KenFM im Gespräch mit: Mirko Hannemann (Batterie-Pionier)

Hört man sich im eigenen Bekanntenkreis zum Thema Elektromobilität um, ist der Tenor recht einhellig: Vorstellbar ist ein Umstieg vom Verbrennungs- zum Elektromotor allemal, allerdings erst dann, wenn die Technik wirklich ausgereift ist. Doch wer bestimmt eigentlich, wann eine Technik ausgereift ist? Was wäre, wenn die Technik so fortgeschritten wäre, dass schon heute die grundlegenden Kundenbedürfnisse befriedigt würden? Wie zum Beispiel eine Akkureichweite von mehr als 500 Kilometern. Geht das oder geht das nicht?

Mirko Hannemann, ex-Chef von Colibri Energy, hat bereits vor acht Jahren gezeigt, was möglich wäre. Damals, im Oktober 2010, legte er, mit einem zum Elektroauto umgebauten Audi A2, die ca. 600 Kilometer lange Strecke zwischen München und Berlin zurück, ohne dabei einen einzigen Ladestopp einzulegen. Eine Sensation. Hannemann und seine Mitarbeiter hatten der Welt demonstriert, zu welchen Leistungen Stromspeicher imstande sind. Es wirkte wie der Startschuss in ein neues Zeitalter.

Acht Jahre später ist die Realität eine andere. Autos mit Verbrennungsmotoren dominieren nach wie vor das Straßenbild. Der Anteil an Elektroautos liegt hierzulande immer noch weit unter fünf Prozent. Wie kann das sein? Im Gespräch mit KenFM legt Mirko Hannemann dar, wie er die letzten Jahre nach der Rekordfahrt erlebt hat. In verständlicher Weise erklärt der Batterie-Pionier, was einen Stromspeicher ausmacht und wozu sie heute in der Lage sind.  Er spricht über die deutsche „Innovationsangst“ und die daraus resultierende Rückständigkeit.

Wenn Innovationen und der Status-Quo einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen werden, ist es selten die Innovation, die gewinnt. Kurzfristige Gewinne sind Teil der kapitalistischen Unternehmer-DNA.

Dass dies in einem sich so tiefgreifend wandelnden Sektor auf lange Sicht nicht gut gehen kann, kommt langsam aber sicher auch in den Vorstandsetagen von Daimler, Volkswagen und Co. an. Doch statt die Gegenwart zu akzeptieren, klammert sich die deutsche Automobilbranche an die Vergangenheit und versucht, die „Zitrone Verbrennungsmotor“ bis zum allerletzten Tropfen auszupressen.

Welche langfristigen Folgen sich hieraus für ein vom Automobilsektor so abhängiges Land wie Deutschland ergeben werden, ist heute noch nicht absehbar. Doch wenn nicht bald ein Umdenken einsetzt, könnte es für ein Aufspringen auf den Zug der Zukunftsmobilität schon bald zu spät sein.

Inhaltsübersicht:

00:27 Eine Batterie – Was ist das eigentlich?

13:51 Die Colibri Analogie – schnell, leistungsfähig, reproduzierbar

29:03 Die deutsche Automobilindustrie als Innovationsbremse

46:47 Das Chaos in der deutschen Energiewirtschaft

58:05 Innovation im Ausland über Rückständigkeit im Inland

1:09:25 Strom als Freiheitssymbol

1:24:32 Enge Forschungsleitplanken als Potenzialräuber

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62 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Mirko Hannemann (Batterie-Pionier)

  1. Die gesellschaftlichen Probleme liegen viel tiefer, als dass sie durch technischen Fortschritt behoben werden könnten. Viel eher ist es wahrscheinlich, dass auf dem hiesigen und aktuellen Kultur-Niveau entwickelte Dinge mehr schaden, als nutzen.
    Die Errungenschaften der Menschheit waren immer nur Ausdruck ihres kulturellen Niveaus, nicht andersherum wurde gesellschaftliches Bewusstsein dadurch gehoben, dass man tolle Gerätschaften erfunden hat.
    Diese Suche von KenFM nach den „Machern“ ist symptomatisch für die völlige Verkennung dieser Kausalität.

    Denn die „Macher“ sind bisher Leute, die mit toten Gegenständen irgendwas graduell anders machen, als es die Kapitalisten täten. Darin liegt noch kein Ausweg: Die gesellschaftlichen Probleme sind zwischenmenschlicher Art – das Konkurrenzdenken bspw. welches durch den zentralistischen Staat und die kapitalistische Karriere geschürt wird hat das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen untergraben. Es reicht eine sogenannte „nationale Grenze“, also ein Strich der Herrschenden auf einer Landkarte (mehr ist das nicht) und schon werden aus Menschen Ausländer und Eingeborene… als ob sich irgendwer hätte aussuchen können, wo er / sie geboren wird…
    Nun ja, ähnlich verfehlt ist es, wenn man annimmt, wir hätten technische Probleme… Die Menschheit hat Probleme mit der Psyche und der Zwischenmenschlichkeit, mit dem Verhalten innerhalb unserer Art, nicht außerhalb.
    Wir können alle Naturhindernisse überwinden, unsere Hindernisse und Gefahren stellen wir selbst dar.
    Diese Selbstzerfleischung läuft parallel mit der Zerfleischung der Natur um uns herum. Das gehört zusammen. Aber bevor die innerartlichen Probleme nicht gelöst sind, brauchen wir keinen Umweltschutz anzupacken – dann jeder Umweltschutz wird automatisch nur in neuer Selbstzerfleischung enden (Schuldzuweisung, Selbstgeißelung, härtere Gesetze, höhere Strafen) ohne etwas zu erreichen. Der so von oben dekretierte „Umweltschutz“ wird Unten als neue Repression ankommen und damit zum Scheitern verurteilt sein. Diese Repression wird zu noch mehr Selbstzerfleischung führen und automatisch wird der einstige Grund für die Repression, der „Umweltschutz“ vergessen werden. Der Grund: Die Macht und die Herrschaft, mit der er durchgedrückt werden soll streben stets Selbstzweck zu werden an.
    Ohne eine global zusammenarbeitende Menschheit, die sich bewusst ist, das das was sie tut ihr nützt und dem Planeten, kann es keine Rettung aus dieser das ganze menschliche Leben betreffenden Krise geben.
    Die Religionen, also jene Glaubenssysteme, die das menschliche Schicksal an Götter oder Regierungen oder Geld verkaufen führen zu der Selbstzerfleischung, in dem sie ihr die geistige Grundlage liefern.
    Der Glaube führt weg vom Fühlen und der Empathie. Der Weg des Gehorsams und des Glaubens führt weg von der Zwischenmenschlichkeit und dem selbstständigen Denken.
    Wer also was verändern will, der muss sich zunächst mal fragen, wem er / sie dient. Wenn er Dingen dient, die außerhalb von ihm / ihr liegen, dann muss er sich fragen, inwiefern diese Dinge zu jenen Umständen beigetragen haben, die wir heute unter dem Wort „Krise“ bezeichnen – dieses Wort beschreibt unser ganzes Leben.
    Wer festgestellt hat, dass sein Verhalten und sein Glauben an irgendwelche Götter oder Institutionen seine Lage verschuldet hat, der kann zu sich selbst finden und damit auch zu anderen. Denn das ist das schöne daran: Wir reden beim zu sich selbst finden nicht vom bürgerlichen Individualismus kapitalistischer Prägung, sondern vom Erkennen eigener Bedürfnisse im anderen und damit die einzig große Vernunft aller Zwischenmenschlichkeit: Die Gegenseitige Hilfe!
    Wer jetzt anderen hilft und auch Hilfe fordert und merkt, dass er ein Netz aus solchen zusammstellen kann, auf die man sich verlassen kann und die sich auch auf uns verlassen können, der braucht keinen Gott und keinen Staat, denn seine Gesellschaft / Gemeinschaft liefert ihm / ihr alles, was das Leben erfüllt. Wer aber unterdrückt wird, der hat automatisch eine gestörte Zwischenmenschlichkeit… und von dieser ausgehend entwickeln sich primär die gestörten Verhaltensweisen. Ein Teufelskreis. Ihn zu durchbrechen setzt voraus, die Revolution, die das Gesellschaftsystem benötigt, bei sich selbst zu vollziehen: Die eigenen Traumata anerkennen und sie in anderen wahrnehmen und dann angehen und lernend überwinden. Revolution ist ein Bewusstseinsprozess.

    Keine noch so technisch raffinierte Erfindung kann diesen Prozess ersetzen. Der Mensch ist keine Maschine. Da gibts nen guten Song zu 😉

  2. Wenn Herr Hannemann wirklich eine so bahnbrechende Erfindung gemacht hat, oder sie auch nur verwaltet, warum hat er sie dann nicht dem Projekt Solar Impuls angeboten? (Zur Erinnerung: die beiden Pioniere Bertrand Piccard und André Borschberg sind 2015 / 2016 mit einem nur von Solarenergie getriebenen Flugzeug einmal und den Erdball geflogen.) Bertrand Piccard ist reich genug, jede gute Batterie aus der Portokasse zu bezahlen. Er hat es nicht nötig auf eine Autolobby Rücksicht zu nehmen. Die von ihm initiierte SolarImpulse Foundation (https://solarimpulse.com/) spricht für sich.
    Nachdem, was ich so im Internet gelesen habe, baut die Colibri Energy, die aus der von Herrn Hannemann gegründeten DBM Energy hervorging, Batterien für Gabelstapler. (Zur Erinnerung: das sind Maschinen, die eigentlich immer in der Nähe von 230V-Steckdosen bleiben.)

  3. Ich finde das Thema mit den Informationsfilter interessant. Mein Eindruck ist das die Menschen dann doch Herdentiere sind und durch Gruppendynamik geleitet werden, sie liken dort wo viele liken. Hinzu kommt das sie gerne Jemanden nachlaufen den sie für etwas Besonderes halten, sobald sie sich damit identifizieren obwohl dieses Bild auf sie gar nicht zutrifft sondern es einfach ihr eingebildetes Ego ist, laufen sie wie Lemminge hinterher. Das ist mit ein Grund warum gute Ideen scheitern, gute Infos scheitern und sich der größte Blödsinn, nicht die besten Produkte usw durchsetzen, gekauft werden und die falsche Politik gewählt wird. Beispiele dafür sind sicher Apple mit dem iPhone, Windows, Fernsehserien, Frau Merkel usw. Manchmal kommt mir vor je blöder umso beliebter oder je mehr egoistischer umso beliebter.

    Das mit den Batterien finde ich interessant, mein Eindruck ist das sie trotzdem Umwelt technisch noch problematisch sind. Wie problematisch ist die Herstellung ? Abwasser, Chemikalien, Abbau von seltenen Erden ? Wie lange gibt es die seltenen Erden ? Wenn die schon für die Smartphone Batterien so selten sind ergibt sich für mich schon die Frage wie man damit Autos ausrüsten will, da dort ja sicher wesentlich (1000 fache) mehr Energie benötigt werden würde. Mit Batterien für Häuser und PV verhält es sich von der Energie her vermutlich wie mit Autobatterien, 10 kWh aufwärts.
    Wenn die Stromproduzenten zB in eine Überproduktion kommen und die Strompreise ins Negative gehen bleibt die Frage offen warum das nicht an den Endkunden weitergegeben wird. Alles was es dazu braucht wäre ein Stromzähler der über Fernzugriff einen Verbrauche ein/aus schalten kann und die dafür benötigte Energie getrennt verrechnet. So könnte bei Überstrom das Warmwasser aufgeheizt oder Elektroautos geladen werden oder eine Batterie im Haus aufgeladen werden.

    Was ich halt schlecht finden würde wäre wenn für Elektroautos zusätzliche Atomkraftwerke benötigt würden oder die Schließung bestehender Atomkraftwerke verhindert würde, Atommüll ist ein großes unkalkulierbares Risiko für 100000 Generationen von Menschen und wie sorglos damit umgegangen wird zeigt eigentlich ganz gut die Krankheit unserer (Un)Zivilisation auf. Weiters kommen die Förderungen zB für PV immer nur Menschen die eh schon besser gestellt sind zu Gute. ZB Bauern die große Dachflächen haben, bezahlen dürfen es aber die Hackler die kein großes Grundstück haben und die sich keine PV leisten können. Die Banken Verdienen dann auch immer gut mit weil die Bauern die PV ja auf Kredit kaufen. Wenn die Rettung des Planeten in eine Vergrößerung der Kluft zwischen Arm und Reich führt dann
    ist das nicht besser als wie wenn es einen Plan gibt der 7 Milliarden Menschen von den 8 Milliarden Menschen einfach ausrotten will nur um den Planeten zu retten oder um das Leben der 1 Milliarde zu retten.

  4. Ich wollte vor 2 Monaten einen Opel Ampera kaufen, der Verkäufer im Autohaus sagte mir, das ginge nicht, da nur 500 Opel Amperas produziert und diese alle an Car-Sharing- Unternehmen verkauft worden seien. Auf meine Nachfrage, ob ich das Auto bestellen könne, erhielt ich die Antwort, die Lieferzeit betrüge 2 oder mehr Jahre! Auch wenn man Willens ist, auf Elektroauto umzusatteln, ist dies nicht möglich. Warum Opel für dieses Auto überhaupt Werbung macht ist mir schleierhaft, es liegt der Verdacht nahe, dass die Firma nur ihr Image aufpolieren will

  5. Sehr interessant, danke – ich möchte aber darauf hinweisen, daß es weit über 100 verschiedene Batterie-Chemiken gibt, die z.T. weitaus bessere Eigenschaften als z.B. Li-Io-Akkus haben. Oder sie sind wesentlich nachhaltiger, da ihre Materialien nicht auf Seltenen Erden, giftigen ofder anderweitig kritischen Komponenten bsieren. Hier findet sich eine von mir erstellte chronologisch geordnete Auflistung aller entsprechenden Technologien und beteiligen Forschungsinstitute bzw. Firmen (nebst weiteren Methoden der Energiespeicherung): http://www.buch-der-synergie.de/c_neu_html/c_10_00_inhalt_energiespeichern.htm

  6. Meiner Meinung nach haben in diesem System leider nur sehr wenige Menschen die Möglichkeit, weitgehende Autarkie zu erlangen, selbst wenn sie sich das zum Ziel setzen. Ich zähle nicht dazu, da es mir an Grundbesitz und sonstigem Kapital mangelt.

    Aus diesem Grund finde ich es zwar wichtig darzustellen, wie beispielsweise eine dezentrale Energieversorgung funktioniert. Allerdings wird deren Umsetzung in nennenswertem und für mich relevantem Umfang nur gelingen, wenn ein politischer Umsturz stattfindet.

  7. Lieber Ken,

    ich habe es immer sehr geschätzt dass deine Gesprächspartner, meinem Eindruck nach Seriös waren. Es hat mich fasziniert wie ihr die vielen guten Kontakte herstellen konntet und die Spreu vom Weizen trennen.
    Diesmal mal jedoch, denke ich bist du einem Hochstapler auf den Leim gegangen. Es gibt keine Wunderbatterien die von bösen kapitalistischen Strukturen unterdrück werden. In diesem Bereich wird auf der ganzen Welt gigantisch viel Aufwand in Forschung und Entwicklung getrieben, die Fortschritte sind klein und hart erkämpft. Ähnlich wie bei der Photovoltaik (PV) hat sich viel getan und es wird sich noch viel tun. Der Hannemann hat nur heiße Luft und ist frustriert, dass ihm dafür niemand die Millionen zu füßen legen will.
    Das Problem mit der Eigenversorgung von Strom ist nicht die Gesetzgebung sondern die Wirtschaftlichkeit. Es rechnet sich schlicht nicht. Den Strom aus der PV vom Dach mit einem Batteriespeicher auch nachts nutzbar zu machen wird vom Staat gefördert, nicht verhindert. Es rechnet sich trotzdem nicht, erst recht nicht wenn auf einen Netzbezug ganz verzichtet werden soll. Niemand ist verpflichtet einen Stromanschluss zu haben, aber 107,40 € (Jahresgrundgebühr EWS) sind gegenüber einem ganzjährigen, reinen Inselbetrieb ein echtes Schnäppchen. Der Nachbar darf selbstverständlich mit Strom beliefert werden, solange es nicht über das öffentliche Netz geht, auch weitgehend unreguliert. Es hindert einen auch keiner daran der 1261. Stromlieferant im öffentlichen Netz zu werden, wenngleich da ein paar Regeln mehr beachten werden müssen. Ich weiß Du kannst nicht alles wissen, aber bei so grobem Unfug muss man kritisch sein.

    Liebe Grüße
    Berlineum

    • Sie sollten vorsichtig mit Ihren Aussagen sein, denn die Fahrt stimmt und das Auto exestierte auch.

      Vielleicht gehören Sie auch zu den Automobilherstellern, die Patente dieser Art blockieren, da sie mit Mineralölkonzerne zusammen arbeiten.

  8. Zum Thema Energieautarkie
    In der Schweiz wurde das erste energieautarke Mehrfamilienhaus gebaut. Dazu wurden nur bereits vorhandene Technologien verwendet. Es hat den letzten sehr kalten Winter problemlos überstanden. Ich denke die Zukunft des modernen Wohnens geht in diese Richtung:
    http://www.umweltarena.ch/uber-uns/energieautarkes-mfh-brutten/
    Hier noch der Link zum Fernsehbeitrag. (Ich weiss nicht, ob sich der Beitrag in Deutschland wegen der Übertragungsrechte streamen lässt.):
    https://www.srf.ch/play/tv/einstein/video/ein-haus-als-kraftwerk?id=ca4bf5d1-3e6b-41e6-8cad-ad8d80f0a825&station=69e8ac16-4327-4af4-b873-fd5cd6e895a7
    Übrigens: Ausgediente Akkus vom E-Fahrzeugen lassen sich wunderbar als Energiespeicher in solche Häuser einbauen und können noch jahrelang genutzt werden.
    @ keeneahnung
    Der Wirkungsgrad bei einem thermischen Fahrzeug liegt bei 20 %. 80 % der fossil erzeugten Energie werden verpufft und in Form von Treibhausgasen an die Atmosphäre abgeben. Bei einem E-Fahrzeug können 80 % der Energie genutzt werden und, wenn es leicht abwärts geht, kann die kinetische Energie in Form von Rekuperation zum Aufladen der Batterie wieder genutzt werden.

    • @ cabey
      Ich wusste nicht, dass ich euch die welt erklären muss. (klingt ein wenig arrogant)

      1. Wenn man den wirkgrad betrachtet immer in brutto und netto. Wie ich unten schon beschrieben habe, streite ich die Effizienz (netto) nicht ab. Jedoch (brutto) ganzheitlich verschiebt sich die Perspektive.
      2. Betrachten wir mal den wirkgrad eines akkus mit einer lebenszeit 5-10 jahre im Verhältnis eines Generators bei guter Pflege, lebenszeit 20-35 jahre. Natürlich kein direkter Vergleich, da akkus Energiespeicher sind und nicht Energiewandler (Generator)
      Ergebnis: in der Lebenszeit eines Generators, muss ich 2-3 mal soviel Ressourcen für ein akku investieren. D.h. die Effizienz der akkus z.z. 80-90% durch 3 gleich 30-40%. Dabei ist das Recycling von akkus nicht einmal inkl.

      Nicht immer von wikip. beeindrucken lassen selbständig denken ist die Devise. Das ist meine Ansicht der Dinge und wenn du Argumente hast, lass ich mich gern belehren oder auch beeindrucken.

    • @ cabey
      hab noch vergessen zu sagen, dass wenn man Akkus betreiben möchte, auch Energie erzeugt/gewandelt (energieerhaltungsgesetz) werden muss? die Steckdose ist nicht selbstverständlich!

    • keeneahnung, wenn man den Gesamtressoucenverbrauch netto durchrechnet, dann ist Elektro nicht besser. Da haste schon wieder recht. [nörgel] ;o)
      Aber – ja, ich weiß, wenn ein Satz mit „aber“ anfängt, ist meistens das Argument kaputt, also nochmal..
      Eine Frage kann man dabei stellen: Wo entsteht der Dreck dabei? Bei Elektro nicht am Auto.
      Ich war mal auf einer Interrail-Tour im Sommer in Athen. 80er. Athen liegt in einem Talkessel, und ich bin mit einem sauberen weißen T-Shirt losgezogen und mit einem grauen (gerne auch großes G) zurück..
      Den Dreck kontrolliert zu managen könnte der Vorteil sein. Nur mal laut nachgedacht.

    • @ waldbär
      ich weiss was du meinst. mir ging es in astana, manila und anderen orsts nicht anders! da würden sich die klima-„schützer“ umkucken, wären die in der lage, mal übern Tellerrand zu schauen.
      aber zurück zum Thema. fakt ist, dass 7mrd menschen auf der erde leben und für ein „normales“ leben, dieser Energie benötigt. die einzige frage die sich stellt, ist wie nachhaltig (ganzheitlich) man Energie produzieren kann.
      leider sehe ich bei jetzigen stand der Technik nur die Atomkraft der 5. Generation. zum Beispiel hier:

      https://www.youtube.com/watch?v=Cb15C9eey8s

    • Boah.. was Du da vorschlägst, ist der größte vorstellbare Dreck, den sich je ein Mensch ausgedacht hat. Wieviel Dreck für wieviel millonen Jahre hinterlässt so ein Ding?
      Wieviel Elektrizität braucht ein Mensch im Alltag? Solarzellen auf dem Dach können das locker.

  9. Merkwürdig, das vorwiegend positive Echo. Ich fand das Gespräch war eins der schlechteren. Diesmal lag es aber nicht daran, das Herr Jebsen dauernd unterbrochen hätte – im Gegenteil, er hat vorbildlich gewartet, bis sein Gesprächpartner zuende gesprochen hatte. Ich hatte aber große Probleme, Herrn Hannemann zu folgen. Dabei habe ich auch schon amateurhaft Netzgeräte und verschiedene Ladegeräte für unterschiedliche Batterietypen zusammengelötet. Es lag an der komplizierten Art, wie er seine Sätze baute, unterbrach, erläuterte, zurückschritt usw. So zerhackte er seinen Text und es war anstrengend ihm zu folgen. Er hat auch nicht immer Herrn Jebsens Fragen verstanden, z.B.: „Was ist ein Kolibri?“ Es zeigt, dass er wenig fähig war, sich auf sein Gegenüber einzustellen, als ob er in seiner Gedankenwelt gefangen wäre. Ich habe den Verdacht, dass es nicht nur die Erdöllobby und die auf komplizierten Benzinantrieb gepolte Autoindustrie ist, die ihm Schwierigkeiten bereitet, sondern mindestens teilweise er selbst. Mich würden Hintergrundinfos interessieren, wieso seine Firma pleite ging. Übrigens, jemand anders führt jetzt eine Batteriefirma „Kolibri“. Wie ist es dazu gekommen?

    Ein inhaltlicher Mangel war, dass zuviel vom Elektroautomobil gesprochen wurde, als ob der Umstieg von Benzin auf Elektroantrieb die Problme des Individualverkehrs lösen könnte. Der befindet sich doch ganz offensichtlich in einer Sackgasse. Andere Energieformen führen da nicht hinaus, sondern nur ein Umstieg auf ÖPNV. Das wurde nicht thematisiert.

  10. Hannemann ist sympathisch, keine Frage. Allerdings wäre es schön gewesen, wenn Jebsen zumindest mal darauf eingegangen wäre, dass Hannemanns Unternehmerschaft durchaus umstritten ist. Was ich in diesem Artikel gefunden habe, macht zumindest skeptisch:

    https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2012/loyalitaet/kurzschluss

    Das kann bei einer guten Recherche zum Thema doch nicht übersehen worden sein. Weiß jemand mehr?

    • Ja heiligs Blechle!
      Danke für den Artikel. Den Hintergrund kannte ich gar nicht. ôÔ
      Da lag ich ja rein instinktiv mal richtig..
      Vorsichtig weise ich auf die Existenz eines Videos auf youtube hin: watch?v=tpUB3LvM4Jo

  11. Öhmm????? Wo wollt Ihr denn Alle hinfahren? Weltumrundung mit Tesla, boah ey?!
    Es wäre für den Planeten und Alle gut (vielleicht eine Möglichkeit, irgendwas zu „retten“) , sich um sein direktes Umfeld zu kümmern und in sich zu gehen mit der Frage, wo muss ich eigentlich wirklich hin und nach Möglichkeiten zu schauen, unsern Mobilitäts-Radius zu begrenzen. Diese kapitalistische Imperativ der sog. Mobilität hat uns dahin gebracht, wo wir jetzt sind…Es gibt keine „grüne“ beziehungsweise „unschädliche“ Energie. Wie waldbaer schon erwähnte: D.C.Fleck hat das schon oft auf den Punkt gebracht. Nochmal Danke dafür.

    • Nujaa.. Dein Nickname sagt es doch schon ;o)
      Stell Dir vor, ein waldbaer in Semesterferien, eine lustige Clique und eine Schnapsidee.
      Morgens Zelte ins Auto, alle rein und los. Paar Zwischenstopps, Fahrerwechsel, etwas Zoff, weil einer die Karte nicht richtig lesen kann.. Am Abend dann den Sonnenuntergang an der Dune de Pilat mit Rotwein..
      Sowas muss auch mal sein können ;o)

    • Lieber Waldbaer,
      …ich hatte nicht gehofft, sowas hier zu hören…sehe ich ganz genauso….Unimog,608er,410er… 6-8 Leute im Auto 2,5Tkm vor sich Richtung Pgal… Fahrerwechsel…Zoff…hast Du schön beschrieben. Genau das soll und „muss“ sein… aber das geht nicht elektrisch…da fehlt ,abgesehen vom Saft, die Atmosphere… War ein schöner Morgengruss….

    • …wenn wir es irgendwie schaffen, Panzer und Kampfjets nicht fliegen/fahren zu lassen, können wir uns, denke ich, Ausflüge, wie von Dir und mir beschrieben, en masse erlauben… Je mehr „günstige“ und „grüne“ Energie, desto mehr Verbrauch aller Ressourcen. Wenn Energie verbraucht wird, kommt die irgendwo her. Die Sonne ist auch endlich…nur sind wir dafür zu beschränkt, das zu sehen in unserem Minileben mit dem „Riesenhirn“… In 100 Jahren wird die „Wissenschaft“ vielleicht „erforscht“ haben, dass durch WindKWs die Luftströme sich geändert haben…das Wetter dadurch verändert wurde…etc. pp. Wir gehen in unseren Diskussionen meisten von der „humanen“ Unfehlbarkeit aus…
      Danke nochmal für den Ausflug nach Arcachon…

    • Ja jetzt halt mal kurz. Du sagtest „Die Sonne ist auch endlich“.
      Das stimmt zwar, aber das sind ein paar tausend millionen Jahre, bis das Ding zur Roten Nova wird.
      ..
      Du hast einen UNIMOG? Und damit nach Portugal? Mann, das ist jetzt echt aber ein ziemlicher overkill [kaputtlach]
      Damit könnte man mal nach Sibiren fahren [grübel]
      Und nein, selbst wenn man tropische Regenwälder anpflanzen oder abholzen würde, oder Windräder aufstellen..
      Das Wetter hat um zehn hoch ziemlichviel (monstermäßig) mehr Energie, als das eine Rolle spielen könnte.

    • …der „overkill“ im Unimog ist schon ne Weile her…hat aber echt Spass gemacht…3Jahre lang.
      Der nächste overkill („Geschwurbele“ nach D.C.Fleck): Gedanken sind auch Energien, können ziiiemlich heftig sein… aber das ist ja eben nicht „wissenschaftlich“… Über den Rest könnn wir , müssen aber nicht streiten…Es gibt mehrere Wahrheiten… auch wenn sie nicht „bewiesen“ sind. Grüsse und einen schönen Tag.

    • Jeck, ich denke es gibt viele Perspektiven einer Wahrheit bzw. verschiedene Formen einer Wahrheit, genauso ist es mit Energie. Es existieren verschiedene Formen von Energie (kinetische, potenzielle, chemische, elektrische etc.), aber letztendlich ist es alles Energie, lediglich die Frage der optimalen, nutzbaren, umsetzbaren, geeigneter Form aus der Perspektive des Individuums steht im Fokus.
      In der Quantenphysik ist Information oder Masse auch im letztendlichen Sinn eine Form von Energie, jedoch im direkten Sinn, ist weder Information oder Masse gleich Energie, sondern eine Form die in diese umgewandelt werden kann.
      Bis jetzt haben wir noch kein Werkzeug erschaffen können, dass wir Information oder Masse direkt in die für den Menschen gewünschte Energieform umwandeln können. Es geht alles noch müßig über lange Umwegsketten, ähnlich wie bei der Umwandlung im Verbrennungprozess von chemischer zu elektrischer Energie, diese für den Gebrauch nutzbar zu machen.

      Zurück zum Thema: warum bis jetzt die Bevölkerung keine dezentrale autarke Energieversorgung hat.
      Ich glaube die Antwort auf diese Frage wissen viele. Man kann damit keine Kriegsgeräte logistisch optimal verschieben oder Menschen massenweise meucheln, ergo Krieg führen.
      Angenommen, die Physiker damals hätten anstatt der Atombombe über Solarenergie einen Todeslaser der genauso viele Menschen auf dem Gewissen hätte, wir würden heute uns kaum noch vor Solaranlagen retten können.
      Da ist der aktuelle Beitrag von Dirk Pohlmann sehr aufklärerisch erheitern; „Wer ist der Souverän?“ … geht es in die ungewünschte Richtung, dann winkt das Militär oder die mit verwobene Finanzdiktatur mit Ausnahmezustand.

    • Jau, Son Snow, wie Du schreibst:“…im direkten Sinn“, das bedeutet doch, auf die Perspektive des Menschen bezogen. Doch seit Jean Gebser und K.Wilber könnte uns klarer sein, dass unser perspektivisches (direktes) Sehen ein Wahrnehmen eines verdammt kleinen Ausschnittes ist, der (nochmal) verdammt abhängig ist von Unserem Standpunkt. Der auch wieder sehr eingeschränkt ist. Naomi Klein schlägt jedem die Frage vor :“Wo ist der Trump in Dir?“. Das ist letztendlich das Ideal auf das seit Jahrzehnten erzogen wird…zu Hause, Kiga, Schule usw. …“wir würden in Solaranlagen ersticken“ wenn damit Kriege geführt werden könnten…Demnächst haben wir den automobilen E-Gau auf der Strasse. Dann wird mit den Kilowatt anstatt PS geprahlt. Ob ich als Radfahrer von einem Benziner oder einem Eer überfahren werde…. Die Ebikes auf den Fahrradwegen nerven… sind doch eigentlich Mopeds, oder? Ob mit Superbatterie oder nicht. So kriecht die automative „Mobilität“(…schneller, einfacher,“umweltfreundlich“,…)noch in die letzten Winkel.
      …lasst uns etwas demütiger werden, eigentlich ist schon Alles da, was wir brauchen. Wir schaffen ja nicht einmal das, was da ist, sinnvoll zu nutzen…
      Gruss und Dank

    • Jeck, ein weiteres Beispiel über die Perspektiven der Wahrheit kann ich noch nennen.
      Vor 18 Jahren als naiver Schüler der zum ersten Mal im Chemieunterricht etwas von Synthese von Wasser und damit die Funktionsweise von Wasserstoff-Brennzellen lernte, dachte ich mir, faszinierend, damit sollten die Menschen doch eine Lösung für Energiespeicherung sowie regenerative Energieversorgung haben, damals hatte ich mich auch gewundert warum die Norweger nicht einer der Pionierstaaten sind in Europa die mit Brennstoffzellentechnologie führen.
      Die können irre viel Strom mit Wasserkraft erzeugen und den Überschuss für die Erzeugung von Wasserstoff umleiten; an Wasser sollte es nicht scheitern.
      Nun hatten damals die Lehrer ihre Perspektive der Wahrheit erläutert, warum man das nicht realisieren konnte; zu gefährlich, technisch nicht ausgereift, Wirkungsgrad zu gering und zu teuer, also immer das gleiche Geschwätz.
      Viele Jahre später kenne ich nun andere Perspektiven der Wahrheit, warum das Sinnvolle nicht funktionieren darf;
      Großraum Geopolititk, Krieg- und Ölindustrie damit auch letztendlich die Finanzindustrie.

      Wer naiv nur die eine Perspektive der Wahrheit hinterher jagt und vom noblen zivilisatorishen Traum der kostenfreien autarken regenerativen Energienutzung für alle träumt, der endet wie Nikola Tesla; es ist eine Schande, dass ein Unternehmen seinen Namen im kapitalistischen Edisonmanier missbrauchen kann.

      Ich bin der Überzeugung, dass die Souveränität sowie die Umsetzung dieses Energiestreben nur abseits vom Fokus des System stattfinden kann. Technisch machtbar war diese schon vor vielen Jahren, doch gibt es Reibunskräfte die den Wirkungsgrad sofort nach unten drücken, sobald das System davon Wind bekommt.

  12. Sau gutes Interview.
    Is´ klar, in D hat niemand Interesse, den Steinzeitlichen Mega-Konzernbossen Konkurrenz zu machen. Deshalb sitzen auch ihre, von uns gewählten repräsentativen Konzern-Vertreter gut gepolstert im DBT.

    Wer Transrapid fahren will muss schon nach Shanghai Airport – Zentrum
    https://www.youtube.com/watch?v=kI8yxxN1iis

    Hier ein kleiner Überblick, was man anstellen muss, um selbst erzeugten Strom an Andere weiter zugeben.
    So werden erfolgreich die nicht angepassten Ideen ausgeknockt,
    https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/gesetzeskarte.pdf?__blob=publicationFile&v=6

    Wir hatten uns zu ESM-Zeiten (2012) eine „Energiewährung in Kilowatt“ – als Parallel-Währung zum Euro – überlegt, die real immerhin zu 100% gedeckt wäre und die sich jeder selbst herstellen und dann mittels EC-Karte Waren kaufen kann.
    Die Feststoffbatterie wäre dann der Banktresor der Volksbank.

    • Und wer soll den Strom bezahlen?

      Entwicklung des Strompreises von 2005 bis 2055

      Die Verteuerung des Strompreises hält ziemlich genau mit der inoffiziellen Inflationsrate von 10,35747 Prozent pro Jahr mit. Das kann doch kein Zufall sein oder?

      Ab 2030 wird die Kilowattstunde (kWh) erstmalig über 1,00 Euro kosten und ab dem Jahr 2053 erstmalig über 10 Euro. Die Spalte C zeigt übrigens die monatlichen Kosten in Euro für eine jährliche Abnahme von 1.500 kWh.

  13. Hochinteressant und unglaublich wohltuend die Ausführungen von Mirko.
    Abgesehen von den spannenden technischen Details der Strom/Batterie-Technik empfand ich die Gefühlswelt von Mirko als ziemlich ausgewogen und so schön natürlich: die Ruhesuche in der Natur (OHNE Technik-Begleitung), das Nichtabgehobenzusein trotz schwindelerregender Firmenwert-Zahlen, die Feststellung, dass das „Höher, Schneller, Weiter“-Prinzip egal in welchem Lebensbereich, zu nichts führt, etc.
    Diese gesunde Mischung aus wissenschaftlicher Intelligenz und Lebensweisheit braucht diese Welt, um auf gesunden Füßen (oder gesunder Umlaufbahn?) zu stehen (sich zu bewegen).

    Der Inhalt des Gespräches ist für mich gleichermaßen hochinteressant als auch ernüchternd, denn es zeigt, wie in so ziemlich jedem anderen Lebensbereich auch, dass der „normale“ Mensch kaum etwas ausrichten kann, bei den festgebrannten Strukturen und Systemen (sprich: Seilschaften).
    Technik von gestern, menschliches Miteinander aus der Steinzeit, Wirtschaft=nur der Gewinn zählt, Medizin=Wirtschaft, Politik vereint alle vorhin aufgezählten negativen Merkmale. Und das alles noch miteinander fest verknüpft.
    Aufklärung ist natürlich ganz wichtig, aber wer/was bietet die Lösung?

  14. wie so oft: super beitrag!
    mich interessieren jetzt noch 2 dinge: wo kann man den speicher, von dem mirko sprach (60 x 60 x 60 cm) , kaufen und was kostet er?
    wenn beides stimmt, brauche ich noch einen anonym bleibenden elektriker, der mir das teil OHNE staatlich vorgeschriebenes smartmeter einbaut.
    für entspr. hinweise wäre ich dankbar!

  15. Ich habe mehrere Kritikpunkte:
    1. Inwieweit hat sich denn der Wirkgrad der Akkus der letzten 200 Jahre erhöht? Meines wissens nach, liegt dieser immer noch zwischen 40-60%.
    2. Durch das hohe Eigengewicht von Akkus, braucht man natürlich auch eine hohe Antriebsenergie. Was natürlich zu Lasten der Langlebigkeit geht.
    3. Wie Langlebig sind denn Akkus? 5 oder 10 Jahre und dann? Ab auf die Müllkippe?
    4. Hat sich schon mal ein Ing. die Mühe gemacht, auszurechnen wenn allein in DE alle KFZ auf E umgestellt wird, wieviel Energie man braucht, um Öl-KFZ plus Wirkgradverlust zu ersetzten? Soll dann an jeder Straßenecke ein Atomkraftwerk gebaut werden?
    5. Wer glaubt, eine Industrialisierte Volkswirtschaft wie DE mit Sonne und Wind zu ersetzten, scheint ein wenig naiv zu sein oder will gegen die Physik verstoßen. Wie soll das funktionieren, wenn zu jeden Zeitpunkt eine bereitgestellte Grundlast zur Verfügung stehen muss! Soll dann in den Dunkelphasen die Krankenhäuser geschlossen werden oder wollen sie dann laufen, wenn die Tankstellen nicht funktionieren oder wollen sie hungern, wenn sie keinen Zugriff auf Lebensmittel haben?
    6. Was soll man mit einer volatil produzierten Energie (sonne+Wind) anfangen? Wie wird aus einer volatilen Kurve eine gerade (Grundlast) Kurve? Mit Akkus, Power to Gas? Ist ja lächerlich.
    7. Was passiert mit dem Sollarzellen und Windrad-schrott nach 20 Jahre Energiewende?

    Allein diese Kritikpunkte geben Anlass über die großartige Ideologisch aufgeladene Pseudodiskussion Namens „alternative, erneuerbare Energie“ nachzudenken.

    • Kenneahnung,
      ich glaube das einige ihrer 7 Punkte nicht ganz stimmen.
      Da sind auch einige Mythen auf der Gegenseite unterwegs.
      Aber auch hier gilt selber recherchieren.

    • @ s. ist w.
      du kannst mich gern eines besseren belehren! stört mich nicht, ich hoffe du hast wenigstens einen kleinen technischen Hintergrund, sonst reden wir aneinander vorbei.

    • Ein Tesla schleppt 800 kg Batterie.
      Damit kann, ruhig fahrend, 400 km gefahren werden.
      Jemand in die Niederlände kaufte ein Tesla Gebrauchtwagen, € 80.000.
      Darin montierte er eine Wasserstoff Elektrizität Zelle, und ein Wasserstoff Tank, Kosten € 70.000.
      Auf Batterie und Wasserstoff fährt das Ding nun 1100 km.
      Einer meiner Kinder kaufte einen alten Saxo für zwölf Hundert Euro.
      Das Ding fährt mehr als 600 km mit eine Tankfüllung, das Gewicht der Saxo: 800 kg.

    • @keeneahnung

      Zu 1.
      mit dem erhöhten Wirkungsgrad ist wohl eher die Erhöhung der Energiedichte gemeint? va de Li-Ionen-Akkus können mehr energie in einem kleineren volumen speichern

      Zu 2.
      weiß man, deswegen werden akkus auch immer leichter. im Moment sind wir da an ne Grenze gestoßen, aber die Forschung am li-air-akku macht Hoffnung.

      Zu 3.
      Jeder Akku lässt sich mit mehr oder weniger aufwand recyclen, ist nur ne Geldfrage

      Zu 4.
      Ja, es wird in Zukunft halt nicht mehr jeder 2 Autos fahren können. Dass nicht einfach jedes heutige Auto durch ein e-auto ersetzt werden kann muss jedem klar werden

      Zu 5. und 6.
      Nur meine Meinung: Eine etwas eingeschränkte Sichtweise find ich. es gibt ein paar mehr Energiespeichermöglichkeiten als Akkus und power to gas. außerdem wichtig: dezentrale Energieversorgung. Bei Erwin Thoma und zahlreichen anderen funktioniert das ja auch.

      Zu 7.
      gleiche Antwort wie zu den Akkus. Recycling ist teuer, Punkt. Und ganz ehrlich: nach 20 jahren haben sich die meisten PV-anlagen amortisiert. die laufen schon bissl länger

      Insgesamt sollte man andere Energiequellen oder Speicher wie Geothermie und Wasserkraft nie aus den Augen verlieren.

      Friedliche Grüße

    • Zum Punkt 4)
      Zahlenbeispiel basierend auf getroffenen Annahmen. Fehler sind sicherlich vorhanden, Hinweise willkommen.

      Nehmen wir an das 60 Millionen PKWs in DE elktrisch unterwegs sind mit einer Durchschnittlischen jährlichen Kilometerzahl von 15000km pro Jahr und einem durchschnittlichen Verbrauch von 0,25kWh/km.
      Dann macht das an zusätzlicher Energie die notwendig ist ( ideellerweise regenerativ erzeugt) 60Mio*15000km*0,25kWh/km=225TWh (tera Watt Stunden). Bezogen auf die Energie, die zum Fahren notwendig ist. Da sind die Wintermonate mit Heizung im PKW und LKWs noch nicht drin.
      Allgemein:
      Deutschland hat einen täglichen Leistungsbezug von 60 bis 80GW pro Tag. Aufs Jahr hochgerechnet entspricht das einer Energie von 70GW*365T*24h/T)=613,2TWH pro Jahr. Auf diesen Wert kann dann der oben berechnete Wert von 225TWh addiert werden der zusätzlich notwendig wäre, wenn von heute auf morgen 60mio PKW elektrisch unterwegs wären.
      Auf Agora – Energiewende sind anschaulich wiedergegeben die Verbräuche und Erzeugnisse an Energie als auch die exakte Aufschlüsselung von regenerativer und konventioneller Energieerzeugung.

      https://www.agora-energiewende.de/

      Mit diesen berechneten Werten kann man nun hingehen und sich ausmalen/überschlagen wie viel erneuerbare Energien noch notwendig sind bzw. wie viele Windkraftwerke noch gebaut werden müssten, damit DE zu 100% regenerativ am Start ist und mit 60mio ePKWs. Windkraftwerke sind bevorzugt gewählt, da Solarzellen idR. nur in den Sommermonaten helfen, aber in den 6 grauen Wintermonaten nur wenig Beitrag leisten. Wind ist über den Sommer und Winter gesehen konstanter vorhanden. Es sei denn es gibt hinreichend große Speicher, die die Energie der Solarzellen für den Winter zwischen speichern können.

    • Keeneahnung,
      ich gebe gerne zu, dass mein technischer Verstand nur mäßig ausgeprägt ist.
      Ich muss, z.B den Wirkungsgrad von Motoren nachschauen.
      Auch bei Praxistest’s von Elektro-Autos muss ich mich mehr oder weniger auf Aussagen der Tester verlassen können.
      zu:
      „4. Hat sich schon mal ein Ing. die Mühe gemacht, auszurechnen wenn allein in DE alle KFZ auf E umgestellt wird, wieviel Energie man braucht, um Öl-KFZ plus Wirkgradverlust zu ersetzten? Soll dann an jeder Straßenecke ein Atomkraftwerk gebaut werden?“
      Das ist bestimmt nicht notwendig.
      Es wäre natürlich wünschenswert wenn man E-Autos mit regenerativer Energie betreibt.
      Das das in unseren Breiten zu 100% umsetzbar ist – wäre auch für mich fraglich.
      Wenn man diese Energie z.B. in einem Gaskraftwerk verstromt, hat man weniger Immission, weil man die Abgase besser rausfiltern kann. (muss natürlich kontrolliert werden)
      Es gibt Berechnungen, dass der Faktor 2,5 der Energieausbeute ist. Ob das so stimmt, kann ich ihnen nicht beweisen.
      Das es Verluste im Leitungsnetz gibt- ist schon klar..
      Es erscheint mir aber logisch.
      Bei YouTube gibt es Beiträge von einem Herrn Lüning, der viel über Elektromobilität macht. (er hat ne Ingenieur- Ausbildung im Fahrzeugbau – handelt aber jetzt mit Whisky)
      Mann kann da einiges lernen –> im Bezug auf Elektromobilität.
      Die politischen Ansichten dieses Mannes teile ich nicht.

    • Wer sagt denn, dass Deutschland 60 Mio. Fahrzeuge braucht.
      Die meiste Zeit des Tages stehen die Kisten rum und verstopfen die Innenstädte.
      Ich glaube, dass weis auch die Autoindustrie.
      Ich glaube, das wir uns vom Statussymbol des Autos verabschieden werden.
      In der jungen Generation (in den größeren Städten) ist das schon angekommen.

    • @ Nino
      1. schau bitte nach was man unter wirkgrad versteht! was du meinst ist die Effizienz! wirkgrad =von 100% Input im verhätniss zum Output. das die zellen kleiner werden und durch steuerungstechnik zwischen den zellen eine höhere Energieeffizienz erreichen, werde ich auch nicht bestreiten, was ich aber bei akkutechnik der letzten 200jahre nicht sehe, ist eine Steigerung des wirkgrades.
      2. zu deiner Anmerkung punkt 5+6. es geht hier nicht um Meinungen, sondern um physikalische Logiken. ich erinnere mal an die kirchhoffsche Gesetze. weiterhin gebe ich zu bedenken, dass das DE Stromnetz ein technisches System ist. vor der „energiewende“ gab es im jahr ca. 3-10 netzeingriffe. z.z. sind es 2000-3000 pro jahr. es ist nur eine frage der zeit, bis ein ruhiges/steuerbares System in ein chaotisches System kippt.
      3. mir ist es völlig egal, wenn sich dörfer o. kleinstädte autark organisieren, nur sollen diese nach Möglichkeit aus gründen der netz- und Versorgungssicherheit keinen Einfluss in das bestehende netz haben.

      @ Chris
      ich kenne die zahlen, wollte es nur nicht so genau beschreiben. denn noch ausgezeichnet!

      @ all

      neben den technischen Argumenten, gibt es natürlich auch ökonomische!
      wenn der „Staatenbund“ „Klimakonferenz“ u.a. Pseudoorganisationen es zulassen, dass der Preis für „fossile“ Energieträgern kommerzialisiert ist (Börsenwerte) und nicht durch Regularien (überstaatlich) stätig erhöht wird, natürlich mit ausgleichs-(zahlungen) an den ärmeren teil der Bevölkerungen, dann werden sämtliche Investitionen in „nachhaltige“ Projekte nicht erfolgen. denn wieso soll ein unternehmen in Forschung und Entwicklung investieren, wenn der öl-preis von gestern 150$ auf morgen 50$ sinkt??? genug brachliegende Projekte kann man weltweit beobachten!
      das ist auch der Hauptgrund, wieso hr. Hannemann keine Förderung seitens unternehmen oder Staat bekommt!

    • zu 4.
      Der wirkungsgrad von Öl-KFZ liegt be nicht optimalen Betriebszuständen, was der Normalfall ist, bei um die 25%. Der Wirkungsgrad von E-Autos inklusive Ladeverluste ist bei 65%.
      Hier ein Zitat aus Wikipedia zum Elektroauto:
      Nach Valentin Crastan hat ein Benzinfahrzeug einen durchschnittlichen Tank-to-Wheel-Wirkungsgrad von 20 %, womit bei einem Verbrauch von 6 Litern pro 100 km 52,6 kWh Energie aufgewendet werden müssen; die mechanische Nutzenergie beträgt dabei 10,5 kWh. Ein Elektrofahrzeug weist dagegen einen Wirkungsgrad von ca. 65 % auf, was einen Elektrizitätsverbrauch von 16 kWh/100 km ergibt.[219] Andere Quellen geben etwa 70 bis 80 % an.

  16. Ich habe mir dieses Video nur wenige Minuten angeschaut. Dann nach technischen Details in der Beschreibung gesucht, denn bei „Battererie-Technologie“ geht es eigentlich nur um Energiedichte. Wieviele Kilogramm Gewicht muss man pro Kilowattstunde Energie mit rumschleppen, um wie weit zu kommen. Das ist in der Tat der Knackpunkt.
    Habe im Beitrag keine Details gefunden.
    Benzin hat immer noch vom Verhältnis Gewicht/Energiedichte die Nase vorn. Also wenn mir da einer behauptet, er hätte das besser erfunden, dann.. kaufe ich dem keinen Akku ab.
    Ich bräuchte exakte technische Daten zum nachrechnen.
    Tesla stellt die Daten ins Netz, und über die kann jeder mal drübergucken und selber sehen. Hier nicht.
    Und was Tesla so schreibt..
    Liebes Team KenFM, das war eine schöne Form von Propaganda. Technisch.. Nachgerachnet ist das gelogen. Behaupte icht. Ich bin ein technischer Waldbaer: ich fresse Daten. Wo sind die?
    Ken, ich glaub, diesmal biste reingefallen..
    Berufspendler innerhalb von 100km geht SUPER GUT!
    Aber mal eben von Berlin nach Gibraltar – aus pragmatischer Sicht unmöglich. Noch nicht mit Elektro, es sei denn, man ist steinreich. Mit Benzin war ich schonmal da, mit Benzinauto, kurz mach Abitur. Das ist aber auch schon wieder 30 Jahre her.
    Wie willste einfach mal so von Karsruhe nach Arcachon zum baden fahren..

    • An dem Bericht ist nichts gelogen. Herr Hannemann hat seinen Audi erst nach der Ankunft in Berlin Dreilinden kurz nachgeladen. Da waren es bereits 607km ohne Aufladung.

      Da die Fahrt in der Nacht war, benötigte er Licht, Heizung und das Radio lief auch.

      Für die Fahrt zum Wirtschaftsministerium hätte er jedoch nicht nachladen müssen
      Ergebnis: Fast 630km hätten geschafft werden können.

  17. Hier diskutieren Fachleute, aber ich war einfach begeistert erstmals über KenFM von diesen Leuten wie Hannemann zu erfahren. Ein Freund von uns ist Physiker, inzwischen „hochbetagt“, aber er entwickelt gerade eine Quelle von Stromerzeugung für Sportschuhe … wenn ich das richtig verstanden habe. Jedenfalls habe ich gleich den Link von diesem Gespräch weitergegeben. Ich bin einfach begeistert, wenn es genug „verrückte“ Leute gibt, denn sie bringen die Menschen weiter. In dem Gespräch war viel hineingepackt – dass Erfindungen oft unterdrückt werden, weil es Finanzinteressen entgegenstehen.

    Ein großes Danke an Ken Jebsen, der ja auch so Querdenker wie Aicher zu Wort kommen lässt.

    39 Jahre als verbeamtete Lehrerin gut überstanden, hatte auch viel Spaß mit den mir anvertrauten Kindern.- sonst klappt Lernen einfach nicht. Jedenfalls haben mich die Kinder auch viel gelehrt und ich war dankbar für diese spannenden Erfahrungen. Aus meiner Biografie heraus versuchte ich mich eher anzupassen – aber aber einen Kern konnte ich nicht unterdrücken: Ken Jebsen sagt – meine Zielgruppe ist der Mensch. Ich liebe diesen Ausspruch, weil ich ihn in meinem Beruf umsetzen konnte. Querdenker und friedliche Rebellen aller Länder vereinigt euch – das wäre mein Spruch gegen die maßlosen und zutiefst selbstzerstörerischen „Eliten“. Das kann ich jetzt sagen, weil ich in Pension bin und endlich Zeit dafür habe, den „Nachrichten“ auf den Grund zu gehen.

  18. Ich habe mir nur mal den Begleittext durchgelesen und stelle mir nun die Frage, warum eine Technik aus dem 18. Jahrhundert ein klein wenig aufgepeppt wird und in Serienfahrzeugen verwendet werden soll, die zudem noch in höchstem Maße von seltenen Materialien abhängig sein werden, die nicht vor der Tür „wachsen“, sondern nur wieder durch Eroberungskriege zu erschwinglichen Preise erhältlich sind.
    Weiterhin ist die CO2-Bilanz dieser Technik, allein schon bei der Herstellung mehr als fraglich?

    Ein Elektoauto ist erst Sinnvoll, wenn es keine Batterien mehr benötigt, die Strom speichern. Und selbst diese Technik wurde Anfang des 20. Jahrhunderts bereits entwickelt, wie es aussieht, aber leider wegen der Ölgesellschaften verhindert, wie es auch heute noch der Fall ist. Diese Technik mit den heutigen Fertigungsmöglichkeiten aufgepeppt. wäre zukunftsfähig, eine Alternative wären Wasserstoffantriebe, aber in keinem Fall Batterien/Akkus. Die gehören höchtens in Spielzeuge und nicht in fortgeschrittene Technik.

    Fazit: Alles Augenwischerei mit der Batterietechnik und kaum einer merkt’s.

    • Ich glaube nicht, dass es Augenwischerei ist. Herkömmliche Batterien sind nicht feuerfest und explodieren.

      Hannemanns Akku (keine Batterie) ist nicht nur feuerfest, sondern auch schusssicher und es kann auch ein Lkw drüber fahren. Also auch für den Katastrophenschutz einsetzbar, z. B. THW.

  19. Elektromobiler Individualverkehr im kapitalistischen System oder nur ein weiteres Pflaster für den metastasierenden Tumor.

    Elektromobilität und Nachhaltigkeit – sind E-Autos wirklich grüner?
    13. August 2016 von Manfred Prescher

    Elektroautos fahren ohne direkten Schadstoffausstoß, die Elektromobilität ist daher also „grün“ in ihrer unmittelbaren Umgebung. Doch in Sachen Nachhaltigkeit bleibt bei der Elektromobilität trotzdem noch reichlich Entwicklungsbedarf…

    (…)
    Halbes Kilo Seltene Erden pro Hybrid-Elektroauto

    Autos mit Elektromotor schonen die Umwelt dort, wo man sie fährt. Das heißt allerdings nicht, dass es um ihre Nachhaltigkeit so gut bestellt ist, dass global denkende Menschen unbedenklich zugreifen können.
    Es hakt und zwickt noch in zwei Bereichen: Erstens ist die Herstellung extrem ressourcenfressend (siehe: Elektroauto-Rohstoffe werden knapp) und daher alles andere als nachhaltig. Zweitens ist bei der Elektromobilität der Treibstoff ein zentrales Thema.
    Schon die Fertigung elektrischer Autos ist aufwendig. Der Antriebsstrang gilt als höchst problematisch, so Jörg Grotendorst, Geschäftsführer von Siemens eCar Powertrain: „Die momentan verwendeten Elektromotoren brauchen die sogenannten Seltenen Erden, etwa Neodym oder Dysprosium. Diese lassen sich nur schwierig gewinnen und verarbeiten.“ Grotendorst, unter dessen Führung man an neuen Antriebs- und Ladekonzepten forscht, erklärt, dass der Abbau der Seltenen Erden die Umwelt massiv schädigt.
    „Für einen Hybridmotor wird beispielsweise je nach Leistung rund ein halbes Kilo an Seltenen Erden aufgewendet“, so Grotendorst. Diese Erden, die eigentlich Metalle sind und in Kleinstmengen in der Natur vorkommen, stellen ein besonderes Nachhaltigkeitsproblem dar: Will man an sie herankommen, braucht es mehrere hundert Arbeitsschritte. Bei jedem Schritt muss sehr viel Energie eingesetzt werden, auch fallen dabei große Mengen an giftigen, häufig sogar radioaktiven Rückständen an.
    https://utopia.de/fragen/elektromobilitaet-nachhaltigkeit/

    Auto-Trends: Kunststoffeinsatz im Fahrzeugbau steigt weiter
    Leichtbau mit Kunststoffen
        
    Der Kunststoffanteil in Kraftfahrzeugen steigt stetig. Grafik 2 zeigt den durchschnittlichen Gewichtsanteil reiner Kunststoffe – ohne Verbundwerkstoffe und verstärkte Kunststoffe – in einem Auto. Schließt man verstärkte oder Kompositkunststoffe ein, liegt das Gewicht synthetischer Materialien pro Auto fast doppelt so hoch. PKWs bestehen heute zu 15 % oder mehr aus Kunststoffen und Kunststoffverbundwerkstoffen. Frost & Sullivan prognostiziert eine jährliche Gewichtszunahme von Polymerwerkstoffen pro Auto um 1,8 % bis 2019. Haupttreiber ist die mit den leichten Materialien erzielbare Gewichtsreduzierung. Im Mittel ersetzen 100 kg Kunststoff etwa 200 bis 300 kg herkömmlicher Werkstoffe.
    https://www.chemanager-online.com/news-opinions/grafiken/auto-trends-kunststoffeinsatz-im-fahrzeugbau-steigt-weiter

    Wie steht’s mit dem E-Auto?

    Das E-Auto soll kommen. Doch wie alltagstauglich ist es? Und ist es wirklich umweltfreundlicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor? Viele Fragen – hier die Antworten.
    (…)
    Wie sollen sich Menschen mit geringem Einkommen ein E-Auto leisten?
    Autos – und nicht nur E-Autos – sind teuer, auch im Unterhalt. Deshalb verzichten schon jetzt viele Menschen freiwillig oder gezwungenermaßen auf ein eigenes Auto. Künftig brauchen wir ein gerechtes, bezahlbares Verkehrssystem, das Mobilität ohne eigenes Auto sicherstellt. Nur so entfällt der Wunsch oder Druck, ein eigenes Auto zu besitzen. Doch der heutige Verkehr ist auf das private Auto ausgerichtet und bevorzugt Menschen, die sich ein Auto leisten können.
    https://www.greenpeace.de/themen/energiewende/mobilitaet/wie-stehts-mit-dem-e-auto

    E-Mobilität: Ökobilanz von Elektroautos
    E-Autos: Zweifel am ökologischen Sinn der neuen Fahrzeuge
    15.07.2017 09:31 | von Peter Krajewski

    Grundsatzfrage bleibt offen
    Was in der UPI-Studie – und in der Diskussion um Elektromobilität generell – nur am Rande vorkommt, ist das Thema Öffentlicher Verkehr. Das Paradigma des motorisierten Individualverkehrs ist als Norm gesetzt, Alternativen kaum berücksichtigt.
    (…)
    In jeder Lithium-Batterie stecken Seltene Erden und andere Rohstoffe, die oft unter mehr als zweifelhaften Bedingungen in Schwellen- und Entwicklungsländern gefördert werden. Die Entsorgung beim Verschrotten der Fahrzeuge ist ein zusätzliches Problem.
    http://www.chip.de/artikel/E-Mobilitaet-Oekobilanz-von-Elektroautos_115720044.html

    Unterm Strich steht ein weiteres Zurückfahren offentlicher Verkehrsmittel. Ganz davon abgesehen daß es diese (ÖV), die den Namen verdient hätten, bereits nicht mehr gibt. Nur noch ein trauriges Flickwerk.
    Dazu kommt die private Verschuldung für das zweifelhafte Gefühl von Individualität.

    Jedes Jahr einen Jahreswagen, nicht alle aber manche schon. Jeden Tag weiterhin im Stau. Zuzüglich einer mehr und mehr verfallenden Infrastruktur. Was evtl. nicht schlecht ist, bleibt theoretisch mehr Platz für die Natur.

    Gleich fiel Müll für Afrika und Indien, China ist aus europäischem Müll ausgestiegen, aber immerhin produzieren die nun auch genug Eigenen.

    Umweltzerstörung und Gesundheitsgefährdung dort wo die Rohstoffe für die Fahrzeuge gefördert werden.

    Keine Sorge um die Aktionäre, die werden zum rechten Zeitpunkt umsatteln und schließlich haben die Privatjet und wohnen da wo’s noch schön ist.

    P.S.: Ich erinnere mich in den 90ern einen Artikel gelesen zu haben, daß zu diesem Zeitpunkt die Fahrzeugdichte in LA, neunzig auf einhundert Einwohner war.

    • Zum Punkt Elektromotoren, es gibt grundsätzlich zwei Typen die Infrage für Elektromobilität kommen:
      1) Synchronmaschine
      2) Asynchronmaschine

      Für den Einsatz von Synchronmaschinen spricht der Wirkungsgrad. Der hohe Wirkungsgrad wird u.a. dadurch erreicht das der Rotor des Motors permanent erregt ist, also aus Magneten bestehend. I.d.R. NeFeB seltene Erden aus China geschürft. Der Rotor könnte aber auch fremderregt realisiert werden. Dagegen sprechen höhere Verluste, als auch Bauraum Bedingungen.

      Asynchronmaschinen gibt es von Hause aus ohne permanent Magneten. Tesla zeigt das Asynchronmaschinen sich als Antriebsonzept von Leistung und Wirkungsgrad lohnen. Die Hauptmaterialien von Asynchronmaschinen sind Kupfer und Eisen (Elektrobleche). Wie sie u.a. in Transformatoren eingesetzt werden.

      Zum Punkt seltene Erden:
      1) Seltene Erden gibt es Mengen mäßig genug. Der Begriff seltene Erden bezieht sich auf die a) Menge in der seltene Erden pro m³ vorkommen; dieser Wert ist tatsächlich klein, es muss also wahnsinnig viel Erde durchforstet werden um auf entsprechende Mengen zu kommen. b) Wie viel die Staaten mit Vorkommen bereit sind zu schürfen.
      c) Die Art des Schürfens ist sicherlich auch nicht die umweltfreundlichste.

      2) Da die Vorkommen im asiatischen Raum sehr groß sind und im Westen gegen Null gehen und die Amerikaner schwierigkeiten mit den Chinesen haben, setzt Telsa auf Elektromotoren ohne selten Erd Magneten.
      Wohingegen Europa bessere Beziehungen hat und sich deswegen hier leichter Motoren mit selten Erd Magneten aus China bauen lassen. Theoretisch ist das KnowHow da alles Elektroautos aus Europa kommend auch mit Asynchronmaschinen zu bauen.

      Zum Funktionsprinzip von Elektromotoren:
      https://learnengineering.org/how-does-an-induction-motor-work/ Induction Motor entspricht der Asynchronmaschine auch alle anderen Typen sind auf der Seite zu finden

      Zu den seltenen Erden:
      https://www.golem.de/news/seltene-erden-wie-wertvoller-schlamm-fuenf-kilometer-tief-im-meer-entsteht-1804-133951.html

    • Ich habe das Buch gelesen.
      Es bestätigt was ich schon wusste, es gibt kein CO2 Problem.
      Was es deutlich macht ist wie diese Hysterie entstehen konnte.
      Clive Ponting, ‚A green history of the world‘, 1992, London
      Brian Fagan, ‚The LITTLE ICE AGE, How climate made history 1300 – 1850‘, 2000 New York
      Le Roy Ladurie, ‚Histoire du climat depuis l’an mil‘, Paris, 1983
      Fred Hoyle, Sir, FRS, ‚Ice: A chilling scientific forecast of a new Ice Age‘, 1981, 1982, Sevenoaks
      John G. Lockwood, ‚Causes of Climate‘, London 1979

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