M-PATHIE – Zu Gast heute: Peggy Rockteschel – „Ich bin mein Leben“

Peggy Rockteschel ist psychologische Beraterin, Autorin und sie ist Moderatorin auf dem YouTube-Kanal Welt im Wandel TV. In diesem Gespräch spricht Peggy Rockteschel über ihr Buch „Du bist der Filmemacher“. Gemeint ist damit das ganze Leben, in dem ein Jeder seinen Lebensfilm selbst gestaltet. „Wenn das Äußere sich nicht ändert, entweder gehst du drauf, springst wirklich, oder du wendest dich nach innen. Und dann fängt die Arbeit erst richtig an.“ Das wurde auch Peggys Wendepunkt in ihrem Leben, ihre Transformation zu dem Menschen, der sie heute ist.

Peggy Rockteschel hat sich dann aus all ihren Illusionen herausstrampeln müssen, wie sie selbst sagt. „Kampf, Beschuldigungen, Verurteilungen, mein Leid, mein finanzieller Mangel, all diese Themen musste ich anpacken. An ihnen war nie jemand anderes verantwortlich, außer ich selbst“, sagt sie. Sind wir selbst unser eigenes Schicksal? Projizieren wir unsere eigenen Unzulänglichkeiten allzu gerne immer und immer wieder auf andere Menschen? Oft sogar auf die, die wir am meisten mögen, ja auch auf diejenigen, die wir lieben? Wie viele Anteile eigener Konflikte projizieren wir auf andere Menschen und machen diese für Dinge schuldig, die wir selbst in uns tragen und die wir selbst lösen sollten?

„Dann dachte ich, nehmen wir mal an, ich bin das alles selbst. Ich bin meine Projektionen, meine Schuldzuweisungen an andere und all das, was wir Spiegelungen nennen. Was wäre dann? Wenn alles, was ich wahrnehme, ich selbst bin, was wäre dann? Alleine diesen Gedanken zuzulassen, war wie eine kleine Erleuchtung für mich.“ Peggy Rockteschel erzählt in diesem Gespräch ihre eigene Wandlung von einem gebeutelten Leben hin zu einem eigenverantwortlichen Bewusstsein, das sie erst zu dem Menschen gemacht hat, der sie heute ist.

All dies schrieb sie nieder und veröffentlichte dies unter ihrem Buch: „Du bist der Filmemacher“. Ihr Buch ist ein Aufwacher, eine Energiespritze für das eigene Leben, es zu ändern und nicht mehr andere für das eigene Misslingen zu missbrauchen. Genau diese Transformation ihres ganzen Wesens macht heute Peggys Lebendigkeit, ihre Vitalität und ihren Spirit aus. Lösen wir unseren eigenen dicken Knoten auf, der wie eine innere Handbremse unsere Verirrungen im Leben erzeugt, dann entsteht daraus eine starke positive innere Energie, mit der wir, bildlich gesprochen, Berge versetzen können.

Das ist die Lösung dafür, in unsere Kraft zu kommen. Man sieht es Peggy Rockteschel an, dass sie in dieser Kraft steht. Sie strahlt es förmlich aus und überträgt es auch auf die Menschen, die in ihrer Nähe sind. Peggy ist diese Transformation, sie redet nicht bloß darüber. „Die Wahrnehmung ist das, was wir korrigieren sollten.“ Dieser Satz wirkt wie eine Heilpflanze, wenn man ihn beherzigt und selbst auch anwendet.

Peggys völlig natürlich wirkende Philosophie zuzuhören, zu der sie selbst gelangt ist, ist faszinierend, aufregend und inspirierend zugleich. Dadurch hat sie etwas ganz Eigenes in ihrem Wesen erschaffen, das sie heute ausmacht: Ein offener Geist, der nicht festgefahren ist, sondern der lebt und weise wird. Was gibt es Schöneres und Lohnenswerteres als dieses in sich selbst zu finden und zu leben?

Mehr über Peggy Rockteschel hier: http://rockteschel.com oder hier: https://www.welt-im-wandel.tv/mediathek/gespraeche-peggy-rockteschel/

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17 Kommentare zu: “M-PATHIE – Zu Gast heute: Peggy Rockteschel – „Ich bin mein Leben“

  1. Es soll alles gut sein, wie es ist?
    Die Welt ist gut…?
    Der gute Leibniz war der Ansicht, dass diese unsere Welt die beste aller möglichen Welten sei. Nach seiner Ansicht hat Gott diese Welt geschaffen und da Gott unfehlbar ist, kann es nur die beste aller möglichen Welten sein. Darauf holte er sich bei vielen Philosophischen Kollegen großen Hohn ein, da diese Aussage nicht zu der realen Welt aus Elend und Schmerz passt. Voltaire schrieb sogar ein grandioses Buch über dieses unmögliche Argument von Herrn Leibniz.
    Es gibt nun mal gegnerische Kräfte und denen kann man nicht mit pinken Blümchen kommen – die Taktik hat noch nie funktioniert und wird es auch nicht.
    Zudem finde ich es nicht gut, dass Frau Rockteschel einen klaren philosophischen Gedanken: das Ding an sich bei Kant, Die Welt als Vorstellung bei Schopnenhauer auch Erich Fromm u. v. m. haben drüber geschrieben, ins Abstrakte und Mystische, wenn nicht sogar ins Göttliche zieht – das nimmt dem ganzen die Wichtigkeit.

    Was Frau Rockteschel sagt, ist nicht verkehrt, nur die Ausführung und Begründung ist etwas schwammig.
    Wenn es um solche Themen geht, lest lieber die alten, es wurde alles schon analysiert und aufgeschrieben und das von solchen großen Köpfen die unserer Gegenwart leider nicht mehr hervorbringt, wie es der Gast bei M-Pathie Herr Hüter gut aufgezeigt hat.

  2. Die "Gestalttherapie" habe ich als Möglichkeit erlebt, eigene Grenzen bewusst wahrzunehmen und zu überwinden.
    Diese "Ich bin mein Leben-Therapie" berührt mich gar nicht.
    Warum, kann ich nicht sagen. Vielleicht missverstehe ich sie, wenn ich statt dem weiten Debattenraum, den wir
    unbedingt überall brauchen. wo menschliches Miteinander nach gemeinsam gefundenen Regeln geschieht,
    'nur' (m)einen Erlebnisraum sehe.

  3. Im pervertierten Freiheitsbegriff des Neoliberalismus bezieht sich die »Freiheit« einer Person darauf, dass sie sich den Kräften des »freien Marktes« zu unterwerfen hat, also von allen gesellschaftlichen und sozialen Banden »befreit« und somit sozial und gesellschaftlich entwurzelt ist. Scheitert sie auf dem »Markt«, so darf sie dafür nicht gesellschaftliche Verhältnisse verantwortlich machen, sondern muss dies ihrem individuellen Versagen zuschreiben. Die Unsicherheit, ob man in einer konkreten Situation flexibel genug ist, die richtigen Anpassungsleistungen angesichts der Unvorhersehbarkeit des Marktes zu erbringen, führt zu dauerhafter Anspannung und zu einer Intensivierung der Anpassungsanstrengungen. Daher kann eine Person die Haltung eines unternehmerischen Selbst nur um den Preis psychischer Deformationen annehmen. Da die Ideologie des unternehmerischen Selbst auf einem empirisch hochgradig unangemessenen Menschenbild beruht, also der tatsächlichen Beschaffenheit unseres Geistes zuwiderläuft, überrascht es nicht, dass diese Entwicklungen mit zunehmenden narzisstischen und Borderline-Störungen, mit Burn-out, schweren Depressionen und Angststörungen einhergehen.
    Die Ideologie des unternehmerischen Selbst ist mit ihren Folgen einer Individualisierung längst auch in emanzipatorischen Bewegungen wirksam geworden. Dort spiegelt sie sich beispielsweise in Parolen wider wie: »Wer die gesellschaftlichen Verhältnisse verändern will, soll die Veränderungsenergie nicht auf Zentren der Macht richten, sondern mit der eigenen Veränderung beginnen.« Diese frohe Botschaft zur Individualisierung des Glücks – die »Privatisierung der Utopie« (Steve Fraser) – wird sicherlich von den Herrschenden gerne begrüßt. Entgegen einer solchen individualisierenden Konzeption ist Glück jedoch ein Zustand, der nicht allein von unserer individuellen Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung abhängt, sondern wesentlich auch von unseren sozialen Lebensverhältnissen, insbesondere einem Gefühl von Zugehörigkeit, und damit auch von unseren materiellen Lebensverhältnissen. Die vielfältigen Formen einer individualisierenden Psychologisierung von Glück und Selbstverwirklichung, wie sie gegenwärtig wieder hoch im Kurs stehen, tragen zur Stabilisierung der gegebenen Machtverhältnisse bei und führen zu einer weiteren Entleerung des politischen Raumes.
    (…)
    Während der Neoliberalismus die Opfer seiner Transformationsprozesse als für ihre Situation selbstverantwortlich erklärt, hat er es zugleich geschafft, für die politischen und ökonomischen Entscheidungsträger eine »Kultur der Verantwortungslosigkeit« (C. Wright Mills) zu etablieren. Durch die ideologische Behauptung, dass diese Entscheidungsträger nur Sachzwängen und Naturgesetzlichkeiten des globalisierten freien Marktes Rechnung tragen würden, werden die Folgen dieser bewußten Entscheidungen – die Agenda 2010 ist ein prominentes Beispiel – dem menschlichen Verantwortungsbereich entzogen. Der Neoliberalismus hat eine neue Kategorie menschlichen Tuns hervorgebracht, nämlich Taten ohne Täter. Damit hat er den opfern dieser Taten die Möglichkeit genommen, diese Taten als menschliche Taten zu verstehen, sie Tätern zuzuweisen und aus diesen Taten angemessene Konsequenzen für ein gesellschaftliches Handeln zu ziehen.
    Die systematische Erzeugung von sozial-ökonomischer Unsicherheit lässt in der Gesellschaft zwangsläufig große Empörungs- und Protestpotentiale entstehen und damit politische Veränderungsbedürfnisse. Der Neoliberalismus benötigt daher besonders wirkungsmächtige Methoden, dies Veränderungsbedürfnisse zu neutralisieren und auf Ablenkziele umzuleiten.
    (…)
    Der Neoliberalismus ist sehr erfolgreich in seinem Bemühen, die Opfer seiner Transformationsprozesse dazu zu bringen, sich ihre Situation »als normale Folge von Fehlverhalten« selbst zuzuschreiben.
    (…)
    Das zunehmende gesellschaftliche Sichtbarwerden von Prekarisierung und ihren Folgen beunruhigt auch die sozioökonomisch mittleren Schichten. Sie erleben eine wachsende materielle Unsicherheit über den Erhalt ihres sozialen Status und müssen die damit verbundenen Abstiegsängste psychisch bewältigen. Da die Ideologien der Meritokratie und des unternehmerischen Selbst den Weg zu einem solidarischen politischen Handeln blockieren, werden aus realen Abstiegsängsten diffuse Binnenängste. Die damit verbundenen Psychodynamiken, wie sie in der Traumatisierungsspirale beschrieben sind, lassen sich wiederum für Zwecke einer Machtstabilisierung nutzen. Gerade die Abstiegsängste erhöhen die Neigung der Betroffenen, den jeweiligen Status quo zu rechtfertigen und zu verteidigen. Durch die gewaltigen vom Neoliberalismus erzeugten gesellschaftlichen Spannungen hat diese ideologische Verteidigung des Status quo Formen angenommen, die der Soziologe und Konflikt- und Gewaltforscher Wilhelm Heitmeyer »rohe Bürgerlichkeit« nennt.
    (…)
    Als Ursachen dieser Entwicklung einer »rohen Bürgerlichkeit« macht Heitmeyer die »ökonomistische Durchdringung sozialer Verhältnisse«, eine »Demokratieentleerung« und »fehlende politische und öffentliche Debatten über das Verhältnis von Kapitalismus und Demokratie« aus. Damit identifiziert er präzise die tieferliegenden Wurzeln sozialer Verrohungen, die mit dem Siegeszug der neoliberalen Revolution von oben ein Kennzeichen der Gesellschaften in »kapitalistischen Demokratien« geworden sind.
    Das Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus muss daher wieder oder überhaupt erst einmal in das Zentrum öffentlicher Debatten über die Zukunft unserer Gesellschaft rücken. Solange wir dieses Verhältnis nicht geklärt haben, können wir auch keine überzeugenden und attraktiven Rahmenerzählungen anbieten, die emanzipatorischen Bewegungen erst Kohärenz und politische Wirksamkeit geben können.
    (…)
    Wie kann eine größtmögliche Freiheit von gesellschaftlicher Angst gewonnen werden?

    Der Neoliberalimus hat es vermocht, auf den dunkleren Seiten des Menschen eine Gesellschaft zu errichten. Er hat seine anthropologische Lüge eines homo oeconomicus, um mit Günther Anders zu sprechen, wahrgelogen. Obgleich das dem Neoliberalismus zugrunde liegende Menschenbild ein perverses Zerrbild des Menschen ist, hat es der Neoliberalismus geschafft, seinem Menschenbild eine gesellschaftliche Realität zu verleihen.
    Mit der Entwicklung des Kapitalismus zum Neoliberalismus hat der Kapitalismus seine kurzzeitig durch den Druck sozialer Bewegungen erzwungenen Bemühungen aufgegeben, mit der Demokratie eine gesellschaftliche Zweckverbindung einzugehen. Er hat die demokratische Maske fallengelassen, mit der er eine Zeit lang aus strategischen Gründen seine radikal antidemokratische Zielsetzung verborgen hat.
    Damit hat er auch einen demokratischen Reformismus, den der Industriekapitalismus stets zu seiner Stabilisierung und zum Schutz vor sich selbst benötigt hat, weitgehend unwirksam und unmöglich gemacht. Dadurch können sich nun in der neoliberalen Extremform des Finanzkapitalismus die selbstdestruktiven Momente des Kapitalismus und seine inneren Widersprüche ungehemmt entfalten. Mag sich der Leviathan des Neoliberalismus auch die Verkleidung einer kapitalistischen Demokratie geben, so bleibt er ein autoritäres und quasi-totalitäres System, das – in sich flexibel ändernden Formen – jederzeit bereit ist, auf autoritären Wegen sein zentrales Ziel durchzusetzen und zu erhalten, nämlich eine gegen alle demokratischen Einflüsse geschützte Ausbeutung der Vielen zu Gunsten der Wenigen. Das demokratische Versprechen einer größtmöglichen Freiheit von Angst ist damit hinfällig geworden. Mehr noch: Der Neoliberalismus produziert nicht nur systematisch den Rohstoff Angst, sondern hat die Psychotechniken einer auf Angsterzeugung basierenden Sicherung seiner Stabilität zur Perfektion verfeinert.
    Demokratie und Kapitalismus sind, wie vielfach sorgfältig aufgezeigt wurde, nicht miteinander vereinbar. Damit ist es aus grundsätzlichen Gründen auch unmöglich, in einer »kapitalistischen Demokratie« die drei demokratischen Versprechen – nämlich gesellschaftlicher Selbstbestimmung, friedliche Lösung innerer und äußerer Konflikte und Freiheit von gesellschaftlicher Angst einzulösen.
    (…)
    Wenn wir uns aus den Fesseln systematisch erzeugter gesellschaftlicher Angst befreien und emanzipatorische Fortschritte in Richtung einer menschenwürdigeren Gesellschaft ermöglichen wollen, so müssen wir, wie Noam Chomsky nicht müde wird uns zu ermahnen, entschlossen an die Wurzeln der Machtverhältnisse gehen, die einem solchen Ziel im Wege stehen: »Solange die Wirtschaft unter privater Kontrolle steht, ist es egal, welche Formen das System annimmt, weil sich mit der Form nichts erreichen lässt. Selbst wenn es politische Parteien gäbe, an denen sich die Bürger engagiert beteiligen und Programme ausarbeiten, von denen sie überzeugt sind, hätte das bestenfalls marginalen Einfluss auf die Politik, weil die Macht anderswo verortet ist.«
    (…)
    Der Neoliberalismus hat zu einem zivilisatorischen Regress einer Entzivilisierung von Macht geführt, als dessen Folge unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstört werden. Ein wirksames zivilisatorisches Gegenmittel kann nur von unten kommen und muss von unserer Entschlossenheit und unserer unbeirrbaren Überzeugung geleitet sein, dass es keine Form gesellschaftlicher Macht geben darf, die nicht demokratisch legitimiert ist. Ein solches Projekt hat zu seiner notwendigen Voraussetzung, zunächst die mit dem Neoliberalismus zum Extrem getriebene soziale Fragmentierung und Atomisierung zu überwinden und auf der Grundlage eines egalitären Humanismus – also einer Anerkennung aller Menschen als Freie und Gleiche ungeachtet ihrer faktischen Differenzen – Solidarität und Gemeinschaftssinn als Fundamente gesellschaftlichen Handelns zurückzugewinnen.
    (Rainer Mausfeld, Angst und Macht – Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien, S. 84 u. 85/90/92 u. 93/95/98 u. 99/101 u. 102)

    • Hallo Box

      danke für die ausgewählten Zitate aus `Angst und Macht` von Rainer Mausfeld!

      (… und großen Dank wiedermal an Rüdiger Lenz und an Peggy Rockteschel … Buch ist bestellt ; ) )

      Diese sind sehr offenbarend und helfen bei einem erweitern des eigenen Horizonts auf der Suche nach `des Pudels Kern`.

      Das auch der Neoliberal-ismus final den Freiheitsbegriff pervertiert (wie (fast) alle -ismenstadien vor ihm) zeigt sich nach meiner Wahrnehmung in der immer noch fast perfekten Verschleierung der Grundlage/des Ursprungs `unseres` wirtschaftlich scheinbar nicht änderbaren Zwangs zum Wachstum: siehe unten *

      Daher möchte ich mit Bezug zu dem oben erwähnten Zitat von Noam Chomsky
      »Solange die Wirtschaft unter privater Kontrolle steht, ist es egal, welche Formen das System annimmt, weil sich mit der Form nichts erreichen lässt.`

      im Sinne der `Horizonterweiterung` gerne folgendes zum Bedenken geben:
      `Solange die Wirtschaft unter privater Kontrolle steht…` ist aus meiner Sicht schon die `zweite Ebene`,
      auf der / durch die die `erste Ebene` leider! meißtens unberücksichtigt bleibt:

      – alle (bzw. wieviel % der maßgeblichen?) Real- bzw. Finanz-Wirtschaftsbereiche beruhen auf VORfinanzierung im Rahmen von Bilanzverlängerungen in `unserem` UMVERTEILUNGsspiel
      oder?

      Wenn ja, dann ist es LEBENsnotwendig, dieses der VORfinanzierung zugrunde liegende gesetzlich UNgeregelte GeldschöpfungsPRIVILEG* in den Wahrnehmungs-/Änderungsfokus zu nehmen!

      … denn in fast allen -ismen (Feudal-, Kapital, Neoliberal-, Sozial-) weißt der Volksmund offensichtlich mit einer wesentlichen Essenz auf `des Pudels Kern` hin:

      `Geld regiert die Welt.` … dh. im Kern das, `was` dieses Geld `schöpfen` darf ; )

      … in der Bewusstwerdung dieser Grundlage verbirg sich der wesentliche `Kleinste (größte?) gemeinsame Nenner` der das(/die) `Teile und Herrsche`(r*innen) obsolet macht
      `
      Zur Bewusstwerdung des gesetzlichen/rechtlichen Status Quo zur Geldschoepfung (on Earth?) folgende Links:

      – Kein Recht zur Geldschöpfung
      Rechtliche Grundlagen der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken
      (…Link… https://web.archive.org/web/20150626235202/http://geldhahn-zu.de/wissen-ist-macht/download-pdf/kein-recht-auf-geldschoepfung)

      – Welche Rolle spielt die Justiz bei der Aufrechterhaltung der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken?
      (…Link… https://web.archive.org/web/20150626235121/http://geldhahn-zu.de/d/monetative/fiat-money4)

      – zu den o.g. beiden Punkten ein Vortrag bei der Monetative
      (…Link… https://www.youtube.com/watch?v=OWmqntvwNS8&t=8m03s)

      – die aktuelle Website geldhahn-zu.de
      (…Link… https://geldhahn-zu.de/de/unglaublich-banken-verleihen-geld-was-sie-nicht-haben.html)

      Auch die auf der Seite der Bundesbank ist dazu eine Frage/Antwort zu finden:
      (ursprünglicher …Link… https://www.bundesbank.de/de/service/schule-und-bildung/schuelerbuch-geld-und-geldpolitik-digital/vertiefung-haeufig-gestellte-fragen-zum-thema-geldschoepfung
      aktuell nur noch im WebCache …LINK… http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:https://www.bundesbank.de/de/service/schule-und-bildung/schuelerbuch-geld-und-geldpolitik-digital/vertiefung-haeufig-gestellte-fragen-zum-thema-geldschoepfung+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de)
      Zitat:
      "Was ist die rechtliche Grundlage für die Buchgeldschöpfung?"
      "Es gibt keine direkte rechtliche Regelung. Die Möglichkeit zur Buchgeldschöpfung durch Banken wird vom deutschen Recht vorausgesetzt. …"

      In diesem Kommentar hatte ich mal versucht, ein Brainstorming zu einem auf tatsächlich gleichwertiger BILANZIERUNG beruhendem bedingungslosen! Grundeinkommen dargesetllt, welches aus meiner Sicht sogar den aktuellen Status Quo (mit) heilen kann ; )

      … LINK … https://kenfm.de/tagesdosis-11-10-2019-goldene-zeiten-in-der-aera-des-wirtschaftskomas/#comment-172312

      Von `Jedem` für alle …
      … weg von `Schuld`, hin zum `Leben`
      … als `BILANZIERUNGsgrundlage`

      Viele Grüße in die Runde

  4. Ode an die Freiheit.

    Ich schreibe weil ich schreibe. Ich liebe weil ich liebe. Ich glaube weil ich glaube.
    Wer bin ich?
    Gespalten.
    Muss ich mich den entscheiden?
    Füllt sich an wie seit Ewigkeiten in der Schwebe.
    Meine Schuld?
    Gibt es Schuld? Gibt es Freiheit?
    Freiheit was ist das?
    Freiheit des Fühlens, Freiheit des Denkens, Freiheit des Handelns.
    Gibt es das?
    Ohne Freiheit, keine Verantwortung, keine Schuldfrage, keine Moral, keine Ethik.
    Gedacht: „Eine dem Menschen eingeboren Ethik bestimmt unser Verhalten.“
    Also sind wir Unfrei.
    Oder.
    Eine sozialisierte Moralvorstellung zwingt uns zur Konformität?
    Wo her kommt diese Moral, wer hat sie erschaffen?
    Die Religionen?
    Sind die Propheten Räuber unserer Freiheit, indem sie uns zum Glauben überantworten?
    Wer sucht sich seine Moral selber aus?

    Wollen wir Menschen frei sein?
    Ja, absolut.
    Doch so etwas gibt es nicht.
    Kann sich der Körper aussuchen ob er sich wohl fühlt oder leidet?
    Können Menschen sich ihre Gedanken aussuchen und wenn sie diese nicht denken wollen etwas anders denken?
    Woher kommen die Gedanken? Wer oder was gibt sie uns ein?

    Also nochmal, woher kann Freiheit des Denkens, der Entscheidung, des Handelns überhaupt sich ableiten?
    Aus dem Zufall? Zufall: „Heisenbergsche Unschärfe Relation?“
    Durch den Willen zu Erkenntnis, mache ich mir die Erkenntnis der Welt unmöglich, weil ich durch die Beobachtung die Prozess die ich beobachten will, in nicht erkennbarem Maße beeinflusse.
    Dennoch vollzieht sich der Lauf der Welt, und unsere Selbstreflexion ist Teil davon.
    Aber ist diese Selbstreflexion nun Teil eines natürlichen Prozesses, im Sinne von Austausch energetischer Zustände von Neuronen in unserem Gehirn, der sich dann von deterministischen Gesetzmäßigkeiten ableiten lässt?
    Gibt es den einen freien Willen der Abhängig ist von Naturgesetzen?
    Wenn wir nur Materie sind und Materie den Naturgesetzen gehorcht kann es keinen freien Willen geben.
    Freiheit kann doch nur absolute Unabhängigkeit meinen, und nicht unvorhersehbare quantenmechanische Ereignisse.

    Freiheit kann nicht aus Zufall oder nicht Vorhersagbarkeit geschöpft werden.

    Wirkliche Freiheit bedarf der Unabdingbarkeit.
    Wenn wir anerkennen wollen, dass wir frei denken können, müssen wir tiefer gehen.
    Wahre Freiheit, Denken, Fühlen, Handeln, kann nur aus einer Art Selbstbewusstheit kommen die an Nichts gebunden ist.
    Es ist Selbstbestimmung pur.

    Was ist diese reine Selbstbestimmung?

  5. Zu dem Interview passt dieser Link (anm., ein Mann den ich sehr schätze):

    youtube.com/watch?v=in8ZKJCRfsU

    @ R. Lenz: Haben Sie Mut mal Harald Thiers einzuladen? Kaum Zeit? Bei 1:25 Minuten starten

    youtube.com/watch?v=qfZC-RrdFzQ

  6. Sehr interessant und anregend!

    Danke Kenfm, R.Lenz u. P. Rockteschel.
    Finde es sehr interessant und anregend zu erfahren, wie andere Menschen Strategien, Sichtweisen und Gedanken entwickelt haben, um sich wieder ihres eigenen Daseins und seiner Gestaltung zu ermächtigen.
    (und es muss auch nicht wissenschaftlich zu gehen!)

    Hätte vielleicht doch in dem einen oder anderen Moment gerne erfahren, welches denn die (gedanklichen) Vorbilder von Frau Rockteschel waren . . . ??
    Auf jeden Fall interessante Herangehensweisen, die Fr. Rockteschel entwickelt hat, die aber wohl gerade in der heutigen Zeit wohl immer wieder eine Herausforderung darstellen, weil es hierfür notwendig ist, sich Zeit zu nehmen, für sich selbst und die Dinge, die da auf einen auf den verschiedenstens Maßstabsebenen im Leben so auf einen einwirken.
    Sind ja auch irgendwie Lebenskompetenzen, die wir alle brauchen, bis dato viele aber wohl nur einer "(erforderlichen und behandelnden) Psychologie im Krankheitsfall" zuordnen.
    sollte aber gar nicht so sein, sondern vielmehr kultiviert und als notwendiges Lebens- und Entwicklungsrüstzeug geschätzt und gesehen werden, oder . . .
    dann sind wir auch nicht krank wenn wir nicht so funktionieren, wie wir denken, dass wirs tun müssten . .

  7. Die Sendung heißt Empathie nicht Sympathie. Im Mittelpunkt sollten die Gedanken und Ansichten des Gastes stehen und nicht die Empfindungen des Interviewers. Ich kann die Freude darüber verstehen, wenn jemand ähnliche Ansichten äußert wie die, die man selbst gerade hat. Wobei das wohl schon mit der Auswahl des Gastes klar gewesen sein dürfte. Schön also, wenn man ich als Interviewer verstanden fühlt, besser, wenn man den Interviewten versteht und noch besser, wenn er grundsätzlich andere Auffassungen hat als man selbst, denn Empathie in der Echokammer scheint mir doch eine allzu leichte Übung. Zum Fragen Stellen und gelegentlichen Nicken reichen 5% der Sendezeit, der Rest sollte dem Gast gehören. Herr Lenz kann ja bei Bedarf einen längeren Kommentar dazu schreiben.

  8. Es scheint schwierig zu sein, Leuten die damit keine bewusste Erfahrung haben, näherzubringen was Projektion psychologisch ist.
    Bei vielen Leuten ist es so:
    Wenn man denen sagt, dass sie projizieren, dann fühlen die sich angegriffen.
    Aber warum?
    Weil diese Leute gar nicht wissen, was Projektion psychologisch ist und dementsprechend nicht begreifen können, was für ein wertvoller Schlüssel Projektion auch ist.

    Darum finde ich es gut, dass hier neben anderen Themen auch das regelmäßig beleuchtet wird.

  9. Lieber Rüdiger, liebe Peggy,
    das war ein sehr schönes Gespräch! Das, was Peggy sagt, erinnert mich sehr an meine Arbeit, in der ich mich „nur“ als Resonanzgeber zur Verfügung stelle und mich immer wieder überraschen lasse, was sich hinter einem Anliegen – das ein Mensch einbringt – verbirgt…
    Möglicherweise können wir uns nie von allen Identifizierungen lösen, doch einen Versuch ist es wert. Wenn ich weiß, wer Ich bin, dann weiß ich auch, wer der andere ist – ich bin verbunden und dennoch frei 😊. Es ist anstrengend immer wieder der Frage nach zu gehen: was hat das, was gerade im "außen" passiert, mit mir im „innen“ zu tun? Wenn ich das "erkennen" kann, habe ich auch neue Handlungsoptionen – das Leben wird dadurch nicht unbedingt leichter, aber dafür sehr viel klarer 😊.
    Birgit

  10. Hallo KenFM Redaktion.
    Dürfte ich erfahren, warum Ihr in den letzten 4 Wochen 3 Accounts von mir gesperrt habt???
    Auf EMails antwortet Ihr ja grundsätzlich nicht.
    Schon seltsam, daß Ihr Accounts einfach ohne Begründung und Benachrichtigung sperrt, sobald sie zum Thema Klimawandel Eurer Meinung (besser Lügen) widersprechen.
    Soll das Eure Einstellung zu Meinungsfreiheit sein?
    Dann seid Ihr nicht besser als der Mainstream, youtube, twitter, facebook.
    Im Gegenteil, Ihr seid noch schlimmer, weil Ihr Euch als Alternative ausgebt, aber offensichtlich keine seid.
    Ich warte auf eine Antwort.

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