M-PATHIE – Zu Gast heute: Hans-Christian Prestien „Kinder- und Grundrechte in Zeiten wie diesen”

Hans-Christian Prestien ist Richter a.D. und Gründer der ABC-Kindesvertretung. In den 1970er Jahren war er maßgeblich bei der Umstrukturierung des alten Scheidungsrechts beteiligt und hat federführend am neuen Sorgerecht mitgewirkt. Bis in die 1970er Jahre hinein galt das Schuldprinzip bei Scheidungen.

Prestien ging es dabei hauptsächlich darum, dass beiden Elternteilen, zusammen mit ihren Kindern, die Möglichkeit geebnet werden, uneingeschränkt auch nach der Scheidung am Erziehungsauftrag gemeinsam mitzuwirken.

Den heutigen Zustand des Scheidungsrecht bedauert er insofern, da oft getrennt entschieden wird, wer für das physische und wer für das psychische Wohl des Kindes zuständig wird. Hans-Christian Prestien hat sich damals ein Modell geschaffen, das ihn bis heute nicht mehr loslässt.

Er glaubt ganz fest daran, dass das Kindeswohl immer daran festzumachen ist, dass beide Elternteile der Umgang mit ihren gemeinsamen Kindern obliegt, sofern nicht schwerwiegende Gründe dagegensprechen.

Hans-Christian Prestien kennt sich auch mit den Rechten und Pflichten sehr gut aus, wenn es aktuell um die Corona-Politik und die Auswirkungen auf die Kinder geht. Ob Maske, Impfung, Abstände oder Quarantäne, wer haftet, wenn durch die Corona-Maßnahmen ein Kind geschädigt wird? Und das ist öfter der Fall, als es den meisten Menschen in diesem Land bewusst ist. Hans-Christian Prestien ist auch in den Corona-Ausschuss eingeladen worden und hat dort wichtige Erkenntnisse zum Kinderrecht vortragen können.

Hans-Christian Prestien ist ein Kämpfer im positiven Sinn für Kinderrechte und darin hat er sich eine Kompetenz angeeignet, die die verantwortlichen Politiker in diesem Land, schmerzlich vermissen lassen. Ihm zuzuhören ist, wie wenn man ein Gratis-Seminar in Sachen Kindschaftsrecht bekommt.

In diesem wichtigen Gespräch, dass das bisher längste bei M-Pathie geworden ist, geht es um einen verantwortungsvollen rechtlichen Umgang mit Kindern in der Corona-Krise. Ganz zu Anfang zeigt Hans-Christian Prestien seinen Weg auf, wie er überhaupt zu seinen Lösungen gekommen ist. Heute ist Hans-Christian Prestien vielleicht der stärkste Anwalt für unsere Kinder und wir brauchen ihn und sein Wissen mehr denn je!

Mehr über Hans-Christian Prestien hier: www.abc-kindesvertretung.de oder hier: www.youtube.com/watch?v=rpTRKBxrVD0

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28 Kommentare zu: “M-PATHIE – Zu Gast heute: Hans-Christian Prestien „Kinder- und Grundrechte in Zeiten wie diesen”

  1. Goldfinger sagt:

    Jegliche medizinisches Handel beruht auf Abwegen der Nutzen / Risiko Verhältniss.
    Wichtigster ethische Prinzip ist, dass man den Patienten nicht schadet.
    Das Impfen von Kindern ist so definitiv ein Kindesmissbrauch. Auch Ärzte die bereit sind Kinder zu impfen, können sich weder auf einer staatlich "freigabe" noch auf den Wunsch der Elter beziehen um sich der moralischer Verabwortung zu entziehen. Die handeln wissend zum Nachteil einen unmündigen Person. Kinder sind durch Corona nicht bedroht. Wenn ein minimale Gefährdung bestünde wäre auch ein Impfen nicht von Masssen gerechtfertigt. Die Zahlen was das konkrete Risiko für Erwachsene sein soll werden verschwiegen. Statt dessen Angstmacherei, verlogenes moralisieren, unwissenschaftliche Quellen etc. weden geklopft. Begründungen wie "es muss sein" reichen höhstens um debile zu überzeugen. Ich sage jetzt schon voraus, dass sobald die Schaden die durch veranwortungslose medizinisches Handeln und Politik verursacht worden sind offensichtlich nicht mehr zu leugnen werden, dann werden alle Beteligten auf den Anderen zeigen. Ärzte auf die Politik, Politik auf die Ärzte etc.. Das ganze wird bereits jetzt schon so aufgezogen, dass diese kleine Tür ja schön offen bleibt.

  2. Outlaw sagt:

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen : "Sie Weisheit Salomons ist auf der Strecke geblieben ".Die "Hirnrissigkeit ",wie von Jugendämtern und sogenanten Familienrichtern (,angeblich zum Kindesschutz) verfahren und gerichtet wird ist in Maßlosigkeit nicht mehr zu rechtfertigen .In erster Linie ging es nur ums Geld für Richter und Staat ,nach dem Motto.Wenn 2 sich streiten ,raubt es der sich per "Ungesetz" ermächtigende Dritte .Anwälte ,welche sich absprechen handeln nach zeitsparendem Mammon mit unaussprechender Geldgier. Ergebnis: Zerstörung der kleinsten Zelle im Staat,und man kann vermuten ,eine politische Absicht und grün/roter zerstörerischer Transgenderabsicht.
    Weiter im Politchaos,ihr schafft das schon und sägt eure Äste nach und nach selber ab ! Dummheit kennt keine Staats-Grenzen .

  3. ehrental sagt:

    Wenn dieses Interview eines gezeigt hat dann dies – Deutschland ersäuft in einem Bürokratiemonster ohne Sinn und Verstand. Regeln die niemand mehr nachvollziehen kann. Scheinbar muß man schon abgeschert im Pensionsstatus sein um dies zu äußern. Deutschland und deine abgesicherten, wohlversorgten Diener und Verordnungserfinder sind der Untergang.

    • Um Demokratie zu gewährleisten braucht es eine exakte Gewaltenteilung aller diese Gesellschaft ausmachenden Gewalten. Das ist das Problem, politisch betrachtet.

    • Name Erforderlich sagt:

      Um Demokratie zu gewährleisten braucht es zunächst einmal Leute die fähig sind das Wort Demokratie zu verstehen /und/ eine absolute Mehrheit bilden. Ansonsten gibt es nur eine ausmachende Gewalt: die Dummheit. Das ist das Problem, objektiv betrachtet.

      (es grüsst Ayn Rand aus dem Grab – ein noch gründlicher zerrissenes Buch hat seit 1957 kein Autor geschrieben bekommen. Wir schreiten nun ihrer Prognose entgegen – aber global! Es verbleibt kein Rückzugsort an dem John Galt & Co. die Allesvernichtung der Schwachsinnigen aussitzen können.)

    • Name Erforderlich sagt:

      Niemand wird den Motor anhalten.

  4. info@vernissage-laboratorium.de sagt:

    Herr Prestien, alles nett was in den bedrucken Papierfetzen steht, nur hat der das Recht, der den mit dem Gewehr, mit dem Panzer BEZAHLT. Und wir können froh sein, das die Reprässionskräfte, von ihren Dienstherren, noch nicht anwiesen wurden, bei den Demos, mit Maschinengewehren reinzuschießen. Machen die nicht! Für Geld machen die alles, KZ betreiben und Öfen heizen.

    • @info@vernissage-laboratorium.de,
      alles richtig, doch was hat das mit dem Interview zu tun?
      Nicht jeder Richter hat die Aufgabe, die Welt vom Übel der Menschheit zu retten, seine gesamte Destruktivitätskräfte zu verstehen und diese dann abzubauen. Was eine Menschheitsaufgabe seit mindestens 10.000 Jahren ist.

      Wenn Sie Prestiens Analyse wirklich verstanden haben, dann könnten Sie verstehen, dass er einen Ansatz zum sozialen Frieden erkannt hat und als Richter nach ihm auch mit Erfolg vorgegangen ist.

      Für mich hat Hans-Christian Prestien auf seine Weise den Nichtkampf entwickelt, was eine Friedenstheorie in der Praxis bedeutet. Ich finde das enorm und ich habe großen Respekt vor Menschen, denen das gelingt.

      Ich finde es immer wieder bedauerlich, dass viele in der Bewegung nur das Große Spiel und daher die große Lösung sehen und sich einzig ihr zuwenden. So aber wird das nie was.

      Auch ich habe in der psychopädagogischen Justiz gearbeitet und dort erfahren können, das uns nichts weiter bringt, ausser die Arbeit am Menschen. Große Theorien, wie alles Übel ist und was man tun sollte, sind zwar gut und haben auch ihre Berechtigung. ABER, sobald sie allein im Geiste herumbalanciert werden, taugen sie nicht viel. Das gilt im Besonderen für die politischen Theorien.

    • MendelssohnMoses sagt:

      Where we now discover from an official source (Santé Publique France) that over five thousand, I repeat 5,000 children UNDER the age of 12 have been vaccinated.

      Allow me to stress that these "vaccines" have never been authorised, anywhere in the world, for such purposes.

      Accordingly, I put forward the hypothesis that medical experiments are deliberately being conducted on tiny children in psychiatric hospitals, clinics for the severely handicapped, foster homes for beaten or abandoned children or perhaps on tiny children borne by recent refugees from Africa (in the latter case, in exchange for a handful of cash perhaps, or a council flat?)

      The mere fact that the majority of the children "vaccinated" are UNDER FOUR, speaks volumes.

      https://www.leparisien.fr/societe/sante/covid-19-pourquoi-plus-de-5-000-enfants-de-moins-de-12-ans-ont-ils-ete-vaccines-en-france-02-07-2021-COIROFQAGZA6PFKWZ3IBMKKQQA.php

      TRANSLATION OF PART OF THE PARISIEN ARTICLE published 2nd July 2021

      "to be specific, 2,264 children between the age of 0 to four years of age, 1,086 children aged five to nine, and 1,922 children aged ten or eleven. Of which 972 are by now fully vaccinated.

      "However, none of the vaccines are authorised (AMM) for children under 12.

      "At a press briefing this morning, Santé publique France has confirmed the above figures which 'reflect reality rather than being a recording error' … (according to the spokesman) "One can perfectly well vaccinate (he said), including with no authorisation (no AMM) young children with serious risk factors … we have no information at all on each specific child, but very likely, the majority will correspond to this type of individual decision, said Daniel Lévy-Bruhl, a Santé Publique France epidemiologist." (this quote ends here)

      Now curiously, on 24th March 2021, the French Pediatric Society (Société française de pédiatrie) published on their Website that a "very small number of children at high risk of contracting grave Covid-19 might be vaccinated as per the same protocol as adults, and as soon as possible, despite the lack of any authorisation (AMM). This would notably include those suffering from auto-immune poly-endocrinopathy or those with a genetic predisposition to viral encephalopathy." (end of French Ped. Soc. quote).

      How fascinating. As though on 24th March 2021, one could predict the risk of such children contracting "severe" Covid-19 … and as though one did not already suspect that the "vaccines" increase the risk of auto-immune disease.

    • Nevyn sagt:

      "Um genau zu sein: 2.264 Kinder im Alter von 0 bis vier Jahren, 1.086 Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren und 1.922 Kinder im Alter von zehn oder elf Jahren. Davon sind mittlerweile 972 vollständig geimpft.

      "Allerdings ist keiner der Impfstoffe für Kinder unter 12 Jahren zugelassen (AMM).

      "Bei einem Pressegespräch heute Morgen hat Santé publique France die oben genannten Zahlen bestätigt, die 'eher die Realität widerspiegeln als dass es sich um einen Erfassungsfehler handelt' … (so der Sprecher) "Man kann sehr wohl impfen (sagte er), auch ohne Zulassung (keine AMM) junge Kinder mit schwerwiegenden Risikofaktoren … wir haben keinerlei Informationen über jedes einzelne Kind, aber sehr wahrscheinlich wird die Mehrheit dieser Art von individueller Entscheidung entsprechen, sagte Daniel Lévy-Bruhl, ein Epidemiologe von Santé Publique France." (dieses Zitat endet hier)

      Nun hat kurioserweise die Französische Gesellschaft für Pädiatrie (Société française de pédiatrie) am 24. März 2021 auf ihrer Website veröffentlicht, dass eine "sehr kleine Anzahl von Kindern mit einem hohen Risiko, an einer schweren Covid-19 zu erkranken, nach dem gleichen Protokoll wie Erwachsene und so schnell wie möglich geimpft werden könnte, obwohl es keine Genehmigung (AMM) gibt. Dazu würden insbesondere diejenigen gehören, die an einer Autoimmunpolyendokrinopathie leiden oder die eine genetische Prädisposition für eine virale Enzephalopathie haben." (Ende des Zitats von French Ped. Soc.).

      Wie faszinierend. Als ob man am 24. März 2021 vorhersagen könnte, wie hoch das Risiko solcher Kinder ist, an "schweren" Covid-19 zu erkranken … und als ob man nicht schon ahnen würde, dass die "Impfstoffe" das Risiko von Autoimmunerkrankungen erhöhen.

      Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

    • info@vernissage-laboratorium.de sagt:

      Sehr geehrter Herr Lenz
      *** was hat das mit dem Interview zu tun? ***
      Die immer hoch subventionierten , wie zum Beispiel, Rechtsverdreher, sind auch die Papier-gläubigen, deren Idee vom Leben beruht auf Papier. Solange die Herrscher Dynastien, diese Papiere, die SIE uns gegeben haben, als Ordnungsstruktur benutzten und man sich innerhalb dieser Elektrozäunen bewegt hat, Geistig und Tatsächlich, kam man super durchs Leben. Nur als SIE dann, mit der Auflösung, der Alternative, ihre hehren Rechtsgrundsätze abgeschafft haben, waren die Papier-gläubigen Verwirrt und enttäuscht, verstanden die Welt nicht mehr. Wir die wir uns, von diesen Privilegien ferngehalten hatten ( weil wir den Preis für die Privilegien, nicht bezahlen wollten ) und von unserer Realität wussten :
      "Wer die Musik bezahlt, der bestimmt was gespielt wird."
      Die Erfahren haben, das man bei der Klassenjustiz, ein Urteil bekommt, aber kein Recht, wenn der gegenüber, über Macht / Geld / Besitz verfügt, konnte das NIE schocken. Tragisch ist nur, das die Papier-gläubigen, weiter in ihrem Narrativ festkleben ( "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind​" Albert Einstein ) .und so nicht in der Lage sind , zu sehen, das ihre heile Papierwelt nicht mehr da ist, das blanker Faschismus, das die Barbarei herrschen und die nicht mit Buchstaben auf Papier aufzuhalten ist.
      Wie schockiert waren die Rechtsverdreher, bei den Demos, als sie das Papier hoch-hielten und dafür den Schlagstock übern Schädel bekamen, die haben das bis heute noch nicht begriffen und können es, als die Privilegierten auch nicht begreifen.

    • Passingby sagt:

      https://www.youtube.com/watch?v=CGqnBoyQSKQ

  5. info@vernissage-laboratorium.de sagt:

    Herr Prestien, seit dem Nürnberger Tribunal, kann sich kein Verbrecher, mehr auf den Befehlsnotstand zurück ziehen. Jeder muss selber einschätzen, gegen welche Gesetze er damit verstößt. Unwissenheit, schützt wie immer, nicht vor Strafe.
    Nur die Verbrecher die jetzt, diese monströsen Verbrechen begehen, werden wegen dem Gewaltmonopol, sie verfügen über die Waffengewalt und wer auf diese Verbrechen hinweist, der wird der Gewalt überzogen, weil die Macht, jedes Gesetz in die Tonne tritt. Wir leben in der Barbarei

    • Nevyn sagt:

      Sie haben ein Detail vergessen: Zur Verantwortung gezogen werden immer nur die Verlierer eines Krieges.

  6. Der Nachtwandler sagt:

    Nuremberg Trials 2.0 The Int. Criminal Court for Crimes Against Humanity, July 4th 2021

    https://www.thelibertybeacon.com/nuremberg-trials-2-0-the-int-criminal-court-for-crimes-against-humanity-july-4th-2021/

    Opening Statements by the Chief Justice begins at 5.00pm

    https://nurembergtrials.net/

    • Hartensteiner sagt:

      Na, das klingt ja schon mal richtig gut. Wäre zu schön, wenn endlich Ordnung in die Dinge käme!

    • Der Nachtwandler sagt:

      Leider sind die Initiatoren von openPetition bei der Nachricht zu einem Prozess "Nürnberg 2.0" einer Falschmeldung gefolgt. Siehe dazu auch Reiner Füllmich auf seinem telegramkanal.

  7. Maik Klär sagt:

    Da soll man normal bleiben. Haha, ich krieg euch alle. haha. Joke (oder doch nicht?) haha

    • Hartensteiner sagt:

      Bislang hat man ja immer nur uns alle gekriegt. Vielleicht dreht sich das ja mal um?

  8. Hartensteiner sagt:

    Dieses Gespräch ist die beste und klarste Information zu diesem Thema, die man finden kann.
    Man bleibt mit der Frage zurück: Was ist in diesem Lande eigentlich mit dem RECHT passiert? Wie kann es sein, dass RECHT einfach ignoriert und durch Willkür, durch ein "Vorgehen nach Gutsherrenart", abgelöst wurde und dieses dann hingenommen wird, als sei das irgendwie normal oder in Ordnung? Dass beinahe 83 Millionen Menschen ihre Entmündigung akzeptieren und sich bereitwillig in die Lage von kleinen Kindern drängen lassen. Ich gestehe, das übersteigt mein Fassungsvermögen von Anfang an.
    Nachtrag: Nun spricht aber Herr Prestien bei KenFM und damit wird alles, das er so hervorragend darstellt, in den neuen, nationalen Mülleimer getreten und die "Gutsherren" fahren in ihrem Tun ungestört fort. Spräche er in einem anderen Medium – und nur alternative Medien verschaffen ihm überhaupt Gehör – passierte das Gleiche. Das ist nun die Welt, in der wir leben. Wollen die Menschen das wirklich?

    • Hartensteiner sagt:

      Noch ein Nachtrag: Das Gespräch mit Herrn Prestien erinnert mich u.a. auch an Albrecht Müller von den Nachdenkseiten und (z.Teil) an Rubikon und andere alternative Medien. Da ist immer die Rede vom "demokratischen Rechtsstaat", den wir wohl irgendwann einmal mehr oder weniger hatten. Unterdessen wird aber sichtbar, dass etwa das Parlament, wie auch die Regierung – und die Medien und das Recht – längst in den Kanon der entmündigten Kinder eingegangen sind und beinahe alles, das diese Tun, versucht man es zu den Wurzeln zu verfolgen – zu etwas führt, das ich vorsichtig einen "globalen Dirigismus" nennen möchte, dessen Struktur dermaßen komplex und verworren ist, dass man in der Regel gar nicht mehr bis zu den eigentlichen Wurzeln vorstoßen kann. Vielleicht erklärt sich auch daraus, dass die Regierung diesen Vorgaben mit aller Kraft folgt, denn dann sieht sie ja so aus, als verfügte sie noch über Macht und täte, was sie tut, aus eigener Machtvollkommenheit heraus, die sie aber lange schon hat hinter sich lassen müssen.
      Diese Entwicklung ist über viele Jahre (30?) beinahe unauffällig vor sich gegangen, so dass es kein Wunder ist, wenn viele nachdenkliche Menschen nun fassungslos vor einer Situation stehen, die unerklärlich ist und mit der umzugehen niemand je gelernt hat. Man kann sich fragen, ob das nicht eine "Notlage von nationaler Tragweite" (mehr noch: global!) ist, der nur noch unter dem Gesichtspunkt der Notwehr zu begegnen ist, die das ganze, unüberschaubare "Spinnennetz" in dem wir gefangen sind erst einmal zerreißt, um dann wieder eine brauchbare Ordnung – z.B. einen demokratischen Rechtsstaat" – wieder herzustellen.

    • How-Lennon sagt:

      "Man bleibt mit der Frage zurück: Was ist in diesem Lande eigentlich mit dem RECHT passiert? Wie kann es sein, dass RECHT einfach ignoriert und durch Willkür, durch ein "Vorgehen nach Gutsherrenart", abgelöst wurde und dieses dann hingenommen wird, als sei das irgendwie normal oder in Ordnung?"

      Die Verstümmelung des Rechts fing so richtig sicht- und spürbar – vor allem für die "Unterschicht" – 2005 mit den "Hartz4-Gesetzen" an. Insbesondere mit dem "Ermessensspielraum" der oft völlig lebensunerfahrenen, blutjungen "Fallmanagern", die einem 50 Jahre alten Akademiker etwas von Bewerbungen erklären wollen und "Sanktionen" theoretisch bis in den Tod verhängen dürfen.
      Nachdem diese "Reformen", außer der scheinbaren Senkung der Arbeitslosenzahl, nichts positives bewirkten, geht es jetzt der "Mittelschicht" an den Kragen.
      Da die meisten dieser Schicht noch daran glauben, dass nach der "Pandemie" schon wieder alles gut und besser wird, hält sich das Geschrei noch in Grenzen. Die zerstörerischen Auswirkungen des Zombie-Kapitalismus fressen sich aber weiter und beschleunigt nach oben, wo die Luft immer dünner und die Angst immer größer wird. Und insofern die "Maßnahmen" immer irrer und aggressiver.

    • Name Erforderlich sagt:

      > Man bleibt mit der Frage zurück: Was ist in diesem Lande eigentlich mit dem RECHT passiert?

      dazu hab ich ne These:

      Die Griechen hatten ihre Gesetze bewusst diffus formuliert und auch bewusst Widersprüche zwischen den Ebenen der Gesetze akzeptiert. Nicht alle, aber manche.

      Danach – mit der Besatzung durch Römer – zog mehr Bürokratie ein und alle Gesetze und Verordnungen wurden spezifisch. Die originale Idee warum es bewusst diffus war kam unter die Räder – wurde wohl mit "veraltet" abgestempelt – und Bürokraten denken ja niemals weiter als welchen Regel im gegebenen Moment anzuwenden sei. So stehen wir heute in 2021 unter gleich mehreren Bürokratie-Monstern vom Aussmass der EU in Brüssel.

      Aber zu den Griechen: warum formulierten die diffus?

      Weil es Diskurs erzwingt um zu einer Entscheidung zu gelangen.

      Weder Richter noch Anwalt noch Politiker kann einen Fall nach Aktenlage abhandeln. Es muss darüber geredet werden, es müssen Zeugen gehört werden, Beweise besprochen und ggf. per Juroren die Entscheidung abgestimmt werden.

      Die Griechen brauchten wesentlich mehr Richter. So hatte allerdings der Richter auch Zeit sich tatsächlich mit dem Fall zu befassen … und die Qualität der Urteile wurde hoch.

      Ausserdem gab es keinen Zang, dass Fall A genauso wie Fall B geurteilt werden muss, etwa "im Sinne der Gleichbehandlung". Sowas ist kompletter Quatsch. Fall A ist nie identisch zu Fall B, schon allein wenn andere Menschen, an anderem Ort zu anderer Zeit beteiligt waren.

      Weil der Richter mehr Zeit hatte und je Fall auch nicht der einzige wahr, konnte er ebenfalls die Sache so gesamtheitlich ansehen wie er es für nötig erachtete. Mit der Konsequenz: wenn jemand strukturell in die Pfanne gehauen werden sollte (durch Denunzieren via vieler Mittelsleute etwa), hatten die Drahtzieher ein erhebliches Risiko, dass dem Richter das auffällt und sie selbst direkt zum Teil des Urteils werden. Richter waren nicht so eng auf ein Fachgebiet degradiert wie heute, auch das absichtlich.

      … so in etwa jedenfalls hatten sich ein paar Denker das Rechtssystem ausgedacht … aber die Mehrheit der Griechen war zu blöd und ertränkte alles in Tratsch. … dann wurden alle von den Römern besetzt.

      … und wir heute denken spezifische Gesetze seien smart.

    • Name Erforderlich sagt:

      > … und wir heute denken spezifische Gesetze seien smart.

      dazu muss ich nachtragen:

      Es ist ja wunderbar beobachtbar wie mittlerweile alle Kriminalität über das Mittel der spezifischen Gesetze umgesetzt wird.

      Die Kriminellen haben gelernt, die Guten wurden ignoriert, die Menschheit insgesamt hat in 2500 Jahren nicht einen Schritt über das Denken der paar Griechen hinaus geschafft. Das ist doch mal Zeitverschwendung.

      … und während ich das tippe jault schon wieder der Chrisliche Kirchenchor nebenan die Propagandatexte von Vespasians Hofschreiber durch die Gegend … endlich wieder Proben nach der Pandemie … 2021.

  9. Name Erforderlich sagt:

    Herr Prestien verdient den Titel Richter.

    … weil er die dazu nötige Fähigkeit sich selbst abgerungen hat, dh. das anfängliche Chaos im Kopf unter die absolute Kontrolle seines Verstandes gezwungen hat.

    Das ist Aufklärung. Sie beginnt mit purer geistiger Gewalt gegen sich selbst. Am Ende steht Kontrolle.

    … deshalb akzeptieren so viele eine Staat, der alles für sie regelt: sie müssen sich selbst nichts abverlangen.

    … deshalb will jede Regierung verhindern, dass Bürger den Aufklärungsprozess durchschreiten. Insbesondere die Kinder sollen indirekt auffassen das nicht leisten zu können. Nur solche sind regierbar.

    Ich muss sagen an der Stelle beisst sich Demokratie mit sich selbst:

    Genausowenig wie ein Mensch in der Lage ist über sich zu entscheiden ohne zuvor das Chaos in seinem Kopf unter Kontrolle gebracht zu haben, kann eine Gruppe – eine Gesellschaft – in der Lage sein Entscheidungen für Alle zu treffen, wenn sie aus Individuen besteht, die nichtmal für sich selbst welche treffen können.

    Aufklärung ist Vorbedingung das Demokratie umsetzbar wird.

    (vermute deshalb sind die Griechen gescheitert … )

    Aufklärung hat nicht stattgefunden, nur weil Schriftsteller einen Zeitabschnitt so bezeichnet haben.

    Viele nehmen an die Menschheit seit durch diese Zeit durch und habe gelernt.

    In der Realität ist Aufklärung ein künstlich erzeugter Zustand, herbeigeführt durch Gewalt, die jeder aufwachsende Mensch aufs neue durchführen muss … ansonsten wird er nicht erreicht.

    Demokratie ist damit die Forderung an alle geistige Gewalt gegen sich selbst zu tätigen.

    Ansonsten machts der Staat.

    (beobachte nur sehr wenige, die so weit denken … vor jahrtausenden schon)

    • Nevyn sagt:

      Was ist Aufklärung anderes als der Wille, die Realitäten zu erkennen und ihnen gemäß zu handeln?
      Genau das hat Herr Prestien getan.
      Er hat sich von seinen erworbenen Vorurteilen losgesagt, wie die Dinge zu sein hätten und hingesehen, wie sie wirklich sind.
      Daraus hat er neue Denk- und Verhaltensmuster entwickelt, die sich als Segen erwiesen, denn das Handeln gemäß der Realitäten schafft einzig Lösungen.
      Dafür braucht es immer Mut, denn man löst sich unweigerlich vom Mainstream, von der kollektiven Verhaftetheit in illusionären Zuständen, seien sie nun gewachsen oder bewusst herbei geführt. Und es beginnt immer bei einem selbst.
      Einen anderen Weg in die Freiheit gibt es nicht.

    • Box sagt:

      Menschen werden nicht als Idioten geboren, sie werden durch quasi-inzestuöse Reproduktion innerhalb der entsprechenden Hierarchien und zugehörigen Einrichtungen dazu gemacht. Die Gewalt wird einem unbewußt, aber auch sehr bewußt, von Anbeginn angetan, um in ein bestimmtes Format gepresst zu werden.

      Aufklärung ist ein kontinuierlicher Prozeß und Demokratie ist ein kontinuierlicher Prozeß, d.h. Sie sind niemals abgeschlossen. Beides gehört fortwährend zusammen. Praktiziert und nicht nacheinander absolviert.

    • Name Erforderlich sagt:

      > Was ist Aufklärung anderes als der Wille, die Realitäten zu erkennen und ihnen gemäß zu handeln?

      So isses.

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