nachdenKEN über: Denkzettel und Protestwähler

„Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten“, sagte Kurt Tucholsky.

Protestwähler boomen. Sie geben ihre Stimme einer extremen Partei, um damit ihrer Enttäuschung Ausdruck zu verleihen. Dieser Personenkreis möchte vor allem Politikern einen Denkzettel verpassen. Schön und gut, nur was verändert dieses Verhalten? Ist in der aktuellen Parteien-Demokratie eine echte Alternative überhaupt zu erkennen, oder aber sind nicht alle Parteien mehr oder weniger systemkonforme Auffanglager, deren Ziel es ist, den Wähler vor allem darüber hinweg zu täuschen, dass die, die gewählt werden können, nichts zu sagen haben, während die, die etwas zu sagen haben, nicht gewählt werden können?

Am vergangenen Sonntag, dem 13. März 2016 räumte die AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg massiv ab. Das ist um so erstaunlicher, da die Partei im Vorfeld von den embeddeten Massenmedien mit allem Nachdruck als „unwählbar“ dargestellt wurden. Dies hat mitunter auch zum Image der AfD als Protestpartei beigetragen.

Während man sich im politischen Grabenkampf zerfleischt, bleibt etwas vollständig auf der Strecke. Der Blick auf das große Ganze. In welchem Parteiprogramm werden wirklich wesentliche Fragen gestellt? Welche politische Instanz demaskiert zum Beispiel das kapitalistische System, mit all den Problemen, die es mit sich bringt?

Wenn der Wähler wirklich ehrlich ist, muss er zugeben, dass sich Parteien in dieser McDonalds-Demokratie im Wesentlichen durch den Beilagen-Salat und die Soße unterscheiden. Wer ein wirklich anderes Menü will, muss sich vom politischen Fast-Food verabschieden.

64 Kommentare zu: “nachdenKEN über: Denkzettel und Protestwähler

  1. Man wird ja wohl noch träumen dürfen: SPD und DIE LINKEN überwinden ihre historische Selbstvergessenheit!

    Gabriel schlägt Lafontaine die Zusammenarbeit von SPD und Linkspartei vor
    1. April 2016
    Verantwortlich: Albrecht Müller

    Dank der guten Kontakte zu Führungspersonen der beiden Parteien sind die NachDenkSeiten in den Besitz eines vertraulichen, strategisch wichtigen Papiers gekommen. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel schlägt darin dem früheren SPD-Vorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei im Saarland, Oskar Lafontaine vor, das Kriegsbeil zu begraben und im Blick auf die Bundestagswahl 2017 eine Zusammenarbeit zu erreichen. Das ist eine wahrlich notwendige, strategische Wende. Sie ist aus der Not geboren, hat aber das Potenzial für eine Erfolgsgeschichte. Das im folgenden in Auszügen dokumentierte Papier enthält eine kurze Analyse der Ausgangslage, Vorschläge zur Programmatik und strategische Überlegungen zur Eroberung einer Mehrheit des fortschrittlichen Teils unserer Gesellschaft.
    Von Albrecht Müller

    Lieber Oskar Lafontaine,

    wohl wissend, dass SPD und Linkspartei eher wie tief verfeindete Brüder erscheinen, wende ich mich an Dich mit dem Vorschlag zur sachlichen, zugleich emotionalen und strategischen Annäherung und Zusammenarbeit. Natürlich weiß ich, dass Du in der Linkspartei nicht über entscheidende Ämter verfügst, aber du kannst bei der vorgeschlagenen und aus meiner Sicht existenziellen Wiedervereinigung unserer politischen Kräfte eine Schlüsselrolle übernehmen.

    Die Ausgangslage ist ernüchternd

    Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Sachsen Anhalt, und für die Linkspartei auch in Rheinland-Pfalz, haben gezeigt, dass beide Parteien mit der jetzt verfolgten Strategie keine Wahlerfolge erzielen und der Bedeutungslosigkeit entgegengehen. Das hat verschiedene Ursachen.

    Unter anderem dürfte eine gravierende Rolle spielen, dass die Parteien auf der linken Seite des politischen Spektrums nicht als handelnde Einheit oder wenigstens als handlungsfähiges Bündnis mit dem Ziel des Gewinns der politischen Macht gesehen werden, sondern als zerstrittene, gegeneinander positionierte politischen Kräfte. Warum sollten Menschen Parteien wählen, die gar nicht zusammenarbeiten wollen und ihnen in dieser schwierigen gesellschaftlichen und weltpolitischen Lage keine Alternative zum herrschenden Einheitsbrei bieten.

    Die jetzige Situation hat gravierende Folgen:

    Wenn die Menschen keine Alternative mehr geboten bekommen, dann zweifeln sie am Sinn und an der Existenz demokratischer Verhältnisse.
    Das Interesse für Politik schwindet. Die Beteiligung daran ebenfalls. Gleichzeitig werden die Menschen anfällig für rechtsradikale Parteien.
    Es gibt gute Gründe, keine Zeit zu verlieren. Wenn SPD und Linkspartei nicht zu Wortführern einer Alternative zu Frau Merkel und zum neoliberalen Zeitgeist werden, dann wird sich Schwarz-Grün als scheinbare Alternative anbieten. Und wenn dies nicht nur in Hessen und Baden-Württemberg stattfindet, sondern auch im Bund und in anderen Bundesländern, dann ist die Zeit und Gelegenheit für eine fortschrittliche Alternative verstrichen. Dann erscheint Schwarz-Grün als die Alternative zu Schwarz-Gelb und anderen rechtskonservativen Möglichkeiten. Diese faktische Alternativlosigkeit wäre fatal. Denn:

    Die Herausforderungen sind so, dass fortschrittliche Alternativen auf nahezu allen Feldern der Politik notwendig sind:

    Herausforderung: Unsere Gesellschaft ist tief gespalten – in oben und unten, in Reich und Arm. Die Verteilung der Einkommen und der Vermögen und damit auch der Chancen ist skandalös.

    In den letzten Tagen ist öffentlich geworden, dass die Lebenserwartung des ärmeren Teils unseres Volkes geringer ist als die Lebenserwartung der Gut- und Bessergestellten. Das ist keine neue Erfahrung. Aber wir dachten, solche schlimmen Verhältnisse überwunden zu haben. In der DDR und im Westen. Noch in den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts war es in sozialdemokratisch geprägten Familien üblich, in Anlehnung an den Titel eines Filmes von 1956 zu beklagen: „Weil du arm bist, musst du früher sterben.“ Die SPD hat es dann in den sechziger und siebziger Jahren durch eine aktive Bildungs-und Sozialpolitik geschafft, wenigstens die schlimmsten Ungerechtigkeiten zu beseitigen und auch den Kindern aus Arbeiter-Familien Zugang zu einer weiterführenden Bildung zu verschaffen.
    Warum sollten wir an diesen guten Erfahrungen und an diesen Erfolgen nicht anknüpfen und gemeinsam gegen Armut und Spaltung unserer Gesellschaft angehen?

    Für die SPD hat das Konsequenzen, zum Teil harte programmatische Konsequenzen.

    Zum Beispiel:

    Abkehr von der Agenda 2010. Wiedereinführung einer vollwertigen Arbeitslosenversicherung. Schluss mit prekären Arbeitsverhältnissen, mit Leiharbeit und Niedriglohnsektor.
    Konzentration aller Mittel auf die gesetzliche Altersvorsorge, Wiederaufbau ihrer Leistungsfähigkeit und Stopp für alle Formen staatlicher Förderung privater Altersvorsorge.
    Umkehr auf dem Weg zur Zweiklassenmedizin.
    Die Privatisierung öffentlicher Einrichtungen war ein Irrweg. Die Sozialdemokratie war einmal schon viel weiter, als sie formulierte: „Wettbewerb soweit wie möglich, staatliche Planung und Tätigkeit soweit wie nötig.“ Am sozialen Wohnungsbau kann man studieren, dass die Privatisierung viel zu weit getrieben wurde. Genauso in der Bildungspolitik. Wir, Sozialdemokratie und Linkspartei, könnten zusammen neue Pflöcke einschlagen für eine zugleich vernünftige wie auch gerechte Verteilung öffentlicher und privater Tätigkeiten.
    Selbstverständlich wäre die Steuerpolitik ein wichtiges Feld gemeinsamer Tätigkeit zur Minderung der Spaltung unserer Gesellschaft, zum Beispiel:
    Der Spitzensteuersatz könnte doch mindestens auf das Niveau der Zeit von Helmut Kohl angehoben werden: 53 %.
    Die zum 1.1.2002 eingeführte Befreiung der Gewinne beim Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen von der Besteuerung müsste gestrichen werden. Das hätte nicht nur Folgen für die Steuergerechtigkeit; Das wäre auch ein Beitrag gegen den weiteren steuerbegünstigten Ausverkauf von deutschen Unternehmen, die jeweils in der Regel mit harten Belastungen für die Betriebe und vor allem für die Beschäftigten verbunden waren und sind.
    Wir müssten und könnten gemeinsam nach Wegen suchen, um Spekulationsgewinne weitgehend ab zu schöpfen. Das wäre ein wichtiger Schritt zur Entmachtung der Finanzwirtschaft.
    Wichtig wäre der unbestechliche Kampf gegen Steueroasen und Steuerhinterziehung.
    Das waren einige wenige Beispiele für eine gemeinsame Politik zum Abbau der Spaltung unsere Gesellschaft. Wahrscheinlich könnten wir uns recht schnell auf eine Reihe anderer wichtiger Änderungen verständigen.

    Herausforderung: Der neue West-Ost-Konflikt, Kalter Krieg und wirkliche Kriegsgefahr.

    Was wir 1989 erreicht hatten – das Ende des West-Ost-Konfliktes, die Zusammenarbeit zwischen West und Ost, zwischen den USA, Europa und Russland, die Verabredung, gemeinsam für Sicherheit in Europa zu sorgen – das ist nahezu alles verspielt worden. Der Konflikt zwischen West und Ost wird auf vielerlei Weise angeheizt. Die NATO rückt immer näher an die Grenzen Russlands heran. Es wird aufgerüstet, mit Waffen und mit Worten. Wichtige Regeln aus der Zeit der Entspannungspolitik sind vergessen. Sich in die Lage des anderen zu versetzen, Vertrauen zu bilden, zu bedenken, was die Konfrontation für die innere Entwicklung des Partners beziehungsweise des Gegners bedeutet – alles vergessen. Wandel durch Annäherung – eine vergessene politische Leitlinie, vergessen, obwohl sie äußerst erfolgreich war.

    Sozialdemokraten und Linkspartei könnten auf ein gemeinsames gedankliches und faktisches Erbe zurückgreifen und eine neue Politik der Verständigung einleiten. Diese ist lebensnotwendig.

    Herausforderung: Die USA. Und das Ziel: Befreiung Europas aus der Vormundschaft der USA.

    Wegen des imperialen Anspruchs ihrer meinungsführenden Eliten aus dem neokonservativen und aus dem etablierten demokratischen Lager und ihrer Neigung zur militärischen Intervention wurden sie erkennbar eher zum Störenfried als zum Retter des Weltfriedens. Mit Clinton oder Trump als Präsident/in würde die Lage noch schlimmer.
    Europa muss sich militärisch, außenpolitisch und wirtschaftspolitisch aus der Vormundschaft der USA befreien.

    Praktisch heißt das vieles: langfristig zum Beispiel die Kündigung der militärischen Basen und die Auflösung der NATO, wie es übrigens im SPD-Grundsatzprogramm von 1989 schon anvisiert und versprochen worden ist. Kurzfristig zum Beispiel die Verweigerung der Zustimmung zu den Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Kurzfristig sollte auch die Streichung der Sanktionen gegenüber Russland auf der Agenda stehen. Diese Politik, auf die sich SPD und Linkspartei leicht verständigen könnten, wenn sie ihren Grundwerten treu blieben, richtet sich nicht gegen das amerikanische Volk. Sie richtet sich ausschließlich gegen den Anspruch ideologisch geprägter US-Eliten, die nicht auf Partnerschaft, sondern auf imperiale Macht setzen.

    Herausforderung: Europa retten.

    Wir, die deutsche Bundesregierung und damit die Koalition aus CDU, SPD und CSU, haben mit ihrer Austeritätspolitik und Währungspolitik der forcierten Exportüberschüsse Europa an den Rand des Scheiterns gebracht. Die Linkspartei war zwar auch nicht immer einheitlicher Meinung, sie hat aber von Anfang an eine vernünftige und insgesamt Europa förderlichere Linie vertreten. Sie hat sich an der Demütigung zum Beispiel des griechischen Volkes nicht beteiligt. Jedenfalls könnten Sozialdemokraten wie auch die Bundesregierung auf diesem Feld der Politik viel von den Fachleuten der Linkspartei lernen, die Zusammenarbeit wäre produktiv und sie wäre nötig, um die Volkswirtschaften Europas in eine gleichgerichtete Entwicklung zu bringen, in eine Richtung, die allen Völkern die Luft zum Atmen, zur Entwicklung ihrer Wirtschaftskraft und zur Gestaltung ihrer eigenen Lebensweise lässt.

    Welche Folgen das dann für die Weiterentwicklung des Euro und des Euroraums hätte, wäre zu besprechen. Der Spielraum für eine vernünftige und erfolgreiche Politik ist schon deshalb groß, weil sie von den Fesseln der Ideologie eines Herrn Schäuble befreit wäre.

    Wichtig für den künftigen Zusammenhalt Europas ist die Wirtschafts- und Lohnpolitik unseres eigenen Landes, unserer Regierung und der Tarifpartner.

    Die Löhne in Deutschland, genauer die Lohnstückkosten, müssen im Vergleich zu den meisten anderen Ländern Europas steigen. Deutschland muss eine aktive Beschäftigungspolitik betreiben. Es muss zusammen mit anderen ähnlich gelagerten Ländern Europas zur Konjunktur-Lokomotive der Europäischen Union werden. Sozialdemokratische Wirtschafts- und Finanzpolitiker – ich erinnere an Karl Schiller – haben in einer ähnlich gelagerten Situation Ausgangs der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts noch gewusst, was sachgerechte Wirtschaftspolitik ist. Jetzt müssen und können wir von der Linkspartei auf diesem wichtigen Feld der Politik lernen. Wir sind bereit, das zu tun.

    Herausforderung: Der Werteverfall.

    Vermutlich gibt es kein anderes Wort, das ähnlich oft und inbrünstig wie das Wort „Werte“ oder „Wertorientierung“ von neoliberal geprägten Politikern und Ideologen im Munde geführt wird.

    Das aber ist reine Camouflage. Damit wird verdeckt und soll wohl auch verdeckt werden, dass in einer Welt der totalen Kommerzialisierung Egoismus die entscheidende Leitlinie des Handelns ist. Schon das neoliberale Glaubensbekenntnis, „jeder ist seines Glückes Schmied“, ist eine Verneigung vor dem Egoismus als Richtschnur des Zusammenlebens.

    Den Blick auf das eigene Interesse wird es immer geben. Das ist menschlich. Entscheidend ist, ob Egoismus und Ellenbogen das Zusammenleben der Menschen in einer Gesellschaft total prägen sollen. Entscheidend ist, dass Raum bleibt für Mitmenschlichkeit, für Solidarität und die Fähigkeit zum Mitleiden, Mitfühlen, Compassion, wie es Willy Brandt 1972 gesagt und empfohlen hat. Das war fünf Wochen vor einer erfolgreichen Wahl. Ich erwähne das Beispiel deshalb, weil es zeigt, dass man als linke Partei mit dem Appell an den Grundwert Solidarität Wahlen gewinnen kann. Jeder Mensch schaut auf sein eigenes Interesse, aber die Mehrheit der Menschen ist auch ansprechbar für Solidarität mit anderen Menschen.

    Damit bin ich bei der wichtigen Frage, ob und wie die Parteien des fortschrittlichen Spektrums unserer Gesellschaft Wahlen gewinnen können.

    Dazu ein paar Einschätzungen und Empfehlungen:

    Wir müssen die Menschen auf ihre gute Seite, auf Ihre Bereitschaft zu Solidarität und Mitfühlen ansprechen.
    Das wird nicht möglich sein, wenn wir nichts tun, um die Spaltung unsere Gesellschaft in Arm und Reich wirksam zu mindern.

    Die herrschende Ungerechtigkeit, die unfaire Verteilung von Einkommen und Vermögen ist inzwischen ein Thema geworden, das in weiten Kreisen besprochen und erfasst wird. Deshalb kann die Spaltung unserer Gesellschaft ein wichtiges Thema werden.
    Neben Gerechtigkeit muss Effizienz und die fachliche Qualität der Wirtschaftspolitik eine Domäne des linken Teils unsere Gesellschaft werden. Zu Unrecht gelten die Konservativen und Neoliberalen als kompetenter. Sie haben rund um versagt. Ihre Politik hat zu einer europaweiten Unterauslastung der Ressourcen geführt. Sie haben die Währungsunion an die Wand gefahren. Sie lassen riesige Monopole und Oligopole zu. Das widerspricht ihren Sonntagsreden über die Marktwirtschaft. Deshalb, so meine ich, kann und muss Wirtschaftskompetenz und Effizienz das Markenzeichen der Sozialdemokratie und der Linken sein.
    Jahrzehntelang war die Parole „Nie wieder Krieg“ in Deutschland mehrheitsfähig. Die Mehrheit mag unter dem Eindruck der verschiedenen geführten Kriege und der ständigen Kriegspropaganda etwas geschrumpft sein. Aber die Sorge um den Frieden wird ein großes Thema bleiben und größer werden können. Auch deshalb, weil ständig Anlässe dafür geboten werden: leider viele Kriege, immer neue Milliarden für die militärische Rüstung und so weiter.
    Kein neuer West-Ost-Konflikt. Dieses Ziel ist mehrheitsfähig. Sozialdemokraten und Linke vertreten es in gleicher Weise glaubwürdig. Auch wenn die Propaganda der kalten Krieger anschwillt, sie werden bei diesem Thema nicht gewinnen, wenn die linke Seite vereint dagegen hält.
    In weiten und sehr verschiedenen Kreisen unseres Landes ist ein Unbehagen gegenüber den führenden Kräften der USA zu spüren. Deshalb und aus sachlichen Gründen sollte die Befreiung aus der Vormundschaft der USA ein zentrales Thema der politischen Auseinandersetzung im Blick auf die Bundestagswahl 2017 werden.
    Es gibt noch viele andere Möglichkeiten …

    Es wäre gut und hilfreich, wir könnten uns bald mal treffen. Wie sieht es denn bei Dir am 1. April aus?

    Schöne Grüße
    Sigmar Gabriel

  2. Offener Brief der Wahlvorbereitungsinitiative „Humor für Deutschland“ e.V. (HfD) an die DENKZETTELWÄHLER der Landtagswahlen vom 13. März 2016

    Liebe Denkzettelwähler,

    die HfD bedauert sehr, dass eure Wahlentscheidungen für die AfD entschieden verurteilt werden. Die vielfältigen Diffamierungen haben eines gemeinsam: Denkzettelwähler haben ein mangelndes Demokratieverständnis, ihre Entscheidungen seien mehr bauch- als kopfgesteuert, SystemKENner unterstellen sogar ein Mc-Donalds-Bewusstsein, das den Partei-Einheitsbrei wegen den verschiedenen Saucen nicht erkennen könne. Kurz: Denkzettelwähler seien Dummies. Die HfD distanziert sich entschieden von dieser Pauschalbeleidigung. Dummheit gibt es unter Wählern, wie auch unter Abgeordneten, und auf jeden Fall ist sie parteiübergreifend. Wenn Wahlentscheidungen so einfach und oft gemacht werden könnten, wie bei Mc-Donald’s, dann würde auch der dümmste Wähler den Saucentrick erkennen. Denkzettelwähler verdienen Dank und Anerkennung, auch wenn sich die AfD als Rettungsanker unserer Plutokratie beweisen wird. Die partielle Progressivität einer Partei in einer bestimmten historischen Situation wird nicht durch eine folgende Systemanpassung entwertet. Durch eure Wahl habt ihr eine Links-Rechts-Spannung erzeugt, wodurch die etablierten Parteien und unsere Lügenpresse weniger Manipulationsspielraum haben. Jetzt kommen Inhalte auf den Tisch, die in der Öffentlichkeit gründlich diskutiert werden müssen. Die Feindbildproduktion bezüglich Russland muss beendet werden. Ein dritter und mit Sicherheit atomarer Weltkrieg zerstört die Lebensgrundlage aller Menschen. Eine Atombombe sortiert nicht zwischen Linken und Rechten, zwischen alternativ Lebenden und Systemfetischisten. Es ist bedauernswert, dass der vehemente Impuls für eine an der Schweiz orientierte Bürgerbeteiligung nicht von links, sondern von rechts kommt. Oder kann ein solcher Impuls nicht von links kommen, weil es vielleicht ein linkes Unterbewusstsein gibt, in dem der Satz nachwirkt: Die Partei, die Partei hat immer recht?! Das Rechts-Links-Schema ist obsolet und trotzdem wird es noch lange dauern, bis es durch inhaltsorientierte Auseinandersetzungen überwunden wird. Nichts ist so wirksam für den elitären Machterhalt, wie die gesellschaftliche Spaltung. Es wäre zu kurz gesprungen, wenn einer rechts zu verortenden Partei Lernfähigkeit grundsätzlich abgesprochen wird. Und schön ist es, zu beobachten, wie der AfD-Wahlerfolg Zersetzungsprozesse im etablierten Parteiengefüge befördert. Es wird höchste Zeit, dass die SPD ihre historische Selbstvergessenheit reflektiert und DIE LINKE erkennt, dass gute Bundestagsreden und Talkshowbeteiligungen nicht ausreichen, sondern dass kontinuierliche außerparlamentarische Oppositionsbeteiligung erforderlich ist. Die AfD wird sich im antidemokratischen Parteiengefüge dauerhaft etablieren, so lange sie den korrumpierenden Systemverlockungen nicht vollständig erliegt. Ihre gegen sie missionierenden Widersacher leben in der Gefahr, Opfer ihrer Vereinfachungen zu werden.

    Liebe Denkzettelwähler, die HfD wurde gegründet, um die politische Wirksamkeit der rasant anwachsenden Denkzettelwählerbewegung auf ein höheres gesellschaftliches Niveau zu bringen. Deutschland braucht mehr Humor und zwar massenhaft. Diesem Anspruch werden die Denkzettelwähler bisher nicht gerecht. Können sie auch nicht, weil die Denkzettelvergabe bisher keine humoristische Vorbereitungsphase hat und deshalb höchst isoliert erfolgt. Um eventuellen Vorbehalten gleich hier entgegenzutreten: Die HfD wird niemals Einfluss auf Denkzettelentscheidungen nehmen, was auch satzungsgemäß verankert wurde. Es geht uns ausschließlich um ein 100%iges, bundesweites Humorwachstum. Jede Wahl wird zur sechsten Jahreszeit erklärt; niemals werden wir die fünfte den Traditionskarnevalisten streitig machen! Aber sie bekommen unschlagbare Konkurrenz durch eine kaum nachzuahmende Aktualität und Breitenwirkung. Die HfD-Sitzungen werden sich von den Sitzungen der Brauchtumskarnevalisten vor allem dadurch unterscheiden, dass keine Vertreter der Parteienkasten präsent sein werden. Doch bleiben wir offen für Überraschungen. Vielleicht unterschätzen wir die Humorfähigkeit des einen oder anderen Politikdarstellers. Konkurrenz bekommen auch die Berufskabarettisten mit ihrem verheimlichten Burnout-Syndrom, weil sie es leid sind, für die gehobene Mittelschicht Unterhaltungsabende zur Gewissensberuhigung abzuliefern. Gerne können sie sich bei der HfD zum gegenseitigen Nutzen engagieren und damit ihren Burnout lindern.

    Liebe Denkzettelwähler, euer Wahlverhalten ist zu einem Machtfaktor geworden, der nicht mehr ignoriert werden kann. Die Parteikasten, die euch im Auftrag des Geldadels lenken sollen, fürchten nichts mehr, als eure Unberechenbarkeit. Doch diese Wirkung kann durch die Verbindung mit Humor enorm gesteigert werden. Stellt euch die farbenprächtigen Kostüme vor, den heiteren Tanz und die lustigen Sketche auf dem Weg zu den Wahllokalen. Unser gemeinsamer Tanz bringt die Verhältnisse zum Tanzen! Jeder Weg zu den Wahllokalen wird zu einer alternativen Loveparade! Mit der Verbindung von Unberechenbarkeit und Humor erweckt ihr das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ zu neuem Leben! Die sogenannten Mächtigen sind nur mächtig, weil ihr nicht sehen wollt, dass sie nackt sind. Werdet offenherzig und mutig wie Kinder! Nehmt an unseren Vorbereitungstreffen teil! Engagiert euch in der HfD, um Deutschland zum lustigsten Land der Welt zu machen, vor dem die geldgeile, unersättliche, von uns inthronisierte Machtelite zittert und vielleicht sogar in die Knie geht!

    Mit herzlichen Grüßen
    Hannes Honest
    1. Vorsitzender der Wahlvorbereitungsinitiative HfD e.V.

  3. KEN fragt: „Fallen wir nicht im Grunde immer auf einen Trick ‚rein von Politikanbietern, die letztlich alle zum selben Supermarkt gehören?“ Seine Antwort: „Und ich glaub‘ schon, dass es so ist!“

    Meine Antwort: Viele bestimmt, aber immer mehr können sich ihres eigenen Verstandes bedienen!

    Die etablierten Parteien haben ihre Glaubwürdigkeit verloren. Eigentlich geht es nur darum, sie auf einer Skala von ‚unglaubwürdig‘ bis ’sehr verlogen‘ zu verorten. Es wird nicht lange dauern, dann gibt es genug Anhaltspunkte, um auch der AfD auf dieser Skala ihren Stellenwert zuweisen zu können. Trotzdem: Die partielle Progressivität einer Partei in einer bestimmten historischen Situation wird nicht durch eine folgende Systemanpassung entwertet. Für die ‚Ent’täuschten – also diejenigen, die nicht mehr getäuscht werden können – gibt es zwei Strategien, um auf der politischen Ebene effektiv zu wirken: Legitimitätsentzug durch Vergrößerung der NWP (Nichtwählerpartei) oder durch Flügelwahl die Rechts-Links-Spannung so zu befördern, dass die etablierten Parteien gezwungen werden, zu Inhalten eindeutig Stellung beziehen zu müssen. Den Beweis, dass diese Strategie gut ist, liefern die Handlanger der Finanzoligarchie, die MSP (Mainstreampresse), die mit der Querfrontkeule berechtigte Fundamentalkritik diffamieren und damit die etablierten Parteien entlasten. Es ist doch schön zu beobachten, wie der AfD-Wahlerfolg Zersetzungsprozesse im etablierten Parteiengefüge befördert. Es wird höchste Zeit, dass die SPD ihre historische Selbstvergessenheit reflektiert und DIE LINKE erkennt, dass gute Bundestagsreden und Talkshowbeteiligungen nicht ausreichen, sondern dass kontinuierliche außerparlamentarische Oppositionsbeteiligung erforderlich ist. Es wäre auch zu kurz gesprungen, wenn einer rechts zu verortenden Partei grundsätzlich Lernfähigkeit abgesprochen wird. Als AfD-Gegner finde ich trotzdem gut, dass sich diese Partei an der Feindbildproduktion bezüglich Russland nicht beteiligt. Ein dritter und mit Sicherheit atomarer Weltkrieg zerstört die Lebensgrundlage aller Menschen. Eine Atombombe sortiert nicht zwischen Linken und Rechten, zwischen alternativ Lebenden und Systemfetischisten. Es ist bedauernswert, dass der vehemente Impuls für eine an der Schweiz orientierte Bürgerbeteiligung nicht von links, sondern von rechts kommt. Oder kann ein solcher Impuls nicht von links kommen, weil im linken Unterbewusstsein der Satz nachwirkt: Die Partei, die Partei hat immer recht! Das Rechts-Links-Schema ist obsolet und trotzdem wird es noch lange dauern, bis es durch inhaltsorientierte Auseinandersetzungen überwunden wird. Nichts ist so wirksam für den elitären Machterhalt, wie die gesellschaftliche Spaltung.

  4. Alles von dem was Herr Jebsen hier sagt würde ich unterschreiben, doch ich sehe schon auch eine Frage des Aufwands und der Wirkung.

    Die Protestwähler haben immerhin einmal für ein Politisches Erdbeben gesorgt, das Thema war meiner Meinung nach, dass der REALE BOGEN langsam aber sicher überspannt ist, da spielt die Flüchtlingspolitik hinein, aber nicht nur.

    Ich glaube es schließt sich nicht aus, ein nachhaltiges Leben zu führen, und einigermaßen auf unnötigen Ressorcenverbrauch zu verzichten, ehrenamtlich im Rahmen seiner Möglichkeiten Gutes zu tun, und gleichzeitig wählen zu gehen, wenn man es für sinnvoll erachtet.

    Ich konnte als Österreicher ja nicht wählen am Sonntag, ich muss auch dazu sagen, ich weiß nicht ob und was ich gewählt hätte, denn wenn man z.Bsp. in BAWÜ der Meinung ist, dass der Grüne ein guter Ministerpräsident war und wäre, wieso sollte ich dann AFD wählen um Merkel oder den Grünen bundespolitisch eine reinzudonnern?

    Ich glaube auch dass fast niemand erwartet, dass eine AFD, die schon mehr oder minder auf einer „Frustwelle“ schwimmt, wirklich an die Macht kommt, und dann nicht auch irgendeinem Klientell dient, sondern nur dem „Guten“, doch man sieht es in Österreich, dort ist die FPÖ (die wirklich weit Rechts von der AFD ist) und für mich persönlich nicht wählbar ist, in den Umfragen Stimmenstärkste Partei, das heißt vermutlich dass mind. eine der beiden Großparteien (Rot Schwarz) nicht mehr an den Futtertöpfen sein wird. Und diese Lage ändert im täglichen Leben schon einiges, auch in der Regionalen Politik, klar wird unser Kanzler jetzt nicht in den Keller gehen, und den Schaltschrank aufmachen, und dort den Weltfrieden einstellen, das Ende der Rüstungsindustrie, und ein Faires Geldsystem.

    Doch die Realpolitik hat ja auch ganz primitive Seiten, un da merke ich zumindest in meinem Bundesland einen Wandel durch die ständigen Verluste der Großpartei (ÖVP) die füher hier das totale Sagen hatte. Das fängt an bei Günstlingswirtschaft, bei Skandalen, die man früher unter den Tisch gekeehrt hätte. (In meinem Umfeld z.Bsp. schlechte Zustände im Schlachthof, intransparente öffentliche Förderungen für diesen. Falsch Deponierter Müll (Grundwassergefahr) durch ein großes Recyclingsunternehmen, an dem auch das Bundesland beteiligt ist, bis zu anderen „Mini Themen“ im täglichen Leben, wie Schneeräumung, Vorrangänderungen bei Kreuzungen etc. Weil hier keine Partei mehr weiß ob sie der nächsten Regierung angehört oder nicht, auch nicht auf Gemeindeebene, hat der Bürger in vielerelei Hinsicht mehr Macht.

    Schöne Grüße

  5. Reformen für unsere Demokratie sind unerlässlich, da die Möglichkeiten ein Volksanliegen nach Oben zu transportieren nicht ausreichen.
    Das Recht auf Mitsprache, das Recht auf Bildung, das Recht auf Arbeit, das Recht auf körperliche Unversehtheit…….
    Viel zu viele haben keine Chance, hatten nie eine und werden auch künftig keine bekommen.
    Solange die Parameter und die Grundstruktur nicht stimmen ist eine Positiventwiklung nicht möglich.
    Dazu gehört selbstverständlich auch, das man demokratiefeindliche Parameter herausarbeitet und in sozial verträgliche Schranken verweist. Ganz unbedingt den Waffenlobyismus und eben die „Gier frißt Hirn“-Fraktion.
    Wenn man den Letzteren weiterhin gestattet, alles wegzufressen, was sich zu Geld machen läßt? Wo bleibt da die Chance für das Volk?
    Will das Volk ein Handelsabkommen mit Rusland? Will das Volk eine Solidargemeinschaft, die nicht nur auf dem Papier existiert? Will das Volk entmündigt sein oder ein Mitspracherecht?
    An dieser Stelle möchte ich den Menschen gedenken, deren Schiksal mir unter die Haut geht.
    Nicht zuerst den Verarmten. Auch nicht jene Frauen, die aus Angst vor Armut abtreiben. Sondern Jene, die „barfuß durch die Hölle“ gehen. Menschen, die jahrelanger Folter ausgesetzt sind – in Geiselhaft leben müssen – oder davor auf der Flucht sind – ohne jede Chance auf Abhilfe – ohne jede Unterstützung.
    Nicht in Bangladesch und nicht in Guantanamo und nicht in Afrika – ich rede von Deutschland.
    Unterschiede gibt es schon. Bei uns darf man als Folteropfer mit 25 ins Pflegeheim und mit 35 in Rente.
    Nach der Folter, sofern man überlebt, gibt es tatsächlich Rechte.
    Die Chancenlosen sind kein Kollateralschaden, sondern eine Folge der Mißachtung.
    Viele möchten, genau wie ich, daß möglichst viele Flüchtlinge gerettet werden – mich gruselt die Vorstellung der ersten Selbstverbrennung aus Verzweiflung. Außerdem möchte ich aber das mindestens die Flüchlingsunterkünfte auch für deutsche Kinder geöffnet werden – und zwar Bedingungslos, damit die Nothilfe nicht wieder nur auf dem Papier steht.
    Falls das nach moralischer Erpessung aussieht, ist das leider unvermeidbar. Irgend ein Kind sitz ja jetzt gerade in einem Kleiderschrank und hat Todesangst vor seinen Folterknechten.
    Grausam, aber wahr.
    Ich schreibe das nur für mich, damit ich nicht ersticke.

  6. @ Votava: „…welche Kreise sich davon gestört fühlten“

    Zunächst zur Pflanzenkost etwas: Steiner war ein freilassender Mensch. Menschen zum Vegetarismus zu zwingen lag ihm ganz fern. Doch er hat ja auch Anweisungen für eine esoterische Schulung gegeben und hat gesagt, es sei förderlich, auf Fleischnahrung zu verzichten. Es sei zwar kein Muss, es sei aber für esoterische Arbeit besser, sich vegetarisch zu ernähren.
    Dazu hat er jedoch auch noch gesagt, dass manche Menschen Fleischnahrung brauchen. Und darüber hinaus sagte er, dass wenn man vegetarisch lebt, man das besser verträgt, wenn man sein Denken spiritualisiert. Manchen Schülern, die nur mit Gewalt vermochten, sich von den Fleischtöpfen fernzuhalten, sagte er, es sei besser, ein Stück Fleisch zu essen, als permanent an Fleisch denken zu müssen.
    Ich bekenne, nicht zur offiziellen AG zugehörig zu sein. Es scheint ja so zu sein, dass er vergiftet wurde. Diese Frage ist jedoch intern offizieller Anthros umstritten. Doch es gibt zwei gegnerische Strömungen. Einerseits sind es Freimaurer, welche auch zeremonille Magie anwenden, die in Steiner jemand sahen, der aus ihrer Sicht herasu Geheimnisverrat betrieb. Und andererseits sind es Jesuiten. Es ist eine Behauptung Rudolf Steiners, dass beide Strömungen nach aussen hin Scheinkämpfe gegeneinander führen, dass jedoch die Oberen beider Lager vereint seien im Ziel der Abschaffung der Freiheit. Karl Marx war z.B. Freimaurer.

  7. Ich denke, wir brauchen folgende strukturelle Veränderungen:

    1) die gewählten Vertreter können per Petition sofort entlassen werden
    2) Gesetze können per Petition sofort rückgängig gemacht werden
    3) Gesetze können per Petition eingebracht werden und Gültigkeit erlangen

    Diese Veränderungen würden nichts kosten und eine echte Demokratie ermöglichen.
    Sharing is caring 😉

  8. Ich teile ebenso die Meinung: Keine Partei werden ernsthaft die Probleme lösen können, weil sie in zu viele Abhängigkeiten gefesselt sind. Änderungen enstehen nur mit Druck aus der Bevölkerung. Thema Ausstieg aus dem Atomstrom. Als die Frau Merkel nur vom Druck der Bevölkerung den Atomausstieg beschloss, ging es um Wählerstimmen. Zur Erinnerung: Da kamen die Grünen gerade an die Macht, weil das Ereignis in Fukushima aktuell war. Also musste die CDU schnell reagieren. Das war aber nicht durch Einsicht passiert. Die Machbarkeit einer Energiewände untersuchten schon sehr früh ganz andere, die unabhängig von jeglicher Lobby waren. Da träumte Merkel noch gefangen im Lobbynetzwerk von Atomkraftwerken und dem Geschwafel die Technik ist sicher. Nein, da mussten die „Stromrebellen aus Schönau“ das Heft in die Hand nehmen und gegen den Apparat ankämpfen. Aus einer Bürgerinitiative wurde die EWS. Und zum Glück gibt es solche Lichtblicke immer wieder. Wem das unbekannt ist, sollte sich das anschauen:
    https://www.youtube.com/watch?v=7KvICC4SRmk
    Es ist wirklich wichtig bei sich selber anzufangen und sich im Alltag zu hinterfragen. Wann beginne ich aktiv zu werden und Änderungen vorzunehmen. Nach Fukushima hatte ich die Schnauze voll. Erstmal mein Strom (Atomstrom) gekündikt und zu den Stromrebellen gewechselt. Und siehe da, ich habe weniger ab da weniger gezahlt. Uns hat man doch immer vorgegaugelt, Atomstrom sei so günstig und so sicher. Alles Quatsch. Würde man nun alle Folgekosten vom Atomstrom ehrlich kalkulieren (Endlagersuche, Atommüllagerung usw.), dann sähen die Stromkosten ganz anders aus. Nur die Kosten schieben die Betreiber dann der Politik zu und wir zahlen das Ganze dann mit unseren Steuern. Also versteckte Stromkosten. Wenn man weiterhin schaut, was aus Tschernobyl und Fukushima heute geworden ist, dann sollten aber so schnell wie möglich angefangen werden, alle Werke abzuschalten. Das werden aber nicht die Betreiber nicht freiwillig machen. Da müssen wir schon nachhelfen. Von den Kosten, die diese Unglücke verursachen mal ganz abgesehen. Das Ganze ist für mich unrentabel. Ich hätte lieber 10 Windkrafträder vor meinem Haus stehen, als so ein Atommonster. Das habe ich nämlich in 15 km stehen.
    Es gibt also viele Ansatzpunkte, wenn wir unser alltäglichen Konsum überdenken und geziehlt Vorkehrungen unternehmen. Also packen wir es an und lassen die Parteien noch in vier Wochen überlegen, welche Koalition sie bilden könnten!

    • Ich hätte lieber 10 Windkrafträder vor meinem Haus stehen, als so ein Atommonster.

      Um ein Atomkraftwerk zu ersetzen braucht man mindestens 10000 große Windkraftanlagen.

  9. @ Wolfgang Gerber Sie behaupten, Rudolf Steiner sei ein „Rassist“ gewesen. Dem möchte ich hierdurch widersprechen.
    Wenn man sich mit seinem Gesamtwerk vertraut macht, kann man erkennen, dass er das Individuum -unabhängig von nationaler Abstammung- als dasjenige betrachtete, worauf es ankommt. Er ging von Reinkarnationen einer menschlichen Ichheit aus, welche nacheinander in der Zeit auf der Erde erscheint. Mal in dieser, mal in jener Hautfarbe usw.
    So betrachtet ist die Person nicht dasselbe wie die Individualität. Das ist nicht beweisbar, wie beweisbar ist, dass zweimal zwei vier ergibt. Deswegen ist ein Materialist ausserstande, den Reinkarnationsgedanken mit zu denken, d.h. als Möglichkeit in betracht zu ziehen.

  10. @ Wolfgang Gerber:“Freiheit des Atheismus n e h m e ich mir.“

    Die Freiheit, hier auf der Erde leben zu dürfen, verdanken wir nicht uns selbst. Doch sie ist Voraussetzung dafür, irgendetwas nehmen zu können.

    • @Michaela

      Es hat keinen Sinn, hier Statements abzugeben, die anderenorts schon tausendfach durchgekaut wurden. Damit regen wir uns nur gegenseitig auf und langweilen die anderen. Naja, mich langweilt das auch eher. Gottgläubige und Atheisten können sich nicht gegenseitig mit „Argumenten“ überzeugen, das ist nahezu unmöglich! Wenn jemand die Seite wechselt, ist es eine Folge innerer Denkvorgänge unter Einfluß äußerer Umstände. In Auschwitz hat so manch einer seinen Glauben verloren.

      Wegen erwiesener Sinnlosigkeit gehe ich von mir aus eigentlich nie auf religiöse Aussagen ein. Als besonderes Übel von Religionen sehe ich ihre intolerante Bekehrungswut an, die in der Vergangenheit eine Ursache für Kriege und Massaker war, wenn auch oft nur als Vorwand, und in der Gegenwart immer noch ist. Atheisten wird manchmal vorgeworfen, daß sie auch Missionseifer an den Tag legen. Auf manche von ihnen mag das zutreffen, aber die allermeisten führen dabei keinen organisierten Antikreuzzug; das ist ein wesentlicher Unterschied zu religiösen Kirchen und Sekten. Ich bin kein Missionar des Atheismus, eigentlich ödet mich das Thema an.

      Sie können jetzt zur eigenen Erbauung noch eine gottgefällige Erklärung nachschieben, ich werde mich dazu nicht äußern.

  11. @ Wolfgang Gerber: “ Ich glaube nicht an eine „höhere Gewalt hinter unserem Muessen“und nicht an den „zu entwickelnden Menschen“…“

    Wenn Sie an keinen Gott glauben wollen, der unser Dasein will, dann ist ja eine feine Sache, dass keiner Sie dazu zwingt !
    Doch wem verdanken Sie Ihre Freiheit, Atheist sein zu dürfen ? Wie ich hörte, ist im Iran per Gesetz verboten, Atheist zu sein.
    Doch unabhängig von Glaubensfragen ist doch wahr, dass der Mensch dies und jenes selber will und ansonsten dies und jenes einfach durch seine Natur gezwungen ist, zu tun.

    Wenn Sie-wie Sie schrieben- „Marxist-Leninist“ sind, meine ich, davon ausgehen zu dürfen, dass Sie ein Anhänger des Materialismus der Weltanschauung sind, für den gilt:Religion ist Opium für das Volk.
    Ich kann jedoch auch irren ! Bin keine Astronautin im Weltall der Besserwisserei. Marx hat ja recht damit, hinzuweisen auf den Klerus, der Jahrhunderte lang die Bildung verwaltete, der jedes individuelle selbständige Denken gewaltsam unterdrückte und per Konzilsbeschluss anno 869 zu Byzanz “ den Geist abschaffte“, wie Rudolf Steiner es ausdrückt.

    Wenn Sie nun nicht glauben an das Potenzial für Entwickelung im Menschen, dann ist aber doch eine Tatsache, dass die gesamte Menschheit sich fortentwickelt hat im Laufe der Zeiten. Wer Materialist sein will, muss der sich nicht selber mit seinem materiellen Körper identifizieren ? Wenn ja, dann identifiziert er sich mit etwas, das endlich ist, das irgendwann zu Staub werden wird, den vielleicht in tausend Jahren jemand von der Kommode wischt.
    Ich bekenne, in der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners dasjenige zu finden, was mir hilft, mein Denken zu spiritualisieren.
    Doch die Tatsache, dass ich diese Dinge überhaupt ernstnehmen darf, die verdanke ich einer Nahtoderfahrung, die zu einem Stirb und Werde -Erleben wurde. Steiner schrieb auch:“Die Philosophie der Freiheit“ und war in einem „Verein gegen Antisemitismus“ aktiv, weswegen die damaligen Nazis versuchten, ihn zu töten.

    • @Michaela

      Ja, ich gehe vom dialektischen und historischen Materialismus aus, und die Freiheit des Atheismus nehme ich mir. Was das mit dem Iran zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Die relative Freiheit mußte auch gegen das Christentum erst mühsam erkämpft werden. Ich bin gegen alle Religionen, aber am schlimmsten sind die mit dem Alleinseligmachungsanspruch, erst recht, wenn sie daraus politische Ansprüche ableiten.

      Ich denke nicht, daß der Mensch sich in den letzten hunderttausend Jahren biologisch verändert hat, und nur das wäre eine Veränderung im Sinne der Evolution. Es stimmt aber, daß der Mensch eine kulturelle Entwicklung durchgemacht hat, die in den letzten zweihundert Jahren zu einem atemberaubenden technischen Fortschritt führte, der wiederum die kulturell-geistige Entwicklung beeinflußte. Früher begeisterten die Menschen sich für blutige Gladiatorenkämpfe und noch lange danach für öffentliche Hinrichtungen, beispielsweise für das beliebte Rädern. Früher wurden Kriegsgefangene selbstverständlich niedergemetzelt oder versklavt, ihre Frauen und Kinder auch, heute gilt das zumindest auf dem Papier als Kriegsverbrechen. Früher gab es Könige und Tyrannen, heute haben wir Tyrannen, die sich als Demokraten tarnen, solange man ihre Herrschaft nicht gefährdet. Mit wohlwollender Einschätzung kann man sagen, daß die Menschheit im Laufe der Jahrhunderte eine gewisse Entwicklung hin zu mehr „Menschlichkeit“ durchgemacht hat. Aber dann kam AUSCHWITZ.

      Davor kam schon der Erste Weltkrieg, der ein brutales gegenseitiges Abschlachten war. Man muß sich nur ein wenig umschauen, um zu sehen, daß die Brutalität auch heute an der Tagesordnung ist, von der wir nur zur Zeit persönlich noch nicht betroffen sind.

      Die scheinbare Weiterentwicklung der menschlichen „Menschlichkeit“, die ja überhaupt nur die allerletzten Jahre unserer langen Entwicklungsgeschichte betrifft, ist eine dünne Schicht, die jederzeit aufbrechen kann. Sie wird aufbrechen, sobald die Umstände dafür herangereift sind. Mich würde nicht überraschen, wenn man eines Tages auch in diesem Land kein Atheist mehr sein „darf“ und die Scheiterhaufen wieder brennen. Die zunehmende Intoleranz derjenigen, die sich heute für besonders tolerant halten, ist schon ein bedenkliches Anzeichen.

      Rudolf Steiner war kein Antisemit, aber ein Rassist war er schon. Das würde ich ihm nicht unbedingt vorwerfen, weil er damit nur den vorherrschenden Zeitgeist wiedergab. (Das taten Antisemiten allerdings auch.) Ansonsten kann ich mit seinem esoterischen Kram nichts anfangen. Damit kann man die Welt nicht verändern, auch wenn die Anhänger aller Heilsbotschaften das selbstverständlich glauben. Zu „Nahtoderfahrungen“ sage ich nichts, weil wohl klar ist, was Atheisten davon halten. Dies ist kein Ort für ausschweifende Dispute.

      Man kann die Welt nicht durch Veränderung des Menschen verbessern, sondern nur durch Änderung der Machtverhältnisse! Dafür braucht man mutige, handlungsfähige Menschen, die aus früheren Fehlern gelernt haben. – Dann begehen sie natürlich neue Fehler.

    • Hallo Michaela! Ich finde Deine Posts hochinteressant. Über Jesus Christus-über Mütterchen Russland usw. Rudolph Steiner hat viel gesehen-ich war auch Waldotfschülerin, habe ihn aber erst später etwas verstehen gelernt. Ich finde es nur schade, dass er (noch)nicht auf reine Pflanzenkost gesetzt hat. Weißt Du eigentlich, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach dann aber doch noch vergiftet worden ist? Es muss sich wohl unerannt dort jemand eingeschlichen haben, denn es geschah bei einer Veranstaltung unter den Anthroposophen, also den Steiner-Anhängern. Es wird wohl auch nichtmehr rauskommen, wer dahinter gesteckt hat. Steiner war ja auch ein typischer Kandidat für sowas, weil er das Ursprüngliche, Naturverbundene und das freie Denken befördert hat.
      Man kann sich ja überlegen, welche Kreise sich davon gestört fühlten.

  12. Ich habe mir jetzt nicht alle Kommentare durchgelesen, doch ich kann dem, was Ken Jebsen sagt, nur aus vollsten Herzen zu stimmen!
    Wir, jeder einzelne von uns, muss sich ändern…und das geht nur, wenn wir uns selbst in unserem Handeln und Denken verstehen…Wenn wir begreifen, wer uns zu dem gemacht hat, wer wir sind…
    Und ja, es gibt Hoffnung! Durch Zufall habe ich im Netz Roland Düringer gefunden und sein „Verhör“ mit Gerald Hüther:
    https://www.youtube.com/watch?v=MMfmGjHjqtU

    Dabei möchte ich es auch belassen…

  13. ich muss hier grad über hörstel und seine partei nachdenken……ich schaue seit gefühlten ewigkeiten alles was von
    KenFm kommt, aber ich erinnere mich jetzt grade nicht an ein interview mit christoph hörstel….ein interview mit ihm wäre in meinen augen grandios.obwohl eine einladung zu positionen da noch sinnvoller wäre….ein ehemaliger journalist, der nun versucht tatsächlich politisch zu agieren….wer weiß,was ein gespräch mit ihm und dir uns allen geben kann

  14. Richtig, die Mehrheit der Bürger weiß, das sich durch Wahlen im Grunde nichts ändern wird. So auch nicht durch andere Systeme. Auch nicht durch anderweitige Initiativen. Überhaupt eigentlich durch gar nichts. Denn das was wir beobachten, erfahren wir nicht nur in der Politik, sondern überall. Ob im Beruf, im Verein, in der Schule und sogar auch in der Familie. Niemand mag Eliten, zumindest solange nicht, bis man sich einer zugehörig zählen darf. Es menschelt eben. Und bisweilen sogar bis zur Unmenschlichkeit. So ist es eben. Keiner hat Schuld, und am wenigsten man Selbst. Natürlich. Was kann man dagegen tun? Gegen die anderen? Nichts. Gegen sich Selbst? Hä, wieso? Ich mach doch nichts! Aber im Ernst, was kann man denn nun tun? Das, was wir tun! Eben so, wie wir es vermögen. Und weiter darauf hoffen, das es soweit reicht, bis wir alle dann mal die Kurve kriegen. Denn eines ist gewiss: wir schaffen es alle, oder keiner.

  15. Die Evolution braucht ihre Zeit. Wie wir heute sehen sind wir nicht schlauer als vor 100 Jahren und in 100 Jahren wird man genauso kopfschüttelnd über uns sprechen wie wir es über die Leichtgläubigkeit, die Ignoranz und die Passivität unserer Großeltern und Urgroßeltern tun. Hoffentlich haben wir dann vielleicht einen Schritt nach vorne gemacht, es sei denn bis dahin ist es bereits zu spät und es kann nicht mehr gesagt werden „wenn das passiert, dann werden global die karten neu gemischt“, nein, dann müssen wir mit nichts in der Hand ein ganz neues Spiel erfinden.

    • 100 jahre reicht nicht, zbsp, im alten Rom, war das geschachere um Macht (Senat), der heutigen Zeit ,sehr ähnlich,.. oder die geschichte des Christentum, die in fast Hundert jahren an der Macht (nach Konstantin) komplett das gegenteil machten, womit sie aAnfangs begonnen hatten,, der Mensch ist einfach korrupt,,,“der mensch ist etwas was überwunden werden will“ wusste schon nietzsche….
      gruss

  16. @ Ken Jebsen

    Ich teile die Auffassung zu Bernie Sanders nicht. Sanders ist nicht gekauft, sondern finanziert seine Kampagne auf der Basis von Mikrospenden. Seine Nominierung für den Wahlkampf wäre für die USA und in der Folge auch für Europa und Deutschland ein klarer Gewinn. Allein schon das politische Klima müsste wieder akzeptieren, dass es Kandidaten geben kann, die eine Politik der Umverteilung von unten nach oben ablehnen und sich für soziale Leistungen, höhere Löhne und einen Rückzug aus den kriegerischen Konflikten einsetzt. Dass Sanders selbst bei einem Wahlsieg nur ein Minimum seiner Agenda umsetzen kann, halte ich für ein Gerücht. Bislang hat man seit den 1960er Jahren keinen US-Präsidenten mehr gesehen, der eine klare Umverteilungspolitik durchsetzen konnte. Bis Johnson gab es aber höhere Grenzsteuersätze für hohe Einkommen und große Vermögen. Die Richtersprüche über den Einfluss bezahlter „Super PACs“, die z.B. Clinton für ihre Wahlkampagne nutzt, wurde vom US-Verfassungsgericht erst im letzten Jahr gesetzlich sanktioniert.

    Und schließlich räumt Sanders auf jeder Wahlkampfveranstaltung ein und fordert seine Anhänger auch dazu auf, dass es ohne eine politische Revolution von unten auch nicht gehen wird. Niemand erwartet, dass nach der Präsidentschaftswahl alles anders wäre, weshalb er Massenproteste und einer dauerhafte Bewegung – durch eine Neuzusammensetzung der Demokratischen Partei und ihrer Gliederungen – fordert und ja teilweise auch schon umgesetzt hat. Man sollte die Hände nicht einfach in den Schoß legen und alles in einen Topf werfen. Eine gesunde Skepsis ist angebracht, aber auch ein Optimismus, dass sich die Scheiß-Lage positiv im Sinne der Mehrheit der abhängig Beschäftigten und sozial deklassierten verändern lässt-.

    • Sanders wirbt damit aus der amerikanischen Mittelschicht crowdfounded zu sein bei durchschnittlichen Wahlkampfspenden von 27$ und spricht oft über das koruppte ‚political finance system‘, in welchem eine reiche Minderheit sich ihre Politiker kauft, sodass er darin nicht partizipiert. Er vertritt nicht die Interessen solcher Gruppen und lässt sich daher auch nicht von ihnen finanzieren. Wenn am Ende also die Sponsoren gewinnen, ist es bei Sanders die amerikanische Mittelschicht.

      Nachdem die Mittelschicht die Wallstreet und Banken gerettet hat, wogegen er sich gewehrt hatte, möchte er die Mittelschicht jetzt von der Wallstreet retten lassen. Die sollen jetzt für Infrastruktur und Sozialsysteme zahlen.

      Leider scheint Clinton populärer zu sein, aber im Laufe der Debatten hat sich ihre Rhetorik der von Sanders ziemlich stark angenähert.

    • Sorry, das ist jetzt weniger eine Antwort auf den Vorkommentar, sondern mehr eine Ergänzung in Antwort auf das Video.

      Sanders wirbt damit aus der amerikanischen Mittelschicht crowdfounded zu sein bei durchschnittlichen Wahlkampfspenden von 27$ und spricht oft über das koruppte ‚political finance system‘, in welchem eine reiche Minderheit sich ihre Politiker kauft, sodass er darin nicht partizipiert. Er vertritt nicht die Interessen solcher Gruppen und lässt sich daher auch nicht von ihnen finanzieren. Wenn am Ende also die Sponsoren gewinnen, ist es bei Sanders die amerikanische Mittelschicht.

      Nachdem die Mittelschicht die Wallstreet und Banken gerettet hat, wogegen er sich gewehrt hatte, möchte er die Mittelschicht jetzt von der Wallstreet retten lassen. Die sollen jetzt für Infrastruktur und Sozialsysteme zahlen.

      Leider scheint Clinton populärer zu sein, aber im Laufe der Debatten hat sich ihre Rhetorik der von Sanders ziemlich stark angenähert.

      Trump ist als selbstfinanzierter auch aus der Nicht-Establishment-Ecke, kurzum ists spannend.

    • Wir müssen uns über Sanders nicht wirklich den Kopf zerbrechen. Er mag persönlich die besten Absichten haben, aber er könnte sie niemals gegen die erdrückende Macht der Profit- und Kriegsgierigen durchsetzen. Er wäre bald ein toter Mann, bestenfalls ein harmloser Scheintoter, der nichts verändern könnte.

      Die USA und die ganze Welt haben nur eine Chance, wenn das US-amerikanische Volk die Machtverhältnisse im Land grundlegend verändert. Das bedeutet Revolution und Bürgerkrieg. Nun müssen wir uns nur noch vorstellen, wie unwahrscheinlich solch ein (siegreicher!) Aufstand ist, um eine Idee von der Entwicklung der nächsten Jahre zu bekommen. Das herrschende System braucht ständiges „Wachstum“, dazu gehört auch ständiger Krieg.

      Kann sein, daß es trotzdem nicht völlig bedeutungslos ist, wer US-Präsidentenmarionette wird. Eine Marionette, die auch verbal die Interessen der herrschenden „Elite“ vertritt, ist dieser kriminellen Bande vielleicht lieber als ein unberechenbarer Spinner. Wenn es so ist, könnte es für uns alle wichtiger sein, die Kriegsfurie Killary zu verhindern als den komischen Milliardär. Wenn es so ist, könnte ein letzter Dienst von Bernie Sanders darin bestehen, als Kandidat einer dritten Partei anzutreten, um Killary Stimmen wegzunehmen. Ich habe jetzt etwas herumgesponnen, denn das wird wohl kaum geschehen. Mir graut vor Clinton, die das blühende Libyen vernichtete. Aber vielleicht ist letztlich doch völlig egal, wer da Präsident wird.

    • @ Wolfgang Gerber

      Ich teile Ihre Skepsis nicht. Das größte Problem von Bernie Sanders sind im Moment nicht die verlorenen Wahlen in North Carolina, Ohio oder Illinois, sondern die konsequente Nicht-Erwähnung in den wichtigen Medienkanälen der USA. Sanders steht in guter Verbindung zu den jungen und Erstwählern, die wie selbstverständlich soziale Medien und das Internet zur Information und Agitation verwenden. Bedenkt man die aberwitzige Situation vieler Schwarzer, tut es mir um diese armen Trottel beinah Leid, dass sie regelmäßig und in Unkenntnis der politischen Zusammenhängen Personen wählen, die ihnen schaden. Aber das haben wir hierzulande auch.

      Wenn Sie also Bekannte in den USA haben, die noch nicht von Sanders gehört haben, dann linken Sie einfach dessen Webseite (https://goo.gl/MX2iYD) oder Twitter-Account (https://goo.gl/8qdQ95). Dort bleibt man informiert, wo die nächste Wahlkampfveranstaltung stattfindet. Denn die Berichterstattung in den Kabelnachrichten ist eine Sache – bei der Kritik von Sanders an der Korrumpiertheit dieser Kanäle war auch zu erwarten, dass sie ihn mit Missachtung strafen würden. Andererseits braucht die Bewegung regelmäßig Sherpas, die vor Ort, z.B. aktuell in Arizona, wo demnächst gewählt werden wird und Sanders gute Siegeschancen hat, an die Haustüren gehen und die dumpfen Couch-Potatoes, aber auch die tatsächlich offenen Wähler und bisherigen Nicht-Wähler dazu anhalten, sich zu registrieren (in den USA muss man sich vorher registrieren, was ein bewusstes Hindernis ist und aufzeigt, dass Wahlen zumindest bedingt Änderungen herbeiführen können!) und für Sanders abzustimmen. Eine niedrige Wahlbeteiligung nützt vor allem den Republikanern, wohingegen Sanders Junge und Erstwähler mobilisieren kann. Diese Stimmen genügen aber nicht in den Primaires (Vorwahlen).

  17. aus meiner sicht bringt der Wahlboykott nicht viel,, denn wie wir bei Europa oder Landtagswahlen sehen können , die mit 30 bis ca 50% ,wahlbeteiligung auskommen, und wie sich parteien trotzdem als sieger fühlen (siehe zbsp. cDU Koch Hessenwahl knapp über 50% wahlb. und hat sich Feiern lassen als ob es kein Morgen mehr gab..) .. also meiner Meinung nach, sollten wir ungültig oder kleinere Parteien wählen, so können die Stimmen, nicht prozentual aufgeteilt werden.. du kannst leider nur was in der Politik (friedlich) verändern ,, wenn es den Politikern an das Geld geht und bei ca 40% ungültiger Stimmen, kann sich jeder selbst ausrechnen wieviel stimmen die cDU oder sPD dann bekommen würden.

  18. Den Aussagen über die Parteien stimme ich zu, aber die Schlußfolgerung kann ich nicht nachvollziehen. Es wird keinesfalls ausreichen, uns selbst zu verändern. Wenn wir ein grundsätzlich anderes System errichten wollen, das kein ständiges „Wachstum“ mit Zinseszins und Ausplünderung anderer Völker braucht und in dem nicht mehr die 1 Prozent herrschen, dann wird es sich nur mit Gewalt errichten und aufrechterhalten lassen. – Revolution!

    Das klingt nicht gerade zeitgemäß und Friedensfreunde hören nicht gerne, daß man herrschende Gewalt letztlich nur mit Gewalt beseitigen kann. Das ist ja irgendwie auch „verfassungsfeindlich“. Bekanntlich hat es in der Vergangenheit nicht an Versuchen gefehlt, eine gerechtere Gesellschaftsordnung zu errichten, vereinzelt auch mit Wahlen (Stichwort: Allende), aber in einer feindseligen Umwelt konnten sie nicht überleben. Die gut gemeinten, aber schlecht durchgeführten Versuche scheiterten auch an Unerfahrenheit und inneren Widersprüchen, die wahrscheinlich unvermeidlich sind. Wer noch einmal einen Versuch unternehmen wollte, müßte aus den Fehlern zu lernen versuchen, die seit 1789 begangen wurden. Leicht gesagt, sehr schwer getan.

    Ich sehe zur Zeit nirgendwo Anzeichen eines erfolgversprechenden neuen Anlaufs für eine „bessere Welt“, obwohl die allgemeine Unzufriedenheit wächst, die mehr und mehr in Wut übergeht. Mit Parteien im herkömmlichen Sinne ist keine Systemveränderung möglich, heutzutage weniger denn je. Dennoch muß die dauerhafte Umkehrung der Herrschaftsverhältnisse irgendwie organisiert werden, wütende Massen alleine werden es nicht schaffen. Wie das konkret aussehen sollte, kann ich mir selber kaum vorstellen.

    Kann sein, daß wir den Zeitpunkt, an dem es noch möglich gewesen wäre, schon verpaßt haben. Das wäre ganz übel, denn die Herrschenden werden den nächsten großen Krieg anzetteln, der auch uns vernichtet, wenn wir ihn nicht organisiert verhindern. Ich fürchte, wir haben kaum noch Zeit.

    • @ Wolfgang Gerber:“..nur mit Gewalt.“

      Ist nicht ein Ausbrechen von Gewalt genau das Ziel derer, die Chaos wollen, damit die Menschen nach neuer Ordnung schreien ? Bin mehr für gewaltlosen Widerstand. Gewalt negiert immer den freien Willen anderer Menschen. Sie wirkt direkt auf den Willen, schaltet ihn aus. Doch wenn das Neue, das durch eine Umwälzung entstehen soll, auf nichts weiter beruht als auf gewaltsamer Ausschaltung fremden Willens beruht, dann ist das Neue schon im Keim korrumpiert.
      Es muss doch diese Umwälzung das Ergebnis sein eines Umdenkens. Also gilt, sich an das freie Denken zu wenden.
      Wenn da ein Erkenntnisprozess stattfindet, dann geht das im Ergebnis ins Empfinden, ins Gefühl.
      Und der Weg vom Gedanken zum Gefühl führt dann weiter bis in den Willen hinunter.
      Allgemein sind wir doch uns klar bewusst darüber, wie wir denken, was wir denken. Beim Gefühl ist das schon manchmal weniger klar bewusst. Und noch weniger bewusst ist uns allgemein das, was im Willen lebt an Impulsen.

      Wir müssen atmen, müssen Nahrung aufnehmen, müssen verdauen, und hinter unserem Müssen ist höhere Gewalt am Wirken. Etwas selber zu wollen, setzt voraus, ein Bewusstsein davon zu entwickeln, was im eigenen Willen real an Impulsen lebt. Und wenn man gerade den Willen anderer gewaltsam ausschaltet, schaltet mqn genau dasjenige aus, was es zu entwickeln gilt. Den Menschen.

    • @Michaela

      Die Gewalt bricht nicht irgendwann aus, sondern ist längst da! Nur sind wir bisher nicht direkt davon betroffen, wenn die USA und ihre „Wertegemeinschaft“ wieder einmal ein Land überfallen. Bis zu einem gewissen Grad profitieren wir alle davon, wenn unsere US-„Freunde“ sich fremde Ressourcen aneignen und uns davon etwas abgeben. Die BRD fördert die Gewalt auch direkt durch Waffenexport, beispielsweise an die Menschenrechtsstaaten Israel und Saudi-Arabien.

      Ich glaube nicht an eine „höhere Gewalt hinter unserem Müssen“ und nicht an den „zu entwickelnden Menschen“. Wir haben überhaupt keine Zeit für solche Züchtungsversuche, wobei „generationenübergreifende Erziehung“ wohl angenehmer klingt. Solche Versuche ließen sich innerhalb der kapitalistischen Gesellschaftsordnung überhaupt nicht flächendeckend durchführen. Es wären immer nur einzelne Aussteiger, die als „Spinner“ hingestellt würden und für das System keine Gefahr darstellten. Sobald die Machthaber sich durch eine organisierte Gruppe ernsthaft bedroht fühlen, werden sie mit aller Macht dagegen vorgehen und schließlich auch vor Waffengewalt nicht zurückschrecken.

      Es geht immer um die MACHT, und die kommt aus den Gewehrläufen! – Das ist schon fast eine Binsenweisheit, die etwas in Vergessenheit geraten ist. Wenn man die Herrscher beseitigen will, muß man sie stürzen. Natürlich muß man die Gestürzten danach unterdrücken, um ihr Wiedererstarken zu verhindern. Wir müssen – müßten – die Freiheit der 99 Prozent erkämpfen, aber Freiheit für alle wird es niemals geben. Der Zustand des „Kommunismus“ bleibt ein unerreichbares Schlaraffenland.

      Ich bin ein alter Marxist-Leninist, aber ein ernüchterter, der versucht, die Lehren aus den gescheiterten Sozialismusversuchen seit Babeuf zu ziehen. Ich muß zugeben, daß ich bei der Suche nach neuen Wegen nicht allzu weit gekommen bin. Das liegt u.a. auch daran, daß mir die Machtverhältnisse zuungunsten der 99 Prozent heute dermaßen erdrückend vorkommen, daß ich mir einen Umsturz kaum vorstellen kann. Der müßte ja weltweit erfolgen oder zumindest in den USA beginnen.

      Man sollte aber sehen, daß es letztlich immer um die Macht geht! Entweder man hat sie oder man hat sie nicht. Alles andere ist Traumtänzerei.

  19. @ Till Sitter :“..den Zug zu verlassen…“ Ja, wenn der langsam in die Kurve fährt, abspringen. Bin vom Studium Sozialpädagogik abgesprungen. Das war so öde. Die „Wälder und Blumenwiesen“waren für mich zunächst Hanf-„Wälder“ und Mohn-„Wiesen“der Flower Power Bewegung. Doch das konnte mich nicht festhalten. Ich regiere mich selbst dadurch, dass ich vor der Lehmankrise Immobilien verkaufte und hinterher in physisches Gold investierte. Zwischen 2009 und 2011 explodierten dann die Preise.Mehr als Verdoppelung. Habe heute ein 104 qm Schwedenhaus im Grünen auf 800 qm Garten. Doch kein Einkommen…Nur Vermögen. Z.T. in physischem Gold. Doch auf Dauer muss Einkommen her. Denn wenn das so weitergeht, kommen bald Zwangshypotheken auf Immobilien und Goldbesitzverbote…

    • Habe heute ein 104 qm Schwedenhaus im Grünen auf 800 qm Garten.

      So etwas hätte ich fast gehabt. Ich wollte darin mit ein paar Freunden wohnen. Aber ich hätte dazu noch für mindestens zwei Jahre das Einkommen haben müssen, das ich damals hatte. Und meine Schnauze halten und dabei mithelfen, wie andere beschädigt werden, konnte und wollte ich nicht.

      Denn wenn das so weitergeht, kommen bald Zwangshypotheken auf Immobilien

      Das wird wohl wieder passieren.

      und Goldbesitzverbote…

      wenn man sich erwischen lässt

  20. der mensch sucht die loesung im aussen, parteien oder einen „anfuehrer“. die loesung und damit hat ken schon recht liegt im inneren eines jeden von uns. hausputz bei sich selbst, was lasse ich mir auftischen, wo mache ich mit und damit abhaengig? TV Radio Zeitungen, supermarkt-essen, impfungen u. tabletten
    etc.etc. selbst alternativen suchen und nicht die verantwortung abgeben!

    • „hausputz bei sich selbst“beginnen. Ja, aber bitte nicht übertreiben. Sonst geht es uns wie der Hausfrau, die ihre Küche derart blitzeblank geputzt hatte, dass man eine Sonnenbrille brauchte, um diesen Glanz überhaupt aushalten zu können. Nirgends mehr ein Bakterien-Herd. Der Duft von Putzmitteln liegt in der Luft.

      Da -oh Schreck – fällt der Hausfrau ein, dass doch noch EIN Bakterien-Herd in der Küche ist ! Sie selbst als Mensch ist der Bakterien-Herd, denn wir Menschen brauchen Bakterien, um leben zu können. Darmbakterien usw.

      Dann hört die Hausfrau die STIMME IHRES GEWISSENS sprechen: Erst wenn ich RAUS bin ist meine Küche wirklich REIN.

  21. @ Till Sitter:“ Bewegung für angewandte Vernunft“. Ja, bin dabei. „Geld leihen statt dass der Staat es druckt ? Unvernünftig!“
    Stimmt. Ist der helle Wahnsinn. Doch dieser Wahnsinn hat Methode.

    Die Unvernunft der Politik liegt ja auch in folgendem: Es gibt gewisse Menschen, die sind „Einser“-Typen. Für sich alleine ist der Einser-Mensch ohne grosse Wirkung. Doch dann gibt es auch Leute, die „Nullen“ sind. Und das Verrückte liegt darin, dass wenn da ein Einser ist und zwei Nullen hinzu kommen, dann denken die, sie seien schon 100 ! Und diese „hundert“ Leute suchen sich noch mehr Nullen als Anhänger und behaupten irgendwann, sie seien Millionen.

    • @Michaela: Cool, dann sind wir ja schon zwei. 🙂

      Ich denke, dass nahezu alle Menschen „Einser“-Typen sind und sich eigentlich recht gut selbst regieren könnten, wenn sie nicht schon von frühester Kindheit an zu Nullen gemacht werden würden. Wir fahren auf eingefahrenen Schienen und die einzige Möglichkeit die ich sehe, ist den Zug zu verlassen und seine Beine zu gebrauchen. Das hört sich aber leichter an als es ist, man muss schon bereit sein, auf einige Bequemlichkeiten zu verzichten. Dafür geht man aber auch durch Wälder und über Blumenwiesen, statt von A nach B transportiert zu werden. 😉

  22. Ken hat absolut Recht, es muss eine Bewegung sein. Parteien und Vereine werden grundsätzlich unterlaufen sobald sie Erfolg haben. Wie wäre es mit einer „Bewegung für angewandte Vernunft“? Diese wäre völlig unabhängig von bestimmten Personen, jeder Anhänger dieser Bewegung müsste sich nur das Prinzip verinnerlichen und wäre damit selbst Führungsperson, weil sich das Prinzip der angewandten Vernunft in seinem Verhalten niederschlagen würde. Bsw. wäre der Luxuskonsum passé, weil dieser total unvernünftig ist. Waffen produzieren? Unvernünftig! Geld leihen statt dass der Staat es druckt? Unvernünftig! Ich denke, dass dem herrschenden System nur durch Verweigerung beizukommen ist. 🙂

  23. Das mit den „gewählten“ und „nicht gewählten“ hat Horst Seehofer bei Pelzig auch gesagt. https://www.youtube.com/watch?v=_AYcGDCZ4zs

    Mir ist klar dass die nicht gewählten uns regieren aber ich fragen mich ob die Elite wirklich alles im Griff hat. Da geht wahrscheilich einiges NICHT ganz nach ihrem Plan und dann müssen sie viele Register ziehen um es in den Griff zu bekommen.

    Das beste Beispiel ist die Wahl zum Lissabonvertrag in Irland. In 2008 hatten die Iren NEIN gewählt. Dann hat die EU ganz schön blöd dagestanden. Dann durften die Iren in 2009 nach demokratischer Regeln (zynisch) noch einaml zur Wahlurne und ein JA kam heraus. Nur eine Region von 40 ist bei dem NEIN geblieben. Alle anderen haben zwischen 12% und 25% mehr JA stimmen wie vorher gehabt.

    Vor kurzem hat Irland gewählt und ein Linksruck entstand und die rudern ganz schön dagegen. Das Fass kam zum überlaufen im wahrsten Sinne durch die neue Wassergebühr die viele seit einem Jahr nicht bezahlen. Die Zahlen sind sind bekannt oder nicht glaubwürdig aber EUROSAT hat deutlich gemacht das Irish Water nicht genug Einkommen hat um auf eigen Füssen zu stehen. Dies bedeutet dass es weniger als 50% von dem geplanten Einkomen ist.

    Meine Meinung ist dass wir doch einiges bewirken können. Vielleicht nicht viel aber die Elite hat einige Probleme.

  24. Sind wir die Mehreren so sind wir die Schwereren:
    Nicht wählen. Ich bin Nichtwähler.
    Auf die politische Landschaft hat das aber keine Auswirkung. Nur mir persönlich geht es viel besser seitdem ich Nichtwähler bin. Nur wie viele Menschen haben das Problem so erkannt, 1% oder 3% ?
    Wir sind nicht die Schwereren 🙂

    Die Angst vor den Rechten:
    Nur die Angst vor der FPÖ hat in Österreich eine Wende in der Flüchtlingspolitik herbeigeführt. Hierbei geht es aber nur um die Angst der SPÖ und ÖVP Stimmen an die FPÖ zu verlieren.
    Durch den Verlust an Stimmen verlieren die Parteien auch an Einnahmen und nur darum geht es.
    Wie man sieht kann aber die Politik dadurch beeinflusst werden.

    Freimaurer:
    Natürlich wird auch die FPÖ(AfD) nichts an dem politischen Kurs ändern. Das Personalmanagement der Parteien wird in den wichtigsten Positionen durch die Freimaurer bestimmt.
    Keine Partei (mit Ausnahme von Herrn Hörstel) hat das Geldsystem im Programm und jede Partei die das Geldsystem nicht im Programm hat, macht politischen Selbstmord.
    Der Flüchtlingsstrom wird bewusst initiiert um die Nationalstaaten zu zerstören.
    Wir haben in Österreich fast 500 000 Arbeitslose.
    Die Aufnahme von so vielen Flüchtlingen zerstört das Sozialsystem vollständig.
    Die weltweite Wirtschaftsdiktatur kann nur durch Nationalstaaten, die eine funktionierende Demokratie haben
    aufgehalten werden.
    Die EU macht eine Politik die geisteskrank ist. Diese Politik wird nur durch die Freimaurer bestimmt und hat als mittelfristiges Ziel eine europäische Diktatur und als längerfristiges Ziel die Weltdiktatur.
    Für Firmen wird es keine Gesetze und Grenzen mehr geben. Dafür werden die Bürger keine Rechte mehr haben, Genfood, Lohnsklaven, kein Besitz, keine Demokratie, Polizeistaat.
    Das oberste Ziel von Grün, SPD, CDU, FPD ist die Zerstörung Deutschlands für eine europäische Diktatur.
    Die AfD zu wählen ist wenigstens ehrlicher als die Grünen, SPD, CDU, FPD zu wählen.
    Die EU hat in keiner Weise eine Friedenspolitik mit den nordafrikanischen Staaten und Russland im Programm.
    Die EU hat nur Krieg im Programm. Keine menschliche Zusammenarbeit mit den nordafrikanischen Staaten,
    wie Trinkwasserversorgung, Lebensmittelversorgung, Energie und Umwelt.
    Es geht nicht darum, Probleme zu lösen, sondern immer nur um Geld.
    Geld von 63 Personen die NICHTS!!!!! Positives zusammenbringen.
    Ich weiß nicht, ob Nichtwählen besser ist als AfD(FPÖ) zu wählen. Nur ich persönlich kann keine Partei mehr wählen.
    Ich bin aber überzeugt, dass die Nationalstaaten unbedingt erhalten bleiben müssen. So schlimm das ach sein mag, aber der Flüchtlingsstrom muss gestoppt werden. Dass, wenn es keine Anreize gibt dann auch keine Flüchtling kommen, sieht man an den Ostblockländern. Auch ein Grenzzaun funktioniert. Den Flüchtlingsstrom haben wir nur Merkel zu verdanken. Wann ist Ende? nach 1 Million, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10, 20, 30, 40,50, 60, ??????? Das Ende ist immer unmenschlich und es wird nur noch unmenschlicher je länger die wahren Ursachen nicht beseitigt werden. Der Flüchtlingsstrom hat nur ein Ziel, den kollektiven Selbstmord. Europa muss so schnell wie möglich eine problemorientierte und friedliche Zusammenarbeit mit seinen Nachbarn einführen, dafür müssen wir die EU (Freimaurer) aufdecken und entmachten und die Amis aus Europa militärisch raus werfen!

    Wie viele sind Wir? 1% oder schon 3% ?

    Ich hätte schon einen Namen für die Friedensbewegung: BIO
    Als Konkurrenz zu den (oliv)grünen, eine natürliche, tierische und menschliche Lebensweise im Fokus.

    Und übrigens, wenn ein Land das Geldsystem ändert, dann gehört es zu der Achse des Bösen!

  25. Der Gedanke ‚Die Pferde werden ausgewechselt, – die Tröge bleiben‘ ist nicht so neu und werden immer wieder von den größten Partei, die der Nichtwähler, vorgetragen. Die Hoffnung der Links- oder Rechts-Außenwähler ist es, die dringend notwendige Veränderung gemäßigt, und ohne den großen Knall herbei zu führen, über die Bühne zu bekommen. Wir Deutschen sollten mit Blick auf die DDR verstehen, dass es einen gemäßigten Übergang in unsere visionäre Zukunftsgesellschaftsform (Kommunismus?) wohl nicht geben wird, weil es immer Menschen geben wird, die sich über andere stellen werden und mehr besitzen wollen. Ich denke, das ist ein naturgegebener Fakt, der sich ja auch bis zu unseren evoluionären Vorfahren zurück verfolgen lässt. Ich denke, dieses notwendige Umdenken der gesamten Menschheit wird es erst geben, wenn tatsächlich der letzte Tropfen Öl, das letzte Uran aus der Erde geholt ist und hier alles den Bach runtergehen. Leider werden wohl die Verursacher des ganzen Chaos dann wohl auch zu den Gewinnern zählen und überleben. An der Vision, dass die Menschen vorher umdenken, arbeiten Sie Herr Jebsen und viele andere, ja auch indirekt die Anhängerschaft dieser Seite, tatkräftig mit. Die Einsicht und Systemablehnung kann nur durch gezielte Aufklärung kommen und wird hoffentlich auch irgendwann beim letzten ankommen! Wir befinden uns noch immer ganz am Anfang der Aufklärungsphase und haben leider überhaupt keine Zeit mehr.
    Ich habe aber dennoch mal eine Frage zu den Ausführungen im Video und ich habe es schon vermehrt mit diesem Unterton gehört. Was ist so verwerflich daran, die Linke zu wählen? Inwieweit wählt man damit quasi den gleichen Sche*** als wenn man die grossen Volksparteien oder gar rechts wählt? Oder bezieht sich die Aussage darauf, dass man nichts ändert, wenn wir in einem kleinen Land Europas linken Protest wählen, aber am globalen oder am Europasystem nichts verändern werden und bestenfalls wie die Griechen enden werden? Rot aber bettelarm?

    • @Steffen Pieper

      Ich hatte hier auf dem Portal von KenFM schon auf die Wahlfarce in Hessen 2008 hingewiesen, als eine rote Ministerpräsidentin abgeschossen wurde, weil sie mit der Linken eine Regierung bilden wollte.

      Ich vermute mal, dass wenn in der heutigen Zeit, mit der noch herrschenden Supermacht USA, trotz aller Knüppel zwischen den Beinen tatsächlich mal eine rot-rote-Bundesregierung an die Macht kommen würde, dass spätestens am übernächsten Tag mehrere US-Divisionen samt zugehörigem Kriegsgerät (Flugzeugträger, Panzer, Flugzeuge etc.) in Deutschland landen würden. Natürlich nur weil es vorher massive Terroranschläge in vielen deutschen Städten gegeben hätte, die man jetzt nur mit US-Hilfe wieder beseitigen könnte und dazu müsste auch, natürlich nur vorübergehend, die rot-rote-Regierung eine Statisten-Rolle einnehmen, bis der Terror in ganz Europa endgültig wieder vertrieben ist.

      Eine Transformation hin zu einem idealen Staat, einer echten Gemeinschaft (die Stärkeren helfen den Schwächeren), geht mit Sicherheit nur von unten.
      Schlechte Verhältnisse helfen dabei nicht – siehe z.B. Bangladesch – aber Aufklärung und Information über das Wie der Transformation und über das Was danach.

    • @ Steffen Pieper

      Wagen wir doch mal den Blick auf das grosse Ganze. Ob wir bettelarm enden, ist zuerst eine Frage des vernünftigen Wirtschaftens. Hier eine Imagination: Russland ist wie eine Frau. Wie eine Braut. Zwei Freier werben um sie. Der Deutsche und der Angloamerikaner sind diese Freier. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste diese Braut einen eisernen Keuschheitsgürtel tragen. Das war der Eiserne Vorhang. Nun, seit dieser Keuschheitsgürtel abgelegt wurde, steht eine Hochzeit bevor.

      Warum ist Russland wie eine Frau ? Weil Russland denjenigen kulturellen Samen, der in sie gelegt wird, bewahrt.
      Russland ist wie eine Schale, die das, was sie empfängt, bewahrt. Russland ist konservativ-bewahrend.
      Beweis dafür ist, dass Russland dasjenige bewahrte und nicht veränderte, was als orthodoxes Kirchentum -ich sage bewusst Kirchentum und nicht Christentum -vor tausenden von Jahren es empfing.
      Deutschlaand ist geistig gesehen männlich. Denn auch Deutschland empfing das Christliche, doch es hat es nicht nur bewahrt, wie es empfangen wurde. Sondern es hat hierzulande „gebrodelt“.reformation. Gegenreformation.Usw.

      Und die Angloamerikaner sind besessen von der Idee ihrer Weltherrschaft. Sie wollen Deutschland von Russland trennen, um selber ihren Kulturkeim Russland einzupflanzen, über Deutschland und über dieses willenlose Europa hinweg. Es ist wie der Kampf zweier Freier um eine Braut. Und der allgemeine Angloamerikaner hat dem allgemeinen Deutschen eines voraus: Instinkt. Der allgemeine Deutsche hat keinen Instinkt, der muss erst denken.
      Der ist noch nicht, der muss erst werden. Der allgemeine Angloamerikaner hat über geheime Kanäle diese kommunistischen Ideen nur deswegen nach Russland transportiert, um Russland zu schwächen.
      Die wirklichen Materialisten sind die Anhänger des Karl Marx. Materialismus ist das Fundament aller linken Theorien, doch dieses geistige Fundament ist längst zeerbröselt.

      Die Angloamerikaner haben dieses untaugliche Konzept nur den anderen Völkern schmackhaft gemacht. Für sich selber wissen die längst, dass es ein Konzept aus dem vorvorigen Jahrhundert ist. Das wollen sie bei sich selber nicht haben. An den linken Theorien sollen sich gefälligst diejenigen orientieren, die es gilt, zu schwächen.
      Als der Ruf nach Weltrevolution ertönte, musste das Getöse des Zweiten Weltkrieges das übertönen.
      Im Ergebnis war Russland schwach geworden und Deutschland wurde besetzt gehalten. So konnten die Angloamerikaner „drüben hinter dem Eisernen Vorhang“ billig arbeiten LASSEN, und die Geschäfte liefen über die Regierungen. Auch Westdeutschland LIESS „drüben in der Zone“ billig arbeiten. Und die Beamten passten auf, dass kein Zwangsarbeiter aus dem Gefängnis entkommen konnte.
      Wenn der allgemeine Deutsche nicht bald aufwacht für die Frage nach den geistigen Hintergründen dieser Dinge, dann wird er diesem Machtokkultismus der angloamerikanischen Bruderschaften auf den Leim gehen.
      Leider ist es intern besonders der Sozialisten verpönt, Okkultismus ernsthaft zu HINTERFRAGEN.

  26. Das „Demokratische Geldsystem“ wäre eine absolute Mindestvoraussetzung für Gerechtigkeit.
    Das aber emotional Sichtbar zu machen ist die Kunst. Da gibt so ein „armer“ Flüchtling schon mehr her.
    Vielleicht kommt das Interesse erst ,wenn sich das alte Geldsystem auflöst.
    Da könnte es emotionale Reaktionen erzeugen. Denke Ich.:)
    Das mit den Parteien sehe ich auch so. Da wird so ein geostrategisches Wirtschaftsgebiet nur mit gutbezahlten Angestellten verwaltet.
    Aber es verändert sich was bei immer mehr Menschen im Denken und das ist der Weg.
    MFG LB

  27. eigentlich dachte ich die Mitbürger sind jetzt durch das Internet schlauer geworden, dem ist es nicht so. Wer dumm ist bleibt dumm, bei manchen Leuten sterben die verbliebenen, gesunden Gehirnzellen sogar ab. Bin ein Nichtwähler, weil keine Partei ist für den Frieden.

  28. Die AfD ist die Speerspitze des christlichen Fundamentalismus

    „…Die Ignoranz der etablierten Parteien in der Islamdebatte führte also zum Aufstieg der AfD?

    Ja. Fälschlicherweise geriet die AfD dadurch in den Ruf, eine Partei zu sein, die den säkularen Rechtsstaat gegen religiöse Dominanzmanöver verteidigt. In Wahrheit ist jedoch das glatte Gegenteil der Fall, denn die AfD ist die Speerspitze des christlichen Fundamentalismus in Deutschland. Wer meint, die AfD wählen zu müssen, um die Privilegien der Religiösen zurückzudrängen, macht den Bock zum Gärtner. Es ist kein Zufall, dass führende Vertreter der AfD aus der evangelikalen Bewegung bzw. dem rechtskatholischen Spektrum stammen. Diese vermeintlichen „Retter des Abendlandes“ bekämpfen den lslamismus nicht, um die offene Gesellschaft gegen ihre Feinde zu verteidigen, sondern um den erzreaktionären, illiberalen Normen der christlichen Rechten zum Durchbruch zu verhelfen.

    In der öffentlichen Debatte hört man davon wenig …

    Aus gutem Grund, denn die Fundamentalisten innerhalb der AfD wissen nur zu gut, dass eine offen christlich-fundamentalistische Partei in Deutschland kaum Wählerstimmen erhalten würde. Nach den Misserfolgen der „Partei bibeltreuer Christen“ oder der „Partei der christlichen Mitte“ verfolgt die christliche Rechte seit geraumer Zeit eine neue politische Strategie, die darin besteht, die religiösen Hintergründe ihrer Kampagnen zu verschleiern. Sie besetzen zwar noch immer die gleichen „christlichen Kampfgebiete“, etwa den „Schutz der Familie“ oder den „Schutz des Lebens“, geben dem Ganzen jedoch einen scheinbar säkularen Anstrich, auf den leider viele hereinfallen.“

    http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/afd-speerspitze-des-christlichen-fundamentalismus

    • @ 3zehn: “ Die AfD ist die Speerspitze des christlichen Fundamentalismus.“

      Damit kein Missverständnis aufkommt, vorweg folgendes: Was diese Namenschristen heute als „christlich“ bezeichnen, ist das real-Antichristliche. Was ist das real-Christliche ? Freiheit und Individualismus. Kurze Begründung, warum ich meine, dass ganz Europa diesem real-Antichristlichen auf den Leim ging. Zu Lebzeiten des Christus Jesus auf Erden gab es Hochschulen der Machthaber. Das waren die Mysterien. Dem Volk blieb der Zutritt zu diesen Hochschulen verwehrt.
      Denn intern dieser Mysterienstätten wurde ein Herrschaftswissen vermittelt. Menschen aus dem Volk, die den Machthabern fern standen, durften nicht die höheren Weihen der Mysterienschulen erlangen. Und die Initiaten dieser Schulen durften die Geheimnisse nicht an das Volk verraten. Solcher Verrat wurde mit dem Tode bestraft.

      Christus Jesus beging Mysterienverrat, indem er die „Erweckung des Lazarus“ OEFFENTLICH vollzog,d.h. im Beisein des Volkes. Er scherte sich nicht um die Omerta der damaligen Machthaber. Dafür, dass auch das Volk die höheren Weihen dieser Bildung erlangen konnte, opferte Er Sein Erdenleben. Die Mysterien sollten vergrössert werden, so, dass auch das Volk hinein durfte. Doch die Namenschristen schafften die Mysterien ab. Ursprünglich waren diese Mysterien eine Einheit, bestehend aus Wissenschaft, Kunst und Religion. Was wir heute davon haben, sind drei Trümmerbruchstücke. Sie erscheinen getrennt, als hätte das Eine mit dem Anderen keine Verbindung.

      Beim 8.ökumenischen Konzil zu Byzanz anno 869 schafften katholische Namenschristen die Trinitätslehre ab.
      Sie besagte, der Mensch bestehe aus Geist,Seele und Leib. Der „Geist“ wurde abgeschafft. D.h., wer als Wissenschaftler auch Okkultist sein wollte, war mit dem Tode bedroht. Esoterik wurde durch diese Namenschristen verboten. Wissenschaft wurde entgeistigt. Materialismus der Wissenschaft war die Folge.

      Wenn diese AfD heute behauptet, es gehe ihr um „christliche“ Werte, sollte sie wissen, dass Freiheit und Individualismus ein real-christlicher Wert ist. Wenn diese Partei durch Jesuiten ferngesteuert wird, dann wird sie gerade gegen den Individualismus und gegen die Freiheit des Einzelnen ankämpfen. Immer mit der Betonung auf einem „Wir sind“ staatt auf einem:Ich bin.
      Kein Geringerer als Dr.Rudolf Steiner sagte, dass der einzig wahre Name des Christus ist:Ich bin.

    • @Michaela
      Danke sehr für den kurzen historischen Abriss! Ich stimme dir in deinen Schlussfolgerungen zu. Wir haben es heute allerorten mit subtilen Täuschungen zu tun, wo das Gegenteil von dem, was propagiert wird, beabsichtigt ist und verfolgt wird. Du hast Recht, dass die AfD-„Christen“ eben keine ur-christlichen Werte verfolgen, wie sie insbesondere vom Protestantismus gepflegt wurden, sondern eine gefährliche okkulte Agenda. Das geht aber den Allermeisten schon zu weit, weshalb die 99% auf keinen grünen Zweig kommen und wie die Puppen tanzen – ohne es zu merken. So eben auch bei der AfD, es ist nicht das drin, was offenbar sehr viele meinen, das drin sei… Vielleicht war es ja gerade auch ein Ziel der „Flüchtlingskrise“ die emotionale Basis als Voraussetzung für diesen AfD Wahlerfolg zu erzeugen, frage ich mich…

  29. Ich teile die Schlussfolgerung nur bedingt.

    Auch eine Friedensbewegung setzt mit ihrem Wirkversuch auf Entscheidungsträger, und erhofft nicht nur über funktionslose, amtslose oder machtlose Menschen eine Veränderung, sondern hofft, dass sie auf Entscheidungsträger einwirken kann, und damit auf die Politik.

    Nicht zu wählen bedeutet aber auch, andere Parteien als groß erscheinen zu lassen. Würden alle Nichtwähler unbedeutende Parteien wählen, dann wären die etablierten Parteien sehr schnell zurechtgestutzt. Dass es angeblich für Ken keine Partei mit den richtigen Themen gibt, liegt ja in der Selbstverweigerung an dem Wahlsystem teilnehmen zu wollen. Für andere Menschen mögen die Parteien sehr wohl das entscheidende vertreten.

    Eben gründet sich eine humanistische Friedens-Partei, damit auch friedensbewegte eine Vertretbare Partei wählen können. Und bis zu dem Punkt, wo die Personen noch nicht korrumpiert sind, sind sie auch wählbar – selbst für Ken.

    Und das ist eben endlich auch eine wahrgenommene Möglichkeit von friedensbewegten Menschen Einfluss aufbauen zu wollen, der sich ‚moralisch‘ (noch) nicht hinter der Straßen-Demo-Friedensbewegung verstecken braucht, oder als verruchter zu gelten hat, solange sie nicht korrumpiert sind. Ein doch relativ bequemer Vorwurf, bei dem ich nicht wüßte, ob Friedensaktivisten davor gefeit sind, und warum hier ingesamt eine Beweislastumkehr als gegebene Realität zu unterstellen sei – was perfider Weise auch nur den etablierten Parteien nutzt, die froh über alle nichtwählenden Nichtwähler sind. Schlafende Hunde bloß nicht wecken.

    Insgesamt mag die Analyse von Ken richtig sein, aber sie taugt insgesamt nicht für seine Schlussfolgerung, sondern ist in meinen Augen, so wie die Argumentation geführt wird, doch recht bequem und auch unehrlich ( möglicherweise auch etwas ’selbstverliebt arrogant‘).

    • Es ist doch gerade das Problem, dass diese „Entscheidungsträger“ nicht mehr in der „Politik“ zu finden sind.
      Seehofer hat bei Pelzig darauf hingewiesen: “ Die gewählt wurden, haben nicht zu entscheiden, und die zu entscheiden haben, sind nicht diejenigen, die gewählt wurden.“ Ueber das, was in Deutschland geschieht, entscheiden Bankvereine.
      Die wirkliche Macht – und damit die Souveränität- liegt nicht mehr bei diesen Parteien. Europa ist doch längst wirtschaftlich entmündigt. Welche Parteien auch gewählt werden : Entscheidungen werden durch Bankvereine über Brüssel getroffen. Diese „Demokratie“ ist doch nur noch eine Farce.

    • @ Bert und Michaela:

      Es besteht die Möglichkeit, sich selber als Einzelperson wahrzunehmen, oder sich zu sehen und andere Menschen zu sehen und zu verstehen, dass eine Veränderung gemeinsam gedacht und umgesetzt werden kann.

      Um sich der Vorstellung zu öffnen, dass ich als Individuum mit der Möglichkeit zur Vernetzung tatsächlich größeren Einfluss ausmachen kann, durch z.B. mehrheitliche Entscheidung auf ein bestimmtes Produkt zu verzichten… eine bestimmte Wahlperiode nicht zu wählen etc… – braucht es erstmal das Bewusstsein bei jedem Menschen, der sein Potential auch ausserhalb von sich selbst zu entdecken und zu erkennen mag.

      Was mir hierzu einfällt: Facebook, Smartphone, Onlinegames, Werbeunterbrechungen im Fernsehen, 3 Minuten-Clips an Informationen ( dann Informationswechsel / Themenwechsel) bei bestimmten Nachrichtensendern, Smombie…

      diese Aufzählung lässt sich unter dem Stichwort: De-Fokussierung zusammenfassen.

      Ich lasse mich also ständig oder oft genug davon beeindrucken , oder begeistern wieviele Möglichkeiten es gibt.

      Für alle Facebook-Freunde: schaut euch das gigantische Angebot an, was ihr alles klicken könnt, aber das ihr kaum eine Historie bekommt, wann ihr was wieso weswegen geklickt habt – sondern stattdessen bekommt ihr entsprechende Werbung für eure Interessen gepostet ( so habe ich das jedenfalls in Erinnerung – Jahre nicht mehr bei Facebook)

      Smartphone ebenfalls: In der Bahn, unterwegs… es wird in das Gerät geschaut… der Moment, den es zu erleben gelten könnte, verpufft in der Aufmerksamkeitslenkung auf das Smartphone..

      Onlinegames, wo z.B. mehrere Gegner angreifen : von oben, unten, rechts, links – Aufmerksamkeit wird ständig auf andere Punkte im Spiel gelenkt = defokussiert.

      Werbeunterbrechung: statt in der Filmstory emotional zu verhaften: rausreissen aus dem Themenstrang: Konsumprodukt xy ist gerade viel wichtiger… =Defokussierung

      3-Minuten Nachrichten-Info : anstelle nach 3 Minuten sich zu besinnen, Gedanken zu machen, direkt das nächste Thema ; möchte man akribisch nach Ende der Nachrichtensendung alle Themeninhalte auflisten, wird es schwierig – warum? = Defokussierung

      Und das ist die Tendenz: Es gibt zig weitere Medien oder Möglichkeiten der Defokussierung.

      Die Aufgabe einer Gemeinschaft ist aber Fokussierung. Hin zu einem bestimmten, größeren Ganzen. Zu einer Gemeinschaft.

      Hin zu gemeinschaftlichen Interessen. Daran gilt es zu arbeiten.

      Wer es bei sich schon begriffen hat, könnte es in seinem Umfeld versuchen.

      Es kann aber, wie Jemand hier schon als Kommentar schrieb, wie ein Reden gegen eine Wand von Ignoranz wirken, wenn Jemand z.B. für eine Friedensbewegung fokussieren möchte, aber gegen X unterschiedliche Medien und Möglichkeiten der Defokussierung sich behaupten muss.

      Wenn allerdings der Kommentar nur meint : Sie ( Herr Jebsen) reden gegen eine Wand von Ignoranz.

      Was sollte dann die Konsequenz sein? A) Lassen Sie das Reden = es nützt nichts = die Gesellschaft ist „toll“ so wie sie ist.

      oder B) Bleiben Sie am Ball, fokussieren Sie selbst, setzen Sie Akzente und ermutigen Sie andere es bei sich selber und anderen anzusprechen.

      Da bin ich persönlich für Punkt B), denn das Veränderungen geschehen, lässt sich z.B. auch daran erkennen wie diverse andere Alternativmedien teils ähnliche Themenbereiche aufgreifen, also die Tendenz zur Fokussierung auf bestimmte Themen aufweisen – und da fängt es an spannend zu werden.

      Freundliche Grüße

      Spooky Reloaded

  30. Einige kurze Anmerkungen: Da ich für das kapitalistische System bin, ist es nicht mein primärer Wunsch, es zu diskreditieren/’zu demaskieren‘
    Geradezu lächerlich ist es, dass die ‚AfD‘ in vielen ärmeren Stadtteilen gewählt wurde: Die ‚AfD‘ ist gegen den Mindestlohn und dafür, Hartz4 zu senken. Das zeigt, wie die Hysteriekampagne der Medien ‚funktioniert‘.
    Übrigens bin ich nicht der Meinung, dass es egal ist, wen man wählt. Die letzte Regierung aus Union/FDP hat die Wehrpflicht ausgesetzt und den Atomausstieg beschlossen (überzogene Reaktion auf das dubiose Desaster (Anschlag?) in Fukushima) – sie hat also die am meisten ‚grüne‘ Politik bisher gemacht. Ich glaube, keine andere Parteienkonstellation hätte das so durchgeführt. Wegen der Wehrpfluchtaussetzung alleine fand ich diese Regierung gut. Es ist aber eigenartig, wenn bisweilen eine andere Politik herauskommt als die offizielle Ausrichtung der Parteien besagt.

    • PS: Ich habe den Beitrag jetzt erst angehört – den obigen Kommentar habe ich nur aufgrund des Textes geschrieben. Einigen der Punkte stimme ich inhaltlich nicht zu.
      – Punkt Staatsverschuldung: Die Union und die FDP / und derzeit sogar Union/SPD haben das Ziel der ’schwarzen Null‘ praktisch realisiert (von den Staats-Schuldemachern war das eigentlich als ‚unmöglich‘ wegtabuisiert (beim Schuldenmachen sind sich Neocons und Sozialdemokraten ausnahmsweise meist einig)). Auch daher werden Merkel/Schäuble hinter den Kulissen nach meinem Eindruck angefeindet, und bekommen derzeit die Rache anderer EU-Regierungen via Solidaritätsverweigeung in de Flüchtlingskrise ab.
      Es stimmt also nicht, dass die Staatsverschuldung in der deutschen Politik keiner hinterfragt – im Gegenteil.
      – Punkt erneuerbare Energien: 100% erneuerbare Energien sind momentan kaum möglich, und zwar rein technisch. Die großen Schwankungen bei Wind- und Solarenergie sind (außer mit Kohle, Öl, Gas, Kernkraft) höchstens durch (die Natur stark beanspruchende) Pumpspeicherkraftwerke aufzufangen. Die Kernenergie ist klimaneutral, und wurde meines Erachtens ein wenig über Gebühr aus Reaktion auf Fukushima (nach meinem Eindruck ein Terroranschlag) verworfen, zumal Frankreich und die USA als echte Atommächte keine Anstalten machen, ‚auszusteigen‘. Ich bin aber auch kein Fan der Kernenergie – sie hat meines Erachtens Vor- und Nachteile.
      – Punkt Bankensystem: Natürlich ist ein Trennbankensystem nicht vom Tisch, aber momentan haben die Bankenlobbyisten offenbar andere Vorstellungen. ich halte das Finanzthema für überschätzt, und für Ablenkung – die Finanzkrise 2009 war Resultat eines massiven Staatsversagens der USA und anderer Neocon-Systeme. Die EU und den Euro halte ich für wesentlich im Hinblick auf den Frieden. Das wird meines Erachtens von Rechtspopulisten absichtlich und von Linken fahrlässig unterschätzt: Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass es in Europa Frieden gibt. Noch bis vor vor wenigen Jahrzehnten lagen Deutschland und Frankreich zum Beispiel in katastrophalen Dauerkriegen, Die machttechnisch starken Nationen Europas müssen mit klaren politischen Fakten am Krieg gehindert werden.

    • @Michael Kanellos

      „Die großen Schwankungen bei Wind- und Solarenergie sind (außer mit Kohle, Öl, Gas, Kernkraft) höchstens durch (die Natur stark beanspruchende) Pumpspeicherkraftwerke aufzufangen.“

      Pumpspeicherkraftwerke sind völlig unnötig in der heutigen Zeit. Bis Stromspeicher in großem Maßstab verfügbar sind, wird es vermutlich nur noch ein paar Jahre dauern. Bei Elektro-Fahrrädern mit Akkus gibt es bereits jetzt einen weltweiten Boom.

      Kurzfristig gibt es auch eine viel bessere Alternative als Pumpspeicherkraftwerke, die sogar überall, d.h. in jeder größeren Stadt oder sogar jedem dafür geeigneten Haus eingerichtet werden kann (gesteuert werden kann das Ganze mit Hilfe der Technik aus den Nachtspeicheröfen: Rundsteuertechnik), ganz schnell, ganz viel, ganz billig:

      Power-to-Heat: So heizt Münster künftig mit überschüssigem Windstrom
      Es sei denn, Speicher schaffen Abhilfe, indem sie überschüssigen Ökostrom aufnehmen und so die teuren Abschaltungen vermeiden. Großbatterien und Power-to-Gas-Anlagen, die hierfür bisher ins Auge gefasst werden, sind technisch noch nicht ausgereift. Doch es gibt eine Alternative, die bereits kurzfristig greifen könnte.
      Denn auch Power-to-Heat-Anlagen können das strapazierte Stromnetz entlasten. Eine der größten ihrer Art wurde jetzt in Münster in Betrieb genommen. Ihr Elektrodenkessel mit 22 Megawatt Leistung nutzt überschüssigen Windstrom, um Wasser für die Fernwärmeversorgung zu erzeugen.

      http://green.wiwo.de/power-heat-heizt-muenster-kuenftig-mit-ueberschuessigem-windstrom/

      Man hat quasi einen überdimensionalen Tauchsieder der jeweils mit überschüssigem Windstrom versorgt wird. D.h. wenn es zuviel Windenergie gibt, wird diese in Wärme umgewandelt und spart so direkt eine Menge an fossiler Energie. Wenn wir in einem idealen Staat leben würde, also einer echten Gemeinschaft wo alle zusammenarbeiten, statt sich gegenseitig Konkurrenz zu machen, könnten die erneuerbaren Energien schon viel, viel weiter sein.

      Zur Grundlast können auch viele Kleinwasserkraftwerke beitragen, von denen es in Deutschland mal tausende gab.

      Hier sind zwei Beispiele aus Bayern:

      DIE RENAISSANCE DER KLEINWASSERKRAFT (43min02) von Leben mit der Energiewende
      https://www.youtube.com/watch?v=163gr9QJHEA

      Und wie die Energiewende
      Leben mit der Energiewende 3 – Selber machen – Der Kinofilm
      https://www.youtube.com/watch?v=AFvmIHlId7U

    • @Stephan Becker
      Heizungen sind ein kompliziertes Thema meiner Meinung nach in puncto Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energien.
      Nicht aus technischen Gründen, sondern weil es ja die Alternative von billigen Stromheizungen gibt (ein Konvektor für 20-30 EUR aus dem Baumarkt, Null Installationskosten, heizt einen normal großen Wohnraum völlig ausreichend).
      In Frankreich mit seinem billigen Atomstrom sind solche Heizungen weit verbreitet, während man sich in Deutschland mit Zentralheizungen, Fernwärme (wie in Ihrem Beispiel) etc. ‚herumschlägt‘ mit all den Nachteilen (teure Installation, Wartung etc.).
      Es gibt auch viel Widerstand gegen Windräder, das ist alles nicht so einfach.

    • PS: ‚Selber machen‘ möchte ich nicht – ich möchte, dass der Strom wie bisher geliefert wird.

    • Nicht aus technischen Gründen, sondern weil es ja die Alternative von billigen Stromheizungen gibt (ein Konvektor für 20-30 EUR aus dem Baumarkt, Null Installationskosten, heizt einen normal großen Wohnraum völlig ausreichend).

      Die steuerliche Subventionierung von Nachtstrom (d.h. des Niedertarifs) wurde in Deutschland inzwischen durch die rot-grüne Bundesregierung im Jahr 1999 für 2007 und später aufgehoben.

      Wenn wir in einem idealen Staat leben würden, dann würde man dafür sorgen, dass Hausbesitzer in der Nähe von Windparks nur Mehrwertsteuer und sonst keinerlei Abgaben auf den Strompreis zahlen müssten, wenn sie überschüssigen oder zu billigen Strom (ca. < 4 Ct/kWh an der Leipziger Strombörse EEX) abnehmen.

      Übrigens von wegen billige Stromheizung:

      Rhein-Energie – Nachtstromspeicherheizungen
      Ein-Zählermessung Zwei-Zählermessung
      NSH 1-Brutto bis NSH 4-Brutto:
      19,84 Ct/kWh
      Grundpreis: 41,41 €/Jahr bis 87,11€/Jahr

      http://www.rheinenergie.com/de/privatkundenportal/produkte_preise/strom_2/nachtstrom/

      Knapp 20 Ct/kWh das entspricht ca. 2 Euro pro Liter Heizöl (etwa gleicher Energiewert wie 10 kWh Strom). Wer mit Nachtstrom heizt, muss ziemlich bescheuert sein oder keine andere Wahl haben (z.B. Luftreinhaltegebiet). Da muss das Heizöl aber noch deutlich teurer werden bevor sich heizen mit Nachtstrom rechnet.

      In Frankreich mit seinem billigen Atomstrom sind solche Heizungen weit verbreitet,

      In den nächsten etwa zehn Jahren sollen in Frankreich planmäßig 34 Kernreaktoren stillgelegt werden (de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nuklearanlagen_in_Frankreich). Bis jetzt ist nur ein(!) einziger Reaktor in Bau: Flamanville 3, der dieses Jahr eventuell noch ans Netz geht. Was machen wohl die ganzen Elektroheizungsbesitzer in Frankreich bis in zehn Jahren? Auf Überschuss-Strom aus Frankreich hoffen?
      Selbst wenn Frankreich ganz Mali besetzen würde, würde das dieses Problem garantiert nicht verhindern.

    • Zefix, ich sollte meine Beiträge mindestens einmal noch mal durchlesen, bevor ich sie veröffentliche:

      Die Franzosen sollten natürlich nicht auf Überschuss-Strom aus Frankreich, sondern aus Deutschland hoffen.

    • zu: „Wegen der Wehrpflichtaussetzung alleine fand ich diese Regierung gut.“

      Ich erst auch – blos jetzt haben wir eine Söldnerarmee, die entgegen dem Grundgesetz in der ganzen Welt ihrer „Verantwortung“ gerrecht wird, durch Kriegseinsätze im Ausland!

      „Es ist aber eigenartig, wenn bisweilen eine andere Politik herauskommt als die offizielle Ausrichtung der Parteien besagt.“
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