Me, Myself and Media 48 – Matrix-Medien-Märchenstunde. Willkommen im digitalen Aufwachzimmer

Als der STERN 1983 die Hitler-Tagebücher veröffentlichte, glaubte man in Hamburg an eine Weltsensation. Wochen später erwies sich dieser Jahrhundertfund als plumpe Fälschung, von dem sich der STERN bis heute nicht wieder erholt hat. Die Glaubwürdigkeit war zerstört.

Ähnlich könnte es jetzt dem ehemaligen Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL gehen. Über Jahre hatte man Claas Relotius unter Vertrag und brüstete sich mit dem Talent dieses Star-Reporters. Relotius wurde vor allem für seine SPIEGEL-Geschichten mit Journalistenpreisen überhäuft. Jetzt stellt sich heraus, der Mann war ein Hochstapler, vergleichbar mit dem Fälscher der Hitler-Tagebücher. Relotius war weniger Reporter, er war mehr Märchenonkel. Seine Enthüllungsgeschichten waren entweder komplett erfunden oder massiv ausgeschmückt.

Dass sie dennoch über Jahre ungehindert immer wieder im SPIEGEL, aber auch der WELT, der TAZ etc., als exklusive Enthüllungsgeschichten abgedruckt wurden, hatte einen simplen Grund. Sie passten ins geforderte Narrativ. Sie passten in die jeweilig geforderte Agenda.

Der SPIEGEL versucht jetzt alles, um Relotius zu einem Einzelfall herunterzuspielen, aber das zeigt, wie mies es um die Branche in wirklich steht. Spätestens seit dem 11. September 2001 laufen den Konzern-Medien die Kunden weg. Sie spüren, dass man sie chronisch belügt, indem man die offenkundigen Fragen nicht stellt.

Die Massenmedien sind nicht zu Gate-Keepern und Ausspielkanälen der Herrschenden verkommen, sie waren es immer. Mit dem Internet haben sich nur die Spielregeln geändert. Es gibt jetzt ein Datenleck, eine Gegenöffentlichkeit und die macht jede Form des Durchregierens immer unmöglicher. Der Staat hat sein Meinungsmonopol verloren, was erklärt, dass es zu jedem Beschluss immer massiveren Widerstand aus der Bevölkerung gibt. Die Bürger wissen zu viel und Wissen ist Macht, da sie Ohnmacht enttarnt.

In der aktuellen Ausgabe von MMM geht es natürlich um die relevanten Themen der letzten Wochen. Migrationspakt und Gelbwesten spielen selbstverständlich eine Rolle. Im Kern aber geht es darum, nachhaltig zu vermitteln, dass die Medien die Realität nicht beschreiben, sondern diese erst erschaffen. Wir alle leben und beziehen uns auf eine Medien-Realität. Ein unnatürlicher Kunst-Stoff.

Wer sich heute einer Nachrichtensendung aussetzt, tut gut daran, eine Haltung einzunehmen, die der eines Kinobesuchers vergleichbar ist. Man setzt sich bei Cola und Chips hin und freut sich auf hoffentlich gute Unterhaltung.

Niemand würde auf die Idee kommen, das, was da auf der Leinwand gezeigt wird, als bare Münze zu nehmen. Selbst bei Filmen, die auf historischen Ereignissen basieren, wurde die Story ausgeschmückt und Teile und Personen hinzuerfunden. Man geht nicht in einen James-Bond-Film, um etwas über die Politik Englands zu erfahren.

Entsprechend sollte man Nachrichten konsumieren. Sie sind eine Interpretation der Geschehnisse, die mehr oder weniger mit Wahrheit kontaminiert sein können. In jedem Fall haben Nachrichten ein Ziel: Sie sollen den Endverbraucher auf Kurs halten. Sie sollen ihn „nach-richten“, da er sonst aus dem Ruder läuft. Die Herde der Konsumenten soll beisammengehalten werden, um sie, wenn die Zeit reif ist, zum Schlachthof fahren zu können. Lammfromm und saudumm bedingen einander. Nur die Medien-Matrix bröckelt…

Willkommen im digitalen Aufwachzimmer von KenFM!

Inhaltsübersicht:

00:02:03 Unser krankes Wirtschaftssystem und die Bedeutung des Geschäftsmodells „Migration“

00:10:12 Der Migrationspakt: Segen für die Menschheit?

00:13:40 Bundestag: Das Abstimmungsverhalten zum Migrationspakt und die Wiedersprüche der Partei Die Grünen

00:17:28 Die neue Chefin der CDU: Annegret Kramp-Karrenbauer versus Friedrich Merz

00:19:21 Gelbwesten-Proteste: Anfänge und Reaktionen von Macron und Hollande

00:24:57 Terror in Frankreich: Paris 1961 – Mord an 200 Algeriern und der Anschlag von Straßbourgh 2018

00:28:26 Staatliche Verstrickungen? Verdeckte Kriegsführung und der Anschlag vom Breitscheidtplatz 2016

00:32:24 Können wir den Medien vertrauen? Der Fall Claas Relotius

00:36:46 „Der schmutzige Krieg gegen Syrien“ und Fake-News im Auftrag der Presse

00:39:59 Wissenschaft ad absurdum: Michael Butter offenbart sein krudes Wissenschaftsverständnis

00:41:45 Negative Veränderungen im Journalismus (Roland Tichy und Boris Palmer)

00:43:23 Khashoggi und die Total-Überwachung via Smartphone mit Software aus Israel

00:46:49 Die Logik deutscher Sanktions- und Außenpolitik: Skripal und Khashoggi

00:48:11 Die Bushs und die Sauds: Terrorunterstützung par excellence

00:51:44 Ukraine – Russland: Konfrontation im Asowschen Meer (Kertsch-Konflikt)

00:55:37 Deutschlands Ost-Politik und der Verfall der SPD

01:01:58 Nachrichtenüberblick: Amazon-Mitarbeiter streiken/ Antisemitismusvorwürfe wegen BDS-Unterstützung/ Katar tritt aus der Opec aus/ Dieselstreit: Umtauschprämie/ Justiz ermittelt gegen KSK-Soldaten/ Reichtum im Jemen (Gas)/ Bank des Jahres: GLS-Bank/

01:07:17 Daniel Harrich über „Pharma-Crime“ / Dirk Müller zum Industriestandort Deutschland

Quellen:

Tagesschau: 164 Länder für UN-Migrationspakt
https://www.tagesschau.de/ausland/un-migrationspakt-127.html

Zeit: „Schwere Arbeitsausbeutung ist aktuell ein risikoloses Geschäft“
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-12/menschenrechte-deutschland-institut-arbeitsmigranten-arbeitsbedingungen-ausbeutung-mindestlohn

Welt: Jeder siebte Zuwanderer in Deutschland hat nur Grundschulniveau
https://www.welt.de/wirtschaft/article185252246/OECD-Jeder-siebte-Zuwanderer-hat-nur-Grundschulniveau.html

Weforum: The Business Case for Migration
https://www.weforum.org/reports/business-case-migration

KenFM: KenFM im Gespräch mit: Fritz Glunk („Schattenmächte“)
https://kenfm.de/fritz-glunk/

YT phoenix: 
Bundestagsdebatte zum globalen Pakt für Migration am 29.11.18
https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=dbdCTPVc3L8

Tagesschau: Reinhard Merkel, Universität Hamburg, zu den Auswirkungen des Migrationspakts
https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-481457.html
diese

Bundestag: Globaler Pakt für Migration/ Namentliche Abstimmung
https://www.bundestag.de/parlament/plenum/abstimmung/abstimmung/?id=568

Twitter: Angela Merkel in Marrakesch
https://twitter.com/RegSprecher/status/1072095990344224768

Spiegel: Annegret Kramp-Karrenbauer ist neue CDU-Chefin
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/annegret-kramp-karrenbauer-ist-die-neue-cdu-chefin-a-1242597.html

FAZ: Merz traut sich ein Ministeramt zu
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/f-a-z-interview-friedrich-merz-traut-sich-ein-ministeramt-zu-15947942.html

Handelsblatt: Verlierer ohne Groll – Merz‘ erster Auftritt nach der Niederlage
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atlantik-bruecke-verlierer-ohne-groll-merz-erster-auftritt-nach-der-niederlage/23736994.html?ticket=ST-1921389-PkObfON6nSoZcCT73dwA-ap3

Heise: Gelbe Westen, „5. Akt“: Weniger Teilnehmer und weniger Festnahmen
https://www.heise.de/tp/features/Gelbe-Westen-5-Akt-Weniger-Teilnehmer-und-weniger-Festnahmen-4252014.html

Twitter: Stephanie Roy – Gelbe Westen Paris 22. Dez 2018
https://twitter.com/Steph_Roy_/status/1076511894377283584

Derstandard: Jacline Mouraud: Die Französin mit der gelben Weste
https://www.derstandard.de/story/2000092125916/jacline-mouraud-die-franzoesin-mit-der-gelben-weste

Cicero: Gelb ist das neue Braun
https://www.cicero.de/innenpolitik/gelbe-westen-afd-demo-diesel-un-migrationspakt-merkel-muss-weg-mittwoch-pegida/plus

FAZ: Jeder fünfte Franzose hat zu wenig Geld für Lebensmittel
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/armut-in-frankreich-jeder-fuenfte-franzose-hat-zu-wenig-geld-fuer-lebensmittel-15782282.html

YT RT Deutsch: Der Reichenversteher: Macrons „Geschenke“ machen Frankreich zum zweiten Italien (Video)
https://www.youtube.com/watch?v=W9vSt6K6-QY

YT RT Deutsch: Der Geist ist aus der Flasche: Die Gelbwesten entzaubern das westliche Wertesystem
https://www.youtube.com/watch?v=XE9j7UdCEOo

Spiegel: Frankreich erwägt Ausnahmezustand
http://www.spiegel.de/politik/ausland/gelbwesten-proteste-frankreich-erwaegt-ausnahmezustand-a-1241529.html

Twitter: Quentin Top – Gelbwesten: Polizei Helme off
https://twitter.com/Quentin_TOP/status/1068961165387227136

Maghreb-Magazin: Das Massaker an Algeriern in Paris vom 17. Oktober 1961
http://www.maghreb-magazin.de/zeitgeschichte/massaker-paris-1961.html

YT Andreas Ruby: Verordnetes Schweigen
https://www.youtube.com/watch?time_continue=331&v=xOSnSXilkmo


Welt: Chérif Chekatt von der Polizei getötet
https://www.welt.de/politik/ausland/article185512220/Attentat-in-Strassburg-Cherif-Chekatt-von-der-Polizei-getoetet.html

KenFM: KenFM im Gespräch mit: Elias Davidsson
https://kenfm.de/elias-davidsson-der-gelbe-bus/

Zambon: Elias Davidsson „Der gelbe Bus“
https://zambon.net/index.php?id=2&L=0

Meedia: “Der eine getürkte Text zuviel”
https://meedia.de/2018/12/19/der-eine-getuerkte-text-zuviel-spiegel-trennt-sich-von-reporterpreis-traeger-claas-relotius-wegen-betrugsverdacht/

KenFM: Missing Link to Dr. Tim Anderson – „The Dirty War On Syria“
https://kenfm.de/missing-link-dr-tim-anderson/

FAZ: Wird Zypern ein neues Lampedusa?
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/immer-mehr-migranten-fluechten-nach-zypern-15885508.html

Rubikon: Die Bild-Lügner
https://www.rubikon.news/artikel/die-bild-lugner

JPG-Journal: Michael Butter
https://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/ipg-author/detail/Author/michael-butter/

Siper: Daniele Ganser – Termine
https://www.siper.ch/institut/termine/termine/

YT Tichys Einblick: 
Boris Palmer: „Ich bin kein Merkel-Fan“
https://www.youtube.com/watch?v=UG7v8te3T7U


Time: Person of the Year 2018
http://time.com/person-of-the-year-2018-the-guardians/

Sueddeutsche: CIA sieht Kronprinz hinter der Ermordung Khashoggis
https://www.sueddeutsche.de/politik/cia-khashoggi-salman-saudi-arabien-1.4215588

Sueddeutsche: Bühne für das Ego
https://www.sueddeutsche.de/politik/g-g-gipfel-buenos-aires-1.4230154

FAZ: Putins brüderlicher Handschlag mit dem Prinzen
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/g-20-gipfel-in-buenos-aires-putin-begruesst-salman-15918605.html

YT RT Deutsch:Snowden zu Khashoggi-Mord: Ich erzähle euch eine große Geschichte, über die nicht geschrieben wird
https://www.youtube.com/watch?v=w82VhU0BqxQ&feature=youtu.be

SWR Spätnacht: Mathias Richling: Merkel verlässt das sinkende Schiff | SWR Spätschicht
https://www.youtube.com/watch?v=xeUXzE5a_m4
2:19

Spiegel: Früherer US-Präsident George H.W. Bush ist tot
http://www.spiegel.de/politik/ausland/george-h-w-bush-frueherer-us-praesident-ist-tot-a-1241444.html

KenFM: Tagesdosis 13.12.2018
https://kenfm.de/tagesdosis-13-12-2018-george-h-w-bush-eine-traueranzeige-ein-trauerspiel-fuer-1695e-podcast/

Twitter: Heiko Maas
https://twitter.com/HeikoMaas/status/1068811773778804736

Twitter: Heiko Maas Wir trauern um einen großen Staatsmann
https://twitter.com/HeikoMaas/status/1070363579927445504

Booklooker: Unger Craig „Die Bushs und die Sauds – Öl Macht und Terror”
https://www.booklooker.de/Bücher/Angebote/titel=Die+Bushs+und+die+Sauds+-+Öl+Macht+und+Terror&autor=Unger+Craig

Booklooker: Antony Sutton „Wall Street und der Aufstieg Hitlers“
https://www.booklooker.de/Bücher/Neuware/isbn=9783907564691

Spiegel: Ukrainischer Präsident verhängt Kriegsrecht – was über den Erlass bekannt ist
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-petro-poroschenko-verhaengt-kriegsrecht-was-ueber-den-erlass-bekannt-ist-a-1240522.html

MDR: Russische und ukrainische Marine-Kräfte geraten vor Krim aneinander
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/krim-kertsch-russland-ukraine-marine-zwischenfall-100.html

Heise: Ukrainische Regierung versucht, den Kertsch-Konflikt auszuschlachten
https://www.heise.de/tp/features/Ukrainische-Regierung-versucht-den-Kertsch-Konflikt-auszuschlachten-4244838.html

Norberthaering: Atlantic Council rät Ukraine, einen militärischen Zwischenfall zwischen Nato und Russland zu provozieren
http://norberthaering.de/de/27-german/news/1078-atlantic-council-krim

Atlanticcouncil: Russia’s Provocations in the Sea of Azov: What Should Be Done?
https://www.atlanticcouncil.org/blogs/ukrainealert/russia-s-provocations-in-the-sea-of-azov-what-should-be-done

Westendverlag: Adelheid Bahr „Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen“
https://www.westendverlag.de/buch/warum-wir-frieden-und-freundschaft-mit-russland-brauchen-ebook/

KenFM: Zur Sache: Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen
https://kenfm.de/zur-sache-russland/

YT 4K DokuTV: Der Vietnamkrieg – Scheitern einer Supermacht (ARTE Doku)
https://www.youtube.com/watch?v=T4DBWXz4cDE


Twitter: Marco Bülow „Ich bin und bleibe engagierter Sozialdemokrat – wenn auch außerhalb der #SPD“
https://twitter.com/marcobuelow/status/1067356392871403520

YT Marco Bülow: Marco Bülow – Pressekonferenz zum Austritt aus der SPD – 27.11.2018
https://www.youtube.com/watch?v=Xmg-JTJsjHg&feature=youtu.be

Booklooker: Sebastian Haffner „Der Verrat Deutschland 1918/1919“
https://www.booklooker.de/Bücher/Angebote/autor=haffner&titel=der+verrat

Tagesschau: Streik im Weihnachtsgeschäft
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/amazon-verdi-streik-101.html

FAZ: Wer baut dem Pentagon eine Cloud?
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/amazon-und-microsoft-wollen-pentagon-cloud-bauen-15710689.html

Westendverlag: Johannes Bröckers „Schnauze, Alexa!“
https://www.westendverlag.de/buch/schnauze-alexa-signiertes-exemplar/

TAZ: Schwere Vorwürfe aus Israel
http://www.taz.de/!5553564/

FAZ: Der bedeutendste Austritt in der Geschichte der Opec
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/qatar-der-bedeutendste-austritt-in-der-geschichte-der-opec-15922471.html

Spiegel: Der Umtausch-Flop
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/dieselgipfel-umtauschpraemie-entwickelt-sich-zum-flop-a-1241693.html

Spiegel: Baden-Württemberg will VW verklagen
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/dieselaffaere-baden-wuerttemberg-will-vw-verklagen-a-1243896.html

Spiegel: Justiz ermittelt gegen KSK-Soldaten
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-ermittlungen-gegen-mindestens-sechs-ksk-soldaten-a-1241283.html

Heise: Der wahre Grund des Jemen-Kriegs?
https://www.heise.de/tp/features/Der-wahre-Grund-des-Jemen-Kriegs-4205930.html

NYTimes: The Tragedy Of Saudi Arabia´s War
https://www.nytimes.com/interactive/2018/10/26/world/middleeast/saudi-arabia-war-yemen.html

n-tv: Die Bank des Jahres 2018
https://www.n-tv.de/ratgeber/tests/Die-Bank-des-Jahres-2018-article20660370.html

Randomhouse: Daniel Harrich „Pharma-Crime“
https://www.randomhouse.de/Paperback/Pharma-Crime/Daniel-Harrich/Heyne/e518026.rhd

KenFM: KenFM im Gespräch mit: Daniel Harrich („Pharma-Crime“)
https://kenfm.de/daniel-harrich-pharma-crime/

KenFM: KenFM im Gespräch mit: Dirk Müller („Machtbeben“)
https://kenfm.de/dirk-mueller/

YT KenFM: KenFM im Gespräch mit: Thomas Sattelberger („Ich halte nicht die Klappe“)
https://www.youtube.com/watch?v=ErpGxl4i458&feature=youtu.be&t=7386

KenFM: KenFM Stellenangebote
https://kenfm.de/stellenangebote/

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

49 Kommentare zu: “Me, Myself and Media 48 – Matrix-Medien-Märchenstunde. Willkommen im digitalen Aufwachzimmer

  1. Moin, ich bin gegen die Anti-Russland berichterstattung, muss aber sagen dass ich das Internet auf den Kopf gestellt habe um den Vertrag von 2003 der die Ukraine und Russland verpflichtet sich gegenseitig zu informieren wenn durch die Meerenge von Kertsch Militätschiffe durchfahren. Ich habe den Vertrag im Original Wortlaut gefunden und dort steht nichts davon drin. Ganz im Gegenteil verzichten beide Seiten auf die 12 Meilenzone und die Durchfahrt aller zvilen und militärischen Schiffe ist OHNE Absprache jederzeit möglich.!?!?!

  2. Prost Neujahr!
    Ab Minute 45:30 habt Ihr mal wieder einen Snowden-Schnipsel (von YT RT de), wo kurz erklärt wird, wie Khashoggi geortet wurde.

    Ich vermisse dazu folgende Fragen:
    Woher weiß Snowden, dass genau ein Trojaner der NSO-Group zum Einsatz kam?
    Die Leiche wurde nicht gefunden, aber das Telefon?
    Oder bekommt er nach 5 Jahren immer noch die aktuellsten Infos der NSA?

    Ich habe nach NSO recherchiert und auf Wikipedia einen Hinweis zur Technik gefunden (sorry für die verpöhnte Quelle…):
    Hier wird die NSO-Software „Pegasus“ beschrieben, die in 2016 eine Sicherheitslücke des iPhone ausgenutzt hatte.
    Aber noch in 2016 hatte Apple die Lücke geschlossen, so dass ein Einsatz Ende 2018 eher unwahrscheinlich erscheint.
    Aber auch auf Wikipedia wird Pegasus mit Khashoggi in Verbindung gebracht. – Jedoch wird angeführt, dass die NY Times diese Recherche für sich reklamiert, die RT übertitelt mit „eine große Geschichte, über die nicht geschrieben wird“.

    Im übrigen sagt der Schneemann in dem RT-Video ab 4:13:
    „Die NSO-Gruppe ist (…) die Schlimmste der Schlimmsten, basierend auf den Informationen, die wir haben.“
    Wer ist denn „WIR“? – Mit wem arbeitet er denn heute zusammen, wer ist der Falke…? 😉

    Ich würde mich freuen, wenn meine Fragen zu weiteren Recherchen in 2019 inspirieren würden.
    Leider reichen meine bisherigen Spenden nur maximal für einen Billig-Flug nach Moskau, noch nicht zurück.
    Vielleicht findet sich ja noch das Budget, damit Ken mal persönlich mit Ed sprechen könnte.
    Wenn man sich mal umsieht, wer ihn bisher besucht hatte, sind das nur sehr „auserlesene“ Organisationen gewesen.

    Vielen Dank und weiter gutes Gelingen
    Martin

  3. Ein Wort zur GLS Bank:

    Bei solchen Empfehlungen (Werbung?) würde ich vorsichtig sein. Diese „tolle“ Bank hat die zweifelhafte Veranstaltung „#wir sind mehr“ ich Chemnitz aktiv unterstützt und befürwortet. Ich finde es abstoßend wie mit der Stadt und den Menschen dort umgegangen, wie sie grundlos gebrandmarkt wurden. Wenn sich dann eine Bank noch so positioniert um sich als „Gutbank“ für Gutmenschen anzubiedern bin ich als Kunde durch die Tür… Sie leben in ihrer lindgrünen Elektroauto – Bioobst-Welt die sie selbst nicht finanzieren müssen, sondern schön von Steuerzahler subventioniert bekommen. Wie das „Konzert“ natürlich auch.
    Es gibt auch andere, günstigere Banken die keine Waffengeschäfte, Gentechnik oder Atomreaktoren finanzieren. Übrigens bei Vergleichsportalen schneidet die GLS auch ganz gut ab: Als Schlusslicht!

  4. Ich habe mich hier bisher noch nicht zu Wort gemeldet, jetzt habe ich mich mal angemeldet…

    Da stellt Herr Jebsen in der Sendung die überaus spannende Frage, „was sich im Journalismus der letzten Jahren geändert“ habe – und spielt zur Beantwortung dieser ausgerechnet einen Clip von und mit Roland Tichy, dem erzkonservativen Neoliberalismus-Propagandisten ein, der so gut wie jeden deutschen Talkshow-Sessel der 1990iger und 2000er Jahre mit seinen menschenverachtenden Thesen vom Sozialschmarotzertum existenziell bedrohter Arbeitslosen vollfurzen durfte. Dieses schmierige Testimonial darf dann also für Jebsen die oben noch so interessant klingende Frage in lächerlicher Banalität dahingehend beantworten, dass die AfD die Agenda setzt, seine Journaillen-Kollegen aber in pathologischem Reflex alles – auch das Sinnvolle und Diskurswürdige – negieren, nur weil es von dieser Seite kommt. Echt jetzt? Das war’s zu dieser Frage?

    Aber es kommt ja noch schlimmer: Mit an Tichys Tisch sitzen Boris Palmer, Oswald Metzger und Wolfgang Herles. Punkt. Allein die Namen sollten genügen. Zumindest eint alle diese Herren ein seltsames neoliberal-chauvinistisches Menschen- und Gesellschaftsbild (ja natürlich, auch Palmer!), sowie ihr triefend narzisstisches Selbstbild vom aufrechten, mutigen Querdenker.

    Zusammenfassend ist einfach festzustellen, dass eine offene Flanke von Herrn Jebsen die Auswahl der Testimonials seiner Thesen und Überzeugungen waren und sind. Diese scheint tatsächlich dem schlichten Prinzip zu folgen, dass derjenige, der zu einem Thema dieselbe Meinung hat, diesen schon tauglich zum Zeugen der eigenen Anklage macht. Das ist natürlich ein völlig verbreitetes Prinzip, die MSM praktizieren es unentwegt zu propagandistischen Zwecken. Den jeweiligen „Background“ des hergenommenen Testimonials zu ignorieren, ist fahrlässig und beschädigt entweder den Auswählenden oder das Testimonial selbst. Mit dem Selbstanspruch dieser Seite, auch eine demokratisch vielstimmige Plattform für divergierende Auffassungen zu sein, hat das ja schließlich nichts zu tun.

    Natürlich ist das nur ein an sich kläglich lächerlicher Anteil der Arbeit von KenFM. Im Gesamten ist KenFM natürlich so gut wie unverzichtbar in dieser Zeit! Deshalb am Schluss herzlichen Dank und alle guten Wünsche für den Macher und alle Mitarbeiter!

  5. Schöner Abschluss.
    Witzig dabei; Wie Steinmeier fordert auch Ken Jebsen, einander zuzuhören. Miteinander reden. Auch wenn man nicht der gleichen Meinung ist. Und das kann funktionieren. Viel schlimmer ist die „Politikverdrossenheit“ vieler Mitmenschen. Einige sind so in ihrer eigenen Blase unterwegs, das zu ihrer Erleuchtung ein Wunder nötig scheint. Da hilft dann auch kein Link von KenFM. Ich versuche es dennoch weiter.
    Der Anhang nach MMM48 ist genial. (Das Interview sowieso). Für die, die eh nicht richtig zuhören klingt das sicher ein wenig nach AfD. Was natürlich völliger Blödsinn ist. Das beste Zitat aus diesem kurzen Ausschnitt; „Wir führen dieses Land wie die Vision des Flughafens Berlin-Brandenburg“ Mehr muß man nicht sagen.
    Danke KenFM für 2018. Der Dauerauftrag ist in Arbeit.
    Ich habe leider vergessen – und das ärgert mich tierisch – wie ich Euch gefunden habe. Aber was ich seit dem absorbiert habe, entschädigt den Verlust der Initialzündung. Dem Urknall.
    Kommt gut rein in 2019.

  6. Warum geht Ken Jebsen davon aus, dass Anis Amri den 40-Tonner auf dem Breitscheid- Platz gefahren hat?
    Anis Amri kam doch erst 2 oder3 Tage später ins Gespräch, nachdem man seinen Ausweis im Führerhaus fand.
    Nur weil die Pentagon- PR. alle 3 Tage über Reuter was neues zu Amri bringt, muss man die Geschichte doch nicht glauben?!
    Diese Version des Geschehens ist doch äußerst unwahrscheinlich.
    Es war ursprünglich ja auch ein anderer als Täter von den „Diensten“ vorgesehen. Warum an ihm nicht festgehalten wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. (Vielleicht hat er sich klever der Polizei gestellt, so das er nicht mehr erschossen werden konnte, wie es Frau Tschäpe vorgemacht hat).
    Nahe liegender ist doch die Version, dass Amri als Mitarbeiter der „Dienste“ nicht mehr als zuverlässig galt und „entsorgt“werden musste.
    Das ihr die „Anis Amri- Version“ nicht mal in Frage stellt, wundert mich sehr.

    • Hallo blauersalamander
      Weshalb Herr Jebsen von dem aus geht, wovon er ausgeht, kann ich Ihnen nicht erklären. Aber ich nehme mal an, dass auch er aus zeitlichen Gründen nicht jedes Thema bis ins hinterste Detail recherchieren kann. Da kann einem schon mal was durch die Lappen gehen.
      Es gibt meines Erachtens ziemlich viele Indizien dafür, dass am 19.12.2016 überhaupt kein LKW über den Breitscheidplatz gefahren ist und dieser LKW folgedessen auch keine Menschen tot gefahren hat. Ein Indiz hat Herr Jebsen unterdessen immerhin zur Kenntnis genommen: Das Tempo des LKWs und was damit allenfalls nicht gestimmt hat. Weitere Indizien sind der gelbe Stadtbus, der unversehrte Poller hinter dem LKW, die auf verschiedenen Bildern verschiedenfarbigen LKWs, die Höhe des LKWs, der angebliche Einfahrtwinkel auf den Breitscheidplatz, der Handy-Film eines Journalisten. Und so weiter.
      Die „Anis Amri-Geschichte“ stinkt zum Himmel und bedürfte einer intensiven Untersuchung- genau wie die Geschichte in Strasbourg auch. Was leider, leider nicht möglich ist. Die angeblichen Täter von angeblichen Terror-Attacken können nicht merh befragt werden, weil sie angeblich tot sein sollen. Der immer selbe Plot wiederholt sich seit Jahren. „Again and again and again“ (Zitat Ole Dammegard, der seit über 30 Jahren Terror-Anschläge erforscht). Hier frage ich mich, weshalb die Medien-Konsumierenden eine sich immer wiederholende Geschichte überhaupt noch glauben können. Aber: Angst ist halt eines der grössten Macht-Instrument weltweit. Wer auch immer Angst zu säen weiss, der hat die Kontrolle und die Lenkungsmöglichkeiten über eine Bevölkerung. Und wer selber Angst erfährt oder gar darunter leidet, der hat meines Erachtens einen bereits manipulierten Fokus auf die Dinge, die ihm unterbreitet werden.

    • Hallo Ingrid,
      ich habe mir nach diesem „Terrorakt“ Ende 2016, die zum Thema auf You Tube zu findenden Videos angeschaut. Mein Eindruck war: Im gelben Stadtbus befanden sich die „Opfer spielenden Schauspieler“, sowie das Equipment für die Vorstellung. Das wurde von Ken nicht angesprochen, was mich wunderte. Denn die Schauspieler zu den Terror- Aktionen sind ja käuflich, zumindest in GB, in Deutschland wohl noch nicht.
      Um Missverständnissen vorzubeugen, ich bin Ken’s größter Fan, er macht eine tolle Arbeit.
      Ich kann Deiner Beschreibung der Geschehnisse am Breitscheidplatz nur voll zustimmen.
      „Angst essen Seele auf“ , um mal einen Fassbänder- Filmtitel zu zitieren, damit arbeiten die Machteliten, keine Frage.

  7. Ich finde dieses Format immer wieder lohnenswert, um mir die Ereignisse der letzten Zeit nochmal mit etwas Abstand von Ken Jebsen einordnen zu lassen. Allerdings bekomme ich zwischendrin regelmäßig so ein beklemmendes Gefühl in der Magengegend und zwar immer dann, wenn Ken Jebsen tief unter die Gürtellinie des politischen Gegners zielt. Ich vermute, dass das nicht nur mir so geht. Meiner Einschätzung nach steht dieses abfällige Reden auch einer Steigerung der Reichweite dieses Kanals im Weg. Es steht auch im Widerspruch zu dem, was Ken Jebsen seinen Zuhörern am Ende dieses Beitrags an Rat mit auf den Weg gibt.

    • Ich persönlich denke, dass diese Tiefschläge unter die Gürtellinie des vermeintlich politischen Gegners nur all zu verständlich sind, wenn auch nicht unbedingt beruflich korrekt. Es ist meiner Meinung nach, ein kleiner fader Beigeschmack einer ansonsten sehr gut gemachten Sendung.

    • Ergänzend möchte ich zum bisher geschriebenen anmerken: Ken Jebsen sagt selbst, dass er die Sendung MMM nicht leiden kann.

      Umso verständlicher wird es dann, dass er zwischendurch ausholt, um die bestimmten politischen Positionen genau zu benennen.

      Möglich, dass die Abonenntenzahlen langsamer steigen, aber es gibt so viele gute und ausgewogene Formate bei KenFM, da ist eine Sendung wie MMM mit möglichen Ausrutschern absolut verzeihlich.

    • Plakativ gesagt, Ken Jebsen ist ein Mensch wie Du und ich, kein Übermensch, also nicht fehlerlos.
      Er sagt von sich, er sei ultra-links. Wenn man sieht, wie die körperlich arbeitende Bevölkerung, also die, die die Werte erschaffen, von den Machteliten weltweit verarscht wird, kann ich zumindest seinen Zorn gut nachempfinden.

    • Ken Jebsen ist ein Mensch wie Du und ich!

      Ich schätze das Medium KenFM sehr und auch den Menschen Ken Jebsen. Ich glaube, dass sein unermüdliches Engagement und seine gelegentlichen Entgleisungen beides Ausprägungen seiner einzigartigen Persönlichkeit sind, die wiederum von ebenso einzigartigen Umwelteinflüssen geprägt wurde. Ich neige beispielsweise deutlich weniger zu solchen Entgleisungen, hätte es aber auch nie geschafft ein solches Medium gegen allen Widerstand aus dem Boden zu stampfen. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass Ken Jebsen im MMM respektvoller mit dem politischen Gegner umgeht. Um der Sache und auch um seiner seiner selbst willen.

  8. @Kari sagt: Das Boot ist voll! @Benjamin Reloaded
    Diese Metapher basiert auf einer naturwissenschaftlichen Tatsache! Wenn die Kapazität nicht reicht, ist es aus. Ob nun ein Boot, Flugzeug, Karren oder sonstwas herhalten muss ist doch wohlfeil! Das Verteufeln von landläufigen Begriffen, nur weil jemand meint es verbieten zu können ist Unsinn. Sich darüber zu erregen spielt eben diesen Clowns der Meinungsstasi in die Hände! Besonders schlimm wird es, wenn ein böser Diktator diese Worte gebrauchte…Hat Herr H. eigentlich mal geil oder Scheis…gesagt? Fein, dann verbieten wir das eben deswegen, weil ER es sagte!? So doof sind auch nur wir!
    @ Grüne: Ihr seid in Sachen Flüchtlinge und bunte BRD mit dieser Abstimmung zum (Teufels-) pakt so was von obsolet! Ach so! Warum heißt es jetzt immer Pakt? War da nicht immer der Teufel gemeint, wenn man derlei Verträge abschließt oder der Russe?

  9. «Das Boot ist voll!»

    Wüsste Ken Jebsen was es in der Schweiz mit dieser Aussage alles auf sich hat, so würde er sie nicht so leichtfertigen äussern. Weiter will ich nicht dazu Stellung nehmen.
    Vielleicht kann sein Schweizer Freund und Historiker, Daniele Ganser, ihn darüber informieren.

    Nein, Herr Jebsen, für die Bevölkerung der nahen und fernen Nachbarländer Deutschlands gibt es Dinge die keine Bagatellen sind. Ich hoffe, sie werden es nie sein, denn es geht um Menschlichkeit.

    • Einer der größten Trommler für dem Migrationspakt ist nun mit dem Posten des Vitepräsidenten des BVG belohnt worden; inkl. des unausgesprochenen Mechamismuses, dass er zum Präsidenten aufsteigen wird.

      Die Politiker, die vorher den Käse verbockt haben, dürfen dann als Verfassungsrichter sich selbst die Absolution erteilen?

      Da kommen sogar meiner Oma langsam aber deutlich Zweifel hoch.

    • Lieber Kari
      Ich unterstelle Herrn Jebsen, dass er sehr wohl ein Ahnung hat, welche Bedeutung „Das Boot ist voll“ in der Schweizer Geschichte hat(te). Und ich unterstelle Herrn Jebsen auch, dass er Migration für keine Bagatelle hält.
      Ich gehe mit Ihnen einig, dass es um Menschlichkeit geht. Um Mitgefühl. Ja, es geht um die Rechte der Menschen – auf Nahrung, auf Unterkunft, auf Beschäftigung, auf Meinungsfreiheit, auf Unversehrtheit. Und so weiter.
      Dennoch meine ich, dass es nicht aufgeht, wenn die Eliten der Industrie-Nationen überall in der Welt mit Kriegen gross absahnen und sie die Bevölkerung eben dieser Nationen dann mit der Aufnahme der Geflüchteten die Zeche bezahlen lassen. Es gibt immer einen Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Irgendwann ist das Boot eben tatsächlich voll.
      In der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges war das Boot nicht voll. Unsere Vorfahren hatten Kapazitäten für Geflüchtete. Aber sie hatten vor allem eines: Angst. Und die Angst lähmte sie. Und die Couragierten, die Angst überwanden, versteckten Geflüchtete, unterstützten sie und nahmen in Kauf, dass man sie denunzieren würde. Ein grossartiger Akt, der auch Einzug in die Schweizer Geschichte hielt. Aber es war nicht die Mehrheit der Bevölkerung, die couragiert war …
      In der Schweiz von heute haben wir eine Statistik, welche Aussagen darüber trifft, wieviele Stellensuchende bei der Arbeitslosenversicherung gemeldet sind und wieviele davon Anspruch auf Leistungen haben. Da fallen glatt alle nicht (mehr) gemeldeten Stellensuchenden aus der Statistk raus. Working-Poor-Familien, Sozial- und Nothilfe-Beziehende, Ausgesteuerte, Geflüchtete mit und ohne Aufenthaltsbewilligung. Die wollen aber auch alle ihre Rechte als Mensch geltend machen. Die wollen auch profitieren von unserem Mitgefühl und unseren Ressourcen. Und irgendwann wird auch hierzulande das Boot tatsächlich voll sein. Weil wir unsere eigene Bevölkerung derart unter Druck setzen, dass sie davon krank wird, sich aus dem beruflichen und gesellschaftlichen Leben verabschiedet. Weil unsere Sozialversicherungen aus den Nähten platzen, weil nicht genügend reinkommt, im Vergleicht zu dem, was raus geht.
      Wenn es denn um Menschlichkeit geht, dann tut es Not, zu erkennen, dass wir unseren Eliten Einhalt gebieten müssen. Es geht meines Erachtens nicht an, dass Kriege geführt (oder mit Waffen unterstützt) werden, um andere Länder auszubeuten oder sie uns gefügig zu machen. Es geht nicht an, dass die Bevölkerungen erstens die Zeche der Kriege und anschliessen die Zeche der Folgeerscheinungen der Kriege bezahlt – während sich die Macht-Eliten die Taschen mit dem Geld vollstopfen, das wir mit Erwerbsarbeit (und Mindestlöhnen) verdienen.
      Ich unterstelle Herrn Jebsen einen ziemlich guten Durchblick, was die aktuell laufenden Ereignisse, aber auch was die Geschicht angeht. Daniele Ganser würde dies eventuell sogar bestätigen.
      Mit Liebem Gruss
      Ingrid

    • «Das Boot ist voll!»

      Hallo Ingrid

      Keine Flüchtlinge mehr aufzunehmen und sie zurück, in den sicheren Tod, zu schicken. Dies war die wirkliche Bedeutung und der Befehl der Schweizer Behörden im 2. Weltkrieg von «Das Boot ist voll!». Also von Seiten jener, die zu den «Absahnern» gehören.

      Ich stimme mit Ihnen überein was die Sicht über die Schweiz und weltweit anbelangt.

      Doch, auch wenn unsere Eliten der Industrie-Nationen überall in der Welt mit Kriegen gross absahnen und sie die Bevölkerung eben dieser Nationen dann mit der Aufnahme der Geflüchteten die Zeche bezahlen lassen ist es aus meiner Sicht für uns keinerlei Rechtfertigung die Ärmsten die Zeche für das Verhalten unserer Regierungen und Eliten zahlen zu lassen.

      Denn nicht alleine unsere Eliten der Industrie-Nationen, auch wir selbst, ob wir wollen oder nicht, profitieren von der weltweite Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt und leben im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung vielfach in Luxus. Finanziell weit besser als im 2. Weltkrieg.

      Solange dies anhält und solange wir die Bekämpfung von Hunger, Elend und Krieg, die Bekämpfung des rassistischen Besatzungsregimes und engsten Verbündeten Deutschlands, Israel, nicht glaubwürdig und konsequent als unsere Hauptaufgaben betrachten, solange betrachte ich Ausflüchte, Rechtfertigungen wie das Boot sei voll als pure Heuchelei. Die Kriege und vieles andere mehr kostet unsere Länder weit mehr als Sozialausgaben und die benötigten Kosten für Flüchtlinge. Gleichgültig ob Kriegs- oder Wirtschaftsflüchtlinge.

      Bisher musste ich nicht die geringste Einbusse an Lebensqualität hinnehmen, weil Flüchtlinge aufgenommen wurden. Dies obwohl ich bescheiden lebe. Und wenn, würde ich nicht feige die Verantwortung dafür auf diese ablenken. Ich komme um den Eindruck nicht herum, und dies beobachte ich mit grosser Besorgnis, dass mit dem Thema «Migration» nicht nur abgelenkt sondern auch, und dies von allen Seiten, auf dem Rücken dieser Schwächeren politische Absichten verfolgt werden.

      Jene die im 2. Weltkrieg sich dem Willen unserer Schweizerischen Mächtigen (wohl auch Intellektuellen und der Wirtschaft) widersetzten und Flüchtlingen das Leben gerettet haben stellten sich nicht die Frage, ob sie den Mächtigen gehorchen sollen oder nicht. Sie verweigerten ihnen den Gehorsam und widersetzten sich dem Befehl: «Das Boot ist voll!» und gehorchten ihrem Gewissen, ihrer Menschlichkeit und haben auch die Zeche dafür bezahlt.

      Ganz im Gegensatz dazu die 100 Schweizerischen Intellektuellen welche mit einer Eingabe an die Regierung (noch) mehr Entgegenkommen, Kriecherei gegenüber dem Naziregime forderten. Plausible Argumente und Rechtfertigungen hatten selbstverständlich auch sie. Daran fehlt es nie. Dass sie zu dieser Eingabe von Seiten der Bevölkerung aufgefordert wurden ist mir nicht bekannt. Obwohl diese in grosser Angst lebte. Und dass diese Intellektuellen für ihre Kriecherei vor dem Naziregime zur Rechenschaft gezogen wurden, dass sie jemals die Zeche dafür bezahlt haben, davon habe ich nie jemals gelesen oder gehört.

      Ich mache weder Herrn Jebsen noch Herrn Ganser Unterstellungen, nehme mir jedoch die Freiheit, auch sie selbstkritisch zu hinterfragen und in Frage zu stellen. Respektiere ihre Meinung ebenso wie die Ihre Ingrid, auch wenn ich in wichtigen Dingen ganz entschieden anderer Überzeugung bin (Wie es scheint, fast als einziger).

      Kari

      «Ach, wie trostlos ist eine Intelligenz, die nur dazu dient, Argumente zu liefern, die das Gewissen beruhigen sollen» (Ignazio Silone. Auch ein Flüchtling)

    • Interessantes Gespräch, ich danke Euch beiden!

      Und hatte eine kleine Szene vor Augen: Es ist Atomkrieg. Manche Menschen haben sich vorbereitet (bitten lassen wir an dieser Stelle außer Acht, daß es vor allem die Reichen sind, die die Mittel haben, sich vorzubereiten – es ist ja leider so, daß bereits unterirdische Appartments verkauft werden, die den Schlimmsten der Schlimmen die Möglichkeit geben werden, ihr Überleben zu sichern).

      Hast Du da also Deinen kleinen Bunker, Nahrungsmittelvorräte, Generator, Lufterneuerung, alles da, für genauso viele Menschen ausgelegt, wie Deine Familie groß ist. Hat Dich viel Geld gekostet und noch mehr von Deiner Lebensenergie.

      Und dann passiert es wirklich, die Atompilze sprießen. Und Du ziehst Dich mit Deiner Familie in diese Lebenszelle zurück, die Du unter der Erde angelegt hast. (Und wieder: Laßt uns nicht über die Tiere sprechen, über die Insekten, Vögel, über all die, die nicht mit Vorausschau gesegnet oder geplagt sind, weil sie einfach nur inmitten dieses wunderbaren Lebens existieren, das die Erde ist).

      Es blitzt also und Du und Deine Familie ziehen sich in jenen Bunker zurück. Sie glauben wirklich, daß es in einem oder zwei oder drei Jahren noch ein Leben auf der Erde geben wird, das sich lohnt. (Ungeachtet der bekannten Halbwertszeiten radioaktiver Elemente.)

      Und kurz bevor Du die Tür verriegeln möchtest, tauchen draußen vier oder fünf oder auch nur eine Gestalt auf, die Dich bitten, daß Du sie in Deine Arche aufnehme mögest.

      Was wirst Du tun?

      Wirst Du ihnen Einlaß gewähren im Bewußtsein, daß dann zwangsläufig ALLE sterben werden?

      Wirst Du ihnen die Tür weisen? Im Bewußtsein, Deine Familie dadurch gerettet zu haben?

      Wie ein Herr Trautvetter diese Frage beantworten würde, ist sowieso klar: Er würde sie alle hereinlassen, und damit den Untergang von allen herbeiführen, hätte allerdings einige Momente lang das Gefühl, ein toller, großherziger, liebevoller Mensch zu sein.

      Okay, nur ein Gedankenspiel, nagelt mich nicht darauf fest.

      Aber ich denke, daß es zum Aufwachprozeß gehört, den Schmerz zu fühlen und zu tragen, der darin liegt, Grenzen zu setzen und eben nicht alle einzulassen, die eingelasssen werden wollen. Das tut weh. Aber es ist notwendig.

      Und dabei habe ich noch nicht einmal das Konzept des Karma ins Spiel gebracht, das zu der Einsicht führt, daß jeder von uns genau das erntet, was er verbrochen hat oder was ihm geglückt ist.

      OM C. Parkin hat es in einem extrem herausfordernden Satz so ausgedrückt: „Sogar mißbrauchte Kinder sind in ihrer eigenen Täterschaft.“

    • Nichts für ungut, @ Alias, aber hast du eigentlich auch nur ansatzweise die „Boot ist voll“-Debatte verstanden? Hältst du das, was du dir da zusammenreimst, wirklich für einen Vergleich oder eine Metapher? Da kann man sich nur an den Kopf fassen!

      und dann:

      „Wie ein Herr Trautvetter diese Frage beantworten würde, ist sowieso klar…..“

      Ja sicher, der ist ja auch ein „Gutmensch“, stimmt’s?

      „Aber ich denke, daß es zum Aufwachprozeß gehört, den Schmerz zu fühlen und zu tragen, der darin liegt, Grenzen zu setzen und eben nicht alle einzulassen, die eingelasssen werden wollen. Das tut weh. Aber es ist notwendig.“

      Ist das so? Mag sein, aber du hast es nicht begründet. Alles, was du tust, ist ein Hirngespinst in die Welt zu setzen, mit dem du suggerieren willst, Deutschland sei so voll mit Menschen, dass jeder weitere alles zusammenbrechen lassen würde. Und du stellst in den Raum, dass jeder, der trotzdem noch Menschen reinlassen würde, eigentlich ein Vollidiot sei. Und daraus – woraus? – folgerst du, es sei „notwendig“, Grenzen zu setzen.

      Das ist Dumpfbackigkeit a la AfD. Kommen wir doch nochmal auf das Beispiel eines Atomkriegs zurück. Da gilt zunächst mal die Tatsache, dass diejenigen, die Einlass in deinen Bunker begehren (den du vermutlich nur auf Kosten anderer überhaupt bauen konntest – selber hast du keine Probleme damit), in jedem Fall schonmal wirklich in Not sind. Wenn sie draußen bleiben müssen, werden sie sterben. Ich dachte immer, es herrsche wenigstens dahingehend Einigkeit, dass es für solche Menschen in Deutschland ein Asylrecht geben müsse. Wahrscheinlich habe ich mich da geirrt und muss bei AfD & Co nochmal genau hinhören. Dann fragen wir uns mal, wie du denn die Vorräte für dich und deine Familie berechnet hast. Wie lange glaubst du denn, dort unter der Erde bleiben zu müssen? Wie willst du berechnen, wie lange dort wie viele Menschen überleben können? Und was, wenn irgendetwas schief geht? Wenn ihr Hilfe braucht? Vielleicht würden genau die Menschen, ie du ausgesperrt hast, helfen können – weil sie etwas wissen, was du nicht weißt, weil sie etwas können, was du nicht kannst, weil sie etwas machen, wozu du dich nicht traust?

      Vielleicht ist deine Entscheidung gar nicht so alternativlos. Vielleicht ist sie sogar ausgesprochen dumm. Vielleicht steht der Trautvetter am Ende als derjenige da, der überlebt, während du und deine Familie zugrunde gehen. Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass dein simples Denken für eine Gesellschaft völlig nutzlos ist. Im besten Fall nur das. Im schlimmsten Fall ist es gefährlich. Wir können ja den Gedanken mal weiterspinnen und uns ein Boot vorstellen, das tatsächlich voll ist. Und jetzt überlegen wir mal, wen wir als erstes über Bord werfen, um alle anderen zu retten. Den Trautvetter oder dich? Ich weiß, das ist gemein. Ich will aber zum Nachdenken anregen.

    • Der hier so oft zitierte Emeritus ist doch jetzt gleich nochmal derjenige, dem direkte Demokratie neuerdings maus-, nein, Pardon, missfällt,; oder ist das fake news von RT?

  10. “ und sorgt dafür das die Ströme wenigstens geregelt werden. “
    Thilo Sarrazin, ‚Deutschland schafft sich ab, Wie wir unser Land aufs Spiel setzen‘, München 2010
    Was regeln ?
    Diese Ströme müssen einfach aufhören.
    Bevor Meerkel’s Willkommen gab es die nicht, mit Marrakech wird es nur schlimmer.

    Welche Sozialgefälle ?
    Wie Sarrazin schreibt, wenn ein Arbeiter, der Arbeit hat, in Anatoliën weniger verdient als was er in Deutschland umsonst bekommt, dann kommt er gerne zu uns.

    *Grenzen schützen, das war einmal ganz normal.
    EU mit Schengen machte es möglich das wer es gelungen ist Fuss in ein EU Land zu setzen durchreisen kann wohin er will.
    Und so lassen die arme Länder ein jeder kommen, sie bleiben doch nicht, reisen durch nach Deutschland, die Niederlände und Schweden.

    Bei Achse des Guten kann mann lesen wie sogar ehrenamtliche Migrantenhelfer sehen das es so nicht weiter kann, die ‚Flüchtlinge‘ stellen nur Forderungen.
    Und unsere Regierungen geben zu und geben zu.
    Jemand der bei uns schon sechzehn Jahre illegal ist kann bleiben wenn er ein Gruppe ebenfalls Illegale leitet, Demonstrationen.

    Was genau Leute wie Merkel und Verhofstadt für Ziele haben mit diese Massenmigration weiss ich nicht.
    Es ist auch nicht wichtig, wichtig ist das wir die europäischen Kulturen retten.
    Die Alternative sieht Mann in Venezuela und Süd Afrika, Armut, Barbarei, Korruption.
    Es ist wie Farrage in EP gegen Merkel sagte ‚wir werden Jahrzehnte brauchen umm was sie verursacht haben zu bewältigen‘, wenn es uns überhaupt gelingt, füge ich hinzu.
    Merkel weiss das, denke ich ‚die sind schon hier‘.

    • Eigentlich ist es nur noch niederschmetternd diesem Unsinn etwas entgegenzusetzen. Alle, die es sehen wollen, was man uns dort eingebrockt hat, können die Probleme kennen. Ob nun die nackten Kosten, die BKA-Statistik oder die selbst zu erfahrenden Zustände rund um die Asylheime. Was soll man da noch diskutieren?

      Es war ein Verfassungs- und Rechtsbruch und es war ruinös in der Auswrikung.

      Was soll daran positiv sein?

      Dass man auf diese Weise ein Mehrfaches an Kosten provoziert hat als die Hilfe in der Region ausgemacht hätte?
      Cui bono? Der Asylindustrie hier zu Lande?

      Alle, die es nicht sehen, wollen es nicht sehen haben.

      Am übelsten sind für mich die Tränengeschichten nach dem Plott: Vom Flüchtling zum Hirnchirurgen, da wird mir schlecht.
      Entweder es ist assozialer brain drain oder so eine erfundene Spiegel-Story!

    • Amüsant, zumindest eines stimmt, Herr Sarrazin und Konsorten haben ihre Aufträge stets sehr fleißig erfüllt.
      Die Koordinierungsarbeit von Raubzügen, gewinnbringend für bestimmte Kreise.
      Und dann liefern sie, ebenso fleißig, den Abgehängten auch noch einen Sündenbock, nämlich andere Abgehängte.

      Die europäische Kultur ersäuft im Blut von Afrika, Nah- und Mittelost, Balkan und Ukraine, sie ersäuft in zunehmender Armut weiter Bevölkerungsteile und das tut sie auch wenn sie gerade bei McDonald’s ißt oder sich am Dschungelcamp erfreut.

      Also wie genau war das nun mit der europäischen Kultur?

    • Und warum steigen Sie dann nicht aus, aus diesem blutgetränkten Europa? Wie können Sie guten Gewissens hier überhaupt noch Luft atmen?
      Ja, aussteigen, sehr lustig. Sparwitz zu Weihnachten. Wir können als Urnenpöbel nicht mal aus der GEZ, schon gar nicht aus den Geldsystem aussteigen und sind aber Schuld an den Zustaänden uaf der ganzen Welt.

      Wenn Sie so geplagt sind von Schuld, dann mein Beileid.
      Ich bin nicht verantwortlich für das, was in Afrika los ist.

      Wieviele Afrikaner kennen Sie?

      In meinem Umfeld gibt es junge Afrikaner (und Innen) sowie Inder und auch Iranerinnen. Die würden Ihnen ansatzlos ins Genick springen für Ihr abwertendes Bild vo Afria, das Sie zeichnen. Das sind stolze Menschen, die sich als letztes von weißen Arrogantlingen erklären lassen würden, dass ihr Afrika blutgetränkt ist.

      DAS Afrika gibt es nicht, Sie bodenloser Ignorant! Ebensowenig DEN Iran, der hier ja auch immer so in Schutz genommen wird.
      Würde Ihnen tatsächlich wünschen, dass Sie dort mal eine Weile zu verleben hätten.
      Das arme Afrika ist ein Zerrbild, es ist falsch und wird hier nur aus der Mottenkiste geholt, um den Schuldkult zu befeuern.

    • So eine penetrante, selbstgefällige, überhebliche typisch europäische Hochnäsigkeit:

      Ihr armen Esel dort unten, ihr könnt ja nix auf die Reihe bringen. Aber macht Euch nix aus Eurer Unfähgkeit, Ihr seid nicht Schuld, dutzidutzi, Schuld sind nämlich wir! Meine Güte, was eine geistige Bequemlichkeit.

      Der weiße mann erklärt dem Schwarzen an sich wie die Welt so tickt.

      Das grenzt ja fast an Verhöhnung!

    • Sehr selektiv, also ausblendend und Vorsicht mit der Schnappatmung. Aber was soll’s.

      Ich muß sie enttäuschen, ich bin mir keiner Schuld an diesen Zuständen bewußt. Ich bin mir recht gewiß wo die Hauptverantwortung liegt. Sie lenken davon ab.

      Und klar ist auch, daß es in Afrika und sonstwo genügend Kollaborateure mit dem unsrigen Geldadel gibt. Sie wissen doch, daß sich diese Leute immer einigen. Ebenso können sie sich genügend Fußvolk kaufen, wenn sie’s nicht über ihre Hirnwaschmaschine umsonst bekommen.

      Das mit ihrem Umfeld werte ich einmal als Schutzbehauptung, also als Lüge. Dazu ergänzend, zur Gewaltandrohung ihrerseits gegen mich. Seien sie recht achtsam damit.

      Zum Abschluß evtl. noch was sinnstiftendes:

      Wir sind, was volkt!
      27. Dezember 2018 Richard Winterstein

      Neofaschisten skandieren griffige Parolen und offenbaren darin ihr gestörtes Verhältnis nicht nur zur deutschen Sprache, sondern auch zu deren Bedeutungsinhalten. Aber nicht nur das!

      (…)
      „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“

      Eine wahrhaft revolutionäre Parole! „Deutschland den Deutschen …!“ Deutschland ins Eigentum der Deutschen, d.h. aller Deutschen überführen – das hat was! So sei das aber gar nicht gemeint? Wie denn dann? Aha, der zweite Teil der Parole darf dabei nicht unterschlagen werden: Die Ausländer müssen natürlich außer Landes geschafft werden, denn darauf kommt’s in erster Linie an. Und wenn die dann alle weg sind, gehört Deutschland endlich wieder den Deutschen allein. Will heißen: Die Anwesenheit von Ausländern im Land ist verantwortlich dafür, dass Deutschland eben nicht den Deutschen gehört. Wenn das so ist: Gehört Deutschland heutzutage dann den Ausländern? Kann man so auch nicht sagen, denn die haben uns Deutschen Deutschland allein aufgrund ihrer Anwesenheit ja eigentlich gar nicht weggenommen. Es ist noch da und gehört überwiegend deutschen Eigentümern. Was also will uns die Parole sagen?

      Mit der Eigentumsfrage hat die genau genommen gar nichts zu tun. Es geht dabei auch gar nicht um den Verteilungsmodus deutschen Eigentums, denn das ist bekanntlich selbst unter Deutschen höchst ungleich verteilt: Wenige besitzen sehr viel, viele sehr wenig! Das soll in den Augen derer, die diese Parole skandieren, auch gefälligst so bleiben! Deutschland soll, geht es nach dieser Parole, also gar nicht als Heimat krasser sozialer Ungleichheit denunziert, sondern als nationalistisch einheitlich strukturiertes Gebilde eingefordert werden. Deutschland ist unser Deutschland, wenn alle Ausländer weg sind! Und es hat auch dann immer noch unser Deutschland zu sein, wenn der Mehrheit der Bevölkerung wenig mehr als vielleicht ein Auto und die Wohnungseinrichtung gehört.

      Die reale Einkommens- und Eigentumsverteilung hat für das deutsch-nationale Einheitsempfinden überhaupt keine Rolle zu spielen. Das nationale Wir-Gefühl hat es nicht nötig, sich mit lästigen Besitzverhältnissen herumzuschlagen. Als deutscher Landsmann steht uns der größte Mietwucherer noch immer um ein Vielfaches näher, als unser besitzloser Mieternachbar mit ausländischer Herkunft, der unter der gleichen Wuchermiete leidet, wie wir. Soziale Gegensätze, mit denen die Nation reichlich ausgestattet ist, sind dem überzeugten Neofaschisten überhaupt kein hinreichender Grund, seine Identifikation mit dem nationalen Ganzen in Frage zu stellen.
      https://www.heise.de/tp/features/Wir-sind-was-volkt-4258505.html

    • Was Sie mir glauben oder nicht ist maximal nachrangig und bleibt Ihr Bier. Nun:
      Wer also gegen die Migrations“politik“ ist, der kriegt es mit der Neofaschistenkeule zu tun, das nenne ich mal wirklich überraschend. Aber es überzeugt mich nicht.
      Die Völker haben ihr Land preiszugeben an wen auch immer? Alle Völker? All folks a equal?
      Was ist Ihre Idee von Afrika? Afrika den Ausländern oder Afrika den Afrikaner? Ist das nicht auch total fascho, dass Lord Rothschild sich vom Acker machen soll?
      Eh, Grenzen ist old school, da gibt es halt Gewinner und Verlierer. Verschiesene Maßstäbe? Wenn ich den linken Ökonomen Altvater richtig verstanden habe, dann wäre es ein Projekt der Souveränität, Gerechtigkeit und Emazipation, wenn jeder erstmal seiner Acker bestellt. Oder wie sagt es Gerhard Polt: We don’t see black for your future here in Africa.
      Das muss das Ziel sein. Ist es rassistisch? Mir gleich, wenn es Ihnen bei solchen Vorwürfen warm ums Herz wird, dann sei es Ihnen gegönnt. Jeder wärmt sich auf seine Art.

      Ich denke, dass Leute wie Sie mit Ihrer Anti-Deutschhuberei und einem paranoiden Selbsthass sich hinter Humanismus verstecken um sich so noch einmal über die anderen stellen zu können. Das ist reiner Selbstzweck und hat nichts damit zu tun, dass Millionen unterwegs sind aus den unterschiedlichsten Gründen. Und zwar in einer Anzahl, die nirgendwo aufgenommen werden kann. Nicht ohne funktionierende Strukturen zu zerstören.
      Gesellschaften sind nun einmal gewachsen und nur begrenzt belastbar.
      Auch rein ökonomisch ist es unsinnig. Oder was glauebn Sie, wer die Zche zahlt, wenn das Spiel überreizt wird?
      Wieviel Verzicht sind Sie bereit zu leisten? Wo ist Ihre Grenze? Und ich bin mir sicher, dass es diese gibt oder haben SIe sich schon aufgegeben?
      Die Migranten sollen/können also Ihrer Meinung nach alle nach Europa kommen? Weil das sinnvoll ist oder weil damit Ihre Gelüste nach dem Schleifen dieser blutgetränkten Kultur befriedigt werden?

      Dann haben wir einen fundementalen Dissens über den es nicht weiter zu reden lohnt.

    • Sie irren, wenn sie meinen, ich hätte mit ihnen einen privaten Schriftverkehr gehabt, dies ist ein öffentliches Forum.

      Die Machteliten bieten ihnen stets den Anschein einer Wahl, die Wahl zwischen Pest und Cholera, die Kunst dabei ist, keine davon anzunehmen und selbst seinen Weg zu gehen.

      Aber wenn sie schon die Ökonomie erwähnen, das Kostenargument ist völliger Humbug, denn es ist für jeden Mist Geld da, nur nicht für sie. Dazu hab ich auch noch was. Ist vielleicht bereits bekannt:

      Montag, 09. Oktober 2017, 17:18 Uhr
      ~22 Minuten Lesezeit
      Die Illusion der freien Märkte
      Wie der Staat hinter den Kulissen den Kapitalismus künstlich am Leben hält. Exklusivabdruck aus „Chaos: Das neue Zeitalter der Revolutionen“.
      von Fabian Scheidler

      Es gehörte schon immer zu den schmutzigen Geheimnissen des Kapitalismus, dass er mit freien Märkten sehr wenig zu tun hat und von Anfang an untrennbar mit staatlichen Herrschaftsstrukturen verflochten war. Die frühneuzeitlichen Staaten gewährten Händlern und Bankiers wie den Fuggern Monopolrechte als Gegenleistungen für Kredite, mit denen die Landesherren Söldner und Rüstungsgüter bezahlten. Nur durch diese Kredite konnten die sich neu formierenden Territorialstaaten ihre Macht aufbauen. Und nur durch die Monopole konnten die Händler und Bankiers die enorme Konzentration von Kapital in ihren Händen erreichen, ohne die der Kapitalismus undenkbar wäre. Die ersten Aktiengesellschaften des 17. Jahrhunderts waren Schöpfungen von Staaten und wurden von ihnen mit Charterbriefen, Monopolrechten und sogar militärischen Mitteln ausgestattet. Bis heute sichern Staaten für private Unternehmen weltweit Handelswege und setzen Eigentumsrechte durch – oft gegen den massiven Widerstand lokaler Bevölkerungen, wenn es etwa darum geht, neue Kupferminen oder Tagebaue zu erschließen, Pipelines zu bauen oder Kleinbauern für Palmölplantagen zu vertreiben. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich darüber hinaus einige weitere Methoden entwickelt, mit denen Staaten die Maschinerie der endlosen Geldverwertung in Gang halten. Drei Strategien sind dabei von besonderer Bedeutung: Subventionen, leistungslose Einkommen aus Eigentumsrechten und Aneignung durch Schulden. Diese Dreifaltigkeit der Tributökonomie wird immer wichtiger, je instabiler die Weltwirtschaft wird. Denn sie beschert dauerhafte Geldflüsse auch dann, wenn sich am Markt kaum noch Profite durch den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen erzielen lassen.

      Konzerne am Tropf

      In fast allen Staaten der Erde existiert ein komplexes Subventionsdickicht, durch das private Konzerne mit Steuergeldern kontinuierlich gefördert werden. In den letzten Jahrzehnten ist dieses Subventionsnetz zu einer Art Herz-Lungen-Maschine für den dahinsiechenden Kapitalismus geworden. Ein Großteil der 500 größten Konzerne der Erde würde ohne die massive Unterstützung durch Steuergelder längst bankrott sein. Schauen wir uns die mächtigsten Branchen einmal nacheinander an:

      – Die Erdöl-, Erdgas- und Kohleindustrie wird nach Schätzungen der ausgesprochen konservativen Internationalen Energieagentur jedes Jahr mit rund 500 Milliarden Dollar subventioniert.

      – So gut wie alle Großbanken der USA, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und vieler anderer Staaten würden heute nicht mehr existieren, wenn sie seit 2008 nicht mit Steuergeldern in Billionenhöhe gerettet worden wären. Das Gleiche gilt für einige der weltweit größten Versicherungskonzerne wie AIG oder Allianz. Allein in Deutschland schlugen die Bankenrettungen für die Steuerzahler unterm Strich mit etwa 60 Milliarden Euro zu Buche, so viel wie alle deutschen Schulen zusammen pro Jahr kosten.

      – Die IT-Konzerne des Silicon Valley haben ihr Kapital auf Computer-Technologien aufgebaut, die jahrzehntelang von staatlichen, aus Steuergeldern finanzierten Forschungseinrichtungen entwickelt wurden, insbesondere dem Massachusetts Institute of Technology. Diese Technologien wurden Microsoft, Apple, Google, Facebook und Co. umsonst zur Verfügung gestellt. In einem iPhone steckt, wie die Ökonomin Mariana Mazzucato feststellt, nicht eine einzige Technologie, die nicht staatlich finanziert wurde. Der Staat hat also als Forschungsabteilung für diese Unternehmen gewirkt. Die Konzerne wiederum haben die üppigen Staatsgeschenke privatisiert und daraus proprietäre Software entwickelt, die die Grundlage ihres Reichtums und ihrer Macht bildet. Dieses System wird durch staatliches Patentrecht und die Weigerung der meisten Regierungen, wirksam gegen die Monopole dieser Konzerne vorzugehen, gesichert.

      – Die Pharmaindustrie erhält milliardenschwere Subventionen, unter anderem über den Umweg von öffentlichen Forschungseinrichtungen.

      – Die Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung, ein Forschungsprogramm mit einem Umfang von 27 Milliarden Euro, ist überwiegend ein Subventionsprogramm für Großunternehmen. Das ist wenig überraschend, da die »Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft«, die für das Programm wesentlich mitverantwortlich war, mit Vertretern von Daimler, BMW, BASF, Siemens, E.ON, Boehringer Ingelheim und Dr. Oetker besetzt war. Die Forschungsförderung für eine sozial-ökologische Transformation beträgt dagegen ein Tausendstel der High-Tech-Strategie, nämlich 30 Millionen Euro.

      – Die Atomindustrie wurde und wird in allen Staaten, die Kernenergie produzieren, massiv subventioniert und war zu keinem Zeitpunkt ohne solche Hilfen existenzfähig. Laut einer Greenpeace-Studie flossen allein in Deutschland seit den 1950er-Jahren 200 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern in die Kassen der Energiekonzerne. Noch nicht einberechnet sind dabei die Kosten für Rückbau und Endlagerung, von denen die Steuerzahler vermutlich den größten Teil bezahlen werden.

      – Die gesamte Rüstungsbranche wird ausschließlich durch die aufgeblähten staatlichen Verteidigungsetats am Leben gehalten, weltweit ein Geschäft von 1,5 Billionen Dollar pro Jahr. Mit einem Bruchteil dieses Geldes ließe sich sowohl der Hunger auf der Welt, der 800 Millionen Menschen betrifft, beseitigen, als auch die Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Alternativen umstellen.

      – Praktisch alle großen Konzerne profitieren von dem Netz aus Steueroasen und Steuerschlupflöchern, das von Staaten geschaffen und – allen gegenteiligen Lippenbekenntnissen zum Trotz – hartnäckig aufrechterhalten wird. Allein in der EU betragen die staatlichen Einnahmeverluste durch Steuerflucht und Schattenwirtschaft schätzungsweise 1000 Milliarden Euro pro Jahr. Damit ließen sich mittelfristig alle Staatsschulden in der EU begleichen.

      – Investitionsschutzabkommen (manche davon werden irreführend »Freihandelsabkommen« genannt) geben Konzernen die Möglichkeit, Staaten auf Schadensersatzzahlungen zu verklagen, wenn ihnen zum Beispiel durch neue Sozial- oder Umweltgesetze fiktive künftige Profite entgehen könnten. Deutschland hat bereits 130 solcher Abkommen abgeschlossen, um Investitionen deutscher Unternehmen im Ausland abzusichern. Auch das CETA-Abkommen der EU mit Kanada und das »Freihandelsabkommen« mit Japan sehen exklusive Klagemöglichkeiten für Konzerne vor. Der Sinn dieser Verträge besteht darin, Investitionsrisiken auf Steuerzahler abzuwälzen, Gesetzgeber von unliebsamen Regulierungen abzuschrecken und eine neue Art von Geldflüssen aus Staatskassen an Unternehmen zu organisieren.

      Diese Liste könnte man noch eine ganze Weile fortsetzen. Sie zeigt, dass die vielbeschworenen »freien Märkte« eine Fata Morgana sind, ein sorgsam gepflegter Mythos, der verschleiern soll, dass die Maschinerie der endlosen Geldvermehrung nur noch funktioniert, weil wir sie täglich mit Unsummen aus Steuergeldern subventionieren. Während Staaten rund um die Erde massiv an Ausgaben, vor allem im Sozialbereich, sparen, werden diese Subventionen kaum angetastet, oft sogar ausgebaut.

      Nun führen Verteidiger dieses Wohlfahrtstaats für Konzerne ins Feld, es würden dadurch Arbeitsplätze gesichert. Dieses Argument ist offensichtlich unsinnig, weil man mit demselben Geld genauso gut andere, gemeinwohlorientierte Aktivitäten fördern könnte, bei denen pro eingesetztem Euro oft sogar weit mehr Arbeitsplätze entstehen, etwa im Gesundheitsbereich, im öffentlichen Verkehr, in der Bildung oder der bäuerlichen ökologischen Landwirtschaft.
      Die Liste zeigt auch, dass die größten Subventionsempfänger zugleich die destruktivsten Branchen der Erde sind.

      Rente statt Profit

      Das Subventionswesen für Konzerne, für ihre Shareholder und Manager, ist Teil einer größeren Struktur, die man bisweilen als »Sozialismus für Reiche« oder »Neofeudalismus« bezeichnet hat. Den oberen Schichten ist es gelungen, sich ein »bedingungsloses Maximaleinkommen« zu sichern, das von ihren Leistungen und Verfehlungen weitgehend entkoppelt ist. Nicht Markterfolge erhalten und vermehren die großen Vermögen und Einkommen, sondern Strategien der Privilegiensicherung, insbesondere durch Einflussnahme auf den Staat. Die staatliche Gabenökonomie für Superreiche verbindet sich mit dynastischen Strukturen, in denen Macht und Reichtum wie einst beim Adel durch die Geburt vererbt werden.

      Dazu gehört auch, dass ein immer größerer Teil des Kapitals gar nicht durch Produktion und Verkauf von Waren und Dienstleistungen vermehrt wird, sondern durch das, was man in der Ökonomik »Renten« nennt. »Rente« bedeutet hier nicht Altersversorgung, sondern ein Einkommen aus Gebühren für die Nutzung von Land, Wohneigentum oder aus »geistigen Eigentumsrechten«, zum Beispiel Patenten. Entscheidend ist, dass Kapitalbesitzer hier gar nichts produzieren und dann verkaufen, sondern allein aus dem Rechtstitel auf ein Eigentum ein Einkommen generieren.

      Tributzahlungen von diesem Typ vereinnahmen einen erheblichen Anteil der Volkseinkommen.
      https://www.rubikon.news/artikel/die-illusion-der-freien-markte

    • Nachtrag;

      Bzgl. Faschist sein und/oder Kapitalist sein, bzw. Dienstbote von jenen. Sie haben stets die Wahl keiner zu sein. Das hängt von ihrer Prämisse ab, was sie reden, schreiben und tun.

    • Box, also wirklich, ist Ihnen Ihr Geschreibsel nicht inzwischen schon selber peinlich?
      Ich sehe eine authentische , höchst realistische Ereiferung und ich sehe einen abgestorbenen Maschinengeist, der auf Ideologie getrimmt wurde und inzwischen selbst an das glaubt, was er von sich gibt; selbsterfüllend negativ.

      Sooooo peinlich.

      Fremdschäm … … …

      Auf die kontrafaktische (ich wollte schon schreiben „kotfaktische“) Erwiderung bin ich ja mal gespannt. Ihnen fällt doch gewiß irgend etwas ein, durch das Sie das, woran Sie glauben, als einzig erlaubte Interpretation der Wirklichkeit hinstellen werden?

      Diavolinetto, Daumen hoch! Sie lassen sich nicht mehr verarschen!

    • Ist eine Box nicht ein Gegenstand, dessen Hauptfunktion darin besteht, den (leeren) Innenraum von der Umwelt getrennt zu halten?

    • Das ist zum Einen der Klassiker, „der Dieb ruft haltet den Dieb,“ zum Anderen natürlich sehr aussagekräftig über sie selbst:

      Rainer Mausfeld: Wir müssen natürlich Kritik und Diffamierung unterscheiden. Kritik zielt auf die Sache, Diffamierung auf die Person. Kritik beruht auf Argumenten, Diffamierung arbeitet mit einem Diffamierungsvokabular. Worum geht es mir in meinen politischen Beiträgen in der Sache? In meinen Vorträgen geht es mir weniger um Vermittlungen konkreter Inhalte und Positionen. Denn hier gibt es wie stets bei der Betrachtung komplexer Systeme einen großen Spielraum für unterschiedliche Perspektiven; ich lege jedoch in meinen Beiträgen stets offen, dass meine Perspektive durch die radikaldemokratische Tradition der Aufklärung geprägt ist.
      Mir geht es in meinen Vorträgen vor allem um die Vermittlung einer Denkmethodologie, also gleichsam um das Handwerk des Denkens, mit der wir unsere alltäglichen politischen Erfahrungen wieder in einen Sinnzusammenhang einordnen können. Denn nur so können wir wieder ein Stück Autonomie gewinnen und angemessene Handlungskonsequenzen aus unseren Erfahrungen ziehen.
      (…)
      Das heißt, Vorwürfe wie „geschlossenes Weltbild“ oder „Verschwörungstheorie“ kommen für Sie nicht gerade unerwartet?

      Rainer Mausfeld: Da meine Vorträge darauf zielen, Denkmethoden aufzuzeigen, mit denen sich die Diskrepanz zwischen Ideologie und Realität besser sichtbar machen lässt, und da die Machtausübenden gerade darauf angewiesen sind, politischen Dissens in Bahnen zu halten, die für sie risikofrei sind, überrascht es mich nicht, zum Ziel von Diffamierungsbemühungen zu werden.
      Da sich ihre Urheber in den von Ihnen genannten Fällen nicht einmal die Mühe machen, etwas anzuführen, das sie als Argumente oder Belege ansehen, haben diese Anwürfe mit mir und den Inhalten, die ich zu vermitteln suche, nichts zu tun. Das ist eigentlich für jeden, der sich ernsthaft mit meinen Beiträgen beschäftigt, klar erkennbar. Wer nun dennoch meint, eine ernsthafte Auseinandersetzung durch ein paar hingeworfene Schmähwörter ersetzen zu können, wird mit einer solchen intellektuellen Selbstauskunft leben müssen.

      Aus:

      „Wir leben in einer Zeit der Gegenaufklärung“
      02. Oktober 2018 Paul Schreyer

      Der Psychologe Rainer Mausfeld über die Illusion des Informiertseins, eine „Verachtung des Volkes“ und Journalisten und Intellektuelle, „die sich wie Eisenspäne in den Kraftfeldern der Macht ausrichten“
      https://www.heise.de/tp/features/Wir-leben-in-einer-Zeit-der-Gegenaufklaerung-4178715.html?seite=all

      Ich hätte auch sinngemäß auf ihre Diffamierungsanwürfe entgegnen können, etwas wie, „Nachts ist es kälter aus draußen“ oder überhaupt nicht. Aber es ist mir meist wesentlicher auf ihre dienstbare Vorgehensweise hinzuweisen.

    • Der hier so oft zitierte Emeritus ist doch jetzt gleich nochmal derjenige, dem direkte Demokratie neuerdings maus-, nein, Pardon, missfällt,; oder ist das fake news von RT?

  11. Lieber Ken,

    fandest Du diese „Das-Boot-ist-voll!“-Rhetorik förderlich für eine vernünftige Diskussion über die Migrationspolitik?

    Fandest Du es hilfreich, die Grünen derart harsch anzugehen, um mit deren Wählern im Dialog zu bleiben und Brücken zu bauen?

    Nichtsdestotrotz: Frohe Weihnachten!

    • Es scheint mich schwer Brücken zu bauen zwischen Gruppen die erwarten das die Migration uns vernichtet, und Gruppen, die in diese Migration eine heilige Pflicht sehen, eine Pflicht die auch noch eine bessere Gesellschaft, und/oder Welt schafft.

    • Der Graben wurde 2015 geschaffen als die Willkommens-Kultur zu Pflicht gemacht wurde und jede noch so ausgewogene Kritik als Nazitum abgekanzelt wurde.
      Prof. Merkel und andere haben immer gewarnt, aber das durfte einfach nicht sein.
      Auch noch die besonnensten Flüchtlingshelfer wurden schlicht entmündigt von Schreibttischschreiberlingen im Hemd, die sicher nicht an der Front den Kopf hingehalten haben.

      Auch und gerade auf diesem Kanal wurde seinerzeit unverantwortlich blauäugig gehandelt und der große Graben mitausgehoben. Wir sind die refugees-welcome-Guten und drüben sind alles Nazis! Danke, Danke, Danke.

      Und heute stehen sich die Lager unversöhnlich gegenüber.

    • Als ehemaliger Wähler der Grünen bin ich von dem Richtungswechsel dieser Partei entsetzt. Aus Grün würde NATO-Olivgrün. Russlandfeindlich und CIA-Kompatibel. Was hat das noch mit Friedenspartei zu tun? Nichts. Und dann sei daran erinnert das es speziell eine Oliv-Grüne wie Frau Marieluise Beck war die KenFM in Deutschen Bundestag als Rechtsradikales Presseerzeugnis verleumdetet. Die Grünen sind längst Teil der Atlantikbrücke und bereit dafür jeden US-Krieg „humanitär“ zu verpacken.

    • Ken Jebsen,

      danke für die Antwort.

      Das kann ich gut verstehen, und meine Meinung zur Außen- und Sicherheitspolitik der Grünen ist ähnlich. Hier am Beispiel der Abstimmung zum Migrationspakt fand ich es nur ziemlich aus dem Zusammenhang gerissen und sehr überspitzt.

      Sei’s drum – viel schlimmer fand ich die Formulierung: „Das Boot ist voll.“ Die kenne ich von hier: npd-materialdienst.de/de/Aufkleber/akboot.html

  12. „Mit Gott schließt man ein Bündnis, einen Pakt mit dem Teufel!“ habe ich letztens mal gehört. Auch wenn ich mit dem ganzen kirchlichen Kram nichts anfangen kann, muss ich diesem Ausspruch irgendwie zustimmen. „Oh Du Fröhliche…“

  13. Und das zu Weihnachten, genial!
    Früher hätte ich mir nach den Familienfeierlichkeiten die Birne mit Idioten weggesoffen, heute sitze ich nach diesen Feierlichkeiten samt Frau vorm TV, dem ich außer liebgewonnenen Wiederholungen zum Durchzappen und Blödsinn wirklich nichts mehr abgewinnen kann.
    Und dann fahre ich doch nochmal den Rechner hoch, mit so einem leicht depressiven Gefühl, weil Weihnachten und Rechner, na ja..und finde MMM48. Glaube wir werden das direkt noch ansehen, oder zumindest anfangen weil die Nacht ja kurz ist:), vielen Dank und schöne Feiertage!

  14. Entschuldigung, aber bzgl. Migranten lebt ihr wohl hinter dem Mond? Schon lange ist es auf der Welt – nur nicht in Deutschland bzw. Europa – ganz normal, dass Migranten nach Bildung und Können klassifiziert und dementsprechend abgelehnt oder angenommen werden. In Singapur, Australien oder Kanada, um nur ein paar krasse Beispiele zu nennen, gibt es schon lange ganz klare Regeln wer in das Land kommen und dort arbeiten darf. Wenn dann dort die Wirtschaft einfache Arbeiter braucht, dann werden dafür kurz die Tore geöffnet, wenn nicht eben nicht. In der aktuellen Lage hat sich aber ein War for Talents entwickelt, bei dem Akademiker oder Menschen mit ähnlich hochwertiger Ausbildung sogar angeworben werden. Kanada macht z.B. in der Schweiz schon Werbung für Akademiker. Das heisst, es hat sich in vielen Ländern rund um den Globus schon lange ein staatlicher „Menschenhandel“ zum Nutzen der jeweiligen Wirtschaft etabliert. Es gibt da schon längst einen Migrationspakt und das seit Jahrzehnten. In Europa ist man in diesen Punkten weit hinterher. Auch wird hier immer nur die eine Seite der Migration gesehen und zwar die der einfach ausgebildeten Migranten in das Land. Sicherlich schlimm, dass diese ausgebeutet werden, aber bereits schon lange Fakt auf der Welt und wahrscheinlich nicht mehr änderbar. Europa steht vor der Entscheidung arbeitsintensive Arbeiten nach Asien zu verlagern oder sie in Europa mit billigeren Arbeitskräften zu schaffen. Denn die Kosten werden durch den globalen Wettbewerb bestimmt. Man kann sich also überlegen was man will. Ein langsamer Niedergang, weil dann alles in Asien hergestellt wird, oder der Zustrom von billigen Arbeitskräften, wenn die Einheimischen das nicht selber wollen. Natürlich ist auch all unser Wohlstand davon abhängig, denn wenn die verarbeitenden Unternehmen mangels günstiger Arbeitskräfte ihre Werke nach Asien verlagern, haben wir auch einen Verlust. Die Käufer der Produkte bei Aldi, Lidl und Co. wollten billige Produkte und haben damit die Globalisierung indirekt angetrieben, jetzt bekommen sie halt die andere Seite der Medaille auch zu spüren. Besser ist aber, man erstellt dafür klare Regeln, wie schon gesagt, die es in der Welt schon überall gibt, und sorgt dafür das die Ströme wenigstens geregelt werden. Die Alternative ist das was wir 2015 in Europa erlebt haben. Oder glaubt ernsthaft jemand, dass wenn die Sozialgefälle zwischen Afrika und Europa grösser werden die Grenzen zu schützen sind? Besser ist das ein geregelter Zustrom nach wirtschaftlichen Kriterien oder nach was wolltet ihr denn das sonst bestimmen, der Nase oder nur hübsche Frauen?

    • Auf jeden Fall ein Thema für 2019. Da sollen ja Lösungsvorschläge bei KenFm Einzug finden.
      Ich bin wirklich sehr gespannt darauf.

    • Heißt das jetzt nicht „Tauglichkeitsrassismus“?

      Auch so eine schöne Wortschöpfung, um Meinungsfreiheit zu vernichten?

Hinterlasse eine Antwort