Maas macht mobil. Beim Krieg der Sterne gern dabei

Von Uli Gellermann.

Im deutschen Sandkasten hauen sie sich die Schüppchen auf den Kopf: Ätsch, sagt die kleine Annegret, ich bastle aber jetzt einen „Nationalen Sicherheitsrat“, da könnt ihr alle mal gucken! Bäh-Bäh, antwortet Heiko, der Kurze, ein wenig später, ich bau jetzt mal ne „Experten-Gruppe“ für die NATO, dann nimmt mir keiner mehr die Förmchen weg, und der Russe hat dann sowas von auf Sand gebaut!

Kramp-Karrenbauer und Maas, die beiden Schein-Blüten der GROKO, schwätzen über Krieg und Kriegsvorbereitung, als wäre es ein Spiel. Und der Chor deutscher Medien singt Sätze wie, die NATO sei die „Lebensversicherung“ Europas oder trällern das Lied von der deutschen Verantwortung, die man übernehmen müsse, gern auch im „Indo-Pazifischen Raum“.

Die von den beiden verantwortungslosen deutschen Politikern angeschleimte NATO ist schon auf dem nächsten Kriegsschauplatz: Die 29 Bündnisstaaten haben jüngst beschlossen, das Welt-All zu einem eigenständigen Operationsgebiet zu erklären. Und wenn die Operation meinen, dann ist der letale Ausgang des chirurgischen Eingriffs schon eingeplant. Ein paar Flecken von Eingeweiden und spritzendem Hirn sind einkalkuliert.

Denn die NATO war und ist der lange und schreckliche Arm der USA. Von Afghanistan über Libyen bis nach Syrien: Wenn die USA billige Mörder in ihrem Interesse brauchen, haben sie ja die NATO. Nun gibt es Gottgläubige bis in die Reihen deutscher Alternativos hinein, die meinen der gute Donald Trump habe ja noch keinen eigenen Krieg zu verantworten, mit ihm begönne jetzt endlich eine glückliche und irgendwie friedliche Zeit. Nicht einmal erinnern können sich diese alternden Naivos: Das von den USA gewollte und geführte Bombardement Syriens im April 2018 zählen sie nicht. Noch weniger können sie augenscheinlich jene 963 Milliarden Dollar zählen, die von den NATO Staaten gemeinsam jährlich ausgegeben werden, um die Völker zu bedrohen und die Rüstungsindustrie zu schmieren: Das größte Mord-und Totschlag-Geschäft des Jahrhunderts, powered by USA.

Skurril ist auch die Begründung für König Donalds Nähe zur Rüstungsindustrie: Er sei vom „Tiefen Staat“ in seinen „friedenspolitischen Initiativen“ ausgebremst. Der arme Donald, eigentlich will er gar nicht mit den mörderischen Saudis kooperieren und die Palästinenser den guten israelischen Kunden der Waffenindustrie ausliefern. Zwar haben die gläubigen Donaldisten nicht einen Beleg für jenen tiefen Staat, der die einzige Hürde für den echten Friedens-Trump sein soll. Aber Gläubige brauchen keine Beweise.

Ohne Beweise kommen auch Kramp-Karrenbauer und Maas aus, wenn sie die NATO loben und die deutschen Kriegseinsätze preisen. Doch für sie sind jene 963 Milliarden Dollar Rüstungsumsatz, die von der NATO generiert werden, ein zentraler Glaubenssatz. Denn von diesen Milliarden bleiben jede Menge Anteile bei der deutschen Kriegsindustrie hängen.

Auch beweisen die beiden Saarländer im Rang von Bundesministern eine schöne Nähe zu Donald Trump. Der hat schon im Dezember 2018 die Bildung des „United States Space Command“ angeordnet und dem neuen Krieg der Sterne eine gefährliche Basis gegeben. Das allein die Konstellation aus 960 Satelliten fast 300 Milliarden US-Dollar kosten wird, belegt eine Studie des „Institute for Defense Analyses“. Dass der „Tiefe Staat“ von diesen Milliarden lebt, dass unterhalb staatlicher Oberfläche, ob in den USA oder in Deutschland, die Stollen der Profite die offizielle Demokratie längst untergraben haben und das eigentliche Wesen der Staaten sind, scheint den Gläubigen entgangen zu sein.

Der deutsche Sandkasten wird einen atomaren Krieg der Sterne nicht überleben. Vom Saarland wird ein ziemlich tiefes Loch bleiben. Von Deutschland etwas mehr. Den Gläubigen aller Art bleibt das Gebet.

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Bildquelle:   Alexandros Michailidis /shutterstock

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Dieser Artikel erschien am  25.November 2019 auf dem Blog Rationalgalerie.

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3 Kommentare zu: “Maas macht mobil. Beim Krieg der Sterne gern dabei

  1. Komischerweise kommen doch bei uns immer besonders bankennahe Politiker in die höchsten politischen Ämter hinein.

    Wer sich nicht von den Banken zu immer mehr sinnloser Arbeit bei schlechter Bezahlung erpressen lassen will, der muss eben selbst betrügen. Aber mit Betrug kennt sich doch der Bundestag besonders gut aus. Etwa die Linke gibt sich doch regelmäßig sozial und sogar pazifistisch, aber wenn dann für die Spitzendiäten der Politiker der Linken oder etwa für die Löhne und Gehälter der eigenen Wählerklientele kein Geld mehr da ist, dann wird eben die Schuldenbremse gelockert.

    Es sei doch allzu offensichtlich, dass jemand sich verschulden müsse, damit man ein Einkommen erzielen kann.

    Das Dumme an der derzeitigen Situation ist jedenfalls die Tatsache, dass wir ein Finanzsystem haben, das nur immer mehr Schulden bei gleichzeitig ansteigenden Weltkriegs- und Umweltgefahren als Ausweg kennt.

    Wir müssen es insofern verstanden haben, dass das derzeitige System ohne immer mehr Schulden kollabieren würde.

    Dann gibt es doch auch noch die Banken, die ihre aus dem Nichts geschöpften Investments irgendwo platzieren müssen. Damit dies auch besonders gut funktioniert, müssen die Banken natürlich insofern zunächst die Demokratie völlig aushebeln.

    Wir glauben etwa auch der Lüge, dass es allenfalls die Volksparteien sein könnten, die doch allenfalls für Bürgernähe sorgen könnten. Je größer die politische Partei doch ist, desto seriöser müsste sie doch sein.
    Schließlich würde ich meine Wählerstimme doch verschenken, wenn ich eine Splitterpartei wähle, weil die auch gar nicht ins Parlament kommt.
    Dann will Frau K. K. ähnlich wie der Kanzlerin auch keine Urwahl des Parteivorsitzes.

    Deutschlandfunk Kultur schreibt:
    Als Coup gegen die CDU-Parteichefin sieht die Süddeutsche Z-Journalistin Ferdos Forudastan den Vorschlag der Jungen Union, eine Urwahl über die Kanzlerkandidatur abzuhalten.

    Forudastan sagte, sie glaube dem JU-Vorsitzenden Tilman Kuban nicht, wenn er behaupte, dass er die Parteibasis stärker einbinden wolle, um Kramp-Karrenbauer bei der Erneuerung der Partei zu unterstützen.

    Wenn ich mir zudem mal die Mitgliederliste des European Council on Foreign Relations /Berliner Büro ansehe, dann weiß ich es bereits, bei welchen politischen Parteien ich auf meinem Stimmzettel besonders vorsichtig mit dem Ankreuzen sein sollte.

    Dort finde ich etwa
    Joschka Fischer – ehemaliger Außenminister
    (derzeit Lobbyist für Cannabis, wobei diese Pflanze natürlich durchaus auch positive Wirkungen haben
    könnte)
    Alexander Graf Lambsdorff
    Cem Özdemir – MdB, Bündnis90/Die Grünen

    Etwa Heiko Maas verurteilt Protektionismus oder etwa Abschottung. Unter Trump sei der Atlantik breiter geworden. Dann fordert Heiko für Fake News doch fünf Jahr Haft. Den US-Abzug aus Syrien verurteilt er zudem scharf.

    Dann folgt Annegret ihrem Partei-Konsens und sie fordert ebenfalls Russland-Sanktionen.

    Jetzt will sie für Afghanistan bewaffnete Drohnen. Das Mandat in Westafrika müsse verlängert werden. Vor allem will sie jetzt auch weltweit eingreifen.
    Dann schrieb die Webseite business-insider "Kramp-Karrenbauer will spektakulären Rüstungsdeal mit Frankreich". Sie plant etwa auch einen Nationalen Sicherheitsrat.
    Die von Ursel vermittelte Botschaft, dass Europa auch die Sprache der Macht lernen müsse, scheint insofern zu ihr durchgedrungen zu sein. Was das von Donald Trump geforderte 2 % des BIP-Ziels bei den Rüstungsausgaben betrifft, wirbt Frau K. K. für eben gerade dieses.

    Jetzt spricht sie sich jüngst in einem Werkstattgespräch für eine acht Jahre dauernde allgemeine Dienstpflicht für Schulabgänger aus. Dieser Plan stößt jedoch in ihrer eigenen Partei auf Skepsis.

    Dann stellte Frau K. K. auf dem Parteitag die Machtfrage.
    Ich weiß es zwar nicht, worauf sie mit ihrer Frage hinaus wollte, aber es ist doch offensichtlich, dass es in Wirklichkeit doch nur die "weltweite Finanzelite" sein könnte, die die Fäden in der Hand hält. Ausgerechnet dort lassen sich doch Ursel oder etwa auch Emmanuel dermaßen gerne sehen, wenn sie engagiert eben auch die Bilderberger Konferenz besuchen.

    Eben gerade diese Finanzelite wird sich aber alles andere als einen Dritten Weltkrieg gar nicht leisten können, weil es doch eben gerade diese vielen weltweiten Schulden gibt, die sich doch nur mit Inflation gar nicht wegzaubern ließen.

    Ich habe übrigens bei Prometheusinstitut von Frank Schäffler zum derzeit aktuellen Beitrag "KREATIVITÄT IN DER ALTERSVORSORGE" einen Zusatzkommentar geschrieben, wo ich die Absurdität unseres Finanzsystems bzw. unserer Marktwirtschaft (erneut) erkläre. Wir wären gut beraten, wenn wir Alternativen zum jetzigen Finanzsystem finden, weil es dann einfacher sein wird, dass wir uns für das Ende des jetzigen Systems entscheiden.

    Ebenso habe ich mich bei der FDP beteiligt und auf der Webseite "liberale" zum Thema "Einheitlicher CO2-Preis ist Schlüssel für effizienten Klimaschutz" einen Kommentar geschrieben. Politische Parteien kann man doch schließlich auch zum Mitmachen nutzen.

  2. Dieser größenwahnsinnige Konfirmationsanzug tragende Polit-Hampelmann macht doch eh nur das, was seine "Mutti" – Oberverbrecherin Merkel – ihm vorpfeift.

    Mit solchen erbärmlichen, willfährigen Polit-Darstellern und verschlimmbessernden Emporkömmlingen geht es mit Deutschland rapide bergab. Aber Hauptsache, sie werden von solchen NATO-verseuchten Dr*ecksläden wie der Tagesschau groß geschrieben. Man schaue sich nur diese hässliche Irre aus dem Saarland an, oder die Mega-Versagerin von der Leichen. Immer mehr Milliarden in Rüstung und in Tod investieren? Vollkommen geisteskrank.

    Diejenigen Volkszertreter, die da immer weiter die *resse aufreißen sollten sofort eine Knarre in die Hand gedrückt bekommen, Stahlhelm auf und ab an die glutheiße Front.

    Es kommen Merkel halt nur nur die allerschlimmsten *rschkriecher und die winselnsten Pfiffis ins Haus.

    Nach "Birne" Kohl nun seit 2005 die Abrissbirne Deutschlands. Pfui Teufel.

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