London – Europas Mördermetropole

London mit seinem touristenfreundlichen, gediegenen Image hat einen mörderischen Rekord aufgestellt: Die Mordrate dort hat inzwischen die von New York übertroffen. Die Politik sieht tatenlos zu und empfiehlt den Bürgern, sich an die Verbrechen zu gewöhnen.

Meinung von Rainer Rupp.

Da es für Kriminelle in Großbritannien immer noch schwieriger als in den USA ist, an Handfeuerwaffen heranzukommen, hat im letzten Jahr vor allem die Zahl tödlicher Messerattacken in Vereinigten Königreich stark zugenommen, allein in London um 30 Prozent. Aber statt etwas gegen diesen gefährlichen Trend zu tun, der das tiefe soziale Zerwürfnis im Land widerspiegelt, werden im ganzen Land – getreu nach dem herrschenden neoliberalen Skript – die gesellschaftlichen Aufgaben des Staates weiter abgebaut. Das äußert sich in der kontinuierlichen Reduzierung von Polizeistellen ebenso wie in der weiteren Bearbeitung der Reste des einstigen britischen Sozialstaates mit der Abrissbirne, was wiederum nur zu einem weiteren Ansteigen der Kriminalität beiträgt.

Ein Bericht des Innenministeriums mit dem Titel „Crime outcomes in England and Wales: year ending March 2018“ (Ausgang der Verbrechen in England und Wales für das Berichtsjahr bis einschließlich März 2018), der erst Ende Juli veröffentlicht wurde, präsentiert schockierende Statistiken. In den zwölf Monaten bis Ende März 2018 ist die Zahl der aufgezeichneten Straftaten um elf Prozent auf 5,5 Millionen Straftaten gestiegen, der höchste Stand seit über einem Jahrzehnt. Zugleich ist der Anteil der Verbrechen, die aufgeklärt wurden und zu Anklagen geführt haben, innerhalb des Berichtsjahres von elf auf nur noch neun Prozent gefallen. Im Jahr 2015 waren es noch 15 Prozent. Das heißt, dass es bei insgesamt 4,6 Millionen Straftaten im Berichtsjahr nur noch in 443.000 Fällen zu einer Anklage kam.

Die Zahl der Tötungsdelikte und Verbrechen – einschließlich sexueller Übergriffe und Angriffe mit Feuerwaffen und vor allem mit Messern – ist in den letzten Jahren im Vereinigten Königreich weiter rasant angestiegen. Zugleich wurde weniger als eine von zehn angezeigten Straftaten aufgeklärt. Zudem muss von einer hohen Dunkelziffer bei Verbrechen ausgegangen werden, die in den um sich greifenden Bandenkriegen von Jugendgangs in den urbanen Ballungszentren mit starkem Migrantenanteil begangen werden. Reißerisch titelte die Tageszeitung USA Today am 3 April 2018: „Londons Mordrate übersteigt die von New York City„. Angriffe mit Messern sind sogar um 30 Prozent gestiegen. Aber zunehmend wurden auch Handfeuerwaffen von der Killern benutzt. Nicht viel anders sieht es in den meisten großen Städten und Ballungszentren des Landes aus.

„Wir schlafwandeln in einen Albtraum“, zitierte die britische Tageszeitung The Guardian Mitte Juli dieses Jahres einen Vertreter der Polizeigewerkschaft. Die Zunahme der Kriminalität zeichne ein düsteres Bild der Gesellschaft. Der Polizeibeamte erklärte, dass niemand von dem Anstieg der registrierten Gewaltverbrechen überrascht sein dürfe, wenn zugleich die Zahl der Polizeibeamten wegen Einsparungen auf ein Rekordtief gesunken ist.

Geradezu grotesk ist die Empfehlung, die einer der höchsten Richter des Vereinigten Königreichs der Regierung und seinen Kollegen gegeben hat, um die rapide ansteigenden Messermorde im Land zu stoppen. Bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand führte der Richter des „Crown Court“ Nic Madge einen umständlichen Nachweis, dass die Ursache der angestiegenen Morde mit Stichwaffen darin liege, dass die überall im Land vorhandenen Messer einfach zu spitz und scharf seien.

Aus diesem Grund forderte Richter Madge ein neues Gesetz, und das ist wirklich kein Aprilscherz, das nur noch den Handel mit abgerundeten Messern erlaubt. Zugleich sollten in einer landesweiten Sondermaßnahme in allen privaten Haushalten die Spitzen der großen Küchenmesser abgerundet werden. Die britischen Medien (für eine Übersicht hier klicken) waren voller Berichte über diesen verrückten Vorschlag, der lediglich beweist, dass die ehrwürdigen britischen Richter am „Crown Court“ viel früher in Pension geschickt werden sollten.

Eine viel bessere Erklärung für die Explosion der Kriminalität und Verrohung des britischen Gesellschaft gibt David Wilson, Kriminologe an der Birmingham City University in England. Gegenüber dem bereits erwähnten Blatt USA Today nennt er als Gründe für Londons erhöhte Mordrate die zunehmenden Bandenkriege unter Jugendlichen (schwerpunktmäßig mit Migrationshintergrund), schlechte wirtschaftliche Aussichten (was miese Arbeitsbedingungen zu noch schlechterer Entlohnung impliziert), ausgehöhlte Polizeiressourcen und Personalstrukturen infolge einer Reihe von (neoliberal begründeten) Haushaltskürzungen und nicht zuletzt ein Versagen der britischen Justiz, die eine „Null-Toleranz“-Politik ablehnt und mit Nachsicht und kaum spürbaren Strafen – und wenn, dann auf Bewährung – auf relativ geringe Verbrechen reagiert.

Solange das Vereinigte Königreich weiter fest im Griff der neoliberalen Ideologie bleibt, was die Fortsetzung des Rückzugs des Staates aus der gesellschaftlichen Verantwortung bedeutet, wird auch die Kriminalität weiter um sich greifen. Während die Reichen mit privaten Wachdiensten für ihre Sicherheit sorgen, bleibt die Masse der Bevölkerung ungeschützt. Das Vertrauen in die staatlichen Sicherheitsorgane geht dabei verloren, was zu einer Radikalisierung der Gesellschaft mit entsprechenden Selbsthilfemaßnahmen führen wird. Auf diese neue Zeit hat der Londoner Oberbürgermeister Sadiq Khan die Bürger der britischen Metropole bereits mental vorbereitet.

Der bekennende Muslim Khan war 2016 sowohl mit Unterstützung der großen Londoner Migrantengemeinde als auch mithilfe der sogenannten „links“liberalen „No border, no nation“-Fraktion in sein Amt gewählt worden. Vor der Wahl hatte er noch versprochen, „dem Bandenwesen und den Messerattacken“ ein Ende zu bereiten. Seither schiebt er die Verantwortung für die wachsende Kriminalität allen anderen zu. Zuvor hatte er bereits die Londoner Bürger dazu aufgefordert, sich als Großstädter daran zu gewöhnen, mit Kriminalität und Terrorismus zu leben. Wörtlich sagte er, dass dies „Teil des Lebens in einer großen Stadt“ sei.

Da weder die Erklärungen von Wissenschaftlern wie die des Kriminologen David Wilson noch die Beschwichtigungen von Bürgermeister Khan an den Ursachen der wachsenden Verbrechen etwas ändern werden, muss bald eine neue Deutung dafür her. Der zunehmend verunsicherten Gesellschaft des Vereinigten Königreichs muss erklärt werden, weshalb die herrschenden Eliten diese schreckliche gesellschaftliche Entwicklung nicht stoppen können.

Die Lösung liegt auf der Hand. Sie ist einfach und schlägt viele Fliegen mit einer Klappe. Seltsam ist nur, dass man in London noch nicht darauf gekommen ist: Die Russen sind nämlich an allem schuld! Der böse Putin kann nicht gestoppt werden. Es sei denn, die Regierung ihrer Majestät gäbe mehr Geld für die dringend notwendig Aufrüstung aus. Daher ist es selbstverständlich, dass die Ausgaben für Bildung und Soziales in diesen Krisenzeiten hinten anstehen müssen.

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Dieser Artikel erschien am 06.08.2018 bei RT-DeutschHier der link zum Beitrag bei RT Deutsch.

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13 Kommentare zu: “London – Europas Mördermetropole

  1. Nochmal London, Ist aber nicht allein ein Londoner Modell. Anbei, inklusive eines Abstechers nach Pakistan und eines Exkurses in die Schweiz:

    London und seine indischen Betrüger
    11. August 2018 Gilbert Kolonko

    Ein weiterer indischer Milliarden-Schwindler findet Unterschlupf in London. Das ist nur möglich, weil sich einige Staaten auf Kosten anderer die Kassen auffüllen

    Ende Januar dieses Jahres ließ sich der Diamantenhändler Nirav Modi beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos noch mit Premierminister Nirandra Modi fotografieren (mit dem er nicht verwandt ist). Eine Woche später war der weltbekannte Diamantenhändler plötzlich verschwunden.

    Schon während Niravs Aufenthalt im Schweizer Kurort Davos hatte die Antikorruptionsbehörde CBI gegen Nirav und seinen Onkel Mehul wegen Kreditbetruges ermittelt. Nirav und sein Onkel hatten sich von mindestens 15 Mitarbeitern der mittleren Ebene der Punjab Bank Kreditbürgschaften aushändigen lassen.

    Damit ließen sich die beiden Gauner im Ausland bei 25 Banken zwei Milliarden US-Dollar auszahlen, die sie nicht zurückzahlten (vg. Milliarden-Dollar-Bankenschwindel versetzt die indische Politik in Aufregung) – eine Krankenversicherung für 100.000 indische Familien würde dem indischen Staat 1,25 Milliarden US-Dollar pro Jahr kosten.

    Im Juni tauchte Nirav Modi wieder auf: In London, wo der Kreditbetrüger politisches Asyl beantragt haben soll. Indessen verstärken indische Gerichte aktuell den Druck auf die Familie, damit er zurückkommt.

    In bester Gesellschaft

    In der britischen Finanzmetropole ist Modi in guter Gesellschaft anderer indischer Betrügern und einem Waffenhändler, die vor dem indischen Gesetz an die Themse geflüchtet sind. Vor zwei Jahren tauchte Vijay Mallya in London auf, nachdem er die indische Staatsbank und private Anleger auf 1,4 Milliarden Schulden sitzen gelassen hatte.

    Mit einem Heer von Anwälten versucht er jetzt die Richter auf der Insel davon zu überzeugen, dass ihn die indischen Behörden aus politischen Gründen verfolgen. Die gleiche Begründung trägt der ehemalige Präsident der indischen Profi Kricket Liga (IPL), Lalit Modi, in London vor, wo er sich seit 2015 aufhält.

    In Indien wird ihm in neun Fällen Betrug oder die Annahme von Bestechungsgeldern vorgeworfen. Auch bei seinen Betrügereien geht es zum Teil um Milliarden Dollar Beträge. Von politischer Verfolgung kann bei Lalit Modi kaum die Rede sein: obwohl er schon bei Interpol zur Fahndung ausgeschrieben war, half ihn Indiens Aussenminister Sushma Swaraj mit Reisedokumenten aus. Der Minister begründete später sein Handeln mit humanitären Gründen.

    Im Jahr 2017 flüchtete auch der indische Waffenhändler Sanjay Bhandari nach London. Ihm wird in Indien unter anderen vorgeworfen, Bestechungsgelder von 750.000 US-Dollar vom Schweizer Flugzeugbauer Pilatus angenommen zu haben. Pilatus hatte im Jahr 2012 für 500 Millionen Franken 75 TrainingsFlugzeuge des Typs PC-7 an die indische Luftwaffe geliefert.

    In Sachen Schweiz ist Bhandari das geringste Problem der indischen Behörden. Mittlerweile stammt mehr als die Hälfte allen Schwarzgeldes, das auf Schweizer Konten liegt, aus Indien.

    Einige mögen sich noch daran erinnern, dass Narendra Modis „Demonetization“ im Jahr 2016 damit begründet wurde, dem indischen Schwarzgeld habhaft zu werden. Erfolglos wie sich mittlerweile herausgestellt hat (vgl. Indien: Es wird nur die kleinen Fische erwischen).
    (…)
    Die Schweiz und die Nestbeschmutzer

    Insgesamt lagern auf Schweizer Bankkonten 1,4 Billionen Franken aus dem Ausland. Der Schweizer Staatshaushalt für das Jahr 2017 betrug 225 Milliarden Franken.

    Spätestens seit den Käufen von Steuer-CDs ist bekannt, dass die Schweizer Politik und ein gewichtiger Anteil der Bevölkerung, solche Käufe als kriminelle Handlungen ansieht. Am größten Bauskandal in der Geschichte des Landes lässt sich ablesen, dass dies bei Whistleblowern, die Skandale im eigenen Land aufdecken, ähnlich aussieht.

    Im Jahr 2009 wollte der Bauunternehmer Adam Quadroni nicht mehr Teil eines Baukartells sein, dem schon sein Vater angehörte. Quadroni teilte den Behörden mit, dass die Baufirmen des Hochtals Engadin durch Preisabsprachen die Kunden und staatlichen Ämter seit Jahren um Hunderte von Millionen Franken betrogen haben. Doch nicht den kriminellen Unternehmern geht es an den Kragen, sondern dem „Nestbeschmutzer“.

    Von einer Spezialeinheit der Polizei wird er unter dem Einsatz von Nebelgranaten wie ein Terrorist verhaftet und soll in die Psychiatrie eingewiesen werden. Er verliert seine Firma, seine Ehe geht kaputt und sein komplettes soziales Umfeld wendet sich von ihm ab. Am Ende wäre Quadroni wohl doch in der Psychiatrie gelandet, wären seine Dokumente nicht drei Jahre später per Zufall bei der Wettbewerbsbehörde in Bern gelandet.

    Die fängt an zu ermitteln und stellt fest, dass das Baukartell seine Betrügereien sogar auf das ganze Kanton Graubünden ausgebreitet hat – die Ermittlungen dauern bis heute an. Medial nahmen sich einzig zwei junge Schweizer Journalistin des Falles an. Auch dies war kein Selbstläufer, denn sogar ihre damalige Zeitung wollte sie nicht unterstützen.

    Obwohl mittlerweile erwiesen ist, dass es sich um den größten Bauskandal in der Geschichte der Schweiz handelt, in dem auch Richter, Polizisten und die Politik von Gaubünden verwickelt sind, gibt es noch heute Zeitungsverleger in Graubünden die Quadroni mit Dreck bewerfen.
    (…)
    Aber einen über zwei Millionen Franken teuren Theaterturm auf dem 2300 Meter hohen Julierpass aufzustellen und nach vier Jahren wieder abzubauen, würde sich das Land wohl nicht leisten, wenn es nicht seit Jahrzehnten das Geld von Klienten annehmen würde, welche die Gesetze in ihren Ländern brechen.
    (…)
    Wie der Fall Quadroni zeigt, bleibt es nicht dabei, sich einzureden, man habe nichts damit zu tun, wie der ehemalige König von Nepal oder der ehemalige Präsident von Pakistan ihr Geld „erwirtschaftet“ haben, das sie nun in der Schweiz lagern. Irgendwann greift dieses Denken auch auf das Verhalten im eigenen Land über.
    (…)
    Laxes London

    (…)
    Diese Sätze sind sogar noch zu kurz gegriffen: Alle Verantwortlichen Pakistans, die zu verantworten haben, dass 210 Millionen ihrer Landsleute bald das Wasser ausgeht, lagern ihr Geld an der Themse oder besitzen dort Immobilien. Der Rest der Erde kann sich dann in Zukunft um Millionen Flüchtlinge aus Pakistan kümmern (vgl. Pakistan: Islamisten und Kapitalisten contra Wissenschaft).

    Um den Diamer Staudamm zu finanzieren, hat die pakistanische Regierung aktuell einen Kredit in der Schweiz beantragt. Dorthin hat auch der ehemalige pakistanische Präsident Asif Ali Zardari einen Teil seines Vermögens illegal verschoben. Dadurch sind dem pakistanischen Staat nicht nur Steuern entgangen, sondern sie müssen jetzt auch noch Zinsen für Geld bezahlen, das eigentlich aus Pakistan stammt.

    Als Ankläger in Sachen London und Schweiz taugt die Europäische Gemeinschaft jedoch nicht. Luxemburg und Irland gehören eigentlich auf die schwarze Liste der Steueroasen, doch politischer Druck aus Brüssel hat dies verhindert.
    (…)
    Dass sich einige Staaten die Kassen mit dem Geld von Kriminellen und auf Kosten anderer Staaten auffüllen, erinnert eher an das Mittelalter – das diese Gelder dafür benutzt werden, mit pompösen Dingen den eigenen Lebensstandard aufzublasen, auch.
    https://www.heise.de/tp/features/London-und-seine-indischen-Betrueger-4133796.html?seite=all

    • P.S.:

      „Systeme, die auf wirtschaftlicher Machtausübung basieren und Not produzieren, bewirken stets, dass ein Menschenleben nicht sehr viel zählt. Die Alternative hierzu ist nicht zuletzt auch eine Frage der Intelligenz. Wo sich unsere Spezies des Verstandes bedient und für gerechte Verhältnisse – in Kleinräumen wie im globalen Maßstab – Sorge trägt, müssen Menschen nicht auf Ihresgleichen schießen.“

      Aus:

      „Krieg im Wald“
      11. August 2018 Peter Bürger
      https://www.heise.de/tp/features/Krieg-im-Wald-4133846.html?seite=all

  2. Zuvor hatte er (Khan) bereits die Londoner Bürger dazu aufgefordert, sich als Großstädter daran zu gewöhnen, mit Kriminalität und Terrorismus zu leben. Wörtlich sagte er, dass dies „Teil des Lebens in einer großen Stadt“ sei.

    Mich er erinnert die Aussage an Katrin Göring-Eckardt:
    „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“

    Die Relativerer und Beschlichtiger argumentieren gerne, es sterben wohl mehr Menschen durch andere Ursachen. z.B. 121.000 Rauchertote jährlich in Deutschland. Da sind die paar Einzellfall Todesopfer durch Gewaltverbrechen in Relation dazu verschwindet gering.

    Jetzt stelle ich mir die Frage gibt es überhaupt eine Statistik, wo Gewaltverbrechen von Gewalttätern, die nach nationalen, europäischen und internationalen Regelungen und Gesetzen nicht im Land seien dürften, erfasst wird?

    Die Sprengkraft für eine Gesellschaft aufgrund solch einer Tatsache sieht man vielleicht nur mit 2. Blick.
    Wenn Gesetze nicht mehr angewendet werden, der (Rechts)Staat kapituliert und resigniert beginnt eine Erosion. Seehofer nannte es eins eine Herrschaft des Unrechts. Das die Einhaltung und Umsetzung geltendes Rechts für eine „inszenierte“ Regierungskrise sorgt müsste uns allen große Sorgen bereiten, tut es aber nicht. Es wird wahrlich ein Kampf, nicht gegen Rechts, sondern gegen das Recht selbst geführt. Wo an andere Stelle Gesetze, die dem Schutz der Gesellschaft dienen, außer Kraft gesetzt werden, werden an andere Stelle neue Gesetze gemacht, die uns vermeidlich Schützen sollen (NetzDG, Polizeiaufgabengesetz), dabei es geht in Wirklichkeit um den Machterhalt einer verbrecherischen Politik, die die Probleme erst verursacht und fördert.

    Konsequenter Grenzschutz geht in Deutschland nicht, weil unmenschlich und nicht umsetzbar.
    Diese Information auf der Website der Bundespolizei liest sich dann wie Realsatire:

    Modernisierung des saudischen Grenzschutzes
    Die Bundespolizei unterstützt das Königreich Saudi-Arabien bei der Modernisierung seines Grenzschutzes.

    Mehrere Bundespolizisten unterrichten saudische Offiziere und Mannschaftsdienstgrade in den Bereichen Grenzpolizei, Einsatz- und Führungslehre und Erster Hilfe.

    Nun deutsches Grenzschutz-Know-how wird in anderen Ländern wohl dringender gebraucht.
    Ob wir da mit Saudi-Arabien unsere Erkenntnis, dass Grenzen nicht wichtig und nicht zu schützen sind, ebenfalls teilen ?

    Vielleicht sollten wir doch lieber Saudi-Arabien unsere Grenzen schützen lassen. Es gäbe dabei garantiert keine Menschenrechtsverstöße, da Saudi Arabien als islamisches Land die Vorreiterrolle in Sachen Menschenrechte übernommen hat so wie den Vorsitz im UN-Menschenrechtsrat.

    Die offensichtliche Unlogik und Unvernunft, die Heuchlerei und moralische Selbstherrlichkeit der „links“liberalen „No border, no nation“-Fraktion ist anscheinend wirklich grenzenlos.
    In dieser Idiotologie spricht man neuerdings schon von Klimaflüchtlingen. Also neben den 2 Milliarden potentiellen Armutsflüchtlingen, kommen dann neben Kriegsflüchlingen auch noch Klimaflüchtlinge.
    Für die Definition „Flüchtling“ gibt auch keine Grenzen.

    Aber es gibt auch falsche Flüchtlinge bzw. solche die nicht ins Narrativ passen.
    In Südafrika werden weiße Christen verfolgt und getötet.

    Hier ein Auszug eines Stern-Artikels

    Weiße Farmer im Feindesland
    Seit Ende der Apartheid sind Tausende weiße Farmer in Südafrika ermordet worden. Sie wurden Opfer banaler Kriminalität, aber auch Opfer politisch geschürten Hasses. Militante Buren wollen den Selbstschutz nun in eigene Hände nehmen.

    Man merke auch hier die Betonung der Wörter: Opfer banaler Kriminalität (Folter und Mord) und Buren, die sich selbst schützen wollen sind militant.

    Bei Flüchtlingshilfsinitiativen habe ich noch nichts gelesen in der Art: Rettet die weißen Farmer in Afrika.

    Schwarz und weiß, rot, braun die Hautfarbe spielt keine Rolle, sondern die soziale, kulturelle und religiöse Prägung. In vielen islamischen und afrikanischen Ländern ist diese mit unserer nicht kompatibel. Kultursensible Toleranz hilft da wenig, wenn man das eigene Wertesystem aufgibt.
    Kinder- und Zwangsehen, Genitalverstümmlung, Ehrenmorde , Frauenunterdrückung kann es da eine Toleranz geben ? Antwort unser Politik ja… es muss auch da eine Toleranz geben. Man belächelt Pegida für die „gefühlten“ Islamisierungsängste, dabei gibt es zwar noch keine offizielle Scharia-Gerichtsbarkeit in Deutschland, aber längst gibt es eine geduldete parallele islamische Gerichtsbarkeit. Oben angeführte Probleme und Grausamkeiten sind keine drittes Weltproblem, sie gibt es bereits in Deutschland.

    An der Aussage „Es ist Afrika nicht geholfen, wenn wir selbst zu Afrika werden“ ist schon was dran.

    Zum Thema Khan, Muslim und Islam. Wer den Koran zusammen mit dem Leben und Wirken von Mohammed als Lebensvorbild nimmt, kann nicht Teil unserer Gesellschaft werden, solange wir Kinder- und Zwangsehen, die Unterdrückung von Ungläubigen und Frauen und ein barbarisches Rechtssystem und Menschenbild (Scharia) nicht akzeptieren. Aber es gibt da gute Neuigkeiten, wir passen uns an und gewöhnen uns dran. Lieber die noch jetzige Mehrheitsgesellschaft passt sich einer Minderheit an als umgekehrt. Ob die ganzen Schwulen, Lesben und Feministinnen, die sich für die Toleranz gegenüber den Islam einsetzen, überhaupt erkennen welche Toleranz sie vom Islam zu erwarten haben ?
    Ob sie die Kairoer (islamische) Erklärung der Menschenrechte gelesen haben ?
    Nun nach der Lehre der islamischen Rechtsschulen der Scharia hat man die Aussicht auf Züchtigung durch Auspeitschen (die liberale Auslegung) oder Steinigung / Todesstrafe.

    Das ewige Mantra vom friedlichen Islam ist genauso Realsatire, wenn Islamverbände und Imame von Saudi Arabien und der Türkei finanziert und gesteuert werden.

    Rein theoretisch kann es einen friedlichen Islam geben, wenn er seine Intoleranz gegenüber Veränderungen überwindet und aufhört Reformatoren zu verfolgen und zu töten.
    Aber bis das geschieht wird eher aus Deutschland ein zweites Saudi Arabien.

    Gab es früher nicht mal eine Zeit wo die islamische Welt „fortschrittlich“ war und unsere westliche kirchliche (nicht christliche) rückständig mit einem schariaählichen Rechtssystem ?

  3. @schwarz ist weiß: Sachlich bleiben! Nicht alles was sich sorgt passt in euer Schema! Farbzuweisungen und platte Vorwürfe bringen uns nicht weiter. Ich möchte den Bürger Tel Avivs sehen, der einen Palästinenser als Bügermeister bekäme! Oder der Bürgermeister New Yorks wäre ein Nordkoreaner?! Sie dagen es ja selbst, das „…Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und einfache Antworten, kann ich da nur sagen.
    Kriminalität „gedeiht“ , meiner Meinung nach dort am besten, wo der soziale Zusammenhalt in der Gesellschaft fehlt, da wo die Gesellschaft am meisten gespalten ist“…
    Wer spaltet und zu welchem Zweck? Mir sind persönlich sind rein geldbezogene Kriminelle lieber als die mit religiösem Freifahrtschein! Bei der Vermischung von Religion und Macht wird es brandgefährlich. Das wissen wir aus unserem Mittelalter, was der Islam aber bis heute nicht in der Lage war zu überwinden oder es zu wollen. Mercedes fahren geht, aber den Schnitzelesser verdammen geht nicht. Das gilt auch für die Koscheren! Ich mag mir nicht die Mühe machen zu differenzieren, da das die Gegenseite auch nicht leisten will. Wer mich nicht mag, soll mich in Ruhe lassen, doch es nicht wagen mich deswegen anzugreifen. Ganz einfach!

    • Ich behaupte mal das der Bürgermeister von London gewählt wurde.
      Mehr noch: Er bekam so viele Stimmen wie noch kein seiner Vorgänger.
      Über 1,3 Mio. stimmen bekam er im 2. Wahlgang.
      Und da müssen Leute in Deutschland erst mal schlucken? Das ist verständlich!

  4. Anbei:

    Jahrhunderte im Dienst des Kapitals
    4. Juni 2018 Christian Bunke

    Die City of London – exterritoriale Finanzmachtzentrale

    (…)
    Vielerorts wehren sich Bürgerinitiativen gegen die Vertreibung der Bevölkerung aus ihren Wohnorten durch teure Spekulations- und Bauprojekte, die nicht selten von Unternehmen vorangetrieben werden, die in der City beheimatetet sind.
    (…)
    Die City verwaltet und regiert sich selbst. Aber die Politik wird hier nicht in einem Rathaus, sondern einer Gildenhalle gemacht. Sie wurde im Jahr 1140 errichtet und steht bis heute. Um in der City etwas zu sagen zu haben, muss man in eine der zahlreichen, teils Jahrhunderte alten Handelsgilden aufgenommen werden. Das schafft nur, wer die entsprechenden Werte mitbringt. Moralische Werte sind damit nicht gemeint. Eher muss man ein Finanzschwergewicht sein. Ist man erst einmal im Club, bietet die City nette Annehmlichkeiten. Für Gildenmitglieder gibt es in der Gildenhalle eine subventionierte Bar. Hier kosten sonst sehr teure und erlesene Getränke nur jeweils 60 Pence. Die Mitgliedschaft wird auf Lebenszeit verliehen. Das ist Dialektik in Reinkultur: Wer wohlhabend ist und politischen Einfluss verliehen bekommt, kann sich einen billigen Lebensstil leisten.
    (…)
    Jahrhunderte im Dienst des Kapitals

    Es ist jetzt rund zehn Jahre her, dass die Bankentürme wackelten und die globale Finanzkrise ihren Lauf nahm. Viel ist seither passiert. Das schottische Unabhängigkeitsreferendum. Das britische Ja zum Brexit (in der City und in London stimmte man mit „Nein“). Der Aufschwung des Hinterbänklers Jeremy Corbyn – das alles sind Folgen dieses immer noch andauernden Erdbebens, das das Weltfinanzkapital damals erfasst hat.

    Die City of London steht im Zentrum dieses Bebens. Sie war ein Ausgangspunkt der Bankenkrise im Februar 2008. Und sie wurde dadurch als Steueroase, Geldwaschanlage und Jahrhunderte alte bürgerliche politische Machtinstitution sichtbar. Vor der Krise sprach kaum jemand über die City. Heute schon.

    Als 2012 die Occupy-Proteste London erreichten, schlugen die Demonstranten mitten in der „Square Mile“, dem Börsen- und Finanzviertel im Herzen der Londoner Millionenmetropole, ihre Zelte auf. Sie forderten eine Offenlegung der Finanzen der City, Transparenz und Demokratie.
    (…)
    Diese Rechte wurden der City niemals in der Geschichte von irgendwem „verliehen“. Das unterscheidet sie von allen anderen britischen Städten, die ihre Stadtrechte einer königlichen „Charta“ verdanken und sich somit den Regeln des herrschenden Königshauses unterwerfen. Bei der City ist es umgekehrt. Mitglieder des britischen Königshauses dürfen die „Square Mile“ nur unbewaffnet und nach Voranmeldung betreten. Und dies auch nur, wenn sie vorher vom Lord-Bürgermeister der City an deren Grenze abgeholt werden. Ähnliches gilt auch für die britische Finanzaufsicht. Innerhalb der City-Grenzen haben die Großbanken Narrenfreiheit. Seit 1571 erinnert ein ständiger Vertreter der City im Unterhaus die Regierenden daran, woher deren Geld kommt. Er wird „remembrancer“ genannt. Heute agiert er als Finanzlobbyist, etwa um härtere Steuergesetze zu verhindern.

    Die City war von Beginn an internationalistisch. Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg unterstützte man nicht das eigene Königreich, sondern das amerikanische Bürgertum. Heute kämpft die City gegen den Vollzug des Brexit. Das tut sie im Auftrag amerikanischer, russischer, chinesischer und arabischer Finanzkonzerne und Oligarchen, die sich hier angesiedelt haben.

    Bürgerliches Wahlrecht wird großgeschrieben. Buchstäblich. Denn Konzerne dürfen hier wählen. Je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen hat, desto mehr Stimmen kriegt es. Einzelpersonen ohne Eigentum sind von der Teilnahme bei Kommunalwahlen weitgehend ausgeschlossen.
    (…)
    In vielerlei Hinsicht ist die City exterritorial. Unter diesem Schutzmantel arbeiteten die hier angesiedelten Konzerne seit den 1950er Jahren an der Deregulierung des britischen Finanzmarktes. Dieser Prozess wurde 1986 von der Thatcher-Regierung vollendet. Als Ausdruck des Dankes und der tiefen Verbundenheit schenkte die City Margaret Thatcher im Jahr 2013 ein pompöses Begräbnis in der St. Pauls Kathedrale. Als der Sarg in die Kirche einzog, schritt der damalige Lord-Bürgermeister Roger Gifford mitsamt Zeremonienschwert voran.
    (…)
    Wäre die City ein eigener, einzelner Betrieb, sie wäre der größte Arbeitsplatz Großbritanniens. Allein daran lässt sich die Dominanz der Finanzbranche im britischen Wirtschaftssystem bereits erahnen. 500 multinationale Bankkonzerne haben hier ihre Hauptquartiere. Sie machen jährlich 1,85 Billionen britische Pfund Umsatz. Nein, nicht Milliarden. Billionen.
    https://www.lunapark21.net/jahrhunderte-im-dienst-des-kapitals/

  5. Hier haben sie doch inzwischen auch alle Messer in der Tasche und die sind gewiß nicht rund.
    Täglich liest man über Messerstechereien mit Verletzten und Toten, bei Einheimischen und Zugewanderten, Jungen und oft auch Alten.
    Auch Schießereien finden neuerdings wieder statt, einfach so, auf offener Strasse.
    Ob wir also London wirklich soweit nachstehen?

    Und die Gründe sind allerorts bekannt, siehe oben

  6. “ Gründe für Londons erhöhte Mordrate die zunehmenden Bandenkriege unter Jugendlichen (schwerpunktmäßig mit Migrationshintergrund), schlechte wirtschaftliche Aussichten (was miese Arbeitsbedingungen zu noch schlechterer Entlohnung impliziert), ausgehöhlte Polizeiressourcen und Personalstrukturen infolge einer Reihe von (neoliberal begründeten) Haushaltskürzungen und nicht zuletzt ein Versagen der britischen Justiz, die eine „Null-Toleranz“-Politik ablehnt und mit Nachsicht und kaum spürbaren Strafen – und wenn, dann auf Bewährung – auf relativ geringe Verbrechen reagiert. “

    In welche Grossstadt im Westen Europa’s ist es nicht so ?
    Fast täglich in den Niederländen Liquidationen, mit Feurerwaffen.
    Bestrafen, wieviele Verbrechen werden aufgeklärt ?
    Ausser ortliche Banden gibt es Banden immer auf der Reise, meistens aus O Europa.
    Und dann, weiss nicht wie es in ändere Länder ist, unsere Gefängnisse, fur viele Luxus Hotels.

  7. Und Schweigen im Walde.
    Hier stehen wir offenbar vor einem der Tabuthemen von KenFM.

    Bürgermeister von London ist der Muslim Khan?
    Da habe ich schon erstmal schlucken müssen.
    Ist es tatsächlich schon so weit?

    Und das mit den runden Messern … … …

    • Immer wieder das gleiche Narrativ, diese braune Soße.
      Bürgermeister ist Moslem – kein Wunder das es da drunter und drüber geht!
      Das haben einige schon so verinnerlicht, dass der Schluckreflex einsetzt.
      Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und einfache Antworten, kann ich da nur sagen.
      Kriminalität „gedeiht“ , meiner Meinung nach dort am besten, wo der soziale Zusammenhalt in der Gesellschaft fehlt, da wo die Gesellschaft am meisten gespalten ist. Man spricht auch vom sozialen Frieden, der gefährdet ist.
      Einfach mal nachdenken!

    • Egal welchen Placebos man sonst noch Gefolgschaft leistet, es gibt nur einen Gott des unbedingten Gehorsams, Mammon.

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