Nazi-Dienst gegen KenFM

Atlantiker Mascolo macht den Spitzel-Propagandisten.

Von Uli Gellermann.

Ausrechnet der Verfassungsschutz will, so teilt es uns die Tagesschau-Propaganda-Maschine mit, die Internet-Plattform KenFM bespitzeln. Das ist jenes Schutz-Amt, das wesentliche Akten zum Attentat auf dem Berliner Breitscheid-Platz nicht dem Parlament aushändigen will. Das ist jenes Amt, das seine Akten zur Zusammenarbeit mit den Mörder-Nazis des NSU vernichtet hat. Das ist jenes Amt, das von den USA gegründet wurde und mit Vorliebe alte SS- und Gestapo-Leute in seinen Reihen einsetzte. Es ist jener schmutzige Schnüffel-Apparat, der unter der Tarnfahne des „Radikalenerlass“ von 1972 bis 1985 insgesamt 3,5 Millionen Menschen bespitzelte, ängstigte und unterdrückte. Dieses düstere Amt „beobachtet“ jetzt KenFM.

Warum KenFM?

Warum KenFM? Weil diese Plattform zu den letzten Bastionen für Demokratie und Pressefreiheit im Netz gehört. Weil KenFM mit seinen Millionen Klicks trotz erschwerter Bedingungen immer noch erfolgreich ist. Weil vor allem KenFM der Corona-Propaganda mit Infos und Fakten im Wege steht. Weil KenFM ein Organ des Widerstands ist. Und das Corona-Regime kann weder Widerspruch noch Widerstand ertragen. Die amtliche Bespitzelung des Widerstands lässt der Regierungs-Sender ARD geradezu triumphierend von Georg Mascolo verkünden. Mascolo, der Mann, der den Konjunktiv mit der Nachricht verwechselt, dieser Mascolo ist Mitglied der Atlantik-Brücke und der Core Group der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Atlantik-Brücke ist eine Gründung des US-Geheimdienstes und die Münchner Sicherheitskonferenz ist eine Agentur der Rüstungsindustrie. In dieser feinen Gesellschaft suhlt sich Mascolo, um abgesichert zu sudeln.

Mascolo wird bevorzugt vom Geheimdienst beliefert

Existenzen wie Mascolo werden bevorzugt vom Geheimdienst beliefert, um solche Sätze abzusondern: „Die Medienplattform KenFM wird nun vom Berliner Verfassungsschutz beobachtet. Dort würden Desinformation und Verschwörungsmythen verbreitet und damit die Szene der ‚Querdenker‘ weiter radikalisiert, heißt es.“ Jetzt könnte ein echter Journalist sich darum sorgen, dass die Regierungs-Agenten gegen andere Journalisten vorgehen. Ein richtiger Journalisten könnte bei dieser Tagesschau-Information: „Die Videoplattform YouTube hatte den Kanal von KenFM bereits Ende vergangenen Jahres gesperrt, aufgrund der Verstöße gegen die Corona-Richtlinien.“ Fragen nach Demokratie und Pressefreiheit stellen. Auch bei diesem Satz „Die Einstufung von KenFM durch den Berliner Verfassungsschutz ist das Ergebnis einer monatelangen Prüfung“, könnten einem anständigen Journalisten auffallen, dass ein Kollege verfassungswidrig bespitzelt wurde. Aber nicht dem Mascolo.

Lüge von der Einflussnahme fremder Staaten

Mascolo, der erkennen kann, dass Ken Jebsen, der Chefredakteur von KenFM, der bessere Journalist ist, kann seinen Neid nur durch haltloses Pöbeln abarbeiten. So rührt er in seinem Artikel den anwaltlich widerlegten Antisemitismus gegen Ken Jebsen mit unbewiesenen Verschwörungsideologien und der Lüge von der „Einflussnahme fremder Staaten“ zusammen, um am Ende zur „Staatsgefährdung“ zur gelangen. Da KenFM fraglos mit der Demokratiebewegung eng verbunden ist, musste der Verfassungsschutz-Propagandist Mascolo zwangsläufig zu diesem Absatz kommen: „Die Verfassungsschützer sind überzeugt, dass vielen Anhängern der Querdenker-Bewegung die Corona-Situation und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nur als Vorwand dienten. Eigentlich gehe es ihnen darum, dem Staat die Legitimität abzusprechen und einen Systemwechsel herbeizuführen – notfalls auch mit Gewalt.“

Es geht um die Kriminalisierung der Demokraten

Dem Geheimdienst und Mascolo geht es um die Kriminalisierung der Demokraten: Wer mit „Gewalt den Systemwechsel“ herbeiführen will, der ist ein Staatsfeind. Und Staatsfeinde, so kennt man es aus Diktaturen, sind Verbrecher, die mit allen Mitteln bekämpft werden müssen: Mit Lügen, Zersetzung, Diffamierung, Unterdrückung und mit der Verfolgung durch Polizei und Geheimdienst. Die Verfassungsschutz-„Beobachtung“, die vordergründig KenFM treffen soll, gilt größerem Wild: Mascolo und der Staatsschutz wollen die Bewegung erlegen. Die normale, inzwischen übliche Polizei-Rüpelei reicht nicht mehr, um die Bewegung auszubremsen. Die Drohung mit dem Berufsverbot ist ausgesprochen. Seit diesem Tagesschau-Auftakt muss man mit den nächsten praktischen Schritten rechnen. Das Parlament bietet dafür kaum noch Schutz. Nur was die Bevölkerung selbst auf Straßen und Plätzen leistet, kann dem Regime Einhalt gebieten.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Artikel erschien zuerst am 30. Mai 2021 auf dem Blog Rationalgalerie.

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Bildquelle:      © Screenshot – tagesschau.de

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22 Kommentare zu: “Nazi-Dienst gegen KenFM

  1. pachamama sagt:

    Nomask schrieb:

    "Mal ehrlich, wie oft wurde denn hier auf dem Portal das System als faschistisch bezeichnet? Der oder jener als Verbrecher tituliert. Klar, Zuspitzung, Satire oder – hüstel – Kunst, aber da kann es doch nicht wundern, dass irgendwann ein Amt mal Ballett macht. Im Ernst, was war die Erwartung?

    Wenn Du den Tiger provozierst, dann passiert sehr wahrscheinlich was? Genau."

    Die Frage sollte doch umgekehrt gestellt werden. "Das System" ist ein korruptes Zusammenspiel von Politik, Medien, Geheimdiensten und Konzernen zum Nachteil der Bevölkerung. Und genau das ist Faschismus. Wie sollte man denn so ein System benennen. Warum sollte man die Kriegsverbrecher nicht als Kriegsverbrecher benennen? Warum sollte man die Lücken und Lügenpresse nicht als Lücken und Lügenpresse bezeichnen. Und wie der Verfassungsschutz agiert ist doch nur ein weiterer Beweis dafür dass wir es mit einen faschistischem System zu tun haben.

    Also warum sollen wir das System nicht als faschistisch bezeichnen, die Politiker nicht als Verbrecher und die öffentlich rechtlichen Medien nicht als Lügner? Was erwarten die denn so wie die sich benehmen?
    Übrigens ist das System kein Tiger sondern ein stinkender brauner Schei..haufen.

    Also was erwarten Sie noch von diesem faschistischem Schei..haufen? Dass er plötzlich wieder demokratisch wird? Seine Verbrechen bereut und die "Anderen" nicht verfolgt?

  2. Box sagt:

    Ganz besonders selbstentlervend ist Herrn Mascolos Verortung der Gewalt bei Jenen, die für die Herstellung demokratischer Verhältnisse eintreten. DAher bietet es sich an aufzuzeigen von wem die Gewalt tatsächlich ausgeht:

    Wenn Demonstranten zu "Gefährdern" erklärt werden
    30. März 2020 Thomas Moser

    Die autoritären Krisenmaßnahmen zielen weniger auf Gesundheitsschutz als auf die Erzwingung politischen Gehorsams
    (…)
    Alle restriktiven und autoritären Maßnahmen werden mit dem Infektionsschutz begründet. Bisher haben die selbsternannten Corona-Krisenmanager aber nicht sagen können, worin der qualitative Unterschied der gegenwärtigen Krankheitswelle mit dem neuartigen Corona-Virus zu den Krankheitswellen aller vorausgegangenen Jahre liegt. Sollte die Situation 2020 das augenblickliche Notstandsregime rechtfertigen, dann müsste es künftig jedes Jahr derartige Zwangsmaßnahmen geben. Ist 2020 das Regierungsmuster für die Zukunft?

    https://www.heise.de/tp/features/Wenn-Demonstranten-zu-Gefaehrdern-erklaert-werden-4692869.html

    Auslaufmodell Ausnahmezustand
    04. Mai 2020 Thomas Moser

    Die Gesundheitsfrage ist von der Demokratiefrage nicht zu trennen
    (…)
    Der 25. März 2020 war ein schwarzer Tag für die BRD-Demokratie

    Der Ausnahmezustand ist keine Gesundheitsfrage, sondern vor allem eine politische Frage. Und die Gesundheitsfrage wiederum ist von der Demokratiefrage nicht zu trennen. Sprich: Es darf nie einen Notstandsfall geben, in dem der Widerspruch nicht geäußert werden kann. Von jedem einzelnen, im Zweifel von Millionen – bzw. dann erst Recht. Der Nutzen von Demokratie erweist sich nicht in den guten Zeiten, sondern vor allem in den schlechten.

    Der 25. März 2020 war ein schwarzer Tag für die BRD-Demokratie. Corona bedingt standen im Bundestag zwei wesentliche Gesetze sowie die eigene Geschäftsordnung zur Abstimmung.
    https://www.heise.de/tp/features/Auslaufmodell-Ausnahmezustand-4713464.html

    Corona-Recht: Wenn Abgeordnete nicht mehr immun sein sollen
    24. September 2020 Thomas Moser

    Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat der Bundestag die vorsorgliche Aufhebung der politischen Immunität seiner Mitglieder bis zum 31. Dezember 2020 verlängert
    (…)
    Ein Virus streckt ein parlamentarisches Schutzrecht darnieder. Dabei ist die Maßnahme an sich medizinisch völlig irrelevant. Sie demonstriert vielmehr das Interesse, den politischen Ausnahmezustand zu verlängern. Oder die Unfähigkeit, aus ihm auszusteigen.
    https://www.heise.de/tp/features/Corona-Recht-Wenn-Abgeordnete-nicht-mehr-immun-sein-sollen-4911295.html

    Corona-Proteste: Zwei Stunden lang Wasserwerfer-Einsatz
    21. November 2020 Thomas Moser

    Das Vorgehen der Polizei am Tag der Abstimmung über das Infektionsschutzgesetz war eine politische Machtdemonstration
    (…)
    Ein einst kritisiertes Mittel der Polizei wird nun geheiligt. Das zeigt, wie sehr das autoritäre Corona-Ausnahmerecht die politischen Verhältnisse bereits nach rechts verschoben hat.

    Als Rechtfertigung dienen seit Monaten die immer selben Figuren: Reichsbürger, Rechtsextreme, Verschwörungstheoretiker. Dabei wissen Politiker und Kommentatoren genau, dass es um sie gar nicht gehen kann. Sie sind vielmehr Mittel zum Zweck, um Corona-Proteste zu diskreditieren und Versammlungen aufzulösen.

    https://www.heise.de/tp/features/Corona-Proteste-Zwei-Stunden-lang-Wasserwerfer-Einsatz-4967326.html

    Zum propagandistischen Mißbrauch des Gewaltbegriffs:

    Begriff der ,Gewalt´ gehört zum politischen Falschwörterbuch

    Als ,Gewalt´ werden Reaktionsweisen der Machtunterworfenen angesehen,
    Gewalt ist das, was einzelne (nicht staatliche) Täter begehen

    Nicht zur ,Gewalt´ zählen:

    – Gewalt durch staatliche Zwangs- und Sicherheitsorgane
    – Gewalt durch Zerstörung ökonomischer und ökologischer Lebensgrundlagen
    – Gewalt durch die systematische Erzeugung von Angst und Unsicherheit
    – Gewalt durch Verletzungen sozialer Menschenrechte
    – …

    > Die Folgen struktureller Gewalt werden auf das Individuum projiziert – individualisiert und pathologisiert. Dadurch wird strukturelle Gewalt unsichtbar.
    (…)
    Hr. Mausfeld: Vergessen sie den Traum von sozialer Gleichheit, das führt nur zu Gewalt. Das ist die Scheidelsche Drohung.
    Interessant ist auch hier wieder, wichtig ist ja sozusagen daß wir politische Denkmethodologie üben und uns immer wieder die Sprache ansehen.
    Scheidel spricht von dem ungeheuren menschlichen Leid. Er meint das ungeheure menschliche Leid das in der Geschichte dadurch entstanden ist, daß Leute gegen menschenunwürdige Zustände gekämpft haben.
    Er meint nicht das ungeheure menschliche Leid das durch die Zustände, durch die Mechanismen die zu diesen Zuständen geführt haben, durch die Zustände selbst entstanden ist.
    Hier sehen sie im Grunde schon wieder eine ideologische Verbrämung des Status quo.
    (Verbrämung – positive, abgeschwächte Darstellung von etwas Negativem)

    Aus:
    Rainer Mausfeld: Neue Wege des Demokratiemanagements
    https://www.youtube.com/watch?v=1x8x9NokCZ0&feature=youtu.be&t=1080

  3. marvin sagt:

    Rölf Gössner haben sie bekanntlich 38 Jahre lang rechtswidrig "beobachtet": Der sogenannte "Verfassungsschutz" scheißt auf Recht und Gesetz. Und auf die Verfassung. Er muss auf die Verfassung scheißen, denn schließlich sind Grundrechte Abwehrrechte der Bürger gegen den Staat, und er vertritt die Gegenseite, als Inlandsgeheimdienst unter der Weisung der Innenminister.

    Dass KenFM "dem Staat" die Legitimität absprechen würde, ist ein grobes Mißverständnis, das wohl daher rührt, dass dieser geheimdienstliche Deep State sich mit dem Staate gleichsetzt. Wie Ludwig XIV, "L'état c'est moi".
    Dabei kann man ihn gar nicht illegitimieren. Er ist es nämlich nicht.

  4. Nomaske sagt:

    Mal ehrlich, wie oft wurde denn hier auf dem Portal das System als faschistisch bezeichnet? Der oder jener als Verbrecher tituliert. Klar, Zuspitzung, Satire oder – hüstel – Kunst, aber da kann es doch nicht wundern, dass irgendwann ein Amt mal Ballett macht. Im Ernst, was war die Erwartung?

    Wenn Du den Tiger provozierst, dann passiert sehr wahrscheinlich was? Genau.

    • Alcedo sagt:

      https://www.youtube.com/watch?v=q-w2RRvTc34

      Für die gute Laune, heute ist Kindertag.

    • effess sagt:

      "das System als faschistisch bezeichnet"

      Es wurde nicht schlicht als faschistisch "Bezeichnet" – sondern, es wurde der Begriff "Faschismus" diskutiert, und man kam zu dem Ergebnis, dass das "Merkelregime", "Coronaregime", oder wie auch immer man das was in D herrscht auch nennen mag, in weiten Teilen und in zunehmendem Maße als faschistisches System zu erfassen ist.

      Der Meinungskorridor wird eingeengt und Andersdenkende werden verfolgt und mundtot gemacht.

      PS: welche Verfassung schützt dieser Verfassungsschutz eigentlich? das Grundgesetz kann es ja nicht sein – denn die Feinde des Grundgesetzes sitzen offensichtlich in der vordersten Reihe des derzeit Amtierenden Regimes.
      Das Grundgesetz wird ja nicht von KenFM ausgesetzt – sondern von ganz anderer Stelle…

    • Nomaske sagt:

      Eben. Ein System reagiert nun einmal so.
      Da sollte man jetzt nicht so überrascht-empört tun.

      Frage mich eher, warum man so lange gewähren ließ.

      Ein ähnliches Gejammer ist jenes über das böse Youtube. Es hat Dich groß gemacht, Ken Jebsen, aber es war immer ein tool des Feindes. War es sauber, sich über YT einen Namen zu machen?

      Mich hat das immer nachdenklich gemacht.

    • Box sagt:

      Folgt man konsequent der Logik keinerlei "Eigentum" der Großkapitalisten zu nutzen, dann wohnt und isst man auch nicht mehr.
      Letztendlich haben diese Leute sich den Planeten angeeignet.

    • Ich bin nicht überrascht darüber, eher darüber, dass es so lange dauerte, bis denen der Hut hochgeht.

      Deutschland ist in seinen Grundfesten nie ein demokratischer Staat geworden. Die Deutschen selbst sind in ihrer Mehrheit immer schon zu hörig gewesen und bleiben es auch noch lange, bis sich die Demokratie willig in ihnen selbst zum Ausdruck bringt. Die Show nach '45 war nur eine Staatspose. Die Rolle Deutschlands ist die, wie sie Churchill beschrieb: entweder hast du sie am Hals oder am Boden. Nach '45 hatten sie Deutschland am Boden und die Deutschen sind derart umkonditioniert worden, dass sie heute keine Gegenbewegung zum Staat bilden, den man Gegenbewegung nennen kann. Die Querdenker-Szene hat bis heute ihre Notwehrsituation nicht einmal erkannt.

      Es wird noch dauern, bis da ein Pflänzchen aus ihrer Mitte kommt, dass den Namen verdient und den Staat in eine Demokratie überführen kann.

    • Box sagt:

      CDU-Parteitag: Das Mitte-Mantra
      03.12.2007

      Hannover Mehr als 35 mal verwendet Angela Merkel in ihrer Rede das Wort "Mitte". Es ist das neue Mantra der CDU auf ihrem Bundesparteitag in Hannover. "Hier in der Mitte sind wir – und nur wir", ruft Merkel den fast 1000 Delegierten in der Messehalle zu. "Die Mitte ist menschlich, darum ist die Mitte unser Platz." Fast beschwörend klingt das.
      (Der Tagesspiegel)

      Die „Mitte“ ist etwas ganz Tolles, heute sind alle in der Mitte. Das gehört wieder zum neoliberalen Falschwörterbuch, weil hier ein Begriff neu besetzt worden ist, denn „Mitte“ ist für uns alle etwas ganz Tolles.
      ‚Mitte‘ suggeriert Harmonie, Ausgeglichenheit, vielleicht auch Geborgensein, ‚Mitte‘ ist ein ganz positives Gefühl, weil wir ungerne zu den Extremen gehören wollen. Der Neoliberalismus hat diesen Mittebegriff neu besetzt, indem jetzt eigentlich mit „Mitte“ eine extremistische Position bezeichnet wird. Nämlich die extremistische Position eines Kampfes gegen Demokratie. Und die „Mitte“ ist sogar eine extrem fundamentalistische Position, weil sie einen Ausschließlichkeitsanspruch hat: Es kann keine Alternativen mehr geben. Die „Mitte“ ist eine extrem fundamentalistische Position mit einem Ausschließlichkeitsanspruch, übt aber auf uns eine gewisse Faszination aus. Wir gehen diesem Wort immer wieder auf den Leim. Und Sie sehen, wie häufig dieses Wort als Attraktionsmittel in der politischen Rhetorik verwandt wird, und zwar immer im Kontext auch des neoliberalen Programmes.

      Tony Blair: „a radical centre in which you are able to take decisions for the future of
      the country“

      Gerhard Schröder 1998: „Es gibt keine linke oder rechte Wirtschaftspolitik, sondern
      nur eine gute oder schlechte Wirtschaftspolitik.“

      Emmanuel Macron 2017: „ni droite, ni gauche“ (weder rechts, noch links)

      Faschismus: „weder links noch rechts“

      Die „radikale Mitte“ – auch eine interessante Wortschöpfung. – Es gibt gar keine Interessengegensätze mehr. Es gibt keine Interessengegensätze zwischen Unternehmer und Lohnabhängigem mehr. Es geht nur noch um ‚Vernunft‘, es geht nur noch darum, ‚rational‘ die besten Lösungsansätze zu finden. Es hat auch keinen Sinn mehr, gegen irgend etwas zu kämpfen, es geht nur darum, die ‚beste‘ Lösung zu finden, denn letztlich sitzen natürlich Unternehmer und Lohnabhängige im gleichen Boot, haben die gleichen Interessen, nämlich: die ‚besten‘ Lösungen zu finden. ‚Letztlich ziehen wir doch alle am selben Strang‘ – das ist die Ideologie, was ja irgendwie auch richtig ist, nur eben an unterschiedlichen Enden.
      (28. Pleisweiler Gespräch mit Professor Mausfeld – 22. Oktober 2017, Wie sich die „verwirrte Herde“ auf Kurs halten lässt: Neue Wege der „Stabilitätssicherung“ im autoritären Neoliberalismus)

      Jens Wernicke: Wenn, wie Sie sagen, viele der Probleme, mit denen wir gegenwärtig konfrontiert sind, so komplex sind, dass es keine klaren oder einfachen Lösungen gibt und geben kann, hat dann nicht auch die historische Unterscheidung von linken und rechten Haltungen ihre Bedeutung verloren? Geht es dann nicht in erster Linie darum, pragmatisch konkrete Lösungen für konkrete Probleme zu finden? Einige Akteure im politischen Spektrum deuten derlei aktuell ja gern einmal an…

      Rainer Mausfeld: Das ist genau die Ideologie, mit der – ziemlich erfolgreich – versucht wird, demokratische Strukturen durch eine Herrschaft technokratischer Eliten zu ersetzen. Daniel Bell hatte ja schon 1960 das „Ende der Ideologie“ verkündet und Francis Fukuyama 1992 gar das „Ende der Geschichte“ durch den Siegeszug des Kapitalismus. Beide Thesen sind rasch in sich zusammengefallen und haben sich als das erwiesen, was sie sind: als Versuche, eine Ideologie zu schaffen, mit der sich der Status der herrschenden Eliten stabilisieren und ihre Macht vergrößern läßt.
      (Rainer Mausfeld, Jens Wernicke, Die Links-Rechts Demagogie, NachDenkSeiten)

      Thunberg-Auftritt: Erfolg für WEF

      In diesem Jahr können die WEF-Macher besonders zufrieden sein. Mit dem Auftritt von Greta Thunberg noch vor der Rede von Donald Trump ist ihre Strategie voll aufgegangen. Dabei hätte es auch keine Rolle gespielt, ob Thunberg in ihrer Rede auch die Mächtigen angreift. Es ist ja gerade deren Strategie auf solchen Treffen, ihre Kassandras als eine Art moderne Hofnarren und -närrinnen einzuladen, die ja auch ganz unkonventionelle Gedanken äußern, die dann vom kapitalistischen Apparat verdaut werden und die Flexibilität des Systems steigern.

      Aber Thunberg äußerte nichts in dem Sinne Kritisches. Mit ihrer Erklärung, ihr ginge es nicht um links und rechts, beide hätten versagt, recycelte sie den reaktionären Grundkonsens der Grünen, weder rechts noch links, sondern vorn zu sein. Dagegen haben bereits in den frühen 1980er Jahren zeitweise erfolgreich linke Ökologen und Ökologinnen angekämpft.
      Wenn Thunberg vor dem WEF solche Parolen zum Besten gibt, dann stärkt sie die Rufe nach einer Herrschaft der Technologen, die natürlich völlig ideologiefrei die kapitalistische Logik verinnerlicht haben. Nur erscheint ihnen das nicht etwa als Ideologie, sondern als Naturgesetz. In diesem Zusammenhang steht auch das ständige Sich-Berufen auf die Wissenschaft, das Thunberg und ihre Epigonen im Munde führen. Denn hier wird schlicht die Vermittlung von Wissenschaft in Politik unterschlagen und auch das ist Bestandteil einer kapitalistischen Ideologie.

      Aus:
      Trump und Thunberg – zwei Gesichter des Kapitalismus
      22. Januar 2020 Peter Nowak
      (Telepolis)

      Gleichfalls ist das Duckmäusertum oder im Gegenteil davon, eine besondere Aufmüpfigkeit der Deutschen oder irgendeines anderen Volkes ein Mythos. Sehen sie sonstwo eine großartige Erhebung von unten gegen die derzeitigen Zustände? Das hängt immer von besonderen historischen Konstellationen ab und wird von den Großkopferten üblicherweise mit Subversion und äußerster Gewalt beantwortet. Die Geschichte bietet hier reichhaltige Erkenntnisse, allerdings nur wenn man diese kennen mag.

  5. Isabelle Emcke sagt:

    Seitdem der Startschuss für das "Programm Covid" fiel, sind wir im Staatsschutz-Modus, ganz einfach. Das merkt man überall. Und Deutschland ist das letzte Land, das aufmucken darf.. Rolle in der EU.. Immer schön die Klappe halten und EU-Insolvenz erfolgreich abwickeln, oder hab ich was falsch verstanden??

    • Alcedo sagt:

      Nö, genau so. Jedes Teilchen der Maschine hat seine Funktion, die aktuelle Kamera verbreitet Angst und Schrecken mit Echo und Hall. Nur Menschen schießen manchmal quer. wollen kein Teil einer lebensfeindlichen gedankenlosen Maschine sein.
      Trotzdem ist es jedesmal erschreckend, wenn die Fassade fällt.

    • Isabelle Emcke sagt:

      Genau – jetzt zeigt sich notgedrungen das, was sich schon all die Jahre hinter der Fassade stetig manifestiert hat. Deshalb ist die Maske auch so sinnbildhaft.

  6. TKCB_Cranberry_ sagt:

    "Mascolo, der erkennen kann, dass Ken Jebsen, der Chefredakteur von KenFM, der bessere Journalist ist, kann seinen Neid nur durch haltloses Pöbeln abarbeiten."

    Das klingt irgendwie nach Kindergarten. Ich bin besser, die anderen sind doof und pöbeln. Was ist denn das für ein unterirdisches (Stammtisch)Niveau. Das kann doch keiner mehr ernst nehmen außer die "Erleuchteten" hier…

    • Norbobot sagt:

      das war leider auch mein erster Gedanke. Das Abarbeiten an der Person Mascolo ist KenFM nicht würdig und senkt das Niveau rapide.

  7. Scarlett Debord sagt:

    Ist Okay so. Ihr abgedroschenes "Die bösen sind immer die anderen Programm", werden die so oder so abspulen.
    Bad News is good News.

  8. Hutmacher sagt:

    Betrifft nicht nur Ken direkt sondern teilweise auch einige Kommentarschreiber; Ich kann damit leben und andere sicher auch.

    "… Eigentlich gehe es ihnen darum, dem Staat die Legitimität abzusprechen und einen Systemwechsel herbeizuführen – notfalls auch mit Gewalt…" (Zitat)

    Nicht dem Staat sondern doch eher deren Repräsentanten welche soviel Dreck an den Fingern haben, dass einem schlecht werden muss. Deren "Legitimität" leitet sich doch direkt aus irgendwelchen (niemals gewählten) Koalitionen ab und repräsentieren damit auch nicht mehr dem tatsächlichen Wählerwillen. Bei der letzten Bundestagswahl haben 23,8% überhaupt nicht (mehr) gewählt und war damit die zweitstärkste Gruppierung, also noch deutlich vor einer SPD. Hätte die CDU alleine regiert (Tolerierung) hätte der Spuk schon lange ein Ende genommen.

    • info@vernissage-laboratorium.de sagt:

      Unsereins steht qua Geburt, auf deren Schwarze Liste, das ich mein ganzes Leben, immer wieder spüren musste. Die Polizei kennt einen, nach der Abfrage, Staatsdienst ist Unmöglich, Banken sind nicht gewillt…………………..

  9. info@vernissage-laboratorium.de sagt:

    Sehr geehrter Herr Gellermann, mit der """Öffnung""", dem zugestehen von kleinen Fitzelchen, der Grundrechte, wird sich herausstellen, das die abstrusen 20% aufgewachte, ein schaler Traum war und man wird sehen, das es immer noch die selben 1 bis 2 % selbst Denkender sind. Alle anderen werden sich die Privilegien, mit Maske, Test und Impfen KAUFEN und hoch und heilig Schwören, immer nur die Blaue Pille zu wählen.Denn die rote Pille, sei ein Horrortrip gewesen.

    • Nevyn sagt:

      Die rote Pille IST ein Horrortrip! Aber sie ist die einzige Möglichkeit, dem Gefängnis zu entkommen.

    • pachamama sagt:

      Nein, es werden mehr. Immer mehr Menschen wenden sich völlig zurecht aus unterschiedlichen Gründen von der Politik ab. Und warten wir mal den Herbst ab wenn die Geimpften dann auch Maske tragen müssen, auch krank werden und sterben und sich dann nochmals impfen lassen müssen. Lasst euch nicht einreden dass die Menschen alles mitmachen werden, irgendwann wird es kippen.

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