Meine nicht gehaltene Rede auf der Berliner Pfingstdemo | Von Ernst Wolff

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Der indische Philosoph Krishnamurti hat einmal gesagt: „Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine zutiefst kranke Gesellschaft angepasst zu sein.“ Wie krank unsere Gesellschaft ist, haben wir in den vergangenen 14 Monaten erlebt:

Politiker, die jahrzehntelang dafür gesorgt haben, dass die Gesundheitsversorgung in unserem Land systematisch abgebaut wurde, haben im Frühjahr 2020 eine 180-Grad-Kehrtwende vollzogen und uns im Namen der Gesundheit historisch einmalige Maßnahmen aufgezwungen.

Diese Maßnahmen haben allerdings nicht bewirkt, dass die Krankheit eingedämmt, die Versorgung der Bevölkerung verbessert oder das Gesundheitssystem saniert wurden. Im Gegenteil: Die Krankheit hat sich weiter ausbreiten können, der Gesundheitszustand der meisten Menschen hat sich auf Grund der Maßnahmen verschlechtert und es hat zahllose vermeidbare Kollateralschäden gegeben.

Dafür aber haben die Maßnahmen Nebenwirkungen gehabt, die alles, was wir je gesehen haben, in den Schatten stellen: Noch nie sind im Namen der Gesundheit solche wirtschaftlichen Schäden angerichtet worden wie in den zurückliegenden vierzehn Monaten. Betriebe wurden lahmgelegt, Lieferketten zerbrochen, mittelständische Betriebe zu hunderttausenden in Existenznot getrieben und ganze Wirtschaftszweige weitgehend zerstört.

Noch schlimmer als bei uns waren die Folgen in den Entwicklungs- und Schwellenländern: Der Lebensstandard von mehr als eineinhalb Milliarden Menschen ist drastisch gesenkt und über 100 Millionen Menschen sind durch die Maßnahmen zum Hungern verurteilt worden.

Am oberen Ende der sozialen Skala dagegen sahen die Nebenwirkungen ganz anders aus:

Noch nie wurden „Rettungsgelder“ in solcher Höhe und solchem Umfang wie 2020 vergeben. Noch nie ist der Börsenwert der Top-Digitalkonzerne so rasant gestiegen und noch nie haben die großen Vermögensverwalter der Welt solche Summen eingenommen wie 2020. Während die globale Realwirtschaft die schwerste Rezession seit Menschengedenken durchgemacht hat, haben die Finanzmärkte Riesensummen in die Hände von Großinvestoren und Ultrareichen gespült.

Aber was steckt dahinter? Wie kann es sein, dass man hinter der Fassade des gesundheitlichen Schutzes der Bevölkerung die größte Vermögensumverteilung von unten nach oben vornehmen konnte?

Die Antwort lautet: Wir sind 2020 am Ende eines historischen Prozesses und damit an einem Wendepunkt in der menschlichen Geschichte angekommen, und es ist nicht die Politik, die über den zukünftigen Kurs der Welt entscheidet, sondern ausschließlich eine andere – unendlich viel mächtigere – Kraft, nämlich der digital-finanzielle Komplex.

Dieser digital-finanzielle Komplex hat sich in den zurückliegenden 40 Jahren wie ein Krebsgeschwür über die gesamte Welt ausgebreitet und sämtliche Bereiche unseres Lebens durchdrungen. Zu seinen wichtigsten Vertretern zählen die großen IT-Konzerne wie Microsoft, Apple, Google, Amazon und Facebook, die internationalen Großbanken, die Vermögensberatungen wie BlackRock und Vanguard und die Zentralbanken.

Der Aufstieg des digital-finanziellen Komplexes hat zu einem historisch einmaligen Konzentrationsprozess von Geld und Macht in immer weniger Händen geführt. Noch nie in der gesamten Geschichte der Menschheit haben so wenige Menschen so viel besessen wie heute. Noch nie haben sie so viel Macht ausgeübt wie in den vergangenen Jahren und noch nie haben sie diese so rücksichtslos eingesetzt wie in den vergangenen 14 Monaten.

Der Grund für diese Verschärfung der Gangart besteht darin, dass das System, das dem digital-finanziellen Komplex zu so viel Geld und so viel Macht verholfen hat, 2020 in sein Endstadium eingetreten und mit den herkömmlichen Methoden nicht zu retten ist. Und genau das wissen diejenigen, die an den Schalthebeln der Macht sitzen. Deshalb verfolgen sie zurzeit eine Agenda, die mit Gesundheit nichts zu tun hat.

Diese Agenda besteht darin, das bestehende System in seinem Todeskampf bis auf den letzten Tropfen auszupressen und zu plündern und gleichzeitig im Hintergrund ein neues System vorzubereiten.

Die Plünderung des Systems erleben wir seit Monaten durch die immer neuen Einschränkungen, die vor allem den Mittelstand in die Knie zwingen und ihn in eine immer größere Abhängigkeit von der digitalen Plattformökonomie treiben. Außerdem durch die permanente Einspeisung neuen Geldes, das fast ausschließlich in die Hände der ultrareichen Profiteure der Krise fließt und dabei die Inflation anheizt, die den Spekulanten hilft, ihren Schuldenberg abzutragen, aber gleichzeitig die arbeitende Bevölkerung schleichend enteignet.

Von dem neuen System – der Einführung digitaler Zentralbankwährungen – erfährt die Öffentlichkeit so gut wie nichts. Und das, obwohl die großen Zentralbanken alle unter Hochdruck daran arbeiten. Mit dieser Währung wird man das Konsumverhalten der Empfänger gezielt steuern, ihnen das Sparen unmöglich machen und sie zwingen können, das Geld zweckgebunden innerhalb vorgegebener Zeiträume auszugeben. Man wird Wohlverhalten belohnen, Kritiker dagegen bestrafen und sogar von allen Finanzströmen abschneiden können.

Digitales Zentralbankgeld wird der Kern eines gesellschaftlichen Zwangsregimes sein, das weitgehend ohne offene Gewalt auskommen wird, weil es jede Opposition bereits im Keim ersticken kann. Digitales Zentralbankgeld ist ein fast perfektes Mittel zur Kontrolle, zur Manipulation und zur Konditionierung der Bevölkerung. Seine Einführung bedeutet nicht mehr und nicht weniger als die am tiefsten in unser Leben eingreifende Währungsreform aller Zeiten. Eine Welt mit digitalem Zentralbankgeld ist nichts anderes als ein digital-finanzielles Gefängnis, in dem für Freiheit und Demokratie kein Platz mehr ist.

Sind wir dieser Entwicklung hilflos ausgeliefert? Oder haben wir noch eine Chance, den Alptraum einer Welt der vollständigen Versklavung durch das Geld zu verhindern?

Ich bin fest überzeugt, dass wir nicht nur die Chance haben, diesen Alptraum zu verhindern, sondern, dass diese Chance noch nie so groß war wie in unserer Zeit, und zwar aus folgendem Grund:

Das gegenwärtige höchst undemokratische, ungerechte und sozial zerstörerische System funktioniert nur deshalb, weil die Mehrheit der Menschen es nicht durchschaut. Würden die Menschen es massenhaft durchschauen, wäre es auf Dauer nicht aufrecht zu erhalten.

Da dieses System aber nur durch immer schärfere Zwangsmaßnahmen am Leben erhalten werden kann, werden in der vor uns liegenden Periode immer mehr Menschen damit in Konflikt geraten. Das aber bedeutet, dass sie auf Grund der entstehenden Probleme nach Auswegen suchen werden.

Wir treten also in eine geschichtliche Epoche ein, in der die Aufklärung über die tatsächlichen Strukturen unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft bei sehr vielen Menschen auf offene Ohren stoßen wird.

Nutzen wir also diese historische Chance und treiben wir diese Aufklärung trotz aller Zensur, aller Verbote und aller Einschüchterungen voran – und setzen wir es uns zum Ziel, uns, unsere Kinder und unsere Enkel vor der Einkerkerung in einem digital-finanziellen Gefängnis zu bewahren und zukünftigen Generationen ein Leben in Würde und in Freiheit zu ermöglichen.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle: ZhdanHenn / shutterstock

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27 Kommentare zu: “Meine nicht gehaltene Rede auf der Berliner Pfingstdemo | Von Ernst Wolff

  1. Rantanplan sagt:

    Ein sehr guter journalistischer Beitrag ist hier nachzulesen. Das zeigt auch, warum bei der obigen Rede keiner mehr zugehört hätte oder nach der Hälfte in das nächstgelegene Caffe zum Espresso trinken gegangen wären:

    https://www.rbb24.de/politik/thema/corona/beitraege/2021/05/analyse-querdenker-bewegung-demonstrationen-berlin-pfingsten.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    • wasserader sagt:

      "sehr guter journalistischer Beitrag"
      klar Qualitätspresse …..
      die Propaganda der Globalisierungsfaschisten gegen Kritik und Aufklärung .

  2. a0170584@mail.de sagt:

    Es ist ein glücklicher Umstand, das die Rede zu Pfingsten nicht gehalten wurde, liegt doch der 3. Absatz des Artikels völlig neben der Sache. Es war niemals die Rede davon das die Massnahmen zur Eindämmung irgend einer Krankheit hätten führen sollen. Es gab die vorgegebene Krankheit nachweislich ja gar nicht während die Menschen flächendeckend an ganz anderen Krankheiten litten, die für diese Corona-Krankheit ausgegeben wurden: Die schrecklichen Auswirkungen der von Merkel 2010 angeordneten Besprühung des gesamten Bundesgebietes mit Nato-B/C-Kampfmitteln als Nano-Partikel, ein Feinstaub, den man zunächst den Diesel-Autos untergeschoben hat, durch Vergleichstest in 2020, als kein Diesel-Auto fuhr, hatte man dann gemerkt, das der Feinstaub höher als vor dem Lockdown war. Dieser Chemtrail-Feinstaub hat die Lungen und inneren Organe der Bundesbürger zerstört und zu Krankheits-Symthomen geführt, die als Corona ausgegeben wurden, zuletzt am 20.9.20 in der Welt am Sonntag. Ein direkter Regierungsbetrug. Dazu kommen die katastrophalen Auswirkungen der Lyme-Borelliose, die in der Öffentlichkeit niemals erwähnt wurden. 50% aller Menschen wurden damit bis jetzt infiziert. Es gibt gegen diese reale Pandemie keine Impfung, eine Rekonvaleszierung ist äusserst schwierig. Stattdessen wurde weiter der Corona-Begriff herumgeschleimt, weil man keine anderen Argumente hatte und den Leuten 1000x pro Tag per Lügenmedien eingebleut, Corona wäre eine ansteckende Krankheit. Man hat ausserdem in der Corona-Lockdown-Zeit den 5G-Ausbau intensiviert, um damit die Menschen mit 60 GHz-Impulsen in eine Triplett-Sauerstoff-Situation zu versetzen,damit man Erstickungstote in Verbindung mit dem
    Einathmen der Chemtrail-Nano-Partikel, die die Bronchien verkleben. Das alles wird mit Techniken
    durchgeführt, die bereits im WK II entwickelt wurden. Die Synergieeffekte zwischen Chemikalien und Frequenzen, die die Telekom generiert und die die Smartphones abstrahlen ist es was die Menschen umbringt und das konnte natürlich nicht als Corona-Inzidenz führen, es wurde aber dennoch so gemacht. Berlin hat derartig betrogen, dass dies allein schon ein Grund ist um dieses Staatssytem sofort zu stürzen und in allen Detaills zu beseitig, denn der einsetzende Massengenozid ist ohne die Einwilligung unseres Volkes in Gang gesetzt worden.

    • Rantanplan sagt:

      Es gab die Krankheit nachweislich doch, wie viele in meiner Familie am eigenen Leib zu spüren bekamen.

      Vielleicht sollten Sie mal aus den vermieften vier Wänden rauskommen und das echte Leben kennen lernen?

  3. Schramm sagt:

    Ernst Wolff schreibt hier unter anderem: »Das gegenwärtige höchst undemokratische, ungerechte und sozial zerstörerische System funktioniert nur deshalb, weil die Mehrheit der Menschen es nicht durchschaut. Würden die Menschen es massenhaft durchschauen, wäre es auf Dauer nicht aufrechtzuerhalten.«

    »Würden die Menschen es massenhaft durchschauen, wäre es auf Dauer nicht aufrechtzuerhalten«?
    ▬ ▬

    Aspekte der historischen Wirklichkeit.

    ►►Der deutsche Faschismus der wirtschaftlichen und politischen Administration, der Staats-Beamten und gesellschaftlichen Eliten der Macht und Herrlichkeit der Finanz- und Monopolbourgeoisie von 1933 bis 1945 hatte die Mehrheit der Bevölkerung auf seiner Seite!◄◄

    ►Die Nürnberger Rassengesetze von 1935 waren über Aushang, mündliche Mitteilung, Presse und Rundfunk großen Teilen der deutschen Bevölkerung bekannt.

    Bereits am 1. April 1933 wurde ein Boykott gegen alle jüdischen Kaufleute, Ärzte und Rechtsanwälte organisiert. Das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7. April 1933 sah vor, dass „nichtarische Beamte“ in den zwangsweisen Ruhestand versetzt werden sollten.

    Durch das „Reichsbürgergesetz“ wurden alle nichtarischen Bevölkerungsteile zu Menschen mit eingeschränkten Rechten degradiert. Wer als Jude zu gelten hatte, wurde in der ersten Durchführungsverordnung zum Reichsbürgergesetz vom 14. November 1935 festgelegt.

    ●, dagegen gab es in der deutschen Bevölkerung keinen bzw. kaum Widerstand.

    ►Spätestens mit den Olympischen Sommerspielen 1936 hatte die kapital-faschistische Administration und NS-Beamtenschaft die Mehrheit der Bevölkerung unter ihrer gesellschaftspolitischen Kontrolle und ideologischen Ausrichtung.

    Während in Berlin die Olympischen Spiele stattfanden, wurde wenige Kilometer entfernt das Konzentrationslager Sachsenhausen gebaut, in dem in den kommenden Jahren 200.000 Menschen interniert wurden. Sinti und Roma wurden in ein Sammellager nach Marzahn gebracht, weil sie nicht in das Bild von Berlin passten, das die deutsche Regierung und NS-Administration der Welt präsentieren wollte.

    ●, die Nürnberger Rassengesetze von 1935 und die Konzentrationslager, in denen Regimegegner interniert und ermordet wurden, wurden weitgehend von den bürgerlichen Eliten akzeptiert und von der großen Mehrheit der Erwachsenen-Bevölkerung widerstandslos gebilligt.

    ►Die Novemberpogrome 1938 blieben selbst vor Kinderaugen und Jugendlichen nicht verborgen.

    In den Tagen um den 9. November 1938 beteiligten sich viele in Deutschland an den schlimmsten Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung seit dem Mittelalter – Synagogen in Flammen, Verwüstungen, Plünderungen, Verhaftungen, Morde.

    ●, nichts konnte die deutsche und österreichische Erwerbsbevölkerung, insbesondere auch nicht die deutsche Arbeiterklasse die in der Weimarer Republik vorrangig von der Sozialdemokratie politisch geprägt wurde, zum organisierten und/oder unorganisierten antifaschistischen Widerstand bewegen.

    PS: Der Einsatz von SA, SS-Polizei und Gestapo gegen die eigene Bevölkerung war nicht notwendig. So konnte Mann und Frau sich doch auch in den Folgejahren am geraubten Eigentum, Wohnungen und Inventar und enteigneten Geschäften und Unternehmen der in Deutschland und Europa verschleppten und ermordeten Menschen persönlich bereichern.

    ►Siehe auch hierzu Kommentar auf KenFM unter: »HiStory: Friedenssehnsucht, Totalitarismus und Gewerkschaften.« Hier: Aspekte der historischen Wirklichkeit. Musste die deutsche Bevölkerung in ihrer Mehrheit „gewaltsam umprogrammiert“ werden? Nein!
    https://kenfm.de/history-friedenssehnsucht-totalitarismus-und-gewerkschaften/

    Lese-Empfehlung

    Wilhelm Reich: Die Massenpsychologie des Faschismus.

    [Bedenke heute: die Tiefenpsychologie des Kapitalfaschismus im imperialistischen Wohlstand und Konsumparadies Deutschlands, Nordamerikas und Asiens, im 21. Jahrhundert.]

    31.05.2021, R.S.

    • Beobachter sagt:

      Genau an diesem Teil der Wolffschen Analyse stoße ich mich auch, siehe ganz unten, wiewohl ich seine sonstigen Argumente als stimmig ansehe.

    • RULAI sagt:

      "Die Massenpsychologie des Faschismus
      Wilhelm Reich wandte die Erkenntnisse aus seiner Arbeit über die Charakterstrukturen auf das soziale und politische Leben an: Warum sind die Menschen unfrei und organisieren ihre eigene Unterdrückung, obwohl sie sich nach Freiheit sehnen? Sie sind freiheitsunfähig aufgrund irrationaler Charakterstrukturen des Durchschnittsmenschen, die als "normal" gelten.
      Faschismus ist demnach keine Ideologie oder politische Richtung, sondern ein Ausdruck der Sehnsucht des normalen Menschen, seine primären biologischen Bedürfnisse zu befriedigen, was ihm durch eine jahrtausendealte autoritäre Unterdrückung unmöglich gemacht wurde. Als neurotische Struktur wird diese Unterdrückung in jedem Individuum konserviert und über die Erziehung auf die Kinder übertragen. Der Versuch, die Beschränkungen der Neurose gewaltsam zu durchbrechen, führt in eine Charakterschicht der Destruktivität, die Reich als "emotionelle Pest" bezeichnete. Menschen, die sich in dieser Charakterebene aufhalten, nannte er "emotionell pestkrank". Die emotionelle Pest ist nicht nur als endemische Krankheit ständig aktiv, sondern bricht auch epidemisch aus, ergreift Gruppen von Menschen (z.B. Lynchjustiz), Organisationen (Inquisition der katholischen Kirche) oder Staaten (Faschismus).

      Die emotionelle Pest ist als Charakterebene in allen Menschen vorhanden. So erklärt sich, daß "völlig normale" Menschen in einer Pest-Epidemie Juden ermorden oder auch bosnische Moslems und ein solches Verhalten für vertretbar halten. Die Massenpsychologie des Faschismus ist ein Werk, das nichts an Aktualität eingebüßt hat, weil es sich mit psychischen und sozialen Phänomenen beschäftigt, die Tag für Tag real sind.
      Reich analysierte nicht nur soziale Institutionen, die das autoritäre patriarchale System der emotionellen Pest sichern, die er allgemein als "politische Pest" bezeichnete. Er untersuchte auch, unter welchen Bedingungen natürliche und gesunde soziale Beziehungen existieren können, die er "Arbeitsdemokratie" nannte. Die Arbeitsdemokratie ist das Geflecht autonomer sozialer Beziehungen, auf deren Grundlage alle Gesellschaften existieren. Politische, ideologische Systeme benutzen diese gesunden Strukturen, die zwar geschützt werden müssen, aber nicht organisiert werden können.
      "
      https://www.orgon.de/wilhelm-reich/die-massenpsychologie-des-faschismus/

      "Schluß, endgültig Schluß mit der Politik!
      Heran an die Aufgaben
      des lebendigen sozialen Lebens!"

      W. Reich: »Die Massenpsychologie des Faschismus«

    • wasserader sagt:

      Zu RULAI :
      Wilhelm Reichs »Die Massenpsychologie des Faschismus« ist mehr Ehrgeiz als Aufklärung .
      Der Faschismus ist nicht "emotionelle Pest" ,
      der Faschismus funktioniert über eine indoktrinierte Erzählung, die die Realität über ein erträgliches Maß biegt,
      ohne dass der Masse der Menschen diese Divergenz bewusst wird .
      Wenn der Boden der Existenz, der materiellen, der kulturellen und auch emotionalen weg ist,
      klammern sich Menschen an den Strohhalm der starken Erzählung . Machtpolitik versteht das .

    • RULAI sagt:

      " … der Faschismus funktioniert über eine indoktrinierte Erzählung …"

      Verwechslung von Ursache und Wirkung.

      Diese indoktrinierende Erzählung funktioniert auf der Basis wovon?

      Eben.

      Wer Wilhelm Reich glaubt, mit drei Sätzen abtun zu können, dem empfehle ich …..
      Lassen wir das.

    • wasserader sagt:

      "Wer Wilhelm Reich glaubt, mit drei Sätzen abtun zu können, dem empfehle ich "
      Qualifikation ?

  4. KF fresh&freely sagt:

    Warum konnte die Rede auf der Demo nicht gehalten werden?
    Aber eigentlich sollte es eher in die Debatten, Diskussionen, Talkrunden der Massenmedien. Dann könnte man erst feststellen wie ist die Reaktion der Bevölkerung. Das wird aber leider nicht passieren!! Herr Wolff und auch andere kritische Verfasser von kenFM, Rubikon etc. werden bestimmt nicht von Markus Lanz oder von Herrn Plasberg in so eine Runde eingeladen. Die jetzige, einseitige Berichterstattung der Massenmedien sieht es auch nicht vor, so kritischen Materialien ihren hochverehrten Publikum zu präsentieren. Und das wäre auch unter Herrn Wolffs Niveau!!
    So bahnt sich der Weg langsam aber sicher in die Unterwelt. Der Blinker ist schon gesetzt, Spur gewechselt, fehlt nur das Abbiegen.

  5. Hartensteiner sagt:

    So wie man sagt, dass jedes Volk die Regierung habe, die es verdient, hat es eben auch die Wirtschaft, die es verdient.

  6. Michael Haas sagt:

    Schön geschrieben, Danke. Schade, dass die Rede nicht gehalten werden konnte.
    Setzen wir uns für Freiheit und soziale Gerechtigkeit ein. Wer hat schon Lust, zentral-digital wie eine Marionette geführt zu werden?
    Die Einschränkungen sind überall spürbar. Weltweit, vermutlich. Ich erlebe den Lockdown in Vietnam.
    Freiheit für JULIAN ASSANGE, eines der Opfer des digital-finanziellen Komplexes!

    • RULAI sagt:

      Hallo Michael, Sie sind in Vietnam?
      Schauen Sie mal, was Sciencefiles frisch veröffentlicht hat.

      https://sciencefiles.org/2021/05/31/erst-die-impfung-dann-der-anstieg-der-falle/

      Zitat aus dem Artikel:
      "
      May 31, 2021
      Erst die Impfung, dann der Anstieg der Fälle?
      (…)
      Wie man sieht, nehmen Impfungen nach dem 15 April in Vietnam deutlich zu. Geimpft wird in Vietnam mit AstraZenecas Impfstoff, also einem Adenovirus, das ein gentechnisch verändertes Fragment des Spike-Proteins von SARS-CoV-2 trägt.

      Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Fallzahlen in Vietnam einem Land, in dem SARS-CoV-2 weitgehend unbekannt geblieben ist, weshalb man sich fragt, warum dort überhaupt geimpft wird.
      "

      Das alte, überall unterdrückte Lied: Die Impfung erzeugt "Fälle".
      Fälle werden verwendet, um die Diktaturen zu etablieren.

    • RULAI sagt:

      Wie sehen denn die Maßnahmen in Vietnam im Moment aus?

  7. Klaus-Peter Kostag sagt:

    Der (kluge) Komiker Uwe STEIMLE hätte diesen langen, weniger von Wissen denn Emotionen diktierten GEFÜHLSSCHWALL in einer einzigen, launigen Bemerkung zu konzentrieren vermocht:

    "Der Kapitalismus begeht gerade Insovenzverschleppung!"

    Und dann kommt Ernst Wolff, ein Poet der nicht so gern dialektisch zu denken liebt (Adorno: "Das Halbverstandene und Halberfahrene ist nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Tod!"), hat es den Anschein. Denn anstatt Marx las er Krishnamurti. Denn bei Marx hätte er nicht nur Mitfühlende gefunden, dass „Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine zutiefst kranke Gesellschaft angepasst zu sein“, sondern das wohl Mitreißendere. Dass nämlich eine Idee zur materiellen Gewalt wird, wenn sie die Massen ergreift.

    Dieses blumig wölffisch-poetisch umschriebene Ereignis (" … Ende eines historischen Prozesses und -……….- Wendepunkt in der menschlichen Geschichte"…) ist, so Steimle ganz und gar weniger mystisch als von Wolff so umständlich hingedichtet:

    Es ist das ganz stinknormale suizide Ende des Kapitalismus (https://egon-w-kreutzer.de/was-bitte-ist-eigentlich-digitalisierung-ein-blick-in-den-abgrund).

    Der Digitale Finanzkapitalismus beendet das Funktionsprinzip des Kapitalismus, die Ausbeutung. So wie ein Elektromotor nicht mehr funktioniert, wenn der Magnetismus, sein Wirkprinzip, außer Kraft gesetzt ist.

    Und ehe die blöde Welt der Wähler des Wertloswestens das endlich geschnallt hat, bauen die Wähler in China genau auf eine Nachkapitalismus-Gesellschaft und feiern diesen von Egon W. Kreutzer (zuvor ALTERMANNBLOG) als solchen beschriebenen TAG DER ALLGEMEINEN WERTLOSIGKEIT als den Sieg ihres China-Sozialismus oder wie das Konstrukt in der größten Genossenschaft der Welt, HUAWEI sonst noch heißt.

    Das heißt: Ernst Wolf sieht, das passiert, ohne es allerdings einordnen zu können. Er weiß nicht, was passiert. Deswegen eiert er irrend herum, die Menschheit müsse über die Mängel des "SYSTEMS" aufgeklärt werden hofft auf "AUFKLÄRUNG", alles neu zu richten. Den KAPITALISMUS also reformieren?

    Und verbricht als dümmsten Satz vons Janze jenen: "Das gegenwärtige höchst undemokratische, ungerechte und sozial zerstörerische System funktioniert nur deshalb, weil die Mehrheit der Menschen es nicht durchschaut."

    Das heißt, er hat noch nicht begriffen, dass dieses "SYSTEM" seit der Analyse von Marx im "KAPITAL" KAPITALISMUS heißt und eben nur eine Zeitlang funktioniert. Nämlich so lange, bis es sich ("GIER FRISST GEIST") s e l b s t plündert, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen abschafft per Anschaffung von Digitalisierung, KI/AI, Automaten etc. Eine digitalisierte Maschinen-Kolonne kann man nicht ausbeuten (Geld alleine, Geld an sich produziert keinen Mehrwert). Eine solche automatische digitalisierte Kolonne braucht kein Essen, Trinken, keine Wohnung, keine Krankschreibung, wird nicht schwanger. Aber sie kann eben keine einzige Ware kaufen.

    Game over.

    Und Herr Wolf hatte immer nur über, nie aber Marx selbst gelesen? Oder aber, er hätte ihn trotz Lesens nicht verstanden?

    • rhabarbeer sagt:

      Lieber Klaus-Peter Kostag

      vom Stil her schön geschrieben, jedoch zu einseitig auf dein Gefühle der notwendigen Kritik ausgerichtet …
      Ich meine: was ist deine Lösung / Empfehlung für den Einzelnen?
      Marx lesen dürfte nicht reichen, vor allem deshalb nicht, weil auch Marx die (Buch-)Geldschoepfung als Wesenszug aller VORfinanzierung, um sich Produktionsmittel überhaupt `aneignen` zu können und die Mehrheit der Menschen dazu animiert/zwingt, ihre `Arbeitskraft` verkaufen zu wollen/müssen, gar nicht beschrieb
      oder?
      Wer wird eigentlich bei der Buchgeldschoepfung (und dessen Bilanzierung) zur `Überschreibung` seines, ihm eigenen Wertes gebracht und vor allem wie?
      Da fehlt noch ein `entsprechendes` Kapitel … 😉

      Viele Grüße in die Runde

    • Michael Haas sagt:

      Hat Marx nicht auch gesagt, dass es weniger auf die Interpretation als auf die Veränderung ankommt? Was soll es bringen, sich gegenseitig die Mangelhaftigkeit von Analysen vorzuwerfen, statt zu überlegen, wie wir aus der Situation am besten rauskommen?
      Es ist wichtig, dass wir zusammenhalten und eine brauchbare, handlungsfähige Opposition organisieren und dabei hilft Ernst Wolff auf vorbildliche Weise mit.
      (Mit meinem Statement habe ich weder die Überlegenheit von Marx Analysen noch die Fehlerhaftigkeit von Ernst Wolffs Befund konzidiert).

    • Beobachter sagt:

      Letztlich fokussiert Marx auf den Produktionsprozess; er leitet Profit, Zins und Zinseszins arbeitstheoretisch ab, und würde daher den Zins als ein Destillat lebendiger Arbeit fassen. Krisen sind in der Regel relative Überproduktionskrisen, Absatzschwierigkeiten führen dann zu erhöhter Arbeitslosigkeit, brachliegedendem Kapital und sinkender Nachfrage, was die Krise zunächst vertieft, noch mehr Arbeitskräfte freisetzt…bis sich neue Tore auftun, durch Verbilligung des Kapitals, Verbilligung der Arbeitskraft, eventuell durch neue Technologien etc. Auch temporäre Zerstörung durch Krieg und andere Verwüstung mag dem Kapital neue, attraktive Tätigkeitsfelder bieten; weshalb für das SYSTEM vorrübergehene Zerstörung durchaus günstig und langfristig stabilisierend sein kann – ich sage das hier nicht, weil es mich freut, sondern weil es so ist. Ich weiss aber nicht, ob Marx sich eine so "freidrehende" Geldschöpfung, wie sie sich heute austobt, hätte träumen lassen und ob er ein so weitgehendes Abdriften in die Buchgeldwirtschaft überhaupt für möglich gehalten hätte. Phänomene der Geldentwertung waren ihm am historischen Beispiel allerdings geläufig. Aber der Katzenjammer folgte im 19.Jh immer schnell -sich über Jahrzehnte aufblähende Kreditblasen hat es m.E. damals noch nicht gegeben. Marx lohnt sich durchaus zu lesen; allerdings darf man nicht erwarten, dass seine Analysen für die Gegenwart vollumfänglich tragfähig sind.

      Letztlich ist es aber das Folgende entscheidend, undman kann wenn man will diese Frage in "marxistischer" Gewandung stellen: Mag sein, dass der Kapitalismus tatsächlich suizidal geworden ist (das bleibt zu sehen; es kommt in Wirklichkeit auf die Zeitskalen an! Es ist ein Unterschied, ob das System uns herunterwirtschaftet, sich aber selbst auf Weltskala rettet -oder ob es selbst final in den Orkus geht.). Aber wo ist das "revolutionäre Subjekt", was hiervon profitieren könnte und den Schwenk in eine neue, hoffentlich bessere Gesellschaftsform zustande zu bringen?

      Ja, wo ist es?

      Für Marx wäre es das Proletariat gewesen. Ich halte Marx für einen bemerkenswerten Ökonomen, aber an dieser Stelle war er wohl sehr im Irrtum. Das Proletariat existiert nurmehr in Fragmenten -wo der Reichtum anfällt,
      da ist es nicht, und wo es ist, da gibt es keinen Reichtum. In anderen Teilen der Welt stirbt das Proletariat aus, oder ist bereits ganz zum Lumpenproletariat geworden. In Deutschland ist es ziemlich bedeutungslos -und manch einer wäre froh, wenn er als Arbeiter eine auskömmliche Existenz hätte, anstatt in Harzt 4 dahinzudösen.
      Oder als Selbstausbeuter sich und anderen die Scheinselbständigkeit vorzugaukeln -wobei es natürlich die Rahmenbedingungen sind, die das Gaukelspiel erzwingen.
      Jedenfalls kann man vom Proletariat, abgesehen von mangelnder Organisation, heute nichts Zielführendes erwarten. Und die anderen "Klassen und Schichten"? Sieht es da viel besser aus? Wo bleibt die verantwortliche Rolle der Intelektuellen? Das braucht wohl kaum eine nähere Erläuterung.
      Übrigens, wenn man jetzt an der
      der "marxistischen" Terminologie Anstoss nehmen wollte, ja, von mir aus -so hilft es eben nicht über die bestehende Problemlage hinweg. Unter anderem besteht sie in der fehlenden Solidarität zwischen Produzenten und Konsumenten, welche mit Schmackes gerade von den Grossanbietern mit ihren Digitalplattformen ausgenutzt wird. Eine wie immer geartete "Klassensolidarität" gibt es unten fast gar nicht mehr, dafür umso mehr in den wohlvernetzten, überschaubaren Kreisen der Großanbieter und Großproduzenten. Es spricht für Marxens Leistung als Ökonom, dass sich viele Erscheiungen der Gegenwart noch immer in den Konzepten seiner Gedankengebäude beschreiben lassen. Aber die politischen Lösungsvorschläge des 19. Jh. helfen wohl heute nicht mehr -da kann man noch solange lesen. Veränderung braucht Aktion, braucht vor allem handlungsfähiges Personal –
      das sehe ich derzeit eben nicht. Ich will aber nicht defätisistisch sein, vielleicht irre ich mich.

    • Klaus-Peter Kostag sagt:

      Lieber Rhabarbeer,

      Herr Wolff und ich und haben anders beschrieben, was Uwe STEIMLE weit kürzer auf den Punkt brachte. So wie einst die SKLAVEREI als produktivere neue Gesellschaftsformation die JÄGEREI/SAMMLEREI ablöste, geschah ihr das Gleiche durch den FEUDALISMUS. Selbes Wirkprinzip, eine produktivere Formation löst eine schwächere ab. Same Procedere dann die Kapitalismus-Geburt. Jeweils alles gesetzmäßig begründet notwendige Wandlungen. Das Weltvolk kann das Kapitalismus-Ende möglicherweise beschleunigen oder bremsen, aber siehe Egon W. Kreutzer. Der hat fertig. Um einen gewissen Trappattoni zu zitieren. Das von mir genannte, das von mir verachtete b l ö d e Wählervolk des W E R T L O S W E S T E N S kann also außer Tatsachen hinzunehmen das chinesische Vorbild, nämlich eine nachkapitalistische Ordnung zu errichten, nachvollziehbar zu handeln beginnen, kann sich in produktive GENOSSENSCHAFTEN einteilen oder, 3,5 Milliarden Trauernde, Kapitalismus-Reformer, nach China auswandern, die Entwicklung dort stoppen und den KAPITALISMUS zurückholen. Reformiert. Einen Kapitalismus mit Digitalisierungsverbot, mit Verbot des Schuldgeldsystems etc.

      Und damit wären wir bei der zwar nicht ausdrücklich erklärten, jedoch faktisch herbeigejqmmerten Wolffschen Herzenswunsch-Lösungsvariante.

      Zusammenfassung: Da ist nichts zu ändern. – Packen wir's an!!!

    • Beobachter sagt:

      Sind die Menschen in China klüger als wir? Ich antworte hier nicht mit einem apodiktischen Nein. Allerdings,
      was man so vom Punktesystem vernimmt, ist nicht gerade verheissungsvoll. Zu befürchten ist, dass man uns soetwas auch auftischen will -natürlich in wertewestlicher Nuance. Oder anders: Ich sehe nirgends ein realpolitisches Projekt, in irgendeinem Land, welches langfristig eine einigermaßen annehmbare Zukunft verspricht. Dass sich die Welt auch ohne Europa (also nach Verlust wirtschaftlicher Einflussbereiche und zunehmender Disintegration im Inneren) weiterdrehen wird, ist klar. Worauf es ankommt, ist aber gerade, ob aus dem Niedergang bestehender Systemzwänge irgendetwas Lebenswertes herauskommt -oder eben nur die Barbarei in digitaler Gewandung.

    • rhabarbeer sagt:

      Lieber Klaus-Peter Kostag

      danke für die wiederum schön formulierte Antwort.
      Ich gehe in vielem mit, jedoch nicht bis zu `Da ist nichts zu ändern.`
      … auch das folgende `Packen wir's an!!!` klingt ausweglos.

      Natürlich hat `Kapial_ist_muss` fertig … und `China` ist `nur` das `letzte Aufbäumen` dieser durch `Kapital_ist_muss` erzeugten ! #Bilanzieurng`sPRIVILEG`ierten !
      Ich denke auch, dass Genossenschaft eine richtige Richtung ist … ergänzt durch zb Gemeinwohl und Kooperation, welche sich `von alleine` einstellt, wenn der Kern des aktuellen (Buch-)Geldsystems (der, da rechtlich UNgeregelt ein ! BIlanzierungsPRIVILEG ! darstellt) auf eine `humane` Basis (dh. eine im Kern tatsächlich gleichwertige Bilanzierung des jedem eigenen Selbstwertes) gestellt wird.

      Die EIGENE Perspektive ist auf jeden Fall änderbar …

      Viele Grüße in die Runde

  8. Hiroaki sagt:

    Herr Wolff macht meines Erachtens die relevantesten Analysen der derzeitigen Agenda, auch wenn ich persönlich der Meinung bin, dass es sogar noch eine weitere Eben darunter gibt (die jetzt aber zu thematisch abdriften würde). Nichtsdestotrotz kann ich seine diffuse positive Einstellung noch nicht ganz teilen, weil die für mich noch nicht konkret genug formuliert wird: Er behauptet, wenn nur genug Menschen aufgeklärt wären, könnte es eine Chance sein, das System zu korrigieren – wie genau er sich das vorstellt, bleibt er allerdings offen. Sicherlich hat er nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, dass er alles wüsste, aber eine etwas konkretere Vorstellung, wie das funktionieren könnte(!) wäre zumindest eine Überlegung wert.
    Wann und ob das so eintritt, wird Die Zeit zeigen.

  9. Melezy Przikap sagt:

    "Manche halten sich für "erwacht", wenn sie nur wissen, dass es bei der Klimareligion nicht um einen "Mensch-gemachten Klimawandel" und bei der Corona-Religion nicht um "krankmachende Viren" geht. Worum geht es dann? Um die "böse Absicht" der Herrschenden (wer auch immer "die Herrschenden" sein sollen), eine "Neue Weltordnung" (oder was auch immer) zu errichten? Das würde voraussetzen, dass "die Herrschenden" ebenso "wach" sind, und hier liegt der Denkfehler aller Verschwörungstheoretiker. […]"

    Stefan Wehmeier, »Aus einem schlechten Traum erwachen«
    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2021/05/aus-einem-schlechten-traum-erwachen.html

  10. Beobachter sagt:

    Euer Ehren!

    So sehr ich Ihre Beträge und Ihre finanzpolitische Klarsichtigkeit schätze, so habe ich doch Zweifel an folgendem
    Zusammenhang:

    "Ich bin fest überzeugt, dass wir nicht nur die Chance haben, diesen Alptraum zu verhindern, sondern, dass diese Chance noch nie so groß war wie in unserer Zeit, und zwar aus folgendem Grund:

    Das gegenwärtige höchst undemokratische, ungerechte und sozial zerstörerische System funktioniert nur deshalb, weil die Mehrheit der Menschen es nicht durchschaut. Würden die Menschen es massenhaft durchschauen, wäre es auf Dauer nicht aufrecht zu erhalten."

    Wenn die Menschen es massenhaft durchschauten, so würden sie wohl dennoch nicht revoltieren, sondern
    ebenso massenhaft resignieren. Ich glaube sogar, dass für viele die Hohlheit des Ganzen schon zu ahnen ist. Der fragile Zustand des Systems liegt zwar nur für wenige klar zu Tage, aber für viele befindet er sich nur hinter einer dünnen Wand aus einer Art Papier, oder er lugt schon wie hinter einer spanischen Wand hervor. Das nehmen die Leute innerlich als bedohlich war -und, anstatt hinter die Wand zu schauen, wenden sie lieber den Blick ab -um sich vielleicht in den MSM erneut zu frischen für den Lebenskampf. Denn sie ahnen -und vielleicht nicht zu Unrecht- dass sie der Blick in den Abgrund lebenstechnisch überfordern würde. Die Konditionierung der letzten Jahrzehnte wäre eher kontraproduktiv in einer Welt, in der die angelernten Gewissheiten zur Disposition stünden. In einer abgespeckten Variante dieser Denkform haben mir manchmal gute Bekannte vor vielen Jahren erwidert, wenn wir zusammen einmal einen missratenen Fernsehbeitrag sahen (heute bin ich fast gänzlich fernsehabstinent), den ich sarkastisch kommentierte: Ja, das ist doch klar! Du sprichst doch nur lauter Trivialitäten aus. Wir wissen auch, dass diese Darstellung hier schief ist. Aber was sollen wir machen. Wir guckens uns an und halten die Klappe; ist besser für uns und alle anderen. Will sagen: diese Leute hatten ein bisschen begriffen, wo der Frosch der Locken hat, aber selbständig haben sie nicht weitergesucht. Wollten sie gar nicht, wollten nur ihre Ruh!

    • chumbaba sagt:

      Was du ansprichst ist also die Unfähigkeit des Volkes sich selbst zu regieren. Das wir also gar nicht reif für eine richtige Demokratie seien. Grundvoraussetzung währe ein Medium was für uns arbeitet und uns berichtet anstatt uns klein zu halten. Ein Medium was den Politikern auf die Finger schaut.
      Auf die Gefahr hin das mich ein gewisser Nevyn mich als Lakei der Orthodoxie framet: Ich meine nicht das wir uns jemanden greifen sollten um ihn durch den Fleischwolf zu drehen, sondern wir müssen anfangen die Regeln zu brechen. Der ÖR gehört uns, den sollten wir uns zurückholen. All diese Hofschranzen und Transatlantiker entlassen/nach Hause schicken, oder zumindest wieder etwas ausgeglichenes herstellen. Die Politik sollte von uns kontrolliert werden und nicht wir durch die Politik. Wenn das möglich währe, dann könnten wir anfangen zu lernen unsere demokratische Macht einzusetzen und aufhören reine Befehlsempfänger zu sein. Diese Hetzer in der Politik und den Medien gehören mindestens mal wegen Volksverhetzung vor Gericht! Ganz weit vorne, gehört Merkel in die geschlossene Abteilung, dafür das sie eine DDR 2.0 aufgezogenen hat um uns an die Pharma- und Techkonzerne zu verkaufen.

    • Dr. Yann sagt:

      @chumbaba: Du schreibst :
      "Der ÖR gehört uns, den sollten wir uns zurückholen."
      und
      "Die Politik sollte von uns kontrolliert werden und nicht wir durch die Politik. Wenn das möglich währe, dann könnten wir anfangen zu lernen unsere demokratische Macht einzusetzen und aufhören reine Befehlsempfänger zu sein."

      Das wünschte ich mir auch. Allein: Die Kontrolle über Institutionen der Macht zu erlangen von einer Position der Schwäche, Nicht-Vernetzung und Nicht-Organisiertheit ist doch eher utopisch. Die gegenwärtigen Nutznießer treten ihren Einfluss ja nicht einfach ab und haben auch noch die Zwangsmittel der medialen, institutionellen und polizeilichen Gewalt auf ihrer Seite. Das Volk, also wir, kann wihl nur nich auf einen Aufstand nationaler Machteliten gegen die Entwicklungstendenz hoffen, aber der scheint bislang auszubleiben.

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