Noam Chomsky über die Amerikanische Hegemonie in Europa

Noam Chomsky über die Amerikanische Hegemonie in Europa – Ihre Geschichte und die Aktuelle Lage.

Ein Video-Beitrag in 7 Teilen von acTVism-Munich:

Bei diesem Video handelt es sich um ein 40-minütiges Interview, das wir [acTVism Munich] Ende 2015 mit Noam Chomsky geführt haben. Darin haben wir die amerikanische Hegemonie in Europa besprochen, ihre Geschichte und die aktuelle Situation. 

Teil 1: Die Sicht der US-Eliten auf den Faschismus vor dem zweiten Weltkrieg
Teil 2: Die Neue Weltordnung und Grand Area Planning
Teil 3: Der Marshallplan
Teil 4: US-Präsenz in Europa & der Fall Edward Snowden
Teil 5: Deutsche Waffenexporte nach Israel, Saudi-Arabien und die Flüchtlingskrise
Teil 6: Massenmedien & Aktivismus
Teil 7: die Terroranschläge in Paris – November 2015

Noam Chomsky setzt sich im Video unter anderem mit den folgenden Fragen auseinander:

  • Wie hat das US-Establishment faschistische Persönlichkeiten wie Adolf Hitler und Benito Mussolini vor dem Krieg betrachtet?
  • Waren die USA Komplizen oder haben sie den Faschismus in Europa aktiv unterstützt?
  • Welche geopolitischen Pläne entwickelten die Vereinigten Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg für den Globus?
  • Was ist die „Grand Area“ und wie hat sie die Sicherheit in der Welt und die Weltwirtschaft beeinflusst?
  • Welche Rolle spielten Länder wie Deutschland, Italien und Griechenland und warum wurden antifaschistische Bewegungen in Europa bekämpft?
  • War der Marshallplan ein Erfolg oder ein Misserfolg?
  • Welche Teile der amerikanischen und deutschen Gesellschaft haben vom Marshallplan profitiert?
  • Warum sind etwa 44.660 US-Soldaten in Deutschland auf 170 Militärbasen stationiert?
  • Welche vergangenen Entscheidungen wurden in Zusammenhang mit der Stationierung von US-Militär in Europa und Deutschland getroffen?
  • Warum genehmigt Deutschland Edward Snowden kein Asyl?
  • Warum diskreditieren oder ignorieren Medienkonzerne gesellschaftliche Protestbewegungen wie zum Beispiel die Montagsproteste sowie die Demonstrationen gegen Ramstein?
  • Inwiefern beeinflusst der militärisch-industrielle Komplex Deutschlands die Sicherheit der Bevölkerung in der arabischen Welt?
  • Garantieren Militär- und Rüstungsexporte Stabilität in dieser Region?
  • Wo liegen die Ursprünge der Flüchtlingskrise, der die Europäische Union und benachbarten Länder von Syrien und dem Irak gegenüberstehen?
  • Wie sollte die Europäische Politik mit Attacken von Terroristen wie beispielsweise am 13. November 2015 in Paris umgehen?

Bitte vergessen Sie nicht, unsere Crowdfunding-Kampagne mit einer Spende zu unterstützen, damit wir nächstes Jahr „Globale Themen im Kontext 2.0“ erneut veranstalten können sowie alle Experten, die an dieser Veranstaltung teilnehmen, eine deutsche Stimme verleihen können. Link zum Crowdfunding: https://www.betterplace.org/de/projects/51400-actvism-munich-crowdfunding

 

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

42 Kommentare zu: “Noam Chomsky über die Amerikanische Hegemonie in Europa

  1. Zitat „und all das, ohne nachschlagen oder ablesen zu müssen.“
    Das ist ein wenig zu viel der Ehre für Chomsky, er hat schließlich nicht ohne Grund seinen Computer vor sich.
    Ich bin ihm gegenüber etwas gespalten. Viele seiner Analysen sind gut und passen zu dem was ich inzwischen aus anderen Quellen weiß, aber die meisten greifen meiner Meinung nach trotzdem zu kurz. Zusammen mit seinen 9/11- Ansichten/Äußerungen ergibt sich bei mir der Verdacht, dass er nicht ganz frei von US- Herrschenden-Interessen ist.
    Beispiel: er sieht zwar, dass IS und Co von USA mit unterstützt werden/wurden, aber er sagt jedenfalls nicht, dass die Entwicklung von Afghanistan, Irak, Libyen, Somalia zu Failed States durchaus im Interesse des Imperiums sind und dass dies Absicht war.
    Auch dass der Terrorismus ein Herrschaftsinstrument für die sog. Eliten darstellt und durchaus auch von US- Geheimdiensten gesteuert wird, blendet er aus.
    Und seine Beurteilung von Syrien liegt nicht ganz richtig, wenn man bedenkt, dass Assad die Mehrheit des Volks hinter sich hat. Dabei liegt es mir fern, das syrische Regime reinzuwaschen, das im Auftrag der USA immerhin bis 2011 (ca) Folterkeller betrieb.
    Es gibt also durchaus Punkte, in denen er die Propaganda des militärisch/industriellen Medienkomplexes scheinbar unreflektiert übernimmt.
    Soweit erst mal eine Kritikpunkte an Noam Chomsky. Trotzdem finde ich, dass man ihn beachten sollte, allerdings immer kritisch hinterfragen.

    • Es würde mich wundern, wenn jemand mit einer derartigen medialen Reichweite und dem entsprechenden Ruf als redlicher intellektueller Kopf mit seinem Wissen nicht von den Geheimdiensten kontrolliert würde. Das wäre ja direkt ein unerklärbares Wunder.

    • Obwohl ich Chomsky hier verteidige, bin ich weit davon entfernt, sein Werk genau zu überblicken, habe zwei, drei Bücher gelesen, einige Aufsätze und relativ viele Videos mir angesehn. Mit dem Schlußsatz von vizero bin ich voll einverstanden. Ich kann es hier nicht belegen, aber dass er die Rolle der Geheimdienste unterschätzt oder gar ausblendet, glaube ich nicht. Das würde mich doch sehr wundern und ihn mir eher wieder suspekt werden lassen. Wenn ich Zeit habe, werde ich das mal verfolgen. Halte es für sehr unwahrscheinlich. Das ginge ja gar nicht und das hat er wohl kaum gemacht, wenn ich mich richtig erinnere.
      Veganislove: Mit der Möglichkeit der Erpressung wie der der gesundheitlichen Schädigung unerwünschter Personen muss immer gerechnet werden. Nicht nur bei Chomsky.

  2. Es gibt übrigens auch noch die Möglichkeit, dass Chomsky in Bezug auf seine Aussage zu 9/11 erpresst wird. Logischerweise wäre er genau die richtige Person dafür und KInder und Enkel oder sonstige liebe Verwandte hat er doch sicher auch. So kann ich mir seine unpassend naive Aussage dazu viel eher erklären als durch alles andere.

    • Nach meinem Ansicht war es wieder umgekehrt, ohne die IG Farben Methode synthetischen Rubber, Gummi, zu machen, hatte der USA kein Krieg führen können.
      Die Japaner hatten alle Natur Rubber, Gummi, in der Welt bekommen.
      Wie ich gerade hier bei ein anderer Diskussion schrieb, 1940 war Zeugnis vor der Senat wie dass Roosevelt Public Works Programm seit 1935 schon auch für militärische Zwecke benutzt worden war, was ich schon lange vermutete, aber nie so deutlich bewiesen sah, endlich auch etwas Positives von Wiki.
      Wer wissen will wie der USA ab 1933 die USSR half bei Kriegsvorbereitungen:
      Franz Kurowski, ‚Balkenkreuz und Roter Stern, Der Luftkrieg über Russland 1941 – 1944‘, 1984, Friedberg

  3. Viel wichtiger scheint mich: wie betrachtete der USA, dass heisst Leute wie Wilson, ‚Kolonel‘ House und Morgenthau, schon 1914 oder früher Deutschland ?
    Die Antwort isst einfach, durch den Augen Juden die nach 1870 Deutschland verliessen, wegen Antisemitismus.
    Das gibt dann die Frage ‚wer war verantwortlich für diese Antisemitismus ?‘.
    Dabei kann ein Brief einer Rotschildt etwa 1880 an ein anderer Rothschildt vielleicht etwas aufklären ‚der einzige Feind der Juden sind Juden‘.

    Fritz Stern, ‚Gold and Iron, Bismarck, Bleichröder, and the Building of the German Empire‘, New York, 1977.

    Fritz Stern, ‚Gold and Iron, Bismarck, Bleichröder, and the Building of the German Empire‘, New York, 1977.

    Charles Callan Tansill, ‚Amerika geht in den Krieg‘, Stuttgart 1939 (America goes to War, 1938)

    Henry Morgenthau, ‚Ambassador Morgenthau’s Story‘, New York, 1918

    Heath W. Lowry, ‚The story behind Ambassador Morgenthau’s Story‘, Istanbul 1990

    Wie Churchill sagte ‚die ganze Zeit 1914 1945 kann man am besten sehen als ein einziger langer Krieg‘.

  4. Was Chomsky und seine geistige Schieflage mit 9/11 betrifft, finde ich auch mal interessant und bedenkernswert, dass so etwas heute mit dem Alter entschuldigt werden muss. Früher galten die Alten noch als die Weitsichtigsten. Man beachte dabei die stetig steigende Rate von Demenzkranken in der „zivilisierten“ Welt.

  5. Während ich Noam Chomsky als Sprachentheoretiker in der Informatik sehr schätze und auch als politischen Aktivisten, finde ich seine Kritik an den historischen Versuchen des Aufbaus sozialistischer Gesellschaften viel zu kurz gegriffen.

    Hier ist Michael Parenti eine gute Ergänzung, um die Schwierigkeiten im sozialistischen Aufbau historisch besser zu begreifen, anstatt wie Chomsky es tut, den Sozialismus einfach nur als töricht abzutun oder gar pauschal zu dämonisieren.

    Ich glaube, dass gerade in den USA der Antikommunismus schon früh besonders stark und in Mode war und daher die Linke stets eher auf der anarchistischen / sozialdemokratischen Seite stand. Sodass analytische Werke über den Kapitalismus und den Staat von Marx, Engels, Lenin usw. eher gemieden wurden.
    Das kommt bei Chomsky z.B. darin zum Ausdruck, dass er meint die Gewerkschaftsführung müsse automatisch links also an der Seite der Arbeiter stehen. Im Gegenteil, gerade um diese Ausrichtung herrscht ein ewiger Machtkampf zwischen der Gewerkschaftsbasis und der Konzernführung. Ein ähnlich falsches Bild über die Gewerkschaften versucht auch Ayn Rand zu vermitteln.
    Daher machen es sich Kritiker der Gewerkschaften immer sehr einfach, wenn sie die Gewerkschaftsführung als Sprachrohr der Basis präsentieren wollen, um diese zu kritisieren.

    Michael Parenti hat mit seinem Buch „Inventing Reality“ die Kritik an den Massenmedien, welche von Noam Chomsky in „Manufacturing Consent“ dargelegt wird, bereits um mehr als ein Jahrzehnt vorgegriffen.

    • Nein
      Elisabeth Dilling, ´The Roosevelt Red record and its background’, 1936, Chicago
      Roosevelt’s Frau unterhielt die Kontakte mit den Kommunisten, sie wurden im Weissen Haus empfangen.
      Harry Hopkins hatte kommunitische Sympathieën, er war Roosevelt’s engster Berater.
      Kommunisten Jäger McCarthy hatte viel mehr Recht als gedacht wurde, vielleicht noch wird.
      Es gab gutwollende USA Gewerkschaften, aber auch die nicht mehr waren als kriminelle Banden.
      Ein guter Führer war Eugene Doubs, hoffe dass ich die Name richtig habe, er war gegen Krieg, und sprach das offen aus.
      Wegen antiamerikanischer Äktivitäten bekam er etwa 1938 zehn Jahre Haft, und starb einige Jahre später im Gefängnis.

    • Ich suchte Eugene Doubs, weil ich nicht sicher war ob die Name korrekt war.
      Aber ich fand etwas sehr Interessantes, wie Roosevelt die gigantische Arbeitslosigkeit benutzte für Krieg:
      On May 26, 1940, FDR delivered a fireside chat to the American people about „the approaching storm“,[46] and on June 6 Harrington reprioritized WPA projects, anticipating a major expansion of the U.S. military. „Types of WPA work to be expedited in every possible way to include, in addition to airports and military airfields, construction of housing and other facilities for enlarged military garrisons, camp and cantonment construction, and various improvements in navy yards,“ Harrington said. He observed that the WPA had already made substantial contributions to national defense over its five years of existence, by building 85 percent of the new airports in the U.S. and making $420 million in improvements to military facilities. He predicted there would be 500,000 WPA workers on defense-related projects over the next 12 months, at a cost of $250 million.[22]:492–493 The estimated number of WPA workers needed for defense projects was soon revised to between 600,000 and 700,000. Vocational training for war industries was also begun by the WPA, with 50,000 trainees in the program by October 1940.[22]:494

    • Doch.

      Das ist genau das was ich meine, der Antikommunismus war auch in den USA sehr stark, sodass man sich nicht mit dem Kommunismus und seiner Bedeutung beschäftigt, weil er als „Teufelszeug“ gesehen wurde. Elisabeth Dilling war politisch weit rechts. Eine leidenschaftliche Antikommunistin, kann also gerade nicht als Quelle für historische Entwicklungen in der Arbeiterbewegung angesehen werden. Vor allem wenn sie diese Bewegung verteufelt.

      Roosevelt war ebenso ein Antikommunist und natürlich ein bewunderer Mussolinis, er bezeichnete ihn als „bewundernswert“ und er war „tief beeindruckt“ die revolutionäre Arbeiterbewegung gewaltsam zu unterdrücken.
      (siehe mintpressnewsDOTcom/noam-chomsky-us-pretty-supportive-attitude-toward-fascism-1930s/221193/)

      Wenn Sie nun meinen Mussolini und Hitler waren Kommunisten, dann sollten auch Sie weniger rechte Quellen verwenden, sondern mehr sozialistische, pro-kommunistische Quellen. Die Verteidiger der Kapitalisten müssen auch heute noch sich den Anstrich geben sozial (sozialistisch) zu sein, das war damals nicht anders (siehe National-Sozialismus).

      Versuchen Sie interne Kritik zu üben und die andere Seite zu verstehen. Versuchen Sie sich in die Lage der Arbeiterbewegung zu versetzen. Das können Sie aber nicht, wenn Sie die Gegner der Arbeiterbewegung lesen.

      Wir wollen alle unsere Freiheiten behalten und ausweiten, aber man muss bedenken, dass uns die Freiheiten, die wir heute genießen nicht einfach in die Hände gefallen sind und das man, so fade es auch klingt, für die Verteidigung dieser Freiheiten auch auf die Straße gehen muss.

    • Nach meiner Meinung war das einzige was Roosevelt interessierte Macht.
      Er begann 1933 Diplomatische Bezieungen mit Stalin.
      Weiter war er ein Dummkopf, nirgends besser zu lesen als in
      Barbara W. Tuchman, ‘Stilwell and the American Experience in China, 1911- 45’, New York, 1970, 1985
      Stilwell war erstaunt über was Roosevelt nicht wusste über China, darum tat Stilwell in China, als Roosevelt’s Bevollmachtigter, was er selbst für richtig hielt.

  6. Vegan

    Das ist eigentlich alles sehr einfach zu verstehen und einzuordnen, wenn man mal einen bestimmten Aspekt der Art wie sich Amerika selbst einschätzt genauer kennt. Nennt sich American Exceptionalism

    Das zeigt auch, warum alle Versuche scheitern MÜSSEN das Land in internationale Unternehmungen einzubinden. Amerika kennt was Krieg angeht nur rinr rinzigr Bedingung: sie dürfen nicht in Amerika stattfinden. Solange das garantiert ist, ist jeder Krieg willkommen.

  7. Dass Noam Chomsky in seiner Einschätzung der Ursachen von 9/11 völlig daneben liegt, hindert ihn nicht daran, uns allen eine Lehrstunde in der historischen Entwicklung der Beziehungen zwischen den USA und Europa zu erteilen, die an Breite und analytischer Schärfe unvergleichlich ist. Kaum Fragen, die er unbeantwortet läßt, und die er nicht – hätte er und gäben wir ihm die Zeit – nicht weiter vertiefen und mit überraschenden Details anreichern könnte. Und all das, ohne nachschlagen oder ablesen zu müssen. Bewundernswert.
    Loben möchte ich auch, dass KenFM auch acTVism-Munich eine Plattform bietet. So sollte eine weitere Vernetzung alternativer Info-Kanäle mit Qualitätsjournalismus weiter geführt werden.

    • Die Antwort auf die Frage von Veganislove würde mich auch sehr interessieren.
      Ebenso die damalige Einschätzung von Chomsky zu 9/11.

    • Mathias Broeckers hat Chomskys klitzekleine Bewegung 2010 ins rechte Licht gesetzt. Meines Wissens hat er sich davon seitdem um keinen Millimeter wegbewegt. In seinem Alter irgendwie verzeihlich.
      Broeckers damals:
      „Dass er erst nach über 9 Jahren den Mut hat auszusprechen, was jeder Mensch mit einem IQ über Schuhgröße auch nach 9 Wochen oder spätestens 9 Monaten sehen konnte – dass 9/11 nicht von Afganistan ausging und keine Beweise gegen “Al Qaida” vorliegen – dieses lange Zögern ist mehr als bedauerlich. Doch immerhin hat sich jetzt der “leading liberal intellectual” der Vereinigten Staaten, Noam Chomsky, in einem TV-Interview einigermaßen deutlich zur Sache geäußert: (…)
      Ok – auch damit ist Chomsky noch ein Stück davon entfernt, die offizielle Version der Ereignisse zu hinterfragen und auf die Beteiligung der Bush-Regierung zu verweisen. Was J.F.Kennedy und M.L. King betrifft hält Chomsky ja auch noch Jahrzehnten an der Mär vom “lone gunman” fest. Aber ein Stück scheint sich der Gatekeeper des liberalen Mainstreams immerhin zu bewegen, auch wenn er die Begriffe “9/11” und “inside job” umschifft.“

      (Zit. nach: http://www.broeckers.com/2010/11/07/chomsky-vermisst-beweise-zu-911/)

      Im übrigen finden sich in den wenigen Kommentaren zu Broeckers weitere Hinweise zu Youtube-Auftritten Chomskys zur 9/11-Frage. Viele enttäuschte Linke haben sich allerdings danach von Chomsky abgewandt und ihm sogar eine Art Friedensabkommen mit den Geheimdiensten vorgeworfen.

    • https://www.youtube.com/watch?v=93qmlKH_d8c : Professor John McMurtry on 9/11 Truth, left gatekeepers (Noam Chomsky), veröffentlicht am 09.01.2014:

      „9/11 should be recognized as a major turning point in modern history, in western civilization, McMurtry says. It is therefore of great importance that 9/11 be properly understood. The philosopher calls attention to the most prominent left analyst, Noam Chomsky, who is ’normally critical of established official stories,‘ but holds on to the official conspiracy theory, the ‚least plausible conspiracy theory,‘ despite its many ‚gaping holes.‘ As such, McMurtry notes, left gatekeepers ‚are blocking out the same things the official mainstream media and governments are blocking out which is…what in fact went on on 9/11?‘ The absolute falsity of the official story is undeniable, the McMurtry says. „It’s scientifically confirmable; we have evidence for it and we don’t have good evidence against it…it’s a scientific hypothesis…we can regard as valid.‘ McMurtry recalls that during the Reagan administration he watched those in power telegraphing their intentions by accusing others of doing what they were doing or planning to do to ‚the enemy-of-the-day.‘ There are real conspiracies, McMurtry says: there has ‚in fact been a conspiracy to rule the world, indeed, but whose conspiracy has it been? Who is now ruling the world, and how have they come to do so? So the fact that we get projected onto a conspiracy theory is just another repetition of an ancient operation which is predictable on the part of this regime. A key element in the continuity of anti-communist or anti-terrorist conspiracy is making the public afraid of being called a ‚conspiracy theorist‘ — telling the truth or even thinking about such matters.“
      Interessant sind viele der Kommentare, die in ihren Vorwürfen gegen Comsky noch viel weiter gehen:
      Z.B.: „Chomsky, you are either a gate keeper or have had your life or your family threatened by the elites. You are paid to let some subjects see light, such as imperialism and propaganda so your ‚liberal‘ listeners (…)“
      oder: „Israel did 9/11, Chomsky is jewish and a gatekeeper for Israel.“
      and: „Yes. Gate Keeper = Limited Hangout, same thing. A Limited Hangout is someone who will only allows an intense discussion within narrow boundaries. Any discussions outside the defined boundaries are censored or deflected. Ironically, this is Noam Chompsky’s definition, who, himself, is a Limited Hangout / Gatekeeper.“
      Das dürfte erst einmal reichen.

    • Danke, teddiefield. Ich wundere mich immer, warum eigentlich der investigative Wirtschaftsjournalist F. William Engdahl in Zusammenhang mit Welt-Politik-Aufklärung nie genannt wird. Ihm verdanke ich hauptsächlich schon seit vielen Jahren diesen Blick hinter die Kulissen der Weltmacht durch seine aufklärerischen Bücher.

    • Was Chomsky betrifft: Wer dieses Ereignis so verkehrt deutet(deuten will?), dessen übrige Einschätzung muss dann auch künftig mit Vorsicht bedacht werden. Man kann das mit seinem Alter entschuldigen, aber ein gesunder Geist muss mit dem Alter nicht dümmer werden.

    • Inwiefern man das Alter einer Person als Entschuldigung für irgend etwas heranziehen kann, außer vielleicht Alterserkrankungen, erschließt sich mir nicht.

      Noam Chomsky (1928) im Vergleich zu einigen anderen als Beispiel, welche sich getrauen Ross und Reiter zu benennen, Elias Davidsson (1941), Andreas von Bülow (1937), Fulvio Grimaldi (1934).

      Letztendlich ist es wohl die Furcht vor dem Statusverlust, die manchen bewegt zu schweigen oder zu lügen.

      Chomskys Bücher empfand ich als guten Einstieg, aber sobald man tiefer gräbt, läßt man sie bald hinter sich.

      Und um ein jüngeres Beispiel zu nennen, Naomi Klein (1970), „Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus.“
      Ungefragt schließt sich Frau Klein, in ihrem Buch, dem offiziellen Narrativ von 9/11 an, was sie in einem Satz behandelt und völlig vorbei am Thema ist.

      Im Grunde muß sich die Frage jeder selbst beantworten, ist dies nun Wohlfühlopposition um Stimmungen einzufangen? Bis hierhin und nicht weiter?

      Eines dürfte gesichert sein, wenn es hart auf hart kommt, kann man sich nicht auf sie verlassen.

    • Veganislove:
      Chomsky hat zweifellos sehr, sehr viele Verdienste, was seine Analysen des US-Imperialismus, US-Staatsterrorismus wie auch zahllose Analysen der Mainstreammedien und ihres Sprachmißbrauchs, ihrer Verschweigungs- bzw. Verhüllungs- und Verbrämungskünste betrifft. Maussfelds „Mentalvergiftunggsthese“ baut auf seinen Untersuchungen auf (hätte – kein Vorwurf – auch von ihm erwähnt werden können). Auf Orwells Aktualität hat er schon vor Jahrzehnten hingewiesen. Warum er von bestimmten Teilen der deutschen Linken eher totgeschwiegen wurde, liegt an seiner harschen Kritik an Israel, die er sich (Gruß an unseren bewanderten Holländer!) als Jude leistet. Die Antideutschen sind da gleich mit der Doppelkeule „Antisemit“ und „jüdischer Selbsthass“ zur Stelle, die sie auch bei Elias Davidsson schwingen werden, sobald seine Texte und Ansichten einen gewissen Bekanntheitsgrad überschreiten. Sicher hat er Schwachstellen. So läßt er kaum ein gutes Haar an den Gewerkschaften und der Arbeiterbewegung. Deswegen hält er sich als Anarchist auch marxistischen Ansätzen gegenüber eher distanziert bis kritisch. Jahrzehnte lang beugte und beugt er sich über alle möglichen schriftlichen Quellen, die ihm zugänglich sind oder zu denen er sich Zugang verschafft, liest alle möglichen Zeitungen – von denen er aus Erfahrung schon weiß, was von ihnen und in ihnen zu erwarten sein könnte, und wertet sie nach seinen kritischen Maßstäben aus. In seinem Werk zeigt sich eine der wohl gelungensten Verbindungen von kritisch-investigativem Journalismus mit historischem Überblick in emanzipativer Auflärungsabsicht, allerdings mit Ausblendung bis Widerwillen gegen philosophische Reflexionen. Er konzentriert sich auf Fakten im weitesten Sinne und verabscheut philosophische wie psychologische Spekulationen, um die er implizit natürlich nicht herumkommt. Wohl sein Schwachpunkt, der paradoxerweise wohl andererseits seiner Faktenerhebungsenergie wiederum zugute kommt. Vielleicht kann man doch nicht alles zugleich haben.
      Sicher müssen wir nicht nur seine, sondern die künftigen Einschätzungen aller „Kritiker“ mit Vorsicht betrachten. Der Teufel steckt im Detail und die beste Absicht schützt vor Irrtum nicht. Dennoch bekommt er von mir bis auf weiteres einen bestimmten Vertrauensvorschuß eingeräumt. Auch wenn er nun knapp 90 Jahre alt ist. Mein Erklärungsversuch mit seinem Alter war eher bloß so dahin geschludert, denn wenn man ihn sprechen hört und feststellt, was er so alles in seinem Gedächtnis hat, wenn man ihm das Stichwort liefert, muß man ihn bewundern und sich klar machen, dass er aus dem Vollen schöpft, eine Fülle, die ohne Alter nicht möglich wäre.

      Wenn Du (ich ziehe die Vertraulichkeit sofort zurück, wenn sie irritiert) Dich beschwerst, dass William Engdahl zu wenig herangezogen wird, fordere ich Dich auf, diese Lücke zu schließen, wenn es bei ihm themenrelevantes Material gibt, das zu beachten wäre. Habe von ihm ein Buch und mehrere Aufsätze durchaus mit Gewinn gelesen und meine, dass manches Chomsky zwar nicht widerspricht, aber doch in nicht unwichtigen Details sowohl ergänzt wie verdeutlicht.
      Selbst wenn es ihm widersprechen sollte, um so wichtiger: Her damit!

      Wenn stimmen sollte, dass mein „Avatar“ (greife nur widerwillig zu diesem Neusprech) kein Fake ist, sollte klar sein, dass ich selbst nicht mehr zu den Jüngsten zählen dürfte. Vielleicht wollte ich unbewußt mit dem Hinweis auf Chomskys Alter mich im Voraus schon für Fehler entschuldigen, die mir unterlaufen könnten.

    • Wir wissen doch dass der jüdische Besitzer der Twin Towers ein grosses Gewinn machte durch Sept 11, wenn es eine Konspiration war von Amerikaner.
      Die Türme waren unbrauchbar geworden, waren zum Teil unbenutzt, wegen viel Asbest war demolition sehr teuer geworden.
      Das Asbest kann sehr gut die vielen Krebs Fälle verursacht haben.
      Kann man dann von ein USA Jude erwarten dass er die Konspiration entlarft ?
      Zuviel Ehrlichkeit gefragt.

    • Beste Pieter! (kläglicher Versuch, einen Brocken niederländisch an den Mann zu bringen)
      Ich behaupte, Juden sind so gut oder schlecht wie alle Nichtjuden auch – mit der kleinen Einchränkung, dass sie in der Geschichte Jahrhunderte lang, wenn nicht verfolgt, massakriert oder diskriminiert, dann zumindest von vielen „normalen“ Aktivitäten ausgeschlossen wurden. Aber alles in allem sind ihre menschlichen Stärken und Schwächen nicht viel ungleicher verteilt wie unsere unter uns allen auch. Sie haben Elias Davidsson schon genannt! Wie erwähnt nimmt Chomsky entschieden Stellung gegen die israelische Politik. Er ist längst nicht der einzige: Nur ein herausragendes Beispiel, das durchaus aber nicht die Ausnahme ist, die die Regel bestätigt. Es ist Miko Peled, der Sohn eines israelischen Generals:
      https://www.youtube.com/watch?v=3N-7RKqqfGo
      (Miko Peled – Sohn eines Israelischen Generals, über die VEBRECHEN Israels DEUTSCHE UNTERTITEL)
      Es wären noch viele andere Namen zu nennen: Daniel Barenboim, Uri Avnery, Moshe Zuckermann, Moshe Zimmermann, Gideon Levy, Illan Pappe, Gillad Atzmon, Shlomo Sand, Alice Rothchild – ich breche die unendliche Liste hier ab, wenn auch mit dem schlechten Gewissen, wichtige wie angeblich unwichtigere hier nicht genannt zu haben. Nach deiner Theorie dürften sie weder gegen Israel noch gegen AIPAC ihre Stimme erheben, was sie aber durchweg tun.
      Wie es jüdische Profiteure von 9/11, möglicherweise auch Planer, geben mag, gibt es unzweifelhaft auch jüdische Zweifler an der offiziellen (V)Erklärungsversion, die sich nicht darum scheren, ob sich unter den Verbrechern wenige oder viele Juden befinden. Neocons ist eher eine Art Sammelbegriff, der hier zutreffend ist. „Bibi & the Dancing Jews“ mögen ihre Rolle dabei gespielt haben. Klar ist, Genaueres wäre nach einer Aufnahme einer neuen Untersuchung erst heraauszufinden. Verdächtigungen stehen genug im Raume, die sich erst nach einer Aufklärung der realen Verschwörung erhärten oder beseitioen lassen.

    • „Follow the Money!“ ist nicht gleich zu setzen mit „Follow the Jews!“, was wiederum Juden aus dem Bannkreis des Geldes, dem zu folgen wäre, nicht ausschließt.
      Ich biete noch einen anderen Slogan zum Besten: „Follw o u r inhumane System“, that privileges the psychopaths and flushes them to the top.
      Ganz in diese Richtung weist Götz Eisenberg in brillianter Art und Weise:
      („Verlogene Empörung“)
      http://www.nachdenkseiten.de/?p=37997#more-37997

  8. Aber auch zu Video Nr. 3 – „Marshall-Plan“ kann ich etwas hinzufügen – und wieder spielt ein Mitglied von Skull & Bones eine entscheidende Rolle, nämlich William Averell Harriman (Skull & Bones 1913). Er war von 1948-1950 „United States Coordinator, European Recovery Program (Marshallplan)
    HIer ein Zitat aus einem Artikel der DWN:
    „Ein subversives Projekt: Die EU wurde nicht für Europa erfunden“
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten, Wolfgang Freisleben | Veröffentlicht: 29.01.17 01:01 Uhr
    „…Unverblümt verlangte Washington von den Begünstigten des Marshallplans daher, ein gemeinsames Organ zur Verwaltung der Kredite zu schaffen. So kam es am 16. April 1948 zur Gründung des Europäischen Wirtschaftsrats (Organisation for European Economic Cooperation – OEEC), einer Art Vorläufer der EWG. Er war das erste westeuropäische Lenkungsinstrument im Interesse der USA als Nachfolger des CEEC (Committee of European Economic Cooperation) und vereinte die am Marshallplan teilnehmenden 16 europäischen Staaten unter der Aufsicht von den Oberbefehlshabern der amerikanischen, britischen und französischen Besatzungszone Deutschlands. Er stand zunächst unter der Leitung von Averell Harriman, der nach seiner Zeit als US-Handelsminister von 1946 bis 1948 ab 1950 das ERP-Programm koordinierte…“ (Zitatende)
    Fazit: dieses „Vorläufer-Organ“ der EWG“ und „Lenkungsinstrument“ im Interesse der USA entstand unter Leitung eines MItglieds von Skull & Bones! Die EWG und schließlich die EU – ein „Bones“-Projekt?? Steht also auch an der Wiege der EU jener geheime Orden?
    Hier eine Liste von Harrimans weiteren Posten seines ungewöhnlich aktiven Politiker- und Diplomatenlebens:
    1934-1935 Administrator und Special Assistant, National Recovery Administration,
    1937–1939 Vorsitzender, Business Advisory Council,
    1941–1943 Botschafter in Großbrit. und Sonderbotschafter des Präsidenten beim britischen Premierminister,
    1941–1943 Vorsitzender, Botschafter und Sonderbotschafter des Präsidenten bei der US President’s Special Mission to the USSR,
    1943-1946 Botschafter in der Sowjetunion
    1946 Botschafter in Großbritannien
    1946-1948 US-Handelsminister
    1948–1950 United States Coordinator, European Recovery Program (Marshallplan),
    1950–1952 Special Assistant to the US President,
    1951–1952 US Representative and Chairman, North Atlantic Commission on Defense Plans,
    1951–1953 Direktor, Mutual Security Agency,
    1952 Kandidat, Democratic nomination for US President
    1955–1959 Gouverneur von New York,
    1956 Kandidat, Democratic nomination for US President,
    1961 US Ambassador-at-large,
    1961–1962 United States Deputy Representative, International Conference on the Settlement of the Laotian Question,
    1961–1963 Assistant Secretary of State für Fernostangelegenheiten,
    1963 Special Representative to the US President, Nuclear Test Ban Treaty,
    1963–1965 Unterstaatssekretär im Außenministerium für politische Angelegenheiten,
    1965–1969 US Ambassador-at-large,
    1968 Vorsitzender, President’s Commission of the Observance of Human Rights Year,
    1968–1969 Personal Representative of the US President, Peace Talks with North Vietnam,
    1976 Vorsitzender, Foreign Policy Task Force, Democratic National Committee,
    1983 besucht Andropow,

    Weitere Infos über William Averell Harriman:
    Zitat Herrmann Ploppa: „Zusammen mit George Herbert Walker (»Skull and Bones« 1927) faßte Averell Harriman die eugenischen Forscher u.a. aus Deutschland, England und Skandinavien zu einem schlagkräftigen Weltverband zusammen. Auf dem Eugenik-Weltkongreß 1932 sorgte Harriman dafür, daß der deutsche Eugeniker Ernst Rüdin zum Vorsitzenden des Weltverbandes gewählt wurde.“ Info aus: http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/USA/ploppa2.html
    Harriman – ein Eugeniker?

    Und noch eine Info:
    Info über Massaker von Katyn entnommen aus: https://de.wikipedia.org/wiki/W._Averell_Harriman
    Zitat: „Er war von 1943 bis 1946 US-Botschafter in Moskau. 1944 unterstützte er in einem Schreiben an das State Department in Washington die sowjetische Version des Massakers von Katyn, nach der die Massenexekutionen von der Wehrmacht begangen worden seien. Er hatte im Januar 1944 seine Tochter Kathleen mit einer Journalistendelegation zu einer Pressekonferenz der Burdenko-Kommission, der sowjetischen Untersuchungskommission unter Nikolai Burdenko, nach Katyn geschickt.[2] Der Katyn-Bericht von Kathleen Harriman kam in den Behördenumlauf.[3] 1952 mussten sich beide von der Madden-Kommission, dem Untersuchungsausschuss des US-Kongresses unter Leitung des demokratischen Abgeordneten Ray J. Madden, der den Umgang der US-Behörden mit Informationen über den Massenmord aufklären sollte, vorhalten lassen, naiv auf die sowjetische Propaganda hereingefallen zu sein.“

    Das Massaker war nämlich nicht von Deutschen verübt worten, sondern von Stalin befohlen und vom Politbüro ausgeführt worden, siehe hier:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Katyn
    Doch Harriman unterstützte „aus Naivität“ die Propaganda-Version der Sowjets, nach der es von der WEhrmacht verübt worden sein sollte.
    Nie und nimmer glaube ich, dass dieser Mann naiv war.

    • Das Hauptquartier der Skull & Bones, „the Grave“ genannt, befindet sich auf dem Campus der Yale University. Aber geraten alle Yale-Absolventen jetzt schon in Generalverdacht?
      Ist schon nicht uninteressant, sich in diesen Sumpf zu begeben. Man wird wahrscheinlich aus dem Staunen nicht mehr herauskommen und einen Schreckschock nach dem anderen durchmachen. Dennoch sollte man die anderen weltbewegenden Kräfte dabei nicht aus dem Auge verlieren, sondern ihre spezifische Verquickung damit analysieren. Kapitalistische Globalisierung, Finanzkapital, Technolgien in allen (besonders im militärischen) Bereichen, weitere Elitennetzwerke, Wissenschaften und Massenmedien usw. usw.: eine Herkulesaufgabe …

  9. Zum ersten Video. : „Die Sicht der US-Eliten auf den Faschismus vor dem 2. Weltkrieg“ kann ich Informationen beisteuern: Noam Chomsky spricht im ersten Video von Activism das Magazin „Fortune“ an und welche Rolle es in Bezug auf Mussolini gespielt habe. Aber wäre es nicht auch wichtig, die Personen und Gruppen hinter diesem Phänomen (nämlich Faschismus-freundliche Presse in den USA) zu recherchieren?
    Hier ein Recherche-Ergebnis:
    Das Magazine FORTUNE wurde 1929 von Henry Luce gegründet, einem Mitglied der „Studentenverbindung“ Skull & Bones (im Folgenden „Orden“ genannt). Er wurde 1920 darinnen aufgenommen.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Fortune_%28magazine%29

    Luces Bundesbruder Archibald McLeish (Skull & Bones 1915) verfasste Artikel und ein weiterer Bundesbruder, Russel Wheeler Davenport (Skull & Bones 1923) schloss sich dem Redaktions-Team des Magazins FORTUNE im Jahre 1930 an und wurde 1937 „Chef vom Dienst“ („managing editor“). https://en.wikipedia.org/wiki/Russell_Davenport

    Über Henry Luce schreibt das deutsche Wiki ( https://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Luce): “Er war in den 1920er- und 1930er Jahren ein begeisterter Förderer des Faschismus. Das Time Magazine veröffentlichte fünf Titelgeschichten über Benito Mussolini.“

    Henry Luces wichtigste Magazin-Gründung war nämlich das bis heute sehr erfolgreiche Time-Magazin:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Time_(magazine)

    Die Wochenzeitschrift TIME, publiziert in New York, wurde 1923 von ihm und Briton Hadden (Skull & Bones 1920) gegründet. Ein weiteres Mitglied des Ordens, und Kommilitone desselben Jahrgangs, Henry Pomeroy Davison Jr. (Skull & Bones 1920), der Sohn des Bankiers Henry Pomeroy Davison (!) und Bruder von Frederick Trubee Davison (dem späteren ersten Personal-Direktor der CIA!!!) wurde später Geschäftsführer (director) der TIME. Das sind drei Skull & Bones- Bundesbrüder desselben „Clubs“ (Jahrgang 1920) und einer ist auch noch der Sohn des einflussreichen Bankiers Henry Pomeroy Davison, Partner von G.P. Morgan & Co., der 100 000 Dollar in das Magazin investierte. So viel finanzielle Starthilfe – da muss es ja was werden, nicht wahr?? – ein Paradebeispiel, wie es dem Orden gelingt, für seine Aktivitäten reiche Financiers zu finden… Weitere „shareholders“ (Aktionäre) waren Brown Brothers, Harriman & Co. (eine von Skull&Bones-Mitgliedern beherrschte Bank), and The New York Trust Company (Standard Oil – Percy Rockefeller – Skull & Bones 1900).

    Frage an den Leser: Würde die „Time“, angesichts dieser Zusammenstellung ihrer Gründer und Förderer, jemals etwas Kritisches über Banken, über Yale oder über Geheimbünde schreiben? Wohl kaum, denn die gründenden Skull-and-Bones-Mitglieder gaben die Richtung des Magazins vor. Dass sich heute nicht mehr so viele Ordensmitglieder in den leitenden Positionen des Magazins befinden, liegt daran, dass das Magazin heute eben ganz im Sinne von Skull & Bones geführt wird. Antony Sutton schrieb, dass es charakteristisch für den Orden sei, Impulse zu setzen und sich dann, wenn die Dinge in seinem Sinne laufen, zurückzuziehen. Interessant auch der Hinweis: „They wantet do emphasize brevity.“
    Kurz (und oberflächlich?) sollte es also sein. Ganz im Sinne des „Bildungsziels“ des Ordens: Ein oberflächliches, aber manipulierendes Magazin zu schaffen, um die Öffentliche Meinung zu steuern?

    Und noch etwas ist vor allem für uns Deutsche interessant: https://de.wikipedia.org/wiki/Time
    Im deutschen Wiki steht: „Schon bald nahm Time eine bedeutende Rolle in der amerikanischen Presselandschaft ein und avancierte in den folgenden Jahrzehnten zu einem Vorbild für diese Form der Berichterstattung, an die z. B. Der Spiegel in Deutschland anknüpfte…“

    Hier, Donald Trump mit Teufelshörnchen auf dem Cover des Time-Magazins:
    http://www.gq.com/story/time-person-of-the-year-donald-trump-cover-devil-horns?mbid=social_facebook
    Donald Trump Man of the Year in Time Magazin – Donald Trump mit “Teufelshörnchen” – man hat das “M” von TIME so plaziert, dass sie wie Hörner aus Donald Trumps Kopf herausstehen.

    Und hier: Adolf Hitler auf dem Cover des Time Magazins (er wurde darin sogar 1938 zum „Man of the Year“ gekürt):
    https://www.google.de/search?q=Hitler+auf+dem+Cover+der+Time+von+1938&client=firefox-b-ab&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjkgcXIjrjTAhVHJ1AKHQ7lDLAQsAQILQ&biw=979&bih=471

    • „They wantet do emphasize brevity.“

      Das Menschenbild dieser Sorte von Elite – runtergekürzt auf:

      „Skull & Bones“

      um im BILD zu bleiben…

  10. Vielen Dank für dieses Info-Ensemble. Es ist von 20116 und die Hoffnung auf eine Kursänderung musste sich zwangsläufig immer nur noch weiter verkleinern. USA kommt mir vor wie ein monmentaler Staubsauger, der aber nicht den ganzen Staub von der Welt absaugt, sondern umgekehrt das ganze Leben – und am Ende überall den Staub zurück lässt, den „Deadly Dust“.

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