Neue Hoffnung dank Corona-Aufbaufonds – Für wen eigentlich? | Von Hermann Ploppa

Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

„Whatever it takes“ Mario Draghi

„Wir schaffen das“ Angela Merkel

Diese ermunternden Worte seien der heutigen Tagedosis auf KenFM vorangestellt. Bringen sie doch den unverwüstlichen Optimismus unserer Führungspersönlichkeiten zum Ausdruck. Was immer es kosten mag, wir dürfen keine Mega-Anstrengung scheuen, um den Euro und damit die Spekulationslust der Börsianer zu retten, sagte 2012 der damalige Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi. Und Frau Merkels Optimismus ist bekanntlich auch nach der Flüchtlingskrise und Corona ungebrochen.

Optimismus ist auch unverzichtbar. Denn dank Corona stehen jetzt Megapleiten ins Haus. Und langsam scharren auch die bislang sehr konziliant agierenden Wirtschaftsverbände hörbar mit den Hufen. Doch Hilfe naht. Fürchtet Euch nicht! Denn jetzt ergießt sich über die europäischen Länder ein Geldsegen aus dem Füllhorn, das in Brüssel aufgestellt ist. Zum ersten Mal in der Geschichte will sich jetzt nämlich die Europäische Union verschulden. Bis jetzt hat man das den Nationalstaaten überlassen. Im Corona-Aufbaufonds (englisch: Recovery and Resilience Facility) sollen 750 Milliarden Euro ausgeliehen und an die 27 Mitgliedsländer weitergereicht werden. Es ist schon die Rede von einem neuen Marshallplan (1). Das weckt positive Assoziationen. Denn als Europa nach dem Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche lag, halfen uns bekanntlich die Amerikaner ganz selbstlos mit einer Riesengeldspritze aus. Und Europa erstand wie Phönix aus der Asche – wohlhabender und prächtiger als je zuvor. So steht es jedenfalls in den Schulbüchern (2).

Werden wir jetzt nach den Verheerungen der Corona-Pandemie ebenfalls zu neuem Wohlstand emporsteigen? Zweifel sind angebracht. Denn es ist noch nicht einmal klar, wo die Europäische Union diese phantastischen Geldsummen eigentlich hernehmen will. Zumindest ist das der Presse nicht zu entnehmen. Pfandbriefe, in diesem Falle Eurobonds, sollen dem Vernehmen nach nicht aufgelegt werden (3). Will man die Riesensummen also als Kredite bei den Banken holen? Es ist nicht gerade sehr anheimelnd zu hören, dass sich die EU, und damit ja wir Bürger, uns gigantisch verschulden, und dabei will uns keiner sagen, wo das Geld herkommen soll.

Wie wird denn das Geld nun eingesetzt? Also: von den 750 Milliarden Euro sollen 672,5 Milliarden Euro direkt an die Mitgliedsstaaten weitergereicht werden. Davon sollen 312,5 Milliarden Euro als Zuschüsse an die Nationalstaaten gehen. Nach dem Subsidiaritätsprinzip hilft die höhere Instanz der nachgeordneten Instanz, wenn diese in eine nicht mehr selbständig zu lösende Notsituation gerät. Das Geld muss also nicht zurückgezahlt werden. Oder? Naja, die Nationalstaaten bezahlen die EU. Weitere 360 Milliarden Euro werden als Darlehen ausgeschüttet. Die Differenz zwischen 750 Milliarden Euro und 672,5 Milliarden Euro wird für EU-eigene Programme ausgegeben. Natürlich will die EU auch bestimmen, wofür die Mitgliedsländer den Geldsegen einsetzen.

Wer den Geiger bezahlt, bestimmt auch, welches Lied gespielt wird. Das war schon bei der Schuldenkrise zwischen Internationalem Währungsfond und Ländern der Dritten Welt in den 1980er Jahren nicht anders:

„Die Empfängerländer sollen nationale Reform- und Investitionspläne für die Jahre 2021 bis 2023 zunächst in Brüssel einreichen. Diese Pläne müssen dann von der EU-Kommission und vom Rat der Finanzminister mit qualifizierter Mehrheit genehmigt werden.“ (4)

Die Modalitäten der Neuverschuldung formulierte die Tagesschau im letzten Juni, als noch kaum jemand von den EU-Plänen Notiz genommen hatte, recht offenherzig und etwas flapsig:

„Die Europäische Kommission will sich zum ersten Mal in ihrer Geschichte verschulden und das Geld an den Finanzmärkten ausleihen. Die Mitgliedsstaaten müssen dafür entsprechend ihrer Wirtschaftskraft anteilig geradestehen. Mit der Rückzahlung möchte sich Brüssel Zeit lassen. Die gemeinsamen Schulden sollen ab 2028 über die nächsten 30 Jahre abgestottert werden, also bis 2058.“ (5)

Vierzig Jahre in Ketten?

Schauen wir einmal wie die Gelder verteilt werden. Grundsätzlich werden die südeuropäischen Länder bei diesem Deal bevorzugt. Italien bekommt aus dem Glückstopf 65,6 Milliarden Euro. Spanien 59 Milliarden Euro. Deutschland dagegen lediglich 22,7 Milliarden Euro. Die Logik dahinter ist ganz klar: die Einführung der Eurozone zur Jahrtausendwende war eindeutig eine Licence to kill. Denn im Zeitalter nationaler Währungen konnten die schwachen Staaten sich gegen den aggressiven Ansturm von Waren aus stärkeren Ländern wehren, indem sie ihre Währung ab- oder aufwerteten. Dieses Instrument der Selbstverteidigung ist jetzt entfallen. Folge war, dass in den südeuropäischen Ländern ganze Wirtschaftszweige infolge der Importüberschwemmung weggebrochen sind. Länder wie Griechenland haben seitdem eine negative Handelsbilanz und müssen sich immer mehr verschulden. Es bleibt also nichts anderes übrig, als diesen Ländern noch mehr Geld zu geben, damit sie weiterhin Waren aus den starken nordeuropäischen Ländern abnehmen können.

Werden denn jetzt die frischen Schuldengelder eingesetzt, um dem durch Corona gebeutelten gewerblichen Mittelstand wieder auf die Beine zu helfen? „Dor luer man op!“, pflegte meine Mutter auf plattdeutsch in solchen Situationen zu antworten. Der gewerbliche Mittelstand kann tatsächlich lange und ziemlich vergeblich auf Hilfe lauern. Für den Mittelstand ist in der schönen neuen EU-Welt nämlich kein Platz mehr vorgesehen. 37 Prozent der Gelder sollen laut EU-Vorgaben für „Klimarettung“ verwendet werden; 20 Prozent sollen in die Digitalisierung gesteckt werden. Das ist ein Richtwert.

Die deutsche Bundesregierung möchte sogar je 40 Prozent in Digitalisierung und Klimarettung stecken. Und was versteht unsere Bundesregierung unter „Klimaschutz“ und Digitalisierung? Antwort: Klimafreundliche Mobilität, umweltbewusstes Bauen, Autos, die mit Wasserstoff fahren, sowie selbstverständlich Forschung für Corona-Impfstoffe. Klingt doch echt gut, nicht wahr? Nun ja. Allein mir fehlt der Glaube. Grüne Wirtschaft, New Green Deal. Es geht recht eigentlich nicht um eine Regeneration jener Natur, die wir von unseren Altvorderen übernommen haben. Es geht vielmehr um eine radikale Neuprogrammierung der Natur im Sinne der großen Konzerne und Banken (6). Eine große Verschmelzung von Mensch und Maschine. Insofern gibt Deutschland achtzig Prozent des Geldes für ein und dasselbe Ziel aus.

Zum anderen bedeutet die neue Megaverschuldung eine weitere Demontage und Vernichtung der souveränen Nationalstaaten. Immer mehr Entscheidungsbefugnisse gehen von den Nationalstaaten, die zumindest dem Papier nach dem demokratisch bestimmten Willen ihrer Bürger unterworfen sind, direkt auf die EU-Regierung in Brüssel über – die wiederum hat keinerlei demokratische Legitimation und entzieht sich der Kontrolle der ihr unterworfenen Bürger. Schon gibt es ein – zugegebenermaßen noch etwas lasches – EU-Außenministerium. Auch ein EU-Kriegsministerium ist in Arbeit.

Und dank der schon lange angestrebten Fiskalunion wird es sicher auch bald ein oberstes europäisches Finanzministerium geben. Dafür ist der aktuell in Gang gesetzte Corona-Aufbaufonds das ideale Schmiermittel. Wann wird der erste EU-Nationalstaat seinen Rückzahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen und muss sich dem Diktat der EU-Behörde in Brüssel unterwerfen?

Naja, noch ist nicht alles entschieden. Denn damit dieser Fonds anlaufen kann, müssen alle 27 Einzelstaaten einstimmig dem Rettungsfond zustimmen. So etwas lässt sich aber feinmaschig anbahnen, keine Frage. Schauen wir uns mal Italien an und wir lernen, wie man solche Vorgaben des Great Reset – um nichts anderes handelt es sich hier – politisch orchestriert. Italien wird uns jetzt als der große Gewinner des Rettungsfonds präsentiert. Am 13. Februar wurde in Italien der neue Regierungschef Mario Draghi inthronisiert. Da klingeln bei manchen Leuten schon die Alarmglocken. Schließlich war Draghi von 2002 bis 2005 Vizepräsident einer der größten und aggressivsten Privatbanken, nämlich Goldman Sachs.

Nun wollen wir hier nicht die Kontaktschuld-Klaviatur spielen. Bekannt ist Draghi vor allen Dingen als langjähriger Präsident der Europäischen Zentralbank. Sein Vorgänger Jean-Claude Trichet hatte den Euro schon fast an die Wand gefahren. Da kam Draghi als sein Nachfolger und verbreitete mit dem eingangs zitierten Spruch „Whatever it takes“ den nötigen Optimismus für den Euro. Zur Rettung des Euro bedürfe es der Stoßkraft einer Bazooka, also einer auf die Schultern gestützte Boden-Luft-Rakete Auch Söder und Scholz waren so beeindruckt, dass sie dieses „Was-immer-es-kosten-mag“ zu ihrem Leitmotto erklärt haben und die Bazooka auch gleich auf ihre Schultern heben würden. Der liberale US-Ökonom Paul Krugman adelte Draghi als „größten Zentralbankchef moderner Zeit“ (7).

Nicht alle sind so angetan von Draghi, welcher zumindest die größte Privatisierungsaktion in Europa zustande brachte. Opfer war die staatliche italienische Telefongesellschaft. Tausendsassa Draghi hat noch nie in seinem Leben eine Wahlkampfrede gehalten. Das wird in der coronierten Post-Demokratie auch nicht mehr benötigt. Denn Draghi steht einer „Expertenregierung“ von Bankern und Wissenschaftlern vor, die von einer Allparteienkoalition getragen wird. Draghis Vorgänger Giuseppe Conte wurde in einer Palastintrige vom Kabinettskollegen Matteo Renzi ausgeknockt, als er nicht mit allen Punkten des EU-Rettungsfonds übereinstimmte. Bemerkenswert ist auch, dass die so genannte Fünf-Sterne-Partei schon seit dem Corona-Regime im Regierungsboot sitzt und mit

den Außenminister stellt. Das Finanzministerium übernimmt Draghi-Intimus Daniele Franco, der zuvor die italienische Zentralbank geführt hat. Klimarettung ist ganz hoch angesehen. So textet das Handelsblatt:

„Welche Bedeutung Draghi der Nachhaltigkeit zumisst und dem von der EU ausgerufenen Green Deal, zeigt ein komplett neues Ressort: Es ist zwar kein Super-Ministerium für Wirtschaft und Nachhaltigkeit geworden, wie spekuliert wurde. Trotzdem hat Italien erstmals ein Ministerium für ökologischen Wandel. An der Spitze der Physiker Roberto Cingolani.“ (8)

Dieser phänomenale Physiker leitet das „Istituto Italiano di Tecnologia“, das sich der Künstlichen Intelligenz und Robotik verschrieben hat. Was wir nicht aus dem Handelsblatt erfahren: Cingolani war auch beteiligt an der italienischen Rüstungsfirma Leonardo S.p.A. Jahrelang als großer Querulant und Äquivalent zur hiesigen AfD galt die Lega Norte. Deren Chef Salvini polterte immer gegen die „faulen“ Süditaliener und hätte am liebsten die Abtrennung des „deutsch“ tickenden Nordens vom Süden in die Tat umgesetzt. Nun, auch Salvini muss der staatsmännischen Vernunft seines Parteifreundes Giancarlo Giorgetti weichen. Sonst gibt’s keine potenten Parteispenden mehr:

„Im Gegensatz zum oft polternden Salvini, der verbal gern gegen die EU oder Migranten austeilt, zählt Giorgetti zum moderaten Parteiflügel. Er soll einen guten Draht in die Industrie und die Bankenwelt haben, gilt auch als außenpolitisch bestens vernetzt, vor allem in die USA und nach Deutschland.“(9)

Deutschland? Da zucken die Italiener schon zusammen, als würde die neunschwänzige Geißel über ihren Rücken fahren. Innovationsminister wird Vittorio Colao, zuvor Experte bei Vodafone und Verizon, zudem Aufsichtsrat bei Unilever. Ein Studium in Harvard war hilfreich, sodann auch Aktivitäten bei Morgan Stanley und den hierzulande bestens bekannten Unternehmensberatern von McKinsey. Schon unter Draghis Vorgänger Renzi stand er einer „Taskforce“ vor, die die neue schöne Welt nach Corona planen sollte. Und, welch ein Zufall: „102 Vorschläge machte Colaos Truppe, nun kann er viele davon umsetzen. Sein Ministerium wird einer der größten Nutznießer des Wiederaufbaufonds sein: die digitale Transformation ist eines der Kernanliegen Brüssels.“ Na, Glückwunsch! So ein Zufall aber auch. Liebe Italiener: wo bleibt Euer wertvoller Widerstandsgeist der „Bella Ciao“-Ära?

So weit so schlecht. Also zumindest mich würde es nicht wundern, wenn unser Berliner Lach-Kabinett unter Merkel und dem immer wieder einnickenden Wirtschaftsminister Altmaier wegen unübersehbarer Inkompetenz von einer „Expertenregierung“ nach italienischem Muster abgelöst wird. Wenn wir keine konsistenten Gegenmodelle entwickeln, haben wir dann wirklich nichts Besseres verdient.

Quellen und Anmerkungen:

  1. https://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/economy/20200506STO78507/covid-19-aufbaufonds-soll-langfristigen-eu-haushalt-erganzen
  2. Eine andere Sicht: Hermann Ploppa. Der Griff nach Eurasien – Die Hintergründe des ewigen Krieges gegen Russland. Marburg 2019
  3. https://www.bpb.de/politik/wirtschaft/schuldenkrise/318376/europas-neue-wege-aus-der-krise
  4. siehe <3>
  5. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/faq-corona-wiederaufbauplan-101.html
  6. https://usacontrol.wordpress.com/2021/02/19/bakterien-und-roboter-die-schone-neue-welt-der-biotechnologie/
  7. https://www.nytimes.com/2019/05/24/opinion/after-draghi-wonkish.html
  8. Handelsblatt, 15.2.2021. S.12. Italiens Regierung – Physiker und Banker für den Neustart.
  9. siehe <8>

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:   Zolnierek/ shutterstock

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18 Kommentare zu: “Neue Hoffnung dank Corona-Aufbaufonds – Für wen eigentlich? | Von Hermann Ploppa

  1. Astrid sagt:

    Der Marshallplan wurde aus dem noch übriggebliebenen Staatsvermögen der Staaten die nach Ansicht der Siegermächte den zweiten Weltkrieg ausgelöst hatten finanziert. Sprich aus dem Gold der Reichsbank das die Nazis eingelagert hatten und die Amerikaner beschlagnahmt hatten was sehr viel war da die Nazis in den letzten Monaten keine Devisen mehr eintauschen konnten. Sollten Sie eigentlich wissen.

    • Alcedo sagt:

      Insbesondere funktioniert ein Wirtschaftsanschub mittels pump wie der Marshall-plan nur, wenn es reichlich aufzubauen gibt und nicht wie heute, wo wir aus einer extremen Überkapazität beginnen. Genauso wie ich wußte, das der Lockdown die Staatsverschuldung explodieren lässt weiß ich, das ein hübsch und verfälschend benannter 'Marshall-Plan' keinen wirtschaftlichen Aufschwung bringen kann sondern mittels der Anschubgelder zur Versklavung bei den Geldgebern führt… und ich bin nicht speziell Ökonom sondern durchschnittlich gebildet. Im Moment könnte man die Verschuldung mittels Einigung über Bilanzkürzung noch rückführen (evtl) eine Verschuldung bei Privatbanken (Finanzkapital) verschließt diese Möglichkeit.
      Der ungezähmte Kapitalismus ist am Ende und das wissen wir eigentlich alle. Jetzt werden wir über leistungslose Gewinne und die Gier nach eigenem Vorteil über die Schwelle gelockt. Wie viele werden so willenlos sein, diese Schwelle zu übertreten oder in Angststarre zu verharren? Ich nenne den jetzigen Kapitalismus Marketing-Kapitalismus. Wettbewerb ist gut, aber Verblendung mitttels Verkürzung und Lügen ist unvorteilhaft. Marketing sollte man nicht verbieten, aber man sollte es nicht mehr als Betriebsausgaben anerkennen, auch sind die Gesamtkosten der Produktion zu veranschlagen.

    • Alcedo sagt:

      (…, auch sind die Gesamtkosten der Produktion beim Unternehmen geltend zu machen.)

  2. Alcedo sagt:

    Korrigiert mich, wenn ich falsch liege – aber der Abschluß dieser Programme ist unser Sargdeckel, nicht wahr? Jedenfalls fällt mir nichts mehr ein, wie dann die nationalstaatliche Souveränität noch zu retten wäre.

    • Werweißdasschon sagt:

      Ja das ist es. Von langer Hand geplant und angekündigt, wird es durchgesetzt quasi ohne Gegenwehr. So leicht hätte ich es mir nicht vorgestellt.
      Das was in Italien aktuell passiert, ohne große Aufmerksamkeit dank dem Corona&Lockerungen-Spiel, ist die Blaupause für ganz Europa.

      Die Leichtigkeit, mit der alles umgesetzt wird, ist nahezu erschreckend und raubt einem fast den Atem…

      Bis 2030 läuft somit alles nach Plan

  3. unknow74 sagt:

    "(…)
    Wenn wir keine konsistenten Gegenmodelle entwickeln, haben wir dann wirklich nichts Besseres verdient."

    Wer ist wir? WIR sind nicht die entscheidende Menge – "Teile und Herrsche", schon vergessen?

    Ich sehe einfach nur noch schwarz, bei dem was auf uns zu kommt.

  4. Ralf Becker sagt:

    hierzu:
    Makroskop, Die Kommission zeigt ihre neuen Waffen, 04. Februar 2021
    Stolz führt die Kommission ihr neues Waffenarsenal vor. Die Mitgliedstaaten müssen Empfehlungen aus dem Europäischen Semester umsetzen, um Mittel aus dem Aufbaufonds zu erhalten. Das ist der Weg ins autoritäre Europa.

    bpb, 2.2.2021
    Langfristiger EU-Haushalt: Mehr Geld für Klimaschutz und Digitales

    Politiker neigen viel zu oft dazu Probleme mit Geld lösen zu wollen.
    In Wirklichkeit haben wir aber ein Geldwesen, bei dem der Schuldendruck immer schneller ansteigen muss, weil auch die gesamte Geldmenge immer schneller ansteigt.
    Zum Thema Klima habe ich mir im November 2018 bei mir in der Nähe den Beginn eines Vortrags vom Wetterfrosch Sven Plöger angehört, wo er sagte, dass die Niederschläge in den Sommermonaten der letzten Jahre stark zurückgegangen sind. Diese Trockenheitsperiode deckt sich jedenfalls in etwa mit dem Zeitraum der expansiven Geldpolitik.

    Dann bemängelt es die Postwachstums-Diskussion, dass es etwa im Vergleich zu den 50er Jahren viel weniger Zeitwohlstand gibt, so dass es dann trotz mehr Geld für die Digitalisierung eher nicht der Fall sein wird, dass dieselbe gelingt. Es wird etwa auch immer schwieriger Kinder zu haben.

    Spiegel, 30.11.2020
    Scholz bestätigt Einigung
    Finanzminister beschließen Reform für Euro-Rettungsschirm

    Mit dem Rettungsschirm soll also die Zahlungsfähigkeit der EU-Mitgliedsstaaten gesichert werden.

    Spiegel, 26.09.2018
    Private Schulden steigen so schnell wie seit der Finanzkrise nicht mehr

    Die zunehmende Verschuldung ist die Folge der etwas sonderbaren Geldentstehung als Schuld. Da werden auch Rettungsschirme auf Dauer nicht helfen.

    Welt, 21.08.2019
    Nobelpreisträger Krugman sieht ein „Deutschland-Problem“ in der Welt

    Das Deutschland-Problem gibt es zwar, aber das Geld- und Bankensystem kann so oder so nicht funktionieren.

    Bei der Finanzkrise wird es der Fall sein, dass diese etwas mit Zionismus zu tun hat, weil doch der Name Rothschild damit im engen Zusammenhang steht.

    Habe jetzt Emails an Mitglieder des Programmrats unseres Zwangsrundfunks geschickt, weil die dortigen Talkgäste etwas sorgfältiger ausgewählt werden sollten. Wenn dort doch auffällig oft Politiker(innen) der Linken sitzen? Die Linke verwaltet doch nebenbei ihr Stasi-Firmengeflecht.

  5. gruni sagt:

    Vielen Dank, Hermann Ploppa!
    So soll also das Gebilde EU sturmreif geschossen werden für die Übernahme durch Schwabs WWF. Hier spielt es auch keine Rolle mehr, welche Form der Währung wir haben. Der „great Reset“ (zurück auf Los) wird uns schon zeigen, was eine Harke ist.
    Ich wundere mich nicht, dass es bei den Coronas Zeugen wenig Widerstand gibt, allerdings wundere ich mich schon, warum hier im Forum so verhalten auf all die Maßnahmen reagiert wird.
    Ja, klar es ist die Esoterik und die Gewaltfreiheit, die einen schärferen Zungenschlag vermeidet.
    Dazu fällt mir Analyse der französischen Revolutionäre ein, die nach der Niederlage der Pariser Kommune feststellten, dass nicht die Gewehre der Gegner sie besiegt hätten, sondern die Abwiegler und die Spalter in den eigenen Reihen die Niederlage mitzuverantworten hätten. (Sie waren die schlimmsten Feinde).

    • Beobachter sagt:

      Das liegt nicht an Esoterik und Gewaltfreiheit, dass liegt v.a. daran, dass viele Leute sich die konkreten Konsequenzen
      nicht recht vorstellen können und/oder wollen. Dort, wo man am ehesten individuell betroffen wäre, interagieren
      Erkenntnisinteresse und Erkenntnisvermögen eben stark, oft zum Nachteil des Erkenntnisresultats. Uns geht es sozusagen -jedenfalls denen, die sich hier äussern, mich eingeschlossen- im realen Leben "Immer noch zu gut". Es mag viele Leute
      geben, die es vielleicht schon "erwischt" hat, die aber eben nie ein politisches Interesse hatten. Für diese war es eine kalte
      Dusche -oder Schlimmeres, aber diese Leute schreiben nicht bei kenfm Kommentare -und in ihrer überwiegeden Mehrheit
      schreiben sie auch sonst nichts. Man hört sie nicht, man sieht sie nicht. Eventuell tauchen sie in Statistiken als Zahlen auf, aber selbst das kann retuschiert werden. So bleiben die "finanzpolitischen" Gefahren der kommenden Experimente zunächst einmal
      recht abstrakt.. Uns geht es wie dem Frosch, der im Wasser sitzt, das fortwährend erwärmt wird, aber mit geringer Rate. Daher springt er nicht heraus -aber es erwischt ihn dann doch.

    • gruni sagt:

      Moin, Beobachter, nun geht es mir nicht unbedingt um das ökonomische Befinden, sondern um unsere demokratische Verfassung, bzw. den Abbau unserer freiheitlichen Grundrechte. Ein kurzer Blick in die MSM zeigen ein katastrophales Bild:
      Ausgangssperre in Flensburg
      Maskenzwang in der Öffentlichkeit
      In Berlin diskutiert man wohl den Maskenzwang im Auto
      Schul- und Kitaschliessungen im großen Stil
      Merkel will wohl alles erst beenden, wenn alle Erdenbürger durchgeimpft sind.
      Hier kann man fast endlos fortsetzen.
      Das sind m.M.n sehr ernste Maßnahmen, die gegen uns gefahren werden. Und hier genügt es nicht einen J. Lennon Song zu zitieren, oder auf M. Ghandi hinzuweisen. Hier gilt es aus den Aktionen aus Frankreich, Niederlande und anderswo zu lernen.

    • Beobachter sagt:

      Ja, was Sie da sagen, ist natürlich im Wesentlichen richtig. Ich wollte auch nur darauf hinweisen, dass es neben der abstrakten
      Einstellung, wie in Konfliktfällen zu handeln ist, auch noch ein "Gefühl der Dringlichkeit" im Handeln gibt, die m.E. schon auch
      mit dem Wohlbefinden korreliert. Allerdings stellt sich die Handlungsfrage m.E. im Moment überhaupt nur sehr bedingt.
      Ich stelle immer wieder fest, dass die meisten Menschen, mit denen man zur Lage in der Gegenwart zu reden sich traut, sehr schnell kundtun, dass sie das Handeln der Regierung weitgehend nachvollziehen oder sogar gutheißen. Manch einer hätte auch gern noch ein paar schärfere Massnahmen. Ich kenne sogar einen -und das ist aus meiner Sicht kein Dummer, und kein Angepasster, ich kenne ihn jetzt 15 Jahren -der die Impfungen vehement ablehnt, und für die Pharmaindustrie kein gutes Wort hat, aber in Blick auf die übrigen Massnahmen der Regierung Laschheit und Inkonsequenz vorwirft. Allerdings, mit ihm kann man diskutieren, ohne abgekanzelt zu werden, mit vielen anderen geht es gar nicht. Der Diskurs als Lebensmark der Demokratie geht gerade den Bach runter. So. Sofern ich es, aus meiner Froschperspektive im Glase, beurteilen kann, ist man bereits mit gemässigter Kritik in der Minderheit. Wenn man also wirklich zur "Tat" schreiten wollte, was bliebe dann wohl? Ich will es gar nicht hinschreiben; jedenfalls keine guten Lösungen. Ich denke, dass manche Leute die Verkommenheit des Systems sich nicht eingestehen wollen, nicht weil sie so große Nutzniesser darin wären -solche Leute gibt es natürlich auch-, sondern weil sie nach ihren eigenen Moralvorstellungen zu
      Taten verpflichtet WÄREN, WENN sie sich es eingestehen würden. Doch davor schrecken sie zurück. Es gibt nicht nur einfache Unfähigkeit, einen Zusammenhang zu erkennen, sondern auch eine Art vorauseilende Selbstverunfähigung zum Erkennen, etwa in dem man bestimmten Anfangsverdachten nicht nachgeht -die Medien machen`s einem ja auch leicht bei der Selbstverdummung.
      Vom Vermummungsverbot zum Vermummungsgebot und schliesslich zum Verdummungsgebot.

    • Alcedo sagt:

      Liebe/r gruni, warum sollte man sich im Forum echauffieren? Es ist längst Zeit das real zu tun, ich glaube auch nicht, das da Fragen offen sind. Das einzige Manko bleibt man selbst.

    • Poseidon sagt:

      #gruni
      Love it do it.Don't love it,don't do it.
      As easy as 123.
      https://youtu.be/_8m7yhtPsqc

    • Poseidon sagt:

      Pink – What About Us
      https://youtu.be/wKOEJs602uk
      https://youtu.be/yWrHHxksbLY

  6. Roman Miro sagt:

    Ich habe nicht viel Ahnung von Ökonomie. Aber es sollten doch Digitalwährungen eingeführt werden, oder nicht ? Aber noch wichtiger für mich:
    Was ein Gegenmodell anbelangt, so gibt es doch schon Modelle von lokalen Währungen.
    Es gibt doch auch schon irgendwo Gemeinwohlökonomie und es gab schon immer alternative Modelle. Ich würde es begrüßen, wenn darüber mehr berichtet würde, als über die "Schlechtigkeit" des laufenden Geldsystems.
    Es fehlt an der Propagierung sinnvoller Alternativen. Anstatt in der Zukunft für unter dem Strich immer weniger Geld zu arbeiten, oder sich immer mehr zu verschulden, wäre es vielleicht möglich, mit lokalen oder regionalen Zusammenschlüssen von Kleingewerblern und Mittelstand zu beginnen, die jetzt gerade in die Insolvenz lockdowned werden.

  7. Hartensteiner sagt:

    Schon seit längerer Zeit und seit Corona im Turboschritt wird klar, wie wichtig es ist, dass sich Deutschland und die gesamte EU so hoch über beide Ohren verschulden, wie irgend möglich. Warum ist das so wichtig? Weil die Schuldenknechtschaft eines der besten Mittel ist, die Versklavung der Menschen aufrecht zu erhalten.
    Wie das geht, wusste schon Tenessee Ernie Ford, als er das Lied von den "16 tons" (16 Tonnen Kohle hat der Bergarbeiter ausgegraben und verladen) sang, in dem er beschreibt, dass sich der schwerst arbeitende Bergarbeiter niemals aus der Schuldenfalle herausarbeiten kann. Das wusste man damals und das weiß man heute erst recht. So funktioniert der Neokolonialismus, der bereits den größten Teil der Welt erobert hat – und nun Europa, soweit es noch nicht so ganz versklavt ist – übernehmen wird (Mit Beifall unserer Politik und der Medien).
    Aber hört selbst: https://www.youtube.com/watch?v=EkRYuMqw-B0

  8. Beobachter sagt:

    Naive Frage: WER ist eigentlich bei WEM (also bei welcher Institution) verschuldet, wenn die EU "Schulden macht".
    Ich nehme an, dass der potentielle Gläubiger -wer immer es dann ist- ein Hauptinteresse daran hat, dass diese "Schulden
    gemacht" werden, denn es ist ja des Gläubigers Eigntumstitel. Oder habe ich da was missverstanden?

  9. Isabelle Emcke sagt:

    https://www.bitchute.com/video/5N6Ugw0CuVkc/

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