Lasst uns an den Umständen nicht verrückt werden

Von Dirk C. Fleck.

Wie geht man mit der Tatsache um, dass man einer Spezies angehört, die sich blind in den kollektiven Untergang wühlt und dabei alles andere Leben aus dem Gleichgewicht reißt, ohne dass man auch nur die geringste Möglichkeit hätte, dieser verheerenden Entwicklung entgegen zu wirken? Jahrzehntelang haben wir uns in unserer Ohnmacht mit immer neuen Parolen rüsten müssen: Rettet die Nordsee, rettet das Nashorn und das Klima, rettet den Regenwald, rettet den, die, das. Das Ergebnis? RETTE SICH WER KANN!

In meinem letzten Artikel hier auf KenFM schrieb ich, dass es ja nicht die Herausforderungen sind, die uns ohnmächtig werden lassen, sondern das verbreitete Gefühl, nicht an der praktischen Umsetzung von Lösungsansätzen teilnehmen zu können. Das Problem ist nicht die Krise! Das wirkliche Problem ist das Gefühl der Machtlosigkeit, dieser Eindruck, mit gebundenen Händen dazustehen und nichts anderes tun zu können. Wie schafft man es nun, angesichts der permanent sich verschlimmernden Zustände nicht verrückt zu werden? Diese Frage scheint inzwischen immer mehr Menschen zu beschäftigen. Wie schnell wir der Verzweiflung nahe kommen können, beweist dieser Kommentar, den mir ein FB-Freund gepostet hat:

“Deine Beiträge auf Facebook rühren mich sehr an. Auch meine Aufgabe habe ich im Wort und im Schreiben gesehen, jedoch unterliege ich seit einigen Monaten einer vollkommenen Schreibblockade. Was du an Argumenten anführst, macht mir klar, warum ich derzeit schweige. Alle Dinge laufen so sehr aus dem Ruder, da ist der Einzelne als einsamer Rufer verloren und das Leben verliert zusehends an Sinn.”

Die folgenden Aussagen aus einer E-Mail, die mich vor kurzem erreichte, möchte ich ebenfalls nicht unerwähnt lassen.

„Guten Abend Herr Fleck,

ich muss Ihnen sagen, dass es unglaublich gut tut (wenigstens für den Moment des lesens oder hörens) Ihnen zuzuhören, oder Ihre Artikel zu lesen. Warum sage ich das? Weil es mir in Bezug auf unsere Erde exakt genauso geht wie Ihnen. Man ist aktiv, illegal und legal, man engagiert sich, sucht nach Lösungen. Und um so länger man das tut, um so schlechter kann man schlafen, um so schlechter kriegt man die Bilder aus dem Kopf und um so mehr versucht sich die Verzweiflung breit zu machen. Ich denke auch, dass es zu spät ist. Was mich nur unsagbar traurig macht ist, was wir mit uns in die Tiefe reißen. Ich hasse meine Spezies so hochintensiv für diese pausenlosen Perversitäten.“

Der Mann ist Geschäftsführer eines sehr erfolgreichen Berliner Unternehmens. Sein Brief schließt mit den Worten: „Ich hatte ein wirklich interessantes Leben mit vielen Erlebnissen, die der allerallergrößte Teil der Bevölkerung nur aus dem Kino kennt. Und doch ist es wertlos, weniger wert als ein Windhauch oder eine Welle. Damit kann ich leben, womit ich nicht leben kann, ist meine Hilflosigkeit. Wie haben Sie Ihren inneren Frieden gefunden, wenn Sie ihn denn gefunden haben? Wie kommt man mit sich selbst ins Reine?“

Eine gute Frage. Vielleicht sollte man sich häufiger bewusst machen, dass hinter dem, was wir als Realität bezeichnen, eine ganz andere Wirklichkeit steckt, welche mit den Mitteln des Verstandes gar nicht oder nur unzureichend erklärt werden kann, eine Wirklichkeit, die sich jeder Etikettierung verschließt. Die Naturwissenschaften sind nicht in der Lage zu erkennen, dass sich ihnen die Natur nur so vorstellt, wie es ihre Messmethoden erlauben. Also: welche Art von Wirklichkeit erkenne ich, wenn ich mit dieser Art zu denken der Wahrheit auf die Schliche kommen will? Unsere sogenannte Realität, also das, was wir begrifflich festgelegt haben und aus der unter anderem auch unser Leid und unsere Empörung erwachsen, ist lediglich eine dreidimensionale Folie, die über die Wahrheit gezogen wurde. Wir sollten uns daher immer wieder bewusst machen, dass wir nur ein einziges Instrument zur Verfügung haben, um das Mysterium unserer Existenz zu ergründen: uns selbst! Unsere Sinne!  Jedes Individuum ist sein eigenes Medium. Wir haben uns zwar darauf geeinigt, etwas blau zu nennen, aber ob das Blau, das meine Mitmenschen wahrnehmen, von gleicher Farbe ist wie das Blau, das ich sehe, steht auf ewig in den Sternen. Wichtig ist, uns klar zu machen, dass wir alleine geboren wurden und alleine sterben werden. Und dass wir bei genauerer Betrachtung auch alleine leben. Daran ändert auch die Mitgliedschaft in Kegelclubs oder Esoterikzirkeln nichts.

Jeder von uns hat eine Vorstellung von sich selbst, wir definieren uns über Eigenschaften wie schüchtern, großzügig, eifersüchtig, ehrgeizig, galant, abergläubisch, tierlieb, zärtlich, treu, flatterhaft, pedantisch, vergesslich, gutgläubig, verantwortungsbewusst und was uns sonst noch alles einfallen mag. Nichts davon ist in den Laboren der Wissenschaft beweisbar. Nach den Regeln der Vernunft („Ich glaube nur, was ich sehe“) gibt es uns gar nicht. Und trotzdem haben wir eine genaue Vorstellung von unserem Wesen, obwohl es sich jedem wissenschaftlichen Beweis entzieht. Der Mensch besitzt nichts, weder seinen Körper, der ihm jederzeit genommen werden kann, noch irgendeine Wahrheit, die ihm beim nächsten genauen Hinsehen ohnehin wieder abhanden kommt. Alles, was auf uns Eindruck macht, jede Idee, „die uns kommt“, gehört uns nicht, es sind flüchtige Leihgaben. Wir sind Gespenster, die sich über ihre Einbildungen definieren … Wer mir bis hierhin nicht folgen mag, darf das gerne wieder als „spirituelles Geschwurbel“ abtun.

„Wissen Sie, was ich glaube? Dass wir in eine Welt hineingeboren wurden, in der sich niemand mehr die Zeit nimmt, der zu werden, der er ist – und all diese Menschen, die nicht sie selbst sind, verletzen die wenigen Menschen, die sich diese Zeit nehmen.“ Das hat der von mir sehr verehrte Sean Penn gesagt und ich denke, er hat verdammt recht damit.

Aber zurück zu den verzweifelten Texten, die ich eingangs zitierte. Was soll ich sagen? Wir befinden uns ohne Zweifel an einem Wendepunkt der Geschichte. Eine bessere Welt ist aber nur möglich, wenn wir zu einer grundsätzlich anderen Lebens- und Weltanschauung finden. Es gibt inzwischen viele Menschen auf der Welt, die diesen Bewusstseinswandel vollzogen haben, und täglich werden es mehr. All das passiert in einem ungeheuren Tempo, und es passiert jetzt. Die Vertreter des alten Systems wissen das. Sie wissen, dass ihre Richtlinien, Normen und Werte nicht mehr funktionieren. An solchen Wendepunkten nehmen wir Abschied von der Persönlichkeit, die wir waren. Wir begrüßen die Person, die wir gerade werden. Unsere Ängste entsprechen denen, die wir vor dem Sterben entwickeln. Aber wir müssen begreifen, dass wir nicht alleine sind mit unserer Furcht, dass die Angst uns alle erfasst, aber dass wir sie miteinander teilen können. Wir müssen erkennen, dass die Erschütterungen der alten Ordnung ein gewaltiges Potenzial an bis dato gebundener Lebenskraft freisetzt, das uns nun befähigt, etwas völlig Neues zu schaffen. Wenn wir aber vor dem Unbekannten zurückschrecken, wenn wir uns vor der Verantwortung für das Neue drücken und nur zögerlich die nächsten Schritte gehen, dann deprimieren wir die Person, die wir werden zugunsten der Persönlichkeit, die wir waren.

Lets do it! Was haben wir denn noch zu verlieren?

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

95 Kommentare zu: “Lasst uns an den Umständen nicht verrückt werden

  1. Ich persönlich habe mich mit dem Gedanken abgefunden, dass es für diese Gesellschaft keine Zukunft mehr gibt. Wenn man einmal den Gedanken akzeptiert, dass der Mensch nicht der Mittelpunkt des Universums ist, dann fällt es nicht mehr schwer, sich ein Danach vorzustellen. Schwierig wird es nur, wenn man mit dieser Sichtweise versucht sich noch für das alltägliche Leben in dieser Gesellschaft zu motivieren. Wozu eigentlich noch arbeiten gehen, sich anstrengen, eine Familie gründen, ein Haus bauen, wenn es ohnehin keine Zukunft für diese Gesellschaft gibt und die eigene Arbeit in Wirklichkeit ein kleiner Beitrag zum Ökozid ist.

    Interessant, dass sie von einer Wirklichkeit hinter einer Realität sprechen. Ich sehe es genau umgekehrt. Ich glaube 🙂 an eine (objektive) Realität hinter einer (subjektiven) Wirklichkeit. Ich glaube auch, dass diese Realität in ihrer Beschaffenheit radikal von unserer wahrgenommenen Wirklichkeit abweichen kann. Angenommen, dass gesamte Universum wäre eine Art Computersimulation und unsere tatsächliche Repräsentation kleinste Informationseinheiten die von einem Mechanismus außerhalb des Universums ausgewertet werden. Vielleicht sind wir dann nur einer von vielen Testläufen die im Millisekunden-Takt mit veränderten Startparametern bzw. Naturgesetzen von diesem Mechanismus ausgeführt werden… 🙂

    • Nun mal nicht so düster sehen, auch wenn Endzeitstimmung zur Zeit angesagt ist. Es wird wieder Frühling, die Blumen blühen, der Melatoninspiegel steigt. Dann kommt man auch wider aus der Matrix.

    • Gut, dass dieses Kommentar noch kam. Ich denke nämlich auch seit 2 Tagen darüber nach, dass hier noch nicht alles Notwendige gesagt worden sein könnte. Und zwar wollte ich noch betonen, wie wichtig ich es für uns Menschen jetzt finde, dass sich jeder seiner eigenen tatsächlichen Gemütslage wirklich bewusst wird. Wenn der einzelne Mensch nicht tief genug hinab taucht in seine eigene Psyche und sich nicht ehrlich eingestehen will, was da wirklich los ist – aus welchen Gründen auch immer- so kann natürlich kollektiv erst recht nichts bereinigt und ganz neu begonnen werden. Ein Neuanfang kann nur aus dem Herzen jedes einzelnen Menschen kommen und dazu müssen wir doch erst einmal bereit sein, uns zu der großen Trauer auch zu bekennen, die unsere Herzen erfüllt. Wir müssen uns erst einmal unserer eigenen Trauer über all das bewusst werden und uns erlauben, diese auch zu fühlen. Wenn wir diese Trauer- aus welchen Gründen auch immer – nur immer noch weiter verdrängen oder sogar als etwas Negatives ansehen bis dahin, dass wir sie sogar noch bei anderen als Falschheit oder Strategie verurteilen wollen, dann kommen wir aus diesem Teufelskreis der Verzweiflung nicht heraus. Ich sehe für mich das empfinden von tiefer Trauer heute als Gnade des Mensch-Seins an. Als die einzige wirkliche Quelle für eine heilende Veränderung. Nur aus einer kollektiv frei eingestandenen tief empfundenen Trauer kann das Gefühl echter Gemeinschaftlichkeit und kollektiver Friedensbereitschaft erwachsen. In der Trauer sind wir alle eins und niemand mehr möchte sich „aufspielen“. Dieser Tiefpunkt der Seele muss erreicht werden(dürfen). Von möglichst allen. Damit wäre auch die Angst besiegt.

  2. Lieber Dirk C. Fleck! Ich habe mir Ihren Artikel jetzt noch einmal durchgelesen und möchte Ihnen zusätzlich zu meinem ersten Kommentar noch sagen, dass ich diesen Beitrag von Ihnen wieder besonders gut und dankenswert finde. Ich finde ihn deshalb so gut, weil er nicht diesen eher lähmenden Zwangsoptimismus vor sich her schiebt, den sich viele glauben, aufzwingen zu müssen, weil er einfach die Dinge genauso benennt wie sie liegen. Ich finde Ihre Kompromisslosigkeit angenehm enstpannend und auch verbindend, weil man erfährt, dass es anderen genauso oder ganz ähnlich geht, wie einem selbst. Danke! Sie taten nicht nur sich selbst, sondern auch uns Gutes damit!

    • Danke, Veganislove. Und wieder sind die kritischen, ja fast beleidigenden Kommentare ausschließlich von Männern verfasst worden. Es ist schon aberwitzig, was diese HERRschaften mir unterstellen oder in den Text hinein interpretieren. Ich bin diese herzlose Auseinandersetzung leid. Nicht nur, weil sie sehr häufig verletzend ist (damit könnte ich umgehen), sondern weil sie mir zeigt, wie schwer es ist, einen Konsens herzustellen angesichts der dramatischen Situation, in der wir uns befinden.

    • Ich glaube -und erlebe es ja auch selbst- wer heute sich bemüht, von Grund auf ehrlich zu sein, muss immer mit der Kritik derjenigen rechnen, die sich immer noch etwas vormachen(wollen) bzw. sich einbilden(wollen), etwas zu sein, was sie nicht sind. Dies kommt aber letztendlich auch wieder auf das hinaus, was Sean Penn gemeint hat. Aber Frauen können genauso verletzend sein, das können Sie mir glauben! 🙂

    • V-love

      „Aber Frauen können genauso verletzend sein, das können Sie mir glauben!“

      Unterschreibe ich sofort 🙂

    • Lieber Dirk C.

      Ich würde mich sehr freuen wenn Sie es nicht zu sehr leid sein würden.

      Natürlich sind viele Ihrer Publikationen interpretationsfähig, wenn nicht gar sehr kontrovers zu betrachten.
      Ausschließlich negative Absichten sehen zu wollen erscheint mir bösartig und vielleicht auch hilflos zugleich.
      Für mich, ebenso für Menschen in meinem Umfeld, sind Sie schon viele Jahre der hoffnungsvoll mutig Resignierende.

      Danke für viele Stunden Lektüre
      andi

    • Das wollte ich auch noch sagen: Lassen Sie sich bloß nicht irritieren durch die Kleingeistigkeit! Sie sind hier, finde ich, ein ganz wichtiger „Entspannungs- und Abtauchungspool“ als Gegengewicht zu den sachbezogenen Politik -Artikeln! Und,ja, ich könnte auch selber immer wieder an der Aussichtslosigkeit auf eine breitere einsichtige Einigkeit in der Bevölkerung verzweifeln, aber es gibt nun einmal nur den einen Weg zum Licht. Wer mich und mein Anliegen nicht mag, wenn ich aufrichtig bin, den kann ich auch mit ausgeklügelter Diplomatie nicht überzeugen. Und mehr davon braucht die Welt nun wirklich nicht, sie ist ja schon längst dabei, sich daran nur noch zu übergeben!

    • @veganislove

      Es ist mir schon ein Rätsel, warum ich sie nicht möge nur, weil ich eine andere Meinung habe als Sie. Ist es nicht eher so, dass sie mich nicht mögen, weil ich eine andere Meinung habe als Sie? Ich kann mich nicht daran erinnern, Sie kritisiert zu haben, weil Sie positiv über den Text denken. Es ist eher so, dass sich meine Kritik an diejenigen richtet, die mir meine Sichtweise bzw. Meinung zu dem Text absprechen, nach dem Motto:

      „Der hat Sie ja nicht alle, der hat sich geirrt, der Irre, was glaubt er wer er ist?
      Das sind ganz neue Sitten, das ist ja ganz und vollkommen komisch anders zu denken als man selbst ! Dieser gefährlich anders Denkende ! Und jetzt alle : Ächtet ihn !!!“.

      Nur zu.

      Viele Grüße vom lieben kleinen Geist, oh Du großer Geist.

    • kernschmelze: Nein, das ist jetzt, finde ich, wieder genauso eine Fehlinterpretation wie die des Dirk C. Fleck- Textes!
      Es ist ein entscheidender Unterschied, ob ich sage, dass sich jemand nicht durch dieses oder jenes irritieren lassen soll, oder ob ich sage: das müsse geächtet werden.
      Zur Kleingeistigkeit muss ich allerdings dazuzählen, wenn jemand nicht bereit ist, auch mal einen Fehler einzugestehen. Ich finde z.B. Humor eine sehr sympathische Eigenschaft/Möglichkeit unserer Spezies. Und zum Humor gehört auch, wenn man über sich selber lachen kann.
      Sie waren ja auch nicht der oder die einzige, die den Text von Herrn Fleck derart negativ interpretiert haben. Das hat es ja für Herrn Fleck überhaupt erst so schlimm gemacht. Wenn Sie der einzige user gewesen wären, dann hätte ich entweder gar nichts weiter geschrieben, oder direkt an Sie. Da es aber mehrere waren, habe ich es als gesellschaftliches Zeitphänomen gesehen.

  3. In Vorerster Linie ist es natürlich so, dass der Autor schon langjährige Erfahrung in seinem Beruf hat, vor allem auch in den Blättern Stern und Spiegel, die einen gewissen vorauseilenden Instikt erfordern was gewünscht ist und was nicht , und ich bezweifle dass er nicht weiß was er schreibt und welche Wirkung er und seine Artikel auf Leser haben.

    Deshalb auch meine Analyse im meinem Kommentar weiter unten dessen Urteil sich jeder selbst bilden kann.

    Mit Glauben hat das wenig zu tun. Deshalb auch die Analyse. Da gibt es wenig Raum (nämlich gar keinen) zur Deutung des Textes und Eindruck ist für jeden ersichtlich. Wer Augen hat der sehe. Wer möchte kann sich auch einen roten Stift für die negativen und einen grünen für die positiven Sätze nehmen, dann wird es eng für eine zwanghaft positive Deutung. Deshalb auch das Fazit.

    Der Artikeltext hier bei KenFM ist, meiner Meinung nach, tatsächlich negativ bis depressiv und in jedem Fall kontraproduktiv

    Ein 100-Meter-Läufer der sich vor dem Start wie folgt motiviert „Ich bin alleine, ich exitiere nicht, ich bin hilflos, es ist zu spät, die Angst ist bei mir.“, wird es mit Sicherheit schaffen kraftvoll loszulegen, so die angebliche Logik des Textes.

  4. Sehr geehrter Herr Fleck,
    vielen Dank für ihre Artikel. Sie geben mir immer zu denken und ich bin sehr dankbar für Ihren anderen Blickwinkel auf unsere Welt.
    Haben Sie oder andere Leser ein paar Tipps für mich, welche Bücher sich mit unserem Zusammenleben mit Tieren und unserer Umwelt befassen, evtl. gibt es Bücher aus der Sicht von Naturvölkern oder asiatischen Völkern, die noch nicht dem westlichen Konsumerismus verfallen sind. (Bevorzugt nicht in Romanform.)
    Vielen Dank für jeden Tipp im voraus.

  5. Wir sollten uns an die positiven Dinge halten, dort wohin wir gehen möchten, unsere Kraft folgt der Aufmerksamkeit. Das Negative dient nur kurzzeitig dazu um Erkennen zu können, danach hat es den Zweck erfüllt. Im Grunde wissen wir das alles und müssen es uns nicht jeden Tag wieder und wieder vorhalten, was alles nicht in Ordnung ist. Malt Euer Bild aus wie Eure Welt sein soll und handelt danach. Ignorieren oder in Negativität verharren hat noch niemand aus der Krise geholfen.

    Die Welt ist so wie sie ist, weil wir dem Negativen so viel Raum geben. In unseren Kinos, im TV und unseren Unterhaltungsfilmen herrscht fast ausschließlich Gewalt. Wie können wir erwarten, das diese Bilder, die wir privat so aufregend und toll finden und sich in der realen, wirklichen Welt widerspiegeln, verändern können, ohne unser Verhalten zu ändern, ohne unseren Fokus zu ändern?

  6. @ alle

    Bakunin: Staatlichkeit und Anarchie.
    Ein Professor oder Lehrer sollte halbtags als Arbeiter, Gärtner (oder eben Pfleger im Pflrpegeheim) etc. arbeiten. Und Pfleger oder Gärtner, Arbeiter sollten halbtags als Lehrer, Anwälte etc. arbeiten. Halbtags mit den Händen; halbtags Kopfarbeit. So würde jeder den anderen besser verstehen.

    • Toni Hill

      Da bin ich ganz Ihrer Meinung.
      Es beruht auf dem Prinzip wechselseitiger Empathie durch Betroffenheit.
      Jesus hat uns dafür ein schönes Beispiel gegeben. Als Jesus Petrus die Füße waschen will, so wie er es zuvor bei ihm getan hatte, sagte Petrus entsetzt: Nein, Du, der Herr, kannst mir armen Sünder doch nicht die Füße waschen. Darauf sagt Jesus: Verstehst du denn nicht? Wenn ich dir nicht die Füße wasche, so wie Du es bei mir getan hast, dann haben wir keinen Anteil aneinander!

      Ob sich das so umsetzten lässt, dass der Gärtner halbtags als Anwalt arbeitet, müsste man dann noch sehen.
      Wenn aber zum Beispiel alle Menschen einer Gemeinschaft, sprich des Volkes, grundlegend einen gemeinschaftlichen Arbeitsdienst leisten müssten, z.B. die unangenehmen Arbeiten, wie Straßenreinigung, Müllentsorgung (auch Atommüll etc), dann wäre schon mal was in diese Richtung geschafft.

    • @ Außerkontrole

      Ich sehe, wir verstehen einander. Fürchte aber, daß die „Empathie durch Betroffenheit“ bei einem befristeten Dienst an der Gesellschaft nicht von Dauer ist. War Jesus Anarchist?
      Was meinen Sie?

    • Toni Hill,
      Ja, diesen Eindruck hatte ich schon häufiger beim Lesen der Kommentare.

      Was den befristeten Dienst angeht, könnten Sie wohl recht haben. Etwas Umfassenderes bedürfte jedoch, was sicher wünschenswert wäre, ein komplexeres Verständnis von z.B. Bildung, überhaupt ein entsprechend offeneres Menschenbild, welches auch immer in gewisser Weise offen im Sinne von veränderbar sein müsste.
      Ob Jesus ein Anarchist war?
      Wenn ich Anarchie definiere als die Abwesenheit von Herrschaft, müsste man, meiner Meinung nach, ja und nein sagen. Dazu sende ich Ihnen eine Aussage, die ich vor kurzem in einem anderen Zusammenhang gemacht habe:

      Menschheit, Gesellschaft, Nation, was auch immer, ohne Herrschaft gibt es nicht. Die Frage ist was herrscht, der Geist der trennenden oder verbindenden Elemente menschlichen Seins? Ist es die Herrschaft der Unterdrückung, des Geldes, der Konkurrenz, des Gewinnstrebens und einer hohlen Individualität oder die Herrschaft der Liebe, des Zugehörig seins, der Kooperation, der gegenseitigen Anerkennung als Mensch und des Eins seins mit sich und der Natur?
      Wie ich die Botschaft dieses Mannes interpretiere, gibt es die Herrschaft der Liebe, die wohl nicht als negativ Beherrscht sein empfunden werden kann. Ich kann z.B. nicht grundlegend von einer Antiautorität sprechen, die ich gut heißen würde. Es kommt darauf an, auf was sich eine Autorität beruft, auf eine ihm von anderen gegebene Position oder auf eine persönliche Kompetenz oder Fähigkeit. Die von mir selbst anerkannte, weil empfundene Autorität ist der natürliche Zustand eines Momentes oder Zeitraumes, den ich in Anspruch nehme und zwar solange, wie ich sie meiner Meinung nach brauche.
      Mit dem Begriff Anarchie verbinde ich relativ ambivalente Gefühle. Von absoluter Zustimmung und Freude bis Vorsicht, das kann auch nach hinten losgehen, also Furcht.

    • Herrschaft ist Macht, und Macht ist die Durchsetzung von Willen.
      Darum sollen wir zu Gott beten: „Dein Wille geschehe“.
      Denn nur der Wille Gottes ist zum Vorteil eines jeden seiner Geschöpfe.
      Jesus hat in Vollendung gelebt was Gott will: Jeder Mensch soll der Diener seines Nächsten sein und zwar aus freiem Willen durch die Liebe zu seinem Nächsten dazu bewogen.
      Wenn alle Menschen dies vollbringen, dann wird aus jedem Diener aber auch gleichzeitig ein König.
      Gott will, dass wir erkennen, dass der Mensch bzw. die Gemeinschaft der Menschen das Wichtigste und damit Kostbarste für einen Menschen ist.
      Denn nur der Mensch ist nach dem Ebenbild Gottes geschaffen.
      Wer das verstanden bzw. erkannt hat, der ist an der Welt und ihren Verlockungen nicht mehr interessiert.
      .
      Das extreme Gegenteil dazu ist, dass man sich vorstelle, als Mensch der Alleinherrscher über alle anderen Menschen zu sein, aber kein anderer Mensch hat mehr eine emotionale Beziehung zu einem selbst.
      Zwar kann man sich mit dieser Macht alle Verlockungen der Welt für sich nutzen und sich ihnen hingeben, aber
      so vereinsamt man als Alleinherrscher derart, dass es genauso wäre, als würden sich alle anderen umbringen, bevor sie weiter unter dieser Herrschaft leben müssen.
      Genauso allein ist dieser Mensch als Alleinherrscher und er stirbt innerlich noch bevor sein Körper stirbt.

    • Lieber Habakuk,
      Sie schreiben:
      „Wer das verstanden bzw. erkannt hat, der ist an der Welt und ihren Verlockungen nicht mehr interessiert.“
      Warum sollte der Mensch, der das erkannt hat, nicht mehr an der Welt interessiert sein?
      Wenn der Mensch sich seiner selbst bewusster wird, und der Mensch ist ja das einzige Lebewesen, dem diese Fähigkeit gegeben ist, dann ist doch die Welt, als Spiegel des eigenen Bewusstseins, von wachsendem Interesse, weil uns alles aufgezeigt wird. Und wenn wir lernen, die Geschehnisse im Außen bewusster wahrzunehmen, dann stellen wir sehr bald fest, dass das Leben der beste Lehrmeister ist und unsere ganze Aufmerksamkeit verdient.
      Das einzige was dann tatsächlich abnimmt ist der oberflächliche, kompensatorische Konsum, der immer unbedeutender wird.
      Oder meinten Sie, im Sinne von Jesus Christus „meine Jünger sind in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt“, die Auflösung der Identifikationen?

  7. Ich finde Kommentator ‚Sunny‘ hat die Dinge im Prinzip schon richtig erkannt. Aus der Sicht von NLP wurde hier versucht eine Handlungsabsicht zu initiieren indem ständig betont wird wie wir nicht handeln können. Das widerspricht einer Zielfokussierung. Jeder der ein bisschen NLP kennt zerlegt diesen Artikeltext hier bei KenFM. Wenn Sie bei einer Wanderung loslegen wollen, sagen Sie auch nicht ständig wo sie garantiert nicht hin wollen und lassen das Ziel verhüllt in Schweigen.

    Der Autor gibt vor positiv zu sein und motivieren zu wollen. Mit Hilfe von negativen Bildern scheint mir das etwas hanebüchen und konstruiert zu sein.

    Das Denken funktioniert in Bildern. Wenn ich dem Kopf nur negative Bilder vorgebe, wird auch mein Handeln negativ.

    Auf die selbst gestellte Frage „Wie schafft man es da raus zu kommen“, wird mit Beispielen der Verzweiflung geantwortet.

    Zwei Absätze „verzweifelter Briefe“, die zum Autor als Heilsbringer aufsehen.

    Brief 1: „Ich Blockade“, „Du redest (Autor) ich schweige (Verzweifelter)“, „Die Dinge laufen aus dem Ruder“, „Der Einzelne ist verloren“, „Das Leben ist sinnlos“.

    Brief 2: „schlechte Bilder im Kopf“, „Verzweiflung“, „Es ist zu spät“, „Wir reißen uns in die Tiefe“, „Ich hasse mich (meine Spezies) hoch intensiv“, „meine Hilflosigkeit“.

    Der Autor fährt im Prinzip fort – Ich & Du, Alles alleine:

    „wir sind alleine geboren“ – Das bezweifle ich, denn meine Mutter war dabei und auch eine Hebamme oder Arzt und ich wurde danach auch in die Arme meiner Mutter gelegt.

    „Wir leben alleine („bei genauer Betrachtung“) : Das bezweifle ich auch, denn 7 Milliarden sind eine ganze Menge und wenn ich auf die Straße gehe sehe ich eine Menge Leute.

    „Wir sterben alleine“ : Das mag schon häufiger zutreffen, in der Regel ist das falsch.

    Nachdem uns der Autor dargelegt hat wie alleine wir sind, deshalb auch schwer die Kraft haben mit der Gemeinschaft die wichtigen Aufgaben in der Welt bewältigen können, hat er mich wahnsinnig motiviert etwas zu tun.

    „Nach den Regeln der Vernunft („Ich glaube nur, was ich sehe“) gibt es uns gar nicht.“ —> ??? Wir sind also nicht existent? Mentaler Blackout also?

    Im Grunde sagt uns der Autor in diesem Absatz, dass wir nicht existieren: „Wir sind Gespenster“

    Nächster Absatz „Wir sind nicht wir selbst“

    Nächster Absatz „Zurück zu den verzweifelten Texten“ (schon wieder?)

    Letzter Absatz: Hier legt der Autor dar, dass es einen „Bewusstseinswandel“ gibt, und dass wir doch nicht „alleine“ sind, denn die „Angst“ ist bei uns. Dies sei nicht so schlimm, denn wir könnten diese auch mit anderen teilen, also vermehren. → Noch mehr Angst. Die Angst als Motivationsratgeber also. Als Verzweifelter wird daraus ‚Schockstarre‘.

    Und schließt mit dem Satz „Lets do it! Was haben wir denn noch zu verlieren?“

    Was soll ich dazu noch sagen, nach so viel negativen Bildern, ja ausschließlich Negativem, den gesamten Text durch?

    ‚Sunny“ hat recht hier geht einem gleich die Sonne unter.

    • Hallo Kernschmelze,

      Ihr Kommentar ist in der Analyse durchaus interessant und lesenswert.
      Was ich in aller Bescheidenheit jedoch anmerken und kritisieren möchte ist die Einbettung der Textanalyse in den Vorwurf an den Autor, er wolle hier quasi mit Absicht den Leser in eine angstvolle Schockstarre versetzen.

      „Der Autor gibt vor positiv zu sein und motivieren zu wollen. Mit Hilfe von negativen Bildern scheint mir das etwas hanebüchen und konstruiert zu sein.“

      Bei dem Versuch die aktuellen Zeichen der Zeit beschreiben und gleichzeitig eine mögliche Handlung- oder Denkweise als Lösung aus dem Dilemma präsentieren zu wollen, kommt man ganz leicht in Widersprüche. Wir alle, wie ich finde.
      Was natürlich nicht bedeuten kann etwas nicht in Frage stellen zu sollen.
      Vielleicht wäre es sinnvoller, die Richtigkeit der eigenen Gedanken, Vermutungen mit Fragezeichen zu versehen, um so einem Autor nicht von vornherein eine schlechte Absicht zu unterstellen und damit den Dialog offen zu halten.

      z.B.: Könnte es sein, dass….?
      Was meinen Sie oder habe ich etwas falsch verstanden? etc.
      Ich meine, dass sind wir uns irgendwie gegenseitig schuldig oder?

      Gruß
      A.

    • FAZIT: Der Artikeltext hier bei KenFM ist, meiner Meinung nach tatsächlich negativ bis depressiv und in jedem Fall kontraproduktiv

      Den 100-Meter-Läufer möchte ich sehen, der sich vor dem Start so motiviert: „Ich bin alleine, ich exitiere nicht, ich bin hilflos, es ist zu spät, die Angst ist bei mir.“

    • Kernschmelze
      Das SIE dieser Meinung sind, habe ich wohl begriffen. Das Sie diese auch vertreten sollten ebenfalls hervorgehoben.
      Genauso, dass ich diese persönlich interessant finde.
      Warum ist es so schwer, mein Anliegen zu sehen, kurz mal nachzudenken, vielleicht länger als 1 Minute, denn ich habe um 11:42 gesendet und Sie ihre Antwort kam umgehend um 11:43 ?
      Stattdessen senden Sie ihre Botschaft in Fettbuchstaben, nach dem Motto: Ich schreibe wie ich will. Was willst Du mit deiner arroganten Kritik?

      Da bleibt mir nur zu fragen, ob Sie denn in der Lage sind etwas Positives vom etwas Negativem unterscheiden zu können, wenn Sie schon NLP bemühen?
      Wenn wir es noch nicht mal hinbekommen offen und ohne Trotzigkeit und Argwohn auf die Argumente und Anliegen anderer einzugehen, wie können wir dann je positiver werden und Frieden schaffen?

    • @ Außerkontrolle – Sie müssen sich nicht auf den Schlips getreten fühlen, Sie haben einfach kurz vor mir Ihren Kommentar abgeschickt bevor ich meinen Button gedrückt habe. Sie haben wahrscheinlich um 11:42:55 ihres abgeschickt während ich schrieb, um um 11:43: 05 noch etwas hinzu zu fügen. Sie Kontrollieren hier wohl alles ganz genau, wa? War dann doch eben außer Kontrolle. 😉

      Davon Abgesehen, um auf ihren ersten Kommentar zurück zu kommen, spielt es in erster Linie keine Rolle, ob der Autor den Artikel mit Absicht oder ohne so geschrieben hat, die Wirkung bleibt die Gleiche.

    • Kernschmelze
      Nein, ich kontrolliere gar nichts. Mir ist nur aufgefallen, dass Sie auf das, was ich gesagt habe, nicht eingegangen sind. Habe dann auf die Zeit ihrer Nachricht geschaut und festgestellt, dass Sie offensichtlich auch nicht lange nachgedacht haben über meinen Hinweis (selbst bei Überschneidung). Es geht mal gar nicht darum, ob ich mich auf den Schlipps getreten fühle, eher schon der Autor.
      Sorry, auch ging es nicht darum, ob der Autor etwas mit Absicht geschrieben hat oder nicht, sondern, dass Sie ihm unterstellen mit seinem Artikel das Gefühl der Ohnmacht bei den Lesen verstärken zu wollen, anstatt diese vermutete Absicht eher vorsichtig als Frage zu formulieren.
      Mit geht es einfach darum, einen Dialog möglichst offen zu halten. Das funktioniert eben nun mal schlecht mit Unterstellungen und Vorwürfen, selbst wenn man etwas Wort für Wort (soviel zu genaues Kontrollieren) 🙂 nachzuweisen glaubt.
      Wünsche das Beste außer Kontrolle! 🙂
      A.

  8. Lieber Dirk C. Fleck

    Beglückt las ich ihren wunderbaren von viel menschlicher Wärme geprägten Beitrag, der hoffentlich vielen Menschen die Augen öffnet.
    Ja, wir sind die Spezies, die mit Verstand und offenen Augen auf den Abgrund zu laufen.
    Auch ich fühle mich wie der „Fänger im Roggen“ , und möchte meine Mitmenschen aus ihrer Agonie befreien.
    Lauft nicht über die Klippe. Seht ihr denn nicht euer unsinniges Tun.
    Es lässt mich nicht mehr ruhig schlafen, denn auch ich erkenne meine nutzloses Bestrebungen, hier auf KFM meinen Mitmenschen die Augen zu öffnen. Möge die Erkenntnis hoffentlich einkehren, dass nur Konkrete Taten etwas bewegen Können.
    Noch einmal tausend Dank für diesen wirklich aufrüttelnden Beitrag. Und ich hoffe sie verzeihen mir orthografische Fehler in meinem Text, so dass ich in ihrem erleuchteten Angesicht bestehen kann.

    Mit freundlichen Grüßen
    Horst Beilhartz.

  9. Ein sehr schöner Artikel!
    Ich finde die Brücke, die Herr Fleck geschlagen hat, von der Realität, wie sie sich uns darstellt, einschließlich der Schwierigkeiten damit zurechtzukommen, hin zu einer geistig weiter gefassten Sichtweise, sehr gelungen. Dass die rein materiell orientierten Verstandesmenschen damit nicht klar kommen, ist nichts Neues. Die Art und Weise aber, wie einige Kommentatoren ihre Meinung äußern, ist wirklich erniedrigend und beschämend, allerdings nur für sie selbst. Man kann ja durchaus anderer Meinung sein, es zeugt aber wirklich nicht von Größe, diese als anonymer Heckenschütze kundzutun. Sich selbst zu verbergen und auf andere zu zielen, die den Mut haben, zu sich und zu ihren Ansichten in der Öffentlichkeit zu stehen, ist einfach nur feige. Diejenigen, die eine wertschätzende, offene, ehrliche Gesellschaft wollen, sollten bei sich selbst anfangen, genau das zu praktizieren. Ansonsten sind sie unglaubwürdig.
    Ich kann gut verstehen, wenn Menschen diesen Mut nicht haben, aber dann sollten sie sich auch nicht als Richter über andere aufspielen. Einfach mal ein Forum zu nutzen, um den eigenen Lebensfrust abzuladen, zeugt weder von Intelligenz noch von Herzlichkeit, und ist nichts weiter, als der Versuch, auch andere in den eigenen Sumpf mit hinabzuziehen.

    Lieber Herr Fleck, ich bin mir sicher, dass ihr Artikel für viele Menschen eine Bereicherung ist!

    • Ja, wirklich – ich fand den Beitrag auch sehr gut. Mir fällt es auch sehr schwer, optimistische Gedanken zu entwickeln. Aber ich verstehe die hier geäußerte Kritik (in verschiedenen Ausprägungen) auch überhaupt nicht. Im Prinzip – vielleicht einfach mal den Titel lesen! – geht es doch darum, in finsteren Zeiten trotz allem Hoffnung und Gemeinsinn zu stiften. Wieso muss man das immer alles semantisch zerpflücken oder für naiv erklären?

      Wir alle hier in diesem Forum sind doch – insgesamt gesehen – leider ein kleiner, versprengter Haufen. Wieso sich in unsinnigen Grabenkämpfen verlieren? Sollten wir nicht dringendst „die Reihen schließen“ und weitere Mitstreiter gewinnen, wenn wir nur zu 60% ähnliche politische Ansichten haben. Und das haben wir! Verglichen jedenfalls mit Otto-Normalo von nebenan.

      Oder geht es darum recht zu haben, aus welchen Gründen genau „die Welt untergeht“?

      Danke für den Artikel, Herr Fleck!

  10. Lieber Herr Fleck,

    alles ist heute angeblich von allen machbar und verrückbar, so das Credo unserer Zeit. Und weil jeder alles glaubt verrücken zu können und zu müssen, das aber nicht gelingt, dann kann man selbst schon verrückt werden: verrückt sich selbst.

    Sie sagen: „Das Problem ist nicht die Krise!“
    Ich widerspreche und antworte mit Gramsci:
    „Die Krise besteht gerade in der Tatsache, dass das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann: In diesem Interregnum kommt es zu den unterschiedlichsten Krankheitserscheinungen.“

    Das Neue kommt zur Welt nach dem „Interregnum“.

    Sie sagen: „..niemand mehr die Zeit nimmt, der zu werden, der er ist – und all diese Menschen, die nicht sie selbst sind, verletzen die wenigen Menschen, die sich diese Zeit nehmen.“ Der zu werden der man ist, das ist eine hehre Aufgabe, an der ein Goethe ein Leben lang gearbeitet hat.
    Heute fällt mir spontan nur Drewermann ein, den hier alle kennen. Frau Wagenknecht ist nach meinem Eindruck auch jemand, der daran arbeitet. Die allermeisten Menschen hatten nie das Privileg mit der Idee bekannt zu werden, ganz zu schweigen davon, daß sie meist mit der Notwendigkeit, einer Arbeit nachzugehen, nicht vereinbar ist!
    Die Aufgabe, dem Neuen zu helfen zur Welt zu kommen ist eine viel bescheidenere als die Aufgabe, der zu werden, der man ist. An der ersteren muß man nicht verzweifeln, und sie kann bei der zweiten helfen.

    So verstehe ich auch Ihren letzten Absatz (im Widerspruch zum Tenor Ihres Artikels!!!): „Wir müssen erkennen, dass die Erschütterungen der alten Ordnung ein gewaltiges Potenzial an bis dato gebundener Lebenskraft freisetzt, das uns nun befähigt, etwas völlig Neues zu schaffen.“

    Also, nicht verzweifeln bei all den Widersprüchen, und lassen wir diejenigen, die vermeidbar sind.

  11. „Der Mann ist Geschäftsführer eines sehr erfolgreichen Berliner Unternehmens. Sein Brief schließt mit den Worten: „Ich hatte ein wirklich interessantes Leben mit vielen Erlebnissen, die der allerallergrößte Teil der Bevölkerung nur aus dem Kino kennt. Und doch ist es wertlos, weniger wert als ein Windhauch oder eine Welle. Damit kann ich leben, womit ich nicht leben kann, ist meine Hilflosigkeit. Wie haben Sie Ihren inneren Frieden gefunden, wenn Sie ihn denn gefunden haben? Wie kommt man mit sich selbst ins Reine?““
    .
    Wie wärs damit:
    „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ (Gelassenheitsgebet)

    • @ Socke4612

      Bakunin: Staatlichkeit und Anarchie.
      Ein Professor oder Lehrer sollte halbtags als Arbeiter, Gärtner (oder eben Pfleger im Pflrpegeheim) etc. arbeiten. Und Pfleger oder Gärtner, Arbeiter sollten halbtags als Lehrer, Anwälte etc. arbeiten. Halbtags mit den Händen; halbtags Kopfarbeit. So würde jeder den anderen besser verstehen.

  12. Lasst uns an den Texten vorbeigehen

    Wie geht man (wer ist eigentlich man?) mit der Tatsache um, das man (wer auch immer das ist) einer Lesergemeinschaft angehört, die sich klar dem Untergang erwehrt und dabei alles andere Leben warnen möchte, und obwohl wir nur eine geringe Chance haben, dieser verheerenden Entwicklung entgegen zu wirken, sie gerade deshalb nutzen. Jahrzehntelang haben wir uns unserem Gefühl mehr vertraut als den aufgerüsteten Parolen der Lenker: Rettet die Flüchtlinge, Rettet das Waffenarsenal, rettet das Tierheim, rettet die Fleischindustrie? RETTE SICH WER KANN! (Endlich mal was Vernünftiges!)

    In meinem letzten Artikel hier auf KenFM schrieb ich (Oh Gott), dass es ja die Herausforderungen selbst sind, die uns wach werden lassen, und das gute Gefühl, an praktischen Umsetzungen von Lösungssätzen teilnehmen zu können. Das Problem ist die Borniertheit! Die wirkliche Lösung ist das Gefühl der Freiheit, dieser Eindruck, mit freien Händen dazustehen und alles tun zu können. Wie schaffen wir dies nur, angesichts der permanent herausvordernden Zustände klar zu bleiben? Diese Frage ist inzwischen mehr Menschen bewußter denn je. Wie schnell wir der Freude nahe kommen können, beweist dieser Kommentar, den ich mir selbst gepostet habe.

    …..

    Ich hör jetzt auf…

    Der TYP von Autor muss wohl an einer Depression leiden. Meine Fresse. Nur NEGATIVES. DEPRIMIERNDES. Hallleluja. Ich hab zwar das Geschreibsel von nuevo1 nicht gelesen, aber wahrscheinlich gings ihm so Ähnlich. Mir ist das erst richtig aufgefallen nachdem ich angefangen habe den Text vom Artikel etwas positiver umzuschreiben.

    Wer sucht bei KenFM eigentlich die Artikel aus oder werden die einfach durchgewunken nachdem ein Autor mit einem bestimmten Hintergrund einmal den Fuss in der Tür hatte.

    • Der Typ von Autor hat früher bei Stern und Spiegel geschrieben. Wenn wunderts, dass sein Schreibstil so aufstöst. Der Geburtskanal bei solchen Blättern färbt wohl doch ab.

      Am Ende ist er ein Troll. Wer weis, wer weis. Verrrschwörrrruuuung. Verschwörrung.

      Naja, jedenfalls ist er dort besser aufgehoben. Dort kann er seine Agenda weiter verfolgen, die lautet, „Da kann man nix machen“, „Alles so schlimm“, „die WElt ist böse“, „Wir sind verloren“, „Da kann man nix machen“, „Alles so schlimm“, „Die Welt ist böse“, „Wir sind verloren“, „Da kann man nix machen“, uhh, ach ja und „Alles schlimm“, „Du im Dreck“, „Du bist machtlos“, „Du bist bewusstlos“…

      Was sind das eigentlich für Indikationen? Hatsedernochalle!

    • Wer weiß, wer weiß (mit ß), Sie sonniges Gemüt. Der Typ von Autor oder der Autor selbst? Halleluja (Oh Gott), wer so „bewusst“ am Text vorbei liest, um so richtig beleidigen zu können, der sollte zumindest das Instrument der Polemik beherrschen. Sie, lieber sunny, beherrschen es nicht. Und deshalb wäre es besser gewesen, Sie hätten sich die Peinlichkeit Ihrer Kommentare erspart.

    • Natürlich müssen Sie so denken, sonst hätten Sie den Artikel auch nicht so geschrieben. Es ist Ihre Denkweise. Sonst hätten Sie sich ja als offensichtlicher Troll geoutet. Ein Herr Fleischhauer vom Spiegel ist auch sehr von sich überzeugt. Das heisst gar nichts. Entscheiden ist nicht was Sie denken sondern was Ihre Leser denken. Ohne die Leser sind sie in Ihrem Beruf nichts. Das sollten sie sich merken. Die Deutungshoheit haben die Journalisten schon lange verloren. Auch wenn es den Herren Autoren und Redakteuren vom Spiegel und anderen Blättern gerne wegblenden möchten, durch Foren schließen oder Tolls oder durch administrativer Löschung interessanter Beiträge, was schon seit mindestens einer Dekade Gang und Gebe ist, bleibt die Realität bestehen. Wenn wunderts das viele Autoren im Netz noch nie richtig Gegenwind verspürt haben.

      Zur Rechtschreibung. Die kann mir am Buckel runterrutschen. (Vielleicht sollte ich mal die alte Rechtschreibung irgendwo aktivieren). Jedenfalls ist die Rechtschreibung eine Farce. Wäre sie logisch stringent zu Ende gedacht, müssten wir auch ‚Boime‘ statt ‚Bäume‘ schreiben. Diese angebliche Rechtschreibung wurde 5mal geändert, wofür, wo ist der Sinn? Und natürlich hat sie einen Einfluß auf die Menschen der alten Rechtschreibung, da alte und neue Büchern unterschiedlich sind. Ich halte davon nichts mehr. Es steht jedem frei sich an meinen Rechtschreibfehlern aufzugeilen. Solange er Spaß daran hat und sich besser fühlt, gut. Die meisten sehen sich jedoch dann gleichzeitig durch eine Abwertung des Anderen als besserer und intelligenterer Mensch, wie Dieter Bohlen der selbst kein Lied singen kann und auch keins geschrieben hat.

      Aber den Korrekten zuliebe werde ich die alte Rechtschreibkorrektur aktivieren. Das geht schon in Ordnung. 🙂

      In Ihrem Fall ist ihr Artikel eine vermeindlich Beruhigung der aktuellen Lage in der Überschrift. Tatsächlich jedoch eine suggerierende Resgnation und Machtlosigkeit, die eher zum Stillhalten und Geschehen lassen animiert als zum Loslegen.

      Der Schlusssatz ist dahingehend ein Witz, nachdem der gesamte Text deprimierend und abbauend geschrieben wurde. ‚Let’s do it zu schreiben‘. Aus sprachprogrammierender Sicht ist ihr Text eine Katastrophe. Außer er ist so beabsichtigt, dann hat er natürlich den Zweck für Sie erfüllt.

    • Hallo KenFm-Team.

      Offenbar seid ihr nicht wirklich daran interessiert eure Autoren vor direkten Angriffen und Beleidigungen zu schützen. Mache ich das als Forenmitglied in ähnlich scharfem Ton wie der Angriff gegen den Artikelverfasser stattfand, seid ihr ganz fix mit der kommentarlosen Löschung. Ein Eingreifen eurerseits gegen derart diffamierende Beiträge wäre sehr wünschenswert und nicht wirklich zeitaufwändiger. Vielleicht erwarte ich auch nur zuviel!

      In diesem Sinne ein schönes Restwochende
      andi

    • Nichts kränkt den … mehr, als wenn man herablassend ist, ohne heraufzulassen. (Karl Kraus) Das wort Pöbel im Original lasse ich weg, da ich darin mit Karl Kraus nicht übereinstimme.
      Herablassung kränkt immer.

    • @ BlueProject

      Wer sich als Popel-Analyse-Experte ausgiebt braucht sich wenig wundern, wenn er die rote Linie überschritten hat. Das ist absolut sinnfrei. Sich hier als Opfer darzustellen ist scheinheilig.

    • Verehrtes Bleichmittel,

      ich fühle mich garnicht als Opfer. Was nun?

      Es ging und geht garnicht um mich. Die rote Linie wurde bereits vorher im, speziell 2. Beitrag „Sunny“s überschritten.
      Wie ich woanders schon schrieb, ist Manches einfach nur löschwürdig. Wenn Meins dazu gehört; bekomme ich auch davon keine Schlafstörungen.

      Hier wurden schon einige Autoren hart und teilweise beleidigend angegangen und D.C.Fleck nicht zum erstenmal.
      Der Mensch wächst garantiert nicht an mangelnder Kritik, aber sich einfach Dinge aus der Nase ziehen, sei es der Vergleich mit einem Spon-Fleischhauer, der TYP oder Hatsedernochalle etc.. und das dann als geistreich verkaufen zu wollen, geht wirklich zu weit. Vielleicht habe ich genau das ohne Umschweife anders ausgedrückt. An anderer Stelle hier wird doch Kritik, auch recht hart geübt, ohne krawallig oder bösartig zu werden. Sollte ich irgendwen mit meinem extrem harten Einlass verletzt haben, entschuldige ich mich sehr gerne dafür.

      andi

  13. Sehr geehrter Herr Fleck,

    ihre Artikel sind wirklich eine Berreicherung. Tragen sie doch zu einer tieferen Sichtweise bei.
    Ja, wir versuchen immer alles zu retten. Notfalls noch mit Petitionen. Unterschreibe ich auch manchmal. Aber selbst da muss man noch überprüfen wer dahinter steckt. Avaaz oder change.org usw sind sehr dubios.
    Wir leben in sehr spannenden Zeiten. Und das Internet ist eine wahre Revolution. Peter Kruse hatte sich zu diesem Thema im Bundestag geäußert.
    BundestagTV, Peter Kruse – Revolutionäre Netze durch kollektive Bewegungen ( ein muss ! ) 3:33min

  14. Ich lese immer so lange einen Text, bis ich eine gewisse Wirtschaftlichkeitsschwelle zu unterschreiten drohe. Diese ist im Geiste natürlich schwer messbar, sie stellt sich durch ein gewisses Gefühl ein, man muss in jedem Fall abwiegen und der Relativität der Erscheinungen im gesamten Kosmos stets offen gegenüber sein. Ich will damit von vorn herein klarstellen, dass ich wirklich jedes Mal bemüht bin, wenn ich meine Meinung äußere dem anderen fair gegenüber zu sein.
    Fair bedeutet nicht ihn nicht etwa zu beschimpfen, ihn nicht auf seine Fehler und Widersprüche aufmerksam zu machen oder dergleich – fair bedeutet, dass ich seine Gedanken atomisieren würde, aber niemals seinen Körper und seinen Geist beschädigen würde. Ich würde sogar für den Schutz seiner Person einstehen, wenn ich dazu die Gelegenheit bekommen würde. Denn für mich ist es eine gute Sache einen inhaltlichen Widersacher als Mensch trotz allem anzuerkennen, und ihn nicht von der gegenseitigen Hilfe auszuschließen.
    Richtig: „gegenseitige“ Hilfe – er muss sich dann in dem selben Maß oder auf der selben Ebene kooperativ zeigen.
    Gut, kommen wir zurück zur Wirtschaftlichkeitsschwelle von Texten:
    Texte sollen nicht „aufbauen“ – das muss aus dem eigenen Geist, dem eigenen Selbstbewusstsein kommen.
    Texte sollen nicht niedermachen – das machen die Umstände schon selbst.
    Texte sollen inormieren und praktisch sein.
    Wenn ich ihnen meine Zeit schenke, dann will ich daraus etwas lernen. Es macht keinen Sinn etwas zu lesen, was man schon weiß – es sei denn man erwartet neue Tiefen, die einen als bekannt geglaubten Gegenstand noch weiter erschließen, oder man hat was vergessen.
    Und bei all diesen Parametern, denen man noch viele hinzufügen könnte, inklusive der Messung am eigenen Leben (man muss ein Ich haben und sich dessen auch bedienen, im Leben), muss ich feststellen, dass ich Texten vom Herrn Fleck nie weiter zu folgen im Stande bin, als bis zu den ersten Sätzen.
    Dann kackt wirklich alles an Menschenfreundlichkeit und Empathie in mir ab und frage mich, wie man nur freiwillig so unbewusst und zwanghaft durchs Leben schreiben kann, wie derjenige, der diese „Texte“ verfasst.
    Nehmen wir mal den Teil, durch den ich mich diesmal durchgequält habe (Es ist Frühlingsanfang, ich bin Prolet und arbeite hart, ich habe grade Feierabend und setze mich damit auseinander – das heißt schon was!):

    „Wie geht man mit der Tatsache um, dass man einer Spezies angehört, die sich blind in den kollektiven Untergang wühlt […]“

    Soweit bin ich inklusive der Überschrift gekommen.

    Erstens:
    „Kollektiv“

    „Kollektiv“ ist bei uns gar nichts… Alles – jede Beziehung, alle Wirtschaft, alles Gemeinleben, jede Aktivität bis ins kleinste ist bei „uns“ fremdgesteuert.
    Und zwar nicht von einer unsichtbaren Iluminati-Macht, sondern von den Zwängen, die eine Eigentumswirtschaft unter bürgerlicher Herrschaft nun mal so mit sich bringt.
    Die Zwischenmenschlichen Beziehungen werden zersetzt!
    Deshalb gibt es kein Kollektiv! Sie werden zersetzt durch die Interessen des Staates, der die Interessen der Geldgeber schützt. Der Staat ist ein Machtapparat, der sich der Bürokratie bedient, die die zwischenmenschlichen Beziheungen zu lenken und zu kappen versucht, das ist seine einzige Wirkweise. Er will sie im Anschluss dann künstlich herstellen, in seinem Sinne.
    So funktioniert auch das Unternehmertum als Herrscher im Betrieb. Die Beziehungen unter den Arbeitern sollen nur ihm und dem Betrieb im Sinne des Profits dienen. Deshalb kauften sich vor über 100 Jahren die Reichen die ersten Bonzen bei ADGB ein, dem heutigen DGB und deshalb gibt es auch in Deutschland keine klassenkämpferischen Gewekrschaften, sondern Gewerkschaften die im Sinne der Reichen „schlichten“. Genauso verhält es sich mit den Gerichten, den Fernsehanstalten und allen anderen Institutionen – denn Eigentum ist Macht und diese Macht ergänzt sich mit der Macht der Waffe, des Staates.
    In diesem Gefängnsi leben wir und schuften wir, während die Oberschicht die Gewinne erzielt und wir den Krebs.
    Dabei verändern wir die Umwelt – aber zerstören tun wie sie nicht.
    Wer glaubt ein paar tote Tiere oder ein paar Grad Veränderung der Temperatur würden den Kosmos jucken, der hat nichts begriffen. Damit kommen wir zu Punkt zwei:

    „alles andere Leben“

    Sie sehen: Ich habe mich sogar weiter gequält!
    „Alles“…. was für ein Wort? Kann ein Mensch das überhaupt ermessen? Prahlerei unterstelle ich hier mal.
    Also „das“ Leben – sind Erscheinungen, die uns umgeben, die uns durchdringen, alles ist Leben – und dieses Leben interessiert sich nicht für Formen, Moral, Schuld oder irgendsowas.
    Das haben nur wir in unserem Kopf, und nicht für den Zweck uns vor einem erfundenen Gott oder einer Umwelt zu rechtfertigen, sondern NUR innerhalb unserer Spezies Mechanismen zu entwickeln unsere größte Qualität zu wahren: Den innerartlichen Zusammenhalt.
    All unsere Moral all dieses herumschwafeln, das richtet sich nur nach Innen – um uns weiterzuentwickeln, um uns nicht gegenseitig abzumurksen. Das ist der Zweck unserer Denke – man muss nicht versuchen, sie auf den Kosmos außerhalb von uns anzuwenden – wir können uns ihm gegenüber kooperativ verhalten oder nicht – mit Moral, „Richtig oder Falsch“ hat das erst mal nichts zu tun – der Kosmos ist zweitrangig – die einzige Frage die interessiert ist: Was ist für usn das beste?
    Und da muss man natürlich klar sagen: Eine entzückende und nicht verunreinigte Landschaft mit einem intakten Ökosystem sind für uns und unseren Alltag das beste!
    Ich will nicht falsch verstanden werden: Ich fahre selber kein Auto, nur Fahrrad, esse bewusst (viel Fleisch, aber auch Tofu) und ich renaturiere einen Großteil meines gepachteten Gartens: Aber nur aus dem einen Grund: Weil es unser menschliches Leben bereichert. Die Natur genieße ich als Gefährtin oder so – aber nicht als Gottheit oder auf Augenhöhe, denn ich weiß, sie würde mich mit einem Happs genauso leichtfertig verschlingen. Also wenn ich für was kämpfe, dann nur für meine wahre Heimat: Die Menschheit.
    „Für das Leben“ zu kämpfen ist einfach dumm und unreflektiert. Denn das Leben ist auch das Dengue-Fieber, weiße Haie, Erdrutschungen, Lawinen, Erdbeben und Alligatoren. Das alles finde ich zwar faszinierend und ich räume diesen Erscheinungen ihre Relevanz ein – aber ich bin kein naiver Mops, der irgendso einem brutalen Viech eine Träne nachweint. Ich sehe sie wie sie sind: Fressfeinde, die aber auch Aufgaben haben, „damit der Laden läuft“.
    Ich schütze sie deshalb auch – aber niemals würde ich es über’s Herz bringen, meine Mitmenschn als so einen Abschaum zu bezeichnen, wie es Felck macht.
    Das ist nicht nur Lebensverachtend, das ist einfach die Nivellierung alles menschlichen Sinns. Dann kann man es auch sein lassen. Es gibt viele Wege.
    Ich halte es für vollkommen falsch, auf den Dampfer von diesem Mann aufzuspringen – er hat keine Ahnung, von den inneren und tieferen Ursachen unserer Probleme, von denen die „Umweltzerstörung“ (Ein Quatschbegriff der „Grünen“) nur ein Symptom an der Oberfläche ist.
    Der Mann hockt da in seiner Studierstube und schreibt diesen unsäglich pessimistischen Mist zusammen, ohne mit dem Leben näher in Kontakt zu treten. Das beschämt mich einfach nur – ich kann diese Arroganz nicht teilen. (Wir erinnern uns an die Einleitung oben, er ist für mich immernoch ein Mensch, den ich, wenn in meiner Macht stehend, vor Unbill bewahren würde)
    Ich habe keine Ahnung, wie man so an den größten Offensichtlichkeiten vorbeischreiben kann. Und das, was ich seiner Denke nie verzeihen werde ist, dass er auf unsere Kinder die verächtlichen Worte gefunden hat, sei seien „Überlebensmonster“, die man mit mehr Herrschaft in Zaum halten müsse… nur einem trockenen Akademiker kann sowas faschistoides einfallen.

    Also hier kann man beim besten Willen nur die Selbstzerfleischung feststellen, in die die Herrschenden uns sowieso täglich treiben:
    – durch dummes und naives, emotionsgeladenes Konkurrenzdenken
    – durch Kriege und angebliche „Interessen der Nation“, die nur die Interessen der Herrschenden sind
    – durch Religion, die erst einen Gott erfindet und dann vor dieser Erfindung Unterwerfung fordert und „nebenbei“ den ein oder anderen Profit daraus schlägt
    – durch eine völlig beknackte Profitwirtschaft, den Kapitalismus, der monopolisiert und polarisiert, der immer schon krank und verbrecherisch war – anders als Jebsen es meinte, der dem Kapitalismus Daseinsberechtigungen einräumen wollte, als er sagte, nach dem Krieg sei das ja gut gewesen, das „Wachstum“ – nächster Punkt
    – durch die Illusion von Wachstum, das immer nur das atsronomische Wachstum der Probleme der Beherrschten war und das astronomische Wachsen der Gewinne der Oberschicht

    Erst wenn der Mensch seine Wirtschaftsweise in den Griff kiegt und die Herrschenden abserviert und sie zu Nicht-Beherrschten unter anderen Nicht-Beherrschten macht und dann gemeinsam die Dinge des täglichen Bedarfs anpacken – erst wenn diese Erkenntniss und (autodidaktische) Erziehung stattgefunden hat und das Kulturideal des Syndikalismus die Raffgier der Macht ersetzt hat, erst dann kann man hoffen, dass wir in der Lage sind, der Umwelt wieder Raum in unserem Leben zu geben – und uns an ihr zu erfreuen – die Menschen, die sich an der Natur erfreuen und sie als Quelle der Gesundheit und des Wohlbefindens schätzen lernen, werden sie auch schützen. Aber gehetzte Menschen, denen vorgegaukelt wird der Staat und die Gesetze und das Geld seien es wert, dass man auch nur einen Gedanken an sie verschwendet – die werden eben den billigen Kram kaufen, denen ist es egal ob in China die Flüsse giftige Rinnsale sind, die wählen und unterstützen Staaten die die Welt zerstören, so wie sie für uns gut wäre. Denn wenn wir was zerstören, dann nur uns selbst.
    Und das ist dem „Leben“ und der „Natur“ scheiß egal….. wir versauen uns das Leben – wir versauen dem Leben nicht das Leben – das Leben und der Kosmos atmen uns einfach weg – diese Augenblicke, die der Mensch auf der Welt weilte sind schnell fossiliert. Dann kommt eben eine neue Spezies, oder eben nicht – vielleicht geht es woanders los, mit mehr Aktivität und neuen Spezies – who cares? Der Kosmos jedenfalls nicht.

    Wir, uns sollte das alles am Herzen liegen. Dabei sind die „armen Äffchen“ und die schönen „Regenwälder mit ihrem Artenreichtum“ völlig egal. Eine gesunde Umwelt ist unser Bedürfnis – nicht das Bedürfnis der Umwelt.

    Und warum zerstören wir die Umwelt dann, was die uns gewogenen Lebensumstände anbelangt? Weil wir von den Herrschenden schon entgegen unserer Interessen an deren Interessen gewohnt wurden. Schon nach der Geburt sollten wir aufhören zu schreien, als Baby.
    Es hat sich niemand gefragt, warum wir schreien…. wir sollten die Fresse halten und im Sinne der allgemeinen Verwertung menschlichen Lebens „funktionieren“.
    Das war die erste und wichtigste Leere – Funktioniere und Gehorche und du überlebst gerade so – deine Persönlichkeit geht flöten aber du atmest noch.
    Und dann geht das so weiter: Ein Leben für die Bedürfnisse der Reichen und des Staates, funktionieren im Sinne S.A.A.R.T. Schule – Ausbildung – Arbeit – Rente – Tod.
    Man wird nicht gefragt, was man will. Und weil man schon als Baby irgendwann die Fresse gehalten hat gewöhnt man sich und stellt diese Frage auch nicht selbst.
    Und dann kommt der Fleck und sagt doch allen ernstes: Nur die straffere Herrschaftsstruktur kann die „Überlebensmonster“ in Zaum halten…. Oh Mann…. Aua! Also nur Benzin löscht das Feuer!
    Nicht motzen und pöbeln, wie der Fleck, ist angesagt, sondern gemeinsam Organisieren und die Kinder anders aufziehen und die Arbeit anders organisieren und die Kultur öffnen und vor allem den Staat als größtes „Du sollst!“ abschaffen und an seine Stelle die ungezwungene Zwischenmenschlichkeit setzen.
    Mit Motzen kommt man nicht weiter und Gewalt wird das Problem auch nicht lösen.
    Puh – ich hoffe es ist klar geworden, warum Fleck’s Weg nur der griesgrämige Weg eines Pöblers im Alleingang niemals aber ein kollektiver Weg sein kann. Und nur von Unten, aus der Breite der vitalen Vielfalt der Unterschicht der Menschheit kann Heilung kommen, wenn wir unsere solidarischen Instinkte wach rufen und endlich aufhören auf die fremden Stimmen aus der Regierung und von den sogenannten „Intellektuellen“ zu hören und uns stattdessen auf unseren inneren Kompass berufen, den diese Inanspruchnahme wachrufen und trainieren wird.

    • Hallo Nuevo 1, wo steht das dieser Fleck kommt und doch allen ernstes sagt: „Nur die straffere Herrschaftsstruktur kann die „Überlebensmonster“ im Zaum halten!“ …. Oh Mann…. Aua! Also nur Benzin löscht das Feuer! ?
      Wenn hier einer sinnlos rumpopelt und nicht weiter kommt bist das wohl Du, der eine Diskussion abzuwürgen sucht! Ist ja auch kein Wunder wenn man mit seinem Finger feststeckt.

  15. Ja es gibt Menschen, die den Mist mit zu verantworten haben, und sich dann auch noch Absolution erteilen lassen wollen.
    Ich nehme an, das der Herr gleich die Ellenbogen aus fährt, wen der Wind rauer im Land wird.
    Aber Jetzt ist erst mal Sinnkrise für ihn angesagt.
    Zeigt eigentlich, dass es bestimmten Kreisen zu gut geht.

    „Guten Abend Herr Fleck,

    ich muss Ihnen sagen, dass es unglaublich gut tut (wenigstens für den Moment des lesens oder hörens) Ihnen zuzuhören, oder Ihre Artikel zu lesen. Warum sage ich das? Weil es mir in Bezug auf unsere Erde exakt genauso geht wie Ihnen. Man ist aktiv, illegal und legal, man engagiert sich, sucht nach Lösungen. Und um so länger man das tut, um so schlechter kann man schlafen, um so schlechter kriegt man die Bilder aus dem Kopf und um so mehr versucht sich die Verzweiflung breit zu machen. Ich denke auch, dass es zu spät ist. Was mich nur unsagbar traurig macht ist, was wir mit uns in die Tiefe reißen. Ich hasse meine Spezies so hochintensiv für diese pausenlosen Perversitäten.“

    Der Mann ist Geschäftsführer eines sehr erfolgreichen Berliner Unternehmens.

    Sein Brief schließt mit den Worten:

    „Ich hatte ein wirklich interessantes Leben mit vielen Erlebnissen, die der allerallergrößte Teil der Bevölkerung nur aus dem Kino kennt. Und doch ist es wertlos, weniger wert als ein Windhauch oder eine Welle. Damit kann ich leben, womit ich nicht leben kann, ist meine Hilflosigkeit. Wie haben Sie Ihren inneren Frieden gefunden, wenn Sie ihn denn gefunden haben? Wie kommt man mit sich selbst ins Reine?“

    • „Und doch ist es wertlos, weniger wert als ein Windhauch oder eine Welle“
      Ich würde sagen, dieser Kerl ist weniger wert als ein Krebskarzinom

    • Ich finde diesen Text des Geschäftsführers eines Berliner Unternehmens tief anrührend! Dieser Mensch hat sich geläutert und kennt nun den wahren Wert des Lebens! Beispielhaft und erschütternd!

    • Die Suche nach dem Sinn des Lebens halte ich auch für ein Luxusproblem.

      Wer ums Überleben kämpfen muss, in einem Kriegsgebiet lebt etc. der stellt nicht so eine Frage, der merkt einfach, dass er leben will. Und wer liebt, fragt auch nicht nach dem Sinn, der ist einfach froh zu leben. Wer nach dem Sinn fragt, dem erscheint das Leben eher als eine Last, oder? Er scheint das Wunder des Lebens nicht zu erkennen, und keinen Respekt vor der atemberaubenden Tatsache zu empfinden, dass Sternenstaub Bewusstsein geworden ist/Bewusstsein empfangen kann (wie mans sieht). Diese Frage nach dem Sinn des Lebens ist eher ein Krankheitssymptom…

      Leben will einfach Leben erhalten. Das ist so einfach und wunderbar, dass es funktioniert.

    • Erschütternd ist für mich, wenn jemand von sich behauptet ein interessanteres Leben geführt zu haben, wie der aller größte Teil der Bevölkerung.
      Allein für diese Selbstüberschätzung schon mal die rote Karte.
      Dann für diese Bemerkung als solche, da sie doch durchscheinen lässt, wie überlegen sich dieser Mensch dem Rest der Bevölkerung fühlt.
      Und nun noch die mit trauer hervor gebrachte Sinnlosigkeit seines Seins.
      Wie währe es mal mit 100 Std. Sozialarbeit. Aber lieber in Selbstmitleid sich fragen, warum habe ich nur so viele Hummer gefressen.
      Der Mann rührt mich wirklich zu Tränen.

  16. Die Wissenschaft liefert schon logische Erkenntnisse die bei genauerer Widmung schon einen Sinn ergeben. Der Energieerhaltungssatz sagt, das Energie niemals verloren gehen kann. Einsteins Formel besagt, dass Masse auch nur Energie ist. Und wie Energie verhält sich auch Information. Die ist im ganzen Universum überall vorhanden und geht auch nie verloren.
    Auf dem Menschen übertragen, heisst das doch nur, wir sind Energie sowie Information. Wir werden niemals weg sein, gehen lediglich in eine andere Form über.
    Ergo ist die Angst vor dem Verlust bzw. dass wir eines Tages uns ins Nichts auflösen, völlig absurd.
    Die Wissenschaft hat lediglich noch nicht die Messinstrumente das Bewußtsein oder den Geist eines Lebewesen zu ergründen. Das unser Geist bzw. Bewußtsein eine Form der Information oder Energie ist, ist unstrittig.

    Wer das einmal verstanden hat, und sich die täglichen Ereignisse der Menschen bzw. deren selbstleugerische Stillisierung als Krönung der Schöpfung, beobachtet, der lacht sich nur krumm.
    Anstatt die Lebenszeit die einem in dieser Form gewährt wurde zu leben sowie zu lieben, widmet man sich unsinnigen Quatsch zu.

    Nachtrag: Wissenschaftler sind im Kern betrachtet genau so wie Ärzte, sie haben vor langer Zeit aus ihrem Herzen heraus einen Versprechen, einen Eid abgegeben, den Menschen zu dienen.
    Doch wenn sie sich durch Unterzeichnung von schriftlichen Verträgen bzw. abwicklung von Kaufverträgen sich prostituieren, dann haben sie ihren Eid verraten, ergo handeln nicht vom Herzen heraus und sind daher mit Recht zu kritisieren.

    • Teil 1: Interessant – und stimmig. Passend für das 21. Jhdt.;-)

      „Wer das einmal verstanden hat, und sich die täglichen Ereignisse der Menschen bzw. deren selbstleugerische Stillisierung als Krönung der Schöpfung, beobachtet, der lacht sich nur krumm.
      Anstatt die Lebenszeit die einem in dieser Form gewährt wurde zu leben sowie zu lieben, widmet man sich unsinnigen Quatsch zu.“

      Das ist die Konsequenz? zu einfach!
      Es geht um eine Bewusstseins-Entwicklung. (…vom reinen Verstand zum Bewusstsein). Ich verstehe, wie diese Maschine funktioniert und alle 2 min. einen fertigen Kühlschrank ausspuckt, aber : ich habe das Bewusstsein, dass diese Maschine zwar Kühlschränke ohne Ende produzieren kann, aber ob sie gut ist, indem sie vielen Menschen den Arbeitsplatz raubt…usw.?
      Das Bewusstsein kommt auf die ethisch-moralische Ebene. (z.B. nicht alles was machbar ist, ist gut!)
      Um sich eine Sache bewusst zu machen, muss man sich um sie bemühen. Je mehr man das tut, je näher man ihr kommt, je umfangreicher man sich ein Bild machen kann, sich hineinversetzen…um so bewusster geht man damit um.

    • Wenn man den Tag damit verbringt die Dinge künstlich zu verkomplizieren, dann verschwendet man unnötigerweise zum einen sehr viel Energie und zum anderen ist der Verlust der Sinnhaftigkeit vorprogrammiert.

      Alle Dinge sind einfach. Die Natur sowie das Leben auch.
      Man hat das Glück hier auf die Welt zu kommen, sich an der Natur zu freuen, und nach der gewährten Zeit geht man wieder. Hält man sich an die Naturgesetze, kann die Zeit angenehm und lang sein, hält man sich nicht daran, ist die Zeit logischerweise verkürzt. Wo soll bitteschön die Komplexität sein?

    • wenn das generell für alle und jedermann gälte, gäbe ich dir uneingeschränkt recht! Aber dann wären wir wohl schon wieder im paradiesischen zustand angekommen….

    • Ja, da stehen wir jetzt vor einem Dilemma. Das Paradies war bzw. ist immer da.
      Es liegt doch nicht an denen die das Paradies nicht sehen, zu erkennen dass sie sich in einem befinden, sondern doch eher an denen die es sehen, aber den anderen nicht zeigen wollen.
      Genauso verhält es sich für einen der nie die Menschlichkeit kannte. Woher soll er das den wissen, wenn es ihm keiner zeigt?
      Das Dilemma was ich damit meine ist, diese beiden Potenziale sind immer da, Teil eines jeden. Doch wenn er es nicht sieht, braucht er immer andere die ihm zeigen, dass diese in ihm veranlagt sind.
      Wenn wir uns jedoch dem Freund- Feindbildschema unterwerfen, werden wir nie dieses Dilemma lösen können.

    • Jeder trägt an irgendeiner Stelle das Paradiesische in sich – da gebe ich Dir recht. Aber sich darauf zu beschränken, würde dem Menschsein eben nicht gerecht!

      Aber niemand (vllt einzelne?) wird in unserer Zeit bereits `erlöst` sein…Die Zeit-Probleme, die wir empfinden, je mehr, desto klarer, beauftragen uns, es zu ändern.

      Wer im neuguineischen Busch als `Naturvolt`lebt, wird in seinem Rahmen genauso `Bewusstsein` entwickeln müssen, wie wir hier in Zentraleuropa für unsere Probleme…und verändern.

      Auf einer Insel ein schönes Leben machen und sich von allem abschotten – das ist ja eben der Irrglaube derer, die nicht genug fin. Mittel raffen können, um sich das Paradies zu erkaufen. Grosser Irrtum!

  17. Hallo Dirk C. Fleck, – Ich bin „Der Hund“. Du schreibst: „Wir befinden uns ohne Zweifel an einem Wendepunkt der Geschichte. Eine bessere Welt ist aber nur möglich, wenn wir zu einer grundsätzlich anderen Lebens- und Weltanschauung finden. Es gibt inzwischen viele Menschen auf der Welt, die diesen Bewusstseinswandel vollzogen haben, und täglich werden es mehr. All das passiert in einem ungeheuren Tempo, und es passiert jetzt. Die Vertreter des alten Systems wissen das. Sie wissen, dass ihre Richtlinien, Normen und Werte nicht mehr funktionieren. An solchen Wendepunkten nehmen wir Abschied von der Persönlichkeit, die wir waren. Wir begrüßen die Person, die wir gerade werden. Unsere Ängste entsprechen denen, die wir vor dem Sterben entwickeln!“
    Denke bitte einmal über folgende Sachverhalte nach:
    „Vor dem Gesetz sind Alle Menschen gleich!“ – Nun frage dich „Wer“ die Gesetze macht? Wozu diese Gesetze, Richtlinien, Normen und Werte dienen und was „nach“ dem Gesetz mit dem Menschen „durch“ das Gesetz geschieht, wenn man von seiner Geburt Notiz nimmt?
    Wenn Du über diese Frage nachdenkst wirst Du feststellen das die Menschen vor dem Gesetz alle gleich sind, aber „nach“ dem Gesetz durch die Notizname „durch“ das Gesetz und seine Richtlinien zur Person degradiert wurden, die nun persönlich als normiertes Personal für die Gesetzgeber die Werte schafft, von denen die „da Oben“ gut leben können. Die Vertreter des Systems wissen das, – nur ein Großteil des dumm gehaltenen Volkes will es nicht zur Kenntnis nehmen, weil es sich schlicht weg nicht vorstellen kann, das „seine Führer“ „vor dem Gesetz“ durchtriebene, korrupte, perverse, und hinterlistige Verbrecher sind, die Sie als Volk mehrheitlich gewählt haben, als Sie ihre Stimme und Verantwortung an diese demonstrativ durch die Wahl abgaben und übertrugen, weil Ihnen schöne Versprechen gemacht wurden.
    An solchen Wendepunkten könnten wir alle vier Jahre Abschied von der Persönlichkeit nehmen, die man aus uns gemacht hat und Menschlich werden – aber die meisten stimmen diesem verlogenen System mit Abgabe ihrer Stimme zu und haben weitere vier Jahre nichts zu sagen.
    Sie begrüßen die fiktive Person, die man aus ihnen persönlich gemacht hat und erscheinen nur dann in menschlicher Gestalt, wenn die Vertreter des Systems Sie nach den Richtlinien des Gesetzes zu einer Sitzung im Gericht einladen um sie auf Kreuz zu legen. Ihre Ängste entsprechen denen, die manche vor dem Sterben entwickeln!
    Aber was machen sich all die Personen vor, die sich „nach“ dem Gesetz persönlich für Persönlichkeiten halten, zu denen sie „durch“ das Gesetz geworden sind, dem Sie als Personal dienen?
    Sie halten sich für Menschen, obwohl sie ihren „Familiennamen“ bei der Wahl durch Abgabe ihrer Stimme abgeben und das Gesetz begrüßen, eine Sache zu sein den man als Gegenstand behandelt.
    Die Vertreter des alten Systems wissen das, – Sie wissen, dass ihre Richtlinien, Normen und Werte so lange funktionieren, solange sich Menschen persönlich zu Personen erklären und sich unter das Gesetz begeben, dass Sie sich als Vertreter des Systems ausgedacht haben.

    Doch wie können wir diesen Vertretern des Systems ein Schnäppchen schlagen?
    Indem wir uns als gesetzestreue Bürger unter das Gesetz begeben und das Gesetz mit seinen eigenen Waffen schlagen! Die fiktive Person entsteht nach dem Gesetz bei der Geburt durch die Notizname auf einem Fetzen Papier, das registriert wird, damit man die Person später utopisch besteuern kann. Und das Gesetz legt fest das jene fiktive Person solange als Utopie existiert, wie dessen Träger, – dem die Person zugerechnet wird, – lebt. Das bedeutet das die fiktive Existenz der Person nach dem Gesetz mit der Notizname beim Tod endet. Also endet dort etwas fiktiv das nach dem Gesetz durch das Gesetz fiktiv als Utopie entstand.

    Hallo Dirk C. Fleck, Du schreibst: „Unsere Ängste entsprechen denen, die wir vor dem Sterben entwickeln!“ – Denke einmal darüber nach, warum Jesus aus Nazareth seinen Jüngern im Neuen Testament gebot im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen, – warum dies im Neuen Testament nur bei denen geschah die seine Lehre begriffen hatten und warum dies deshalb nur Erwachsene waren?
    „Unsere Ängste entsprechen denen, die wir vor dem Sterben unserer Persönlichkeit entwickeln, weil wir in einem System existieren das auf uns persönlich als Personal zugeschnitten ist, und in dem kein Platz für Menschen und Mitmenschlichkeit, sowie Respekt vor dem Leben des anderen ist!“
    Und denke einmal darüber nach, was fiktiv bei der Taufe geschieht! Nicht mehr lebe „ich“, die Person für die ich mich hielt, sondern der Neue Mensch, von dem bisher keiner Notiz genommen wurde! – Und konnte man das nicht an den Werken der Nachfolger Jesu erkennen!
    Und nun denke einmal darüber nach, warum die römisch-katholische Kirche all die Jahrhunderte hindurch etwas gegen die Wiedertäufer-Bewegung unternahm?
    Und warum man bei den Vertretern und Mitgliedern dieses weltweit größten religiösen Systems
    so viele Richtlinien, Normen und Werte findet die vor lauter unmenschlicher Gesetzlichkeit nicht funktionieren?
    Die Vertreter des alten Systems wissen das und sorgen sich um ihren Nachwuchs! – Aber wer will schon mit …………… in einem Boot sitzen?
    „Der Hund“
    Autor von „Scheiße – voll angepisst!“ und „Scheiße – Voll beschissen!“ – Beide 2016 veröffentlicht

  18. Ich will ja nicht generell dem Optimismus entsagen…;-)…aber:
    `Passiv` werden die Probleme nicht für uns gelöst werden! Es ist, m.M., der Sinn der Menschheit sich bewusst zu werden und `aktiv` zu handeln, die Richtung ist vorgegeben: s. Bergpredikt…Mensch >Ebenbild Gottes…wenn es ganz schlimm kommt, dann gibt´s vllt. ein bisschen Gnade…
    Jeder muss sich an einem Punkt seines Lebens entscheiden – Stellung beziehen. Ohne das werden wir allezusammen ins Nichts schwärmen.

    • Hey Linus,
      sorry, ich kann unten nicht antworten.
      Vielleicht hab ich mich undeutlich ausgedrückt… Dieses „Wohlbefinden und abfinden“ hat NICHTS mit Egoismus und „ich“ zu tun, sondern ist als Lösungsidee gemeint auf die Aussage von Herrn Fleck’s Freund „Alle Dinge laufen so sehr aus dem Ruder, da ist der Einzelne als einsamer Rufer verloren und das Leben verliert zusehends an Sinn.“

      Aber gut, dass du die Bergpredigt erwähnst. Damit gibst du mir ja indirekt recht. Dort ist keine Rede von Widerstand, im Gegenteil. JC hat sich nicht mal gg die Verhaftung gewehrt! Er hat auch keinen Aufstand angezettelt usw usw. Kampf erzeugt immer nur Kampf!
      Muss ich dich erinnern: „Wenn dir einer die Jacke nimmt, schenk ihm noch deinen Mantel dazu“. Oder: „wenn dein Glaube nur so groß ist, wie ein Senfkorn, dann versetzt du Berge.“ Genau DAS ist gemeint mit Gedanken erschaffen Realität.

    • Kampf – im Sinne von Gewalt – meine ich nicht. Aber klar und deutlich Stellung beziehen.

      Wenn ich beobachte, wie zerbröselt die Meinungen z.B. über Trump und das, was er tut, sind und welche unterschiedlichsten Schlüsse daraus gezogen werden…und das alles nur möglich ist, weil Menschen sich nicht informieren, nicht nach der Wahrheit suchen, sich nicht gegen Unwahrheiten, Widersprüche nicht erkennen, sie nicht debattieren und kommunizieren („interessiert mich nicht“)…aber die Situation eigentlich ein spiritueller Kampf ist und gar nicht absehbar, wie das ausgehen mag…speziell in D…dann winde ich mich vor Unbehagen!

    • noch was:

      Wer wirklich `glaubt`, wer das SCHÖNE, GUTE, WAHRE… so sehr verinnerlicht hat, wer sich im Angesicht der Grösse und Allgewalt eines höheren Geistes als Sandkorn empfindet, sich dem Guten hingibt, mit klarer Orientierung, wohin es gehen muss…ohne Rücksicht auf sein eigenes physisches Leben, demütig, ergeben, kann mit diesem tiefen, verinnerlichten „Glauben“ vllt. wirklich „Berge versetzen“, – durch seine Willenskraft und Ausstrahlung!

      Aber sicher nicht, wer aus Bequemlichkeit gerne glauben möchte, dass irgendwann sich schon alles von alleine zum Guten fügen möge.

      Es ist unsere Freiheit zur Verantwortung.

  19. Der Trick liegt darin zu erkennen, dass es nicht die anderen sein werden,
    die die Dinge für uns in Ordnung bringen. Wir müssen es selbst in die Hand nehmen.
    Da wird auch keine Demo oder eine Wahl helfen.
    Denn das ist wieder abschieben der Verantwortung auf andere.

    Wir sollten darauf vertrauen, dass die meisten
    sich anschließen werden, wenn sie erkennen, dass es in eine gute Richtung geht.
    Die meisten sind noch in der abwartenden Haltung,
    sofern sie diese Themen nicht aus Unbequemlichkeit gänzlich meiden.

    Ich brauche keine Frau Merkel um zu entscheiden, was notwendig ist.
    Wir brauchen nicht erst die anderen, die das Fachwissen haben,
    sondern wir selbst, mit dem sog. gesundem Menschenverstand,
    sind in der Lage, die Dinge zu tun.

    Das Beste Beispiel ist doch unser Wirtschaftssystem.
    Da wird immer so getan, als wäre das alles hochprofessionell.
    Denn, die Gescheiten haben es erdacht.
    Pusteblume. Sieht man doch, wie da an unendlich vielen Symptomen
    rumgekaspert wird, die zeigen, dass es eben nicht so professionell ist, wie immer getan wird.
    Das sind alles nur Menschen, die sich den Quatsch ausgedacht haben.
    Wir sind auch Menschen. Denken wir uns eben was neues aus…

    Eigenverantwortung heißt das Zauberwort.
    Wer dann noch wählen gehen will, damit es andere für uns in Ordnung bringen,
    der hat es einfach noch nicht verstanden.

    Manche Ratgeber erzählen etwas vom Schlüssel, der angeblich in uns selbst liegen soll.
    Das ist der Fall.
    Wenn man anfängt sich zu verändern, verändert sich die Welt um einen herum ebenfalls.
    Probiert es aus. Nachher einfach mal was gänzlich anders machen.
    Schwupp wird es Auswirkungen haben ;O)
    Wenn man vom Abwarten zum Abändern kommt, und erkennt, welche Auswirkungen
    machmal nur kleine Dinge die man ändert haben können, fühlt man sich unglaublich mächtig.

    Ich habe mich sehr lange auch sehr vorsichtig mit all diesen
    politischen und wirtschaftlichen Themen im Freundes- und
    Kollegenkreis bewegt. Überzeugungsarbeit kann man da schwer leisten.
    Das weltliche oder auch politische Interesse ist bei vielen
    sehr zurückhaltend ausgeprägt, da es politisch oder weltlich immer nur schlechte Nachrichten gibt.
    Damit wollen die wenigsten ständig konfrontiert werden.
    Kann schließlich auch dazu führen, dass man alles nur noch schlecht sieht.

    Ich sehe das aber mit den Anregungen von Vera F. Birkenbihl.
    Wer schlecht drauf ist, ist selbst dran schuld.
    Und man kann gute Laune und daraus resultierende gute Taten in die Welt verteilen.
    Stichwort: Übertragungseffekt

    Ich muss sagen, die Geschichten aus der Religion können
    auch manchmal sehr inspirierend sein – auch wenn man nicht gläubig ist.

    Jesus war ein Macher.
    Er hat einfach sein Ding durchgezogen und irgendwie hat er es
    auch ohne Internet geschafft einige mitzunehmen.
    Er hat es sicherlich nicht geschafft, weil er rumsaß.
    Vielleicht eher, weil er Ihnen vorgelebt hat, was er meinte.

    Die Botschaft ist, dass alles was wir brauchen bereits in uns liegt.

    Also.

    Hört auf Eure Spezies zu verachten. Sie ist zu wunderbarem fähig.

    Vertraut auf die Menschen und lasst Euch das Vertrauen
    nicht durch die ständigen schlechten Meldungen kaputtreden.
    Fast jeder hat eine Familie und einen Freundeskreis.
    Und in der Regel ist auf diese Menschen Verlass.
    Toleriert andere Meinungen aber auch die Menschen, die erstmal in der Matrix bleiben wollen.
    Beobachtet Euch selbst und glaubt nicht, die Weisheit schon gefunden zu haben.
    Vertraut auf das Gute der Menschen, indem ihr die guten Dinge in der Welt wahrnehmt.

    Mal einige Beispiele:
    Feuerwehr lebt zum Großteil von Menschen, die das ehrenamtlich tun.
    THW lebt zum Großteil von Menschen, die das ehrenamtlich tun.
    Vereine werden getragen von Menschen, die das meist ehrenamtlich tun.
    Freunde verlangen keinen Tribut um für Euch da zu sein.

    Alles Sehen ist perspektivisches Sehen! (Nitzsche)

    Also, wechselt ab und zu mal den Schwerpunkt vom Auffinden
    der schelchten Dinge, auf das Auffinden der guten Dinge.
    Das macht Mut und das hilft auch beim Loslegen.

    Schaut in die Augen eurer Kinder und Enkel und erkennt,
    wo wir eigentlich mal herkommen, bevor wir erzählt bekommen,
    dass alles so unglaublich kompliziert und vor Allem schlecht ist…

    Und wir können uns diese vielen Gedanken machen, denn wir müssen nicht überlegen,
    wo wir was zu Fressen herbekommen, damit wir den nächsten Tag erleben.
    Lasst Euch nicht einreden, dass es Euch zu gut geht und man deshalb den Mund halten sollte.
    Wenn wir in Bangladesch ohne Beine auf nem Skateboard
    durch die Straßen rutschen würden, und uns fragen würden, wo wir was zu Fressen herbekommen,
    hätten wir nicht die Zeit zu überlegen, wie es besser laufen könnte.

    Aber das ist wie mit der Atomkraft.
    Solange der Atommüll noch nicht durch den eigenen
    Garten transportiert wird, muss man noch nichts unternehmen.

    Ich selbst stehe erst am Anfang der Taten.
    Der Drang etwas zu verändern ist groß.
    Und gerade solche Meldungen darüber, dass es eben nicht wenige gibt,
    die zu Hause sitzen und hoffen den einen zu finden, der ähnlich tickt,
    lassen bei mir die Hoffnung in Mut umschwenken.

    Gedanken sind der Anfang von Taten.
    Lasst uns also mit Taten unsere Gedanken umsetzen.
    Ich werde in meinem Ort anfangen. Mal sehen, was dort möglich ist.

    Viele Grüße, bleibt friedlich.

    Übrigens: Schönes Bild über dem Artikel.

    • Ja ganz genau, diejenigen die die Spezies (oder auch Deutsche, ganz beliebtes Thema) verachten, sollten besser damit aufhören. Es gibt so viele wunderbare Leute. Kürzlich war ich an der Kasse und hatte Geld vergessen, da wollte ein wildfremder alter Mann hinter mir die über 20€ auslegen – könnte ich irgendwann da und da vorbeibringen (hab`s dann doch noch gefunden). Die Leute lassen eine Lücke, wenn man von der Seitenstrasse auf die stauende Hauptstrasse will…. Lauter so kleine Dinge, die ständig passieren.

  20. Danke Herr Fleck. Bessere Worte fallen mir nicht ein. Hoch `spirituell und grossartig. Wir sind noch in 3Dimensionaller Welt und dem linearen Denken gefangen, aber wir sind als Wesen eine reine göttliche Energie (oder Sein) sehr schöpferisch und ich glaube, dass viele von uns jetzt bereit sind eine neue Existenz zu erschaffen – anderes Denken, die innere Strukturen zu erkennen. Wir sind nicht aus Fleisch und Knochen, wir sind viel mehr als das. Wir sind das ganze Universum. Dieser Planet ist unsere Spielwiese, wir lernten und lernen so viel um als Mensch zu sein, zu leben. Manchen gelingt es, manchen nicht. Wir sollen nicht verzweifeln, wir sollten dankbar sein, dass wir es bis hin geschafft haben. Es geht weiter…. immer weiter. Wenn das wahre Bewusstsein erwacht, dann gibt es keinen Halt mehr. Euch allen gute Reise!

  21. Atmen…ein …aus…im Rhythmus…alles atmet…alles befindet sich in Schwingungen mit-oder gegeneinander. Zwischen zwei Polen…Extremen…hin und wieder zurück…wir schwingen mit…

    Aber wir sind Mensch. Wir haben Verstand und Bewusstsein. Wir haben Wissen über die Vergangenheit, die Gegenwart und denken in die Zukunft. Wir unterscheiden unsere Gefühle von Gedanken. Wir haben Ge-wissen. Wir fühlen Verantwortung für uns selber und für das Ganze. Wir ahnen, wir sind nur ein Teil des Ganzen.

    Längst sind wir nicht mehr eingebettet in Paradiesisches, sondern konstruieren uns die Welt, in der wir leben (wollen). Wir erweitern unser spezifisches Wissen. Wir wissen, dass uns dieses oder Jenes nicht guttut. Gehen Wege in die Irre. Lassen uns auf Lügen und Vorspiegelungen ein. Trotzdem tun wir es. Akzeptieren es.

    Wir sind bequem. Solange wir bequem sein können, handeln wir nicht. Vorrangig geht es um mich, meine Bequemlichkeit, meins…so lange ich bin…
    Ich verbinde mich nicht. Es ist mir egal. Ich bin mir genug.

    Erst wenn es wehtut, wenn die Waffen auf mich gerichtet sind, wenn meins zerstört ist, meine Bequemlichkeit keine Chance mehr hat, wenn ich aufgescheucht wurde und meins – mir – mich allen egal ist – ich beinahe nicht mehr bin – suche ich Verbindung, beginnt meins und deins zu verschmelzen, teile ich, helfe, schütze, unterstütze, bestärke,…

    …denn gemeinsam ist stärker als einsam….;-)

    • Das finde ich sehr gut.

      Ja, die Alles-ist-gut-wenn-es-mir-gutgeht-Hypnose ist eine Methode die Leute ruhig zu halten, genauso wie die, sie in die Depression zu schicken. Da ist ein Grossteil der Aufgeklärten schonmal entsorgt…

      Meditation eröffnet aber schon die Möglichkeit, Verbindung zu schaffen – auch für die Tatkraft (z.B. wie beim „engaged buddhism“).

      Der Goldene Mittelweg wie Sie unten schrieben, genau.

  22. Als „Der Hund“ verweise ich nur auf den Songtext von Reinhard Mey – Das Narrenschiff

    Das Quecksilber fällt, die Zeichen stehen auf Sturm,
    Nur blödes Kichern und Keifen vom Kommandoturm –
    Und ein dumpfes Mahlen grollt aus der Maschine.
    Und Rollen und Stampfen und schwere See,
    Die Bordkapelle spielt „Humbatäterä“,
    Und ein irres Lachen dringt aus der Latrine.
    Die Ladung ist faul, die Papiere fingiert,
    Die Lenzpumpen leck und die Schotten blockiert,
    Die Luken weit offen und alle Alarmglocken läuten.
    Die Seen schlagen mannshoch in den Laderaum,
    Und Elmsfeuer züngeln am Ladebaum,
    Doch keiner an Bord vermag die Zeichen zu deuten!

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
    Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
    Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
    Klabautermann fährt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus – und Kurs auf’s Riff.

    Am Horizont wetterleuchten die Zeichen der Zeit:
    Niedertracht und Raffsucht und Eitelkeit.
    Auf der Brücke tummeln sich Tölpel und Einfaltspinsel.
    Im Trüben fischt der scharfgezahnte Hai,
    Bringt seinen Fang ins Trockne, an der Steuer vorbei,
    Auf die Sandbank, bei der wohl bekannten Schatzinsel.
    Die andern Geldwäscher und Zuhälter, die warten schon,
    Bordellkönig, Spielautomatenbaron,
    Im hellen Licht – niemand muss sich im Dunkeln rumdrücken..
    In der Bananenrepublik wo selbst der Präsident
    Die Scham verloren hat und keine Skrupel kennt,
    sich mit dem Steuerdieb im Gefolge zu schmücken.

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
    Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
    Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
    Klabautermann fährt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus – und Kurs auf’s Riff.

    Man hat sich glatt gemacht, man hat sich arrangiert.
    All die hohen Ideale sind havariert,
    Und der große Rebell, der nicht müd‘ wurde zu streiten,
    Mutiert zu einem servilen, gift’gen Gnom
    Und singt lammfromm vor dem schlimmen alten Mann
    In Rom
    Seine Lieder, fürwahr: Es ändern sich die Zeiten!
    Einst junge Wilde sind gefügig und zahm,
    gekauft, narkotisiert und flügellahm,
    Tauschen Samtpfötchen für die einst so scharfen Klauen.
    Und eitle Greise präsentier’n sich keck
    Mit immer viel zu jungen Frauen auf dem Oberdeck,
    Die ihre schlaffen Glieder wärmen und ihnen das Essen vorkauen!

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
    Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
    Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
    Klabautermann fährt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus – und Kurs auf’s Riff.

    Sie rüsten gegen den Feind, doch der Feind ist längst hier.
    Er hat die Hand an deiner Gurgel, er steht hinter dir.
    Im Schutz der Paragraphen mischt er die
    gezinkten Karten.
    Jeder kann es sehen – aber alle sehen weg,
    Und der Dunkelmann kommt aus seinem Versteck
    Und dealt unter aller Augen vor dem Kindergarten.
    Der Ausguck ruft vom höchsten Mast: Endzeit in Sicht!
    Doch sie sind wie versteinert und sie hören ihn nicht.
    Sie zieh’n wie Lemminge in willenlosen Horden.
    Es ist, als hätten alle den Verstand verlor’n,
    Sich zum Niedergang und zum Verfall verschwor’n,
    Und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
    Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
    Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
    Klabautermann fährt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus – und Kurs auf’s Riff.

  23. Also auch hier kann ich nur antworten: wo ist die Revolution????!!!!
    WANN schließen wir uns ENDLICH ALLE ZUSAMMEN????!!!
    Was soll das ständige geschreibe und gejammere?!
    Was sind wir nur für jämmerliche, ängstliche, egoistische Kreaturen?!
    Immer am meckern und am aufregen, am labern und schreiben, den Arsch vor dem Rechner und sonst nichts zustande bringen?
    Lasst uns doch gottverdammt zusammenschließen und ALLE AN EINEM STRANG ZIEHEN!
    Diese korrupten , geistlosen Bundestagsbesetzer, Volkszertreter! Wir müssen sie verjagen!
    Was machen die da noch?!
    DIE SIND DA NUR IMMER NOCH UND SCHADEN ALLEN UND JEDEN, ZERSTÖREN UNSERE WELT, DEN FRIEDEN, WEIL WIR HIER IMMER NUR LESEN, GLOTZEN, JAMMERN, SCHREIBEN.
    WAS IST GOTTVERDAMMT LOS MIT UNS?
    JETZT IST DIE ZEIT! WENN JEDER MIT ALLER KRAFT FÜR DIE REVOLUTION SCHREIBT, SPRICHT, SIE VERBREITET, ENDLICH MAL TEILNIMMT DANN HABEN WIR SIE! BEGREIFT DAS DENN KEINER?!
    ICH HABE DIE SCHNAUZE DERMAßEN VOLL VON DEM GELABERE!
    EINE MÖGLICHKEIT WÄRE DIE DEUTSCHE MITTE!
    IM SOMMER SIND WAHLEN!
    WAS IST LOS? WARUM JAGEN WIR DIESES KORRUPTE DRECKS GEWÜRM NICHT IN DIE WÜSTE?
    ODER STELLEN SIE ALLE VOR GERICHT?
    NEIN; SO GEHT DAS NICHT!
    EINE MÖGLICHKEIT WÄRE DIE DEUTSCHE MITTE!
    WORAUF WARTET IHR EIGENTLICH?
    DASS EUCH KENFM DIE ERLAUBNIS GIBT DER PARTEI BEIZUTRETEN DIE DAS GELDSYSTEM ÄNDERN WIRD?
    WIE JÄMMERLICH!
    ERBÄRMLICH!
    Oder dann sagt mir doch wie wirs verändern können?!
    Auf die Strasse gehen zu Millionen? Das geht denen im BUndestag gepflegt am Arsch vorbei. So siehts aus.
    Geht in diese Partei!
    Alle Menschen die dort dabei sind denken so wie wir!
    Warum macht das keiner?!
    Na ja, ein bischen aufregen, sich mental einen abschütteln vor dem Bildschirm, geistige Ornanie ist natürlich bequemer.
    W O S I N D D I E R E V O L U T I O N Ä R E ? ? ? ! ! !

  24. Lieber Herr Fleck 🙂
    erstmal vielen Dank für diesen Beitrag. Ich lese Ihre Texte immer sehr gerne, mit innerer Zustimmung und Freude!

    Zu den Mails, die Sie zitieren: auch ich habe seit Monaten eine Schreibblockade, allerdings selbst gewählt. Mein Seelenfrieden ist mir wichtiger, als ins bösartige abgleitende Diskussionen im Netz. Das könnten Sie Ihrem Freund ausrichten. Gelassenheit, ziviler Ungehorsam und Zuversicht sind die Stichworte.
    Hab mich lang und intensiv mit den Gemeinsamkeiten von Quantenphysik und Spiritualität beschäftigt und festgestellt, dass der Satz „Gedanken erschaffen Realität“ wirlich stimmt. In Verbindung mit dem Nicht-Kampf-Prinzip hat sich mein seelischer Zustand und mein reales Leben dadurch extrem verbessert.
    Ich sehe auch, was da „draußen“ so vor sich geht. Aber irgendwie kommt das nicht mehr an mich ran und läuft vor mir ab, wie ein schlechter Spielfilm. Belastet mich aber nicht mehr, weil es Möglichkeiten gibt trotzdem etwas zu tun und sich nicht hilflos zu fühlen. Dieser alte Satz „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt“ ist das hilfreichste in der momentanen Situation. Und die Möglichkeit für zivilen Ungehorsam gibt es für jeden. Mann MUSS nicht Karriere machen, man MUSS nicht viel Geld besitzen, man MUSS nicht konsumieren (außer Essen), man braucht kein Smartphone, man MUSS nicht kämpfen um Job, Anerkennung, Auto-Haus-Boot usw usw. Das ist alles nicht in Stein gemeißelt!
    Und das Beste daran – seit ich einfach alles laufen lasse wie es ist und mich immer mit der gegebenen Situation abfinde, kommen die tollsten Dinge in mein Leben. 🙂

    „Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine völlig kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein“! (Krishnamurti)

    • da ist es wieder – „ich“ – „mein Wohlbefinden“:
      „Und das Beste daran – seit ich einfach alles laufen lasse wie es ist und mich immer mit der gegebenen Situation abfinde, kommen die tollsten Dinge in mein Leben. 🙂“

      Es gibt Menschen, die alles in die Waagschale werfen, um den karren aus dem Dreck zu ziehen…es wäre einfacher, wenn viele zupacken würden!
      Es geht um den goldenen Mittelweg…laufen lassen wie es ist – und anderen den unangenehmen Teil überlassen …kann es nicht sein!

  25. Lieber Herr Fleck!
    Danke! Ihr letzter Absatz ab „Aber zurück zu den verzweifelten Texten…“: Dieser Abschnitt bringt die Lage und wie damit umgegangen werden kann, sehr klug auf den Punkt! Die in diesem Abschnitt formulierten Gedanken sollte sich jeder Mensch wirklich auf der Zunge zergehen lassen, und wenn dann daraus noch Konsequenzen folgen, dann kann ich nur sagen: Wir bewegen uns und kommen voran. Ob wir es noch hinbekommen, die Frage stellt sich mir übrigens nicht mehr (war schon anders und diente letztlich oft nur als „faule“ Ausrede, um nicht zum Macher zu werden). Mittlerweile merke ich, dass die Lethargie viel schlimmer ist. Wir dürfen doch nicht vergessen: Egal was passiert, unsere wie auch immer gearteten Nachkommen werden doch noch etwas von der Vergangenheit und was es mal gegeben hat – nämlich den digitalen Aufwachraum und daraus erwachsendes Tun – und sich dies dann zum Vorbild nehmen, um selbst weiterzumachen und irgendwann haben wir dann vielleicht eine Welt, in der alle Menschen gerecht und friedlich zusammen leben.
    Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass der Verbindungsprozess im Machen doch schon so etwas von Freude bringen kann, dass sich dann die Frage, ob es noch zu schaffen ist, irgendwo hinfällig wird. Also, lieber Herr Fleck, nochmals ganz lieben Dank für Ihre erhellenden Worte!

  26. Warum verrückt werden ?
    Scheint mich etwas für Gutmenschen.
    Muss den die ganze Welt leben wie wir ?
    Die Geschichte isst gefüllt mit Kulturen, Völker, die unsere ‚Zivilisation‘ nicht wollten, wenige überlebten unsere ‚Zivilisation‘.
    Wer so etwas erleben will, en isst jetzt gut möglich, es isst möglich nach Mustang zu Reisen, bis jetzt eigentlich abgeschlossen in nord Nepal.
    Man fürchtet den Weg von China nach Nepal, die quer durch dat Gebiet geht.
    Wollten die Maori’s und Aboriginals unsere Zivilisation ?
    Wollen noch lebende Indianerstämme Im Amazon Gebiet unsere Zivilisation ?
    Was, dass isst auch meine Ansicht, der Mensch am meisten bedroht isst der Mensch, der westerne Mensch.
    Die jetzt schon grosse Überbevölkering unser Planetchen haben wir selbst verursacht, ‚geht hin und vermehrt euch‘.
    Viele Kulturen waren ganz gur Fähig nicht grösser zu werden als möglich war für ein gutes Leben, nach ihren Ideeën.
    In dass Indochina Gebiet war vierzig Tage Arbeit im Jahr genügend, bevor wir kamen.
    Was wir ändern sollten isst die westerse Weltbeherrschung, wir sollten andere Kulturen in Ruhe lassen.
    Können die sich Entwickln wie sie wollen, bieiben sie arm, dann vermehrt die Bevölkering sich nicht, werden sie auch reich in unserem Sinne, dan vermehren sie sich auch nicht, in reiche Gesellschaften sind Kinder teuer.
    Ob wir Menschen dass Klima ändern, ich bezweifle es.
    Dass Klima änderte immer.
    Nach meinem Ansicht istt eine folgende Eiszeit wahrscheinlich.
    Was die katholische Kirche ändern muss isst das Verbot Kondome usw., die Kirche mordet, Aids.

  27. Ich träume von einem Europa, wo die jungen Menschen die reine Luft der Ehrlichkeit atmen, wo sie die Schönheit der Kultur und eines einfachen Lebens lieben, die nicht von den endlosen Bedürfnissen des Konsumismus beschmutzt ist; wo das Heiraten und der Kinderwunsch eine Verantwortung wie eine große Freude sind und kein Problem darstellen, weil es an einer hinreichend stabilen Arbeit fehlt.

    Franziskus

  28. Wenn wir anfangen zu begreifen, dass „(Universal-)Geschichte“ uns als Legitimationsideologie gefangen hält und stattdessen Vergangenheit! uns nicht mehr (sie ist unwiederholbar und an sich selbst gescheitert) aber vor allem auch nicht weniger lehrt, als dass alles auch ganz anders sein könnte, dann sind wir schon einen großen Schritt aus der Verfangenheit in der gegenwärtigen Barbarei als angeblich unhintergehbare Verhältnisse heraus gekommen.
    Was die Verantwortung angeht, sollten wir endlich beginnen, diese nicht im sonstwo zu suchen und über die Epochen hinweg in irgendetwas Drittem zu suchen, sondern zu begreifen, dass jedwede Erklärung der Welt unsere eigene ist. Dazu gehört, dass die Eigenart von jeder und jedem wieder zur Geltung kommt.

    • Habe ich Sie richtig verstanden?: Bewusstsein, dass alles hätte anders sein können, eröffnet das Bewusstsein dafür, dass alles anders sein kann. Das kann in der Tat befreiend sein.

      Ja, alles könnte anders sein. Und doch ist alles so wie es ist, und wir wissen nichtmals, was „alles“ überhaupt ist. Die Welt ist riesengross, unverstanden, und voller Möglichkeiten.

    • Liebe Petra,

      was Sie hier sagen, das hat mich „eingefangen“.

      Was mir dazu einfällt:
      Der Flügelschlag des Schmetterlings. Heisenberg‘ s „uncertainty principle“! Panta rhei! Der Weg ist das Ziel!

      Ja, die Legitimationsideologie der Geschichte hält uns gefangen auf einer linearen Zeitlinie ohne Vergangenheit und Zukunft. Und die Gegenwart kennt nur die Fixierung auf vorgegebene Ziele (bei opportunen Wegen). Wer in dieser Legitimationsideologie nicht diese Ziele hat, der hat ein Legitimationsproblem – und ein Problem der Verantwortung für die Erklärung, auch sich selbst gegenüber.

      Ja, jedwede Erklärung der Welt ist unsere eigene, muß unsere eigene sein, in dem Sinne, daß wir die Verantwortung dafür akzeptieren, – zumindest solange wir diese Erklärung festhalten können.

      Besonders gefallen mir Ihre Worte: „Dazu gehört, dass die Eigenart von jeder und jedem wieder zur Geltung kommt.“
      Dazu fällt mir Erich Fromm ein: ‚Es gibt in einem anderen Menschen nichts, was es nicht auch in mir gibt. Dies ist die einzige Grundlage für das Verstehen der Menschen untereinander.‘

      Nochmal Heraklit:
      „Es ist immer dasselbe, Lebendes wie Totes, Waches wie Schlafendes, Junges wie Altes. Das eine schlägt um in das andere, das andere wiederum schlägt in das eine um.“

      „Sie verstehen nicht, wie das Auseinandergehende mit sich selbst zusammengeht: gegenspännige Zusammenfügung wie von Bogen und Leier.“

      Danke für Ihre Worte und Anregung.

    • Ein schöner Gedanke Petra:
      Alles kann auch ganz anders sein!
      Das trifft grundlegend für die Idee des Menschseins zu, die ja nichts anderes ist als eine nicht genügend hinterfragte Ideologie vergangener Tage und längst auf den Dauerprüfstand gehört und so lange in der Schwebe gehalten und verändert werden muss, bis sich das größt mögliche Glück unter allen Menschen einstellen kann, wozu sicher auch gehört und Maßstab sein kann „dass die Eigenart von jeder und jedem wieder zur Geltung kommt.

  29. Ich kann jedem nur empfehlen, sich bei solchen Gefühlen wie sie die Menschen in den zitierten Mails haben, mal ein „Neues Testament“ zu schnappen und zu lesen, was ein gewisser Jesus so zum besten gegeben hat.

    Der Mann hat zu einer Zeit gelebt, als das mächtigste Imperium, das die Welt jemals gesehen hat – zumindest bis zum jetzigen US Imperium – auf seinem Höhepunkt war.
    Diese tiefen Wahrheiten sind heute noch so aktuell und hilfreich wie schon vor 2000 Jahren.

  30. Ich empfinde das auch genauso wie Sean Penn und mir ist der auch schon lange aufgefallen als besonders sympatischer Charakter und Schauspieler von höchstem Niveau. Obwohl ich mich für Filme schon lange nicht mehr so interessiere wie früher, war mir der immer geistig gewärtig.

    Ich finde es aber auch einen netten Zug von Ihnen, lieber Dirk c. Fleck, dass Sie überall ihre erklärten Lieblinge haben. Das zeugt von großer Herzenswärme. Wir sind nicht allein und wenn wir rückwärts in die Geschichte schauen, erst recht nicht!

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