Niveauregulierung – eine Kolumne (12)

Von Bernhard Loyen.

Böses, böses Russland. Gleich im Doppelpack aus dem Hause ARD für die vergangene Woche im Fernsehprogramm. Zuerst die vermeintlich erschütternde Dokumentation – Geheimsache Doping, Showdown für Russland[1].

Folgende Sätze finden sich in der Sendung:
Diese Geschichte spielt in Russland, aber sie kann überall auf der Welt spielen, in ganz ähnlicher Art. Hinweise auf Doping und Korruption gibt es immer wieder. In der Leichtathletik, aber auch in vielen anderen Sportarten…..Große Sportverbände halten die die Weltöffentlichkeit zum Narren. Zu viele Dopingschlagzeilen, schlecht fürs Geschäft. Wichtiger sind Milliardendeals, politische Gefälligkeiten…

Aha. Dies sind jedoch nicht die einleitenden Sätze dieser Dokumentation, sondern man findet sie am Ende der Sendung. Warum? Vorher müssen Klischees bedient werden. Ja, viele Nationen nutzen Doping im Spitzensport, aber – die Russen, das sind die Schlimmsten von den Schlimmen = vermeintliches Staatsdoping, natürlich mit Wissen von W. Putin. Endgültige Beweise – nein. Hajo Seppelt, sog. ARD Doping Experte kämpft seit Jahren glaubwürdig gegen das Sportdoping. Es gibt den schönen Satz – vielleicht erst mal vor der eigenen Türe kehren, bzw. schon wieder warum? Warum nicht dieser Rechercheehrgeiz im eigenen Land, oder in den USA?

Im Anschluss an die Dokumentation ging es nahtlos bei Frau Maischberger weiter. Interessanter Weise fehlte aber das Wort Russland im Titel, der lautete – Gedopt, gelogen, gewonnen: Wie kaputt ist der Sport? Im ersten Drittel ging es natürlich um Russland, bezogen auf die Dokumentation. Dann wurde es jedoch aufschlussreicher, da es sich thematisch nicht verhindern ließ Doping als das anzusehen was es ist – ein globales Problem. Sehr sehenswert ist das verbale sich Winden von Michael Vesper (Vorstandsvorsitzender Deutschen Olympischen Sportbundes) ab Minute 00.54[2].

Roter Faden der Sendung war, soll/muss Russland von den kommenden olympischen Spielen ausgeschlossen werden? In der nächsten Woche fällt dazu die Entscheidung[3].

Wir gehen in das Jahr 1980. Olympische Spiele in Moskau. Auch damals wurde boykottiert, bloß andersrum. Die damalige UdSSR war in Afghanistan einmarschiert. Dazu das Olympia-Lexikon: Truppen der Sowjetunion waren zur Jahreswende 1979/80 in das benachbarte Afghanistan einmarschiert, um das dortige Regime im Bürgerkrieg zu stützen. US-Präsident Carter forderte einen Boykott der Moskauer Spiele, falls sich die Sowjets nicht bis zum 20. Februar zurückzögen. Als die UdSSR dieser Forderung nicht nachkam, wurden im Westen unter Führung der USA die Bestrebungen, die Spiele tatsächlich zu boykottieren, immer stärker…. [4]

Aha. Der letzte Satz kommt einem irgendwie so bekannt vor. Also, history repeating, nur eben andersrum? 65 NOKs von damals 148 vom IOC anerkannten boykottierten schließlich die Spiele in Moskau, darunter die leistungsstarken Mannschaften der USA, die Bundesrepublik Deutschland, Kanada, Japan, China, Kenia und Norwegen.[4]

Kurz – wie hießen doch gleich die tapferen Oppositionsgruppen Afghanistans damals? Mujahideen, später auch unter al-Qaida bekannt. Wer finanzierte sie doch gleich, bzw. baute sie auf und forcierte damit das militärische Desaster für die damalige UdSSR.[5]

Brzezinski: In der offiziellen Version der Weltgeschichte begann die Unterstützung der Mujahideen durch die CIA in den 1980er Jahren, sprich nach dem Einmarsch der Sowjet-Truppen in Afghanistan [am] 24. Dezember 1979. Die bisher gut behütete Realität dahinter sieht jedoch völlig anders aus. Tatsächlich unterzeichnete Präsident Carter den ersten Befehl zur verdeckten Unterstützung der Gegner des pro-sowjetischen Regimes in Kabul bereits am 03. Juli 1979. Am gleichen Tag schrieb ich dem Präsidenten eine Nachricht, in der ich ihn darauf hinwies, dass meiner Ansicht nach diese Unterstützung unweigerlich zu einer sowjetischen Militärintervention führen würde.

Frage: Aber trotz dieses Risikos waren sie ein Befürworter dieser verdeckten Operation. Vielleicht wünschten Sie sich ebenfalls eine Kriegserklärung der Sowjetunion und wollten diese provozieren?

Brzezinski: Das ist so nicht ganz richtig. Wir haben die Russen nicht gedrängt zu intervenieren, wir haben nur absichtlich die Wahrscheinlichkeit dafür erhöht.

Frage: Als die Sowjets ihre Intervention mit der Bekämpfung einer verdeckten Einmischung der Vereinigten Staaten in Afghanistan begründeten, glaubte ihnen niemand, obwohl diese Aussage im Grunde genommen richtig war. Bereuen Sie diesen Schritt aus heutiger Sicht nicht?

Brzezinski: Was soll ich bereuen? Diese verdeckte Operation war eine hervorragende Idee. Sie bewirkte, dass die Russen in die afghanische Falle tappten und sie erwarten ernsthaft, dass ich das bereue? Am Tag, an dem die Russen offiziell die Grenze überschritten, schrieb ich Präsident Carter: Jetzt haben wir die Möglichkeit, der UdSSR ihren Vietnamkrieg zu liefern. Und tatsächlich sah sich Moskau während der folgenden 10 Jahre gezwungen, einen Krieg zu führen, den sich die Regierung nicht leisten konnte, was wiederum die Demoralisierung und schließlich den Zusammenbruch des sowjetischen Herrschaftsgebiets zur Folge hatte.

Frage: Und sie bereuen es also auch nicht, den islamischen Fundamentalismus unterstützt und somit Waffen und Know-how an zukünftige Terroristen weitergegeben zu haben?

Brzezinski: Was ist wohl bedeutender im Lauf der Weltgeschichte? Die Taliban oder der Zerfall des sowjetischen Reiches? Ein paar verwirrte Moslems oder die Befreiung Mitteleuropas und das Ende des Kalten Krieges? (The CIA’s Intervention in Afghanistan, Interview with Zbigniew Brzezinski, President Jimmy Carter’s National Security Adviser. Le Nouvel Observateur, Paris, 15.-21. January 1998)[5].

Am 22.06.2016 jährt sich zum 75. Mal der Jahrestag des Einmarschs deutscher Soldaten auf russisches Territorium. Bezugnehmend auf dieses historische Ereignis, gibt es eine sehr aufschlussreiche Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der Abgeordneten Dagdelen, Gehrcke, Groth und anderer Abgeordneter der Fraktion Die Linke im Bundestag[6].

Die hiesige Bundesregierung sieht also keine Notwendigkeit dieses Datums zu Gedenken. Warum auch? Schlicht andere Prioritäten. Traurig, sehr traurig. Schlicht beschämend.

Quellenhinweise:

[1] – http://www.ardmediathek.de/tv/Sportschau/Geheimsache-Doping-Showdown-f%C3%BCr-Russla/Das-Erste/Video?bcastId=53524&documentId=35869002
[2] – http://www.ardmediathek.de/tv/Maischberger/Gedopt-gelogen-gewonnen-Wie-kaputt-is/Das-Erste/Video?bcastId=311210&documentId=35871520
[3] – http://www.spiegel.de/sport/sonst/doping-russischer-sportminister-fuerchtet-olympia-verbot-a-1094740.html
[4] – http://www.olympia-lexikon.de/Moskau_1980#Boykott
[5] – http://www.globalresearch.ca/articles/BRZ110A.html
[6] – http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/085/1808532.pdf

 

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

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18 Kommentare zu: “Niveauregulierung – eine Kolumne (12)

  1. Doping gehört nicht legalisiert….finde es moralisch verwerflich , wenn ich einem Sportler im Stadion oder im TV beim Sterben zuschauen müsste, blos weil der legalisiert bis Oberkante Unterlippe zugedröhnt ist…legalisiertes doping würde Auswüchse teiben, ich glaube das können wir uns nicht vorstellen.

    • @ Sebastian Mühl: „..Auswüchse…“ Wieviele Menschen sterben per anno am Rausch-Gift namens Alkohol ?
      Wir schauen zigtausenden Menschen beim Sterben zu und ziehen keine Konsequenzen. Unser Denken ist dermassen manipuliert worden, dass wir in puncto Doping und Drogen den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Es ist die Politik, die unsere Schulen kontrolliert, und dadurch kontrolliert sie unser Bewusstsein.
      Wenn wir Dinge verändern wollen, dann müssen wir die Lügenphrasen durchschauen, durch welche die Politik unser Denken, unseren Geist versklavt hat.
      Drei Arten von klassischen Drogen – Medizin von altersher – hat die Politik für illegal erklärt und hat sie auch weitgehend der Kontrolle der Aerzte (!) entzogen, um geheimen Diensten einen Schwarzmarkt zu ermöglichen. Das sind einerseits die Opiate, also Opium und seine natürlichen Bestandteile, was Paracelsus noch als Arcanum bezeichnete: Kenn`ein Arcanum, nenn`es Laudanum. Andererseits ist es Kokain. Die Indianer gebrauchen die Blätter zusammen mit Kalk als mildes Dopingmittel.
      Eine dritte Gruppe von Drogen ist die der sogenannten Halluzinogene. Dazu gehören gewisse Pilze und LSD 25 und im weitesten Sinne auch echtes Haschisch und die Hanfpflanze, woraus man das herstellt.

      Die Politik begründet offiziell diese Prohibition mit der Behauptung, die Stoffe machten abhängig und krank.
      Tatsache ist, dass nach dem Vietnamkrieg massenhaft die US Soldaten als Heroinjunkies heimkehrten. Heroin wird aus Schlafmohn hergestellt. Tatsache ist auch, dass US – Mediziner feststellten, dass ein bestimmeter Anteil dieser Junkies zu Hause in USA es schaffte, ohne ärztliche Hilfe initiativ selber wieder vom Stoff freizukommen. Diese Leute hörten einfach auf, was die Mediziner erstaunt zur Kenntnis nahmen.
      Diese GI s, die aufhörten, hatten in Vietnam genauso lange und genauso exzessiv das konsumiert wie andere GI s, die angeblich nicht aufhören konnten (oder wollten ?).

      Was ist aus dieser Tatsache zu schlussfolgern ? Es kann die Sucht nur ihre Ursache im Menschen haben ! Denn wenn eine Gruppe von Menschen – trotzdem sie genauso viel und lange konsumierte wie eine andere Gruppe – eben nicht abhängig wurde sondern aufhören konnte, also NICHT süchtig wurde, dann kann es nicht am Stoff liegen, wenn andere davon nicht loskommen. Dann müssen wir die Ursache für die Sucht in der Charakterschwäche und Willenlosigkeit mancher Menschen suchen. Da ist es ganz unwissenschaftlich, generell zu behaupten, dieser Stoff „mache“ sücchtig. Stoff ist ganz passiv, Der „macht“ gar nichts sondern lagert irgendwo.

      Was genau ist Opiat so betrachtet ? Ein Mittel, um Menschen zu erkennen ! Manche Menschen nehmen das und können dann damit aufhören. Manche nicht. Das muss am Individuum liegen ! Das muss an der Seele und am Geist des individuellen Menschen liegen. Und vielleicht liegt das auch an den SUGGESTIONEN der Schulmediziner, wenn manche nicht aufhören können. Ich selber nahm früher jahrelang Opiate. Als ich den Willensentschluss gefasst hatte, aufzuhören, sagte eine Aerztin zu mir: “ Das können Sie nicht.“ Die wollte mir legales Opioid (Polamidon) rezeptieren und daran Geld verdienen. Ich habe der Aerztin das NICHT geglaubt das nicht zu können und habe den Konsum gegen deren Rat 1995 beendet. Basta. Sucht ist Illusion. Das habe ich mir selber bewiesen.

      Was bewirken Verbote ausserdem noch ? Schwarzmarkt, an dem sich geheime Dienste steuerfrei bereichern.
      Seit die Amerikaner in Afghanistan sind, expandiert der Mohnanbau. Das ist der 3. Opiumkrieg.
      Bin der Meinung, Drogen gehören heutzutage den Aerzten und nicht dubiosen Leuten, die Schwarzmarkt wollen.
      Diese Kreise geniessen Immunstatus und müssen keine Zollkontrollen befürchten, und sie strecken die Ware.
      All das VERHINDERT eine WISSENSCHAFTLICHE seriöse FORSCHUNG und gefährdet Menschenleben.
      Gerade am Sektor Medizin von altersher – auch am Sektor Ernährung – wirken überall die Lügenphrasen der Politik.
      Wenn wir für Geistesfreiheit eintreten wollen, dann müssen wir der Politik die Kontrolle der Bildung wegnehmen.

    • @ Sebastian Mühl: Thema Doping P.S. Wenn man auf die Jahrzehnte bis – sagen wir – 1970 zurückschaut und mal recherchiert, welche völlig UNWISSENSCHAFTLICHE Debatte seitdem betreffs z.B. Hanf stattfindet, dann erkennt man als Tatsache, dass die Wissenschaft politisiert wird. Da kommt ein „Experte“ der einen Partei daher und erklärt uns allen, wie furchtbar gefährlich die Hanfpflanze sein soll.
      Dann kommt ein anderer „Experte“ einer anderen politischen Partei daher und beweist das Gegenteil. Dann kommt noch wieder ein neuer „Experte“ der dritten politischen Partei und beweist wiederum das Gegenteil vom Gegenteil, und so läuft diese Debatte über Jahrzehnte immer weiter…Sowohl solche „Experten“ als auch Richter,Staatsanwälte und Rechtsanwälte erschaffen sich durch diese Politisierung der Wissenschaft ihr eigenes ABM Programm.

      Aehnliche Politisierung der Wissenschaft findet am Sektor „Geschichte“ statt. Wer heutzutage als Lehrer tätig sein will, der muss sich zuerst im GESETZBUCH darüber informieren, was er im Geschichtsunterricht sagen darf und was nicht. Wissenschaft insgesamt lebt doch von der Revision. Früher glaubte die Wissenschaft, dass z.B. Mücken aus dem Schlamm von Gewässern entstünden. Als man erkannte, dass Leben nur aus Lebendigem entsteht, machte man eine Revision und lehrt seitdem die Entstehung der Mücken aus Mückenlarven, die sich im Schlamm entwickeln.
      Früher wähnte die Wissenschaft, dass die Sonne sich um die Erde drehe und diese eine Scheibe sei.
      Sie musste Revision machen, musste sich dem Klerus gegenüber frei machen, der die Wissenschaft kontrollierte.
      Und heute muss sie sich der Politik gegenüber emanzipieren.
      Denn die ist dabei, uns alle komplett zu verdummen, um uns dann für dumm zu verkaufen.

    • in einer Leistungsgesellschaft ist es immer von Vorteil , leistungssteigernde Substanzen freizugeben. es ist auch von Vorteil sie nicht freizugeben und so enorme geldmengen auf schwarz Märkten zu generieren….also was tun? eigentlich hat das alles mit Lernfähigkeit zu tun, das heisst…traue ich dem Menschen zu, zu lernen , ohne eigene Erfahrung mit Drogen erlebt zu hsben oder vertraue ich auf den umstand, dass andere sagen, es ist nicht zu deinem Vorteil, Drogen zu nehmen. der effektivere weg zu lernen ist es , drogen auszuprobieren , die Verluste sind der Regel heftig , aber die erkenntnisse heilsam. das Problem an wiederkehrenden Debatten zur Drogen Legalisierung ist, dass sie nicht zulassen , dass sich eine Gesellschaft , die sich auf einen bestimmten weg verständigt hat, in Ruhe an deren Zielsetzung arbeiten zu lassen, so entstehen halt ebensolche großen Verluste. die Gesellschaft ist in einer ständigen Debatten Situation nicht lernfähig. in so fern rechtfertigt eine solche andauernde Situation eine Legalisierung von Drogen durchaus, weil sie Klarheit und Ehrlichkeit schaffen würde. und es ist auch richtig, dass jeder mensch der selbstbewusst und charakterlich gefestigt genug ist , praktisch zu jeden Zeitpunkt von selbst aufhören könnte , wie sie es auch treffend beschreiben.das sehe ich theoretisch genauso. ich halte eine legalisierung aber dennoch für falsch, weil es Aufgabe der Menschen selbst bleibt, andere Menschen vor leid zu bewahren und vor allem Kinder zu schützen. müssen wir an unseren Kindern denn legitim und offiziell testen, ob sie stark genug sind ,Drogen zu widerstehen , wir müssen als Gesellschaft nicht alles ausprobieren , finde ich.
      das hat auch was mit Stärke zu tun, es nicht zu tun.

    • @ Sebastian Mühl: „..freizugeben“ Bin dafür, das den Aerzten zurück zu geben. Gar nicht für Freigabe an Hinz und Kunz, sondern an kompetente Mediziner.
      Ich finde ungeheuerlich, dass eine staatliche Behörde – BfArM in Bonn – vor einigen Jahren der Medizinischen Hochschule Hannover den Anbau von medizinischem Hanf zu Forschungszwecken untersagte.
      Eine dort tätige Aerztin Dr.Müller – Vahl informierte die Medien darüber.
      Unter dieser Situation litten die Tourettesyndrom-Patienten dieser Aerztin. Diese Medizinerin kämpfte jahrelang für Forschungs-Freiheit und erstritt dann auch Innovationen gegen den Widerstand der Politik.
      Meine Meinung ist die, dass wir eine Entpolitisierung der Wissenschaft brauchen.
      Es ist die Pharmalobby, die im Hanf eine Konkurrenz zu ihren chemischen Präparaten sieht.
      Die Kriminalisierung des Natürlichen ist ganz im Sinne dieser Lobby und deren Helfershelfer in den Parteien.
      Kann das Buch „Hanf“ von Matthias Bröckers jedem Interessierten nur empfehlen, zu lesen. 2001 Verlag.

    • wenn der medizinische Hintergrund in der Form so zutrifft, ist es natürlich verwerflich , diese Forschung so abzublocken.

      Parolen wie “ gebt das hanf frei“ Zielen sicher auch auf Ängste der Bevölkerung ab, die Bedenken hat, bald 5 Drogenabhängige am geburtstagstisch einer jeden familie sitzen zu haben.
      insofern wird hier sicher pharmalobiismus auf Kosten einer aufgeklärten Gesellschaft betrieben. da stimme ich ihnen zu.

    • Hallo Michaela, DU schreibst u.a.:“… Kriminalisierung des Natürlichen …“,
      im unten aufgeführten Update, steht u.a.“… genau das gleiche Verhalten
      anwendet um einem Pool zu entfliehen, in dem der männliche Orca Keto
      gehalten wurde …“
      Würdest DU auch wie Morgan – wenn DICH ein TYP völlig nervt – stranden?

      https://www.change.org/p/british-airways-verkaufen-sie-keine-reisen-mehr-nach-seaworld-beenden-sie-ihre-unterst%C3%BCtzung-f%C3%BCr-dieses-grausame-orka-spektakel/u/16907435?tk=2Zwy4GztgFT8ebKx-S2hkQy_aEeqH4NpfZ-W1OS7IA4&utm_source=petition_update&utm_medium=email

    • @ DEUSSEMPERMAJOR: „…stranden ?“ Bin ja kein Orka. Aber ohne Freiheit wär`s kein Leben.
      Grauenhaft, wie die mit Tieren umgehen. Völlig gefühllos. Man sieht ja schon beim gefangenen Orka, dass dem die Rückenflosse nicht steht. Bei wild lebenden Orkas steht die Rückenflosse nach oben. Beim gefangenen hängt die nach einer Seite schlaff runter. Wer will denn sowas sehen ? Wie wilde Tiere irgendwelche bescheuerten „Kunst“stückchen machen ? Finde selber viel interessanter, die im Meer zu beobachten, wo die frei leben können.
      Wenn sogar schon Tiere in den Suizid getrieben werden, ist das alles nur Mammonsdienst. Krank…
      Will die Petition mit unterzeichnen.

  2. Doping beim Sport seit Jahrzehnten nix neues. Gilt für viele Nationen. Wo viel Geld bewegt wird ist Manipulation nicht weit. Für Ottonormalverbraucher sieht es anders aus.
    Doping im Job nimmt zu
    Leistungssteigerung mit Hilfe von Medikamenten ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch

    Hirndoping: Knapp drei Millionen Deutsche haben bereits verschreibungspflichtige Medikamente genutzt, um am Arbeitsplatz leistungsfähiger zu sein oder um Stress abzubauen. Das geht aus einem aktuellen Gesundheitsreport der DAK hervor. Dabei stiegen die Zahlen in den vergangen Jahren von 4,7 auf 6,7 Prozent – und die Dunkelziffer liegt noch viel höher. Vor allem Beschäftigte mit einfachen Tätigkeiten oder unsicheren Jobs gehören zu den Risikogruppen für den Medikamentenmissbrauch.
    Immer mehr Berufstätige dopen mit Medikamenten.
    Immer mehr Berufstätige dopen mit Medikamenten.
    © DAK-Gesundheitsreport 2015 Zoom
    Sie heißen Ritalin, Adderall, Vigil oder Modafinil und eigentlich sollen sie Kranken helfen – wie etwa bei ADHS, schweren Schlafstörungen oder Alzheimer. Einige gesunde Menschen setzen diese Mittel aber für berufliche Zwecke ein – um ihre Konzentration, ihr Gedächtnis oder allgemein ihre kognitiven Fähigkeiten zu steigern. Wer dies tut, nimmt jedoch oft weitreichende und langfristige Folgen in Kauf. Trotzdem werden es scheinbar immer mehr, die auf vermeintliche „Wunderpillen“ ausweichen, um ihre Leistung zu steigern.

    Hirndoping nimmt zu
    Für die repräsentative Studie „Update: Doping am Arbeitsplatz“ hat die DAK-Gesundheit nun untersucht, ob und wie Erwerbstätige ohne medizinische Notwendigkeit zu verschreibungspflichtigen Medikamenten greifen. Experten nennen dies „pharmakologisches Neuro-Enhancement“. Hierfür hat die DAK-Gesundheit Arzneimitteldaten von 2,6 Millionen erwerbstätigen Versicherten analysiert und zusätzlich mehr als 5.000 Berufstätige im Alter von 20 bis 50 Jahren befragt

    Hirndoping am Arbeitsplatz nimmt zu.
    Hirndoping am Arbeitsplatz nimmt zu.
    © DAK-Gesundheitsreport 2015 Zoom
    Die Ergebnisse zeigen: Der Griff zur leistungssteigernden Pille nimmt zu. Laut den Daten der DAK haben dies bereits 6,7 Prozent der Berufstätigen mindestens einmal getan. Das sind zwei Prozent mehr als noch im Jahr 2008. Dabei liegt die Dunkelziffer nach Schätzungen der Experten bei bis zu zwölf Prozent. Dies würde hochgerechnet auf die deutsche Bevölkerung bedeuten, dass bereits etwa fünf Millionen Erwerbstätige ihre Leistung gedopt haben.

    Regelmäßig dopen sich laut der Studie etwa 1,9 Prozent, das entspricht immerhin noch einer Millionen Berufstätigen. Und auch wer es noch nicht probiert hat, ist offenbar nicht automatisch Gegner der umstrittenen Methode: Fast jeder Zehnte gab an, gegenüber Hirndoping prinzipiell aufgeschlossen zu sein. „Auch wenn Doping im Job in Deutschland noch kein Massenphänomen ist, sind diese Ergebnisse ein Alarmsignal“, warnt DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher.

    Wer dopt warum
    Auslöser für den Griff zur Pille sind meist hoher Leistungsdruck sowie Stress und Überlastung. Vier von zehn Dopern gaben an, bei konkreten Anlässen wie anstehenden Präsentationen oder wichtigen Verhandlungen Medikamente einzunehmen. Auch Menschen, die an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit arbeiten oder bei denen Fehler schwerwiegende Konsequenzen haben können, greifen eher zu leistungssteigenden Medikamenten, zeigt die DAK-Analyse.

    Doping am Arbeitsplatz: Wer dopt wann und warum?
    Doping am Arbeitsplatz: Wer dopt wann und warum?
    © DAK-Gesundheitsreport 2015 Zoom
    Dabei stimmt keinesfalls das vorherrschende Vorurteil des dopenden Top-Managers. Das Gegenteil ist offenbar der Fall: Die Einnahme von leistungssteigernden Pillen steigt umso mehr, je unsicherer der Arbeitsplatz und je einfacher die Arbeit. Ältere Tests bewiesen zudem bereits, dass gerade bei Menschen, die einen hohen IQ haben und ihre kognitive Leistung bereits ausschöpfen, Neuro-Enhancement nicht hilft.

    Dabei dopen Frauen anders als Männer: „Frauen nehmen eher bestimmte Mittel gegen Depressionen, um die Stimmung zu verbessern und Ängste und Nervosität abzubauen“, erläutert Rebscher die Motive. „Bei Männern sind es meist anregende Mittel. Sie wollen wach bleiben, stark und leistungsfähig sein.“

    Wunderpille gibt es nicht
    Eine Pille einwerfen, und Superkräfte erhalten – so stellen sich viele wahrscheinlich die Einnahme von Ritalin und Co vor. Das ist so aber nicht richtig, denn eine Wunderpille gibt es nicht. Die Wirkung der Medikamente beschränkt sich oft auf einen kurzen und minimalen Effekt bei der kognitiven Leistungsfähigkeit.

    Der Preis, der hierfür bezahlt wird, ist hingegen hoch: Körperliche Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Schlafstörungen bis hin zu Herzrhythmusstörungen sind keine Seltenheit. Genauso wenig wie Persönlichkeitsveränderung und Abhängigkeit- und mögliche Langzeitfolgen sind noch völlig unklar. „Suchtgefahren und Nebenwirkungen des Hirndopings sind nicht zu unterschätzen“, warnt Rebscher. „Deshalb müssen wir auch beim Thema Gesundheit vorausschauen und über unsere Wertvorstellungen und Lebensstilfragen diskutieren.“

    Der komplette Report zum Download (PDF, 1 MB)
    (DAK-Gesundheit, 18.03.2015 – MAH)

    • Nur zur Info, bin kein DAK Mitarbeiter noch Mitglied! Hab die Studie kopiert um den Wahnsinn zu verdeutlichen.

  3. Hier wurde der Doping-Bogen aber extrem weit gespannt. Für viele Leser sicher unverständlich.
    Der sogenannte „russische Einmarsch“ in Afghanistan wurde durch die damalige afghanische Regierung erbeten, um innere Unruhen zu bekämpfen, wie und warum auch immer …..
    Geschichtliche Verkürzungen dienen niemals dem Frieden und polarisieren und dieser Einmarsch war kein Überfall, auch wenn es so klingt.

    Zurück zum Doping:
    „Nur gut dass zumindet beim Fußball nicht gedopt wird, denn in diesem Mannschaftsspiel bringt das gar nichts“ ….

    Diese Verkürzung „Hoffnung“ lebt ebenfalls weiter … sonst machte die EM 2016 keinen Spaß!

    • @ MyKen: “ Zurück zum Doping“ Man könnte Doping ja endlich mal freigeben. Oder als Kunstform etablieren.
      Medizin als Kunst der Leistungssteigerung.

    • Thema Doping P.S.: Wenn Doping für alle freigegeben wäre, bestünde Chancengleichheit für jeden.
      Warum sollte denn dann die EM keinen Spass machen ? Was mir weniger Spass bringt ist dieser unwürdige Zustand, dass Sportler andauernd durch irgendwelche Leute kontrolliert werden, als seien Erwachsene ausserstande, sich selbst zu kontrollieren. Indem man Doping verbietet, machte man aus dem Doping einen Okkultismus.
      CUI BONO ?

    • @Michaela

      „…als seien Erwachsene ausserstande, sich selbst zu kontrollieren.“

      Der ist gut 🙂

  4. Ähnliches aktuell zur EM in Frankreich. Krawalle in Marseille gestern. Die Russen sollen eventuell vom Turnier ausgeschlossen werden. Und die Engländer? Der meiste Trouble geht immer von den Britischen Fans aus. War schon immer so. 1998 zur WM in Marseille das gleiche bei Eng-Tunesien. Wenn dann beide Nationen oder keiner! Auch da merkt man den subtilen politischen Einfluss!

    • Muss mich korrigieren. England ist ebenfalls vom Ausschluss bedroht. Nehm alles zurück.

    • würde mich nicht wundern, wenn bei den Demonstranten etwas nachgeholfen wurde- geldlich.
      bei Focus online erschien eine Headline mit Bild randalierender deutscher Fans in lille….
      einige Kommentare der User erweckten den Eindruck, dass sie das Bild schon mal gesehen hätten ….vor längerer Zeit, also scheinbar nicht aktuell geknippst….das sagt viel….

    • Hab´eben aus dem Regierungsradio im Auto mitbekommen, dass da deutsche Hoolies auf Ukrainische losgegangen sein sollen. Wie kommt´s ? Die Ukraine ist doch jetzt unser Freund oder so ähnlich.

      Fussball ist nicht so mein Ding, diese EM könnte aber noch zum richtigen „Highlight“ mutieren. Nachdem ich zuerst dachte, in das Theater schau ich jetzt mal öfter rein, kam die Überlegung, wovon die Seifenoper jetzt schon wieder ablenken soll. Alles völlig absurd !

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