„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“

(Gotteslob GL 218)

Ein Kommentar von Uwe Kranz.

Ja, es weihnachtet schon wieder. Die Adventspäckchen dürfen wir jetzt schon auspacken. Erst das rote Säckchen mit Olaf Scholz, dann das große, grüne mit Annalena Baerbock und zu guter(?) letzt das schwarze Kompromisssäckchen mit Armin Laschet.

Frau Baerbock wird „vor allem für ihre präzise Sprache, die fachliche Versiertheit und ihr Verhandlungsgeschick gelobt“, berichtet die applaudierende Presse. Sie soll die Grünen auf Bundesebene endlich wieder in die Regierungsverantwortung hieven, möglichst in der lead-position, wie man im Neusprech gerne sagt. Auf gut Deutsch: Sie will Bundeskanzlerin werden, mit wem und wie auch immer sie dafür paktieren oder koalieren muss (natürlich außer mit dem politischen Schmuddelkind AfD; Franz-Josef Degenhardt lässt schön grüßen). Dann müssten wir nämlich das Wahlergebnis negieren (sprich: missachten) und die Wahl so oft wiederholen, bis das Ergebnis stimmt! Hatten wir schon! In Thüringen! Nach Kanzlerinnendekret aus dem fernen Südafrika!

Einmal drin, alles hin“?

Mit Frau Baerbock als Bundeskanzlerin können wir uns nicht nur auf eine „Vitaminspritze für dieses Land“, auf einen „Öko-Sozialismus“ (AfD), sondern auch auf mehr Migration und ein Deutschland einstellen, das „noch bunter“ werden soll. Sie wollte ja schon vor einem Jahr größere „Flüchtlingskontingente so schnell es geht“ aufnehmen, die Asylverfahren hier beschleunigt durchführen und daher die „eigenen Kapazitäten an Flüchtlingsunterkünften wieder aktivieren“ (1).

Und die Grünen gingen ja auch mit gutem Beispiel voran, indem sie im Dezember 2020 auf ihrem Parteitag ein „Vielfaltsstatut“ beschlossen. Danach müssen bislang unterrepräsentierte Gruppen in der Partei gemäß ihrem Anteil in der Gesellschaft vertreten sein, d.h. mindestens 25% für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte – auf allen Ebenen. Mit dem Halb-Dänen Robert Habeck ist die Doppelspitze der Partei ja schon gut aufgestellt.

Das Staatsziel „Einwanderungsgesellschaft“ wurde im Wahlprogramm Deutschland. Alles ist drin“ postuliert. Danach sei die Einreise Asylsuchender ohne Obergrenze zu erleichtern, das Wahlrecht für Ausländer solle ausgeweitet werden, der Familiennachzug sei früher zu ermöglichen und auszuweiten, Maßnahmen zur Gleichstellung und Einbürgerung seien zu verstärken, die Vorrangüberprüfung solle zum Nachteil der deutschen Bevölkerung entfallen, der „Spurwechsel“ (Wechsel des aufenthaltsrechtlichen Status) soll erleichtert werden, Abschiebungen sind zu reduzieren, die deutsche Staatsangehörigkeit solle leichter erworben werden und selbst das Grundgesetz müsse dafür (zum 61. oder 251.Mal?) geändert werden.

Das passt ja dann alles wieder den Migrationsplänen der Vereinten Nationen und der EU – und die Weichen wurden dort ja schon 2018 im Aktionsplan der der „Marrakesh Political Declaration“ gestellt; ob da jetzt jährlich 200 oder 300 Millionen (2) irreguläre Migranten kommen, ist letztlich egal. Fakt ist: Der Fluchtbetrieb soll erleichtert werden!Ach ja, und mit dem türkischen Sultan müsse das gescheiterte Abkommen neu verhandelt werden. Önden yürümek!

#NextGenerationEU

Da muss Frau von der Leyen, die EU-Kommissionschefin, flugs mithalten. Ihre EU wirbt im Vorfeld des EU-Migrationspakts aktuell mit dem Hashtag #NextGenerationEU auch für mehr Zuwanderung und will Europa noch „bunter“ machen. Dafür sollen in den Haushaltsjahren 2021-2027 gemeinsam mit dem „Recovery Funds“ rund 1,8 Billionen Euro locker gemacht werden, um das „Post-Covid-19-Europa aufzubauen“, oder wie das EU-Wahrheitsministerium textete: „Gemeinsam können wir die Welt gestalten, in der wir leben wollen“. Dumm nur: Uns hat gar keiner gefragt, wie wir wirklich leben wollen. Wir sollen es, gemäß dem EU-Migrationspakt, den Migranten und Flüchtlingen nur leicht machen, bei uns einzureisen unsere Sozial- und Krankensysteme zu nutzen und möglichst so lange zu bleiben (und die die Familien in der Heimat so lange zu versorgen), bis die Familiennachführung „ausgesessen“ und genehmigt ist. Ziel ist regelmäßig das Land mit der größten Diaspora und/oder mit den höchsten Sozialleistungen.

Das Symbolfoto der PR-Kampagne zeigt ein großes Flüchtlingsboot voller „PoC“, das mit seinem Bug in ein blaues Meer eintaucht, in dem goldene EU-Sterne im Halbkreis auf seine Einfahrt in irgendeinen, Hauptsache europäischen Hafen warten. Wie idyllisch! Doppeldenk vom Feinsten: Seit dem 18.12.1955 stand bei der EU-Fahne die Grundfarbe blau für den Himmel, heute wohl eher für das Mittelmeer, wie die Werbegrafiker klar erkannten. Der Kreis, in dem die Sterne angeordnet sind, stand für die angestrebte Vollkommenheit. Die 12 goldenen Sterne standen nicht für die Zahl der Mitgliedsstaaten (sonst wären es ja inzwischen 27), sondern für die Zahl der Monate und für die Sternkreiszeichen, letztlich für die europäischen Werte: Einheit, Ordnung, Solidarität und Harmonie. Davon ist nicht mehr viel übrig. Seit Jahren fetzen sich die Mitgliedsstaaten zur Asyl- und Migrationspolitik, schwafeln im EU-Migrationspakt über Solidarität und gerechte Lastenverteilung und sind sich dabei so uneins, wie noch nie, stehen buchstäblich vor weiteren Abspaltungen.

Die Totengräber der EU heißen Migrations-, Asyl- und Finanzpolitik, zurzeit gesellt sich auch die Gesundheitspolitik dazu! An starken Worten fehlt es dagegen nicht („European New Deal“), allein es fehlen die Taten.

„PoC“ stehen auf dem Werbefoto an Deck des Flüchtlingsbootes, d.h. „People of Color“, das ist die Selbstbezeichnung von Menschen, die glauben, Marginalisierung aufgrund von Rassismus erfahren zu haben; womit sie sich von Migranten abgrenzen wollen! Das ist ein Etikettenschwindel sondergleichen, eine false flag operation ein klassisches framing, mit dem die autochthonen Bevölkerungen Europas getäuscht werden sollen?

Kommen denn nur Rassismus-Opfer, die angeblich in Afghanistan, im Irak, in der Türkei, in Nigeria, in Somalia, in Eritrea, oder im Iran rassistisch verfolgt worden seien? Keine Kriegs-, Krisen- oder Wirtschaftsflüchtlinge, zu einem großen Teil unbegleitete Minderjährige (MUF), von denen nach Ankunft in Europa fast 18.300 aus staatlicher Obhut verschwunden sind (3) ?

Alleine in Deutschland waren seit 2018 über 7.800 als vermisst gemeldet worden, 2020 fehlten davon immer noch 724 Minderjährige; die meisten stammen aus Afghanistan, Marokko und Algerien. Und das sind nur die kläglichen Trümmer einer scheinbar offiziellen Statistik aus dem scheinbar gut funktionierenden Staatswesen BRD, denn selbst das BKA räumt ein: „Die angegebenen Zahlen können daher lediglich als Annäherung dienen“.

IRINI

Um das UN-Waffenembargo gegen Libyen durchzusetzen, führt die EU nach der Libyen-Konferenz vom Januar 2020 in Berlin die Operation EUNAVOR MED IRINI (4) durch. Darüber hinaus soll die Operation auch Informationen über illegale Öl-Transporte sammeln, gegen den Menschenschmuggel vorgehen und die libyschen Marineeinheiten (Küstenwachen) ausbilden. Rund 300 deutsche Soldaten und Soldatinnen sind im Einsatz, vorwiegend in der satellitengestützten Seefernaufklärung und in Stabsfunktionen. Derzeit kreuzt der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ vor der libyschen Küste, der zum Jahreswechsel die Fregatte „Hamburg“ ablöste. Der Einsatz vom Bundestag soll gerade bis zum 30.04.2022 verlängert werden. Angeblich wurden „durch die aktive Präsenz von IRINI Schmuggler davon abgeschreckt, im Einsatzgebiet der Mission ihren Aktivitäten nachzugehen“, brüstet sich Außenminister Maas (5). Ach ja, auch ein einzelner Tanker mit Kerosin (in Zahlen: 1) wurde im Laufe der einjährigen Mission entdeckt, dessen Ladung vorläufig beschlagnahmt wurde. Man darf sicher sein, dass die Bundestagsabgeordneten ob solch brillanter Ergebnisse nicht zögern werden, der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Verlängerung auch dieses Mandats bis zum 30.04.2022 zuzustimmen.

Im Mittelmeer kam es allerdings mehrmals zu Konflikten nicht nur zwischen türkischen Kriegsschiffen und Irini-Kräften, um die Kontrolle verdächtiger Frachtschiffe zu verhindern und die Erfolgsbilanz der Mission IRINI zu verwässern, sondern auch zwischen den privaten „Seenotrettungsschiffen“ und den Schiffen der libyschen Küstenwache. Bislang waren deutsche Schiffe der EU-Mission IRINI dabei gottlob nicht involviert. Sie unterliegen jedoch grundsätzlich der völkerrechtlichen Verpflichtung, in Seenot geratene Personen zu helfen und sie gemäß einer „Ausschiffsregelung“ nach Griechenland zu transportieren, um sie von dort angeblich in verschiedene EU-MS gerecht zu verteilen.

Von Erfolgen gegen Schlepper und Schleuser wurde von IRINI nichts berichtet, nur lapidar und allgemein auf die „regelmäßige (Luft-)Aufklärung“ von Seenotrettungsfällen, die den zuständigen Behörden gemeldet werden. Zahlen darüber werden von den zuständigen Stellen nicht publiziert, sie können de facto ja auch kaum entstehen, denn Irini muss auf Druck mehrere EU-MS abseits der gängigen Migrationsrouten patrouillieren, um den Schleuserbanden keinen Anreiz zu schaffen („Pull-Faktor“). Das ist löblich, wird aber durch die privaten „Seenot-Taxis“ torpediert. Die Forderung der Grünen, private Hilfsorganisationen unmittelbar aus EU-Mittel dagegen auch noch zu finanzieren (über finanzielle Hilfen in humanitären Krisen kann nämlich die EU-Kommission selbst entscheiden), muss daher EU-parlamentarisch strikt widersprochen werden.

Wie die EU-Mission „Sophia“ scheitert auch „Irini“, der türkische Sultan und andere werden weiter ihre Söldner und Waffen nach Libyen bringen und Kontrollversuche mit Einsatz von Kriegsschiffen unterbinden. Über 1.000 Flüchtlinge wurden alleine an einem Wochenende im März 2021 von der libyschen Küstenwache an der illegalen Migration gehindert. In Libyen wartet ein Millionenheer weiterer Migranten auf eine Überfahrtsgelegenheit nach Europa. Der EU-Migrationspakt will dies erleichtern. Er darf nicht zustande kommen.

Quellen und Anmerkungen

1

SZ 01.03.2020

2

Frontex: 271 Millionen/Jahr

3

https://www.tagesschau.de/investigativ/rbb/fluechtlinge-kinder-verschwunden-101.html vom 18.04.2021

4

(European Union Naval Force) MED (Mediterranean) Irini

5

https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/europa/aussenpolitik/irini-libyen/2330224

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Dieser Artikel wurde zuerst am 27.04.21 auf hallo-meinung.de veröffentlicht.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:  AlejandroCarnicero / Shutterstock.com

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7 Kommentare zu: “„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“

  1. ron sagt:

    Auf meiner KenFM App im Smartphone wird dieser Beitrag nicht vermittelt. Beim Aufruf schliesst die App.
    Wie kann das sein. Alle anderen Beiträge funktionieren.

  2. Krishna sagt:

    Es erfordert Mut Mass3enmigrationskritik zu veröffentlichen, Danke.

    Für mich völlig unverständliche: die Kirchen Europas.

    Der barmherzige Samariter war als Beispiel für Menschlichkeit genannt, einen verletzten, trotz des Sabbat zu versorgen, einem Gasthaus Unterkunft und Verpflegung bis zu dessen Genesung zu bezahlen.

    Heute wird im übertragenen Sinne gefordert, der Samariter sei lebenslang für die Unterbringung und Verpflegung des verletzten in seinem Hause verantwortlich, – samt Recht auf Familinnachzug. Und den Menschen, – arglos wie die Tauben, – fällt nicht auf, wie unmenschlich und tyrannisch diese Forderung eigentlich ist.

    Hätt der Samariter unter diesen Auflagen gewagt, dem manne zu helfen?

  3. RULAI sagt:

    PoC, Point of Care. Die Gegend, aus der Abstriche etc. genommen wurden, die dann medizin-diagnostisch untersucht werden sollen. Und siehe, das geht jetzt auch durch Spucken. Einfach mal draufspucken und nach dreißig Minuten hast Du das Ergebnis. Das besagt zwar gar nichts, aber das ist ja auch nicht das Ziel.

    Zum Artikel: Vor noch nicht mal vier Jahren hätte man sich diesen Text auf KenFM nicht mal vorstellen können. Puh, hätte das einen Shitstorm ausgelöst.
    Und das ist einer der Vorteile der C-Show: Man weiß jetzt, daß diejenigen, die all das orchestrieren, ganz sicher NICHTS aus Menschlichkeit machen; aus Mitgefühl oder Toleranz. Und daß sie in der Lage sind, einfach ALLES zu machen, was unsere Länder vernichtet und sie selbst in den Machtpositionen hält.

    Unterschätzen wir nie der Angst der regierenden Faschisten vor einem Pranger auf dem Marktplatz. Dort könnte der Spucktest dann auch gerne Anwendung finden. Am besten als Flashmob.

    • RULAI sagt:

      https://sciencefiles.org/2021/04/23/das-grose-geschaft-mit-den-nutzlosen-antigen-sars-cov-2-schnelltests-in-kindertagesstatten-schulen-und-betrieben/

      "
      April 23, 2021
      Das große Geschäft mit den (nutzlosen) Antigen-SARS-CoV-2 Schnelltests (in Kindertagesstätten, Schulen und Betrieben)

      Was schätzen Sie, wie viele Antigen-Schnelltests, Nasenabstrichttests, Spucktests, Lutschtests sind derzeit in Deutschland zugelassen?

      10?
      20?
      40?
      80?
      160?
      320?
      Mehr als 320?

      Was tippen Sie?

      Deutschland ist im Testfieber.
      "

  4. Werweißdasschon sagt:

    Soros lacht sich krumm und schief und reibt sich die Hände wund.

    Läuft für Ihn und seine Pläne. Musste dafür nur entsprechende Posten besetzen lassen.

    Die Lohnliste von Soros wäre mal ein Dokument für die Öffentlichkeit. Darauf sind die meisten EU Politiker, Richter und andere Schmeißfliegen zu finden aus dem transatlantischen Sumpf, was sich Regierungen nennt.

    Ein Filmzitat zum Schluß:
    "Wenn wir Sie nicht rauswerfen können, dann….. züchten wir Sie eben hinaus!"
    Braveheart

  5. P. Nibel sagt:

    Ich weiß noch, wie ich als kleines Kind mit meinen Eltern mit der Bahn nach Hamburg reinfuhr und zum ersten mal in meinem Leben einen Neger sah! Ich fragte meine Mutter: "Warum ist der Mann so schwarz?" und meine Mutter antwortete: "Weil er aus einem Land kommt, in dem die Sonne viel scheint". Das war mir nachvollziehbar und damit war das Thema "Neger" für mich abgeschlossen.
    In Hamburg liefen damals auch chinesische Delegationen rum – alle in diesen blauen Uniformen – so wie Mao! Hamburg eben – weltoffen und tolerant wie jeder Hafen.

    Deshalb war ich auch verwirrt, als wir das erste Gastarbeiter-Mädchen in unsere Grundschulklasse bekamen und die Lehrerin ganz wichtig DinA4-Zettel austeilte, die von der Regierung kamen:
    Darauf waren zwei Männer zu sehen – der eine groß, blond und blauäugig, mit Anzug und Krawatte – ganz klar, der DEUTSCHE HANS!
    Der andere etwas kleiner, dunkelhaarig und mit Schnurrbart und Holzfällerhemd – ganz klar, der TÜRKE ALI!
    Beide hatten eine Hand hinter ihrem Rücken verborgen und unsere Lehrerin wies uns an, nun die Blätter umzudrehen.
    Wie sich zeigte, hatte der Türke Ali hinter dem Rücken einen Strauß Rosen verborgen und der Deutsche Hans eine Keule mit einem Nagel drin!

    Das könnte der Moment gewesen sein, in dem ich anfing, politisch zu denken, denn ich fragte mich, ob meine Regierung wohl nicht ganz dicht sei! Weil ich schon als Kind genau so ätzend war, wie ich heute bin, meldete ich mich und fragte meine Lehrerin, wie ich das verstehen sollte: War ihre Freundlichkeit vielleicht nur gespielt und sie versuchte nur, uns ins Vertrauen zu wiegen, um uns in einem günstigen Augenblick umzubringen? (Ich kann wirklich ätzend sein, oder?)
    Sie erschrak und wiegelte ab: So sei das ja nun nicht gemeint – wir sollten nur keine Vorurteile gegen Ausländer haben!

    Das hatten wir aber sowieso nicht: Als wir z.B. ein Mädchen aus einem Wanderzirkus in die Klasse bekamen, die exotisch aussah und einen exotischen Namen hatte, war die sofort der Mittelpunkt in der Klasse und alle Mädchen versuchten, sich mit ihr zu verabreden. Ich kam nur an sie heran, weil sie sich mit meiner Nachbarin verabredet hatte und ich war sofort verknallt.
    Es ist nämlich eine dumme Lüge, die von versifften und perversen Philosophen verbreitet wird, dass der Mensch durch seine Angst vor dem Fremden geprägt sei – viel größer als die Angst war beim Menschen stets die Neugier, sonst hätten wir ja nicht gelernt, wie man Feuer macht!

    Nun stand dieses Mädchen mit Namen Hatice in der Pause nur alleine in einer Ecke herum und auch im Unterricht saß sie nur brav da – verstand aber kein Wort Deutsch und sagte auch nie etwas.
    Also setzte ich mich am Sonntag auf mein Fahrrad und fuhr zu dem Eisenbahnerhaus, wo die Familie lebte und hatte vor, ihr ein paar Worte Deutsch beizubringen, damit sie mal Anschluss bekäme.

    Ihr Vater stand im Garten und ich stellte mich vor und sagte, weswegen ich gekommen war.
    Ihr Vater hatte aber keinen Strauß Rosen für mich, sondern wies mich vom Hof und sagte mir, ich solle die Finger von seiner Tochter lassen. Dass er mich nicht in der Nähe seiner Tochter haben wollte, konnte ich irgendwie noch verstehen, denn er schätzte mich ganz richtig ein – dass Hatice aber auch mit deutschen Mädchen nicht spielen sollte, verstand ich nicht.

    Meine Regierung hätte mir gleich sagen sollen, dass diese Menschen nicht nur andere Haare haben, sondern auch eine andere Religion, die mich als "schmutzig" ansieht!
    Sie hätte mir erklären sollen, dass Hatice vielleicht schon einem Cousin zur Ehe versprochen wurde (der natürlich nur noch abgestunken hätte, nachdem sie mich kennengelernt hätte).
    So musste ich es selber herausfinden, aber ich kann heute wenigstens von mir sagen: Wenn es mit der Verständigung nicht geklappt hat – an mir hat es NICHT gelegen!

    • RULAI sagt:

      Das hier verstecke ich jetzt mal ganz unten. Nicht als Antwort auf den Vorredner, sondern als eine Möglichkeit, die so mancher vielleicht in Erwägung zu ziehen bereit sein könnte; die aber nicht unbedingt ganz oben stehen muß.

      Daß es Clone gibt, ist längst in gewissen Kreisen hinreichend bekannt. Auch, daß Cloning manchmal im übertragenen Sinn verstanden werden muß. Im Sinne von: Imitation von etwas Menschlichem. Vortäuschung eines echten menschlichen Wesens.
      Entscheidet selbst, was ihr von dieser Information haltet. Und bitte nicht zu schnell urteilen. Der betreffende Autor hat Tausende von sogenannten Spontanremissionen bewirkt; man sagt ja auch Wunderheilungen dazu, weil uns die Gesetze, nach denen so etwas abläuft, noch fremd sind.

      https://t.me/geistheilersananda/1935

      "Achtung: Es ist ja IN derzeit, dass Klone US-Präsidenten werden, siehe Jo Biden! Nun wird bald ein Klon deutscher Bundeskanzler! Zu 100% fremdgesteuert! Manchmal klappt es nicht so mit der Sprache. Selten habe ich einen Klon gesehen, der zu 100% fremdgesteuert ist!"

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