Niveauregulierung – eine Kolumne (32)

von Bernhard Loyen.

Am 25.Mai 2017 wird Barack Obama in Berlin erwartet. Er trifft dort, am Brandenburger Tor, auf Angela Merkel. Warum? Der Deutsch-Evangelische Kirchentag informiert auf seiner Seite wie folgt:

„Präsident Barack Obamas Teilnahme am Kirchentag in Berlin auf einem gemeinsamen Podium mit der Bundeskanzlerin zum Auftakt des Reformationssommers unterstreicht wie international wir 500 Jahre Reformation feiern. Die christlichen Kirchen bilden ein globales zivilgesellschaftliches Netzwerk von über zwei Milliarden Christinnen und Christen. Gemeinsam leben wir aus der festen Hoffnung unseres Glaubens auf eine bessere Welt. Wer fromm ist, muss auch politisch sein. Ich freue mich auf engagierte Debatten im Reformationssommer 2017.“

Wer fromm ist, muss auch politisch sein? Das klingt erst mal so berechnend lapidar und langweilig, wie die Veranstaltung an sich. (B)La (B)La Land, bloß a bisserl politisch. Es kommt aber noch schlimmer:

„Auch die Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au freut sich über die beiden prominenten Teilnehmenden des Kirchentages: ‚Die USA sind stark von der Reformation und ihrer Wirkungsgeschichte geprägt, zugleich haben sich die protestantischen Kirchen und Gemeinschaften dort auf eine sehr eigene Art entwickelt. Präsident Obama und Bundeskanzlerin Merkel haben ihr Engagement als Politiker auch als Ausdruck ihres christlichen Glaubens bezeichnet. Die Kirchentagsbewegung lebt von Menschen, die sich aus ihrem Glauben heraus für Gerechtigkeit und Solidarität einsetzen. Ich bin sehr gespannt, was die beiden uns Christinnen und Christen in Europa sagen werden.‘ „

Ja, da atmet man tief durch. Ich möchte Frau aus der Au und auch den sonstigen Lesern eine Dokumentation ans Herz legen. Sie kam am 18. Mai in die deutschen Kinos. Der Name: National Bird. Es geht um die weltweiten US–Drohnenkriege. Es gab soweit wohlwollende Kurzberichte auf 3Sat und dem NDR. Bei beiden fällt auf, dass das Wort, die Person Obama, fehlt. Er, als oberster Befehlshaber, hatte jedoch die Funktion inne zu entscheiden, ob und wie oft, wo und wem Leid, Schmerz, Verlust und Tod zugefügt wurden.

Diese Dokumentation schmerzt. Sie wühlt auf. Da ist diese eine Szene in Afghanistan. Die Poliklinik für Beinamputierte in Kabul. Die Kamera zoomt auf das Regal mit Ordnern. Auf denen steht: Amputationen 52.000 – 55.000. Die Dokumentarfilmerin Sonia Kennebeck formuliert in einem Interview, den entscheiden Satz. Zu Recherchezwecken bei einer Veranstaltung, mit Anwesenheit von US Militärs, wurde der Satz formuliert, für sie (die Militärs) gäbe es keinerlei Ländergrenzen mehr. Dies bedeutet anders formuliert: die ursprüngliche Notwendigkeit eines sogenannten Einmarsches in ein fremdes Land zu kriegerischen Zwecken, hebt sich damit auf. Im wahrsten Sinne wurde diese Notwendigkeit pulverisiert. Irrsinn.

Diese Erkenntnis  ergänzt eine der Protagonisten des Films. Lisa war technischer Sergeant und sammelte in zwei Jahren mehr als 120.000 Daten zum Thema „Aufständische Ziele“. Sie nennt diese Tatsachen schlicht erschreckend, schockierend. Der Kriegseinsatz der Neuzeit erfolgt über eine Tastatur und einen Mausklick.

Man führe sich das vor Augen. In einem Abstand von tausenden von Kilometern, steht ein Mitglied des US Militärs nach verrichteter Arbeit auf, um eventuell shoppen zu gehen, Freunde zu treffen, vielleicht auch nur Durchzuatmen. Gleichzeitig sammeln am anderen Ende der Welt Familie, Freunde, Überlebende, die Reste von verletzten und zerstückelten Menschen, Toten ein. Entspannung(?) und Horror in der gleichen Minute, der gleichen Stunde.

Heather, eine weitere Aussteigerin, durfte nicht sofort in den Feierabend. Ihre perverse Aufgabe bestand darin, die Bilder vor Abwurf zu analysieren und auszuwerten. Was stellt sich auf ihrem Bildschirm dar? Menschen, ja. Sind es aber potentielle Terroristen oder schlicht Männer, Frauen und Kinder? Sie musste live die Videos begleiten, dann ggf. die Situation, Darstellung ihrer Einschätzung bestätigen, um später Leichen und Leichenteile zu identifizieren. Dies bedeutet, sie saß an einem „Distributed Ground System“ (DGS), während zeitgleich an einem anderen DGS die Kamera gesteuert wird, um am dritten DGS den Fire-Button zu betätigen. Alles in Realtime, Echtzeit. Sie durfte nicht einfach wegschalten, sie musste warten, bis der Staub sich gelegt hatte. Dann sah man die Körperteile, spricht sie aus dem Off. Das könnte die untere Körperhälfte sein, das vielleicht ein Bein. Sie sammelten die Leichenteile auf Decken ein. Heather wurde geschult zu unterscheiden, zu erkennen.

Es machte sie psychisch kaputt. Mit Anfang zwanzig, das Leben geprägt von Schuldgefühlen, stellt sie einen Antrag auf Kriegsinvalidität. Sie ist die erste Aussteigerin des US Drohnenprogramms, die eine lebenslange Invalidenrente, aufgrund ihrer posttraumatischen Belastungsstörung, erhält.

Der dritte Aussteiger- natürlich erfährt man auch in der Dokumentation die individuellen Gründe, warum sie bei der US Armee in Anstellung gingen- wird inzwischen landesweit gesucht. Der Grund? Anklage wegen Spionage und Geheimnisverrats. Er ist untergetaucht.

Am Donnerstag wird es in Berlin auch eine Schweigeminute geben. Der Kirchentag informiert:

„Mehr als 10.000 Menschen sind in den letzten drei Jahren auf ihrem Weg nach Europa ums Leben gekommen. Sie waren auf der Flucht vor Krieg, Not und Terror und stießen auf unüberwindliche Grenzen, auf Abschreckung und Abschottung. Unsere Trauer um diese Toten bringen wir mit einer Schweigeminute am Freitag um 12.00 Uhr zum Ausdruck“.

Wie heißt es so schön in der Ankündigung: Wer fromm ist, muss auch politisch sein. Zwei Sätze aus der Dokumentation, sollte sich Frau aus der Au für das Barack Obama Interview notieren.

  1. Lisa stellt nüchtern fest – wenn Kabel und Tastatur für einen Krieg ausreichen, warum sollte man dann mit Krieg aufhören?
  2. Der Mitarbeiter der Veteranenorganisation, gibt Heather zum Ende der Anhörung folgenden Satz mit auf den Weg – ich hoffe, sie fühlen sich irgendwann nicht mehr schuldig.

Ob Herr Obama jemals Schuldgefühle hatte oder hat, wir werden es nie erfahren. Ob Frau Merkel sich jemals diese Dokumentation anschaut, um einige Gedanken an Ramstein zu verschenken, wir werden es nie erfahren.

Frau aus der Au könnte zumindest die anwesenden Christen auffordern, am 08. September 2017 nach Rammstein zu kommen und ihre Schweigeminute vor den Toren der Mittäter zu wiederholen. Ob sie es macht, wird sich am Donnerstag zeigen.

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

8 Kommentare zu: “Niveauregulierung – eine Kolumne (32)

  1. /// Wer fromm ist, muss auch politisch sein? ///

    Ist die Bibel wirklich ein Religionsbuch? Ich denke, dass dies nicht der Fall ist.
    Die Bibel gibt es nicht deshalb, damit wir unsinnigerweise an Jesus glauben.

    Isaac Newton behauptete es jedenfalls, dass die Bibel wichtige Prophezeiungen enthält.

    Die Papstprophezeiungen des Hl. Malachias geben Auskunft darüber, dass dieselben zu dem Zeitpunkt enden, an dem der Antichrist in Erscheinung tritt und es zum sog. Jüngsten Gericht kommt.

    Die Antichrist-Prophetie steht bekanntlich in Offenba(h)rung 13.

    Bei mir ist es jedenfalls etwas komisch, dass ich in 2009 ebenfalls beinahe infolge von Dekubitus gestorben wäre, der Krankenhaustag zudem gemäß Auskunft meiner Stationsärztin 666 kostete und es auch eine größere katholische Visite in einer Kapelle, auch mit Papstkrone gab.
    Der Papst bezog sich darauf, dass ihm mein Vater bekannt ist. Sehr wahrscheinlich meinte er damit eine indirekte Bekanntschaft.

    Ich selbst bin kein Katholik, habe aber in Herford einen Nachbarn, der sich für die katholische Kirche engagiert.

    Außerdem habe ich bei network.meine-freiheit.de die Gruppe „linksliberale Ideenwerkstatt“ mit einer umfassenden Linksammlung angelegt.

    Wer meine Gruppe durchgearbeitet hat, der wird ganz sicher nicht mehr Frau Merkel wählen. Meine CDU-Ablehnung ist dermaßen unmissverständlich, dass ich insofern der Antichrist sein könnte.

    Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass die Evangelien ähnlich wie die Offenbarung des Johannes eine verschlüsselte Prophetie enthalten und vermutlich doch nicht historisch sind.

    gemäß Offenbarung 17 sind
    7 Häupter = 7 Berge
    10 Hörner = 10 Königreiche, die ihr Reich noch nicht empfangen haben.
    Ursprünglich stehen jedoch 7 Hörner für 7 Hügel

    ….jedenfalls gab es auf mich bezogen in 2009 – ähnlich wie in der Bibel – die Situation, dass einige „Hirten“ zum Stall von Bethlehem (=Brothaus) gingen.
    …die Hirten sind quasi dem Stern von Bethlehem gefolgt

    ….es ist zudem etwas komisch, dass in meinem oben erwähnten Gruppennamen auch die Buchstaben INRI auftauchen.

    Nach meiner Auffassung ist mit der Kreuzigung auf Golgatha (=Schädelstätte) vermutlich keine Hinrichtung gemeint.
    Vielmehr sind mit Golgatha die Lästerworte des Lamms gemäß Offenbarung 13 gemeint.

    GETSEMANE … in diesem Wort kommt das Wort „Manus“ ..die Hand auf
    wegen meiner Querschnittslähmung fahre ich mit dem Handbike

    „ungläubiger Thomas“ ….kann mich auch an einen solchen Vorfall erinnern

    Externsteine …diese wurden seinerzeit in eine der ältesten Stätten des Christentums umgewandelt
    ich habe diese als facebook-Titbelbild verwendet

    dann gibt es zudem folgende Nostradamus-Prophezeiung, die möglicherweise dasselbe wie Offenbarung 13 vorhersagt:
    …der jüngere Sohn, im britischen Reich geboren, der durch seinen sterbenden Vater empfohlen sein wird. Nach dessen Tod….
    …und man wird die Regierung von ihm fordern.

    In dieser taucht auch das Wort „LONOLE“ auf. Damit könnte „griechisch = der Löwe“ gemeint sein.

  2. „… Reformationssommer 2017.“
    a propos:
    Schon Martin Luther hat den Papst als den Antichristen der Bibel identifiziert.
    Das sollte doch mal ausfürlich diskutiert werden 🙂

    „Gemeinsam leben wir aus der festen Hoffnung unseres Glaubens auf eine bessere Welt. “

    Was für ein frömmelnder, verlogener, falscher Kacksatz!

    Wir leben also gemeinsam, aha, aber arbeiten noch jeden Tag gegeneinander, denn wir akzeptieren immer noch den Kapitalismus als unser gängiges Wirtschaftssystem.

    Wie passt das zusammen?
    Antwort: Gar nicht.

    Und warum zum Teufel sollten wir auf eine bessere Welt hoffen müssen, wenn doch wir, der gute Westen mit der rk-institutionellen Religionsprägung und seiner militärischen Speerspitze, der einzig verbliebenen Supermacht auf Erden und gods own country USA, auf diesem Planeten schalten und walten können wie uns beliebt.

    Wer hintert bzw. könnte uns denn daran hintern, diese Welt zum Paradies auf Erden für alle Menschen zu machen?

    Antwort:
    Kein Mensch bzw. wir selbst: durch unsere gottlose und verlogene Doppelmoral, durch unseren eigenen Unwillen zu Frieden und Gerechtigkeit, durch unsere maßlose Selbstsucht und Selbstherrlichkeit.

    Und leider kann uns – den guten Westen – auch kein Mensch daran hintern, die Welt zum Vorhof der Hölle zu machen.

  3. „Wenn eine Kultur sich am Ende befindet, ruft sie nach den Priestern.“ Karl Kraus

    „Wer fromm ist, muß auch politisch sein“ fischt nicht nach dem Homo sapiens oder dem Zoon politikon sondern dem Homo credulus, der als Gläubiger dem Führer folgt.
    Die religiösen und politischen Führer haben von dem politisch-religiösen Führer Kardinal Richelieu gelernt. Seine Botschaft in seinem Testament Politique: „Wenn es die Menschen zu komfortabel hätten, wäre es unmöglich, sie innerhalb der Regeln ihrer Pflichten zu halten.Wenn sie frei von Tributzahlungen wären, würden sie annehmen, sie wären auch nicht zu Gehorsam verpflichtet. Man muß das Volk mit Maultieren vergleichen, die, gewohnt an schwere Lasten, eher verdorben würden durch Schonung als durch harte Arbeit.“

    • Die Guillotine war eine Französische Erfindung.
      Ich las dass een grossteil der Griechen zwischen 18 und 34 bereit sind zur Aufstand.
      Glücklicherweise können jetzt Deutsche und USA Truppen in N Deutschland üben in niederschlagen von Aufstände.

    • Ob „adolescent rebellion“ in Griechenland entsteht? Vermutlich nicht. Flexploitation (flexible exploitation) zwingt viele, Arbeit im Ausland zu suchen oder sich als „digital nomads“ zu globalisieren. Zahl und Potential der Zuhausegebliebenen sind geschwächt. Vor Rentnern muß man sich nicht fürchten.

  4. Dies erneut wieder ein Beispiel von:
    Grenzenloser Menschen- und Lebensverachtung. Abscheulichster Kollaboration mit dem Bösen. Perversion in höchster Vollendung.
    Täter: Unsere europäischen Institutionen und Organisationen (Kirchen, Universitäten, politischen Parteien, Stiftungen, NGO’s, Friedens- und Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften usw.) und deren Verantwortliche Eliten.

    Ich habe nicht die Worte um meinen zutiefst empfundenen Abscheu gegenüber den verantwortlichen Eliten unseren europäischen Institutionen und Organisationen ausdrücken zu können.

    Mein Abscheu gilt auch den neuen Medien, die weiterhin diese verantwortlichen Eliten und ihre Institutionen und Organisationen mit ihrem Schweigen protegieren, mit ihnen Zusammenarbeiten, Kollaborieren.

  5. Obama in Deutschland, so etwas wie Königin Viktoria die Koloniën besuchte.
    Sie hatte in die Koloniën auch viel Truppen, wenn nötig kontte die Britische Flotte eingreifen, so wie jetzt die USA Luftflotte.
    Und in die Koloniën gab es auch eine Elite, abhängig von das Britische Weltreich.
    Udo Ulfkotte beschreibt wie das bei uns jetzt läuft.
    Nur Aufstandische, wie Ghandi und Nehru, machten nicht mit.
    Wie Mandela war Nehru lange Zeit im Gefängnis.
    Dort schrieb er im zweiten Weltkrieg dieses Buch
    Jawaharlal Nehru, ‚The discovery of India‘, Calcutta 1948
    Das Buch ist nicht freundlich über ‚white man’s burden‘.

    • @ Pieter Kamp

      Auch nicht freundlich über ‚white man‘ s burden‘ : Andre Vltchek

      Wie der Westen Terrorismus erzeugt
      Andre Vltchek

      Terrorismus hat viele Formen und viele Gesichter, aber das schrecklichste daran ist die kalte Grausamkeit.

      Wir werden aufgefordert zu glauben, daß Terroristen schmutzige Verrückte sind, die mit Bomben, Maschinenpistolen und explosiven Gürteln herumrennen. So sollen wir sie uns vorstellen.

      Viele von ihnen sind bärtig, fast alle „ausländisch aussehend“, nicht-weiß, nicht-westlich. Kurzgefasst: sie sind Frauenverprügler, Kindervergewaltiger und Zerstörer griechischer und römischer Statuen.

      Genau genommen gab es während des Kalten Krieges einige weiß aussehende „Terroristen“ – die Linksaußen, die zu verschiedenen revolutionären Zellen gehörten, in Italien und anderswo in Europa. Aber erst jetzt erfahren wir, dass die Terrorakte, die ihnen zur Last gelegt wurden, tatsächlich vom Imperium, von einigen europäischen Rechts-Regierungen und Geheimdiensten verübt wurden. Sie erinnern sich, die NATO-Länder sprengten diese Züge in den Tunnels oder bombardierten ganze Bahnhöfe…

      Es „musste getan werden“, um die Linke zu diskreditieren, einfach um sicherzustellen, dass die Leute nicht so unverantwortlich wurden, für die Kommunisten oder echte Sozialisten zu stimmen.

      Ebenso gab es mehrere lateinamerikanische „Terror“gruppen – die revolutionären Bewegungen, die für Freiheit und gegen Unterdrückung kämpften, hauptsächlich gegen westlichen Kolonialismus. Sie mussten eingedämmt, liquidiert und, falls sie an der Macht waren, gestürzt werden.

      Aber wirklich populär wurden Terroristen im Westen erst, nachdem die Sowjetunion und der kommunistische Block durch tausende ökonomischer, militärischer und propagandistischer Mittel zerstört war, und der Westen sich plötzlich entblößt fühlte, so allein, ohne jemanden zum Bekämpfen.

      Irgendwie fühlte er, dass es notwendig war, seine monströsen Unterdrückungshandlungen in Afrika, im Mittleren Osten, Lateinamerika und Asien zu rechtfertigen.

      Er brauchte einen neuen „mächtigen“, wirklich mächtigen, Feind, um seine astronomischen Militär- und Geheimdienstausgeben zu begründen. Dafür reichten ein paar hundert „Fanatiker“ irgendwo im kolumbianischen Dschungel oder Nordirland oder Korsika nicht. Es musste irgendetwas richtig Riesiges sein, etwas das dem „Bösen“ der sowjetischen „Bedrohung“ entsprach.

      Oh, wie diese Bedrohung plötzlich vermisst wurde! Nur eine Bedrohung natürlich, nicht die Gefahr egalitärer und internationalistischer Ideale…

      Und so verknüpfte der Westen Terrorismus mit dem Islam, der eine der größten Kulturen auf der Erde ist, mit 1,6 Milliarden Anhängern. Der Islam ist groß und mächtig genug, um den Mittelklassehausfrauen in irgendwelchen westlichen Vorstädten einen Heidenschrecken einzujagen. Und darüber hinaus musste er sowieso eingedämmt werden, er war eigentlich zu sozialistisch und zu friedlich.

      Zu jener Zeit der Geschichte wurden alle großen und sozialistischen Führer muslimischer Länder (wie Iran, Indonesien und Ägypten) vom Westen gestürzt, ihr Vermächtnis wurde verächtlich gemacht, oder sie wurden einfach verbannt.

      Aber das war dem Westen nicht genug!

      Um den Islam zu einem würdigen Gegner zu machen, musste das Imperium zunächst zahllose muslimische Bewegungen und Organisationen radikalisieren und pervertieren, dann die neuen schaffen, konsequent ausbilden, bewaffnen und finanzieren, so dass sie wirklich erschreckend genug wirken konnten.

      Es gibt natürlich noch einen wichtigeren Grund, weshalb „Terrorismus“, insbesondere muslimischer „Terrorismus“, so unerlässlich für das Überleben westlicher Glaubenssätze, Einzigartigkeit und globaler Diktatur ist: Er rechtfertigt die Auffassung des Westens von seiner absoluten kulturellen und moralischen Überlegenheit.

      So funktioniert das:

      Jahrhundertelang hat der Westen sich wie ein verrücktes blutdürstiges Monster verhalten. Trotz der selbstverherrlichenden Propaganda, die die westlichen Medien über die ganze Welt ausstreuen, wurde es allmählich zu Allgemeinwissen, dass das Imperium in tatsächlich allen Teilen der Welt raubte, mordete und plünderte. Noch wenige Dekaden und die Welt würde den Westen nur noch als eine finstere und giftige Krankheit ansehen. Ein solches Szenario musste mit allen Mitteln verhindert werden!

      Und so kamen die Ideologen und Propagandisten des Imperiums mit einer neuen und brillanten Idee: Lasst und etwas erschaffen, das sogar noch schlimmer aussieht und handelt als wir, und dann könnten wir verkünden, dass wir in Wirklich noch die vernünftigste und toleranteste Kultur auf der Erde sind.

      Und lasst uns eine richtige Kehrtwende machen: lasst uns unsere eigene Schöpfung bekämpfen – lasst sie uns im Namen von Freiheit und Demokratie bekämpfen!

      Auf diese Weise wurde die neue Generation, die neue Brut von „Terroristen“ geboren. Und sie lebt! Sie ist lebendig und es geht ihr gut! Sie vervielfacht sich wie Capeks Salamander.

      ***

      Westlicher Terrorismus wird nicht wirklich diskutiert, obwohl seine höchst extremen und gewalttätigen Formen unbarmherzig auf die Welt einprügeln und seit langer Zeit eingeprügelt haben, mit hunderten von Millionen von überall aufgehäuften Opfern.

      Selbst die Legionäre und Gladiatoren des Imperiums, wie die Mujaheddin, Al Kaida oder ISIS, können der Brutalität, die wieder und wieder von ihren britischen, französischen, deutschen oder US Lehrmeistern demonstriert wurde, niemals nahekommen. Natürlich geben sie sich die größte Mühe, ihren Gurus und Brotherren ebenbürtig zu sein, aber sie sind einfach zu deren Gewalttätigkeit und Brutalität nicht fähig.

      Es bedarf der „westlichen Kultur,“ um einige 10 Millionen Menschen in einer einzigen Weltgegend, beinahe auf einen Schlag abzuschlachten!

      ***

      Was ist also richtiger Terrorismus und wie konnten ISIS und andere seinem Beispiel folgen? Sie sagen, dass ISIS seine Opfer köpft. Schlimm genug. Aber wer ist ihr Lehrer?

      Jahrhundertelang haben die europäischen Reiche Menschen auf allen Kontinenten der Welt ermordet, gefoltert, vergewaltigt und verstümmelt. Diejenigen, die das nicht direkt taten, „investierten“ in koloniale Expeditionen oder schickten ihre Leute, sich den völkermörderischen Bataillonen anzuschließen.

      König Leopold II und seine Helfer schafften es, rund 10 Millionen Menschen in West- und Zentralafrika, heute als Kongo bekannt, zu vernichten. Er ließ sie zur Strecke bringen wie Tiere, zwang sie, auf seinen Gummiplantagen zu arbeiten. Wenn er dachte, dass sie seine Schatzkammer nicht schnell genug füllten, zögerte er nicht, ihre Hände abzuhacken oder ganze Dorfbewohnerschaften lebendig in ihren Hütten zu verbrennen.

      10 Millionen Opfer verschwanden. 10 Millionen! Und das passierte nicht in irgendeiner fernen Vergangenheit, im „dunklen Mittelalter“, sondern im 20. Jahrhundert, unter der Herrschaft einer sogenannten konstitutionellen Monarchie und selbsternannten Demokratie. Wie lässt sich das mit dem Terrorismus, der über die von ISIS besetzten Gebiete herrscht, vergleichen? Lassen Sie uns Zahlen und Brutalitätsniveau vergleichen!

      Und die Demokratische Republik Kongo hat seit 1995 wieder nahezu 10 Millionen Menschen in einer grauenvollen Orgie des Terrors, entfesselt von den Stellvertretern des Westens, Ruanda und Uganda, verloren (sehen Sie den Trailer zu meinem Film “Rwanda Gambit”).

      Deutsche vollbrachten Holocausts in Südwestafrika, das jetzt Namibia ist. Der Stamm der Herero wurde ausgerottet, oder wenigstens nahezu 90 % von ihm. Zuerst wurden die Menschen aus ihrem Land und ihren Häusern vertrieben und in die Wüste getrieben. Wenn sie überlebten, folgten die deutschen prä-Nazi- Expeditionen und benutzten Geschosse und andere Formen der Massentötung. Medizinische Experimente wurde an Menschen durchgeführt, um die Überlegenheit der germanischen Nation und der weißen Rasse zu beweisen.

      Das waren einfach unschuldige Zivilisten, Menschen, deren einziges Verbrechen darin bestand, dass sie nicht weiß waren und sich auf Land aufhielten, das von den Europäern besetzt und geschändet wurde.

      Die Taliban kamen dem niemals nahe, nicht einmal ISIS!

      Bis heute fordert die namibische Regierung die Rückgabe zahlloser abgetrennter Köpfe ihres Volkes: Köpfe, die abgeschlagen und dann für medizinische Experimente an die Universität Freiburg und verschiedene Krankenhäuser in Berlin geschickt wurden.

      Stellen Sie sich vor, ISIS schlüge tausende europäischer Köpfe ab, um mit dem Ziel, die Überlegenheit der arabischen Rasse zu beweisen, medizinische Experimente durchzuführen. Das wäre absolut undenkbar!

      Die Einheimischen wurden in nahezu allen Kolonien, die Europa an sich riss, terrorisiert, etwas, das ich im Detail in meinem letzten 840 Seiten umfassenden Buch “Exposing Lies of the Empire” beschrieben habe.

      Was ist mit den Briten und ihren Hungersnöten, die sie als Bevölkerungskontrolle und Einschüchterungstaktik in Indien benutzten! In Bengalen starben mindestens 5 Millionen allein 1943, 5,5 Millionen 1876-78, 5 Millionen 1896-97, um nur ein paar Terrorakte zu nennen, die das britische Empire gegen eine schutzlose Bevölkerung, die gezwungen war, unter seinem schrecklichen und unterdrückerischen Terrorregime zu leben, beging.

      Dies sind nur 3 kurze Kapitel aus der langen Geschichte westlichen Terrors. Zu dem Thema könnte ein ganzes Lexikon erstellt werden.

      Aber das alles ist dem westlichen Bewusstsein fern. Die europäischen und nordamerikanischen Massen ziehen es vor, nichts über die Vergangenheit und Gegenwart zu wissen. Soweit es sie betrifft, regieren sie die Welt, weil sie frei, klug und hartarbeitend sind. Nicht, weil ihre Länder jahrhundertelang geplündert und gemordet und vor allem die Welt terrorisiert und zur Unterwerfung gezwungen haben.

      Die Eliten wissen natürlich alles. Und je mehr sie wissen, desto mehr lassen sie das Wissen arbeiten.

      Terroristisches Handwerk und Erfahrung werden von den westlichen Herren an ihre neuen muslimischen Rekruten weitergegeben.

      Die Mujaheddin, Al-Kaida, ISIS – bei näherer Betrachtung sind ihre Taktiken der Einschüchterung und des Terrors überhaupt nicht originell. Sie bauen auf den imperialistischen und kolonialistischen Praktiken des Westens auf.

      Nachrichten darüber oder über den Terror, der vom Westen dem Planeten zugefügt wurde, werden sorgfältig zensiert. Sie würden sie nie in den Programmen des BBC sehen oder über sie in den Mainstreamzeitungen und –magazinen lesen.

      Andererseits werden die Gewalttätigkeit und Unbarmherzigkeit der terroristischen Organisationen, dieser Schützlinge des Westens, ständig hervorgehoben. Bis ins kleinste Detail werden sie erfasst, wiederholt und „analysiert“.

      Jeder ist wütend, entsetzt! Die UN sind „tief betroffen“, westliche Regierungen „empört“ und die westliche Öffentlichkeit „hat genug – sie will keine Immigranten aus diesen fürchterlichen Ländern, die Terrorismus und Gewalt ausbrüten.“

      Der Westen “muss sich einfach engagieren“. Und so kommt’s zum Krieg gegen den Terror.

      Es ist der Krieg gegen des Westens eigenen Frankenstein. Es ist ein Krieg, der nie gewonnen werden sollte. Denn wenn er gewonnen wird, Gott behüte, müsste ja Frieden werden und Frieden bedeutet, die Verteidigungsbudgets zu kürzen und auch, sich um die echten Probleme des Planeten zu kümmern.

      Frieden würde bedeuten, dass der Westen sich seiner eigenen Vergangenheit stellt. Er würde bedeuten, über Gerechtigkeit nachzudenken und die gesamten Gewaltstrukturen des Planeten neu zu gestalten. Und das kann niemals zugelassen werden.

      Und so „spielt“ der Westen Kriegsspiele; er „bekämpft“ die von ihm selbst Rekrutierten (oder gibt vor, es zu tun), während unschuldige Menschen sterben.

      Kein Teil der Welt, außer dem Westen, wäre fähig, etwas so Widerwärtiges und Barbarisches wie ISIS oder Al-Nusra zu erfinden und zu entfesseln!

      Sehen Sie sich die Strategie dieser implantierten Gruppen an: Sie hat keine Wurzeln in welcher Art muslimischer Kultur auch immer. Aber sie ist total inspiriert durch die westliche Philosophie des kolonialen Terrorismus’: „Wenn du unsere Dogmen und Religion nicht vollständig annimmst, dann werden wir dir den Kopf abschlagen, deine Kehle aufschlitzen, deine ganze Familie vergewaltigen oder dein Dorf oder deine Stadt bis zum Boden abbrennen. Wir werden dein großes kulturelles Erbe zerstören, wie wir es vor 500 Jahren in Südamerika getan haben und an so vielen anderen Orten.“

      Und so weiter und so weiter! Es bedarf wirklich großer Disziplin, die Verbindungen nicht zu bemerken!

      ***

      2006 besuchte ich meinen Freund, einen früheren Präsidenten von Indonesien und großen fortschrittlichen muslimischen Führer, Abdurrahman Wahid (in Indonesien als „Gus Dur“ bekannt). Unser Treffen fand im Hauptquartier seiner starken Muslimorganisation Nahdlatul Ulama (NU) statt. Zu jener Zeit war NU die größte Muslimorganisation in der Welt.

      Wir diskutierten Kapitalismus und wie er Indonesien zerstörte und korrumpierte. Gus Dur war ein „heimlicher Sozialist“, und das war einer der Hauptgründe, weshalb die servilen pro-westlichen indonesischen „Eliten“ und das Militär ihn 2001 als Präsidenten absetzten.

      Als wir das Thema „Terrorismus“ berührten, erklärte er plötzlich mit seiner typischen sanften, kaum hörbaren Stimme: „Ich weiß, wer das Mariott Hotel in Jakarta gesprengt hat. Es wurde durch unsere eigenen Geheimdienste getan, um die Erhöhung ihres Budgets und die Hilfe, die sie vom Ausland erhielten, zu rechtfertigen.“

      Natürlich, die indonesische Armee, die Nachrichtendienste und Polizei bestehen aus einer besonderen Sorte von Menschen. Seit mehreren Dekaden, seit 1965, haben sie ihre eigene Bevölkerung brutal terrorisiert, als der pro-westliche Coup den fortschrittlichen Präsidenten Sukarno stürzte und eine faschistisch-militärische Clique an die Macht brachte, die von der überwiegend christlichen Geschäftswelt unterstützt wurde. Dieser Terror kostete 2-3 Millionen Leben in Indonesien selbst, ebenso wie in Ost-Timor und (bis heute)

      im besetzten und gründlich ausgeplünderten Papua.

      3 Völkermorde in nur 5 Dekaden!

      Der indonesische Coup war einer der größten Terrorakte in der Geschichte der Menschheit. Die Flüsse waren verstopft mit Leichen und färbten sich rot.

      Warum? Damit der Kapitalismus überlebte und westliche Bergbaugesellschaften ihre Beute machen konnten, auf Kosten einer vollkommen ruinierten indonesischen Nation. Damit die kommunistische Partei Indonesiens (PKI) Wahlen nicht gewinnen konnte, demokratisch.

      Aber im Westen wurden diese intensiven, vom Imperium geplanten, Massaker von 1965 nie als „Terrorismus“ beschrieben. Ein Hotel oder ein Pub in die Luft zu sprengen dagegen immer, besonders, wenn sie von einer westlichen Klientel besucht werden.

      Nun hat Indonesien seine eigenen Gruppen von „Terroristen“. Sie kehrten aus Afghanistan zurück, wo sie im Auftrag des Westens gegen die Sowjetunion gekämpft hatten. Jetzt kommen sie aus dem Mittleren Osten zurück. Die kürzlichen Angriffe in Jakarta könnten einfach ein Vorspiel sein, ein gut geplanter Anfang von etwas viel Größerem, vielleicht eine Eröffnung der neuen „Front“ von Spielzeugsoldaten des Imperiums in Südostasien.

      Für den Westen und seine Planer gilt: je mehr Chaos, desto besser.

      Wäre Abdurrahman Wahid gestattet worden, Präsident von Indonesien zu bleiben, hätte es höchstwahrscheinlich keinen Terrorismus gegeben. Sein Land wäre sozialistischen Reformen unterzogen worden, soziale Gerechtigkeit institutionalisiert, Kommunisten rehabilitiert und Säkularismus eingeführt.

      In sozial ausgeglichenen Gesellschaften gedeiht Terrorismus nicht.

      Das wäre unannehmbar für das Imperium. Das würde bedeuten – zurück zu Sukarnos Tagen!

      Der größten muslimischen Nation der Welt kann nicht erlaubt werden, ihren eigenen Weg zu gehen, Sozialismus anzustreben und terroristische Zellen zu zerstören.

      Sie muss am Rande bleiben. Sie muss bereit sein, als Pfand benutzt zu werden. Sie muss eingeschüchtert werden und Furcht erregen! Und so geschieht es.

      ***

      Die Spiele, die der Westen spielt, sind komplex und raffiniert. Sie sind undurchsichtig und nihilistisch. Sie sind so destruktiv und brutal, dass selbst die schärfsten Analysten oft ihren eigenen Augen und Urteilen nicht trauen: „Könnte dies alles wirklich geschehen?“

      Die kurze Antwort ist: „Ja, es kann. Ja, es ist so, seit langen Dekaden und Jahrhunderten.“

      Geschichtlich ist Terrorismus eine ursprünglich westliche Waffe. Er wurde reichlich von Leuten wie Lloyd George, einem britischen Premierminister, genutzt, der es ablehnte, die Vereinbarung gegen Flächenbombardements von Zivilisten zu unterzeichnen, mit unerschütterlicher britischer Logik: „Wir behalten uns das Recht, diese Nigger zu bombardieren, vor.“ Oder Winston Churchill, der dafür war, die „niedrigeren“ Rassen wie Kurden und Araber zu vergasen.

      Deshalb wird der gesamte Westen von Panik ergriffen, wenn ein Außenseiter, ein Land wie Russland, seinen echten Krieg gegen Terrorgruppen startet. Russland verdirbt sein ganzes Spiel! Es ruiniert ein wunderbar angefertigtes neokolonistisches Gleichgewicht.

      Sehen Sie nur, wie entzückend alles ist: Nach der Tötung von hunderten von Millionen überall auf der Welt steht der Westen nun als selbsternannter Verteidiger von Menschenrechten und Freiheit da. Er terrorisiert noch immer die Welt, plündert sie aus, kontrolliert sie völlig – aber er wird als der höchste Führer, als wohlwollender Ratgeber und einziger vertrauenswürdiger Teil der Welt akzeptiert.

      Und fast niemand lacht!

      Weil sich jeder fürchtet!

      Seine brutalen Legionen im Mittleren Osten und Afrika destabilisieren ganze Länder, ihre Ursprünge sind leicht aufzufinden, aber fast niemand wagt solche Spurensuche. Manche von denen, die es versucht haben – starben.

      Je erschreckender diese erfundenen, fabrizierten und eingepflanzten terroristischen Monster sind, desto schöner sieht der Westen aus. Das sind alles Tricks. Sie haben ihre Wurzeln in Werbung und jahrhundertealten Propaganda-Instrumentarien.

      Dann gibt der Westen vor, diese Kräfte der Dunkelheit zu bekämpfen. Er verwendet kraftvolle „rechtschaffene“ Sprache, die eindeutige Grundlagen im christlich-fundamentalistischen Dogma hat.

      Eine ganze Mythologie wird entfesselt, es fühlt sich an wie Wagners „Ring“.

      Die Terroristen, nicht die enormen Ausgaben aus den Budgets des US State Department, der Europäischen Union und der NATO, repräsentieren das Böse. Sie sind böser als selbst der Teufel!

      Und der Westen, auf seinem weißen Pferd reitend, vom Wein leicht betrunken, aber immer guter Stimmung, wird sowohl als Opfer als auch als Hauptfeind jener satanischen Terrorgruppen dargestellt.

      Es ist eine unglaubliche Show. Es ist eine schreckliche Farce. Blicken Sie unter die Maske des Reiters: blicken Sie auf diese gebleckten Zähne, das tödliche Grinsen! Sehen Sie seine roten Augen, voller Habsucht, Begierde und Grausamkeit.

      Und lassen Sie uns niemals vergessen: Kolonialismus und Imperialismus sind die beiden tödlichsten Formen von Terrorismus. Und sie sind noch immer die beiden Hauptwaffen des Reiters, der die Welt erwürgt!

      erschienen am 22. Januar 2016 auf > Information Clearing House > Artikel
      Andre Vltchek ist ein Philosoph, Romanautor, Filmemacher und investigativer Journalist. Er schrieb über Kriege und Konflikte in Dutzenden von Ländern. Andre macht Filme für teleSUR und Press TV. Nachder er viele Jahre in Lateinamerika und Ozeanien gelebt hat, wohnt und arbeitet er jetzt in Ostasien und im Mittleren Osten. Er kann über seine Website und Twitter erreicht werden.
      Herzlichen Dank an Frau Toni Brinkmann für die Übersetzung und Überlassung des Artikels.

      Einige Lesetips aus dem Archiv:
      Ulson Gunnar – Syrien: es ist kein Bürgerkrieg und war auch nie einer
      Ron Paul – Wie stehen die Chancen für den Frieden im Jahr 2016?
      Paul Craig Roberts – Warum der Dritte Weltkrieg über dem Horizont steht
      Vladimir Putin – Rede vor der Generalversammlung der UNO
      Paul Craig Roberts – Obama vergöttlicht die amerikanische Hegemonie
      Ron Paul – Das wirkliche Flüchtlingsproblem – und wie es zu lösen ist
      John Philpot – Versagen des Internationalen Rechts und der Menschenrechtsinstitutionen: Palästina, Syrien und Irak im Jahr 2014
      Greg McInerney – Die Ruinierung Irlands (Interview mit Michael Hudson)
      Jim Naureckas – Führende Zeitungen hetzen zum ‚Schwersten Internationalen Verbrechen’ auf
      Ismael Hossein-zadeh – Das Chaos im Mittleren Osten und darüber hinaus ist geplant
      Paul Craig Roberts – Russland hat im Westen Feinde, keine Partner
      Paul Craig Roberts – Amerikas moralische Entartung
      Glen Ford – Obamas Krieg gegen die Zivilisation
      Jonathan Turley – Das Große Geld hinter dem Krieg: der militärisch-industrielle Komplex

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