Machtdemonstration im Suezkanal? | Von Ernst Wolff

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Wer in der vergangenen Woche in den Nahen Osten schaute, der dürfte sich verwundert die Augen gerieben haben. Während die Menschheit bereits konkrete Pläne für die Besiedelung des Mars trifft, blockierte im Suezkanal ein auf Grund gelaufenes Containerschiff sechs Tage lang den maritimen Welthandel und sorgte durch die Unterbrechung von Lieferketten international für erhebliche wirtschaftliche Probleme.

Da weder von den Mainstream-Medien noch aus Kreisen der Politik Informationen über die Hintergründe der vermeintlichen Havarie und die völlig unangemessen wirkenden Bergungsversuche zu erwarten sind, gibt es nur eine Möglichkeit, der Wahrheit auf die Spur zu kommen: Man muss versuchen, das Ereignis in einen größeren Zusammenhang zu stellen – und dabei auf die Bedeutung des Seehandels für die Weltwirtschaft, die Entwicklung der Neuen Seidenstraße und die aktuelle Verschärfung des schwelenden Konflikts zwischen den USA und China schauen.

Obgleich wir längst im digitalen Zeitalter angekommen sind, spielt der Seehandel für die globale Wirtschaft auch heute noch eine entscheidende Rolle. Etwa zwei Drittel allen Öls wird auf Schiffen transportiert, circa zehn Prozent davon durch den Suezkanal. Dazu kommen acht Prozent flüssigen Erdgases und zwanzig Prozent aller Containerfrachten.

Eine Blockade des Suezkanals bedeutet also einen gewaltigen Schock für die Weltwirtschaft, der allerdings nicht alle Länder in gleichem Maße betrifft. So ist China zu 75 Prozent von importiertem Erdöl und Erdgas abhängig, während die USA inzwischen weitgehend zum Selbstversorger geworden sind. Außerdem importiert China 80 Prozent des Eisenerzes, das es für seine Wirtschaft benötigt, und muss einen großen Teil seiner devisenbringenden Waren auf dem Seeweg exportieren.

Die Energieversorgung ist also nicht der einzige Bereich, in dem China von der Blockade härter als die USA getroffen wird. Der Suezkanal, der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet, ist auch eines der wichtigsten Nadelöhre der Neuen Seidenstraße, die 2013 von China initiiert wurde und Europa, Asien und Teile Afrikas zur größten Wirtschaftszone der Erde machen soll.

Dieses größte Wirtschaftsprojekt in der gesamten Geschichte der Menschheit war den Machthabern im Weißen Haus von Anfang an ein Dorn im Auge, da es die bisher größte Bedrohung ihrer seit dem Zweiten Weltkrieg bestehenden globalen wirtschaftlichen und finanziellen Vorherrschaft darstellt.

Hinzu kommt noch ein weiterer Konfliktherd: Sowohl die USA als auch China arbeiten zur Zeit mit Hochdruck an einer digitalen Zentralbankwährung. Der Druck auf beide hat sich angesichts der durch die Lockdowns entstandenen riesigen Schuldenberge und die zu erwartenden Unternehmenszusammenbrüche und Kreditausfälle gewaltig verschärft und es sieht ganz danach aus, als sei China den USA zur Zeit um Längen voraus.

Könnte es sich also bei der Havarie um ein gezieltes Manöver der USA gegen China handeln? Eine Drohgebärde vielleicht? Auch wenn es sich hierbei nur um eine Mutmaßung handelt, gibt es doch zahlreiche Hinweise, die in diese Richtung deuten.

Zum einen haben die USA ihren Ton gegen China in den vergangenen Wochen drastisch verschärft. Präsident Biden hat nicht nur alle Strafzölle seines Vorgängers sowie die Verbote für den Export von Hightech und Investitionen in sechzig chinesische IT-Unternehmen in Kraft gelassen. Er hat den bestehenden Sanktionen zwei Dutzend weitere hinzugefügt und lehnt jeglichen strategischen Dialog mit China ab. Stattdessen hat er kurz nach Amtsantritt einen Flugzeugträgerverband in die Straße von Taiwan geschickt und eine Task Force gründen lassen, die den Umgang mit China koordinieren soll.

Ein virtuelles Treffen zwischen den Staatschefs der USA, Indiens, Australiens und Japans hat in der ersten Märzwoche ein deutliches Zeichen in Richtung China gesandt. Alle vier Staaten befinden sich in unterschiedlichen Konflikten mit China und wollen ihre Vorgehensweise zukünftig untereinander „abstimmen“. Das erste Treffen von Regierungsvertretern der USA und Chinas seit Bidens Amtsantritt in Anchorage am 18. März endete in einem Fiasko, dem eine verbale Schlammschlacht folgte.

Dass sich am Samstag Vertreter Chinas und des Iran trafen, um einen auf 25 Jahre angelegten Pakt zu unterzeichnen, der “politische, strategische und wirtschaftliche” Vereinbarungen enthält, dürfte den USA auch nicht gefallen haben.

Es gibt noch weitere Hinweise darauf, dass es sich bei der Blockade im Suezkanal um eine gezielte Provokation der USA gegen China handeln könnte: Der Frachter Ever Given gehört einer japanischen Leasingfirma, wird aber von der taiwanischen Firma Evergreen Marine betrieben. Sowohl Japan als auch Taiwan, beides enge Verbündete der USA, haben in den vergangenen Wochen keine Gelegenheit ausgelassen, den Konflikt mit China zu schüren.

Schlussendlich gehört der Suezkanal zu Ägypten, das von einer Militärjunta beherrscht wird, die von den USA mit Waffen und Geld an der Macht gehalten wird und wohl kaum nein sagen dürfte, wenn es darum geht, geopolitische Interessen ihrer Gönner durchzusetzen.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle: Igor Grochev / shutterstock

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20 Kommentare zu: “Machtdemonstration im Suezkanal? | Von Ernst Wolff

  1. Outlaw sagt:

    Da manch Riesentanker auch mal den CovidKanal voll hat ,zumal Seeleute gern Flüssiges unter der Kehle tanken und nicht nur im oder unter dem Bug ,gleicht ein sensationaler Querfahrversuch im Suezkanal eher einem Sturm im Wasserglas ,statt einem Eintag ins Guinnesbuch .Aber vielleicht hat Cheops sich im Grabe gedreht und als die Mumie den angeblichen Sandsturm ausgelöst ,der einer Kapitänin selbigen ins Äuglein streute ?Nun solche "Horrorgeschichten " sind wir schon im eigenen Bibabutze-Land gewöhnt und die Angst-Psychosen eines weniger oder "Mehr- Kill-Systems" mit der Ankündigung den Osterhasen in die Quarantänezelle zu verweisen oder als" lauterer (Medien) -Bach"gleich alle in Qurantäne zu stecken ,schreckt keine Verschwörungswahrheiten mehr vom Netflixsofa. Die Lügenpolitk ,welche alle Maskeraden fallen läßt ,dafür im Bestechungs-Casino an neuer Mutanten-Gier erkrankt ,ist keinen müden Cent mehr wert ,auch nicht mit Entschuldigung ! Es lebe nun also der Teuro vom Benzin bis zur Enteignungsabgabe ,dabei ist es gleich wieviele Schippe den neuen Weltorganisationskanal voll machen . Es ist längt abgefahren !Machen wir uns nicht in die Hose ,sonst kommt wirklich kein Hase ,spitzen aber die Löffel ,was im Weltgeschehen ab geht ,bevor die überfällige Wahl der Qual die selbstherrlichen Eliten in den Abfluss schickt ,wobei der Überfluss am Suez wenig Einfluß hat ,dafür hoffentlich all die Maßnahmengeschädigten der Corona-Majestäten,die immer stärker zu Mutuntentanten ausarten und sich nicht mehr nur im grünen Bereich ansiedeln ! Oh ,ich vergaß B1.351. die neuste Ostermutante aus dem Süd-Tunten-Kobold-Stadl berliner Schnappp-p-p-p-s-ideen .Aber vielleicht beim nächsten Mal ,wenn Billiboy uns ins Dunkelreich seiner kühnsten philantropischen Alpträume führt und den Erdmännchen das Licht ausknipst .Wen wundert´s ,wer im Schwarzen loch versinkt ,dem vergehen Hören und Sehen ! Fahren wir lieber wieder in die Alpen und träumen wieder ! Hoffnungsvolles Osterfest mit Gottes Segen !
    https://de.rt.com/international/114890-kampf-gegen-klimawandel-bill-gates

  2. Scarlett Debord sagt:

    Wenn ich vorhätte den SUEZ-Kanal zu kompromittieren, hätte ich abwrackbaren Öltanker und einen Frachter kollidieren lassen. Vollgepumpt mit etwas älteren Altöl. Wenn beides kollidiert und Öltanker und Frachter abfakeln gibts einen bildschönen Blockade-Metallklumpen unterwasser. Dann kommt wochenlang keiner mehr durch, außer mit einem Luftkissenboot.

    Allein die mangelnde Nachhaltigkeit dieses Crashs weisst darauf hin, dass es nur ein Unfall war, sonst wäre da nicht nach einer Woche wieder alles glatt.

  3. wp007 sagt:

    schwache Argumentation, gleichwertig mit Kaffeesatzlesen. M.W. geht das Öl für China nicht durch den Suez-Kanal, da es vom Iran kommt, und die Route ist nun wirklich nicht via Ägypten. Dasselbe für die anderen Rohstoffe, die China bekommt. Die stammena aus Afrika. Der Suezkanal ist also für China äußerst sekundär.
    Dabei ist übrignes der größte Leidtragende Ägypten, und das solle man mal analysieren, denn Ägypten ist mit den USA nicht "verbündet", jedenfalls nicht mehr, als mit Russland.
    Ich bin wirklich kein US-Freund, aber das hier ist einfach am falschen Baum gepinkelt.

    • Ulli sagt:

      Unschlüssig auch, da die Anfälligkeit dieses Nadelöhrs ´Suezkanal´ ja grundsätzlich für eine Alternative über den Landweg.z.B Seidenstraße spricht.

  4. Tuc Mond sagt:

    Interessant! – Der Nachrichtenfluss nach Deutschland stockte offensichtlich gewaltig
    Die Blockade begann am Dienstagmorgen, dem 23.3. um 05:40 Uhr UTC). Das deutschsprachige Leitmedium Spiegel berichtete erst rund 16 Stunden nach der Havarie/Blockade am Dienstagabend um 23:07 Uhr über den zwangsläufigen Stillstand der Handelsströme.

    +++ Belege zum einfachen check +++
    SPIEGEL 23. März 2021, 23:07 Uhr • Panorama
    Weltweit wichtige Transportroute: Riesiges Containerschiff blockiert den Suezkanal
    Ein 400 Meter langer Frachter der »Evergreen Line« ist im Suezkanal vom Kurs abgekommen und quer stecken geblieben. Mehrere Schlepper haben versucht, den Giganten vom Ufer zu ziehen – bisher ohne Erfolg. […]

    Quelle: Spiegel 23. März 2021, 23:07 und Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Ever_Given#2021

  5. UBP sagt:

    Ob das eine Machtdemonstration war kann man sicher nicht belegen. Daher ja auch das Fragezeichen im Titel. Aber das seltsame Pictogramm was das Schiff vor der Einfahrt in den Kanal ins Wasser "gezeichnet" hat ist schon komisch. Natürlich reiner Zufall.
    https://www.youtube.com/watch?v=t5IKbYcLgQA

    • effess sagt:

      Macht kaputt was euch kaputt macht…

      Gegen wen oder was dieses Bildchen / F*** Y**, whatever, dann gerichtet ist und was der Künstler uns damit nun sagen will bliebe nun die Aufgabe von Journalisten – sofern es denn noch welche gäbe.
      …ohne in diese Richtung zu recherchieren macht eine weitere Spekulation über das wieso und weshalb wohl wenig Sinn.

      Ich habe irgendwo gehört, beim Kapitän handle es sich um eine Frau – evtl. stecken dann emotionale Hintergründe damit zusammen …
      … andererseits hat im Kanal wohl ein Lotse das sagen über das jeweilige Schiff: wenn dem so gewesen sei, ist es eine konzertierte Aktion (von wem auch immer) …

      "Pass auf, ich kann dir den Hahn zudrehn'" scheint ggfls schon die Nachricht zu sein – aber wenn dem so ist, dann ist der Angriff eher gegen Europa, insbesondere Deutschland gerichtet – und weniger gegen China…

      … oder aber es ging generell gegen das etablierte Regime – denn: diese Macht zur Sabotage gegen die systemrelevante Infrastruktur hält ja bald jeder Kahnlenker auf dem Rhein oder LKW-Fahrer auf deutschen Autobahnen in seinen Händen. EIN brennender LKW mit brennender Ladung unter ner Autobahnbrücke, und die Autobahnbrücke ist erstmal hin. (gab es vor geraumer Zeit schonmal – war aber ein einfacher Unfall…).
      Vor DIESEM Hintergrund wäre es dann auch klar, wieso dieses "Piktogramm" in bald keiner der Nachrichten aufgetaucht ist: die Gefahr von Nachahmern hier und da ist einfach zu hoch.

      Bei einem "Social-Creditsystem" oder einem "Impfzwang durch die Hintertür" mit entsprechender Ausweglosigkeit, und es knallt…

      "Macht kaputt was euch kaputt macht" eben…

      Alle Macht geht vom Volke aus – und die Frage, was wird noch akzeptiert und wo ist dann eben Schluss und es wird rebelliert – gegebenenfalls eben nicht mehr nur passiv – wird im Zuge der Digitalisierung eben immer schlechter zu kalkulieren sein.

      Wenn von 1 Million Menschen es bei 500.000 einigermaßen gut bis gut läuft (bei einigen auch "verdammt gut"…) – und bei 200.000 reichlich Scheiße – dann reicht es eben wenn 200.000 nur einer "anfängt spinnen" – wenn dieser eine so einen Kahn fährt (oder über eine Taucherausrüstung & ne Schneidladung verfügt…).
      … wie die Massenmedien bei derartigem Widerstand reagieren würden?
      Wohl in etwa genau so wie bei der Suezkanal / "Ever Green" Geschichte…

  6. KaraHasan sagt:

    Es geht nicht bloß um Machtdemonstration, sondern um zu gucken, was passiert, wenn diese "Langstrecken CO2 Schleuder" plötzlich stillstehen.

  7. Regimekritiker_Dracula sagt:

    Also das alleinige Argument "Wem nützt es" ist doch etwas schwach. Nicht jeder Unfall ist höhere Gewalt.
    Nichts ist verächtlicher als wenn, Verschwörungstheoretiker Verschwörungstheoretikern Verschwörungstheorien vorwerfen. (https://tucholsky.de/nichts-veraechtlicher-als-wenn-literaten/)

    • Petra Tatura sagt:

      Und warum formt der Kapitän VOR der Havarie erst einmal einen riesigen Pimmel auf dem Meer? Da konnte er noch sehr gut navigieren: https://youtu.be/a1dcSecGUNM

  8. sandra beimer sagt:

    Das nützt dem der Eisenbahnen hat um Europa zu versorgen. Wenn es die USA gewesen ist, war es ein kapitaler strategischer Fehler. Die Gewinnerwartung ist kurzfristig positiv, mittelfristig aber negativ.

  9. corovide sagt:

    es ist ein anschauliches Beispiel. Ein Kapitän und andere die warum auch immer es nicht schaffen ein riesiges Schiff durch einen Kanal zu führen. Wahrscheinlicher als alles ist das die Schipper sich nicht an festgelegte Regeln gehalten haben. Nicht mehr nicht weniger.

    Logik das eine Blockade zu See oder auch auf Autobahnen zu Engpässen führt.

    Daran ist absolut nichts sonderbares.. es sei denn man spinnt sich die abenteuerlichsten Dinge zurecht.

    • wasserader sagt:

      Klar, nur Spinner glauben – vielleicht auch noch Verschwörungstheoretiker und Leugner und Rechte –
      dass es in der Geschichte jemals strategische Schiffsblockaden gegen den freien Handel gab …..

    • corovide sagt:

      Warum sollten es Spinner oder Rechte sein die das glauben?

      Aud Betrüger fallen viele Leute rein zumal wenn man einige Faktoren wie Angst Bedrohung Gefahr mit einbaut. Die Grundlage von Betrug ist fast immer gleich.

      Und wie man sieht es funktioniert und die urheber leben nicht schlecht davon

    • Petra Tatura sagt:

      Und warum formt der Kapitän VOR der Havarie erst einmal einen riesigen Pimmel auf dem Meer? Da konnte er noch sehr gut navigieren: https://youtu.be/a1dcSecGUNM

  10. wasserader sagt:

    Ob Zufall oder nicht,
    die Blockade des SuezKanals passt gut zur (westlichen) Internationalen Politik,
    die auf Spannung setzt und auf die Unterminierung funktionierender Strukturen.

    Es fällt auf wie wenig öffentliches Interesse an der Aufklärung der Ursachen der Blockade
    einer der wichtigsten Handelsverbindungen besteht .

  11. Beobachter sagt:

    Interessanter Artikel, mit bestem Dank an Herrn Wolff!

    Ich muss aber dennoch ein wenig den "advocatus diaboli" geben:

    "Hinzu kommt noch ein weiterer Konfliktherd: Sowohl die USA als auch China arbeiten zur Zeit mit Hochdruck an einer digitalen Zentralbankwährung. Der Druck auf beide hat sich angesichts der durch die Lockdowns entstandenen riesigen Schuldenberge und die zu erwartenden Unternehmenszusammenbrüche und Kreditausfälle gewaltig verschärft und es sieht ganz danach aus, als sei China den USA zur Zeit um Längen voraus."

    Nun, dem Tatbestand nach ist es richtig. Allerdings, wer hat wohl die Mittel Schulden von DIESEN Mächten einzutreiben.
    Ändert dies irgendwie die "Schwere des Schuldenhabens"….wo doch heute alle Welt Schulden hat. Wäre es eigentlich denkbar, dass eine solche digitale Zentralbankwährung zu einer Leitwährung würde? Wäre die chinesische Währung hierfür
    "stark" genug? Wovon hinge eine langfristige Akzeptanz derselben ab? Erdöl und Erdgas -ohnehin nicht Chinas "Stärken"
    werden wahrscheinlich in Zukunft weniger als Garanten wirtschaftlicher Stärke firmieren -eher vielleicht seltene Erden und
    überhaupt Rohstoffe, die vorrrangig für die "schöne neue Digitalisierung" erforderlich sind….da wird kein Stein mehr auf dem anderen bleiben dürfen, damit die Menschheit online und mit Schmackes ins Virtuelle gehen kann. Und da muss sie ja schliesslich hin, nicht wahr?

    "Zum einen haben die USA ihren Ton gegen China in den vergangenen Wochen drastisch verschärft. Präsident Biden hat nicht nur alle Strafzölle seines Vorgängers sowie die Verbote für den Export von Hightech und Investitionen in sechzig chinesische IT-Unternehmen in Kraft gelassen. Er hat den bestehenden Sanktionen zwei Dutzend weitere hinzugefügt und lehnt jeglichen strategischen Dialog mit China ab. Stattdessen hat er kurz nach Amtsantritt einen Flugzeugträgerverband in die Straße von Taiwan geschickt und eine Task Force gründen lassen, die den Umgang mit China koordinieren soll."

    Nun, das belegt zumindest in Ansätzen, dass die Mumie im weissen Haus nicht Chinas besonderer Darling ist und vice versa, wie von manchen Clownfans behauptet.

    "Es gibt noch weitere Hinweise darauf, dass es sich bei der Blockade im Suezkanal um eine gezielte Provokation der USA gegen China handeln könnte: Der Frachter Ever Given gehört einer japanischen Leasingfirma, wird aber von der taiwanischen Firma Evergreen Marine betrieben. Sowohl Japan als auch Taiwan, beides enge Verbündete der USA, haben in den vergangenen Wochen keine Gelegenheit ausgelassen, den Konflikt mit China zu schüren."

    Das mag stimmen, aber besonders dicht ist die Evidenz noch nicht. Es wäre interessant, über Kriterien zu hören, die diese
    Mutmassung prüfbar werden liessen. Übrigens scheinen ja einige great reset-Szenarien von Zusammenarbeit zwischen
    altem und neuem Hegemon (mal ganz provokativ formuliert) auszugehen. Wie -wenn überhaupt- harmoniert dies mit einem verschärften Konfliktszenario? (Übrigens glaube ich im Ernst, dass die Dauerbeschallung mit der Coronaproblematik
    die Menschen aller Stände und Klassen so kirre machen mag, dass evtl tatsächlich einige Havarien u. dgl. Vorkomnisse durch vermehrte
    Unachtsamkeiten zustande kommen könnten -vulgo durch menschliches Versagen, weil der Mensch als Ganzes derzeit eben einem höherem Stresslevel ausgesetzt ist. Das ist zwar auch nur eine vage Vermutung, aber es würde mich keinesfalls wundern. Nur ist es schwer im konkreten Fällen zu belegen.)

    Bitte nicht missverstehen, mir geht es nicht ums rummeckern. Wenn Herr Wolff eingangs sagt, man müsse unklare Befunde
    in einem "grösseren Rahmen" betrachten, so hat er Recht. Dann kann man aber auch nach noch umfassenderen strategischen Zusammenhängen fragen. Dass diese sich nicht sogleich offenbaren, ist klar, man sollte sie aber detektivisch im Auge behalten.

  12. Ulli sagt:

    Dass solch eine Panne einem erfahrenen Lotsen passiert , ist recht unwahrscheinlich.
    Daher sehr verdächtig, dass dem erst gar nicht nachgegangen wird.

    Eine Blockade des Suezkanals ist sozusagen ein klassisches Element in geopolitischen Planspielen.
    Gerade eine Woche bevor es passierte, hatte ich kurz daran gedacht ,ob das vielleicht anstehen würde.
    Allerdings nicht wegen vermuteter Provokation, sondern weil schon eine ganze Reihe von Hinweisen ersichtlich wurden,
    die sich gegen die Sicherheit von Lieferketten richten.
    Die Bafin wandte sich gegen die Greensill-Bank eines der maßgeblichen Financiers von Lieferketten. Versicherungskonditionen sollen verändert werden etc.
    Ich vermute es geht der Bafin darum Impulse zu kreieren, etwas inflation durch Engpässe anzuschieben.

    https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/wirtschaftskrimi-finanzaufsicht-bafin-verhaengt-moratorium-gegen-bremer-greensill-bank/26970260.html?fbclid=IwAR3uz5rn1zy_c3BCNyHj3BclwKUSBsxIvCaMxRls2YYC7_giaS3B84VpFI8&ticket=ST-1578839-N7Itis4Ds9ErjRLsOqIU-ap4

    Den Digitalen Crypto-Yuan gibt es bereits.

    https://amazing-offers.online/yuan/?clickID=&aff=777359782882869&c=TH&tid=1022d362d855e6fb9630d9397d5654&aff_id=1545&aff_sub3=dpohek98kfpdvpe6iiogqd0e&aff_sub4=&source=&fbclid=IwAR0nQQujrytNQroE8_x8TeYKSq_zHgIXxB4iuk6YR_PtITGdUgaC9ZurJgA

  13. wolfcgn sagt:

    Mein lieber Herr Wolff! Das halte ich für eine äußerst schwach begründete Spekulation! Kein handfestes Indiz. Was würde wohl mein Freund Ganser dazu sagen?

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