Lieferkettengesetz? Der Staat verweigert seine Verantwortung

Ein Kommentar von Peter Haisenko.

Die Ausbeutung der „Dritte-Welt-Länder“ für unseren „Luxus“ ist seit langer Zeit ein viel diskutiertes Thema. Gerade jetzt ist der nächste Versuch gescheitert, dem mit einem Gesetz Einhalt zu gebieten. Altmaier und Merkel haben sich wieder Lobbyisten gebeugt und ein wirksames Gesetz verhindert.

Die Landwirtschaftsministerin Klöckner macht sich nur noch lächerlich, wenn sie Vorschriften zu artgerechter Tierhaltung oder ökologischer Landwirtschaft mit dem Etikett „freiwillig“ unwirksam macht. So verweigert sie die Übernahme von Verantwortung und dieses Verhalten zieht sich durch die Handlungsweise der gesamten Merkel-Regierung. So auch jetzt eben mit einem Lieferkettengesetz. Es ist belegt, dass gerade Altmaier und Merkel zu diesem Thema Lobbyisten großzügigen Zugang gewährten. Der Ansatz war vielversprechend aber inkonsequent. Da war es ein Leichtes für Lobbyisten, das Ganze ad absurdum zu führen. Hilfreich war es für diese, dass wieder einmal die Falschen in die Pflicht genommen werden sollten. Private Firmen sollten die Verantwortung für die Einhaltung fairer Produktionsbedingungen übernehmen, was sie gar nicht können. Der Gesetzentwurf musste scheitern.

Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken“

In einer idealen Welt, in der ausnahmslos alle nur nach humanistischen Prinzipien handeln, hätte es die brutale Ausbeutung ganzer Nationen nicht gegeben. Diese ideale Welt gibt es aber nicht. Im Gegenteil wird die Welt von gierigen Psychopathen beherrscht, die selbst für minimalste Vorteile buchstäblich über Leichen gehen. Sie sind zwar eine kleine Minderheit, haben es aber erreicht, überall die entscheidenden Führungspositionen zu besetzen und so unsere Welt Stück für Stück in den Abgrund zu führen. Warum das so ist, hat Professor Dr. Hermann Oberth treffend beschrieben. Oberth, der Begründer der Raumfahrt war und einer der klügsten Köpfe, den die deutsche Kultur je hervorgebracht hat:

Im Leben stehen einem anständigen Charakter so und so viele Wege offen, um vorwärts zu kommen. Einem Schuft stehen bei gleicher Intelligenz und Tatkraft auf dem gleichen Platz diese Wege auch alle offen. Daneben aber auch noch andere, die ein anständiger Kerl nicht geht. Er hat daher mehr Chancen, vorwärts zu kommen, und infolge dieser negativen charakterlichen Auslese findet eine Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken statt.“ Genau diese Situation haben wir heute, eine Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken.

Genau diese Schurken sind es, die in ihrer Gier nicht einmal erkennen können oder wollen, dass ein fairer Umgang miteinander niemandem etwas nimmt, sondern vielmehr allen ein besseres Leben bringen wird. Vom Beginn der Lieferkette bis zum Endverbraucher. Es ist eine einfache Rechnung. Werden in allen Ländern angemessene Löhne gezahlt, bei angemessener Währungsparität, eröffnen sich neue Märkte für unsere Hochtechnologieprodukte. Einfach deswegen, weil auch bislang arme Länder dann genügend (Geld-)Mittel haben, um diese Produkte zu importieren und auch zu bezahlen. Zudem können Kinder in diesen Ländern zur Schule gehen, Bildung genießen und ein neues Potential an klugen Köpfen wird heranwachsen können. Welche Erfindungen werden diesen Köpfen erwachsen können, die sich im Grunddenken von unseren unterscheiden?

In der angelsächsischen Welt sind Wettbewerber nicht gern gesehen

Erhalten sie aber keine Bildung, kann sich dieses enorme Potential nicht entwickeln und auch wir können davon nicht profitieren. Betrachten wir aber dazu den Anspruch der angelsächsischen Welt auf alleinige Überlegenheit („full spectrum dominance“) muss man annehmen, dass das von dieser Seite genau so gewünscht ist. Es geht nicht darum, allen Menschen ein gutes Leben in Frieden zu verschaffen, sondern vielmehr darum zu verhindern, dass irgendwo Wettbewerber heranwachsen, mit denen man dann konkurrieren muss und möglicherweise ins Hintertreffen gerät. Diese perfide Denkweise nimmt dabei in Kauf, auf möglicherweise bahnbrechende Erfindungen zu verzichten, die auch einen selbst voranbringen würden. Sie können es nicht ertragen, in freier und fairer Entwicklung auch nur auf einem Feld nicht mehr dominant zu sein.

Um das zu erhalten, führen sie Kriege gegen jede Nation, die wegen ihrer Entwicklung auf dem Sprung sind, ernsthafte Wettbewerber zu werden. Das geht so weit, dass sie sogar massive Schäden für ihr eigenes Land in Kauf nehmen bis hin zur Überlastung der eigenen Wirtschaft. Nach dem Motto: Wenn wir schon untergehen, (und nicht mehr die Mächtigsten sein können,) dann sorgen wir dafür, dass der Rest der Welt mit uns untergeht. Um 1900 war das bis dahin dominante British Empire mit dem Problem konfrontiert, wirtschaftlich nicht mit dem Deutschen Reich konkurrieren zu können. Deswegen haben sie die großen Kriege gegen Deutschland inszeniert und zusammen mit den USA alle folgenden bis heute. Hunderte, andauernd, weil sie aus eigener Kraft nicht gut genug sind, an der Spitze zu bleiben. Nebeneffekt ist, dass sie so kluge Köpfe aus den zerstörten Ländern in ihr Land locken können, die sie selbst mit ihrem verkorksten Bildungssystem nicht entwickeln können. Sehen Sie sich dazu mal an, welcher Herkunft viele der Nobelpreisträger der USA sind.

Die Gier der Vermarktungskonzerne bestimmt das Geschehen

Doch zurück zu den Lieferketten. Ich habe dargestellt, warum kein Interesse herrscht, diese bis ins letzte Glied fair zu gestalten. Welche Effekte würde es haben, wenn faire Löhne gezahlt werden? Würde man die Löhne der Näherinnen in Bangladesch verzehnfachen, würde der Herstellungspreis für Textilien um wenige Cent pro Teil steigen. Selbst wenn er um einen Euro pro Teil stiege, wo wäre das Problem? Es liegt in der Gier der Vermarktungskonzerne. Die wollen immer einen Gewinn einstreichen, der im Verhältnis zum Einkaufspreis des Produkts steht. Das gilt für alle, die an den Lieferketten beteiligt sind.

Das geht so: Kaufen sie das Produkt für einen Euro ein, wollen sie einen Mindestprozentsatz am Einkaufspreis verdienen, Zum Beispiel 30 Prozent oder eben 30 Cent. Müssen sie für dasselbe Produkt nun zwei Euro hinlegen, wollen sie natürlich wieder 30 Prozent für ihren Gewinn haben, also jetzt 60 Cent. Wiederum gilt das für die gesamte Lieferkette. Der Witz dabei ist, dass sich der Aufwand für jeden in der Lieferkette nicht verändert hat. Es ist immer noch dasselbe Hemd. Das heißt, die Akteure in den Lieferketten hätten den gleichen Gewinn, bei gleichem Arbeitsaufwand, wenn sie für das jetzt zwei Euro-Produkt im Einkauf mit dem alten Gewinn zufrieden wären, eben mit den alten 30 Cent.

Freiwillig“ passiert im kapitalistischen Profitstreben gar nichts

Wenn diese Rechnung durch die gesamte Lieferkette durchgezogen wird, muss das Produkt, das Hemd, für den Endverbraucher nur um einen Euro teurer werden. Bestehen aber die Akteure in den Lieferketten auf dem prozentualen Gewinn im Verhältnis zum Einkaufspreis, also ihrem „Kapitaleinsatz“, dann potenziert sich die Preiszunahme mit jedem Glied der Lieferkette und der Endverbraucher muss dann den doppelten Preis bezahlen im Vergleich zum Ein-Euro-Einkaufspreis des Produkts. Wir sehen an diesem einfachen Beispiel, wo das Problem liegt. Dem Verbraucher in Deutschland wäre es egal, wenn er für ein Hemd einen Euro mehr bezahlen müsste. Er würde es gar nicht merken. Den doppelten Preis schon. Es ist also die Gier der Lieferkettenkonzerne, die auf prozentualem Gewinn aus dem „Kapitaleinsatz“ bestehen, anstatt in humanistischer Weise mit dem bislang ausreichenden und sowieso nicht zu schmalen Gewinn zufrieden zu sein. Ach ja, im Englischen gibt es kein Wort für „zufrieden“. Nicht umsonst hat die katholische Kirche die Gier zur Todsünde erklärt.

Wollte also unsere Regierung etwas für den fairen Umgang auch mit Ländern der Dritten Welt tun, müsste sie ein passendes Gesetz verabschieden. Es würde sogar eine simple Verordnung auf EU-Ebene ausreichen. Das kann ganz kurz sein: Bei jedem Produkt, das in die EU importiert und verkauft werden darf, muss der Mindestlohn für alle an der Lieferkette beteiligten einen Euro betragen. Das muss gelten vom Baumwollpflücker bis zum Matrosen auf dem Containerschiff. Den Rest regelt diesmal tatsächlich der Markt. Der Endverbraucher wird nämlich eine mögliche Verdoppelung der Preise nicht akzeptieren. So werden alle Beteiligten an der Lieferkette schnell einsehen müssen, dass sie mit den alten Gewinnmargen zufrieden sein müssen, weil sie es auch können.

So einfach wäre das, wenn sich unsere Häuptlinge nicht vor der Verantwortung drücken würden und wieder einmal versuchen, ihre Aufgaben an private Konzerne weiterzureichen. Wir sollten doch langsam gelernt haben, dass da mit „freiwillig“ gar nichts geht und wenn die Gefahr besteht von unfreiwillig, die Lobbyisten von der Kette gelassen werden. So müssen wir mit dem gescheiterten Lieferkettengesetz wieder einmal erkennen, dass unsere Regierungen der westlichen Werte überhaupt kein Interesse daran haben, die Welt fairer und lebenswerter für alle zu machen, wovon auch wir letztlich profitieren würden. Sie gehorchen den Oligarchen und ihren Lobbyisten. Wann die aber von sich aus etwas unternehmen werden, die Welt zu einer besseren, einer gerechteren zu machen, steht jetzt schon auf den Tag genau fest: Es ist der St. Nimmerleinstag.

Mit diesem Problemkomplex habe ich mich bereits 2006 befasst und so kann man sehen, dass die Regierungen seit mindestens 15 Jahren auch dieses Thema nicht lösen wollen:
https://www.anderweltonline.com/kultur/kultur-vor-2013/kinderarbeit-ist-ein-luxusproblem/

+++

Dieser Artikel wurde vorab am 03.05.21 auf anderweltonline.com veröffentlicht.

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Bildquelle: CRS PHOTO / shutterstock

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Abonniere jetzt den KenFM-Newsletterhttps://kenfm.de/newsletter/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

Bitcoin-Account: https://commerce.coinbase.com/checkout/1edba334-ba63-4a88-bfc3-d6a3071efcc8

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten findest Du hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

10 Kommentare zu: “Lieferkettengesetz? Der Staat verweigert seine Verantwortung

  1. Isabelle Emcke sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=iQjwvUHGvKk

  2. Melezy Przikap sagt:

    Stefan Wehmeier, "Die Deflations-Notbremse für Arme ":

    " […] Seitdem wird die globale Zinsgeld-Ökonomie durch rigorose Ausbeutung der "dritten Welt" (die an die "erste Welt" etwa 30 mal mehr Zinsen zahlt, als sie an sogenannter Entwicklungshilfe zurück bekommt) und immer höhere Staatsverschuldungen erhalten, bis der Keynesianismus im Februar 2020 ausgereizt war und noch auf die Schnelle eine Diktatur errichtet wurde. "

    https://opium-des-volkes.blogspot.com/2021/04/die-deflations-notbremse-fur-arme.html

  3. Krishna sagt:

    Die Wurzel des Übels: Das FIAT-Finanzsystem, wie in Thrive dargestellt:
    https://www.youtube.com/watch?v=k4lv_3hcE9o
    Der Grundsatz allen Handels ist dasGeldsystem.
    Es ist in seinem Wesen als Schwarzmagisches Tool geschaffen.
    Warum?
    Schwarze Magie ist, von den Kräften anderer zu schmarotzen. Weisse Magie ist durch eigenes tief verbundenes Handeln Kraft zu generieren.
    Der Film stellt es hervorragend dar: Durch FIAT-Geld entsteht ein Energiemangel und das Handeln ist nicht mehr im Wesen des Menschen gegründet, sondern im Motiv Geld zu bekommen. So wird die Menschheit dressiert.
    Mit falschem Motiv beginnend, kann man an Gesetzen feilen, auch guter Hoffnung, -aber is wird letztendlich immer in Entmenschlichung führen.
    Wir brauchen ein demokratisch legitimiertes Geldsystem!

  4. Nomaske sagt:

    Es gibt Krieg gegen Mitbewerber…Richtig, es gibt keine freie Marktwirtschaft.

    Sondern einen Korporatismus, der die Monopolisierung anstrebt und immerzu Wettbewerb unterminiert.

    Nix Kapitalismus. Hätten wir den, könnte ich auch frei und moralisch nach meinen Bedürfnissen und meiner Moral konsumieren.

    Ich aber kann mich entscheiden zwischen Eismann und Bofrost. Zwischen Tempo und Zewa. Zwischen Illner und Lanz.

    Das ist bullshit und kein freier Markt.

    Ganz oben läuft eh alles zusammen. Rot oder braun? Mir egal, wie die Diktatur heißt, aussieht oder tönt.
    Heute halt grün.
    Freiheit gibt es da so oder so keine.

    • Box sagt:

      Anscheinoppositionelle Agitprop. Zur Erläuterung:

      „Der Faschismus sollte Korporatismus heißen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist.“
      (Benito Mussolini)

      "Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen.“
      (Max Horkheimer)

      Und:

      Wir sind, was volkt!
      27. Dezember 2018 Richard Winterstein
      Neofaschisten skandieren griffige Parolen und offenbaren darin ihr gestörtes Verhältnis nicht nur zur deutschen Sprache, sondern auch zu deren Bedeutungsinhalten. Aber nicht nur das!

      "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!"

      Eine wahrhaft revolutionäre Parole! "Deutschland den Deutschen …!" Deutschland ins Eigentum der Deutschen, d.h. aller Deutschen überführen – das hat was! So sei das aber gar nicht gemeint? Wie denn dann? Aha, der zweite Teil der Parole darf dabei nicht unterschlagen werden: Die Ausländer müssen natürlich außer Landes geschafft werden, denn darauf kommt's in erster Linie an. Und wenn die dann alle weg sind, gehört Deutschland endlich wieder den Deutschen allein. Will heißen: Die Anwesenheit von Ausländern im Land ist verantwortlich dafür, dass Deutschland eben nicht den Deutschen gehört. Wenn das so ist: Gehört Deutschland heutzutage dann den Ausländern? Kann man so auch nicht sagen, denn die haben uns Deutschen Deutschland allein aufgrund ihrer Anwesenheit ja eigentlich gar nicht weggenommen. Es ist noch da und gehört überwiegend deutschen Eigentümern. Was also will uns die Parole sagen?

      Mit der Eigentumsfrage hat die genau genommen gar nichts zu tun. Es geht dabei auch gar nicht um den Verteilungsmodus deutschen Eigentums, denn das ist bekanntlich selbst unter Deutschen höchst ungleich verteilt: Wenige besitzen sehr viel, viele sehr wenig! Das soll in den Augen derer, die diese Parole skandieren, auch gefälligst so bleiben! Deutschland soll, geht es nach dieser Parole, also gar nicht als Heimat krasser sozialer Ungleichheit denunziert, sondern als nationalistisch einheitlich strukturiertes Gebilde eingefordert werden. Deutschland ist unser Deutschland, wenn alle Ausländer weg sind! Und es hat auch dann immer noch unser Deutschland zu sein, wenn der Mehrheit der Bevölkerung wenig mehr als vielleicht ein Auto und die Wohnungseinrichtung gehört.

      Die reale Einkommens- und Eigentumsverteilung hat für das deutsch-nationale Einheitsempfinden überhaupt keine Rolle zu spielen. Das nationale Wir-Gefühl hat es nicht nötig, sich mit lästigen Besitzverhältnissen herumzuschlagen. Als deutscher Landsmann steht uns der größte Mietwucherer noch immer um ein Vielfaches näher, als unser besitzloser Mieternachbar mit ausländischer Herkunft, der unter der gleichen Wuchermiete leidet, wie wir. Soziale Gegensätze, mit denen die Nation reichlich ausgestattet ist, sind dem überzeugten Neofaschisten überhaupt kein hinreichender Grund, seine Identifikation mit dem nationalen Ganzen in Frage zu stellen.

      Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass es den Neofaschisten überhaupt nicht um das Wohlergehen der Mehrheit der lohnarbeitenden Bürger geht, deren Beziehung zu den Nutznießern (Kapital) sie lieber nicht zum Thema und schon gar nicht in vertiefter Form machen wollen.
      https://www.heise.de/tp/features/Wir-sind-was-volkt-4258505.html

      Schließlich:
      „Es kann in einem Aufruf gegen den Faschismus keine Aufrichtigkeit liegen, wenn die gesellschaftlichen Zustände, die ihn mit Naturnotwendigkeit erzeugen, in ihm nicht angetastet werden. Wer den Privatbesitz an Produktionsmitteln nicht preisgeben will, der wird den Faschismus nicht loswerden, sondern ihn brauchen.“
      (Bertolt Brecht)

    • Nomaske sagt:

      Kommunismus kann man getrost weiterhin Kommunismus nennen.
      Es ist die absolute Machtkonzentration. Alle Macht dem Staatsapparat!
      Man kann es auch Schweinesystem nennen. Oder Idiotenstadl. Oder antifaschisitischer Faschismusferarschungsfersuch.

  5. P.Nibel sagt:

    Ich lebe nicht im Luxus und "Fairtrade" ist für mich das, was fair für mich ist!
    Ich lebe in einem Land, in dem die Regierung Krieg gegen ihre Bürger führt und habe heute meine ganze Kraft verbraucht, als ich den Vertreter der Stadtverwaltung, der heute bei mir war, NICHT totgeschlagen habe, obwohl es moralisch gerechtfertigt gewesen wäre! Die Probleme von Baumwollpflückerinnen gehen mir sowas von am Arsch vorbei!

    • Nomaske sagt:

      Mir geht das Interesse für andere immer mehr auf den Keks.
      Zuhause vergammeln Kinder, Alte und alle anderen sowieso und wir werden noch vollends in die Tonne moralisiert für die Probleme von allen anderen.

      Hier geht doch der Wahnsinn ab. Wir zahlen noch selbst für unseren mind fuck, heute gerade in Form einer GEZ Mahnung…

      In Deutschland lebt doch das am meisten ausgebeutete Volk. Was hier an Geld an den deep state monatlich abgezogen wird…oder wo landen die Steuern und Abgaben?

      Bei wem? Nicht bei Menschen aus Deutschland und auch sonst bei keinen Menschen. Da denkt jeder, der noch Arbeit hat, ganz demütig, och meine paar Hundert Euro im Monat an Abgaben, dafür bekomme ich ja auch Infrastruktur.

      Wir sind einfach ein dummer Haufen geworden. Man hat uns zu Doofen gemacht und applaudieren dem ganzen noch.

      Egal, ob den Grünen Kommunisten mit dem Klimareset oder den Selbstkasteiern wie dem Autor hier, der uns noch ein mieses Gefühl reinreibt, wiel wir ja so fette Profiteure sind. Einen Scheiß sind wir!

    • Michael Haas sagt:

      Ich kann solche Gefühle gut verstehen. Und habe ähnliche. Ich muss aufpassen, mich davon nicht leiten zu lassen.
      Wenn ich mir vorstelle, dass der Typ von der Stadtverwaltung seinen (miesen) Job macht und Angst hat, ihn zu verlieren, bin ich immer noch wütend. Aber der hängt halt in Zwängen und ihn totschlagen, würde kein Problem der Welt lösen.
      Und die Baumwollpflückerinnen gehen mir solange am Arsch vorbei, bis ich mich in sie hineinversetze : Sie schuften fürs Überleben ihrer Kinder, ihrer Eltern, ihrer Familie. Und letztlich sind wir alle verbunden.
      Auch wenn wir dies nicht empfinden.

    • P.Nibel sagt:

      @Michael Haas
      Stellen Sie sich vor: Der Typ kommt hier an – ohne Termin – ich bin ohne Hose, weil ich schon mit dem Fahrrad einkaufen war und mir dann warm ist, wenn ich wieder Zuhause bin – ich rufe also "Augenblick" und ziehe mir etwas an, gehe dann zur Tür und sehe, dass er schon wieder am Gehen ist und rufe ihm hinterher und höre, wie er zum Hausmeister sagt: "Da haben wir die Leute wohl aus dem Bett geschmissen"!

      So eine dumme Sau- so eine stinkende Fotze – so ein elendes Stück Dreck!
      Er hasst und verachtet die Menschen, denen er eigentlich dienen sollte und schämt sich nicht einmal mehr, das auch noch auszusprechen. Genau so denken die in Berlin über uns! Der Typ ist natürlich kein Faschist, sondern ein charakterloser liberaler Schleimscheißer, der natürlich seine Macht missbraucht, wenn man ihm welche gibt.

      Was die Baumwollpflückerin angeht, versetze ich mich nicht mehr in Menschen, bei denen ich sicher davon ausgehen kann, dass sie sich auch nicht in mich versetzen. Dazu bin ich moralisch auch nicht verpflichtet, denn zu einer Freundschaft braucht es immer Zwei!

Hinterlasse eine Antwort