Bundeswehr in 16 fremden Ländern wird nicht verhandelbar sein, genauso wie die Bündnistreue zur NATO. Daher ist ein Regierungsprojekt für die Linken nur mit der Veränderung ihrer friedenspolitischen DNA und das Absetzen und An-den-Rand-Drängen von standhaften Friedensaktivisten in der Partei denkbar. Das wissen die Realo-Funktionäre der Linken, die schon lange in Gesprächen mit SPD und Grüne-Politikern stehen und an der Vorbereitung einer möglichen Regierungsbeteiligung arbeiten.

Erfreulich ist, dass das friedenspolitische Einfrieren der Linken aus dem Jahr 2014 keinen dauerhaften Erfolg hatte. Die neue Friedensbewegung war in ihrer Substanz zu offensichtlich anders als die Lügen-Dossiers und Erzählungen über die Querfront. Die Beliebigkeit des Vorwurfes griff immer weiter um sich und schweißte die Betroffenen zusammen: neue unberechenbare Allianzen entstanden, getragen von einer humanistischen Grundhaltung einer wachen Menge. Und so erwies sich der erneute Angriff auf KenFM, als eines der wichtigsten Portale der neuen Friedensbewegung, als ein dramatischer Boomerang für die Kriegs-affinen „Linken“.

Der erneute Schockangriff im Parteivorstand der Linken am vergangenen Wochenende löste eine Welle des Widerstandes aus. Hatten sich 2014 nur 3 Menschen im Parteivorstand der Linken bei der Verurteilung der neuen Friedensbewegung enthalten, waren es dieses mal 12 gegen 18, die sich der Diffamierung entgegenstellten. Das Spiel wird immer offensichtlicher. Der Querfront-Antrag zur Verurteilung von 3 Friedensaktivisten der Linken, die sich mit KenFM solidarisiert hatten, kommt ohne die üblichen Fristen als eine versteckte Schock-Attacke in den Parteivorstand.

Die Antragstellerin Karen Ley unterstellte immer wieder der „Friedensbewegung“ Rassismus. Nicht Mahnwachen, nicht Friedenswinter, nicht KenFM. Nein: die gesamte Friedensbewegung ist hier gemeint. Und wieder wird mit den Medien über Bande gespielt: die in der Partei völlig unbedeutende Halina W. bekommt ein große Kolumne in der bekannten transatlantischen „Die Zeit“, um mit Fake-News und der Querfront-Keule zur Abwahl der unbequemen linken Politiker aufzurufen. Doch dieses Mal ist der Widerstand enorm. Als im Antrag 3 Linkspartei-Politiker namentlich verurteilt werden sollten, riefen andere Vorstandsmitglieder: „dann schreibt mich auch drunter“, „ja mich auch“, „und mich auch“.

Während die Protagonisten des Querfront-Diskurses, die Verleumder, einen massiven Shitstorm aus der Basis zu ertragen haben, erfahren die Friedenspolitiker, die Widerstand geleistet haben, enorme Zustimmung und Solidarität im Netz – aus allen Teilen der Partei. Oskar Lafontaine, der Gründungsvater und langjährige Chef der Linken solidarisiert sich öffentlich mit KenFM und zu guter Letzt entscheiden die Gerichte in Berlin eine Woche vor der Preisverleihung, dass die Absage des Kinos nicht rechtens war. Der Super-Gau für Klaus Lederer! So werden am kommenden Donnerstag, dem 14.12., Teile der Friedensbewegung vor den Toren des Kulturministers demonstrieren, während kurz darauf Ken Jebsen im Kino Babylon, wie ursprünglich geplant, seinen Preis für engagierten Journalismus empfangen wird. Der Krieg gegen den Frieden in der Partei Die Linke ist noch lange nicht vorbei. Aber der Wind hat sich gedreht. Mut und Solidarität brechen die Angst, die die Gegner der Friedensbewegung – die Gegner des Friedens – in die Partei getragen haben.

Wir sehen uns auf der Straße.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

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55 Kommentare zu: “Tagesdosis 8.12.2017 – Krieg um Frieden in der Linken

  1. Socke4612,

    vielleicht bin ich zu schlecht in Google, aber ich habe keine Quelle gefunden für die Anschuldigungen gegen IALANA und IPB, die hier wohl gemeint sind, außer eben der „Roten Fahne“ von diesem Herrn Steins.

    Recht erhellend fand ich folgenden Artikel, aus dem klar wird, dass Herr Steins die Zitate von Herrn Braun verkürzt und aus dem Zusammenhang gerissen hat. USAID war nämlich offenbar Sponsor des „Peace Event 2014“ in Sarajevo, nicht jedoch generell von IALANA! Und Herr Braun sagt ausdrücklich: „Wir haben keine direkte Spende bekommen. Die inhaltliche Kritik an der USAID teile ich aber absolut.“

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23213

    Jedenfalls: Wenn man von einem Genozid gegenüber der germanischen Kultur schwadroniert und dann noch fragt, wieso das rassistisch sein soll, dann fällt mir dazu nicht mehr viel ein. Ob Herr Braun und die Friedensbewegung sich nun immer explizit „Raus aus der NATO“ auf die Fahne schreiben sollte oder nicht, kann man ja durchaus diskutieren. (Oder meinetwegen auch, ob nun die Nürnberger Prozesse unter dem Strich positiv oder negativ zu bewerten sind.) Aber eben nicht mit solchen Leuten. 🙂

    Denken Sie nochmal drüber nach, Sie schreiben sonst ja oft durchaus vernünftige Beiträge. 🙂

    • tut mir leid, ich habe nach NGO-Braun-Gruppe gesucht und bin dabei auf die Atlantikbrücke gestoßen. Anscheinend ein Missverständnis.
      Allerdings unter NGO IALANA hab ich dann ein wenig die Vorstandsmitglieder abgeklopft,
      Und bin mir da auch nicht so sicher, wie ich sie einzuordnen habe.
      Den Beitrag in der Roten Fahne habe ich auch gelesen. In dem Artikel steht zu mindest eine Menge
      Information, die ich schon sehr interessant fand.
      In wie weit hier ein braunes Süppchen gekocht werden soll, und wer davon etwas haben soll, ist ja auch immer die Frage. Ich fand da keine Hinnweise.

      Wenn ich an den Oberstudienrat in „ Weiß nicht mehr wo“ denke, der sich Abend für Abend hin stellt und sich für seine 600 AFD Wähler schämt, dann beschleicht mich auch hier immer ein merkwürdiges Gefühl.

      Ich bin wirklich kein Anhänger irgend welcher rechten Ideologien.
      Aber ich mag auch keine Scheuklappen umgebunden bekommen.

      Das ich auf den Artikel eingegangen bin sehe ich auch als Fehler an, da das Missverständnis vorprogrammiert ist.

    • Dieses Spiel können Sie übrigens endlos so fortführen. Fragen Sie bspw. mal Herr Trautvetter nach den Positionen seiner Partei DKP zu Mauer und SED-Regime. Den Aufschrei in der KenFM Community kann man sich bereits jetzt lebhaft vorstellen.
      Oder auch Herrn Shahyar zu den zahlreichen Absurditäten seines trotzkistischen Umfelds. Oder was ist mit den Mitgliedern der Kriegsparteien SPD und Grüne, die sich für die Friedensbewegung interessieren?
      Die Liste ist endlos …

      Für die Friedensbewegung ist das aber auch irrelevant. Denn Friedensbewegung bedeutet den gemeinsamen Dienst aller an der historischen Verantwortung, unabhängig von individuellen Weltanschauungen. Weder ist die Friedensbewegung der Ort für Parteipolitik noch für soziokulturelle Grüppchenbildung.

    • Genau, Herr S.S. – all das und Ihre Ausführungen sind irrelevant. Deswegen werde ich nun endgültig keine Zeit mehr damit verschwenden.

      Wenn sonst niemand mit Ihnen spielen will, können Sie hier ja noch ein bisschen zündeln, frei nach dem Motto: „Wenn wir schon nicht gegen sie gewinnen können, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt!“ 🙂
      Ich bin sicher, dass die KFM-Community das aushält und sich von solcher billigen Rattenfängerei nicht beeindrucken lassen wird.

    • Unter Demokraten und Friedensaktivisten ist es üblich, sachlich zu diskutieren und auch Fragen zu öffentlichen Statements zu beantworten.

      Das ist kein Grund, gleich Amok laufen zu müssen. Was Sie hier treiben, ist dasselbe, was der Zensursenator Lederer mit Ken Jebsen versucht.

  2. Hallo Jörn Brodersen

    Anscheinend verstehen wir uns hier miss.

    Sie heizen ja gerade zu ein Thema an, was doch ganz einfach aus der Welt zu schaffen wäre.

    Ich habe mir eben den Link von Herrn Steins angeschaut.
    Sind da irgend welche rechten Töne zu hören?

    Dann habe ich noch einmal die Korrespondenz der –FbK und der Stopp Air Base Ramstein Kampagne– durchgelesen.

    In der Tat verweigert sich die Friedensinitiative… im Punkt 8 den Ausführungen von Herrn Steins.
    Ich füge diesen Punkt mal ein.
    ——-
    8. Die „Nürnberger Prozesse (1945-1949)“ gegen die Hauptkriegsverbrecher bezeichnet Steins als „historische Verfehlungen, an denen auch Russland bzw. die Sowjetunion mitgewirkt hatte“, als „Negierung des internationalen Völkerrechts“ und als ein Kriegsverbrechen“. Aus unserer Sicht schufen die Nürnberger Prozesse im Gegenteil die Grundlagen des modernen Völkerrechts, denn seither gilt der Aggressionskrieg, das Verbrechen gegen den Frieden als das oberste und schwerwiegendste Verbrechen. Ob Steins mit seinem Geschichtsrevisionismus Nazis anlocken will oder nicht – er fällt jedenfalls allen Verteidigern des Völkerrechts und damit der Friedensbewegung in den Rücken. Mit solchen Positionen kann es keine Gemeinsamkeiten geben.
    ——-
    Das scheint mir aber schon ein sehr relevanter Standpunkt zu sein.

    Mag ja sein das ich das falsch sehe, ich lese aber gerade hier im Forum des öfteren, das dieser Standpunkt vertreten wird.
    Und meines Erachtens dürfte der auch zutreffen.

    Man mag das anders sehen, aber mit der Argumentation liefert man ja nun ständig die Grundlage, das für den Frieden bombardiert wird.

    Also da kann man schon ins Grübeln kommen.

    Wenn nun halb satirisch meine Gedanken ins Lächerliche gezogen werden, bestärkt mich das eher,
    das hier ein Finger auf einen Wunden Punkt gelegt wurde.

    Übrigens hatte ich nicht die Absicht, hier eine Nebenschauplatzdebatte los zu treten.
    Aber manchmal fängt ein „Steins“ an zu rollen ….

    • Das ist hier nicht das Thema und auch kein Thema in der Friedensbewegung und auch kein Thema im Grundsatzpapier der FbK.

      Nur soviel: Der obige Text ist bewusst irreführend formuliert und aus dem Zusammenhang gerissen.
      Denn ich spreche in meinen Arbeiten nicht von den „Hauptkriegsverbrechern“, also den Nazis, die ich, so wird durch die Desinformanten suggeriert, angeblich entlasten oder verteidigen würde, sondern von der Relevanz der Nürnberger Prozesse für das Völkerrechtssubjekt Deutschland, entsprechend der Normen des internationalen Völkerrechts.
      Das sind zwei völlig unterschiedliche Sachverhalte.

    • Lieber Socke, Herr Steins und Herr König, ich will doch hier niemanden ins lächerliche ziehen. Und natürlich habe auch ich mir die Texte druchgelesen und fand beide Standpunkte verständlich.

      Wegen dieser, ich nenne es mal eine „simple Kommunikationsproblematik“ zwischen Friedensteam 1 und Friedensteam 2 ein Fass aufzumachen ist auch nicht in meinem Interesse.

      Was aber in meinem Interesse ist, ist vor Augen zu führen, dass hier Herrn Shayhar vorgeworfen wird, evtl. mit jemandem gut zu können / zu arbeiten der evtl. von einer Organisation Geld erhält die „böse“ ist und das Argument auch noch bei cleveren Geistern (Euch) zu fruchten scheint. Das bedient 1A das Kontaktschuldkonstrukt, vor dem hier jeden Tag gewarnt wird.

      Daraus Herrn Shahyar nun einen Strick drehen zu wollen und ihn zu einem öffentlichen Statement zu nötigen finde ich zudem daneben und gerade mit Blick auf den Text, indem er genau von solchen Angriffen spricht, schon satirisch wertvoll. Gerade, wenn völlig unstrittig ist, dass Herr Shahyar sich über lange Zeit völlig offensichtlich hier sehr um Miteinander, Menschlichkeit und Frieden bemüht.

      Dass, ob, wie und weshalb wenn sich diese Gruppe um Herrn Braun (Herr Shahyar ist ja nicht bei den Unterzeichnern des Textes dabei) evtl. nicht fein gegenüber Herrn Steins verhalten und ausgedrückt hat, sei mir mal gleich. Das Thema „Mein Frieden ist aber besser als deiner“ schubst mir in naher Zukunft jedenfalls keine schöne Kindheitserinnerung aus dem Oberstübchen.

      All das habe ich evtl. in meinem überspitzten Post weiter unten unverständlich ausgedrückt und mit zuviel Ironie verpackt, um verständlich zu wirken. Das ist eine Schwäche von mir und ich werde dran arbeiten.

    • Ich glaube, ich habe sie schon verstanden,
      Sie nehmen an, das die Nürnberger Prozesse als Grundlage dienen sollen, wie ja auch von der
      NGO IALANA ….formuliert, um festzulegen was als Völkerrechtswidrig anzusehen ist.

      Von vielen ja als Siegerjustiz bezeichnet. Festgelegt durch die Alliierten.

      Das auf dieser Grundlage immer der „Völkerrechtsbrecher“ angeklagt, und mit Sanktionen bedacht werden kann.

      Was als Völkerrechtsbruch angesehen wird bestimmen die Siegermächte.

      Damit sind Judikative und Exekutive, oder Richter und Henker, in einer Hand, ohne das eine Unabhängige Rechtsprechung erfolgen kann.

      Der Ankläger steht über dem Recht und muß sich nicht erklären.

      Nun, ich nehme an, das empfinden die meisten hier.

      Die Problematik dürfte jedem klar sein, man wird in die rechte Ecke gedrängt wenn man diesen Gedanken laut denkt.

      Ich will nicht tiefer graben, aber wenn Leute wie Joschka Fischer noch immer eine Plattform in der SZ bekommen, weiß ich eigentlich Bescheid.
      Sie trommeln alle für den Frieden, auch mit tödlichen Waffen.

      Die Bösewichter sind ja auch schon alle bekannt. Da bedarf es des scharfen Schwertes der Nato.

      Wer das glaubt, und die NGO IALANA steht ja dafür, der ist in meinen Augen entweder bescheuert, oder spielt ein böses Spiel.
      Letzteres nehme ich an.

    • Lieber Herr Brodersen,
      Ich will hier keine Lanze für Herrn Steins brechen.
      Ich lese hier im Forum die Beiträge, und zufällig stolpere ich über diesen Beitrag von Herrn Steins.
      Da ich nicht mehr in dem Alter bin, schwärmerisch einer Fangemeinde anzugehören, hinterfrage ich mal einfach, und wenn die Antworten unbefriedigend sind, dann frag ich halt noch mal.
      Und plötzlich geht eine Tür auf und ich bekomme Einblicke, die ich vorher nicht hatte, da mir das Thema gar nicht bewusst war.
      Wenn sie meinen, dass mich irgend ein Interesse mit Herrn Steins verbindet, so muß ich das verneinen.
      Falls sie meinen, das Thema ins lächerliche ziehen zu müssen, und damit die Spitze zu kappen, empfinde ich das etwas naiv gedacht, da damit ein Problem nicht aus der Welt ist.
      Es beschleicht mich eher der Verdacht, dass etwas unter der Decke gehalten werden soll.

  3. Um nicht missverstanden zu werden: Ich stimme den Ausführungen von Pedram Shahyar durchaus zu, denn diese entsprechen grösstenteils meiner eigenen publizistischen und Friedens-Arbeit.

    Meine Frage an Herrn Shahyar ist in diesem Zusammenhang lediglich, warum er für eine Kampagne arbeitet, die genau das Gegenteil dessen praktiziert, was Shahyar hier in Worten vorträgt?

    Das ist nach den zurückliegenden Vorgängen mehr als legitim. Man kann sich nicht einfach hinstellen und rufen „haltet den Dieb“ und so tun, als hätte man selbst mit all dem nicht zu tun.

    Diesen Widerspruch kann Pedram Shahyar ja jederzeit selbst aufklären.

  4. Ich bin mir ja auch nicht sicher, ob es einer Sache dienlich ist, wenn sie, wie bei mir, nur mit Halbwissen, und bei anderen Schreibern auch mit Emotionen betrachtet werden.

    Für mich persönlich steht KFN in erster Linie für Meinungsaustausch.

    Eine Möglichkeit, die ich auf anderen Plattformen nicht finde.

    Dieser Meinungsaustausch geschieht meines Erachtens völlig unzensiert, was ja schon mal als außergewöhnlich bezeichnet werden kann.

    Das eine ständige Verunglimpfung von außen geschieht, sehe ich auch eher als ein Positivum.

    Zeigt es doch, dass dem Medium KFN eine breite Aufmerksamkeit gewidmet wird.

    Ich halte es nur für BEDENKLICH in des Wortes Sinn, wenn Autoren hier die Marschrichtung vorgeben, deren Hintergrund in Frage zu stehen scheint.

    Die völlig unreflektierten Lobhudeleien einiger Schreiber, übersehe ich mal.

    Auch das in die Bresche springen von Herrn Trautvetter und Herrn Broderso.
    will ich mal als solidarisieren mit einem Kollegen verstehen.

    Ich stelle Herrn Pedram Shahyar auch nicht in frage, da ich seine Beiträge in meinem Sinn geschrieben sehe.
    Spiegeln sie doch auch meine Überlegungen wieder.

    Dennoch ist mir aber nicht klar, wie ich gegen Dronenkriege, Ramstein, gegen die NATO sein kann, um in einem anderen Nebengeschäft genau mit den Befürwortern all dieser Dinge im gleichen Boot zu sitzen.

    Das hat für mein Empfinden dann schon mehr als nur ein Geschmäkle.

    Und Benjamin, die Mühe musst du dir schon selber machen und unter- NGO-Braun- Gruppe- Nachschauen.
    Gehst du dann mal auf den Förderkreis, dann werden sich sicher auch bei dir Zweifel melden.

    • Da liegt ein Missverständnis vor. Mit NGO-Braun-Gruppe ist nicht eine ähnlich heissende Stiftung gemeint, sondern so wird in der Friedensbewegung untereinander die Gruppe um Reiner Braun bezeichnet, der wiederum Vorstand der beiden NGO IALANA und IPB ist.

  5. In Puncto Fiededensbewegung-en bin ich recht frei von Wissen, da ich die Art und Weise, die Form obsolet und somit nicht zielführend, also zeit und energieverschwenderisch halte. Ergo interessiert mich nicht, was da wie en detail abläuft.

    Dennoch war dieser kurze Ausflug und Einblick in die Welt der (möchtegern) Alphamännchen mal wieder eine Bestätigund dessen jeder sich mindestens unbewust bewusst gewahr ist.

    Solange Menschen Alphamenschen „herstellen“ – denn Alphas sind AUSSCHLIEßLICH ein von Menschen generiertes Produkt –
    werden weder Probleme der Menschheit gelöst, noch wird es irgendwie in irgendeinem Bereich besser werden.

    „Die Zivilisation ist in den Völkern, die Barbarei in den Regierungen.“ Victor Hugo

    „Nichts erscheint erstaunlicher als die Leichtigkeit, mit der die Vielen von Wenigen regiert werden und die stillschweigende Unterwerfung, mit der Menschen ihre eigenen Gesinnungen und Leidenschaften denen ihrer Herrscher unterordnen.“ – DAVID HUME (1711 – 1776)

    Die Wahl von Alphamännchen basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das Gemeinwohl sorgen werden (leicht abgewandelt nach John Maynard Keynes – Der Kapitalismus basiert…).

  6. Nach dem ich nun die Ausführungen von Herrn Stein gelesen habe,
    konnte ich an seiner Aussage eigentlich überhaupt keinen Anstoß nehmen.

    Was ich dann allerdings zur NGO -Braun-Gruppe im Netz erfahren habe, macht mich doch sehr Nachdenklich.

    Es handelt sich ja in erster Linie um eine Stiftung die durch die Trans Atlantik Brücke gefördert wird.

    Es geht dabei in erster Linie um Studentenaustausch im anglikanischen Bereich.

    Wenn Herr Pedram Shahyar in dieser Gruppe wirklich tätig sein sollte, und das sogar in delegierender Funktion, so wirft dieses bei mir zumindest ein paar Fragen auf, die dann allerdings nicht nur an Pedram Shahyar
    hängen bleiben, sondern auch unser geliebtes Medium KFM nicht unberührt lassen.

    Man kann sagen, —-Ha, die böse Saat von Herrn Stein geht auf.— Sehe ich allerdings anders, da ich mein eigenes Bild habe, und da gehört die Atlantikbrücke sicher nicht hinein.

    • „Man kann sagen, —-Ha, die böse Saat von Herrn Stein geht auf.— Sehe ich allerdings anders, da ich mein eigenes Bild habe, und da gehört die Atlantikbrücke sicher nicht hinein.“

      Ob es eine böse Saat oder eine gute Tat war, bleibt zu eruieren und letztlich in der Bewertung jedem Einzelnen überlassen.
      Auf jeden Fall ist Mitgliedschaft oder Zusammenarbeit mit dem Atlantikjedöns äußerst negativ behaftet.
      Also für Nichtmitglieder und allen die Zusammenarbeit mit denen verweigern oder nicht anstreben…

    • Leute, kommt mal wieder runter!
      Es wäre sehr schade, wenn diese böse Saat aufgeht, aber das glaube ich nicht. 🙂

      Welche NGO soll durch die Atlanktikbrücke unterstützt werden? Welche Quellen (Links) gibt es dafür?

    • Das ist doch jetzt Realsatire, oder? Wenn ja, Kompliment an alle Beteiligten hier im Chat.

      Ich zitiere mal aus dem Text des „Neu-Atlantikers“ Pedram Shahyar (während ich genüsslich meine Smoothy an die Wand pruste…)

      „Ein Netzwerk von Bloggern, Funktionären und Journalisten greift systematisch diejenigen Aktivisten und Politiker der Linken an, deren Position gegen die NATO-Politik als unversöhnlich erscheint. Diese ins rechte Eck zu stellen, soll dadurch höhere Glaubwürdigkeit bekommen, weil es vermeintlich linke Stimmen sind, die diesen Vorwurf in scheinbar liberalen Medien äußern.“

      Merk ihr selbst, oder?

      Hier eine Allegorie: Ken Jensen hat mal beim Compact Magazin auf der Bühne gestanden, er hat Menschen interviewt, die mit der Regierung des Staates Israel nicht können. Ergo ist er jetzt rechts, weil wegen Elsässer und Compact und auch Israelhasser, weil wegen der Leute, die er mal sprechen hat lassen.

      Ich war auch mal in seiner Sendung. Ich habe mal für Bertelsmann einen Marktplatz beschallt. Für die Chinesische & Russische Regierung ein Event mit ausgeführt und hatte ein halbes Jahr lang einen Arbeitsvertrag mit der amerikanischen Regierung – mit ner .gov Emailadresse. Pedram Shayhar nimmt seine Sendung „der Rote Tisch“ im gleichen Raum auf, in dem ich das Interview mir Ken hatte. Und dann ist da noch dieser Mann, mit dem er immer seinen Frieden machen will, der vielsagend „Braun“ heißt.

      Somit ist jawohl klar was das für einer ist, oder? Ja, ein Opfer der KenFM bekannten Kontaktschuld-Verlederung.

      Jetzt macht doch bitte mal den Kopf zu und das Herz auf!

      Hört doch bitte erstmal wie der Vogel singt, bevor ihr guckt wie sein Kot riecht.

      Aber, da das ja alles nur dafür ist, um uns wach zu rütteln: Gute Show Jungs!

      LGj

    • Hallo Jörn Brodersen,

      ————
      Das ist doch jetzt Realsatire, oder? Wenn ja, Kompliment an alle Beteiligten hier im Chat.

      Ich zitiere mal aus dem Text des „Neu-Atlantikers“ Pedram Shahyar (während ich genüsslich meine Smoothy an die Wand pruste…)

      „Ein Netzwerk von Bloggern, Funktionären und Journalisten greift systematisch diejenigen Aktivisten und Politiker der Linken an, deren Position gegen die NATO-Politik als unversöhnlich erscheint. Diese ins rechte Eck zu stellen, soll dadurch höhere Glaubwürdigkeit bekommen, weil es vermeintlich linke Stimmen sind, die diesen Vorwurf in scheinbar liberalen Medien äußern.“

      Merk ihr selbst, oder?
      ————

      Ich verstehe sie nicht, ich meine man kann doch klar sagen, das ist alles Quatsch und Herr Shahyar ist natürlich nicht Mitglied oder in irgend einer Funktion in der NGO-Braun-Gruppe tätig. Das würde doch erstmal eine menge Iritation beseitigen.

    • „…ich meine man kann doch klar sagen, das ist alles Quatsch und Herr Shahyar ist natürlich nicht Mitglied oder in irgend einer Funktion in der NGO-Braun-Gruppe tätig.“

      Könnte Mann – und würde Mann wahrscheinlich auch – wenn dem nicht so ist. Das was in der Sendung „Die Anstalt“ so oft und eindrucksvoll offengelegt wird, kann nicht auch von einem Internetportal erwartet werden – ist ja schließlich keine Anstalt hier…

    • Ich meine, dass Herrn Shahyar hier über zwei Ecken Kontaktschuld vorgeworfen wird.

      Was auf diesem Portal hier, das sich der Aufklärung dieses Sachverhaltes verschrieben hat, auf mich wie Realsatire wirkt.

      @Socke4612: Das hätte ich sicher einfacher sagen können, aber so machte es mir mehr Spaß 🙂

      Von Herrn Shahyar weiß ich nichts. Ich kenne ihn nur von seinen Worten und Taten. Aber ich traue mir zu mir allein daraus in Kombination mit meinem Herzen mein Bild von ihm zu machen und wünschte mir, dies würden sich auch wieder mehr andere Leute zutrauen.

      Die Quintessenz meiner Meldung ist übrigens ein uraltes Problem, um das sich schon viele Menschen die ich sehr schätze den Kopf zerbrochen haben. Es ist der ewige Kampf Kopf gegen Herz, Empirie gegen Geist. Den ich gern in einer Symbiose enden sehen würde.

      Wer das mit einem Wort umschreiben kann ist nicht weniger als genial. Danke dafür an König Ordnung. Ich finde das Wort sehr passend.

      LGj

  7. Stephan Steins,

    haben Sie keine anderen Foren, wo Sie Gleichgesinnte finden?

    Auf Ihrem völlig irrelevanten Portal „Braune Fahne“ – Verzeihung – „Rote Fahne“ lese ich, dass Sie „das real existierende Problem der Masseneinwanderung, Überfremdung und in letzter Konsequenz des Ethnozids gegen den germanischen Kulturraum“ thematisieren.

    Das reicht mir dann auch schon, vielen Dank. Es wäre schön, wenn Sie nicht weitere wertvolle Zeit und Aufmerksamkeit der Mitforisten unwiederbringlich vernichten würden. Ich für meinen Teil werde auf Ihre Einlassungen – gleich welcher Art – jedenfalls nicht mehr antworten. Und Pedram Shahyar war bisher auch weise genug, dies nicht zu tun.

  8. Lieber Pedram Schahyar,

    wieder wie letztes Mal zu diesem Thema eine messerscharfe Analyse! Ihr ergänzt euch hervorragend!
    Es geht bei dem Ganzen um das Thema Krieg und Frieden mit all seinen Auswüchsen des industriell-militärischen Komplexes, es soll bei keiner Vorkriegszeit bleiben, und da ist unsere Bewegung ein riesiger Dorn im Auge, wie so oft in der Geschichte. Aber unsere Zeiten sind einmalig, auch einmalig an Chancen, obwohl der Karren schon ganz schön im Dreck ist, aber nicht im Geiste, da tun sich immer mehr scharfe Denker auf. Und das ist eine Freude!
    Die Gretchenfrage wird bleiben: „Wie hältst du es mit der Solidarität und mit dem wirklichen Frieden, hältst du Unstimmigkeiten aus? Oder ziehst du es vor, lieber mit zu diffamieren, da es am Ende vermeintlich „bequemer“ sein könnte, im kindlichen Schwarz-Weiß-Schema zu bleiben? Ist ja auch bequemer…
    Ich ziehe es vor, dass wir auf der Basis eigenständigen Denkens zusammenstehen, ci vediamo, alla prossima, sulla strada il 14 Dicembre! Ich freu mich.

  9. Sonderbar nicht wahr? Oder vielleicht doch nicht. Die absichtsvoll betriebene Spalterei ist doch allzu offensichtlich und verstärkt sich noch durch ausgeprägte Sektiererei, welche wenig mit der alltäglichen Lebensrealität, der meisten Menschen in Deutschland zu tun hat. Fast schon oder ebenso grotesk wie das System an sich.

    Gleiches Thema, anderer Artikel:

    Samstag, 09. Dezember 2017, 08:00 Uhr
    ~15 Minuten Lesezeit
    Mit Links in die politische Bedeutungslosigkeit
    So wichtig Kapitalismuskritik ist – das Gebaren mancher Genossen ist einfach link.
    von Roland Rottenfußer

    In Zeiten des Sozial- und Bürgerrechtsabbaus, des Auseinanderdriftens von Arm und Reich, der neuen Kriegstreiberei und einer grassierenden Ideologie der „Welt als Ware“ sollten sich Linke leichttun, hierzulande Wahlen zu gewinnen. Was linken Erfolgen im Wege steht, sind jedoch immer wieder – die Linken selbst. Jedenfalls einige von ihnen: freudlos, verkopft und verbissen vergraulen sie selbst Menschen, die mit ihnen inhaltlich viele Schnittmengen aufweisen. In jüngerer Zeit betätigen sich Linke zunehmend, wo man sie sonst nicht vermuten würde: etwa, wenn es um rot-rote Sozialkürzungen in Berlin geht. Oder wenn sich Kultursenator Klaus Lederer im Fall Jebsen am Abbau der Meinungsfreiheit in Deutschland beteiligt. Solche Linke können nicht gewinnen, weil sie nichts Gewinnendes an sich haben.
    https://www.rubikon.news/artikel/mit-links-in-die-politische-bedeutungslosigkeit

    Da spielt es fast schon keine Rolle mehr ob man Werkzeug oder Werkzeug wider Willen ist, da in beiden Fällen der Werkzeugmacher außen vor bleibt.

    • Spaltung der Friedensbewegung an sich ist immer SCHLECHT!
      Allerdings zeugt es, für mich, von wenig Klasse und Vertrauensbildung, Ihre Animositäten
      Bezüglich einer Person (Pedram Shahyar) hier kund zu tun.
      Wir sind doch hier kein Kindergarten.
      Geht es Ihnen, wie uns um die Sache, dann reden Sie und Herr Pedram Shahyar miteinander und finden Sie einen Kompromiss oder auch nicht.
      Mir scheint langsam das heute Persönlichkeiten mehr Gewicht zugemessen wird als der Sache.
      Das kann doch wohl micht wahr sein?!
      Regeln Sie Ihre Angelegenheiten wie zivilisierte Erwachsene untereinander.
      Es gibt keinen Grund warum hier künstlich ein breites Schiedsgericht ausgerufen werden soll.
      Ihnen alles Gute

    • Hallo Herr Steins,
      das mit den Links habe ich gesehen, der Beitrag war aber recht lang (wenn’s der ist, der jetzt online ist?), da würde ich KenFM eine längere Prüfung zugestehen. Wie gesagt: ich denke das ist Qualität.

      Ich wollte nicht für Herrn Shahyar antworten, aber Ihnen behilflich sein zu verstehen, dass jemand nur weil Sie zu Weihnachten in sein Wohnzimmer stürmen und seine Steuererklärung fordern, irgendetwas anderes tun muss als sie zu ignorieren oder sie vor die Tür zu setzen.

      Mein Rat: Klingeln sie höflich und sprechen Sie mit ihm darüber, dass es in seinem Interesse ist, den Leuten die ihn lieben offen transparent gegenüber zu sein. Aber lassen Sie ihm doch bitte diesen Entscheidung.

      Alles andere ist sich an den Tisch setzen und schreiend mit dem Besteck klopfen… Oder wie es mein Vorredner besser ausdrückte: das Verhalten im Kindergarten.

      Ich hoffe sie melden sich nochmal bei Herrn Shahyar persönlich und wäre gespannt, wie diese Konversation sich entwickelt. Nur habe ich genau wie Sie natürlich kein Recht diese Mails ohne Ihr Einverständnis zu sehen. Es sind ja ihre 😉

      Ihnen alles Liebe,
      Jörn

    • „Spaltung der Friedensbewegung an sich ist immer SCHLECHT!“

      Njaein. Es mag ja innerhalb der x Friedensbewegungen eine oder mehr geben, die die Friedensbewegung instrumentalisieren für ganz andere Zwecke – zum Beispiel Krieg?

  10. Vielen Dank für den offenen Beitrag. Er bestätigt in vielem meine logischen Überlegungen. Einige Personen lassen gerade ihre Masken fallen. Meine erste Reaktion war auch, wie in einem Kommentar, meine Stimme nicht mehr für diese Partei. Aber dann fragte ich mich, wer wird angegriffen. Ich beobachte einen massiven Versuch, Sahra Wagenknecht aus dieser Partei zu drängen. Die Umarmungen von Compact / Elsässer „sie ist zu gut für diese Partei“ u.a. zeugen vom Respekt (ist aber auch ein Angriff). Aber die Anfeindungen in der eigenen Partei können diese zerstören. Für mich ist ein Angriff auf KenFM auch ein Angriff auf Sahra. Der Angriff auf Die Bandbreite ist wie ein Angriff auf Diether Dehm. Und ach, der ist ein Unterstützer von Sahra. Und Ken und Die Bandbreite sind Aktivisten der Montagsmahnwachen. Die Partei des Herrn Lederer, wird von niemandem benötigt. Welche Bürgerbewegung möchte diese Partei haben? Selbst beim Thema Frieden und Aufklärung, s. Montagsmahnwachen, ist sie nicht zu sehen bzw. sogar davongelaufen, als andere auch für den Frieden eintraten. Für heute Abend muß dies reichen.

  11. Herr Steins,
    ihr Kommentar könnte z.B. noch in der Pipeline stecken, weil evtl. mehr als ein Link im Text war? Das scheint mit der Kontrolle hier länger zu dauern und ist für mich ein Zeichen von Qualität.

    Ich denke zudem, dass Herr Shayar Ihnen in diesem Forum und in dieser Form überhaupt keine Antwort schuldig ist – Kompliment zu seinem Text übrigens!

    Vielleicht gibt es ja eine Antwort mit einer netten privaten Anfrage. Die gab es ja sicher auch schon im Vorfeld von Ihnen an Herrn Shayar per Mail, richtig? Die Mail würde ich jetzt zuerst gern mal von Ihnen hier als Kommentar abgedruckt sehen. Na los! Ups, ist der Ball da etwa ins eigene Tor… Ojeh!

    Herrn Trautvetter hier als jemanden mit „Sektengewäsch“ zu verlederern ist ein weiteres geistiges Eigentor.

    Und hier die Quintessenz in der Sprache des Klassenfeindes (der ist nämlich gar nicht so doof bzw. feindlich):

    Don’t shit where you eat!

  12. Wie erfreulich, dass sich die bisherigen Epochenbrüche nicht nach solchen klein-klein-klein-karierten Überlegungen vollzogen haben.

    Da halte ich es mit meinem Freund Gerold Wallner, der jüngst zum 100. Jahrestag (bürgerlicher) Revolution im damaligen Zarenreich schrieb:
    … „So müssen wir uns also Kommunismus als gewaltigen Epochenbruch denken, der mit allem Vertrauten aufräumt. Wir müssen auf Kirchturmuhren schießen und paradoxe Formulierungen finden, etwa dass eine gewaltlose Welt unvernünftig sein müsse und dass Liebe und Engagement die Welt nicht retten, geschweige denn verbessern kann.“

    Eine „andere Welt“ liegt jenseits der bekannten. So wie Generationen nach Abschaffung der Religion als grundlegende Erklärung für eine Praktikabilität des Lebens, die aber immerhin ca. 6000 Jahre!!! überdauerte, die meisten Fragestellungen weiterhin unter dem Topos der bereits verwichenen Religion (trotz bereits offizieller Feststellung der „Religionsfreiheit“) behandelten, so verbrauchen sich hier Herzen und Köpfe am bereits Vergangenen.

    • „Wie erfreulich, dass sich die bisherigen Epochenbrüche nicht nach solchen klein-klein-klein-karierten Überlegungen vollzogen haben.“

      Das ist nicht (nur) erfreulich, das liegt in der Natur des Atomisierens. Zusammensetzen ist dann nicht mehr möglich – verloren im Klein Klein.

    • @ Petra

      epocha < griechisch epochḗ, = das Anhalten

      ἐποχή epoché Haltepunkt, [Zeit-]Abschnitt

      das An-sich-Halten, Zurückhalten des Urteils (Skeptiker)

      Abschaltung der Außenwelteinflüsse (Husserl)

      Abweichend von diesen Bedeutungen sind die Bedeutungen der “bürgerlichen” Verwendung in Geschichte, Literatur, Musik, Philosophie, Astronomie, Chronologie…im Sinne von: Ära, Zeitalter etc.

      Das Anhalten, einen Haltepunkt, wie von unserer “inneren Uhr” (mit der Natur im Takt) vorgegeben, gibt es seit der industriellen Revolution nicht mehr; bzw. darf es nicht geben. Epochen sind bürgerliche “Erfindungen”. Zeit wie einen Kuchen in Abschnitte zu teilen. Das Smartphone ist bürgerlicher “Besitz”; die Physik nicht.

      Eine “andere Welt”: auch eine bürgerliche -falsch verstandene! – Utopie. Utopie: griechisch ou = nicht und tópos = Ort, Stelle, Land, also = Nichtland, Nirgendwo; eine Welt im Nirgendwo, jenseits der bekannten.

      Epochenbrüche im Sinne, dass etwas “abgeschafft” wird, “verweicht” (Religion) gibt es m. E. nicht; was mal in “der Welt” ist, das bleibt.

      Das “Verweichen”, das Anhalten, das An-sich-Halten, Abschaltung der Aussenwelteinflüsse: Erlöschen, Verwehen = das ist das Nirwana, aufgefasst als „Erfassen“, als “Verstehen” im Sinne des Endes aller mit falschen persönlichen Vorstellungen vom Dasein verbundenen Faktoren (wie Ich-Sucht, Gier, Anhaften).
      Der andere Ort, die andere Welt = Nichtland, Nirgendwo.
      Epochenbrüche (Revolutionen) im bürgerlichen Sinne bringen keine “andere Welt” hervor, was in der Welt ist, das bleibt – dagegen hilft das Abschalten der Aussenwelteinflüsse: das Anhalten. Einer für alle, alle für einen.

    • Vielen Dank lieber Tony für diese eindrucksvolle Bestätigung dessen was ich meinte mit:
      „Das ist nicht (nur) erfreulich, das liegt in der Natur des Atomisierens. Zusammensetzen ist dann nicht mehr möglich – verloren im Klein Klein.“ :—-))

  13. Ich danke Petra Pau, dieser mutigen Frau der ersten Stunde, dass Sie Klaus Lederer auf diese unsäglich dummdreiste Entscheidung erschrocken zurechtwies !
    Meine Hochachtung !
    Dipl.-Psych. Dr.h.c. Joachim George Maßek

    • Ja gibt es, ich habe auf die Nachfrage geantwortet, da steht bei mir „Dein Kommentar wird gerade geprüft“.

      Es handelt sich um 3 Original-Korrespondenzen. Zensur sollte kein Mittel sein, man sollte lieber den kritischen Lesern die Möglichkeit geben, sich selbst ein Urteil zu bilden. Ich gehe mal davon aus, dass auch Ken Jebsen das so sieht.

      Meine Frage an Pedram Shahyar ist natürlich legitim, denn Shahyar publiziert öffentlich, da sind Debatten und Fragen eigentlich das Normalste der Welt, zudem wenn diese von einem Pressesprecher gestellt werden.

  14. Pedram Shahyar zitiert zwar seitenweise aus der Roten Fahne und erklärt somit viel Richtiges, aber ganz aufrichtig ist er nicht. Shahyar gehört zu den Köpfen der NGO-finanzierten Ramstein-Kampagne, die erst im August genau dasselbe miese Spiel der Denunziation gegen die FbK (Friedensbewegung bundesweite Koordination) praktizierte und ebenfalls mit den Verleumdungen Querfront, Rassisten und Nazis hantierte.

    Spielt Pedram Shahyar ein doppeltes Spiel? Ich erwarte zu diesem skandalösen Vorgang, der einer der Hauptgründe für Spaltung in der Friedensbewegung ist, das Pedram Shahyar dazu unmissverständlich Stellung bezieht.
    Ansonsten bleibt er unglaubwürdig und versucht lediglich auf einen fahrenden Zug aufzuspringen, nachdem CIA-Desinformanten und Sektierer jetzt in der Friedensbewegung in die Defensive geraten sind.

    • Erzählen sie mal, was sie genau meinen, ich bin da nicht so informiert.
      Es ist für mich natürlich von größtem Interesse, wie die Eilfußnahme statt findet.
      Der Verdacht liegt ja nahe, dass auch in den alternativen Medien die Heckenschützen platziert werden.
      Ob Pedram Shahyar auch auf der Lohnliste des BND steht, oder anderer Herren Brot ist, würde mich schon interessieren.
      Oder muß ich mich jetzt laut empören, da es ja ein Anwurf gegen eine heilige Kuh ist.
      Da gilt dann Denkverbot.
      Falls was dran sein sollte, werden sie sicher Schwierigkeiten bekommen, ihren Vorwurf hier öffentlich zu machen.
      Und dass wäre noch schlimmer, da dann eine Preisverhinderung gegen KFM nur Pinutz wäre.
      Ich hoffe, dass sie sich irren.

    • @Socke4612 – Die umfangreiche Debatte dazu läuft in der Friedensbewegung bereits seit 2015 und ist den meisten Friedensaktivisten bekannt. Im Vorfeld der diesjährigen Ramstein-Proteste wurde die Spaltung der Friedensbewegung erneut durch die NGO IALANA (die die Ramstein-Kampagne wesentlich finanziert) betrieben. Dabei trat die IALANA des Herrn Reiner Braun als Sprecherin der gesamten Friedensbewegung auf.
      Pedram Shahyar gehört zum engen Kreis der NGO-Braun-Gruppe und tritt als solcher auf Konferenzen auf.

      Nachstehend dokumentiere ich aus den umfangreichen Vorgängen die (bereits öffentlich bekannte) Korrespondenz vom Juli/August zwischen der Braun-Gruppe und der FbK:

      Korrespondenz der FbK und der Stopp Air Base Ramstein Kampagne
      Die offiziellen Stellungnahmen zur solidarischen Kooperation in der Friedensbewegung

      – Antwort der Friedensbewegung bundesweite Koordination (FbK) an Reiner Braun, Klaus Hartmann, Pascal Luig, Karl-Heinz Peil vom 08.08.2017 –

      Hallo Reiner Braun, Klaus Hartmann, Pascal Luig, Karl-Heinz Peil,
      liebe NGO,

      im Auftrag der Friedensbewegung bundesweite Koordination (FbK) und auch weil ich namentlich angesprochen wurde, antworte ich auf Ihr Schreiben vom 07.08.2017 wie folgt:

      Zu 1.
      Auch die FbK wirbt für die Unterstützung der Ramstein-Proteste. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, das wir bereits im Juni 2015 die erste Ramstein-Demonstration durchgeführt haben.
      Um so grösser ist das Unverständnis unter Friedensaktivisten, dass durch permanente Ausgrenzungen seitens der NGO IALANA die Friedensbewegung geschwächt wird.

      Zu 2.
      In 2015 haben Friedensaktivisten der klassischen und der „neuen“ Friedensbewegung, darunter Sozialisten/Kommunisten, Humanisten, Freidenker und bürgerliche Demokraten, einen gemeinsamen Grundkonsens (Grundsatzpapier) erarbeitet. Dieser Grundkonsens fasst die wichtigsten 6 friedenspolitischen Punkte zusammen und ermöglicht somit eine breite, vereinte Friedensbewegung.
      Die zahlreichen Unterzeichner dieses Grundsatzpapiers, das sich im Text an das „antifaschistische, humanistische, demokratische Deutschland“ adressiert, eint vor allem auch die Überzeugung, dass der Austritt der BRD aus der NATO die zentrale friedenspolitische Orientierung sein muss, da alle anderen Fragen von Krieg und Frieden mit diesem zentralen Thema korrespondieren.

      Zu 3.
      Es ist bedauerlich, dass Sie die Seriosität der Friedensbewegung billiger Polemik opfern. Das Ringen um den Aufbau einer breiten, starken Friedensbewegung ist einfach zu ernst, als dass diese enorme gesellschaftliche Herausforderung Ränkespielen geopfert werden darf.
      Nehmen Sie doch einfach hin, dass es der FbK innerhalb von drei Jahren gelungen ist, was alten Strukturen und NGO in der Vergangenheit versagt blieb; eine auf der Strasse aktive und bundesweit vernetzte Dachorganisation der Friedensbewegung zu formieren.
      Und schliesslich weiss jeder, wer die Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ leitet und aus welchen NGO-Quellen diese maßgeblich finanziert wird.

      Zu 4.
      Die FbK ist, wie Sie durchaus wissen, alles andere als anonym. Sie verfügt u.a. über einen namentlich bekannten Pressesprecher für die Bundesebene und über lokale Strukturen, die eigenverantwortlich öffentlich in Erscheinung treten.

      Die Friedensaktivisten der FbK sind auf der Strasse unter den Menschen dauerpräsent und prägen personell und inhaltlich die Entwicklung der Friedensbewegung in Deutschland. Die FbK vernetzt bundesweit lokale Friedensinitiativen, darunter auch noch aktive oder ehemalige Friedensmahnwachen und stimmt in solidarischer Kooperation Friedensaktionen ab.

      Zu 5.
      Die FbK hat u.a. erst im Mai gemeinsam mit der internationalen Friedensbewegung zur Demonstration gegen den NATO-Gipfel in Brüssel mobilisiert, an der sich über 15.000 Friedensaktivisten beteiligten. Für die Neuformierung der Friedensbewegung ist besonders hervorzuheben, dass mittlerweile alle namhaften Friedensorganisationen in Europa – mit Ausnahme systemnaher NGO – den Austritt ihrer Länder aus der NATO fordern.
      Der offizielle Aufruf des internationalen Bündnisses zur Friedensdemonstration in Brüssel, der die Forderung nach Austritt aus der NATO enthält, wurde von über 60 internationalen Friedensorganisationen unterzeichnet, darunter auch Gewerkschaften wie der französischen CGT – nicht jedoch vom deutschen DGB.

      Die Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ gehört als Kuriosum zu den wenigen Friedensinitiativen in Europa, die NICHT den Austritt aus der NATO fordern und ist somit ein Anachronismus innerhalb der internationalen Friedensbewegung.

      Zu 6.
      Hier gehen die Meinungen aufgrund unterschiedlicher Realitätsinterpretationen auseinander. Die FbK sieht mehrheitlich die BRD nicht als souverän handelndes Subjekt, sondern als Vasall der USA/NATO.
      Dass die NATO ein US-Kriegskommando ist, gehörte bereits in den 50er Jahren zu den Kernerkenntnissen u.a. der KPD und der Friedensbewegung und ist auch heute mehrheitlicher Konsens unter Regime-Kritikern, gestützt auch durch den akademischen Diskurs.

      Die Ambitionen des deutschen Imperialismus sind in den US-geführten globalen Imperialismus längst integriert. Gerade auch der Überfall auf Jugoslawien hat dies erneut deutlich gemacht.
      Zu diesem und andere Themen existiert ein sehr weit gefächerter akademischer und gesellschaftlicher Diskurs. Die Position zu solchen Themen zur „Eintrittskarte“ in die Friedensbewegung zu machen, sieht die FbK nicht als zielführend an, denn damit würde man den originären Sinn von Friedensbewegung entstellen.

      Friedensbewegung ist eine breite Bürgerbewegung für den Frieden – ohne dabei alle gesellschaftlichen Widersprüche und Fragen beantworten zu wollen, schon gar nicht parteipolitisch determiniert.

      Zu 7.
      Die Rote Fahne ist wie andere Medien auch ein Pressepartner der Friedensbewegung, die sich unter schwierigsten Bedingungen und aggressiven Operationen der Geheimdienste behaupten muss.
      Den Chefredakteur der Roten Fahne als „Rassisten“ zu titulieren, gehört zur untersten Schublade der imperialen Desinformation. Damit bedienen die Verantwortlichen der Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ den Spin der NATO/CIA und deren atlantischer Presse.

      Von „Islamisierung“ hat Steins nie geschrieben, tatsächlich schreibt er in der Roten Fahne u.a. Zitat: „Die Gruppe Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) wendet sich ausweislich ihres Namens gegen „die Islamisierung des Abendlandes“ bzw. Europas. Das ist jedoch die Sprache der NATO-Desinformation und des heraufbeschworenen Kulturkampfes.“

      Warum Kritik an Überfremdung und schleichendem Genozid gegen den germanischen Kulturkreis „rassistisch“ sein soll, erläutert die Braun-NGO nicht. Auch hier wird einmal mehr die mediale Strategie des Imperialismus bedient, indem Kritik an Masseneinwanderung als vermeintlich „rassistisch“ denunziert werden soll.
      Das ist 1:1 demagogischer Neusprech der NATO-Desinformation, der ohne inhaltliche Argumentation lediglich der Stigmatisierung von Kritikern dienen soll.

      Es ist bekannt, dass auch zu diesem Themenkomplex eine breite gesellschaftliche Debatte existiert. Den Versuch, diesen demokratischen Diskurs durch das Diktat der NATO-Parteien unterdrücken zu wollen, muss man als Antifaschist und Antiimperialist zurückweisen.
      Dieses Thema ist jedoch auch gar nicht Gegenstand der friedenspolitischen Programmatik. Das Grundsatzpapier der FbK – und nur dieses ist für die Positionen der FbK relevant – enthält dieses Thema gar nicht.

      Zu 8.
      Die Braun-NGO schafft es hier, in denunziatorischer Absicht auch noch die Vokabel „Nazis“ einfliessen zu lassen. Widerwärtiger gehts kaum noch.

      Zum Thema Nürnberger Prozesse – auch dies kein Thema der Friedensbewegung – existiert ein wissenschaftlicher, historiographischer Diskurs. Steins befasst sich mit diesem Thema in seiner wissenschaftlichen und publizistischen Arbeit ausserhalb der Friedensbewegung und beleuchtet dabei die historische, völkerrechtliche und geopolitische Relevanz der Nürnberger Prozesse.
      Dass diese Einschätzung von der offiziellen NATO-Historiographie abweicht, nimmt nun nicht wirklich Wunder.

      Viele Friedensaktivisten arbeiten ausserhalb der Friedensbewegung auch politisch und/oder auf akademischer Ebene. Es liegt in der Natur der Sache, dass derartige Arbeitsergebnisse und Positionen nicht von allen Friedensaktivisten geteilt werden. Das ist aber für die Friedensbewegung auch irrelevant.
      Denn Friedensbewegung bedeutet den gemeinsamen Dienst aller an der historischen Verantwortung, unabhängig von individuellen Weltanschauungen. Weder ist die Friedensbewegung der Ort für Parteipolitik noch für soziokulturelle Grüppchenbildung.

      In Brüssel hat die Friedensbewegung eindrucksvoll gezeigt, was sie zu leisten im Stande ist, wenn alle ihre Strömungen solidarisch kooperieren, dass die solidarische Kooperation der Garant für ihren Erfolg ist. Nur gemeinsam als Einheit ist die Friedensbewegung in der Lage, in die Breite der Gesellschaft hineinwirken und eine gesellschaftliche Mehrheit für konkrete Friedenspolitik formieren zu können.
      Legt eure parteipolitischen Differenzen beiseite, denn Frieden ist die Sache aller Menschen. Nur wenn der Frieden gewahrt wird, können die Gesellschaften ihre demokratischen Diskurse fortführen. Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.

      Raus aus der NATO!

      Gez. im Auftrag der FbK
      Stephan Steins, FbK Presse

      – Am 07. August 2017 um 17:26 schrieb Stopp Air Base Ramstein Kampagne –

      Hallo FbK,

      1. Reiner Braun, aber auch alle anderen Mitglieder des Koordinierungskreises „Stopp Air Base Ramstein“ laden seit Monaten bundesweit zur Teilnahme an der Ramstein-Demonstration 2017 ein. Wir begrüßen es, wenn sich dadurch viele Friedensfreundinnen und Freunde zur Teilnahme motiviert fühlen.

      2. Von vielen Mitgliedern des Koordinierungskreises ist die Forderung Raus aus der NATO! zu vernehmen, von Reiner Braun auch schon z.B. 2015 in Dortmund. In der Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ wird diese Forderung allerdings nicht als Bündnisforderung erhoben, weil wir nicht Menschen ausschließen wollen, die diese Forderung (noch) nicht unterstützen, oder den Schwerpunkt z.B. in Übergangsforderungen wie „Austritt aus der militärischen Integration der NATO“ sehen.

      3. Die Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ ist ein Personenbündnis, das sich nach und aus dem „Friedenswinter“ und anderen politischen Aktivitäten gebildet hat. Es wird getragen von Einzelpersonen aus unterschiedlichen Strukturen und Zusammenhängen, die sowohl lokal/regional wie auch bundesweit aktiv sind. Sie sind namentlich auf der Kampagnen-Homepage benannt. Die FbK mag „Stephan Steins‘ Kampagne“ sein, wir zumindest sind nicht „Reiner Brauns Kampagne“.

      4. Unsere Struktur unterscheidet sich damit diametral von jener der FbK, deren meiste mutmaßliche Beteiligte anonym bleiben. Die jeweils gewählte Organisationsform ist Sache der jeweiligen Beteiligten, doch ist unsere Form des Personenbündnisses nicht kompatibel zur Form der FbK. Deshalb lässt sich daraus auch keine „vereinte Friedensbewegung“ zusammenzimmern.

      5. Die gemeinsame inhaltliche Grundlage der Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ ist der gleichnamige Aufruf, der nach den Initiatoren von über 12.500 Menschen unterzeichnet wurde. Diese Grundlage des Bündnisses kann nicht verändert oder, wie von der FbK vorgeschlagen, „ergänzt“ werden.

      6. Neben dem Strukturproblem gibt es allerdings auch inhaltliche Hindernisse für eine Kooperation. Die einseitige Charakterisierung der NATO als „US-Kriegskommando“ unterschlägt bzw. verharmlost die imperialistischen Ambitionen und Taten anderer Beteiligter. So hat sich Deutschland spätestens mit der Zerschlagung Jugoslawiens und der abschließenden NATO-Aggression gegen dieses Land besonders aggressiv hervorgetan. Gerade in jüngster Zeit hat es sein Streben nach Verfügungsgewalt über Atomwaffen, für eine EU-Armee und eine eigene Führungsrolle bekräftigt. Deutschland ausschließlich als Opfer der US-Politik darzustellen verfehlt die Realität und ist eine unverantwortliche Verharmlosung.

      7. Die auf die FbK-Homepage verlinkende Internetseite rotefahne.eu des FbK-Pressesprechers Steins enthält neben dem annähernd kompletten Inhalt der FbK-Seite auch diverse Beiträge dieses Sprechers, der u.a. vom „schleichenden Genozid gegen den germanischen Kulturkreis“, von „Überfremdung“ und „Islamisierung“ schwadroniert. Wir stellen fest: Mit Rassistinnen und Rassisten arbeitet die Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ nicht zusammen, und sie sind auch bei ihren Aktionen nicht willkommen.

      8. Die „Nürnberger Prozesse (1945-1949)“ gegen die Hauptkriegsverbrecher bezeichnet Steins als „historische Verfehlungen, an denen auch Russland bzw. die Sowjetunion mitgewirkt hatte“, als „Negierung des internationalen Völkerrechts“ und als „ein Kriegsverbrechen“. Aus unserer Sicht schufen die Nürnberger Prozesse im Gegenteil die Grundlagen des modernen Völkerrechts, denn seither gilt der Aggressionskrieg, das Verbrechen gegen den Frieden als das oberste und schwerwiegendste Verbrechen. Ob Steins mit seinem Geschichtsrevisionismus Nazis anlocken will oder nicht – er fällt jedenfalls allen Verteidigern des Völkerrechts und damit der Friedensbewegung in den Rücken. Mit solchen Positionen kann es keine Gemeinsamkeiten geben.

      Diese Antwort wurde im Auftrag des Koordinierungskreises von den folgenden Personen erstellt:
      Reiner Braun
      Klaus Hartmann
      Pascal Luig
      Karl-Heinz Peil

      Aktionsbüro
      Stopp Air Base Ramstein Kampagne
      Marienstraße 19/20
      10117 Berlin

      – Am 25. Juli 2017 um 10:05 schrieb Friedensbewegung FbK Presse –

      Liebe Friedensfreunde der Kampagne Stopp Air Base Ramstein,

      nach ausführlichen Beratungen übersenden wir euch offiziell unsere nachstehende Erklärung, die wir auch auf dem morgigen Treffen der Vorbereitungsgruppe in Berlin vortragen werden. Solltet ihr eine offizielle Antwort übermitteln wollen, so bitte an unsere Pressestelle unter:
      presse(at)friedensbewegung.info

      Die Friedensbewegung bundesweite Koordination (FbK) begrüsst die Einladung zur Teilnahme an der Ramstein-Demonstration 2017, die Reiner Braun am 17. Juli in Dresden ausgesprochen hat.
      Wir sehen darin einen wichtigen, konstruktiven Beitrag zur Formierung einer vereinten Friedensbewegung.

      Mit besonderem Interesse haben wir in Dresden vernommen, dass Reiner Braun in der Forderung Raus aus der NATO! eine legitime friedenspolitische Orientierung sieht. Dies betrachten wir als positive inhaltliche Annäherung.

      Wir weisen darauf hin, dass die FbK sich vorbehält, auf ihrem Lautsprecherwagen auch die verdiente Band die bandbreite auftreten zu lassen. Wie bekannt, definieren wir Friedensbewegung als breite Bürgerbewegung für den Frieden, deren Aufgabe es nicht ist, Parteipolitik zu verhandeln. Dieses Prinzip gilt gleichermaßen gegenüber den Anhängern aller Parteien.

      Wir freuen uns auf die solidarische Kooperation im Interesse konkreter Friedenspolitik.

      Gez. FbK (Friedensbewegung bundesweite Koordination)

    • Ach wie herzallerliebst. Lieber Herr Stephan Steins, normalerweise antworte ich nicht auf Kommentatoren, die wenige Minuten nach online gehen hetzerische Kommentare zwecks Spaltung verbreiten. In diesem Fall aber schon. Wir einigen uns jetzt mal auf folgendes, wenn Sie erlauben?
      1.) Krieg ist scheiße
      2.) Kriegsvorbereitungen sind scheiße.
      Ich möchte doch darum bitten, dass Sie Ihren allerwertesten mal bewegen, um oben Gesagtes zu unterstützen. Was, wann wie und warum Herr Shahyar zu kritisieren ist, ist mir, mit Verlaub, scheißegal. Es ist bitter genung, dass ich mich mehrfach Fäkaliensprache bedienen muss. Aber auch das ist -Sie ahnen es schon- mir ziemlich scheißegal.

    • Herr Steins firmiert unter dem anmaßenden Namen „Friedensbewegung“ im Netz. Die Rote Fahne, das KPD-Blatt von Katl und Rosa (sie wurfen übtigens vor zoemlich genau 100 Jahren ermordet) vereinnahmt zi haben scheint seine Arroganz weiter zu nähren. Sein Stil ist nicht der der Friedensbewegung.

    • Ich habe auf die Nachfrage von „Socke4612“ hier ausführliche Hintergrundinformationen gepostet (Korrespondenz der FbK und der Stopp Air Base Ramstein Kampagne – Die offiziellen Stellungnahmen zur solidarischen Kooperation in der Friedensbewegung) die bis jetzt nicht freigeschaltet wurden.

      Herr Trautvetter, bitte schenken Sie sich doch Ihr dümmliches Sektengewäsch, das interessiert hier niemanden.

      Meine Frage richtet sich ganz konkret an Pedram Shahyar in Bezug auf seinen obigen Beitrag.

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