Lockdowns und der Ausverkauf des Mittelstandes | Von Christian Kreiß

Am 21.12. lautete die Überschrift eines Wirtschaftsartikels: „Insolvenzen: In der Eurozone droht der große Ausverkauf – China wird profitieren“. Weiter hieß es: „Während China seine Wirtschaft wiederbelebt, droht in der Eurozone eine Insolvenzwelle unbekannten Ausmaßes. China könnte schon bald auf eine „große Einkaufstour“ in der Eurozone gehen […] Währenddessen wird in Chinas Clubs und Bars ausgelassen gefeiert – ohne Mundschutz und Abstandsregeln.“(1) Nicht alle sind also unglücklich über eine Insolvenzwelle in Europa, im Gegenteil. Das gilt nicht für chinesische Konkurrenten, sondern für alle Konzerne und Fonds, die auf hohen Cash-Beständen sitzen. Und es gibt momentan einige, die über extrem hohe Liquiditätsbestände verfügen. Denn in allen Krisen gilt: Cash is king.

Durch die europäischen und weltweiten Lockdowns schrumpfte die Wirtschaft des Euroraums in den ersten drei Quartalen 2020 um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.(2) Dabei gilt für die einzelnen Länder: Je strenger die Lockdowns waren, desto schlimmer war der Wirtschaftsabsturz. Für das vierte Quartal wurden die Prognosen für die Eurozone wegen der zweiten Lockdownwelle von führenden Wirtschaftsforschungsinstituten vor Kurzem um 4,9 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Statt eines Wachstums von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal soll die Euro-Wirtschaft nun um 2,2 Prozent zurückgehen. Man sieht daran gut die erneut dramatische Auswirkung von Lockdowns auf die Wirtschaftsleben. Für das erste Quartal 2021 wird wegen der Lockdowns jetzt nur noch ein sehr schwaches Wachstum von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal erwartet.(3) Daher ist es kein Wunder, dass viele Experten für den Euroraum 2021 mit einer Pleitewelle und Bankproblemen rechnen.

Die deutsche Wirtschaft sackte in den ersten neun Monaten 2020 gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent ab.(4) Unsere Exporte sanken in den ersten 10 Monaten um über 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.(5) Sie sollen im Gesamtjahr um 13 Prozent sinken. Der ifo-Index, häufig ein guter Konjunkturindikator, lag im Dezember 2020 mit 92,1 etwa 3,5 Prozent unter dem Vorjahreswert von 95,5 und zeigt damit selbst von dem momentan stark gedrückten Wirtschaftsniveau ausgehend nicht gerade einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung an.(6) Durch den zweiten harten Lockdown seit November wird unsere Wirtschaft erneut stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Experten rechnen mit einer Insolvenzwelle, v.a. bei Selbständigen, kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland.

Lockdowns und Mittelstand

Kleine und mittelgroße Unternehmen stellen bei uns über 71 Prozent aller Arbeitsplätze. Ende Oktober, vor den jüngsten, staatlich verordneten Einschränkungen, hieß es bereits, die Corona-Lockdowns gefährdeten mehr als eine Million Arbeitsplätze bei mittelständischen Firmen. Vor allem das Gastgewerbe und Freiberufler kämpften ums Überleben. „Bis zum Jahresende 2020 könnte es zu einem Verlust von etwa 1,1 Millionen Arbeitsplätzen kommen“, sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib Ende Oktober, noch vor der zweiten Lockdown-Welle. „Trotz der Erholung im dritten Quartal sind die Geschäftserwartungen für 2020 historisch schlecht.“ Für 2020 rechnete laut einer KfW-Umfrage vom September mehr als jedes zweite Unternehmen mit einem Umsatzrückgang. Insgesamt könnten die Erlöse demnach um 545 Milliarden Euro einbrechen.(7) Der Bundesverband der Freien Berufe sah bereits im Oktober viele Freiberufler in einer Notlage: Jeder zweite Freiberufler war demnach stark oder sehr stark von den Folgen der Corona-Lockdowns betroffen. Gerade junge und kleine Unternehmen seien sehr angeschlagen.(8)

Seit der zweiten Lockdownwelle im Spätherbst hat sich die Lage weiter verschlechtert.(9) Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer sagte im Dezember für die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand, Finanzpolster, die manche Unternehmen in vielen Jahren aufgebaut hätten, seien in kürzester Zeit zusammengeschmolzen. „Für viele Betriebe geht es um die Existenz“.(10)

Das Gastgewerbe wurde durch die Lockdowns in die größte Krise der Nachkriegszeit gestürzt. „Verluste und Insolvenzen werden im Januar so reichlich rieseln wie die trockenen Nadeln vom Weihnachtsbaum“, hatte kürzlich der Berliner Spitzenkoch Tim Raue gesagt.(11) Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) warnte bei Beginn des zweiten Lockdowns, „Zehntausenden Unternehmen drohe ohne umfassende finanzielle Hilfen die Pleite. […] „Durch den zweiten Lockdown wird ein Drittel der 245.000 Betriebe den Winter nicht überstehen. Ohne umfassende Entschädigungshilfe droht ihnen die Pleite““ sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges.(12) Laut der Wirtschaftsauskunftei Crif Bürgel waren bereits Ende Oktober 14,5 Prozent der untersuchten Restaurants, Gaststätten, Imbisse und Cafés in Deutschland insolvenzgefährdet.

Der Präsident des Handelsverbandes Textil, Steffen Jost meinte kurz vor der zweiten Lockdown-Welle: „Es wird ein Ladensterben in den Hauptlagen geben. Das Gesicht vieler Innenstädte wird sich massiv verändern. Manche wird es nicht mehr geben.“(13) Und der Handelsverband Deutschland fürchtete, ebenfalls bereits vor dem zweiten Lockdown, „am Ende könne die Krise 50.000 mittelständischen [Handels-] Unternehmen die Existenz kosten.“(14)

Fehlende Proteste

Angesichts dieser schlimmen Lage und insbesondere der trostlosen Aussichten für hunderttausende von Selbständigen, kleinen und mittleren Unternehmen stellt sich die Frage: Warum protestieren bislang die Wirtschaftsvertreter so wenig? Warum drängen die Unternehmer nicht einmal auf eine nennenswerte öffentliche Diskussion über die Verhältnismäßigkeit oder Angemessenheit der getroffenen Maßnahmen?

Das liegt zum einen an der ökonomischen Appeasement-Politik, der Beruhigungspolitik, die seit März in historisch nie dagewesenem Ausmaß betrieben wird. Stichworte sind KfW-Kredite, Umsatzentschädigung, Kurzarbeitergeld, Mehrwertsteuersenkung, Aussetzen der Insolvenzpflicht usw. Die deutsche Regierung gibt 2020 und 2021 zusammen knapp 1.500 Milliarden Euro Beruhigungsgeld aus, das entspricht etwa 30 Prozent vom Bruttosozialprodukt. Der größte Teil davon wird durch Schulden finanziert. Ein solcher Staatschuldenanstieg in Friedenszeiten, ein solches Ausschütten von staatlichen Geldmassen ist historisch einzigartig.(15) Sehr viele Betroffene werden geradezu zugeschüttet mit Geld.(16) So sichert man sich die Zustimmung vieler Betroffener und gleichzeitig auch politische und mediale Befürwortung: Man stopft den Betroffenen den Mund mit Geld. Aber diese Art Beruhigungspolitik ist ein Scheck auf die Zukunft, verschiebt die Rechnung auf später.

Eine der ganz seltenen Ausnahmen aus den Reihen der schweigenden Lämmer war Mario Ohoven, seit 1988 Präsident des bedeutsamen Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft (BVMV). Zu Beginn des zweiten Lockdowns, der verharmlosend als „kurzer Lockdown light“ eingeführt wurde, äußerte er ungewohnt starke Kritik. Er kündigte am 22.10.2020 rechtliche Schritte gegen den zweiten Lockdown an. Es handele sich um staatlich verordnete Berufsverbote, die „weite Teile der Wirtschaft und viele Unternehmen nicht überleben würden.“(17) In einem Interview mit der Tageszeitung „Welt“ sagte er am 29.10., 80 Prozent der Wirtschaft seien Psychologie. Die Politik schüre Angst. Zig Prozent des Mittelstandes würden den zweiten Lockdown nicht überstehen, das sei wie ein zweiter Herzinfarkt, den man ebenfalls häufig nicht überlebt. Durch Verschieben der Insolvenzen würden Zombies finanziert.(18) Bei Verkündigung der zweiten Lockdown-Welle am 29.10. stellte Ohoven die Verhältnismäßigkeit und Verfassungsmäßigkeit der Maßnahmen in Frage und kündigte an, im Interesse des Mittelstandes gegebenenfalls das Bundesverfassungsgericht anzurufen.(19) Zwei Tage später, am 31.10. starb Mario Ohoven bei einem Autounfall.

Wer profitiert vom Ausverkauf?

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum so wenig Proteste aus Wirtschaftskreisen kommen. Denn es gibt große Profiteure von einem Unternehmen-Massensterben. Nicht alle sind über Massenpleiten von Selbständigen, kleinen und mittleren Unternehmen unglücklich, beispielsweise die eingangs genannten chinesischen Einkäufer, die solide Mittelständler in Krisenzeiten sehr preiswert erwerben können. Aber nicht nur die Chinesen freuen sich über eine Pleitewelle im deutschen Mittelstand. Ein Münchner Gastronom erzählte mir von einem Treffen der Dehoga, dem bayerischen Hotel- und Gaststättenverband, im Herbst, auf dem auch führende Münchner Gastronomen waren. Verschiedene Brauereieigentümer, Großinvestoren und Großgastronomen sagten, sie seien über die Entwicklung gar nicht unglücklich, im Gegenteil. Sie schauen sich momentan genau an, welches Lokal an welchem Standort pleitegeht, dadurch günstig zu haben ist und greifen dann zu. Ein sehr bekannter Münchner Spitzengastronom sagte demnach: Das Ganze kostet mich jetzt ein paar Millionen Umsatz, aber danach habe ich ein paar sehr hübsche Standorte mehr und stehe viel besser da als zuvor. Das nennt man Marktkonsolidierung.

Genau das ist ein zentrales Motiv, das hinter den weltweiten Lockdowns steht. Die Großen fressen die Kleinen und können sie gerade wegen der Lockdowns auch bequem – und vor allem billig – fressen. Deshalb gab und gibt es auch keinen nennenswerten Widerstand durch die einflussreichen Großunternehmen und Großfinanziers gegen die Lockdown-Politik. Im Gegenteil. Wie gesagt: Jetzt kostet es ein paar Millionen, vielleicht auch ein paar Milliarden Umsatz, aber danach steht man viel stärker da als zuvor. Die Lockdowns arbeiten den Großunternehmen – Stichwort amazon -, den Milliardären, den großen Kapitalien, Hedge-Fonds und denjenigen, die jetzt auf viel Liquidität sitzen, in die Hände. Dazu kommt: Die Großunternehmen wissen ganz genau, dass sie im Zweifelsfall von der Regierung gerettet werden, nach dem Motte too big to fail, zu groß, um pleitezugehen, Beispiel Lufthansa. Die Fluggesellschaft wurde mit etwa 10 Milliarden Euro Staatsgeldern gerettet. Allein im dritten Quartal 2020 verbrannte sie davon zwei Milliarden Euro.(20) Man kann davon ausgehen, dass Lufthansa auch nachdem sie ihre Finanzreserven verbrannt hat, nicht pleitegehen wird. Für Großkonzerne gibt also kaum Grund, gegen Lockdowns zu protestieren.

In jeder Krise gilt: Cash is king. Je schlimmer der Absturz, desto wichtiger ist Cash, Liquidität, um bei sinkenden Umsätzen zu überleben. Das wissen die wichtigen und großen Player. Ein paar Zahlen: Die 3.000 größten börsennotierten Nicht-Finanz-Unternehmen der Welt sitzen momentan auf 7.600 Milliarden Dollar Liquidität. Das ist ungefähr ein Drittel mehr als 2019 (21) und entspricht in etwa dem doppelten deutschen Sozialprodukt. Die US-Bank JP Morgan Chase sowie Private Equity Fonds verfügten im Frühjahr 2020 laut Wall Street Journal über jeweils etwa 2.000 Milliarden Dollar Cash. Dann gibt es noch Großinvestoren wie Blackrock, Vanguard und viele andere, sowie Hedge-Fonds, die ebenfalls auf sehr hohen Liquiditätsbeständen sitzen. Dazu kommen die bekannten Oligarchen wie Jeff Bezos, Bill Gates, Warren Buffet, Marc Zuckerberg usw. deren Vermögen in den letzten Monaten nicht etwa trotz, sondern gerade wegen der Lockdowns dramatisch gestiegen sind. Für fast alle Großunternehmen und Großinvestoren, die jetzt auf hohen Liquiditätsbeständen sitzen, sind Lockdowns ein Segen, die einmalige Chance, Konkurrenten billig aus dem Weg zu räumen.

Wie bereits in der Vergangenheit, insbesondere in der schlimmen Weltwirtschafts- und Finanzkrise 1907 (22), gibt es auch diesmal gewaltige Gewinner des ökonomischen Bereinigungsprozesses. Die Großen werden in möglicherweise nie dagewesenem Umfang die Kleinen fressen. Je mehr Angst in den Medien geschürt wird, desto länger und strikter werden die Lockdowns. Jeder Tag zusätzlicher Lockdown führt mittelfristig zu zusätzlichen Milliardengewinnen der großen Player, insbesondere der Multimilliardäre. Je schlimmer die Lockdowns, desto stärker wird die Markbereinigung, desto größer wird der Machtzuwachs bei einer vergleichsweise kleinen Gruppe von Oligarchen, denen die großen Konzerne gehören. Angst und Lockdowns sind ein Segen für die Großkonzerne und die hinter ihnen stehenden Oligarchen, eine geradezu einmalige Chance, mit der Konkurrenz richtig aufzuräumen.

Der deutsche Mittelstand ist das Bauernopfer, das von unseren Politikern offenbar gerne und willig für die Großkonzerne, genauer: für deren Eigentümer, gebracht wird. Wenn sich der Mittelstand nicht bald entschieden wehrt, wird es ihn in dieser Form nicht mehr lange geben.

Quellenangaben:

(1) https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/508313/Insolvenzen-In-der-Eurozone-droht-der-grosse-Ausverkauf-China-wird-profitieren

(2) https://tradingeconomics.com/germany/gdp-growth-annual, Stand 25.12.2020

(3) DWN 22.12.2020

(4) https://tradingeconomics.com/germany/gdp-growth-annual, Stand 18.12.2020, eigene Berechnung

(5) https://tradingeconomics.com/germany/exports Stand 23.12.2020

(6) file:///C:/Users/00413/AppData/Local/Temp/ku-2020-12-pm-geschaeftsklima-DT-1.pdf, veröffentlicht 18.12.2020

(7) Deutsche Wirtschaftsnachrichten 23.10.2020

(8) Deutsche Wirtschaftsnachrichten 23.10.2020

(9) Deutsche Wirtschaftsnachrichten 6.12.2020

(10) Deutsche Wirtschaftsnachrichten 13.12.2020

(11) Deutsche Wirtschaftsnachrichten 12.12.2020

(12) Welt.de 29.10.2020

(13) Welt.de 5.11.2020

(14) Welt.de 7.11.2020

(15) Handelsblatt 6.11.2020, Die Schulden-Pandemie: Wie Corona die Staatsfinanzen ruiniert:

https://www.handelsblatt.com/politik/international/oeffentliche-haushalte-die-schulden-pandemie-wie-corona-die-staatsfinanzen-ruiniert/26593456.html?ticket=ST-14351156-CAI51SDYQROQFWw3wGqG-ap6#_blank

(16) Handelsblatt 6.11.2020, Die Schulden-Pandemie: Wie Corona die Staatsfinanzen ruiniert

(17) https://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Ohoven, Stand 11.11.2020

(18) https://www.welt.de/videos/video218864836/Wirtschaftliche-Folgen-Erneuter-Lockdown-Wie-ein-zweiter-Herzinfarkt-und-der-ist-oft-toedlich.html?wtrid=newsletter.wirtschaft..wirtschaft..%26pm_cat%5B%5D%3Dwirtschaft&promio=81498.1663103.6171551&r=5716766931521203&lid=1663103&pm_ln=6171551

(19) https://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Ohoven

(20) Welt.de 5.11.2020

(21) Economist 9th Dec.2020

(22) https://kenfm.de/standpunkte-%E2%80%A2-der-boersencrash-von-2020-und-die-bewusst-herbeigefuehrte-finanzpanik-von-1907/

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Die Bücher „Geplanter Verschleiß“, „Gekaufte Forschung“ und „Gekaufte Wissenschaft“ von Prof. Dr. Christian Kreiß werden in diesem Zusammenhang empfohlen.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Zum Autor:

Prof. Dr. Christian Kreiß, Jahrgang 1962: Studium und Promotion in Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte an der LMU München. Neun Jahre Berufstätigkeit als Bankier, davon sieben Jahre als Investment Banker. Seit 2002 Professor an der Hochschule Aalen für Finanzierung und Volkswirtschaftslehre. Autor von sieben Büchern: Gekaufte Wissenschaft (2020); Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft (2019); BWL Blenden Wuchern Lamentieren (2019, zusammen mit Heinz Siebenbrock); Werbung nein danke (2016); Gekaufte Forschung (2015); Geplanter Verschleiß (2014); Profitwahn (2013). Drei Einladungen in den Deutschen Bundestag als unabhängiger Experte (Grüne, Linke, SPD), Gewerkschaftsmitglied bei ver.di. Zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und Zeitschriften-Interviews, öffentliche Vorträge und Veröffentlichungen. Homepage www.menschengerechtewirtschaft.de

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23 Kommentare zu: “Lockdowns und der Ausverkauf des Mittelstandes | Von Christian Kreiß

  1. Wildenfelser sagt:

    Es ist Zeit, dass ich meinen Aufruf zum Kampf gegen den Lügenterror hier erschallen lasse!
    Bewaffnet euch – mit LEBENSFREUDE – gegen die das Schwert der Corona-Terroristen stumpf ist.
    Insbesondere heute. Es ist Silvester!
    MACHT PARTY, SEID LEBENDIG! LEBT!
    Und kehrt „die Alte“ aus dem Haus 🙂

    • Alcedo sagt:

      :)) Prima, aber hier ist nix los und Jahreswechsel ist doch überbewertet. bin auch gerade ein bißchen überdrüssig in 8,5 von 10 sprachlose Gesichter zu gucken (habe durchgezählt)

    • Wildenfelser sagt:

      Das bringt mich auf eine weitere Idee. Keine ernsthaften Querdenken-Demos mehr, denn jetzt wissen alle, die es wissen wollen, bereits alles. Zeit für MASSENPARTIES! FEIER DES LEBENS! Natürlich würden sie schnell den Strom für die Anlagen abschalten, doch wofür haben wir Handies und Ohrstöpsel. Alle spielen gleichzeitig die gemeinsame Playlist ab, alle tanzen und die Stimmung ist nicht tot zu kriegen. Stelle mir gerade vor, wie die Polizei Tanzende wegen Tanzens verhaftet 🙂 Ich meine sogar, dass gegen solche Ausbrüche von Lebensfreude sie Corona-Krieger hilflos wären. (Steht eigentlich das Recht auf Lebensfreude im GG? In der US-Verfassung stand sowas, ehe sie zerrissen wurde).
      Kann ja sein, dass sie dann, rachsüchtig, wie sie sind, aus ihren Laboren etwas wirklich tödliches rauslassen – doch wenn sie uns wirklich umbringen wollen, werden wir sie nicht aufhalten können (vgl. globaler Nuklearkrieg).
      ABER… wenn wir schon gehen müssen, dann lasst uns tanzend, singend und fröhlich gehen und nicht leise weinend in der Ecke sitzen. Also…. THE PARTY IS ON! DIE PARTY KANN LOSGEHEN!

    • Alcedo sagt:

      gefällt mir, Kopfhörerparty, yeah!

    • Weltbuerger sagt:

      Hallo Wildenfelser! Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein erfolgreiches und glückliches 2021! Auf viele neue Streitgespräche und Diskussionen 😉

  2. gruni sagt:

    Also, die Situation ist die, dass das akkumulierte Kapital (z.Z.) keinen weiteren Nutzen bringt, es sei denn, die Imperialisten schaffen über Kriege neue (Absatz)märkte. Das allerdings ist nicht so glatt hinzubekommen, weil es doch gefährliche Gegenspieler gibt (RU, China u. a.), die sich wehren könnten. Also bleibt nur die Alternative den Krieg gegen die kleinen Mitkonkurrenten zu führen, was wir also gerade erleben. Das ist so nichts Neues. Neu ist nur, in welcher Brutalität das geschieht.
    In dem Artikel von C. Kreiss wird sehr schön entwickelt, warum der Mittelstand und kleinere Unternehmen auf Grund der Schmiergelder keinen Protest erheben. Jedoch das eigentliche Ungemach droht den dort Beschäftigten, darüber dass sie entweder entlassen, oder zumindest reduziert werden.
    So ist es also, dass die Arbeiter/Angestellten zuerst die Unternehmen pampern mit ihren Steuergeldern, und danach einen Tritt in den A…. bekommen, wenn der ganze Spuk vorbei ist.

  3. Alcedo sagt:

    Tja, so weit so voraussehbar. Ich würde mir wenn schon keine Alternativen hier veröffentlicht, zumindest die Mitteilung wünschen, daß es eine Kreis von Menschen, die sich mehr oder weniger professionell seit längerer Zeit mit den Themen beschäftigen, konkrete Alternativen ausarbeiten.
    als Laie fällt einem hier ein
    – ok, die Gesellschaft hat versagt sich zu verbinden und auszutauschen im letzten Jahr
    – bevor die Pleitewelle anrollt ist gesetzlich abzusichern, daß nur Staatsbürger Immobilien und Produktionsmittel hier erwerben dürfen
    – die Vermögenssteuer ist wiedereinzuführen, Steuer analog dem US-Modell
    – Marketingausgaben sind nicht per se abzugsfähig … …

    • ehrental sagt:

      gute Vorschläge. Was glauben Sie aber was dann passieren würde. Der Rolex Kalle und der Würschtl Ulli kämen aus den Löchern gekrochen und würden lauthals protestieren wenn die Gelder für diesen Dödelsport nicht mehr in dem Übermaß fließen würden. Die Politik braucht Brot und Spiele, egal was sie kosten. Die Menschen sollen von dem dräuenden Elend abgelenkt werden. War im alten Rom auch schon so.

    • Alcedo sagt:

      Hallo ehrental, bin jetzt nicht sicher, was die beiden hervorlockt, aber ist doch gut, wenn der Rolex-Kalle und der Würschtl-sepp zusammen aus ihren Höhlen kommen.. da kann man mal reden, wie es weitergehen soll, sonst könnte das womöglich für eine ganz schön lange Zeit aussichtslos werden.

  4. Michael Haas sagt:

    Das klingt sehr plausibel und zugleich beunruhigend. Dass der deutsche Mittelstand verloren geht, bedeutet, dass die Seele der deutschen Wirtschaft getroffen ist, denn die Großunternehmen sind international aufgestellt.
    Die Schulden, die für die Beruhigung der Betroffenen gemacht werden, können wohl kaum zurückgezahlt werden und die Verantwortlichen gehen offenbar von einem Zusammenbruch des Finanzsystems aus.
    Wir müssen uns zusammentun, uns effektiver vernetzen, damit Widerstand möglich wird.
    Lasst mich in diesem Zusammenhang an JULIAN ASSANGE erinnern, an dem ausprobiert wird, wie sehr die VERÖFFENTLICHUNGSFREIHEIT eingeschränkt werden kann. FREIHEIT für ASSANGE! Setzen wir uns für ihn ein!

    • Wildenfelser sagt:

      Die Reduktion des Mittelstandes läuft bereits seit ca. 50 Jahren und ist systemimmanent in dem Maße, wie das System des Kapitalismus zu der jetzt zu beobachtenden Perversion fortschritt. Jetzt erfolgt der nächste Schritt um da bewusst Tabula Rasa zu machen. Selbstständige, die ja etwas komplexer denken müssen um ihr Geschäft am Laufen zu halten, haben immer schon die Gefahr selbstständigen Denkens bedeutet. Ziel ist, im Prinzip nur noch Fließbandmäuse zu haben, denen allein schon durch ihre monotone Tätigkeit das Denken verlustig geht – erst recht, wenn sie nun durch AI in die Klasse der Überflüssigen abgeschoben werden, die nichts zu melden hat.
      Der "Neue Mensch" im "Neuen Normal" soll endgültig – teilweise war es ohnehin schon erreicht – eine namenlose Masse in der Hand der Bewusstseinsindustrie werden, die man gleich einem Teig nach Belieben formen kann.
      Gleichzeitig handelt es sich um ein Verfahren, dem stagnierenden Kapitalismus – den ganz Großen – wieder dadurch (Schein-) Wachstum zu verschaffen, indem er am eigenen kapitalistischen Körper frisst. Aufmerksamen Zeitgenossen war das gleich zu Beginn der Corona-Show klar. Jetzt wird der Beweis dieser "Verschwörungstheorie" vorgelegt.

  5. UrImpuls sagt:

    Die Fuellmichgruppe hatte doch mal gross eine US-Sammelklage, von wem? den Mittelstand, angekuendigt, um die deutschen Handlanger der US-Mafia zu stoppen.
    Ob da nochmal was kommt und wenn nein, warum bloss nicht?
    Was tut sich da womoeglich Neues im Hintergrund, dass sich der Mittelstand offenbar doch nicht mehr wehrt? Kein Hinweis darauf bei Kreiss zu finden. Klar, die Grosskapitalgruppen haben kein Interesse, die Politverbrecher zu stoppen. Aber mit was koennten die denn den Mittelstand bremsen?

    • Wildenfelser sagt:

      Im Moment wird dem Mittelstand noch mit Geld das Maul gestopft. Beispiel: "Mir geht es gut! Ich muss nichts arbeiten und kriege dafür Geld." Später, wenn das wegfällt und die Leute entdecken, dass das Geschäftsfeld weggebrochen ist und sie pleite sind, wird sich diese Anschauung verflüchtigen.

  6. Norbobot sagt:

    Ganz so wird es dann wohl doch nicht. Diese schier riesige Menge an menschlichem Potential, das hier vernichtet wird, wird nicht einfach durch Geld ersetzbar sein. Es gehen Arbeitsplätze, Innovationskraft und vor allem Hoffnung in die Gestaltungsmöglichkeiten des eigenen Lebens verloren. Und das kostet auch die ganz Großen langfristig mehr, als die pure Vernichtung von Konkurrenten einbringt. Das kann durchaus der Hintergedanke beim fehlenden Widerstand gegen die Lockdowns sein. Allerdings gehe ich davon aus, dass das tatsächliche Ergebnis viele dieser Monopoly-Spieler überraschen wird.

    • Alcedo sagt:

      Hier werde ich mal dystopisch 'reinkreuzen'.
      Gehen wir davon aus, die 4. industrielle Revolution steht schon seit längerem bereit (google glass, detection von Standarterkrankungen beim Pinkeln(Japan), Internet of things,…)
      führt man die aber ein, setzt es jede Menge Leute frei … wenn man will bis hinauf zu Ärzten und Therapeuten
      dieser Pöbel, denn nichts anderes sind auch Ärzte für Kapitaleigner, ist aber außerordentlich verwöhnt und wird sehr laut krähen.. .. besonders in Westeuropa
      …und unverhältnismäßig teuer sind die auch noch..
      was immer käme mir als wirklich Reicher da gelegen ?

    • Wildenfelser sagt:

      Vielleicht ein Hinweis: Schauen wir auf das England des 19. Jahrhunderts. Die Massen waren bettelarm, wie beschrieben bei Charles Dickens. Die Reichen und Supereichen dagegen schwammen in Geld und bauten sich großartige Paläste. Dazu gehörten natürlich die Einkünfte aus dem Kolonialismus – nicht umsonst läuft heute der Neokolonialismus auf Hochtouren.
      Kurz: Verarmte Massen, die nur ein Minimum konsumieren, stören den Reichtum und den Luxus der Reichen nicht. Schließlich ist diese Schicht so groß nicht und nach dem Motto "Kleine Fliegen machen auch Mist" kommt durch die jetzt globale Ausplünderung für die immer noch genug zusammen. Siehe die enormen Gewinne, die die seit Corona verbuchen konnten. (Bei Lockdown kaufen alle bei Amazon, als ein Beispiel). Die Großen müssen sich um etwaige Verluste nicht sorgen. Wenn Du in einem Jahr statt 64 Milliarden nur 42 Milliarden verdienst – ist doch nicht so schlimm, oder? Im Moment riecht es aber eher nach 72 Milliarden… sozusagen.

  7. Senna sagt:

    Warum soll China profitieren?
    Wer behandelt Europa seit 75 Jahren wie eine Kolonie?
    Anglo-Amerikaner haben diese Virus Farse 30 Jahre lang trainiert, die Geheimdienste der Nato erpressen Europa seit 70 Jahre und China wird profitieren?
    Wer steckt hinter dem Lockdown?
    Wer hat die Macht das ganz Europa schön brav gehorcht und mitmacht?
    Wer hat über 200 Miltärsstütztpunkte in Europa?
    Wer hat Nord-Afrika destabilisiert, Gaddafi ermordet und Millionen Afrikaner nach Europa gejagt?
    Wer hat Syrien zerstört und Millionen von Menschen nach Europa gejagt?
    Wer will Krieg gegen Russland, China und Iran?

    • Alcedo sagt:

      sehe ich auch so, wir müssen alle unsere Vorurteile aufarbeiten. Nur so bekommen wir eine reale Chance gegen einen mit multiplen Strategien operierenden Gegner. (Die Gegnerschaft wurde nicht von mir erklärt, ich muß mich erst mal dran gewöhnen, will ich doch eigentlich nur Verständigung)

  8. Wildenfelser sagt:

    Alles richtig. Aufmerksame Zeitgenossen haben genau dies als eines der "Corona-Ziele" bereits im März beschrieben, als es ihnen als Verschwörungstheorie abgekanzelt wurde. Sie mussten also ungefähr bis jetzt oder gar bis 2021 warten, bis die Beweise geliefert wurden und werden.
    Dennoch bleibt EINES (der vielen) Rätsel ungelöst: Was bringt die deutsche Regierung dazu, die europäischen Regierungen und viele Regierungen außerhalb Europas, mit all der ihnen zur Verfügung stehenden Macht gegen die eigenen Völker zu kämpfen, gleichsam einen Krieg gegen das eigene Volk zu führen, den sie hinter dem bekannten Stachelball zu verbergen suchen?
    Weshalb sind sie zudem pausenlos damit beschäftigt, die Staatsschulden – für die der Steuerzahler einstehen müssen wird – nicht nur mit € 1 500 000 000 000 (Bei so vielen Nullen bin ich mir nicht sicher, die richtig zu haben. Ist aber langsam egal) Beruhigungsgeld um sich zu werfen, sondern gleichzeitig irre Summen für Tests, Entwicklung von "Impfungen" und die Impfungen selbst hinaus zu werfen? Das bedeutet schließlich eine endlose – das können weder die Kinder noch die Enkel zurückzahlen, nicht mal die Zinsen, die munter ansteigen werden – Schuldenknechtschaft nicht nur des deutschen Volkes, sondern vieler Völker. Passiert einfach so und niemand hat sich etwas dabei gedacht, schon gar nicht etwas Böses (Ausnahme die Verschwörungstheoretiker und Aluhüte).
    So gibt es also Rätsel über Rätsel, die wir, Gott sei Dank, nicht lösen müssen, verlassen wir uns doch auf Frau Merkel, die uns beruhigt: "Wir schaffen das!". Na, also!

    • Poseidon sagt:

      https://images.app.goo.gl/jzo3VxdqYKPYeoVZA

    • Querdenker sagt:

      @ Wildenfelder, "Dennoch bleibt EINES (der vielen) Rätsel ungelöst: Was bringt die deutsche Regierung dazu, die europäischen Regierungen und viele Regierungen außerhalb Europas, mit all der ihnen zur Verfügung stehenden Macht gegen die eigenen Völker zu kämpfen, gleichsam einen Krieg gegen das eigene Volk zu führen, den sie hinter dem bekannten Stachelball zu verbergen suchen?"

      Na ja, zum einen hat das Paul Schreyer in seinem Vortrag "Pandemie-Planspiele – Vorbereitung einer neuen Ära?" bzw. auch in seinem neusten Buch sehr schön zum Ausdruck gebracht, wie die Regierungen mit Planspielen auf Linie gebracht werden, zu letzt mit dem Planspiel 201 im Oktober 2019. Davor gab es aber auch schon etliche andere:
      https://www.youtube.com/watch?v=SSnJhHOU_28

      Zum anderen, und das ist jetzt reine Spekulation: schaue ich mir die Merkel und all die anderen Politdarsteller in letzter Zeit bei ihren Reden so an, kann ich den Verdacht nicht ganz ausschließen, dass sie, wenn sie die Maßnahmen nich so durchziehen, mit noch einem größeren Übel für die Bevölkerungen bedroht werden. Sei es ein weiteres Virus oder was auch immer …

    • Alcedo sagt:

      es geht doch immer nur um die Erwirtschaftung der Zinsen aufs Kapital. Vergessen wir nicht, wie stark US den Markt stützen mußte… die Frage ist, welche Region bricht zuerst ein und wird Beute?? Im Moment sieht das eindeutig nach Europa aus, bis zum 2. Lockdown war das ganz gut verteidigt, aber die Wirtschaft noch mal zuzumachen???? Nur phantasielosigkeit?

  9. Isabelle Emcke sagt:

    https://youtu.be/VgsQ4A7w_L4

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