Nato im Osten Europas

«Feindbild Russland» beim Treffen der Verteidigungsminister in Brüssel

Von Karl-Jürgen Müller.

Auf ihrer Tagung am 14. Juni haben die Verteidigungsminister der Nato eine engere militärische Zusammenarbeit mit der Regierung der Ukraine, mehr Einsätze jenseits der Grenzen der Nato-Staaten und die Verlegung von Nato-Truppen – 4 Bataillone mit je 1.000 Soldaten und Ausrüstung – in die 3 baltischen Staaten und nach Polen beschlossen. Über die Beschlüsse der Tagung soll beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten in Warschau am 8. und 9. Juli endgültig entschieden werden.

Diese Beschlüsse waren von einer Wortwahl begleitet, die sich immer wieder gegen Russland richtete, besonders von Seiten des Nato-Generalsekretärs Jens Stoltenberg (Bild: oben). So behauptete er in der Pressekonferenz vom 14. Juni nach dem Treffen der Nato-Ukraine-Kommission, der Krieg im Osten der Ukraine sei allein «durch russische Aktionen hervorgerufen». In der deutschen Zeitung «Bild» begründete er am 15. Juni die neuen Nato-Truppen für die baltischen Staaten und für Polen allein mit Verteidigungsabsichten: «Wir wollen unseren Partnern zeigen, dass wir da sind, wenn sie uns brauchen. Und wir wollen potenziellen Angreifern zeigen, dass wir reagieren, wenn sie uns bedrohen.» Die Bedrohung, so Stoltenberg, gehe von Russland aus: «Die Truppenstationierung im Osten ist eine angemessene Reaktion auf Russlands aggressive Handlungen.»

Die russische Regierung wies demgegenüber schon zuvor darauf hin, dass die Nato, auch gemeinsam mit der Ukraine, zunehmend viele Militärübungen in unmittelbarer Nähe zur russischen Grenze veranstaltet – vom Baltikum bis hinein ins Schwarze Meer. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte gemäß der russischen Agentur «Sputnik News» vom 6. Juni, man beachte das Näherrücken der Nato-Truppen und ihrer Militärtechnik an die russischen Grenzen zwar als eine Hauptbedrohung. Dies habe aber nicht zu bedeuten, dass Russland jemals einen der Nato-Mitgliedsstaaten angreifen werde: «Unsere Sicherheitsdoktrin definiert ganz klar, dass eine der Hauptbedrohungen die weitere Expansion der Nato gen Osten ist. Ich möchte noch einmal betonen, dass wir nicht die Existenz der Nato an sich als Bedrohung betrachten, sondern die Art und Weise, wie das Militärbündnis in der Praxis agiert.» Lawrow fügte hinzu: «Ich bin mir sicher, dass seriöse und ehrliche Politiker sich durchaus im klaren sind, dass Russland niemals irgendeinen Mitgliedsstaat des Atlantischen Bündnisses angreifen würde. Wir haben keine Pläne dieser Art. Ich denke, dass sich die Nato dessen bewusst ist, aber einfach die Gelegenheit nutzt, mehr Militärtechnik und Bataillone zu verlegen – als Garant dafür, dass die USA auch weiter diese Region beaufsichtigen dürfen.»

Wirft man einen Blick zurück auf die Gründungsakten von Nato und Warschauer Pakt, so hieß es schon damals in beiden Dokumenten, man sei nur am Frieden interessiert, stehe voll und ganz hinter der Charta der Vereinten Nationen, wolle Kriege vermeiden und schließe sich militärisch nur zusammen, weil man sich verteidigen können müsse, weil man abschrecken müsse; denn es gebe andere Mächte, die aggressive Absichten haben. Wohl bis heute kommt man deshalb nicht darum herum, die Worte an Tatsachen in Geschichte und Gegenwart zu messen – und an dem, was sonst in der Welt passiert und passiert ist.

Hannes Hofbauer, Historiker, Buchautor und Verleger aus Österreich, hat Anfang 2016 ein neues Buch veröffentlicht: «Feindbild Russland. Geschichte einer Dämonisierung» (ISBN 978-3-85371-401-0). In diesem Buch finden sich sehr viele sorgfältig recherchierte Hinweise auf die Fakten und den meinungsmachenden Umgang des Westens mit Russland. Das Buch geht auch auf die vergangenen 3 Jahre in der Ukraine ein und legt dar, warum die gängigen Behauptungen westlicher Offizieller (russische «Annexion» der Krim und russische Kriegstreiberei im Osten des Landes), so wie sie auch der Nato-Generalsekretär erneut in Brüssel vorgetragen hat, so nicht den Tatsachen entsprechen und vor allem eines sind: die Wirklichkeit verzerrende Formeln, die dem Feindbild dienen sollen.

Warum glauben einige im Westen immer noch, dass die Menschen vergessen, wer nach dem Ende der Sowjetunion «einzige Weltmacht» sein wollte und welche Verbrechen dafür begangen wurden, um diesen Status zu erreichen und zu erhalten? Hannes Hofbauer weist nach, dass die Geschichte des «Feinbildes Russland» nicht erst 1991 begonnen hat, sondern weit, sehr weit zurückreicht. Sicher für die Zukunft ist, dass die Spannungen zunehmen werden, wenn die Verantwortlichen in Nato (und EU) so weitermachen wie in den vergangenen 25 Jahren.

Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat erneut einen Richtungswechsel gefordert. Bei einem Festvortrag bei der Deutschen Handelskammer in Salzburg Anfang Juni hat er nochmals betont, dass er die Sanktionen der EU gegen Russland für falsch halte. Was es brauche, sei eine deutliche Entspannungspolitik gegenüber Russland. Europa brauche Russland vor allem sicherheitspolitisch. Darin unterscheide es sich von den USA. Und dann fügen die «Salzburger Nachrichten» vom 11. Juni noch eine wichtige Überlegung Schröders hinzu: «Es sei deshalb ein schwerwiegender Fehler gewesen und habe die nötige Sensibilität vermissen lassen, wenn ausgerechnet im Jahr des Gedenkens an den deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 Deutschland die Führung von Nato-Verbänden an der russischen Grenze übernommen habe.»

 

Bild: Jens Stoltenberg, von Kjetil Ree (CC BY-SA 3.0)

Karl-Jürgen Müller ist Berufsschullehrer in Deutschland und unterrichtet die Fächer Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde.

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

25 Kommentare zu: “Nato im Osten Europas

  1. kaum hatte ich gestern die SPD abgeschrieben, gibt sie heute ein Lebenszeichen von sich. Und was für eins! Die Kritik Steinmeier’s am derzeit laufenden NATO Manöver dürfte bekannt sein.

    Hochinteressant sind die laufenden Reaktionen. Die Welt titelt:
    „Steinmeiers beispielloser Akt der Illoyalität“ und der Inhalt des Beitrags ist entsprechend.

    Wenn die SPD da jetzt dranbleibt, könnte sie einen Coup landen, der ebenso „beispiellos“ ist. Sie könnte zu einer Friedenspartei explodieren. Damit würde man ganz nebenbei den Mainstream-Medien-Brei derart aufmischen, dass es zu einer Diskussion führte, die ich für überfälig halte. Zwangsläufig müsste sich das Parlament damit beschäftigen. Hoffentlich rudert Steinmeier nicht zurück. Teilweise hat er es leider schon getan: („was ich meinte, war…“)

    • @ Ron B. „SPD“ Na ja, Steinmeier ist nun nicht selber „die SPD“, sondern das ist einer, der vor den Wahlen noch „dem Volk aufs Maul“ schaut und merkt, wir wollen Frieden, wir wollen keine den Frieden bedrohenden Manöver, und nun redet der uns vor den Wahlen nach dem Mund. Und nach den Wahlen ist alles Makulatur.
      Zu entscheiden haben diese Parteien doch sowieso nichts mehr, ausser vielleicht Erhöhungen ihrer Bezüge.
      Steinmeier bedient sich dieser Printmedien usw., um im Gespräch zu bleiben, um prominent zu sein, um ins Bewusstsein der allGEMEINheit durchzudringen als „Friedensapostel“.
      Nur noch mal zur Erinnerung: Es war diese SPD samt Schröder und Clement, welche Hartz 4 durchsetzten.
      Ganz im Sinne der sklaventreiberischen „Leihfirmen“ und „Zeitarbeitsfirmen“ und „Jobcentern“.
      Clement hat sich als SPD Politiker die Gesetze selbst mit erschaffen, die er nun als Chef einer „Leihfirma“ braucht, um als Sklaventreiber Karriere machen zu können.
      Auf das, was Steinmeier uns vor den Wahlen erzählt, können wir uns -meine ich zumindest – ein Ei backen.

    • @ RonB. P.S. Diese komplette Politik, die derzeit da ist, tut doch alles, um den Rechtsstaat abzuschaffen.
      Hartz 4 ist ein Hebel, um das Grundgesetz ausser Kraft zu setzen, z.B. das Recht auf Freizügigkeit usw.
      Laut dem ehemaligen Verfassungsjuristen Di Fabio hat Merkel das Grundgesetz missachtet, indem sie unkontrollierte Massen an Fremden ins Land schleuste. Hätte das jemand Privater getan, wäre der wegen illegaler Schleuserei verurteilt worden.
      Diese Sympathie seitens Politik für TTIP ist ein weiteres Instrument zur Abschaffung des deutschen Grundgesetzes, weil -wenn TTIP durch wäre- amerikanische Rechtsanwälte in geheimen Schiedsgerichten darüber entscheiden, was auf unserem Teller landet. Da hat das deutsche Rechtsleben gar nichts mehr zu melden.
      All das ist ein einziger Angriff auf die nationale Verfassung und auf den Rechtsstaat.
      Diese derzeitige Politik IST DER KRIEG selber, den die FED, die Wall Street und die City of London uns „erklären“!
      Und wenn Steinmeier als ein Vertreter dieser Politik, die selber der Krieg IST, nun vom Frieden schwafelt, ist das weiter nichts als False Flag Operation.
      Hätten wir einen souveränen Rechtsstaat, wäre das ganz anders. Souveränität ist BASIS jeden Rechtsstaates, und man hat zuerst Deutschland diesen BODEN weggeschlagen. Es befindet sich im „freien“ Fall. Deswegen schwätzt die Politik auch von „Rettungsschirmen“. Denn ein ABGRUND ist dort, wo der Rechtsstaat diese BASIS bräuchte.

    • @ Michaela

      Hartz4 setzt das Recht auf Freizügigkeit ganz bestimmt nicht aus. Allerdings: Es gab die Hetzkampagne der ‚Bild‘ gegen die Zahlung von Sozialleistungen an im Ausland lebende Deutsche, die leider von den Politikern aufgenommen wurde. Es wäre meines Erachtens eine wirkliche politische Leistung, dieses Einknicken vor der Boulevardhetze rückgängig zu machen.

      @ Ron B.
      Ich finde die Aussagen Steinmeiers auch gut. Militärs brauchen natürlich einerseits ein Feindbild, aber andererseits ist es für die Bürger beider ‚Seiten‘ mit Sicherheit besser, wenn es offene Grenzen und Entspannung gibt und Deutschland, die EU und Russland endlich zu einer ergänzenden Zusammenarbeit finden.
      Dass Steinmeier daran erinnert, ist durchaus angemessen, meine ich, und die Reaktionen der Massenmedien bestätigen das meines Erachtens indirekt sogar.

    • Sehr Positives liest man nun quer durch das Netz. Ich rede von der Bevölkerung. Eine große Mehrheit scheint regelrecht aufzuatmen, das Wort „Endlich“ überwiegt.
      Einziger Wermutstropfen (für mich) ist die weitere Nachricht, dass Gabriel vorhat, nach Russland zu reisen. Gute Idee, falsches Personal. Aber wer weiß, vielleicht schließt er sich im Geschichts-Archiv ein und guckt bei Egon Bahr und Willy Brandt nach, wie Entspannung und Zusammenarbeit geht.

      Dass nach Steimeier’s Worten fast der komplette Medien-Mainstream Schnappatmung hat, lässt tief blicken. Tja, das kommt davon, wenn beinahe der ganze Verein in diversen (USA-) Thinktanks sitzt. Herrlich, wie das da jetzt knirscht.

    • @Michaela: Ich kann viele Ihrer Argumente sogar unterstreichen. Auch die Attacken der Union gegen eine „Orientierung nach links“ der SPD zwecks Machterhalt treffen ins Schwarze. Gut so! Denn DAS hätte schon viel früher passieren müssen(Linksorientierung). Sogar noch vor der letzten Bundestagswahl, sprich, die SPD geht in die Opposition.

      Dass nun Herr Gabriel öffentlich von einer Suche nach „Koalition“ spricht (und das auch gleich wieder dementiert) ist einfach nur doof. ERST wird die Politik einer Partei entworfen, DANN wird sie dem Volk vorgestellt, DANN wird gewählt. Und wenn es DANN zu keiner regierungsfähigen Mehrheit kommt, wird über Koalitionen nachgedacht. VORHER NICHT!

      Insofern kann man Herrn Gabriel’s Äußerungen getrost in die Tonne treten.

      Trotzdem ist nicht alles verloren. Insbesondere Steinmeier machte auf mich schon immer den Eindruck, für etwas einzustehen, das ich als Wähler mittragen könnte. Sollte die SPD tatsächlich ihren Kurs korrigieren und das auch glaubhaft vertreten, würde sie bei mir wieder in den Focus einer wählbaren Partei rücken.
      Aber das müssen die Genossen erst beweisen. Gelegenheiten gibt es genug:
      – TTIP verschrotten
      – Einleitung eines Russland Dialogs (Was offenbar gerade beginnt) und Eintreten für ein Ende dieser blödsinnigen Sanktionen.
      – Eintreten für eine Abschaffung G7, (was Russland und China ausblendet, völliger Quatsch).
      – sachliche Kritik an der offenbar stark veränderten NATO Philosophie
      – kritische Beleuchtung diverser „Thinktanks“, in denen quasi am Parlament vorbei Politik gemacht und beschlossen(!) wird.
      um nur wenige Punkte zu nennen.

  2. Die Kragenechse:
    «Wir wollen unseren Partnern zeigen, dass wir da sind, wenn sie uns brauchen. Und wir wollen potenziellen Angreifern zeigen, dass wir reagieren, wenn sie uns bedrohen.»

    Der Diplomat:
    «Ich bin mir sicher, dass seriöse und ehrliche Politiker sich durchaus im klaren sind, dass Russland niemals irgendeinen Mitgliedsstaat des Atlantischen Bündnisses angreifen würde. Wir haben keine Pläne dieser Art. Ich denke, dass sich die Nato dessen bewusst ist, aber einfach die Gelegenheit nutzt, mehr Militärtechnik und Bataillone zu verlegen – als Garant dafür, dass die USA auch weiter diese Region beaufsichtigen dürfen.»

  3. Insbesondere Herr Schröder ist eben keine Referenz! Er hat zugegeben dass er das Völkerrecht mit dem Jugoslawienkrieg gebrochen hat…als Bundeskanzler versteht sich …und er und alle daran beteiligten (Fischer, Scharping , Blair etc.) laufen heute noch frei rum und spucken große Töne. Solche Leute haben das Recht „beliebig“ gemacht und genauso läuft es heute in der Na(H)TO(D ) weiter. Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit sind zur Beliebigkeit geworden und der nächste“ große Krieg“ ist deshalb höchstwahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit.

    • Das ist für mich immer noch ein Rätsel, da DE ja Den Haag anerkannt hat. (Logischerweise die USA mal wieder nicht, da müsste man ja fast jede Regierung zum Teil einsperren) Wirft ja nicht gerade ein positives Licht auf die Ankläger.

    • Wenn Schröder, Fischer etc. von /bei US-assosziierten Organisationen und Personen Privilegien/Aufträge erhalten, dann erhalten sie dabei fast zwangsläufig Einblick und Wissen, das sie auch dann schützt, wenn die Aufträge von Schröder etc. „gekündigt“ werden.

  4. @conny – stimme zu ! die regierungen glauben immer noch, sie können die bürger vera…schen und belügen – die gute nachricht ist, dass das immer weniger geht, siehe: wahlen in italien ! gott sei dank ist das so dass wir gar nicht so dumm sind wie die da oben vermuten; die zeitungen gehen reihenweise pleite weil immer weniger bürger das lügen-geschmiere kaufen, und tages-schlau ist gegen tages-show nur noch ne gähn-nummer, gott sei dank ! klar ist das internet hier ein grosser hebel geworden, um dummheit zu beseitigen und lüge zu entlarven; auch hier gilt: gott sei dank!
    jetzt müssen wir wähler nur noch wie in italien die alt-parteien hin-weg-fegen >> hoffe es geschieht bald !

  5. warum wird man immer für dumm gehalten? Komischerweise habe ich mit meinem geringen früheren Medienkonsum sehr gut mitbekommen, wie der Mainstream zum Vorteil des Westens berichtet. Alles Propaganda und sogar Aufhetzerei, was im Westen an die Leser geht. Mit ein wenig natürlichem Gerechtigkeitsgefühl ist das gar nicht so schwer zu durchschauen.

  6. „Warum glauben einige im Westen immer noch, dass die Menschen vergessen, wer nach dem Ende der Sowjetunion «einzige Weltmacht» sein wollte und welche Verbrechen dafür begangen wurden, um diesen Status zu erreichen und zu erhalten?“

    Ganz einfach. Weil es so ist – also das die Menschen (schnell) vergessen.

    „Bei einem Festvortrag bei der Deutschen Handelskammer in Salzburg Anfang Juni hat er (Schröder) nochmals betont, dass er die Sanktionen der EU gegen Russland für falsch halte.“

    Das sehen die Russen wohl mittlerweile anders. Sie WAREN falsch, ja – gesetzwidrig obendrein.

    Die russischen Produzenten/Erzeuger haben sich aber auf die Situation eingestellt und tun das was das beste „Wirtschaftsprogramm“ für jede Wirtschaft, für jedes Volk ist – selber machen.

    Ständig ! BITTEN russische Wirtschaftsverbände und Unternehmer die Regierung die Sanktionen NICHT aufzuheben. Der Zeit-Punkt der Unabhängigkeit von Importen vieler Waren und Artikel ist teilweise schon erreicht oder wird in 1 bis 2 Jahren erreicht sein.

    Putin wird ganz sicher nicht den Fehler machen und der russischen Wirtschaft/Unternehmen in den Rücken fallen. Das wäre Fatal und ein doppelter Gewinn für die verbrecherischen Aktivitäten des Westens.

    Natürlich waren die Sanktionen anfangs schmerzhaft und schädlich für Rußland und sind es in einzelnen Bereichen sicher noch. Was niemals der Fall war, das sie irgend eine Reaktionen die der Westen vorgab dadur erreichen zu wollen, bestätigt haben. Ganz im Gegenteil auf ganzer Linie.

    Die Sanktionen sind ein perfekter Bumerang, Sie treffen die Sanktionierer – und das ist sehr gut so.

    Würde Putin die Sanktionen jetzt aufheben, käme es fast einem Hochverrat gleich. Dann würden die Sanktionen nämlich die russische Wirtschaft empfindlich treffen, da sie in kürzester Zeit viel Geld, Arbeit und Zeit investiert haben um Importunabhängigkeit zu erreichen.

    Auch ist weltfremd anzunehmen, dir russische Regierung würde jenen Partnern die nun teilweise den westlichen Part übernommen haben und Waren nach Rußland exportieren, in den Arsch treten um sich bereitwillig den westlichen Krallen (wieder) auszuliefern – never.

    Der Fisch ist im Netz, der Drops ist gelutscht. Der Westen hat verloren und wird weiter verlieren solange er Rußland bekämpft – das zeigt auch die Geschichte eindeutig.

    Und für mich ist es unabhängig jeder Nationalität usw immer eine Freude zu sehen – wer Anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein.

    • @ souverän
      Der Westen hat nicht verloren, er hat nämlich Zeit gewonnen…das ist das einzige , worum es geht bei diesen Sanktionen, ob Maschinenbauer XY Aufträge verliert, interessiert doch keine s…

      Russland spielt nicht jedes Spielchen mit, also wird es zur Stagnation verdonnert.

      Russland ist angewiesen, auf westliches Geld, um adäquat, ihrem Umfeld entsprechend , wachsen zu können. ihre Infrastruktur zu modernisieren…Russland wird aufgrund seiner schieren Größe sehr angreifbar, weil sie ohne intensive wirtschaftsverpflechtungen, gerade mit dem westen, selbst nur ein sehr begrenztes Wachstum generieren können…der russe ist halt nicht so ein konsummonster westlichen Vorbilds….ich hoffe er hält daran fest.

    • Alle Achtung. Nichts von dem was Du da schreibst ist richtig – ist auch eine Leistung…

    • lach…

      interpretiere nicht so viel in diese Sanktionen …..das ist doch nur ein Puzzle Stück.

      alle maschinenbaufirmen zieht es nach Russland…jetzt eben auf eigene Faust….gestern hat z.b. Claas ( Frankreich) den Status eines „russischen Herstellers“ erhalten, um frei produzieren zu können. es fehlt an Kapital ,um entsprechendes know how der wirtschaft bereitzustellen.

      Russland wehrt sich mit viel Kraft , um den technologietransfer aufrechtzuerhalten….vor allem in Schlüssel branchen.

    • Ich weiß nicht woher Du deine Infos beziehst. Die Sanktionen sind ein Segen für Rußland.

      Rußlands Staatsverschuldung ist nicht erwähnenswert, liegt bei ca. 15%. Rußland hat während der Krise von 2008 und auch aktuell während der Sanktionen ständig Staatsschulden abgebaut und baut sie weiterhin ab. Zudem kauft Rußland monatlich tonnenweise Gold.

      Gemessen am Westen/USA schwimmt Rußland in Geld. Die pro Kopf Verschuldung der USA z.B. liegt bei 64.000 $. Die Rußlands bei 6.300 $ – weniger als 1/10 der USA. Gemessen an Ressourcen und Bodenschätzen, ist der Rest der Welt quasi ein armer Schlucker.

      Die Maschinen die Rußland braucht, wird es in Kürze völlig eigenständig herstellen können. Die geistige Power der Russen übertrifft die der degenerierten Westler bei weitem. Außerdem gibt es noch andere Maschinenbauer in der Welt, die Rußland gerne beliefern.

      Ist doch klar das deutsche und andere Maschinenbauer die es sich LEISTEN KÖNNEN nach Rußland gehen. Aber das ist weder einfach, noch billig.

      Rußland kann vieles gebrauchen um die Sanktionen auszugleichen und dauerhaft weitgehend Importunabhängig zu werden – westliches Geld gehört nicht zu den Dingen die benötigt werden. Wachstumsgeil sind die Russen auch nicht. Monsanto brauchen und wollen sie auch nicht. Rußland ist weltgrößter Weizenerzeuger und Exporteur. Noch ein paar Jahr dann wird Rußland weltgrößter Biolebensmittelhersteller sein und und und etc pp. Die Russen lachen sich buchstäblich den Arsch ab über die Vorstellungen die Westler so haben. Einzig, sie haben so viel Anstand das nicht rauszulassen, zu zeigen.

    • @ souverän

      wo ich meine Infos herbeziehe ?

      aus der realwirtschaft. kennst du das unternehmen belimpex?
      ist ein direkt Importeur für ersatzteile russischer Maschinen….kirovets , Belarus…
      in der Nähe von Leipzig

      die Qualität dieser Ersatzteile ist dermaßen schwankend , dass es einem Lotto Spiel gleichkommt , ebenso die Lieferzeit , das toppen nur noch die Italiener gelegentich mit ihrer Getriebe Technik – negativ versteht sich.

      und da willst du mir weiß machen Russland lacht sich eins , über die Sanktionen….ihre Export Artikel haben erhebliche qualitsschwankungen…die sind ganz sicher auf westliches know how bedacht und auch angewiesen….Russland hat gewiss viel Potential, aber sie haben auf jeden Fall Probleme, ohne ausländische Investitionen (Kapital) dieses zu entwickeln.

      und wissen wird in der Regel auch mit Geld bezahlt….nicht nur Maschinen , Geräte….

    • Du kennst ein Unternehmen – wahrscheinlich nicht mal genauere Hintergründe und Interna – und schließt darauf auf die gesamte Wirtschaft oder ein ganzes Land. Das ist zumindest – interessant.

      Kennst Du Obama? Dann kennst Du ja alle Amerikaner…
      Kennst Du Merkel? Dann kennst Du ja alle deutschen…

    • @ souverän

      lach…..
      du redest nur an der Oberfläche rum…ohne wirkliche Infos

      nur ideologische Parolen Scheißerei…. das ist zu wenig.

      Verwandter von mir war auf Montage in Russland. – hat viel über deren Probleme gesehen.
      sehe selbst die Qualität von Motoren und Baugruppen, die ist ungenügend…
      im agrarsektor gibt es Anlagen seitig und maschinenseitig nicht einen Konkurrenz fähigen Hersteller…sie versuchen den Vorsprung zu verkleinern…aber das dauert noch ne Weile….in der Zwischenzeit kannst ja du deine Parolen weiter verbreiten….

    • Also etwas mehr …. hätte ich dir schon zugetraut. Aber jetzt noch das alte Spielchen der genauen Verkehrung der Fakten bringen obwohl es jeder wenige Zeilen darüber lesen kann, ist ziemlich durchsichtig.

      Die Verschuldung der Länder jkann sich jeder wie die pro Kopf Verschuldung leicht ergoogln.

      Das Rußland Gold tonnenweise kauft ist ebenfalls kein Geheimnis. Uds so weiter und so fort.

      Der einzige der hier ideologosiert bist Du mit deinen unüberprüfbaren ach so persönlichen abgeblichen Erfahrungen – alles hohles Geschwätz.

    • @ souverän

      na dann Google mal weiter..

      ich steh bei der wahrheitsfindung nicht so auf googlen.

      und ich äußere mich auch zu fragen der Qualität von Produkten, sofern es mich persönlich betrifft, wenn dich das stört , ist das dein Problem..

      du kannst ja, wie gesagt weiter googlen..über Obama, Goldkauf , pro Kopf Verschuldung und co.

    • Selbstverständlich werde ich weiter recherchieren – nichts anderes bedeutet googln.

      Du wirst wohl weiterhin deine Infos aus den Staatsmedien beziehen…

  7. Wenn man die NATO-Denkweise mal besser durchschaut hat und nicht mehr nur Mainstream als Quelle hat, bekommt man fast schon Langeweile. Es geht immer nach der gleiche Masche.

    „Wir wollen unseren Partnern zeigen, dass wir da sind, wenn sie uns brauchen“ Das stimmt nur fast. Da fehlt noch was.

    Daniele Ganser bringt es in einem neueren Vortrag in München zum Thema Energie humorvoll auf den Punkt:
    „Ich bin ein Brandstifter und möchte ihr Haus versichern“.

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