Notwehr statt Notstand | Von Jens Wernicke

Wenn die Eliten obsiegen, erhalten wir nicht nur unsere Grundrechte nicht mehr zurück, sondern droht auch das Aus für die Pressefreiheit — Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke bittet um Unterstützung für einen entsprechenden Notfall-Plan.

Ein Standpunkt von Jens Wernicke.

Der Rubikon vereint mit seiner Klarheit, seiner Unbestechlichkeit und seinem Mut immer weitere Leser auf sich — nur wie lange wird es ihn noch geben? Die Frage scheint absurd, leben wir offiziell doch in einer Demokratie und gilt die Pressefreiheit. Dennoch wird es immer wahrscheinlicher, dass systemkritische Journalisten und Medien von den Kritisierten eines Tages einfach zum Schweigen gebracht werden können. „Verschwundene“ YouTube-Videos, abgeschaltete Webseiten und eingefrorene Konten von Aktivisten sprechen für sich. Hätten Sie sich vor einem halben Jahr vorstellen können, dass Menschen, die zu dritt spazieren gehen, vom Staat drangsaliert und regierungskritische Positionen zu Straftaten erklärt werden könnten? Dass Vorbereitungen getroffen werden, um Gehorsamsverweigerer zu verhaften und in Psychiatrien wegzusperren? Der Rubikon hat seit den ersten Anzeichen der „Corona-Krise“ nicht einfach nur Dinge behauptet, sondern sorgfältig recherchiert und ausgewiesene juristische und medizinische Experten zu Wort kommen lassen. Das Ergebnis mehrerer Monate Corona-Opposition sowie hunderter Artikel lautet: Die aktuelle Bedrohung für Demokratie sowie Meinungs- und Pressefreiheit ist so ernst, dass sie nicht unterschätzt werden darf. Wir vom Rubikon wollen daher nicht mehr zusehen und abwarten, bis wir diesen Entwicklungen womöglich selbst zum Opfer fallen und oppositionelles Verhalten gar nicht mehr möglich ist. Stattdessen werden wir alle nötigen Vorkehrungen treffen, damit unser Magazin unabhängig bleibt und nicht mehr angreifbar ist. Damit Sie, wohin auch immer die Reise geht, auch in Zukunft noch ein absolut zensurfreies Medium in Händen halten können, dem Sie vertrauen. Hierfür bittet Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke um Ihre Unterstützung.

Liebe Leserinnen und Leser,

vermutlich teilen Sie meine Einschätzung der Lage: Sie könnte ernster kaum sein. Die Geschehnisse der letzten Wochen und Monate belegen es:

  • Prominenten Ex-Parlamentariern und selbst Anwälten wurden im Namen der Volksgesundheit die Webseiten abgeschaltet.
  • Die Anwältin Beate Bahner wurde nicht nur vorübergehend in die Psychiatrie eingewiesen, nein, gegen sie wird auch durch die Abteilung Staatsschutz der Heidelberger Polizei ermittelt, weil sie zu Demonstrationen für Grundrechte und somit „zu Straftaten“ aufrief.
  • Dem Verein „Nicht ohne uns!“, der bundesweit Demonstrationen gegen das Notstandsrecht organisiert, wurde eigenen Angaben zufolge ohne Ankündigung das Konto gesperrt.
  • Facebook und YouTube zensieren teils binnen Minuten Beiträge, die die Erzählung, weltweit würden viele Millionen Menschen an einem Killervirus sterben, auch nur freundlich hinterfragen.
  • Politik und Medien lassen keinerlei Zweifel daran, dass wir unsere Grundrechte womöglich niemals wiederbekommen, obwohl die Infektionszahlen teils lange vor Lockdown und Maskenpflicht sanken und offenbar niemals reale Gefahr für die Allgemeinbevölkerung bestand.
  • Die Politik in weiten Teilen Europas diskutiert inzwischen nicht nur verschärft harte Zensurmaßnahmen, sondern bereitet diese bereits vor — natürlich nicht unter dem Label „Wir errichten die Diktatur“, sondern unter jenem von „Wir retten die Welt“.
  • Überhaupt sieht alles danach aus, dass eines der Hauptziele der gesamten Kampagne die unfreiwillige Massenimpfung der Weltbevölkerung ist. Heute noch leugnen Politiker, dass es darum geht; morgen schon werden sie womöglich eine PR-Kampagne starten, um bei entsprechenden Maßnahmen zumindest die Mehrheit hinter sich zu vereinen.
  • In den nächsten Monaten soll es einen „Schwarzen Freitag“ geben, der denjenigen von 1929 noch in den Schatten stellen wird. Aktuell ist von Ende September die Rede — und zufällig werden die Anti-Corona-Maßnahmen ohne medizinische Legitimation beständig weiter und immer weiter verlängert. Offenbar, damit am Ende die Armen entrechtet und chancenlos sind, wenn der globale Verteilungskampf schließlich die Straßen erreicht.
  • Die reichsten Menschen der Welt haben ihre Vermögen in den letzten Wochen so massiv erhöht, die Nationalstaaten sich soweit verschuldet, dass die Rechnung, sobald sie fällig wird, alles infrage stellen wird, was wir jemals als Sozialstaat, ja, Staat kannten.

Liebe Leserinnen und Leser, meiner Einschätzung nach befinden wir uns in Deutschland aktuell in einer vergleichbaren Situation wie zwischen 1929 und 1933:

Freiheit und Demokratie sind kaum mehr existent — verhandelt wird nur noch, welche Grund- und Menschenrechte in der „neuen Normalität“ womöglich doch noch gewährt werden. Dass die Pressefreiheit stirbt, scheint beschlossene Sache zu sein.

Soweit ich das sehe, muss schnell, besser sehr schnell gehandelt werden. Ich hoffe darauf, dass noch ein paar Jahre zur Verfügung stehen, gehe jedoch nicht davon aus. Natürlich besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass die Zukunft nicht so düster wird wie befürchtet, doch bei näherer Betrachtung der Entwicklungen fällt mir diese Interpretation zunehmend schwer.

Zugleich gilt: Sollte sich alles so weiterentwickeln wie zuletzt, wird es in einigen Jahren womöglich gar keine kritische Infrastruktur mehr geben, keine Zeitung, die den Mächtigen fundiert widerspricht — und auch keine Chance darauf, eine solche überhaupt noch zu gründen.

Nur, wenn wir uns jetzt auf solche Entwicklungen vorbereiten, können wir sicherstellen, dass die Fackel der Wahrheit eines Tages nicht vollständig erlischt.

Auch Rubikon ist bedroht. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wohl mehr denn je. Darum müssen wir jetzt handeln — und uns auf das vorbereiten, was gegebenenfalls auf uns zukommen wird. Auf das, was zwar nicht sicher geschehen, doch immer wahrscheinlicher wird.

Lassen Sie mich die Gelegenheit nutzen, mich an dieser Stelle herzlich bei Ihnen zu bedanken. Ihre finanzielle Unterstützung in den zurückliegenden Monaten hat es ermöglicht, dass Rubikon im Herbst zum ersten Mal feste Mitarbeiter einstellen kann:

Dank des immensen Zuspruchs, den unser Projekt mit bis zu einer Millionen Leser im Monat und einer deutlichen Erhöhung des Spendenaufkommens inzwischen genießt, schaffen wir ab Herbst drei sozialversicherte Vollzeitstellen für die Redaktion. Zwei unserer Teammitglieder sind nun endlich nicht mehr prekär, ein weiteres kommt sogar hinzu.

Und: Auf dem persönlichen Spendenkonto von mir, Jens Wernicke, sind zur Unterstützung meiner Verfassungsklage gegen das Notstandsregime inzwischen 45.000 Euro zweckgebundener Zuwendungen von Leserinnen und Lesern eingegangen. Das reicht für einen „Gang durch die Instanzen“ — und für gute, wenn nicht sogar die besten Anwälte hierfür.

Doch je länger die „Corona-Krise“ dauert, je mehr sich die Menschen an Dauer-Notstand, ausgesetzte Grundrechte, Maskenzwang und Abstandsregeln gewöhnen — umso realer wird auch die Gefahr für investigativen Journalismus und kritische Publizistik, umso mehr steigt das organisatorische und institutionelle Risiko des Rubikon.

In weiser Voraussicht haben wir in den letzten Wochen eine unserer beiden vorhandenen Flanken bereits geschützt. Um die zweite zu schützen, benötigen wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, brauchen Ihre Hilfe, Unterstützung und Solidarität.

Die eine zu schützende Flanke war und ist unsere Infrastruktur. Wo es nur ein Fax braucht, um die Webseiten von Wodarg und Bahner aus dem Netz zu nehmen, sind auch wir in Gefahr. Wir haben die letzten Wochen daher damit verbracht, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Ab sofort gilt: Sollte man uns eines Tages „aus dem Weg“ räumen wollen, werden die Zensoren ihr „blaues Wunder“ erleben. Denn der Rubikon wird binnen weniger Stunden wieder ans Netz gehen — und dann jedwedem diesbezüglichen Drohszenario entzogen sein. Man wird uns nicht mehr abschalten können; dafür haben befreundete Experten gesorgt.

Das zweite Drohszenario schwebt bereits seit Gründung unserer gemeinnützigen Trägergesellschaft über unserem Kopf: Während die milliardenschwere Bertelsmann-Stiftung, deren Ziel die Privatisierung jedweder staatlichen Daseinsvorsorge und die Ökonomisierung aller Lebensbereiche ist, unhinterfragt als gemeinnützig gilt, werden allen NGOs, die auch nur ansatzweise die Regierung kritisieren, derlei Privilegien immer weiter entzogen. Recherchieren Sie zu Attac, zur VVN-BdA und anderen — sie alle wurden „strukturell“ angegriffen, indem ihnen die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde, und werden diese Angriffe wirtschaftlich kaum überleben.

Durch die zunehmende Willkür, Regierungskritik und Friedensarbeit als fast schon „staatsfeindlich“ zu deklarieren, und die Tatsache, dass unsere Firma in Deutschland ansässig ist, werden wir in noch schlimmeren Zeiten Angriffe auf unsere Organisationsstruktur kaum abwehren können.

Nach mehrmonatiger Risikoanalyse und ausführlicher Prüfung der Rechtslage gibt es nur einen wirklich sauberen Ausweg aus diesem Dilemma: Zusätzlich zu einer Domain und Servern am anderen Ende der Welt benötigen wir auch eine ausländische Trägergesellschaft, die bei weiterem Grundrechteabbau jederzeit aktiviert werden kann und sich dem Zugriff deutsch-europäischer Zensoren sicher entzieht.

Mein Ziel war und wird dies auch bleiben, dass Rubikon eine zensurfreie Zeitung ist, die sich niemandem beugt, für die Wahrheit streitet, die Presse- und Meinungsfreiheit verteidigt. Wir haben unsererseits stets alles getan, was hierzu möglich und notwendig war. Doch um der globalen „Corona-Lage“ gerecht zu werden, möchte, ja, muss ich nun Maßnahmen ergreifen, um im Ernstfall legal und ohne „Funktionsverlagerung ins Ausland“ und anderes auf eine neue und andere Trägergesellschaft zurückgreifen und hierdurch sicherstellen zu können, dass die dann ggf. neue Zeitung unangreifbar wird.

Und dazu, liebe Leserinnen und Leser, benötige ich, benötigen wir Ihre Unterstützung: Bitte spenden Sie dafür, dass Rubikon auch diesen, den finalen Schritt in Richtung wirklicher Unabhängigkeit zu gehen vermag, und unterstützen unseren „Plan B“ für den Notfall bereits jetzt, bevor es zu spät ist.

Diese Unterstützung ist deshalb notwendig, weil ich das Nötige allein unmöglich anstoßen und realisieren kann: All Ihre bisherigen Spenden an unser Projekt sind in unserer gemeinnützigen Trägergesellschaft gebunden und dürfen weder entfernt noch mit dieser Neugründung auch nur in Verbindung gebracht werden. Legal und rechtssicher lässt sich unsere zweite Flanke daher nur absichern, wenn Sie Ihre diesbezügliche Unterstützung, die steuerrechtlich dann als Schenkung anzusehen ist, an mich adressieren — für bis zu 20.000 Euro innerhalb von 10 Jahren ist das pro Person steuerfrei und vollkommen legal.

Mit den hierdurch akquirierten Mitteln kann ich dann handeln und das Notwendige veranlassen — ohne mich, unser Projekt oder Anliegen Anfeindungen, Verdächtigungen oder Schlimmerem auszusetzen. Alle anderen Möglichkeiten, die wir analysiert und durchgespielt haben, hielten entschlossenen und harten Angriffen nicht stand.

Deshalb bitte ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, um genau dies: Unterstützen Sie unseren Notfallplan für ein inzwischen denkbar gewordenes Zukunftsszenario und schützen mit Rubikon eben jene Zeitung, deren Handeln seit Gründung unmissverständlich verdeutlicht, dass sie sich Zensur und totalitären Tendenzen niemals beugen, sondern die Presse- und Meinungsfreiheit stets verteidigen wird.

In Summe benötigen wir 200.000 Euro. Wir werden damit unser journalistisches Anliegen in etwa so absichern wie Wikileaks und innerhalb weniger Jahre weder formal, noch juristisch, weder über Logistik noch Infrastruktur mehr angreifbar sein. Ich weiß, dass es für viele von Ihnen schwierige Zeiten sind. Dennoch lautet meine Bitte an Sie:

Helfen Sie mit, jetzt die Zukunft zu erbauen — und senden mir per Überweisung an BE64 9671 4886 4852 oder via PayPal Ihren Unterstützungsbeitrag.

Hierzu gebe ich Ihnen folgendes Versprechen: Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um, ganz unabhängig davon, wie Deutschland, Europa und die Welt sich entwickeln, sicherzustellen, dass es stets eine deutschsprachige Zeitung im Internet gibt, die bedingungslos auf Ihrer Seite steht, die Wahrheit verteidigt und die Herrschenden kritisiert — selbst dann, wenn es Presse- und Meinungsfreiheit eines Tages nicht mehr gibt.

Mir persönlich gefällt das skizzierte Vorhaben auch deshalb so gut, weil es voller Kraft und Leidenschaft ist — und weil wir, statt zu jammern oder lamentieren, statt in Ohnmacht zu versinken oder uns mit der Opferrolle zu begnügen, einfach alles daran setzen, zur richtigen Zeit das Richtige zu tun, um unsere Freiheit, Würde und Unabhängigkeit zu bewahren.

Geben auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht auf, sondern bleiben mutig und friedlich-kämpferisch. Verteidigen wir gemeinsam unsere Würde und die Idee einer besseren Welt!

PS: Weniger als 24 Stunden nach Veröffentlichung dieses Aufrufes wurde das ursprünglich hier für Überweisungen angegebene Tagesgeldkonto ohne Auftrag und Mandat von mir durch die Sparda-Bank Südwest eG geschlossen und aufgelöst. Eventuelle Rückbuchungen bitte ich zu entschuldigen —

(!) in diesem Beitrag (!) ist nun das neue, das aktuell aktive Konto hinterlegt.

Dies war ein Beitrag von Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

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Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 25.07.2020 bei Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

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Bildquelle: JGA / shutterstock

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22 Kommentare zu: “Notwehr statt Notstand | Von Jens Wernicke

  1. Wildenfelser sagt 27. Juli 2020 at 19:24
    "…wie entschlossen "man" ist, die Pandemie zu retten" Wer will denn die Pandemie retten? Investieren die Regierungen deshalb weltweit Milliarden in die Entwicklung von Impfstoffen, um die Pandemie zu retten. Das widerspricht sich doch. Wenn sie ein Interesse hätten an der Aufrechterhaltung der Pandemie, dann wäre es doch das beste, den vorschlägen der Kritiker zu folgen: Keine Maskenpflicht, keine Impfungen, keine Einschränkungen. Dann wäre die Pandemie gerettet, also das erreicht, was wildenfelser vermutet.
    Aber einige hier müssten sich dann doch einmal einig werden darüber, ob es die Pandemie nun gibt oder nicht? Denn um sie aufrecht zu erhalten, muss es sie auch geben. Das widerspricht aber denen, die behaupten, dass es sie nicht gibt, Was gilt denn nun? Aber wenn es sie nicht gibt, kann man sie auch nicht aufrecht erhalten. Wenn es sie aber gibt, was dann? Sollte man dann nicht doch versuchen, Leben zu retten? Es könnte ja auch das Leben des ein oder anderen Kritikers bedroht sein.

  2. "Liebe Leserinnen und Leser, meiner Einschätzung nach befinden wir uns in Deutschland aktuell in einer vergleichbaren Situation wie zwischen 1929 und 1933"
    Das ist schlichtweg realitätsfremd. Die meisten von uns haben dieses Zeit nicht mehr erlebt. Zum Glück!!!
    Aber was ich aus den Berichten derer erfahren habe, die diese Zeiten mitgemacht haben, und aus der Literatur über die damaligen Verhältnisse, dann muss an Wernickes Verstand zweifeln, so leid mir das tut als Autor, der auch für Rubikon geschrieben hat.
    NIemand leidet Hunger in Deutschland wie damals. Eine faschistische Bedrohung wie zu jener Zeit ist nicht vergleichbar mit den heutigen rechten Entwicklungen in der Gesellschaft. Da liegen Welten zwischen. Es gibt keine offen ausgetragenen Klassenkämpfe, die sich in blutigen Straßenkämpfen darstellen wie damals, keine Massenstreiks, die geführt wurden, um die Lebensgrundlagen der arbeitetenden Bevölkerung aufrecht zu erhalten.
    Wernicke kann noch immer seinen Rubikon betreiben wie auch KenFM oder RT oder Sputnick. Sie alle können weiterhin ihre Ansichten verbreiten. Sie werden angefeindet, das stimmt. Aber dagegen kann man sich mit überzeugenden Argumenten und Ansichten zur Wehr setzen und die politischen Gegner sogar noch mehr in die Defensive bringen.
    Und dennoch können sie weiterhin ihre Meinung verbreiten. Sie sind nicht verboten, ihnen werden nicht von marodierenden braunen Haufen die Fensterscheiben eingeworfen und die Druckerpressen zerschlagen wie in der Zeit, mit der WErnicke die aktuelle Lage vergleicht.
    Es mag sein, dass es diem Rubikon nicht so gut geht. Aber das ist dann nicht ERgebnis staatlicher Willkür. Auch wenn er sich als das Organ der kritischen Masse betrachtet, so ist er keine Gefahr für die sogenannten Eliten. Diese können sich immer noch in Sicherheit wiegen. So gefährlich ist Rubikon nicht. Die Herrschenden schlafen noch recht ruhig – trotz Rubikon.
    Zumal nicht klar ist, wer denn diese Eliten sein sollen, gegen die Rubikon seinen Kampf führt. Bisher sind diese Elitgen nur nebulös, nicht identifiziert. Welche Eliten meint er denn, gegen die er glaubt sich verteidigen und ankämpfen zu müssen? WEr soll das sein? Wenn nicht Namen, dann doch wenigestens Gruppen oder namentlch identifizierbar Verbände, Bündnisse, Vereine usw.
    Wenn es doch ein Bedrohung durch Eliten gibt, dann müssen sie doch auch benennbar sein, Dann muss auch verortet werden können, von wo aus welchem Hause, Verband, Verein oder politischer Gruppierung die Gefahr droht. Sind es rechte Parteien oder Vertreter bzw, Gruppierungen in ihnen wie bespielsweise der Flügel? Sind es Wirtschaftgruppen, einzele konkrete Unternehmen? Ist es die Regierung, die Polizei, die Armee, der Verfassungsschutz?
    Wer sind also die Eliten, von denen die Gefahr für unsere Freiheit ausgeben soll wie in der Weimarer Zeit? Denn nur wenn sie identifizierbar sind, kann der Kampf gegen sie geführt werden. Wenn man schon kämpfen will und glaubt zu müssen, und wenn man andere zum Kampf aufrufen will, dann muss man doch wenigstens den Feind klar benennen können, damit der Kampf eine Richtung und damit eine Aussicht auf Erfolg hat, anstonsten kämpft man gegen Windmühlenflügel.

  3. @ wolfcgn und auch <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/alcedo/' rel='nofollow'>@Alcedo</a>

    wolfcgn "mich hat's auch erwischt und in Schrecken versetzt. Jetzt frage ich mich, wenn die Zensur noch drastischer wird, kann dann ein Ausweichen auf eine andere Plattform noch helfen? "

    ich erlebte sowas schon mehrmals im Netz…Nun hat es auch KenFM getroffen, was mich nicht wundert.
    es wird noch drastischer. Ich persönlich glaube nicht, dass das Ausweichen auf eine andere Plattform die Lösung ist weil….., aber man kann es ja versuchen. Ich unterstütze das unglaubliche Engagement von Herrn Wernicke.

    aber es zwingt die Menschen raus zueinander, was gut ist. Und immer mehr Menschen sehen durch die Aggressivität der Maßnahmen, also auch der Zensur, was geschieht.
    Ich befragte heute Menschen, ob sie sich vor`m Virus fürchten. Keiner bejahte es. Sie leiden alle mehr oder weniger unter den Maßnahmen und ich sehe kaum noch Bereitschaft, diese Maßnahmen weiter mitzumachen, aber noch werden sie geduldet. Der enorme Druck macht die Menschen kritischer. Und der Druck, das Leiden wächst. Klar, manche pennen auch noch tief. Wird aber nicht mehr lange möglich sein.
    Das Kind von Bekannten von mir, die kürzlich noch unkritisch waren ist nun in psychiatrischer Behandlung weil es seit Monaten von Freunden isoliert ist uvm und langsam irre wird; heute sprach ich mit einem Mann,der ein winziges Geschäft hat. Ich kenne ihn schon lange. Heute hatte er Augenränder, ist abgemagert und fürchtet um seine Existenz.
    Es geschieht noch viel schlimmeres, aber ihr wisst es ja alle selbst.
    Ich denke, dass es eine harte Zeit wird, dass sie aber nicht hoffnungslos ist. Und uns bleibt nichts anderes übrig, als stark zu sein. Und füreinander da zu sein.

    Mein kleiner Trost des Tages: bei uns in der Stadt werden die Studenten politisch aktiv und zwar real auf der Straße. Dabei auch die Linke, worunter immer Antifaleutchen waren. Antifa und Antifa ist nicht unbedingt das gleiche 😉

    • Das ist ein schöner Lichtblick! (also der Schlußteil, nicht der mit dem Jungen).
      Man sollte die Sprachlosen Schreihälse Transatlantifa nennen, also Transatlantifa und Antifa : )
      Geh morgen wieder raus.

  4. Wo ist er, der Ausweg aus diesem System? Müssen wir es bekämpfen? Uns opfern um es, vielleicht doch nicht, in die Knie zu zwingen? Oder können wir innerhalb des Systems ein besseres aufbauen? www.wirkraft.org
    Wir haben übrigens unser Spendenkonto bei der sozialsten Bank, die wir finden konnten: der GLS Bank.
    Und unser Webhoster ist eine Genossenschaft, die Hostsharing e.G in Hamburg. In wie weit das uns im schlimmsten Fall schützt kann ich unmöglich sagen. Nur das es ganz gewiss nicht schadet, wenn die hier versammelten alternativ Denkenden nicht mehr bei Ausbeutern sondern bei Genossenschaften kaufen – da bin ich mir ganz sicher!

  5. @ NichtvonBedeutung

    Solche Fragestellungen einfach bei Google eingeben, da findet sich immer eine Lösung – auch zu allem anderen Sachen.
    Ausnahmen in Firefox wieder entfernen:

    https://www.google.de/search?source=hp&ei=_FIfX–hDsHbgwfa4aOADg&q=ausnahmen+in+Firefox+wieder+entfernen&oq=ausnahmen+in+Firefox+wieder+entfernen&gs_lcp=CgZwc3ktYWIQAzIICCEQFhAdEB46DggAEOoCELQCEJoBEOUCOggIABCxAxCDAToFCAAQsQM6AggAOgUILhCxAzoKCAAQsQMQRhD5AToCCC46CggAELEDEEYQ_wE6BAgAEAo6CAgAEBYQChAeOgYIABAWEB46BQghEKABULIUWO2EAWCRiAFoAXAAeACAAdsBiAHJFZIBBjM1LjEuMZgBAKABAaoBB2d3cy13aXqwAQY&sclient=psy-ab&ved=0ahUKEwjvj4XAu-7qAhXB7eAKHdrwCOAQ4dUDCAk&uact=5

  6. Geht's ein Bisschen kleiner?

    Lieber Jens,

    bei der ganzen Schei**e, die passiert, ist es schwer, einen klaren Kopf zu behalten. Ich kenne das von vielen Fällen aus dem Club: am schwersten ist es, mit der Paranoia umzugehen, die in der Realität verhaftet ist.

    Denn es ist auch dann paranoid, wenn alles, worauf die eigene Argumentation basiert, stimmt, aber man trotzdem überzogene Schlüsse daraus zieht. Und so ist es auch bei Deinem Aufruf hier: Du radikalisierst damit die einen, die Deine Sichtweise dann teilen, und alle anderen stösst Du ab. Daraus kann – publizistisch gesehen – nichts Gutes erwachsen.

    Entsprechend kann ich nur empfehlen, gerade in einer schwierigen Lage einen kühlen Kopf zu bewahren. Gibt es Zensurbestrebungen? Ja, klar. Immer. Sind die Asozialen Medien hinterfotzig? Das sind sie schon immer. Man meidet sie am besten. Sie sind strukturell Überwachungs- und Zensurmaschinen.

    Aber ist die ganze Welt nun Gegner? Nein, ist sie nicht. Es gibt auch weiterhin viele Fraktionen und Personen mit ganz unterschiedlichen Interessen.

    Auf der Basis kann man dorch arbeiten, gerade publizistisch. Oder?

    • Selbst 1933 hätte der Eine, hätte die Andere vor Paranoia gewarnt. Nun sind wir bei 2020 und nicht bei 1933. Und vielleicht sollte man sich wirklich vor Paranoia hüten. Und doch… wenn ich die Hartnäckigkeit beobachte, mit der zur Zeit der "Krieg gegen das Virus" geführt und verteidigt wird, wie entschlossen "man" ist, die Pandemie zu retten, dann fühle ich mich derzeit wie im Auge des Zyklons. Und dort ist es nur vorübergehend etwas ruhiger.

    • Vielleicht sollte man auch nicht so leichtfertig psychologisieren, etwa mit dem Begriff "Paranoia" herumwerfen.

      Wenn die Internetseiten einer Beate Bahner oder eines Wolfgang Wodarg vollständig vom Netz genommen werden, berüigt mich nicht, daß das nur zeitweise ist.

      Das ein Julian Assange unter als Folter bezeichneten Bedingungen in England einsitzen kann, ohne völkerrechtsfähig tragfähige Anklage, erweckt bei mir kein Vertrauen in die Entscheider.

      Wenn mir zuguterletzt ein Konto einfach aufgelöst wird, sichere ich mich so gut als möglich ab, das berührt meine Existenz. Da frage ich mich, ab wann sonst die Situation als ernst anzusehen ist.

    • Aus welcher Position schreiben sie Volker Birk ?
      Sie repräsentieren doch, wenn ich ihre Internetbeiträge lese ,vortrefflich das Links , das sich an das Internationale Kapital verkauft hat .

    • Sehr geehrter Herr Birk,

      interessante Strategie um den Schutz der publistischen Plattform Rubikon durch Jens Wernicke in Frage zu stellen. Er solle doch in der Realität verhaftet bleiben impliziert ja, dass er es nicht ist. Wobei Sie nicht einmal seine Argumente direkt angreifen. Das ist durchaus geschickt gemacht!

      Allerdings die notwendige Absicherung einer IT-Infrastrukturktur, hier die des Rubikons, mit Paranoia zu framen ist doch ein bischen plump, oder? Das klingt für mich so wie die Ratschläge an Edward Snowden, wenn er nichts unrechtes getan hat, sollte er doch in die USA zurückgehen und sich einem ordentlichen Gericht stellen …

    • @ Alcedo

      "Da frage ich mich, ab wann sonst die Situation als ernst anzusehen ist."

      solange wir noch brav auf den 1.8. warten, haben wir den Gongschlag nicht gehört.
      es geschehen so ungeheuerliche Dinge, dass die Menschen eigentlich ständig auf die Straßen rennen müssten.

      all die Menschen, die jetzt diese Tragödie unterstützen, wie auch die Sparda-Bank, werden später selbst Opfer ihrer Taten sein. Das scheint vielen Menschen nicht klar zu sein. Oder sie glauben, dass sie verschont bleiben, wenn sie folgsam mitmachen. All die Medienheinzels, all diejenigen, die jetzt als Zensoren wirken, die sogenannte Antifa uvm. Auch sie werden betroffen sein.

    • @ Eden:
      Ja, das ist der Trick. Jeder hofft, der Kelch möge auf wundersame Weise an ihm vorbeiziehen. "Skinner-Effekt".
      Doch das ist nicht der Plan, also wird es so nicht kommen ohne Widerstand. Es gibt auch Handelnde im Spiel, nicht nur Duldende.

      Man bräuchte eine Philosophie des guten Lebens, nicht nur des -geht gerade noch-.

      Hat man gut sehen können beim Lockdown, wer zu laut wurde hat ein paar Taler dazubekommen. Leider wird von Kindesbeinen an in dieser Gesellschaft jeder darauf trainiert, ein bißchen besser dazustehen als der Nachbar.

    • Das ist eine gute Frage… Ich hätte allerdings noch eine Weitere, denn weil ich in Sorge darüber war, dass das irgendwie von "oben herab" kam, erstellte ich in FireFox eine Ausnahme für diese Seite, damit ich sie sehen kann. Wie kann ich diese Ausnahme nun eigentlich wieder entfernen, wenn das Zertifikat erneuert wurde?

    • @ NichtvonBedeutung

      Weiter oben habe ich Dir Lösungen verlinkt. Ich nutze keinen Firefox, allerdings dürfte der Ablauf bei den meisten Browsern ähnlich sein.
      Dort wo Du die Ausnahmen definierst, in eine Liste einträgst, dort sollte auch die Option zum Löschen/deaktivieren/aktivieren zu finden sein.
      Ich hoffe ich konnte helfen, wie gesagt – weiter oben 😉

    • @ Regimekritiker_Dracula

      hab`s auch mitbekommen. Ooooch, bestimmt nur ein Pännchen. Oder einfach Zufall (-:

    • mich hat's auch erwischt und in Schrecken versetzt. Jetzt frage ich mich, wenn die Zensur noch drastischer wird, kann dann ein Ausweichen auf eine andere Plattform noch helfen? Und wenn Jens Wernicke sich mit seinen 200.000,- unbesiegbar macht, wie finde ich ihn? Im Dark-Net?

    • Ich kann bei Dunkelheit garnicht so gut sehen.
      Aber den rubikon finde ich vmtl dennoch … sogar unter seiner adresse ; )

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