KenFM am Set: Mahnwache für den Frieden in Mainhattan, 01.09.2014

Kapitalismus ist ohne Krieg nicht zu haben, oder anders gesagt: Er basiert auf Krieg.

Krieg ist Politik mit anderen Mitteln, und alles, was aktuell auch im Irak oder in der Ukraine geht, sind Wirtschaftsinteressen. Es geht um das Erobern von Märkten, und das Erbeuten von endlichen Bodenschätzen. Vor allem um Öl, Gas und seltene Erden.

Je knapper diese Güter und Energieträger werden, desto härter werden die Verteilungskämpfe darum. Das alles kombiniert mit einer stark steigenden Weltbevölkerung, und künstlich zusammengehalten durch FIAT-Money, kann nur die totale Zerstörung des Planeten als Endergebnis haben.
Die Logik sagt uns: Es kann kein unendliches Wachstum in einem endlichen Lebensraum geben.

Die Montagsmachnwachen gibt es jetzt seit über drei Monaten. Sie haben die WM und die Sommerferien überstanden und sind nötiger denn je. Die Mahnwachen wurden, anders als die klassische Friedensbewegung, nicht durch Vereine, Parteien oder Organisationen auf die Beine gestellt, sie kommen aus der Mitte der Gesellschaft und haben es geschafft, vor allem jene Menschen für Politik zu interessieren, die bisher eher passiv dem Geschehen zusahen. Das plötzliche Erwachen machte diese junge Bewegung für gestandene Linke lange suspekt. So reagierten viele spontan mit Ablehnung und unterstellten den Teilnehmern der Mahnwachen pauschal, rechts zu sein. Seriöse Bewegungsstudien konnten diesen schweren Vorwurf schließlich entkräften.

Warum sind die Mahnwachen derzeit nötiger denn je? Die Lage in Europa spitzt sich zu. Ein NATO-Krieg gegen Russland ist keine Utopie mehr. Jetzt gilt es, kollektiv zusammenzuarbeiten. Alte und neue Friedensbewegung. Wer sich aus falschem Stolz und reiner Eitelkeit weiter in Grabenkämpfen verliert, spielt ausschließlich den Kriegstreibern in die Hände.

Auch die Kirchen sind kein Garant mehr für ein Nein zum Krieg oder zu Waffenexporten! Die Bürger in Europa sind auf sich selbst gestellt. Wer jetzt nicht zusammenarbeitet, bietet sich dem Imperialismus als Bauernopfer geradezu an.

Wie kann man Frieden von der politischen Führung fordern, wenn man es nicht fertig bringt, sich im selben Boot sitzend nicht gegenseitig an die Gurgel zu gehen?

Arbeitet endlich zusammen!

KenFM setzte seine Mahnwachentour fort und besuchte am vergangenen Montag die Mahnwache in Frankfurt am Main, der deutschen Hauptstadt des Großkapitals.

Ein Kommentar zu: “KenFM am Set: Mahnwache für den Frieden in Mainhattan, 01.09.2014

  1. Ich bin gerade dabei, mir die Reden von Ken Jebsen auf den Mahnwachen anzuhören, von denen ich 2014 noch nichts wusste. Ich kannte keinen Lars Mährholz und keinen Ken Jebsen.

    Ja, schade, dass diese Bewegung so zerschlagen wurde, wie ist das eigentlich passiert? Ist es so, dass der Mainstream so eine Macht hat…?
    Hat die „alte“ Friedensbewegung ihren Anteil daran? Waren wirklich so viele Nationalsozialisten auf diesen Demos?

    Ich glaube, das es ganz wichtig ist, dass wir uns selbst organisieren und nicht darauf warten, das wir eine Art „Führungsperson“ bekommen, die uns sagt, was wir machen sollen!
    Doch leider sind die meisten von uns so erzogen, dass uns immer gesagt wurde, was wir zu tun und zu denken haben…das ist tief in uns verwurzelt!

    Es wird also Zeit autonom zu handeln, damit daraus dann ein konstruktives Miteinander wird!
    Ich würde mir für mich wünschen, dass wir uns regional vernetzen und dann einfach schauen, was wir auf die Beine stellen können.
    Auf der Demo waren viele Menschen, aus ganz unterschiedlichen Regionen und sogar Ländern und jetzt sollten wir uns regional vernetzen und uns auch persönlich treffen, um weitere Schritte zu überlegen.

    Ich komme aus dem Raum Hildesheim – Hannover und wer Interesse hat, sich mit mir zu vernetzen, den möchte ich bitten, mir eine persönliche Nachricht zu schreiben, dann können wir gemeinsam überlegen, was wir MACHEN wollen und wo unserer Fähigkeiten und Möglichkeiten liegen!

    Ich würde mich sehr freuen, bald Nachrichten in meinem Postfach hier zu finden!

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