M-PATHIE – Zu Gast heute: Martin Lejeune – „Bewegung bleiben oder Partei werden?“

Martin Lejeune ist ein Journalist und Demokratieaktivist. Sein Spezialgebiet sind Bürgerbewegungen weltweit. Lejeunes unnachgiebige Art, seit Beginn der Corona-Pandemie, sich als Journalist neutral der deutschen Demokratie-Bewegungen anzunähern und sie aus allen Richtungen widerzuspiegeln, hat ihn bundesweit in der Aktivisten-Szene bekannt gemacht. Immer am Puls dieser Bewegungen hat er jeden zu Wort kommen lassen, damit seine Veröffentlichungen ein möglichst breites Spektrum an Meinungen aufzeigen.

Dass man jedoch in Deutschland heute nicht mit denen sprechen darf, die den Mainstream- und Regierungs-Meinungen widersprechen, musste Martin Lejeune am eigenen Leib erfahren. Deutschland unter der Bundeskanzlerin Angela Merkel ist kein Land mehr, das durch Konsens, Debatte, Meinungsvielfalt und gelebter Demokratie gestärkt durch Krisen geht.

Und so wurde Martin Lejeune von denen, die nur ihre eigene Meinung als die richtige akzeptieren können, übel beschimpft und als Nazisympathisant gelabelt.

Martin Lejeune ist auch ein guter Beobachter der deutschen Gegenbewegungen rund um die Corona-Maßnahmen der Regierung, des Lockdowns und der epidemischen Lage von nationaler Tragweite, die vor allem dem Grundgesetz dieser Republik arg zusetzen.

Welche Ziele verfolgen diese Bewegungen? Und welches Ziel sollten sie gemeinsam verfolgen? Wie verändert man ein Land, in dem die Parteien überall ihre Finger drin haben?

Sollten die Bewegungen sich nicht zusammenschließen und selbst eine Partei werden, mit neuen Zielen?

In diesem Gespräch gelingt Martin Lejeune eine kleine chronologische Zusammenfassung der Bewegungen seit März 2020 und er geht der Frage nach, wie denn diese Bewegungen, allen voran die Querdenken-Bewegung, realistisch Veränderungen herbeiführen könnten.

Lejeune gibt hier nur Tipps, und sie erscheinen schlüssig, mit viel Liebe zur Stärkung demokratischer Verhältnisse in diesem Land.

Mehr über Martin Lejeune, hier: https://www.martinlejeune.de
und hier: https://www.youtube.com/channel/UC-qQ1TNcFK3DqD7jEK5D_jg

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56 Kommentare zu: “M-PATHIE – Zu Gast heute: Martin Lejeune – „Bewegung bleiben oder Partei werden?“

  1. erheller sagt:

    Das ist das Schlimmste, was "man"tun kann, eine Partei gründen. Der neue Weg ist die Demokratie und die funktioniert nur in der Dezentralisierung – dort wo "man" sich kennt. Da hat Ballweg wohl den richtigen Weg eingeschlagen. Wieviele Parteien brauchen Sie denn, bis sie verstehen, daß das nie funktiniert. Eine Partei schafft Strukturen – hierarschische Strukturen – dann schlagen sie den Kopf ab und ersetzen ihn durch abhängige Leute. Perverse, die sie erpressen können, Wracks, die für ein wenig Prominenz die eigene Mutter umbringen oder finanziell abhängige – genannt Politiker. Das streben sie an? Das glaube ich nicht.

    • Name Erforderlich sagt:

      Ja, so ist es.

      … und die Menschheit ist heute weiter denn jemals davon entfernt, auch nur den Gedanken zu wagen, dass Meinung – also der für Politik erforderliche Geisteszustand – der grösste Unfug ist, den die Menschheit erfunden hat. Selbstmörderischer Unfug.

  2. Flavio Campanile sagt:

    Peinlich, peinlich. Eine interessante, kompetente Interview zur Bewegung, die zum Schluss zu billiger Wahlkampagne wird. Mit einem alternativlosen Aufruf, „alle“ sich unter einer Parteiflagge zu vereinen. Es hat nur gefehlt, dass die richtige Partei auch benannt wird. Das Ganze mit sehr dünne Argumente. Man brauche ein gemeinsames Ziel. Bloss übersehen, dass eine Partei ein Weg ist, und nicht ein Ziel. Und definitiv der falsche Weg, um eine überparteiliche Bewegung zu konsolidieren

  3. Gnil sagt:

    Offener Brief aus: https://www.nachdenkseiten.de/?p=69796

    https://www.nachdenkseiten.de/wp-content/uploads/2021/02/210214-Offener-Brief-an-Ministerpr%C3%A4sident-Winfried-Kretschmann.pdf

    dazu: 2 + 2 =  5 https://off-guardian.org/2021/01/14/watch-225/

  4. Poseidon sagt:

    Lieber Martin Lejeune
    Ich finde Anni und deine Arbeit grossartig.
    Vor allem spuehre ich das ihr liebt was ihr tut.

    Ich liebe Menschen in der Regel die lieben was sie tun.

    Auch der Duktus den Leuten im Gespaech nicht mit den Augen zu fixirien
    finde ich eigenartig nett.

    Denn Gedanken verhalten sich wie Elektonen in der Quantenwissenschaft.
    Entweder man kennt ihren Ort oder ihre Geschwindigkeit .
    Wird das eine fixiert ist die andere Groesse unscharf.(Heisenbergische Unschaerferelation)
    Gesunde Menschen meandern wie lebendiges Wasser in ihren Gedanken hin und her
    luftig groesseren Ziel entgegen.

    Sie laufen aber auch tot und aengstlich (unnatuerlich brakisches zombi Wasser) den graden und kuenstlichen Weg des psychophatischen Weltwirtschaftsforums hinter her.(Auspuff)

    Wenn sie tatsaechlich ihr Ziel erreichen kommt dann der Schock des Horror vaccuis.

    Ich finde es teilweise goettlich wie ihr das menschliche Leuchten in seiner ganzen Dynamik manchmal auch etwas pikant dokumentiert.
    Denn ich erinnere mich an eine Dame auf der Grossdemo die einen leuchtenden roten Mieder als Nasen und Mundschutz trug und ihr sie locker fragtet aus welchen Erotikladen sie ihn denn haette?
    Die Dame reagierte darauf leicht saeuerlich pikiert und verschnupft.(schmunzel)

  5. Der Nachtwandler sagt:

    SCHAUT EUCH DAS SOFORT AN UND TEILT DAS – ES IST EXTREM WICHTIG – ES STELLT ALLES IN DEN SCHATTEN WAS BISHER DA WAR…

    Absolut erschütternd was da ans Licht kommt – NICHTS FÜR SCHWACH NERVEN oder SEHR ÄNGSTLICHE PERSONEN

    Die Sitzung ist insgesamt sehr erhellend, aber zwingend notwendig zu schauen ab Minute 3:57:50 mit Dr. Angelo Giorgianni
    (ab Minute 41 wird es richtig bitter…)

    Sitzung 39 Stiftung Corona Ausschuss
    https://www.youtube.com/watch?v=Ops9surBHTA&feature=emb_title

    KEN, es wird Zeit für dich, hier wieder aktiv zu werden…

    • Der Nachtwandler sagt:

      WURDE VON DER ZENSUR SOFORT GELÖSCHT

      Sitzung 39 findet ihr jetzt hier:
      https://www.youtube.com/watch?v=zsop4_INTBU

  6. Gnil sagt:

    Warum schweigst Du?

    https://www.youtube.com/watch?v=SMwC71sgKYI

  7. Gnil sagt:

    Geisteswissenschaft TV – Die spirituelle Aufgabe der Deutschen

    https://www.youtube.com/watch?v=Jx-Jmvudurg

    und:

    George Orwell war nicht der Erste, der eine tyrannische gesellschaftliche Entwicklung in seinem Buch (1984) im Jahr 1948 vorausgesagt hat.
    Ein Vordenker, ein großer Seher, war auch Dr. Rudolf Steiner (vielen leider nur als Begründer der Waldorfschulen und der biologisch dynamischen Landwirtschaft – DEMETER – bekannt). DER PROPHET GILT BEKANNTLICH NICHTS IM EIGENEN LAND! Doch wen es weitergehend interessiert, es gibt über 350 Bücher (inclusive seiner vielen Vorträge) von ihm.
    Zum Beispiel: 1917 blickte Rudolf Steiner in die Zukunft (wohlgemerkt, sie ist zu Teilen schon heute Realität, z.B was das IMPFEN angeht). Wann kommt das Gespräch: Ken und Axel Burkart? Hier Rudolf Steiner's Voraussage, man höre und Staune:
    —-
    R. Steiner 5. Vortrag vom 7. Oktober 1917 "Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt"
    Auszug aus: Der Sturz der Geister der Finsternis. Seite 90
    … Man wird es als ein Krankheitssymptom ansehen, wenn der Mensch sich so entwickelt, daß er auf den Begriff kommen kann: Es gibt einen Geist oder eine Seele. – Das werden kranke Menschen sein. Und man wird finden (da können Sie ganz sicher sein) das entsprechende Arzneimittel, durch das man wirken wird. Damals schaffte man den Geist ab. Die Seele wird man abschaffen durch ein Arzneimittel.
    Man wird aus einer << gesunden Anschauung >> heraus einen Impfstoff finden, durch den der Organismus so bearbeitet wird in möglichst früher Jugend, möglichst gleich bei der Geburt, daß dieser menschliche Leib nicht zu dem Gedanken kommt: Es gibt eine Seele und einen Geist. – So scharf werden sich die beiden Weltanschauungsströmen gegenübertreten. Die eine wird nachzudenken haben, wie Begriffe und Vorstellungen auszubilden sind, damit sie der realen Wirklichkeit, der Geist – und Sinnwirklichkeit gewachsen sind. Die anderen, die Nachfolger der heutigen Materialisten werden den Impfstoff suchen, der den Körper << gesund >> macht, das heißt, so macht, daß dieser Körper durch seine Konstitution nicht mehr von solch albernen Dingen redet wie von Seele und Geist, sonder << gesund >> redet von den Kräften , die in Maschinen und Chemie leben, die im Weltennebel Planeten und Sonnen konstituieren. Den materialistischen Medizinern wird man es übergeben, die Seelen auszutreiben aus der Menschheit.
    Ja, diejenigen, die glauben, dass man mit spielerischen Begriffen in die Zukunft sehen kann, die irren sehr. Mit ernsten, gründlichen tiefen Begriffen muß man in die Zukunft sehen. Geisteswissenschaft ist nicht eine Spielerei, ist nicht bloß eine Theorie, sondern Geisteswissenschaft ist gegenüber der Entwicklung der Menschheit eine wirkliche Pflicht.

  8. Isabelle Emcke sagt:

    http://82.221.129.208/twitterinfowars.png sehr verwirrend, was es mit dem Bauernprotest, Greta und Twitter in Indien auf sich hat, was wird hier gespielt??

  9. Ava Tar sagt:

    Ist Herr Jebsen eigentlich schon in Rente ?

    • Tootie sagt:

      Würde mich auch interessieren. Wir vermissen sehr, MMM, Positionen und vor allem TreeTV.

    • RULAI sagt:

      Würde mich nicht wundern, wenn Herr Jebsen im Moment krank wäre. Soviel ich mitbekommen habe, hat er sich einem PCR-Test unterzogen, um für ein Interview einen Flug nach Hamburg machen zu können. Vermutlich ein Fehler. Ich weiß inzwischen von so einigen, die wenige Tage nach Durchführung eines PCR-Tests krank wurden. Aber bestimmt nur Verschwörungstheorie.

  10. Mark100 sagt:

    Bin gewiß kein Freund der Massenmedien, aber den dauerzitierten Spruch von Rosa Luxemburg – "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden" – war auf sich bezogen..sie forderte eine Freiheit für das eigene Denken, das sie anderen als Vollidiologin niemals gewährt hätte und hat:

    https://www.welt.de/geschichte/article187670614/Rosa-Luxemburg-Was-Freiheit-der-Andersdenkenden-wirklich-meint.html

    • Hartensteiner sagt:

      Das Wichtigste an diesem Satz ist nicht so sehr, was man vor 100 Jahren genau dabei dachte oder nicht dachte – vielmehr das, was Du heute daraus machst, welche Einstellung Du dazu hast. Zu 100% kann und darf auch so ein Satz nicht gelten – Beispiel: Freie Meinungsäußerung von Pädophilen sollte fragwürdig bleiben, ebenso wie die von Drogenhändlern oder die Auffassung – derzeit die des Kapitalismus – usw. dass Menschen als Sklaven nur darin ein Lebensrecht haben, dass sie die Vermögen der Billionäre zu vergrößern haben. Fragwürdig etwa auch die freie Meinungsäußerung von Kriegshetzern.
      Kurz: Der brauchbare Inhalt des Satzes muss diskutiert werden und kann nicht einfach als ein Absolutes gelten.
      Das ist dann schon recht schwierig und eine Gratwanderung, oder?

    • Box sagt:

      Axel Springer SE,

      … und eine Mietfeder des Kapital-Kampfblattes "interpretiert," was wohl Rosa Luxemburg gemeint haben könnte. Die Methode der Verwendung Sozialismus oder Kommunismus, als Antagonismen zu einer demokratischen Verfasstheit, sind nicht neu und Teil der Erzählung zur Stabilisierung der Herrschaft der Großkapitalisten.

      Einerlei anzumerken, wie absurd das Ganze ist, da es sich bei um egalitäre Gesellschaftsmodelle handelt:

      „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden“ Viele kennen diese Worte aus Rosa Luxemburgs berühmtester Schrift Die Russische Revolution. Nicht allen, die diese Aussage zitieren, ist bewußt, daß sie in einem revolutionären Zusammenhang und mit unmißverständlicher Zielsetzung formuliert wurde. Auf den Punkt gebracht, lautet sie: Freiheit und sozialistische Demokratie sind notwendige und wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche revolutionäre Entwicklung.
      (…)
      Die Alternative im Jahre 1917 lautete nicht: bürgerliche Demokratie oder Diktatur des Proletariats, sondern Sieg der Konterrevolution oder Diktatur des Proletariats, die für Luxemburg gleichbedeutend mit sozialistischer Demokratie war. Auch wenn Rosa Luxemburg der revolutionären Tatkraft der Bolschewiki Tribut zollte, war sie mit deren Politik über weite Strecken alles andere als einverstanden.

      Drei Dinge kritisierte sie an den Bolschewiki. Erstens kritisierte sie die Bolschewiki für die Lösung der Bodenfrage, dafür, daß sie die Ergreifung und Aufteilung des Grund und Bodens durch die Bauern begrüßten. Sie verstand sehr wohl, daß dies kurzfristig eine schlaue Taktik war, mit der die Bauern an die Revolution gebunden wurden. Allerdings war sie skeptisch, was die Verbundenheit der Bauern mit der Revolution betraf. Langfristig würde die Schaffung neuen bäuerlichen Eigentums zu unüberwindlichen Problemen beim Übergang zu einer sozialistischen Landwirtschaft führen.

      Zweitens kritisierte Rosa Luxemburg die Bolschewiki dafür, daß sie für das Recht auf nationale Selbstbestimmung eintraten, war dies für sie doch gleichbedeutend mit dem staatlichen Zerfall Rußlands. Die Randstaaaten des Reiches gingen eigene Wege und trugen so dazu bei, die konterrevolutionären Kräfte zu stärken. Laut Luxemburg bleibt unter den Bedingungen bürgerlicher Klassenherschaft das Recht auf nationale Selbstbestimmung eine Illusion, da verschiedene Klassen verschiedene Wege der Selbstbestimmung beschreiten wollten. Die Abtrennung der Randstaaten von Rußland stärkte die Konterrevolution, konnte doch die Bourgeoisie in jedem einzelnem Staat die einheimische Arbeiterklasse leichter in den Griff bekommen. Die Doktrin der nationalen Selbstbestimmung würde sich daher als mächtiges Bumerang für die Russische Revolution erweisen.

      Schließlich und endlich kritisierte die Luxemburg die Bolschewiki für ihre mangelhafte demokratische Praxis. Doch es war nicht nur mangelhafte Praxis, die sie monierte. Auch warf sie den Bolschewiki vor, ein falsches theoretisches Verständnis davon zu haben, was Demokratie beinhalte. Dieses fehlende Demokratieverständnis hat nicht nur ernsthafte Konsequenzen für die Demokratie, sondern auch für die Revolution als solche. Schließlich ist eine lebendige sozialistische Demokratie eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Revolution. Luxemburg: „Lenin sagt: Der bürgerliche Staat sei ein Werkzeug zur Unterdrückung der Arbeiterklasse, der sozialistische – zur Unterdrückung der Bourgeoisie. Es sei bloß gewissermaßen der auf den Kopf gestellte kapitalistische Staat.“ Für Rosa Luxemburg zeugt dies von einem falschen Verständnis, ignoriert es doch die Tatsache, daß der sozialistische Staat der politischen Erziehung der Massen und ihrer auf der Suche nach guten Lösungen gemachten Erfahrungen bedarf. Indem sie das öffentliche politische Leben behinderten und den Massen verwehrten, politische Erfahrung zu machen, haben die Bolschewiki die Möglichkeit weiterer revolutionärer Entwicklung vereitelt. Die berühmten Worte “Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden” wurden eben im Kontext der Bedeutung der im Revolutionsprozess gemachten Erfahrungen geschrieben. Politische Freiheit ist gerade deshalb so besonders wichtig, weil Menschen erst durch sie die Möglichkeit bekommen, Erfahrungen zu machen, und aus den Erfahrungen auf dem Weg zu einer sozialistischen und demokratischen Gesellschaft hoffentlich etwas lernen. Freiheit ist ganz einfach eine wichtige und notwendige Voraussetzung einer erfolgreichen Entwicklung der Revolution. Ohne diese Erfahrungen kann keine demokratische und sozialistische Gesellschaft verwirklicht werden.

      Aus:
      Vorgetragen auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin, 16./17.01.2009
      Rosa Luxemburgs Demokratievorstellungen und ihr Manuskript zur russischen Revolution
      Tanja Storløkken
      https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/dokumentationen/090116_RL-Konferenz/beitraege/Tanja_Storlokken.pdf

      Ergänzend, „… die volle und freie Entwicklung jedes Individuums …“:

      Marx und Engels waren in keiner Weise – weder weltanschaulich noch methodisch oder normativ[12] – Individualisten[13], schon gar keine ‘Besitzindividualisten’ wie die politischen Philosophen und Ökonomen des 17. und 18. Jh.[14] Aber sie waren ebenso wenig Kollektivisten, wie es zumeist von radikalen Gegnern des Marxismus behauptet wird. Dabei stützen letztere sich gelegentlich auch auf Äußerungen von Autoren aus den ehemaligen ‘realsozialistischen’ Ländern, u.a. auch aus der DDR, die sich bei der These vom Primat der Kollektivität im Kommunismus aber keineswegs auf Marx oder Engels berufen können.[15]

      Was Marx’ Begriff des Kommunismus gegenüber diesen einseitigen, sich wechselseitig ausschließenden Interpretationen auszeichnet, ist die gleichzeitige und gleichgewichtige Verbindung von freier Assoziation und freier Individualität. Die Individuen können sich als isolierte Individuen nicht wirklich befreien, da sie als solche stets in feindlicher, konkurrierender – oder um den Philosophen verständlicher zu bleiben in ´entfremdeter´ – Abhängigkeit von einander, also im ´Krieg aller gegen Alle´ (Hobbes) und damit letztlich in Unfreiheit verbleiben. Wirklich frei werden sie demnach nur in der Assoziation, der freiwilligen Vereinigung mit anderen Individuen, in der die unterschiedlichen Individualitäten sich wechselseitig betätigen und in dieser Tätigkeit zugleich entfalten können. Dies ist das Grundthema und das Endziel von Marx Untersuchungen der Geschichte progressiver Gesellschaftsformationen.
      (…)
      Canepa hatte Engels gebeten, ein Motto für eine zu gründende sozialistische Zeitschrift ‘L’Era nuova’ (Neue Zeit), vorzuschlagen, in dem in kurzer Form die Grundidee der kommenden sozialistischen Epoche ausgedrückt werden sollte, im Unterschied zur alten Epoche, die von Dante einst mit den Worten, dass ‘die einen herrschen, und die andern leiden’, charakterisiert worden war.[23] Engels hatte dazu folgende Antwort entworfen – warum sie nicht abgesandt wurde, oder ob sie in einer anderen Form doch an Canepa ging, ist (mir) nicht bekannt: „Ich habe versucht, in den Werken von Marx für Sie ein Motto zu finden, … , er erscheint mir der einzige von den modernen Sozialisten zu sein, den man dem großen Florentiner zur Seite stellen kann. Ich habe jedoch nichts finden können als den folgenden Satz aus dem ‘Kommunistischen Manifest’…“[24] – und nun zitiert Engels aus der italienischen Ausgabe des KM den eingangs erwähnten Satz: „Anstelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist.“ Dass Engels damit tatsächlich den Kern der Marxschen Auffassung vom Kommunismus getroffen hat, belegt u.a. das folgende Zitat aus ‘Kapital’ Bd. 1, wo Marx „die volle und freie Entwicklung jedes Individuums“ als das Grundprinzip der der kapitalistischen Produktionsweise folgenden „höheren Gesellschaftsform“ bezeichnet.[25]

      Aus:
      ‘Kommunismus’ – ein falsch verstandener Begriff?
      Überlegungen zur Dialektik von Individualität und Kollektivität bei Marx (Teil I)
      Werner Goldschmidt
      http://www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de/article/1135.kommunismus-ein-falsch-verstandener-begriff.html

      Schlußendlich:

      Der sich in der Zeit der Aufklärung herausbildende bürgerlich-kapitalistische Staat hat nie primär dem Allgemeinwohl gedient, sondern stellt eine institutionelle Verdichtung sehr komplexer kapitalistischer Sozial- und Klassenbeziehungen dar, wie sie für die kapitalistische Produktionsweise unverzichtbar sind. Es wäre also ein Kategorienfehler, den Staat als einen moralischen Akteur anzusehen. Vorrangiges Ziel des Staates ist es, die Stabilität gegenwärtiger Machtverhältnisse zu sichern. Dem steht jedoch die zivilisatorische Leitidee von Demokratie diametral entgegen. Denn dabei geht es ja gerade darum, zivilisatorische Schutzbalken gegen das Recht des Stärkeren — also gegen die Barbarei — zu entwickeln, durch die sich eine radikale Vergesellschaftung von Herrschaft gewährleisten lässt.

      Da Kapitalismus gerade bedeutet, das Recht des ökonomisch Stärkeren durch ein Eigentums- und Vertragsrecht rechtlich zu kodifizieren, und da kapitalistische Strukturen ihrem Wesen nach autoritär organisiert sind, sind Kapitalismus und Demokratie in grundlegender Weise miteinander unverträglich.

      Auch dies wurde ja immer wieder von Politikwissenschaftlern, Sozialhistorikern und namhaften Intellektuellen, wie Noam Chomsky, akribisch aufgezeigt. Seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts geht und ging es also vorrangig darum, diesen Widerspruch durch Entwicklung geeigneter Indoktrinationstechniken zu verdecken und für die Öffentlichkeit unsichtbar werden zu lassen. Offensichtlich sehr erfolgreich, da viele immer noch davon überzeugt sind, dass die Idee einer kapitalistischen Elitendemokratie — das gegenwärtige Standardmodell westlicher „Demokratien“ — irgendetwas mit der in der Aufklärung gewonnenen Leitidee von Demokratie als eine souveräne Selbstgesetzgebung des Volkes zu tun hat.

      Aus:
      Der autoritäre Planet
      „Im Kampf gegen Machtkonzentration, Demokratieabbau und Totalüberwachung reicht Empörung allein nicht aus“, skizziert Elitenkritiker Rainer Mausfeld im Rubikon-Exklusivinterview.
      von Rainer Mausfeld, Flo Osrainik

      Wir dürfen nicht frei sein, allenfalls können wir wählen, von wem wir beherrscht und unterdrückt werden. Und selbst die Liste unserer möglichen Unterdrücker bekommen wir nur vorsortiert präsentiert. Wirkliche Demokratie sähe anders aus. Jedoch hilft die Demokratie-Fassade, die Bevölkerung ruhig zu halten. Medien und Expertengremien verbreiten in diesem Kontext nicht die Wahrheit, sondern nur Scheinwissen, das den Herrschaftsinteressen dient. In diesem umfassenden Interview gibt Prof. Rainer Mausfeld eine Kostprobe seiner Fähigkeiten als analytischer Denker. Seine Warnung kommt zur rechten Zeit, denn Corona hat viele bedenkliche Tendenzen zu einem neuen digitalen Totalitarismus eskalieren lassen.
      https://www.rubikon.news/artikel/der-autoritare-planet

  11. InsertCoin sagt:

    Interessant ist dass Linksextremisten zunächst gar nicht mitbekommen haben, was denn der Hintergrund der GG Einschränkungen ist, und mit demonstriert haben.

    Bis die Führungsriege erkannt hat, man steht ja doch auf Seite des links-kommunistischen Merkel Kurs!
    Da wurden alle bzw. die Haufen der Antifa zurückgepfiffen und auf neuen Kurs gebracht = GG Massnahmen befürworten.

    Denn, linksextremisten demonstrieren oder parolieren grundsätzlich nicht gegen Merkelt. Da weiss man schon lange was man an ihr hat.
    Wessen Brot ich ess' dessen Lied ich sing' gilt auch bei den Faschisten, gen. Antifa.

    Für viele antifa und die Zentrale in Berlin übrigends ein Problem, die Anhänger wissen um die Gefährlichkeit der Spritze, wollen sich nicht "impfen" lassen. Müssen aber denoch mitschreien "Impfen ist Liebe". Da rumort es…

    • Hartensteiner sagt:

      Ich bin immer wieder erstaunt, wie weit die Verwechslung von allem bereits gediehen ist. So wird der Neofaschismus der Merkel-Regierung (Dto. der meisten anderen europäischen Regierungen) mit Kommunismus bzw. Sozialismus verwechselt. Da kommt es dann soweit, dass man die Antifa für links hält und übersieht, dass das eine US-NGO ist. Als Nächstes werden die vor 1990 zu beobachtenden Systeme des Ostblocks für sozialistisch = links gehalten, was sie nicht waren, auch wenn sie propagandistisch so etwas behauptet haben und ein paar linke Ziele hatten – das Wichtigste aber wegließen: Die Macht der Basis und die Freiheit des Individuums. Deshalb ein Tip: Was ist links? 1. Die Forderung nach der Freiheit des Individuums (Da siehst Du schon, dass es das nie und nirgendwo gab). 2. Die Überwindung des Kapitalismus z.B. in dessen derzeitiger, faschistischer Ausprägung. Das wäre schon mal ein Anfang… Kurz: LINKS gibt es so gut wie nirgends. Eine Organisation, die das auf ihre Fahnen schreiben würde, würde sofort verboten, weshalb auch eine Partei wie "die Linke" nicht LINKS ist sondern der Versuch, eher links denkende Menschen unter Merkels Rock zu schieben.
      Reden wir also von Sozialismus / Kommunismus, müssten wir die Inhalte von Grund auf neu bestimmen und an den Zielen ausrichten, die wir haben. Dabei fällt mir regelmäßig auf – wenn man diejenigen, die ständig gegen LINKS gehen, nach ihren individuellen und auch gesellschaftlichen ZIELEN befragt, entpuppen sich diese regelmäßig als LINKS, etwa allein darin, dass diese Leute keine Sklaven sein wollen. Heißt auch: So gut wie alles, was diesen Zielen widerspricht, hat in LINKS keinen Platz und macht zudem deutlich wo frühere Formen von (Pseudo-) LINKS versagt haben. Von da aus müssten wir dann diskutieren….

  12. Sylke sagt:

    Nicht als Antwort sondern als Kommentar gedacht…geht nur irgendwie nicht grad ..kann nur antworten auf Kommies aber keinen erstellen…
    Mir gehts drum das er gleich zu Anfang Assad als Diktator dastellt und den Regimewechesel gut findet….wow das is sowas von uninformiert das ich gar nicht weiss was ich sagen soll.
    Ich rate dem gutem Mann mal sich ausserhalb der MSm zu informieren und ggf mit Syrern zu reden ..könnt helfen

    • InsertCoin sagt:

      MsM, ja so etwas gibt es. In D. ist dieser Begriff schon lange nicht mehr passend. Hier ist "Staatsfunk", "Systempresse" oder Merkelfunk" die richtige Bezeichnung. Man nenne es beim Namen was es ist.

  13. Meinenstein sagt:

    Passend zu diesem Thema, hier ein Link zum Video des Kanals von Gunnar Kaiser: Wettbewerb der Ideen (Teil II); „Hoffnung und Widerstand“, mit Aya Velázquez, David C. Siber, Sebastian Friebel

    https://www.youtube.com/watch?v=Ok_wWvxU3AY&feature=emb_rel_end

    Ein sehr aufschlussreiches und interessantes Gespräch von Gunnar Kaiser mit sehr eloquent aktiven Menschen aus dem „Widerstand“, bzw. der neu aufzubauenenden und neu zu entwickelnden politischen Teilhabe, an unseren gesellschaftspolitisches Prozessen, welche da (nicht erst seit Gestern) aber gerade, gewaltig aus dem Ruder laufen.

    Besonders angenehm (so wie Mensch es von Gunnar Kaiser eigentlich kennt, aber auch immer häufiger in anderen Gesprächen antrifft) dieser äußerst unaufgeregte und an der Sache orientierte Gesprächsverlauf, in dem ganz unaufgebracht auch unterschiedliche Positionen nebeneinander sein dürfen.

    Ich schreibe das auch deshalb so, weil ich denke, dass uns diese Diskussionskultur zu großen Teilen abhanden gekommen ist, wir diese vielleicht vergessen und/oder verlernt haben!?

    Das Gespräch gibt weiter Aufschluss über bestehende Positionen der Akteure und informiert über das, was z.Zt. weiter aktiv in Bewegung ist. David C. Siber informiert u.a. eben auch über das Selbstverständnis und die bisher angedachte Strukturierung der neuen Partei „die Basis“.

    Für mich desahlb so erhellend, da ja ausserhalb – auf den Strassen – nicht soviel wahrzunehmen ist, bzw. Mensch manchmal den Eindruck gewinnen kann, das da irgendwie nix mehr läuft, Motto: Scheinbar hat die „Gegenseite“ gewonnen und die Demonstrationsverbote und medialen Exekutionen, wären Zeichen von Etappensiegen der Bedeutungseliten, . . . .

    Besonders hat mich gefreut, wie auch das „Weiterhin im Gespräch bleiben, mit sich und seinem Mikrokosmos und privatem Universum“, thematisiert wird.

    Bleiben wir stark!

    🙂

  14. Frank sagt:

    Ich denke nicht, dass die kleinen Bewegungen tot sind. Ich war auch bei den ersten Demos in Stuttgart dabei. Noch ohne querdenken-711.
    Wir machen momentan sehr viele lokale, unabhängige Spaziergänge, ohne Bühnen, ohne Leitfigur. Den meisten ist klar, dass wir das Pyramidensystem nicht mit eine neuen Pyramide beseitigen können. Wir müssen uns massiv vernetzen. Außerhalb der System-Organisationen wie Parteien. Vereine sind hier ein gute Möglichkeit.
    Es geht nicht nur um den Lock-Down und Corona. Das Thema ist seit Jahren in der Friedenbewegung bekannt. Das schöne an Corona ist, dass es jetzt mehr interessiert. Die systemischen Kriege, die bisher im Ausland stattfanden, finden jetzt bei uns statt. Wir brauchen viele unabhängige Gruppen mit gemeinsamen Ziel und der Möglichkeit untereinander zu kommunizieren.
    Die Veränderung ist ja auch in unserem Grundgesetz gewünscht, wie Art. 146 zeigt. Nach dem zweiten Weltkrieg gabe es ein kleines Zeitfenster der Vernunft. Wie die UN-Charta und das Grundgesetz zeigen.

    Für ein guten Ansatz halte ich das hier: https://wihuman.de/home/volksherrschaft/

    Freiheit und Liebe!

  15. Anonym1984 sagt:

    '84

    It reminds me of a summer's day
    Of '84 and far beyond,
    That 'tripletrup' of children's play,
    That joyful rattling in the sun.

    Today I hear no children sing,
    Nor laugh nor run in happy mood.
    What happened that the world so fast Turned dark those vivid colored boots?

    My door is shut, the sun goes down,
    The puppets' triptrups echoe loud.
    This steady sound, it makes me fear,
    The worst to come seems not yet here.

    I feel the darkness closing in,
    Much stronger than most people do,
    A darkness spreading through all towns
    Not stopping even before truth.

    My eye now wanders to the frame,
    Your happy smile makes me so sad.
    They said one couldn't do a thing,
    This virus is ev'ryman's dread.

    'Ur unborn child I'd loved to know,
    Yet nothing can be done 'gainst fate.
    So we were by doctors told,
    If the vaccine came too late.

    I look at what my hands still hold,
    An orange pill that makes me sleep,
    That tells me that it's all okay
    And makes me dream of white fat sheep.

    The clock goes tiktok and I sleep,
    Tiktok – Tiktok, I am gone so deep.
    Will I ever wake up 'gain,
    To see what happened to us men?

    (Shared for anonymous poet, written in 2021)

  16. dekusodean sagt:

    Herr Lenz und Herr Lejeune sehen nicht, dass repräsentative Demokratiemodelle von Anfang an nur ein Mittel der Demokratieabwehr waren (Mausfeld).
    Sie müßten doch nur die geschichtliche Entwicklung in Deutschland betrachten, um zu erkennen, dass aus dem "Marsch durch die Institutionen" der "Arsch in den Institutionen" geworden ist. Wie soll sich ein Modell ändern, wenn die Voraussetzung der Teilnahme am Spiel grundsätzlich die ist, die fest vorgebenen Regeln genau einzuhalten?
    Der Werdegang der Grünen zeigt es doch überdeutlich, dass die Ernüchterung so sicher ist, wie der Kater nach dem Vollrausch.
    Aber Herr Lejeune sieht die einzige Chance in der Gründung einer neuen Partei und sagt sinngemäß, Deutschland ist eine Parteiendemokratie (vielleicht ist genau dies das Problem?), ohne Parteien läuft nichts, ob einen das gefällt oder nicht, es ist eine Tatsache, ohne Parteien kann man in Deutschland nichts erreichen.
    Deshalb sieht er als Lösung die Vereinigung aller Gruppen zu einer neuen Oppositionspartei, eine gemeinsame GESCHLOSSENE Volkspartei mit UNABHÄNGIGEN Kandidaten. Engt das den Debattenraum nicht ein? Wo bleibt der anfangs so geschätzte Gedanke der Polis, alle debattieren auf Augenhöhe? Gilt die zuvor geäußerte Kritik am Querdenken-Konzept der Organisation (große Bühnen, gleiche Redner, Demonstranten werden zu Groupies) für eine neue Partei nicht auch?
    Ich möchte mit einem Zitat des bayerischen CSU-Anarchisten (Achternbusch: In Bayern sind 60% Anarchisten und die wählen alle CSU)
    Horst Seehofer enden:
    "Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden."

    P.S. zu Stefanie K.
    B ald
    A uch
    S klave
    I m
    S ystem

  17. Rolf Theus sagt:

    Wir brauchen keine Partei, die,
    – wenn das erste Geld bei den ersten Parlamentseinzügen vom Staat fließt, sich sofort selbst zu zersetzen beginnt durch die Gier einzelner dann in die Führung strebender Psychopathen wie z.B. bei den Grünen der olivgrüne Fischer und heute ein ganzer Haufen.
    – Außerdem werden sie unterwandert und/oder zersetzt vom Verfassungsschutz und anderen Geheimdiensten, wenn sie wider Erwarten nicht auf Spur sind.
    – Sie erzeugt und verstärkt die Illusion in der Bevölkerung, dass sich durch eine Partei etwas ändern würde: Warum haben wir denn jetzt ein Beton-Parteien-Kartell, das alles durchwinkt, was die Plutokraten wollen.
    – Sie lähmt damit den Widerstand in der Bevölkerung, weil sie Pseudoziele innerhalb einer Elitendemokratie (Mausfeld), die faktisch eine geschickt arangierte Dikatatur der Plutokratie gegenüber der Mehrheit der Bevölkerung ist, setzt.

    Wir brauchen eine revolutionäre Weltbewegung, die grundsätzlich nicht mit den Herrschenden zusammenarbeitet. wenn wir das düstere Unheil des "Great Reset", das sonst schlimmer wird, wie das 3. Reich, verhindern wollen.

    Übrigens gut den Macht- und Machbarkeitswahn, der die Erde zerstört, durchschaut dahinter hat das die z.Z weltweit fortschrittlichste Widerstandsbewegung:
    Die Zapatistas im Süden Mexikos, die seit ca. 25 Jahren eine herrschaftsfreie Gesellschaft aufbauen, und die nach den anfänglichen Erfahrungen, dass sie von den Herrschenden belogen und betrogen werden, grundsätzlich nicht mit den Herrschenden Mexikos zusammenarbeitet.

    Der Aufstand der Würde (Filmtrailer)
    https://www.youtube.com/watch?v=8eVAptH6nNQ&list=PLefYHty6SMyNafCMgsy0J1Uuel3D-BFxJ&index=1

  18. Hartensteiner sagt:

    Die schönste und treffendste Beschreibung, wie es mit Parteien und der Demokratie funktioniert, finde ich bei Caitlin Johnstone: https://caitlinjohnstone.com/2021/02/07/electoral-politics-use-the-same-containment-strategies-as-alzheimers-facilities/
    Sie beschreibt in ihrem Artikel "Electoral Politics Use The Same Containment Strategies As Alzheimer’s Facilities", "Wahlpolitik verwendet die gleichen Strategien der Eindämmung wie Heime für Alzheimer-Kranke". Keine Konfrontation… leerlaufen lassen… auf Vergessen setzen… im Kreis herum führen… um sie wieder dort anlangen zu lassen, wo sie vorher schon waren und wo man sie haben will.
    Wer diese Tour nicht schon selbst erlebt hat, ist wohl Erstwähler bzw. Erstwählerin.

  19. Schramm sagt:

    Zu ''ml1987'' [?] sagt:

    »{…} Die Zahl von Herr Lejeune wurde nur wiedergebeben. Sie kam von polizielicher Stelle am 01.08.2020. Er hat selbst redete von Hunderttausende. Das kann 100.000 oder 999.999 Menschen sein. Und da sind wir uns alle einig, dass dies zutrifft. [?]
    Haben sie weitere Fragen? Ich bin bin nah an der Bewegung dran, habe mitorganisiert und selbst als Organisator beigetragen. {…}« – siehe ''ml1987'' am 6. Februar 2021 um 13:54 Uhr.

    Meine Antwort:

    Ich schrieb entsprechend meiner örtlichen Berechnung vom 29. August 2020 von einer (ungeschminkten) objektiven Teilnehmerzahl zwischen 80 000 und 100 000.

    Bitte nochmals ernsthaft und ohne Idealismus und Wunschdenken mit der Wirklichkeit der Teilnehmerzahl am 29. August 2020 in Berlin beschäftigen.

    Bedauerlicherweise berichten fast alle prominenten Teilnehmer der Demonstration auf KenFM und unter anderem auf YouTube über ihre falsche Wahrnehmung betreffs der Größe wie Umfang dieser bürgerlich-demokratischen Veranstaltung.

    PS: Hier spiegelt sich auch die individuelle Entfremdung im Kapitalismus bei der bürgerlichen Prominenz und Intelligenz wider, so bspw. bei Ullrich Gellermann, Hermann Ploppa, Anselm Lenz oder Dirk Pohlmann.

    Das gilt so auch für die Mehrzahl der bürgerlichen Idealisten mit ihren entsprechend euphorisch-irrealen Beiträgen im Internet über die von ihnen überdimensionierte Demokratiebewegung.

    Ohne Bodenhaftung und dementsprechend bewusste Aneignung der Wirklichkeit in der bestehenden neoliberalen Gesellschaftsordnung und deren allgemeine Bewusstseinslage gibt es auch keine Überwindung, sondern funktioniert man nur als ideologisches Feigenblatt und dient zu deren Stabilisierung.

    Lese-Empfehlung:
    Wilhelm Reich: Die Massenpsychologie des Faschismus.
    Sergej Leonidowitsch Rubinstein: Sein und Bewusstsein.
    Rainer Mausfeld: Warum schweigen die Lämmer?

    07.02.2021, R.S.

  20. Meinenstein sagt:

    Auch wenn der Ausspruch Alber Einsteins, dass „Probleme niemals mit den gleichen Systemen gelöst werden können, durch die sie erst entstanden sind“, nach wie vor seine Gültigkeit hat und auch m.E. weiterhin als Mahnung ernst genommen werden sollte,

    dürfen wir wohl – „Hier und Heute“ – eine Parteiengründung als einen Akt der Notwehr begreifen, als einer der letzten Möglichkeiten, auf friedlichem Weg, eine gesellschaftspolitische Daseinsberechtigung der Mitsprache zu erhalten/ bzw. wieder zu erlangen. (z.Zt. wüten ja die Vernichtungskommandos, bzgl. jeglicher anderer Meinung und Begehren nach Transparenz und Aufklärung).

    Es hat schon die Qualität von Überlebenskampf, der da den Menschen aufgezwungen wird. Aber vielleicht braucht es genau das, damit Menschen aus ihrem Unbeteiligt-Sein-Koma aufwachen.

    Es ist ja nicht erst seit Gestern so, dass uns das selbstständige, mündige und selbstverantwortliche Denken, Handeln und Tun, das Mitwirken, in den eigentlich vorhandenen gesellschaftspolitischen Gestaltungsräumen madig und bis unmöglich gemacht wird.
    Da tumort es doch schon lange und wir haben kaum Bewegungsfreiheit, bzw. wir werden mit dem Rücken an die Wand gedrückt . . .

    und das ist auch gar nicht mehr lustig . . . . aber machen wir das Beste daraus!

    Eine pragmatische Vorgehensweise als Partei, sehe ich da durchaus berechtigt und notwendig!, Schlicht und ergreifend, um die Daseinsberechtigung von Meinungsfreiheit, Diskussionsoffenheit und die Inanspruchnahme von Transparenz und Aufklärung zu sichern und somit auch Teilhabe an den politischen Prozessen zu sichern.

    Wenn sich die Partei als bürgerliche Vertretung von Menschen versteht, die sich – auch außerparlamentarisch- engagieren oder sich schlicht „selbst“ um ihr Leben kümmern und die gesellschaftlichen Prozesse – auf den unterschiedlichsten Maßstabsebenen – mitgestalten wollen, dann zählt da doch nicht in erster Linie das Parteiprogramm, oder. . .

    Für mich zählt da in erster Linie die Daseinsberechtigung der Wähler als mündige Bürger, welche als Menschen, in ihrer eigenen Ganzheit und auch – irgendwie im Einnehmen – mit den Gesellschaften der Welt und der Natur – berücksichtigt werden und sich wieder finden wollen.

    Da besteht doch unendlicher Nachhol- und Diskussionsbedarf, der sich da innerhalb der Entwicklungen der letzten Jahrzehnte aufgestaut hat. "Wie wollen wir leben?!"
    Es sind mittlerweile so viele Moral freie Entwicklungen geschehen und transnationale Auswüchse/ Meta -(astasen) – Ebenen entstanden und deren Infragestellungen tabuisiert und unterdrückt, da ist es höchste Zeit für den Frosch, aus dem Kochtopf zu springen und als Mensch Berücksichtigung einzufordern.

    Eine Partei kann da „hier und Heute“ ein wichtiger Fixpunkt sein, auf den Mensch sich, nicht nur national, sondern auch international, beziehen kann. Eine Partei wäre somit auch ein Knotenpunkt in transnationalen und globalen Netzwerken, die da entstehen und auch schon da sind und die wir auch dringend zum Austausch brauchen.

    (Es ist somit gesehen schon ein Anfang den Allmächtigen etwas entgegenzusetzen, auch auf den transnationalen Maßstabsebenen, die es Hier und Heute braucht. Da darf Mensch sich wohl den vorhandenen Strukturen bedienen, wohl wissend, dass es diese zu reformieren gilt. )

    Eine Partei wäre da – in meinem Sinne – nicht das Haus, in das ich flüchte, sondern eigentlich nur das Gerüst, um mit dem eigenen Hausbau beginnen/ weitermachen zu können und wenn es alleine steht, dann kann das Gerüst auch wieder weg!
    Oder ähnlich einem Selbsthilfeprojekt, in dem sich – idealer Weise – die (Partei-) Initiatoren überflüssig machen, weilś dann eben auch von alleine läuft.

    Es kommt dann nicht auf die Größe der Machtposition in den Entscheidungsapparaten an, sondern auf die Wirkung bei den Bürgern, die die Ideen einfach weiter entwickeln und auf ihre ganz eigene Weise Wirkmacht von unten entfalten.
    nicht das Programm zählt, sondern die Lebendigkeit und der Facettenreichtum des Ganzen.

    Was dann dabei herauskommt, wissen wir nicht, doch nehmen wir mal an was Gutes und dann dürfte die Partei oder das was wir heute so an Partei kennen, hoffentlich in der Tat überflüssig sein.

    Bleiben wir stark!

    🙂

  21. Helmut Schmidt äußerte sich einmal sinngemäß: Wer in der Politik Utopien hat, der sollte zum Arzt gehen.
    Was meinte er damit?

    Nun, Politik ist Realgeschäft. Das war sie immer und wird sie noch lange bleiben. Da kann man natürlich große Ideen spinnen. Doch der Tag zeigt an, was wirklich geschehen wird.
    Mir selbst schmeckt der Gedanke der Partei auch nicht sonderlich gut. Doch wenn die Bewegung Bewegung bleibt, wird sie sich in kurz oder lang selbst auflösen. Wir sollten etwas Bleibendes erschaffen und aus der Bewegung machen, etwas, dass die Fähigkeit hat, die Gesellschaft im Sinne der Bewegung zu leiten.

    Realität bedeutet, dass zu sehen was ist. Idealität bedeutet, das wegzuschieben, was ist und an seiner statt den Wunsch einer Idee zu äußern, die erst einmal in den Köpfen und Geistern der Menschen Platz finden muss. Genmau diesen Scheiß machen wir seit Jahrhunderten und es ist ein Werkzeug des Teile und Herrsche-Spiels.

    Realität zu erschaffen setzt Verantwortuingsbereitschaft voraus und die Fähigkeit, im Jetzt zu handeln. Die Realität ist es, die aus all den tollen Ideen des Politischen nur die erzeugt, die handeln können. Die Denker haben nie und werden nie Politik MACHEN.

    • blauersalamander sagt:

      Schmidt sprach von Visionen, nicht von Utopien.
      Utopien setzen Ideen in die Welt, Visionen definieren Ziele.
      Ziele müssen sein, aber entscheidend ist der Weg dahin. Er muss transparent sein, der Zweck (das Ziel) darf die Mittel nicht heiligen.

  22. Sarina17 sagt:

    Die Parteiendemokratie hat es mit ihren Strukturen und Verwachsungen mit der Elite von Anfang an ermöglicht, die Gewaltenteilung aufzuheben. Es gab also nie eine Demokratie in der Bundesrepublik. Soziale Zugeständnisse waren Teil des kalten Krieges und wurden an dessen Ende zurückgefahren.
    Innerhalb dieses Systems ist eine Veränderung nicht möglich. Es gibt zwar viele Ideen für eine Organisation des Staates nach einer Umwälzung, aber wie diese Umwälzung gelingen soll, weiß keiner so richtig.
    Eins ist aber sicher, mit einer neuen Partei und der Teilnahme an Wahlen kann es nicht funktionieren. Politische Macht ohne ökonomische Macht hat keinen Spielraum. So ist jede Partei zum Scheitern verurteilt.
    Die Einheit der Widerstandsbewegung ist Voraussetzung, dem stimme ich voll zu. Noch ist die Zeit nicht gekommen, die Macht der Herrschenden bröckelt zwar, aber sie ist noch gewaltig. Eine Bürgerbewegung aufzubauen und zu organisieren, das ist das Gebot der Stunde. Die Unzufriedenheit wächst. Vergessen wir nicht, uns international zu vernetzen!
    Der Druck der Straße ist die einzige Möglichkeit, denn die unwissende Bevölkerung wird wieder die gleichen Parteien wählen. Wahlen können nichts ändern, siehe Tucholsky. Noch geht es der Mehrheit hier gut, sie lässt sich gern manipulieren und beherrschen, weil es so bequem ist. Eine Veränderung der Gesellschaft kann nur von einer unzufriedenen Masse ausgehen und sie muss weltweit passieren, so dass es keine Rückzugsmöglichkeit für die mächtigen Eliten gibt. Sonst kippt alles wieder.
    Seien wir Realisten, versuchen wir das Unmögliche. (CHE)
    Leider habe ich keine Hoffnung, dass es ohne Gewalt funktioniert, denn sie wird uns aufgezwungen. Es ist bedauerlich, dass so viele Intellektuelle Marx nicht gelesen haben. Dem internationalen Kapital kann man nur international begegnen. Tja Karl, da warst du schlauer als Lenin, der es in einem Land versucht hat. Auch ohne den Verbrecher Stalin wäre das schiefgegangen. China hat begriffen, dass es die Arbeitsproduktivität ist, die entscheidet.
    Das sind meine Gedanken dazu, meine Meinung.

    • ml1987 sagt:

      Danke für ihre Ausführung, liebe Sarina. Wir müssen leider auch nicht nur kritisch beäugen, die Dinge in ihrer Tatsache benennen ist ein wichtiger Schritt, müssen wir aber auch ins handeln kommen. Es geht dabei um Selbstverantwortung. Als geschulter Psychologe (nicht praktizierend) kann ich nur sagen, schauen wir auf die Bevölkerungsentwicklung…Depressionen nehmen zu, Krankheiten allgemein nehmen zu, die Digitalisierung bewirkt eine Überflutung an Informationen, es gibt immer mehr geschiedene Ehen, der Mensch entwickelt sich mehr zum Einzelgänger bzw. Familienverbände werden auf den kleinsten Verband reduziert, soziale Strukturen wie Vereine, Gemeinschaften werden Älte bzw es fehlt der Nachwuchs…und Veränderung wird auf Parteienebene oder durch Parteien und Wirtschaft blockiert. Dass der Mensch ins gesunde Miteinander kommt, mit seinem Denken ins Handeln kommt, resilienter wird…da beginnt doch alles. Wenn wir das durchbrechen wollen, müssen wir uns vernetzen und zusammen kommen und uns gegen solchen Entwicklungen widersetzen. Bevor Corona begann war ich dabei mit einer Elternschaft eine freie Schule zu gründen um das Schulsystem nach heutiger neurologischer und psychologischer Sicht anzupassen Sprich das Schulsystem an freies Lernen, als Ort der Potentialentfaltung, an eine kreative Lernweise, Kinder als menschliche Subjekte zu begegnen, usw.., denn dort müssten wir die Veränderung beginnen. Wie sagte eins Henkel: "Ganz Deutschland gehört nach dem Krieg auf die Couch", nach der Angstmache Corona gehört sie es erneut. Viele vereinsamte, traumatisierte Menschen, Krisen, Verluste, usw…mit diesen Generationen werden wir das nur schwer eine Veränderung bewältigen…wir können sie sicher vorantreiben und einleiten…aber eine wirkliche Veränderung benötigt Generationen. Spranger definierte 1914 den modernen Menschen als Homo oeconomicus, der wirtschaftskonforme Mensch. Dieser ist heute noch gewünscht und benötigte Generationen ihn dahin zu steuern.

      Beste Grüße

  23. Matthias Kozur sagt:

    Ich finde der einfachste Weg in den Bundestag zu kommen wäre die AfD zu unterwandern . Das meine ich aus meinem Laienverständnis vollkommen Ernst. An alle Freidenker, alle die gerade Parteien gründen (und schon in der Gründungsphase Probleme haben) , alle Querdenker, alle Aluhüte und alle anderen Menschen die an Frieden und Freiheit interessiert sind ,werdet Mitglied der AfD. Die AfD hat den Sprung in den Bundestag bereits geschafft und Ihr seit sofort mitten drin und könnt die AfD verändern . Die AfD ist bereits in der Opposition. Das spart viel Zeit und erspart der einfachen Bevölkerung die Entscheidung zu den ganzen neuen Parteien, die im einzelnen nichts erreichen werden. Die Leute werden AfD wählen, da es die einzigste Partei ist die Widerstand leistet. Also geht da hin wo die Stimmen hingehen werden ,statt Geld und Zeit zu verschwenden den Menschen Eure Konzepte zu vermitteln und als Wähler zu gewinnen. Kann sein das das was ich hier schreibe vollkommener Unsinn ist, aber so denkt der einfache Bürger.

    • Sarina17 sagt:

      Die AFD ist eine neoliberale Partei und systemkonform, Alles andere ist Makulatur.

    • Box sagt:

      Ja klar. Herr Lenz hat auch häufig seine Tagesdosen dazu benutzt um für die Partei zu werben. Wenn er nicht gerade die Kanzlerin als links bezeichnet und Herrn Krall wiederholt, sie würde einen Sozialismus einführen wollen. Das ist so offenkundige Agitation im Sinne einer pseudooppositionellen Anscheinalternative, als wenn ein Präsident, nennen wir ihn Donald Trump, behaupten würde, Joseph Biden sei Sozialist.

      Die Konzentration auf eine Partei und den vorherrschenden Parlamentarismus, ist Ablenkung und Rattenfängerei. Die Grünen haben es vorgemacht und waren von Anbeginn unterwandert. Zu behaupten es ginge umgekehrt ist Scharlatanerie.

      Debatte zum Infektionsschutzgesetz – Steilvorlage für die AfD
      19. November 2020 um 10:30 Ein Artikel von: Jens Berger

      Wer glaubte, dass der AfD die Themen abhandengekommen sind, musste sich leider gestern eines Besseren belehren lassen. Zwar stimmten auch Linke und FDP geschlossen gegen die Gesetzesnovelle, doch die AfD verstand es mit allerlei fragwürdigem Tamtam, sich selbst als lautstarke Opposition zu inszenieren. Und dies mit tatkräftiger Unterstützung der Regierungsparteien, die es offenbar darauf abgesehen haben, Kritik an der „coronaren Verzwergung des Parlaments“ (Heribert Prantl) im Speziellen und Kritik an den Corona-Maßnahmen im Ganzen als „AfD-Position“ zu diskreditieren. Das ist töricht und hilft am Ende wieder einmal nur der AfD. Von Jens Berger.
      (…)
      Im Frühjahr konnten der AfD die Maßnahmen gar nicht weit genug gehen. Alice Weidel forderte noch im März schnelle, harte Maßnahmen und die sofortige Schließung der Grenzen. Zur Erinnerung: Damals spielten diejenigen, die heute die größten Lockdown-Fans sind – u.a. Jens Spahn, Lothar Wieler, Karl Lauterbach und Christian Drosten – die Gefahr durch Corona kategorisch runter. Nach dem Motto „Hauptsache dagegen“ konnten Weidel und die AfD aber nur so lange punkten, bis die Regierungsparteien eine 180°-Wende hinlegten. Von nun an war die AfD – anfangs als einzige Partei – nicht mehr für, sondern gegen alle Maßnahmen. Was zählt schon Glaubwürdigkeit? Die AfD hat abseits ihrer klassischen Themen Migration, Islam und Kritik an der Klimapolitik nun ein neues Themenfeld gefunden, auf dem sie punkten kann. Der drohende Absturz unter die 5-Prozent-Hürde dürfte damit erst einmal abgewendet sein.

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=67054

      Alle, die "rechtsaußen Opposition," ebenso wie die Pseudoprogressiven und was das sonst noch so kreucht und fleucht, einerlei unter welchen Etikett, sind von den Machteliten vorgegebene Wahlmöglichkeiten:

      Klassische Wege des Demokratiemanagements
      systematische Verschiebung des Demokratiebegriffs

      Da Demokratie in ihrem Kern Einhegung von Macht bedeutet, also einen permanenten Kampf gegen illegitime Macht, bestand die Reaktion der Machteliten seit jeher darin, ihr mit einer Konterrevolution zu begegnen.

      Moderne Erfolgsgeschichte der „Demokratie“ beruht auf einem schlichten Trick einer systematischen Bedeutungsverschiebung des Demokratiebegriffs.

      Die Idee der „repräsentativen Demokratie“ diente von Anfang an der Demokratieabwehr und wurde „als ein Mittel verstanden, um das Volk von der Politik fernzuhalten“ und „eine besitzende Oligarchie mit der Unterstützung der Masse der Bevölkerung über Wahlen an der Macht zu halten.“

      Ellen Meiksins Wood (2010). Demokratie kontra Kapitalismus.

      (…)

      „Die ausgebeuteten Massen sollen zwar die Überzeugung, d.h. die Illusion hegen, daß sie durch den richtigen Gebrauch des Stimmzettels ihr Schicksal selbst in der Hand haben, daß es also ihre eigene Schuld ist, wenn sie nicht zufrieden sind.

      Aber in der Praxis ist durch eine geschickte Struktur des politisch-parlamentarischen Apparates dafür gesorgt, daß der Wille der Massen keine politische Wirksamkeit haben kann.“

      Anton Pannekoek (1952/2008)
      Arbeiterräte. Texte zur sozialen Revolution. Germinal Verlag.

      (…)

      Wie läßt sich das Volk „von der Politik fernhalten?“

      Man muß das Bewußtsein der Bürger so manipulieren, daß sie unfähig sind, angemessene Schlüsse aus ihren politischen Erfahrungen zu ziehen, nämlich zu begreifen, daß sie an allen relevanten Entscheidungen keinen Anteil haben.

      – durch Indoktrination
      ein „falsches Bewußtsein“ und Falsch-Identitäten erzeugen

      – Gefühl der Ohnmacht und Angst induzieren
      >Erhöht die Status quo-Neigung

      – durch Konsumismus, mediale Überflutung mit Nichtigkeiten, Infantilisierung u.ä. die politische Apathie verstärken

      – durch ein geeignetes Empörungsmanagement das Veränderungsbedürfnis der Bürger auf Scheinziele ablenken

      Rainer Mausfeld: Neue Wege des Demokratiemanagements
      https://youtu.be/1x8x9NokCZ0?t=1949

      Im verlinkten Vortrag wird der Weg dahin und die derzeitige Krise exakt erläutert.

    • Meinenstein sagt:

      @ Matthias Kozur
      "Kann sein das das was ich hier schreibe vollkommener Unsinn ist, . . . ."

      Danke, dass Sie da selbst schonmal vorgewarnt haben! 😉

      Das Gespräch von Herrn Lenz mit Herrn Lejeun sollte mehr als deutlich gezeigt haben, dass es hier nicht um eine "schnelle Nummer" oder gar ein fertiges Kochrezept geht (vielleicht sogar abholbar am nächsten Faastfoodstand, wenn gerade der Magen knurrt), sondern darum
      überhaupt wieder unbeschränkt in alle Tiefen diskutieren zu können, in einen Debattenraum – als selbstverständliche Grundlage- und dass es grundsätzlich darum geht, den Menschen wieder politische Teilhabe und gesellschaftspolitisches Mitgestaltungsrecht einzuräumen, damit diese/Wir wieder "FÜR" etwas sein und uns engagieren können!!

      Ihr Kommentar wirkt da für mich eher wie eine spährliche Buchstabensuppe, in der ganz viele A F D -Buchstaben schwimmen und noch so ein paar traurige Gemüsestücken, wie Aluhuträger, Freigeister, Querdenker, etc. . .
      Das reicht als vollwertige Nahrung für viele Menschen (Gott sei Dank!) einfach nicht mehr aus und führt auf lange Sicht nur in´s ausgehungerte Nichts . . .

      Schauen Sie sich doch vielleicht noch mal weiter um, auf den alternativen Medien, hier auf Kenfm oder beim Rubikon, multipolar, nuoviso, und, und und . . . . .

      Da gibt es viele, sehr nahrhafte Gedanken und Diskussionen . . .
      der Rest wächst und gedeiht dann ganz von alleine . .
      und wenn se dann groß geworden ist, die Pflanze, dann kann Mensch ihr auch noch einen Namen geben,
      aber nicht vorher!

      auch als einfacher Bürger, darf Mensch es ruhig mal mit ein paar selbstgekochten/ selbstgedrehten Gedanken probieren, um aus der Nichtbeteiligungsletargie aufzuwachen. Es reicht eben nicht nur von Vitaminen zu reden, Mensch muss diese auch zu sich nehmen und verdauen.

      Bleiben Sie stark!

      🙂

    • @Meinenstein, genau so ist das Gespräch gemeint: "Das Gespräch von Herrn Lenz mit Herrn Lejeun sollte mehr als deutlich gezeigt haben, dass es hier nicht um eine "schnelle Nummer" oder gar ein fertiges Kochrezept geht (vielleicht sogar abholbar am nächsten Faastfoodstand, wenn gerade der Magen knurrt), sondern darum
      überhaupt wieder unbeschränkt in alle Tiefen diskutieren zu können, in einen Debattenraum – als selbstverständliche Grundlage- und dass es grundsätzlich darum geht, den Menschen wieder politische Teilhabe und gesellschaftspolitisches Mitgestaltungsrecht einzuräumen, damit diese/Wir wieder "FÜR" etwas sein und uns engagieren können!!"
      Danke, Meinenstein, für den, wie immer, richtigen Blick.

      @Box, Sie schreiben großen Unsinn über mich. Ich zitierte ein Mal Herrn Krall, und schon bin ich mit allem was er sagt und schreibt einverstanden. Das bin ich nicht. Hier auf KenFM habe ich ihn, im Sinne der Spieltheorie ziemlich ausführlich kritisiert. Ist wohl an Ihnen vorbeigegangen. Die Grundidee der Libertären ist nicht schlecht, ABER sie versauen sie damit, da sie Freiheit als Kapitalismus verkaufen und nicht als ein naturenstandenes Grundrecht des Lebens selbst – kurz gesagt.
      UND, wenn ich in Texten oft die Buchstabenfolge der AFD nutze, dann heißt das nicht, dass ich Fan dieser Partei bin, bin ich nämlich nicht. Auch wenn ich die Linken oder Marx kritisiere, heißt das nicht, dass ich diese damit zu meinen Feinde erklärt habe.

    • Box sagt:

      Augenscheinlich bin ich nicht es, der großen Unsinn über Andere schreibt oder sagt, wie ihre Tagesdosen und das M-Pathie Format belegen.

      Der überfallene Magnitz, das war natürlich das Werk Linker. Ebenso der Rauchgranatenanschlag auf Herrn Jebsen. Die "Demokratie" war in Gefahr als der AfD/FDP Trick in Thüringen negiert wurde.
      Gerade vorgestern nannten sie linksgrüne dümmer als einen Millimeter Feldweg, während sie dem Gouverneur Floridas Beifall klatschten. Das erzreaktionäre exilkubanische Florida. Über den Gouverneur selbst können sie gerne selbst auf globalresearch oder counterpunch weiterlesen. Vielleicht haben sie noch eine Anekdote zu Eva Hermann? Oder auch ein weiteres Zitat des Transhumanisten Yuval Harari?

      Rechts, also hierarchisch autoritär, orientierte Personen, durchweg im positiven Kontext, links, also emanzipatorisch egalitär, durchweg im negativen Kontext. Inklusive des neoliberalen Weltbilds, "jeder ist seines Glückes Schmied," in ihren Worten, "sei dein eigener Regisseur."
      Verfolgt man ihr "Werk" erkennt man eine recht eindeutige Ausrichtung.

      Hierzu der von ihnen als Antisemit diffamierte Marx:

      Der Bewusstseinskritiker bildet sich … ein, dass seine moralische Forderung an die Menschen, ihr Bewusstsein zu verändern, dies veränderte Bewusstsein zustande bringen werde, und er sieht in den durch veränderte empirische Verhältnisse veränderte Menschen, die nun auch natürlich ein anderes Bewusstsein haben, nichts anderes, als ein verändertes Bewusstsein. … Diese ganze Trennung des Bewusstseins von den ihm zugrunde liegenden Individuen und ihren wirklichen Verhältnissen … ist nur eine alte Philosophenmarotte. K. Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, 232f.

      Die Forderung das Bewusstsein zu verändern, läuft auf die Forderung hinaus, das Bestehende anders zu interpretieren, d. h. es vermittelst einer anderen Interpretation anzuerkennen. K. Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, 20.

      Es ist die alte Illusion, dass es nur vom guten Willen der Leute abhängt, die bestehenden Verhältnisse zu ändern … Die Veränderung des Bewusstseins, abgetrennt von den Verhältnissen, wie sie von den Philosophen als Beruf, d. h. als Geschäft, betrieben wird, ist selbst ein Produkt der bestehenden Verhältnisse und gehört mit zu ihnen. K. Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, 363.

      Sie sehen also, es wurde hinreichend belegt:

      "Wir leben in einer Zeit der Gegenaufklärung"
      02. Oktober 2018 Paul Schreyer
      Der Psychologe Rainer Mausfeld über die Illusion des Informiertseins, eine "Verachtung des Volkes" und Journalisten und Intellektuelle, "die sich wie Eisenspäne in den Kraftfeldern der Macht ausrichten"

      (…)
      Rainer Mausfeld: Wir müssen natürlich Kritik und Diffamierung unterscheiden. Kritik zielt auf die Sache, Diffamierung auf die Person. Kritik beruht auf Argumenten, Diffamierung arbeitet mit einem Diffamierungsvokabular.
      (…)
      Methoden und Funktionsweisen eines Dissensmanagements können wir besser verstehen, wenn wir statt auf Personen auf seine strukturellen Eigenschaften fokussieren. Zu diesen gut untersuchten und seit langem bekannten strukturellen Eigenschaften gehört es, dass in allen Machtstrukturen besonders Journalisten, Intellektuelle und Wissenschaftler, die in gesellschaftsrelevanten Bereichen arbeiten, eine Tendenz aufweisen, sich wie Eisenspäne in den Kraftfeldern der Macht auszurichten.

      Folglich finden sich in allen Machtstrukturen gerade unter Personen, die über besondere Möglichkeiten verfügen, sich in eine öffentliche Debatte einzubringen, bereitwillige Vertreter, die gleichsam als Bannwarte der Macht agieren und in vorauseilendem Opportunismus alles, was sie für einen unzulässigen Dissens halten, mit Diffamierungsbegriffen belegen.
      Da sie auf diese Weise den in Politik und Medien Mächtigen bezeugen, dass sie die herrschende Ideologie tief internalisiert haben, werden sie dafür vor allem im journalistischen und akademischen Bereich oft mit entsprechenden Karrierechancen belohnt. Diese Mechanismen eines Dissensmanagements in kapitalistischen Demokratien sind seit langem wohlbekannt.

      https://www.heise.de/tp/features/Wir-leben-in-einer-Zeit-der-Gegenaufklaerung-4178715.html?seite=all

    • Cohiba sagt:

      Wer von uns hätte es drauf, diese Idee der Unterwanderung der AfD, mitzutragen?
      Ich glaube, es wären zu wenig, weil man virtuell keine gegenseitige Vertrauensbasis erhält.
      Wenn wir die dreifache Menge der Wählerschaft stellen würden, hätten wir evtl. eine geringe Chance auf eine Mehrheit im Bundestag, falls nicht gefälscht würde.
      Es ist ne sehr heiße Nummer.
      Wie willst du dann der Restbevölkerung das Vertrauen abverlangen, wenn du schon mit der Wahl geschummelt hast?
      Es muß m.E. eineindeutig erkennbar sein, welches Pferd man reitet.
      Trotzdem wäre es eine Art Kriegslist, die man gerne diskutieren könnte.

  24. ml1987 sagt:

    Hallo Herr Lenz und Herr Lejeune,

    ich bin ebenfalls Demoorganisator und habe mit Nils die Aufzüge am 01.08. und 29.08. mitorganisiert, sowie mich mit einigen Querdenkern an den Sonntagen danach mich darum bemüht, dass "Nachdemonstrationen" stattfinden. Ich selbst habe eine der Ortsgruppe von Nichtohneuns und eine Querdenken-Initiative gegründet.

    Ich möchte ein paar Analysen ergänzen, warum aktuell die Bewegung etwas abgeebbt ist. Bis nach Leipzig waren die Demonstrationen unter dem Querdenken-Label sehr groß. Es kam ein einschneidendes Gesetz. Nämlich am 18.11.2020 das Infektionsschutzgesetz. Mit meiner örtlichen Initiaitive haben wir am 21.11.2020 eine Großdemonstration angemeldet mit drei Teilen zu je 1000 Teilnehmer. Unterstützt wurden wir über Queredenken hinaus von viele Initiativen. Aber die Hauptorga wurde hauptsächlich von regionalen Querdenkeninitiativen untertstützt und organisiert. Ich habe dazu die Demonstration in Einzelteile zerlegt und jede Einzelheit in Aufgaben formuliert, und haben jeden ausgesuchten Kandidaten angerufen und Aufgaben verteilt. Herauskam, dass wir ca. 10.000 Menschen zu erwarten hatten. Wir hatten ganz stark auf politische Diskussionen und Inhalte gesetzt, auf Austausch (jede Inititaive erhielt einen eigenen Infostand). Im Prinzip war es ein "übliches" Querdenkenorganisationsprinzip. Und diese Form der Demonstration im größeren Stile wurden nun durch das Infektionsschutzgesetz untersagt, aber mit Methode und System. Bspw. obwohl wir 6 Wochen zuvor angemeldet hatten, und Druck gemacht haben, dass die Genehmigung bearbeitet wird, wurde die Ablehnung, wie zuvor auch schon für viele anderen Demonstrationen, kurzfristig abgelehnt, so dass nur per Eilverfahren und kaum Zeit zum Ausarbeiten einer Gegendarstellung, zu klagen.

    Sie sagten am 05.12. war die erste Klage vorm BVG einer Versammlungsablehnung nach Inkrafttreten des Infektionsschutzgesetzes vom 18.11.2020. Wir habe am 20.11.2020 auch eine Klage vorm BVG gemeinsam mit Markus Haintz und seiner Kollegin Raphaela eingereicht und wurde abgelehnt. Markus war sehr sehr zuversichtlich dass wir Erfolg haben, da die Ablehnung der Stadt so viele Formfehler und subjektive Begründungen wählte. Gründe der Ablehnung waren damals:
    – Grund1: Infektionsschutzgesetz
    – Grund2: Querdenkendemos sind perse nicht durchführbar
    – Grund3: Spreadinggefahr aufgrund von Versammlung vieler Menschen
    – Grund4: Spreadinggefahr für die Polizisten und somit Gefährdung der Staatsgewalt
    – Grund5: das Konzept wäre für 1000 TN ausgelegt, es waren mehr als 10.000 von der Polizei erwartet worden
    – Grund6. Überlastung des Gesundheitssystems des städtischen Krankenhauses Kaiserslautern (95%)
    – und viele weitere Gründe.

    Da ich in Kontakt mit Ballweg, Lenz und Co. stehe, möchte ich meine Einschätzung dazu geben. Die Querdenkenbewegung wurde getragen von der Verantwortung und Wirken m.E. weniger Personen (maximal 50-100). Am Ende des Jahres war volle Erschöpfung da…Erholung war angesagt. Das Infektionsschutzgesetz hat das ursprüngliche Konzept vernichtet, kaum einer war noch in der Lage, ich Rede von der Spitze, größere Konzepte aufzustellen, die sich gegen die Absagen des Infektionsschutzgesetz stellen konnten. Klagen werden reihenweise abgelehnt. Michael Ballweg sagt nicht einfach so eine länger geplante Demonstration zum 31.12/01.01. ab. Er rief aus, dass wir uns alle mal erholen sollen, dass wir neue Strategien ausarbeiten können, und hoffen, dass bald auch eine Klage Erfolg hat.

    Parteien haben sich auch aus der Bewegung gegründet, auch sehr Querdenken nahe. Die Basis, Widerstand2020, Die Föderalen und schon existierende Parteien konnten sich über Zulauf erfreuen. Herr Lejeune, warum haben sie nicht die derzeit größte Widerstandspartei "Die Basis" erwähnt?

    Ich finde es gut, dass sie Journalismus mit "anderen" Inhalten und Differenzierungen betreiben und nah an der Bewegung dran sind, aber wichtige Details ließen sie m.E. unerwähnt. Daher habe ich hier nun etwas ergänzt.

    Ich kann ihnen auch aus eigenen Erfahrungen sagen, dass wir im Prinzip alle Laien sind, besorgte Bürger, die sich in Bewegung setzten und oppositionelle Strukturen geschaffen haben. Ich bin Porjektingenieur in leitender Funktion. Mein normaler Joballtag sah aus, dass ich 10-12h am Tag arbeite, in Vorstandsfunktionen bin, Sportgruppen leite und mich nebenbei bilde und eine kleine Familie habe. Ich begann mit dem Glauben in wenigen Monaten ist das vorbei. Nach fast einem Jahr pausenlos fast jede Woche zu demonstrieren…ich musst bei meiner KfZ-Versicherung neulich 800€ nachzahlen weil ich 60.000km mehr fuhr wie gewöhnlich und angegeben. Ich bin sportpsychologisch geschult und habe viel dafür getan nicht in Erschöpfung oder Depression zu rutschen, weil man wirklich viel Negatives erfährt. Wenn Ballweg, Haintz, Lenz, Ludwig, Schiffmann, Brackmann, Pfeiffer-de Bruin, Pfullert, Sodenkamp, Füllmich, Ehrlich und Co. kürzer treten, und selbst Pause brauchten, war aber auch niemand in Kürze der Zeit da und hat solche Organisationen geschaffen wie es Querdenken, Ärzte für Aufklärung, Demokr.Widerstand, Klagepaten, etc. geschaffen haben und Hunderttausende bewegt haben gemeinsam auf die Straße zu gehen. Dennoch gab es immer wieder Demonstrationen seit Leipzig, die durchgeführt wurden. Bspw. in Wien, wo die Gruppe stetig wächst. Ob wir unter Querdenken weiter machen oder unter anderen Namen, muss sich langsam weitere Generationen auch bilden, die Ballweg und Co. unterstützen und ersetzen können, um die Bewegung in der Größe am Leben zu erhalten. Aber aktuell muss auch mal die Rechtsstaatlichkeit wieder durchbrochen werden, dass größere Ansammlungen genehmigt werden.

    Beste Grüße
    Marcel Lang

    • Meinenstein sagt:

      @ ml1987

      tausend Dank für Ihre Ergänzungen!
      Mensch muß Ihnen zustimmen, Der Aspekt der bereits bestehenden Parteien und ihre Entwicklungen kam in dieser Gesamtschau in der Tat etwas zu kurz.
      Somit nochmal besten Dank für Ihren Kommentar!

      🙂

  25. Michael Haas sagt:

    Es stößt bitter auf, wenn die Bildung einer Partei und damit auch die Anpassung ans System vorgeschlagen wird. Aber deshalb ist die Diagnose, dass wir in einer Parteiendemokratie leben, nicht falsch.

    Man könnte versuchen, die neue PARTEI des WIDERSTANDS – Partei für Frieden und Freiheit (mein Vorschlag) basisdemokratisch zu organisisieren, mit Wechsel von Repräsentanten im Bundestag alle ein oder zwei Jahre. Außerdem sollten die Abgeordneten aus allen Schichten der Bevölkerung, aus allen Berufsgruppen kommen können. Die Partei sollte bereit sein, ein Schulungssystem für die Arbeit im Bundestag/in den Landtagen einzurichten.

    Zusätzlich sollte die Partei als zentralen Programminhalt Volksabstimmungen enthalten und dieser Inhalt sollte unveränderbar sein.

    Ferner sollte das Parteiprogramm basisdemokratisch legitimiert sein.

    Ein zentrales Element müsste die Aufrechterhaltung bzw Etablierung eines breiten Meinungsspektrums sein.

    In diesen Bereich gehört auch der Einsatz für verfolgte Journalisten und Whistleblower. Besonders hervorheben möchte ich hier JULIAN ASSANGE, für den wir uns einsetzen sollten. Er ist ein Symbol für Frieden und Freiheit.

    • Stephanie K sagt:

      Dann schau dir mal die Website der Partei „dieBasis – Basisdemokratische Partei Deutschland“ an: www.diebasis-partei.de
      Sie tritt mit genau deinen Ideen und Forderungen an!

  26. Meinenstein sagt:

    * * * Vielen Dank für diesen tollen Betrag! * * *

    Tolle unaufgeregte analytische und zusammenfassende Beschreibung der bürgerlichen Widerstandsbewegungen.

    Bitte mehr davon!!

    Es ist sicherlich nicht vollständig; das kann es nicht sein, da die Einordnungen, die vorgenommen werden, hypothetische Annahmen sind, welche eigentlich – nachvollziehbar und ausreichend – hergeleitet/ begründet werden müssen. Da würde ein dickes Buch daraus.

    Braucht es an dieser Stelle m.E. aber auch nicht, bzw. Herr Lejeune – als Zeitzeuge – wirkt da schon sehr aufrichtig und eloquent und der Abgleich mit meinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen, auf vielen Demonstrationen hier in Berlin, haben mir ausgereicht und ich konnte dem „Ganzen“ sehr gut folgen.

    Nochmals vielen Dank!

    Auch finde ich, das Herr Lenz und Lejeune es in diesem „relativ kurzen“ Gespräch, sehr gut gemacht haben und sich sehr gut vorbereitet haben, in der Kürze der Zeit, diese zusammenfasende Betrachtung verständlich und aussagekräftig darzustellen.

    Das dabei Dinge und Begebenheiten idealisiert dargestellt werden, ist der analytischen und charakterisierenden Sichtweise geschuldet und aus meiner Sicht kein Anlass, hier mit überbordernden Realitäts-Cheks, die Dinge auseinanderzupflücken. Vereinfachende Modelle sind ja dafür da, sich auf die wesentlichsten Dinge, der jeweiligen Maßstabsebenen der Betrachtung, zu konzentrieren. (versuchen Sie mal auf einem Stadtplan ihr Haus wiederzuerkennen, da wird ein jeder sofort zu dem Schluß kommen: In so einem einfachen Kasten wohne ich doch gar nicht, oder!)

    Ich kann die „pragmatische“ Schlußfolgerung, dass es eine Partei braucht, um innerhalb der politischen und gesellschaftlichen Funktionssysteme einen Debattenraum und eine Opposition aufrecht zu erhalten, ebenso sehr gut nachvollziehen und kann dem nur zustimmen.

    Es bleiben allerdings in der Tat die Fragen, wie kann so eine Partei aussehen, mit welchen Zielsetzungen ist diese unterwegs, etc., etc. Da gibt es großen Dikussionsbedarf, weil:

    "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ [Albert Einstein]

    Bleiben wir stark!

    🙂

  27. Frank sagt:

    Am 01.08.2020 habe ich eine ähnliche Berechnung erstellt und konnte meinen Bruder damit überzeugen, dass die offiziellen Zahlen nicht stimmen können. Insoweit ist eine Berechnung für einen naturwissenschaftlich geprägten Geist hilfreich!

    Viel gravierender und auch erschreckender ist jedoch die im Interview vertretende These das 1. die Bewegung am Ende ist und 2. wir daher eine Partei benötigen um uns zu organisieren. -Wohin uns die sog. parlamentarische, Parteien dominierte Staatsform hingeführt hat, ist doch genau der Ursprung unserer Probleme. Genauso wie ich nicht an einen guten Diktator glauben kann, glaube ich nicht an eine echte Demokratie auf Basis eines Parteien-Systems. Die im Grundgesetz vorgesehen Aufgaben und Funktionen von Parteien -die Meinungsbildung & die Spiegelung der Bedürfnisse aus der Breite der Bevölkerung-, werden durch die Parteien nicht wahrgenommen. Es kann also nur eine Lösung gefunden werden, wenn wir die demokratische Basis verbreitern, also dezentrale Ansätze suchen. Dieser Prozess hat bereits begonnen und trifft gerade mit voller Wucht auf die zentralen Herrschaftssysteme, die sich bereits in Auflösung befinden und sich daher immer aggressiver Verteidigen.

  28. Box sagt:

    Wenn Pseudo-Opposition sich im Gespräch findet.

    Berlin: Erdogan-Fan wird geschlagen und bekommt danach "Nazimethoden" der Polizei zu spüren
    RT DE 03.04.2017

    https://www.youtube.com/watch?v=CiCevSl4EUc

  29. Stephanie K sagt:

    Seit Juli 2020 gibt es die Partei „dieBasis“, die auch für die Bundestagswahl 2021 schon zugelassen ist: www.diebasis-partei.de
    Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im März 2021 tritt sie erstmals mit an!
    Einige ihrer (in der Maßnahmen-kritischen Bewegung prominente) Mitglieder sind: Reiner Füllmich, Viviane Fischet, David Claudio Siber, Markus Haintz.

  30. Schramm sagt:

    Meine Antwort auf „Hartensteiner“ und Co.

    Ihr „spießbürgerlicher Kleingeist“ sollte richtig denken lernen.

    Hieraus ergeben sich auch die logistischen Fakten für eine Großveranstaltung:

    ●, so bspw. für das zusätzliche Verkehrs- und Transportaufkommen nach und in Berlin [zusätzlich 200.000 PKW und/bzw. 15.000 Linienbusse]

    ●, die Veranstalter müssten aus Sicherheitsgründen mehrere Zehntausend Ordner stellen, ebenso einen Aufwand von mehreren Tausend Sanitätern und hunderten Ärzten.

    ●, weitere 5.000 Sanitäreinrichtungen müssten erreichbar und bereitgestellt werden.

    ●, zudem würden nicht „17. Wohnungen“ für die zusätzliche Versorgung reichen, so wie es ein Video-Aktivist auf seiner morgendlichen Fahrt nach Berlin verkündete. Es bedürfte zusätzlich ein Versorgungsumfang von mehreren hundert Supermärkten.

    ●, für hunderttausende Teilnehmer bedürfte es zusätzlich eine Übernachtungsmöglichkeit in Berlin.

    ●, der Innensenat und die Polizeibehörde benötigten für ihren Großeinsatz zusätzlich weitere mehr als 10.000 Beamten aus dem ganzen Bundesgebiet.
    – – –
    Die Kosten für die Veranstalter würden im zweistelligen €-Millionenbereich liegen.
    – – –
    ●, zu der polizeilichen Luftaufnahme: Wenn sich mehrere zehntausend Menschen mit erweitertem Abstand über eine relativ große Fläche verteilen, so wirkt (psychologisch) die Anzahl größer, als wenn sie sich auf kleinerem Raum konzentriert.
    – – –

    ►Anzahl der Demo-Teilnehmer am 29. August 2020: zwischen 80.000 und 100.000

    Berechnung bei der Begehung, am 29.08.2020, zwischen 16:30 und 17:20 Uhr, über die Anzahl der TeilnehmerInnen an der Berliner Demonstration.

    Zwischen der Berliner Friedrichstraße und dem S-Bahnhof Tiergarten, um das Brandenburger Tor und um die sog. Siegessäule im Tiergarten, entlang und beiderseits der Straße des 17. Juni: zwischen 80.000 und 100.000 TeilnehmerInnen.

    ►Alle anderen Behauptungen seitens der politischen Polizei, der Medien und Veranstalter sind vorsätzlich falsch.

    PS: Meine Erfahrung über korrekte Berechnungen seit dem Jahr 1967.

    ►Noch eine abschließende gesellschaftspolitische Anmerkung: bei einer Teilnehmerzahl von 700. Tausend, bzw. eine Million Teilnehmern am 29. Aug. 2020, so nach dem irrealen Wunschdenken des spießbürgerlichen Kleingeistes von Hartensteiner und Co., wären diese Parlamentsparteien der Quandts des Kapitals und deren Bundesregierung nicht mehr im Amt.

    06.02.2021, R.S.

    • ml1987 sagt:

      Sehr geehrter Herr Schramm,

      haben sie sich mal gefragt wie die Auflagen wirklich lauteten? Und was eine Demonstration im versammlungsrechlichen Sinne ggüber einem größeren privaten Events kosten?

      Eine Demonstration wie sie in Berlin stattfand lebte davon, dass wir ganz viele Leistungen gespendet bekamen, weil auch Unternehmer, Eventmanager sich um ihre Demokratie sorgen machen. Ich kenne den Eventmanager, der die Technik und die LED-Leinwände gestellt hat, da er aus meiner recht kleinen Heimatstadt kommt. Er hatte aus ganz Deutschland Unterstüzung, Helfer arbeiteten kostenlos, Bauunternehmer stellen Absperrelemente, LKWs/Transportfahrzeuge werden alle privat gestellt. Es waren mehr als 100-150 Inititativen beiteiligt, die alle auf eigene Kosten und wiederum Spenden kamen. Und dennoch waren die Kosten für QD Stuttgart 711 immens hoch. Und warum sollten Kosten im Hunderttausender Bereich nicht gestemmt werden können, wenn sehr viele mittelständische Unternehmer, Millionen von Leuten Spenden, Hand in Hand mithelfen?!?

      Die Zahl von Herr Lejeune wurde nur wiedergebeben. Sie kam von polizielicher Stelle am 01.08.2020. Er hat selbst redete von Hunderttausende. Das kann 100.000 oder 999.999 Menschen sein. Und da sind wir uns alle einig, dass dies zutrifft.

      Haben sie weitere Fragen? Ich bin bin nah an der Bewegung dran, habe mitorganisiert und selbst als Organisator beigetragen. Ich weiß wie eine solche Planung Hand-in-Hand läuft und immer sich irgendwie eine Lösung ergibt. Die Lösung liegt nämlich vielmehr im Wollen und am Durchsetzungsvermögen gegen Gegenkräfte durchzuhalten und gegenanzukommen,

      Herzliche Grüße

  31. Astrid sagt:

    Polizisten müssen keine Befehle ausführen. Sie können kündigen und eine andere Arbeit ausüben. Sie müssen keine Wasserwerfer bedienen. Sie müssen nicht Erfüllungsgehilfen der Machthaber sein. Ich habe es satt das Polizisten kollektiv immer entschuldigt werden. Ich habe viele Bekannte die effektiv im Bildungssystem nach dem Abitur gescheitert sind und dann ist man eben noch bei der Polizei untergekommen. Wenn ich die Bekanntschaften heute Revue passieren lasse sind sie sowohl Charakterlich wie auch sozial völlig daneben für den Beruf. Es gibt keinen Grund diese Menschen in den privaten Medien dauernd zu entschuldigen und zu loben.

  32. gabrieleweis sagt:

    Hallo Martin Lejeune, danke für die hervorragende Dokumentaristen-Arbeit und danke für die in meinen Augen soweit treffende Analyse des bisherigen Protestgeschehens . . . !

    Die auf Partei-Bildung setzende Schlussfolgerung teile ich nicht.
    Die Rolle der Parteen bedarf einer grundlegenden Änderung – und zwar v o r den nächsten Wahlen !
    Innerhalb der bisherigen Parteienherrschafts-Strukturen ist via Parlament in meinen Augen nichts zu bewegen.. . !!

    Meine Vorschläge dazu (terminlich mittlerweile neu zu fassen) finden sich hier: https://diskursblickwechsel.wordpress.com/wos-hin-konnte/

    Wär schön, wenn der Austauschmal in solche Richtungen ginge !

  33. Schramm sagt:

    Siehe, ab 01:06 Std.-Min., Teilnehmerzahl:

    Warum verbreiten sie weiterhin Fantastereien über die Teilnehmerzahlen an Demonstrationen gegen die undemokratischen Maßnahmen der Bundesregierung und staatlichen Behörden?

    Hierzu meine Antwort auf die Zahlenspielereien nach oben zum 29.08.2020:

    ● die Entfernung zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule liegt bei 1,9 km.

    ● die 'Straße unter den Linden' ist in der Länge 1,5 Kilometer und in der Breite 60 Meter und eine Gesamtfläche von 90.000 Quadratmeter (abzüglich baulicher Gestaltungen).

    ● der Platz am Brandenburger Tor: rund 45.000 Quadratmeter (abzüglich Bebauung).

    ►Bei einer Länge von 2000 Metern und einer Breite von 60 Metern stehen 120.000 Quadratmeter zur Verfügung. Berechnen wir (nur) vier Personen pro Quadratmeter und ohne Berücksichtigung der Bebauung und Bäume, so kommen wir auf 480.000 Menschen die sich hier unter militärischer Disziplin aufhalten könnten.

    ►Bei einer Aufstellung von Schulter an Schulter und einem Abstand von 1 Meter kommen wir auf 120 Personen in der Straßenbreite und bei einer Länge von 2200 Metern (deutlich über das Areal) auf 264.000 Menschen. // berücksichtigen wir noch die Hälfte dieser Anzahl zu beiden Seiten der Straße im Tiergarten und in den abgehenden Straßen vom Großen Stern, so kommen wir auf 396.000 Menschen in der Fläche, so auch ohne dabei die geringste Einhaltung von Sicherheits- und Abstandsregelungen.

    Die Veranstalter hatten ursprünglich 22.000 Teilnehmer auf einer Fläche von 185.000 Quadratmeter angemeldet. Nehmen wir nur diese (ursprünglich vorgesehene) Fläche und pro Quadratmeter zwei Personen, so wäre hier die theoretische Aufstellung von 370.000 Menschen möglich. Selbst wenn sie diese Fläche nochmals für die Seitenstraßen und unter den Bäumen im Tiergarten hinzunehmen, so kommen sie nur auf insgesamt 740.000 Menschen.

    PS: So eine Aufstellung wäre selbst im militärischen Verband unter strengster Disziplin und Auflagen nicht möglich. // in diesem Zusammenhang können wir bei allen historischen Zahlenspielereien, sowohl bei Großveranstaltungen im Kapitalismus wie im historischen Realsozialismus, so wie sie auch in Geschichtsbüchern falsch wiedergegeben werden, nur von Fake bzw. Fälschungen sprechen.

    Übrigens, ob bei der Loveparade [1,5 Mio.] oder bei der Großveranstaltung für Barack Obama [200. Tausend], es handelte sich stets um [medial und politisch] aufgebauschte Teilnehmerzahlen.

    Noch zwei historische Anekdoten:

    ● in den 1970er Jahren zählte ich bei einer Großdemonstration im damaligen Westberlin rund 12.800 Teilnehmer. Am nächsten Tag lautete die Schlagzeile auf der Titelseite der SEW-Tageszeitung: „70.000“ Teilnehmer. // in Folge meiner mündlichen Korrektur gegenüber meinen damaligen Genossen kam es zu harten Auseinandersetzungen und zur Forderung an mich, ich sollte diese falsche Zahl in der Öffentlichkeit propagieren. Natürlich habe ich mich dieser blödsinnigen politischen Propaganda nicht angeschlossen.

    ● während des Vietnamkrieges nahm ich an einer Solidaritätskundgebung in Ostberlin teil. Der von mir hochgeschätzte Genosse Albert Norden hielt vor der Humboldt-Universität am Bebelplatz eine Rede zur verstärkten Solidarität mit und für den Befreiungskampf Vietnams. // meine Berechnung noch am selben Tag lag bei rund 30.000 TeilnehmerInnen. Am nächsten Tag stand auf dem Titel vom Neuen Deutschland die falsche Teilnehmerzahl von „300.000“ (dreihunderttausend).

    Wo uns dieser überdimensionierte Blödsinn bis heute hingeführt hat, das müssen wir hier nicht weiter erörtern.
    – – –
    PS: Leider wurde auch auf Rationalgalerie von Uli Gellermann mein Text den Lesern vorenthalten.

    Trotz alledem,
    mit solidarischem Gruß
    gez. Reinhold Schramm

    • Hartensteiner sagt:

      Verstehe Deine Rechnerei nicht. Du kommst doch auf über 700 000. Das sind VIELE. Da ist es nun wurscht, ob das als 500 000 oder als 1 000 000 gezählt wird. Entscheidend ist SEHR VIELE und deutlich mehr als 17 000 oder 22 000 oder wie die offiziellen Zahlen hießen. Klar ist – es waren sehr viel mehr. !0 x mehr, 20 x mehr, was auch immer – jedenfalls so viel mehr, dass die offizielle Angabe eine Farce war. Reicht doch. Da kannst Du aufhören zu rechnen – es bringt nichts als… na? …. spießbürgerlichen Kleingeist 🙂 Keinen solidarischen Gruß! Den bringt es nicht.

  34. Hartensteiner sagt:

    Ich habe das nicht angehört, denn wenn ich "Partei" lese und weiß, was mit "Partei" so geschieht – Beispiel, die Grünen, Beispiel, die Linke – und wie die vom System ohne auch nur einen Rülpser gefressen werden, dann kann ich nicht sehen, warum das System weiter gefüttert werden sollte. Ich schließe mich da eher dem Spruch an: "Wer wählt, hat schon verloren!".
    Wir können auch zeitlich etwas weiter zurück gehen. Da gab es mal eine sozialistische Partei mit der Bezeichnung SPD. Kam 1914 hat sie den Kriegskrediten zugestimmt. Und das ist erst der Anfang eines beträchtlichen "Sündenregisters". Eine Partei gründen? Das wäre denn nun die Krone der Einfallslosigkeit und die Arbeit für Hirten, die die Schafe in die vorgesehene Umzäunung dirigieren würden.

    • fromaaage sagt:

      Danke! Genau das ist auch mein Gedankengang. Du kannst das System nicht ändern, wenn du selbst zum Teil des Systems wirst und dann auch nach Spielregeln spielst, auf die man nicht einwirken kann.

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