New Normal Gleichschaltung | Von Mathias Bröckers (Podcast)

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

“New  Normals”  oder “Corona-Totalitaristen”  nennt der in Berlin lebende US-Satiriker CJ Hopkins die große Mehrheit seiner  Zeitgenossen, “deren ideologisches Programm nichts mehr mit einem aktuellen Virus oder einer aktuellen Gefahr für die öffentliche Gesundheit zu tun hat. Denn es ist jetzt für jeden, der den Verstand noch nicht veloren hat, vollkommen offensichtlich, dass die apokalyptische ‚Coronavirus Pandemie‘ ein Trojanisches Pferd war, ein Mittel die ‚Neue Normalität‘ einzuführen…”

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Keine freundlichen Worte und geradezu ketzerisch in Zeiten, wo die Kirche der Angst von allen medialen Kanzeln den unbedingten Pandemismus predigt und keinen Zweifel oder gar Widerspruch duldet. Diese “New Normal Gleichschaltung” hat Hopkins am Beispiel des jüngsten “Reichtagssturms” aufgezeigt, auf dessen plumpe Inszenierung ich hier ja schon hingewiesen hatte. Plump, weil schon ein einziges Foto klar macht, wie hier eine Reichsbürger-Mücke (links oben im verlinkten Luftbild) zum Nazi-Elefant gemacht wurde, aber äußerst wirkungsvoll, weil die Weltpresse den Elefant im Regierungsviertel, die friedlichen Massenproteste gegen die Notstands-Verordnungen, einfach ausblenden konnte. Oder – weil die Größe einfach unübersehenbar war – sie in einen Sack mit der Nazi-Inszenierung stecken konnte, auf den sich dann wunderbar einprügeln lies. Auf dass die Frage, warum eigentlich Hundertausende auf die Straße gehen und ob oder in wie weit ihre Forderungen und Anliegen berechtigt sind, gar nicht gestellt werden mußte.

Fragen sind gefährlich, sie können den wahren Glauben unterminieren, indem sie die teuflischen, tödlichen Gefahren verharmlosen vor denen allein die von der Kirche der Angst eingeführten Gebote und Rituale schützen.  Sowie der Kampf gegen den gefährlichen Irrglauben, dass sich die Warnung vor einer apokalyptischen Großgefahr mittlerweile als Fehlalarm herausgestellt hat. Solche Fehlalarme kommen immer und überall vor und sind keine Schande, schon gar nicht für den, der darauf reagiert und entsprechende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr trifft. So blieb den Regierungen nachdem die Weltgesundheitsorganisation WHO die Pandemie ausgerufen und internationale Experten exponentielles Wachstum und Millionen Tote vorhergesagt hatten, auch gar nichts anderes übrig als von diesem “worst case” auszugehen und ensprechende Notstands-Maßnahmen ergreifen. Selbst wenn es sich dabei um die einschneidendsten Grundrechtseinschränkungen seit Bestehen der Bundesrepublik handelt, waren die Lockdown/Maskenpflicht/Quarantäne-Verordnungen im nachvollziehbar: exponentielle Ausbreitung und Überlastung der Gesundheitssysteme drohten. Da die Alters,- und Pflegeheime auf das neuartige Grippevirus “Sars Cov-2” nicht rechzeitig reagieren konnten, weil Masken und Desinfektionsmittel Mangelware waren, stammen die allermeisten “Corona-Toten” aus solchen Einrichtungen und Altersgruppen. Seit Mai aber ist der Spuk vorbei, die Sterblichkeit liegt trotz Covid niedriger als in den Vorjahren ohne Covid und von den 34.000 Intesivbetten in Deutschland sind aktuell ganze 124 von Covid-Patienten belegt. In den meisten europäischen Ländern sieht es ähnlich aus: Tote sind aus den Corona-Statistiken nahezu verschwunden, und das trotz  “steigender Neuinfektionen”.

Da könnte man glatt auf den Gedanken kommen, dass die Gefahr durch diese “Infektionen” eher gering ist und die Frage stellen, ob Notstandsverordnungen und Rechtseinschränkungen noch angemessen sind. Aber schon solche Fragen sind unter den von flächendeckenden Panik-Orchestern missionierten “Zeugen Coronas” reine Blasphemie, die neue Normalität duldet keinerlei Abweichungen und würde im Sportpalast noch gepredigt, käme auf  “Wollt ihr den totalen Infektionsschutz?” ein vieltausendfaches “Ja”. Solidarität und Einigkeit im  “Krieg gegen das Virus” sind ein Muß, wer da ausschert macht sich der Wehrkraftzersetzung schuldig und setzt Menschenleben aufs Spiel. Zwar hat die Großdemonstration am 1. August nicht zu einer Überfüllung der Krankenhäuser oder gar der Friedhöfe gesorgt und auch die vom 29. August wird das nicht tun, der Berliner Senat freilich entblödet sich nicht, für künftige Demos gegen den Maskenball  Maskenpflicht anzuordnen.

Und doch scheint ein Ende des Zirkus in Sicht: am 3. September meldet das Robert-Koch-Institut erstmals einen Rückgang der Todesfälle: zwei Corona-Opfer sind offenbar wieder auferstanden. Mit schlechten Witzen über einen Angriff der Covid-Zombies läßt sich die  von der Bundesregierung im März ausgerufene “epidemische Lage von nationaler Tragweite”  aber offenbar genauso wenig beenden, wie mit der Tatsache, dass die Zahl der “Corona-Toten” seit dem Höhepunkt im März um 97% zurückgegangen ist, ihr Anteil an sämtlichen Sterbefällen liegt derzeit unter 1%. Dieser drastische  Einbruch hielt die amtlichen Corona-Wahrsager des RKI freilich nicht davon ab, seit März “die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland weiterhin als hoch, für Risikogruppen als sehr hoch”  einzuschätzen. Weil aber kaum noch jemand schwer an Covid erkrankt oder gar stirbt, argumentiert man dort jetzt mit “steigenden Fallzahlen” –  mit irgendeiner drohenden Gefahr müssen die “Zeugen Coronas” ja bei der Stange gehalten werden.

Aber auch diese Säule der Pandemie beginnt zu bröckeln, denn nach 6 Monaten hat jetzt auch die New York Times gemerkt, was  Corona-Kritiker wie Wolfgang Wodarg  schon immer sagten: dass PCR-Tests weder eine Infektion noch eine Krankheit messen, sondern nur die Anwesenheit eines DNA-Schippsels, der von Drosten et.al. dem Sars-Cov2-Virus und Covid19 zugeordnet wird. Schon der  mit dem Nobelpreis geehrte Entdecker der “Polimerasen Kettenreaktion”, Karry Mullis, hatte immer betont, dass sein PCR-Verfahren ein Laborwerkzeug zur Gen-Analyse ist und kein Diagnosetool für Krankheiten. Ein positiver Test sagt also definitiv NICHTS darüber aus, ob sich das Virus im Körper eingenistet hat und ob seine Menge ausreicht, auch andere anzustecken. Die “Fälle” oder “Neu-Infektionen”, mit deren Zahl die Öffentlichkeit täglich erschreckt wird, sind also gar keine, weil dieser Test gar nicht messen kann, ob jemand infiziert oder infektiös ist. Doch allein auf dieser fragwürdigen Grundlage basieren sämtliche Notstands-Verordnungen und Quarantäne-Vorschriften.

“Was aber, wenn am Ende die “Covidioten” recht haben ?” fragte letzte Woche die “Neue Zürcher Zeitung” und mahnte den Wiederaufbau der “kollabierten Kommunikation über das Virus” an. Wie schon  gesagt ist es keine Schande, auf einen Fehlalarm zu reagieren und Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zu treffen, skandalös aber ist, diesen Katastrophenschutz fortzusetzen, wenn gar keine Katastrophe mehr vorhanden sind. Die Regierungen aber scheinen gemerkt zu haben, dass es sich in einer Kirche der Angst wunderbar regieren läßt und erhalten dank der “neuen Normalität” Zustimmungsraten, von denen sie sonst nicht einmal zu träumen wagten. Wann gab es das  schon, dass 80% der Bevölkerung einschneidende Regierungsmaßnahmen prima finden und 20%  von  ihnen sich in Sachen Corona-Hygiene sogar noch schärfere Maßnahmen wünschen? Neu an der “neuen Normalität” ist zudem, dass diese 80% Zustimmung offenbar nicht ausreichen, die Hygiene des  “pathologisierten Totalitarismus” (CJ Hopkins) verlangt 100 Prozent. Deshalb muss die Minderheit der Skeptiker, Zweifler und Kritiker noch kleiner gemacht werden als sie ist und – wenn das bei einer Massendemonstration nicht wirklich geht  – mittels Reichtagssturm-Inszenierung diskreditiert werden.

So wird das nichts mit einer Entstörung der Kommunikation, die das Geschrei von “Merkel-Diktatur!” ebenso unterläßt wie das von “Corona-Leugner!” und den Konflikt nicht mehr auf solche unsinnigen Extrempositionen reduziert. Denn dazwischen gibt es eine Menge dringenden Klärungsbedarf – allen voran die Anpassung der Maßnahmen an die tatsächliche Gefahrenlage und die Abkehr von multimedialer Panikmache mit willkürlichem Zahlenkonfetti. Und eine solche Klärung muss bald kommen, denn das dicke Ende der Pandemie steht ja noch an. Nicht in Form einer “zweiten Welle”, sondern in Form einer echt pandemischen Wirtschaftskrise. Noch werden die Schulden und die Folgen von Lockdows und Quarantäne übertüncht und die Finanzmärkte von den Gelddruckmaschinen der Zentralbanken  künstlich beatmet, doch in der Realwirtschaft ist der Crah schon angekommen. Und verglichen mit dieser Krise war Corona nur ein eher harmloses Vorspiel, fast so wie eine ganz normale Grippe…

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Veles Studio / shutterstock

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