M-PATHIE – Zu Gast heute: Markus Haintz und Friederike Pfeiffer-de Bruin – „Mehr Demokratie und Menschlichkeit wagen!“

Markus Haintz ist Rechtsanwalt und mittlerweile, niemand wird das bestreiten, auch Bürgerrechtler. Er tritt ganz besonders für die Querdenken-Bewegung in ganz Deutschland als Redner auf. Dort kümmert er sich hauptsächlich um die verfassungsrechtlichen Fragen im Sinne der Versammlungs- und Menschenrechte und schreitet ein, wenn unrechtmäßige oder spitzfindige, oft für den normalen Bürger nicht durchschaubare Rechtsverhältnisse bestehen.

Haintz klärt in Sachen Recht auf, aber das tut er nicht alleine. Ein ganzes Team von Anwälten hat die Querdenken-Organisation um sich versammeln können, was, in Sachen Demonstrationen, ein enormer Vorteil für die oft von Politikern oder höheren Beamten eingeworfenen Balken und Stöcker sind, die man Menschen, die ihr Demonstrationsrecht in Anspruch nehmen wollen, gerne zwischen ihr Beine wirft.

So auch die völlig überzogene Reaktion des Berliner Innensenators, der persönliche Befindlichkeiten zu einem Verbot der Demonstration in Berlin vom 29. August 2020 aussprach, der allerdings jeglicher Rechtssprechung zu wider ist. Wieder ein Fall für Markus Haintz und die Rechtsabteilung der Querdenken-Demo. Ob Markus Haintz jetzt schon bewusst ist, dass er Geschichte schreibt, bleibt in den derzeitigen Wirren, die die Regierung um das Corona-Thema tagtäglich verzapft, nicht von Bedeutung. Als wir uns nach dem Interview zum Essen verabredeten, rief er mich an, da er schnell noch einen Fall in Berlin wahrnehmen muss, man woll eine Demo unterbinden, das geht nicht! Ein Mensch im Auftrag der Menschen unterwegs, das ist Markus Haintz.

Friederike Pfeiffer-de Bruin ist Geburtshelferin und Sterbebegleiterin, allein das ist schon spannend genug. Sie ist Mitgründerin der Querdenken-Bewegung in Oldenburg und weiß, dass vornehmlich Frauen die Querdenken-Bewegung ins Leben gerufen haben. Was den Moderator Rüdiger Lenz spontan dazu veranlasste, die heutige Sendung M-Pathie mit zwei Gästen abzuhalten.

Pfeiffer-de Bruin’s Anliegen, die Bewegung gegründet zu haben, ist der fehlenden Menschlichkeit in unserer Gesellschaft, aber vor allem in Politik und Wirtschaft geschuldet. Sie favorisiert, den Menschen endlich in den Mittelpunkt des Interesses von Politik und Wirtschaft zu stellen und nicht eine Kriegswirtschaft und damit verbunden, eine an den menschlichen Werten herabwürdigende Politik und Finanzwirtschaft, die uns alle zu Objekten derer Interessen in Unwürde und Zwang halten.

Die Menschen in dieser Gesellschaft sind klüger als die Politiker und deren tagtägliche Entscheidungen. Kooperation, Familie und ein liebenswerter Umgang der Menschen miteinander sollten heute Ziel von Gesellschaft ganz allgemein sein, denn die ganzen Wissenschaften um das Thema zeigen eindeutig, dass die Menschen dazu bereit sind, ihr Glück und ihre Zufriedenheit besser untereinander zu finden und zu gestalten, als es die Politiker je könnten. Friederike Pfeiffer-de Bruin ist im Auftrag der Menschenwürde unterwegs. Gibt es Wichtigeres in der heutigen Zeit? Wir denken, nein.

Mehr zu Markus Haintz hier: https://www.afa.zone/ und hier: https://www.anwalt.de/markus-haintz

Mehr zu Friederike Pfeiffer-de Bruin hier: https://www.doula-oldenburg.de und hier: https://www.menschenwuerde-demo.de

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26 Kommentare zu: “M-PATHIE – Zu Gast heute: Markus Haintz und Friederike Pfeiffer-de Bruin – „Mehr Demokratie und Menschlichkeit wagen!“

  1. Sehr starker junger Mann der Herr Haintz. Respekt vor seinen Mut.
    Helden tauchen einfach so aus dem Nichts auf. Mehr davon zu haben, ist sehr wichtig. Und da steckt ja ein ganzes Riesenteam dahinter! Top! Da kommt dann keiner auf die Idee einer Hydra den Kopf abzuschlagen.
    Auch Ihr zweiter Gast ist bemerkenswert. Mir ist selten so eine wundervolle Frau "über den Weg" gelaufen.
    Ich danke für ihre mutigen und aufrichtigen Aussagen.
    Das war Ihr schönstes M-Pathie-Interview Herr Lenz.

    Ich hoffe, dass wir nicht irgendwann aufwachen und uns in einem Alptraum wiederfinden.
    Ich kann jedem Bürger nur wärmstens ans Herz legen, sich unbedingt mit den Ergebnissen des sogenannten Milgram-Experimentes zu beschäftigen. Das ist im Internet schnell gefunden unter Stanley Milgram bzw. Milgram-Experiment.
    Die "Befehlskettengewalt" funktioniert auch heute noch immer.

    Normale Menschen werden zu Gewalttätern, wenn bestimmte Parameter erfüllt sind.
    Es bedarf zur Gehorsamkeitsbereitschaft:
    1. einer Autoritäts- und Befehlskettenstruktur
    2. einer Anweisung durch eine Institution (Schein der Legitimität)
    3. ein Versprechen oder einen Eid
    4. einen Umstand , dem die bisher nicht Gewaltbereiten eine "transzendente Macht" beimessen, die sich dem menschlichem Einfluss entzieht

    Wenn unter diesen Voraussetzungen gesellschaftliches Unrecht oder eigentlich Straftaten begangen werden und immer "nach oben" verwiesen wird, dann muss das Strafrecht auch solche "massengefährliche" Strukturen erkennen, erfassen und Diejenigen, die so etwas ermöglichen und den oder die obersten "Entscheider" bzw. "Möglichmacher" unter Strafe stellen.

    Erkannt haben Walter Kargl und Philip Zimbardo, dass das Strafrecht überarbeitet werden müsse. Und zwar dahingehend, dass aufgrund der hohen Gehorsamkeitsbereitschaft zur Kenntnis genommen werden muss, dass das Strafrecht, welches primär Verhaltenseffekte erzielen will, eine Gewaltanwendung bei einer so großen Zahl von Menschen
    nicht verhindern kann bzw. konnte. Deshalb sollten verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse (z.B. aus dem Milgram Experiment) in das Strafrecht einbezogen werden!
    Das Strafrecht muss so gestaltet werden, dass es das Modell der medizinischen Wissenschaft und Praxis übernimmt und aktuelle Forschungsergebnisse über die Funktionsweisen von Körper und Geist berücksichtigt.
    Mal sehen was unter solchen Voraussetzungen passieren würde, wenn die Mitarbeiter von Gesundheitsämtern, Testern, Infektionskettenverfolger und Polizisten dann machen, wenn sie ihre Aktionen möglicherweise bald auf "Befehl" durchführen.

    Etliche Psychologen und Sozialpsychologen fordern längst eine Anpassung des Strafrechts.
    Zu ausgiebig und umfassend wurde bereits analysiert, wie es dazu kommen konnte, dass Milionen Menschen zu gewaltbereiten Antisemiten wurden.
    Dazu darf es nie wieder kommen Liebe Mitbürger.

  2. Mir missfällt der einseitige Begriff „Gesundheit“. Ich finde, es sollte um das Wohlbefinden
    gehen, denn wir alle sind immer mehr oder weniger krank wie gesund. Habe ich ein Grippe, ist es für mein und dein und euer Wohlbefinden angemessen, mich zurückzuziehen und zu ruhen. Amders gesagt, ich bin mehr krank unf geschwächt denn gesund und tatkräftig.

    Mit dem Begriff „Freiheit“ habe ich auch so meine Bedenken. Der Doila statt würde ich sagen, es geht um den Respekt und AkzepTanz von mir, dir und Euch, denn es heißt doch: „(Nur) die Gedanken sind frei“. Seht auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Gedanken_sind_frei

    Interessant finde ich den Begriff „Em-PATH-ie“ in Bezug auf den Rechtsanwalt und den Rechtssprechungsprozess. Ein guter Rechtsanwalt sollte meines Erachtens empathisch zu seinem Klienten, den er vertritt sein, um die Beweggründe gut zu verstehen. Die Rechtssprechung selbst erfolgt jedoch, sollte(?) antipathisch erfolgen, da es hier um Paragraphen und Gesetze geht. Ich hörte von einem Richter, der einen jungen Menschen wegen einer geringfügigen Straftat zu einer Geldstrafe verurteilte. Nach dem verkündeten Urteil zog er seine Brieftasche heraus und bezahlte die Strafe für den Verurteilten mit den Worten: „Ich bin für diese Straftat mitverantwortlich…..“

    Mir ist eine Wortgleichung dazu eingefallen:

    Anti-PATH-ie + Em-PATH-ie = Sym-PATH-ie

    inspiriert durch folgende Gleichung:

    in-tern + ex-tern = El-tern

  3. Wunderbares Interview-vielen Dank ! Schade, dass In der öffentlichen Darstellung und Wahrnehmung die Selbstdarsteller und Agitatoren innerhalb der Querdenker überwiegen. Wären Frauen wie Friederike präsenter in der Öffentlichkeit, ich glaube es gäbe kein Zweifel an der grundsätzlich wunderbaren Ausrichtung dieser Bewegung, die hoffentlich der Anfang eines grundlegenden Wandels in der Gesellschaft sein wird.

  4. Bin Österreicher und habe meine wunderschöne Heimat verlassen, weil ich die Verwaltung und Politik, die von Juristen geschrieben und ermöglicht wird nicht mehr aushalte. Von den jährlich dutzenden Gesetzen, die geschrieben werden, um Korruption und Schweinereien zu decken. Wenn man mich nach einer Definition fragte, was ein Jurist ist, zitierte ich aus dem Film True lies: Auf die Frage des Gefolterten an seinen Folterer – was sind sie, der Teufel? antwortet dieser: Nein, schlimmer ich bin Jurist.
    Seit ich Ihr Engagement und Ihr Verständnis von Recht sehe, verwende ich diese Definition nicht mehr.

  5. Bravo, Herr Kollege Haintz!
    Ich habe soeben Ihre Rede in Berlin gehört: "In einem Unrechtsstaat will ich kein Anwalt mehr sein."
    Mit so viel Risikobereitschaft für seine gute Sache einzutreten, verdient einfach nur höchsten Respekt.
    Weiterhin eine glückliche Hand bei Ihrem klugen, überlegten Demo-Management!

  6. Aus den Gespraechsverlaeufen entnehme ich, juristischer Vollaie, gefuehlt, den Ausfuhrungen Lenzens, dass bei diesem der Wutpegel gegen selbstherrliche Dummheit von Obertanen zuzunehmen scheint. Und beim Juristen Haintz eine gewisse Ratlosigkeit vorhanden ist, wenn er bei anderen Menschen oder Berufskollegen zu deren Handeln sich keinen Reim machen kann oder will.
    Nun ja, aus solchen vermeintlichen individuellen Unterschiedlichkeiten in Hirnen aller ergibt sich halt in summa das "Schwarmverhalten" eines Speziesschwarmes einer Art, die in Schwaermen wie nun mal der Mensch lebt.
    Als Nichtbiologe und Nichtgeschichtler apelliere ich deshalb dringend dazu, dass wir die praktischen Ueberlegungen eines Kant ("Ewiger Frieden" oder Rudolf Diesels "Loesung der sozialen Frage". bzw. der digitalen App "Democracy" schnellstens endlich mal zusammenfuehren.
    Um daraus aus guten Ingredentien ein biologisches Schwarmverhalten namens "Demokratie fuer bis ab 8 Milliarden und aufwaerts" zu ermoeglichen.
    Tun wirs nicht, bleibt "alternativlos" wohl nur das vielzitierte Armageddon, sprich abruptes Ende des Anthropozaens.
    Jetzt.
    Binnen Monaten (im Atomfalle) oder binnen 50 Jahren (im O2-Nachschub- oder Mitwelt- Zusammenbruch).
    Also noch zu Lebzeiten einer Mehrheit der Leser hier. Also sind Lenz, Haintz, Ballweg und viele andere Teilintelligenzien eines sich modern bildenden Schwarms hochwillkommen und artexistenzsichernd.
    Der rotte Gates oder die rotte Merkel samt Entouragen sinds nicht mehr, sondern nur noch die Gefahren.

  7. Lieber Rüdiger :)….ein Geheimnis u.a.wird wohl sein ,warum immer noch viele aus der Gesellschaft sich in Zwanghaft nehmen lassen , ist ihre Ahnung ,daß ggf. dieses ihrige Weltordnungsgefüge komplett zerbröseln könnte – und sie dadurch in ein psychisches Chaos gestürzt werden.

    Das funktionieren f ü r die Gesellschaft und in all seinen zum Angebot stehenden Identifikationsschachteln eingepfercht zu sein – anstatt einfach nur zu "funktionieren" als kosmische Wesenheit,als essentieller Ausdruck der Schöpfung,als Menschwesen – ist von vielen so verinnerlicht worden(wie auch die Verirrung Intelligenz nur im Kopf wahrzunehmen und den restlichen Organismus weitgehenst zu ignorieren – um einem laut dröhnendem Intellekt zu huldigen).

    Und wenn dieses Konstrukt zerbricht – was wird das mit vielen Menschen machen?

    Wenn ich schief oder aggressiv angeguckt werde,weil ich keinen Lappen umgeschnallt habe, kommt mir dort eine tiefgehende Verunsicherung entgegen.Und selbst wenn ich belappt wäre,könnte das diese Verunsicherung,diese seelische Schieflage nicht lindern . Frau/Mann kann jenen letztendlich nur das Beste wünschen . Und das ganz authentisch.

    • Jeyo, ich glaube, Sie sprechen hier etwas sehr interessantes und sehr wesentliches an, was überhaupt der Schlüssel sein könnte zu dem, was wir jetzt erleben: Schwarmverhalten.

      Aus der Tierwelt kennt man das Phänomen, dass Fische oder Vögel Schwärme bilden und andere Tiere große Herden, um sich zu schützen. Schützen insofern, als ein Feind es dann wesentlich schwerer hat, sich auf ein einzelnes Tier zu konzentrieren und dieses als Beute zu reißen.

      Vermutlich handeln die Menschen, die jetzt willig die Corona-Maßnahmen mitmachen und denen offenbar die unerträgliche Beschneidung ihrer Freiheit und gar die Veränderung ihrer Persönlichkeit (Stichworte Denunziant und Blockwart) trotzdem als das kleinere Übel erscheinen, vielleicht handeln diese Menschen genau aus diesem Instinkt: Sie wollen nicht abseits der Gruppe stehen, um nicht als einzelnes Individuum vermeintlich (oder tatsächlich) schwach den Gefahren der Wildnis ausgeliefert zu sein.

      Ich glaube, hier wird man ansetzen müssen, um den Menschen diese existenzielle Angst zu nehmen. Diese Angst kann man ihnen gewiss nur nehmen, wenn man ihnen aufzeigt, welche viel größere Angst vor den Folgen sie haben müssen, wenn sie mitmachen. Ihnen muss auf geeignete Weise klargemacht werden, dass der Schutz, den sie sich von der Geborgenheit in der gleichgerichteten Gruppe erhoffen, eine höchst kurzsichtige Illusion ist.

      Diese große ängstliche Mehrheit kann wohl nicht über den Verstand erreicht werden mit klugen Argumenten. Vielmehr muss man bei ihrem Gefühl und bei ihrem Unterbewusstsein ansetzen, um ihnen diese Angst zu nehmen. Wahrscheinlich funktioniert das nach genau denselben Mechanismen, wie umgekehrt die Werbung und die Angstmacherei durch Propaganda funktioniert: appellieren an Gefühle und unbewusste Instinkte und ständige Wiederholung dieser Trigger.

      Leider bin ich kein Psychologe, um hier geeignete Lösungsansätze anbieten zu können. Umso mehr würde ich gerne einen Appell an diese Berufsgruppe richten, einmal in diese Richtung zu forschen bzw. bereits verfügbare einschlägige Forschungsergebnisse praktischer Nutzanwendung zuzuführen.

    • Sicher hilft es als wenigstens vorübergehende Lösung, daran zu arbeiten, damit den Menschen die Zugehörigkeit zur Gruppe der Alternativen und der gegen die Corona-Politik Demonstrierenden attraktiver erscheinen zu lassen als das Mitläufertum im Mainstream. Wenn schon nicht jeder Mensch, vor allem nicht gruppengewohnte Menschen, zum Individualisten umgebildet werden können, muss bei ihnen wenigstens ein Bewusstsein für die Zugehörigkeit zur richtigen Gruppe entwickelt werden.

      In diesem Sinne kann man den aktuellen Demonstrationen der Coronamaßnahmen-Kritiker in Berlin nur eine möglichst große Breitenwirkung wünschen, die möglichst viele zum Umdenken bewegt.

  8. Sehr geehrter Herr Kollege Haintz,

    lassen Sie mich Ihr Image weiter pflegen, zugleich aber auch die Kollegen (einschließlich mir) gegen Ihre harsche Kritik in Schutz nehmen.

    Zunächst meine Anerkennung für Ihr unbestreitbar auch unter Anwälten überdurchschnittliches rhetorisches Talent und Ihr öffentlichkeitswirksames Charisma, das uns in den inzwischen verfügbaren Videos eindrucksvoll präsentiert wird. Betrachten Sie es als eine Gabe, die nicht jedem geschenkt ist, und sehen Sie deshalb mit Fug und Recht einer erfolgreichen Zukunft als Anwalt entgegen.

    Und sehen Sie es Kollegen nach, wenn diese sich öffentlich mehr zurückhalten, eben weil sie nicht über dieses Talent verfügen, sich wirkungsvoll öffentlich in Szene zu setzen. Vertrauen Sie darauf, dass es auch unter diesen nicht wenige Kollegen gibt, die sich auf andere Weise ebenfalls engagiert einbringen, auch in Sachen Corona, wenn auch weniger nach außen sichtbar. Ich erinnere hier nur an unsere anwaltliche Schweigepflicht, die uns vielfach daran hindert, Details aus unserer Arbeit preiszugeben. Wie Sie wissen, machen wir uns strafbar, wenn wir dagegen verstoßen und Geheimnisse von Mandanten ohne deren Einverständnis preisgeben (§ 203 des Strafgesetzbuches).

    Aber vor allem: „Es kann schlicht nicht sein, dass Mandate abgelehnt werden (Minute 8:40)“?

    Doch! Es kann sehr wohl. Unter Umständen muss es sogar so sein.

    1.
    Beleuchten wir zunächst jene Kanzleien, die ihrer Mandantschaft verpflichtet sind, weil sie regierungsnahe Personen oder Unternehmen oder Behörden vertreten. Diese Kanzleien und ihre dort beschäftigten Rechtsanwälte DÜRFEN GAR NICHT gegen die Interessen ihrer Mandanten handeln, sondern sind aus berufsrechtlichen Gründen gesetzlich verpflichtet, ausschließlich die Interessen ihrer Mandanten wahrzunehmen, und zwar höchst parteiisch und einseitig. Tun sie das nämlich nicht, machen sie sich strafbar, und zwar wegen Parteiverrats, der mit Freiheitsstrafe von mindestens 3 Monaten bis zu 5 Jahren bestraft wird (§ 356 des Strafgesetzbuchs). Diese Straftat stuft unsere Rechtsordnung also als recht schwerwiegend ein. Denn sie sieht von vornherein nur Freiheitsstrafe vor und nicht auch die mildere Geldstrafe, wie das bei anderen Straftaten der Fall ist. Dies hat etwa mit „Schweinesystem“ rein gar nichts zu tun, sondern ist vielmehr ein wesentlicher und wichtiger Pfeiler unserer Rechtsordnung. Er garantiert nämlich jedem, dass er zu dem ihm zustehenden Recht gelangen kann, auch mithilfe eines Anwalts, der ihm genau zu diesem Recht verhelfen muss – zu DIESEM ihm zustehenden Recht, nicht mehr und nicht weniger.

    Wenn nun bei einem Parteiverrat die Schuld von einiger Schwere ist, z.B. wenn die Tat öffentliche Breitenwirkung hat (was bei einem politischen Thema wie Corona sehr schnell der Fall sein kann), hat der anwaltliche Täter durchaus mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und mehr zu rechnen. Wie Sie wissen, kostet ihn das seine Zulassung als Anwalt und somit normalerweise ihn und seine Familie die Existenzgrundlage. Inwieweit ein Anwalt diese Existenzgrundlage aufs Spiel setzt, überlassen Sie bitte seiner höchstpersönlichen individuellen Entscheidung. Dabei bleibt Ihnen die Meinung unbenommen, diesen Anwalt zu kritisieren und zu fragen, warum er überhaupt solche Leute vertritt. Wenn er sie aber vertritt, hat er sich an Recht und Gesetz zu halten, wie jeder andere Anwalt auch. Er hat dann eben einen Parteiverrat tunlichst zu unterlassen.

    2.
    „Es kann schlicht nicht sein, dass Mandate abgelehnt werden (Minute 8:40)“: Sehr geehrter Herr Kollege Haintz, das tun Sie doch selbst. Denn auf der Webpage Ihrer Kanzlei liest man zu Corona:

    „Corona-Beratung: Ausschließlich Versammlungsrecht!“

    Sie beraten also in Sachen Corona NICHT Mandanten oder deren Kinder, die Schwierigkeiten bekommen, weil sie keine Masken tragen oder Abstände nicht einhalten, alte Menschen, die in Pflegeheimen ohne Kontakt zur Außenwelt wochenlang sich selbst überlassen waren oder sind, Menschen, die wegen des Corona-Shutdowns Einkommen verloren oder gar den Arbeitsplatz oder deren selbstständige Existenz gefährdet oder gar zerstört wurde, usw.

    Außerdem entnimmt man Ihrer Homepage, dass Sie sich als Fachanwalt auf Bau- und Architektenrecht spezialisiert haben (und nicht als Fachanwalt für andere Rechtsgebiete) und dass Sie außerdem noch auf anderen Rechtsgebieten tätig sind, jedoch nicht auf allen.

    Das ist selbstverständlich Ihr gutes Recht und ohne weiteres nachvollziehbar in Anbetracht des enormen Zeitaufwands, den Ihnen Ihr öffentliches Wirken abverlangt. Und es ehrt Sie das Qualitätsbewusstsein, dass Sie sich auf eine Auswahl an Rechtsgebieten konzentrieren und spezialisieren, weil Sie Ihren Mandanten hier bestmögliche Qualität bieten wollen.

    Aber Sie wissen doch: Andere Anwälte machen es genauso (mich übrigens eingeschlossen). Das liegt ganz einfach daran, dass man in Anbetracht der ausgeuferten Rechtsvorschriften längst nicht mehr in jedem Fall beraten oder Mandanten vertreten kann. Das wäre blanker Dilettantismus, ein unverantwortlicher Mangel an Qualität, der eines Anwalts nicht würdig ist und der dem Bürger nicht zugemutet werden kann.

    Sehen Sie deshalb doch bitte auch, dass es Anwälte gibt, die Mandate auf bestimmten Rechtsgebieten genau aus diesem Grund ablehnen: Weil sie genau wie Sie Qualität bieten und nicht dilettantisch agieren wollen.

    Und aus eben diesem Grund gibt es viele Anwälte (mich eingeschlossen), die nicht tätig sind auf den besonders Corona-relevanten Rechtsgebieten Verwaltungsrecht (einschließlich Versammlungsrecht) und Verfassungsrecht, Kollegen, die (so wie ich) seit den juristischen Staatsexamina mit diesen Rechtsgebieten kaum oder gar nicht mehr zu tun hatten. Und nur wenige Kollegen haben sich auf das ebenso Corona-relevante Medizinrecht spezialisiert. Erwarten Sie ernsthaft von Kollegen, die auf anderen Rechtsgebieten tätig sind, nicht aber auf diesen, erwarten Sie von diesen Kollegen ernsthaft, dass sie ihre Mandanten mit ungenügender Qualität abspeisen, nur um sich nicht nachsagen lassen zu müssen, dass sie Mandate ablehnen? Sie sollten deshalb Ihren mehr als 165.000 Kollegen nicht kollektiv Angst unterstellen, zumal Ihnen hierüber vermutlich keine repräsentative statistische Erhebung vorliegt.

    Ich bin hier auf KenFM Frau Kollegin Beate Bahner sogleich begeistert zur Seite gesprungen, vor allem deshalb, weil mich beeindruckt hat, dass sie eine der ersten PionierInnen unter den Anwälten war, die sich der Corona-Problematik annahmen. Dass ihre Verfassungsbeschwerde leider keinen Erfolg hatte, lag sicher an dem Zeitdruck, unter dem sie erstellt werden musste.

    Inzwischen gibt es – dies hätten Sie hier in dem Interview ruhig auch erwähnen können – eine ganze Reihe von Anwaltskanzleien, die sich des Themas angenommen haben. Ich verweise hier nur auf das von Jens Wernicke bei seinem Rubikon verlinkte Muster seiner verwaltungsrechtlichen „Feststellungsklage und Antrag auf einstweilige Anordnung“. Dieser Prozessschriftsatz hat den stattlichen Umfang von 290 Seiten, und es war ein ganzes Team von Anwälten aus nicht weniger als vier Rechtsanwaltskanzleien mit seiner Ausarbeitung beschäftigt
    (hier bei KenFM https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-der-verfassungsnotstand/).

    Und Roland Rottenfußer hat ganz aktuell auf Rubikon („Wir machen Journalismus!“) weitere Prozessschriftsätze versierter Anwälte verlinkt, die für Jens Wernicke Verfassungsklage erhoben gegen das Land Rheinland-Pfalz wegen dessen Corona-Bekämpfungsschutzverordnung ,
    hier bei KenFM veröffentlicht unter https://kenfm.de/wir-machen-journalismus-von-roland-rottenfusser/).

    Diese Beispiele machen anschaulich, welch anspruchsvolle, umfangreiche Arbeit es ist, solche gerichtlichen Klagen und Anträge in Sachen Corona zu verfassen. Herr Kollege Haintz, wollen Sie wirklich Ihren Kollegen einen Vorwurf machen, wenn sie diese wichtigen und schwierigen Aufgaben lieber den hierauf besser spezialisierten Kollegen überlassen?

    „Es kann schlicht nicht sein, dass Mandate abgelehnt werden (Minute 8:40)“: Hier hat Sie der Eifer, den Ihr gar nicht hoch genug einzuschätzender, öffentlicher Einsatz für diese wichtige Sache erfordert, über das Ziel hinausschießen lassen.

    Halten wir kollegial zusammen, gerade in diesen Zeiten!

    Mit freundlichen kollegialen Grüßen

    • Danke, das einmal umfassende Auskunft aus Fachkreisen. Logisch schlüssig, intellektuell ausgereift, rechtlich nachvollziehbar.

      Ob R.A. Haintz nun im Interview alles tatsächlich 1:1 seiner Aussagen so beabsichtigt hat bleibt offen, Nachfragen nicht möglich.

      Doch danke, eine korrekte Zusammenfassung wie Erklärung anwaltlichen Realwirkens/Hintergründe in Zeiten der Corona – Manipulation.

    • Ich denke Sie, citoyen inv. wissen ganz genau, dass Markus Haintz eben NICHT die von Ihnen genannten Spezialfälle (Beispiel Wernicke) meint, sondern die Menschen, die mit ihren Erlebnissen im Coronaalltag tatsächlich von vielen Anwälten im Stich gelassen werden. Nach meinen Erfahrungen mit Anwälten spielt da vermutlich auch der zu erwartende Gegenstandswert als Grundlage des abzurechnenden Honorars keine kleine Rolle.

    • Kirsten, keine Frage, dann muss man aber genau differenzieren. Verallgemeinerungen hingegen, gar der Art, unterschiedslos im Kollektiv wie ein Angsthase oder Feigling hingestellt zu werden, gehen nun einmal nicht, schon gar nicht in einem öffentlich verbreiteten Statement.

    • Ohne vertiefte Kenntnisse deutscher Gerichtsbarkeit hinter den Kulissen zu besitzen, also Kleinstadtleben beispielsweise, mit beruflichen wie auch privaten Schnittstellen aller Akteure wie Richter, Anwälte usw., vermute
      ich der vordringlichste Gedanken sich zurück zu halten, dürfte nicht der finanzielle Aspekt sein, eher der politische.

      Einmal abgesehen der Weisungsgebundenheit die auch in der Justiz greift, dann Parteizugehörigkeit wie Gruppenbildung/Abhängigkeitsverhältnisse usw., besteht hier für unwillige Anwälte, unwillig den rechtswidrigen und politisch, eher die oberen Kreise betreffenden "Finanz – Karriere – u. Vorteilspolitisch" motivierten Vorgaben nicht zu folgen, derzeitig reale Gefahr.

      Doch dies betrifft sämtliche gesellschaftlichen Berufsgruppen, hier ist die Justiz nicht ausgenommen. Wir alle wissen zwischenzeitlich was mit Menschen in öffentlichen Berufen, mit Beamten passiert, die sich offen gegen die Vorgaben des Merkel – Regimes und dessen Handlanger,vernetzt bis in die untersten Etagen, stellen.
      Hier droht nicht nur, hier wird verfolgt, ausgegrenzt, psychiatrisiert bis zur realen Existenzvernichtung. Anwälte die nicht im Staatsdienst tätig sind, sind natürlich nicht weisungsgebunden. Doch trotzdem, abhängig dem Wohlwollen der Gerichte, damit dem Staat wie inhaltlichen Parteistrukturen und deren Verknüpfungen in vielerlei Hinsicht
      ausgeliefert. Die Möglichkeiten ihnen das Leben schwer zu machen, müssen hier nicht im Detail erörtert werden.

      Insofern greift auch hier diese spezielle Angst, dieser Anpassungsdruck der sich grade durch die ganze Gesellschaft zieht. Dem zu widerstehen, hier aktiv gegenzusteuern erfordert Rückgrad und einen starken Charakter.
      Diese Eigenschaften besitzt nun einmal nicht jeder, wir können froh sein mit citoyen invisible oder R.A. Haintz Menschen aus diesen Kreisen unter uns zu haben die sich eben NICHT einschüchtern, bedrohen und menschlich erniedrigen lassen.
      Das citoyen invisible natürlich nicht gegenzeichnet wenn er hier pauschal als Feigling verunglimpft wird, sollte nachvollziehbar sein. Ich denke auch nicht dass R.A. Haintz ähnliches gemeint hat, Interview eben.

      Und doch, leider gibt es sie, die Feiglinge und Mitläufer, wir alle wissen um die derzeitigen Zustände und deren Ursachen, genauer als wir es uns wohl jemals gewünscht hätten. Der Blick in den Bundestag mit seinen um die 700 Mitläufern, Profiteuren und Angstgelähmten spricht eine deutliche Sprache.
      Wir benötigen für die Zukunft Politiker mit Charakter, Anstand, moralischen Werten. Keine Parteikriecher, Speichellecker und hündische Mitläuferseelen die jede Schweinerei unkommentiert vorüberziehen lassen, helfen und assistieren die Bevölkerungen der Länder über Unrechts – Verrechtung ausbeuten, dumm zu machen und zu halten, all dies für 30 Silbertaler. Hoch – und Landesverrat als profitablen karrieretechnischen Höhepunkt. NEIN.
      Auch keine 27 jährigen Kinder(!!!) im Bundestag, hier muss das Mindestalter den erforderlichen Erfahrungswerten angepasst sein. Unter 50 zigjährige haben hier nichts zu suchen, egal mit welchen Schulabschlüssen oder Qualifikationen gepunktet werden soll.

      Besonders verwerflich sehe ich hier die Juristen, die im Staatsdienst agieren. Jene, die den Diensteid einmalig geleistet, aufgrund ihrer Charakterdefizite dies bei Bedarf auch 3 x wöchentlich wiederholen würden, egal für wen, wozu und was. Hauptsache man darf ein Stück höher kriechen in der Landesverräterpyramide. Ja, es gibt sie, gab sie auch früher schon, dies mutmaßlich das Menschenmaterial welches R.A. Haintz wohl tatsächlich meinte.

      Wir benötigen mündige Bürger im Staatsdienst, keine Hierarchieopfer und Gehorsamszöglinge. Per Definition, ein Teil der richterlichen Monatsbezüge ist der Unabhängigkeit geschuldet, sollte dies ursprünglich zumindest sein. Wie geht "Unabhängig" mit "Weisungsgebunden" zusammen? Überhaupt nicht, was mag hier geschehen?!

      Und sind die überproportional hohen monatlichen Bezüge und Pensionen der deutschen Beamtenkaste nicht eher Schweigegeld, wie die geringstmögliche Ausschüttung von Mittäterbeute nach der Formel "Teile und Herrsche"?
      Hier findet sich der wahre Feind, bis zu dieser Grenze sind es nur Schreie psychisch Gestörter die irgendetwas wollen.
      Erst der Beamtenapparat lässt die Wünsche der Kopfkranken zur Realität werden.

      Wenn der Anstifter niemanden findet der für ihn tötet, dann wird es auch keinen Mord geben. Wir müssen gesellschaftlich stark umdenken, was passiert passiert nicht einfach mit uns, wir werden das nicht zulassen.

      Dank an citoyen invisible UND R.A. Haintz für die wertigen Einlassungen 😊

  9. sry aber nach 3 minuten konnte ich nicht mehr zu hören/zusehen. hab mich gefragt, wer hier der gast ist? wenn herr lenz mal anfängt zu reden hört er nicht mehr auf. er erklärt ja alles. demzufolge braucht er gar keinen gast. er redet und redet und redet….! bei allem respekt aber das ist verdammt störend! meine meinung.

    • Schade, im 2. Teil äußert sich Frau Pfeiffer, da ist jedes Wort von ihr hörenswert. Das Egon von Herrn Lenz stört aber auch dort.

    • Boah Leute, kommt mal runter auf´n Teppich, welchen Film habt ihr gesehen?

      * erstmal fand ich es sehr interessant und erfrischend, die Gäste als Menschen ein Stückweit kennen zu lernen
      und somit zu allererst ein Danke, dass das Gespräch überhaupt so produziert wurde!* 🙂

      Verstehe die Kritik nicht, weil dann müsste ich mich fragen, mit welcher Anspruchshaltung ist Mensch da eigentlich unterwegs?! Kann Mensch es nicht einfach so nehmen wie es ist?!

      Ganz abgesehen davon, hat Herr Lenz nur den Versuch unternommen, die – aus meiner Sicht – von Herrn Haintz sehr schön dargelegten Sichtweisen eines Rechtsanwaltes, psychologisch, politisch und sozial einzuordnen, wo ist das Problem!?
      Er ist m.E. sehr bedacht vorgegangen und seine Einordnungen waren nun wirklich "Nichts Weltbewegendes", Einsichten, Einschätzungen und Erfahrungen, die viele von uns teilen können.

      Und Rüdiger Lenz macht nun auch mal eben ein Gespräch als Rüdiger Lenz, oder . . .

      ich muss da auf jeden Fall auf keinen Baum. . .

      .-)

    • Tja, weiß auch nicht, der Rüdiger macht doch seinen Job ganz gut, sehe hier keine Kritikpunkte, nicht mal ansatzweise.

    • ok…ich gib mir nen ruck um zu ende zu gucken/hören. darum hab ich geschrieben "bei allem respekt". ist mir bei herrn lenz's interviews einfach aufgefallen, dass er das macht. na klar geht deswegen die welt nicht unter. 🙂 bleibt cool!

      ich bin diesen personen allen dankbar für das was sie leisten. und ich respektiere auch alle personen hier. nur sag ich einfach auch nur meine meinung…als ich! also sollte dies auch nicht ein problem darstellen und quasi wie ausgebuuht werden, 😉

      darum geht es ja die ganze zeit…um meinunugsfreiheit…etc.

    • @ NACRE

      Du gibst auf, gut, dann werden wir mal von einer Bestrafung absehen. Ausnahmsweise 😁
      Nein, der Rüdiger redet nicht nur. Vergleich das einfach mit einem Kompass an dem jemand einen Magneten befestigt hat, dann passt das schon 😊

      Um Meinungsfreiheit einschließlich, mit ihr alleine lässt sich auch nicht soviel anfangen. Leider oder so.

  10. viele, sehr viel Anwälte sind schlicht nur geldgierig. Sie brechen aussichtslose Verfahren vom Zaun, nur um viel Geld einzusacken. Je höher der Streitwert um so höher die Vorschußzahlungen (auch so ein Vehikel der Geldschneider). Würde § 138 ZPO beachtet werden würden sehr viele Verfahren erst gar nicht in Gang kommen. Es müßte schon längst eine Haftung und/oder Schadensersatzpflicht für Anwälte eingeführt werden die sinnlose Verfahren betreiben nur um völlig Unschuldige Menschen in den Ruin zu reiben. Dabei ist es unerheblich ob Straf oder Zivilrecht. Dies bedingte allerdings Richertinnen und Richter die fit genug sind dies zu überblicken. Genau daran aber fehlt es in diesem Land.

    • "viele, sehr viel Anwälte" usw. – woher wissen Sie denn das? Wieviele Anwälte von den mehr als 165.000 kennen Sie denn? Lassen Sie doch diese billigen Klischees. Und verzichten Sie auf solche Verallgemeinerungen, die schlicht und einfach nicht wahr sind.

    • @ citoyen invisible

      Sicher richtig, ich würde mich hier im Detail ebenfalls nicht festlegen wollen da ich bisher nur mit einem kleinen Teil
      der 165.000 gesprochen habe. Überwiegend positive Erfahrungen, liegt aber vielleicht auch daran dass ich nicht geneigt bin vernunftwidrige Aktionen zu starten. Der Anwalt kann nur Vorschläge unterbreiten, egal welcher Art, die Entscheidung trifft letztendlich immer der Klient.

      Allerdings(!), wäre ein Anstieg der Missbrauchsrate auch denkbar, viele Leute scheinen hier diesbezüglich nicht nur bei ein paar Schwarzen Schafen schlechte Erfahrungen gesammelt zu haben, die Foren sind voll mit solchen Geschichten.
      Vielleicht ursächlich, es gibt Anwälte mit unterschiedlichsten gesellschaftlichen Zielgruppen, hier natürlich auch höherem finanziellem Niveau. Wenn man als Normalbürger eine solche Kanzlei betritt könnte alles etwas teurer werden als nötig, zumindest für den jeweiligen Geldbeutel. Hier würde ich auch einen Sinn sehen Mandate abzulehnen. Es dann wissentlich aber nicht zu tun, würde ich dann doch als mehr als bedenklich einstufen.

      Manche Berufsgruppen sind schwer überlaufen, dies kommt noch dazu. An jeder Ecke ein Arzt, eine Apotheke und eine Kanzlei. Hier kann und wird Missbrauch nicht auszuschließen sein, was Allgemeinverurteilungen natürlich nicht rechtfertigt.
      Beispielsweise seit Jahren ansteigende Operationen auf die nachweislich hätte verzichtet werden können. Folgen der Privatisierung im medizinischen Bereich natürlich. Zu einem großen Teil wohl auch schon als Straftaten einzustufen, nur leider, ähnlich der Pharmaindustrie, sind die rechtlichen Hürden durch Lobbyarbeit in den vergangenen Jahrzehnten dermaßen hoch angesetzt worden, das für die Opfer keine Chance auf Gerechtigkeit besteht, zumindest wenn man nicht das notwendige Kleingeld für langfristige Gerichtsverhandlungen mit Dutzenden von Gutachten besitzt.
      Das Recht wird schon länger vergewaltigt. Grade aktuell die angedachten Impfverbrechen. Die Haftung bei Schäden durch die vollkommen überflüssigen Impfungen, welche nur der Profitgier geschuldet sind, sollen nun nicht von den Impfstoffherstellern übernommen werden sondern vom Staat, also auf Steuergelder abgewälzt. Blanker Profit.
      Wie pervertiert und kriminell soll es noch werden, mit dieser Justiz stimmt definitiv etwas nicht. Insofern muss man wohl auch mit negativen Feedbacks aus der Bevölkerung rechnen, schade wenn sie im Einzelfall eben nicht zutreffen.

    • Sehen Sie, ehrental, was Frank Rudolf hier schreibt, ist schon eine wesentlich differenziertere Betrachtungsweise. Darüber lässt sich diskutieren, nicht aber über plumpes Bashing.

  11. Die meisten Anwälte arbeiten als Angestellte in Anwalts-Sozietäten und sind den Weisungen ihrer Arbeitgeber unterworfen. Hierzu gehören teilweise Kleidervorschriften und Maßgaben, welche Mandate angenommen bzw. abgelehnt werden. Selbst konnte ich erleben, dass keine ausländerrechtlichen Mandate angenommen werden durften, und die Rechtssuchenden hinauskomplimentiert wurden. Ähnliches war auch zu beobachten, wenn es um kommunale oder landesrechtliche Rechtsgebiete ging.

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