Im Gespräch: Markus Krall („Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen“)

Corona. Chaos. Crash?

Wir stehen unmittelbar vor einem Total-Zusammenbruch der Weltwirtschaft mit unvorhersehbaren Folgen. Bis auf die Branchen Waffen, Lebensmittel, Pharma und Gold brechen vor unseren Augen alle anderen Wirtschaftssektoren in atemberaubendem Tempo zusammen. Der Dax verbuchte eben das zweitschlechteste Handelsergebnis seiner Geschichte und die internationalen Börsen sind auf Talfahrt wie 1929. Schuld an allem ist offiziell der Corona-Virus. Aber diese Aussage ist falsch. Der Corona-Virus ist nur der Auslöser des Zusammenbruchs. Er ist das, was man einen „Schwarzen Schwan“ nennt. Ein Ereignis, das als höchst unwahrscheinlich gilt. Nur, wenn es auftritt, die Energie einer Atombombe freisetzt. Diese Energie reißt alles um sich herum in den Abgrund.

Kann man sich vor einem „Schwarzer Schwan“ schützen? Nein. Aber man kann sich entsprechend vorbereiten, um die Zerstörung zumindest zu minimieren. Der wirksamste Schutz besteht darin, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Risikomanagement. Das genaue Gegenteil haben die Gralshüter unseres Geldsystems getan. Sie haben mit einer vollkommen verantwortungslosen Geldpolitik Unternehmen künstlich am Markt gehalten, die in einem natürlichen Prozess längst ausgeschieden wären. Diese Zombie-Unternehmen können sich nur deshalb am Markt behaupten, da auch die EZB jeden Monat 20 Milliarden Euro in den Markt pumpt.

Wir erleben eine Zeit der Negativ-Zinsen mit verheerenden Folgen. Schulden werden mit Schulden bezahlt, die wiederum mit Schulden bezahlt werden. 15% der deutschen Unternehmen brechen sofort zusammen, wenn der Zinssatz für Kredite auch nur im Promille-Bereich erhöht wird.

Was aber taten unsere obersten EU-Banker? Sie steckten den Kopf in den Sand, in der Hoffnung, mit immer neuen Taschenspielertricks den unabwendbaren Zusammenbruch dieses System immer weiter hinauszögern zu können. Dann kam der „Schwarze Schwan“ Corona und in kürzester Zeit brach weltweit die Nachfrage nach Konsumgütern zusammen. Zuvor waren in China ganze Lieferketten ins Stocken geraten. Solange die Lager voll waren, konnte noch produziert werden, doch jetzt ist Ende Gelände. Kein Umsatz bedeutet keine Möglichkeit, seine Schulden zu bedienen und wenn das in X Branchen zeitgleich passiert, gehen ganze Bankenviertel pleite. Das ist der Status quo!

Kann der Staat helfen? Nicht, wenn alle Branchen auf einmal betroffen sind. Das ist jetzt bald der Fall. Zudem hat unsere Bundesregierung 2008 mit der „Banken-Rettung“ längst ihr Pulver verschossen und die Fehlkonstruktion Euro wäre ohne immer größere „Rettungsschirme“ längst abgesoffen.

Was wird die EZB tun? Noch mehr Geld ausgeben? Das würde den Prozess nur kurzfristig verlangsamen, um ihn dann zu beschleunigen. Wer einem Junkie, um ihn zu „retten“, zwei Kilo reines Heroin zukommen lässt, hilft ihm nicht wirklich. Er sorgt eher für eine Überdosis.

Die Folgen dieser Überdosis haben unsere Entscheidungsträger nicht mal im Ansatz auf dem Schirm. Corona ist der Aufwachmoment eines Globalisierungswahns. Wer permanent am Limit wirtschaftet, sämtliche Risiken ausblendet, jeden Warner verhöhnt und durch die Mainstream-Presse einschüchtern lässt, gehört nicht in einen Chefsessel, sondern hinter Gittern. Was jetzt vor unseren Augen passiert, reicht von Ausnahmezustand über Banken-Run bis Kriegsrecht. Aber vielleicht ist diese Schock-Strategie auch gewollt, um über ein Europa im Krisenmodus den Nationalstaat als solchen samt Bargeld zu beerdigen und durch eine supranationale Konzern-Regierung mit Krypto-Leitwährung zu ersetzen. „Marktkonforme Demokratie“.

KenFM sprach mit Dr. Markus Krall. Krall ist Volkswirt, Risikomanager und Unternehmensberater. Er hat über Jahre vor diesem Moment gewarnt und wurde belächelt. Dieses Lachen wird jetzt zur Fratze, wenn es darum geht, die Zeche zu bezahlen. Nur, wer bezahlt diese Rechnung? Das kann man sich denken.

Grundlage des Gesprächs mit Krall war sein aktuelles Buch „Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen: Warum wir unsere Gesellschaft neu organisieren müssen“. Als das Gespräch aufgezeichnet wurde war der Corona-Virus noch ein streng gehütetes Geheimnis im Reich der Mitte.

Game over?

Inhaltsübersicht:

0:00:54 Schwarze Schwäne als Metapher für Verdrängung

0:18:17 Der Mensch – kooperativ oder kompetitiv?

0:29:24 Das Verhältnis vom Staat zum freien Markt

0:52:09 Was ist der Markt?

1:21:52 (Un-)Rechtsstaat und Tyrannei

1:37:57 Das Scheitern der Parteiendemokratie

1:53:12 Medien, Technik und Kontrollausübung

2:08:39 Die Wirtschaft der Zukunft

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148 Kommentare zu: “Im Gespräch: Markus Krall („Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen“)

  1. Die Theorie von Herrn Markus Krall in ihrer knappen Eleganz und hohem Niveau an Ästhetik enthält einen gravierenden und grundsätzlichen Fehler: sie passt wunderbar zu einer idealisierten Welt, die in dem späten XX Jahrhundert zu Ende ging. Der Fehler in seinem Plädoyer für puren Kapitalismus ist so gravierend, dass ich nur ein paar Sätze brauche, um zu belegen, dass in seiner Theorie ein so großer Fehler enthalten ist, der die ganze Theorie zunichte macht.
    Die ganze Menschheitsgeschichte ist begleitet von der Übernahme der Macht durch Individuen oder Gruppen, deren Reichtum sich wesentlich von der Mehrheit der Bevölkerung abhob. Und das ist immer gelungen. Immer! In den Theorien von Herrn Krall ist das Programm, das das gerade verhindert sollte, nicht zu entnehmen. Kapitalismus pur ist kein Mittel dafür, weil es dies gerade möglich macht. (Welchem System man sie Sovietunion zurechnen wollte, wird jetzt ausgeklammert)
    In der industrialisierten Welt von heute ist noch weniger möglich die Machtübernahme durch die Superreichen zu verhindern, weil die Produktivität so rasant gestiegen ist, dass die gesamte Produktion in vielen Bereichen von einer kleinen Gruppe bedient werden kann. Bei den sehr Reichen war immer die Tendenz zu beobachten, ihren Reichtum zu behalten und abzusichern. Um es wirklich abzusichern, braucht man dazu die günstige Gesetzgebung : so kommen wir direkt zur Versuchen von Einflussnahme und Korruption, die unter der Bedingungen stattfinden muss. Und daraus ergeben sich zwangsläufig totalitäre, faschistische Systeme, die wir gerade haben. Markus Krall nennt die Systeme „sozialistisch“, was falsch ist, weil er bezieht sich damit auf einen Ausschnitt und Episode des real existierenden Sozialismus, aus der Planwirtschaft, die eine Degeneration der Idee war.

  2. Vielen Dank für dieses hochinteressante Interview – selbst dann, wenn sich viele der Vorstellungen von Markus Krall sicher nicht werden umsetzen lassen, empfinde ich seine Auffassungen als anregend, gut durchdacht und vor allem als wichtig, auch dort, wo mir manches als etwas überzogen vorkommt. Wenn man ein breites Meinungsspektrum noch irgendwo bekommt, dann bei KenFM, und das ist ein gerade derzeit enorm hoher Wert. Und was viele der kritischen Kommentare angeht: Da ich selber aus dem "Osten" stamme, glaube ich einigermaßen gut zu wissen, dass der Sozialismus nun wirklich keine sonderlich erfolgreiche Wirtschaftsform war: auch industriell einst recht weit entwickelte Staaten (z.B. CSSR, Ungarn, Polen oder DDR) waren weit abgeschlagen, die Umweltschäden überall immens. Von der fehlenden Freiheit mal ganz abgesehen. Deshalb mein Dank an Ken Jepsen und Markus Krall.

  3. Was soll das denn z.B. heißen: "Ich bin Subjekt meiner selbst" (19:31)? Dieser Satz entbehrt jeglicher Logik (vgl. meinen Kommentar hier vom 18.3.2020 at 08:33/08:41). Wollte Dr. Krall damit, allerdings total verunglückt, Immanuel Kant zitieren? Bei dem lautet der Satz aber ganz anders und ergibt im Gegensatz zu dem von Dr. Krall sehr wohl einen Sinn.

    Dr. Krall verkauft hier (und sattsam auch anderswo) ganz offenbar vor allem seine Geschäftsinteressen. Mit dominanter Pose reiht er allerlei klug daher kommende Bildungsversatzstücke aneinander und vermischt sie mit teilweise sogar falschen bzw. unpassenden Zitaten, betriebs- und volkswirtschaftlichen Binsenweisheiten und unbewiesenen Behauptungen, die zwar insgesamt gut klingen, deren Erkenntnisgewinn aber eher bescheiden und auch zweifelhaft ist. Soweit er diskutable Ansichten äußert, mag man ihm ja folgen oder auch nicht. Aber es ist eine Zumutung, dabei auch all den unnötigen Ballast seiner penetranten Profilierungsbemühungen anhören zu müssen, mit denen es ihm anscheinend gelingt, Hörer derart in seinen Bann zu ziehen, dass sie den wahren Gehalt seiner Aussagen gar nicht erkennen.

    • "Wir sind schnell mit dem Wort Bewusstsein bei der Hand, so als ob wir zutiefst vertraut mit ihm wären. Dabei werden wir in Wirklichkeit niemals wissen (können), was Bewusstsein ist." (U.G. Krishnamurti)

      Natürlich ergibt "Ich bin Subjekt meiner selbst" keinen Sinn, warum auch…

      Der gute Mann denkt, er wäre ein Mensch namens Krall und könne deshalb machen was er will. Das nennt er Freiheit, welche des Menschen Geburtsrecht wäre. Wörtlich (4.Minute): "Das eine Element ist die Tatsache, dass wir als freie Wesen geboren sind, wir haben ein freies Bewusstsein, wir können uns selbst erkennen. Damit sind wir per se frei."

      Das wird – genau wie das "Ich bin Subjekt meiner selbst" – einfach mal so behauptet, weil es sich sich so schön und wichtig anhört und ist – neben der Evolution = 'Versuch und Irrtum' – die theoretische Grundlage für sein Menschenbild, welches nun mal nur in (s)einer kapitalistischen Marktwirtschaft menschennaturgemäß (über-)leben kann.

      Was die Evolution angeht, ist das menschliche Gehirn selbstverständlich keine individuelle Errungenschaft, der Mensch ist ein Gattungswesen und Individualität ist völlig belanglos.
      Und die Freiheit eines Neugeborenen besteht worin? Schreien, wenn’s unangenehm wird? Und wenn keiner kommt, dann ist’s die Freiheit gleich wieder zu sterben?

      Der gute Mann spricht von Selbst-Bewusstsein sei. Wie soll sich denn das Bewusstsein seiner Selbst bewusst sein. Das ist genau so unmöglich, wie sich ein Auge selbst anschauen kann.
      Das propagierte 'Selbst-Bewusstsein' des guten Mannes, welches bei der Gattung Mensch erst im 2.-3. Lebensjahr entsteht, wird 'Ich' benannt: Ich. Ich, Ich, Meins, Meins, Meins – das ist der Rausschmiss aus dem Paradies, das Rausfallen aus dem Universum… damit fängt das menschliche Verhängnis an.
      Der gute Mann ist eine predigende Krämer-Seele, ein Gaukler – zu mehr taugen seine Kenntnisse der menschlichen Natur nicht…

    • Schön, tzett, dass auch Sie, wie gefühlt die meisten hier, sich von Dr. Kralls Wortschwall nicht blenden lassen. Da sieht man sich in guter Gesellschaft. Bezeichnender Weise hat KenFM in MMM 56 aus dem langen Interview mit Dr. Krall nur die Metapher mit dem "schwarzen Schwan" übernommen, wobei mir allerdings nicht klar ist, worin der zusätzliche Erkenntnisgewinn liegen soll, wenn man diese Metapher verwendet und diese erst umständlich erläutern muss. Aber vielleicht war das und die nochmalige Einblendung des neuen Buches von Dr. Krall Teil des Deals, mit dem KenFM von ihm bzw. von seinem Verlag Werbeeinnahmen erhalten hat. Dann kommt es uns allen hier zugute, und es soll mir recht sein.

      Und übrigens: Natürlich "werden wir in Wirklichkeit niemals wissen (können), was Bewusstsein ist". Denn dazu müssten wir die Fähigkeit besitzen, aus uns herauszutreten und uns von außen zuzusehen. Da ist schon unsere Körperlichkeit vor, die mit ihren vielen Wehwehchen uns dauernd ablenkt, wenn wir uns mit Höherem befassen wollen. Aber das gibt sich vielleicht, wenn dereinst unsere Körperlichkeit den Weg alles Irdischen geht und der Geist sich endlich frei entfalten kann, ohne in einen solchen Körper eingezwängt zu sein.

  4. Wenn man das Meer in private Sektoren einteilen würde, gäbe es keine Überfischung mehr. Genau. Und wenn man die Luft in private Sektoren einteilen würde, gäbe es keine Luftverschmutzung mehr. Oh, Gott, ist der Kerl bescheuert.

  5. Es gibt keine so gut begründete und so oft monierte Erfahrung aus der ganzen menschlichen Geschichte, als die über die Moral der Reich. Und die heiligen Bücher aller Religionen sind sich hier einig:

    "Die ganze historische Erfahrung zeigt, dass sich der Mensch, wenn er viel Macht besitzt, nie in seinen Ansprüchen mäßigen kann. Es ist nur wenig übertrieben zu sagen, dass die steigende soziale Macht in den Händen des Einzelnen eine völlige Realitätsblindheit, allgemeine mo-ralische Lähmung und grenzenlosen Wichtigkeitswahn erzeugt. Der von außen nicht ausgebremste Mensch geht buchstäblich über Lei-chen und empfindet das auch noch als gerecht, anständig und eh-renhaft. Schopenhauer, der kein politischer Philosoph war, aber ein hervorragender Kenner der menschlichen Natur, hat das Problem der großen sozialen Macht der Einzelnen auf den Punkt gebracht: „Das Versagen der Hilfe bei dringender fremder Noth, das ruhige Zuschauen fremden Hungertodes bei eigenem Ueberfluß, ist zwar grausam und teuflisch, aber nicht Ungerecht: nur läßt sich mit völliger Sicherheit sagen, daß wer fähig ist, die Lieblosigkeit und Härte bis zu einem solchen Grade zu treiben, auch ganz gewiß jedes Unrecht ausüben wird, sobald seine Wünsche es fordern und kein Zwang es wehrt“ (1987: 477).

    Aus der Bibel geht ganz deutlich hervor, dass das Streben nach Reich-tum, also Raffgier und Habsucht, Quelle anderer Laster sind. Erwäh-nen wir nur die bekannten Worte Jesu, dass ein Kamel leichter durch ein Nadelöhr gehe als ein Reicher ins Reich Gottes komme (Mk. 10,25). Diese bedingungslose Verachtung des Reichtums zeugt indi-rekt aber unmissverständlich davon, dass es Hunger in der Geschich-te fast nie deshalb gab, weil man nicht alle Armen ernähren konnte, sondern weil der Hunger der Reichen nie zu stillen gewesen ist. "

    Martkwirtschaft neu denken, 321, 292

    • "Um nicht ein Lump zu sein, ist heute eine fast ebenso starke Seele vonnöten wie in anderen Jahrhunderten, um ein Heiliger zu sein." (Gomez Dávila)

      Der gute Mann ist ja scheinbar noch nicht einmal befähigt zu verstehen, dass ein reicher (Kapitalisten-) Mensch – in heutigen Zeiten Millionär/Milliardär – als obszön zu bezeichnen ist; grundsätzlich nur so bezeichnet werden kann… (60. Minute)
      Wozu benötigt ein geistig/seelisch gesunder Mensch so viel Geld?

      "obszön Adj. ‘das Schamgefühl verletzend, unanständig, schlüpfrig, zotig’, Entlehnung (obscoen, obscen, Anfang 18. Jh.) aus lat. obscēnus, obscaenus ‘anstößig, unanständig, abscheulich, unsittlich’, Rückbildung aus *obscaenāre ‘Schmutz über etw. verbreiten’; zu lat. caenum ‘Schmutz, Kot, Unflat’." (Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache)

    • MarktW_neu_denken
      Danke, Paul Simek, für diesen tiefen Griff in die Geschichte menschlicher Erkenntnisse und Erfahrungen. Ihr Buch kaufe ich mir (lieber als die von Dr. Krall).
      Immerhin hatte das Interview mit Dr. Krall den Wert, dass ich dadurch auf Ihr Buch aufmerksam wurde.

  6. Obwohl es mir widerstrebt, die marktradikalen Rezepte von Dr. Markus Krall anzuhören
    und noch mehr, diese weiterzuverbreiten,
    halte ich diese Aussagen deshalb für so wichtig, weil sie auf offene Ohren bei vielen
    Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik treffen könnten.
    Ab Minute 28:24 etwa hier anzuhören:
    https://www.youtube.com/watch?v=YKogyVukT_8
    Kein Marktversagen… sondern der "Zusammenbruch eines planwirtschaftlichen geldsozialistischen Systems".
    Sein Zukunftsrezept: "Freiheit statt Sozialismus"
    "Für wen?", möchte man fragen.
    Und was bedeutet denn diese Begrifflichkeit "planwirtschaftlich geldsozialistisch"?
    Ich kann mir darunter nichts vorstellen, höchstens indirekt aufgrund seiner Aussagen insgesamt,
    was er meinen könnte.
    Auf jeden Fall scheint er einen (neuen?) Kampfbegriff kreieren zu wollen – hoffentlich ohne Erfolg!

    • "Obwohl es mir widerstrebt, die marktradikalen Rezepte von Dr. Markus Krall anzuhören
      und noch mehr, diese weiterzuverbreiten"
      Ja, es ist so sinnvoll, wie wenn damals ein Jude den Wächter über die Menschlichkeit erzählen würde
      Die Neoliberalen sind eben die Wächter der rücksichtslosen, rafgierigen und räuberischen Reichen
      Das Einzige was wir tun können:
      Nach einer Ordnung zu suchen, die unbedingt ökonomisch erfolgreicher wäre als die kapitalistische. Sonst hat sie keine Chance, möge sie auch humaner sein – wie etwa die kommunistische
      "Ich bin überzeugt, dass die Macht erworbener Rechte im Vergleich zum allmählichen Durchdringen von Ideen übertrieben ist. Diese wirken aber nicht immer sofort … Aber früher oder später sind es Ideen, und nicht erworben Rechte, von denen die Gefahr kommt, sei es zum Guten oder zum Bösen.“
      <b>John M. Keynes </b>
      „Es gibt nur zwei Mächte in der Welt: das Schwert und den Geist. Auf die Dauer wird das Schwert immer durch den Geist besiegt.“
      <b>Napoleon Bonaparte</b>

  7. Ich hoffe das es mal eine Erklärung von solchen Herren und Damen gibt, die die Ansichten von Krall und Co. teilen, warum die aktuellen Medien, Politik etc "links" sein sollen? Was bitte daran? Oder wie man auf die absurde bis schwachsinnige Idee kommen kann die "Grünen" als "links" zu bezeichnen.

    Und ja diese Einteilung ist wichtig, denn der Mensch kann einfach nicht orientierungslos bleiben und brauch Antworten auf seine Fragen, Einstellungen und Eindrücke. Framing findet immer statt, bewusst und unbewusst und unabhängig vom Thema. Wtf geht in den Schädel von diesen rechten Verdrehern vor?

    • Der Vergleich einer Person, die verantwortlich für den Aus- und Aufbau eines Kontroll- und Überwachungsapparates war, macht Merkel, die aktuelle Politik etc also für Sie eher "links" als "rechts"?

      Ich sehe als "links" jeden Menschen der ein humanistisches bzw. sozialistisches Menschenbild vertritt. Soll heißen: der Mensch ist gut, von Natur aus und strebt für die Gesellschaft und sich selbst nach einem unbeschwertem Leben. Ist lernwillig und hilfsbereit.

      Und was ist für Sie dann bitte "rechts"?

  8. Solange die Meisten nichts von den Theorien verstehen, die Dr. Krall dort erklärt, soiange können Leute wie er alles Mögliche erzählen. Damit ist nämlich viel Geld zu machen.

    Zunächst: Alle kooperativen Spiele bringen größeren Ertrag und größeren Erfolg in allen Bereichen menschlichen Lebens. Sie sind allen kampfbetonten Spielen überlegen. Kralls Theorien basieren auf kampfbetonten Spielen.

    Des weiteren: Alle Gleichgewichte ergeben einzelnen das Spiel des Kapitals, des Militärs und der Globalisierung. Nennt sich auch Trennung oder Teile und Herrsche.

    Wichtig: Alle Gleichgewichte in ein Gleichgewicht zu bringen nennt sich in der Biologie Homöostase und in der Bewegung nennt sich das Frieden. Das habe ich kurz beim dritten bundesweiten Friedenstreffen am Potsdamer Platz erklärt.

    Wer allein nur diese drei Punkte systemtheoretisch wie spieltheoretisch versteht, der kann nur den Kopf schütteln bei Leuten wie Dr. Krall. Er ist ohne Frage sehr clever. Aber damit in falschen Bereichen unterwegs. Und so zu sprechen wie er bringt Ansehen und volle Auftragsbücher.

    Na ja, bis zum Frieden ist eben noch ein sehr langer Weg – falls wir Sapiens den je erreichen 🙂

  9. Konzerne am Tropf

    In fast allen Staaten der Erde existiert ein komplexes Subventionsdickicht, durch das private Konzerne mit Steuergeldern kontinuierlich gefördert werden. In den letzten Jahrzehnten ist dieses Subventionsnetz zu einer Art Herz-Lungen-Maschine für den dahinsiechenden Kapitalismus geworden. Ein Großteil der 500 größten Konzerne der Erde würde ohne die massive Unterstützung durch Steuergelder längst bankrott sein. Schauen wir uns die mächtigsten Branchen einmal nacheinander an:

    – Die Erdöl-, Erdgas- und Kohleindustrie wird nach Schätzungen der ausgesprochen konservativen Internationalen Energieagentur jedes Jahr mit rund 500 Milliarden Dollar subventioniert.

    – Die gigantischen Ölsubventionen stützen auch massiv die krisengeschüttelte Automobilindustrie weltweit. Würden die wahren Kosten des Öls auf die Benzinpreise umgelegt, wäre Autofahren für die meisten Menschen unbezahlbar, die Branche würde zusammenbrechen. Der Bau und Unterhalt von Straßen verschlingt außerdem in allen Ländern der Erde weit mehr Geld, als durch Kfz-Steuern eingenommen wird – eine billionenschwere Subvention, die der Autoindustrie einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Schienenverkehr verschafft.

    – So gut wie alle Großbanken der USA, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und vieler anderer Staaten würden heute nicht mehr existieren, wenn sie seit 2008 nicht mit Steuergeldern in Billionenhöhe gerettet worden wären. Das Gleiche gilt für einige der weltweit größten Versicherungskonzerne wie AIG oder Allianz.

    – Die IT-Konzerne des Silicon Valley haben ihr Kapital auf Computer-Technologien aufgebaut, die jahrzehntelang von staatlichen, aus Steuergeldern finanzierten Forschungseinrichtungen entwickelt wurden, insbesondere dem Massachusetts Institute of Technology. Diese Technologien wurden Microsoft, Apple, Google, Facebook und Co. umsonst zur Verfügung gestellt.

    – Die Atomindustrie wurde und wird in allen Staaten, die Kernenergie produzieren, massiv subventioniert und war zu keinem Zeitpunkt ohne solche Hilfen existenzfähig.

    – Die gesamte Rüstungsbranche wird ausschließlich durch die aufgeblähten staatlichen Verteidigungsetats am Leben gehalten, weltweit ein Geschäft von 1,5 Billionen Dollar pro Jahr. Mit einem Bruchteil dieses Geldes ließe sich sowohl der Hunger auf der Welt, der 800 Millionen Menschen betrifft, beseitigen, als auch die Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Alternativen umstellen.

    – Die EU gibt jährlich mindestens 50 Milliarden Euro für Agrarsubventionen aus. Der Löwenanteil davon fließt in die industrielle Landwirtschaft, die weltweit für etwa ein Drittel der Treibhausgasemissionen, die Degradierung der Böden, die Entstehung multiresistenter Erreger in der Massentierhaltung und 80 bis 90 Prozent des Süßwasserverbrauchs verantwortlich ist.

    – Praktisch alle großen Konzerne profitieren von dem Netz aus Steueroasen und Steuerschlupflöchern, das von Staaten geschaffen und – allen gegenteiligen Lippenbekenntnissen zum Trotz – hartnäckig aufrechterhalten wird.

    – Investitionsschutzabkommen (manche davon werden irreführend »Freihandelsabkommen« genannt) geben Konzernen die Möglichkeit, Staaten auf Schadensersatzzahlungen zu verklagen, wenn ihnen zum Beispiel durch neue Sozial- oder Umweltgesetze fiktive künftige Profite entgehen könnten.

    (…)

    Rente statt Profit

    Das Subventionswesen für Konzerne, für ihre Shareholder und Manager, ist Teil einer größeren Struktur, die man bisweilen als »Sozialismus für Reiche« oder »Neofeudalismus« bezeichnet hat. Den oberen Schichten ist es gelungen, sich ein »bedingungsloses Maximaleinkommen« zu sichern, das von ihren Leistungen und Verfehlungen weitgehend entkoppelt ist. Nicht Markterfolge erhalten und vermehren die großen Vermögen und Einkommen, sondern Strategien der Privilegiensicherung, insbesondere durch Einflussnahme auf den Staat. Die staatliche Gabenökonomie für Superreiche verbindet sich mit dynastischen Strukturen, in denen Macht und Reichtum wie einst beim Adel durch die Geburt vererbt werden.
    Dazu gehört auch, dass ein immer größerer Teil des Kapitals gar nicht durch Produktion und Verkauf von Waren und Dienstleistungen vermehrt wird, sondern durch das, was man in der Ökonomik »Renten« nennt. »Rente« bedeutet hier nicht Altersversorgung, sondern ein Einkommen aus Gebühren für die Nutzung von Land, Wohneigentum oder aus »geistigen Eigentumsrechten«, zum Beispiel Patenten. Entscheidend ist, dass Kapitalbesitzer hier gar nichts produzieren und dann verkaufen, sondern allein aus dem Rechtstitel auf ein Eigentum ein Einkommen generieren.
    Tributzahlungen von diesem Typ vereinnahmen einen erheblichen Anteil der Volkseinkommen.

    Aus:
    Montag, 09. Oktober 2017, 17:18 Uhr
    ~22 Minuten Lesezeit
    Die Illusion der freien Märkte
    Wie der Staat hinter den Kulissen den Kapitalismus künstlich am Leben hält. Exklusivabdruck aus „Chaos: Das neue Zeitalter der Revolutionen“.
    von Fabian Scheidler

    Es gehörte schon immer zu den schmutzigen Geheimnissen des Kapitalismus, dass er mit freien Märkten sehr wenig zu tun hat und von Anfang an untrennbar mit staatlichen Herrschaftsstrukturen verflochten war. Die frühneuzeitlichen Staaten gewährten Händlern und Bankiers wie den Fuggern Monopolrechte als Gegenleistungen für Kredite, mit denen die Landesherren Söldner und Rüstungsgüter bezahlten. Nur durch diese Kredite konnten die sich neu formierenden Territorialstaaten ihre Macht aufbauen. Und nur durch die Monopole konnten die Händler und Bankiers die enorme Konzentration von Kapital in ihren Händen erreichen, ohne die der Kapitalismus undenkbar wäre. Die ersten Aktiengesellschaften des 17. Jahrhunderts waren Schöpfungen von Staaten und wurden von ihnen mit Charterbriefen, Monopolrechten und sogar militärischen Mitteln ausgestattet. Bis heute sichern Staaten für private Unternehmen weltweit Handelswege und setzen Eigentumsrechte durch – oft gegen den massiven Widerstand lokaler Bevölkerungen, wenn es etwa darum geht, neue Kupferminen oder Tagebaue zu erschließen, Pipelines zu bauen oder Kleinbauern für Palmölplantagen zu vertreiben. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich darüber hinaus einige weitere Methoden entwickelt, mit denen Staaten die Maschinerie der endlosen Geldverwertung in Gang halten. Drei Strategien sind dabei von besonderer Bedeutung: Subventionen, leistungslose Einkommen aus Eigentumsrechten und Aneignung durch Schulden. Diese Dreifaltigkeit der Tributökonomie wird immer wichtiger, je instabiler die Weltwirtschaft wird. Denn sie beschert dauerhafte Geldflüsse auch dann, wenn sich am Markt kaum noch Profite durch den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen erzielen lassen.
    (Rubikon)

    • Eben!
      1:
      Der Kapitalismus bzw. die freie Marktwirtschaft ist eine falsche (dumme) Wissenschaft
      = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
      Der Neoliberalismus – ein ideologischer Verrat an Liberalismus und Wissenschaft
      http://marktwirtschaft-neu-denken.de/Aufbau/iverzeichnis.php?schp=neolib#ba

      2:
      Der Kapitalismus bzw. die freie Marktwirtschaft ist eine moralisch verkommen Ordnung

  10. Herr Krall, es hört sich ja alles gut und richtig an was sie sagen, aber es ist Bullshit.

    Wenn sie leistungsloses Einkommen nur auf Sozialleistungen beschränken dann berücksichtigen sie nicht alle.
    Alle Spitzeneinkommen auch von Ihnen und ihren Klienten, aber den noch viel Reicheren beruhen nur auf der Tatsache das eben aus Besitz noch mehr Besitz gemacht werden kann und dass nur weil man anderen eben Besitz wegnimmt. Das tut jeder Aktionär, jeder Anleger, jede Versicherung, jede Bank und jeder der glaubt das Geld arbeitet, aber auch Besitzer von Konzernen und Betrieben und deren Erben.

    Ihre Theorie mit dem Markt würde nur stimmen wenn jedem Menschen soviel Land und Boden zustehen würde dass er selber davon gut leben kann, so wie wir die Menschenrechte definieren, also ein Dach über den Kopf hat, frei ist und genügend zum Essen und anziehen hat.

    Nur dann haben sie recht, aber die Welt ist nicht so die einen kommen als Erben von Superreichen auf die Welt und beziehen Leistungslose Spitzeneinkommen, andere müssen hart arbeiten, andere beherrschen und versklaven die Arbeiter, das sind die Beamten und Politiker und andere leben von leistungsloses Minimaleinkommen und müssen sich dafür erniedrigen lassen.

    Sie sind dafür dass Menschen mit leistungslosem Einkommen nicht wählen dürfen, meinen sie da auch die Spitzeneinkommen aus Börse, Zinsen, Fabriken usw? NEIN, die meinen sie nicht, sie sind doch um nichts besser wie Karl Marx, sie sind doch genauso ein Heuchler wie dieser.
    Die Wissensmanufaktur hat hier die Problematik wesentlich besser erkannt und berücksichtigt viel mehr Zusammenhänge indem sie nicht nur das Geldsystem ändern will, sondern auch ein soziales Bodenrecht und ein Bedingungsloses Grundeinkommen den Menschen zusichern will. Da sind wir bei Freiheit und den Menschenrechten, sie sind davon weit entfernt.

  11. Bei dem Wort "Arbeitsplätze" klingeln bei mir sämtliche Alarmglocken, weil der Sinn des Wirtschaftens nicht die Schaffung von Arbeit sein kann.

    Was den Profit betrifft, besteht dieser beim jetzigen System aus den spiegelbildlichen Schulden anderer Personen, weil Geld nichts anderes ist. Jedenfalls steigen die Schulden der breiten Bevölkerung, ohne die es bei der heutigen Politik kein Geld geben könnte, immer weiter an, aber der spätere Schuldenabbau funktioniert doch nicht. Der Schuldenabbau, eben auch bezüglich der Geldentstehung als Schuld, funktioniert deshalb nicht, weil ausgerechnet die Ultrareichen jetzt das viele Geld besitzen, womit der spätere Schuldenabbau allenfalls möglich sein könnte.

    Immer mehr Schulden, die nie wieder abgebaut werden können und die ständige Sucht nach noch viel mehr Schulden können dann irgendwann nur noch in Krieg oder ähnlich münden.

    Herr Dr. Krall sagt es richtig, dass der Markt nur ganz bestimmte Dinge kann. Den Interventionismus des Staates kritisiert er richtig.

    Was den Kommunismus betrifft, ist der Praxisbeweis bei den Ostblockstaaten nicht gut gelaufen. Allerdings hatte die ehemalige DDR auch kein System, das auf Freiwilligkeit basierte. Vermutlich hätte der Kommunismus besser funktioniert, wenn es das westliche System nicht parallel gegeben hätte. Beispielsweise mussten doch Strafgefangene der ehemaligen DDR für Ikea arbeiten.

    Sicher ist es jedenfalls, dass der Segen des Egoismus gemäß Adam Smith wichtig ist. Aber unser heutiges Geld eignet sich nicht dafür diese Idee umzusetzen, weil es wegen der speziellen Funktionsweise unseres (Schuld-) Geldes die immer schneller ansteigenden Geldguthaben im Besitz weniger Ultrareicher gibt, denen die immer weiter ansteigenden, und vor allem später nicht mehr abbaubaren Schulden aller anderen Person spiegelbildlich gegenüber stehen.

    Es wäre vermutlich auch schon längst möglich gewesen ein besseres System als den heutigen Kapitalismus einzuführen, aber es ändert sich bis auf weiteres nichts, weil die vielen Lobbyisten und die großen Akteure der Wirtschaft einfach stärker sind und Intellektuelle sich unzureichend bemerkbar machen können, zumal sie auch nicht die Medien besitzen.

    Unsere heutige Marktwirtschaft funktioniert jedenfalls mit Geld, das für Staaten mit ihren vielen Ausgaben nicht viel mehr ist als ein Schuldversprechen.
    Staaten haben für ihre Schulden kein richtiges Limit, wodurch dann unser Geld immer mehr seinen Bezug zur Realität verliert, weil der Staat etwa auch Schulden macht, wenn die Konjunktur schwächelt. Ein anderes (Konjunktur-) Pedal hat er nicht.

    Die Marktwirtschaft könnte eher funktionieren, wenn die Real- und die Finanzwirtschaft besser verknüpft wären.

    Der inzwischen verstorbene Arne Pfeilsticker von den Geldsystem-Piraten hat in seinem Buch "Geldwende" ein Konzept vorgestellt, bei dem die Geldinfrastruktur besser auf die Realwirtschaft zugeschnitten ist und dem Menschen dient.

    Welche Problemlösung Herr Pfeilsticker auch immer erarbeitet hat, so wird jedenfalls eine Tauschwirtschaft ganz sicher nicht funktionieren, zumal unsere heutige vermeintliche Marktwirtschaft auch nur sehr begrenzt etwas mit einem Tauschsystem zu tun hat.

    Bei unserer heutigen Tauschwirtschaft gibt es jedenfalls immer weiter ansteigende leistungslose Einkommen, die vor allem von den Ultrareichen eingenommen werden.

    Daher ist das völlige Systemversagen dann nur noch eine Frage der Zeit.

    Die Lösung könnte etwa das Prinzip "beitragen statt tauschen" sein.
    Das neue System müsste mehr in die Richtung einer Sharing Ökonomie gehen, wie etwa Jeremy Rifkin ein solche fordert.

    Neuere Ansätze sprechen von der Kollaboration und den Commons: Es geht um die gemeinsame Nutzung und das gerechte Teilen von Gütern als Möglichkeit, zu einer gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft zu gelangen.

    Soweit wir das heutige Geld- und Bankensystem nicht mehr hätten, müssten viele organisatorische Abläufe in der Wirtschaft völlig anders geregelt werden.

    Es müsste etwa entschieden werden, was überhaupt von wem produziert werden soll.

    Man müsste ein völlig neues Anreizsystem haben, damit die Idee mit dem Segen des Egoismus gemäß Adam Smith anders als bisher umgesetzt wird.

    Dann behauptet es etwa Anders Indset, dass er mit der Quantenwirtschaft eine Lösung gefunden hätte, die die derzeitigen Probleme löst.

    Ein vermutlich ähnliches Konzept ist auch die Quantum Ökonomie von Bernard Schmitt. Dazu findet man im Marjorie-Wiki einige Informationen.

    Es besteht insofern die Möglichkeit diesen Konzepten gedanklich zu beschäftigen.

  12. Ein phantastisches Gespräch mit Tiefe und Inhalt in jeder Richtung. Es ehrt Ken Jebsen, daß er sich mit Markus Krall, dieser umstrittenen Größe, einem Mann, der in provozierender Offenheit unpopuläre Meinungen vertritt, an einen Tisch gesetzt hat. Das ist Journalismus.

    • "unpopuläre Meinungen"
      Wie bitte???????
      Wenn diese Meinungen „unpopulär“ wären, dann würden die Schafe nicht die Parteien wählen, die diese Meinungen propagieren.
      Es sind leider sehr populäre Meinungen und das ist an ihnen katastrophal.
      Nicht wegen Tramp, Putin oder Xi bricht die „liberale Demokratie“ zusammen. Sondern weil eine Ordnung, die auf durchgreifender Dummheit und moralischer Verkommenheit beruht, nicht lange überleben kann. Mit Freunde und Genugtuun kann man ihr winken, wenn sie dort geht, woher sie gekommen ist: zum Teufel.

  13. Man kann hoffen, KenFM hat verstanden, was er hier ANGERICHTET hat …
    Ich meine, in seinem eigenen Interesse "verstanden".

    Nur wenige Zitate aus den Kommentaren:
    "Herr Krall ist ein marktradikaler Quatscher, der sich aus jeder Frage, die ihn bedrängt zurückzieht und sein ideologisches Programm abzieht. Das hätten Sie wissen müssen. Man sah Ihnen manchmal das Leiden im Gesicht an, aber ehrlich gesagt, ihre Fragen waren zahm und schonend und ohne Tiefe einzufordern. … "
    "Man kann auch Nazis zum Interview einladen, kein Problem. Aber man muss klarmachen dass man ein Interview mit einem Nazi führt. Und hier hätte man sagen müssen, man führt ein Interview mit einem Neoliberalen … "
    "Ich schätze Ihre Arbeit, aber ganz ehrlich bei dieser Sendung bekam ich Magenkrämpfe und hab ernsthaft überlegt, meinen Unterstützungsbeitrag an Kenfm einzustellen. …"

    • Sie sollten sich schon die "andere Seite" anhören "können". Keine Ideologie ist gänzlich richtig oder falsch.
      Ich finde auch, dass man auf ein paar Punkte tiefer eingehen hätte sollen, aber man kann ja auch das Buch lesen bzw. andere Persönlichkeiten anhören; z.B. Ron Paul (ehem. Präsidentschaftskandidat).
      Es wäre gut gewesen die Aufgaben des Staats durch zu deklinieren. Denn der Mensch ist nun mal ein Gemeinschaftswesen. Nur wenn die Gruppe zu groß wird, so verliert sich Zusammenhalt (Limit des Menschen). Das zählt auch zur Natur des Menschen. Ebenso auch die "Untriebe" des Menschen: Mit Gewalt Produkte/Rohstoffe stehlen.
      Trotzdem super Interview.

    • Wenn wir den Krall (von "krallen" warscheinlich, denn er hat sich bestimmt viel "gekrallt" und ist mit-verantwortlich für die schlimmen Dramen, die uns mit dem Finanz-Crash überkommen werden)…

      wenn wir also diesen Mensch Krall als ein "sehr abschreckendes und schlechtes Beispiel" ansehen, wie es in Zukunft nie wieder sein kann/darf & was für eine Denkweise/Weltbild wir keineswegs und nie wieder benutzen sollten,

      dann hat er mit diesem hoffentlich endgültig letzten Auftritt hier wenigstens noch ein gutes Werk getan und einen mächtigen Impuls gesetzt.

      Vermutlich sogar völlig entgegen seiner Absicht…

      Gut so! 😉

  14. Danke Herr Jebsen für dieses Interview mit Herrn Krall. Herr Krall ist einer von der Fraktion "ich mach mir die Welt, wiedewiedewid wie sie mir gefäää-ällt" oder in Erwachsenensprache "Mal sehen wie weit sie mich gehen lassen". Von der Sorte schätze ich mal gibts es viele Menschen auf der Erde.

    Nach ca. einer Stunde, an dem Punkt mit dem Hunger in Venezuela, hab ich abgeschaltet. Auch Herr Krals eloquenter und schneller Sprachstil gibt ihm nicht das Recht die Menschen zu verhöhnen.
    Es wäre nicht schlecht Herrn Krall mal in diese Lebenssituationen auf unsere Erde physisch auszusetzen und ihm extra dafür ein Wahrnehmungsimplantat zu installieren, was ihm erlaubt (und zwingt) emotional zu fühlen. Emotional, so wie ein Mensch mit funktionierender Seele ohne traumatische Belastungen und äußeren Manipulationen fühlt.

    • Ja, Peter Lau. Hier erfahren wir anschaulich, dass es auch solche Leute gibt, und wie die ticken. DESHALB sind Interviews wie diese wertvoll, zur Abrundung des Gesamtbildes.

  15. Sehr geehrter Herr Jepsen, das war ein sehr anregendes Interview und für mich keine Minute zu lang. Ich bitte Sie, jetzt noch einen Beitrag zu senden, über Demokratie, Meinungsfreiheit, das Recht diese zu Äußern und vielleicht noch über Bildung ganz allgemein. Viele Kommentare hier zu diesem Interview offenbaren diesbezüglich bedenkliche Lücken.
    Vielen Dank, auch im voraus!

    • Ja, Herr Jebsen, und stellen Sie am besten gleich Ralph ein, als Bildungsbeauftragten.
      Als erste Amtshandlung soll er uns Bildungsneandertalern mal erklären, was wir uns denn vorzustellen haben unter "ich bin Subjekt meiner selbst" (19:31).

    • "ich bin Subjekt meiner selbst" (19:31)

      Ich habe das nämlich so gelernt:

      „meiner“ ist der Genitiv von ich. Man dekliniert: Ich, meiner, mir, mich.

      Der Genitiv bezeichnet ein Eigentums- oder Besitzverhältnis (man überzeuge sich z.B. bei Wikipedia, dazu taugt es immerhin). Etwas ist meins, es gehört mir.

      Wie soll aber das Subjekt Besitzer „seiner selbst“ sein? Das Subjekt IST das Selbst, beides ist untrennbar miteinander verbunden und identisch. „Selbst“ ist nur eine deutsche Bezeichnung für das lateinische Fremdwort Subjekt und bedeutet „die eigene Person in ihrer GESAMTHEIT“ (so die Definition im Wiktionary).

      Mein Selbst besitzt mich also nicht als Subjekt, sondern ich selbst BIN das Subjekt.

    • Nein, falsch, umgekehrt ist es richtig: "Wie soll aber das Selbst Besitzer des eigenen Subjekts sein?" (nicht: Wie soll aber das Subjekt Besitzer „seiner selbst“ sein?)
      Verflixt aber auch, da sieht man mal, wie genau man sein muss😉

  16. Man kann auch Nazis zum Interview einladen, kein Problem. Aber man muss klarmachen dass man ein Interview mit einem Nazi führt. Und hier hätte man sagen müssen, man führt ein Interview mit einem Neoliberalen, so wie es rt Deutsch gemacht hat bei der Gegenüberstellung mit Bontrup, was dann auch ein sehr gutes Gespräch wurde. Aber wegzulassen, wer einem gegenüber sitzt-insbesondere dass er Geschäftsführer der Degussa ist und in Versicherungen und Banken groß geworden ist, ist ungeheuerlich und passt zu Mainstream-Medien! Kenfm scheint so weit zu sein! Ich hoffe nicht. Man hätte auch erwähnen müssen, dass Markus Krall mit Vorliebe Vorträge in der Friedrich. Hayek Gesellschaft hält.

  17. Was wollen wir?

    Prozedurale gesellschaftliche „Sicherungsbalken“ gegen Exzesse von Macht

    Demokratie als Vergesellschaftung von Herrschaft durch souveräne Selbstgesetzgebung des Volkes

    Die Voraussetzung der Möglichkeit von Demokratie ist ein intakter öffentlicher Debattenraum, in den sich alle frei und gleichberechtigt einbringen können, d.h.

    – alle relevanten Informationen müssen unverzerrt zur Verfügung stehen

    – muss Pluralität gesellschaftlicher Interessen widerspiegeln

    – darf nicht durch ökonomische und politische Interessengruppen dominiert oder eingeschränkt werden

    Problem:
    Massenmedien dienen nicht zur Verbreitung von ,Wahrheit' sondern sind eingebunden in einen ökonomischen und politischen Machtkontext.

    (…)

    Ausgangsfrage: Warum handeln wir so oft entgegen unserer Einsichten?

    Platon 427-347 v.u.Z.

    Konflikt von drei unterschiedlichen Seelenteilen:

    Vernunftseele (logistikon)
    – wie Denken, Erkenntnis, Verninft

    Affektseele (thymoeides)
    – wie Vertrauen, Liebe, Angst, Hass

    Triebseele (epithymetikon)
    – wie Nahrungs-, Geschlechts-, Schlaftrieb

    (…)

    Es gehört zu unserem Wesen moralische Wesen zu sein. Wir sind von Natur aus moralisch. Wir sind keine Nutzenmaximierer. Wenn man sich das erst mal wieder klar macht, dann weiß man wie pervers eigentlich das Menschenbild ist, auf dem der Neoliberalismus eine Gesellschaftsordnung errichtet.
    Wir sind von Natur aus moralische Wesen. Und das Interessante ist; daß das nicht einfach durch Kultur eingebläut wird. Das bringt der Säugling mit zur Welt und die moderne Säuglingsforschung, das ist ein Teil der Kognitionsforschung, hat faszinierende Experimente gemacht, die zeigen, der Säugling kommt zur Welt und hat schon elementare, man nennt das dann häufig Protokonzepte, also etwas Vorläufiges, Hülsen für Gerechtigkeit. Er hat elementare Konzepte für Verteilungsgerechtigkeit.
    (Demokratie erneuern! – Rainer Mausfeld – DAI Heidelberg 2020)

  18. Lieber Herr Ken Jebsen,

    ich schätze Ihre Arbeit, aber ganz ehrlich bei dieser Sendung bekam ich Magenkrämpfe und hab ernsthaft überlegt, meinen Unterstützungsbeitrag an Kenfm einzustellen.

    Herr Krall ist ein marktradikaler Quatscher, der sich aus jeder Frage, die ihn bedrängt zurückzieht und sein ideologisches Programm abzieht. Das hätten Sie wissen müssen. Man sah Ihnen manchmal das Leiden im Gesicht an, aber ehrlich gesagt, ihre Fragen waren zahm und schonend und ohne Tiefe einzufordern.

    Bloß weil Markus Krall auch das eine oder andere richtig darstellt, hat er noch nichts Wesentliches zu sagen. Er widerspricht sich auch ständig, wenn man genau hinhört. Er will den Sozialstaat abschaffen, die Superreichen schonen, sieht die Kanzlerin, die sich an die Märkte anbiedert als Sozialistin, setzt auf Margret Thatcher und auf seinen Unsinn, der er nicht endend wollen daherredet. Es war ein peinliches Interview!

    Markus Krall ist ein Neoliberaler wie er im Buche steht und hat von vielen Dingen über die er redet nicht die geringste Ahnung. Markus Krall ist nicht einmal imstande den Titel seines Buches richtig zu erklären. Er meint ein "Schwarzer Schwan" sei ein unerwartetes Ereignis. Obwohl Markus Krall offensichtlich Popperianer ist, versteht er die von Popper herausgearbeitete Frage der Erkenntnistheorie nicht.

    Der Schwarze Schwan ist ein Synonym dafür, dass man nicht sagen kann "Alle Schwäne sind weiß", aber keineswegs ein Ausdruck dafür, dass es unerwartet Ereignisse, wie 9/11 gibt. Wie soll man so einen Menschen ernst nehmen, der diesen Begriff für den Titel seines Buches verwendet und nicht versteht worum es geht.

    Dafür belehrt er die Menschen mit seinem Freiheitswahn (der natürlich andere verknechtet) und seiner Staatsdämonisierung und sieht nicht, dass dieser Staat längst von seinem ach so freien Markt gekapert wurde. Für alles ist dieser Staat da schuldig, der genau aus der neoliberalen Ideologie heraus so geworden ist, wie er heute ist. Und Markus Krall fährt fort zu sagen "Alle Staaten sind schlecht". Wie lächerlich.

    Oder sein Beispiel von der Überfischung. Der Typ will die Überfischung abschaffen indem er das Meer in Eigentumsparzellen aufteilt. Wie krank ist das? Jeder würde natürlich in seiner Parzelle fischen, was er kann und keiner würde an das Ganze denken. Man muss also sagen der Mann ist auch wirklich dumm!

    In Wahrheit ist er die Krönung einer langen Kette von Carl Menger über Eugen von Böhm Bawerk, Ludwig von Mises, Walter Lippmann, Karl Popper, F.A. Hayek, Milton Friedman usw. Während dies aber Leute waren, mit denen man sich auseinander setzen konnte ist Markus Krall nur ein Plapperer.

    Die Konterrevolution gegen den Sozialstaat verdanken wir jedenfalls solchen Leuten, die dann Margret Thatcher und Ronald Reagan im Nahmen des Bereicherungssystems ins Rennen schickten. Sie haben die zukünftige Totalkrise herbeigeführt und vielleicht auch den Krieg und wenn Markus Krall nun als Krisenprophet auf den Plan tritt ist es nur zum Erbrechen und peinlich.

    Und in diesem Fall, lieber Herr Ken Jebsen, muss ich Ihnen sagen, das hätten sie wissen müssen. Oder sie wollen sich tatsächlich diesen Positionen anschließen. Dann bin ich aber sicher raus!

    • Sie regen sich über "Alle Staaten sind schlecht" auf?

      Dann, bitte, welcher Staat war gut?

      Welcher ist gut?

      Und mit welcher Berechtigung sollte ich darauf hoffen, dass ein Staat je gut sein würde?

  19. Mein Versuch, das Verhalten des Herrn Dr. Krall zu entzaubern:

    Minute 1:32
    „Ein schwarzer Schwan ist ein Ereignis, mit dem KEINER rechnet.“
    1:49
    … „was MAN lange für unmöglich gehalten hat, was aber dann doch eintritt.“
    1:58
    … „also beispielsweise 9/11 war ein schwarzer Schwan, oder auch die Finanzkrise von 2007 war ein schwarzer Schwan, der Börsencrash 1929 war ein schwarzer Schwan.“

    → Auch den Ausbruch des ersten Weltkriegs rechnet er dazu.
    Für wen meint Herr Krall, hier verallgemeinernd sprechen zu dürfen? Es gab sehr wohl Menschen, die mit den genannten Dingen gerechnet haben, weil sie in der Lage waren, die Zeichen ihrer Zeit und die kriminellen Absichten der Akteure zu verstehen. Was er sagt, stimmt in dieser Absolutheit nicht.

    2:26 – 2:35
    Hr. Krall bestätigt, dass es in seinem Buch darum geht, „wie die Natur des Menschen ist.“
    2:57
    … „wie funktionieren WIR als Menschen?“

    → Diese Frage ist so ungenau und damit so weit gefasst, wie nur möglich. Wie sensibel, wie differenzierend oder auch präzisierend Herr Krall sich äußert, hört man bereits ab Minute 4:55 – siehe weiter unten.

    3:05
    … „die Tatsache, dass WIR als freie Wesen geboren sind, WIR haben unser eigenes Bewusstsein, WIR können uns selbst erkennen, damit sind WIR per se frei. Und JEDE Ordnung, die das nicht anerkennt, MUSS scheitern.“

    → Frei – frei, wovon? Oder frei, um was zu tun? Mit solchen kleinlichen Fragen muss sich ein solch großer Geist offensichtlich nicht abgeben. Stattdessen kann er sofort einen absoluten und allgemeingültigen Schluss ziehen. Hut ab.

    4:55
    … „das war noch NIE anders, das trifft auf JEDEN Menschen zu. JEDER Mensch ist risikoavers, er hat ‘ne Neigung, Risiken aus dem Weg zu gehen, wenn er kann.“
    … „SIE WERDEN Risiken IMMER versuchen von sich fernzuhalten, wenn sie es nicht eingehen müssen, werden sie es nicht tun. WIR haben eine Aversion gegen Risiken.“

    → Hat der Mann schon einmal von Bergsteigern, von Tauchern, von Flugpionieren, von Rennfahrern, Bungee-Springern, oder auch nur von Leuten gehört, die mit mehr als 230 km/h über eine Autobahn fahren? Im Brustton der Überzeugung behauptet er Dinge, die leicht zu relativieren bzw. zu widerlegen sind. Da hilft auch nicht, dass er den Begriff eines Risikos anschließend umzudeuten versucht.

    6:38
    … „WIR wählen die Politik nicht dafür, dass sie das Beste für uns tut, sondern WIR wählen die Politik dafür, dass sie den kurzfristigen Schmerz von uns fernhält.“

    → So ist das, Herr Krall? Und was ist, wenn allein diese Aussage auf mich (und auf Millionen von Menschen) nicht zutrifft?

    So weit nur beispielhaft, damit meine Kritik nicht substanzlos erscheint. In diesem Stil geht es bei Herrn Krall munter und unreflektiert weiter.

    Mit auffallendem Selbstbewusstsein reiht er eine verallgemeinernde, unbelegte Aussage an die nächste, frei nach dem Muster: 3 x 5 = 17, weil 20 eine Primzahl ist.
    Unbenommen – der Mann kann so schnell und druckreif reden, dass selbst Ken Jebsen ihn seltener als gewohnt unterbricht. Allein der Wahrheitsgehalt seiner Darstellungen erhöht sich dadurch nicht.

    Mein Fazit:
    Entweder Dr. Krall weiß nicht, was er da vom Stapel lässt, dann ist er vom Attribut „klug“ so weit entfernt, wie die Erde vom Mond. Darauf deutet seine berufliche Stellung aber eher nicht hin.
    Oder der Realitätsbezug seiner Worte ist ihm durchaus bewusst, er spricht sie aber trotzdem aus. Dann empfinde ich seinen Vortrag als zumindest unredlich und es bleibt zu fragen, warum er sich so verhält. Könnte es sein, dass er für sein Verhalten bestellt und bezahlt ist und somit unter die Kategorie Lobbyist fällt? Riecht es nicht genau danach? Der Mann scheint mit manchen Wassern gewaschen zu sein – aber wie sauber waren diese Wasser?

    Dass Herr Jebsen ihn mehr als 2 Stunden lang gewähren und seine oft leicht zu widerlegenden Ansichten absondern lässt, ist eine Sache. Warum dieser argumentative Murks dann aber kommentarlos bei KenFM eingestellt und dem neoliberalen Lügenwerk so eine weitere Bühne geboten wird, das bleibt mir im Moment noch rätselhaft. Gerne höre ich mir aber eine Erklärung an und lasse mich von einer Sinnhaftigkeit überzeugen.

  20. Die von Krall jeweils durchaus zurecht kritisierten Eingriffe der US-Regierungen in die ja so ´regelungsstarken´ Marktmechanismen sprechen nun weiß Gott keine irgendwie linke Sprache !
    Woher aber die Hörigkeit der Polit-Akteur/innen in aller Welt gegenüber den immer aufgeblaseneren Kapital-Interessen kommt, die er ja auch kritisiert, dafür kommen nur die merkwürdigen Links-Vorwürfe.

    Schade für Kenfm: denn einmal mehr geht es nicht um Alternativen, sondern um seit Jahrzehnten sattsam im Spiel befindliche Denkhorizonte, namentlich in einigen wenigen ihrer problemkritischen Anteile ! Es bleibt beim so oder so gefärbten Pranger und irgendwelchen abgestandenen -Ismus-Kritiken.
    ____________________

    Geht´s denn überhaupt nicht endlich einmal in Richtung gänzlich anderer Denke ?!

    Und bringt nicht einmal die aktuelle Shut-Down-Politik mit ihren kaum vorstellbaren Folgen etwas anderes auf den Plan als die Frage, wer da wie die falsche Position einnimmt ?

    Ich mag ja eine hochnaive Betrachterin des Geschehens und eine zu eigenwillige Durchdenkerin dessen, was ich allerorten sehen kann, sein: Dann nutze man meine anscheinend merkwürdigen Gedanken doch endlich einmal hier im Forum als Widerpart für besser alternative Denkwege !

    Schaut doch einfach mal rein, zu welchen Denkansätzen und Folgerungen und letztlich konkreten Vorschlägen ich komme – und das in Nutzung der Zwangspause, in der die allermeisten vorerst gefangen sein werden !

    17.3.2020 gw/ ´Virusopfer´ Weltwirtschaft ?
    https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2020/03/17/virusopfer-weltwirtschaft/

  21. Ich hab echt ne andere Meinung als Markus Krall. Was er da so vom Stapel lässt bezüglich Menschen und Gesellschaft ist echt jenseits meines Weltbildes. Auch das Thema Waldbrände – naja.

    Am Risikomanagement hätte ich wenig auszusetzen, außer was die Konsequenzen angeht. 😀

    Aber cool das wir drüber gesprochen haben.
    Okay. Gut, dass er hier zu Wort kommen durfte.

    • Doch doch. Das passt. Das ist die typische Sicht der konservativen Rechten.

      Und das ist von deren Standpunkt auch nachvollziehbar. Die schauen nämlich nicht auf Militarismus, Natotreue, Israelische Konzentrationslager (Gaza). Die schauen auf Ehe für alle, auf steigende Krankenhauskosten, Umgang mit Homosexuellen.

      Ich würde das so formulieren.
      Die Mainstreammedien (und die Politik) haben eine starke linke Attitüde. Auch der Sozialstaat wird ja ständig gestärkt – zumindestens in der Außendarstellung der Politik. *lol*
      Das rückt sie in den Augen der rechten nach links, und – und das ist wirklich so – die stehen dann vor einem Pseudolingen Einheitsmonolith. Wenn du was gegen Homosexuelle sagst, oder meinst, denen müsste man helfen, weil sie krank sind, dann bist du raus.

      Das ist schon verständlich.

    • Links ist heute, wenn sich der Linke Ramelow als Oberster Hüter der NATO aufspielt
      Krieg als Mittel für die Verteidigung von Menschenrechten gerechtfertigt wird
      und das Globalisierungsprogramm des Internationalen Kapitals unter dem Banner Links durchgesetzt wird
      Wenn Kinder den Eltern zunehmend enteignet werden
      und Arbeitsleistung des Arbeiters durch Steuern und Abgaben mehr und mehr Banken und ideologischen Projekten zugeführt wird und der arbeitende Mensch in zunehmende Abhängigkeit von Zahlungen durch den Staat kommt .

  22. Es kommt nicht darauf an, ob die Neoliberalen Unsinn erzählen, lügen und heucheln … sie sind doch Bullterrier der rücksichtslosen, raffgiergen und räuberischen Reichen. Entscheidend ist, ob wir eine Konzeption der ökonomischen Ordnung entwickeln können, die wirklich besser wäre als der unmenschliche, ausbeuterische und mörderische Kapitalismus.
    —————-
    "Ein schwacher Geist diskutiert Leute.
    Ein durchschnittlicher Geist diskutiert Ereignisse.
    Ein starker Geist diskutiert Ideen."
    Sokrates ( *469 – †399 v. Chr. )

    WEIL, WAS BEDEUTET DER SOG. REAL EXITIRENDE KAPITALISMUS ("SOZIALE MARKTWIRTSHCAFT") WIRKLICH:

    "Manche Analytiker wissen ganz genau, daß der Sozialismus für allemal mausetot sei. Dafür spricht wenig. Die unvermeidliche Klassenspaltung im digitalen Kapitalismus wird soviel Erbitterung produzieren, daß die Nachfrage nach Remedur zwingend werden dürfte. Ob man die neuen Rezepte dann „sozialistisch“ nennt, ist egal."
    Peter Glotz, ein deutscher Politiker (SPD) und Publizist

    "Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus das skrupelloseste und menschenverachtendste System erleben, wie es die Menschheit noch niemals zuvor erlebt hat, ihr „Armageddon“. Das System, welches für diese Verbrechen verantwortlich ist, heißt „unkontrollierter Kapitalismus“.
    Carl Friedrich von Weizsäcker

    „Alles in allem: Wir sind nun auch reif für eine stationäre Wirtschaft und schicken die „dynamische“ Wirtschaft des Kapitalismus dahin, woher sie gekommen ist: zum Teufel.“
    Werner Sombart, ein deutscher Soziologe und Volkswirt

  23. Ist schon putzig, wie der Herr Krall die Vorzüge des Kapitalismus anhand der Beziehung zwischen Bäcker und Brotkunde erklärt. Tatsächlich, der, ich nenn ihn mal real existierender Stalinismus, war eine menschenverachtende Veranstaltung, da stimme ich zu. Aber als Beweis, daß das mit dem Sozialismus nix werden kann, wird er immer gern herangezogen, als wäre er nun doch wieder eine Alternative gewesen.
    Warum soll es einen Bäcker und seinen Kunden, die frei über den Preis entscheiden, ohne Kapitalismus nicht geben? Mal abgesehen davon, das man auch im Kapitalismus ehrliche Bäcker mit der Lupe suchen muss, alle kaputt gemacht von Dealern, die ungesunde Industrieware verhökern.

    Das Problem sind also die Linken, die uns vom alle glücklich machenden Sozialismus fernhalten. Klar mag es ein paar davon geben. Aber die systemischen, katastrophalen Entscheidungen wurden nicht von Linken getroffen. Nehmen wir die Niedrig- bis Negativ-Zinspolitik. Dadurch wird der komplette Kapitalismus zombifiziert, nicht nur einzelne Firmen. Solche Entscheidungen werden von Neoliberalen getroffen – längst zu Hardcore-Ideologen mutiert. Man möchte dem Herrn Krall die Verwechselung vielleicht verzeihen – immerhin gleicht die Menschenverachtung der Ideologien, die des real existierenden Stalinismus und des Neoliberalismus, einander. Aber mit Links hat wohl, IMHO, beides nix zu tun.

    • Oh, oh, was für ein Verschreiber!

      "Das Problem sind also die Linken, die uns vom alle glücklich machenden Sozialismus fernhalten."

      Sollte natürlich …alle glücklich machenden Kapitalismus fernhalten…

      Tschuldigung, *ganz bedröppelt*

  24. ca min 50:00 (+/-10) will ich nicht,
    lieber Freiheit, Sozialismus und Bargelderhalt!
    Das ist eine sehr harmonische Verbindung.

    (dagegen ist Freiheit, Kapitalismus, Bargeld gar nicht möglich)

    Dröseln wir die drei Punkte ein wenig auf:

    Bargeldverwendung :

    hat vor allem das Ziel, die Privatsphäre der Bürger zu schützen.
    Ein lückenlos gelistetes Zahlungsverhalten der Bürger bei einer zentralen Institution – egal ob Staat oder Firma – macht die Einzelperson maschinell prognostizierbar und sie wird somit sehr leicht gezielt manipulierbar.
    In der DDR gab es die Ost- und Westmark als zentrale Zahlungsmittel, daneben einen ausgebauten Tausch-, Hilfs-, und Dienstleistungsmarkt. Gerade die letzten 3 Handelsmöglichkeiten waren auch ein guter Schutz gegen die Ausbildung von "Krämerseelen", ein konkretes Aufrechnen war so gar nicht möglich. Durch die Absicherung der Existenz durch das Recht auf Arbeit, war es auch nicht nötig, mit einer guten Idee eine Firma aufzumachen um "Rendite zu machen".


    Sozialismus oder Kapitalismus :

    a) kann man zum einen unter dem Blickwinkel des verwendeten Wirtschaftsmodells betrachten und
    b) zum anderen unter der Gewährung von Rechten für jeden einzelnen Bürger

    zu a) Die Wirtschaftsentwicklung unter planwirtschaftlichen Bedingungen in der DDR verlief nicht wesentlich anders als unter Marktwirtschaftlichen. (bezogen auf die BRD/alte Bundesländer in Prozent des erwirtschafteten BIP's/Einwohner : Absturz 1959 – 40% / 1991 33%, kontinuierliches Aufholen bis 1985 auf 56% / bis 2013 auf 69%, dann Stagnation, leichter Rückfall)
    Die außerordentlich gute Entwicklung der BRD muß unter den Schutzrechten nach dem 2.WK gesehen werden, die den wenigsten Nationen zuteil wurden und die das Land zu einem Hochlohnland mit Niedriglohnimporten machte. Nur dadurch prosperierte der Wohlstand in gesehener Weise. Die Erklärung die anderen seien eben faul.. oder dumm.. oder was weiß ich ist reiner Selbstschutz.

    zu b) die sozialen Menschenrechte waren in der DDR umgesetzt. Es gab das Recht auf Bildung, Wohnen, Existenzsicherung durch Arbeit, Alterssicherung, Gesundheitsvorsorge, Kultur.. Zwischen Mann und Frau herrschte tatsächlich Gleichberechtigung. Lediglich Bildung und Gesundheitsvorsorge sind im Kapitalismus einigermaßen gesichert, wobei auch hier Klassenunterschiede gemacht werden.

    Soweit waren wir also schon mal auf dem Weg in eine wirklich humane Gesellschaft,
    Freiheit sollte noch dazukommen aus dem westdeutschen System. Wie hätte man wissen können, daß die Partei, die bei den tagtäglich nachprüfbaren Produktionsdaten so unverholen log ausgerechnet in Bezug auf das westdeutsche System weitgehend die Wahrheit benannte?

    Diese herbe Erkenntnis – daß wir auf dem Weg in eine wirklich humane Gesellschaft schon einmal viel weiter waren -verdanke ich übrigens einer Westbürgerin. Man hat doch immer wieder blinde Flecken und braucht andere einem das aufzuzeigen.

    Wieviel Freiheit
    die gegenwärtige Gesellschaft für den Einzelnen tatsächlich bereit hält kann jeder selbst prüfen. Wie transparent sind die Staatsstrukturen? Volksbefragungen versus Regierungsentscheidungen, Gesetzgebung uswusf

    Man wird landen bei : Freiheit äquivaltent zum Eigentum.

    Die -Ismen nicht mögen – mir ist letztlich egal, wie man es nennt. Aber zunächst von bekanntem auszugehen ermöglicht leichtere Verständigung, denn es gibt bereits klare Definitionen und auch einige prüfbare Praxisversuche.

  25. Ein sehr interessantes und zum Nachdenken anregendes Gespräch. Und da es doch der Anspruch von Ken FM ist ein breites Meinungsspektrum abzubilden ist es wichtig sich auch die Thesen von Markus Krall anzuhören.

  26. Wann macht KenFM einmal eine Gesprächsrunde mit Menschen vom sog. „Rand der Gesellschaft“ (Diskriminierung) statt wie oft relativ wohlhabende Politiker…Schriftsteller…oder jetzt mit Herrn Krall den neoliberalen Sprecher der Geschäftsführung der Degussa einzuladen…der Fragen stellt und diese dann selbst sofort beantwortet?

    Autoritäres gleichmachendes Schulsystem sollte man ändern…nicht mehr andere zum Objekt eigener Vorstellungen und Bewertungen machen (Gerald Hüther), in der Schule wird zu ca. 20% Fachwissen erlernt das man nach wenigen Jahren wieder vergisst weil man es nicht braucht.

    Klar man sollte lesen schreiben Rechnen + Englisch lernen, aber ich halte Kunst, Theater spielen, Phantasie freien Lauf lassen und dann auch den Unterricht flexibel ändern für mindestens genauso wichtig…aber was in der Schule hauptsächlich vermittelt wird sind Anpassung, Gehorsam, Befehle entgegen nehmen…ein braver angepasster gefolgsamer Schäferhund in der Masse werden ;O) jemand werden der selbst wenig initiieren kann und wie erlernt auf Anweisungen anderer wartet die er dann kritiklos und ohne nachzufragen ausführt?

    Ist man in der Schule eigentlich auch ein Verschwörungstheoretiker wenn man eine andere Meinung vertritt ;O)…geht alles nur nach festgelegtem Lehrplan?…alle werden normiert? Warum haben wir einen Schulzwang?

    Wenn man grüne Punkte in Berlin auf (Straßen und Gebäude?) malen als Geld rausschmeißen anprangert und man im gleichen Satz nicht Milliarden-Ausgaben für Krieg und Rüstung auch erwähnt werden ist das grob tendenziell.
    Die grünen Punkte auf Straße malen für ein paar tausende Euro verwaschen wenigstens bald wieder, aber Milliarden Euro für Rüstung, Panzer, Atomwaffen könnten eines Tages uns und andere umbringen

    Wir haben schon jetzt eine gewaltige zunehmende Kluft zwischen Reich und Arm…noch mehr Neoliberalismus und weniger sozial würde das wohl noch dramatisch verschärfen

    In dem Video bei KenFM M-Pathie mit Simon Hoffmann vom 13.3.2020 konnte ich weit phantasievollere Gedanken erkennen von denen wir alle mehr profitieren könnten

  27. Nach Kralls Überzeugung soll Empfängern von Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, BaföG, Wohngeld oder Kindergeld das Wahlrecht entzogen werden (verschiedene, aktuelle Quellen im Internet).
    Anderen das Stimmrecht entziehen um als Stallknecht der Eliten große Reden auf öffentlichen Bühnen zu schwingen verträgt sich nur schwer mit meinem Verständnis von Meinungsfreiheit.

    • Die Ursache dafür wurzelt in der grundsätzlich völlig abgedrehten Annahme, es es wäre rechtens etwas zu besitzen.
      denn das allein schränkt ja bereits die Freiheit aller der das Nichtbesitzenden ein.

    • Falls Sie eine Bohrmaschine Ihr eigen nennen dürfen und selbige schon einmal bei einem Freund für ein kleines Entgeld eingesetzt haben, so ist es nach Marxscher Definition ein Produktionsmittel und gehört Ihnen weggenommen….also überführt in Gemeinschaftseigentum….tja so schnell kanns gehen, Kapitalist zu werden !

  28. Lieber Ken,
    ist es nicht ein bisschen zuviel Bühne für Neoliberale, Pestizid-Bauern und ähnliche Personen?
    Ich habe nichts gegen ein gelegentliches Anhören der Anderen in diesem Portal. Ab dabei sollte man doch zumindest auf Augenhöhe bleiben und schlagkräftige Gegenargumente liefern.
    Zuviel von der Neoliberalen Sorte habe ich schon in der Mainstream-Welt. Wollen wir hier wirklich deren Darstellungsbühne noch mehr erweitern?
    Ansonsten wird das bis jetzt doch sehr gute KenFM-Image verwässert und in einer 0815-Suppe enden. Das wäre doch ein herber Verlust für die Alternative-Medien-Welt.
    Als Krall-Alternative: https://www.youtube.com/watch?v=WiOD6QRid5I

    • Langsam komme ich gar nicht mehr mit:

      Pestizidbauer/Bauernlobbyist, Leugner der globalen Erwärmung, goldgieriger Libertarier, Corona-Biowaffe … nur mal ein paar Lapsuse als der jüngsten Vergangenheit. Friedens-AfDler Rainer Rothfuß wurde auch kräftig verteidigt.

      Aber du weißt ja:

      Es gibt kein rechts oder links. Die Meinungsfreiheit gilt für alle.

      Gut, der Krall meint, Meinungsfreiheit sollte nicht für Empfänger von staatlichen Almosen gelten, also so armen Pöbel, nur für edle Herrenmenschen wie ihn. Der musste natürlich bei kenfm auftreten.

    • @JFK
      Ich fürchte, ich kann Ihnen nicht ganz folgen.

      Ist denn eine eigene Meinung, selbst wenn sie nicht mit Ihrer deckungsgleich ist, mit Gemecker gleichzusetzen?

      Würde eine unehrliche Lobeshymne auf den Beitrag Ihre wohlwollende Zustimmung finden? Sorry, damit kann ich leider nicht dienen. Und…ich will es auch nicht.

      Ansonsten: viele Grüße 😊

  29. Ich habe noch eine Frage <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/kenfm/' rel='nofollow'>@kenfm</a> :

    Gab es von diesem Gast Geld?

    Der ist ja nicht arm, sondern diese Herren zahlen normalerweise sehr viel Geld, wenn sie auf einer Plattform Werbung für sich machen dürfen. Diese Werbemassnahme war sicherlich ein paar tausend Euro wert, genauso wie die kostenlose Werbung der Medien für Trump in Milliardenhöhe beim Wahlkampf 2016. Er ist ja kein armer Sozialist. Der könnte sich das schon leisten.

    • Wenn KenFM sagen würde, Krall hat ihm was bezahlt, damit er seine blöde neoliberale Propaganda hier durchexerzieren kann, würde ich es verstehen

      Mein Eindruck ist immer noch, KenFM ist doch keine regime-bezahlte Platform, also man kann nicht so wählerisch sein, wenn es um Geld geht
      😉

    • Das klingt für mich nicht mehr nach unabhängigem Medium, wenn es so wäre. Ich hatte schon in der Vergangenheit bemängelt, dass es nicht genügend Transparenz gibt. Wenn wer quasi 1-2 Mann-Betrieb ist und man sieht, dass sie sich wirklich bemühen, kann man das noch verzeihen. Aber kenfm will ein großer Player sein.

      Was unterscheidet dann Kenfm noch von nuoviso und Hagen Prell oder anderen Youtube-Bettlern ?

      Die letzteren Genannten sind auch große Anhänger von Dr. Krall. Haben die vielleicht auch Geld bekommen für Interjus und Kampagnen? Leider haben die auch keine Geschäftsberichte zu bieten. Schade.

      Bei solchen Inhalten, wo jemand mit großen Taschen kommt, der gerne viel Geld zahlt, um seine Ideologie zu verbreiten, die so vielen Menschen schadet, werde ich skeptisch. Genauso wie wenn George Soros einfach so in großen Tageszeitungen eine Kolumne bekommt.

      Aber das war sicher nur Altruismus, ganz bestimmt, obwohl genau diese Herren Altruismus und Sozialismus verteufeln.

    • Ihr habt noch nicht geschnallt, dass Herr Krall von den MSM gedissed wird und seid auch nicht in der Lage, Euch zu fragen, warum das wohl so ist…..lange Leitung habt Ihr….ziemlich sehr lange Leitung

  30. Ich habe mir nur den Teil mit der unsichtbaren Hand in 2x angehört. Den feinen Herrn kenne ich ja schon. Vorstand von Goldhändler Degussa, der den Namen von den Nazi-Goldhändlern hat. Goldhändler brauchen schlechte Nachrichten, damit ihr Geschäft boomt. Also predikt der Krall den großen Crash und dann natürlich Krisenkapitalismus wie in Naomi Klein beschreibt.

    Ken hat natürlich alles schön kritiklos geschluckt und entsprechend wird er gelobt in den Kommentaren von der Klientel von Krall. Die Vorbereitung auf des Gespräch war wohl 0,0? Gibt also keine Ausbeutung und ganz selten private Monopole, haben wir gelernt vom Goldmann. Der Goldmann ist auch sonst sehr meinungsstark.

    Medienkampagnen von Personen, die mir heute aufgefallen sind:

    vom Libertären Krall und Horst Söder.

    Die wurden beide von Agenturen schön an prominenter Stelle plaziert. Krall ist natürlich ein ausgewiesener Coronaexpertee und er hat den Crash WEGEN CORONA ja kommen sehen. Auch so nee, er meint Corona sei gar nicht die Ursache, die Sozialisten sind schuld. Die sind bei ihm immer schuld und der Staat und die Deutsche Bahn.

    Apple hatte nie staatlichen Subventionen bekommen. Steve Jobs wurde nur durch seiner eigenen Hände Arbeit und durch sein unternehmerisches Risiko so reich. Er war halt einfach genial und natürlich ein Libertärer.

    und schlucken und schlucken und schlucken. Schlucken nicht vergessen, lieber Ken! Alles kritiklos schlucken. Als nächstes dann Oliver Janich?

    und der Krall reiht eine Lüge an die Andere, Elektroautos sind natürlich böse, weil das der Kohleindustrie und damit denen, für die er Lobbyarbeit macht, also z.B. den Libertären Koch Brüdern das Geschäft versaut. Die Koch Brüder natürlich nur durch ihrer eigenen Hände Arbeit reich geworden. Nicht schlimm das das Geld in Steueroasen wie bei allen Superreichen versteckt ist und Subventionen vom Staat, Betrug oder Ausbeutung, damit hatten die natürlich nie etwas zu tun.

    Die Werbung von den neoliberalen Börsengurus ist auch seit langem berüchtigt primitiv. Sei es Sun Tzu oder schwarzer Schwan. Klingt immer ganz vornehm, nach japanischer Kunst, so wie ihre Luxuskarossen und sterilen Betonvillen aussehen.

    Darauf einen goldenen Kruger-Rand aus dem Apartheitsregime.

    Will auch keiner wissen, wo das Gold herkommt und kam. Natürlich ganz sauber und mit freier Marktwirtschaft. Na klar. Hat der Ken das angesprochen? Ich habe nicht alles gesehen, aber ich wette, er hat es nicht. Krall hätte darauf natürlich auch eine tolle Antwort gehabt, so wie immr halt. Er ist einfach ein Spitzenmanager, Andere würden sagen notorischer Lügner, aber was wissen die schon von Gold und der unsichtbaren Hand? Nichts wissen die!

    • 220.000 haben das bisher angesehen – ohne irgendwelchen nenneswerten Widerspruch.

      Gratulation! So geht gute alternative Medien! Top! Nach der Klimaberichterstattung von kenfm eine weitere Sternstunde.

  31. Als Ossi muss ich hier noch nachschieben: Sozialismus oder gar Kommunismus als System, in dem alle Menschen die gleichen Chancen haben, hat es bisher in der Geschichte noch nicht gegeben. Durch die Oktoberrevolution wurde der Adel in Russland abgelöst durch die bolschewistische Partei. Dem gemeinen Volk ging es in Summe nicht besser – sicher eher schlechter. Ich bin nicht in der Lage, Leibeigenschaft mit der Gefahr, willkürlich durch §58 (u.a. konterrevolutionäres oder antisowjetisches Verhalten) für 25 Jahre ins Gulag zu kommen, miteinander zu vergleichen. Solschenyzin lesen kann ich hier dringend empfehlen.
    Auch in der DDR hatte die herrschende Kaste nichts mit dem gemeinen Volk zu tun. Der Unterschied war lediglich dass man im neuen "Adel" durch Unterschrift und Beitragszahlung Mitglied werden konnte. Dann noch dem Chef tief in den Arsch gekrochen und mit geduldigem Warten (bis genug weggestorben sind) geht es bis ins Politbüro.
    Eine Gesellschaft mit unabhängigen Säulen, Legislative, Exekutive, Judikative und die Medien als vierte Gewalt. Hat es das außer als theoretisches Modell jemals in der Praxis gegeben? Wie das heißt ist dann eigentlich egal…
    Wenn die Grundbedürfnisse befriedigt und auf lange Sicht abgesichert sind gibt es immer noch eine riesengroße Spielwiese für den Markt vom Herrn Krall. Nur das die Gesellschaft festlegt wo Markt anfängt und aufhört – nicht umgekehrt!
    Grundsätzlich teile ich die Meinung des Herrn Krall nicht, mein Leben ist mir jetzt etwas kostbar…aber sagen wir doch einfach: ich finde es cool das er sie hier frei äußern darf.

    • Leider ist Ihr Kommentar so gehaltlos, dass Herr Krall auch nicht im mindesten fürchten muss, die Meinungshoheit zu behalten, schade….aber vielleicht versuchen Sie es noch einmal ! 🙂

  32. Der Vortrag von Markus Krall war wieder, wie sollte es auch anders sein, eine Werbeveranstaltung für den Neoliberalismus.
    Der größte Lacher für mich war, die Geldgier der Investmentbanker und die darauffolgende Pleite bei Lehmann Brothers staatlichen Eingriffen in die Schuhe zu schieben. Dies war es eben gerade nicht, sondern eine Folge der neoliberalen Deregulierung der Finanzmärkte wie das schon seit Jahrzehnten in den USA praktiziert wird.
    Ich finde, dass Ken Jebsen nicht der gleichen Meinung wie sein Gesprächspartner ist, aber es ist gut, dass hier auch ein Herr Krall seine Theorie kundtun kann. Das ist guter Journalismus und vor allem echte Demokratie!

    • "Der größte Lacher für mich war, die Geldgier der Investmentbanker und die darauffolgende Pleite bei Lehmann Brothers staatlichen Eingriffen in die Schuhe zu schieben. "
      Ja, eine gute Bemerkung.
      "Aber sogar wenn es richtig wäre, dass die amerikanischen Arbeiter übermütig oder gar leichtsinnig nach den Krediten gegriffen haben, könnten sich die Banken trotzdem nicht auf eigene Unschuld beru-fen. Wenn sich jemand, obwohl nicht kreditwürdig, verschulden kann, dann müssen auch die Banken mitspielen. Die Banken hätten also die Kreditwürdigkeit ihrer Klientel nicht richtig eingeschätzt, was doch gerade ihre wichtigste Aufgabe ist. Dann hätten sie schwere fachliche Fehler gemacht. Wir ahnen schon, dass den schlauen Jün-gern von Mises und Hayek auch dazu eine spitzfindige Erklärung ein-gefallen ist. Die privaten Banken hätten angeblich von sich aus alles richtig gemacht, wenn ihnen der Staat nicht etwas Anderes eingere-det hätte. Nach der Versprechung von Präsident Bush Jr. Und seiner Regierung sollte jeder amerikanische Arbeiter nach der neoliberalen Konterrevolution den amerikanischen Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen können und das hätte ja nur schief gehen müssen. Demnach wären die Banken also nur leichtgläubige Opfer der „populistischen“ Versprechungen der Politik, aber dennoch nur Opfer. Man will es nicht glauben, dass es anerkannte „Experten“ und „Kapazitäten“ geben kann, die unwidersprochen und mit ernster Miene behaupten könnten, die in die völlige Freiheit entlassenen Banken und Börsen würden irgendwelchen politischen Empfehlun-gen des ökonomisch angeblich so inkompetenten Staates folgen." Marktwirtschaft neu denken, S. 516.
      Was bringt uns aber die Neoliberalen als Lügner zu entlarven? Nichts! Ihre Aufgabe als geistige Söldner der Reichen ist eben zu lügen. Das ganze Regime lässt sich nur mit Lügen retten … je ungalublicher desxto besser (Goebbels). Es geht aber darum, zu erklären, warum die Bankenrettung danach gewissermaßen erfolgreich war. Und wie lange lässt sie sich durchsetzen. Es geht darum die Funktionsweise der freien Marktwirtschaft besser zu verstehen.

      —-
      Seifenblasenshow im neoliberalen Tollhaus: Brichta gegen Bernecker
      http://marktwirtschaft-neu-denken.de/Aufbau/ps/19v5/ps19v5.php?tbch=ps&ordner=19v5&auslese=psH119&schp=2019

    • @Markt-neu -denken
      Die Gründung der FED wurde durch ein Gesetz legitmiert am 23.12 1913 – ein Gesetz darüber, dass eine Bank das Monopol über das Geld drucken erhält. Treiiber zu diesem Gesetz waren die Eigentümer der amerik. Geschäftsbanken ! Seither besteht eine Symbiose zwischen Banken und Staat. Eine Klasse , die Bankerklasse benutzt den Staat für seine Interessen – ganz legal. Geld-Betrug ist seither legal. Es ist auch seither legal, von Geld-Betrügern regiert zu werden.

      Wer ist der Schuldige ???

      Die Banken, die dieses Gesetzt wollten ???, oder das schlafende Volk, dass es zuließ, dass dieses Gesetz verabschiedet wurde ???, das also seine Eigenverantwortung an diesem Tage nicht wahr nahm ?

      PS: der Versuch einer Installation eines solchen FED-Gesetzes wurde vor 1913 mind 2 x abgewehrt.

  33. "Die Schönheit und die Einfachheit dieser Theorie sind so groß, dass man leicht vergisst, dass sie nicht den wirklichen Tatsachen entspricht, sondern sich aus einer der Einfachheit halber angenommenen unvoll-ständigen Hypothese ableitet."
    John M. Keynes

    "Der neoliberale Marktfundamentalismus war immer eine politische Doktrin, die gewissen Interes-sen diente. Die ökonomische Theorie war nie seine Grundlage."
    Joseph Stiglitz

    "Über diesen Göttern und ihrem Kampf waltet das Schicksal, aber ganz gewiss keine Wissenschaft."
    Max Weber

    „Die Freiheit ist nur ein eitles Hirngespinst, wenn eine Klasse die andere ungestraft aushungern kann“
    Jacques Roux vor dem Pariser Konvent (1793)

    • @MarktW_neu_denken sagt:

      zur Freiheit
      Ihr Zitat:
      „Die Freiheit ist nur ein eitles Hirngespinst, wenn eine Klasse die andere ungestraft aushungern kann“ Jacques Roux vor dem Pariser Konvent (1793)

      ich ziitiere Herrn Krall
      Die Freiheit des Einzelnen hört dort auf, wo sie die Freiheit des anderen einschränkt.

      Finden Sie, dass Herr Krall das Wort Freiheit leichtfertig gebraucht ??

    • "Die Vielfalt der Meinungen ist gefragt"
      Wirklich? Was du nicht sagst!
      Wird man in der Astrologie, im Namen der Meinunsfreiheit, einem die Bühne überlassen und mit ihm als einem gleichberechitgten diskutieren, wenn er seine Theorie über die Erde als eine Scheibe "argumentieren" wird?
      Aber das ist was anderes! Ach was!
      Der Neoliberalismus ist so ein unglaublicher kolossaler Unsinn, eine dreißte Ideologie der Plutokratie, dass er allmählich seine Bertechtigung nur im Namen "des Rechts auf die Meinugnsfreiheit" verteidigen kann.
      Wir müssen den Neoliberalen endlich sagen, dass sie geistige Soldner der Reichen sind, dass sie nur Lügen und ein dummes Zeug erzählen, dass wir genau wissen was sie zu sagen haben, dass wir ihren Unsinn nicht hören wollen, so wie wir über die Erde-ist-Scheibe "Theorie" ncihts wissen wollen.

    • @MarktW_neu_denken
      "wenn er seine Theorie über die Erde als eine Scheibe "argumentieren" wird"
      das ist ein unpassender Vergleich .
      Eine Wirtschaftsform ist etwas anderes als ein physilakisches Gesetz .

      Der Neoliberalismus, wie er gerade stattfindet, hat Probleme gebracht,
      die der M. Krall scharf kritisiert .
      Dass er als Wirtschaftliberaler auf Selbstverantwortung setzt, sollte in einer freien Diskussion wohl möglich sein .

  34. "Der Moderne fühlt sich nie so persönlich, wie wenn er das tut, was alle machen." (Gomez Dávila)

    Es tut mir leid, aber nach einer Stunde Marktpropaganda musste ich aufgeben…
    Was mir schon in der Positionen-Runde mit Herrn Krall (schwarz-) schwante, wurde mit diesem Gespräch nun überdeutlich; dieser gute Mann hat die rhetorische Überzeugungskraft eines dieser amerikanischen Bibel-Prediger, welche zu jedem Problem auf dem Planeten ein passendes Zitat aus ihrem Buch hervorzaubern. Einzig darauf basierend, dass er tatsächlich an sein eigenes, in sich geschlossenes, Denksystem glaubt; ein in sich schlüssiges Hirngespinst, diese Markt-Geschichte – wie doch alles so schön wäre wenn… Diese propagierte Markt-Gesellschafts-Utopie hat es noch nie gegeben und wird's auch nicht. Und das ganze wird dann kurioserweise auch noch als Wissenschaft verkauft. Wenn der Herr Krall in der 33. Minute zu Marx sagt: "… schlüssig formuliert und für den unbedarften Menschen nachvollziehbar dargestellt…", nun, besser lassen sich seine eigenen Ausführungen nicht beschreiben, denn seine Grundprämisse, dass wir Menschen freie Individuen seien und frei entscheiden können-sollen ist doch etwas sehr simpel materialistisch.
    Freiheit ist nichts persönliches. – Schon die Geburt ist nicht frei gewählt und das gilt auch für alles, was dann folgt…
    Wo ist da die individuelle Freiheit?
    Nichts an Herrn Krall ist individuell – nicht sein Anzug, nicht seine Frisur, seine Nase oder die beringten Finger; weder seine Gedanken, Gefühle oder Konditionierungen welcher Art auch immer sind Ausdruck s e i n e r individuellen Freiheit.
    So wie alle Menschen auf diesem Planeten steht der Herr Krall morgens auf, läuft hin und her und geht abends schlafen und denkt dabei er wäre ein freies Individuum. Das ist banal… genau so wie seine Markt-Geschichte…

    • Immerhin 1 Stunde ausgehalten. Mir ging es genau so, Positionen habe ich ja noch durchgestanden, aber einer „Krall Soloprogramm“ ist dann doch zu viel.
      Auf was will er den hinaus, jeder ist seines Glückes Schmied. Die Haie fressen die kleinen Fische,
      Oder „ es kann nur einen Geben“
      Die Welt ist schon schräg genug, Da wird sich nichts regeln, wenn nicht Hürden eingebaut werden.
      Das sieht man ja zur Zeit ganz deutlich, wenn man mit Sparpolitik die Krankenhäuser lahm legt.
      Da nutzt auch seine Waldbrandtheorie wenig. Der Virus hält sich einfach nicht an Spielregeln.

    • "Es tut mir leid, aber nach einer Stunde Marktpropaganda musste ich aufgeben…"

      Mit ein paar Pausen habe ich mir alles angetan. Aber Umweltschutz und Erhalt der Biodiversität lassen sich mit diesen neoliberalen Ideen bislang ebenfalls nirgends sicherstellen.

    • Da mir so viele Kommentatoren aus dem Herzen sprechen, kann ich mich kurz fassen:
      Warum arbeitet sich Ken Jebsen immer wieder an diesem Dr. Markus Krall ab? Dieser endlose Wortschwall von aneinandergereihten Bildungsversatzstücken, bis auf "ich bin Subjekt meiner selbst" (19:31), das ist wohl kein Zitat, das stammt, soweit ich sehe, original von Dr. Krall selbst. Danach hat es mir gereicht, und ich habe abgeschaltet. Umso mehr verdient er Respekt – Herrn Jebsen meine ich, mit seinen subtilen Zwischenfragen. Aber warum tut er sich das an, wieder und immer wieder?

    • Leider ist Ihr Kommentar so gehaltlos, dass Herr Krall auch nicht im mindesten fürchten muss, die Meinungshoheit zu behalten, schade….aber vielleicht versuchen Sie es noch einmal ! 🙂

    • JFK, das da posten Sie hier bei mehreren, Ihnen unliebsamen Kommentaren, bezeichnenderweise gerade bei solchen, die Kritik an Dr. Krall kurz und prägnant auf den Punkt bringen. Ich lade Sie ein, von Ihren Emotionen wieder herunter zu kommen und zur Sachlichkeit zurückzukehren. Erklären Sie mir doch: was soll das denn heißen "ich bin Subjekt meiner selbst" (19:31)? Informieren Sie sich erst einmal, wie dieses Zitat richtig lauten muss (und dann im Gegensatz zu Dr. Kralls Satz sehr wohl einen Sinn ergibt), bei Immanuel Kant zum Beispiel. Ich bin gespannt, wie Sie dann meine Erläuterung hier vom 18.3.2020 at 08:33/08:41 widerlegen.

      Merken Sie denn nicht, dass Dr. Krall hier (und sattsam auch anderswo) ganz offenbar vor allem seine Geschäftsinteressen verkauft, indem er mit dominanter Pose allerlei klug daher kommende Bildungsversatzstücke aneinanderreiht und mit teilweise sogar falschen bzw. unpassenden Zitaten, betriebs- und volkswirtschaftlichen Binsenweisheiten und unbewiesenen Behauptungen vermischt, die zwar insgesamt gut klingen, deren Erkenntnisgewinn aber eher bescheiden und auch zweifelhaft ist. Soweit er diskutable Ansichten äußert, mag man ihm ja folgen oder auch nicht. Aber es ist eine Zumutung, dabei auch all den unnötigen Ballast seiner penetranten Profilierungsanstrengungen anhören zu müssen, mit denen es ihm anscheinend gelingt, Hörer derart in seinen Bann zu ziehen, dass sie den wahren Gehalt seiner Aussagen gar nicht erkennen.

    • @ citoyen invisible

      Ich möchte nicht kommentieren, ob Sie evtl. das, was Sie 18.3.2020 at 08:33 gepostet haben selbst verstanden haben oder nicht.

      Ich sehe nur folgendes:
      Sog. Linke/Arbeitnehmer werfen Unternehmern gern (auf Grund deren Besitzes von Produktionsmitteln) Geiz und Gier vor.
      Sog. Rechte/Arbeitgeber werfen Arbeitnehmern gern Faulheit und Dummheit vor.

      KANN MAN DIE DISKUSSION HIER FÜR EIN NEUES GEMEINSAMES ZUSAMMENLEBEN NICHT OHNE DIESE ABWERTENDEN GRUNDANNAHMEN FÜHREN UND ZWAR VON BEIDEN SEITEN ???

      Ich streite auch gern mit Ihnen über die Sinnhaftigeit von Privat und/oder Gesellschaftseigentum.

      Was hier Ossis und Wessis zusammenführen könnte ist doch:

      1) Die Ossis haben historisch (womöglich) gelernt, dass der Sozialismus bis 1989 nicht funktioniert hat und möchten den selbigen nicht noch einmal probieren, auch wenn vielen Wessis nach 75 Jahren bundesdeutschem Kapitalismus jetzt vielleicht danach ist.

      2) Die Wessis wiederum glauben, dass der aktuelle Kapitalismus so abgefuckt ist, dass er endlich durch was gaaaanz anderes ersetzt werden müsste auch wenn´s so etwas fragwürdig Brauchbares ist, wie der Ex-Ost-Sozialismus.

      Frage:
      Geht denn nicht als Kompromiss die Mitte von Beidem , die Symbiose vom Besten von beidem ???

      Und die Frage ist doch, was dazu geführt hat, dass das Soziale aus der Marktwirtschaft verschwunden ist ?
      Ist es denn ausschließlich wirklich nur der Geiz und die Gier der Arbeitgeber (klar gibts Geizige und Gierige unter denen) ???

      Ist es die immerwährend fordernde Faulheit der Arbeitnehmer (auch unter den Arbeitnehmern gibt´s ein paar die jedes Jahr 6 Wochen auf Kosten der Gemeinschaft/Staat krank feiern) ??

      Oder wie verständigen wir uns auf Regeln, die verhindert, dass Unternehmer Angestellte aussaugt und auch verhindert, dass der Einzelne die Gemeinschaft / Staat parasitiert.

      Machen wir zusammen die Regeln dafür, dass die Arbeitskraft aller ALLEN zu Gute kommt !

    • Schaun Sie, JFK, vielleicht hätten Sie ja auch ganz diskutable Lösungsansätze. Aber bevor ich mich diesen nähere, soll ich mich erst einmal mit der Frage befassen, ob Sie verstanden oder nicht verstanden haben, was ich verstanden oder nicht verstanden habe. Das hemmt die Annäherung, finden Sie nicht?

    • @ citoyen invisible:
      ja natürlich hemmt das ! !!!!! 🙂

      genau so wie etwa : "unliebsamen Kommentare" -………………… wo ich doch eigentlich nur wissen will ,warum diese denn unliebsam sind ? :-),………….. doch nicht etwa nur, weil ich Herrn Krall in midestens einigen Punkten folgen kann, oder ?

      und nachdem wir nur mit dem Vorgeplänkel endlich fertig sind, kann´s ja endlich los gehen, mit den Sachthemen ?
      Erste Frage: Warum ist Neoliberalismus aus Ihrer Sicht verwerflich, bzw. was verbinden Sie persönlich mit dem Wort "neoliberal" ?

    • Ach tatsächlich, JFK, sind wir mit dem Vorgeplänkel schon fertig? Das habe ich gar nicht gemerkt. Wo Sie doch erst noch wissen wollen, warum Ihnen Kommentare unliebsam sind (eigentlich hätte ich das ja gerne von Ihnen gewusst, denn Ihre Bemerkung vom 17. März 2020 at 20:51 war insoweit nicht sehr erhellend). Ich wende mich ja auch lieber Sachthemen zu. Aber wollen Sie diese Frage nun noch beantwortet haben oder nicht?

  35. Es ist gut auch einer verblendeten Sichtweise ihren Raum zu geben, denn selbst Herr Krall mit seiner beschränkten und teilweise inhumanen Sichtweise sollte das Recht haben sich ausdrücken zu können. Adam Smith wird sich freuen und wieder erkennen in der Sichtweise von Herr Krall.
    1. Das Konzept was gut ist für den einzeln, ist auch gut für die Gesellschaft, ist schwer nachzuvollziehen in den Kontext wo ganz wenige mehr besitzen als fast alle zusammen.
    2. Die Meere zu privatisieren um das Problem der Überfischung zu lösen, ist dasselbe wie die Tropenwälder abzubrennen um Aufforstung zu betreiben. In der Gleichung des Herr Kralls fehlt vollkommen das was den Kapitalismus voran treibt, Gier und Angst. 3. Die Idee das der Staat der eigentliche Verantwortliche für die Krise von 2008 ist, weil er gewissen Massnahmen und Gesetze erlassen hat, lässt die Frage warum der Staat dies hat und wer den Staat dazu "inspiriert" hat vollkommen aussen vor.
    4. Herr Krall ist sehr intelligent und hat die Begabung zu überzeugen, leider fehlt es ihn an Mitgefühl und Menschlichkeit. Zu behaupten das der Mensch frei geboren wird und Schmied seines eigen Schicksal ist, in einer Welt die sich durch Kontexten definiert, sprich alles ist mit einander verbunden, läuft auf das Gesetz des Stärkeren hinaus. Es ist wie der Radikalismus des Marktes (Neoliberalismus) sich immer neu erfinden möchte.

    Ich danke Herr Jebsen und den Team von KenFM dafür das sie ein grosses Spektrum der Meinungen zu Verfügung stellen.

    • Das , was Sie hier annehmen , dass die Sichtweise des Herrn Krall – eine verblendete Sichtweise sei, ist Ihre persönliche Meinung ….- ob uns jedoch Ihre subjektive persönliche Meinung hier hilft, u.a. auch dabei , uns als Gesellschaft neu aufzustellen – eine Notwendigkeit wie ich finde – bezweifele ich.
      Die Argumente Herrn Kralls sind meiner Meinung nach zu 90 % sachlich und man könnte und sollte deshalb auch sachlich bei den Gegenargumenten sein. Wichtig für mich ist, dass auf dieser Plattform hier immerhin noch kommuniziert wird zwischen den Linken und den Rechten, den Liberalen und den Sozialisten usw. ..Ich halte Kommunizieren für unabdingbar, ja sogar für — oh Gott — alternativlos—— weil ich große Angst vor der Alternative habe …also vor Gewalt/Mord/Totschlag und noch immer hoffe, dass wir DIESES EINE MAL SO INTELLIGENT SIND UND UNS DIESMAL NICHT ERSCHIESSEN WEGEN IRGENDWELCHER ANSICHTEN sondern es ausdiskutieren !! und einen Kompromiss finden ZWISCHEN SOZIAL und MARKT, LINKS/RECHTS usw. !!

      …und ich behaupte, dass es womöglich ein Ansatzpunkt für unserer hier anwesenden "Sozialisten" ist, Herrn Krall doch einmal bei seinem Worte …also bei seinem Satz zu nehmen, nämlich dort wo er sagt: "dass die Freiheit des Einzelnen dort aufhört, wo sie die Freiheit des anderen einschränkt"……ist das – immerhin aus dem Munde eines Liberalen – nicht das gleiche Wortgebilde, wie ich es schon von Kant, Fichte und Marx gehört habe….ist es das NICHT ??? (Marx sinngemäß aus dem Kopf zitiert: Sozialismus ist eine Gesellschaft in der die Freiheit des Einzelnen Bedingung für die Freiheit ALLER ist)

      Das klingt doch irgendwie SEHR ÄHNLICH,……………….. oder ?????

      Ich sehe also mehr Überschneidungen als Gegensätze (zwischen rechts und links, liberal und sozial, ) und das ist auch normal , also natürlich so !! , denn sowohl Linke als auch Rechte
      sind Menschen mit Bedürfnissen,
      mit zumeist sogar sehr ähnlichen bis identischen Bedürfnissen,
      wie z.B……also Essen, Arbeiten, Wohnen, Wärme, Familie.
      Ich halte eine Diskussion über die Beschreitung des gemeinsamen Weges zum Erfüllen dieser gemeinsamen Bedürfnisse für deutlich zielführender als das sich ständige Vorwerfen schlechter Manieren (von Ihnen hier: Gier und Geiz, ……..das wäre so, als würde ich jedem Sozialisten Dummheit und Faulheit vorwerfen) die man beim jeweils Anderen vermutet/annimmt.

      Warum sollte denn das Gegenüber so grundandere und grundschlechtere Eigenschaften besitzen ALS ICH SIE BESITZE, wenn ich doch weiß, dass seine Bedürfnisse DIE SELBEN SIND ??

      Erklären Sie mir das bitte doch mal !

  36. Ende Januar aufgenommen! Warum wird das Interview – nach dem reißerischen Opener am Vortrag – erst jetzt gesendet? Vergessen? Verpennt? Die aktuelle Entwicklung – Börsencrash, Coronavirus, Dr. Kralls gerade erschienenes Buch "Die bürgerliche Revolution" hat die damals noch vorhandene Relevanz der gestellten Fragen überholt. Sechs, setzen! Ken Jebsen.

    • von mir bekommt Herr Jebsen für das interview eine eins… und nun?

      Ich gehe auch davon aus das dieser Jebsen ne Schnarchnase ist und das Interview irgendwo vergessen hatte!

      P.S. Falls Sie Ironie vermuten, liegen Sie richtig…. 😉

  37. Die Verlogenheit, Heuchelei und moralische Verkommenheit der Neolbieralen kennt keine Grenzen
    Seit Jahrzehnten sind wenige Prozent der Bevölkerung immer habgieriger und riecher, der Rest immer ärmer …
    Und der Neoliberale sinniert über immer mehr Steuerbelastung, Sozialismus …
    Sollen GEISTIGE SÖLDNER DER REICHEN auch bei KenFM die Bühne bekommen?
    Soll man dazu noch konkret was sagen? Er Verzapft hier den Unsinn von Popper. Dazu nur kurz:
    "Auch in einer anderen Hinsicht ist der Sozialdarwinismus nur ein sä-kularisierter Abklatsch der vormodernen Ethik von Gut und Böse, deren vulgärste Form die Theologie ist. Die einzige Aufgabe des gott-ergebenen Menschen ist nämlich der Kampf gegen das Böse, für das Gute in der Welt würde Gott allein durch seine Gnade sorgen. Nun haben die Sozialdarwinisten die Freiheit an die Stelle Gottes gesetzt. Und wie alle, die sich einbildeten, Gutmenschen zu sein, hielt zum Beispiel auch Popper seine Auffassung für zutiefst menschenfreund-lich. Im fortgeschrittenen Alter hat er stolz immer wieder hervorge-hoben, wie bei ihm die Theorien und nicht die Menschen sterben, im Gegensatz zum Marxismus sowie allen anderen Ideologien – natür-lich außer seiner eigenen freiheitlichen. Wie human die Philosophie von Popper tatsächlich ist, lässt sich schon erahnen, wenn man be-denkt, dass das Banner der „Offenen Gesellschaft“ jemand wie George Soros an sich gerissen hat: Ein Gauner aus dem Sumpf der Finanzbranche und Förderer der Umstürze („farbige Revolutionen“) in den Staaten, deren Führung sich weigerte, das eigene Volk dem amerikanischen Kapitalismus und Kolonialismus auszuliefern. Soros, der größte Konquistador unserer Zeit, ist ein Stückwerktechniker der „Offenen Gesellschaft“ am Werk – Popper ohne Maske. Es hat sich bewahrheitet, was der amerikanische Philosoph Paul Feyerabend in einem Brief an den popperianischen Philosophen Hans Albert schrieb: „Was mich betrifft, so ist der Popperismus die schwärzeste Reaktion, die ich je gesehen habe und doppelt gefährlich, da sie unter dem Deckmantel des Fortschrittes und der Humanität auftritt.“
    Marktwirtschaft neu denken, S. 342

    • Vielleicht noch etwas zur moralischen Degeneration von Popper:
      "Gerade wenn es um den Totalitarismus geht, wird man bei Popper schlicht sprachlos. Angesichts dessen, was man bei ihm liest, kann man sich kaum des Eindrucks erwehren, dass es ohne den Marxismus keine Unfreiheit und keine Knechtschaft gäbe. Dass es aber auch viele andere totalitäre Regime gab, zum Beispiel die faschistischen, wird an keiner Stelle von Popper erwähnt. Das bestürzt umso mehr, da Popper als Jude nur durch Glück nicht in der Gaskammer der Nazis endete. Was kann man dazu überhaupt noch sagen? Vielleicht nur, dass seine Realitätsverweigerung nicht von Stümperei und Unfähigkeit zeugt, sondern von Talent und Raffinesse, allerdings kombiniert mit niedriger Moral. Deshalb wirkt die mitfühlende Gütigkeit und moralische Entrüstung Poppers über die Opfer des Kommu-nismus viel abscheulicher als die sture Arroganz des Besserwissers bei seinem lebenslangen Freund Hayek, dem er übrigens seine ganze spätere Karriere verdankte."
      Ibid. S. 117

    • Dr. Krall ist ein wehementer Kritiker u.a. der fraktionalen Geldschöpfung, des Rettens von Zombiunternehmen durch das Ersparte des Steuerzahlers ….u.v.m…….. ergo , er ist Kritiker aller Mechanismen, die Verantwortungslosigkeit in sich tragen. Er ist Kritiker all dieser Verantwortungslosigkeitsmechanismen sowohl im Großen (s.o.) wie auch im Kleinen (so fordert er u.a. eben auch von einem rauchenden, zuckerfressenden Sportmuffel eine höheren Krankenversicherung, denn oh wie neu, auch für unsere eigene Gesundheit sind wir überwiegend selbst verantwortlich.)

      Soweit verständlich ?

      Deswegen wundert es mich, dass Sie ihn nicht verstanden haben als er erklärte, dass die Ursache unserer heutigen Krise , wieder einmal ein Verantwortunugslosigkeistmechanismus ist, nämlich der, das die "Drecksbanken" Ihre Gewinne privatisieren aber Ihre Verluste verstaatlichen – er nennt das ganz in Anlehnung an Frau Dr. S. Wagenknecht Sozialismus ……also Frau W. sprach damals im Bundestag von GELDSOZIALISMUS und auch Sie meinte – oh Gott – damals die Banken.

      (Ich verstehe Herrn Krall also so, dass er immer dann, wenn er (für Sie womöglich etwas provokativ) von Sozialismus redet , letztlich einen VERNTWORTUNGSLOSIGKEITMECHANIMUS meint !)

      Konnte ich mich verständlich machen ?

  38. Sehr interessante Analysen mit gut herausgestellten unkonventionellen doch sehr wichtigen Argumenten.
    Sehr verständliche Standpunkte.
    Leider hat man die Tugenden und Werte durch Unfähigkeit zu differenzieren infrage gestellt.
    Man kommt übrigens auch über andere Wege die sich an Systemdynamik orientieren zu den gleichen Schlüssen.
    Es ist alles weniger eine Frage der politischen Einstellung, als eben wach zu sein und Gesetztes von Gegebenen zu. unterscheiden.
    Der Quantencomputer ist in der Tat das ultimative Hackerwerkzeug. Ich freu mich schon.

  39. Gut zu sehen, wie Herr Jebsen hier vogeht. Lässt dem Gast den Freiraum seine Meinung darzustellen, stellt Fragen, zu denen sich der Gast äußern darf, macht aber auch zugleich klar, dass er nicht seine Einstellungen bejaht und gibt dem denkenden Zuschauer mit seinen Fragen die Möglichkeit die Wahrheit zu erkennen. Im Fall der Fälle widerspricht er als Journalist auch. Das ist gewohnte, vom Mainstream unabhängige Qualitätsarbeit von KenFM mit einem Gast der großes Potential zur Substanz eines Gesprächs mitbringt. Sehr schön! Vielen Dank dafür!

    • Solche Sendung mit kompetenten gesprächswilligen Neoliberalen sind wichtig, weil sie der tiefen Spaltung unserer Gesellschaft entgegenwirken. Das gilt auch für Interviews mit AfD Mitgliedern. Wer breiter wirken will als Plattform, der muss und soll die verschiedenen Meinungen vom Gegenstand der Berichterstattung angemessen und respektvoll zu Wort kommen lassen. Das ist letztlich Voraussetzung für eine Demokratie und die Mainstream-Medien mit ihrer vermeintlich political correctness leisten genau das nicht mehr, man schärft aber das eigene Argument im Dialog mit seinem Gegenüber. Die Mainstreammedien geben vor zu wissen, was richtig und was falsch ist, was gedacht werden darf und was nicht. Der Mainstream untergräbt so den demokratischen Prozess von Politik, Ken Jebsens KenFM ist eine der Plattformen, die das verdienstvollerweise konterkarieren.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/berndraht/' rel='nofollow'>@Berndraht</a> Grundsätzlich stimme ich zu. Man sollte gewissermaßen andere Meinungen zu Wort kommen lassen, auch wenn sie nichts wert sind. Aber das hat eideutig Grenzen. Meinungsfreiheit ist ein Muss. Jemandem eine Plattform zu bieten, seine Meinung weit zu verbreitet geht darüber hinaus und kann durchaus verwerflich sein. Schließlich kann man auch wirklich gefährlichen, ausnutzenden, manipulativenPersönlichkeiten, oder welchen, die einfach völlig abartige Meinungen haben, Verbreitung ermöglichen. Aber in dieser Sendung auf die vom Herrn Jebsen durchgeführte Art und Weise ist alles ok. Auch wenn das geistige Niveau der Aussagen von Dr. Krall unterirdisch ist.

    • @Dionysios:
      Man sollte gewissermaßen andere Meinungen zu Wort kommen lassen, auch wenn sie nichts wert sind.

      Würde Sie es toll finden, wenn ich sagte: Die Meinung von Dionysios ist cool, " auch wenn sie nichts wert ist" ?

  40. Neoliberalismus pur, den Herr Krall vertritt.

    Alles richtet der Markt und der Privatbesitz. Der Eigentümer sollte möglichst ungestört über sein Eigentum entscheiden können. Da, wo der Eigentümer versagt, lag es mehr oder weniger an staatlichen/gesellschaftlichen Eingriffen.

    Staat und Gesellschaft sollten darauf achten, das sich der Markt ungestört entwickeln kann. Hilfsbedürftige müssen unterschieden werden in wirklich Hilfsbedürftige und Faulenzer. Sozialismus ist des Teufels Werk. Marx hat aus Menschenfeindlichkeit gehandelt.

    So kann man sich seine Welt zurechtbiegen.

    Es ist nicht meine Weltsicht. Alles, was das menschliche Zusammensein ausmacht ist auf dem sozialen Leben, auf gegenseitige Achtung und Hilfe ausgerichtet. Die Menschen unterstützen sich untereinander. Solch Verhalten zu fördern, sollte eine Gesellschaft ausmachen.

    • Wie haben sich denn Gesellschaften früher entwickeln können als es noch keinen Staat, keinen Sozialismus gab?

      Soziale Strukturen gab es doch viel früher als all jene Großkonzepte, oder?

      Warum soll uns nur der Sozialismus den Weg in eine bessere Ordnung weisen können?

    • Ein Liberaler , der differenzieren kann und weiß was eben nicht geht, und an welchen Stellen sich die Katze in den Schwanz beißt. Letztlich im Status Quo auch ein Illusionist, der sich aber sehr gut orientieren kann.
      Klarer Fall das so einer die Sozialistische Idee als Theorie ablehnen muss.
      In der Praxis geht aber ohne soziale Marktwirtschaft gar nicht, weil sich der Neoliberalismus eben immer an den Auslegungen der Machteliten ausrichtet, und sich eben nicht konsequent an den Mechanismen der Selbstorganisation orientiert.

    • Schau´n Sie, Ich bin ein Ossi und ich war damals als die DDR aufhörte zu existieren, total zerstört von der Erkenntnis, dass Menschen das "Gut gemeinte" (billige Mieten, billige Bildung+Lebensmittel, keine Arbeitslosigkeit, Kitas für Alle) nicht wollen, wenn man sie dazu zwingt.

      Sie wollen es ("das gut gemeinte") schon mal ganz und gar nicht, wenn man sie dazu zwingt UND dann auch noch sagt "das "Gut gemeinte" gibts nur gegen Zahlung von begrenzter Reisefreiheit/Trabbis ausschließlich.

      Es hat 5 Jahre gedauert, bis die Erkenntnis sacken konnte, das Zwang zu NICHTS führt, auch wenn die alten Herren es damals vielleicht wirklich gut gemeint haben (aber eben nicht gut gemacht).

      Als es gesackt war, war ich 29 – jetzt bin ich 55 und seit 15 Jahren selbständig.
      Sie können sich nicht vorstellen , wie sich meine Sicht z.B. auf ein Arbeitsmittel (z.B. einen PC) von meiner damaligen Perspektive als Angestellter zu meiner jetzigen (als Miniunternehmer) geändert hat.
      Damals war da ein PC auf meinem Schreibtisch, den hat (quasi ein NEUTRUM) der Arbeitgeber "zur Verfügung gestellt" . Ob der gut lief, geupdatet wurde, Kaffee in die Tastatur tropfte war unwesentlich – war er kaputt, kam vom "Neutrum" ein neuer – war eben so.
      Jetzt aus der anderen (Unternehmer-) Perspektive behandele ich das von mir für meinen Angestellten gekaufte Areitsmittel (also wieder einen PC) so als wäre es MEIN PERSÖNLICHER, MEIN PRIVATER PC !!!

      Warum ??

      Na ganz einfach….. ich habe Geld für dieses Gerät ausgegeben, was ich mir in dem Moment wo ich es ausgab, NICHT selbst als Gewinn in die Tasche stecken konnte.
      Ich habe also bei Anschaffung dieses Arbeitsmittels bewußt auf Konsum verzichtet, weil es für mich wichtiger war, dieses Arbeitsmittel anzuschaffen.

      Ich kann mir vorstellen, das KENFM seitdem er selbständig ist, zu seinem Kamera-Equipment eine andere Beziehung hat als damals , wo das Equipment noch vom zwangsgemolkenen Neutrum (dem GEZ Zahler) kam.

      kann ich mir lebhaft vorstellen

    • Lieber Hert Spreenemo…wo genau bekundet Herr Krall seine Ablehnung gegenüber Hilfe und gegenseitiger Achtung als Bestandteil des Lebens ?? Was er bekundet , ist seine Ablehnung gegenüber Leuten – egal in welcher sozialen Schicht – die Ihre Selbstverantwortung ablehnen oder besser transferieren wollen…sie glauben nicht, wie hoch die Nachfrage nach Verantwortungstransfer auf den Staat IN JEDER GESELLSCHAFTSSCHICH IST. Natürlich ist er bei den Banketn am perversesten, weil det Versuch, mal eben für 350 Mrd. gebaute Scheisse auf den Staat abzuwälzen , JEDEN (Steuerzahler) IN HAFTUNG NIMMT. Ich bin auch einverstanden, dass die grössten EinzelParasiten zuerst entsorgt werden, aber auch viele, die glauben der Staat sei verantwortlich für die Erziehung Ihrer Kinder, für ihren Lungenkrebs nach 30 Raucherjahren, für Ihren Diabetes bei einer Coke tgl. u.s.w. haben eigentlich einen Bedarf nach Eigenverantwortlichkeit, finden Sie nicht ?

  41. Was ist los Ken, die "reißerische" Ankündigung gestern abend auf youtube und dann zu diesem Zeitpunkt dieses Interview mit diesem neoliberalen "Wunschfinanzminister"(Zitat Robert Stein) übrgens Vorstandsmitglied der Degussa Goldhandel, wurde leider vergessen bei der Vorstellung zu erwähnen, der mit seinem Geschwätz mittlerweile in der alternativen Medienlandschaft Kultstatus hat…… Nuo Viso mit Robert Stein ist schon eine Zumutung geworden und dann noch bei euch. Ein Interview ohne sehr deutlich und kritisch nachzufragen. Man könnte glauben ihr seit über die Hintertür von diesen Neoliberalidioten gekidnapped worden.
    Vielleicht hilft nochmal bei Hermann Ploppa über die deren Strategie nachzulesen. Ich hätte nicht gedacht, daß ich bei euch mal zu so einem Statement gezwungen werde. Ich werde meinen Dauerauftrag noch nicht kündigen. Vielleicht gibt es bei soviel Kritik endlich eine massive Auseinandersetzung mit diesen Neoliberalen, die langsam diese Medienlandschaft auch unerträglich machen.

    • Ich finde es eher erfrischend und zukunftsweisend, dass auf dieser Plattform eben grundsätzlich allen Denkrichtungen eine Bühne gegeben wird. Gerade und vor allem dann wenn man in keiner Weise mit dem Interviewten übereinstimmt.
      Ach Gottchen, den Dauerauftrag ins Spiel zu bringen ist ja echt geradezu kindisch…. wenn es danach ginge hätte ich wegen dem Geschwurbel von Frau Bonnath meinen Dauerauftrag schon vor Jahren kündigen müssen. Das wäre mir aber nicht im Traum eingefallen, geschweige denn mit dem Gedanken öffentlich zu hausieren.

  42. Dr. Krall hat auf jede Frage eine „perfekte“ Antwort. Er ist sehr intelligent und überzeugend, allerdings vertritt auch er die Ansicht, dass ein Nullzins Gift für das Wirtschaft- und Finanzsystem sei (Entstehung von Zombieunternehmnen). Aber gerade das System des Zins-und Zinseszins hat verheerende Auswirkungen, da er Menschen, Unternehmen und ganze Länder in die Zinsknechtschaft zwingt.
    Denn der Gewinn des einen ist immer der Verlust eines anderen.
    Bei seiner Ausführung über die wegbrechenden Gewinnmargen der Banken durch die Nullzinspolitik sind mir fast die Tränen gekommen…

    Ich erlaube mir auf diesen Vortrag über FLIESsENDES GELD zu verweisen:

    https://www.wissensmanufaktur.net/fliessendes-geld/

    Es bleibt nur zu hoffen, dass die Krise und der Crash zu einem Umdenken bewegen.

    • Wollte Herr Popp (Betreiber der Wissensmanufaktur), den man auf Kfm leider noch nie gesehen oder gehört hat, nicht mal an Kfm spenden – was dann aber zurückgewiesen wurde?

      Wir leben in seltsamen Zeiten.

      Ein Hörstel wird auch nicht eingeladen. Einer der Besten.

    • Perfekte Antworten? Hört sich so an, relativierte sich aber bei mir erheblich, als er über Rechner-Angriffe referierte und dabei Authentifizierung und Verschlüssung verwechselte, und als er unterschlug, daß nicht der Angreifer, sondern das Ziel die Geschwindigkeit des Ausprobierens bestimmt (Eigene Rechenleistung, Bandbreite der Anbindung, Zwangspausen, Sperre nach n Versuchen).
      Erst, wenn der Angreifer drin ist, kommt die Entschlüsselung ins Spiel. Und dann gilt immer noch: Rechenleistung und Bandbreite des Ziels bestimmen, denn man befindet sich auf dem Ziel-System. Da fehlt es ja schon an der Logik.
      Ist auch für Laien nachlesbar, die Bewertung als Quatsch geht also voll auf seine Kappe.

    • @ Ich bins

      das ist mir auch aufgefallen, vermutlich ist an dieser Stelle das Wissen des Wirtschafttswissenschaftlers Krall kleiner als sein Eifer, ich hoffe und vermute, dass Herr Krall bereit ist, diese Wissenslücken abzustellen.
      Ich selbst kann mich jedoch deshalb nicht dazu überwinden, all das Richtige des Herrn Kralls zu negieren weil er hier einen Fehler gemacht hat.

    • @ Ich bins

      Ja, das mit Quanten-Computer und "Verschlüsselung" hat er nicht ganz so verstanden.
      Folgendes Video finde ich gut als "start"; der Channel hat dann noch mehr zu bieten:
      https://www.youtube.com/watch?v=pgzWxOtk1zg

  43. Ein bißchen mehr inhaltliches Kontra (statt nur abgebügelter Zwischenrufe) wäre bei diesem pseudo-anarchistischen Neo-"Liberalen" durchaus angebracht gewesen, obwohl es auch mal beeindruckend ist, wenn Jebsen totgeredet wird.
    Aber der "freie Markt" bis zurück zu A. Smith und Hayek kann eigentlich nicht unwidersprochen bleiben – eine verpaßte Chance, Herr Jebsen!

    • Wäre Ihnen SELBST denn mehr inhaltliches Kontra eingefallen als Herrn Jebsen, den ich im "Kontra geben" für ziemlich eloquent halte. Bzw. warum halten Sie Herrn Jebsen für verantwortlich für das Kontra geben in Ihrem Sinne ?

      Ausserdem glaube ich, dass Herr Krall jedem fundierten "Kontra" offen gegenübersteht, weil er daran sein eigenes Gedankengebilde messen/schärfen kann.

      Glauben Sie ich irre in dieser Ansicht/Annahme ?

  44. Herr Krall ist mir einfach zu sehr in einem veralteten System stecken geblieben, was heute so nicht mehr wirklich gebraucht wird und für die Zukunft nicht richtig funktioniert.

    Ich kann seinen Anschauungen und Vorstellungen nicht mehr teilen und sehe eine andere Zukunft, die dringend notwendig ist.
    Wie man dieses System genau nennen wird und aus welchen Teilen es besteht und am Ende sich entwickelt, kann ich nicht abschliessend beurteilen, da wir auch vor solchen neuen Herausforderungen noch nicht gestanden haben. Aber ich weis das es nicht das System sein sollte, was Herr Krall uns aufzeigen will und ich lehne es auch ganz unbewusst automatisch ab, Mein Herz, Bauchgefühl und am Ende mein Verstand, sagen, wollen und hoffen auf etwas anderes als ein plumpes Kapitalistisches System x.0…

    Der Kapitalismus hatte seine Zeiten und Chancen, hat aber klar auch deutlich gemacht, was stetig aus ihm erwächst und wie zerstörerisch er am Ende mit allem umgeht und zu welchen Ungetümen er werden kann.
    Denn die Probleme von jetzt sind aus ihm entstanden und die vielen guten Dinge wie soziale Systeme, wurden von "Unten" erkämpft und hat nicht der Kapitalismus erzeugt.
    Nein.. die Menschen brauchen jetzt ein System was ihnen hilft sich von Lasten und Konkurrenzstreben zu befreien und auf Miteinander und Kooperation zu setzen. Nicht die anderen ausstechen, sondern zusammen die Menschheit voran bringen. Ich muss meine Mitmenschen anderen Ortes nicht besiegen. Ich würde mich freuen, wenn wir unsere Kraft vereinen und zusammen Lösungen finden, für uns alle, um uns alle mehr und mehr zu befreien von spaltenden Faktoren, Zwangsstrukturen und unsicheren Zukunftsszenarien.

    Auch unser Planet hält zudem einen neu aufgesetzen Kapitalismus eher schlecht stand. Hier geht es um mehr als Geldsysteme für Minderheiten. Mir ist das alles viel zu altmodisch und ich muss es leider ablehnen.

    Ich will nicht behaupten, dass andere Systeme nicht andere Probleme hervorrufen. Jedoch würde ich es gerne probieren.
    Ich habe nur Angst das der Lockruf und die Verblendung eines Kapitalismus an anderen Orten, die Menschen immer wieder versucht zu locken und zu manipulieren und es daher wieder schlecht funktionieren wird.
    Ein Pyramidensystem brauchen wir einfach nicht mehr. Aber der Wandel wird wohl nicht so einfach umzusetzen sein, da die Denkweise der Menschen sehr sehr stark beschädigt ist und dies immer wieder weiter und weitergegeben wird.

  45. Es ist geradezu unbeschreiblich wie verkehrt die Darstellung ist, dass man die sozialen, staatlichen Einrichtungen und Maßnahmen abschaffen sollte, bloß weil sie nicht perfekt sind und sie den Neoliberalisten überlassen sollte. Denn es sind die Neoliberalisten, die für Verschlimmerung der Zustände heutzutage sorgen und dafür es SOGAR schaffen GEGEN die staatlichen Institutionen und sozialen Gesetze immer weiter vorzugehen und trotzdem ihre menschenverachtende Agenda, die auf nichts weiter als das Überleben des Stärkeren hinauslaufen kann, zu pushen. Jetzt sollen diese sozialen Komponenten also aus dem System verschwinden zu gunsten der finanziell weniger besitzenden? Lachkrampf Nummer eins.

    In einer Zeit, wo der Wohlstand längst für ein bedingunsloses Grundeinkommen ausreicht, das einem Menschen auf dieser Erde zusteht, auf die eine oder andere Art und Weise UND wo die künstliche Intelligenz dafür sorgen wird, dass sehr viele nicht mehr arbeiten können werden um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, fällt Herrn Kral nur der neoliberalistische Schwachsinn ein, dass die Fleißigsten und am härtesten arbeitenden das Land versorgt, weil er auch am wirklich viel und am meisten verdient? Lachkrampf Nummer zwei. Erstmal ist klar in welchen Ausmaß die best bezahlten Jobs über Beziehungen vergeben werden. Davon weiß jemand der bei Degussa oben steht mit Sicherheit ein klitzekleines Bißchen. Zweitens führt die KI schon heute und erst recht später, dass die fleißigsten beiweitem nicht überhaupt erst arbeiten können werden. Auf andere Eigenschaften wird es ankommen. Und nur wenige werden etwas verdienen können. Diese können offenbar in Form eines EXSL95 bei Youtube auftreten, der eine Tonne Kohle scheffelt, weil er den letzten Mist baut und von ähnlich gesinnten geschaut wird.

    Auf weiteren völlig verdrehten und auch kurzfristig gedachten Quatsch seitens dieses Gastes möchte ich gar nicht eingehen. Da kommt bestimmt sehr bald irgendeine Textlängen- Begrenzung 😀

    Wer sehen möchte, wie Herr Kral mit seinen möchtegern- Argumenten auseinandergenommen wird, dem sei das Gespräch mit Prof. Bontrup bei RT- Deutsch angeraten.

    • Das hier warscheinlich?

      "Der fehlende Part: Prof. Bontrup versus Dr. Krall – Ist der Neoliberalismus wirklich an allem schuld? "

      https://youtu.be/knXbYm8TtU4

    • @Ancastor Der Link von Kit2 ist richtig. Dies hier ist auch zu diesem Thema sehr nützlich.

      https://www.youtube.com/watch?v=w0FhKSeUqTk

    • @Dionysios
      "wo der Wohlstand längst für ein bedingunsloses Grundeinkommen ausreicht, das einem Menschen auf dieser Erde zusteht"

      Mit Verlaub – vielleicht verstehe ich Siie ja falsch, aber glauben Sie ernsthaft, dass so ein Wort wie "Wohlstand", dafür sorgt, dass Sie satt zu Essen, Trinken, Wärme, Dach überm Kopf und Familie haben – oder ist Wohlstand etwa doch etwas, was mit Hände Arbeit von IRGENDJEMANDEM zusammenhängt / im Entferntesten zu tun haben könnte ?

      Und dieser IRGENDJEMAND soll Ihnen also ein Grundeinkommen verschaffen, aha !

      Bitte warum sollte dieser jemand das tun ?
      Etwa weil Sie meinen Sie hätten einen Anspruch darauf ?

      Ich kann nur hoffen, Ich habe Sie falsch verstanden !

    • @Dionysios
      nach meiner Sicht auf das Gespräch zw. Bontrup und Krall bei RT gab es dort mehr Konsens zw. beiden, als Ihre Sichtweise – Dionysios – vermuten läßt….aber wenn Sie meinen ! Bitte .

  46. so war es nicht gemeint!

    ich habe mir mehrfach bei dem Interview gedacht: "Wie hält er das aus? ich würde durchdrehen! … Ken ist echt ein unglaublich guter Journalist!"

    Allerdings erwähnt er zwichendrin, dass er mit vielen bon Kralls Thesen konform geht… und in anderen Interviews fährt Ken den Interviewten schonmal geschickt in die Parade oder stellt einer seine rhetorischen Fragen nach denen er gleich zumnächsten Thema übergeht.

    Zudem die Werbung für das Interview im Vorfeld, welches sicherlich chronologisch nach dem Interview selbst erstellt wurde…

    Ich schtze an KenFM gerade, dass auch andere Meinungen zugelassen werden!
    Aber trotzallem hat jede PLattform Ihren Stil und Ihr Weltbild.
    Ich weiss gern woran ich bin. Das hilft mir auch, die Beiträge einzusortieren

  47. Krall – sehr pfiffig, rhetorisch erstklassig und dieses absurde Wirtschaftssystem hervorragend verstehend – leider hat er als neoliberaler Mont Pelerinist, gefangen in seiner Hayekschen-Markt-Verblendung, nicht begriffen, dass der parasitäre, schmarotzende Kapitalismus und die Zins-Zinseszins-Derivate-Hedgefonds-Finanzmafia erst die Menschlichkeit und dann die Menschheit vernichten wird.

  48. Zu min 13:00! Von Schnitzler war nicht der "Anchor Man" der AK, er hatte eine Sendung, mit Namen der "Schwarze Kanal"!
    Zu min 20.00! Der Sozialismus war nicht perfekt! Aber die Hölle auf Erden?? Der von Stalin Inszenierte okay? Aber das hatte mit Sozialismus nichts mehr zu tun. Gegenfrage? Was haben wir dann aktuell? Das Paradies?
    Ab min 22:00 triftet es sehr ins neoliberale Denkmuster. Die Staatsquote wird von 50 % der lohnabhängig Beschäftigten erwirtschaftet? Aber was ist mit den Gewinnen, welche dem System entzogen werden? Über deren Privatisierung sprechen wir nicht?
    Ab min 23:00! Die welche in den letzten Jahrzehnten am lautesten "Hier" geschrien haben, waren die Wirtschaftsunternehmen!
    Richtig erkannt, wir haben einen neuen Adel. Aber deswegen gleich die Verteilung der Wohlfahrtsindustrie infrage zu stellen?
    Ab min 24:00! "Um so größer der Sozialstaat ist und umso mehr Dinge, die eigentlich besser privat geregelt werden könnten er an sich zieht, umso größer, umso mächtiger und umso reicher wird die verteilende Klasse!" "Ein gutes Sozialsystem schützt die Schwachen vor den Faulen!"
    Und die Faulsten sitzen an der Spitze der Gesellschaft und spielen die abhängig Beschäftigten gegen die angeblich "Faulen" aus!
    Ab min 25:00! Wir züchten eine Gesellschaft von Egoisten, welch sich fragt, wo kann ich abgreifen?" Richtig, und das tut nur die obere Schicht!" Ich kann nicht das was 18 Millionen erwirtschaften, gegen die Staatsbediensteten und den öffentlichen Dienst aufrechnen, und die wirklichen Gewinnler – die Privatwirtschaft – außen vor lassen, welche so gut wie keine Steuern mehr zahlen? Was ist mit denen, die mit Zeitarbeitsverträgen geknebelt werden. Verträge wo keine Sozialabgaben mehr gezahlt werden? Wenn es nach der Privatwirtschaft gehen würde, dann hätten diese 18 Millionen auch nur Zeitverträge, wo keine Steuern drauf fällig wären!
    Ab min 27:00! Man kann nur verteilen, was man hat! Richtig Ken Jebsen! Aber die Umverteilungsindustrie läuft von der Politik nach oben, nicht nach unten! Von den Gesetzen welche diese in den letzten Jahren verabschiedete, hat nur das obere Drittel in Form von Steuergeschenken profitiert. Das ist auch die Klasse, welche korrumpiert!
    Ab min 28.00! "Ich habe einen anderen Ungerechtigkeitsbegriff als unsere "Sozialpolitiker", welche den "Leistungsträgern" ständig unbegründet was wegnimmt und sie damit an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringt!"
    Wie mir bekannt, regiert Frau Merkel schon einige Jahre und hat die von der Wirtschaft geforderten Einschnitte umgesetzt. Es ist mir neu, dass dies eine Koalition von "Sozialpolitikern" ist? Habe ich hier was verpasst?
    Tut mir leid Ken FM, das ist mir zu neoliberal!
    Die Misere des Flughafens ist ebenso ein Symptom, des (Miss)wirtschaftens einer sich elitär auf Kosten der Allgemeinheit ernährenden Kaste, welche die Politik eingekauft hat. Womit ich die Politik nicht aus der Verntwortung nehmen möchte.

    • Krall – sehr pfiffig, rhetorisch erstklassig und dieses absurde Wirtschaftssystem hervorragend verstehend – leider hat er als neoliberaler Mont Pelerinist, gefangen in seiner Hayekschen-Markt-Verblendung, nicht begriffen, dass der parasitäre, schmarotzende Kapitalismus und die Zins-Zinseszins-Derivate-Hedgefonds-Finanzmafia erst die Menschlichkeit und dann die Menschheit vernichten wird.

    • "Mein Bild des Menschen ist, dass der Mensch ein freies Wesen zu sein hat" – An Arroganz kaum zu überbieten
      Alles Privatisieren – da dann Prost Mahlzeit Herr Krall.
      Die Realwirtschaft beträgt nur ca. 10% der gesamten Wirtschaft.
      Diese elende Finanzwirtschaft lieber Herr Krall – das ist das größte Problem.
      Sie reden nur von der Realwirtschaft "arbeiten" aber, soweit ich weiß in der Finanzwirtschaft. Alle Ungerechtigkeitsbeispiele nehmen Sie aber immer nur aus der Realwirtschaft. Gemeinwohl-Ökonomie scheint Ihnen doch ein Fremdwort zu sein?
      Welche realwirtschaftliche Leistung erbringen Sie denn?
      Der völlig freie Markt ist genau das, was im Moment das größte Problem ist. Friedrich Merz + Markus Krall – zwei Vertreter einer Medaille

  49. Schade!
    Die mich einzig interessierende und eigens angekündigte Stellungnahme zu "Ausgangssperre und Kriegsrecht" und ob man den Crash noch aufhalten kann, weil "er keine Übung ist", muss ich wohl überhört haben?

    Die restlichen Ansichten dieses Mannes, der massiv mit-verantwortlich ist für die schlimmen Dramen & Traumata, die uns sehr vermutlich bald auf vielen Ebenen erreichen werden, durften wir ja hier bereits neulich sogar in trauter Runde und Gesellschaft seiner 3 Kumpels/Gleich-Gesinnten bestaunen.

    Nützliche Erkenntnisse oder gar positiv Zukunftweisendes konnte ich aus dieser Richtung auch heute leider wieder nicht erkennen.

    • Stimmt! Wozu diese großspurige Ankündigung gestern auf YouTube – aber nicht auf der KenFM-Seite? Warum muss Ken in dieselbe sensations-heischende Kerbe schlagen wie der MSM? Das Interview fand nicht heute, wie suggeriert, sondern vor weiss Gott wie vielen Wochen statt. Aber darüber hält sich Ken meistens bedeckt obwohl es nicht wirklich einzusehen ist, warum der Zuschauer das tatsächliche Interviewdatum nicht erfahren darf.

      Trotz aller obigen Kritik fand ich dieses Gespräch mit Markus Krall wichtig und sehr informativ. Danke!

  50. Das mit dem schwarzen Schwan stimmt so nicht. Ein Wirtschaftszusammenbruch oder ein Krieg sind keine schwarzen Schwäne, denn man weiß dass es das gibt. Ein schwarzer Schwan ist etwas, was man bis zu seinem Erscheinen nicht gekannt hat.

  51. Nesara ist ein Bankengesetz das auf Grund der Initiative von Farmern in den USA geschaffen wurde.
    Im Gebäudekomplex des WTC befand sich ein Büro, das der Hauptsitz in dieser Angelegenheit war.
    Das Gesetz ist beschlossene Sache und sollte am 11. September 2001 in Kraft treten.

    Das hat nicht geklappt damals.Ist die Corona Krise der Schutzmantel dafür, dass Gesara und Nesara nun endlich in Kraft gesetzt werden ?Das ist sehr wahrscheinlich.

    Was verändert das Gesetz :

    . Annulliert alle Kreditkarten-, Hypotheken- und andere Bankschulden aufgrund von illegalen Bank- und Regierungsaktivitäten. Viele bezeichnen dies als „Jubiläum“ oder vollständige Vergebung von Schulden.
    2. Abschaffung der Einkommensteuer.
    3. Abschaffung der IRS, mit Mitarbeitern der IRS übertragen in den neuen US-Treasury nationalen Umsatzsteuerbereich.
    4. Erstellt eine 17% -Pauschale für nicht-wesentliche neue Artikel nur Umsatzsteuereinnahmen für die Regierung. Mit anderen Worten, Nahrung und Medizin würden nicht besteuert, noch würden Gegenstände wie alte Häuser verwendet.
    5. Erhöht die Leistungen für Senioren.
    6. Gibt Verfassungsrecht an alle Gerichte und Rechtsangelegenheiten zurück.
    7. Stellt den ursprünglichen Titel der Adoptionsänderung wieder her.
    8. Richtet innerhalb von 120 Tagen nach Bekanntgabe von GESARA neue Präsidentschafts- und Kongresswahlen ein. Die Übergangsregierung wird alle nationalen Notfälle aufheben und uns wieder in das Verfassungsgesetz zurückversetzen.
    9. Überwacht Wahlen und verhindert illegale Wahlaktivitäten von Interessengruppen.
    10. Erschafft eine neue Regenbogenwährung des US-Schatzamtes, die durch Gold-, Silber- und Platin-Edelmetalle gestützt wird, womit der von Franklin Roosevelt 1933 initiierte Bankrott der Vereinigten Staaten beendet wird.
    11. Verbietet den Verkauf von amerikanischen Geburtsurkunden als Eigentumsbindungen durch das US-Verkehrsministerium.
    12. Initiiert ein neues US-Treasury-Banksystem in Übereinstimmung mit dem Verfassungsrecht.
    13. Eliminiert das Federal Reserve System. Während der Übergangszeit darf die Federal Reserve Seite an Seite mit dem neuen US-Finanzministerium für ein Jahr operieren, um alle Noten der Federal Reserve aus der Geldmenge zu entfernen.
    14. Stellt die finanzielle Privatsphäre wieder her.
    15. Führt alle Richter und Anwälte im Verfassungsrecht um.
    16. Unterbricht alle aggressiven militärischen Aktionen der US-Regierung weltweit.
    17. Errichtet Frieden in der ganzen Welt.
    18. Gibt beispiellosen Wohlstand mit enormen Geldsummen für humanitäre Zwecke frei.
    19. Ermöglicht die Freigabe von mehr als 6.000 Patenten unterdrückter Technologien, die der Öffentlichkeit unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit vorenthalten wurden, einschließlich Frei-Energie-Geräten, Antigravitationsgeräten und Geräten zur Schallheilung.
    20. Beseitigt alle derzeitigen und zukünftigen Atomwaffen auf dem Planeten Erde.

    • Solche Informationen würde ich mir wünschen in einem Forum der Aufklärung
      Stattdessen muss man sich die wichtigen Informationen selbst besorgen.

      Bitte,danke -gern geschehen.

    • Was sind Fakten!?
      Verlangen Sie Beweise dafür ,was Sie in der Tagesschau hören oder in der Zeitung lesen !?
      Oder wird das als automatisch wahr angenommen,weil die große Mehrheit es glaubt und akzeptiert !?

      Hier ist der Link dazu

      https://nebadonia.wordpress.com/nesara/

    • das alte Spiel, demokratisch zu sein bedeutet auch andere Meinungen auszuhalten. Kontaktschuld bei einem Reporter ist absurd.

      Peace.

    • so war es nicht gemeint!

      ich habe mir mehrfach bei dem Interview gedacht: "Wie hält er das aus? ich würde durchdrehen! … Ken ist echt ein unglaublich guter Journalist!"

      Allerdings erwähnt er zwichendrin, dass er mit vielen bon Kralls Thesen konform geht… und in anderen Interviews fährt Ken den Interviewten schonmal geschickt in die Parade oder stellt einer seine rhetorischen Fragen nach denen er gleich zumnächsten Thema übergeht.

      Zudem die Werbung für das Interview im Vorfeld, welches sicherlich chronologisch nach dem Interview selbst erstellt wurde…

      Ich schtze an KenFM gerade, dass auch andere Meinungen zugelassen werden!
      Aber trotzallem hat jede PLattform Ihren Stil und Ihr Weltbild.
      Ich weiss gern woran ich bin. Das hilft mir auch, die Beiträge einzusortieren

    • Gut, ich kann deine Argumentation nachvollziehen. Ich sehe einfach jede Information möglichst neutral an. Je mehr davon desto weiter der Horizont.

      Wo Ken klar Stellung bezieht ist: Für Frieden und gegen Krieg. Zum Rest toleriert er praktisch jede Sichtweise. Das ist Journalismus. Kann man aber auch privat schaffen. Muss jeder für sich selbst wissen 😉

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