KenFM im Gespräch mit: Norbert Häring („Schönes neues Geld“)

Schöne neue Welt…schönes neues Geld! Im digitalen Zeitalter soll künftig nur noch bargeldlos bezahlt werden! Warum? Bargeld ist teuer, umständlich, schmutzig und geldwäscheanfällig. Es ist schlicht und ergreifend „so yesterday“. Höchste Zeit also, uns von diesem Elend zu lösen.

Glücklicherweise haben wir unseren Erlöser schon gefunden. Die „Better than cash alliance“ hat sich, in bis dahin unbekannter Selbstlosigkeit, dazu bereiterklärt, der Welt endlich den langersehnten Weg zur „finanziellen Inklusion“ zu weisen. Inklusion ist toll. Und „better than cash“ ist digitales Bezahlen ja schon irgendwie. Voll praktisch.

Bei aller Euphorie bleiben dennoch einige Fragen offen: Ist es wirklich Zufall, dass Großkonzerne wie Amazon, Microsoft, MasterCard und Co alle beim Thema Bargeld ihren Altruismus ausleben? Ist das Ende des Bargelds wirklich gleichbedeutend mit dem Ende der Geldwäsche? Und gibt es bei der ganzen Sache nicht vielleicht doch einen verdeckten Preis?

KenFM hat sich mit dem renommierten Ökonomen und Wirtschaftsjournalisten Norbert Häring über diese Fragen unterhalten. Die Partylaune ist uns dabei, ehrlich gesagt, ziemlich schnell vergangen. Die grenzüberschreitende Zurückdrängung des Bargeldes bringt Folgen mit sich, denen sich die wenigsten von uns heute bewusst sind. Sie bergen das Potenzial, die orwellsche Dystopie noch bei weitem zu übersteigen.

„Bargeld ist Freiheit“, sagt Häring. In diesem Interview erklärt er uns, warum wir uns diese Freiheit auf keinen Fall nehmen lassen sollten.

Inhaltsübersicht:

0:06:04 Bargeldabschaffung in Indien

0:17:06 Die „Besser-als-Bargeld-Allianz“

0:23:35 Argumente gegen Bargeld

0:33:27 Totalüberwachung – wer merkt das eigentlich?

0:42:00 Personalausweise von Kreditkartenanbietern

0:54:45 Biometrische Erfassung und Verhaltenskontrolle

1:09:30 Parteien gegen Bargeldabschaffung

1:11:30 Rundfunkbeitrag in bar bezahlen

1:17:01 Das Finanzsystem – eine Waffe, die auf jeden gerichtet ist

1:27:40 Bargeld – der einzige Weg, dem System zu entkommen

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43 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Norbert Häring („Schönes neues Geld“)

  1. Warum wurde in diesem Beitrag nicht ein mal die Alternative Kryprowährung erwähnt? Mit Monero, Dash & Co kann man seit geraumer Zeit anonym Geld transferieren, es ansparen und vielleicht irgendwann sogar bezahlen. Ich finde es schade, dass dieser neue Teil der digitalen Währung gar kein Thema war, obwohl es sehr gut zum Diskurs gepasst hätte, speziell als Möglichkeit selbst nach der Bargeldabschaffung noch anonym bezahlen bzw. Geld transferien zu können.

  2. exzellenter beitrag.
    was die forenkommentare alle übersehen … das ganze ist längst beschloßen
    aktueller step: facebooks libra cryptocurrency
    es geht allerdings leider noch viel viel weiter
    check id2020.org
    ein gespräch dazu wäre drängend

  3. Ganz schlimm finde ich immer die Menschen an den Kassen die selbst kleinste Beträge mit der Karte zahlen.
    Auch das Punkte sammeln ist geradezu eine Leidenschaft, die haben einen Geldbeutel voller Karten und sammeln Treuepunkte bis der Arzt kommt.
    Diese bewusstlosen Leute sorgen dafür, dass totalitäre Strukturen Stück für Stück an Land gewinnen.
    – Geld abheben, bar zahlen.
    Möglichst überall wo das möglich ist.
    Aber das allein ist für viele schon zu viel.
    Auch, dass denen mit ihren Treuepunkten nichts geschenkt wird, im Gegenteil. Kommt ihnen nicht in den Sinn.

  4. Ich zahle seit Jahren nur mit Bargeld – wohl ahnend wie gläsern wir allmählich werden. Und wenn jemand mir irgendwelche Punkte anbietet, sage ich „Ich kaufe anonym ein“ oder bei de Bahn (Punkte auf Bahnkarte 50) „Ich reise anonym.“ Drei Jahre lang reagierte niemand. Dann lachte eine Verkäuferin in einer Buchhandlung schallend. Inzwischen komme ich manchmal mit jemandem ins Gespräch. Ich werde den Link zu der Sendung jetzt auf ein Zettel mitführen und in Zukunft verbreiten.

  5. Sehe schon die Schwarzmärkte entstehen, auf denen wieder mit Warentausch gehandellt oder bezahlt wird, wie vor der Entstehung des Geldes. . .
    heute, weil man nicht kontrolliert und an der Leine gehalten sein will. . . . es werden alternative Geldsysteme entstehen . . . . . und gesellschaftliche Orgqanisationsformen müssen erdacht werden, in denen keine willkürliche und /oder sich selbstgenügende monetäre Gewaltausübung möglich ist. . . und wer dann viel von diesem Geldzeug besitzt, der braucht dann eben einen Waffenschein, oder . . .

    Wann begreifen wir, dass Geld, wie ein Messer, eben auch eine Waffe sein kann . . . „Waffe“ ist ja noch putzig ausgedrückt, die – meist unsichtbaren und dauerhaft wirkenden – Zerstörungskräfte, können gewaltig sein: ganze Kulturen, Ökosysteme, Lebensgrundlagen für Mensch und Tier vernichten und gesellschaftliches, soziales und kulturelles Miteinander zerstören . . .
    Wann fangen wir an, diese Mächtigkeiten und Abhängigkeiten von Geld und den Missbrauch (in aller wahrsten Bandbreite seiner Bedeutung), der damit geschieht zu begreifen . . . und Regeln dafür zu entwickeln, diesen Sche.. wieder in den Griff zu kriegen . . .

    • Geld sollte ein Tauschmittel sein-ist aber zu einem Machtinstrument verkommen.
      Andere wie Michael Tellinger meinen, dass Geld seit Jahrtausenden den obersten Blutlinien als Mittel zur Versklavung der Menschheit dient. Nun glaube ich das auch -eigentlich.

      Schwarzmärkte zum Austausch von Waren waren eine Notwendigkeit, die dem Mangel entsprach.
      Diese Zeit des Mangels hat die Menschheit lange überschritten-alles kann der Mensch durch den technologischen Fortschritt herstellen und bewahren. Mit bewahren meine ich die Ressourcen-Wasser kann entsalzt werden und die Freie Energie führt dazu, andere Ressourcen nicht anzutasten.
      Das Geld ist aus meiner Sicht überflüssig geworden-es ist ein Instrument der Sataniker.
      Die Menschen brauchen nicht in Konkurenz zu verharren , sie können kooperieren. Das Geld ist eine Sache der Konkurrenz und Spaltung.
      Das Geld stellt nichts her oder tut irgendetwas-alles machen Menschen. Geld arbeitet nicht-Menschen bauen Gebäude und Brücken und schaffen Kunstwerke,-Geld tut rein gar nichts.
      Unsere Sicht auf das Geld ist dermassen seit Jahrhunderten-Jahrtausenden geprägt, dass wir es vergöttern und anbeten -das haben uns die Mächtigen, die uns kontrollieren durch Schule und Medien so eingetrichtert.
      Du musst arbeiten für das Geld-und das Geld wird kontrolliert von den obersten 0,1 Prozent.

      Nun gut Cesara oder der One People Public Trust hat das private , versklavende Geldsystem juristisch abgewickelt und all die Reichtümer für die Menschen gesichert. Das könnte ich noch akzeptieren,-das alte System wird aufgelöst und mit dem Neuen Geldsystem bekommt erstmal ein jeder Erdenbürger eine gewisse Summe zugeteilt-denn das hatten die Sklavenbetreiber des alten Geldsystems den Menschen nur geraubt-ihr Geld beruhte auf der Arbeitskraft der Menschen, auf deren Grundlage sie das Geld geschöpft haben.
      Das wird nun so kommen, dass dieses den Menschen zurückgegeben wird. Das neue System ist schon in der Vorbereitung,…Die Menschen werden das bekommen, was ihnen geraubt wurde-seit Jahrtausenden.

    • „Der One People’s Public Trust wird verwaltet von den Treuhändern Caleb Skinner, Hollis Randall Hillner und Heather Ann Tucci-Jarraf. Der OPPT wurde erschaffen als die Treuhänder sich dem Treuhandfonds verpflichtet erklärt haben; und daraus resultierend wurde der Treuhandfonds eingefasst in die originale US-Verfassung von 1776, die Verfassung die aufgegeben wurde, als die Regierung der Vereinigten Staaten 1933 in eine Körperschaft umgewandelt wurde.
      Dann hat der OPPT jedes Individuum auf diesem Planeten gerechterweise als Nutznießer mit dem Treuhandfonds verknüpft, bekannt als „the One People, erschaffen von Dem Schöpfer“ (created by The Creator“). Indem sie dies taten haben die Treuhänder einen Fonds geformt, der einen überlegenen Anspruch jedem anderen gegenüber hat – der Treuhandfonds zwischen dem Schöpfer und den „Seinsformen“ auf der Erde. Die „Seinsformen“ auf der Erde sind sowohl die Nutznießer des Schöpfers als auch die Vermögensverwalter der schöpferischen Manifestationen auf der Erde. Rechtmäßig heißt dies: es kann keinen höheren Anspruch geben als den des One People’s Public Trust ….. außer einem, der vom Schöpfer stammt.
      Die Ressourcen unseres Planeten – in den UCC-Ansprüchen (filings) als das Gold und Silber der Welt aufgeführt – können daher weder besessen werden, noch uns zu einem bestimmten Preis verkauft werden, noch in „Gehalts“einheiten dosiert werden um uns zu versklaven, noch zurückgehalten werden um Armut oder Mangel zu erzeugen. Unter dem One People’s Public Trust haben wir alle einen Wert. Die Ressourcen unseres Planeten gehören nun uns allen in gleichem Maße. Das ist unser Geburtsrecht. Nun ist es Gesetz.“

      aus Stunde der Wahrheit / “ Banken gepfändet“

  6. Als ich das Buch „Schönes neues Geld“ im September letzten Jahres gelesen habe, hat es mir die Schuhe ausgezogen. Bei dem Gespräch mit Norbert Häring ist es mir jetzt wieder so richtig deutlich geworden, wer alles hinter dieser Entwicklung steht. Wenn man dann noch das in diesem Gespräch erwähnte Buch „Schattenmächte“ von Fritz Glunk und das Buch „Verheimlicht, vertuscht, vergessen“ (Ausgabe 2019 – Trends) von Gerhard Wisnewski liest, wird ziemlich klar, wie wir seit vielen Jahren manipuliert werden, ohne dass es der überwiegende Teil der Bevölkerung überhaupt merkt. Schlimm ist vor allem, dass die UNO hieran wesentlichen Anteil hat.

    • So im Schatten stehen die Mächte auch nicht – das haben sie nicht nötig!

      Link: globalresearch.ca/who-rules-the-world-bilderberg-2019-and-the-global-power-elite/5679945

    • @meissen
      Ich kann den Link leider nicht öffnen. Ich gehe aber davon aus, dass es sich um Teilnehmer und Programm der Bilderberger-Konferenz handelt.
      Bei den Teilnehmern der Bilderberger handelt es sich nicht um diejenigen Personen, die Fritz Glunk beschreibt. Das ist nur die, mit denen wir abgelenkt werden. Die Entscheider kommen nicht an die Öffentlichkeit. Die Marionetten die man uns zeigt sind reine Ablenkungsmanöver.

    • Noch vor zehn Jahren wurde man als Verschwörungstheoretiker „enttarnt“, wenn man es wagte ,die Bilderberger zu erwähnen. Genau so , wenn man sagte ,dass die Banken bei Kreditvergabe Geld aus der Luft schöpfen.
      Und Zionist durfte man nicht sagen,-das war alles böse Verschwörung.

      Neja, Wolfgang Altpeter,-die Leute ,die da zusammen kommen ,sitzen eben nicht ganz oben in der Pyramide, da haben sie wohl schon recht.Die 0,01 Prozent sind sowieso unsichtbar.
      Aber deren Zeit läuft auch gerade ab-ganz offensichtlich. Weil deren Machtinstrument-das Geld-offensichtlich ist für die Menschen.
      Wir leben mitten im Wandel-in ein besseres Zeitalter.Wie das alles zusammen hängt scheint ein riesen Mysterium zu sein. Ich glaube nicht , dass sich Benjamin Fulford oder David Icke das alles aus den Fingern saugen..
      Außerdem spürt man tief im Innern, dass sich ein Wandel vollzieht.

      Je mehr Menschen erwachen, desto schneller geht es…

    • Für Wolfgang
      https://www.globalresearch.ca/who-rules-the-world-bilderberg-2019-and-the-global-power-elite/5679945

    • @Redmer

      Ihr Wort in Gottes Ohr. Ich denke auch, dass immer mehr Menschen erwachen, nicht zuletzt weil wir durch die alternativen Medien sehr gut aufgeklärt werden. Allerdings sind wir noch viel zu Wenige.
      Kaum jemand in meinem Umfeld ist bereit, sich objektiv zu informieren. Noch wird der „Macht um Acht“ und dem NATO-Kleber viel zu viel Aufmerksamkeit zuteil.
      Statt der Tagesschau-Fanfare müsste vor jeder Sendung das Lied von Reinhard Mey „Sei wachsam“ gespielt werden.

    • JA, die große Mehrheit hat keine Ahnung was läuft.
      Ich hätte mir auch einen Wandel gewünscht , der von den Menschen selbst kommt.
      Aber es scheint so zu sein, dass es eine Art Erden-Allianz gibt,-offensichtlich die alten Königshäuser der Asiaten und andere, welche das Dollarsystem und die Kabale entmachten,
      Der von ihnen gestellte, inszenierte Handelskrieg zwischen China und USA soll zu einem neuen, für die Menschen gestaltetes und vorteilhaftes Geldsystem führen. Das Nesara in den USA ist zum Beispiel ein solches Gesetz für die Rechte der Menschen.

      Es war zu lesen, dass die asiatischen Königshäuser zum Beispiel ihr Gold während des Krieges (Taiwan-China ?) bei der FED in den USA damals deponierten-das Drachengold. Dieses Gold forderten sie schon lange zurück-nun soll wohl auch das umgesetzt werden, was auch zur Pleite und Auflösung der USA- Korporation und Zionisten führen wird.

    • Wenn wir auch mal 5 grade sein lassen können und uns nicht haupt-sächlich (sondern mehr bauch-gefühls-mäßig) auf die Diskrepanzen (auch) innerhalb der „Erwachten“ konzentrieren, dann muss gar nichts schneller gehen, der High-Speed-zug ist im vollen Gange.
      Das eigene Umfeld sollte zwar das Haupt-augenmerk (Bauch-augenmerk) sein, aber es ist auch, meiner Meinung nach, oft eine Falle. Sowas wie eine eigene, äußerliche Filterblase.
      Wir haben schon gewonnen!
      Nur wissen es noch wenige, aber wenn wir danach handeln, alte Muster hinter uns lassen, dann werden die meisten (bis auf die sociopathen) einfach folgen, ohne das sie alles wissen müssen. Learning by doing.

    • @Guanyin

      Vielen Dank für das Video über das Bilderberger-Treffen.

    • Das Problem: die Menschen die ohnehin kritisch sind, die ohnehin „aufgewacht“ sind. Die Menschen, die selbst wissen wollen, die Fragen stellen und sich in mühevoller Kleinstarbeit die Antworten zusammensuchen, diese Menschen sind zum großem Teil auf den „alternativen Medien“ unterwegs.
      Will sagen; was die alternativen Medien an Inhalten weiter geben ist eben jenen, die sich die alternativen Medien ansehen schon längst bekannt. Im Wesentlichen nichts Neues.
      Frage: wie bekommt man die Menschen an die Informationen, an die Wahrheit, die sie ohnehin nicht wissen wollen, die sich dafür ohnehin nicht interessieren?

  7. Goldenes Zeitalter in Mitteleuropa /1150-1450, Fliessendes Geld-Brakteaten

    Geld – das waren damals kleinen Münzen, die nur ein Jahr Gültigkeit hatten. Neben dem Konterfei des Herrschers war auf die Rückseite die Jahreszahl geprägt. Danach mussten sie gegen Münzen des neuen Jahres umgetauscht werden. Dabei behielt der Herrscher eine 20-prozentige Steuer ein: Wer zehn Münzen des alten Jahres eintauschte bekam dafür acht neue Münzen.
    Dieser 20-prozentige Umlaufimpuls war die einzige Steuer. Der Herrscher hat die ungültigen Münzen eingeschmolzen und das Material für die nächste Prägung genutzt.
    Wenn Sie damals ein erfolgreicher mittelständischer Unternehmer – ein Handwerksmeister – waren, wollten Sie die Steuer von 20 Prozent am Jahresende umgehen. Sie haben ein Haus gebaut und dafür alles Geld ausgegeben. So brauchten Sie die Münzen nicht einzutauschen.
    Überall in Mitteleuropa entstanden mit diesem fließenden Geld prächtige Fachwerkhäuser. In Nordeuropa waren Steinhäuser die Zeugen des Reichtums. Ärmliche Fischerdörfer rund um Nord- und Ostsee entwickelten sich zu prächtigen und mächtigen Hansestädten. Viele malerische mittelalterliche Städte wurden gegründet oder ausgebaut: Quedlinburg, Schwerin, Marburg, Rothenburg, Görlitz, Prag, Passau, Salzburg, Graz, Luzern, Zürich, Colmar, Tübingen, Gent, Antwerpen.

    • „Der Wiener Kulturhistoriker Egon Friedell, hat die rauschenden Feste und Saufgelage dieser Zeit beschrieben: mit Musikanten und Geschichtenerzählern, mit Gauklern und Zauberern, mit Minnesängern und Tanz, mit üppigen Speisekarten, bei denen uns heute noch das Wasser im Munde zusammenläuft. Es war eine Zeit mit überquellendem Genuss und triefender Lebensfreude und – 300 Jahre Frieden. Nachdem die Menschen für alles Irdische gesorgt hatten, haben Sie ihren Überfluss der Kirche gespendet, die damit in diesen 300 Jahren große Dome und Kathedralen baute: Von Köln bis Regensburg, von Straßburg bis Magdeburg, von Fulda bis Breslau.
      Diese vielen eindrucksvollen Investitionen wurden mit nur 20 bis 30 Arbeitsstunden in der Woche erschaffen. Neben dem Sonntag war der „blaue Montag“ arbeitsfrei. Darüber hinaus gab es etwa hundert kirchliche Feiertage im Jahr. Das alles war möglich, weil es keine Finanzwirtschaft gab, die – wie es heute ist – weltweit das Zehnfache von dem beansprucht, was die Realwirtschaft erarbeitet.“

      Prof Wolfgang Berger

    • Wenn damals 300 Jahre Frieden herrschte,so wird das von keinem „anerkannten“Historiker erwähnt., Die Menschen sollen immer glauben, dass die Vergangenheit dunkel war .
      Die 70 Jahre Frieden heutzutage werden von den Eurokraten beschworen,-sie vergessen natürlich den von ihnen heraufbeschworenen Konflikt mit Russland-während 300 Jahre Frieden und Wohlstand vergessen werden sollen-warum wohl!?

    • Richtig!
      Bevor wir uns neue Utopien ausdenken, müssen wir uns erst einmal wieder Lebensformen ins Gedächtnis zurückrufen, die schon einmal real existierten, und forschen, wie wir diese für unsere Zeit weiterentwickeln können (z.B. auch das Experiment von Wörgl).

    • Sehr interessant!
      Es macht deutlich, dass wir eigentlich nur aufhören müssen die ganze Energie damit zu verschwenden, vorhandenes Wissen anzuwenden, vorhandene Lösungen zu unterdrücken.

      Wir haben kein Energie-Problem sondern ein Energie-Verschwendungs-Problem.
      Von allem weniger ist die Lösung.
      Alles langsamer gestalten.
      Endlich den Panic-Modus aus-schalten.
      Nicht ein-schalten, sondern aus-schalten.
      Wir müssen uns darüber klar werden, dass der nötige Wandeln nicht bedeutet ganz viel Kraft zu mobilisieren, sondern endlich wieder locker zu lassen.
      Es bedarf keiner großen An-Strengung, es bedarf der Ent-Spannung.
      Wir müssen nicht viel Neues ausdenken oder umsetzen, wir müssen nur Altes anwenden und Schranken einreissen.
      Wir müssen aufhören unsere Entscheidungen von den Systemvorgaben abhängig zu machen und wieder eigenveratntwortlich nach gesundem Menschenverstand zu entscheiden. Die Bürokraten müssen mal alle Urlaub machen und die Macher machen lassen.

      Als ob es überhaupt eine Frage sein kann, ob man das Verwenden von weggeworfenen Lebensmitten unter Strafe stellen soll.
      Sobald so eine Art von Frage/Problem gar nicht mehr gestellt wird, weil es der gesunde Menschenverstand verbietet, sobald über sowas, hier als Beispiel, gar nicht mehr diskutiert wird, sich kein Amt im Staat damit beschäftigt, kein Mensch beim Ordnungsamt oder Polizei oder Filialleiter bei nem Supermarkt sich darüber überhaupt Gedanken machen würde, ob Lebensmittel die für die Mülltonne bestimmt sind von jemanden verwertet werden dürfen, sich die Gesellschaft soweit entwickelt hat das Jeder die Antwort darauf kennt, sind wir der Lösung ein sehr gutes Stück näher.

    • Ja, eine Verständigung über Mindeststandards, über die man sich eigentlich weltweit einig sein müsste, das wäre schon mal etwas. Aber man meint ja sogar, uns einreden zu können, selbst die Menschenrechtskonvention sei irgendetwas aus Gummi.

    • Weltweit als angestrebtes Ziel, aber als Weg dahin warum nicht „Made in Germany“?

      Ein Totschlagargument für alles, um die eigene Verantwortung abzugeben ist doch immer der Hinweis, dass ein Handeln nur dann was bringen würde, wenn es auch alle machen.
      Dann wird daran gearbeitet, dass es einen Konsens gibt, den es nie geben wird, und es wird ver-handelt aber nicht ge-handelt.
      Das erinnert mich immer an Life of Brian, wo die Einsicht, das sofort gehandelt werden muss um Brian zu retten erst enthusiastisch begrüßt wird um sofort im Anschluss daran, darüber zu diskutieren, wie mit der Einsicht verfahren werden soll.
      Volksfront von Judäa! Pah! Judäische Volksfront mann..!… oder so ähnlich;-)

      Es gibt Regeln und Vorschriften in allen Bereichen, es gibt Gesetze die die personelle Freiheit einschränken, um des Gemeinwohl willens. Deswegen ist es denkbar!, dass es auch Regeln gegen Verschwendung geben kann, gegen Wucher, gegen Zins, etc…
      Es ist alles vorhanden, es muss nur orga-nisiert werden.
      Irgendwann muss ja mal Schluss sein mit dem „es allen recht machen wollen“ und der Verdrehung der Tat-Sachen der Lobbys und wirtschaftlich und gesetzlich handelnden. Ich muss doch mit jemandem, der die Inhaftierung von Julian Assange für richtig hält nicht diskutieren!

      Hinter jedem System stecken Menschen. Die können belangt werden.
      Nicht Apple als Firma handelt und wird besteuert, sondern die Executives.
      Das muss in die Köpfe von der Bevölkerung.
      Aber voher schliesst man sich nur mit denen zusammen, die es schon wissen und lässt all die hinter sich, die einen mit ihrer eigenen Angst auf ihre Seite ziehen wollen und lieber nichts machen wollen, oder sagen das es zu schwer sei was zu machen und erst drüber reden wollen. Die werden schon nachkommen und wir werden ihnen ihre Dummheit verzeihen. Einsicht ist aber Vorraussetzung. Sonst dresche!;-)

    • @ citoyen invisible

      „Bevor wir uns neue Utopien ausdenken, müssen wir uns erst einmal wieder Lebensformen ins Gedächtnis zurückrufen, die schon einmal real existierten, und forschen, wie wir diese für unsere Zeit weiterentwickeln können.“

      Ich habe hier sicher schon einige genervt mit meinem „Goethe“. Aber weil es an dieser Stelle so schön paßt, eben nochmal:

      „Alles Gescheite ist schon gedacht worden. Man muß nur versuchen, es noch einmal zu denken.“

      „Wer nicht von dreitausend Jahren / sich weiß Rechenschaft zu geben, / bleibt im Dunkeln unerfahren, / mag von Tag zu Tage leben.“

    • @Redmer: das alles konnte man schon vor 30 Jahren (und länger) wissen. Es gab damals sogar eine Zeitschrift die sich mit diesen Themen auseinander setzte: HUMAN Wirtschaft (nennt sich heute glaube ich Humane Wirtschaft).
      Damals stand ich mit den Wissen so ziemlich allein auf weiter Flur, man wurde im nesten Falle belächelt, um so wichtiger waren solche Blätter und darüber hinaus Kontakte.
      Heute kann man sich sogar auf gewissen Blogs und Foren mit Menschen darüber austauschen, es ist nicht mehr völlig unbekannt.
      Leider geht das alles sehr langsam vonstatten. Die friedays for future – kiddies solten sich solcher Dinge annehmen aber leider lassen sie sich nur manipulieren und benutzen, gegen ihre ureigensten Interessen.

  8. Tja, da bleibt man dann doch gerne unwichtig. Unsichtbar. Ein citoyen invisible eben.

    So not-wendig und hilfreich auch dieser Beitrag von KenFM wieder ist (Barzahlung bevorzuge ich seit eh und je, schon weil ich dann nicht den Überblick über meine Ausgaben verliere) und so wertvoll das Engagement solcher Journalisten ist, so komfortabel lebt es sich eben auch als unwichtiger und damit unsichtbarer Bürger, der nun einmal nicht über die Möglichkeiten eines exponierten Journalisten verfügt.

    Unsichtbar ist die „unwichtige Masse der Bürger“ allein schon aufgrund der irrsinnigen Datenmenge, die angehäuft wird, wenn man nun tatsächlich – und es wird ja wohl so kommen – all diese technischen Errungenschaften flächendeckend etablieren will. Namen, Adressen, Geburtsdatum und Geburtsort zu speichern von 7 Milliarden Menschen – ein Klacks für moderne Computertechnik. Das Verbraucherverhalten von Milliarden Menschen nach bestimmten Kriterien zu durchleuchten – kein Problem, da helfen uns unsere wunderschönen Algorithmen. Und natürlich sind wir heute technisch schon viel weiter als die DDR, wo es wohl nur für ca. 0,5 Prozent der 17 Mio. Einwohner ein Stasi-Dossier gab (danke, KenFM-User „Teilchen“, für diesen Hinweis gestern in Ihrem Kommentar).

    Aber Leute, die Rundumüberwachung von 7 Milliarden und bald noch mehr Menschen, ununterbrochen Daten sammeln von jedem einzelnen 24 Stunden lang, 1440 Minuten, 86.400 Sekunden am Tag, 31.536.000 Sekunden im Jahr – von jedem einzelnen Menschen! Wenn uns gesagt wird, dass allein die Bitcoin-User bei ihren Aktivitäten irrsinnig viel Strom verbrauchen, welche aberwitzigen Energieressourcen und Speicherkapazitäten benötigt dann erst der totale Überwachungsstaat? Und dabei soll ja nicht nur gespeichert, videogefilmt und biometrisch erfasst werden, was jemand in der jeweiligen Sekunde gerade macht. Sondern es sollen und müssen außerdem unzählige Verknüpfungen hergestellt werden zwischen den einzelnen Daten, um bestimmte Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit und sein Verhalten ziehen zu können. Dazu muss man aber erst einmal wissen, wonach man sucht, was für Informationen es sein müssen, damit man ein bestimmtes Bild erhält.

    Ich stelle mir – ganz naiv und laienhaft – 3 Videoüberwachungskameras an 3 Bankautomaten in einer personallosen Bankfiliale vor, die 24 Stunden täglich im Einsatz sind. Um 23:00 Uhr wird dort ein Raubüberfall verübt. Erst der nächste Besucher der Bankfiliale morgens um 7:00 Uhr findet das Opfer tot am Boden liegen. Bei der Kriminalpolizei sind nun mindestens 3 Ermittlungsbeamte mindestens einen vollen Arbeitstag von 8 Stunden beschäftigt mit dem Auswerten des Videomaterials der 3 Kameras, um etwas über den Täter zu erfahren. Wie sähe es aus, wenn der Raubmord in einem Parkhaus mit 20 Videokameras passiert wäre? Wie auf einem Flughafen oder in einer Innenstadt mit tausenden von Kameras?

    Gewiss, so steinzeitlich und personalintensiv laufen Ermittlungen angesichts der heutigen technischen Möglichkeiten sicher nicht mehr ab. Aber eines ist doch klar: 7 oder noch mehr Milliarden Menschen mögen aufgrund der über sie gespeicherten Daten theoretisch gläsern werden, rein praktisch sind sie es damit noch lange nicht. Man muss vielmehr erst gezielt nach einer bestimmten Person suchen, z.B. wenn sie, aus welchen Gründen auch immer, „auffällig“ geworden ist. Dann allerdings, aber nur dann, erhält man in Sekundenbruchteilen ein komplettes Profil von ihr. Doch wenn in den etablierten Kreisen keiner weiß, dass es eine bestimmte Person irgendwo auf der Welt überhaupt gibt, wer sollte nach ihr suchen?

    Gewiss, man kann aufgrund gesammelter Daten ein Profil erstellen, um jemandem gezielt bestimmte Werbung zu senden. Und man kann gewiss auch ein Punktesystem entwickeln, das die Leute in China (und auch anderswo) zum „Wohlverhalten“ zwingt. Doch wie entsteht so ein Punktesystem? Und wie sieht denn das Profil aus, das sie von einem haben, der „auffällig“ geworden ist und damit sichtbar?

    Selbst Computerprogramme und Algorithmen müssen letztlich von Menschen gemacht werden, daran wird auch Künstliche Intelligenz nichts ändern können. Damit man mit diesen technischen Möglichkeiten das über jemanden herausfindet, was man wissen will, muss man 1. wissen, was man über ihn wissen will, und 2. wissen, wie man vorgehen muss, um das über ihn zu erfahren. Das aber setzt in Anbetracht der unendlichen Komplexität der Welt und der Verschiedenheit der Menschen und ihrer Psyche geradezu Allwissenheit voraus – und einen kühlen Überblick, geleitet von Empathie. Nur mit Empathie lernt man einen Menschen wirklich kennen.

    Was aber sind das für Leute, die die Machtmittel in Händen halten, und wer sind ihre zahlreichen dienstbaren Zuarbeiter? Sie mögen ja viel wissen, mehr als andere vielleicht. Doch der Mensch bleibt, schon aufgrund seiner naturgegebenen Beschränktheit in vielerlei Hinsicht, gewiss für immer von Allwissenheit weit entfernt, und damit Künstliche Intelligenz erst recht. Empathie? Fehlanzeige. Und wie ist es mit dem kühlen Überblick, der einen befähigt, in aller Ruhe sinnvoll zu handeln? Nein, paranoider Kontrollwahn zeichnet diese Superreichen und Mächtigen aus. Panische Angst offenbar vor den vielen kleinen Unwichtigen da draußen, die ihnen wegnehmen könnten, was ihnen so wichtig sind. Wären sie entspannt und würden sie infolgedessen das Leben genießen und andere Menschen leben lassen, dann würden sie die technischen Möglichkeiten für schöne Dinge nutzen und nicht zum Ausleben engstirniger, kleinkarierter Überwachungsphantasien.

    Sollen wir uns wirklich ängstigen vor solch psychisch deformierten Menschen? Sind sie nicht vielmehr aufgrund ihrer einfach gestrickten Psyche auch für uns mit unseren Mitteln leicht zu durchschauen, sodass wir Gegenstrategien entwickeln können? Natürlich müssen wir auf der Hut sein vor ihrer fehlenden Empathie, ihrer Rücksichtslosigkeit, ihrer Unberechenbarkeit und dem verheerenden Schaden, den sie damit anrichten können. Aber auch sie müssen auf dieser Welt leben, irgendwie auch mit uns, und müssen diese Welt daher auch für sich selbst noch erträglich erhalten. Wie viel Angst müssen wir also wirklich haben? Angst ist oft genug eben kein schlechter, sondern ein guter Ratgeber, z.B. als Angstreflex in lebensbedrohlichen Situationen. Aber Angst kann auch lähmen. Das dürfen wir nicht vergessen.

    • naja, Angst ist, wie sie selbst sagen, ein schlechter Ratgeber. Und auf Angst will der Beitrag meiner Meinung nach gar nicht aus. Viel gefährlicher ist die Gleichgültigkeit der drögen Masse. Sie sehen doch; da wo es möglich ist, wird es durchgezogen (kein Bargeld / Vollüberwachung usw..)
      Das Punktesystem in China ist schon weit fortgeschritten, läuft das erst „richtig“, braucht es immer weniger „Richtige“ Menschen die an diesem System arbeiten…
      Im Moment werden Grundrechte für die ganze Generationen hart gekämpft haben nolens wolens abgeschafft.
      Grund dafür ist einzig und allein die Trägheit und Gleichgültigkeit der Masse.
      DAS nutzen die weidlich aus!
      Wenn wir uns nicht wehren, wenn WIR nicht sagen „STOPP!“ dann machen die weiter.Keine Frage.

    • @Zerberus
      Richtig, diejenigen, die bereit sind, sich zu wehren, sind (zunächst jedenfalls) immer in der Minderzahl. Aber gerade deswegen kommt es darauf an, dass nicht diese wenigen auch noch kapitulieren vor einer Finanzmacht oder sonstwie
      gearteten Übermacht der Gegner. Angst kommt erst gar nicht auf, wenn man nüchtern bleibt und sich einmal in aller Ruhe überlegt, ob das denn wirklich sein kann, was man sich als düsteres Szenario ausmalen mag, wenn man z.B. das Gespräch mit Norbert Häring verfolgt hat. Und da komme ich zu dem Ergebnis, dass angesichts der naturgegebenen Grenzen menschlicher Erkenntnismöglichkeiten eine flächendeckende, auch noch den hinterletzten Winkel ausleuchtende Totalüberwachung dem schrecklich fehlerhaften, unendlich viel irrenden Menschen schlicht nicht möglich ist, und der von ihm entwickelten, empathielosen Künstlichen Intelligenz schon gar nicht.

      Ich sage bewusst „schrecklich fehlerhaft“, denn „der schrecklichste der Schrecken ist der Mensch in seinem Wahn“ (Goethe). Deshalb ist wichtig, dass uns Leute wie Norbert Häring hinweisen auf das, was andere Leute vorhaben, damit wir erkennen, was uns blühen könnte, wenn sie ihren Wahn in die Tat umzusetzen versuchen. Damit wir uns darauf einstellen und dem möglichst entgegenwirken können.

      Es geht mir im Grunde nur um eines: wir hören doch, wenn wir uns mit den Dingen genau befassen und kritisch auseinandersetzen, bei KenFM, Rubikon usw. naturgemäß und zwangsläufig so viel Negatives, dass wir in Gefahr geraten können, vor lauter Panik, Ohnmachtsgefühl oder Frustration entmutigt aufzugeben. Ich lasse aber nicht zu, dass ein solches Gefühl von Angst, Ohnmacht oder Frustration in mir aufkommt, und möchte auch andere in dieser Haltung bestärken.

    • Da mein Kommentar immer noch geprüft wird, versuche ich es nochmal, diesmal richtig mit Schiller und nicht mit Goethe.
      @Zerberus
      Richtig, diejenigen, die bereit sind, sich zu wehren, sind (zunächst jedenfalls) immer in der Minderzahl. Aber gerade deswegen kommt es darauf an, dass nicht diese wenigen auch noch kapitulieren vor einer Finanzmacht oder sonstwie
      gearteten Übermacht der Gegner. Angst kommt erst gar nicht auf, wenn man nüchtern bleibt und sich einmal in aller Ruhe überlegt, ob das denn wirklich sein kann, was man sich als düsteres Szenario ausmalen mag, wenn man z.B. das Gespräch mit Norbert Häring verfolgt hat. Und da komme ich zu dem Ergebnis, dass angesichts der naturgegebenen Grenzen menschlicher Erkenntnismöglichkeiten eine flächendeckende, auch noch den hinterletzten Winkel ausleuchtende Totalüberwachung dem schrecklich fehlerhaften, unendlich viel irrenden Menschen schlicht nicht möglich ist, und der von ihm entwickelten, empathielosen Künstlichen Intelligenz schon gar nicht.

      Ich sage bewusst „schrecklich fehlerhaft“, denn „der schrecklichste der Schrecken ist der Mensch in seinem Wahn“ (Schiller). Deshalb ist wichtig, dass uns Leute wie Norbert Häring hinweisen auf das, was andere Leute vorhaben, damit wir erkennen, was uns blühen könnte, wenn sie ihren Wahn in die Tat umzusetzen versuchen. Damit wir uns darauf einstellen und dem möglichst entgegenwirken können.

      Es geht mir im Grunde nur um eines: wir hören doch, wenn wir uns mit den Dingen genau befassen und kritisch auseinandersetzen, bei KenFM, Rubikon usw. naturgemäß und zwangsläufig so viel Negatives, dass wir in Gefahr geraten können, vor lauter Panik, Ohnmachtsgefühl oder Frustration entmutigt aufzugeben. Ich lasse aber nicht zu, dass ein solches Gefühl von Angst, Ohnmacht oder Frustration in mir aufkommt, und möchte auch andere in dieser Haltung bestärken.

    • **
      (**)
      Liebes KenFM-Team,

      besten Dank für eure freundliche Hilfestellung bei meinem leider etwas verunglückten Kommentar heute Abend:
      – erst sende ich ihn, gebe aber versehentlich ein Zitat von Schiller als eines von Goethe aus,
      – als ich das entdecke, reagiere ich schnell mit dem Kommentar „Sorry, nicht Goethe sondern Schiller“,
      – als ich dann aber bemerke, dass ihr noch prüft, und da ja nun beide Kommentare in der falschen Reihenfolge erscheinen, sende ich den ganzen Text nochmals mit dem Einleitungssatz „Da mein Kommentar immer noch geprüft wird, versuche ich es nochmal, diesmal richtig mit Schiller und nicht mit Goethe.“
      – Nachdem das dann draußen ist und ich sehe, dass ich vergessen habe, im Text „Goethe“ durch „Schiller“ zu ersetzen, ergreift mich endgültig die Panik, und ich sende den ganzen Text nochmals mit dem Einleitungssatz und diesmal, Gottlob, nachdem ich endlich „Goethe“ durch „Schiller“ ersetzt habe.

      Ihr reagiert sofort in grenzenloser Milde und Nachsicht und veröffentlicht nur den berichtigten, letzten Text. Dann aber fällt euch wohl auf, dass der Satz „Sorry, nicht Goethe sondern Schiller“ nun vor diesem Text steht und somit zusammenhanglos im Raum. Ihr setzt nun meinen ersten Text freundlicherweise nochmals davor.

      Sorry wegen der Umstände meinetwegen. Aber wenigstens erseht ihr daraus, dass einer, dem solch unfreiwillige Komik unterläuft, völlig ungefährlich ist.

      Einen schönen Abend noch!
      (**)
      **

  9. Natürlich hat die Finanzelite bereits das Szenario durchdacht, wie es nach dem weltweiten Finanzcrash 2020+ weiter gehen wird.
    Es wird danach kein Bargeld mehr angeboten werden. Und Leute mit Banklizenz „kreditieren“ sich selbst und kaufen „Notleidendes“ einfach auf.
    Und die Banken-Skyline in F wird wohl doch noch bis zum Himmel reichen. Praktisch die gebaute Exponential-Funktion zum benachbarten Gallusviertel und Griesheim.
    Dann macht Tauschhandel wieder Sinn. Vielleicht endlich in kilowatt als weltweite Währung. Und die Preisfindung für eine Ware wäre fix auf Grund des gesamten Energieverbrauchs. Preiswettbewerb gäbe es nur, wenn Energie eingespart würde.

  10. Eine überraschende Wende – das Gespräch endet heiter! Und das, nachdem gut die erste Hälfte für mich schwer durchzustehen war, wegen der schon so weit umgesetzten umfassenden Disziplinierungsmöglichkeit.

    Nutzen wir die Chance und lassen uns nicht so leicht zu ewig unmündigen Kleinkindern degradieren – Bargeld in die Taschen statt allerhand Plastikkarten und wieder beim Händler nebenan gekauft statt online!
    (Zugegebenermaßen wird sich der Bargeldumsatz durch mich nicht erhöhen, denn ich mach das schon umfassend)

    Die Gez-Gebühr würde ich auch gern bar zahlen, bin gespannt, wie die Angelegenheit ausgeht. Eine Zahlung pro Haus wäre dann vielleicht auch noch möglich, schon die Verknüpfung von Identität mit Wohnung stört mich. Ich erinnere mich bei jedem Umzug an die Volkszählung in den 70igern und wieviel Datenschutz da noch zulässig war.

    In der DDR gab es wohl nur für ca. 0,5 Prozent der 17 Mio. Einwohner ein Stasi-Dossier. (Daniela Dahn. „Wehe dem Sieger“, S. 174-176)

    • GEZ?!
      Einzugsermächtigung wiederrufen, jeden Bettelbrief den die schicken mit durchgestricherner Adresse zurück in den Briefkasten!
      Es kommen erfahrungsgemäß 4 -8 Briefe, danach ist Ruhe.
      Jede Forderung die älter als 3 Jahre ist, ist verjährt. Das schlimmste was einem passieren kann, ist eine Zahlung von ca- 650€.
      Link: https://www.youtube.com/watch?v=gpYQ13JcaOg
      Ich mache das erfolgreich, habe noch nie bezahlt.
      Habe diesem kriminellen, korrupten, kriegstreiberischen, volksverhetzenden Verein schon so einiges an Mitteln entzogen.
      Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

    • Erinnert mich an Pingpong, wie man sich gegenseitig recht gibt und den Ball zuspielt.

    • @ Redmer

      Sie wollen mitspielen beim Pingpong? Warum haben Sie dann den Ball nicht aufgenommen? Lange her, hat mit drei Spielern auch Spaß gemacht – und für noch mehr Bewegung gesorgt, beim Springen um den Tisch herum.

    • @ Meissen

      Assange ist das gleiche Problem wie Griechenland, wenn und weil unsere Aufmerksamkeit nicht uns gehört.

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