Netanyahu im Kanzleramt

Der Beauftragte für Antisemitismus

von Ulrich Gellermann.

Ja tut sich denn schon das Sommerloch auf? Oder müssen mal wieder deutsche U-Boote zu Tiefstpreisen an Israel geliefert werden? Anders ist es schwer zu erklären, dass vor Tagen, scheinbar aus dem Nichts, eine Kampagne gegen Antisemitismus über die deutschen Medien in den Bundestag schwappte und im Versuch mündete, einen „Antisemitismusbeauftragten“ zu installieren.

Begonnen hatte es mit einer angeblichen Dokumentation über „Judenhass“, den die Auftraggeber des Films, der WDR und ARTE, wegen erheblicher Mängel nicht zeigen wollten. Das ließ die Bildzeitung, den publizistischen Außenposten der israelischen Regierung, nicht ruhen: Unter lautem Zensurgeschrei präsentierte die Zeitung den Film unter Umgehung der Rechte-Inhaber im Netz. Als dann wenig später im Bundestag über die Installation eines „Antisemitismusbeauftragten“ debattiert wurde, konnte man Konturen und Zielpunkt der Kampagne erkennen: Ein neuer Posten soll künftig im Kanzleramt den Artikel Drei des Grundgesetzes, das Diskriminierungsverbot, einseitig interpretieren. Denn längst ist dort festgelegt, dass „Niemand wegen (…) seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden“ darf. NIEMAND. Das Grundgesetz verzichtet klug auf die Hervorhebung einer Gruppe. Das soll nun anders werden.

Wer sich dann den Film zum „Judenhass“ anschauen durfte, der musste die primitive, permanente Verwechslung von Israel-Kritik und Antisemitismus ertragen. Natürlich mit der üblich-üblen Gleichsetzung der Israel-Kritiker mit den Nazis. Wer weiß, dass sich die Filmautoren bei ihren Recherchen wesentlich auf die Jerusalemer Organisation „NGO-Monitor“ gestützt hatte, der kennt den Hintergrund: Diese Truppe ließ sich zeitweilig von der „Jüdischen Agentur für Israel (JAFI)“, einer Quasi-Regierungsbehörde alimentieren. Diese trübe Quelle mag der Film natürlich nicht offenlegen. So kommt dann auch ein israelischer Geheimdienstgeneral als Kronzeuge für die angeblich freiwillige Flucht der Palästinenser aus Israel zu Wort, ohne dass die Filmemacher seine Herkunft nennen mögen. Und so wird dann die linke Bundestagsabgeordnete Annette Groth mit dem Naziverbrecher Julius Streicher gleichgesetzt, nur weil sie etwas sagt, was alle Welt weiß: Die israelische Blockade des Gazastreifens verhindert dort den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Auf welchem Weg die Autoren an ein Jugendbildnis des Netz-Medienmachers Ken Jebsen gekommen sind, auf dem er aussieht wie ein Verbrecher auf der Flucht, ist unbekannt. Bekannt ist, dass es den Antisemitismus-Schnüfflern schon reicht, wenn jemand die Goldman-Sachs Banken-Maschine als Finanz-Hai qualifiziert, um des Judenhass’ verdächtigt zu werden. 

Draussen, außerhalb der Bundestags-Hinterzimmer, werden muslimischen Mädchen die Kopftücher runtergerissen, draußen werden Moscheen angezündet, draußen gibt es mit PEGIDA eine antimuslimische Massenorganisation. Mehr als 400 politisch motivierte Angriffe gegen islamische Gebetsräume und Moscheen zählte das Bundesinnenministerium von Anfang 2001 bis März 2016, darunter Brandstiftungen und Sprengstoffanschläge. Aber drinnen soll das Grundgesetz demnächst nur für eine bedrohte Minderheit eine organisatorische Ergänzung finden. Ein Beauftragter gegen Anti-Islamismus wird noch nicht gesucht. 

Als wäre es Zufall, sind die NATO-Länder primär in muslimischen Ländern auf der Jagd nach Rohstoffen und außenpolitischen Vorteilen unterwegs. Als wäre es Zufall, legitimiert eine antimuslimische Stimmung solche Kampfeinsätze als „Krieg gegen den Terror“. Auch die freundliche Unterstützung Israels in diesem Krieg schreit geradezu nach einer ideologischen Legitimation: Wer gegen den geheiligten Krieg Israels gegen die Palästinenser ist, der kann nur ein Antisemit sein. Genau für die Durchsetzung dieser Sprachreglung strebt eine Bundestagsmehrheit ein neues Amt an.

Auf den Gängen des Bundestags kursiert in diesen Tagen ein Witz: Meldet sich doch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu für den neuen Job des Antisemitismus-Beauftragten im Kanzleramt. Die verlegene Ablehnung des Bewerbers, man wolle doch weniger und nicht mehr Antisemitismus erzeugen, habe er sofort als typisch deutschen Antisemitismus gebrandmarkt. – Kanzlerin Merkel konnte über den Witz nicht lachen, ihr Sprecher erklärte, das sei kein Witz sondern eine Nacherzählung.

Danke an den Autor für das Recht der Zweitverwertung.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

20 Kommentare zu: “Netanyahu im Kanzleramt

  1. Pieter Kamp sagt:

    Ich erinnere mich gar nicht mehr wie ich KenFM fand, vor einigen Monaten.
    Aber seitdem verstehe ich wie das Wort ‘Gutmensch’ entstand, was ich hier lese sind Gutmensch Artikel.
    Gutmensch ist was das Wort bedeutet, Menchen die versuchen gut zu sein.
    Wir in den Niederländen haben solche Gutmenschen nicht, ich denke das die Ursache ist das wir nicht aufwuchsen in ein Land mit Schuldgefühle.
    Es wird gedacht dat Merkel’s Migrations Politik auch ein Gutmenschen Idee ist, wiedergutmachen an die Welt was Deutschland’s Kriminelles Geschichte verursachte.
    Keynes wusste schon das Ideeën die grösste Macht haben in die Welt.
    Auch, schreib ich dann dabein wenn die Ideeën Unsinn sind.
    Historiker wussten schon 1921 das der Deutsche Schuld für den 1914 Krieg erfunden war.
    Doch hörte ich vielleicht vor einem Jahr im Bundestag sagen, ohen Gegenwort ‘Deutschand verursachte zwei Weltkriege’.
    Bücher die die gewohnliche Geschichte über den Zweiten Weltkrieg vernichte gibt es seit 1946, aber die Idee das Hitler ein Weltkrieg verursachte besteht noch immer.
    Der Holocaust muss gesetzlich geschützt werden, aber in ein Land w

    • Pieter Kamp sagt:

      wieder etwas schief

      aber in ein Land was auch gesetzlich den Armenischen Volkermord schützt, sogar Mitschuld daran bestätigt, wundert das anscheinend Wenige.
      Wer liest, mit etwas historischen Kenntnis
      Henry Morgenthau, ‘Ambassador Morgenthau’s Story’, New York, 1918
      versteht unmittelbar das es hier nur Propaganda gibt.
      Morgenthau erfand auch die Deutsche Schuld für 1914.
      Es wundert dann auch nicht das die Armenische Völkermord eine Morgenthau erfindung ist, sein Sohn wollte das ‘Deutschland ein Ackerland Plan’, Genozid an die Deutschen, was Churchill verhinderte.

    • Annette sagt:

      Wir in den Niederländen haben solche Gutmenschen nicht, ich denke das die Ursache ist das wir nicht aufwuchsen in ein Land mit Schuldgefühle.
      Es wird gedacht dat Merkel’s Migrations Politik auch ein Gutmenschen Idee ist, wiedergutmachen an die Welt was Deutschland’s Kriminelles Geschichte verursachte…..

      Das hat ja dann einen Vorteil, wenn man Schuldgefühle entweder hat, oder sie einem eingeredet werden sollen…denn dann kann Merkel ja weiterhin, als Gutmensch, Flüchtlinge Richtung Afghanistan abschieben..

    • Pieter Kamp sagt:

      Was ist ein Flüchtling, das ist eine Frage, ud warum gibt es Flüchtlinge, dass ist die andere.
      Wer in Aleppo lebte, wo täglich Bomben fallen, will weg, ist ein Flüchtling.
      Wer nach Deutschland will, ud sagt, übersetzt ‘ich bin Flüchtling, wenn ich Flüchling Status habe bekomme ich ein Haus’, der ist kein Flüchtling.
      Flüchtlinge waren im ersten Weltkrieg Belgiër, als ich mich gut erinnere kamen vier Millionen nach uns, aber schon während der Krieg gingen drei Millionen zurück, das letzte Million ging nach dem Krieg zurück.
      Wahr ist leider das der USA, leider mit Komplizen wie Deutschland und auch den Niederländen Kriege führt die dazu führen d

    • Pieter Kamp sagt:

      wieder nicht die gute Taste

      Kriege führen die die Menschen veranlassen ihr Land zu verlassen.
      Aber dagegen tut fast Niemand etwas, die Gutmenchen kurieren am Symptom, sie sehen nicht das Europa nicht ganz Afrika usw. aufnehmen kann, sie sehen nicht wie das zu Bürgerkrieg führt, und schrecklicheres, wie Deportation, wie Eric Zemmour veraussagt.

    • Pieter Kamp sagt:

      Annette
      fand das soeben:
      During an interview to the Canadian STAR, 27 December 2009, prominent Jewish holo “historian” and Auschwitz ‘expert’, Robert Jan van Pelt, stated:
      “We have no material or forensic evidence to support eyewitness reports of gassings…
      Ninety-nine per cent of what we know we do not actually have the physical evidence to prove.
      Ich übersetze den letzten Satz
      Für 99% von was wir wissen haben wir keine Beweise.
      Ich weiss nicht ob das erste Buch von Elie Wiesel, er wurde mitte 1944 nach Auschwitz deportiert, in deutsch besteht, La Nuit, 1959.
      Es ist nicht wesentlich anders als was Rassinier beschreibt über Buchenwald und Dora.
      Doch wurde Rassinier, Französische sozialistischer Widerstandskampfer, aus der Partei gesetzt.
      Beide beschreiben wie die Führer der KZ’s gut lebten, und lange.

  2. KenFmFan sagt:

    Danke Herr Gellermann.

    Zionisten sind Antisemiten. Wer als Antisemit verschrien wird, ist meist Antizionist. Viele Juden sind Antizionisten.

    Hier eine gute Rede von zwei authentischen Rabbinern kürzlich auf einer Demo in Berlin für die Befreiung Palästinas.
    www.youtube.com/watch?v=pT7tmHaYRPo

  3. Specht sagt:

    Sehr geehrter Herr Gellermann! Ich habe jetzt mehrmals versucht, im Netz etwas über das von ihnen anklagend erwähnte massenhafte “Kopftuchabreissen” zu finden. Was ich unter der Eingabe “Kopftuchabreissen” fand, waren aber nur massenhaft Videos, wo muslimische Männer mit erhobenem Zeigefinger sagen: “Frau muss Koftuch tragen!” und sogar ein Video mit Österreichs Präsident Van der Bellen, der sagt: “Alle Frauen sollten Kopftuch tragen!”. Ferner ist unter dieser Eingabe eine für mich erschreckend eindrucksvolle Anti-Kopftuchs-Verbots- Demonstration in Österreich zu sehen. Hier skandieren massenhaft Kopftuch-bekleidete Muslimas mit gut eingeübten schrillen Sprechchören wütend für ihr Kopftuch-Trage-Recht. Sie tragen alle das selbe Schild an einer Stange vor sich her. Es macht einen sehr geordneten, durchorganisierten Eindruck und hat mich an die “farbigen Revolutionen” erinnert. Außerdem gibt es unter dieser Eingabe in den Sucher auch noch einen Artikel darüber, dass 3-4 Jugendliche ein 15-jähriges Mädchen krankenhausreif geprügelt haben, weil sie angeblich einem muslimischen Mädchen das Kopftuch herunter gerissen haben soll, was aber nicht bestätigt werden konnte…

  4. Irgend Jemand sagt:

    Sehr geehrter Herr Gellermann,

    ein sehr interesannter Artikel, zum den ich folgendes schreiben möchte:

    1. Lange hatte ich die GEZ Medien angeschrieben und darum gebeten, den Fluss des Geldes von Akteuren der sogenannten Zivilgesellschaft und auch Forschungseinrichtungen in Beiträgen nachvollziehbar darzustellen. Denn erst dann kann ich mir objektiv einen Eindruck machen. Leider ohne Erfolg, wo ich oft darauf hinwies, das ich als Eigentümer des ca. 80 millionsten Teils einen Anspruch darauf habe. Ich freue mich, dass Sie diesen wichtigen Teil von Berichterstattung berücksichtigt haben und wünsche mir mehr davon.

    2. Leider musste ich im Absatz zu PEGIDA oder Verbrechen gegen Muslime oder umgekehrt, gehört das jetzt zusammen? Kurz um, dass ist billige Propaganda, friedlich demonstrierende Menschen im selben Atemzug mit Verbrechen zu nennen.
    Ich habe mir die Live-Übertragungen zur medialen Hochzeit von PEGIDA regelmäßig angeschaut. Gewalt und Verbrechen gingen mehrheitlich von den friedliebenden und toleranten und demokratischen Gegendemonstranten aus. Nach meinem Verständnis ging es PEGIDA zu aller erst um den Rechtsbruch unserer Regierung und speziell um Frau Merkel. Ich hörte Sprechchöre, wie “Merkel muss weg”, nie hörte ich “Alle Muslime raus”.

    Ich hatte 2015 zur Migrationsflut alle Parteien angeschrieben, wo Sie denn die Grenze des machbaren sehen, bezüglich der Zahl von einströmenden Migranten pro Jahr und wieviele Milliarden incl. meinem Steueranteil Sie pro Jahr sind auszugeben. Am schlimmsten antworteten die Grünen, die mich als Nazi bezeichneten. Alle anderen reagierten hilflos und appellierten an die Einsicht der Notwendigkeit.
    Wenn Ihnen aber niemand sagt, wo das Ende zu erwarten ist, wie reagieren Sie, bei einer Sache die Ihnen wichtig ist?
    Gehören Sie etwa auch zu den Leuten die Freiheit nur für sich in Anspruch nehmen wollen?

    Ich denke, Sie sollten lieber zur Nachahmung aufrufen, für die eigenen Ziele. Jeden Montag bei Wind und Wetter und mit noch viel mehr Leuten. Und wenn Sie verbinden wollen, statt zu spalten, dann sollten Sie feststellen, dass die Ziele von PEGIDA auch indirekt Ihre Ziele sind. Denn je weniger verschiedene Gruppen in einem Land, desto mehr können Sie gegenüber den Bonzen durchsetzen.

    3. So wie die Israel- und Judenlobby immer versucht uns ein schlechtes Gewissen zu machen, mit oben genannten Anschuldigungen, wäre es da nicht sinnvoller den Spieß umzudrehen, nicht mehr gegen Windmühlen anzukämpfen und zu sagen: “Ja Mensch, da habt Ihr mich jetzt aber erwischt, Ihr habt recht, ich bin Antisemit, nach obriger Definition, aber weil Ihr uns den nahen Osten in eurem vers……..ßenem Israel freihaltet und den Zugang zum Öl und die Handelswege nach China und Indien, bekommt Ihr Waffen von uns. Ihr seit ja blöd genug für uns, äh ich mein euch zu kämpfen”. Und schon hört sich dass nicht mehr so übermächtig an. “Na dann halt noch nen Beauftragten, aber wehe euch, dass Öl ist mal alle”. Und plötzlich sind die klein und wir groß, kein Grund zur Panik mehr.

    • Specht sagt:

      Ja eben. So einfach kann man es sich mit der Täter-Opfer-Einteilung nicht machen. Opfer und die Täter sind überall. Und die Täter wissen scheinbar immer noch nicht, dass auch sie bald Opfer ihrer eigenen Taten werden, so wie das gesamte Untergangs-System jetzt funktioniert. Jedes Töten oder Misshandeln ist immer auch ein Töten und Misshandeln an sich selbst.

  5. Specht sagt:

    Der Film ist tatsächlich viel zu einseitig. Warum gibt es eigentlich keinen fernsehtauglichen Gegen- Film aus der palästinensische Perspektive? Oder warum setzen Menschenrechtler nicht lieber ihre Energie dafür ein, einen solchen zu produzieren? Wäre doch das Wirksamste!

    Was die islamischen Sitten betrifft, wird hier im Artikel wieder einmal, genau wie in denen von Frau Galinski, überhaupt nicht differenziert. Ich habe noch nie gesehen, wie einer Muslima ein Kopftuch herunter gerissen wurde und ich kenne auch keine Videos darüber. In weiß aber, dass in streng muslimischen Ländern, eine Frau mit Stockschlägen bestraft werden kann, wenn das Kopftuch nur ein kleines Stückchen Haar sehen lässt. Und so schlimm es ist, wenn jemand ein Kopftuch herunter reißt, so ist es doch unvergleichlich schlimmer, wenn eine Frau vergewaltigt wird oder hinterrücks eine steile Treppe hinunter getreten wird. Das wird alles stillschweigend akzeptiert oder wenn sich darüber empört wird, als “islambashing” abgetan. So kann unsere Gesellschaft auch nicht gesunden, wenn nur hin-und her-gehetzt wird. Ganz im Gegenteil. Die Fehler, Schwächen oder Verbrechen sind überall und eins kann nicht gegen ein anderes aufgewogen bzw. völlig ignoriert werden. Die Menschheit als Gesamtes muss heute als Krankheit betrachtet werden. Sonst ändert sich im Prinzip gar nichts.

    • Hofnarr sagt:

      Weil das Filmen durch israelische Behörden in Gaza oder Palästina verboten ist. Mitarbeiter von Breaking the Silence verteilen “illegal” Kameras an Palästinenser, damit diese Aufnehmen können wie sie drangsaliert werden. Dann müsste der Film aber auch noch irgendwie ins Netz oder ins Ausland geschmuggelt werden. Deutsche die sich für Palästinenser stark machen werden schnell als Antisemiten betitelt, kürzlich erst der Rapper “Kollegah” der beim Aufbau einer Schule half.

      Was die von ihnen gewünschte Fernsehtauglichkeit angeht bin ich ganz bei Ihnen, jedoch die “Doku” selbst wurde auch erst 23 Uhr ausgestrahlt und es ist sehr auffallend das eben kritische Dokumentationen immer sehr spät ausgestrahlt werden. – Ja es gibt die Mediatheken aber selbst die bieten erst abends Zugriff und da schaut sich der “normale Bürger” ja doch eher sein Standard-Programm an. Die Kritik an den radikalen Moslems und einem überzogenen Islam sind mehr als berechtigt, doch sollte das für jeden Glauben, Religion etc gelten. Da sind wir uns alle hier, denke ich, einig.

    • Pieter Kamp sagt:

      “Die Kritik an den radikalen Moslems und einem überzogenen Islam sind mehr als berechtigt,”

      Es gibt noch immer Menschen die nicht sehen können wie das Westen, mit Israel, Mosleme terrorisiert, seit Churchill 1918 Giftgas benützte in Damascus.

    • Specht sagt:

      Pieter Kamp: Warum glauben Sie denn, lässt sich der Islam so effektiv und vielseitig für Machtstrategien missbrauchen? Weil er selbstbestimmte Menschen produziert?

    • Specht sagt:

      Hofnarr: Kritik an jedweder Form von Religion muss immer und in aller Öffentlichkeit gestattet sein. War sie ja auch bei uns in Europa – bis zu dem Zeitpunkt, als der Islam hier begann, eine Rolle zu spielen. Das Christentum und selbst Jesus von Nazareth konnten völlig gefahrlos von jedem sogar durch den Kakao gezogen werden, um es mal so auszudrücken. Beim Islam nun kann so etwas aber ganz leicht zur Gefahr für Leib und Leben werden. Aber das wird von den “Toleranten” zuvorkommend und ohne Murren geschluckt. Was steckt eigentlich dahinter? Ich vermute, dass es eine völlig unbewusste, verdrängte Angst ist. Einerseits hat man die Rache des Islam zu fürchten und andererseits begibt man sich in Gefahr, als “intolerant” oder gar “rassistisch” beschimpft zu werden. Dabei sind diese “Toleranten” sich aber immer noch nicht im Klaren darüber, dass letzteres von der Regierung aus gesteuert wird. So werden die Bürger in die Zange genommen und merken es gar nicht. Vor diesem Hintergrund ist es natürlich erst einmal viel bequemer, die negativen Aspekte des Islam zu verschweigen und sich sogar mit der Beschimpfung der wenigen mutigen und klarsichtigen Religioskritiker noch zusätzlich Lorbeeren als toleranter Gutmensch zu holen. Tatsächlich vertrauen da viele immer noch auf den bequemen Mainstream. Das finde ich das Bedenklichste an der ganzen Sache. So geht unsere hart erkämpfte geistige Freiheit wieder verloren. Diese Haltung ist das Gegenteil von Toleranz. Sie ist für die Regierung ein willkommener und von ihr gewollter Beitrag der Bevölkerung zur vorwärts getriebenen Meinungsdiktatur. Außerdem wird dies auch – ähnlich wie bei USA, durch die wirtschaftliche Abhängigkeit von Saudi-Arabien mit beeinflusst. Wer weiß, wie viele Anteile der europäischen MSM schon in deren Besitz sind?

    • Specht sagt:

      Für die politisch- militärische Meinungsdiktatur bei uns sorgen die Interessen der USA und für die religiös- philosophische die des Islam. Da bleibt am Ende kein Stückchen ungestrafte Denkfreiheit mehr. Unser Grundgesetz nützt uns da schon lange nichts mehr. Das wird nur noch mit Füßen getreten.

    • Pieter Kamp sagt:

      ” Warum glauben Sie denn, lässt sich der Islam so effektiv und vielseitig für Machtstrategien missbrauchen? ”

      Kan die Frage erläutert werden ?
      Wieso lässt der Islam sich missbrauchen ?
      Wo, wann, wer ?
      Es kann doch nicht geleugnet werden das der Islam 1979 Iran befreite von den USA.
      Das Religion in Kriege eine Rolle spielt war immer so.
      Schon Flavius Josephus beschreibt jüdischen Selbstmord Widerstand:
      Flavius Josephus, ‘Geschichte des Jüdischen Krieges’, Wiesbaden, 1978
      Auch in Indochina gegen die Franzosen war Selbstmord Widerstand:
      Paul Bonnecarrère, ´Par le sang versé, La Legion étrangère en Indochine’ , Paris, 1968, 2006
      Deutsche und Russische Piloten im Zweiten Weltkrieg führten ganz freiwillig Selbstmord Attacken aus:
      Frans Kurowski, ‘Der Luftkrieg über Deutschland’, Düsseldorf Wien 1977
      Franz Kurowski, ‘Balkenkreuz und Roter Stern, Der Luftkrieg über Russland 1941 – 1944’, 1984, Friedberg

    • Specht sagt:

      Da fragen Sie mal die Iraner selbst, vor allem die Frauen, wie es ihnen nach dieser “Befreiung” 1979 ergangen ist!
      Aber an persönlichen menschlichen Zuständen, wie Unterdrückung, Gewalt, Vergewaltigung, Verfolgung und Sexismus,Brechung der Persönlichkeit, scheinen sie gar kein Interesse zu haben. Das lässt Sie alles völlig kalt, so lese ich das aus Ihren ganzen Kommentaren heraus. Hauptsache, sie behalten hier recht mit Ihren Zitaten aus Büchern über die diversen Kriege und ihre Strategien.
      Wir können das jetzt gern knicken- es führt sowieso zu nichts. Schade zwar, aber so ist es nun mal. Alles Gute!

    • Specht sagt:

      Oder lesen Sie mal den neuen Beitrag auf Rubicon über Erdogans Türkei. Aber das werden Sie, wie ich sie hier immer lese, wahrscheinlich auch alles wieder so hindrehen, dass nicht ein Herrscher mittels des Islam seine Bevölkerung so leiden lässt, sondern dass da wieder USA oder sonst wer Schuld ist. So wie Sie argumentieren, müssten Sie eigentlich selbst ein fanatisch gläubiger Moslem sein. Anders kann ich mir eine derartige Blindheit für die Auswirkungen des Islam nicht mehr vorstellen.
      Wenn diejenigen, die hier den Islam immer so verharmlosen und loben, in einem islamisch regierten Land leben müssten, dann würden die sich sehr wundern! Gehen Sie doch mit ihrer Frau in die Türkei, nach Saudi- Arabien, Pakistan oder den Iran, da können sie den Islam noch richtig genießen!

    • Pieter Kamp sagt:

      Für mich sind alle Religionen Unsinn.
      Aber Leute wie ich sind die Ausnahme.
      Man muss akzeptieren das Religionen existieren, wie traurig das ist.
      Ein Papst ist für mich ein Massenmördner, weil er Kondome verbietet, and dadurch Aids Kranke verursacht.

      Ich hasse das Frauen Kopftücher tragen, für mich ein Symbol von Frauenunterdrückung.
      Leider gibt es Frauen die das so wollen, bevor das Referendum in der Turkei ûber noch mehr Macht vor Erdogan konnte man in Istanbul ein perfekt english sprechenden Mädchen, mit Kopftuch, hören die froh war jetzt mit Kopftuch an der Universität studieren zu können.

      Eine Definition von Religion ist ‘starke irrationale Überzeugung’.
      Wenn eine Religion, wie der Islam, Iran befreit von ein schrecklicher Herrscher wie Shah, der nur regieren konnte weil der USA ihn unterstützte, dann ist die Folge das diese Religion das Land beherrscht.

      1953 nahm der USA die Macht in Iran, die Demokratie in ein freies Land wurde beendet, wie Russland und Brittanniën es 1911 schon taten.
      Bevor 1500 war der Islam tolerant, als das Westen immer mehr Musleme unterwarf wurde der Islam immer radikaler.

      Wenn sie lesen wollen wie Muslemische Frauen in Shah zeiten, weil Burka’s oder weiss ich was verboten waren, ins Haus blieben:
      Roy Mottahedeh, ‘The Mantle of the Prophet, Religion and Politics in Iran’, Oxford, 1985, 2000

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