M-PATHIE – Zu Gast heute: Birgit Assel – Geburtstrauma

Birgit Assel ist Sozialpädagogin und Trauma-Expertin. In Hannover organisiert sie Veranstaltungen für Daniele Ganser. Schon früh kehrte sie ihrem Hauptberuf, die Sozialpädagogik, den Rücken und fühlte sich intensiv in ihre Klienten ein. So bemerkte sie, dass die Probleme der Menschen, die zu ihr kamen und kommen, fast immer eine viel tiefere Ursache haben, als es die sozialpädagogischen Ansätze von ihr erwarteten.

Sie traf vor Jahren auf den renommierten Trauma-Psychologen Professor Franz Ruppert, der eine völlig neue Methode mit Menschen entwickelte, an ihre wirklichen Probleme gelangen und individuelle Lösungen zu entwickeln. Das faszinierte Birgit Assel so sehr, dass sie bei ihm eine Ausbildung begann und sich seiner Lehre, der Trauma-Forschung und Trauma-Therapie, anschloss.

In diesem Interview berichtet Birgit Assel von ihren Erfahrungen der Entbindung, dass zu ihrem Spezialthema geworden ist. Es folgten zahlreiche Publikationen dazu. Auch beim Rubikon schreibt sie des öfteren über frühkindliche Trauma-Erfahrungen und engagiert sich in der Öffentlichkeit für eine breite Sensibilisierung zu diesem Thema.

Die Ausführungen von Birgit Assel in diesem Gespräch schockieren den Moderator immer wieder. Denn der Themenbereich des Entbindungstraumas bei Müttern und Kindern pflegt nicht nur in der Psychologie ein stiefmütterliches Dasein. Auch in der Gesellschaft ist dieses zentrale seelische Schmerzthema noch gar nicht angekommen.

Wie werden in westlichen Gesellschaften Kinder entbunden? Entstehen dort bei Kindern und Müttern Traumen, die die Beziehung beider fortan prägen? Werden Kinder schon beim Entbindungsprozess traumatisiert? Wie geht es dann mit der Erziehung weiter? Und wie in Kindergärten und Schulen? Sind wir fast alle durch die Anpassungen an unsere Gesellschaft traumatisierte Menschen?

Dieses Gespräch ist nicht nur für Frauen, die Mütter werden wollen oder es schon sind, emotional hochinteressant. Auch Männer und Väter werden hier von der Trauma-Expertin Birgit Assel viel Neues erfahren, von dem sie bisher noch gar nichts gewusst haben. Beziehung statt Erziehung, ein Slogan der Neurobiologie wird hier fassbar und seine Bedeutung einem größeren Publikum nahegebracht. Werden wir alle zu Objekten der Gesellschaft erzogen und werden wir dadurch erst unserer Eigenständigkeit beraubt? Ist Empathie mit sich und den anderen der Schlüssel für eine gesunde Menschheitsfamilie?

Mehr über Birgit Assel hier: www.igtv.de.

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48 Kommentare zu: “M-PATHIE – Zu Gast heute: Birgit Assel – Geburtstrauma

  1. Gastkommentar für KenFM zu dem Interview mit Frau Birgit Assel
    von Michael Hüter

    Einige Kommentare auf dieser Seite möchte ich zum Anlass nehmen, einen längeren Kommentar zu dem Interview mit Frau Assel zu schreiben. Ein User schreibt: „Ich hätte mir aber gewünscht, dass man darüber spricht, dass die Mütter- und Säuglingssterblichkeit durch die moderne Geburtsmedizin massiv gesenkt werden konnte.“ In diesem Satz zeigt sich, wie fast alle (nicht nur) Mütter heute immer noch vor allem eines sind: Produkt „kultureller Erziehung und Bildung.“ – Und wie hartnäckig sich speziell beim Thema Geburt Mythen und Erzählungen halten, deren übergeordnete eben lautet: „Früher seien bei der Geburt so viele Kinder (und Mütter) gestorben.“
    Ich zitiere aus meinem Buch KINDHEIT 6.7, einen Ausschnitt aus dem Kapitel 12:
    >>Mit dem Mythos, „früher“ seien bei der Geburt so viele Kinder verstorben, rissen Ärzte und Mediziner in den USA und Europa (von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an) vor allem die Geburt des Menschenkindes an sich. Dieser Mythos wurde aus Unkenntnis historischer Tatsachen, enormer Fortschrittsgläubigkeit, Konkurrenzdenken und sonstiger Absichten geboren. Mit Hilfe der Medien wurde dieser Mythos ebenso in Unwissenheit rasch und weltweit verbreitet. Von den 1950er bis 1980er Jahren wurden erstmals in der Geschichte nahezu alle Frauen dazu gebracht, ihr Kind „sicher“ in einem Krankenhaus zur Welt zu bringen. Zuerst in den USA, dann Europa und schließlich dem Rest der Welt. Seit Ende der 1980er Jahre ist die Situation weltweit vollkommen erstarrt. In den USA und Europa (von den skandinavischen Ländern abgesehen) und in allen in dieser Hinsicht europäisierten oder „hochentwickelten“ Ländern liegt die Kaiserschnittrate konstant bei zumindest 30-35 Prozent! Und das, obwohl der medizintechnische und technologische „Fortschritt“ in diesem Zeitraum nochmals enorm gestiegen ist. Was auch zeigt, dass „Linear Innovations“ die Lebensbedingungen der Menschheit nicht mehr verbessern.
    Die Anzahl der Hausgeburten ist in den „europäischen“ Ländern (Skandinavien ausgenommen) seit Ende der 1980er Jahre ebenso konstant (niedrig), und liegt bei etwa zwei Prozent. Dieses Beispiel zeigt auch, welche Macht ein Mythos hat, und wie der heute durch mediale Berichterstattung ständig verlängert werden kann. – Wenn auch noch rein ökonomische Interessen hinzukommen. Zwischenzeitlich ist das Kind auch Ware, mit der ganze Berufsgruppen nicht nur Geld, sondern auch ihr Einkommen finanzieren. Pädagogen, Ärzte, Psychologen, Beamte, etc. werden für ihre „Bemühungen“ und Arbeit mit „fremden“ Kindern bezahlt, nicht die Eltern für die mit ihren eigenen.
    Was bei dem falschen und künstlich aufrecht erhaltenen Mythos (früher seien so viele Kinder bei der Geburt verstorben) beachtlich ist, ist folgende faktische Tatsache: Im 19. Jahrhundert bis zu den 1960er Jahren sank die Kindersterblichkeit von zuvor etwa 20 bis 25 Prozent auf unter 5 Prozent. In diesem Zeitraum kamen aber 90 Prozent aller Geburten in Europa weiter vorrangig per Hebamme und Hausgeburt zur Welt. Also können „früher“ gar nicht „viele“ Kinder bei der Geburt verstorben sein.
    Aus der Neuzeit gibt es zahlreiche historische Quellen, die diesen Sachverhalt (Mythos) schon seit Jahrzehnten widerlegt haben. Es gibt aber auch aus dem Mittelalter Quellen. Eine ist hierfür besonders interessant, zumal die Kindersterblichkeit im Mittelalter vermutlich die höchste in der Geschichte der Menschheit war. Sie lag, wie schon erwähnt, bei durchschnittlich 30 Prozent, zeitweilig doppelt so hoch.
    Die englische Königin Eleonore von Kastilien brachte in ihrem Wunsch nach einem männlichen Thronfolger zwischen 1255 und 1284 16 Kinder zur Welt. Darüber wurde auch Buch geführt. Nur ein Kind verstarb bei der Geburt! (Die 1255 geborene Tochter.) Man kann davon ausgehen, dass der Königin Eleonore die besten Hebammen, Ärzte und medizinische Versorgung dieser Zeit zur Verfügung standen. Soweit das heute beurteilt werden kann, waren Eleonore und ihr Mann Edward gesund und hatten keine gefährlichen Erbkrankheiten. Dennoch starben 10 von 16 Kindern (also 62 Prozent) noch in der Kindheit, nur sechs erreichten das elfte Lebensjahr, und davon wurden ganze drei (19 Prozent) vierzig oder älter. Es ist möglich, dass Eleonore sogar öfter schwanger wurde und Fehlgeburten erlitt, darüber gibt es aber keine Aufzeichnungen. Jedenfalls verstarb von 16 Kindern nur eines bei der Geburt. Wohlgemerkt in einer Zeit, in der die Kindersterblichkeit am höchsten war. Pikantes Detail am Schluss: Das 16. Kind und der ersehnte männliche Thronfolger Edward II. wurde im Alter von 43 Jahren von seiner Frau Isabella ermordet. (Quelle: Michael Prestwich, Edward I, Berkley: University of California Press, 1988)
    Die natürliche „Hausgeburt“ war zu allen Zeiten (und ist es auch heute noch) das absolut geringste „Risiko“ für Mutter und Kind. Der Mythos, „Früher seien so viele Kinder bei der Geburt verstorben“, zeigt auch die Macht kultureller und schulischer „Erziehung und Bildung“. Dieser Mythos findet sich nach wie vor in Schulbüchern bis hin zu Universitäten.<>Wann immer wir in die Kindheit von den großen menschenverachtenden Persönlichkeiten (Führer totaler Regime, Ideologen, Schwer- und Gewaltverbrecher, Betrüger, Amokläufer und ähnlichen) blicken, finden wir – soweit bekannt – zumeist schon frühkindliche Verletzungen der persönlichen (physischen und/oder psychischen) Integrität des Kindes. Hitler wurde regelmäßig von seinem Vater verprügelt, in der Schule gemobbt und einmal um eine Schulstufe zurückgesetzt. Stalin verlor seine Geschwister wenige Monate nach der Geburt, wuchs als Einzelkind auf und wurde von seinem Vater (zunehmender Alkoholiker) regelmäßig und schwer verprügelt. Aber auch der vollständig fehlende Vater kann zu schweren Persönlichkeitsstörungen führen, siehe Breivik (Kapitel 9), oder auch beispielsweise der Diktator Saddam Hussein, der gänzlich vaterlos in einem kleinen Dorf aufwuchs.
    Was in unserem Kulturkreis weitgehend tabuisiert wird, sind Schwangerschafts- und Geburtstraumen. Saddam Husseins Mutter unternahm während der Schwangerschaft einen Selbstmord- und Abtreibungsversuch. Napoleon der Zweite kam mittels Zangen-Geburt zur Welt, wurde zuerst einmal als Totgeburt gehalten und am Teppich zur Seite gelegt…. bis er irgendwann ein Lebenszeichen von sich gab. Auch die Liste von Menschen mit Geburtstraumen ist lang….<<

    Die derzeit allerorts und so sehr beklagte „empathielose Gesellschaft“ ist historisch gesehen in der jüngeren Geschichte des Sapiens keineswegs neu. Ihr gegenwärtiges Ausmaß (weltweit) ist allerdings so umfassend wie noch nie und gefährlich. Doch im Grunde handelt es sich nicht (nur) um eine empathielose, sondern liebes- und beziehungsunfähige Gesellschaft. Der Sapiens ist per se ein Liebender. Das liegt in unserem evolutionären Programm und ist auch wissenschaftlich nachweis- und erklärbar. Immer dann, wenn Gesellschaften (in besten Absichten) in die Schwangerschaft und den natürlichen Geburtsverlauf eingegriffen haben, hatte das zumeist verheerende Auswirkungen auf die spätere, nicht nur menschliche Gemeinschaft. Von dem, was wir seit längerem „Erziehung und Bildung" nennen, einmal abgesehen. Ausführlicher dazu: M. Hüter, KINDHEIT 6.7, Edition Liberi & Mundo, 2018.

    http://www.michael-hueter.org

    • Danke lieber Michael Hüter, sie sprechen mir aus der Seele!
      Auch wenn ich Ihr Buch immer noch nicht zu Ende gelesen habe, so weiß ich inzwischen, dass es mit vielen Mythen „aufräumt“…

      Wir Frauen können gebären, dafür brauchen wir keine „Geburtsmedizin“ – das ist völlig absurd! Ein Kind zu gebären ist ein wundervolles Erlebnis – einzigartig und ekstatisch – so habe ich die Geburt meiner Tochter erlebt.
      Das Gebären von Kindern ist Frauensache – gerne dürfen die Väter diesen Prozess begleiten und Schutz und Liebe geben und das kleine Menschenwesen mit in Empfang nehmen, doch die „Geburtsarbeit“ macht die Frau…und ja, die ist anstrengend und kann uns Frauen auch an unsere körperliche Grenze bringen…

      Wir Frauen dürfen uns diese „Geburtsarbeit“ nicht aus den Händen nehmen lassen, es ist unsere ganz eigene ursächliche Arbeit, in der wir uns nur liebevoll „begleiten“ lassen können…

      Wir brauchen schon in der Schwangerschaft einen Menschen, der uns ganzheitlich sieht, der unsere Lebensumstände kennt…und das ist die Hebamme! Wie kann es sein, dass gerade dieser Beruf abgeschafft wird?

      Ich weiß ja nicht, ob es Hebammen gibt, die hier mitlesen, doch sollte das der Fall sein, dann nutzt einfach die Kommentarfunktion…und beteiligt Euch!

      Es ist nicht egal, wie wir geboren werden und es ist auch nicht egal, wie wir Frauen die Geburten unserer Kinder erleben!

  2. Das Buch von Michael Hüter „Kindheit 6.7“ wurde von Hans-Joachim Maaz im Rubikon rezensiert https://www.rubikon.news/artikel/artgerechte-kindheit
    Ich lese dieses Buch gerade und es ist wirklich ein „Augenöffner“! Der Adultismus ist eine Diskriminierung -so klar war mir das bisher auch noch nicht, obwohl ich mich schon lange mit der „Geschichte der Kindheit“ beschäftige… Ich habe Aries und deMause gelesen und dennoch die Zusammenhänge nicht wirklich begriffen…Es gibt keine Kindheit, sondern nur Menschen mit unterschiedlichen Alter und unterschiedlichen Bedürfnissen…

    Für Bertrand Stern ist der Begriff „Kind“ schon eine Diskriminierung – und ja, er hat Recht! Es gibt junge Menschen und alte Menschen, doch alle Menschen, egal wie jung oder alt sie sind, haben ein Recht auf Würde! Und diese Würde beginnt in der Schwangerschaft – beim ungeborenen Leben!

    Und die Würde macht auch nicht halt bei einer Frau, die sich nicht in der Lage sieht – aus welchen Gründen auch immer – ein Kind zu gebären: Sie hat im vollem Umfang das Recht, zu sagen: ich stelle meinen Körper diesem beginnenden Leben nicht zur Verfügung, weil ich das nicht kann, es mich überfordert…

    Eine Abtreibung ist immer schlimm, keine Frau entscheidet sich „leichten“ Herzens dafür…Doch ob eine Frau ein Kind zur Welt bringt, sollte in ihre eigene Entscheidung liegen und nicht abhängig sein von Moral oder von pränatalen Untersuchungen!

    So kenne ich z.B. eine Frau, der von der „Geburtsmedizin“ gesagt wurde, dass ihr Kind Trisomie 21 hätte – also das „Down-Syndrom“. Sie bekam die Empehlung, das Kind abzutreiben – im vierten Monat geht das nur mit der Todesspritze – doch sie entschied sich für das Kind, mit allen Folgen…

    Das kleine Mädchen wurde geboren und ja – es ist vollkommen gesund! Die Diagnose war falsch, dafür war die Liebe der Mama so groß, dass sie sich für ihr Kind entschieden hat, auch wenn es „anders“ gewesen wäre….

    Die pränatalen Untersuchungen fühlen sich für mich an, wie ein „Euthanasie-Programm“ … Das macht mich einfach nur traurig, weil gerade Menschen mit einer „Behinderung“ so viel Reichtum in unsere „perfektionierte“ Welt bringen…

    Okay, das ist mein Thema, weil ich mit körperlich behinderten Eltern aufgewachsen….

  3. Ich finde es wichtig, auf die negativen Folgen unserer modernen stationären Geburtsmedizin hinzuweisen. Die negativen Begleiterscheinungen werden von der »Fortschrittsfraktion« gerne unter den Teppich gekehrt.

    Ich hätte mir aber trotzdem gewünscht, dass man auch darüber spricht, dass die Mütter- und Säuglingssterblichkeit durch die moderne Geburtsmedizin massiv gesenkt werden konnte. Ich bin wahrlich kein Anhänger der »Sicherheitsfraktion«. Ich meine nicht, dass jede noch so geringe Senkung des Sterblichkeitsrisikos jedes noch so große Ausmaß an Gewalt rechtfertigt. Schwangerschaftskomplikationen, Fehlgeburten, der Tod im Kindbett oder lebenslange Behinderungen sind aber auch Aspekte, die betrachtet und abgewogen werden müssen. In früheren Zeiten haben Mütter und Kinder – wie auch Männer – ganz andere Formen der Gewalt erlebt. Das muss man doch alles im Zusammenhang sehen.

    Letzten Endes geht es doch darum, einen Ausgleich zu finden, der je nach individuellen Konstellation auch noch unterschiedlich ausfallen kann. Hier kann es keine allgemeingültige Antwort geben. Weder unsere Medizin(-männer) noch Frau Assel legen fest, was in der jeweiligen individuellen Konstellation das Beste ist. Die Entscheidung liegt am Ende bei der Mutter. Dabei tragen Mütter nicht nur für sich Verantwortung, sondern auch für das ungeborene Kind und auch für den Vater. Was Mütter dabei als letztes brauchen, ist, dass hinterher irgendjemand daher kommt und meint es besser zu wissen. Wichtig scheint mir, dass Müttern die Möglichkeit eröffnet wird, eine bewusste und reflektierte Entscheidung zu treffen, die für sie in diesem Moment die richtige ist und dann auch faktisch die Wahlmöglichkeit zu haben.

    So verstanden, finde ich das Interview sehr gelungen.

  4. Interessantes Thema.
    Das Gespräch hat sich aber sehr zäh angefühlt. Ich weiss nicht ob das nur an Herrn Lenz liegt oder auch an Frau Assel.
    Währen dem Zuhören hat sich bei mir so ein unangenehmes Gefühl von „Wann geht’s endlich weiter?“ aufgebaut.
    Wie wenn sich das Gespräch ständig im Kreis gedreht hätte… „Jaa, das hatten wir jetzt, macht mal weiter…“
    Ging das nur mir so?

  5. An den Reaktionen mancher Menschen kann man erkennen dass da an der Wurzel gerrüttetl wird.
    Die Frau Assel tut das bezüglich einer früheren Phase des Lebens,was Arno Gruen auch tat nur zu einer späteren Phase des Lebens im Menschen.
    Die Ursachen ergründen und offenlegen,warum das Selbst verloren gegangen ist.
    Ein Kind,auf das nicht eingegangen wird und dessen Bedürfnisse überhaupt nicht wahrgenommen werden,wird,um überleben zu können,sich vollkommen den Erwartungen der Eltern anpassen.Wenn ein Kind nicht um seiner selbst geliebt wird,dann wird das Kind in einen verhängnisvollen Kampf um seine Identität getrieben.
    Das Kind möchte um seiner selbst willen geliebt werden,die Eltern lieben und loben es aber nur für das was es tut.

    Irgendwann wird es eine Spaltung geben im Kind,Die schmerzlichen Erfahrungen und das Ausgeliefertsein -das Opfer in uns wird abgespalten im Bewußtsein und verdrängt.
    Jede Erinnerung daran im späteren Leben ruft Hass und Ablehnung hervor.Ich habe den leichten Verdacht ,das könnte auch etwas mit einigen Reaktionen hier zu tun haben.

    Ich weiß überhaupt nicht was das soll,man sollte Frau Assel dankbar sein,dass sie uns Zugang verschafft zu solch wichtigen
    Zusammenhängen und Erkenntnissen.

  6. Schon allein die Einführung mit den Worten: „Herzlich willkommen bei einer neuen Sendung M Pathie….“ dabei betont Herr Lenz den Buchstaben „M“ so sehr, dass sich ein vernünftiger Mensch fragen muss, was er damit sagen möchte. Und weil man keine Antwort auf die Frage finden kann, erscheint einem diese Betonung einfach richtig doof. Oder kann mich jemand bitte schön aufklären :), was er damit sagen wollte.

    Dann erzählte Frau Assel, dass sie während ihres Sozialpädagogie Studiums, Praktikas hatte unter anderem in der Drogenhilfe. Dabei sollte sie zu dem Schluss gekommen sein, dass sie als Sozialpädagogin bei der Drogenhilfe einen komischen Job mache, in dem sie einmal von dem Staat dafür bezahlt wird, und anderseits seien da die Klienten, mit denen sie eine Vertrauensbeziehung aufbauen müsse, und dass ginge nach ihrer Auffassung irgendwie gar nicht.

    Nach der Aussage von Frau Assel ginge es deshalb nicht, weil man entweder den Auftrag des Staates, den Klienten wieder in Ordnung zu bringen, erfüllen könne, oder man baue das Vertrauen zum Klienten auf, und höre, was da los sei, aber dann könne man „das“(wortwörtlich) nicht an den Staat verraten.

    Entschuldigung aber diese Argumente sind logisch verwirrend, denn wer sagt, oder wer sollte die Frau Asel dazu zwingen, ihre Patienten, zu denen sie Vertrauen aufgebaut hat zu verraten?

    Schon allein die kranken Menschen sofort zweimal in nacheinander folgenden Sätzen als Klienten zu bezeichnen, ist verstörend. Für mich sind es einfach Patienten, die Hilfe brauchen und ich finde es gar nicht komisch, oder inkompetent sich als Sozialpädagoge darin zu engagieren. Selbstverständlich nur dann, wenn man emphatisch denken kann. Wenn jemand nicht emphatisch denken kann, ist es egal, ob er die Drogenhilfe als Sozialpädagoge, Psychiater oder Psychologe betreibt, denn man sollte solche „Spezialisten“ von den kranken Menschen weit fernhalten.

    Im weiteren Verlauf des Gesprächs erzählte Frau Asel, dass sie eine neue Technik der Therapie für sich erfunden hat, nämlich die von ihr genannte „repräsentative Wahrnehmung“
    Als Herr Lenz sie gebeten hat diesen Begriff für die Zuschauer zu erklären, dann sagte sie, dass diese von ihr erdachte Technik darin besteht, dass man sich als Therapeut in die Gefühlswelt des Kranken einfühlt. Da kommt mir sofort das Wort Empathie in den Sinn, was überhaupt nichts neues ist, dafür aber schwer zu erlernen. Ich wäre übrigens sehr dafür, bei allen Menschen, die sich für Soziale Berufe bewerben Empathietests einzuführen.

    Dann erzählte Frau Asel, wie sie den Herrn Professor Rupert auf einem Kongress in München getroffen und dass sie später mehrmals bei ihm gewesen war, um von ihm zu lernen. Ich habe mir ein Gespräch von ihm bei Youtube angeschaut https://www.youtube.com/watch?v=T71YQuFb5_g&pbjreload=10 und festgestellt, dass er so eine Art esoterisches Guru, und nach meiner Ansicht eher ein Scharlatan, als Wissenschaftler ist. Was er in seinen Hauptargumentationen behauptet, ist ist genauso ein Blödsinn, wie die Behauptung, dass man vom Licht allein sich ernähren kann (dazu gibt es übrigens auch etliche Professoren, die das mit aller Ernst behaupten)

    Selbst Frau Asel sagte in der 4: 35 Minute in dem Gespräch mit Herr Lenz, sie hätte selbst nicht durchgeblickt, was der „Franz“ (Professor Franz Rupert) da bei seinen Therapien machte.

    Trotzdem hat sie sich weiterhin mit seinen, für sie unverständlichen Praktiken beschäftigt, und sie weitergegeben. Schlimmer noch! Sie war von seinen Praktiken richtig fasziniert, wie sie in der Minute 5:38 sagt, obwohl sie gleichzeitig zugibt, dass sie nicht weiß, was er da tut.
    Das ist allerdings typisch für alle Quacksalber, Esoteriker und andere Scharlatane, dass sie die Unbildung ihrer Opfer ausnützen, um daraus Kapital zu schlagen.

    Und als Frau Asel in der 5:45 Minute mit einem „Klugscheißer“ Gesichtsausdruck sagte, dass der Professor Rupert der erste sei, der festgestellt hat, dass sich bei den Patienten, die zu einem Psycholgen gehen, um „Trauma“ handelt, dann habe ich beschlossen mir das Gespräch nicht weiter anzuschauen.

    Es ist doch klar, dass wenn ein Mensch psychische Probleme hat, dann handelt es sich um ein Trauma, und nicht um Parandontose. Selbst Herr Lenz war verblüfft als seine Gesprächspartnerin das mitteilte.

    Und übrigens. Die Atmosphäre in dem Gespräch, war sehr affektiert, steif und furchtbar und dabei sehr unprofessionell. Mir scheint, dass der Lenz kein guter In­ter­vie­w­er ist. Die erste Folge war auch sehr schlecht.
    Aber vielleicht kann noch etwas daraus werden…..

    • Was Prof. Franz Ruppert betrifft muss ich Ihnen energisch widersprechen. Diesen als Scharlatan zu bezeichnen ist nicht in Ordnung. Prof. Ruppert ist im Beirat von Rubikon. Er ist einer der führenden Psychotraumatologen in Deutschland.
      Er ist bestimmt auch kein esoterischer Guru. Ich empfehle Ihnen auf Rubikon das Video „Krieg ist heilbar“ mit Daniele Ganser und Franz Ruppert anzuschauen. Sie werden dort von Florian Kirner und Jens Lehrich interviewt.

    • Entschuldigung, aber das ist mit Abstand der lustigste Beitrag, den ich bisher in Bezug auf M-Pathie lesen konnte. Köstlich. Ich kann so etwas nicht ernst nehmen. Das ist Loriot-live, für mich. :-))

    • Leo Otto hat doch bereits seinen Guru.
      Das sieht man doch auf der heutigen Tagesdosis, wo er Haß leugnet und Gewalt verteidigt, ganz deutlich.
      Er fordert doch allen Ernstes nach „Beweisen“ für Haß seitens dieser unglücklichen Autorin, hihi.
      Ohne Empathielosigkeit könnte er so etwas doch gar nicht tun.

      Ja, der fühlende Mensch ist einfach im Vorteil und kann rechtzeitig Menschen, Orte und Themen meiden, die destruktive Ausstrahlungen haben und nichts tun, als das Unglück und den Kampf ständig zu perpetuieren.

      Schade übrigens, Herr Lenz, daß Sie offenbar bei dem panzerartigen „M-Pathie“ bleiben wollen.
      Das erschließt sich mir nicht.

    • Rudiger Lenz
      Danke für Ihr Kommentar. Aber können Sie mir bitte erklären, was Sie mit M-Pathie meinen? Warum „M“? Das würde mich sehr interessieren. Danke.

    • @ Leo Otto: M, wie em, daher das M. Mehr fällt mir dazu nicht ein und mehr ist der Crew auch nicht eingefallen.
      Wenn man eine Marke entwickelt, hier ein Format, dann darf man ein Logo entwickeln. „M-Pathie“ ist unser Logo für die Sendung.
      Die Betonung auf das M zu Anfang, keine Ahnung warum ich das so gemacht habe.
      Im Übrigen ist Frau Assel ziemlich professionell. Sie ist richtig gut und weiß sehr genmau, was sie kann und tut.

  7. Danke für den Beitrag! Was mich stört: Überall im Umfeld und der Welt kann jeder, der es sehen will, bemerken, dass Zwänge und Gewalt in allen Schattierungen bei den meisten Lebewesen negative Reaktionen hervorrufen. Wie diese dann „wissenschafltich “ eingeordnet oder analysiert werden tut rein gar nichts zur Sache. Wir sind hier wieder beim Kamin und dem wohlfeilen gespritzen Rotwein! Mann! Stellt und verdammt Gewalt und Zwänge ein und wir sparen jede Menge Kapazitäten bei der Pharma, den gottgleiche Ärzten und Philosophen, die uns die offensichtliche Welt zu erklären versuchen! Ich zertrete keinen Regenwurm, nur um daraus schließen zu dürfen, dass eine größere Masse sich negativ auf ein kleinere auswirken kann.

  8. Frau Assel hat sehr vieles richtig erkannt und in dem gelungenen Interview auch zum Ausdruck gebracht. Eines der gegenwärtig größten Probleme nahezu aller westlichen und National-Staaten ist allerdings, daß der analytische oder kritische Blick auf das Große und Ganze – speziell auch bei den im Interview angesprochenen Themen, meist „nur“ bis zum 18./19. Jahrhundert reicht. – In die jüngere Geschichte des Sapiens.
    Wenn wir aber die verheerenden und jedenfalls ungünstigen Entwicklungen in den Bereichen Geburt, Kindheit, Familie und „Bildung“ nicht nur begreifen, sondern auch Visionen für eine wieder humanere Gesellschaft entwerfen wollen, sollten wir viel, viel weiter zurückblicken. In meinem aktuellen Buch „KINDHEIT 6.7“ habe ich das versucht.
    Siehe auch: http://www.michael-hueter.org

  9. Ich hab mir den Beitrag ne Weile angeschaut, weil ich die Geburt meiner Kinder selbst als nicht optimal empfunden habe.
    Das Gespräch war aber sehr enttäuschend. Völlig einseitige Argumente ohne jegliche Fakten und ohne fundierten wissenschaftlichen Hintergrund und ohne Lösungsansätze. Für mich ist das feministisches, antiautoritäres, emotionales völlig überflüssiges Geschwafel aus dem letzten Jahrhundert.

    Ich empfand die Geburt meiner Kinder in der Klinik auch teilweise als übergriffig und roh von einigen Ärzten, aber auch als sehr einfühlsam von Seiten der Hebammen.
    Das mögliche Trauma war schnell vergessen und für alle Beteiligten nach der Geburt auch wunderschön und erfüllend. Vom Trauma der Elternschaft und der Hilflosigkeit der Säuglinge und dem getrennt sein vom Mutterleib, den Schwierigkeiten der jungen Elternschaft, vom Trauma des in die Welt geworfen seins usw. mal abgesehen. Aber auch damit kann man ohne Therapie leben.

    Auch wenn es natürlich Sachzwänge gibt und weniger individuell in der Klinik zugeht, war uns ne medizinische Betreuung in der Klinik wichtig und erschien uns und v.a. meiner Frau streßfreier und risikoärmer als eine Hausgeburt. Vielleicht sind meine Kinder und meine Frau jetzt auch traumatisiert, Aber bisher hat sie das nicht groß gestört und sie erfreuen sich des Lebens. Sie benötigten jedenfalls bisher keine Traumatherapie und ich wünsche keinem, jemals in die Fänge derartiger Therapeuten zu kommen. Danach ist man mit Sicherheit traumatisiert.
    Schade, an sich ein interessantes Thema.

    • Wenn man in einer Gesellschaft lebt,die komplett traumatisiert ist,dann ist der angepasste Traumatisierte der Normale.
      Er fällt also gar nicht auf ,weil die Mehrzahl es ja ist.

      Die schulmedizinische Psychologie betrachtet den Menschen nur unter dem Aspekt der Anpassung. Da gilt der als normal,der so ist,wie die Mehrheit der Bevölkerung.

      Aber Leute wie Erich Fromm und Arno Gruen gehen davon aus ,dass der Mensch eine bestimmte innere Natur besitzt und natürliche Bedürfnisse
      Sie betrachten den Menschen nicht nach seiner Anpassung,denn eine Gesellschaft kann durch bestimmte Mechanismen krank sein,und es zeugt nicht von Gesundheit,sich einer kranken Gesellschaft anpassen zu können.

    • Und wenn man die Bücher von Fromm und Gruen gelesen hat,kommt man unweigerlich zu dem Schluß,dass wir in einer kranken Gesellschaft leben.
      Besonders Gruen hat die Gewalt gegenüber Kindern offen gelegt,die heute nicht mehr in Form von körperlicher Gewalt besteht,sondern in Form von Missachtung,Gleichgültigkeit,Ablehnung der Lebendigkeit des Kindes usw.

  10. Krankenhäuser und Ärzte repräsentieren für mich ein System,das den Menschen nicht in den Mittelpunkt stellt. Krankenhäuser sind für mich so was wie Fabriken,die von Kälte und Entfremdung zeugen.

    Der Werdungsprozess des Kindes m Mutterleib wird jäh durchzogen und das Wunder gebrochen durch solche Arztbesuche ,vielleicht noch mit Ultraschall ,nur um irgendetwas zu machen,dass sich abrechnen läßt. Das Urvertrauen der Mutter wird dadurch zerstört . Das kleine unbeschützte,werdende Wesen wird schon einer gewissen Strahlung ausgesetzt,-und das ohne das man es tun müßte-eben einfach so.

    „Unser Gehör ist schon im vierten Schwangerschaftsmonat funktionsfähig.Spätestens im letzten Drittel der Schwangerschaft hört das Kind die Stimme seiner Mutter.DeCasper und seine Mitarbeiter fanden heraus,dass das Neugeborene schon in den ersten drei Tagen seines Lebens nicht nur die Stimme seiner Mutter von der anderer Menschen unterscheidet,,sondern dass es auch versucht,sie durch Mundbewegungen beim Saugen zurückzuholen.“Arno Gruen/Der Verlust des Mitgefühls

    Die Industriegesellschaft muss sich in allen Belangen des menschlichen Lebens manifestieren.So wird auch der mystische und undurchdringbare Prozess der Entstehung von menschlichem Leben durchkreuzt von Apparatemedizin und kalter Ärzteschaft.Dieses Mysterium wird entzaubert wie das Leben selbst.

  11. EIN WIRKLICH TOLLES GESPRÄCH
    Sehr gelungen und -aus meiner Sicht- um Längen besser als die erste Ausgabe, da das Gesprächsthema klarer, die Gästin im Vordergrund und Birgit Assel eine beeindruckende Persönlichkeit ist, die viel zu erzählen hat und dieses auf einer sehr lebendige Art u. Weise macht. . . .sehr kuhl!

    GEWALT IM KRANKENHAUS
    Den Ausführungen zu der „Gewaltausübung“ in unserem System des Gesundheitswesens, bzw. im Krankenhaus, habe ich sehr aufmerksam zugehört und mich mit meinen eigenen Erlebnissen (Mann mit Darm-OP und zahlreichen Untersuchungen und Behandlungen in d.J.) in den Schilderungen von Frau Assel sehr gut wiedergefunden habe.
    Das Ausgeliefert sein und sich alle möglichen Schläuche, Kanühlen und Rohre in den dirvesen Körperöffnungen einführen und wieder rausziehen lassen (Rumms geht die Tür auf, jedes Mal kommt jemand anderes herein, um die jeweilige Angelegenheit „nach Programm“ eben schnell zu erledigen . . ) hatten mich auch sehr getroffen und ich hatte dieses auch als emotionale Gewalt empfunden, die ich Anfangs versucht hatte mir klein zu reden und zu verdrängen.
    Die ersten zehn Tage nach dem Krankenhaus war ich jedoch unentwegt darauf bedacht mir klarzumachen, dass mein Körper wieder mir gehört, bis dann eines Abends alles Erlebte wieder hochkam und ich mich zu Hause, im geschützten Raum, diesen Verletztheiten in den Behandlungen noch einmal hingeben konnte. Erst ab da hatte ich wieder das Gefühl, wieder die Kontrolle über meinen Körper zu haben.

    PDA
    Auch ich hatte drei Tage eine Periduralanästhesie (PDA) bekommen. Die Ärzte schwören darauf und halten das für eine feine Sache. Heute im Nachhinein kann ich sagen: ja . . , ich habe drei Tage kaum mitbekommen, dass da in meinem Bauch geschnitten genäht und verändert wurde, aber als die PDA abgesetzt wurde, war das Erwachen (incl. Schmerzen) groß und es stellte sich ein ziemlich großes Chaosgefühl in meinem Bauch ein, weil ich erst jetzt die eigentliche neue und nicht mehr zu ändernde Situation spürte und auch da dann Tage brauchte, um diese neue Situation in meinem Bauch körperlich überhaupt zu realisieren und annehmen zu können (davon spricht aber niemand vorher . . es hieß bei mir immer nur, dass sei eine super elegante Lösung, um den Patienten nach der OP „smoothie“ in den Genesungszustand zu überführen . . Das ist es jedoch nicht! (Mag sein, dass es für den Heilungsprozess in den ersten Tagen von Vorteil ist, man sollte aber wissen was danach noch kommt. . . .)

    SCHULE EIN FESTES GEBÄUDE
    Das mit der Schule fand ich allerdings auch ein bischen schräg und hier hätte ich mir von Herrn Lenz in seiner Rolle als Gesprächsmoderator auch einen kritischen Einwand gewünscht, da es ja schließlich nicht soo abwegig ist, bzw. man davon ausgehen kann, dass viele Menschen, den organisatorischen Pragmatismus: „sich an einem festen Ort, zu einer festen Zeit zu verabreden, um Schule überhaupt stattfinden zu lassen“, durchaus sehen.

    Aus meiner Sicht fehlt es da auch an Bodenhaftung, wenn dieser, organisatorisch durchaus sinnvolle, Pragmatismus als „Unfreiheit“ empfunden wird.

    Verbindlichkeiten einzugehen ist doch auch Kultur und eine Qualität von Miteinander oder nicht!?

    Was ist mit den Schulfreunden und -freundinnen, die sich eigentlich freuen am nächsten Tag das jeweilige Kind wiederzusehen? Was ist mit den Lehrkräften, die sich was überlegt und darauf eingestellt haben, das Kind weiter in seinen Lernprozessen zu begleiten? Was ist mit Gruppenarbeiten etc. . . ?? Was ist mit den Alltagsritualen, die wir brauchen, um in unserem System und in der Familie alles auf die Reihe zu bekommen?

    Soll sich dann jeder auf diese Unverbindlichkeiten einstellen müssen(?), dass da jedes Kind Woche für Woche neu entscheidet, ob es überhaupt in die Schule geht?

    Sorry, aber so funktioniert aus meiner Sicht Miteinander nicht! Egal wo, wie und zu welchem Anlass.

    . . .ganz abgesehen davon, glaube ich auch nicht, wenn ein Kind in der Schule entsprechend wirkliche und erfüllende Beziehungen aufgebaut hat, dass es überhaupt auf die Idee kommt, hier plötzlich temporär andere Vorstellungen und Wünsche (die was erreichen sollen???) entwickelt (das dürften dann wohl eher Wunsch (Optimierungs-?) -vorstellungen von Eltern sein oder nicht?

    (ich selber bin (auch im ganz üblichen staatlichen Schulsystem) jeden Tag! gerne zur Schule gegangen, mich hat da keiner wecken oder motivieren müssen, ich wollte nicht eine Sekunde verpassen. . . (soll jetzt auch nicht heißen, dass da alles super war))

    es gäbe zu diesem Aspekt wohl noch einiges zu zusagen, aber . . .
    es würde dem Gespräch nicht gerecht, der Sache hier soviel Gewicht zu verleihen.

    1001 Dank auf jeden Fall, für dieses tolle Gespräch und dieses Format!

  12. Ich mag Rüdiger Lenz sehr, aber das Gespräch mit Frau Assel hat genervt. Beide haben genervt. Mag vielen anderen anders gehen, aber ich kaufe diesen Ausverkauf der Traumata nicht. Traumatas sind ein ernstes Thema, deswegen sollte man die Kirche im Dorf alles und jede Reaktion darauf zurückführen, Traumatas bei Geburt – das ist hoch spekulativ und führt zur Standard Traumatisierung jeder. Sorry, da pumpt Frau Assel nur ihre eigene Ideen raus.

  13. Sehr interessant,was Frau Assel über Hebammen sagt. Ich habe bisher nur kurz in das Interview gesehen.
    In allen Industriestaaten wird die häusliche Geburt verdrängt und MIT IHR die Hebammen,damit die Menschen in Krankenhäusern zur Welt kommen.
    Ich sah einen Bericht über Vietnam im Fernsehen vor einiger Zeit. Dort warb eine Hebamme dafür,dass die Frauen ihre Kinder im Krankenhaus gebären.
    Sie vertrat die offiziellen Institutionen,um dafür Werbung zu machen .
    Sie (die Hebamme)erwähnte zum Beispiel,dass die Menschen in Vietnam glauben,dass wer im Krankenhaus geboren wird,kein Recht auf eigenes Land hat. Sie meinte das abschätzig,und dass die Menschen vielleicht abergläubig sind.Aber vielleicht liegen die Menschen ja doch richtig?

    • Ärzte haben doch aber das gleiche Problem, wie die Hebammen.
      Wehe es geht etwas schief oder nur anders als erwartet und schon muss er nachweisen, dass er alles mögliche auch unternommen hat.

      Natürlich unterliegen auch viele Ärzte dem Machbarkeitswahn oder sind diesbezüglich gedankenlos. Außerdem der ewige Druck, abrechenbare Leistungen zu erbringen. Das ist ja nicht nur bei Geburten so, sondern insgesamt.
      Dass die Natur immer nur in Teilen verstanden ist und die Psyche eine große Rolle spielt, rückt nur ganz langsam wieder ins Bewusstsein.

  14. Ich habe ein altes zerfleddertes Buch von Ivan Illich „Fortschrittsmythen“

    Darin enthalten u.a. die Kapitel :
    -Schöpferische Arbeitslosigkeit
    -Wider die Verschulung
    Das Buch ist aus dem Jahr 1978!

    Ivan Illich hat ja auch ein Buch geschrieben zur Entschulung der Gesellschaft.
    Alles wunderbare,fortschrittliche Gedanken, aber seit der Zeit hat sich nichts-aber auch gar nichts gebessert.
    Man dreht sich im Kreis und diskutiert.

    Denn das System lebt von dieser Art Schule ,-erst wenn das System Geschichte ist,wird es eine andere Art von Schule geben!?Statt Schule könnte man auch jeden anderen Begriff nehmen ,wie Arbeit oder Kunst.
    …soll heißen,denn das System lebt von dieser Art der Kunst,erst wenn das System Geschichte ist,gibt es eine andere Art der Kunst.

  15. Interessantes Gespräch.
    Ungeheuerlich, was vor – in – und nach der Geburtsphase passiert. Ken Jebsen hat ja schon in einem Interview das Thema aufgegriffen. Ich meine, es war mit Dr. Wolf Buentig. (Für mich immer noch das genialste Intererview auf KenFM. Ohne die Anderen zu diskriditieren.)
    Aber auch ich bin über die Schul-Sache gestolpert. Natürlich haben wir ein defizitäres Schul/Bildungssystem. Vor allem ein veraltetes. Hier wäre es sinvoll, den Unterricht neu zu gestalten. Da gibt es sooo viele Möglichkeiten. Aber die Kritik an der „Gebäude-Bindung“ finde ich schon sehr schräg. Das gilt dann auch für Universitäten? Für Lehrberufe? Hier konnte ich Frau Assel nicht mehr folgen.

    • Lieber Max Kante,
      eine Universität besuche ich freiwillig, niemand zwingt mich dort hinzugehen oder holt mich mit einen Polizeiwagen ab, wenn ich an einer Vorlesung nicht teilnehme, bzw. mir das Wissen was ich brauche, woanders aneigne. Das dürfen junge schulpflichtige Menschen nicht. Sie müssen in das dafür vorgesehene Gebäude mit einer „Freilaufzone“, genannt Schulhof.

      Das Thema „Schule“ spielte in meinem Leben lange keine Rolle mehr, weil meine Kinder da längst durch sind und weder ich noch meine Kinder überhaupt auf die Idee gekommen wären, nicht in die Schule zu gehen und sich Wissen an anderen Lernorten anzueignen.

      Seitdem die Schulpflicht für meine Enkelkinder ansteht, die ständig und permanent lernen in dem sie spielen, immer in Bewegung sind, alles Mögliche nutzen – ja, auch den Computer – und sich frei bilden, wurde meiner Tochter und mir klar, dass die Gebäudeanwesenheitspflicht für viele junge Menschen völlig ungeeignet ist.

      Es geht auch nicht darum, die Schulen abzuschaffen. Schulen als Lernorte sind total wichtig, doch die jungen Menschen sollten selbst entscheiden können, ob sie dort hingehen wollen oder nicht.
      Eine liebe Freundin und Lehrerin hat dazu im Rubikon einen Artikel geschrieben: https://www.rubikon.news/artikel/schluss-mit-schulpflicht und hier noch der Blog von Linda: http://schule-neu-denken.de/

      Ken sagt immer so schön: Der Kopf ist rund um in alle Richtungen zu denken…
      Die Schulpflicht ist aus meiner Sicht von gestern und passt nicht mehr ins heute.

    • @Max Kante Mir ging es ähnlich. Egal ob es sich bei der Gebäudebindung um ein Gesetz handelt, es ist doch normal, dass Unterricht in einem Gebäude stattfinden muss. Was ist daran so schlimm? Rüdiger Lenz war ja geradezu entsetzt als er das hörte und sprach von Gewalt. Fazit: Ein interessantes und empathisches Gespräch. jedenfalls bis Minute 55.

  16. Die Sendung hat mir, wie auch die erste Ausgabe, sehr gut gefallen. Angenehm war auch die Gesprächsatmosphäre. Als Kritikpunkt möchte ich jedoch anbringen, dass mich der letzte Teil, in welchem es um die Schulpflicht ging etwas befremdet hat. Hier wird suggeriert, dass es schon Gewalt ist, wenn ein Kind nicht frei wählen kann ob es in die Schule geht oder nicht. Auch wenn reichlich Defizite im schulischen Bereich vorhanden sind, Schule ist und sollte Pflicht bleiben. Es kann nicht dem Kind überlassen werden, ob es da hin geht oder nicht.
    Hier empfehle ich das Gespräch auf KenFM mit Maragrete Rasfeld. Sie referiert hier sehr gut über „Schule im Aufbruch“ und hat zusammen mit Stefan Breidenbach auch ein entsprechendes Buch verfasst. Wenn sich diese Methode durchsetzt, werden wir lernwillige und motivierte Kinder haben, denen Schule Spaß macht. Ein Satz hat mich hier besonders fasziniert und der war ernst gemeint. Als ein Kind gefragt wurde, warum es zur Schule geht, hat es geantwortet, „weil ich die Welt retten will“.

    • Ehrlich gesagt finde ich es ebenso bedenklich, genauso wie das was in unseren Schulen passiert, wenn ein Kind die Welt retten will. Neugier würde m.E. völlig reichen.

    • @ Frome Hulda Die Aussage des Kindes muss man schon aus Sicht des Kindes sehen. Wenn man das Gespräch mit Margarete Rasfeld über „Schulen im Umbruch“ gesehen hat und die von ihr gemachten Erfahrungen berücksichtigt, ist die Aussage des Kindes verständlich. Gerald Hüther ist an diesem Projekt ebenfalls beteiligt, bzw. seine Erfahrungen als Hirnforscher fließen hier mit ein.

    • Ja, eben. Mir fällt partout nichts ein, was ein Kind bewegen könnte, die Welt retten zu wollen, was mir gefällt.
      Dafür sollte sich einfach kein Kind verantwortlich fühlen müssen.

      Retter-Allüren sind gewöhnlich, vielleicht nicht immer, Ausdruck psychischer Defizite.

    • @ Frowe Hulda: „Retter-Allüren“, „psychische Defizite“?
      Sorry, kann dieser Argumentation nicht ganz folgen.
      „Retter-Allüren“ sind vielleicht „nur“ der Ausdruck von Empathie, nicht nur für ein einziges Wesen, oder eine kleine Gruppe, sondern eben das Bewusstsein und der Drang alles reparieren zu wollen (ob können, ist eine ganz andere Sache). An welchem Punkt dieser edlen (und nachvollziehbaren) Empfindung zeigen sich „psychische Defizite“?
      Es sei denn ein Mensch, der einem anderen Menschen helfen will und z.B. aus einem brennenden Auto rettet und sich dabei selbst in Lebensgefahr begibt, damit gleichzeitig „psychische Defizite“ offenbart?
      Wenn ein Kind es so empfindet (es muss sich ja nicht automatisch dafür verantwortlich fühlen), zeigt doch nur, dass es bereits in diesem Alter schon (oder immer noch?) die Verbundenheit mit der ganzen Welt spürt und durch diesen feinen Spürsinn weiß, dass so einiges mit dieser Welt einfach nicht stimmt.

    • Retten mit Plan bzw. Vorsatz finde ich immer bedenklich. Das hat mit Empathie sehr wenig zu tun, eher mit Aufmerksamkeitsbedarf, Selbstbestätigungsbedarf, Anerkennungsbedarf, Kontrollbedarf, Macht- und Allmachtsanwandlungen u.ä.

      Empathie führt bestenfalls zu Hilfe mit Augenmaß, das heißt was und wieviel kann und will ich leisten ohne „Erfolgsdruck“, ja, auch mit der Option die eigene Leistungsfähigkeit zeitweise zu überschätzen, z.B. bei spontanen Hilfs- oder meinetwegen Rettungsaktionen.

      Zu dem letzten Satz würde Herr Lenz vielleicht sagen, das Kind projeziert seine eigenen Defizite auf die Welt o.ä.
      Ich würde sagen, wenn das Kind also so etwas spürt sollte es vielleicht daran denken, etwas für die Welt tun zu können. Also ein paar Nummern kleiner und unter Anerkennung dessen was andere Menschen für dieses Ziel tun wollen und was sie überhaupt wollen.

      Überhebliche selbsternannte Weltretter haben wir wirklich schon genug und die richten schon zu viel Schaden an.

    • @ Frowe Hulda:
      Selbst wenn ich Ihrem Gedankengang folgen würde, dann ist es für den/die Hilfebedürftigen in diesem Fall egal, ob der „Retter“ es „einfach so“ oder aus einem „Aufmerksamkeits-/Selbstbestätigungs-,/Anerkennungs-,/etc-Bedarf tut. Was zählt ist das Ergebnis.
      Wenn ich bedenke, dass es wegen der vorgenannten menschlichen Antrieben genug Psychopathen auf der Welt gibt, die unsägliches Leid zu verantworten haben, dann sind mir die Narzissten (die aber Gutes bewirken wollen) doch um einiges lieber.
      „Erfolgsdruck“? Nun, jede Aktion, und gerade im Falle „Rettung“ (welcher Art auch immer) ist eine dynamische Prozedur. Nicht vorhersehbar und damit kann es ungewollt und ungeplant zu einem „Erfolgsdruck“ kommen. Wichtig ist doch, ob man unter diesem Erfolgsdruck zusammenbricht und damit die Rettung beendet oder trotzdem weitermacht. Das Ausmaß der eigenen Hilfe kann unter solchen Umständen nicht vorher eingeschätzt werden. Ich helfe solange, solange es notwendig ist. Ich spreche hier nicht von begrenzten Hilfemitteln, wie z.B. Geld. Hier ist die Hilfe logischerweise durch eigene begrenzte Mittel eingeschränkt.
      Stichwort Kinder und Projektion der eigenen Defizite – Nun, hier möchte ich es kurz machen:
      Zeigt mir ein einziges Kind (einen einzigen Menschen) ohne psychische Defizite…

      und
      Aus naturgegebener menschlicher Empathie, die man sofort spürt, kann sich auch Empathie nach Plan entwickeln, um die eigenen Kräfte, Möglichkeiten, Ressourcen besser einplanen und damit am Ende noch besser helfen zu können.

  17. Sie sollten dieses Format künftig meiden. Bereits die erste Folge hatten Sie vorwiegend negativ kommentiert. Ich muss all Ihren Äußerungen widersprechen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass sich Rüdiger Lenz affektiert verhalten hat. Er hat sich auch wohltuend zurückgehalten. Die Gesprächsatmosphäre fand ich sehr angenehm. Wenn man Rüdiger Lenz auch auf seiner Internetseite „Nichtkampf TV“ sieht, weiß man wie er tickt. Er ist ein ganz ehrlicher Charakter, hier ist für mich nichts gespielt. Ich jedenfalls freue mich auf die nächste Sendung.

    • Das hab ich mir auch schon gedacht. Aber zu spät. Bin da so reingeraten.
      Und die Hoffnung, dass das besser wird stirbt bekanntlich zu Letzt.
      Und wo ich es nun schon gesehen habe, darf ich natürlich auch eine Meinung dazu haben.

    • Natürlich dürfen Sie Ihre Meinung haben. Und dass Sie sich so fair mit meiner Kritik auseinander gesetzt haben spricht, auch für Sie. Wenn Sie meinen Beitrag zur Sendung lesen, werden Sie feststellen, dass auch mir nicht alles gefallen hat. Aber dafür ist diese Kommentarspalte ja da.

  18. Lieber Rüdiger!
    Danke für dies hervorragende Interview mit der lebendigen und kompetenten Birgit Assel! Und ich finde es auch toll, dass Sie sich diesmal sehr zurückgenommen haben und die wichtigen Erfahrungen und das Wissen von Birgit Assel voll zur Geltung kommen durften!
    Meine Erfahrungen vor, während und nach der Geburt meines heute 21jährigen Sohnes waren gottseidank absolut positiv. Ich habe vorher schon nicht nur die sog. Geburtskurse absolviert, sondern damals auch gleich Kontakt mit einer „Geburtshelferin“ gegen Ende ihrer Ausbildung (dadurch preisgünstiger!) hergestellt, denn ich wusste schon, dass ich alleinerziehend sein werde. Diese wertvollen Erfahrungen werde ich wohl mein ganzes Leben nicht mehr vergessen: Ich fühlte mich durch diese Frau (Geburtshelferin) im Vorfeld schon so sicher, dass ich am Geburtsabend noch mit Freundinnen unterwegs im Cafe gleich um die Ecke war und dort sogar gegen 21:00 die Kontraktionen/Wehen begannen. Gegen 22:00 wurde es mir dann doch etwas mulmig, weil sie immer wieder kamen und so entschloss ich mich dann, nach Hause zu gehen (den anderen noch kinderlosen Mädels war es auch schon unheimlich mit mir!). Dort angekommen wurden die Wehen schon heftiger – ich musste schon richtig tief atmen, was ich aber auch schon gelernt hatte – und rief noch meine Tante an, die aber während des längeren Gespräches auch meinte, ich solle doch langsam wirklich die Geburtshelferin anrufen, was ich dann auch machte. Die kam mit einem Taxi in den Süden Münchens und wir fuhren vor Mitternacht durch die leeren Straßen in die Dr.-Geisenhöfer-Klinik am Englischen Garten im Norden Münchens. Da ich der Klinik schon zu einem früheren Zeitpunkt klar gemacht habe, dass ich keinen Arzt vor Ort haben möchte, das Kind bei mir behalten möchte (sog. Rooming-In) etc. etc. wurde mein Geburtserlebnis zu einer wirklich spannenden und auch guten Erfahrung für mich und dadurch auch für mein Kind.
    Zuerst bin ich in meinem Geburtszimmer herumgegangen und habe mich immer wieder auf die Klobrille gesetzt, um zu atmen, wenn die immer heftiger werdenden Wehen kamen. Denn diese Stellung war die beste für mich, wie ich fand. Danach durfte ich in eine Badewanne steigen und ab da hat dann die Regie führende Geburtshelferin mich immer wieder ermahnt, ihr fest in ihre Augen zu sehen und regelmäßig zu atmen! Denn die Schmerzen waren wirklich alles andere als angenehm in dem Augenblick, wo ich wieder unbewusst woanders hinguckte und flacher/falsch geatmet habe…., aber sie rief mich immer wieder zu sich zurück und erinnerte mich dadurch sofort wieder! Und so ging auch diese Phase sehr gut vorüber – ab der nächsten Phase auf einer Liege liegend, war es dann schon nicht mehr so toll, denn Liegen bei der Geburt ist einfach schei….(das wissen alle Naturvölker!!!), aber mit der absolut kompetenten Geburtshelferin haben wir (mein Kind und ich) auch diese und die Endphase (sog. Presswehen) gut überstanden. Mir wurde dann mein Kind auf den Bauch gelegt und ich war leider noch so angestrengt von der Geburt, dass ich dieses absolute Wunder noch gar nicht ganz erfasst hatte – da nahm es eine Schwester weg und wusch es ab, aber wenigstens sprachen die Geburtshelferin und ich mit einer ruhigen Stimme mit meinem Baby, sodass der ganze Geburtsschock für das Kleine nicht ganz so schlimm wurde. Ab da blieb es dann mit einer kurzen Ausnahme (Bändchen am Ärmelchen) ganz bei mir und mit mir in meinem „Kranken“zimmer, wo wir vier Frauen waren. Ich konnte sofort ohne Probleme vollumfänglich Stillen, was ich länger als andere Frauen machte (über knapp drei Jahre lang immer weniger bis zum Abstillen hin).
    Dieses „Heraus-Atmen“ meines Kindes innerhalb von drei Stunden, ab des Betretens der Klinik, war, glaube ich, meine wertvollste Erfahrung in meinem ganzen Leben und werde ich dadurch wohl nie vergessen! Und ich bin bis zum heutigen Tag dieser Geburtshelferin sehr dankbar!!!

  19. komisch,
    ich wurde in einer „Diktatur“ sozialisiert, in 5 min konnte ich feststellen (durch vorspulen), dass in der BRD nur Unsinn erzählt wird. wieso sind die BRD Bürger, so dermaßen ungebildet? ist der Konsum euch so zu Kopf gestiegen, dass anschießendes lamentieren, als die beste Medizin erscheint? man ist dieses Gespräch ein Rückschritt in die erste Klasse! mehr ist nicht zu sagen.

    • Ich habe das Gefühl, dass dieses neue Format für Sie nicht geeignet ist. Was hat Ihre Sozialisierung in einer „Diktatur“ mit diesem Gespräch zu tun? Wieso urteilen Sie über ein Gespräch, wenn Sie vorspulen? Wieso maßen Sie sich an, über den Bildungsstand des BRD-Bürgers zu lamentieren? Bereits die erste Ausgabe von M-Pathie haben Sie als flaches Gespräch abgewertet. Das Gespräch mit Julia Szarvasy war alles andere als flach. Sie sollten künftige Sendungen dieses Formates nicht mehr anschauen. Ich habe viele Beiträge mit Hans Ruppert, Hans-Joachim Maaz und Gerald Hüther gesehen. Die Inhalte hatten mich immer wieder fasziniert. Häufig habe ich mir daraufhin auch deren Bücher gekauft. Ich freue mich jedenfalls schon auf eine weitere Ausgabe von M-Pathie.

    • Es ist so, dass ich Esoterische/Religiose Gespräche verabscheue. Natürlich bin ich für Schwachsinn nicht zu haben. Mir ist natürlich nicht entgangen, mit welchen Unsinn heutzutage Kinder vollgestopft werden. Nur heißt es nicht, dass wenn die Schule neu angemalt wird und ein guter Wille eines Hr. Hüter einen Unterricht basteln will, sich dem ideologischen status quo entziehen kann. Sie können sich noch so viele Bücher von progressiven Leuten kaufen, aber wozu soll das im derzeitigen politischen Wind führen? Und waren wir nicht schon längst in der Vergangenheit weiter? Daher mein Eingangsstatement, den Sie nicht verstanden haben! Wenn ich mir Hüter, Precht u.a. anschaue, sehe ich ein abstraktes Schauspiel, mehr auch nicht!

  20. Interessantes Thema, interessante Inhalte.
    Leidet leider sehr unter dem gewollt erscheinenden gefühlsmäßigem Gebaren von Herrn Lenz. Früher sagten wir affektiert zu sowas, nicht echt. (da sind ja die Krokodilstränen in der Tagesschau besser gefakt) Unangenehm erscheinende Gesprächsatmoshäre. und dann diese sprachliche Hektik.

    Erscheint wieder wie der blanke Hohn auf den Titel, der was von Emphatie vermitteln soll.

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