Me, Myself and Media 28 – Kontrollverlust

Massenmedien sind keine neutralen Maschinen, die Informationen verbreiten; Massenmedien sind Werkzeuge, deren Aufgabe es ist, die Massen zu lenken und zu kontrollieren.

Massenmedien sind entweder im Besitz privater Oligarchen, oder aber verfügen über eine staatliche Hierarchie, eine Pyramiden-Struktur. An den entscheidenden Positionen sitzen sogenannte Alpha-Journalisten, deren primäre Aufgabe es ist, dass nur bestimmte Informationen und nur eine vorab gelernte Weltsicht vermittelt wird. Elitäre Kontrolle durch das Einschränken der via Presse vermittelten Realität, in Kombination mit Propaganda, haben eine lange Tradition. Mit dem Auftauchen des Internets entstand die Möglichkeit, sich an den Gatekeepern vorbei zu informieren und über die Welt schlau zu machen. Binnen weniger Jahre ist parallel zu den elitär kontrollierten Presse-Netzwerken die Möglichkeit gewachsen, die vorgekauten Informationen der kontrolliert geführten Pressekonzerne, ob privat oder staatlich auftretend, zu hinterfragen und völlig andere Sichtweisen kennen zu lernen.

Konkurrenz belebt das Geschäft!

Nur, diese Konkurrenz auf dem Meinungsmarkt führt zunehmend zu einem Verlust der Glaubwürdigkeit bei etablierten Presseorganen. Die Bürger haben mit dem Netz die Möglichkeit erhalten, die Eliten beim Lügen zu überführen oder große Ungereimtheiten in der offiziellen Darstellung der Realität zu erkennen.

Hier findet ein Prozess statt, an dessen Anfang wir gerade erst stehen. Das Netz hat sich zu einem digitalen Aufwachzimmer gemausert. Die Macht beginnt, sich zu verschieben. Vom Anbieter von Informationen hin zum Nachfrager von Informationen. Der Nachfrager, der Konsument, folgt jetzt seinem Instinkt, er ist nicht mehr auf die großen Player angewiesen. Die Folgen sind dramatisch, wie der Wahlsieg Trumps zeigt. Während man im Netz schon vor Monaten offen über dessen Sieg spekulierte, diesen mehr als ahnte, wurde von den Massenmedien bis unmittelbar nach der Auszählung der Stimmen ein Bild vermittelt, das den Sieg von Hillary Clinton als garantiert verkaufte. Das böse Erwachen nach der Wahl, die Katerstimmung, fand daher auch nur in den Medienhäusern und PR-Agenturen statt, während das Netz in dem Sieg Trumps eine massive Relativierung der Meinungshoheit zugunsten der breiten Bevölkerung erkannte.

Der Sieg Trumps ist daher weit mehr als ein neues Gesicht im Weißen Haus, er bedeutet eine Zäsur, was embeddete Presse generell angeht.
Die Eliten haben den Kontakt zur Straße verloren und schlagen jetzt wild um sich. Das erklärt, dass „ihre“ Medien noch immer wie unter Schock stehend agieren. Statt sachlich über Trumps Sieg und Clintons Fehlschlag zu berichten, schlagen nahezu alle großen Pressehäuser der westlichen Wertegemeinschaft weiter auf den jetzt neuen Mann in Washington ein.
Dass sie das können, beweist erneut, dass die Macht in den USA nicht von Wahlen abhängt sondern von Netzwerken, und die geben sich nicht so leicht geschlagen. Diese Netzwerke agieren global und haben auch die deutsche Presse fest im Griff. Ihre Macht ist so groß, dass sie nicht nur Putin, Assad oder alternative Pressevertreter unter Propaganda-Feuer nehmen können, sondern auch einen US-Präsidenten, der nicht aus ihren Reihen stammt. DAS macht ihn so unberechenbar, aber eben vor allem für SIE, die Netzwerke.

Die aktuelle Ausgabe von Me, Myself and Media trägt die Überschrift „Kontrollverlust“ und beschäftigt sich auf den ersten Blick vor allem mit Donald Trump. Bei genauerem Betrachten geht es aber um den Machtverlust der Eliten und ihre Werkzeuge, die man uns seit Jahrzehnten als „Freie Presse“ verkauft. Erst mit dem Netz hat die Presse angefangen, das zu erkämpfen, was man Freiheit nennt. KenFM ist Teil dieser Entwicklung und nur deshalb unabhängig, weil es Crowdfinanziert ist. Wir sind nicht erpressbar. Danke an alle, die erkannt haben, dass es ohne wirklich freie Presse keine echte Demokratie geben kann.

„Journalismus ist etwas zu veröffentlichen, was andere nicht wollen, dass es veröffentlicht wird. Alles andere ist Propaganda.“ George Orwell.

Unsere Bitte an die User lautet immer: Konsumiert neben KenFM so viele andere Quellen wie möglich, und vor allem überprüft die unseren. Zu jeder Ausgabe werden jede Menge Links mitgeliefert. Macht euch die Arbeit und taucht in die Materie ein. Wir wollen nicht, dass ihr uns blind vertraut und statt ausschließlich ZDF jetzt eben ausschließlich KenFM konsumiert. Bleibt unabhängig. Vor allem im Kopf. Diese Arbeit können und wollen wir euch nicht abnehmen.

 

Quellenhinweise und Inhaltsübersicht:

Martin Schulz (Europaparlament): „Trump ist ein Problem für die ganze Welt“

KenFM-Positionen 8: Strukturen der Macht/ Wolfgang Herles

Michelle Obama knöpft sich Trump vor (ZDF heute-journal vom 14.10.2016)

Bill Clinton und die Lewinsky-Affäre

„Ich schlucke auch“- Madonna verspricht allen, die Clinton wählen, Oralsex

KenFM Live [1] – Ist die Union am Ende?/ Willy Wimmer zu Trump

KenFM Positionen 6 – K.O. oder Kotau oder K.O. – Wie autark ist Europa?/ Rainer Rupp zu Trump

Ecuador hat Assanges Internetzugang gekappt

(!) Das ZDF hat das heute journal von 20.10.2016 aus der Mediathek entfernt (!)
Hier der Link eines privaten Users, der auf den ZDF-Beitrag vom 20.10.16 Bezug nimmt:

Ronen Steinke: “ ‚Grundort der Frau ist das Haus‘: Sie sind erbitterte Gegner, dabei sind sich Islamisten und Rechtspopulisten oft ähnlicher, als sie denken. Zeit für ein Quiz: Wer hat’s gesagt?“

Jacob Augstein: „Was für Trump spricht“

Obama empfängt Trump

Marc Pitzke: „Nichts wird gut“

Trumps Rede vor der AIPAC

Rede Donald Trumps, die es so nie in den Medien zu sehen geben wird

Trump und die US-Presse: „Es war wie ein verdammtes Erschießungskommando“

Grünen-Chef Cem Özdemir – „Assad und Putin bomben Syrien zurück in die Steinzeit“

Jürgen Todenhöfer über den Syrienkrieg (Presseclub 02.10.2016)

29 Fascinating Photos Of 1960s Afghanistan

„Auch Deutschland hat an Clintons Stiftung gespendet“

„NGO mit Verbindungen zu Clinton und Soros wiegelt zu Anti-Trump-Protesten auf“

Trump bekämpft Lobbyisten im eigenen Team

Trump am 11. September 2001: Donald Trump Calls Into WWOR/UPN 9 News on 9/11

27’000 PR-Berater polieren Image der USA

Carl Bernstein „THE CIA AND THE MEDIA: How Americas Most Powerful News Media Worked Hand in Glove with the Central Intelligence Agency and Why the Church Committee Covered It Up“

Die CIA und die Medien: 50 Tatsachen, die in der Welt bekannt werden müssen

Schuldbekenntnis eines CIA-Agenten: „Man gab uns Millionen für die Zerstückelung Jugoslawiens!“

Operation Mockingbird

Manifest des Kongresses für kulturelle Freiheit, Berlin, 26. – 30. Juni 1950

„Die Nato ist kein Geschäft“ – Verteidigungsministerin von der Leyen mahnt Trump zur Bündnistreue in der Nato

„Terror – Ihr Urteil“ / Der Trailer zum Film

Leitsätze – zum Urteil des Ersten Senats vom 15. Februar 2006 – 1 BvR 357/05

Bundeswehr probt mit Polizei den Terrorfall

Wochenschau- Archiv

US-Botschaft bietet Geld für TTIP-Lobbyarbeit

US-Botschaft bietet 20.000 Dollar für positive TTIP-Projekte

Bernie Sanders bietet Trump Hilfe an

Merkel bietet Trump Zusammenarbeit an

„NGO mit Verbindungen zu Clinton und Soros wiegelt zu Anti-Trump-Protesten auf“

Protest in Berlin gegen den gewählten US-Präsidenten Donald Trump

Buchempfehlung a „Anstiftung zum Hass: Antiamerikanismus in den Karikaturen des Stürmer während des 2. Weltkrieges“

Buchempfehlung b „Amerika, dich haßt sich’s besser- Antiamerikanismus und Antisemitismus in Westeuropa“

„Fake News: Angela Merkel will Debatte über Umgang mit den Falschmeldungen“

Henri Nannen und der GAU- Vor 30 Jahren veröffentlichte der stern die gefälschten Hitler-Tagebücher und bescherte sich damit seine größte Blamage. stern-Gründer Henri Nannen nahm anschließend endgültig Abschied

„Schtonk!“/ Trailer zum Film -1992-/ Regie: Helmut Dietl

KenFM am Telefon: Mathias Bröckers über das Phänomen Donald Trump

„Die Verteidiger der freien Welt“

ZDF heute-Tweet vom 17.11.2016: „Merkel: Deutschland hat von den USA viel Hilfe bekommen. Jetzt ist Deutschland in der Lage, die Ordnung der Welt aufrecht zu halten“

„Gauck ruft Japan und Deutschland zu Aufrüstung auf“

Deutsche Exporte von Kleinwaffen-Munition verzehnfacht

CICERO „Die Bankrotterklärung eines ganzen Milieus“

„Amerika hat die Wahl- Clinton gegen Trump“ arte-Doku

NZZ „Donald Trump: Wie er wurde, was er ist“

Trump zum Tod von Fidel Castro: Fidel Castro war ein „brutaler Diktator“

Rede Fidel Castros am 22.10.1995 vor der UNO

Castros Tod: „Schröder vertritt Deutschland bei Trauerfeier“

Buchtipps

Dr. Daniele Ganser: Illegale Kriege: Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren – Eine Chronik von Kuba bis Syrien

Ulrich Teusch „Lückenpresse“

Asfa-Wossen Asserate „Die neue Völkerwanderung“

Rudi Dutschke zum Revolutionsbegriff

121 Kommentare zu: “Me, Myself and Media 28 – Kontrollverlust

  1. Ich versteh das alles nicht mehr… ist Russia Today nun ein propagandistisches Massenmedium oder nicht?? Und wenn ja… warum wird das hier nicht erwähnt.. oder warum wird nicht erwähnt, wer vor allem Trump gewählt hat? Demokratisch gesinnte Leute oder rechtskonservative Kreise, Kriegs- und Waffennarren, Wirtschaftsverlierer, begrenztgebildete Mittel-und Unterschicht, Globalwelt-Verweigerer?? Thema verfehlt… Darf ich nochmal auf die Finanzierung dieser Seite und den russischen Rubel zu sprechen kommen?? Oder welche hier Beteiligten früher selbst für Massenmedien tätig waren? Werde ich wieder gesperrt, wenn ich fragen zu Antisemitismus stelle? Weiter so…

  2. Ich hätte bezüglich Wikipedia eine Frage, auch Daniele Ganser betreffend: Lässt sich da auf dem Rechtsweg nichts unternehmen? Im Grunde handelt es sich um Verleumdung. Die „Beweise“ die für das Profil von Ganser angegeben werden, von Wikipedia selbst, sind nicht nur dünn, sondern praktisch inexistent. Wenn Behauptungen über sogar schlicht und einfach falsch sind, sollte es doch möglich sein, eine Änderung gerichtlich herbeizuführen.

  3. Hallo KenFM-Redaktion,

    gerade habe ich es geschafft, den Kontrollverlust-Beitrag bis zum Ende zu sehen. Als vierfache Mutter (Kinder im Alter von 0 bis 7 Jahren) wird man halt ständig unterbrochen, also dauerte es bei mir zwei Tage. 🙂

    Ich möchte erst Mal wieder eure aufwendige und gründliche Arbeit loben. Bin nämlich froh – aufgrund des Zeitmangels – dass jemand die Informationen aus der ganzen medialen Flut ordnen kann. Manchmal hat man den Eindruck, dass die wichtigen Nachrichten unter der Last von Hundert anderen Nebensächlichkeiten begraben werden, damit der Zuschauer/Zuhörer nicht im Stande ist, Zusammenhänge zu erkennen und keine Möglichkeit hat, sich selbst Unterscheidungskriterien zu bilden, was denn er glauben oder worauf er achten soll.

    So gesehen tut KenFM diese Arbeit der Datensortierung im Endeffekt für mich. Danke dafür an dieser Stelle.

    Man könnte sich selbst natürlich an dieser Stelle auch hinterfragen: macht denn KenFM auch nicht genau das Gleiche: Meinungs-Bildung, was eben auch die anderen Medien tun? Meiner Meinung nach bereitet KenFM uns die Informationen vor. Allerdings gibt es einen großen Unterschied, weswegen ich immer wieder diesen Kanal sehe:
    Erstens, mit gefällt die Art, wie die Informationen hier sortiert werden. Das ist – zugegeben – eine persönliche Sache.
    Zweitens, ich bekomme keine fertige Meinung im Sinne: „dieser Punkt ist bitte zu vermeiden und das soll bitteschön mental konsumiert werden.“ Zum Glück darf ich mich im letzten Punkt selbst entscheiden und das sollte für den Zuschauer relevant sein.

    Übrigens, mein Mann sieht nur dann KenFM, wenn ich ihn dazu „zwinge“, denn nach seinen Worten mag er ungern die Bestätigung seiner Meinung wiederholt hören, weil er sich sonst sozusagen nicht weiterentwickeln kann. Recht hat er. Allerdings ist er politisch nun Mal um Mehrfaches versierter, als ich – ich finde mich nicht so einfach zurecht im politischen Datensalat.

    Aufmerksam möchte ich euch und andere Inet-User auf den Beitrag machen, der auf einem ccc-Kongress in Hamburg gehalten wurde: https://media.ccc.de/v/33c3-7912-spiegelmining_reverse_engineering_von_spiegel-online#video&t=199 .

    Dort wurde anhand von Mathematik und Mithilfe von Schlüsselwörtern dargelegt, für welche politischen Themen das bekannte Spiegel-Online-Magazin die Kommentarfunktion sperrt oder öffnet. Man staune, dass Nahostkonflikt zu ist, dafür aber auf Russland/Ukraine eingedroschen werden dann. So viel zu Demokratie und zu der frei geäußerten Meinung…

    Lieben Gruß
    Oxana

  4. Hallo zusammen,
    will gerade diesen Beitrag angucken und muss beim „Introbild“ – also wo Michelle Obama das Schildchen mit „an immigrant is taking my job“ trägt, immer grinsen, weil an der Stelle eher der Bill Clinton stehen müsste.

    So, und jetzt zum Beitrag. Bin schon gespannt darauf!

  5. Jede Art von Gewalt gegen Zivile Menschen ist total abzulehnen.Allerdings wundert es mich,das in der Ursachenforschung aus meiner Sicht wichtigen Punkten fast keine Bedeutung zugemessen wird.
    Wenn Deutschland sich an Völkerrechtswidrigen Kriegen beteiligt,wenn Deutschland letztes Jahr zehn mal so viel Munition und Waffen an Saudi Arabien,Katar usw liefert die zum beispiel die Al-Kaida heute Al-Nusra front unterstürzt wenn Deutschland sich,an Ressourcen kriegen beteiligt,wenn von Deutschen Boden aus Drohnen verschickt werden um Menschen zu ermorden,dann könnten all das,die Gründe sein warum Terrorismus passiert.Im Irak,Syrien,Libyen,Pakistan und Afghanistan,sind mehr als 2 MILLIONEN Zivilsiten Kinder,Frauen,Männer ermordet worden,Guantanamo gibt es immer noch Libyen,Syrien und Afghanistan sind zerstört Im Jemen und Mali herrscht Krieg.Könnten das vielleicht Gründe für die Radikalisierung von Menschen sein?
    Und haben Deutsche Politiker damit etwas zu tun?Bespricht die Deutsche Presse diese Themen?Die Schuldigen sind schnell gefunden,Flüchtlinge,der Islam,Selbstradikalisierte.Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein um zu wissen wohin diese Art von Aufarbeitung führt zu Le Pen Afd und W.C Strache.

  6. Wenn mehr als die Hälfte der Amerikanischen Abgeordneten Multimillionäre sind und 100derte Millionen notwendig sind um
    Präsident zu werden dann würde ich von einer Oligarchie sprechen und nicht von einer Demokratie egal ob es zwei Kandidaten sind oder nicht.

  7. Zu Trump:

    Wir wußten, daß es nur die „Wahl“ zwischen Pest und Cholera gab. Wie Willy Wimmer und viele andere war ich der Meinung, daß die kriminelle Kriegstreiberin Clinton die absolute Pest gewesen wäre. Aufgrund der Abneigung gegen Clinton hat sich im Laufe des Wahlkampfes bei mir sogar eine punktuelle Sympathie für Trump eingestellt. Aber bei nüchterner Einschätzung kann man jetzt erkennnen, daß wir es voraussichtlich doch mit der gefürchteten Cholera zu tun bekommen.

    Die Zeit der Schadenfreude über Clintons Niederlage ist vorbei

    Wir müssen nun abwarten, wie Trump und seine Mannschaft handeln, etwas anderes bleibt uns gar nicht übrig. Aber es sieht nicht gut aus!

  8. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Aufmerksamkeit Donald Trump auf sich zieht, egal von welcher Seite. Das schaffen nur Menschen deren Ego so gewaltig aufgebläht ist, dass der Machterhalt ihr Lebenselixier ist. Macht und Freiheit sind jedoch nicht zu vereinen. „Make America great again“ als Wahlspruch eines rücksichtslosen Egomanen kann nichts Gutes bedeuten. Die Wahl zwischen Pest oder Cholera ist keine Wahl, sondern bedeutet in jedem Fall Krankheit.
    Wenn ich an Donald Trump denke, kommt mir das Bild der Freiheitsstatue in den Sinn, die bis zur Brust im tiefen Morast steckt, der Welt aber immer noch die Fackel der Freiheit präsentiert.
    Die Aufmerksamkeit und Energie, die das amerikanische Spektakel erhält, fehlt an anderer Stelle. Wir können uns jeden Tag wieder darüber aufregen und immer neue Machenschaften aufdecken, ändern werden wir es erst, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf das positive Wachstum richten.
    Um es mit den treffenden Worten eines anderen Kommentators zu beschreiben: Wir täten gut daran, eine Fackel (ein Streichholz reicht nicht mehr) zu zünden, und in die Ecke zu leuchten, in der wir selber stehen.

    Damit möchte ich nicht die Arbeit von KenFM schmälern. Ich schätze die Entschlossenheit und den Mut zur Wahrheit sehr. Doch ich glaube, wir brauchen auch eine klare Vision für die Entwicklung einer Gesellschaft, für die echte menschliche Werte nicht nur leere Worthülsen sind, und eine starke Bewegung in Richtung Miteinander statt Gegeneinander. Es gibt ja viele Bestrebungen einzelner Gruppen in diese Richtung, doch sie sind noch immer viel zu unscheinbar, um eine große Veränderung herbeizuführen. Der Gemeinschaftsgeist ist schwach. Teile und herrsche als Machtprinzip funktioniert besser denn je. Wir brauchen aber eine starke Gemeinschaft, um den Schatten der Mächtigen zu erhellen. Kooperation statt Konkurrenz. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn durch KenFM eine Bündelung der Kräfte zustande käme und eine starke Bewegung entstände, die eine wirkliche Veränderung in der Politik mit sich brächte.
    Warum kooperieren Ken Jebsen, Christoph Hörstel von der Deutschen Mitte, Andreas Popp und Rico Albrecht von der Wissensmanufaktur, u.a. nicht miteinander? Die setzen sich doch auch für die Wahrheit ein.

    • Marikka Schaechtelin,

      @ Es gibt ja viele Bestrebungen einzelner Gruppen in diese Richtung, doch sie sind noch immer viel zu unscheinbar, um eine große Veränderung herbeizuführen. Der Gemeinschaftsgeist ist schwach.

      Wie wahr!
      Doch so lange nicht jeder bei sich anfängt, wird sich nichts ändern.
      Anscheinend will man nicht begreifen, nur zusammen sind wir stark.
      Dennoch glaubt jeder Einzelne, er allein wird einmal groß,anders kann man die Haltung, gerade von Forenbetreibern, nicht mehr verstehen.
      Es besteht die große Gefahr, dass sich die Leser, Hörer in allen politischen Foren,jeder nur als Mittel zum Zweck fühlen, können, müssten!Einmal über den eigenen Schatten springen…wem das schwer fällt, der verliert mit der Zeit an Glaubwürdigkeit!
      Aber auch wir, die Leser hier, was tun wir denn?…hmmm, das Schweigen im Walde…fordern allein aber reicht nicht!
      Also was tun?

    • Hallo Marikka Schaechtelin,
      dieses Gefühl mit der Freiheitsstatue im Morast hatten Sie bei Obama nicht? Es gibt ein Bild, das die Freiheitsstatue mit dem Maschinengewehr zeigt – das finde ich passend, und nun gibt es Hoffnung, daß diese Waffe, die die Welt bedroht, nicht mehr so stark zum Einsatz kommt. Wer sich in diesem System bis zum offiziellen Oben hochkämpft, hat ein starkes von sich überzeugtes Gewinner-Ego, denn nur wer an sich glaubt, kann das schaffen. „Egomane“ „Pest/Cholera“, das sind für mich erstmal nur Worthülsen, die nichts über die Taten aussagen.

      Unser Gemeinschaftssinn ist nicht davon abhängig, ob KenFm mit anderen Plattformen zusammenarbeitet (wir informieren uns alle vielseitig – ob mit oder ohne Zusammenschluß). Jeder an seinem Platz erreicht Menschen, und jeder ist an seinem Platz wichtig, legt unterschieliche Schwerpunkte, die alle wichtig sind. Wieso Konkurrenz? Behindern oder diffamieren die Plattformen gegenseitig ihre Arbeit?

      Sie wollen eine Fackel entzünden, daher: Wer ein Feuer machen will, braucht zuerst Funken, viele kleine Funken die auf viele kleine Hölzchen überspringen. Welcher Funken nun Fackeln entzündet ist unwichtig – es sind alle zusammen.

      Ich bin dabei, daß wir Aufmerksamkeit auf positives Wachstum richten müssen. Es gibt aber viele Menschen, die noch gar nicht wissen, daß das „negative Wachstum“ uns zerstört. Das mag von ihrem Standpunkt aus mit ihrem Wissen klar sein, aber es gibt Menschen die denken es könne alles so weitergehen, und sehen nicht, warum überhaupt wir etwas machen müssen. Diese Menschen müssen aufgeklärt werden, und das tut KenFm. Wir brauchen beides: Fackeln in das Dunkle der Mächtigen werfen und uns selbst Lichter sein.

    • Annette

      Jeder sollte bei sich anfangen, da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Und wenn wir das tun, können wir in einem weiteren Schritt,in unserem persönlichen Umfeld, Anregungen geben genauer hinzuschauen, Gewohnheiten zu hinterfragen und nicht alles einfach so hinzunehmen. Zudem können wir uns als Leser/Hörer in einem Forum aus den Informationen unsere Meinung bilden, aber auch Denkanstöße weitergeben.
      Mir geht es einfach um den nächsten Schritt. Wie können wir ein positives Wachstum stärker anregen? Wie können wir z.B. vor der nächsten Bundestagswahl eine aussichtsreiche politische Kraft entstehen lassen oder fördern, die ein neues System ermöglicht? Ich glaube, dass wir einen starken Gemeinschaftsgeist brauchen, um das Teile und Herrsche-Spiel nicht weiter zu bedienen. Wenn sich die einzelnen Aktivisten, die sich für positive Veränderungen stark machen, zusammenschließen und eine starke Einheit bilden (was nicht bedeutet, dass sie ihre Individualität einbüßen), kann diese kraftvolle Einheit sehr viel mehr bewegen. Die Richtung ist doch klar – wir wollen Frieden, eine Gemeinwohlökonomie und eine grundsätzliche Würdigung und Wertschätzung allen Lebens. Und da können wir uns zum einen natürlich alle fragen, was bin ich bereit dafür zu tun? Und uns auch unsere persönlichen Kriegsschauplätze mutig anschauen. Wir können uns aber auch Gedanken darüber machen, wie wir als gemeinwohlorientierte Menschen, unsere Kraft stärker bündeln und nicht denen das Feld überlassen, die das Herrschaftsspiel weiterspielen wollen.

      KenFmFan

      Obama war für viele Menschen ein großer Hoffnungsträger und eine noch größere Enttäuschung. Und ich glaube nicht, dass es bei Donald Trump anders sein wird. Auch wenn es vielleicht zunächst einen Funken Hoffnung geben mag, dass sich etwas verändert, zumindest in Bezug auf die Kriegstreiberei. Allerdings habe ich da wenig Hoffnung, weil er zum gleichen Machtsystem gehört. Oder glauben Sie, Trump hätte ein größeres Interesse am Gemeinwohl?

      In meinen Augen verfolgt Trump rigoros seine eigenen Interessen und ist dabei auch nicht auf den Kopf gefallen. Wohin das führen wird, werden wir erleben.
      Hier noch ein Hinweis über einen interessanten Artikel, der auf den NachdenkSeiten verlinkt war:

      https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ich-habe-nur-gezeigt-dass-es-die-bombe-gibt/

      Im übrigen glaube ich, dass unser Gemeinschaftssinn sehr wohl davon abhängig ist, ob wir mit anderen zusammenarbeiten. Was nicht bedeutet, dass die individuelle Arbeit verloren geht, sie wird nur noch effektiver.
      Viele kleine Streichhölzer gehen schneller aus, als eine große Fackel.

    • Marikka Schaechtelin

      @ Wie können wir ein positives Wachstum stärker anregen? Wie können wir z.B. vor der nächsten Bundestagswahl eine aussichtsreiche politische Kraft entstehen lassen oder fördern, die ein neues System ermöglicht?

      Genauso sehe ich es auch, empfinde es als die notwendigste Aufgabe, beginnend schon jetzt!..Wie zu bewältigen, ich weiß es nicht, weil jeder für sich allein agiert, um ehrlich zu sein, man stößt schnell an seine Grenzen, da die Interessenlosigkeit weit verbreitet ist!!“Mir geht es doch gut“, ein Standardsatz der oftmals mit Überheblichkeit quittiert wird!

    • Wie heißt es doch s0o schön:“Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!

      Sidn wir zu spät dran?

      NachDenkSeiten…

      Die Zeit der Schadenfreude über Clintons Niederlage ist vorbei. Wir müssen uns jetzt der neuen (brutalen) Realität stellen: Donald Trumps Außen- und Sicherheitspolitik….

      Es kann sehr ernst werden, Deutschlands Traum , hin zur Weltmacht, daran wird kräftig gearbeitet, wir benutzen dafür die Länder der EU, einen Krieg mehr oder verlieren…..was zählt bei unseren Politiker, dren unterstützern schon ein Menschenleben!?Nichts!..Trump wird sich freuen!

    • Marikka Schaechtelin,

      da haben wir ein Mißverständnis: „Im übrigen glaube ich, dass unser Gemeinschaftssinn sehr wohl davon abhängig ist, ob wir mit anderen zusammenarbeiten.“ So formuliert, stimme ich Ihnen zu, was ich aber meinte: der Gemeinschaftssinn der Menschen untereinander ist nicht davon abhängig, ob die Produzenten der Plattformen zusammenarbeiten (solange sie nebeneinander und nicht gegeneinander arbeiten ist das produktiv).

      Was ich bei einem Zusammenschluß befürchten würde: daß alle mit einem Streich platt gemacht werden, und dann sind wir alternativlos. Zusammengeschlossen sind die Plattformen nicht stärker, sondern anfälliger für Attacken, so fürchte ich. Die Vielzahl und Vielfalt ist sehr gut. Viele Wege führen zum Ziel. Ein wenig Ansporn (nach dem Motto: der produziert so viel, da muß ich auch mehr machen) ist gut. Die Identifikation der Teilnehmer mit den einzelnen Plattformen muß auch noch möglich sein, was bei großen Einheiten schwieriger ist. Und die Produzenten werden ihre weiteren guten Gründe haben, warum sie es so tun wie sie es tun, so nehme ich an – da könnte die Außenperspektive auch falsch deren Motivation interpretieren.

      Positives Wachstum erreichen indem wir neue Leute überzeugen, würde ich einem (verfrühten) Zusammenschluß vorziehen.

    • KenFmFan,
      und noch ein Mißverständnis!
      Es geht nicht darum alle Foren zusammen zu legen, sondern um Zusammenarbeit z.B wenn es darum geht Menschen an bestimmten Tagen zusammen zu bringen, gerade so in der Art, wie Ken den Aufruf zur Demo in Berlin tätigte.
      Ein Forenbetreiber muss doch nicht seine Eigenständigkeit verlieren, nur die Ansprechpartner werden größer..
      Aber wie immer im Leben, es werde Gründ gesucht warum etwas nicht geht..
      Halten wir hier Klönschnack?

    • KenFmFan,
      bei meiner Nachlese habe ich festgestellt, dass Sie meinen Frustsatz (Klönschnack) abbekommen hatten, es war die falsche Adresse…
      Entschuldigung

  9. Meinen Dank an Ken für das kurze Statement von Rudi Dutschke am Ende. – Ihm zuzuhören ist für mich immer eine große Ermutigung und wirkt wie ein Lebenselixier.
    Ja ich glaube, Rudi hat Recht: Der „revolutionäre Prozess“ ist ein politisch-kultureller Prozess der Demokratisierung von unten und ein Wandlungsprozess in unserem eigenen Innern, den er „die Schaffung von neuen Menschen [nennt], die fähig sind, nicht eine Clique durch eine andere zu ersetzen“.

  10. Ken Jebsen hat wieder einen super Konter auf die Presselandschaft formuliert und einige nette Beispiele herausgefischt. Dass er ohne Ressentiment auch konservative, antideutsche Blätter, wie „Cicero“ bemüht, wenn in ihnen etwas brauchbares steht, bedeutet schon etwas, wo er ja selbst die Anfeindungen erlebt hat, von dieser lobbyhaften Sekte.
    Es waren auch stilistisch einige nette Blüten darin – er nennt die vonderLeier selbstverständlich Kriegsministerin – vollkommen zu Recht durchbricht er damit dieses eklige Neusprech der Herrschenden. Schön!

    Was er allerdings in Trumps Wahlerfolg reininterpretiert ist ein wenig widersprüchlich.
    Am Ende des Beitrags erscheint Rudi Dutschke (rate ich jetzt mal, ist nicht so ganz meine Generation) und redet davon, dass die Untertanen aufhören müssen die Herrscherclique gegen eine andere auszutauschen, sie sollen endlich in echter Demokratie von Unten leben. Ich denke er war Marxist, deshalb wüsste ich nicht, was er so gemeint haben soll, aber lassen wir das. Denn im Grunde ist das aus dem Zusammenhang gerissene Statement ja super: Die Herrschenden sind das problem, aber eben nicht nur persönlich, sondern auch ihr Amt, die Existenz ihrer Stellung in der Gesellschaft und die Akzeptanz der Sklaven um sie herum ist das eigentliche Problem.

    Dem gegenüber freut sich Jebsen, der annimmt, dass die US-Amerikaner Trump gewählt haben, weil sie der bisherigen Clique eine Abfuhr erteilen wollten und in den USA diese Abfuhr weniger lang dauert als bswp. Deutschland, was selbst einen Wechsel zum Schlechteren hin ertragbar machen würde.

    Das sehe ich nicht so. Ich denke an Bewusstsein ist in den USA nichts hinzugekommen, wie sich auch in Deutschland wenig bewegt. Das Problem, das ich denke zu sehen, ist, dass die Grundlagen nicht angetastet werden.
    Persönlichkeiten können Fehler machen und auf die kann man dann zeigen. Aber das System an sich, welches an allem Schuld ist, das belibt und pflanzt sich fort.

    Man muss beim HI-Virus einfach einsehen, dass nicht nur die einzelnen Viren das Problem sind, sondern die ganze Existenz dieser Dinger – es hilft nicht, das eine durch ein anderes Virus auszutauschen und zu hoffen, dass sei dann freundlicher…

    Und deshalb und auch wegen dem, was der Dutschke gesagt hat, ist es eben schade, dass diese verarmten und am Ende der kapitalistischen Klassengesellschaft zurückgelassenen Amerikaner überhaupt noch den sakralen, religiösen Akt der Wahl mitgemacht haben – gerade Trump ist ein Parasit, wie alle diese Bau-Bonzen, der alles hasst, was an Regungen von unten kommt.
    ER will schalten und walten und die anderen nimmt er nur als Schachfiguren wahr, wie das auch Hillary Clinton macht.

    Und genau diese Leute werden in ihrem narzistischen Auftreten als Heilsbringer wahrgenommen… man schiebt ihnen die eigene Verantwortung zu und hofft darauf, alles werde ohne eigenes Zutun gut werden. Das kann nicht funktionieren und hat in der G e s c h i c h t e N I E funktioniert!!! Aber die Blindheit des Glaubens an eine politische Religion und an eine Wirtschaftliche ist so stark, dass diese Hintergründe einfach nie in den Fokus des Wahlviehs kommen.

    Schade – gerade in den USA haben Millionen Gründe dafür, den Aufbau der Gesellschaft zu kippen.
    Gerade aber hier verrennen sie sich in noch fanatischeren Glauben.

    Und Trump IST Establishment. Er gehört nicht zu der Clique, die vorher geherrscht hat, aber gehört zu den Reichen. Na klar ist er Elite! Nur weil er so ein schlechter Rethoriker ist, heißt das noch lange nicht, dass da jetzt ein Prolet den Stuhl der Macht erklommen hat und jetzt für die Untertanen alles spitze wird. Dieser Trump ist leider die Wiederholung dessen, was in der Klassengesellschaft immer abläuft.

    Und deshalb finde ich es richtig super, dass am Ende des Films dieses Zitat kam – eben das nicht mehr zu machen, denn das ist wirklich worum es geht. Wer die Grundmauern der Gesellschaft nicht antasten will, braucht zu ihrer Verbesserung oder Rettung gar nicht antreten. Der kann einfach mit wehender Fahne ins Lager der Reaktion schreiten und sich „nationale Belange“, „wissenschaftlichen Sozialismus“, „Standortschutz“ oder „Gottes Wort“ auf die Fahne schreiben.

    Also wieder ein richtig klasse Beitrag und auch interessante Buchtips am Ende. Klasse!

  11. DIE DIFFAMIERUNGSKAMPAGNE HAT BEGONNEN
    GOEBBELS LÄSST GRÜSSEN
    Nun liegt es an uns, der Zivilbevölkerung weltweit. Nicht an Heilsbringer. Seien es frühere wie Hitler und Mussolini usw. oder heutige wie Merkel, Trump usw.

    Koordiniert schiessen sich die Schwesternzeitungen (siehe Link) „Süddeutsche Zeitung“ und der schweizerische „Tages-Anzeiger“ auf nichtkonforme Blogger ein. Neben KenFM von Seiten der SZ sind kleinere Blogs wie „Alles Schall und Rauch“, „Uncut-News“, „We Are Change Switzerland“ und „Swisspropaganda“ von Seiten des TA im Visier. Andere Mainstream-Zeitungen wie NZZ usw. werden wohl früher oder später dem Beispiel von SZ und TA folgen.

    Die über 10jährige Kooperation Süddeutsche Zeitung und Tages-Anzeiger
    https://swisspropaganda.wordpress.com/2016/05/01/warum-der-tagesanzeiger-nichts-verpasst/

    Liebes KenFM-Team

    Feindesliebe oder Selbstzerstörung? Glaubwürdigkeit?
    Während Ken Jebsen zum Boykott der Süddeutschen Zeitung aufruft, wird bei „KenFM Empfehlungen“ (siehe Link) für den schweizerischen „Tages-Anzeiger“, also praktisch die gleiche Zeitung wie die „Süddeutsche Zeitung“, geworben. Der „Tages-Anzeiger“ diffamiert Blogger ebenso wie die „Süddeutsche Zeitung“. Ich bitte Euch nochmals diesen Widerspruch zu überdenken. Mit den Feinden zu reden, von mir aus. Wenn das Ziel des Feindes die Zerstörung des Gegners ist, so wie die Palästinenser durch die Israelis, so bringt selbst das Verhandeln, Reden nichts (Sari Nusseibeh, Edward W. Said). Ich bitte Euch vom KenFM-Team nochmals, Eure Werbung für den „Tages-Anzeiger“ und das auf der gleichen Linie agierende „Journal21“ zu überdenken. Es würde mich freuen, wenn Ihr auf weitere Werbung der genannten Produkte verzichten würdet.

    KenFM Empfehlungen
    https://kenfm.de/empfehlungen/

    Liebe Grüsse
    Kari

  12. Ich möchte auch noch mal wegen seiner Wichtigkeit ausführlicher auf den Fernsehfilm „Terror“ eingehen. Ich denke auch: Wir sollen manipuliert werden. Ich formuliere hier mal als These, als Vermutung, in welche Richtung es m.E. gehen soll:

    Es geht allgemein gesagt darum, in einem schleichenden Prozess die Errungenschaften der Aufklärung: die Menschen- und bürgerlichen Freiheitsrechte zu unterlaufen. Die Universalen Menschenrechte, zu denen die unverhandelbare Würde eines jeden Menschen, die Ächtung von Folter … gehören, sollen z.B. durch eine utilitaristische (quantitative) Ethik ersetzt. Dann sind – wie der Film aussagen will – 70.00 Menschen eben mehr wert als 164.
    Der Film ist m.E. in einem weiteren Kontext zu sehen, auf den Heribert Prantl in seinem Buch: „Der Terrorist als Gesetzgeber“ (2008) hinweist: In Folge des „Kriegs gegen den Terror“ kommt es, so Prantl, nicht nur in den USA, sondern auch bei uns zu einem Abbau von Grundrechten und zum Aufkeimen neuer totalitärer Tendenzen, Die Würde des Menschen und damit die Menschenrechte, so Prantl, stehen (mal wieder) zur Disposition. So dürfen z.B. unter Folter erzwungene Aussagen nach Meinung des Bundesinnenministers Schäuble in Deutschland verwendet werden (Prantl, 2008, S. 32f). Zwei weitere Beispiele:
    • Der Staatsrechtler Matthias Herdegen wirbt in einer Neuauflage des führenden Grundgesetzkommentars „Maunz-Düring“ für eine „bilanzierende Gesamtwürdigung bei der Konkretisierung des Würdeanspruchs“. Er will Folter „wegen der auf Lebensrettung gerichteten Finalität“ zulassen, er meint: „dass etwa eine willensbrechende schmerzhafte medizinische Zwangsbehandlung, die Überwindung willentlicher Steuerung oder die Ausforschung unwillkürlicher Vorgänge etwa durch Wahrheitsdrogen… eben nicht den Würdeanspruch verletzen“ (Prantl, S. 84).
    • Es wird wieder über ein Feindstrafrecht nachgedacht, das für „besonders schwere Delikte“ wie Terrorismus gelten soll. Das „Bürgerstrafrecht“ mit seinen rechtsstaatlichen Garantien für ein faires Verfahren gilt für diese Menschen nicht, ihnen wird der Status als Person aberkannt. Gegen sie müsse ein „gebändigter Krieg“ geführt werden, so der Staatsrechtler Günther Jakobs. Denn: „Der prinzipiell Abweichende bietet kein Garantie personalen Verhaltens; deshalb kann er nicht als Bürger behandelt, deshalb muss er als Feind bekriegt werden. Dieser Krieg erfolgt mit einem legitimen Recht der Bürger, und zwar mit ihrem Recht auf Sicherheit …“ (Prantl, S. 61).

    Der Staat, eigentlich Garant der freiheitlichen Bürgerrechte, wird zum „überwachenden Präventionsstaat“ oder „präventiven Sicherheitsstaat“. Dazu überwacht man Bevölkerung „vorsorgend“ und jeder gilt so lange als verdächtig, bis seine Unschuld erwiesen ist. Damit wird z.B. die Unschuldsvermutung, eine enorme rechtsstaatliche Errungenschaften, in ihr Gegenteil verkehrt.
    Wie der überwachende Präventionsstaat im „Krieg gegen den Terror“ in Deutschland funktioniert, zeigte sich u.a. 2006 beim G8-Gipfel in Heiligendamm. Hier kam es zu schweren Verletzungen der Menschen- und Bürgerrechte und zum Verfassungsbruch. Wegen einer „erhöhten Wahrscheinlichkeit extremistischer und terroristischer Anschläge“ wird die Gewaltenteilung zwischen Exekutive und Judikative aufgehoben. Das grundgesetzliche Trennungsgebot von Polizei, Geheimdiensten und Militär wird für Wochen außer Kraft gesetzt.
    An die Stelle der rechtsstaatlichen Ordnung tritt eine Sonderbehörde, die BAO-Kavalla, die sich aus Länderpolizeien, dem BKA, der Bundespolizei, deutschen und ausländischen Geheimdiensten und der Bundeswehr zusammensetzt. Die Bundeswehr bringt Tornados während der Demonstration zum Einsatz. Bürger, die ihr Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Anspruch nehmen, werden als Störer und Feinde der Ordnung „prophylaktisch“ zusammenschlagen und in Arrest genommen (Anselm Weidner: Der G8-Gipfel in Heiligendamm, Ausnahmezustand in Deutschland, Feature des Deutschlandfunks, gesendet am 23. März 2008 im WDR Köln).

    • Absolute Zustimmung, sehr gut beobachtet und beschrieben.

      Mir sind ähnliche Dinge damals aufgefallen. Und über diesen Film hinaus auch bei anderen Sendungen.
      Das Fernsehen wird mittlerweile vollumfänglich missbraucht, um versteckte, nicht offensichtlich nachweisbare Botschaften unter das Volk zu bringen. Für diejenigen, die manchmal Sonntags Tatort schauen und es ihnen bisher noch nicht aufgefallen ist, mögen mal bewusst darauf achten, welche Botschaften da manchmal so transportiert werden. Ich habe mich da schon ziemlich drüber geärgert. Die Person, welche das Gute im Film repräsentiert, mit der sich die Zuschauer identifizieren können, lässt ganz nebenbei mal eine Ansicht über etwas einfließen, was oft zufällig gerade aktuell kontrovers diskutiert wird zwischen Mainstream und alternativen Informationsquellen. Zu wessen Gunsten ist wohl klar. Anfangs habe ich noch gedacht, es sei Zufall, aber mittlerweile bin ich sicher, dass dies
      ganz bewusst und zielgerichtet passiert.
      Ebenfalls sehr beunruhigend ist die Entwicklung bei Comedy Sendungen wie die „Heute Show“, die bisher eigentlich wenigstens ab und zu noch mal die Tatsachenverdreher in der Politik aufs Korn genommen haben. Auch hier gab es offensichtlich eine Gleichschaltung.

    • Außerkontrolle: Weil Sie die Heute-Show erwähnen.
      Das ist mir neulich auch aufgefallen, wie da plötzlich ein massiver Pro-West-Schwenk stattgefunden hat. Es wurde dort nun auch in die allerorten stattfindene Dämonisierung Russlands eingestimmt.

      Zum Thema Manipulation habe ich kürzlich ein aus meiner Sicht krasses Beispiel gefunden: Da wird im Vorspann der Nachrichten bei N24 ein Trailer gezeigt, der technisch zwar gut gemacht ist, aber eine fatale Botschaft x-mal am Tag wiederholt. Es werden verschiedene Szenen gezeigt. Etwa 1 Sekunde Dauer. Eine dieser Szenen zeigt Zivilisten und danach schwer bewaffnete Einsatzkräfte. Betitelt wird das ganze mit „Unvermeidbare Eskalation?“.
      Irgendwo hörte ich hier den Satz „Die Medien sind vom Wachhund zum Kampfhund mutiert“. Sehr wahr und sehr bedenklich.

      Der Film „Terror“ bzw. seine Diskussion bei „Hart aber Fair“ sah ich mir mal an. Herr Baum’s Ansicht muss man respektieren, teile ich aber nicht: Die Menschen im Flugzeug hat der Terrorist im Cockpit auf dem Gewissen, nicht der Kampfpilot und zwar EGAL, wie dieser sich entscheidet. Kein Pilot käme auf die Idee, einfach „mal so“ ein Zivil-Flugzeug abzuschießen.
      Für mich sieht die Rechnung so aus, dass der Kampfpilot die „Wahl“ hatte, 164 Menschen sterben zu sehen oder 164 P L U S x-tausende. Das Argument jeglicher „Aufrechnung“ sticht doch überhaupt nicht. Dass Herr Baum die Möglichkeit sieht, dass das ja „nicht sicher“ sei, ob das Flugzeug tatsächlich so viele Menschen töten wird, finde ich albern. Wenn feststeht, dass im Flugzeug Kämpfe stattfinden, um ins Cockpit zu gelangen (Passagier-SMS, wie beschrieben), gibt es hier für mich klar einen Notstand, der geltendes Recht übersteigt (nicht außer Kraft setzt!).
      Oben schrieb ich das Wort „Gewissen“. Es ist gut, dass wir sowas haben.

      Dass Herr Jebsen den Bogen so weit spannt, dass er fragt „auf was sollen wir vorbereitet werden“ ist richtig. Das zu verknüpfen mit der Befürchtung, dass im nächsten Flugzeug vielleicht unliebsame Journalisten mit abgeschossen werden, geht mir dann aber doch ziemlich weit. Ich befürchte das nicht. Sie wachsen im Zweifelsfall nämlich nach. Hoffentlich und Gott sei Dank 😉

    • Hallo Ron.B
      Ja, wenn man bedenkt, was der Oliver Welke sonst so vom Stapel gelassen hat, ist diese Kehrtwendung doch mehr
      als merkwürdig. Ich frage mich langsam, ob das noch mit Druck auf einen Journalisten im Sinne von „erzähl was anderes, sonst verlierst Du Deinen Job“ zu erreichen ist? Das muss einen doch fertig machen! Ich habe mich schon allen ernstes mit der Frage beschäftigt, ob da nicht ein Druck von Außen sowohl auf unsere Regierungsvertreter, als auch auf die Medien ausgeübt wird, der diese Gleichschaltung und Kehrwendung erklären könnte. Wenn man mal überlegt, was die Merkel samt CDU vor einigen Jahren noch für einen Tanz gemacht hat beim Thema Flüchtlinge, Stichwort „deutsche Leitkultur“. Und jetzt, kommt alle rein! Kein Wort über die tatsächlichen Flüchtlingsursachen (Krieg) oder gar einen erkennbaren Versuch in diese Richtung zu denken geschweige denn zu handeln. Waren oder sind sie wirklich alle Urheber und Planer dieser ganzen fatalen Entwicklung? Werden wir möglicherweise akut bedroht?
      Ich erinnere mich an eine Aussage von Helmut Schmidt vor einigen Jahren. Auf die Frage, was die größte Bedrohung unserer Zeit sei sagte er: Der Staatsterrorismus. An anderer Stelle sprach er davon, dass wir uns am Vorabend einer Revolution befinden. Oder auch die Tatsache, dass ein Herr Seehofer in der Sendung Pelzig sagt: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“
      Das sind doch alles merkwürdige Aussagen, bzw. ein plötzlich eigenartiges Schweigen und Mitmachen.
      Was meinen Sie?
      Wie auch immer, erpresst oder Mitplaner; Unser ganzes politisches und gesellschaftliches System muss vollkommen erneuert werden.

      Bezüglich des Fallbeispiels „Terror“ könnte es so sein, dass hier nicht nur etwas transportiert, angst gemacht und auf etwas vorbereitet werden soll, sondern, dass man gleichzeitig ein Meinungsbild abgefragt hat. Das Ergebnis der Befragung könnte auch gefälscht worden sein. Da sind viele Varianten vorstellbar.
      Vor dem Hintergrund, dass es ja noch keinen wirklichen, tatsächlich bewiesenen, Fall eines solchen Angriffs gegeben hat, sondern Regierungen mit großer wahrscheinlich (siehe Staatsterrorismus 11. Sep.) selbst solche inszeniert haben, ist das schon kurios und bizarr. Sie sehen schon, ich glaube nichts mehr, was aus diesen Sprachrohren kommt.

    • Hallo Außerkontrolle, Ich kann es auch nicht sagen, wo man da den Finger drauflegen könnte. Man kommt sich zuweilen ja schon richtig paranoid vor.

      Interessante Gedanken kamen mir neulich über eine bestimmte Sendung im Ersten. Sie läuft jeden Tag. Zur besten Sendezeit. Seit Jahrzehnten. Das ist die Wettervorhersage. Für mich medial vorbildlich!
      Ohne sichtbaren (unnötig) Moderator wird kurz die Wetterlage erklärt, mit Ausblick auf die erwarteten Erscheinungen für nachts und am nächsten Tag. Da käme ich nie auf die Idee, manipuliert zu werden. Es interessieren mich Niederschläge und Temperaturen. Passt immer.
      Warum ist das so? Es dürfte doch daran liegen, dass hier kaum polarisierende „Meinungen“ möglich sind? Außerdem lässt sich die Qualität der Vorhersage von jedermann ohne Hilfsmittel überprüfen.
      Also Schummeln ist nicht.
      Wenn man den Sender wechselt, wie andere -private- das präsentieren, kommt man ins Grübeln. Die haben die selben Informationen vom Deutschen Wetterdienst. Da kommen dann Sätze wie z.B. „Ich wage es gar nicht zu sagen…“ und es wird ausgeschmückt bis zum geht nicht mehr. Am Ende habe ich zwar einen „Eindruck“ von der hübschen Moderatorin, weiß aber u.U. immer noch nicht, ob ich denn Morgens zum Gassi gehen nen Regenschirm mitnehmen werde oder nicht. Fehlt noch, dass im Zuge der Gleichberechtigung ein zweiter männlicher Kollege mitmischt.

    • Ron B.
      Ich denke, dass gerade das Wetter noch eine Schlüsselrolle spielen könnte.
      Und während ich das sage, begleitet mich das paranoide Gefühl, von dem Sie schreiben. Denn auch
      dieses Thema ist ja eines, bei dem man nur noch verrückt werden kann. Meine Beobachtungen des Wetters stimmen nicht mehr mit denen überein, die im TV vermeldet werden. Nicht die Frage, ob es Regnen wird oder nicht oder die Angaben der Außentemperatur, sondern eher das Fehlen von Informationen. Ich bin im Leben immer viel draußen gewesen und liebe es die Wolken zu beobachten. Seit vielen Jahren fällt mir auf, dass der Himmel anders aussieht und es weniger klare und dauerhafte Sonnentage gibt. Aber den Wetterdiensten fällt offensichtlich nichts auf, darüber wird einfach nicht berichtet. Jetzt kann ich mir sagen, ok, Du spinnst wahrscheinlich, aber wenn ich eines mittlerweile gelernt habe, dann ist es mir selbst und meinen Zweifeln zu vertrauen. Man kann nicht sagen so und so ist es, weil man den Zugang zu wahrhaften Informationen nicht hat, aber die Aufmerksamkeit und Wachsamkeit muss bleiben. Dieses Wetter, dauernd grau oder Sonnentage mit milchigem Himmel, der übers Jahr verteilt eher mäßige Niederschlag mit gewaltigen Ergüssen an anderen Tagen, geht meines Erachtens nicht auf einen von uns selbst verursachten Klimawandel zurück. Keine Frage, dass wir dieser Umwelt nichts Gutes tun, deshalb ist es ja auch einfach zu glauben wir wären der Verursacher. Wenn man aber mal genau schaut, wann die Klimadiskussion angefangen hat und was man seitens der Regierungen dagegen getan hat, tun sich viele Fragen auf.
      Auch, und das kennen wir ja jetzt zur Genüge, dass man Skeptiker aus der Wissenschaft zu diesem Thema regelrecht mundtot macht und es überhaupt keinen echten, gleichberechtigten Dialog über diese Frage gibt, zeigt schon den üblichen Verdunklungsmodus, mit dem wir es hier zu tun haben.
      Nette, hübsche Mädchen an der Wetterkarte vermitteln Dir leicht, es sei alles super und in Ordnung und wenn es drauf an kommt eben auch was anderes.

    • außerkontrolle, ja das Fehlen von Informationen. Guter Punkt.
      Vor 3 Monaten erklärte ich einem Mitmenschen in meinem persönlichen Umfeld, dass ich eine Aussage seinerseits nicht für glaubwürdig hielte. Details unwichtig. Es handelte sich um eine Kleinigkeit. Zwar nicht als Vorwurf gedacht, aber eben zweifelnd.
      Die Antwort war so niederschmetternd und zugleich lehrreich für mich, dass ich da künftig vorsichtiger sein sollte. Ich hatte eine bestimmte wichtige Information NICHT! Die war ihrerseits relativ belanglos, griff aber tief in das private Umfeld meines Gegenübers ein und wurde deshalb „unterschlagen“. Aber vor allem wurden die aus meiner Sicht begründeten Zweifel schlagartig weggewischt. Eine Entschuldigung stand an „tut mir leid, das wusste ich nicht…“

      Dieser Mitmensch wollte mich weder manipulieren noch belügen.

      Es liegt auf der Hand, dass der umgekehrte Fall einer bewussten unvollständigen Information bei weltpolitischen Themen ganze Bevölkerungen im Meinungsbild beeinflusst.

      Nochmal zurück zum Wetter. Als kleiner Junge in den 60ern kann ich mich erinnern, dass es im März möglich war, draussen mit leichter Kleidung rumzutoben. Also ein beginnender Frühling. Diese Erinnerung kommt immer wieder hoch, wenn heutzutage der März sogar mit Schnee daherkommt. Mag sein, dass das damals, rein subjektiv geprägt, hängen geblieben ist.
      Ich bleib insofern entspannt, wenn ich mir vorstelle, dass auf Saturn Stürme mit Überschall toben 😉

    • Ron.B
      Sie sagen es, offen bleiben, die Dinge prüfen.
      Ich möchte Ihre Gelassenheit nicht stören, von wegen Wetterbedingungen auf dem Saturn 🙂
      Schauen Sie sich mal folgende Dokumente an:

      1. Ein alter Artikel in der PM. Man kann halten was man will von diesem Magazin. Fakt ist, da wurde etwas über das HAARP- System berichtet, was einem die Haare zu Berge stehen lässt. Von offizieller Seite hört man nur immer, das sei eine Anlage zur Erforschung des Wetters.
      http://www.chemtrail.de/wp-content/uploads/2014/09/HAARP-Projekt-und-die-Gefahren-schon-1999-im-PM-MAGAZIN-beschrieben.pdf

      Nun, kann man sagen stimmt oder stimmt nicht. Interessant ist da dann das zweite Dokument. Ein EU-Bericht von 1999 über Umwelt, Sicherheit, Außenpolitik. Ein Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten, Sicherheit und Verteidigungspolitik. (PDF)
      Schauen Sie vor allem die
      S. 11: Rechtliche Aspekte militärischer Aktivitäten und
      S. 21: HARRP Ein KLIMA-beeinträchtigendes WAFFENSYSTEM !
      http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do;jsessionid=4A1B8E74E6050C42376595A6B70214C0.node1?language=DE&pubRef=-//EP//NONSGML+REPORT+A4-1999-0005+0+DOC+PDF+V0//DE

      So viel dann zum Wetter. Schöne Aussichten kann man da nur sagen.

    • Das ist Rudi Dutschke – m.E. ein Vordenker, bis heute oder gerade heute gültig. Aber das System hat sich frühzeit gewehrt.
      Er hat übrigens wie Herr Jebsen seine Zuhörer zum SelberDenken aufgefordert und keine fertigen Lösungen geboten 😉

  13. Ich weiß jetzt nicht, ob’s hier schon erwähnt wurde: Dass immer noch und immer wieder versucht wird von Seiten der Massenmedien, Ken Jebsen mit seiner exzellenten journalistischen Arbeit in den Schmutz zu ziehen, beweist ja nur, wie groß die Gefahr dieser Konkurrenz in Bezug auf Popularität von Ihnen eingeschätzt wird. Und wenn Jutta Dittfurth nur ein kleines bisschen des Gerechtigkeitsempfinden besäße, von dem sie immer vorgab, von Grund auf motiviert zu sein, dann hätte sie sich schon längst einmal öffentlich für ihre Fehleinschätzung entschuldigen müssen! Denn so dumm kann sie ja doch wohl nicht sein, dass sie heute immer noch glaubt, was sie einmal in ihrer politischen Verranntheit in Bezug auf Ken so von sich gegeben hat. Einfach nur sich jetzt darüber auszuschweigen zeugt von wenig Charakterstärke.

  14. Wie wäre es denn einmal mit Konstruktivem KEN?

    Ständig nur meckern und propagandieren ist Aufklärung aber es folgen keine Taten!

    Fordere 140.000 Follower auf, Petitionen und Aufforderungen an alle 4 Alliierten zu verschicken.

    Nur wenn die Alliierten Deutschland eine Verfassung erlauben, können wir aus den Fängen der USA, können wir das korrupte US hörige System verändern.

    DU WILLST DAS WIR FÜR UNSERE TATEN VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

    Wir bomben ja
    Wir töten ja
    Wir Deutschen haften für unser Land und unsere Regierung

    Nur können wir ohne die Aufkündigung der Geheimverträge GAR NICHTS

    also KEN … mal konstruktive Aufrufe formulieren und organisieren

    Putin entlässt uns … fehlt nur noch Frankreich und England

    Wer England dazu bringt uns zu entlassen … bekommt 1 Mio Euro … 🙂

  15. Der Kontrollverlust der Massenmedien bereitet mir so keine Sorgen. Jedem ist ja jederzeit freigestellt jeglich Propagandageschrei sofort abzuschalten. Einfach auf der Fernbedienung auf den AUS-Knopf drücken. Das ist ja noch erlaubt.

    Mehr Sorgen bereitet mir der Kontrollverlust über die Politelite. Dazu muss man es immerhin schaffen, sich zum Wahllokal aufzumachen um ein gültiges Kreuz für irgendeine Partei zu setzen, die nicht zum Politestablishment gehört. Das geht eben nicht jederzeit. Man muss es sich also auf dem Kalender dick vermerken, und es dann auch tatsächlich durchführen. Warum wir das tun sollten, wird uns „unsere“ Regierung in der weiteren Zeit selbst noch eindringlich nahelegen.

    P.S.: MMM weiterhin eine Klasse für sich. Weiter so!

  16. Hab gerade den Marschbefehl aus Moskau erhalten.
    Wir sollen alle 2017 die Merkel-CDU wählen.
    Das sei garantiert das Ende der EU.

    Muss schon sagen, geschickte Gegen-Propaganda dieses Putins.
    Vielleicht ein Wachmacher um eine eigenständige EU zu retten?

  17. Bring Trump tatsächlich den frieden oder ist er nur ein Neues Gesicht für das alte Imperium?

    Was ist bezüglich Trump und Iran zu erwarten bzw. zu erhoffen?

    Trump hatte gesagt, der Iran sei eine Bedrohung für Israel Irak und Saudi Arabien – und hat ein Problem damit.

    Könnt es sein, das – jetzt wo man Syrien ruiniert hat und dabei erwischt wurde – sich einfach nur mit frischem Gesicht den nächsten Opfern zuwendet?

  18. Warum wird hier von Herrn Jepsen immer gesagt, dass Herr Trump mehr Stimmen bekommen hat?
    Er hat mehr Stimmen der Wahlmänner bekommen, das stimmt natürlich. Von den Wählern wurde doch mehrheitlich für Clinton gestimmt. Von daher haben die Medienmassen ihren Einfluss nur scheinbar verloren.

    • Nein, die Medienmassen haben nicht scheinbar verloren. Bei DER Kampagne, bei der geschlossenen Ablehnungsfront, bei dem Spott, dem Hass, den die gegen Trump augeschüttet hatten, hätte er nicht über 10% kommen dürfen.

    • @Bernhard Meyer

      so gesehen natürlich, aber faktisch hat die Mehrheit immer noch den Machteliten glaubt, auch wenn es anscheinend nicht mehr als 1% der amerikanischen Bevölkerung war.
      Ich bin froh, dass es nicht Clinton wurde, auch wenn ich nicht für Trump bin, aber so ganz traue ich der ganzen Sache noch nicht.
      Ist ja auch verständlich, bis jetzt lief in den letzten Jahrzehnten ja immer das Meiste so, wie es von oben gewünscht war.

  19. Wieder eine gute Sendung, vielen Dank.
    Die Regierungen werden versuchen, sich den Kontrollverlust durch die Medien wieder zurück zu holen, daher wünsche ich mir, KenFm wappnet sich für verschärfte Angriffe, mit denen nun zu rechnen ist. Die EU wird eine Richtlinie verabschieden die es den Regierungen erlaubt Meinungs- und Pressefreiheit und Demonstrationsrecht weitreichend einzuschränken. (DWN: „Gefährliche EU-Richtlinie: Jeder kritische Bürger kann ein Terrorist sein“) Schon die Erwähnung von Guevara oder Mandela in positivem Licht könnte einen als Terrorist dastehen lassen.

    Könnte eine alternative Domain eingerichtet werden, vielleicht über einen Server in Island?
    Wäre es möglich, nun massiv zu werben (mit kleinen Zettelchen, die man sich runterladen und verteilen kann)?

    Vermisst habe ich was zum Kontrollverlust der Elite aufgrund der geleakten Emails über die ekelhaften abartigsten Pädophilenringe Pizzagate etc..

    • Man wähnt sich wirklich im falschen Film. Dazu jetzt auch noch Zitis (Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich). Hört sich ja wieder mal harmlos an, bedeutet aber letztlich die Möglichkeit Nachrichten offenbar vor ihrer Verschlüsselung abfangen zu können.

      Wie sind Sie darauf gekommen, das Letzteres von Ihrem Kommentar möglicherweise ein Trick sein könnte? Mir kam diese Meldung damals auch spanisch vor, habe allerdings auch noch kein Dementi bisher gesehen.

    • Pädolphilie (und Satanismus) und Macht sind eng miteinander verbunden, ein ernsthaftes Problem globalen Ausmaßes, das ordentlich untersucht und strafrechtlich verfolgt werden muß. Aber die Pizzagate Enthüllungen wirken überzogen weil einige vorgebrachte „Beweise“ lächerlich sind (zB Tunnel graben mit Tischtennisplatte im Hintergrund), also hab ich mal gesucht ob es vielleicht eine Falle ist. Es gibt einige Videos mit false flag, hoax, psyop betitelt, die gute Argumente bringen.

      – später könnten sie mit Beweisen rausrücken, daß es eine fake news ist und könnten Plattformen diffamieren, die das verbreitet haben und alle „Verschwörungstheorien“ auf einmal belasten
      – bei Pizzagate geht es um Anschuldigungen namentlich genannter Personen, Hass gegen bestimmte Orte und Personen – wenn es nicht stimmt, ist das Verleumdung mit strafrechtlichen Konsequenzen, und sie können weitere Gesetze gegen alle Art von freier Meinungsäußerung und Arbeitshypothesen schaffen
      – der emotionale Hype erschwert Auffliegen der Pädophilenringe wenn es einmal als fake ausgemacht ist
      – warum hat man die Untersuchungen so viral werden lassen, und schaltet dann erst ab?
      – traumatische Programmierung (in der Pizzeria um die Ecke bei mir könnte das gleiche passieren etc)
      – Ablenkung
      – pizzagate fake ist ein Reim – Geheimdienste lieben solche Verknüpfungen die einfach zu merken sind (je suis Charlie, Panama Papers)

      Alles ist möglich. Ich zweifle allerdings keinesfalls daran, daß die kriminellen Machenschaften praktiziert werden.

    • KenFmFan
      Ich fürchte Sie haben recht. Ein Grund mehr vorsichtig zu sein, was da an neuen Informationen kommt und nicht in
      diese Falle hineinzulaufen. Man sollte sich auf das Eigentliche konzentrieren und mehr auf das besinnen, was erreicht werden soll. Dazu gibt es genügend ungeklärte und zweifelhafte Vorkommnisse aus der Vergangenheit, für die greifbare Hinweise vorliegen sie als solche zu entlarven (Ukraine, 11. Sep. etc).

      Über die kriminellen Machenschaften und deren gigantischen Dimension, was ihre Verbreitung und Verflochtenheit mit den existierenden Macht Strukturen betrifft, gebe ich mich auch keinen Illusionen mehr hin.

  20. Also bei der subtilen Propaganda; „Der Anschlag“, gehe ich nicht mit – Ihnen ist schon klar dass es die QRA Staffel JG71 in Neuburg gibt, die den gesamten Süddeutschen Luftraum 24/7 überwacht – Im Norden gibt es genau das gleiche – Die machen nichts anderes als genau auf solche „Bedrohungen“ zu reagieren. Vor 2 Jahren gab es hier mehrere Überschallknalls, als die QRA Eurofighter Richtung Chiemsee flogen, um eine Passagierflugzeugmaschine der Turkish Airlines, die Probleme mit dem Funkgerät hatte abzufangen. Deswegen verstehe ich den Bogen nicht ganz mit der BW im Inneren. Die gibt es doch schon längst. Vielleicht können Sie das noch näher erleutern.

    Im Übrigen heißt der Mann mit den Roten Punkten Seibert, nicht Seiters.

    Danke für Ihre Arbeit

  21. Aloha!
    Leider vermisse ich auch hier nun den dringlich erforderlichen Realismus. Die Menschen in den USA sind wieder hinters Licht geführt worden. Die Täuschung hat eine Orwell’sche Dimension von unglaublichen Ausmaßen erreicht.
    Bislang hat Trump ausschließlich anti-demokratische Plutokraten in seine neue ‚Regierung‘ geholt. Heute heißt es das Mitt Romney Außenminister wird. Wissen sie eigentlich wer das ist? Ebenso erfahren wir heute das alles was Trump im Wahlkampf von sich gegeben hat nur Mittel zum Zweck war. „Wenn ich gewinne, werde ich eine Sonderkommission zur Aufklärung der Clinton Affäre (Foundation und email Skandal) aufstellen.“ Da können Sie lange drauf warten. Trump hat bereits zugegeben das dies nicht passieren wird.
    General Bundesanwalt wird ein Typ dem bereits vor Jahren eine Position eines ‚Attorney Generals‘ in ALABAMA (Hallo!) verweigert wurde weil er so rassistisch war. Der meinte das er kein Problem hatte mit dem Ku-Klux-Klan bis er heraus fand das die da Cannabis rauchen. Der Mann glaubt Cannabis muss strafrechtlich genauso verfolgt werden wie Heroin und Methamphetamine. Obwohl einige Staaten es bereits vollständig entkriminalisiert haben.
    Es wird auch Ihnen bald dämmern das wir un-reichen Menschen wieder heftigst verarscht wurden. Die Stimmung hier ist auf dem absoluten Tiefpunkt und immer mehr Leute sind der Auffassung das die Zeit für eine blutige Revolution gekommen ist.
    Das die Medien in Deutschland genau den gleichen Kraeften dienen wie hier muss einfach klar sein. Es geht darum die Menschen so zu missinformieren das diese den Wald vor lauter Baeumen nicht mehr sehen können.

    Wer immer noch nicht verstanden hat das wir uns mitten in dem bereits vor 30 Jahren prognostizierten „reich gegen arm‘ Krieg befinden, dem kann man nicht mehr helfen. Ist Trump reich, oder arm?

    Apropos ‚Soros‘. Von ‚The Daily Sheeple‘ (auch auf der neuen Liste der Russischen Propaganda Organe):
    „From a 17-year Goldman Sachs banker who once worked for George Soros as Secretary of Treasury, to a billionaire Senior Managing Director at Rothschild, Inc. for Secretary of Commerce, it’s becoming blatantly obvious the U.S. government will be business as usual only better for megabanks with the Trump Administration running things.“
    ‚Von einem 17 Jahre bei Goldman Sachs angestellten Banker der fuer George Soros Schatzmeister war, bis zu dem Milliardaer und Senior Vorstandsvorsitzenden bei Rothschild Inc., der jetzt Wirtschaftsminister wird, macht es schmerzlich offensichtlich das in der neuen US Regierung alles ‚business as usual‘ sein wird – nur besser fuer die Megabanken mit einer Trump Regierung.“

    <a href="http://www.thedailysheeple.com/hedge-fund-manager-on-trumps-wall-street-filled-swamp-i-can-take-glee-in-that-donald-trump-conned-voters_122016&quot; title="Trump's Wallstreet gefüllter Sumpf"

  22. Sicherlich herrscht bei den Geld- Eliten dieser Welt auch keine Eintracht, vermutlich noch weniger, wie unter dem „Fußvolk“ und dieses unerwartete Wahlergebnis wäre dann ein Resultat davon.

    • Hitler und die Nazis sind wohl von allen möglichen Geldgebern aus dem Ausland unterstützt worden, aber vor allem aus USA, z.B. von den Rockefellers und Henry Ford. Was Sie wahrscheinlich meinen, L.v.M., ist das Mitmischen der Zionisten. Ich weiß nicht, in wie weit die Rothschilds daran beteiligt waren. Der investigative Wirtschaftsjournalist F. William Engdahl schreibt in seinem Buch: „Saat der Zerstörung“, dass die Rockefellers ihre Eugenik- Forschung ab der 1920er Jahre auch in Deutschland beförderten mit Geldern an das Kaiser -Wilhelm-Institut, wo der von ihnen finanzierte Ernst Rudin der führende Psychiater war und dann auch das Nazi- Programm der eugenischen Zwangssterilisation leitete und das nationalsozialistische Sterilisationsgesetz von 1933 schrieb. Er wurde zweimal von Hitler für seine Beiträge zur deutschen Eugenik, zur Rassensäuberung, geehrt. Unter seinem Sterilisationsgesetz wurden etwa 400 000 Deutsche, die als manisch-depressiv oder schizophren diagnostiziert worden waren, zwangssterilisiert,und Tausende behinderter Kinder wurden einfach getötet. Hitler schwärmte persönlich für die amerikanische Eugenik, pries sie in seinem Buch MEIN KAMPF:
      „Es gibt heute einen Staat, in dem wenigstens schwache Ansätze für ein besseres Konzept der Einwanderung bemerkbar sind. Später gratulierte er dem amerikanischen Eugeniker Madison Grant zu seinem Buch aus dem Jahr 1916 „Das Ende der großen Rasse(The Passing of the Great Race), worin dieser u.a. z.B. schrieb:
      “ Bemühungen, Kleinkinder der niederen Klassen am Leben zu erhalten, führen oft zu ernsthaften Schädigungen der Rasse.“
      1940 waren Tausende Deutsche in Altersheimen und Heilanstalten systematisch getötet worden, etwa so, wie es Popenoe nur mit weniger Erfolg 20 Jahre zuvor in den Vereinigten Staaten empfohlen hatte. 1940 sagte Leon Whitney, der Geschäftsführer der von Rockefeller finanzierten Amerikanischen Eugenikgesellschaft über die Nazi-Versuche: „Während wir mit Samtpfoten drum herum reden, nennen die Deutschen das Kind beim Namen.“

      Ich habe über diese Eugenikbewegung aus USA auch erst so um 2000 herum überhaupt etwas erfahren und finde es nun immer wieder erstaunlich, wie in der breiten Weltöffentlichkeit dieser eine Hitler als erster Erfinder des tödlichen Rassenwahns hingestellt wird, während von der amerikanischen Eugenikbewegung nirgends etwas zu lesen ist und man sogar Gefahr läuft, sofort als Nazi abgestempelt zu werden, wenn man nur darauf hinweist, dass dieser rassenwahnsinnige Hitler ja nicht einfach so aus einer sonst so menschenfreundlichen Geschichtskiste gesprungen ist!

    • Es bringt ja auch heute niemand mehr die Gen-Forschung(Genetik) mit der Eugenik(Rassenhygiene) in Verbindung, obwohl es im Grunde um das selbe geht: Man will der Natur ins Handwerk pfuschen. Davor hieß das „Alchemie“. Es gründet alles auf dem patriarchalen Macher-Größenwahn, zu glauben, man könne oder nach dem AT „müsse“ sogar „sich die Erde untertan machen“. Die Natur soll es in Jahrmillionen nicht so gut hingekriegt haben, das Leben, wie jetzt diese unsere hehre Wissenschaft das angeblich locker imstande sein soll. Unsere Art ist gerade dabei, alles ins rechte Lot zu bringen, wie man allerorten sieht, weil unseren Vorfahren durchs Aas-Essen so große Gehirne gewachsen sind!

  23. Schön, dass Ihr diese unsägliche Sendung „Terror“ erwähnt habt. Ich sehe darin das hinterhältig-geschickte Bemühen, dem Fußvolk jedes Gefühl und Gespür für seine Rechte abzuerziehen. Es ist Verwirrung und mit solchen Verwirrungen wird auch gearbeitet, wenn es um die sogenannte Meinungsfreiheit. Auch hier gibt es viele Beispiele aus den vergangenen Monaten, die hier systematisch das Bewußtsein verwirren, was Meinungsfreiheit eigentlich bedeutet.
    Zu „Terror“ möchte ich explizit noch die nachfolgende Diskussion bei „HartaberFair“ erwähnen, wo ein sichtlich fassungsloser Gerhard Baum (der offensichtlich erkennt, was hier gespielt wurde) systematisch ausgebremst wurde und zum Gegenstand des Belächelns wurde – vom Moderatuor Plasberg ebenso wie später in der Berichterstattung in den Medien. Dahinter steckt System, eine Botschaft: Das blüht Dir, wenn Du Dich gegen Mehrheiten stellst, hier: den Wert des Grundgesetzes verteidigen willst und nicht „modern“ denkst. Du brauhcst es ja auch nicht, wenn Du schön im Pulk mitschwimmst, die Grundrechte sind nur wichtig, wenn Du als Outsider durchkommen willst und damit muss endlich Schluß sein.
    und diese Masche funktioniert: nach dem Sieg von Trump war in der Klasse meine Sohnes unter den 12-13jährigen Katastrophenstimmung, es gab nicht eine Stimme, die dagegen hielt. Immerhin die Lehrerin verschanzte sich hinter einem „ich hätte niemanden von denen wählen wollen“. Es war ein gewaltiger Druck, obwohl das sicher nicht das Thema von 12-13jährigen ist. Aber was auffällt ist die Tendenz, dass sich zunehmend niemand mehr traut, aus der Reihe zu scheren. So funktioniert Demokratie: ein gehirngeschwaschenes Volk darf abstimmen – nach der Wäsche. Tocqueville hat das sehr gut durchschaut schon vor langer Zeit, was es bedeutet, dass die Tyrannis nicht mehr von einem einzelnen machthaber sondern vom Volk ausgeht: „Der Machthaber sagt nicht mehr: ‘Du denkst wie ich, oder du stirbst.’ Er sagt: ‘Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich. Leben und Vermögen bleiben dir. Aber von dem Tage an bist du ein Fremder unter uns. Du wirst dein äußerliches Bürgerrecht behalten, aber es wird dir nichts nützen. Selbst wer an deine Unschuld glaubt, wird dich verlassen, sonst meidet man auch ihn. Ich lasse dir dein Leben, aber es ist schlimmer als der Tod.“

    Was „Terror“ betrifft: Die ganze Inszenierung war hochmanipulativ: Der Todespilot ein Sympathieträger Typ Stauffenberg, die Staatsanwältin mit unangenehmer Stimme, ausserdem eine Frau, der es auch heute nicht wirklich gleichberechtigt zusteht, eine Angriffsposition gegen einen Mann einzunehmen, die Verdichtung auf die Frage: Freispruch oder Verurteilung zu Mord, Ausblendung des Umstandes, dass es auch noch ein Strafmaß gibt, das die besonderen Umstände berücksichtigt, und des Umstandes, dass auch andere Tötungsdelikte im entsprechenden Verfahren zum tragen kommen könnten. Und dann die Botschaft, die de fakto lautet: 86% verzichten bereitwillig auf ihre Grundrechte, wenn es der „höhere Zweck“ verlangt. Gerade weil es so subtil ist, ist es besonders gefährlich.

    Versucht doch mal, Gerhard Baum für ein Interview zu gewinnen, er ist so ein aufrechter Geist wie Willy Wimmer und steht ein für die Bürgerrechte, an deren Zerstörung heute gearbeitet wird.

    • Ihr Kommentar zum „Terror“-Film der ARD ist sehr ausführlich und sehr gut. Ich würde jedes Ihrer Worte einzeln unterschreiben.

      Glückwunsch auch an Herrn Jebsen zu dieser neuen Ausgabe „MMM“ und zum neuen Buch!
      Um andere Leser nicht zu beeinflussen erwähne ich hier nicht, dass ich es für ein sehr sinnvolles Weihnachtsgeschenk halte.
      😉

  24. Zum, zu Beginn, angesprochenen Thema der Demokratie:

    Wählen ist verkehrt! Vortrag zur Wahl (Peter Decker, GegenStandpunkt)

    https://www.youtube.com/watch?v=eG9-rWmkV7s

    Es ließe sich lange und breit darüber diskutieren, ob wir überhaupt in einer Demokratie leben und über Sinn und Unsinn von Wahlen innerhalb des Systems.

    Zwei Anmerkungen dazu:

    Eine simple Definition von Demokratie ist, die Herrschaft durch das Volk, für das Volk. Demnach leben wir nicht in einer Demokratie, sondern im:

    „Der Faschismus sollte Korporatismus heißen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist.“
    (Benito Mussolini)

    Wer mehr lesen möchte, Herr Decker aus dem verlinkten Vortrag, ist auch Herausgeber des Buches:

    Demokratie – Die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft

    ISBN: ISBN 978-3-929211-13-9

    Aus der Beschreibung:

    Freie Wahlen werden amtlich als Kernstück der Demokratie geschätzt. In der Demokratie, heißt es, wird nicht einfach regiert – das Volk erteilt per Abstimmung den Auftrag zur Wahrnehmung der Staatsgeschäfte.
    Weniger amtlich betrachten Politiker wie Wähler diese Veranstaltung ohne solche Ehrerbietung. Demokratische Politiker nehmen Wahlen nüchtern als Bedingung und Gelegenheit, auf Kosten der Konkurrenten an die Macht zu gelangen. Und mündige Bürger haben Wahlen längst als Schwindel durchschaut. Wählen gehen sie selbstbewusst ohne Illusionen, damit etwas zu ‚bewirken‘ oder zu ‚verändern‘.
    Sowohl die hohe Meinung über die hehren Grundsätze demokratischer Machtausübung wie auch das abschätzige Urteil über die praktische Betätigung des Volkswillens übergehen allerdings, was das Institut der freien Wahlen tatsächlich leistet: Mit den Wahlkreuzen legitimiert sich immerhin eine Herrschaft, die sich auf ihre Unabhängigkeit von ihrer Basis – vom ‚Druck der Straße‘ – viel zugute hält und von ihrer Freiheit regen Gebrauch macht. Und auch wenn es aufgeklärten Zeitgenossen ‚letztlich doch egal‘ ist, von wem sie regiert werden; egal sollte es ihnen nicht sein, dass sie von ihrer demokratisch gewählten Herrschaft alle Lebensbedingungen serviert bekommen, mit denen sie praktisch zurechtkommen müssen.

    … oder simpler:

    Man darf die Farbe des Fahrzeugs wählen und sonst nichts.

    —–

    Kurz zum angesprochenen Abschuß einer Passagiermaschine, im Zusammenhang mit einer terroristisch motivierten Entführung.

    Das Thema ist willkürlich und wurde vor Jahren schon von Herrn Schäuble angeschoben.

    Hier geht es wohl um die Schaffung einer Legitimation, von Rechtssicherheit und Akzeptanz, für Maßnahmen die wohl irgendwann erforderlich erscheinen, um den Status Quo aufrechtzuerhalten.

    Schließlich ist Terrorismus das, was die Herrschaft dafür erklärt.

    —–

    Zum Thema der angesprochenen Luftbrücke, Zitat:

    „Dabei wurde besonders bei der „Berliner Luftbrücke“ mit dreistesten Lügen und einem gewissen Placebo-Effekt gearbeitet: die Ernährung der Westberliner Bevölkerung war bei offenen Grenzen nach Ostberlin und in die Sowjet-Zone niemals gefährdet, ebenso die Wasser- und Energieversorgung. In der kaum vorstellbar großen Kantine der Berliner Verkehrsbetriebe, die in Ostberlin lag, konnten tausende Westberliner zu günstigsten Preisen essen, die Lebensmittelpreise in den HOs und in den KONSUM-Läden waren subventioniert und auch für die ärmsten Familien bezahlbar. Trotz der von Oben, der unter den Militärregierungen arbeitenden Westberliner Sektoren-/Stadtregierungen organisierten Kampagne „Kauft nicht beim Russen“, “Kauft nicht beim Konsum!“, „Kauft nicht bei der HO“ verfingen nicht. Sie konnten auch nicht verfangen, weil die „Luftbrücke“ nicht in der Lage war, die Ernährung von 2,5 Millionen Westberlinern (inklusive Wasser , Müllentsorgung, Abwasser und Heizung , Kleidung ) zu sichern. Zumal die Haupttransportkapazitäten für militärische Ausrüstung und den Bedarf der Westalliierten Truppen in Berlin reserviert war.“

    … aus dem Artikel von Herrn Engelbart:

    Das Atlantik-Luftbrücken-Paket von Wiglaf Droste in der jW, oh je!

    http://www.barth-engelbart.de/?p=91663

    —–

    Zum Abschluß in diesem Zusammenhang, dieses mal nicht in der Sendung, aber da der Marshall Plan oft genug Erwähnung findet:

    „Im März bewilligen der Senat und das Repräsentantenhaus auf Initiative des Senators J. William Fulbright einen Unterstützungsantrag für die „Vereinigten Staaten von Europa“. Der Kongress fordert die vom Marshall-Plan profitierenden Staaten auf, sich um die Teilnahme an diesen „Vereinigten Staaten“ zu bewerben.“

    … aus:

    Die geheime Geschichte der Europäischen Union
    von Thierry Meyssan

    http://www.voltairenet.org/article188097.html

    … oder hier:

    „Eine Mehrheit von Serben glaubte, sich der Europäischen Union nähern zu müssen. Dies verkennt die Tatsache, dass die Europäische Union die zivile Seite eines einzigartigen Stückes ist, dessen militärische Kehrseite die NATO ist. Historisch wurde die Europäische Union gemäß den geheimen Klauseln des Marshall-Plans geschaffen, sie war daher der NATO vorangegangenen, aber sie ist nicht weniger ein Teil desselben Projekts angelsächsischer Herrschaft.“

    … aus:

    Thierry Meyssan:„Die syrischen Terroristen wurden von der UCK im Kosovo ausgebildet“
    von Slobodan Eric

    http://www.voltairenet.org/article176872.html

    Luftbrücke, Marshall Plan u.ä. sind wohl in erster Linie Instrumente zur Unterwanderung und weniger zur Unterstützung gedacht.

    • Sehr interessante Neuigkeiten! Immer mehr Segmente der Geschichte entpuppen sich als Propaganda! Aber so tief wollen viele eben nicht in die Realität fallen und deshalb glauben sie lieber an die Täuschung als an die Wirklichkeit. Ist das womöglich das Schicksal unserer Art? Alles Maya?

    • @Veganislove – ja das ist es leider so! Gerade erwachen viele Menschen immer mehr aus der Systemmatrix 🙂 Und das hat möglicherweise zwei Gründe. 1. Der Zeitgeist lässt es zu das Lügen immer mehr und mehr an die Oberfläche schwimmen. 2. Der Buchdruck hat in jener Zeit den Feudalismus und die Kirche praktisch fast in die Knie gezwungen, als die Menschen anfingen zu lesen und sich eine andre Meinung zu bilden als es ihr Machtmonopol zugelassen hatte. Heute denke ich hat das Internet diese Funktion übernommen und ist noch weitaus gefährlicher für die Strippenzieher hinter all dieser Systemmaya! Doch die weitaus noch schwerer durchschaubare Matrix und das ist das Leben selbst an sich, ist eine weitaus komplexere und heftigere Stufe um sie zu durchschauen, denn nicht umsonst sind es bis heute nur wenige in der Menschheitgeschichte gewesen die am Ende die absolute Freiheit dadurch erlangt haben! Das verrückte ist nähmlich dabei das mann hier nicht durch die äussre Illusion diese Matrix erkennt und durchschaut, sondern nur durch die reine Selbsterkenntnis an sich selbst – wer und was mann im Grunde ist. Und da kommt dann eben die ganz grosse Angst auf, das eine gute Frage darauffolgend noch ein bessere nächste Frage aufwirft und da kann es dann schon mal passieren das einem dann am Ende noch das ganze Kartenhäuschen zusammenfällt 🙂 Dieser Mut alles bis zum entgültigen Punkt hin fertigzudenken und verstehen zu wollen, ist dann dieser mystisch bekannte Tod denn alle Weisen Menschen in ihren Schriften und Gedanken hinterlassen haben. Dieser Schritt werden auch in Zukunft weiters nur die allerwenigsten mutig gehen und uns damit ein Vorbild sein! Aber ich glaube wir haben jetzt den Zeitgeist dazu, das der erste Schritt getan wird für eine freiere Menschheit, nähmlich die Matrix des Gesellschaftssystem zu durchschauen!

    • Letzer kleiner Nachtrag. Wenn sie diese innere Illusion noch durchschauen, dann sind sie wortwörtlich in wahrsten Sinne ein Buddha! Einer der kommt und geht wie es ihm beliebt, nichts kann ihn mehr gefangen halten, nichts täuschen, nichts mehr belügen. Aber wir alle wissen ja wieviel Buddhas es bis jetzt es in dieser Welt gegeben hat 🙂 Aber diese Möglichkeit schlummert in jedem Menschen wenn er dann wirklich konsequent den Weg geht sogar seine Illusion zu durchschauen……

    • Ja- das wichtigste ist, keine festen (Vor-)Bilder mit sich herum zu tragen, vor allem keines von sich selbst.
      Das wird dem ahnungslosen Kind zunächst vom kranken sozialen Umfeld aufgezwungen, bis das Kind, wenn es Glück hat, dann im Zuge des „Erwachsens“ und vielleicht mit Hilfe großer verstorbener Geister dies irgendwann bemerkt und sich davon befreien kann. Das ist gemeint mit einer der „niederreissenden Fesseln“, die Buddha „den Glauben an die Persönlichkeit“ nannte und den man heute in etwa mit „Personenkult“ übersetzen könnte. Nur mit diesem kann Selbstgerechtigkeit und Hass entstehen. Buddha nannte nach Überlieferung einmal die „5 niederreissenden Fesseln“: 1. Der Glaube an die Persönlichkeit.
      2. Der Zweifel.
      3. Das Klammern an Tugendwerk
      4. Die Begehrsucht
      5. Die Gehässigkeit

      wobei er an anderer Stelle das letzte, den, Hass als die größte Verfehlung nannte.
      Echte „Tugend“ ist meines Erachtens alles, was wirklich glücklich(niemals unglücklich) macht und das sind nach meiner Erfahrung u.a. die Demut und die Dankbarkeit- im krassen Gegensatz zu Selbstgerechtigleit und Gier.

  25. Die Reaktion der Massenmedien ist so überzogen, dass man sich fragen könnte, ob dahinter nicht Kalkül steckt. Mit Donald Trump hören nämlich zumindest zwei Dinge ganz sicher nicht auf: der Turbo-Kapitalismus, der den Reichtum der Reichen befördert und die NATO, die die Frontlinie um den immer größer werdenden Wirtschaftsraum zieht. Dieser Wirtschaftsraum wird weiter im größten Raubzug aller Zeiten abgeerntet. Wenn ich mir Trumps Schattenkabinett ansehe, dann schwindet meine Zuversicht, dass sich daran irgend etwas ändert. Was erreicht ist: einem neoliberalen NATO-Präsidenten folgt der nächste neoliberale NATO-Präsident. Der ganze Wechsel-Hype ist eine Inszenierung, bei der sich die Empörung der Unterschicht entladen kann, ohne das System zu gefährden. The show and the war must go on.

  26. Die Szene mit Frau Merkel und ihrer „Demokratie und Werten ….“ ist so zum k……
    Wie zu DDR Zeiten die Parolen so theoretisch und ohne Inhalt. Na ja , sie hat es ja selbst live erlebt . Das scheint die Angst vor Veränderung zu sein dieses am Alten festhalten.

  27. in Bezug auf die Wahl in den USA:
    Ken,
    aber eins muss man auch sehen.
    Die Deutsche Regierung + den „Qualitätsmedien“ bleiben sich treu. Zumindest vorerst.
    Was ist das? Können die nicht schnell genug umswitchen?
    Die EU-Elite begehrt auf.
    Ist das nur Theater?
    Ich finde das schon bemerkenswert. Das grenzt ja schon an „eigene Politik“. (auch wenn es nur die Alte ist)
    Mit Antiamerikanismus hat das NOCH nichts zu tun.
    Sicher hofft man auch darauf, das Trump nicht alles so macht, wie angekündigt.
    Man hatte offensichtlich keinen „Plan B“ in der Schublade, weil man die Wahl Trumps nicht auf dem Schirm hatte.
    Aber das wird sich wohl alles relativieren – warten wir’s ab.

  28. Ich meine von einem „Kontrollverlust“ zu sprechen ist eventuell etwas voreilig. Wir erinnern uns an die Piraten, eine Partei die sich eine andere Netzpolitik auf die Fahnen schrieb. Unsere Meinung zur Partei beiseite, war es doch ein basis-demokratisches Projekt ohne Lobbyschwergewichte. Ist diese Partei nicht an der negativen Berichterstattung der Leitmedien eingegangen? Somit konstatiere ich das Leitmedien trotz Alternativen leider immer noch einen erheblichen Einfluss haben.

    Andererseits erwachen die „Eliten“ auch zum Alternativmedientrend und kaufen sich entsprechend ein oder finanzieren „Grasswurzel Aktivisten“ die von plötzlich auftauchen und einen erstaunlichen Zugang zu Spezialisten vorweisen können. In den Vereinigten Staaten gibt es solche Stiftungs-finanzierten Alternativmedien schon lange aber im Deutschen Raum fängt der Trend erst an.

  29. an Ricky Fortuna
    hier deine Antwort

    „Lügenpresse“ ist Denunziation: Gauck warnt vor Hass auf Medien
    Es hat schon angefangen.

    an Ausserkontrolle und MO
    Demokratieverständnis ?
    Ob jemand öfter gewählt wird oder nicht ist meiner Meinung nach Sekundär. Der ausschlaggebende Punkt ist, wie sich Demokratie auf den einzelnen Menschen auswirkt.
    Hier unsere Realität. Pluralismus und erträglicher Konsens in Staaten mit vielen Millionen Menschen ist eigentlich eine Utopie. Niemand wird behaupten können, dass ein Individuum in seiner Ganzheit von irgendeiner Politik, Regierung oder sonstjeder Herrschaftsform angemessen vertreten fühlen kann. Ich behaupte sogar, dass es nicht mal zu 20 % möglich ist, wirklich eigene Vorstellungen seines Lebens in solchen Gesellschaftsformen wie Nationalstaaten oder Königreichen zu erleben.
    Demokratie funktioniert eigentlich nur in kleinen Gruppen, die in einem ähnlichen Lebensraum unter ähnlichen Bedingungen unter ähnlichen Menschen leben. Nur hier ist wahre Demokratie möglich.
    Wie will man mit einer Regierung 80 Mio Deutsche unter einen Hut bringen, ohne dass wirklich entscheidende Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner unterdrückt werden ?
    Das ist scheinbar nur möglich, wenn eine Regierung die Möglichkeit hat, sein Volk gleichzuschalten und jedweden Individualismus auszutreiben.
    Wie geht das ????
    Na durch die gleichgeschalteten Medien, unnütze Reklame, gehirnwaschenden Religionen, angsteinflössenden Kinofilmen, parteiischen Zeitungen und durch die heiligen Wissenschaftler, die uns versuchen, irgendeine Wahrheit als Richtig zu verkaufen, weil deren Meßergebnisse nichts anderes zulassen angeblich.
    Das ist der Tod des Individualismus und somit auch der Tod der Demokratie.
    Solange es Nationalstaaten gibt auf dieser Erde, die es nicht dulden können, in einer wahren lokalen kleinen Gruppe echte Demokratie zuzulassen, wird es auf dieser Welt keinen Frieden geben.
    Ich behaupte, echte Demokratie kann nur in einer so großen Gruppe funktionieren, wie ein Mensch real in der Lage ist, ohne technische Kommunikationsmittel zu benutzen, echte körperliche Kommunikation zu praktizieren.
    Und diese Zahl soll bei etwa 150 bis 250 liegen.
    Hier eine Quelle dazu aus Wikipedia
    „Unter der Dunbar-Zahl (englisch Dunbar’s number) versteht man die theoretische kognitive Grenze der Anzahl an Menschen, mit denen eine Einzelperson soziale Beziehungen unterhalten kann. Das Konzept wurde vom Anthropologen Robin Dunbar entwickelt. Die Dunbar-Zahl beschreibt die Anzahl der Personen, von denen jemand die Namen und die wesentlichen Beziehungen untereinander kennen kann.
    Dunbar sieht die Anzahl als Eigenschaft bzw. Funktion des Neocortex. Im Allgemeinen betrage die Dunbar-Zahl 150, wobei die Anzahl der Freunde individuell zwischen 100 und 250 schwanken könne. Ob sie auch für sogenannte virtuelle soziale Netzwerke gilt, ist Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. “

    Alles was darüber hinausgeht, ist eigentlich schon zu viel.
    Ich gebe zu, es klingt ziemlich utopisch und unrealistisch sowas irgendwie mal praktisch umzusetzen, aber sobald diese Zahl überschritten wird, ist der Mensch nicht mehr in der Lage, ohne Hilfsmittel jeder Art, und dazu zählen vorallem die Medien, eine Organisation aufrecht zu erhalten, die dem Wunsch nach Individualität und wahrer Freiheit entspricht.

    Wenn wir dieses Wissen im Hinterkopf behalten, können wir uns wenigstens täglich bewusst machen, dass alles was da draussen passiert, niemals zum Wohle der Individuums geschieht, sondern irgendeiner dominanten Idee folgt.
    Diese dominante Idee zu erkennen ist der Kampf, denn jeder führen muss, um sein Leben einigermassen Erträglich zu gestalten, indem dieser idee seine eigenen Ideen entgegengesetzt werden können.
    Macht mal einen Test und schreibt mal auf, mit wievielen Menschen ihr wirkliche reale soziale Kontakte pflegt. Ihr werdet feststellen, dass ihr in dieser Gesellschaft vereinsamt. Dabei kann jeder locker zu 100 Leuten intensive tatsächliche Kontakte führen.

    pooler1970

    • Ich gebe dir vollkommen recht; auf dieser Annahme die beispielsweise Rousseau (und vermutlich auch viel früheren Denkern) schon bekannt war, beruhen viele soziale Theorien. Allerdings hatte Rousseau schon dasselbe Problem was wir heute haben! Wie soll man zu dem ahistorischen Konstrukt (zurück)gelangen an dem gesellschaftliches Leben so dezentral, lokal und persönlich strukturiert (war)ist, dass es die Grenzen der Empathie seiner Mitglieder nicht (überstieg)übersteigt?

      Ich denke an der Problematik kann man zwei große Strömungen unser heutigen Zeit erkennen. Einerseits die Modernisierungstheoretiker zu denen ich alle Zentralisierungsbestrebungen zählen würde, die aus gutem Grund das Argument anführen, dass wir in Folge der Globalisierung vor Herausforderungen stehen, die wir nicht nicht auf nationalstaatlicher Ebene lösen können. Man kann wenn man möchte hier den Geist des Kapitalismus finden; die Probleme die das System hier zu einer Anpassung zwingen hat es selbst erzeugt. Für mich ist nur fraglich ob eine Verlagerung der Kompetenzen von der Basis zu einer noch weiter entfernten Spitze zu einer Lösung betragen kann. Zumal wir ja auch sehen, dass Strukturen wie die EU die wirklich großen Fragen unserer Zeit (globale soziale Gerechtigkeit, Ressourcenmanagment) nicht ansatzweise bearbeiten. Aber in dem Bezug ist Modernisierungstheorie ja sehr ideologisch. Für mich ist dieses ‚Gedankengut‘ übrigens stark mit dem Liberalismus verbunden.
      Andererseits haben wir die Tendenz zurück zur staatlichen Souveränität, vor allem befördert durch das offensichtliche Versagen der Eliten im Bereich der Sozialstaatlichkeit. Politisch geleitet ist die Bewegung in den westlichen Staaten aber vorwiegend von klassisch Konservativen und der Vorstellung vom starken Staat; ob wir uns hier dann eine Verbesserung der Zustände außerhalb der eigenen Grenzen erhoffen können ist fraglich. Ich glaube nicht, dass beispielsweise die europäische Staatengemeinschaft, sobald die EU zerfallen ist, anfängt gemeinsam an globalen Problemstellungen zu arbeiten.

      Auch Rousseau, der erklärter Kulturpessimist war, hatte meiner Meinung nach keinen so richtig überzeugenden Ansatz für eine Lösung und erscheint im heutigen Licht vermutlich etwas esoterisch(?). Er setzte vor allem auf die Bildung als wichtigstes Element um die Bürger so zu erziehen, dass sie die richtige Entscheidung erkennen würden (Voraussetzung wären für uns ja erstmal Strukturen in denen wir überhaupt ein direktes Mitspracherecht haben); also so eine Art Bewusstseinssprung. Naja wenn ich mir die heutige ‚Bildung‘ zu Hause vorm TV, in Schulen aber auch Hochschulen angucke, hatte sich Rousseau wohl was anderes unter dem Begriff vorgestellt. Ich denke er meinte damit viel mehr das was Ken hier vielleicht schon ganz treffend zum Ausdruck gebracht hat: Man muss sich für zuständig erklären. Das Problem ist hier die scheinbare Alternativlosigkeit, der Mensch brauch doch immer eine Perspektive nach der er sich richten kann. Solange wir diese nicht anbieten können bleibt das vorherrschende System vermutlich ungefährdet.

    • Nun ist die Dunbar-Zahl aber eine Theorie, die auf der Denkweise unserer Epoche basiert und das immanent vorgegebene Ergebnis produziert. Das kann man schon daran sehen, dass ein Problem quantifiziert und abstrahiert wird und qualitative und substantielle Inhalte gleich gar nicht erst Berücksichtigung finden (können). Es passt in die Welt des bürgerlichen Ensembles nach Obergrenzen sozialer Beziehungen zu suchen, quasi als Krisen- und Legitimationsideologie dafür, dass unsere eigene Gesellschaftlichkeit sich ausschließlich unsozial und hintenherum herstellt, indem jeder eigene Zwecke verfolgt.
      Mal abgesehen von der eingangs nicht geklärten Frage, was denn „echte Demokratie“ genau sein soll, wird soziale Beziehung mit inter-individuellen Beziehungen gleich gesetzt. Das ist unzulässig, denn die soziale Beziehung ermöglicht den Kontakt mit und das Verstehen auch in der Begegnung mit bisher Unbekannten und macht dieses durch ein Vorverständnis praktikabel.
      So erkannten die Leute der in Europa in der Renaissance untergegangene Religiösen Formation die Lebenswelten anderer sofort und benannten deren Götter (letztlich Verwandtschaft-Systeme der gegenseitigen Alimentation) mit den Entsprechungen des eigenen Pantheons. Gleiches gilt für die magische Epoche der Wildbeuter mit ihren animistischen Ausprägungen. Dass gesellschaftliche Formationen aber sich Erklärungen zulegen und gleichzeitig durch sie entstehen, ist dabei kein Merkmal von Kontinuität oder des modernen Entwicklungsgedankens von Minus bis Plus-unendlich, sondern Merkmal von Menschlichkeit, eine quasi körperliche Konstante wie aufrechter Gang oder Spiegelsymmetrie, hier aber bezogen auf den Körper der Gesellschaftlichkeit, die ja ebenso eine Konstante ist.

      Wie also kommt eine Erklärung zu Stande und wie entsteht sie mit ihrer gesellschaftlichen Formation? Sie kommt dadurch zu Stande, dass die Leute einer Formation sich über ihr gesellschaftliches Handeln im Bezug auf sich selbst und ihre sie umgebende Umwelt verständigen und damit diesem Handeln verbindliche Ordnung und Grundlage geben. Allerdings geschieht dies nicht in freier, gewollter, bewusster und gesuchter Absprache, sondern bloß durch das gesellschaftliche Handeln in einer wahrgenommen Umwelt selbst. Diese Umwelt reflektiert gleichsam das gesellschaftliche Handeln und erlaubt so den Leuten, ihr Handeln als von der Umgebung bestimmt zu erleben. Das stimmt auch so, denn ist es nicht unsere Umgebung, die uns zu einem Handeln nötigt? Aber ausgeblendet wird dabei, dass die Umwelt selbst menschliches Produkt ist. Und schon ist vergessen, dass gesellschaftliches Handeln eine menschliche Konstante ist, und schon wird es zu einer umweltlichen Konstante, die es nun prägt. Anders gesagt: Menschliches Handeln als gesellschaftliches Handeln wird erlebt als Konflikt mit der Umwelt, der entsteht, wenn gesellschaftliches Handeln planvoll in die Umwelt eingeleitet und von ihr widergespiegelt wird.
      Die erste Formation, der es zustieß, sich mit einer Umwelt zurechfinden zu müssen, war die magische. Die Erklärung dieser Formation war einfach und logisch. Die Menschen sahen, dass sie tätig waren und bewirkten, und sahen, dass dieses Tätigsein und Bewirken nicht ihnen allein zukam. Tiere, Wolken, Gewässer, Berge, Lüfte, die ganze Umgebung war voll mit Tun und Wirken. Es lag nahe, sich dazu so zu verhalten, als wären Menschen und Umwelt in ihrem Tätigsein gleich. Zwar wurde dabei nicht erkannt (und wie hätte dies auch geschehen sollen), dass die Umwelt nicht gesellschaftlich tätig war, aber diese Einschränkung, die wir aufklärerischem Denken verdanken, können wir nur im Nachhinein machen; sie hat keine Auswirkung auf die damals in magischen Verhältnissen Lebenden und auf uns auch nicht. Jedenfalls brachten die Leute damals eine Leistung zu Stande, die sie in die Lage versetzte, in Sicherheit und Gewissheit zu leben. Diese Sicherheit bezogen sie aus der Umgebung selbst, die sie lehrte, dass jede Handlung mit Auswirkungen auch auf die anderen Handelnden verbunden war. Sie sahen sich also in einem Geflecht von Beziehungen, die durch gleichwertiges Handeln hergestellt wurden, wobei sie davon ausgingen, dass sich etwa die Handlungen eines Windes oder eines Fisches in derselben und der gleichen Art auf sie als Menschen bezogen wie ihr eigenes. Das – gesellschaftliche, menschliche (um unsere Kategorien zu verwenden) – Handeln der Leute oder eher die Begründung und Ausübung ihres Handelns war daher bezogen und vollzogen in dem Bewusstsein, auf ein Gleichgewicht von Handlungen, Handelnden, Wünschen und Ergebnissen achten zu müssen.
      Die nächste Erklärung, die mit der nächsten Formation sich zeigte, war die religiöse. Die religiöse Formation war an die Sesshaftigkeit gebunden und zerteilte die Menschheit das erste Mal. Die Schöpfungsgeschichten mit ihren Beziehungen zwischen Göttern und Göttinnen und den Menschen war eine Widerspiegelung, eine fetischistisch verzerrte Widerspiegelung der Leistung der Sesshaftwerdung: Neue Tiere, neue Pflanzen, neue auf neue Art zu bewohnende Welten wurden geschaffen. Sie hatten auch neue Menschen geschaffen – jene, die auf und aus der neuen Welt lebten, die daran Eigentum und Berechtigungen zur Alimentation hatten, die diese Berechtigungen zu verteidigen und auch auszuweiten suchten, die sich als Herren gegenüber denjenigen definierten, die keine Alimentationsberechtigung aus Eigentum und Wohnsitz hatten, es sei denn über ihre Herren. Freiheit und Verwandtschaft waren zu ausschlaggebenden Merkmalen geworden, die nun die gesellschaftliche Stellung der Leute der religiösen Formation ausmachten. Verwandtschaft organisierte dabei die gesamte gesellschaftliche Ordnung und brachte dabei die entsprechenden Werkzeuge hervor: Rechnung und Schrift, um die Verteilung der Felder und Ernten bewerkstelligen zu können und die Verwandtschaften, Häuser und Dynastien aufzuzeichnen, Architektur zur Bewässerung der Felder und Speicherung der Ernten sowie zur Anlegung der zentralisierten Verwaltungs- und Kultorte, Religion, die aus der Verehrung der Ahnen und der Gründergeneration sich entwickelte, was sich an vergöttlichten Ahnen, wie wir sie von den römischen Laren und Penaten oder den chinesischen Ahnenkulten vor den Haus- und Totenaltären kennen, oder an göttlicher Abstammung, Verwandtschaft oder Erwählung zeigt.
      Das Opfer, also die Abfuhr materiellen Überschusses an die Gottheiten, war der Ausdruck der Teilhabe der Götter an der neu geschaffenen Welt und ihren Produkten. Sie fordern ihren Anteil ein und das betrifft durchaus die körperliche Hingabe nicht nur geschlachteter und verbrannter Tiere und Feldfrüchte, sondern auch der Menschenleiber; sei es durch rituelle Tötungen wie Gladiatorenspiele, sei es durch zölibatäre Versprechungen oder Weihespiele. So ist das Opfer Ausdruck und Inbegriff des gesellschaftlichen Reichtums, der in der Welt der Verwandten, Freien und Wohnenden hervorgebracht und verzehrt wird. So wie die Gottheiten verzehren und die Menschen daran teilhaben lassen, so verzehren die Leute und lassen die Knechte daran teilhaben.
      Durch die religiösen Krisen von Renaissance und Reformation wurde im christlichen Europa ein Weg beschritten, der einer anderen Erklärung der Welt, einem anderen Blick der Menschen auf sich selbst und die Umwelt den Weg öffnete. Begleitet war dieser Weg von einer weiteren Neuschöpfung der Welt.
      Nun wurde eine Welt geschaffen, deren Reichtum nicht mehr durch die Mehrung der Reiche, durch die Zunahme der Tributpflichtigen und die Anhäufung der Schätze anwuchs, sondern bloß durch das abstrakte Wachstum abstrakter Mengen. Diese Neuschöpfung war notwendig geworden, als die Welt sich material nicht mehr ausdehnen konnte. Amerika war entdeckt und die Verfeinerung von Empfindung und Ästhetik konnte über ein erreichtes materiales Maß hinaus nicht mehr weiter getrieben werden. Abstrahierung war das Gebot der Stunde, das von der neuen wissenschaftlichen Erklärung der Formation des Modernen Ensembles erfüllt wurde und ganz selbstverständlich auch in der Kunst, in Literatur, bildnerischer Darstellung und Musik sich breit machte. Reichtum wird nun durch Summen Geldes ausgedrückt, die niemals einem Genuss des Reichtums in Verschwendung zugeführt werden können, nicht weil sie zu groß wären, sondern weil sie unfassbar sind. In jede Richtung ist Wachstum (nicht mehr Vergrößerung – diese verhält sich zu jenem wie Ewigkeit zu Unendlichkeit) nun auf abstrakten, mit gleichmäßigen Skalen ausgestatteten Koordinatensystemen möglich – auch Negativwachstum wird nun nicht als begriffliches Unding erlebt, sondern als durchaus real vorhandenes Phänomen.

      In dieser Welt der unendlichen Möglichkeiten – dies ist das Heilsversprechen der wissenschaftlichen Formation, ein Versprechen wohlgemerkt, das erst gehalten werden muss, keine Sicherheit, schön erlöst zu sein – nisten sich die Subjekte mit ihren Unternehmungen ein. Wieder wurden in einer neuen Welt neue Menschen geschaffen; abstrakte Subjekte, abstrakt wie Wirtschaftswachstum oder Malewitschs Schwarzes Quadrat, in einer abstrakten Welt, die durch Kennziffern erfahrbar wird. Wieder entstand diese Formation beim Untergang der vorigen aus eigener Kontingenz. Kein Anknüpfen an durchgehende Entwicklungen ist zu bemerken, eine neue Welt ist erstanden, die sich in schroffem, gewaltsamem Gegensatz zur alten herausgebildet hat. Eingemeindungen von Elementen der vorigen Erklärung sind auch wieder anzutreffen: die Götter werden, so ihre Existenz überhaupt angenommen wird, als Ausdruck der Subjektivität der Leute, als Teil deren Unternehmung betrachtet; als private Beziehung, die mit der Erklärung der Welt nichts mehr zu tun hat. Die allgemeine gesellschaftliche Verbindlichkeit ist nun nicht mehr religiöser Natur, die sich in göttlicher Offenbarung und Schöpfung manifestiert, sondern wissenschaftlicher, die nun auf der sich selbst organisierenden Materie, die die Menschheit hervorgebracht hat, und deren Erforschung und Anwendung durch die Leute beruht. Wenn wir dabei behaupten, dass all dies auf Ausgemachtem, auf Übereinkunft beruhe, dass Physik und Psychologie und andere Wissenschaften erst von den Leuten des Modernen Ensembles in die Welt gebracht wurden, um dann auf ihre Gegenstände angewandt wurden, diese also zuerst mit der entsprechenden Wissenschaft konstituierten und dann für wirklich und wahr erklärten, und nicht Emanationen dieser Gegenstände sind, die sich aus ihrer vernünftigen, analytischen Betrachtung in Nachhinein und mit wachsendem Erkenntnisgewinn ergeben, dann klingt dies für moderne Ohren ähnlich ketzerisch wie für die Gläubigen der religiösen Formation, die Menschen hätten Gott nach ihrem Ebenbild geschaffen und nicht umgekehrt. Und doch behaupte ich, dass die Ergebnisse von Physik und Psychologie und anderen Wissenschaften nicht vom Zustand der toten Natur, nicht von der Existenz der Umwelt abhängen, sondern gesellschaftlich gewünschte und erheischte, quasi von vornherein festgelegte sind.
      Die Erklärung des Modernen Ensembles, also die Sicht der Leute der bürgerlichen Formation auf sich und die Umwelt, ist ebenso wie die Religiöse und vordem die magische ein fetischverfasste. Wie Magie und Religion ist auch die Wissenschaft nur scheinbar aus dem Vorgefundenen abgeleitet. Und wenn auch in der Wissenschaft selbst und in der Wissenschaftsgeschichte der Ansatz des Konventionalismus durchaus prominent vertreten, das heißt, die Bedeutung des Ausgemachten, der Übereinkunft bei Messung, Beobachtung und Darstellung auch als wissenschaftstheoretisches Rüstzeug anerkannt ist, wird noch immer die Konvention auf das Vorgefundene bezogen. Das Vorgefundene der Umwelt ist aber schon selbst menschliches Produkt. Das wird für unsere Formation sehr schnell klar, wenn wir sehen, wie dieses Vorgefundene benannt wird: als tote Natur, aber als sich selbst organisierende Materie. Diese Benennung ist schon Ausfluss des menschlichen Tätigseins und nicht etwa einer ontologischen Neugier oder einer genetisch oder sonstwie angelegten Lust an Erkenntnisgewinn. Diese Benennung ist der letzte Ausdruck der gesellschaftlichen Konvention, der „Erklärung“ in meiner Terminologie, die eingegangen wurde, um ein spezifisches gesellschaftliches Getriebe zu ermöglichen. Menschliches Produkt ist also das Vorgefundene nicht im Hinblick auf die Benennung, sondern im Hinblick auf den Bezug darauf.
      Insofern ist die Durham-Zahl für das Gewinnen einer neuen Epoche nicht wirklich relevant. Sie basiert auf Subjektivität, die ihr eigenes Objekt konstituiert und so im Gegebenen verbleiben muss.

    • Pooler, Mo, Petra

      Pooler : „Ob jemand öfter gewählt wird oder nicht ist meiner Meinung nach Sekundär. Der ausschlaggebende Punkt ist, wie sich Demokratie auf den einzelnen Menschen auswirkt.“

      Habe ich nicht genau das gesagt? Doch, lies vielleicht noch mal:)

      Mo: „Wie soll man zu dem ahistorischen Konstrukt (zurück)gelangen an dem gesellschaftliches Leben so dezentral, lokal und persönlich strukturiert (war)ist, dass es die Grenzen der Empathie seiner Mitglieder nicht (überstieg)übersteigt?“
      Pooler:“ Wie will man mit einer Regierung 80 Mio Deutsche unter einen Hut bringen, ohne dass wirklich entscheidende Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner unterdrückt werden ?
      Das ist scheinbar nur möglich, wenn eine Regierung die Möglichkeit hat, sein Volk gleichzuschalten und jedweden Individualismus auszutreiben.“
      Die Fragen sind wohl interessant und wichtig. Das sie schwierig zu beantworten scheinen, liegt meines Erachtens daran, dass wir es zu sehr gewohnt sind in bereits existierenden Kategorien von der Beschaffenheit des Menschen und seinen Bedürfnissen zu denken.
      Wie ich schon an anderer Stelle bei KenFm dargestellt habe, gibt es nach Erich Fromm zwei grundlegende Entwicklungsprinzipien des Menschen: Die Macht und die Liebe (weiter gefasst als unser enger Begriff). Unser Entwicklungsprinzip baut in jeder Weise auf Macht auf und hat uns das beschert, was wir eben heute haben und was gerade dabei ist mit einem großen Knall zusammenzufallen.
      Uns fehlt es an einer formulierten Vision darüber, wie die Dinge genau definiert sein müssen, wenn wir das Entwicklungsprinzip der Liebe und Kooperation anstatt eben das machtbasierte Prinzip von Trennung und Konkurrenz verfolgen würden. Eine Frage, die man bei diesem Prinzip wohl immer, bei jedem neuen angestrebten Vorhaben stellen müsste wäre: Ist es gut für Menschen?
      Ein Begriff wie z.B. der der Individualität ist bei genauer Betrachtung unter dem neuen Prinzip überflüssig. Individualität ist derzeit etwas, was der globale, auf Macht basierende Neoliberalismus genau braucht, damit man als einzelner vergisst, wie wichtig für uns als soziale Wesen die Gemeinschaft ist. Nur deshalb kann man uns so gut leiten und manipulieren. Allein die Tatsache, dass wir in unserer Entwicklung von abstrakten Dingen wie Geld abhängen, bringt unzählige Probleme und Konflikte mit sich, die man sehr wohl vermeiden könnte. Man kann an dieser Stelle unmöglich aufzählen, was das im Einzelnen alles ist, aber klar dürfte sein, dass sehr viele Entscheidungen, die eine Gemeinschaft im Konsens zu treffen hätte, viel leichter zu fällen wären und die Komplexität reduzieren würde.
      Sicher, mit der Umstellung des Systems ständen wir vor der größten, aber auch wohl schönsten Herausforderung, welche die Menschheit jemals angegangen wäre. Ich denke daher eher nicht, dass die Größe der Gruppe von Menschen letztlich das wirkliche Problem darstellt.

      Petra formuliert am Schluss:
      „Menschliches Produkt ist also das Vorgefundene nicht im Hinblick auf die Benennung, sondern im Hinblick auf den Bezug darauf. Insofern ist die Durham-Zahl für das Gewinnen einer neuen Epoche nicht wirklich relevant. Sie basiert auf Subjektivität, die ihr eigenes Objekt konstituiert und so im Gegebenen verbleiben muss.“

      Ich bin mir nicht sicher, ob ich Petra in allen Belangen folgen konnte, denke aber, dass ihre Gedanken in eine ähnliche Richtung weisen.

      Ein Konstruktivist sagte einmal: das, was geschaffen ist, begrenzt das, was noch geschaffen werden kann.

      Wir müssen uns lösen von der Konstruktion Mensch, wie wir sie erlernt haben und den wahren hervorholen.
      Dann müssen wir sehen, was wir mit den materiellen Dingen, die aus unserem Irrtum über uns selbst heraus entstanden sind gemacht werden kann. Ein Irrtum über uns selbst, der durch die Mächtigen dieser Welt wohl genährt und bewahrt wurde.
      Ein Parteien-System würde natürlich überflüssig. Am Anfang wäre es sicher, wenn man so will, eine Diktatur des Guten, die aber immer wieder den neu gemachten Erfahrungen angepasst werden kann und immer den Mensch im Blick dabei behält.
      Die Kompetenz ein Volk zu „führen“ würde sich aus der Weisheit, der Güte, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit einer Person heraus ergeben. Eine natürliche Autorität eben.

    • Liebe Petra
      ich gebe ihnen Recht, dass ich mein Demokratieverständnis nicht erklärt habe.
      Weiter oben wird ja erklärt, dass heutzutage unter Demokratie verstanden wird, sich seine Herrscher per vordefinierter Wahlen auszusuchen, die dann eine gewisse Zeit über uns herrschen dürfen.

      Mein Verständnis ist anders, weshalb ich den Punkt mit der Dunbar Zahl angesprochen hatte.
      Eine Gruppe, die in etwa so groß ist, wie die Dunbar Zahl, ist in der Lage Entscheidungen durch Abstimmungen zu treffen, die keine Herrschaft nötig hat, um diese Entscheidungen durchzusetzen oder zu kontrolieren.
      Denn wenn ich meine Pappenheimer persönlich kennen und auch verstehen kann, ist es überhaupt möglich, zu fairen Entscheidungen zu gelangen, die von den Meisten der Gruppe dann auch auf freiwilliger Basis getragen werden können. Voraussetzung ist wie vorher auch gesagt, dass diese Gruppe in einem ähnlichen Lebensraum unter ähnlichen Bedingungen unter ähnlichen Menschen leben.

      Ich muss zugeben, dass ich den Begriff der Dunbar Zahl erst gestern entdeckt hatte, weil ich mir genau diese Frage gestellt hatte, wieviele Menschen ein Mensch kognitiv in seiner Gesamtheit erfassen und bewerten kann.
      Das dieser Begriff ein Produkt unserer wissenschaftlichen Phase ist, ist mir durchaus bewusst. Über die Genauigkeit dieser subjektiven Zahl kann niemand etwas sagen. Jedoch kann man annehmen, dass es durchaus solch eine Grenze gibt und der Mensch in der Lage ist, diese Grenze durch probieren einigermassen zu eruieren, wenn sie denn wollten.
      Und ich habe, dass was sie geschrieben haben glaube ich dreimal lesen müssen, bis ich ihn einigermassen Verstanden hatte. Und ich finde, sie haben wunderbar erzählt, wie der Mensch diese drei Phasen durchlebt hat um zu der Erkenntnis zu kommen, dass wir unsere Beziehung zu unserer Umwelt als Spiegel unserer Taten erkennen müssen.

      Zu Mo wollte ich sagen, dass sie ja erkannt haben, dass weder der zentralitische globale Ansatz noch der Ansatz zurück zur staatlichen Souveränität irgendwie sich richtig anfühlen, um die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Was bleibt denn anderes übrig, als sich zurückzubesinnen und die Lösung genau dort zu suchen, wie sie es vortrefflich beschrieben haben, nämlich im ahistorischen Konstrukt, an dem gesellschaftliches Leben so dezentral, lokal und persönlich strukturiert (war)ist, dass es die Grenzen der Empathie seiner Mitglieder nicht (überstieg) übersteigt. (wundervoller Satz).

      Natürlich weiss noch keiner, wie man dahin kommt. Aber der erste Schritt ist immer der Wunsch für ein erstrebenswertes Ziel. Wenn das ersteinmal in den Köpfen drin ist, werden die Lösungen schon kommen.

      pooler1970

    • Hallo Ausserkontrolle
      ich wollte ihnen nicht widersprechen, sondern eigentlich die Meinung teilen, dass nicht die Anzahl der Kandidaturen über die Qualität einer Herrschaft entscheidet. Ganz ihrer Meinung.
      Wenn wir Menschen soziale Gesellschaftstiere sind und das immanent in unserer Natur liegt, müsste der individuelle Wunsch eines Menschen, sozial in einer Gesellschaft zu leben recht häufig vorkommen. Deshalb den Individualismus per Dekret einzuschränken finde ich nicht richtig und ist lediglich dem Umstand geschuldet, dass die Herausforderungen unserer Zeit so vielleicht leichter angegangen werden könnten und der einzelne vielleicht durch die Herrschenden weniger manipulierbarer wäre.

      pooler1970

    • Pooler, Mo, Außenkontrolle

      Ich freue mich so, an Ihren Gedanken teilhaben zu dürfen und bedanke mich dafür. Es ist sehr angenehm gemeinsam zu überlegen und einem Ziel zuzustreben.
      Es geht darum, zu zeigen, dass wir, die Leute/Menschen, schon einige Male Ewigkeiten aufgegeben haben und dass wir für Überraschungen, nicht für Programme gemacht sind und bereit sein müssen. Dann „werden die Lösungen schon kommen“.

    • Pooler
      Alles klar, vielen Dank für die Aufklärung.

      Ein Wort noch zum Thema Individualität. Gemeint war von mir nicht, die Individualität einzuschränken per Dekret. Ich denke, dass diesem Begriff heute eine Bedeutung zugeschrieben wird, die dazu führt, dass Menschen bestimmte Ziele damit verbinden, die nicht nur letztendlich ihrem eigenen Selbst, sondern auch den Belangen ihrer sozialen Umgebung nicht gerecht werden. Es ist ähnlich wie mit dem Begriff „Gleichheit“. Wenn man diesen heute in Frage stellt, dann melden sich gleich sehr viele die sagen: „haben wir ja gesehen im Sozialismus der Sowjets, wohin das führt. Die Menschen sind nun mal unterschiedlich.“ Verbunden wird diese Aussage vor allem mit dem Recht mehr verdienen und besitzen zu wollen als andere mit dem Verweis auf die unterschiedlich erbrachte Leistung innerhalb der Gemeinschaft. Gleichheit wird somit in der Regel als eine Leistungsgleichheit definiert. Gerne kanzelt man jeglichen Einwand auch gerne mit „Sozialromantik“ ab.

      Ja, natürlich sind die Menschen unterschiedlich. Dies wird immer so sein, ist gut so und ganz wichtig für unsere Entwicklung. Übersehen wird allerdings bei beiden Begriffen Individualität und Gleichheit die Frage worüber sie denn definiert werden. Die Leistungsfähigkeit, welche es bei uns gilt unter Beweis zu stellen und dann darüber entscheidet, welche Lebenschancen (Gleichheit) der Einzelne erhält, geschieht in unserem Bildungssystem. Allerdings mit einer Schwerpunktlegung, die nicht das komplette Fähigkeitskonzept des Menschen umfasst, sondern zugespitzt ist auf Rationalität und Nützlichkeit für das bereits bestehende. Gerade heute erkennen wir diese Tendenz wieder ganz stark. Dazu kommt ja ebenfalls, dass Menschen mit unterschiedlichen sozialen Voraussetzungen in unser Bildungssystem eintreten, welche die Erfolgschancen erheblich einschränken. Kurz: Gleichheit ist nicht wirklich auf den Menschen als solche bezogen.
      Individualität, die ich nicht in Abrede stellen würde ist eine, die eine Suche nach den besten Eigenschaften und Fähigkeiten eines Menschen voraussetzt. Die Frage ist dann wieder, wie oder ob ich diese Fähigkeiten beurteile und unter welchen Gesichtspunkten sich daraus unterschiedliche Rechte ableiten lassen.

      Die Fähigkeit singen zu können ist eine wunderbare und auch die soziale Anerkennung der Fähigkeit. Ob ich allerdings daraus ableiten können muss ein Star zu sein mit allem was da heute so zugehört, das wäre die Frage.
      Was ist Individualität, warum wird sie so sehr angestrebt und so bewertet? Vielleicht, weil ich mit ihr in unserem System Anerkennung erhalte, die ich auf anderen Wegen nur sehr schwer bekommen kann?

    • Außenkontrolle,
      ich denke, dass man da etwas auseinander halten muss, nämlich das menschliche Individuum mit seinen jeweiligen Eigenarten und die Form in welcher so ein Individuum gesellschaftlich handeln kann.
      Wer auch immer im Bürgerlichen Ensemble gesellschaftlich tätig ist, muss dies subjektiv tun, sich als Subjekt konstituieren. Konstitution als Subjekt bedeutet Aufgabe der Eigenart. Nur so garantiert sich diese ungesellige Gesellschaft ihren unhintergehbaren Zusammenhalt; dass alle das Gleiche tun, aber nicht ein jedes auf seine Art, sondern ein jedes konkurrent. Konkurrenz ist die gesellschaftliche Form der Gleichheit und gleichzeitig die gesellschaftliche Form der Gewalt.
      Die gesamte Kindheit und einige Zeit darüber hinaus ist eine Zeit des Behandeltwerdens, von der Gesellschaft als objektiv betrachtet, und des noch-nicht-handeln-Dürfens bis die abstrakte Form des Subjekts ausreichend erlernt und internalisiert wurde. Wer dies nicht schafft bleibt außen vor und bleibt im Unsichtbaren – in Heimen, Gefängnissen, Betreuungseinrichtungen usw.
      Nur subjektive Handlungen können gesellschaftliche Anerkennung nach sich ziehen. Das wird vielfach als individualisierte Gesellschaft beschrieben, obwohl es nicht um individuelles, sondern um das konkurrente Verfolgen der eigenen Ziele (pursuit of happiness) unter der Inkaufnahme des Untergangs der anderen geht. Darin, in diesem funktionellen Narzissmus, der den Liebesentzug zur raison d’être der Entwicklung! (sic) und die Liebe der Mutter (nicht nur der empirischen weiblichen Person, sondern jeder Person, die in der Abspaltung erzieherisch tätig ist, deren Liebe daher artifiziell und abstrakt, ein bloßes ideologisches Erfordernis ist) zur Grundlage der Erziehung macht, spiegelt sich das allgemeine Gebot, dass das Fortkommen des Einzelnen ohne erforderliche Rücksichtnahme auf andere das Fortkommen der Gesellschaft bedinge, dass pursuit of happiness also nicht ein Privileg besonders Glücklicher, sondern eine monströse Verpflichtung aller sei. So wie dem Kind die Liebe der Mutter abhanden kommen muss, damit es sich zum Erwachsenen mausern kann, so muss das Individuum sich von allen anderen absondern und sein Eigenes verfolgen, um paradoxen Zugang zu den anderen zu erhalten: Einübung in den Narzissmus also durch frühe narzisstische Verwundung zum Wohle aller.

      Eine Welt, in der, was da existiert, dies unbehelligt tun soll, darf nicht auf abstrakt-universelles Recht (das sage ich als Juristin) und Emanzipation setzen – wenn denn Emanzipation Subjektwerdung bedeutet und somit Aufgabe seiner Eigenheiten. Ich denke, dass erst wenn wir unsere einzige Kompetenz ins Treffen führen, nämlich soziale Wesen zu sein, ohne uns dabei auf außermenschliche Autoritäten zu berufen wie Gott oder die Naturgesetze und so Verantwortung ablehnen, wird diese Welt plötzlich menschlich in einem Ausmaß, das wir uns heute nicht vorstellen können.

    • Liebe Petra,
      Danke zunächst für Ihre Freude, die ich außerordentlich gerne mit Ihnen teile.
      Sie sagen:
      „ich denke, dass man da etwas auseinander halten muss, nämlich das menschliche Individuum mit seinen jeweiligen Eigenarten und die Form in welcher so ein Individuum gesellschaftlich handeln kann.“

      Nun, so kann man es auch sagen, was kürzer und noch etwas präziser das ausdrückt, was ich zu sagen suchte.

      Sie sind Juristin? Entschuldigung für diese Bemerkung, aber das erklärt Ihre nicht immer ganz leicht zu lesende Schreib- bzw. Formulierungsweise :). Erstaunlich und zugleich beruhigend, dass Sie sich als Rechtswissenschaftlerin mit einem solchen Thema befassen, und das in dieser Tiefe:

      „Die gesamte Kindheit und einige Zeit darüber hinaus ist eine Zeit des Behandeltwerdens, von der Gesellschaft als objektiv betrachtet, und des noch-nicht-handeln-Dürfens bis die abstrakte Form des Subjekts ausreichend erlernt und internalisiert wurde. Wer dies nicht schafft bleibt außen vor und bleibt im Unsichtbaren – in Heimen, Gefängnissen, Betreuungseinrichtungen usw.“

      Absolut exakt. Wer das versteht, der weiß auch, was es mit unser Subjektwerdung auf sich hat, was wir uns dabei vormachen, und warum unser Gefängnis so perfide ist!

      Dazu fällt mir ein kleines Gedicht ein:

      Ein Mensch erhofft sich fromm
      und still, dass er einst das kriegt, was er will.
      Bis er dann doch dem Wahn erliegt und
      schließlich das will,
      was er kriegt.

      Eugen Roth

      Sehr treffend, mir geradezu aus der Seele gesprochen von Ihnen:

      „Ich denke, dass erst wenn wir unsere einzige Kompetenz ins Treffen führen, nämlich soziale Wesen zu sein, ohne uns dabei auf außermenschliche Autoritäten zu berufen wie Gott oder die Naturgesetze und so Verantwortung ablehnen, wird diese Welt plötzlich menschlich in einem Ausmaß, das wir uns heute nicht vorstellen können.“

      Ich bin wirklich berührt, dass wir uns da offensichtlich so sehr im Geiste treffen, vielen Dank!
      Das hätte ich nicht besser formulieren können. Weder die Naturgesetze an sich, noch die Verantwortung für ein doch am Ende nur internalisiertes Konstrukt von Subjekt und Welt, noch eine Religion als Maßstab für unser Denken und Handeln zugrunde zu legen, sondern: Unser SEIN als SOZIALE WESEN.
      Das ist es.
      Dazu nochmal folgende Aussage:

      Für mich stellen Liebe und Mitgefühl eine allgemeine, eine universelle Religion dar.
      Man braucht dafür keine Tempel und keine Kirche, ja nicht einmal unbedingt
      einen Glauben, wenn man einfach nur versucht, ein menschliches Wesen
      zu sein mit einem warmen Herzen und einem Lächeln, das genügt.
      Tenzin Gyatso, Dalai Lama XIV *1936

      Und noch etwas möge mir erlaubt sein zu sagen:
      Wir suchen nach einer VISION, einem positiven ZIEL, weil dieses noch wichtiger ist als das Falsche im Hier und Jetzt zu erkennen.
      Warum? Weil gerade das, was wir alle hier live erleben an Lügen über alle Kanäle hinweg immer verwirrender und undurchschaubarer werden wird. Und zwar ganz bewusst und zielgerichtet. Wie hier auch schon mehrfach von vielen so empfunden:
      Es wird derzeit versucht eine Denkrichtung, ein Ziel, eine Forderung der Mehrheit unmöglich zu machen, damit weiter geteilt und geherrscht werden kann.

      Hier hat Petra etwas formuliert, aus dem sich ein Ziel ableiten lässt, welches sich jenseits aller da draußen gemachter Aussagen und Behauptungen, Programmen und politischen Auffassungen befindet und für uns als Menschen ein Weg sein kann. Etwas, dass sich fordern und anstreben lässt und für uns niemals falsch sein kann, gemessen an dem, was uns an Alternativen von RECHTS; MITTE; LINKS geboten wird und sehr wohl wieder und wieder in die Irre führen wird.
      Ich würde sogar soweit gehen zu sagen:

      DAS IST DER WEG, DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN

      Deshalb sei der Satz nochmals wiederholt:

      „Ich denke, dass erst wenn wir unsere einzige Kompetenz ins Treffen führen, nämlich soziale Wesen zu sein, ohne uns dabei auf außermenschliche Autoritäten zu berufen wie Gott oder die Naturgesetze und so Verantwortung ablehnen, wird diese Welt plötzlich menschlich, in einem Ausmaß, das wir uns heute nicht vorstellen können.“

      Und ich füge noch ein kleines Gedicht an, welches auch etwas über Wahrheit und ein Ziel für unsere Zukunft in diesem Sinne bereithält:

      Neuer Glaube

      Größer werden die Menschen nicht.
      Doch unter den Menschen
      größer und größer wächst
      die Welt des Gedankens.
      Strengeres fordert jeglicher Tag
      von den Lebenden.
      Und so sehen es alle,
      die zu sehen verstehen:
      Aus dem Glauben des Kreuzes
      bricht ein andrer hervor
      selbstloser und größer.
      Dessen Gebot wird sein:
      Edel lebe und schön,
      ohne Hoffnung künftigen Seins
      und ohne Vergeltung,
      nur um der Schönheit des Lebens willen.

      Theodor Storm, Dichter 1817-1888
      (Dieses Gedicht fehlt in fast allen seiner herausgebrachten Werke!
      Der erhellte Leser wird auch wissen warum)

      Vielen Dank noch mal an Sie Petra für diesen wertvollen Austausch!

    • Liebe oder lieber Außerkontrolle,
      ich habe zu danken. Ich liebe die poetische Sprache und dieses Gedicht von Storm kannte ich noch nicht. Ich hoffe, dass wir unseren Austausch an anderer Stelle hier werden fortsetzen können.
      Herzliche Grüße

  30. Schön wieder Serbien und Milosevic als Opfer. Entweder hören sie damit auf oder erkundigen sie sich zu erst. Sie basteln hier das Weltbild, das ihnen passt (eigentlich genau wie NATO).

    • Frank soll ich wirklich darauf antworten? Sie wollen den Revisionismus des Milosevics zu Ende tragen? Ich weiss am besten wie sich der Faschismus in Serbien unter Milosevic entwickelt hatte. Es mag sein dass sie diesen Primitivismus nicht gespürt haben, heisst aber nicht dass es ihn nie gegeben hatte. Warum macht Ken nicht ein Interview mit diejenigen, die Opfer von Milosevic wurden? Staatdessen, er widerholt und noch mal widerholt „seine Wahrheiten“, um die im eigenen Kram einzupacken. Da er genau wie alle andere „normalo“ Journalisten die Deutunghochheit für sich beansprucht, kannt du nir SCHREIEN wenn du hörst was er über Milosevic labert. Noch einmal. ich weiss sehr genau welche Bedeutung der Serbieneinsatz für NATO (und insbesondere für Deutschland) hatte, aber den Milosevic und Serbien als unschuldige Lahm dazustellen ist grotesk. Man kann die Geschichte einfach so umschreiben, damit sie in das eigene Weltbild reinpasst (die Amies können das, aber dass ist eine andere Geschichte)

    • Aus dem Text der Anmoderation:

      „Unsere Bitte an die User lautet immer: Konsumiert neben KenFM so viele andere Quellen wie möglich, und vor allem überprüft die unseren. Zu jeder Ausgabe werden jede Menge Links mitgeliefert. Macht euch die Arbeit und taucht in die Materie ein. Wir wollen nicht, dass ihr uns blind vertraut und statt ausschließlich ZDF jetzt eben ausschließlich KenFM konsumiert. Bleibt unabhängig. Vor allem im Kopf. Diese Arbeit können und wollen wir euch nicht abnehmen.“

    • an Box unerträglich wird erst wenn ich „von ihnen angebotenen Quellen“ mit dem Quellen in meinem Kopf vergleiche (1987 Kosovo, 1988-1991 Milosevic´s Kriegspropaganda und Sieg des Faschismus, 1992 Krieg in Sarajevo). Diskrepanz zwischen meine und ihre Wahrheit ist gewaltig

  31. WDR „Terror Ihr Urteil“: der Denkfehler dabei, dass 164 Menschen nicht aufrechenbar sein dürfen gegen die 70’000 im Stadion – die 164 Menschen im Flieger sterben auch, wenn das Flugzeug nicht abgeschossen wird.
    Ansonsten wieder mal eine top Ausgabe, weiter so.

  32. Wikipedia-Artikel über Ken Jebsen ändern

    würde ich gerne machen. Nur in dem „Faktenbuch“ -Der Fall Ken Jebsen- habe ich seinen bürgerlichen Namen nicht gefunden, sodass ich diesen statt Moustafa Kashefi auf Wikipedia eintragen könnte.

  33. Hi Ken, zu dem Thema subtile Propaganda und das Volk völlig unrepräsentativ zu Rate Fragen, hab ich auch etwas gesehen, was dich evtl. interessiert. Kurz vor den Amerikanischen Wahlen, hat das Format „Galileo“ auf Pro 7 eine Sendung ausgestrahlt, in welcher der Zuschauer in die Rolle des US-Präsidenten hinein versetzt wird und dieser soll dann in verschiedenen Szenarien entscheiden, wie man vor gehen möchte. Dabei wurde z.B. Putin als Manieren loser Gast dargestellt, der sich auf den Stuhl des Präsidenten setzt und die Füße auf den Schreibtisch platziert. Der Zuschauer soll dann entscheiden wie man vorgehen möchte. Eine Antwortmöglichkeit war dann so etwas wie: Putin auf seinen Platz verweisen…
    Ich habe mich dann zu sehr aufgeregt und den Fernseher ausgeschaltet, deswegen weiß ich nicht, was sonst absurdes in die Köpfe der Zuschauer gepflanzt wurde, aber ich denke, dass ist von einer vermeidlichen Wissenssendung schon nicht schlecht.
    Beste Grüße

  34. Nun, da bin ich allerdings anderer Meinung als Herr Herles und wohl auch als Ken Jebsen, wenn er diesem zustimmt.
    Das entscheidende an einer Demokratie ist nicht, ob jemand nur eine bestimmte Zeit im Amt bleiben und nicht wiedergewählt werden kann. Das viel bedeutendere ist doch, dass man sich als Wähler nicht zwischen Pest und Cholera entscheiden muss, wie derzeit. Ein Staatsoberhaupt sollte zum Wohle seiner Bevölkerung handeln und die Entscheidungen in seiner Politik vor dem Hintergrund unserer Verfassung, unserer Rechte als Menschen und Bürger nach bestem Wissen und Gewissen vertreten und plausibel machen können. In einer Demokratie muss von Seiten der Politik und der Medien die Wahrheit gesagt werden. Wenn es die Möglichkeit gibt sich hinter irgendwelchen Geheimverträgen, Geheimdiensten oder Abhängigkeiten von anderen Staaten, Personen und oder Organisationen zu verstecken, hat der Wähler überhaupt keine Chance eine begründetet Wahl zu treffen. Das ganze wird zur Farce. Wenn er oder sie als Staatsoberhaupt in dem genannten Sinne eine gute Arbeit leistet, gibt es für mich keinen Grund, warum man ihn nicht auch wieder wählen sollte.
    Das Argument, man könne jemanden ja erst mal wählen und dann sehen ist ein Armutszeugnis für die Politik und diese Form der Demokratie. Einen Krieg kann ich auch in 4 Jahren durchziehen, ein Atomkrieg sogar in ein paar Tagen.

    • Ich kann dir da nur zustimmen. Ich habe schon seit längerem den Eindruck, dass der Demokratiebegriff wie er in den westlichen Gesellschaften gelebt wird (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel) beziehungsweise was mit ihm assoziiert wird schon längst ein Elitenprojekt zur Herrschaftssicherung ist, so wie Blühdorn ihn im postdemokratischen Wandel als simulative Demokratie versteht. Hier strukturelle Merkmale einer Präsidialdemokratie gegen die einer parlamentarischen Demokratie abzuwägen kratzt doch wenn überhaupt nur an der Oberfläche.

    • Der Wähler hat doch erst die Cholera-Pest Voraussetzung geschaffen, und es sieht ganz danach aus, als würden man sich von diesem Zustand nicht befreien wollen.

    • Dies war eben das einzige, was dem Herles dazu einfiel, dass USA doch eine echte Demokratie sei.
      Ziemlich lächerlich, wie er sich mit diesem dünnen Argument dann auch noch aufplusterte.

    • Annette
      Und wie hat der Wähler diese Voraussetzungen geschaffen? Warum sieht es danach aus, dass er sich nicht davon befreien will bzw. wie soll er das Deiner Meinung nach machen?

    • Was der Wähler hätte machen können?
      …. 1.Wiederholungen der selben Partei vermeiden!
      …2. Politiker anhand ihren Taten messen, nicht an ihr Geschwätz
      …3. den Neid, die Mißgunst fallen lassen…
      …4.sich für Ehrlichkeit, vor allem sich selbst gegenüber, einsetzen, was den Frieden sofort mit einschließt
      Wenn Position 3+4 bemüht wird abzubauen, gibt das einen klareren Blick für die Realität und Position 1+2 erledigen sich von selbst, weil man dann imstande wäre auch aufkommende Parteien ins Auge fassen zu können.
      Das Gewohnheitsrecht unterliegt dann nicht mehr dem Trägheitsgesetz, welche das Denken und Handeln beeinflusst.

    • Annette
      Nun sicher, alles richtig.
      Aber vergisst Du da nicht die Frage, wie es dazu gekommen ist und noch kommt, dass der Wähler immer wieder die selben Lügen, Versprechungen und Entschuldigungen glaubt? Haben wir eine Presse, die dazu beitragen könnte?
      Gut, an ihren Taten hätte er sie messen können, aber hatte er je eine wirklich weiterbringende Alternative was die Existenz von Parteien angeht? Ich wüsste keine.
      Ich weiß wohl worauf Du hinaus willst, aber Neid und Missgunst sind Bestandteil, ja gar unabdingbar für das Funktionieren unsers Systems, ebenso, dass man Ehrlichkeit und den Wunsch nach Frieden doch bitteschön hinten anzustellen hat.

    • Außerkontrolle,

      natürlich begehe ich den Fehler und erwarte etwas, was ich als normal empfinde, aber kann man anders argumentieren? Die Sicht der Dinge, möge sie auch sehr einfach erscheinen, sind dennoch schwer umzusetzen!
      Deshalb noch einmal…Die Lüge unserer Regierung konnte und kann jeder halbwegs ehrliche Mensch , schon viele Jahre feststellen.Mio Menschen müssen in der von der Regierung veranlassten Armut leben, erleben wie ihren Kindern immer mehr Chancen genommen werden, viele Familien spüren am eigenen Leib, wie sehr sich die Politik für sie persönlich zum Nachteil verändert hat, wofür benötigt man da die Presse? Bleibt nur die Frage:!Wieso belohnt man so etwas mit einer Wiederwahl?
      Der Schuldige ist in diesem Fall das System? Selbst dann wenn dieses nur funktioniert, wenn wir völlig empathielos alles Elend, auch das von einem selbst Hergestellte damit verteidigen, dann kann man sich beruhigt zurück lehnen,denn die Selbstzerstörung ist dann vorprogrammiert, man kann dann den merkelschen Brandbeschleuniger weiterhin wirken lassen.Es ist ja nur das System!

    • Liebe Annette,
      Ihre Empfindung ist vollkommen berechtigt und mehr als nachvollziehbar. Auch ihre Forderung danach, dass etwas getan werden muss ist etwas, was wir alle teilen, so glaube ich zumindest.
      Sie sagen:
      „Der Schuldige ist in diesem Fall das System? Selbst dann wenn dieses nur funktioniert, wenn wir völlig empathielos alles Elend, auch das von einem selbst Hergestellte damit verteidigen, dann kann man sich beruhigt zurück lehnen, denn die Selbstzerstörung ist dann vorprogrammiert, man kann dann den merkelschen Brandbeschleuniger weiterhin wirken lassen. Es ist ja nur das System!“

      Um Gottes Willen Annette, natürlich nicht! Die Frage ist doch, was unternehmen und was fordern? Es gibt derzeit keine Alternative, die uns von diesem System befreit, aber genau das brauchen wir. Aufgebrachte Bürger, die alle etwas anderes aus dem Topf der vermeidlichen Alternativen fordern und am Ende AFD wählen, nützen uns auf Dauer gar nichts!
      Man muss sehen, dass wir hier bereits etwas wahrnehmen, während andere noch fest schlafen, weil sie auf Schlafen programmiert sind. Die Tiefschläfer sind vor allem Menschen, die fest im System integriert sind, sich so weit wohlfühlen, ihr Gehalt, ihren Urlaub, ihre Freizeit genießen. Für die ist zwar das eine oder andere ein Ärgernis, aber das System an sich richtig. Dann gibt es diejenigen, die schon etwas merken, sich ein wenig mehr aufregen, aber das nicht laut sagen aus Angst vor Missachtung (der Mensch ist auf die Anerkennung seiner Mitmenschen angewiesen, insbesondere dann, wenn er finanziell abhängig ist von diesen) und Verlust der Existenz. Und selbst diese Menschen sind ja noch im Halbschlaf, sie glauben immer noch an die Richtigkeit staatlicher Autoritäten und die Glaubwürdigkeit der Medien an sich. Dann gibt es diejenigen, die alles zum kotzen finden, aber nicht formulieren können, was eigentlich los ist, wie die Dinge zusammenhängen, weil sie es nicht gewohnt sind, sich eigenständig zu informieren. Die picken sich die Medien immer gerne auf der Straße heraus für ein Interview, weil man sich ihre nicht selbstverschuldete Unmündigkeit (weil ebenfalls Systemgewollt) so schön zu Nutze machen kann. Sie neigen dazu in Parolen und kurzen Formeln etwas zu sagen oder zu fordern. Da kann dann der Bürger am Fernsehen wieder so schön den Kopf schütteln und sagen: Was für Idioten die Reichsbürger, die Ken Jebsens, die Friedensbewegung, die Chemtrail-Gläubigen usw. usw. Es gibt noch weitere andere „Standorte“, an denen sich der Bürger, der wählen soll, gerade befindet, die auch noch festhängen.
      Die Verantwortung müssen wir, die wir uns bereits weitergehend mit den Problemen auseinandersetzt haben für diese Leute leider erst mal mit übernehmen oder eben Überzeugungsarbeit leisten.
      Es gilt die Mechanismen des Systems zu erkennen und etwas zu fordern, was jenseits dessen liegt. Wenn wir das nicht können, wird uns die Entwicklung überrennen und zerstreuen.

      Schau Sie bei Interesse weiter oben, die Reaktionen auf meinen Kommentar von Mo, Petra, Pooler und was ich am Ende über diese Alternative formuliere. Hört sich blöd an, hier auf seine eigenen Kommentare zu verweisen. Tue ich nicht, weil ich mich für toll halte, sondern, weil da etwas sehr wahres (wenn auch bisweilen etwas akademisch) und wichtiges für uns alle steht, wenn wir gemeinsam eine Richtung gehen wollen, die nicht wieder in die Irre führt.

    • Außer Kontrolle,

      selbstverständlich interessieren mich andere Sichtweisen, konnte aus Ihren Vorschlägen jedoch eines mit nehmen, die u.A. Individualität, Gesellschaft, leider zu wenig von deren Struktur, denn die ist derartig vielfältig, eben individuell, sodass sie anscheinend schwer unter einen Hut zu bekommen ist.Hinzu kommt das immer gern vergessen wird,, die Prägung eines Kindes, der Grundstock auf dem sich alles auf baut.Die Umwelt wird selbstverständlich das größer gewordene Kind ebenso beeinflussen, jedoch liegt es an der Prägung wohin die Beeinflussung führt.
      Um es kurz zu machen, wollen wir eine Änderung(zum Guten) in der Gesellschaft erreichen , benötigen wir kluge Eltern, welches nicht nur am Bildungsstand festzulegen ist.Es benötigt Herz und Verstand, Letzterer kann sich ebenfalls aus Lebenserfahrung bilden.Und erst dann werden wir den 2. Schritt gehen können, eine andere Politik, eine die sich an den Menschen erinnert und dem was ihn aus macht.
      Das alles ist Zukunftsmusik, jedoch wichtig es im Auge zu behalten, denn bevor man sich um die da Oben kümmert, sollte das Ziel, ein glückliches Kind, den Vorrang haben..Viele Probleme würden sich dadurch von allein lösen.Wer positiv erhält , der gibt positiv weiter…
      Man kann alles zerreden, aber auch zerschreiben, denn wenn man der Meinung ist, alles verkomplizieren zu müssen, dann wird es nie eine Lösung geben, weil niemand mehr hinhört! Da jetzt aber nur allgemein gemeint!

    • Annette
      Ich denke wir liegen nicht weit auseinander, eher das Gegenteil ist der Fall. Vielen Dank für Ihre Antwort.
      Sie schreiben:
      „…leider zu wenig von deren Struktur, denn die ist derartig vielfältig, eben individuell, sodass sie anscheinend schwer unter einen Hut zu bekommen ist.“
      Und weil das so ist und die Struktur gewachsen ist aus einigen wenigen Grundannahmen, muss man diese genau betrachten und verändern. Deshalb die Gegenüberstellung von Macht (heutiges Grundprinzip) und Liebe als neues Entwicklungsprinzip. Dafür bräuchte man es genau nicht kompliziert machen und viel über Einzelheiten diskutieren, sondern einfach. Ich denke, dass man eine gewachsene Struktur nur von ihren Anfängen her begreifen kann.
      Sie schreiben:
      „Hinzu kommt das immer gern vergessen wird,, die Prägung eines Kindes, der Grundstock auf dem sich alles auf baut.“ und weiter: …“Und erst dann werden wir den 2. Schritt gehen können, eine andere Politik, eine die sich an den Menschen erinnert und dem was ihn aus macht.“
      Genau richtig: das Kind wird geprägt, jedoch womit es geprägt wird, ist politisch festgelegt, ebenso die Verhältnisse der kindlichen Umgebung, an der sich orientieren muss.
      Sie werden die Prägung niemals wirklich verändern können ohne einen grundlegenden Wechsel auf der politischen Ebene. Alles andere droht nur ein widersprüchlicher Kompromiss zu bleiben.
      Es gibt so viele gute Schulansätze. Alle werden blockiert und ihrer eigentlichen und endgültigen Entfaltung beraubt. Insbesondere durch den krassen Gegensatz von Theorie und Praxis.

      Was natürlich nicht bedeutet, dass alles, was Eltern und ihre Lehrer für die freie Entfaltung und eine ausgewogene Psyche tun, vergebens sei.

    • Außerkontrolle,
      recht herzlichen Dank für Ihre Mühe auch wenn man annehmen könnte wir wären vom Thema abgekommen, dem ist aber nicht so,denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!
      Sollte nicht begriffen werden, dass eine Änderung nur vom Anfang her möglich ist, weil sich neues Denken und Handeln erst entwickeln muss, dann wird man immer zu spät kommen!
      So bin ich wieder bei der Prägungsphase, die wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass sie sich auf die ersten 3 Lebensjahre eines Kindes beschränkt, was heißt, Eltern leben den Kinder alles vor, was ich mit dem Grundstock ausdrücken wollte.Ist der stabil, dann kann dem Kind die Umwelt nicht so viel anhaben, die Politik hat keinerlei Einfluss darauf, was sie durch den Kita-Besuch gern für sich ändern möchte!
      Heute drehen wir uns im Kreis, Selbstkritik, Ehrlichkeit, Schuldzuweisungen , Heuchelei, Doppelmoral,Egoismus, Arroganz entwickelt durch Güter! etc etc..Damit werden die meisten Kinder groß, nicht mit Armut am finanziellen, sondern Gefühlsarmut!
      Zum Glück , wenn man will, sich umsieht, dann kann man bemerken, es ist möglich immer mehr Menschen zu finden, die die Gefühlskälte in der Gesellschaft ebenfalls bemerken, sie absolut nicht akzeptieren…nun kommt das eigentliche Problem…die Gefühlskälte der anderen, ihre nicht!
      Doch an der Stelle kann man sie bei den Hörnern packen 😉 , vorsichtig, möglichst diskret…aber nicht unmöglich, weil sich deren Augen dann von allein öffnen…könnten!.

      „Sie werden die Prägung niemals wirklich verändern können ohne einen grundlegenden Wechsel auf der politischen Ebene. Alles andere droht nur ein widersprüchlicher Kompromiss zu bleiben.“

      Das glaube ich nicht, denn wenn Eltern Kindern mit Liebe erziehen, ohne sie selbst zu diktieren, ihnen Entwicklungsmöglichkeiten bieten indem sie nicht nur lernen , bist du gehorsam, bist du gut,sondern sag was du denkst , streiten mit Worten darum,wenn du glaubst im Recht zu sein, sag wenn etwas falsch läuft etc etc auch uns den Eltern gegenüber, es sich trotzdem immer geliebt fühlt, dann kann die Politik ihnen nichts anhaben.
      Kinder haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der, das stimmt, wird ihnen im Laufe des Leben abtrainiert, trotzdem ist es immer noch da, nur verborgen.Man kann es wieder wecken, die Prägung!
      Nochmals Danke für all Ihre Gedankengänge!

  35. Nun stellt sich jedoch die Frage was die Eliten tun werden um den Verlust der Kontrolle den Sie mehr als ein halbes Jahundert durch die Massenmedien hatten wieder zu erlangen. Wie könnten die Szenarien ausehen – dies einmal zum Thema machen in einer Ihrer Sendungen wäre sicher Interessant

    • Kriege kosten viel Geld. Ja!
      Ist aber eben auch eine große Geldumverteilung.
      Banken (Kreditgeber), Rüstungsindustrie (auch Zulieferer), Mineralölkonzerne u.a. profitieren in kürzester Zeit davon.
      Alles Industrie, die nicht aus den USA nach China gegangen ist.
      Nicht zu vergessen auch die Aktienbesitzer dieser Unternehmen.
      Kriege werden doch letztendlich vom Steuerzahler bezahlt.
      Und wenn nach einem Krieg wieder aufgebaut wird, gibt es noch einmal Gewinner.
      Wenn ich sehe, mit welchen Leuten sich Trump umgibt, sehe ich keinen Fortschritt – aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • Was wir tun sollen?Zeitungen, TV aus dem Alltag verbannen und nicht Merkel noch dafür danken, dass auch sie Menschen auf kriegerische Art zu Flüchtlingen macht, die sie zu uns einlud!.Sie?
      Nein das Volk, also wir, wurde dazu gezwungen.!
      Heute zeigt sich sehr wohl, die Flüchtlinge zu uns kommen zu lassen, war reines politisches Kalkül, denn sie auch ertrinken zu lassen, diese Seite ignoriert der Wähler!

    • „Was wir tun sollen?
      Zeitungen und TV aus dem Alltag verbannen….“
      Wenn das Ken Jepsen machen würde, über was sollten wir dann reden und streiten.
      Sie können das ja tun. Sie rufen ja immer wieder dazu auf. (Was Ihr gutes recht ist.)
      Ich für meinen Teil, mache das nicht und werde das auch nicht machen.
      Um mir meine eigene Meinung zu bilden, brauch ich beide Seiten.
      Die Gefahr der „Echokammer“ sehe ich nicht nur für die Medien der einen Seite.

    • Das Internet gibt es mehr als genug Möglichkeiten, sich vielseitig informieren zu können. Natürlich nutzt das nur der Bürger der wissen will.

    • Das Internet soll man ja auch nutzen.
      Wie der User davon gebrauch macht, ist ne andere Sache.
      Medienkompetenz ist das Stichwort.

      Die Gefahr, im eigenen Saft zu schwimmen, besteht sehr wohl.
      Wie gehe ich mit Informationen um?
      Gebe ich der Information den Vorrang, die mein Meinungsbild bestärkt?
      Blende ich andere Informationen aus oder werte sie ab?

    • „Die Gefahr, im eigenen Saft zu schwimmen, besteht sehr wohl.
      Wie gehe ich mit Informationen um?
      Gebe ich der Information den Vorrang, die mein Meinungsbild bestärkt?
      Blende ich andere Informationen aus oder werte sie ab?“

      Geschieht das nicht bei der Presse ebenso?
      Die bequemen Bürger kann niemand retten, egal was man ihnen bietet, jedoch die, die interessiert sind, werden niemals nur einer Stimme folgen, sondern abwägen!
      Wenn man einmal die Augen auf macht, dann kommt man nicht darum herum, zugeben zu müssen, die Bequemlichkeit, gepaart mit Gedankenlosigkeit, ist bei uns viel zu stark vertreten.Diese Leute bekommt man nie wach! Sie bemerken nicht einmal mehr den wieder aufgekommenen deutschen Wahnsinn, Weltmachtgelüst.
      Wir werden uns unseren Krieg selbst schaffen, dass ist das einzige was wir können!!
      Gern würde ich mich irren, doch gerade die meisten der älteren Generation ist nicht bereit aus den Fehlern der eigenen, vorhergegangenen Generation, zu lernen.
      Deutschland war nie zur Selbstkritik fähig, schuld haben immer andere!

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