KenFM am Set: Malte Klingauf und Alex Ross über Pax Terra Musica 2018

Peace & Party! 

Wer den Namen Woodstock hört und dabei war, bekommt glasige Augen. Was waren das für glorreiche Zeiten, als Musiker sich auch politisch positionierten.

Jimi Hendrix oder Joan Baez hatten einfach den Mumm, sich mit dem militärisch-industriellen Komplex anzulegen. Sie waren gegen den Vietnamkrieg und für den globalen Frieden. Sie waren dafür bereit, öffentlich auf großer Bühne den Mund aufzumachen.

In der Gegenwart ist ein neues Woodstock nötiger denn je. Der Kalte Krieg feiert Renaissance und Deutschland erhöht seine Rüstungsausgaben auf 60 Milliarden Euro. Wo aber ist die Friedensbewegung? Wo sind die Künstler, die sich diesem Säbelrasseln entgegenstellen? Wo ist ihr Festival?

Die gute Nachricht, das Pax Terra Musica wird es auch 2018 geben. Zum zweiten Mal, was nach dem finanziellen Desaster 2017 nicht sicher war.

Das Friedensfestival ist mehr als ein Open-Air-Konzert. Es ist eine Messe, die Musiker und Macher vereint.

Was kann der Einzelne tun, um den globalen Frieden Wirklichkeit werden zu lassen? Wie kann man sein Verhalten, seinen Konsum, auf Frieden trimmen?

Das Festival gibt Antworten auf diese Fragen. Es lädt Aussteller und Artists ein, um dem Publikum die Möglichkeit zu bieten, Spaß und Verantwortung zu kombinieren. Das geht. Friedensarbeit kann Spaß machen, vor allem, wenn man dieses Ziel in der Gruppe verfolgt.

Besucht das Festival und werdet Teil der Friedensbewegung. Peace & Party!

Pax Terra Musica – Das Friedensfestival, Freilichtbühne Friesack, vom 27. bis 29. Juli 2018

Hier der Link mit weiteren Informationen zum Friedensfestival: https://www.pax-terra-musica.de/

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

8 Kommentare zu: “KenFM am Set: Malte Klingauf und Alex Ross über Pax Terra Musica 2018

  1. nachdem schon letztes jahr hier und anderswo intensiv für diese va und um hilfe und unterstützung geworben wurde, hatte ich mich per email beworben und diverse hilfe angeboten. meine kenntnisse als techniker, artist, helping hand u.a.
    von den veranstaltern habe ich nie eine antwort bekommen. leider kann ich diese leute deshalb nicht mehr ernst nehmen.

  2. Ich finde die Leute sympathisch, die Sache dahinter auch. Allerdings gehe ich sonst eher auf metallische Festivals. Das wäre also musikalisch schon ein Wagnis für mich, zumal ich auch nicht auf Gruppenspielchen und sowas stehe.
    Von daher mal die direkte Frage, ob denn da auch ordentlich Bier ausgeschenkt wird? Dann hätt ich so ne Art Backup xD.

    • Hallo Timse,

      natürlich wird auch ganz normales Bier ausgeschenkt. Es gibt neben dem veganen Essensstand auch einen Grill.
      Die Musik ist sehr unterschiedlich, was aber auch den Reiz ausmacht. Judas Priest haben wir dieses Jahr leider nicht verpflichten können aber mal sehen, was im nächsten Jahr passiert. 🙂

      Die Gruppenspielchen (was genau meinst Du damit?) muss ja niemand mitmachen. Das ist das schöne an diesem Festival. Es gibt kein verpflichtendes Programm. Wer sich 8h Vorträge rein-ziehen möchte kann das tun, wer vor der Bühne durch-tanzen möchte kann das tun, wer mit dem Bier an der Bar glücklich ist macht das und wer eine Mischen aus allem macht wird auch glücklich. Am Ende sind es die Menschen und die Gespräche, die dieses Festival zu etwas ganz besonderem machen.

  3. Festivalgesocks, da krieg ich Plack. Selbstdarsteller, die der Meinung sind, Veränderungen kommen mit dem „richtigen“ Image.
    Aua – wenn ich auf die Internetseite schaue, sehe ich sofort im Hintergrund einen Yogi-artigen Typen, der mich an die Guru-Avantgard unter den Hippies erinnert – Schmerzhaft wenig aus der Geschichte gelernt, würde ich sagen.
    In Zeiten, wo die Herrschendenklasse die Arbeiterklasse weltweit scharf attackiert von Frieden zu schwafeln finde ich sowie sehr, sehr aufrichtig und zeitgemäß….
    Ich hoffe es kommt niemand, weil die Leute ihre Zeit besser mit einem gemeinsamen Streik verwenden, als für so einen Quatsch.

    • Freut mich, dass Sie auf der Internetseite waren. Da gibt es auch etwas mehr als den „Yogi-artigen Typen“ dort gibt es eine Seite zur Völkerverständigung, eine Seite zur Militärbasis in Ramstein mit Hintergründen und Fakten und und und…

      Musiker müssen wohl ein wenig Selbstdarsteller sein und auch die Vorträge müssen ja von irgendjemandem gehalten werden. Aber der eigentliche Hintergedanke ist doch die Vernetzung.
      Vielleicht kommen Sie doch für einen Tag vorbei und machen sich ein Bild direkt vor Ort.

      https://youtu.be/BdSO6nbfILs

    • Gemeinsamer What? Streik????
      Mit Mitteln von gestern behebt man keine Probleme von heute.
      Die Gewerkschaften haben fast überall ihre Hausmacht verloren und führen sich mehr und mehr als Teil des Problems (= Systems) denn als Teil der Lösung auf.
      Ein nicht gewerkschaftlich organisierter (und durch Streikgeld abgesicherter) Ausstand, wie wir ihn in anderen Ländern sehen, wird es in Deutschland nicht geben.

      Also hilft nur, neue Formen des gemeinsamen Organisieren und Vorgehens zu (er-)finden.
      Falls Sie dafür einen veemeintlich besseren Vorschlag haben, als die Macher des Festivals, immer her damit!

    • Paleene,

      mit Mitteln von gestern, behebt man keine Probleme von heute? Wenn sie diese Logik weiterverfolgen, daß Streiks nicht zur Lösung von heutigen Problemen taugen, dann können sie das ebenso auf das Musikfestival anwenden.

      Und eventuell wären sie damit ziemlich nah bei einer Erkenntnis, die eventuell nah bei der Realität ist.
      Auch ist Krieg nicht Ursache, sondern Symptom des kapitalistischen Systems und es sind hauptsächlich in Uniform gesteckte Arbeiter, die ihn führen und die die Waffen herstellen.
      Haben sie für diese eine Alternative? Außer der, für ein paar Stunden herumzuhippen.

      Konsumverzicht oder eine Änderung des Konsumverhaltens, beeindruckt die völlig von der Realwirtschaft entkoppelte Finanzgewalt wenig und selbst wenn, können heute überhaupt nicht mehr genügend teilnehmen, da sie fianziell zu schwach aufgestellt sind.

      Und nochmal zum Hauptanliegen, wenn in Zukunft die Konflikte ohnehin, hauptsächlich von Algorithmen-gesteuerten Maschinen geführt werden, dann wird da jemand eingreifen müssen.
      Unabhängig davon, daß auf dem Festival ohnehin sehr wenige erscheinen dürften, die ihr Leben im Dienst der Kapitalisten, durch das Ausüben von Gewalt, bestreiten. Krieg ist doch für die meisten sehr abstrakt geworden, während sie mit dem Kapitalismus täglich konfrontiert werden.

      Unabhängig davon, hat die Rote Armee, die Faschisten, nicht mittels einer Kapelle gestoppt.

      Und dennoch denke ich mir, bezüglich des Festivals, mal schauen, immerhin gibt’s dann auf der Titanic eine vernünftige Kapelle.

      Ob Festival oder Streik, beides gleich antik, ebenso wie das System. Verändert haben sich Methoden und Menschen.
      Dazu möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, daß es einen aktuellen Vortrag, von Herrn Mausfeld gibt:

      Demokratie als Fassade
      Prof. Rainer Mausfeld blickt hinter die Kulissen der „Demokratie“.
      von Florian Ernst Kirner, Rainer Mausfeld
      Rainer Mausfelds neuer Vortrag „Wie werden politische Debatten gesteuert?“ ist ein bestens bestückter Werkzeugkoffer für alle, die sich aus dem Würgegriff der Herrschaftstechniken befreien wollen.
      https://www.rubikon.news/artikel/1189-demokratie-als-fassade

      Er spricht darin auch darüber, was nicht mehr wieder kommt. Vielleicht von Interesse für Jene, die die Sorge hegen, aus der Zeit gefallen zu sein.
      Und vielleicht sollte man erwägen, in Anbetracht dessen, was auf dem Spiel steht, ob Angst ein so guter Ratgeber ist. Darüber spricht Herr Mausfeld auch.

      Nun sind wir aber sehr ernst geowrden, nun vielleicht hilft das?

      Dr Evil’s Laughing Scene
      https://www.youtube.com/watch?v=7edeOEuXdMU

    • Um es evtl. zu verdeutlichen, wir wissen der Drops ist in nicht allzu langer Zeit gelutscht und es wird keinen neuen Drops geben, ohne eine sich ihrer Stärke bewußten Arbeiterklasse.
      Was also, haben sie im Angebot, um diese zu motivieren?

Hinterlasse eine Antwort