Kriegsspiele im Kaukasus: „In Europa ist jetzt das Zeitalter der Unschuld vorbei“

Niemand in Berlin oder der NATO will für die antirussischen Wirrköpfe in Georgien sterben. Trotzdem wird im weichen, kaukasischen Unterleib des russischen Bären weiter kräftig gezündelt. Mit der deutschen „Zukunftsregion Kaspisches Meer“ wird es dennoch nichts.

von Rainer Rupp.

Unter Beteiligung der Bundeswehr endete am Mittwoch (15.8.2018) in Georgien ein groß angelegtes Manöver – „Noble Partner“ (Edler Partner) – zur operativen Einbindung der Streitkräfte des Landes in die NATO. Seit 2015 wird der „Noble Partner“ bereits zum vierten Mal durchgeführt, was als Teil der Ausweitung der politischen und militärischen Konfrontationspolitik von USA, EU und NATO gesehen werden muss, die vom Baltikum und der Ost-Ukraine bis auf den südlichen Kaukasus reicht. Die Aufnahme Georgiens in die NATO steht jedoch noch nicht auf der aktuellen Tagesordnung der westlichen Aggressionsallianz.

Ein georgischer Beitritt würde auch zu einer extrem gefährlichen Situation in der Region führen, hatte jüngst noch der russische Ministerpräsident Medwedjew gewarnt. Zumindest in Teilen der Bundeswehr scheint diese Warnung ernst genommen zu werden. So zitierte der geo-strategische Analyse-Blog German Foreign Policy in seinem jüngsten Beitrag „Kriegsspiele im Kaukasus“ Offiziere mit den Worten: „Niemand in der NATO will für Tiflis sterben.“ Dennoch haben sich die Bemühungen der USA – mit Unterstützung der NATO und der EU -, Russland mit einer verstärkten Militärpräsenz in Ost- und Südosteuropa zunehmend unter Druck zu setzen, vervielfacht. Die nachfolgenden Auszüge aus dem Beitrag von German Foreign Policy fassen diese Entwicklung gut zusammen:

Die ‚European Reassurance Initiative‘ ERI (ERI; zu Deutsch: ‚Europäische Rückversicherungsinitiative‘) vom Juni 2014, im Rahmen derer US-Einheiten im Osten sowie im Südosten des europäischen Kontinents in rotierenden Einsätzen stehen, wobei sie gemeinsam mit einheimischen Streitkräften im Rahmen von ‚Operation Atlantic Resolve‘ (Operation Atlantische Entschlossenheit) für künftige Kriege gegen Russland üben, wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet. Derweil wurde die ERI in ‚European Deterrence Initiative‘ (EDI; ‚Europäische Abschreckungsinitiative‘) umbenannt.

Darüber hinaus hatte im September 2014 die NATO auf ihrem Gipfel im britischen Newport die Aufstellung einer Schnellen Eingreiftruppe (‚Very High Readiness Joint Task Force‘, VJTF) beschlossen, die als ‚NATO-Speerspitze‘ bekannt wurde. Diese soll fähig sein, binnen kürzester Zeit vor allem in Ost- und Südosteuropa zu intervenieren. Wenig später, im Mai 2015, ist erstmals das Manöver ‚Noble Partner‘ durchgeführt worden – als gemeinsame Kriegsübung georgischer und US-amerikanischer Truppen auf georgischem Territorium.

Im Februar 2006 war die großeuropäische Welt noch in Ordnung

Auffällig ist, dass diese Entwicklungen vollständig von den USA dominiert sind und die Initiativen ausschließlich von Washington ausgehen. Die Europäer sind an den Rand gedrängt und mussten die Rolle von Hilfstruppen übernehmen. Dabei hatten die strategischen Kriegsfalken der Europäischen Union unter Führung des neuen „Groß-Deutschlands“ noch vor nicht zu langer Zeit ganz andere, sehr hochtrabende Pläne für den Transkaukasus und das „Kaspische Meer“. Dies zeigte sich u. a. sehr deutlich in einer Anhörung im Europäischen Parlament am Mittwoch, dem 22. Februar 2006.

Die Anhörung stand unter dem harmlosen Titel: „Förderung der Stabilität und Demokratisierung in unserer Nachbarschaft – Welche Rolle hat die EU im Südkaukasus?“ Als Beobachter nahm der Autor dieser Zeilen damals an dieser Anhörung im Europa-Parlament in Brüssel teil, die bis in den späten Abend dauerte.

Anfänglich wurde viel über den Export europäischer „Werte“ in den Südkaukasus geschwafelt. Aber dann kam man doch schnell zur Sache. Die europäischen Begehrlichkeiten nach anderen Werten, nämlich den strategischen Rohstoffen der Großregion und sicheren Trassen für Pipelines an Russland vorbei, dominierten den Großteil der Diskussionen. Vor allem hatten es den EU-Strategen die Öl- und Gasvorräte des Kaspischen Meers angetan.

Allerdings lamentierten die EU-Strategen, dass im „neuen Großen Spiel“ in der Region die „Spieler“ VR China, Iran, Türkei, Russland und USA bereits vor Ort waren und die Karten mischten. Vor allem im Vergleich zu Russland und den USA habe die EU dabei die schlechteren Karten, denn Russland habe bereits Soldaten und Waffen vor Ort und die USA hätten als einzig verbliebene Supermacht ganz andere Möglichkeiten der militärischen Machtprojektion.

CDU und SPD mit nahezu identischen Strategiepapieren

Dennoch hatte die EU eine Vielfalt von Programmen und Instrumenten entwickelt, insbesondere die sogenannte Nachbarschaftspolitik, um in dieser für die EU so enorm wichtigen Region Fuß fassen zu können. „Zukunftsregion Kaspisches Meer“ lautete z. B. der Titel eines Positionspapiers der SPD vom Juni 1998.

In dem vom damaligen deutschen Verteidigungsminister Rudolf Scharping unterzeichneten Papier über „Deutsche Interessen und Europäische Politik in den transkaukasischen und zentralasiatischen Staaten“ – so der Untertitel – war diese Region als „Zukunftsregion“ für europäische Konzerne unter deutscher Führung identifiziert worden.

Der letzte CDU-Verteidigungsminister der Kohl-Regierung und damalige stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Rühe veröffentlichte mehr oder weniger zeitgleich mit dem SPD-Positionspapier eine fast deckungsgleiche „Analyse“. Allerdings ging er etwas weiter und er forderte „Deutschland und Europa“ dazu auf, die „Ansprüche Russlands auf eine exklusive Interessenwahrnehmung im Kaukasus abzuwehren“.

Deckungsgleich sind sich die SPD- und CDU-Papiere in der Forderung, in der „Zukunftsregion“ mehr „Verantwortung zu übernehmen“ und im Bemühen, eine Rechtfertigung für die eigene, notfalls auch militärische Einmischung zu liefern. Für einen solchen militärischen Eingriff bedarf es aber nicht unbedingt einer humanitären Krise: „Das Engagement westlicher Staaten und westlicher multinationaler Konzerne in der Region schafft Mitverantwortung“, heißt es in dem SPD-Papier. Deshalb – so führt Rühe im CDU-Papier weiter aus – dürfe die nationale Souveränität der avisierten transkaukasischen und zentralasiatischen Länder nicht unantastbar sein. Der Grund: „Die Bedeutung des kaspischen Erdöls für den europäischen Markt wird in den kommenden Jahrzehnten in dem Maße zunehmen, wie sich die Quellen der Nordsee zwangsläufig erschöpfen.“

Das Problem bleibt allerdings Russland. So sah Rühe z. B. eine „besondere Gefahr“ für westliche Interessen darin, dass das „ohnehin innerlich labile Georgien dem Druck Moskaus nachgeben“ und auf die „Achse Moskau-Eriwan-Teheran“ einschwenken könnte. Damit wäre der Ost-West-Korridor – ein westlicher Plan – von Zentralasien über Aserbaidschan nach Europa unterbrochen, warnte Rühe. Dies sei der „Testfall für die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen“, und ominös fügte er hinzu: „Hier ist der Krieg zum Greifen nahe.“

Zurück zur Anhörung im EU-Parlament, die sieben bis acht Jahre nach den SPD- und CDU-Papieren stattfand, und die ganz in diesem Sinne eingefärbt war. Man suchte intensiv nach Rechtfertigungen und nach Wegen für ein direktes Eingreifen in der „Zukunftsregion“.

USA lassen sich von der EU nicht die Butter vom Brot nehmen

Im Südkaukasus befänden sich Aserbaidschan und Armenien in einem eingefrorenen Kriegszustand. Der Krieg um die Enklave Nagorni-Karabach hatte in den Jahren 1992-94 Zehntausende von Toten und Hunderttausende von Flüchtlingen produziert, und noch immer käme es fast täglich zu Zwischenfällen. Zugleich stellten aus EU-Sicht die von Russland unterstützten abtrünnigen Gebiete in Georgien, Südossetien und Abchasien, weitere Krisenherde dar, die jederzeit eskalieren könnten. Der EU-Sonderbeauftragte für die Region, Botschafter Heikki Talvitie, schilderte, wie die EU versuchte, mit wirtschaftlichen und finanziellen Verlockungen zu einer Konfliktlösung in den drei Ländern des Südkaukasus beizutragen, deren „Bedeutung für die EU ständig steigt“. Ein EU-Einsatz für den Frieden wäre daher höchst wünschens- und lobenswert.

Dennoch konnte die Anhörung nicht verbergen, dass die angeblichen EU-Friedensbemühungen nur ein Mittel zum Zweck einer ökonomischen und politischen Einverleibung der Region sein sollten. „Ohne Lösung der Konflikte wird es nicht möglich sein, eine wirtschaftliche Entwicklung und eine stärkere Einbindung der Region in die EU und NATO zu erreichen“, meinte dazu die geladene Expertin vom Internationalen Institut für Strategische Studien, Frau Dr. Oksana Antonenko. Und der ehemalige französische Botschafter in der Region, Herr Bernard Fassier, warnte, dass „die internationalen Investoren der aserbaidschanischen Regierung nie verzeihen“ würden, sollte diese wegen Nargorny-Karabach einen neuen Krieg beginnen.

Allerdings waren sich die Experten durch die Bank darin einig, dass bisherige EU-Bemühungen um De-Militarisierung allesamt keinen Erfolg in der Region gezeitigt hätten. Das Gegenteil sei der Fall. Die drei besagten Länder hätten in letzter Zeit ihren Militärhaushalt verdoppelt und selbst in der Bevölkerung werde eine zunehmende Konfliktbereitschaft beobachtet. Als Hauptschuldiger für diese Entwicklung wurde die „ehemalige Kolonialmacht“ Russland ausgemacht, das sich offensichtlich nicht geschlagen geben wolle. „Die EU versucht im Südkaukasus eine klassische Hinterhof-Politik zu betreiben, in der es für Russlands Bären keinen Platz geben soll“, kommentierte Martin Handke aus dem Büro von MdEP Friedbert Pflüger diese Strategie. Auch für das zweite Problem der EU wurde Russland verantwortlich gemacht, denn Präsident Putin besteht darauf, dass eine Lösung für das Kosovo „universal anwendbar“ sei. Daher sorgten sich die EU-Strategen damals, dass die damals bevorstehende Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovos durch die EU und den Westen im Gegenzug eine Anerkennung der umstrittenen Gebiete im Südkaukasus durch Russland und andere Länder nach sich ziehen könnte.

Der Direktor des EU-nahen „Europäischen Instituts für Internationale Beziehungen“ in Brüssel, Dr. Irnerio Seminatore, mahnte daher eine schärfere Gangart an. Eurasien sei „im Rahmen der Neuverteilung der globalen Macht“ für die EU zum „Heartland“ (Kernland) geworden. Nach der „radikalen Umformung“ der neuen EU-Mitglieder im Osten stehe nun mehr auf dem Spiel, sagte seinerzeit Mr. Seminatore und fügte unter Applaus hinzu: „In Europa ist jetzt das Zeitalter der Unschuld vorbei.“

In der Tat haben Europa und vor allem auch Deutschland ihre Unschuld, nämlich mit Blick auf die Enthaltsamkeit von imperialen Träumen und Angriffskriegen, längst verloren. Aber ihre Träume, in unabhängiger Selbstherrlichkeit in den neuen Kolonien schalten und walten zu können, haben sich nicht verwirklicht. Stattdessen können sie im Rudel der US-Hegemonialkräfte froh sein, wenn der Leitwolf in Washington ihnen – wie in der Ukraine oder im Transkaukasus – ein paar Kochen übrig lässt.

Anrainer schließen Drittstaaten von militärischer Präsenz im Kaspischen Meer aus

Auch ihre „Zukunftsregion Kaspisches Meer“ können sich die Strategen in Berlin und der EU spätestens seit dem diese Woche geschlossenen Abkommen zwischen den fünf Anrainerstaaten Russland, Iran, Kasachstan, Aserbaidschan und Turkmenistan abschminken.

In dem Übereinkommen über den Rechtsstatus des Kaspischen Meeres, an dem die Fünf seit 1996 immer wieder gefeilt hatten und das vom Westen immer wieder mit Knüppeln ins diplomatische Räderwerk sabotiert wurde, gibt es nämlich auch eine sicherheitspolitische Klausel, die verbietet, dass „Streitkräfte von Drittstaaten ins Kaspische Meer gebracht werden“.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 18.08.2018 bei RT-Deutsch.

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3 Kommentare zu: “Kriegsspiele im Kaukasus: „In Europa ist jetzt das Zeitalter der Unschuld vorbei“

  1. Wenn ich gut informiert bin ‚arbeiten‘ bei NATO in Brussel 3000 Menschen in ein Gebäude von anderthalb Miljard, das grösste der Welt, scheint es, die müssen doch etwas tun um ihre Existenz zu rechtfertigen.
    Das bei diesem Rechtfertigen Krieg entstehen kann, der letzte Krieg der Menschen, ‚collateral damage‘.
    Es ist natürlich Wahnsinn unberechenbare Ländchen wie Georgien und Montenegro Mitglieder zu machen.
    Georgien griff schon süd Ossetiën an, der Vollidiot Saaskiville, wäre damals Georgien NATO Mitglied gewesen, wenn Russland in Georgiën militäre Installationen bombardierte, dort baute Israel alte MIGs um nach neue Möglichkeiten, hätte NATO Russland den Krieg erklärt ?
    Vollidiot Saaskiville scheint jetzt keine Nationalität mehr zu haben, er war Ukrainer geworden, aber machte dort Schwierigkeiten mit Kiev.
    Mit seine niederländisch Frau wohnt er jetzt bei uns, bewerbt sich um Asyl, fürchte ich, also kostet uns auch noch Geld.
    Die Liste der Leuten die hier beschrieben sind, wäre es nicht wunderbar wenn Alle mit behalt von Gehalt nach Hause geschickt werden ?
    Wenn sie dann nur ihre Garten pflegen, oder Kinder oder Enkelkinder besuchen, dann hatten wir eine viel sicherer Welt.
    Über Rumsfeld, diese Vollidiot besuchte etwa 1983 Saddam in Baghdad, als Gesandter von Reagan, wenn ich mich gut erinnere.
    Wenn er der Iraq Krieg wollte, wurde ein Photo von ihm mit Saddam in Baghdad publiziert, der Vollidiot fragte ‚wie haben sie diese Photo gefunden ?‘.
    Meine Konklusion daraus, er dachte sein Besuch an Saddam wäre schon vergessen.

  2. Lebensläufe von einigen Fakultätsmitglieder des Marshall Centers (MC) in Garmisch bestätigen die „merkwürdigen Schulungen und Tätigkeiten“ des US-Militärs auf bayerischen Boden:

    Oberst Diplom-Ingenieur Andreas Geuckler (Heer)
    Dozent für deutsche Nachrichtendienste im MC

    Andreas Geuckler trat seinen Dienst im George C. Marshall Center zum September 2015 an.
    Vor seiner Verwendung im Marshall Center arbeitete er zuletzt 18 Jahre lang als Dezernent, Dezernatsleiter und zuletzt sieben Jahre lang als Gruppenleiter im Bundesnachrichtendienst in München und Berlin. Dabei war er für die integrierte Berichterstattung an die Ressorts der Bundesregierung zu relevanten wehrwirtschaftlichen und wehrtechnischen Themen zuständig. Dies umfasste unter anderem die terroristische Bewaffnung und alle Arten der Cyber-Bedrohungen, wenn zweckmäßig mit entsprechender regionaler, politischer, wirtschaftlicher und militärischer Einordnung.

    Sam Mullins, Ph.D.
    Dozent für Terrorismusabwehr im MC

    Dr. Sam Mullins ist Dozent für Terrorismusabwehr am George C. Marshall Europäischen Institut für Sicherheitspolitische Studien. Das George C. Marshall Center bietet berufliche Weiterbildungslehrgänge für Militärs und Fachkräfte in den Nachrichtendiensten und Strafverfolgungsbehörden aus mehr als 100 Ländern weltweit an. Dr. Mullins ist Forschungsstipendiat an der Universität Wollongong, Australien sowie in der Redaktionsleitung der Fachzeitschriften Behavioral Sciences of Terrorism and Political Aggression und Perspectives on Terrorism tätig.
    Dr. Mullins hat viel veröffentlicht und seine Arbeiten auch hochrangigen Beamten aus einer Reihe von Regierungsbehörden vorgestellt, darunter das FBI, das New York City Police Department, die AFP (australische Bundespolizei), der CSIS (kanadische Nachrichtendienst), das Internationale Spezialtrainingszentrum in Deutschland ( BND ? ), das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit, die indonesischen nationalen Streitkräfte.

    Oberst James Turner
    Programmleiter für Zentralasien im MC

    Oberst James Turner ist Leiter des Programms für Zentralasien am George C. Marshall Center. Er trat im Juli 2017 seine Stelle am Marshall Center an.
    In früheren Verwendungen war er u.a. Kursdirektor des Seminars für US-Luftwaffengeschwader-Kommandeure am Luftwaffenstützpunkt Maxwell Air Force Base in Alabama, Stv.Kommandeur der 39. Unterstützungseinheit am Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Türkei, Leiter der Truppen- und Familienbereitschaft sowie Offizier für Eventualfälle und Bereitschaft beim Europäischen Kommando der Vereinigten Staaten (USEUCOM), Direktor der Abteilung J1 der Sondereinsatzkräfte des Afrikanischen Kommandos der Vereinigten Staaten (Drohneneinsätze) und Kommandeur der 39. Truppen-unterstützungsstaffel am Luftwaffenstützpunkt Incirlik, Türkei.

    OTL Jonathan Drake, U.S. Army
    Direktor im MC

    Schulungsprogramm für Offiziere in Auslandsfachverwendung in Eurasien
    Oberstleutnant leitet am George C. Marshall Center für Sicherheitsstudien das Schulungsprogramm für Offiziere in Auslandsfachverwendung in Eurasien.
    Vor seiner jetzigen Tätigkeit war er Länderreferent für Russland beim Internationalen Militärstab am NATO-Hauptquartier in Brüssel. Frühere Verwendungen: Stellvertretender Leiter des Büros für gemeinsame Verteidigungsangelegenheiten in Tbilisi, Georgien, Battalionskommandant im rückwärtigen Gebiet, 3-6 Field Artillery, Fort Drum, New York; Offizier für Feuerunterstützung und Planung im Bataillon, 2-22 Infantry, Fort Drum, NY; Assistant Officer für Operationsführung, 3-6 Field Artillery, Fort Drum, NY; Aufklärungsoffizier im Bataillon, 3-6 Field Artillery, Fort Drum, NY; Feuerleitoffizier im Bataillon, 1-94 Field Artillery, Idar-Oberstein; Battalionsadjutant, 1-94 Field Artillery, Idar-Oberstein; Stellvertr. Kommandeur der Batterie, A/1-94 Field Artillery, Idar-Oberstein; Zugführer, A/1-94 Field Artillery, Idar-Oberstein.
    Er war an folgenden Einsätzen beteiligt: OPERATION ENDURING FREEDOM, Kandahar, Afghanistan, als Aufklärungsoffizier auf Bataillonsebene; OPERATION IRAQI FREEDOM, Baghdad, Irak, als Feuerunterstützungs- und Planungsoffizier auf Bataillonsebene.
    OTL Drake hat einen Master-Abschluss der Harvard-Universität in Russland-, Osteuropa- und Zentralasienstudien. Den Bachelor-Abschluss als Wirtschaftsingenieur erlangte er in West Point. Er ist außerdem mit der General Mazniashvili-Medaille der Republik Georgien ausgezeichnet worden.

    Igor Zevelev
    Dozent für Nationale Sicherheitsstudien im MC

    Igor Zevelev lehrt als Dozent für Nationale Sicherheitsstudien am George C. Marshall Center.
    Von 2016 bis 2017 war er Fellow am Woodrow Wilson International Center for Scholars und am Center for Security and International Studies (CSIS) in Washington. Er unterrichtete 2017 auch an der School of Advanced International Studies (SAIS) of Johns Hopkins University.
    Zevelev leitete von 2008-2016 das Russland-Büro der MacArthur Foundation. Von 2005-2008 war er Leiter der Washingtoner Geschäftsstelle der Nachrichtenagentur RIA Novosti und von 2000-2005 Dozent für Russische Studien am George C. Marshall European Center for Security Studies.
    Er promovierte in Politikwissenschaft am Institut für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen (IMEMO) in Moskau und arbeitete als Fachbereichsleiter. Zevelev war Gastprofessor an der University of Washington, an der University of California in Berkeley und am Macalester College. Er ist Autor von fünf Büchern und zahlreichen Artikeln.
    Seine derzeitigen Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich nationale Identität, Nationalismus, Außenpolitik und russisch-amerikanische Beziehungen.

    Lt. Col. Christopher A. Kreiler
    Stellver. Programmleiter, Forum für Angewandte Sicherheitsstudien (PASS) im MC

    Lt. Col. Chris Kreiler ist der Stellvertretende Leiter des Lehrgangs Program on Applied Security Studies (PASS). Er trat im Sommer 2017 seine Stelle am George C. Marshall Center an.
    Nach Abschluss seiner Offiziersausbildung begann Lt.Col. Kreiler im Januar 2001 seine militärische Laufbahn und diente als Offizier in der Fernmeldetruppe und im militärischen Nachrichtendienst bevor er 2010 Offizier für Auslandsverwendungen wurde.
    Er hatte u.a. folgende Verwendungen: 35. Fernmeldebrigade und 503. Feldjägerbataillon in Fort Bragg, NC; 5. Brigade 1. Panzerdivision in Fort Bliss, TX; 162. Infanteriebrigade in Fort Polk, LA. In seiner letzten Position war er Stellvertretender ODC-Leiter in Bukarest, Rumänien.

    James Howcroft
    Leiter, Forum Terrorismus und Sicherheit im MC

    James Howcroft hat aktuell die Position des Leiters des Forums Terrorismus und Sicherheit am George C. Marshall Center, Europäisches Institut für Sicherheitspolitische Studien, inne.
    Nach 30 Jahren Dienst als Nachrichtendienstoffizier beendete Herr Howcroft seine aktive Laufbahn als Oberst der US-Marineinfanterie. Während seiner Dienstzeit hatte er vielfältige Verwendungen in den Bereichen taktische und operative Aufklärung, von der Ebene eines Infanteriebataillons bis zur Ebene der Expeditionsstreitkräfte der Marineinfanterie. Er hatte Verwendungen in Kampfeinsätzen der 2. Marineinfanteriedivision während der Operation Desert Storm und war außerdem stellvertretender Leiter des Stabes für militärische Aufklärung (G2), sowohl der 1. Marineinfanteriedivision und dann der 1. Expeditionsstreitkräfte der Marineinfanterie im Irak. Als Angehöriger der US-Marineinfanterie diente Oberst Howcroft auch als Offizier für Auslandsfachverwendungen und hatte in diesem Zusammenhang mehrere Verwendungen als Militärattaché in der amerikanischen Botschaft in Moskau und in Tiflis.
    In den fünf Jahren vor seiner Tätigkeit am Marshall Center war Herr Howcroft auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Molesworth Lehrgangsleiter an der ‚United States European and Africa Commands’ Regional Joint Intelligence Training Facility‘. Dort gab er Kurse zum Thema Analyse und Sammlung nachrichtendienstlicher Daten für Tausende von Teilnehmern aus den USA, Europa und Afrika, die auf globaler Ebene in den Bereichen Terrorismusbekämpfung, Bekämpfung von Aufständen sowie Friedenseinsätzen tätig sind.
    Herr Howcroft hat einen M.A.-Abschluss in nationaler Sicherheit und strategischen Studien vom US Naval War College sowie einen M.Sc.-Abschluss in strategischer Aufklärung vom US Defense Intelligence College. Darüber hinaus ist er Absolvent des Russlandinstituts der US-Streitkräfte sowie der Duke University.
    Herr Howcroft hat mehrere Artikel zu kulturellen Frage in den Bereichen Nachrichtendienste und operatives Vorgehen veröffentlicht und schreibt regelmäßig Beitrage für das Small Wars Journal.

    Sonderermittler John Fencsak
    Dozent für nationale Sicherheitsstudien im MC

    Sonderermittler John Fencsak ist der Vertreter der Strafverfolgungsbehörde der US-Marine (U.S. Naval Criminal Investigative Service, NCIS) und Dozent für nationale Sicherheitsstudien am Fachbereich Sicherheits- und Verteidigungspolitik am George C. Marshall Center, Europäisches Institut für Sicherheitspolitische Studien.
    Fencsak ist Absolvent mit Auszeichnung des Reserve Officers’ Training Corps-Programms der Universität Oregon und trat 1987 als regulärer Offizier in die US-Armee ein. Er hat Luftlande-, Luftkampf- und Einzelkampfausbildungen absolviert und diente als Offizier des Militärischen Nachrichtendienstes bei der 7. Infanteriedivision in Fort Ord, Kalifornien, der Joint Task Force-Bravo in Honduras sowie bei der Militärischen Aufklärungsgruppe 902D in Fort Meade, Maryland (also in der NSA).
    Nach seiner Zeit als Offizier der US-Armee trat er dem NCIS bei, absolvierte das Ausbildungsprogramm zum Kriminalermittler am Federal Law Enforcement Training Center und wurde im Januar 2000 zum Sonderermittler ernannt.
    Während seiner Laufbahn beim NCIS war Fencsak in eine Vielzahl von Ermittlungen involviert, darunter Strafverfolgungsermittlungen allgemeiner Art, Ermittlungen im Bereich Spionageabwehr. Außerdem war auch auf anderen Positionen auf dem Gebiet der Spionageabwehr tätig.
    In den Jahren2001 bis 2010 lag der Schwerpunkt seiner Tätigkeit in Washington D.C., Südspanien und Jordanien auf Terrorismusbekämpfung und Schutz der Streitkräfte. 2010 wurde Sonderermittler Fencsak in das Programm zur Förderung des NCIS-Führungsnachwuchses aufgenommen und für die NCIS-Vertretung (Abteilung Streitkräfteschutz) in der US-Botschaft in Port Louis, Mauritius, zum verantwortlichen NCIS-Sonderermittler ernannt. Dort leitete er Ermittlungen und Einsätze zur Bekämpfung von Piraterie und Drogenschmuggel, die Piraten und transnationales organisiertes Verbrechen im westlichen Indischen Ozean und Ostafrika zum Ziel hatten.
    2014 kehrte Fencsak nach Washington zurück, wo er die NCIS Headquarters Division leitete. Er war verantwortlich für proaktive Strafverfolgungseinsätze sowie Aufsichtsführung und die Bereitstellung von Mitteln für das weltweite Programm zur Bekämpfung des transnationalen organisierten Verbrechens des NCIS. Fencsak hat einen Bachelor-Abschluss im Fach Freie Künste von der Universität des Staates New York. 2001 wurde ihm der National Operational Security Individual Achievement Award verliehen, außerdem erhielt er 2002 durch den Ministerialrat im US-Verteidigungsministerium für Sondereinsätze/Konflikte geringer Intensität eine lobende Anerkennung für besondere Innovationen durch eine Einzelperson im Bereich Terrorismusbekämpfung.

  3. Vielen Dank für Ihren Bericht. Ich möchte diesen mit meinem Wissensstand dazu ergänzen:

    Die Osteuropäischen Krisen, wie die in der Ukraine oder Georgien, werden mit deutscher Mitwirkung völkerrechtswidrig konstruiert und geplant.

    Geschichte:

    Das Marshallcenter in der ehemaligen Artilleriekaserne der Wehrmacht in Garmisch-Partenkirchen untersteht komplett und alleine nur dem US-Verteidigungsministerium

    Die Notwendigkeit einer Einrichtung wie des Marshall Centers wurde im Zusammenhang mit dem gescheiterten Putsch in Russland vom August 1991 erkannt. Das Kommando Europa der US-Streitkräfte (EUCOM) begann mit der Ausarbeitung von Vorschlägen zur Ausweitung der Kontakte in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit zu den jungen Demokratien in Mittel- und Osteuropa. Ziel war es, einen positiven Einfluss auf die Entwicklung demokratischer Sicherheitsstrukturen zu nehmen. Im Februar 1992 wurde dem damaligen Vorsitzenden der Joint Chiefs of Staff, General Colin Powell, der Vorschlag unterbreitet, die Räumlichkeiten des ehemaligen Russischen Instituts der US-Army zu nutzen und dort ein Europäisches Zentrum für Sicherheitsstudien einzurichten, an dem Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Organisationen des Verteidigungssektors europäischer und eurasischer Staaten geschaffen werden sollten.

    Der Plan wurde am 17. März 1992 genehmigt. Der Stellvertretende Verteidigungsminister für politische Angelegenheiten, Paul Wolfowitz, billigte den EUCOM-Vorschlag noch im Sommer, und die Stäbe begannen mit der Entwicklung einer Satzung für das geplante Zentrum.

    Im November 1992 unterzeichnete US-Verteidigungsminister Dick Cheney die Direktive 5200.34 des Verteidigungsministeriums, die die Grundlage für die Schaffung des Europäischen George C. Marshall Zentrums für Sicherheitsstudien als einer Einrichtung des Kommandos Europa der US-Streitkräfte bildete. Durch die Unterzeichnung der Regierungsvereinbarung am 2. Dezember 1994 zwischen dem Hauptquartier EUCOM und dem Verteidigungsministerium der Bundesrepublik Deutschland wurde das Marshall Center ein offiziell ein deutsch-amerikanisches Partnerschaftsprojekt. Deutschland zahlt rund 25 Millionen Euro dazu und stellt Bundeswehr und anderes staatliches Sicherheitspersonal.

    Das sagen im Marshall Center hat aber nur das US-Verteidigungsministerium.

    Gemeinsames Ziel der USA und dem Partner Deutschland ist erst jetzt deutlich erkennbar:

    Eine diskrete Destabilisierung von Osteuropa durch Erschaffung neuer Krisenherde, wie in Georgien, Ukraine, Tschetschenien, Krim-Sezession, Moldawien usw.,

    um die Ausgaben des US-Militärapparates und der NATO, und damit auch der Bundeswehr weiter in die Höhe zu treiben. In der europäischen und deutschen, wie der US-Bevölkerung werden durch Pressearbeit gezielt „FAKE NEWS“ gegen „Andersdenkende“ in diesen Ländern verbreitet, was jetzt mal die „neuen Krisenherde“ betrifft, um die heimlich im Hintergrund gelenkten „künstlich erzeugten Krisenherde“ leichter anzuheizen und durch sogenannte geschulte „Marshall Students“ vor Ort im Krisenherd steuern zu können.

    Erklärter Hauptgegner der Bundeswehr und des US-Militärs war, ist und bleibt Russland

    Das ganze wird dann dort als wichtiges Wirtschafts-Seminar für Sicherheitsstudien getarnt. So kann man das auch harmlos nennen.

    Damit ist Deutschland zusammen mit dem vorgeschobenen US-Militär bei diesen absichtlich konstruierten Krisenherden in OST-EUROPA erneut schuldig Angriffskriege zu planen und mit zu führen. Später wird eine Zeit kommen, da heißt das dann für die rechtliche Aufarbeitung, dass die deutschen Politiker, welche dieses US-System mit eingerührt haben, vor deutsche Gerichte zu stellen sind. Einen Freibrief gibt es hier nicht, die Gesetze in Sachen Angriffskriege stehen ja schon für die Straftäter. Erschwerend ist ja auch der Umstand, dass das Ganze an der deutschen Bevölkerung vorbei und „gut verpackt“ stattfindet.

    Die deutschen Medien verschweigen fast vollständig die Aufgabe der US-Militärs im Hauptquartier des MARSHALL CENTERS in Garmisch Partenkirchen und seinen in Europa verteilten Zweigniederlassungen in US- und Deutschen Botschaften

    Nach dem IRAK Krieg besuchte US-Verteidigungsminister Rumsfeld das Marshallcenter. Er hatte auch Seminare hier besucht. Die Rede von ihm gebe ich bei KEN FM erstmals wieder:

    U.S. Secretary of Defense Rumsfeld’s Speech June 11, 2003. Remarks as delivered by Secretary of Defense Donald H. Rumsfeld, GARMISCH, GERMANY, Wednesday, June 11, 2003:

    Rumsfeld speaks with Marshall Center staff at the 10th Anniversary reception:

    Thank you very much, Dr. Rose (Leiter Marshallcenter 2003), Minister Struck (Bundeswehr). Where are all the Ministers of Defense that are here? Would you all stand up? You’re spread all over. There’s one. Please stand, all the Ministers of Defense, we want to see them. There they are. Look at that. Now that’s a pretty picture (applause). Thank you, thank you.

    It’s good to be back here in Garmisch. I’m trying to think when it was. I think it was 30 years ago, I was Ambassador to NATO, and I came down here with my children and taught them to ski right here. It’s a lovely setting, and certainly I’m delighted to be able to be back here.
    I came from the United States, Portugal, to Albania, to Garmisch. And when one thinks about it, Portugal was an original founding member of NATO. Albania is in the so called MAP program, Membership Action Program, is on a track to become a member of NATO. And now here in Germany, a country that has of course an enormous contributor to NATO. I do greet my fellow Ministers of Defense, the distinguished guests, Mrs. Wörner, it’s nice to see you again, students, ladies and gentlemen.
    I’m pleased to be here on the 10th anniversary of this historic joint effort by the Federal Republic of Germany and the United States to strengthen the transatlantic relationship and to extend it deep into the heart and soul of Eurasia.
    In reading the history of the Marshall Center, I came across those same names you heard here – Powell and Cheney and others. Like its founders, the students of the Marshall Center have also gone on to great things. I heard Dr. Rose mention and Dick Cheney mention how many of the graduates and people here have gone on to become ministers and deputy Ministers of Defense, Chiefs of the General Staff, Deputy Chiefs of Staff, Cabinet Ministers, Ambassadors, Flag Officers. It’s kind of humbling. Here I am, I’m in the same job I was in 25 years ago (Laughter). It just shows what a graduate can do from the Marshall Center (Laughter).
    I know this Center is important not simply because of its success of its alumni, but also because of the importance of the transatlantic relationship that it is designed to support and to sustain.
    So I want to visit today a bit about the future of that relationship, and this institution that is part of its anchor in the North Atlantic alliance.
    In 1949, President Truman called the founding of NATO “a neighborly act,” an interesting phrase, not surprising from a man from Missouri, comparing the new Alliance to a group of neighbors, living in the same locality, who form an association for their mutual self-protection and self-interest. And he was right.
    But it has of course become much more than a neighborly act. In many ways, the North Atlantic community is much like a family. Millions of Americans trace their roots back to Europe, and proudly identify themselves as German-American, Polish-American, Italian-American.
    So Americans and Europeans-Europe, both Eastern Europe and Western Europe are joined together by more than just common interests. We’re united by ties of blood and purpose, a common heritage of liberty and democratic self-government; ties that have been in a very real sense forged in war and sealed in struggle.
    Like a family, from time to time we don’t agree on everything, sometimes we have debates and discussions. But when threatened or challenged, we need to come together, as we did after September 11th.
    And today, we are adding new members. The arrival of each one of those new members in NATO, it was 15 back when I was ambassador of NATO, now 19 and soon to be 26. The addition of each new nation brings new energy and new perspective to the Alliance.
    Like many of you, I vividly remember the excitement of seeing the revolutions in Central and Eastern Europe unfold- watching those newly-liberated people bringing down the statues of Lenin in their capitals. It was a remarkable sight to see.
    Europe is a better place for the involvement of these recently-liberated nations. And so is the world.
    Our new NATO allies, those also who will soon become allies, and those countries that work in the Partnership for Peace, are all making an important difference.
    The record speaks for itself. Dr. Rose has mentioned the numbers of people that have been trained from so many different countries here in this Center. Almost every one of those nations that he mentioned, the 50 plus nations, has contributed in some way to our activities in the global war on terror.
    Some 35 have sent representatives to the U.S. Central Command in Tampa; 33 were part of the coalition in Operation Iraqi Freedom; 28 are currently contributing troops or assistance for post-war conflict operations in Iraq; 29 are helping today with security, stability, and humanitarian efforts in Afghanistan.
    That’s an impressive record.
    But it begs the question: Why is it that so many nations- some small, others still struggling with economic and political transitions of their own – have been able to make such outsized contributions to peace and security?
    The key, I believe, is that even as they are busy looking inward, at rebuilding their economies and societies as they must, they’ve had the vision to look outward as well, to find ways that they can contribute to a more peaceful and a more secure free world.
    It suggests that the distinction between old and new in Europe today is really not a matter of age or size or geography. It’s really a matter of attitude- of the vision that countries bring to the transatlantic relationship and to the challenges that we will all face in the years ahead.
    Many nations in Europe- but not all- see the nexus of terror and weapons of mass destruction as a very serious threat, and recognize that transatlantic unity is more critical than ever if we, collectively, are to able to successfully deal with those threats.
    I think that most see the value of a robust transatlantic relationship. It is, I believe, compatible with European integration. It certainly is critical to our mutual security and the success of our common interests.
    These differing attitudes, that do exist, however, drive the choices that nations make; choices about a willingness to recognize new threats and take action to deal with them; choices about a willingness to invest in the kinds of military capabilities that will allow us, each of our nations, and collectively, to contribute to peace and stability.
    I think it should come as no surprise that many of the nations with fresh memories of tyranny and occupation have been among those most willing to face the new threats, and contribute to dealing with them. This attitude is why, a decade after the Cold War ended, NATO now has invited 10 new allies to join the Atlantic Alliance. They’re bringing new vision and new vitality to this old Alliance.Let me be clear: these countries have not been invited into the alliance as junior partners, allowed to join the so-called grown-up’s table so long as they sit quietly. No, they have been invited to participate fully and to help lead.
    And already we are seeing leadership in action. Poland is preparing to lead one of the three division headquarters in Iraq- a 7,000-man force that will probably be comprised of some 12 forces from some 12 different counties. Romania has an infantry battalion deployed in Afghanistan, and plans to deploy another infantry battalion shortly to Iraq. Albania has forces in Afghanistan as well as in Iraq. Many others are contributing in important ways as well.
    We need to work even more closely today, because the threats we face in the 21st century are of a nature that really no nation can face them alone.
    Take proliferation. It’s not a problem that individual nations can handle by themselves.
    We know that North Korea is the world’s foremost proliferator of ballistic missile technology. Now they’ve stated that they may not only build, but also sell nuclear weapons and materials.
    If free nations do not come together and come to grips with the proliferation problem, it’s possible that not so many years from now, when folks gather here for the 20th anniversary of the Marshall Center, we could be living in a world with up to twice the number of nuclear powers- and the reality that a number of those new nuclear powers could be terrorist states.
    The fact is, we face three intersecting dangers today: the growing arsenal of rogue, failed or failing states; the exponential growth in trade among these states in WMD-related materials, technologies and delivery capabilities; and the relationship between these states and terrorist networks that are seeking to obtain chemical and biological and nuclear material.
    If we are to deal with these new dangers, we need new tools of international cooperation, including new authorities to prevent- and, if necessary, interdict- the import, the export and the transshipment of weapons of mass destruction, ballistic missiles, and WMD-related materials from and between and to terrorist states.
    We also need to strengthen existing mechanisms for international security cooperation. We are working to transform our Department of Defense in the United States. And we are also working with our allies to help transform NATO from a 20th century defensive alliance, into a 21st century alliance capable of projecting power out of area, with leaner command structures, and a rapid response force that can deploy in days instead of months.
    As we strengthen institutions that allow free nations to cooperate on a multilateral basis, we must take care not to damage the core principle that under-girds the international system- the principle of state sovereignty.
    Today, we see respect for states’ sovereignty eroding. We see it, in my view, in the International Criminal Court’s claim of authority to try the citizens of countries that have not consented to ICC jurisdiction.
    We see it in the new Belgian law purporting to give Belgian courts “universal jurisdiction” over alleged war crimes anywhere in the world. Already charges have been filed against General Tommy Franks under this dangerous law, which has turned Belgium’s legal system into a platform for, what I believe will prove to be, divisive, politicized lawsuits against officials of her NATO allies. There are, I might add, suits also pending against President George Herbert Walker Bush, Vice President Cheney, Secretary of State Colin Powell, and others. I suppose if George Marshall were alive there would be suits against George Marshall in the Belgian courts.
    These trends are dangerous, not simply because they threaten to disrupt cooperation between friends and allies, but also because the erosion of respect for states sovereignty absolves states of their responsibilities to deal with problems within their borders.
    Sovereignty is a two-way street- it implies rights and also responsibilities, it seems to me. Those who would strip away the sovereign rights of nations have to recognize that in the process they may also strip away states of sovereign responsibilities.
    Too often, the erosion of sovereignty gives states an excuse to take the easy- way-out- by blaming globalization, or punting problems to supra-national bodies, instead of taking responsibility for problems that originate from poor national governance.
    A case in point is the threat of terrorism. Terrorists are parasites who seek out weak and struggling nations to serve as hosts. As states have appeared weaker, terrorists have moved in- hiding in ungoverned areas, using them as bases from which to launch attacks on innocent men, women, and children.
    It’s my view that states have a responsibility to govern areas within their borders. And we need to be able to hold states accountable for their performance. Those who want to push sovereignty away can’t have it both ways: either states are responsible for the governance of their countries or they’re not.
    Strengthening the state is also critical if we are to give international cooperation a new lease on life. It took the will of sovereign states, working in large coalitions, to deal with problems like Bosnia, Kosovo, Afghanistan, and Iraq. The lesson is that truly effective multilateralism requires the cooperation of sovereign nations, working together through strong alliances and coalitions of the willing.
    To deal with the threats of the 21st century, we have two important challenges. First is to strengthen states- including their ability to effectively govern their territory, police their borders and contribute to coalitions of the willing. And second, to strengthen and reform the institutions that facilitate multilateral action by, and cooperation between sovereign states- such as NATO and the Partnership for Peace.
    For a decade now the Marshall Center has produced the leaders who are helping to make these changes happen. That’s a good thing. In just ten years, the graduates of this Center have already made an enormous difference- in their countries and also in the world. I believe part of that is because they are the kind of people who were selected to participate here, part of it is because of what they may have learned here, but part of it also are the relationships that they’ve developed here and the linkages they take back to their countries, and the respect they develop for other people and for other countries and for other customs and approaches.
    So I have confidence that, with your vision and your commitment, our successors a decade from now will be able to look back on the 20th [anniversary] of this institution, and say that free people rose to meet the challenges of a still dangerous and a still untidy world.
    Thank you very much and God bless you all. (applause)

    Interessant ist noch die Verleihung des „Marshall-Award“ in New York:

    THE GEORGE C. MARSHALL FOUNDATION AWARD was established in 1997 to commemorate the 50th Anniversary of the Marshall Plan. The Marshall Award is presented biennially to an individual or organization that has made a significant contribution at the international level to ameliorating „hunger, poverty, desperation and chaos,“ as described by Secretary of State Marshall in his speech at Harvard University, June 1947.

    Past Recipients

    David Rockefeller received the second George C. Marshall Foundation Award at a dinner and ceremony at the New York Public Library in May 1999.

    Mr. Rockefeller was honored for his long-time commitment to positive international economic development, his humanitarian service to community based on the recognition that a healthy, vibrant society depends upon a sound economic base, and his strength of character in the tradition of George Catlett Marshall.

    The first recipient of the Award was Helmut Kohl, Chancellor of the Federal Republic of Germany, who received the Award on June 5, 1997, at a Gala Dinner celebrating the 50th Anniversary of The Marshall Plan Speech in Washington, D.C.

    Der Marshall-Preis wurde an Bundeskanzler Kohl vom US-Vorstandsvorsitzenden des Konzerns SHELL OIL Mr. Miller überreicht. Das war eine Überraschung.

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