KenFM im Gespräch mit: Lothar Höfler (Keine Waffen vom Bodensee e.V.)

Krieg ist ein Bombengeschäft. Die einen zahlen mit harter Währung, die anderen mit ihrem Leben.

Skrupel zu haben, ist auf der Seite der Kriegsgeräte-Hersteller alles andere als umsatzfördernd. Zudem ist das Bewerben der „Produkte“ ein täglicher Kampf.

Während auf klassischen Messen, z. B. für Haushaltsgeräte, die Anwendung des Produktes Teil einer aufwendigen Verkaufsshow ist, haben Waffenmessen das Problem, dass das effiziente Töten von Menschen – und nur dazu werden Waffen produziert – live nicht gezeigt werden kann. Ähnlich wie beim Bewerben von Hygieneartikeln, muss der Verkäufer um den heißen Brei reden. Menschen heißen „Weichziele“, „Schlachtfelder“, „Wirkräume“. Angriffskriege nennt man „Vorwärtspräsenz“.

Die sogenannten „Präsentationsfenster“ für das neuste Tötungsgerät gibt es zwar reichlich, der Volksmund nennt sie Krieg, nur kann man Krieg schwer in eine klassische Waffenverkaufsmesse integrieren.

Schon wegen der Öffnungszeiten, an die sich speziell Flüchtlinge oder moderate Rebellen mit Giftgas im Gepäck nur selten halten.

Alles, was den Waffenherstellern daher bleibt, ist der Hinweis darauf, dass das präsentierte Gerät an Ort X dem Anwender geholfen hat, eine Schlacht für sich zu entscheiden.

Final gewonnen wird auch, zumindest auf der Seite der Produzenten. Und die stellen nach eigenem Anspruch überhaupt keine Waffen her, sondern lediglich Wehrtechnik. Zivilisten nennen die Branche ohne echte Sachkenntnis meist „Rüstungsindustrie“. Der Profi korrigiert: Es heißt Maschinenbau.

Speziell dem deutschen Maschinenbau hat es die Region um den Bodensee angetan. In malerischer Umgebung haben sich mehr als ein Dutzend Firmen auf das Herstellen von Massenvernichtungswaffen spezialisiert, z. B. tragbare Kleinwaffen.

Sie sind die beliebtesten „Maschinen“, wenn es darum geht, schnell, effizient und vor allem massenhaft Menschen zu ermorden. Nach einer ethnischen Säuberung, durchgeführt z. B. durch Kindersoldaten, wird das benutzte Gerät kurzerhand eingesammelt, von Blut gereinigt, frisch geölt und in die nächste Krisenregion verkauft. Peace-Keeping-Operation nennt das der Militärisch-Industrielle-Komplex in seinen/unseren Massenmedien. Sprache schützt.

Anders als die Waffenlobby, wollen die Macher der Seite „Keine Waffen vom Bodensee e.V.“ die dort ansässigen Hersteller der Tötungsmaschinen ins Rampenlicht zerren. Wer produziert eigentlich was? In welchem Umfang wird verkauft und vor allem an wen und in welche Region?

Transparenz ist das Gegenteil von Tarnen und Täuschen und von daher extrem unbeliebt in der Bodensee-Region. Gut, dass es Menschen wie Lothar Höfler gibt, die seit Jahren den brutal erfolgreichen Waffenherstellern rund um den Bodensee auf den Pelz rücken, um mit Broschüren und Events dafür zu sorgen, dass diese Branche endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Ein echter Killer-Job.

Inhaltsübersicht:

00:02:05 Der Verein „Keine Waffen vom Bodensee e.V.“

00:16:40 Lothar Höfler über seine Vergangenheit als Maschinenbauingenieur und Alternativen zu einem Job in der Rüstungsindustrie

00:27:03 Die Grünen von damals und die Grünen von heute

00:36:19 Höflers Verhältnis zu den Medien – Wandel und Erwartungen

00:54:19 Den Opfern eine Stimme, den Tätern ein Gesicht – Sehen sich die Täter als Täter?

01:01:33 Wo steht die Friedensbewegung heute und wie kann sie gestärkt werden?

01:25:02 Wohin driften Deutschland und Europa?

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4 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Lothar Höfler (Keine Waffen vom Bodensee e.V.)

  1. Danke Herr Höfler für ihre ermutigende Tätigkeit. Ich habe dank dieses interessanten Interviews meinen Horizont weiten können, aber vor allen Dingen gelernt, dass es verteilt über unser schönes Land Menschen gibt, die trotz sehr unterschiedlicher Sozialisierung zur sehr ähnlichen Ratschlüssen kommen. Ich wünsche Ihnen Mut und Zuversicht für Ihre achtenswerte Arbeit. Sie bestärkt mich speziell in meiner Entscheidung, mich trotz aller Unkenrufe und Unterstellungen der Friedensbewegung angeschlossen zu haben. Ich hätte nicht gedacht, dass sie zu meinen Lebzeiten noch einmal eine so große Relevanz bekommt.
    Ich möchte an dieser Stelle auch einmal Ken danken, dass er solche Gespräche ermöglicht und auch für die in meiner Wahrnehmung tadellose Interviewführung.

  2. Ich bin gerade nochmal hier unten auf der Erde und muss kurz zwischenlanden und etwas abgeben!
    Ken Jebsen bei ca. 1:19:00 :
    „Ich möchte nicht das meine Kinder auf den Schlachtfeldern dahingerafft werden“
    Hey Ken, – Wer will das schon? Uschi von den Laien wird ihre fünf Kinder auch nicht zu den Profis schicken, – die gehören später zu den gut unterrichteten Kreisen!
    Ken Jebsen bei 1:31:40 :
    „Wenn Du Christ bist ……“
    Hey Ken, – Wenn Du Christ bist, solltest Du dir wirklich mal die Apostelgeschichte Kapitel 6, 1-7 und Kapitel 11, 26+27 durchlesen und dich fragen was dies mit dem Brief an die Hebräer zu tun hat.
    Nannten sich die Jünger nun zuerst in Antiochia Christen, oder wurden Sie erst dort so genannt?
    Und dann solltest Du dich fragen was die Botschaft und Lehre des Jesus aus Nazareth mit der Lehre der römischen Religion, ihrem Weltherrschaftsanspruch, dem produzieren von Rüstungen, dem verkaufen und anwenden von Rüstungsgütern und dem auslösen von Flüchtlingswellen zu tun hat?
    Wirfst Du dem Publikum, – oder Teilen der Bevölkerung vor, – dass Sie das von einander trennen und nicht in Verbindung zueinander bringen?
    Wenn die Jünger erst in Antiochia zuerst Christen genannt wurden, dann kann in Jerusalem nicht die erste Christliche Kirche gegründet worden sein, wie die römische Kathode behauptet!
    Und wenn sich die Jünger am Anfang der Bewegung in Jerusalem als Hebräer verstanden, und Paulus als letztes den Brief an die Hebräer schrieb, bevor er von den Vasalen des Maximus Pontifex umgebracht wurde, – dann nannten sich die Nachfolger des Jesus, der auch Christus genannt wird, niemals Christen! Und das schon einmal aus dem einfachen Grund, weil Sie Gott mehr fürchteten als den Kaiser, – und den Namen seines Sohnes zweitens niemals für etwas scheinheiliges missbrauchen würden. Das taten nur die Römer: Sie sammelten in Rom all die Götzen der Völker und unterwarfen Sie ihrer Religion, samt deren Priester, – deren Oberhaupt der Kaiser als Maximus Pontifex war.
    Ken Jebsen bei ca.57:00
    Warum bekommt das Aktionsbündnis „Pax Christi“ keine Räume zugewiesen?
    Nichts gegen all die Menschen die sich menschlich an Jesus Christus orientieren und engagieren. Wenn Sie sich persönlich für Personen halten sind sie Teil des Systems! Weil die Kirche und das Christentum in die ganze Angelegenheit des römischen Reiches durch Eroberungen unter „False Flag“ involviert sind. Ob man das nun „Kolonialisierung“, „Besiedlungspolitik“, „Entwicklungshilfe“ oder einfach nur „Friedenschaffende Maßnahmen durch operative Eingriffe“ nennt, – das ist verlogen und hat mit der Botschaft und Lehre des Jesus aus Nazareth nichts zu tun.
    Ken Jebsen bei 1:05:39
    „System Verlassen“
    Hey man, – Der Großscheich und Al-Ashar-Chef Ahmed Mohammed al-Tayyeb machte den internationalen Waffenhandel und das gezielte Schüren von Konflikten für die Gewalt verantwortlich. „Das Zeitalter das eine Ära der menschlichen Errungenschaften habe werden sollen, habe sich in eine Epoche beispielloser Grausamkeiten verwandelt“, und verwahrte sich gegen eine Verunglimpfung des Islam. „Man könne nicht eine ganze Religion für die Taten einer kleinen Gruppe von Fanatikern verantwortlich machen!“ , sagte er „Islam ist keine Religion des Terrorismus, selbst wenn einige Muslime versuchten die heiligen Texte zu manipulieren und falsch zu interpretieren“, erklärte al-Tayyeb, der nach seiner Rede Papst Franziskus umarmte. (Schweinfurter Tageblatt – 29.4.2017 – Papst ruft zu Respekt vor Andersgläubigen auf)
    Drehen wir das ganze doch einfach mal um: „Man könne nicht eine ganze Religion für die Taten einer kleinen Gruppe von Fanatikern verantwortlich machen!“ – „Katholizismus ist keine Religion des Terrorismus, selbst wenn einige Katholiken versuchten die heiligen Texte zu manipulieren und falsch zu interpretieren“,
    Also, – wenn ich ein dummes Schaf wäre, – ich betone „wenn“, – und vor mir dumme Schafe laufen die ich mir zu Vorbildern wähle, – denen ich nachlaufe, – dann habe ich immer noch ein dummes Arschloch vor mir das einem anderen Arschloch der religiösen Herde bis ganz nach oben folgt – nicht umsonst hat er den Titel: „Maximus Pontifex“
    Welche kleine Gruppe von religiösen Fanatikern interpretiert denn die heiligen Texte falsch und manipuliert diese so, – das am Ende eine allein seligmachende römische Kathode dabei heraus kommt, die alle dummen Arschlöcher an sich zieht?
    Wer sich das falsche Vorbild eines falschen Systems wählt und seine Stimme abgibt, – der hat nichts mehr zu sagen und ist von dem System entmündigt, – das nun durch das falsche Vorbild über ihn als Wähler herrscht!
    Und das System herrscht durch die breite Mitte, – weil es so viele dumme religiöse Schafe gibt, die anderen dummen Schafen folgen, deren Ärsche sie vor Augen haben! – Und wenn Sie dann alle durch die Vorbildlichen Priester der jeweiligen Zunft zur Schlachtbank geführt wurden, – fragt keiner mehr danach „Welcher“ der oberste Priester und Zeremonienmeister der Verführer war – Sie hatten ihm ja alle zugejubelt! „Qui bono“?
    Die dummen Schafe sollten mal über die Geschichte der Kathode nachdenken, – und was es bedeuten würde, – wenn die folgenden Worte von Franziskus ernst gemeint wären: „Wir sind gehalten die Verletzungen der Menschenwürde und der Menschenrechte zu brandmarken und jegliche Form von Hass im Namen der Religion als götzendienerische Verfälschung Gottes zu verurteilen.“
    Wie viele Menschen wurden durch die Religion des obersten Pontifex Maximus der religiösen und politischen Zeremonienmeister im Laufe der Geschichte durch jegliche Form von Hass gebrandmarkt, – und ihrer Menschenwürde beraubt, – weil sich seine götzendienerisch tätigen Priester in der Wirtschaft oder im Götzentempel hinstellten und Hass gegen Andersgläubige predigten, – deren Zuhörer dann diese anders Gläubigen in der Beichte auf Behörden mit falschen Beschuldigungen denunzierten, um später brandschatzend durch die Straßen zu ziehen?
    Solange es kein Menschenrecht auf Freiheit von Religion gibt und solange es keine Trennung von Kirche und Staat gibt, – solange werden religiöse Priester des obersten Zeremonienmeisters, – ob nun unter der christlichen „False Flag“, – oder einer anderen religiösen Parteiung, – die Waffen der Rüstungslobby segnen und produzieren lassen und die notwendigen Waffengänge herbeiführen, um mit Sicherheit die Welt zu befrieden!
    Soviel zu Ken jebsen bei 1:05:39 : System verlassen!
    Wenn sich die breite Mitte eines Volkes einen Verführer wählt, – weil andere dieses dumme Volk dazu verführten, – dann sind diejenigen Schuld die verführten, und die, – die mit: „Kreuzige ihn, Kreuzige Ihn, – Wir haben keinen König, – Nur einen Kaiser in Rom!“ – schrien und ihre Stimme dazu abgaben. Die schrien: „Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!“
    Das ist die Kollektivschuld der Verführten auf dem breiten weg der Mitte! –
    Das ist die Kollektivschuld der Wähler des Systems, – die ihre Stimme abgeben und irgendeine Koalition der breiten Mitte wählen; – die glauben das Sie persönlich eine Person sind die irgendwo menschlich erscheint und die sich dann als Menschen wundern, wenn sie eine Kugel durch den Kopf kriegen, weil sie nie nachgedacht haben!
    Diejenigen die nicht mit dem religiösen Mob schrien, – wurden in der Regel von genau diesem verfolgt, – weil sie eben keinem Pontifex Maximus in Rom folgten, – sondern jenem der am Kreuz teuer für die scheinheilige Religiosität der anderen bezahlte! – Sie befinden sich auf dem schmalen Weg und würden seinen Namen niemals missbrauchen!
    Tut mir leid Ken, – aber die meisten Christen wissen gar nicht warum sie sich Christen nennen und haben ihren Glauben und die Lehren niemals anhand der Bibel überprüft!
    Sie plappern nur das nach was ihnen die Obrigkeit vorsetzt.
    Wenn es der scheinheilige Franziskus als unfehlbares Oberhaupt der Kathode für möglich hält, – dass der Mensch vom Affen abstammt, – und er dies als Stellvertreter Gottes auf Erden meint, – dann frage ich mich ob er sich damit selbst zum Affen macht, – oder den, – den Er hier anmaßend als Stellvertreter darstellt?
    So, – Jetzt muss ich aber wieder weiter – der Himmel wartet schon!

  3. Im Falle von Waffenbesitz um sich vor Aggressoren zu verteidigen würde ich weder die Schweiz noch ein anderes Land das darauf schwört als Vorbild nehmen. Die Schweiz ist im Ranking was Waffenmissbrauch mit Todesfolge im Verhältnis zur Einwohnerzahl global weit oben angesiedelt.

    Ich kann ein Beispiel nennen wo man das mit der Verteidigungsfähigkeit anders gelöst hatte.
    Bei einer Stadtbesichtigung in Bamberg hatte Tourguide die Frage gestellt: „Wissen Sie warum Bamberg noch die ältesten Wohngebäuden Deutschlands aus dem Mittelalter erhalten sind?
    – Die Stadt florierte durch die günstige Lage der Handelsrouten; für jede Macht begehrenswert
    – Sie verstand sich in der Kunst des Bierbrauens 🙂
    Und sie hat keine Stadtmauer!
    D.h. jedes Mal wenn ein Aggressor heranrückte, hatten die Stadtvertreter ohnehin keine Wahl gehabt als zu verhandeln und die Stadt wurde immer verschont.
    Im Vergleich hierzu, die Nachbarstädte hatten alle Stadtmauern und wahrscheinlich waren deren Verhandlungsgeschick dementsprechend wie eine Mauer. Das Ergebnis, diese wurden meist dem Erdboden gleich gemacht.
    Bamberg hatte nur Ende des 2. Weltkrieges ein Unglück gehabt, weil wahrscheinlich die US-Army sich verflogen und sie für Schweinfurt hielten. Die Stadt wurde Teilweise zerbombt.“

    Und die Moral von der Geschicht‘
    Mit Bierbrauen und Verhandlungsgeschick
    Stadt und Bürger verschont von Bombenteppich

    • „Mit Feinden nicht zu streiten, so sei gut zu siegen. Besser, einen Schritt zurückzuweichen, als leichtfertig anzugreifen. Denn komme es zum Kampf, so siegt der Weichende. Es sei dies(e Lehre) sehr leicht zu verstehen und auszuführen, und doch nur wenige verstünden es. “

      Quelle: Wikipedia

      Das Daodejing (chinesisch 道德經 / 道德经, ältere Umschrift: Tao Te King) ist eine Sammlung von Spruchkapiteln, die der chinesischen Legende nach von einem Weisen namens Lǎozǐ stammt, der nach Niederschrift des Dàodéjīng in westlicher Richtung verschwunden sei. Es beinhaltet eine humanistische Staatslehre, die die Befreiung von Gewalt und Armut und die dauerhafte Etablierung eines harmonischen Zusammenlebens und letztlich den Weltfrieden zum Ziele hat. Die Entstehungsgeschichte ist ungewiss und Gegenstand sinologischer Forschung. Ungeachtet weiterer Übersetzungen bedeuten Dào Weg, Fluss, Prinzip und Sinn, und Dé Kraft, Leben und Charisma, Tugend, Güte. Jīng bezeichnet einen Leitfaden bzw. eine klassische Textsammlung. Die beiden namengebenden Begriffe stehen für etwas Unaussprechliches, auf dessen eigentliche Bedeutung das Buch hindeuten möchte. Aus diesem Grund werden sie auch oft unübersetzt belassen. Das Werk gilt als die Gründungsschrift des Daoismus. Obwohl dieser verschiedene Strömungen umfasst, die sich von den Lehren des Dàodéjīng erheblich unterscheiden können, wird es von den Anhängern aller daoistischen Schulen als kanonischer, heiliger Text angesehen.
      ……

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