M-PATHIE – Zu Gast heute: Bernhard Kegel – „Die Herrscher der Welt“

Dr. Bernhard Kegel ist Biologe, Chemiker und erfolgreicher Autor von Sachbüchern und Romanen. Sein Buch „Die Herrscher der Welt“ befasst sich mit einer neuen Sichtweise auf alle Lebewesen, in der Kegel die Welt der Mikroben, der Viren und Bakterien näher beleuchtet und ein ganz anderes Bild von uns Menschen aufzeigt, wie wir es vom Biologieunterricht oder auch von der Evolutionstheorie bisher gewohnt sind. Mikroben bestimmen unser Leben und ohne sie wären wir lebensunfähig.

Alle Lebewesen werden quasi bevölkert von einer Heerschar von Mikroben, den Kleinstlebewesen, den Bakterien und Viren, und zwar in einer unser Leben erst ausmachenden Form, die uns früher nicht bewusst war. Neue Mikroskope und Forschungen zum Thema der Holobionten, der Lebensgemeinschaften von Lebewesen, zeigen auf, dass wir ohne sie erstens nie entstanden und zweitens gar nicht überlebensfähig wären. Sie entstanden Milliarden Jahre vor allen anderen Lebensformen, den Pflanzen, den Fischen, den Wirbeltieren und den Vögeln.

So musste sich das, was wir Leben nennen, an diese Lebenssiedler erst anpassen. Der Mensch, eine Lebensgemeinschaft und kein Individuum, diese Erkenntnis der neuen Biologie zeigt, dass die alles durchdringende Kraft des Lebens ein symbiontischer Prozess ist und nicht, wie wir noch bis heute in Schulen lernen, ein ewiger Kampf ums Überleben der Arten darstellt. Diese neue Erkenntnis bricht nicht mit der Evolutionstheorie, sie ergänzt diese Theorie. So bestehen wir Menschen aus ca. 50 Billionen eigenen Zellen, doch die Anzahl der Mikroben übertrifft diese Anzahl bei weitem.

Die Folgen dieser Erkenntnisse sind sehr weitreichend und beginnen gerade erst in der Forschung, in der Philosophie und in der Deutung des Menschenbildes, neue Akzente zu setzen. Für die Medizin könnten diese Forschung für bestimmte Gesundheitsprozesse bahnbrechend werden. Aber auch im Sinne unserer künstlichen Globalisierungsprozesse könnten die Erkenntnisse, dass so gut wie kein Lebewesen wirklich Herr im eigenen Haus ist, uns in Richtung Kooperation und Menschlichkeit weitere positive Impulse liefern.

Mehr von Dr. Bernhard Kegel hier: http://www.bernhardkegel.de

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9 Kommentare zu: “M-PATHIE – Zu Gast heute: Bernhard Kegel – „Die Herrscher der Welt“

  1. Die wichtigste Aussage dieses Gespräches macht Bernhard Kegel meiner Meinung bei Min. 36:43!

    Das Immunsystem ist m.E. eine Fiktion!
    Der GUTE Held! Das IMMUNSYSTEM, das ständig für uns gegen das BÖSE KÄMPFT.
    Wohl dem, der viele ANTIKÖRPER hat. Mehr ANTIKÖRPER braucht das Land!!!;o)

    Die institutionalisierte Hochschulmedizin steckt voll im KAMPFPRINZIP! Und mit Ihr im Moment gezwungenermaßen (fast) die ganze Gesellschaft.

    Dr. Samuel Hahnemann, Organon der Heilkunst: "§. 9.Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism) belebende Lebenskraft (Autocratie) unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, so daß unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses lebendigen, gesunden Werkzeugs frei zu dem höhern Zwecke unsers Daseins bedienen kann."
    Die Homöopathie kommt sehr gut ohne GEGEN-MITTEL aus. Sie möchte durch das Ähnliche heilen.
    Genau wie die Natur, die z.B. mit dem Keuchhusten in der Kindheit die ererbte Belastung durch Tuberkulose im Vorgeschlecht auszuheilen versucht. Durch ihren der Tuberkulose ähnlichen Charakter/Symptomatik.
    Sie ist für mich die Heilmethode der Zukunft!
    An eine Erneuerung der Schulmedizin glaube ich nicht. (Ich lehne sie aber auch nicht komplett ab.)

    Heute müssen wir wohl auf die Biologen hoffen!
    Die sehen anscheinend den Wald viel besser. Trotz der vielen Bäume;o)

    Hier möchte ich noch ein paar Namen nennen:
    "Die Entstehung des Lebens aus biophysikalischer Sicht", Jacob Segal, Uwe Körner, Kate P. Leiterer
    Auf der Grundlage von Segal entwickelte Dr. Peter Augustin seine Theorie des lipohilen, dichten Oberflächenwassers.
    Dr. Stefan Lanka kannte Peter Augustin recht gut und ist wohl einer von sehr wenigen, die das von Augustin Erdachte in eine allgemeinverständliche Sprache übersetzen können.
    Diese beiden Biologen halten die DNA und RNA nicht für eine Erbsubstanz!
    Sie kann auch keine Erbsubstanz sein, da sie sich im Laufe des Lebens ständig ändert. Gleich einer Bibliothek, in die die eigene Geschichte hinein geschrieben wird. Der SCHREIBER dieser Geschichte kannte und erlebte sie aber schon bevor sie geschrieben war! Was war denn nun zuerst da? Das Ei oder die Henne? ;o)
    Träger von Informationen und Energie ist nach Peter Augustins Theorie das Oberflächenwasser, welches unsere Membranen bildet.
    DNA und RNA können aus dem flüssigen Wasser über Schleifenbildung (Seifenblaseneffekt) das kontraktile und energiereiche Oberflächenwasser heraus holen. Die in der festen Wassermembran gespeicherte Energie (=Oberflächenspannung) dient dann als Katalysator für Stoffwechselreaktionen.
    Dies macht verständlich, warum die Chemo so müde und schlapp macht, weil sie einem buchstäblich die Energie raubt!

    Auf http://dichtes-wasser.de/lexikon/al/b/bakterien.html ist folgendes zu lesen:

    "Bakterien

    Organismen mit riesiger Berührungsfläche zur Umgebung. Darum enthalten sie auch die meiste Energie pro Raumeinheit außer den Mycoblasten und Viren. Sie keimen praktisch ständig, haben eine riesige Wundenwahrscheinlichkeit und deshalb keinen Zellkern, weil die DNA an allen Stellen ständig bereit stehen muß als Werkzeug. Sie haben einen hundertmal größeren Stoffwechsel pro Masseeinheit als Eukaryotenzellen und einen entsprechend hohen Wasserverbrauch, was sie zwingt immer im wässerigen Milieu zu leben. Ödeme sind somit sehr nahrhaft für sie. Sie bilden mehrzellige Organismen z.B. Belebtschlammflocken im Abwasser, die sich immer wieder auflösen können und praktisch jedes biologische Substrat auch alle Gifte knacken und zerlegen können. Es gibt welche die mittels Luftsauerstoff und andere die ohne ihn Energie aus der Umgebung gewinnen. Sie widerlegen zusammen mit den Viren und Mycoblasten eindeutig die Theorie von der Information in der DNA. Sie haben die höchste DNA-Konzentration sollten aber nach dieser Theorie bei der Kürze ihrer Ontogenese kaum welche brauchen.

    Die meisten Bakterien, die ohne Sauerstoff arbeiten (Anaerobier), haben bei 37 Grad die höchste Wirksamkeit, was endlich zeigt warum Vögel und Säugetiere diese Temperatur anstreben. Die roten Blutkörperchen sind Anaerobier. Sie tanken sich in der Lunge mit Wassermembranen voll und heizen damit den übrigen Körper. Anaerobier können bei 37 Grad fast dieselben Leistungen vollbringen wie Aerobier, was darauf hinweist, daß die Atmung der Temperaturerhöhung dient. Sie wird in den Mitochondrien, die den Bakterien sehr ähnlich sind, vorgenommen. Die übrige schwache Eukaryotenzelle hat nur die Aufgabe die Keime gasfrei und wohlbehütet an die Aufgaben der äußeren Front heranzuführen. Was lockt mehr als Wärme??? Der Mann als wärmerer lockt das kältere aber empfindsamere Weib."

  2. Leider ist der Titel "Die Herrscher der Welt" absolut unglücklich gewählt, da er im Titel das genaue Gegenteil beschreibt, als im Interview dargestellt.
    Es gibt eben nur kooperatives, symbiotisches Leben auf der Erde und keine hierarchischen Strukturen. Das Leben ist Zufall und Glück.
    Ansonsten ein elementarer Blick auf den Menschen als Teil der Evolution, welcher zu Allgemeinwissen führen muss!
    Trotzdem würde ich gerne noch einige wichtige Aspekte hinzufügen:
    Wenn ich Evolution wie Lynn Margulis begreife, ist jedes Lebewesen, von der Bakterie über Pilze und andere Lebensformen, bis zum Menschen, ein einzigartiges Individuum. Nirgendwo gleicht eine Zelle der anderen.
    Jedes Lebewesen ist der direkte Abkömmling der ersten Zelle, die sich erfolgreich geteilt hat.
    Und jedes Lebewesen hat ein Außen und ein Innen.
    Bei höher entwickelten Lebewesen ist die Grenze zum Außen die Epidermis. Diese Epidermis ist von Lebewesen jeglicher Art nicht überwindbar. Darauf ist unser äußeres Immunsystem, in Zusammenarbeit mit den vielen mikrobiotischen, symbiotischen Helfern, ausgerichtet. Einzig angepassten Symbionten kann dies gelingen.
    Innerhalb der Epidermis gibt es nur die, diesem Lebewesen einzigartige, DNA und RNA. Im Blut wird man, bei einem gesunden Lebewesen, nie fremdes Erbgut nachweisen können, da es ein geschlossenes System ist.
    Die innere Immunabwehr kommt nur in Ausnahmefällen zum Tragen.
    Bei Verletzungen steht der physikalische Vorgang des Ausblutens am Anfang und erst bei dem Einschluss von Fremdorganismen muss die innere Immunabwehr tätig werden. Wie erfolgreich sie ist, hängt von der Art des eingeschlossenen Lebewesens ab. Wie ist die Anfangskonzentration und die Teilungsrate des eingedrungenen Organismus und was benötigt er für seinen Stoffwechsel? Im ungünstigsten Falle kann die Immunabwehr nicht mithalten und der Fremdorganismus bringt den inneren Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Dann werden Antibiotika zur Abtötung des Fremdorganismus benötigt. Aber bitte intravenös, damit es nur dort wirkt, wo es wirken soll!
    Ein weiterer Fall sind stechende Insekten, welche die Barriere überwinden und Lebewesen eintragen, wie z.B. Plasmodien bei der Malaria. In wieweit diese Parasiten oder Symbionten sind, ist wissenschaftlich ungeklärt.
    Die Wissenschaft der Immunologie beschäftigt sich aber vornehmlich um den Ausnahmefall, fremde Organe mit fremder DNA einzusetzen und die natürliche Immunabwehr abzuschalten. Wobei alle Erkenntnisse, welche auf Proben von geimpften Menschen beruhen, als vorbelastet und wissenschaftlich nicht verwertbar einzuordnen sind.
    Viren sind keine Lebewesen!
    Daher haben sie weder DNA noch RNA, denn nur Lebewesen benötigen den Bauplan des Lebens für ihren eigenen Stoffwechsel, Zellteilung und Vermehrung. Stirbt das Lebewesen, zersetzt sich auch das nicht mehr benötigte Erbgut.
    Die Natur kennt keine Pandemien!
    Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit irgendeiner Impfung!
    Nur Mythen und Glaubenssätze, aber wer an den Teufel glaubt, glaubt auch an Viren.
    Dies ist nur die pseudowissenschaftliche Version des Bösen auf der Welt.
    Dafür gibt es genug Nachweise für die Fehlprogrammierung des Immunsystems durch Impfungen.
    So gut wie alle Autoimmunerkrankungen sind die Folge von Impfungen. Und diese Zahlen steigen und steigen.
    Die pharmazeutische Industrie schafft sich ihren eigenen Absatzmarkt, ohne Rücksicht auf das Leid der Menschen.
    Wir haben leider kaum noch Wissen-schaft, sondern nur noch Produkt-schaft.
    Unsere Zeit wird irgendwann als das dunkles Zeitalter der Virologie in die Geschichte eingehen!

    • Ja, der Titel ist unglücklich, da nichts in der Natur herrscht. Sie breitet ihre Arme aus und bieten Zusammenarbeit an, Schutz, Nahrung und das Leben selbst an.

      Doch leider liebt der Mensch das Spektakel, den lauten Knall. Sonst bleibt er auf dem Sofa und trinkt Cola, isst Chips. Er braucht den Aufmerksamkeitskick, sonst bleibt er interesselos. Das wissen Verlage und wählen solche Titel.

      Symbiose und Kooperativität kommen leider gar nicht so gut an, bei der Masse. Und die sollte sich vom Kampfprinzip lösen. Und dabei kann so ein Titel schon helfen. Er zieht viel an.

      Das ist jetzt nicht meine persönliche Meinung, sondern meine Erfahrung, die ich seit über dreißig Jahren in der Selbstständigkeit erlebt habe: Das Spektakel muss her, glänzen und knallen soll es.

      Auch der Autor ist über den Titel nicht sonderlich glücklich.

    • @Rüdiger Lenz
      Leider ist nicht nur der Titel unglücklich gewählt, das ganze Buch ist ein komplettes Desaster, erinnert mich an Ed Yongs „Winzige Gefährten“, ein genauso gruseliges Buch.
      Wenn ein militaristischer Darwinist versucht, über Kooperation zu schreiben, kann nichts Gutes dabei rauskommen.
      Es ist der Blick eines fortschrittsgläubigen, technikverliebten Erbsenzählers.
      Eine Verfasstheit über das schwere Leben eines Akademikers, der die Evolution durch eine Maschine sieht und interpretiert.
      Das ganze Prinzip des symbiontischen, kooperativen Lebens hat der Autor nicht verstanden.
      Bis Seite 80 konnte ich mich durchackern, dann war mir klar, es werden keine, für mich neue, Erkenntnisse folgen.
      Ganz schnell noch die Annahme von „Epigenetik“ verweigern.

    • Ein weiteres absurdes Beispiel zum thema welche Titel Verlage wählen ist ein großartiges Buch der russischen Medizinerin Galina Schatalova. Auf Russisch heißt es sinngemäß: "Wähle deinen Weg"
      Goldmann-/Arkana haben daraus "Wir fressen uns zu Tode" gemacht, obwohl Ernährung nur ein Aspekt unter vielen in diesem wertvollen Buch ist. 🙄

  3. Ein klasse Interview zu einen klasse Thema!
    Bitte mehr solche Themen!
    Was ich anmerken muss, wenn wir Heilpraktiker auf die Bedeutung der Darmflora hingewiesen haben, wurden wir fast immer ausgelacht und als Scharlatane beschimpft. Nun ist die Bedeutung der Darmflora auch an Universitäten angekommen – wir aber immer noch nicht rehabilitiert!

    • Das Prinzip der Mächtigeren ist immer das Gleiche. Diffamieren, Mundtot machen, ausgrenzen, für illegal oder ungesetzlich erklären, das gesamte Prinzip der Lächerlichkeit preis geben usw.

      Man gewöhnt sich daran und lacht über die Empörungswilligen "da draußen" und ist bitter enttäuscht über die lieber in Unwissenheit lebende Masse.

      Das wird noch lange so bleiben, so lange, bis die Masse nicht mehr dem Befehl der akzeptierten Autoritäten gehorcht und nur ihr folgt im Sinne der Wahrheit, des Lichtes und der inneren Kraft.

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