Missing Link to Ola Frithiofson

Die “Schwedische U-Boot-Affäre” der 80er Jahre gilt unter Fachleuten als die weltweit erfolgreichste Operation der psychologischen Kriegsführung.

In der Amtszeit von US Präsident Ronald Reagan drangen angeblich sowjetische U-Boot in hunderten Fällen in die schwedischen Gewässer ein, insbesondere in den sogenannten Schärengarten vor Stockholm und die Region vor dem Marinehauptquartier Süd bei Karlskrona. Damals wurde behauptet, die U-Boote Einsätze dienten Kriegsvorbereitungen. Merkwürdigerweise zur gleichen Zeit, während Olof Palme seine “Gemeinsame Sicherheitspolitik” mit den Sowjets und dem Warschauer Pakt verhandelte.

Warum die Sowjets, deren maroder Staat unübersehbar bröckelte, ausgerechnet die Entspannungspolitik von Olof Palme und Egon Bahr (der sie im Auftrag Palmes entwickelt hatte) torpedieren wollten, war bereits damals unter rationalen “cui bono” Gesichtspunkten nicht zu verstehen; aber die westlichen Medien im Allgemeinen und die schwedischen im Besonderen berichteten ausdauernd und in völliger Übereinstimmung mehr als 10 Jahre über sowjetische Operationen in Schweden. Nur sehr selten wagten es einzelne investigative Journalisten, die Thesen der herrschenden Berichterstattung in Frage zu stellen. Sie wurden schnell und effektiv durch den Vorwurf, absurde antiamerikanischen Verschwörungstheorien verbreiten zu wollen ins Abseits gedrängt, und hatten danach mit beruflichen und persönlichen Konsequenzen zu kämpfen.

Heute ergeben die Indizien ein klares Bild. Es gab die gesichteten U-Boote wirklich, aber es waren amerikanische, britische und italienische U-Boote und Mini-U-Boote. Kein einziger Fall eines sowjetischen Geister-U-Bootes ist mehr übrig, im Gegenteil, alle Beweise sprechen heute ausnahmslos für westliche U-Boote.

Die erfolgreichste Täuschungsoperation aller Zeiten bestand zu 100% aus Fake News, produziert und verbreitet durch die CIA und eine intern als „Komitee für Täuschungsoperationen“ bezeichnete Gruppe von Stellvertretern der wichtigsten US Ministerien unter der Leitung von CIA-Chef Bill Casey. Sie produzierten ihre eigene gefälschte Realität und inszenierten Fake News, die von den „Qualitätsmedien“ begierig aufgegriffen wurden.

Falls es einer Erinnerung bedarf, wie fehlerhaft, korrupt und gefährlich ein Konzept des „Faktenchecks“ durch sogenannte „Qualitätsmedien“ nach der kriegsvorbereitenden „Brutkastenlüge“ 1991 vor dem ersten US-Golfkrieg und den angeblichen „Massenvernichtungswaffen“ vor der US-Invasion des Irak 2003 ist, sollte die schwedische Täuschungsoperation der Regierung Reagan als bestes abschreckendes Beispiel dienen.

Reagans Täuschung verhinderte Olof Palmes erfolgreich begonnene Entspannungspolitik zugunsten einer blockfreien Welt, die im direkten Gegensatz zu den US-Plänen stand, die Welt als einziger Hegemon zu beherrschen, eine Strategie, deren Grundideen später als „Neues Amerikanische Jahrhundert“ bezeichnet wurden.

Olof Palme wurde in Schweden und weltweit entweder geliebt oder gehasst. Ähnlich wie Dag Hammarskjöld besaß Palme im Übermaß, an was es beiden Supermächten so sehr mangelte – Integrität. Deshalb wurde er zum Ziel von machiavellistischen Machenschaften von Geheimdiensten der westlichen Welt.

Beider Leben und Wirken, Palmes und Hammarskjölds, wurde höchstwahrscheinlich durch politische Morde beendet. Wer das als Verschwörungstheorie bezeichnet, sollte bedenken, dass Michail Gorbatschow ein Anhänger dieser These ist. Sein geplantes Treffen mit Palme, mit dem große Erwartungen verbunden waren, wurde durch den Mord wenige Wochen zuvor verhindert. Gorbatschow sagte, dass er nicht an die Tat eines einsamen Irren glaube, sondern an einen politischen Mord von Akteuren, „die nicht wollen, dass es eine bessere Welt gibt.“

Durch eine Reihe von Interviews mit schwedischen Zeitzeugen ermöglicht Dirk Pohlmann einen umfassenden Einblick, was sich damals in Schweden abspielte, und welche Bedeutung die Ereignisse für die westliche Welt hatten. Die Geschehnisse müssen in ihrem geschichtlichen Umfeld betrachtet werden, sie haben Auswirkungen bis in die Gegenwart, nicht zuletzt, weil sich seit 2014 angeblich erneut feindliche U-Boote in schwedischen Gewässern herumtreiben. Diesmal sollen es russische U-Boote sein. Erneut ist die Cui Bono Frage zu stellen. Versucht Wladimir Putin, die neutralen Schweden in die NATO zu treiben?

Die schwedische U-Boote-Affäre war kein regionales Problem mit regionalen Auswirkungen. Sie war Teil eines Kampfes um die weltweite Vorherrschaft, eine Kampagne gegen die außenpolitischen Ideen der europäischen Sozialdemokratie und ihre damals machtvolle Zukunftsvision. Reagans Täuschungsoperationen waren Kernstück einer erfolgreichen Strategie der USA, zum weltweiten Hegemon aufzusteigen. Sie nutze militärische Special Operations Einheiten um mit Fake News eine den US-Interessen genehme mediale Realität zu produzieren. Weil diese Strategie so immens erfolgreich war, wurde sie zum Modell für weitere Operationen, beispielsweise in Libyen, der Ukraine und Syrien. Die erprobten Verfahren werden auch in Zukunft eingesetzt werden – bis ihre Effektivität erschöpft ist. Wenn viele Menschen die Täuschungsoperationen erkennen, ist ihre Wirksamkeit nicht mehr gewährleistet. Deswegen wird der Kampf um Vorherrschaft des medialen Diskurses weiter intensiviert.

Missing Link to Ola Frithiofson

In diesem KenFM-Interview spricht Dirk Pohlmann mit Ola Frithiofson über eine Zeit, in der sozialdemokratische Vorschläge für eine weltweite Entspannungspolitik den politischen Diskurs dominierten – in aller Welt. „Entspannung“ und „Wandel durch Annäherung“ waren die vorherrschenden Ideen der Außenpolitik in fortschrittlichen Kreisen, und das „schwedische Modell“ eines Sozialstaates, dessen hohe Steuern exzellente Dienstleistungen einer effektiven, korruptionsfreien Zivilgesellschaft finanzierten, standen in hohem Ansehen – oder wurden von neoliberalen Konservativen abgrundtief gehasst. Olof Palmes Schweden gewährte einen Ausblick auf die Möglichkeit eines dritten Weges zwischen Kapitalismus und Kommunismus. Das kleine Schweden war eine moralische Supermacht.

In der Ära der weltweiten US-Vorherrschaft von Ronald Reagan bis zu Donald Trump bedeutet die Beschäftigung mit der schwedischen Vergangenheit deshalb einen Ausblick in die Zukunft. Sie ist ein Weckruf insbesondere für Sozialdemokraten in Schweden, Österreich, Großbritannien und den USA (Bernie Sanders!). Der einzige Weg, der aus ihrem erbarmungswürdigen Elend hinausführt ist: „Zurück in die Zukunft“.

Ola Frithiofson war in seinen eigenen Worten „schon immer Sozialdemokrat und wird es immer bleiben“. Die Sozialdemokratie, von der er spricht ist aber nicht die moderne, stromlinienförmige, neoliberal beeinflusste eines Tony Blair oder Gerhard Schröder, sondern die eines Olof Palme, Willy Brandt und Egon Bahr.

In diesem Interview gibt Frithiofson dementsprechend nicht die üblichen wachsweichen Antworten eines Karrierepolitikers und scheut auch vor kontroversen Themen nicht zurück.

Frithiofson hat in verschiedenen Positionen für verschiedene schwedische sozialdemokratische Regierungen gearbeitet. In den frühen 80er Jahren war er der außenpolitische Sekretär der schwedischen Jusos. Damals stellte er die Verbindung zu Solidarnosc und Dissidenten in Polen her und berichtete über seine Aktivitäten direkt an Olof Palme.

Olof Palme stand damals auch in Polen für die Suche nach einem friedlichen, rationalen, freiheitlichen Sozialismus. Der schwedische Ministerpräsident hatte auch bei den Bürgerrechtlern des Ostblocks einen exzellenten Ruf.

Frithiofsons Vater war Unterstaatssekretär im Verteidigungsministerium und wusste über die eindringenden U-Boote aus erster Hand. Er sagte seinen beiden Söhnen bereits in den 80er Jahren, dass es sich um westliche, nicht um sowjetische U-Boote handelte.

Der Palme Mord, den sowohl Frithiofson als auch Pohlmann als einen politischen Mord einschätzen, aller Wahrscheinlichkeit nach in Planung und Ausführung eine westliche Deep State Operation, ist ständiger Hintergrund dieses Gesprächs.

Englische Übersetzung

The „swedish submarine incursions“ of the 80s have been called the greatest deception operation of all times.

During the reign of US president Ronald Reagan soviet submarines were allegedly intruding hundreds of times into the Swedish archipelago, training for war – while Olof Palme was trying to negotiate a „common security strategy“ with the Warsaw Pact.

Why the soviets should want to torpedo the detente-strategy of Olof Palme and Egon Bahr did not make any sense from a „cui bono“ perspective, but the western media in general and the Swedish in particular nevertheless reported in unison and regularly about soviet intrusions for more than 10 years. Rarely investigative journalists raised questions about the veracity of the story, those who did were silenced by a stream of comments about their allegedly crackpot conspiracy theories and by professional and personal consequences.

Now the evidence is piling up those sighted submarines (hundreds) were US, british and italian submarines – probably all of them. Not a single case is left where evidence points to soviet subs. On the contrary, now all evidence points to western subs.

The greatest „deception operation ever“ was all fake news, prepared by the CIA and a „deception operations committee“ of the Reagan administration, it´s staged events and fake news were transmitted eagerly by the „quality media“ for more than a decade.

If a reminder is needed how flimsy and dangerous the concept of „fact-checking fake news“ by means of „reliable quality media“ is, after the war-enabling Nayirah Kuwaiti incubator baby hoax in 1991 and the weapons of mass destruction hoax in Iraq 2003, the Swedish submarine deception should be taken into account as prime example.

It completely stalled Olof Palmes detente policy, which was in sharp contrast to Reagan´s confrontation strategy. The still unsolved murder of Olof Palme can not be understood without the submarine deception.

Olof Palme was loved and hated in Sweden and the rest of the world. Like Dag Hammarskjöld he possessed in abundance what the superpowers lacked so dearly -integrity- and became target of machiavellian intelligence operations against him.

Probably both cases ended with political murder. In the case of Palme e.g. Michail Gorbachev is convinced the murder was not committed by a lone lunatic, but by people who “didn´t want a better world.”

Through a series of interviews with Swedish witnesses Dirk Pohlmann provides a deeper understanding what happened in Sweden at that time. The events have to be analyzed in perspective, especially since there were new sightings of submarines in Swedish waters, in 2014 and 2015, now allegedly russian subs sent by Vladimir Putin – to frighten Sweden into the NATO.

The Swedish submarine crisis was not a regional event with regional effects, it was part of a struggle for world supremacy, a battle against the European social democracy and it´s then powerful vision for the future. It was a highly successful strategy for US world hegemony by deception and special operations. Because it was so enormously successful it is kept secret and became a model for similar operations, e.g. in Libya, Ukraine and Syria – and will be used ever more until it´s effectiveness is hampered by widespread recognition

Missing Link to Ola Frithiofson

In this interview with KenFM host Dirk Pohlmann Ola Frithiofson talks about a past in which social democratic ideas were formative for politics – worldwide. The concepts of “Détente” and “Change through Rapprochement” dominated discussions in progressive political circles, while the “Swedish Model” with high taxation and superb, corruption-free services for it´s citizens was a household name for those who loved it – or hated it. Olof Palmes Sweden had started to prove a third way between capitalism and communism was possible.

In the era from Ronald Reagan to Donald Trump talking about Swedens past is also providing an outlook, what social democrats from Sweden, Austria, Germany, Great Britain and the USA (Bernie Sanders!) should evaluate. The only way out of the current desperation is probably to track “Back to the Future”.

Ola Frithiofson, in his own words, “has always been a social democrat and will always be”. But what he calls social democracy is not the streamlined, neoliberal version of the British “new labour” or the german SPD, but the ideas of Olof Palme, Egon Bahr and Willy Brandt. In this interview Ola Frithiofson does not weasel away from tough questions and issues as it is so common with current career politicians.

Frithiofson has worked for several Swedish social democratic governments in various positions. In the early 80s he was the foreign affairs secretary of the swedish social democratic youth organization. He established contact to Solidarnosc and the dissidents in Poland and reported to Olof Palme about it. Olof Palme´s name meant a peaceful, rational way towards a socialism which deserves it´s name, also to the Polish population. The swedish prime minister had an excellent reputation in the dissident circles of the Warsaw Pact.

Frithiofson´s father was undersecretary of defence and had first hand knowledge about the submarine incursions. He told his two sons already in the 80s the submarines were western, not soviet.

The Palme murder, which both Frithiofson and Pohlmann consider a political murder with probable deep state planning and execution, it´s causes and effects are always present as a historical background in this interview.

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4 Kommentare zu: “Missing Link to Ola Frithiofson

  1. TEIL 2

    Was ich in dem Interview vermisst habe, ist der BEZUG ZU „GLADIO“ (bzw. der Rolle von „P2“ – „L’albero svedese sarà abbattuto“ -Telegramm von Licio Gelli (dazu weiß wohl Dr. Ganser mehr) und dem Palme-Mord:

    Wie Col. Fletcher Prouty in seinem Buch “The Secret Team“ verdeutlicht, hat die CIA schon in den 1950er Jahren die amerikanischen Militärakademien infiltriert und dafür gesorgt, dass die dortigen Lehrpläne ausgesuchte Offiziere hervorbringen, die eine sehr „rechte“ Gesinnung haben. Dank der weltweiten „militärischen Assistenzprogramme“ (MAP) wurde dieser düstere Einfluss auch auf ausländische Offiziere ausgedehnt, wodurch (kombiniert mit Zugehörigkeit zu geheimen Bruderschaften wie Freimaurer, etc.) man sicher sein konnte, für spezielle Operationen in diesen Ländern immer auf das passende „braune“ (skrupellose aber zu den US-Militärs loyale) Personal zurückgreifen zu können („Sveaborg“ in Sweden, „Gladio“ in Italien, die „Grauen Wölfe“ in der Türkei, usw.)

    Einen sehr aufschlussreichen Artikel über den Palme-Mord (basierend auf beeindruckenden, investigativen Recherchen schwedischer Journalisten) gibt es hier:

    http://www.zeit.de/1995/09/Der_Polizei_auf_der_Spur

    Wir sehen darin deutlich die Bezüge zu den „Gladio“-Strukturen und Parallelen zu „P2“: (Stockholmer Polizei und SAPO durchsetzt von „braunen“ Elementen, die die CIA immer nach Kräften unterstützt …)

    „Bei der Untersuchung der Aktivitäten der P2 wurde 1981 bekannt, dass unter maßgeblicher Beteiligung von Licio Gelli ein konspiratives Netzwerk aus Führungspersonen der Polizei, des Militärs, der Wirtschaft, der Politik, der Mafia und von Geheimdiensten geschaffen worden war. Es bestand ein ernster Verdacht, dass der Geheimbund Pläne für einen Staatsstreich entwickelt hatte und mit unter „falscher Flagge“ inszenierten Terroranschlägen der 1970er Jahre in Zusammenhang stand, was später in gerichtlichen Untersuchungen bestätigt wurde. Die P2 wurde 1982 aufgelöst und verboten“. (Wikipedia: Propaganda Due ) —- [sie lebt aber unter anderem Namen weiter]

    Solche „konspirativen Netzwerke“ gab (und gibt) es offenbar auch in Schweden … dafür sorgte der US-Hegemon und seine imperiale, britische (skrupellose) Ziehmutter mit ihren Geheimdiensten.

    Was man dringend untersuchen müsste, sind Andeutungen, dass der Palme-Mord von jenen Leuten organisiert wurde, die auch in die „Iran-Contra“ Affäre verwickelt waren (Elliot Abrams, Oliver North, Licio Gelli, etc.) Historiker, bitte geht in die Archive und sucht nach Beweisen … (soferne noch vorhanden)

    Was mir beim Zuhören erst klar wurde: die Parallelen zum Kennedy-Mord

    Die (was die CIA betrifft -absichtlich) „gescheiterte“ Schweinbucht-Invasion hat dazu geführt, dass in den Reihen des US-Militärs, der CIA und anderer „Sicherheitskräfte“ (Secret Service, FBI, rechte Elemente in der Polizei, etc.) Kennedy als Verräter angesehen wurde und damit von vielen verachtet und gehasst wurde (genau das wollte ja Dulles, um an entscheidenden Stellen des staatlichen Machtapparates Unterstützung für den geplanten Mord in Dallas zu bekommen – die „U-Boot“ Affäre bewirkte das Gleiche in Schweden). Auch JKFs geistige „Umkehr“ was das Feindbild Sowjetunion (und Kuba) betraf (seine heimliche Korrespondenz mit Nikita Kruschchev) machte ihn zur Zielscheibe:

    „…But I also believe that we must reexamine our own attitude–as individuals and as a Nation–for our attitude is as essential as theirs [the Sovie Union]. And every graduate of this school, every thoughtful citizen who despairs of war and wishes to bring peace, should begin by looking inward–by examining his own attitude toward the possibilities of peace, toward the Soviet Union, toward the course of the cold war and toward freedom and peace here at home.“

    https://www.jfklibrary.org/Asset-Viewer/BWC7I4C9QUmLG9J6I8oy8w.aspx

    „Wir müssen unsere eigenen Einstellungen überdenken“ – ein normaler Satz für einen erwachsenen Menschen, der versteht was Selbst-Reflexion bedeutet, doch kein US-Präsident danach hat je wieder so etwas gesagt … denn Amerika leidet an einer schweren psychischen Störung: Gruppen-Narzissmus, Selbstherrlichkeit und moralischer Absolutismus

    Was sagt das über ein Land, einen Staat aus, dass Politiker ermordet werden, weil sie für den Frieden arbeiten? (>MLK)
    Dass Menschen, die die bittere Wahrheit über die Rolle der USA ans Licht bringen, behandelt werden wie Verbrecher? (Assange, Snowdon, Manning, etc.)

    Wie kann man mit diesem Land eine „Partnerschaft“ eingehen? Warum fragt das niemand Frau Merkel und die schäbige Politikerkaste in Deutschland?

    Die ganze Hetze gegen Assad und Putin (vorher Gaddafi, Milocevic, etc.) basiert nur darauf, dass alle so tun, als ob die USA/NATO mehr Glaubwürdigkeit bzw. moralische Autorität hätte, als Russland oder andere Staaten, die ihren eigenen Weg gehen wollen.
    Nothing could be further from the truth …

    Buchempfehlungen:
    • Ola Tunander: The Secret War Against Sweden – US and British Submarine Deception in the 1980s
    • Fletcher Prouty: The Secret Team (gibt es auch gratis online – keine Urheberrechtsverletzung, Autor OK)
    • James Douglass: JFK and The Unspeakable

  2. Vielen Dank Herr Pohlmann für dieses Interview.

    Der Palme-Mord war politisch motiviert und ein organisiertes Verbrechen, daran besteht kein Zweifel, wenn man den „Kalten Krieg“ als Kontext berücksichtigt. Herr Frithiofson (von nun an abgekürzt: OF) hat dazu ja einige sehr wichtige Punkte erwähnt, die klar machen, warum Palme aus Sicht der Kalten Krieger „weg“ musste: z.B.

    „DIALOGUE not CONFRONTATION“ (mit der Sowjetunion, doch dann wäre das Feindbild zusammengebrochen… das geht gar nicht)

    Genau dass ist ja auch der Grund, warum 30 Jahre später „the Donald“ immer mehr ins Fadenkreuz der „war party“ in Washington, London und Tel Aviv gerät. Während die Psychopathen aus Geheimdiensten, Militär und Politik seit einigen Jahren Russland (bzw. Putin) wieder als neues, monströses Feindbild aufbauen, und unsere schäbige Fließband-Journaille ihnen dabei volle Unterstützung gewährt, trat mit dem naiven Trump ein POTUS ins Amt, der „gute Beziehungen“ zu Russland will.

    Oh dear … Trump will gemeinsam mit Russland „gegen den IS kämpfen“, hat aber keine Ahnung, dass sein Land ein Dreh- und Angelpunkt für den synthetischen Terror ist (faschistisch (Gladio) oder islamistisch (IS), da ist man flexibel)

    Bilder, wie sie kürzlich in den Medien zu sehen waren (Trump mit Außenminister Sergei Lavrov, beide bester Laune) lassen bei diesen Leuten natürlich den Blutdruck stark steigen, also musste sofort eine neue Diffamierung seiner Person verbreitet werden: Trumps angeblicher „Geheimnisverrat“ bezüglich angeblich geplanter Anschläge des IS … (auch dieser an den Haaren herbeigezogener BS wurde von unseren Journautisten brav vervielfältigt…)

    OF bezeichnete Palme als „pain in the ass“ für die USA und England, weil er anti-kolonialistisch und anti-imperialistisch war und alle Befreiungsbewegungen der ausgebeuteten Völker unterstützte (Kuba, Lateinamerika, Angola und vorher schon Vietnam), was nach dem Amtsantritt Reagans eine enorme „Irritation“ in Washington auslöste:
    Denn Palme meinte das ernst (und setzte es auch um), was Reagan nur als perfiden Cover für die schweren Verbrechen der USA im Ausland benutzte: die „human rights“ Rhetorik, die proklamierte Unterstützung von „liberation movements“ (tatsächlich Ausbildung von „Todesschwadronen“ in El Salvador, etc.)

    (Brilliant analysiert und entlarvt im Buch „IDEAL ILLUSIONS“ von James Peck und sehr nützlich, um die Hetze gegen Syrien und Russland zu enttarnen)

    Wie Ola Tunander sehr gut beschreibt, sorgte die perfide U-Boot PSYOP dafür, dass Palmes Glaubwürdigkeit (seine moralische Autorität) in den Augen vieler Schweden zerstört wurde:

    Die Palme Kommission leitete in den 1980er Jahren eine Kampagne für eine ATOMWAFFENFREIE ZONE in Nordeuropa und wollte diese sogar auf Zentraleuropa ausweiten (wofür sie von der SPD in Westdeutschland Unterstützung erhielt). Auch die schwedische Initiative für einen DIALOG ZWISCHEN DEN SOWJETS UND WESTEUROPA waren der militanten und selbstherrlichen USA ein gewaltiger Dorn im Auge. Palme unterstützte auch noch die Sandinistas in Nicaragua, den ANC in Südafrika und die MPLA in Angola, das war den amerikanischen Faschisten unter Reagan eindeutig zu viel.

    Vom CIA-Direktor bis zum strategischen „Sicherheitsberater“ waren alle in Aufruhr darüber, dass West-Deutschland sich einer neutralen Position nähern könnte (wodurch wir uns den „Kalten“ Psycho- und verdeckten Terror-Krieg erspart hätten). Die Gefahr dieser „Verschwedung“ Deutschlands musste gebannt werden, also wurden die Schweden dazu gebracht, die Sowjetunion als große Bedrohung wahrzunehmen um damit wurden auch die Friedensbestrebungen Palmes unterminiert. „Den Russen kann man einfach nicht trauen“ – deshalb müssen wir weiter unsere Gesellschaft militarisieren und der US/NATO die Vasallentreue schwören. Das war das gewünschte Ergebnis, das in die Köpfe der Schweden eingepflanzt wurde.

    Tunander:
    „Vor der U-Boot PSYOP sahen nur 6% der Schweden in der SU eine direkte Bedrohung und 27% sahen sie als feindselig an. 1981 (nach dem U-Boot Zwischenfall „Whiskey on the Rocks“) nahmen 34% die SU als direkte Bedrohung wahr und 71% betrachteten Moskau als feindselig.

    Nach dem Vorfall 1982 und dem gefälschten Bericht der U-Boot Kommission stieg diese Angst weiter an: 42% werteten die SU als unmittelbare Bedrohung und 83% als feindselige Partei und Gefahr für Schweden. Erst 1987 begannen diese Zahlen wieder zu sinken.

    Die U-Boot Krise veränderte die politische Debatte in Schweden. Sie zwang die Sozialdemokraten in die Defensive und stärkte die “Sicherheits”- Argumente der rechts-konservativen Kräfte. Innerhalb kurzer Zeit brachte man die Schweden dazu, höhere Militärausgaben zu akzeptieren: während in den 1970er Jahren weniger als 20% dafür waren, waren es nach dem “Submarine scare” fast 50%.“

    (Vergleiche “Terror-Bedrohung” bzw. “russische Aggression” heute… the same procedure … the same media-support)

    Der Mann musste „weg“ – wie jeder, der sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzte und damit zur „Bedrohung“ (der Macht) des US/NATO Geheimdienst- u. Militärapparates wurde.

  3. Ich glaubte niemals an Sovjetische U Boote.
    Es gibt ein sehr einfaches Mittel, Fakenews zu entdecken, die Frage ‚wer hat Vorteil ?‘.
    Das fragte ich mich schon am 11ten September selbst, damals sah ich nicht weiter als Israel, dass der USA damit Kriege führen wollte, für mich damals eine Brücke zu weit.
    MH17, nie verstanden was Putin damit erreichen wollte, aber sehr gut was EUNATOUSA damit vor hatten, Sanktionen, wir, Niederländen waren am meisten dagegen, viel Export nach Russland, so ein Flugzeug mit viele Niederländer war das beste Mittel.
    Diana, klar, es konnte nicht so sein das der Britische König ein Muslemischer Stiefvater hatte.
    Anna Lyndh, sie wollte eine wirtschaftliche Boycott Israel’s.
    Assad Giftgas, dieselbe Gedanken.
    Boston; Madrid und London, wieder dasselbe.
    Selbst die Charly Hebdo Attacke steht unter Verdacht, Rothschildts waren Aktionäre geworden, aber da bin ich mir nicht sicher.
    Kennedy, er wollte der Atombombe Israel’s verhindern, aber auch USA Maffia und FBI waren willige Helfer.

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