Märchenstunde in Stralsund – Deutschland braucht ein reinigendes Gewitter

Ein Beitrag von Willy Wimmer.

Wenige Tage sind vergangen, nachdem die Bundeskanzlerin ihre Abwesenheit aus Deutschland beendete. Alleine die vergangene Woche und die öffentlichen Auftritte der Bundeskanzlerin zwischen Stralsund am 14. August 2019 und dem Besuch des britischen Premierministers, Herrn Boris Johnson, machte deutlich, was alles dominiert: die einsame, Deutschland und Europa spaltende Entscheidung der Bundeskanzlerin, die deutschen Grenzen schutzlos zu stellen.

Der Gast aus London brachte es mit dem  bekannten Seitenhieb auf den Punkt, als er die vor Arroganz platzende Aussage: „Wir schaffen das“, zitierte. Tage zuvor hatte, nach  entsprecheden Wiedergaben in der deutschen Presse, die Bundeskanzlerin sich in Stralsund wie folgt vernehmen lassen: „Und trotzdem würde ich immer sagen, daß es richtig war, dass wir in einer humanitären Ausnahme-und Notsituation geholfen haben“ und: “Mit der Kontroverse über ihre Flüchtlingspolitik müsse sie leben“.

Bei der Erinnerungsfeier im ungarischen Sopron ließ sie sich ebenfalls entsprechend dieser Aussagen vernehmen. Jeder in Deutschland ist sich darüber im klaren, dass die Verhaltensweise nicht nur der Bundeskanzlerin sondern des damaligen Deutschen Bundestages den gesamten Land einen entscheidenden Stoß versetzt hat. Das brachte vor wenigen Wochen der ehemalige Bundesverteidigungsminister und hochgeschätzte Rechtsprofessor, Herr Prof. Dr. Scholz, mit den in der Presse wiedergegebenen Aussagen von einem „fortdauernden Verfassungsbruch“ zum Ausdruck. Geradezu widerlich ist der Umstand, dass diejenigen, die die politische Ordnung und politische Substanz Deutschlands über die ungeordnete Migration nach Deutschland platzen lassen, nichts dabei finden, die wesentliche Errungenschaft der nach-nationalsozialistischen Zeit, den Rechtsstaat, gleich mit den Bach herunter gehen zu lassen.

Das ist in der gleichen Weise zu verurteilen wie die angeblichen Schutzbehauptungen der Bundeskanzlerin. „Fluchtursachen bekämpfen?“. Wer führt denn auf der Rechtsbasis vom 1. September 1939 seit dem völkerrechtswidrigen Krieg 1999 gegen Jugoslawien Krieg gegen Völker und Staaten, die in die  Steinzeit zurückgebomt werden? „Ausnahme-und Notsituation?“. Das muss ausgerechnet der Kanzlerin einfallen, die seit nunmehr vier Jahren den Dauerzustand aufrechterhält. Die Migration in ihrer teilweisen Dimension ist spätestens seit den Moskauer Gesprächen im September 1989 zur deutschen Wiedervereinigung bekannt. Sie führte zu Bemühungen der Regierung Kohl/Kinkel, sich der Herausforderung durch Aufnahme der Region zwischen Syrien und Marokko in europäische Sicherheits-und Wirtschaftsstrukturen zu stellen, bis diese Bemühungen durch die USA nach 1994 zunichte gemacht wurden.

Bis heute funktioniert das aus der Bundeskanzlerin und den Leitmedien offenbar gestrickte „Schweigekartell“, ganz im Sinne höchst wirksamer „Verschwörungs-Praktiker“. Wann hat es jemals nach dem September 2015 im Deutschen Bundestag eine Debatte darüber gegeben, was man über die Hintergründe und Hintermänner dieser Migration weiß?

Präsident Trump ist eine rühmliche Ausnahme und wird wohl aus diesem Grund zum „politischen Gottseibeiuns“ bei den Mitgliedern der Anti-Trump Koalition. Wo sind die „Migration papers“ querfinanzierter publizistischer Netzwerke? Nichts von alledem. „Sicherheit für Deutschland?“ Hundertausende aus den tatsächlichen und potentiellen Kriegsgebieten dieser Welt halten sich in Deutschland auf und der Staat hat solange keine Ahnung, bis sich wieder ein Kapitalverbrechen ereignet. Die völkerrechtswidrigen Kriege mit deutscher Beteiligung und dieser kriegerische, unindentifizierte Bodensatz im eigenen Land haben die Wirkung von Nuklearwaffen, wenn es den Drahtziehern danach ist. Wir können sogar bei den Ereignissen in Hongkong feststellen, dass Migranten alles daran setzen, Deutschland zu ihren Gunsten in diesen Auseinandersetzungen zu positionieren.

„Deutscher Staatsbürger“ in der Medienberichterstattung ist man wohl nur dann, wenn man aus der Türkei stammt, sich hier unter Mitnahme seines türkischen Passes hat einbürgern lassen und mit „Deutschland“ im Rücken sich dann in der Türkei gegen Erdogan wendet. Die Interessen der Deutschen ohne Migrationsbesonderheiten spielen keine Rolle mehr. Dennoch liegt eine gespannte Aufmerksamkeit in dieser Frage über dem gesamten Land. Die Aufmerksamkeit, mit der Hans-Georg Maaßen durch Deutschland tourt, ist ein markantes Beispiel dafür. Wie übrigens auch die Versuche bestimmter politischer Kräfte, die Abwanderung ehemaliger Mitglieder und Wähler durch administratives Vorgehen gegen den einzigen politischen Herausforderer zu kompensieren.

Es ist die Zeit des Sommers und vieles spricht am 1. September 2019 für ein reinigendes, politisches Gewitter, das hoffentlich das ganze Land erfasst. Stralsund hat gezeigt, dass es so in Deutschland nicht weitergehen kann.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildhinweis: Triff/Shutterstock

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8 Kommentare zu: “Märchenstunde in Stralsund – Deutschland braucht ein reinigendes Gewitter

  1. “Mit der Kontroverse über ihre Flüchtlingspolitik müsse sie leben“
    Das sollte ein Kinderspiel sein, bei den Bezügen, der Pension und dem lebenslangen Privilegien.
    Vermutlich bekommt die Frau nicht einen der Ausländer zu gesicht in ihrer kleinen, abgeschotteten Blase.

    Zu sagen man könnte mit Konsequenzen leben, die einem niemals im Leben persönlich treffen werden ist schon zynisch und sooo typisch.

    • Sie entschied und lebt nun mit einer „Kontroverse“ anstatt mit einer den Deutschen nicht zumutbaren Fehler und einer Alleinentscheidung, die sog. Konsequenzen Tragen ganz Andere.

    • Und was bringt man den Kindern bei? Stehe zu Deinen Fehlern!
      Ich bin mir gar nicht sicher, ob die Alte bei einem Eingeständnis den Job als Kanzlerin verloren hätte.
      Denke, da geht es um was anderes als das Festhalten an einem Posten.

  2. Nach der von rassistischem Terror nicht nur in Solingen, Mölln und Rostock geschürten de-Facto-Abschaffung des Asylrechts, außer ein Flüchtling kommt als blinder Passagier am Hafen oder Flughafen an, führte 22 Jahre später die Flüchtlingstragödie aus Ländern, die auch durch Beteiligung oder Verursachung von Nato-Staaten im Sumpf von Krieg und Zerfall versanken, zur Situation 2015. Das Fluchtdrama ‚Migration‘ zu nennen unterstellt, da gab es Menschen, die hatten eine Wahl: Emigriere ich oder nicht? Trump, der fliehende Kinder von ihren Familien in Gefängnissen trennt ist rühmlich? Die Kriegsstrategen -vorneweg aus den USA- sollten nach dem Verursacherprinzip die Verdammten dieser Erde zu allererst übernehmen und ihnen eine lebensbedrohliche und oft tödliche Flucht ersparen. Aber die Meister des Völkerrechtsbruchs bleiben ungeschoren.

  3. Walter Lippmann (‚Die Öffentliche Meinung‘) und Jean Baudrillard (‚Das System der Dinge‘) lesen und all das wird verständlich – warum es so ist und warum sich nichts daran ändert.

    Politik ist eine Art Wettbüro.
    Alle zocken und hoffen auf ihren persönlichen Gewinn – wer dafür stramm gerade stehen muss ist völlig unerheblich.
    Man wettet auf alles Mögliche – Wahlen, Verträge, Börsenkurse, Postenvergabe, Krieg, …

    Wer zockt, wettet, dem ist irgendein komplementärer ‚Sinn‘ oder ein ganzheitlich orientiertes Ziel absolut egal.
    Ob jemand seine Stütze verzockt am Spielautomaten oder die Staatskasse am Ressourcenroulette der Welt ist wumpe – es steckt dieselbe Haltung dahinter.

    Wenn dann noch vorsätzliche Antiintellektualität dazu kommt, kann nun mal nichts Gescheites dabei heraus kommen.
    Ist das so verwunderlich?

  4. Schon krass, da hat man dieses Raub-, Mord-, Totschlag- und Zerstörungs-System. Also an allen Enden verrechtlichte Kriminalität. (Und auch wenn’s nicht kodifiziert ist, wen schert es trotzdem?)

    Aber dennoch gibt’s anscheinend nichts Schlimmeres als Migranten und einige Dienstboten, die diese Zielscheiben aufgestellt haben. Fast wie bestellt. Oder?

    1.

    Heil dir im Siegerkranz,
    Herrscher des Vaterlands!
    Heil, Kaiser, dir!
    Fühl in des Thrones Glanz
    die hohe Wonne ganz,
    Liebling des Volks zu sein!
    Heil Kaiser, dir!

    • 1. Milliardäre und ihre tonangebenden Stiftungen
      2. Politiker
      3. Systemmedien und sonstige Stiftungen
      4. Mitläufer und Messerstecher (und ja, einen deutschen Messerstecher habe ich noch nicht erlebt, die laufen eher mit)

      In der Reihenfolge sehe ich die Verantwortlichkeiten.
      Auseinandersetzen möchte ich mich eigentlich mit niemandem von denen, in meiner kostbaren Lebenszeit, ich will nur meine Ruhe, für meine Familie und mich. Bekomme ich die nicht, ist es jedoch leider Punkt 4, mit dem ich mich zwangsweise zuerst auseinandersetzen muss.
      So kommt es zu Wahrnehmungsverzerrungen, sicherlich auch stark davon abhängig, ich welcher Wohngegend man ansässig ist, und ob man die Mittel hat, in Ruhe zu einer Demo zu reisen, oder stattdessen aufpassen muss, wenn man die Haustür öffnet.

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