KenFM am Telefon: Mathias Bröckers über das Phänomen Donald Trump

The Winner takes it all.

Die größte Niederlage im Kampf um das Weiße Haus hat nicht Hillary Clinton erlitten, sondern die Massenmedien. Sowohl die der USA, als auch ihre angeschlossenen Tochtergesellschaften in Europa.

Der Sieg geht nicht nur an Donald Trump, sondern vor allem an die alternativen Medien im Netz. Dieser Prozess ist unumkehrbar und bedeutet den beschleunigten Niedergang der Systempresse, die auch und vor allem im Vasallenstaat Deutschland bisher davon lebte, sich als Speichellecker amerikanischer Think-Tank-Presse zu betätigen.

Jetzt, mit dem Schock, Wahlen nicht mehr gewinnen zu können, taumelt vor allem die Alpha-Presse in Deutschland und gibt sich der vollkommenen Lächerlichkeit preis.

Statt sachlich über den Ausgang der demokratisch durchgeführten Wahl des US-Präsidenten zu berichten, tut auch der SPIEGEL noch so, als wäre das Rennen um das Weiße Haus nicht längst gelaufen. So spricht das ehemalige Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe vom Ende der Demokratie in den USA, nur weil statt dem Club von Hillary der Club von Trump gewonnen hat.

Die USA sind nur der Schein einer Demokratie, denn wer tatsächlich etwas zu melden haben will, muss vor allem obszön reich sein. Die USA sind eine Oligarchie. Das erkannte schon Jimmy Carter und sprach das offen aus.

Was der neue Oligarch an Change bringen wird, muss man abwarten. Umso hilfloser wirkt daher das Umsichschlagen der deutschen System-Medien, die so tun, als wäre mit Donald Trump der Teufel persönlich nach Washington umgezogen.

KenFM spricht mit TAZ-Mitgründer und Bestseller-Autor Mathias Bröckers über das Phänomen Trump, was wir von ihm theoretisch erwarten können, und über den Zustand einer Branche, die sich immer noch als vierte Gewalt versteht und nicht erkennen will, dass sie sich von unabhängigem Journalismus schon vor Dekaden verabschiedet hat.

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30 Kommentare zu: “KenFM am Telefon: Mathias Bröckers über das Phänomen Donald Trump

  1. Mit einer Partei kann die Politik wirkungsvoll auf Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit ausgerichtet werden. Ich glaube, dass es rechtzeitig vor der Bundestagswahl 2017 machbar ist, eine Partei zustandezubringen, die diese Interessen der WählerInnen in Deutschland viel besser und glaubwürdiger vertritt als eine der bestehenden Parteien. Das gelingt, wenn wir so zahlreich wie möglich aktiv werden für dies Ziel, das tun, was für jeden in seinem Rahmen machbar ist.
    Wie oben beschrieben, müssten sich fähige und nicht korrumpierbare Menschen zusammentun, um das Programm dieser Partei zu erarbeiten (Vielleicht kann das Programm der DM wesentlich dabei dienen ?). Und – wie auch schon gesagt: mit der Bereitschaft und der Fähigkeit dieser Menschen in führenden Parteipositionen zu solidarischer Zusammenarbeit steht oder fällt die Sache.
    (Zur DM als Partei: weil Hörstel schon seit gut 3 Jahren intensiv am Aufbau der Partei arbeitet, aber m. E. noch keine gleichgewichtigen Persönlichkeiten zur Mitarbeit gewinnen konnte, sieht es mir nach einer 1-Mann-Initiative aus. Das kann es nicht sein. Was meinst Du Annette ?)

    • Wozu denn NOCH eine neue Partei gründen, wo doch das Problem darin besteht, daß unser Staat / unsere Politik von den Parteien gekapert wurde? Was not tut ist, die Macht der Parteien endlich einzuschränken. Ohne Revolution geht das nur an den Wahlurnen. Und es existiert hierfür ja bereits eine Initiative.

      Wer die erste Ausgabe von KenFM-Live gesehen hat, weiß was ich meine. Dort stellte eine der beteiligten Personen, Frau Prof. Dr. Petra Plininger die Initiative vor parteilose Direktkandidaten in allen Bundestags-Wahlkreisen aufzustellen.

      Das wäre doch mal eine Alternative für alle Nichtwähler, die nur deswegen nicht zum Wählen gehen weil das Angebot nur aus unwählbaren Parteien besteht.

      Die Erst-Stimme für den parteilosen Direktkandidaten, der – so wie es im Grundgesetz festgeschrieben ist und was die Parteien mit ihrem Fraktionszwang unterlaufen – nur seinem Gewissen verpflichtet ist. Und – so sieht es die genannte Initiative vor – den Wählern seines Wahlkreises. So weit ich das verstanden habe sind da zumindest für wichtige Abstimmungen Elemente eines imperativen Mandats angedacht. Der gewählte Abgeordnete hat also nicht vier Jahre lang Narrenfreiheit sondern befragt von Zeit zu Zeit auch während der Legislaturperiode die Wähler wofür er sich einsetzen soll.

      Für die Zweit-Stimme müßte man natürlich in den sauren Apfel beißen und die einer Partei geben, da sonst der Stimmzettel ungültig ist. Aber da bieten sich dann ja die Linke oder Hörstel oder Dada Madhuvidyananda (s. Bärensuppe-Interview mit ihm) an.

      Das wäre doch mal eine schöne Situation im Bundestag, wenn es so viele parteilose Abgeordnete gäbe, daß dieses ganze Koalitionsgeschacher gar keinen Sinn mehr machen würde und der/die Kanzler/in jederzeit damit rechnen müßte seinen Job zu verlieren und nicht erst nach vier Jahren. Das wäre mal was anderes. Auch nicht mit einer Minderheitsregierung zu vergleichen. Mal wirklich politisches Neuland. Eine wohltuende Abwechslung zur eingefahrenen Alternativlosigkeit.

      Und man würde sich auch noch das Theater sparen, dem man zuletzt bei spektakulären Parteigründungen zu sehen bekam, Piraten und AfD lassen grüßen.

    • Zu W. Schürer
      Vielleicht lesen Sie meine Beiträge noch einmal. Es geht da um eine Partei neuen Typs, die wieder das Bedürfnis der Wähler nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit in der Politik vertritt. Ich halte den Weg über den Aufbau einer solchen Partei für deutlich zielführender und praktikabler als die Initiative von Frau Grimmenstein.

    • Joga Twickel, ich habe nicht die geringsten Verständnisprobleme bezüglich Ihres Beitrages.

      „Es geht da um eine Partei neuen Typs, die wieder das Bedürfnis der Wähler nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit in der Politik vertritt.“

      So eine hatten wir schon mal. Die sitzt heute noch im Bundestag und in allen Landtagen. Diese „Friedenspartei“ hatte keine Skrupel Belgrad zu bombardieren und ist für jeden Einsatz von Bundeswehrsoldaten bei völkerrechtswidrigen Angriffskriegen zu haben.

      Es liegt am System, daß Parteien mit guten Absichten mehr oder weniger schnell gewendet werden.

      Meiner Meinung nach ist es dringend erforderlich, diese Republik von der Last der politischen Parteien zu befreien. Hierfür ist die Initiative von Frau Grimmenstein ein richtiger und vielversprechender Ansatz. Ein Heer von unabhängigen, nicht in einer Partei organisierten Abgeordneten ist viel schwerer zu kaufen und zu steuern als die Herdentiere einer Partei.

    • Natürlich wirkt das Parteiensystem. Aber entscheidend sind m. E. die Personen, die das System nutzen.
      Auch im jetzigen bleiben z. B. Sahra Wagenknecht und Marco Bülow ihrem Gewissen und den Grundsätzen treu deretwegen sie gewählt wurden. Solche Menschen könnten eine Partei neuen Typs glaubwürdig aufbauen. Und sie wären bekannt genug, um eine Chance zu haben – mit unserer Unterstützung – genug Wähler zu überzeugen. Ich habe in einem früheren Beitrag weitere Personen genannt, die ich mir als Kern einer solchen Initiative vorstellen kann.

      Wer garantiert für die charakterlichen Qualitäten der Kandidaten, die sich für Marianne Grimmensteins Initiative melden ? Außerdem: die Kandidaten, die dort bisher zu sehen sind, sind unbekannt. Wer ausser ihren Fans wird sie wählen ? Keiner der Kandidaten hat bisher mehr als 3 Unterstützer.

    • Gewiss wäre zu wünschen, das geeignetere Mittel und Methoden zur Verfügung stünden um letztendlich verlässliche und kompetente Personen in die Regierung zu bekommen. Dieser Umstand sollte jedoch nicht dazu führen, das man die jetzt nur verfügbaren Mittel deshalb ungenutzt lässt. Immerhin taugen diese dazu, die etablierten und stark vernetzten Parteien durch Abwahl endlich auszumustern. Das ist das, was man jetzt tun kann. Mehr geht eben nicht. Wer nicht einfach irgendwas anderes ankreuzen will, der schaut sich vorher an, was sich da sonst noch bietet. Und wer gar nicht wählt, der räumt damit einer Veränderung auch keine Chance ein. Eigentlich liegen die Dinge ganz einfach, wenn auch so nicht wünschenswert.

    • Gut finde ich zunächst die etablierten Parteien abzuwählen. Dafür gehe ich hin. Wo ich mein Kreuz konkret hinsetzen werde hängt davon ab, was sich bis dahin ggf. anzeigt.

  2. Trump der Mann fürs Haifishbecken
    Hinweis von Curiosity zur Doku zu Trump und Golfplatz in Schottland stimme ich zu. Ein anderer als mit so einem Kaliber hätte in dem Haifishbecken von manipulierten Medien und korrupten Politikern auf keinen Fall überlebt. Ob ein Sanders so der Heilsbringer gewesen wäre bezweifle ich. Siehe die verlorene Kerry-Bush Wahl dem die Mehrheit nachgeweint hat. Und was macht Kerry heute? Man gebe hier mal Blutinie und Bernie Sanders ein. Barack Obama und John McCain stammen von gleichen schottischen Königsfamilie. Bush und Kerry sind verwandt usw.

    FAKE-News & Pizza-Gate – Pädophilenring um Clinton und der Tot von Wikileaks Julian Assange
    Hier wird es eng. Der Pädophilenring bei dem auch das FBI ermittelt ist durch die E-Mails der Clinton-Mail-Affaire belegt. Hierzu gibt es zwei Artikel in der EpochTimes:


    Auf Youtube findet man auch einige Zusammenfassungen von Indizien und Beweisen.
    Killary Clinton ist offensichtlich eine sehr dunkle Person. Das affektierte Lächeln, das nur noch eine Fratze ist, spricht Bände. Das jemand diesen Schlages einen dritten Weltkrieg starten möchte ist danach mehr plausibel.
    Man beachte hier auch die Statistik zu den Suchbegriff Pizza-Gate und Fake-News.

  3. Ich stimme überein: Trump ist sicher in der Außenpolitik vorzuziehen bzw. nicht schlimmer als Clinton. Nur als Mensch hat er meines Erachtens Defizite. Schauen Sie mal den Film You’ve Been Trumped von 2011 (lange bevor er kandidiert hat) über Trumps Golfplatz in der Nähe von Aberdeen an:
    https://www.youtube.com/watch?v=JL87Eqf9HOQ
    Jemand der seine eigene Interessen über alles stellt, das Votum eines Dorfes ignoriert und Menschen, die ihr Land nicht an ihn verkauft auf übelste Art und Weise niedermacht, beleidigt, schikaniert, und in ihr Existenz bedroht verdient kein Mitleid, wenn Leute ihn ablehnen.
    In Irland ist eine Petition im Netz unterwegs, weil Trump entgegen der Wünsche der einheimischen Bevölkerung eine Mauer zwischen Meer und Golfplatz bauen will, dass ein Sürferparadies schwerzugänglich machen würde und durch veränderte Windverhältnisse zerstören würde. Wieder Selbstsucht pur.
    Ich kann mir vorstellen, dass Rassisten, Frauenfeinde und Fremdenfeinde verlogene positive Aussagen machen oder ihre wahres Gesicht verstecken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mensch der NICHT Rassist, Frauenfeinde or Fremdenfeinde solche Bemerkungen am laufenden Band macht. Er würde solche Wörter nicht über die Lippen bringen.
    Schade, dass die Demokraten Bernie Sanders abgesägt haben!

  4. Bröckers: „Wenn wir hier so was hätten wie einen Bernie Sanders, ja, oder notfalls noch so jemand hinbekämen, eine neue Partei gründeten mit so’nem Typen, der würde haushoch gewinnen, auch hier in Deutschland“
    Jebsen: „Vielleicht überlegen wir uns was. Vielen Dank für dieses Gespräch, Herr Bröckers.“

    Ja, das wärs ! Nicht vielleicht, sondern tatsächlich ! Überlegen… und dann machen ! Eine neue Partei anschieben ! Und mit ihr gewinnen !

    Wir haben ja, Gott sei Dank, noch gestandenes Personal, das sich – nach meiner Einschätzung – auch im politischen Alltag nicht verbiegen würde: Oskar Lafontaine (73) als Wirtschaftsminister, Fabio Longo (41) als Minister für Energie – das bisher zum Wirtschaftsministerium gehörige Ressort Energie sollte m. E. ein eigenes Ministerium werden, Willy Wimmer (73) als Aussenminister, Peter Gauweiler (67) als Innenminister, Wolfgang Neskovic (68) als Justizminister, Sahra Wagenknecht (47) als Finanzministerin, Götz Werner (72) als Minister für Arbeit und Soziales, Christoph Hörstel (60) oder Jürgen Rose (58) oder Jochen Scholz (73) als Verteidigungsminister, Andrea Ypsilanti (59) als Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Rainer Mausfeld (67) oder Rainer Rothfuß (45) als Minister für Bildung und Forschung, Niko Paech (56) als Minister für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit,… ein weiteres neu zu gründendes Ministerium ist das für Glück und Wohbefinden mit Gina Schöler (29) als Ministerin…

    Wenn sich einige von diesen Leuten gewinnen ließen, als Führungspersonal für eine neue Partei, und die sich zusammenraufen würden, ein neues Programm auf der Basis von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit zu erstellen- das würde laufen wie geschnitten Brot.

    Sicher gibt es unter Euch Leute und Ideen, die das Führungspersonal – nicht korrumpierbar zu den genannten 3 Säulen stehend – vervollständigen und verbessern könnten…

    Ran !

    • Parteien lassen sich nicht korrumpieren, Parteimitglieder hingegen schon.
      Insbesondere die representative Demokratie lebt vom Vertrauensvorschuß, dem die Bürger den erwählten Representanten gewähren. Wenn z.B. ein Herr Gabriel das CETA (mehrheitlich durch die SPD gestützt!) für die EU durchboxt, und dies wider massiver Bekundungen der Bürger, dann liegt ein klarer Vertrauensmissbrauch vor.
      Die SPD täte hinsichtlich des Vertrauensverlustes bei ihren Wählern gut daran überzeugend darzulegen, wie sie solch elitäre Verhaltensweisen zukünftig verhindern kann. Ebenso die CDU mit Frau Merkels Alleingängen. Es spricht Bände, das diese Parteien dazu weder in die Initiative gingen, noch über die 4.te Macht im Staate dazu aufgefordert wurde. Herr Hörstel greift diesen Missstand mit der Ethikpartei Deutsche Mitte offensiv auf. Allein dafür schon müssten ihm alle Wähler ihre Stimme zukommen lassen. Politik geht anders. Trotz auch! Jemand sagte einmal: „mehr Demokratie wagen“. Richtig, wer nicht wagt der nicht gewinnt, sondern bekommt allenfalls was (und seltens das, was er erwartet).

    • Herrn Hörstel ansprechen, neu gegründet werden muss keine Partei..sein Parteiprogramm liest sch gut…jedoch wird auch er keine Leute finden, jeder ist sich nun einmal der Nächste.Deshalb, so schlimm kann alles noch nicht sein..Wir haben ja Zeit, soooo viel Zeit, das Hauptinteresse liegt immer nur beim „ICH“

    • Ist doch möglicherweise ein Pfund, dass Hörstel mit seinen Leuten schon eine Menge Vorarbeit für eine Struktur geleistet hat. Die entscheidende Frage ist dann: Wie halt ich’s mit der Umsetzung des löblichen Programms ? Wie halten es die potentiellen MitMacher mit der Bereitschaft zu solidarischer Zusammenarbeit – was ja klare, aber konstruktive, ja konstruktive, Auseinandersetzung nötig umfasst ? Es hat ja z. B. eine Phase der Zusammenarbeit zwischen Hörstel und Jebsen gegeben. Offenbar ist da Kommunikationspause. Kann die überwunden werden ? Gibt es da den Willen, sich dem je eigenen Schatten zu stellen, um selber zu wachsen und um dem doch wohl gemeinsamen Ziel zu dienen ? Will man sich für diesen Prozess die nötige Zeit geben ?
      Dieser echte Verständigungsprozess ist m. E. unabdingbar, damit eine Partei von konkret kooperierenden Mitgliedern entstehen kann. Eine weitere Partei von Konkurrierenden braucht niemand.

    • Eine Zusammenarbeit zwischen Ken Jebsen (KenFM) und Christoph Hörstel (DM) wäre eher nachteilig für beide, da sich leicht nachsagen ließe, das dies Parteijournalismus wäre. Es reicht schon, das die Leidmedien und die etablierten Parteien so wechselseitig ihre Propaganda vor uns abspulen. So haben wir an 2 Fronten mit KenFM und der DM einander unabhängige und souveräne Bewegungen und können da nur sehr froh drum sein.

  5. Wenn man nur mal genau hinschaut, kann man erkennen, dass die Kampagnen gegen Trump demoagogische und verleumderischen Züge tragen.
    Ein Beispiel: Trump wird als Sexist beschimpft, weil er auf der allseits bekannten Tonspur sinngemäß sagte, er könne in seiner Position den Frauen ungestraft zwischen die Beine greifen. Die Deutung dieser Äußerung als sexistisch ist vorgegeben, niemand ninterfragt sie. Aber ist sie wirklich Ausdruck des Sexismus oder nicht vielmehr nur eine Tatsachenbehauptung?
    Jeder kennt doch die Verbindung zwischen sexueller Attraktivität und Macht. Je reicher und mächtiger umso geiler ist der Kerl. Das ist nun wirklich eine psychologische Binsenwahrheit. Und dass es genug Frauen gibt, die sich im Dunstkreis der macht als sexuell verfügbare Objekte gebärden, eine (traurige) Tatsache. (Umgekehrt ist das im übrigen genauso). Deshalb ist diese Äußerung erstmal nur eine vielleicht etwas vulgär intonierte Tatsachenbehauptung. Leider ist Trump ein Machtmensch und kein Philosoph und deshalb hat er sich in meinen Augen schwach verteidigt (die Macht ist geistlos, der Geist machtlos).
    Unvergessen dabei die Äußerung eines Republikaners in der Folge, der die „sexistische Äußerung Trumps“ verurteilte und sagte, Mann müsse Frauen respektvoll behandeln. BEHANDELN! Das ist Sexismus, denn BEHANDELN geht immer von oben nach unten, es zementiert sprachlich Machtverhältnisse. Und dieser getarnte Sexismus geht aber ungestraft durch, dabei ist er viel gefährlicher, so wie die „Frauenfreunde“ heutzutage viel gefährlichere Unterdrücker der Frauen sind als der plumpe Patriarch. Das Ganze ist ein Verwirrspiel und leider fallen alles darauf hinein.

  6. Lassen wir uns den Abschlusskommentar (war ja nur ein Satz), den Ken auf Bröcker’s Bemerkung, das wir in Deutschland einen echten Gegenkandidaten bräuchten, mal auf der Zunge zergehen. Ken, auch wenn Du es ja nicht hören willst, aber stellen wir uns, mal nur theoretisch, eine noch zu gründende Partei (Soll nicht heißen, das ich Parteiendemokratie toll finde), mit erst mal „nur“Dir als brillanten Rhetoriker und somit „Aushängeschild“vor. Auf das Fernsehduell mit Angela Merkel würde ich mich schon jetzt sehr freuen.
    Also Ken, da gibt es für mich nicht viel zu überlegen und kluge Köpfe, die (hoffentlich) gegen die Droge Macht resistent sind und die Dich unterstützen würden, gibt es zuhauf.
    Es wäre ein Paukenschlag und dann und nur dann könnten Dich die Massenmedien nicht mehr (nahezu vollständig) ignorieren.

  7. Dem Interviewpartner ist gut zuzuhören. Der Interviewer macht hier echt einen beschissenen Job. Mal Sexismus dann Rassismus, vor lauter Hohn und Spott am Geifer verschluckt. Bitte nicht mehr!

  8. die propagandashow der verkackten „leitmedien“ nimmt tagtäglich immer bizarrere züge an. ein ganz besonders abstoßendes gimmick hielt heute bildpropagandist reichelt für alle bauernopfer der BILD bereit.
    beim öffnen der website sah man sogleich 2 von bombensplitter verletzte kinder aus aleppo, untermalt mit autoplay-sample einer luftschutzsirene und dem aufmacher
    „GAS!
    Assad und Putin vergiften Syrien.“
    mal wieder kein wort über die verdeckte kriegsführung des westens in syrien, stattdessen wird wie immer dieselbe sau durchs dorf gejagt. die zum vasallendienst der atlantikbrücke berufenen auftragsschreiberlinge der springerpresse sehen inzwischen ganz offenkundig die eigenen schmutzigen felle wegschwimmen, wie sonst ist solch menschenverachtende effekthascherei zu erklären? schon günther wallraff wusste, dass dieses volkserziehungsblatt seit jeher nur der politischen absicherung großkapitalistischer herrschaftsverhältnisse dient. dem mündigen leser kann da nur das kotzen kommen.

    • Prima Kommentar! Das sachlich Richtige in einer angemessenen Sprache formuliert.

      Anderes Beispiel: Am Tag nach der Trump-Wahl hatte ich ein großes Informationsbedürfnis. Zuerst habe ich alles gelesen, was Russia today dazu veröffentlicht hat. Dann das viel diskutierte Statement von Ken bei Youtube angschaut. Als ich damit durch war, war ich immer noch Info-hungrig. Es fiel mir nichts Besseres ein als zur ZDF Mediathek zu gehen und das ZDF Spezial zur Wahl anzuschauen. Das hätte ich besser bleiben lassen. Nach 20 Minuten ZDF-Spezial war mir so schlecht wegen dem Propaganda-Müll, der da reichlich ausgeteilt wurde, daß ich aus Selbstschutz abschalten mußte.

  9. „Du bist wohl ein Trump-Fan!“
    Sowas kiege ich manchmal zu hören, wenn ich sage, dass ich über den Ausgang der US-Wahlen froh bin. Meine Erklärung, Clinton bedeutet Krieg, wird dann gekontert mit „Und du glaubst, dass ausgerechnet Trump damit aufhört?“ Ich müsste dann weit ausholen und sagen, dass es gar nicht so sehr auf die Personen ankommt, sondern eher auf die Eliten, die hinter den Präsidenten stehen. Und dann ist es nicht weit zu den Wörtern „Puppenspieler“ und „Marionetten“ und ich bin ein Verschwörungstheoretiker.

    Folgende Quellen sind Ursache für meinen neuen Optimismus, dass die imminente (Welt-) Kriegsgefahr mit dem Sieg Trumps nun doch möglicherweise abgewendet zu sein scheint (Vorsicht ist die Mutter …):

    1 http://analitik.de/2016/11/23/gedanken-ueber-trump-und-den-kontext/
    2 http://analitik.de/2016/11/11/deutschlands-meuterei/
    3 http://analitik.de/2016/11/08/die-zeit-des-schweigens-ist-vorbei/
    4 http://analitik.de/2016/10/13/willkommen-in-der-multipolaren-welt/
    5 https://solari.com/00archive/web/solarireports/2016/sr20160929_1.pdf

    Nummer 5 war die erste Quelle aus der Liste, die ich gelesen habe. Eine schlüsselpassage aus Nr. 5 S. 8: Der Saker zitiert einen Blogger:

    „It’s that there is a huge fight happening inside the United States right now between two factions. One faction wants to sacrifice the US for the sake of the empire, and the second faction wants to sacrifice the empire for the sake of the United States. (…)
    The first faction who wants to sacrifice the US for the sake of the empire – the neocons and everything that surrounds them – and the second faction … that is the power base of Trump.(…)
    And these are the people who would favor a negotiated solution pretty much everywhere. They realize that they cannot hold onto the empire, so the smartest thing to do when you come to that realization is, what you call in Russia, ‘bringing down while stepping on the brakes’ which is a controlled deconstruction of the empire – be it the Ukraine, Syria, or the economy or China, etc.“

    Zwei Schlüsselpassagen vom Analist aus Nr. 1:

    „Das Prinzip der „Gruppe Clinton“ (Soros, Kagan u. a.): „Was gut für General Motors ist, ist gut für die USA.“
    Das Prinzip der „Gruppe Trump“: „Was gut für General Motors ist, ist gut für die USA nur dann, wenn General Motors in den USA produziert und in den USA die Steuern zahlt.
    (…)
    Wir kauen das so langatmig durch, um die Bruchlinie in den USA zu verstehen. Sie verläuft nicht zwischen Hautfarben oder sexuellen Orientierungen, wie uns die Medien mitunter weissmachen wollen. Die Bruchlinie verläuft zwischen nationalen und supranationalen Interessen. Das supranationale Oligarchat hat sich wie ein Parasit auf die USA geheftet und saugt den US-Staat aus. Die USA als Nation profitieren nicht davon. Hier verläuft die Bruchlinie. Clinton wollte die Interessen des supranationalen Oligarchats weiter vertreten, Trump will die Interessen des US-Oligarchats und des US-Staates vertreten.“

    Ich finde diese Überlegungen überzeugend. Vor allem wenn man die Analysen 4, 3 und 2 hinzunimmt. Und ich finde, dass diese Überlegungen es verdienen, einer breiteren Öffentlichekeit zugänglich gemacht zu werden, damit sie diskutiert werden können und, wenn sie sich als haltbar erweisen, zu einem besseren Verständnis der amerikanischen Politik führen. Könnte nicht mal ein Schlauer aus dem KenFM Autorenkreis versuchen zu vermitteln, welche Eliten-Strömungen Clinton und welche Trump als Frontmann/frau aufgestellt haben?

    Schöne Grüße
    Bernhard

    • Sehr interessant, scheint mir schlüssig, daß es zwei Fraktionen innerhalb der Elite gibt. Wo wird die neue Basis der Fraktion sein, die Imperium sein will?

    • Analitik !
      Hochinteressanter Werdegang zu beobachten.
      Eines kann man mit Recht behaupten, wäre Putin kein genialer Schachspieler , mit dem Hang zum Aktivismus,der Amerikaner hätte uns seinen Willen zu 100% aufgedrückt, viele Länder würden zusätzlich und nach zerstört worden.
      Deutschland spielt eine mickrige Rolle im politischen Weltgeschehen, agiert simpel, manchmal sogar als Lakai, erbärmlich,wo in Berlin solch großen Tönen von sich gegeben werden, man ruht sich auf den wirtschaftlichen Erfolg im Ausland aus(Überschuss erbärmlich).Und Holland hinterlässt seine, wie schön zu lesen ist, Duftmarke, die bekanntlich unangenehme Gerüche hinterlässt!
      Fazit:Man kann Putin nur viel ein langes Leben wünschen.

  10. Wir haben ein einseitige und erzieherische Medien, die Meinungsvielfalt der Mainstreammedien entspricht in etwa der Ex-DDR. Sogar Journalisten, eigentlich sollten sie neutral berichten, die sind erzieherisch unterwegs und belehren was richtig ist und was nicht (kein Wunder wenn da 70% kein Vertrauen zu Journalisten haben, Umfrage Reader’s Digest).

    • Ja, ich glaube auch, dass wir mit Merkel&Co unter einem schweren DDR-Revival -Syndrom leiden. Das merkt man auch an der Neuauflage der Linken, die jetzt so links sind, dass sie wieder am rechten Rand rauskommen.
      Insgesamt eine DDR mit dem Gesicht zu Amerika. An so was hätte ja beim Mauerfall niemand denken können.

  11. ich höre den Bröckers seeeeehr gerne, der ist so schön graderaus!

    Vermute jetzt mal, dass die „Eliten“ sich untereinander angesichts eines drohenden Weltkrieges dann doch ernsthaft in die Haare gekriegt haben. Es ist ja auch nicht vorstellbar, dass unter diesen nun alle so dermaßen duchgeknallt sind, den „begrenzten Nuklearkrieg“ oder womöglich „Skalarkrieg“ gegen Russland zu wagen. Es bleibt weiter höchst spannend.
    Was die Politiker und deren willfährige Medien betrifft, kann man nur weiter den Kopf schütteln wie bisher.
    Eines ist mir nur an der Sache Trump nicht ganz klar: Was Machtpolitik für sich persönlich angeht, ist er ja versiert und wohl ein Naturtalent: Warum hat er sich dann mit seinem vielen Geld nie in die Medien eingekauft? Waren die alle schon in den fünf festen Händen, als er auf die Idee kam, noch höher hinaus zu kommen und als Präsident zu kandidieren? Vermutlich, denn die US- Medien haben ja schon damals Kennedy trotz seiner Bitte damals um Unterstützung für seine Pläne weiter allein ins offene Messer laufen lassen.

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