Nur ein weiterer Mord des Imperiums…

…der aber gravierende Konsequenzen für den Nahen und Mittleren Osten und die Welt haben wird.

Von Jochen Mitschka.

Wie kommt man auf die US-Terrorliste? Nach Nelson Mandela und Jassir Arafat hatte es auch der iranische General Soleimani geschafft. Nur wurde er nun ermordet, bevor man ihm den Friedensnobelpreis überreichen konnte. Wer war dieser Mann und was machte ihn in den Augen von Israel und den USA gefährlich? Oder lautet die Frage eher: Für wen war er gefährlich?

Im Laufe des Krieges gegen den Iran hat die Regierung Trump unter anderem den beliebtesten iranischen General Qassem Soleimani auf die Liste gesuchter Terroristen gesetzt und damit zum Abschuss freigegeben, schließlich am 3. Januar 2020 mit einer Rakete ihn und 11 andere Menschen ermordet, viele andere lebensgefährlich verletzt.

Eine repräsentative Umfrage des renommierten Center for International and Security Studies at Maryland (CISSM) hatte im Januar 2018 ergeben, dass über 72 Prozent der Befragten den General mit sehr positiv oder etwas positiv bewerteten. Damit rangiert er in der Beliebtheit weit vor allen abgefragten Politikern. Das „Combating Terrorism Center at West Point – CTCSentinel“ widmete dem General die Titelseite und einen langen Artikel über seine Arbeit. Im Vorwort des Artikels heißt es:

„In den vergangenen Jahren hat der Iran seine Macht über den ganzen Mittleren Osten ausgedehnt, vom Libanon und Syrien bis zum Irak und in den Jemen. Einer der Schlüssel des Erfolges ist die einzigartige Strategie, militärische und staatliche Macht richtig zu mischen, teilweise beruhend auf dem Modell der Hisbollah im Libanon. Der anerkannt wichtigste Architekt dieser Politik ist der Generalmajor Qassem Soleimani, der langjährige Kopf von Irans Quds („Jerusalem“) Streitkräften. Ohne Frage ist Soleimani heute der mächtigste General im Mittleren Osten, und er ist einer von Irans beliebtesten lebenden Personen und war verschiedene Male bereits als Präsidentschaftskandidat im Gespräch gewesen.“

So viel zur Einleitung. Der Artikel beschreibt dann in erstaunlich neutraler Weise den Werdegang Soleimanis. Er begann seine Karriere als einfaches Kind vom Land in den 1970er-Jahren in den Revolutionsgarden. Kurz nach der Grundausbildung wurde er schon selbst Ausbilder. Während des Kriegs den der Irak mit deutlicher US-Hilfe gegen den Iran begonnen hatte, diente er an praktisch allen Fronten und wurde zum Chef der 41. Division der Revolutionsgarden befördert.

Nach dem Krieg widmete er sich dem Kampf gegen den Anbau und Schmuggel von Rauschgift und wurde dann im März 1998 zum Befehlshaber der „Quds Force“ ernannt. Eine Funktion, die er bis zuletzt innehatte. In dieser Funktion war er übrigens auch Partner der NATO beim Kampf gegen die Taliban in Afghanistan, da sie auch Teile des Irans bedrohten. Nach der Invasion des Iraks im Jahr 2003 unterstützte Soleiman schiitische Milizen, die sich gegen die Besatzung durch die USA auflehnten. Es waren Bomben, die im Iran entwickelt und dann an die schiitischen Milizen weitergegeben wurden, die schließlich zum Abzug der Amerikaner aus dem Irak führten. Im Jahr 2006 unterstützte Soleimani die Hisbollah während der Vertreibung Israels aus dem Libanon. Israel, das bisher unschlagbar erschien, musste plötzlich einen seiner Angriffskrieg als verloren erkennen.

Im Jahr 2008, so der Artikel von Ali Soufan, erklärte Soleimani, dass er die iranische Politik für den Irak, Syrien, den Libanon, Gaza und Afghanistan bestimmen würde. Dies hatte er gegenüber dem US-General David Petraeus in einer Nachricht mitgeteilt. Seit 2011 war er maßgeblich für die Erfolge im Krieg gegen die diversen Terroristengruppen in Syrien verantwortlich, angeblich seit 2015 für die Beratung der Huthis im Krieg gegen Saudi-Arabien.

Soleimani, der angeblich einen schwarzen Gürtel in Karate hat, und es sich nicht nehmen lässt, selbst die Front zu besichtigen, ist nicht bekannt dafür, hochtrabende Behauptungen aufzustellen. Der Iran ist auch kein arabisches Land. Und so sollte man die Warnung Soleimanis an Präsident Trump in einer Rede vom Juli 2018 in Hamdan ernst nehmen. Darin drohte er im Fall eines Angriffs mit einem asymmetrischen Krieg, der für die USA verheerende Folgen hätte. Dass West-Point ihm einen so prominenten Artikel widmete, zeigt die Achtung der Soldaten gegenüber einem nun zum Märtyrer gewordenen Kriegshelden.

Das Geheimnis seines Erfolges basierte vermutlich zumindest zum großen Teil darauf, ähnlich wie die Hisbollah im Libanon, ethnische und religiöse Differenzen zu überbrücken, und scheinbar verfeindete Gruppen zum Kampf gegen einen gemeinsamen Feind anzuführen. Und so achteten ihn, den Schiiten, nicht nur die Alawiten in Syrien, die nicht wahhabitischen Sunniten und Kurden im Irak, ebenso wie die Huthis im Jemen und die Christen im Libanon.

Aber Soleimani war keineswegs Irans unersetzlicher „Supermann“.

Elijah J. Magnier, einer der besten Kenner der Region, ist aber nicht der Meinung, dass er, trotz seiner Popularität bei den Menschen des Iran, der mächtigste Mann im Land gewesen wäre. Er wies darauf hin, dass er die Befehle seines Vorgesetzten Mohammad Ali Jafari ausführen würde, und er wäre lediglich derjenige, der umsetzen würde, was der Sicherheitsapparat in Teheran entwickelt und unterstützt. Er hatte ein Team von Assistenten und Hilfen, und er wäre im Prinzip nur das Gesicht des Widerstandes, nicht aber der Widerstand selbst.

Magnier nennt Beispiele, wie der Westen gerne „Supermänner“ medial aufbaut, die es in Wirklichkeit so nie gab. Und er beschreibt auch, dass Soleimani nicht nur Erfolge, sondern durchaus auch Fehlschläge verbuchen musste. Der Autor führt aus, dass der General eigentlich nur innerhalb der Revolutionsgarden Entscheidungen der Militärführung umsetzt, mit der die „Achse des Widerstandes“, bestehend aus dem Libanon, Syrien, dem Irak, Palästina und dem Jemen, gestärkt werden soll. Sein Ruhm, so Magnier, beruhe in erster Linie darauf, dass die Politik der USA im Mittleren Osten grandios scheiterte, und seine Fehler dem Iran erlaubten, davon zu profitieren.

Und wieder im Irak

Wir erinnern uns an die langen Konvois, zum Teil nagelneuer Pick-Ups mit montierten schweren Maschinengewehren und anderen Waffen, die von den USA wohlwollend begleitet wurden, ohne etwas dagegen zu unternehmen. Nicht einmal Warnungen erhielten die irakischen Sicherheitsbehörden. Die USA betrachteten ISIS als einen „Strategischen Aktivposten der USA“ (1), weshalb sie den Terroristen erlaubten, im Irak zu wachsen und sich nach Syrien auszudehnen.

Die irakische Armee, so Magnier, war verängstigt und auf der Flucht, was den USA erlaubte, den Irak zu teilen: Kurdistan im Norden, Sunnistan im Zentrum und Schiitistan im Süden, also entlang den religiös und ethnisch gewünschten Bruchlinien. Balkanisierung war wohl ihr Programm, ähnlich wie jetzt in Syrien.

„Der Iran reagierte schnell und sandte seine Ausbilder, Waffen und Munition zur Zentralregierung in Bagdad und Erbil (Kurdistan). Der irakische Premierminister Nuri al-Maliki kontaktierte den Generalsekretär der Hisbollah, Sayyed Hassan Nasrallah und bat ihn, seine erfahrensten Ausbilder zu schicken. Nasrallah, der nicht nur an Welāyat-e Faqih, sondern auch an Sejjed Ali Chāmeneʾi als sein Mardscha‘- e Taglid glaubt, bemühte sich um den religiösen Segen für seine Entscheidung, Kämpfer in den Irak (und nach Syrien) zu schicken, denn dies war nicht von Soleimani, sondern von religiösen Autoritäten zu befehlen. Dem Islam folgend, trägt die Verantwortung für den Tod oder die Verwundung eines Hisbollah-Mitglieds die hohe religiöse Autorität (unabhängig von deren Nationalität) und nicht ein iranischer Militärkommandeur“  (2).

Und so war es wichtig, dass der Groß-Ajatollah Sistani zum Dschihad aufrief (Jihad Kifa’ei) und damit half, die Miliz Hashd al-Shaabi zu gründen, die Volksmobilisierungseinheit (Popular Mobilisation Force — PMF). Das geschah ohne Einflussnahme des Iran, und es oblag nun der Bevölkerung und seinen Anhängern, dem Ruf zu folgen oder nicht. Diese „Volksfront“ bildete sich hauptsächlich aus Freiwilligen und Mitgliedern anderer Milizen mit etwas Kampferfahrung. Magnier berichtet, dass der Iran nun hinzu trat und die Bewegung ausrüstete und trainierte, gemeinsam mit der Hisbollah. Und das wäre nicht die Entscheidung oder das Verdienst von Soleimani gewesen, sondern das Projekt der Außenpolitik des Irans, meint Magnier.

ISIS wurde so an den Toren Bagdads und Kerbelas aufgehalten. Und erst jetzt entschloss sich das US-Establishment zu intervenieren. Offensichtlich war der Plan nicht aufgegangen, zunächst ISIS Bagdad einnehmen zu lassen, um daraus die Rechtfertigung für eine erneute Invasion zu konstruieren. Die Zögerung hatte aber dem Iran gedient, um viele Gruppen im Irak auszurüsten und auszubilden und so moralisch an den Iran zu binden, wodurch der Einfluss des Iran im Irak wieder anstieg. Wieder war es die falsche Politik der USA, die dem Iran half, den Einfluss im Irak zu festigen.

Wenn sich heute die USA über die Einflussnahme des Iran in der Levante und Mesopotamien beschweren und den Rückzug des Irans fordern, wäre dies die Folge des Erfolgs des Staates Iran, eines Systems, einer Politik, und nicht der Erfolg eines Einzelnen, sagt Magnier.

Während der Amtszeit des US-hörigen Premierministers des Iraks, Haidar Abadi, sei Soleimani beleidigend behandelt worden. Der Premierminister kritisierte Soleimani öffentlich, erklärte in Medien, dass Soleimani falsche Behauptungen über seine Siege gegen ISIS verbreiten würde und er verwarf die Behauptung, dass der iranische General die erfolgreiche Rückkehr der Zentralregierung nach Kirkuk orchestriert hätte. Die Feindschaft zwischen den beiden Kontrahenten beruhte auf dem vergeblichen Versuch Soleimanis im Jahr 2014 einen anderen Kandidaten als Premierminister durchzusetzen. Es war laut Magnier der Großajatollah Sistani, der Soleimanis Pläne unterlief und darauf bestand, dass sich seine zwei Favoriten Nuri al-Maliki und Ibrahim al-Jaafari um die Position bewarben. Sayyed Sistani war immer gegen die Einflussnahme des Iran und der Hisbollah gewesen, berichtet Magnier.

Dann kamen im Irak die Wahlen von 2018.

„Ein Ereignis (unter vielen anderen), an dem ich als Beobachter teilnahm, war die Bitte Soleimanis an seinen wichtigsten Verbündeten im Irak, Hadi al-Maeri (Führer der BADR Gruppe, die während des Iran-Irak-Krieges für die Revolutionsgarden gekämpft hatte, Farsi sprechend, respektiert bei allen iranischen Politikern und der militärischen Führung) an einem Wahlbündnis mit dem Premierminister Haidar Abadi zur Wahl des neuen Parlaments (eines Präsidenten und des Premierministers) teilzunehmen. Al-Ameri und die al-Fateh Koalition (die nur aus Irans engsten Verbündeten besteht) verwarfen die Forderung Soleimanis trotz seines Ärgers und Drohungen“ (3).

Und wieder spielten die USA dem Iran in die Hände. Auf Grund der Zustimmung von Abadi, den US-Sanktionen gegen den Iran zu folgen, erhielt die US-kritische und iranfreundliche Gruppe verstärkt Unterstützung im Irak, und das sowohl von Sunniten als auch von Schiiten. Die Folgsamkeit Abadis gegenüber seinen Beschützern in den USA besiegelten sein politisches Ende und den Wiederaufstieg des Einflusses Soleimanis. Auch aus dieser Entwicklung mag man verstehen, warum die USA besser mit Diktaturen und autoritären Systemen zurechtkommt, als mit sich entwickelnden Demokratien.

Aber auch hier, so klärt Magnier auf, ging es dem irakischen Volk nicht darum, Soleimani zu Macht zu verhelfen, sondern dem iranischen Volk als Ganzes gegen die US-Sanktionen beizustehen. Die Iraker hatten erlebt, wie hunderttausende unter den Sanktionen der USA im Irak gestorben waren und wollten den Iranern, die ihnen nicht nur im Kampf gegen den Terrorismus als erste geholfen hatten, sondern auch Elektrizität geliefert und humanitäre Hilfe geleistet hatten, das gleiche Schicksal nicht zumuten.

Die Beschuldigungen der USA

Nun werden von den USA und vielen Verbündeten gebetsmühlenartig behauptet, dass der Iran „der größte Unterstützer des Terrorismus“ weltweit wäre. Was wir aber auch in diesem Artikel wieder lesen, ist keineswegs Terrorismus, sondern im Gegenteil der Kampf dagegen und der Kampf gegen illegale ausländische Besatzung, im Irak oder in Palästina. Wir sollten uns vor Augen halten, was die UNO über den Kampf gegen Kolonialismus und Besatzung sagt.

„Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat bei mehreren Gelegenheiten das Recht von kolonialisierten Völkern, und insbesondere Palästinensern, bestätigt, sich mit ,allen verfügbaren Mitteln, besonders auch dem bewaffneten Kampf‘, zu widersetzen (UNGA 1978) (4).

Die UNO-Generalversammlung hatte außerdem erklärt, sie ‚verurteile scharf alle Regierungen, die das Recht auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit von Menschen unter kolonialer und ausländischer Herrschaft sowie Unterjochung durch Fremde nicht anerkennen, insbesondere dem Kampf der Menschen von Afrika und des palästinensischen Volkes‘ (UNGA 1974) “(5).

Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Der Kampf des Iran und der ganzen Achse des Widerstandes ist ein Kampf gegen Kolonisation, Okkupation und Angriffskriege, geführt durch die USA, verbündete Golfdiktaturen, Israel und teilweise mit Hilfe von NATO-Staaten, darunter auch Deutschland. Und damit ist der Kampf der Achse des Widerstandes legitimiert und völkerrechtlich legalisiert.

Und während in den Ländern der Widerstandsachse, die sich in einem permanenten Kriegszustand befinden, die Menschen immer mehr Möglichkeiten bekommen, ihre Führung zu wählen, handelt es sich bei den Ländern, gegen deren Angriffe sie sich wehren um eine Oligarchie, Diktaturen oder im Fall von Israel um ein Apartheidsystem.

Wenn nun eingewandt wird, dass das Existenzrecht Israels über dem Selbstbestimmungsrecht der Völker stehe, das heißt dass Israel lediglich in präventiver Selbstverteidigung Besatzung, Kriege, Anschläge und Mossad-Tötungen ausführt, würde meine Antwort das Format hier sprengen. In diesem PodCast hier geht es nur darum, deutlich zu machen, dass weder die iranischen Revolutionsgarden, noch die Hisbollah oder General Soleimani „Terroristen“ sind, auch wenn sie auf die Terrorliste der USA gesetzt wurden, auf der auch schon Nelson Mandela und Jassir Arafat standen.

Die nächsten Schritte

Im Prinzip haben die USA dem Iran wieder einmal eine Vorlage gegeben, um den Einfluss des antikolonialen Widerstandes weiter zu vergrößern. Qassem Soleimani un der irakische Kommandeur Abu Mahdi al-Muhandes, die unter anderem bei dem Raketenanschlag der USA getötet worden waren, hatten sich auf dem Weg in die Türkei befunden. Sie hätten dort Gespräche mit höchsten militärischen und politischen Stellen führen sollen, um den Krieg gegen IS zu koordinieren und über einen Abzug der Türkei aus Syrien anzusprechen. Das zeigt, was andere Länder von dem Etikett „Terrorist“, den Israel und die USA vergeben, halten.

Die Reise war kein Geheimnis, und ganz offiziell. Niemand hatte erwartet, dass die USA einen Abgesandten des Iran auf dem Weg zu Gesprächen in einem NATO-Land ermorden würden. Insbesondere weil dieser Mord rein technisch vollkommen bedeutungslos ist. So wie die Ermordung des vorletzten Hisbollah Generalsekretärs durch Israel einen noch bedeutenderen Führer der Widerstandsbewegung im Libanon an die Macht brachte, wird auch diesmal ein neues Gesicht den Widerstand repräsentieren.

Aber für den Iran ergibt sich nun die Möglichkeit, noch mehr Druck im Irak dafür aufzubauen, dass ein Beschluss des Parlaments den Abzug der US-Streitkräfte aus dem Land fordert. Einen Gesetzentwurf wurde bereits eingebracht. Hätten die USA den Angriff auf den Konvoi von Soleimani, der sich auf einem nicht geheim gehaltenen Staatsbesuch befand, nicht offiziell zugegeben, müsste man überlegen, ob es nicht ein FalseFlag war, um die US-Basen im Irak endlich beseitigt zu bekommen.

Gleichzeitig veränderten die USA die Einsatzregeln. Sie gaben den Auftrag, hohe Beamte des Irans zu ermorden. Deshalb sollte man nicht überrascht sein, wenn der Iran mit der gleichen Änderung der Einsatzregeln reagieren wird. So wie der Iran die US-Streitkräfte als Antwort auf der Terrorlistung der Revolutionsgarden ebenfalls auf die iranische Terrorliste setzten.

Der ermordete Abu Mahdi al-Muhandes war ein stellvertretender Kommander der al-Hashd al-Shaabi, die wiederum eine offizielle militärische Kraft des Irak ist, welche unter dem direkten Kommando des Premierminister steht. Deshalb war der Raketenangriff auch ein Angriff gegen den Irak. Kein Premierminister würde es politisch überleben, nun so zu tun, als ob nichts passiert wäre. Abu Mahdi war nicht besonders beliebt im Irak. Aber nur wurde er zum Märtyrer und unzählige Anschläge gegen US-Personal werden seinen Namen tragen.

Waren in den letzten Wochen blutige Unruhen im Irak durch die USA unterstützt worden, auf denen auch gegen den Iran protestiert wurde, versammeln sich nun hunderttausende in Teheran und demonstrieren für den Abzug der USA Truppen und mit den Bildern iranischer Führer. Der einflussreiche irakische Politiker Moqtada al-Sadr gab der ihm folgenden Miliz „Jaish al-Imam al-Mahdi“ bekannt, dass sie sich für den Krieg gegen die US-Besatzer bereit machen solle. Während der Freitagspredigten begannen die Menschen anti-amerikanische Slogans zu rufen an Orten (6)(7) , an denen das bisher vollkommen unüblich war, nicht einmal zur Zeit des großen Widerstandskampfes gegen die US-Besatzung.

Der Iran hat bereits erklärt, dass der Raketenanschlag eine Kriegserklärung der USA wäre, und dass das Land darauf antworten werde. Die USA haben sich nicht nur selbst aus dem Irak katapultiert, sondern werden außerdem viel Blut opfern müssen. Etwas, das ich erst nach den US-Wahlen im November erwartet hätte. Denn nun ist das Rennen um das Amt des US-Präsidenten wieder offen. Durch den sich entwickelnden Schießkrieg mit dem Iran könnte Trump wohl eher nicht wiedergewählt werden. Denn eines seiner Versprechungen vor der letzten Wahl war, diese Art von Kriege zu beenden, nicht sie anzufeuern und zu beginnen.

Der Iran wird nicht überhastet antworten. Natürlich wird es hier und da, besonders im Irak, kleinere Anschläge von Hitzköpfen geben, aber das wird nicht die offizielle Antwort des Irans sein. Die wird auf sich warten lassen, bis die Aufmerksamkeit nachgelassen hat, und sie wird einen vergleichbaren Umfang haben. Und mich würde nicht wundern, wenn diese Antwort relativ spät kommen würde, um möglichst nahe an den Wahlen in den USA zu sein.

Während Israel nun die Streitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzte, scheint die Hisbollah im Libanon noch keineswegs in höchster Alarmbereitschaft versetzt worden zu sein. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Iran sich stark genug fühlt, um alleine eine entsprechende Antwort auf die Ermordung zu geben.

Soleimani hat nie versucht, sich geheim und geschützt zu bewegen. Wenn der Tod kommen würde, käme er eben, wird er zitiert. Deshalb hatte auch sein Mobiltelefon wie ein normaler Bürger benutzt. Er war der Meinung, wenn die USA ihn töten wollen, werden sie es ohnehin tun. Und so ist es nun also gekommen.

Aber natürlich ist damit der Krieg zwischen dem Iran und den USA von einem Wirtschaftskrieg zu einem Schießkrieg geworden, mit allen Gefahren der Eskalation. Nicht zuletzt, weil gerade eben erst Russland, der Iran und China gemeinsame Marinemanöver durchgeführt hatten.

Außerdem besteht nun die Gefahr, dass der Iran doch die Entwicklung von Nuklearwaffen vorantreiben könnte. Denn schon bei den letzten Umfragen war zu beobachten gewesen, wie die Meinung in der Bevölkerung sich veränderte, und entgegen der religiösen Gründe wegen denen der Iran bewusst weder Kernwaffen, noch Chemiewaffen oder ähnliche Waffen entwickelt hat, dreht sich die Meinung in der Bevölkerung zugunsten einer solchen Entwicklung.

Die deutschen Medien

Zum Abschluss möchte ich noch meine Scham darüber ausdrücken, welche Äußerungen von deutschen Politikern und so genannten Experten in den deutschen Medien unwidersprochen verbreitet werden. Es ist ganz einfach eine Schande für den deutschen Journalismus.

Quellen:

  1. http://www.globalresearch.ca/defense-intelligence-agency-create-a-salafist-principality-in-syria-facilitate-rise-of-islamic-state-in-order-to-isolate-the-syrian-regime/5451216
  2. https://ejmagnier.com/2018/11/27/who-boosted-qassem-soleimanis-image-and-spread-irans-influence-throughout-the-middle-east/
  3. Ebd.
  4. https://unispal.un.org/DPA/DPR/unispal.nsf/0/D7340F04B82A2CB085256A9D006BA47A
  5. https://unispal.un.org/DPA/DPR/unispal.nsf/0/C867EE1DBF29A6E5852568C6006B2F0C
  6. https://twitter.com/SinaToossi/status/1213047442616324096
  7. Der ganze Thread ist lesenswert: https://twitter.com/SinaToossi/status/1213002640600248320

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Bildquelle: Screenshot YT 03.01.2020

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse:18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

50 Kommentare zu: “Nur ein weiterer Mord des Imperiums…

  1. Als Hommage an die deutsche Sprache eine Bitte an den Autor:

    Wenn Briten oder Amerikaner von Middle East reden, meinen sie das, was wir als den Nahen Osten bezeichnen. Es wäre schön, wenn auch Sie die korrekte Bezeichnung/Übersetzung verwenden würden. Honeymoon sind ja auch die Flitterwpchen und kein Mond aus Honig, wie Sie vielleicht denken könnten.
    https://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/fragen-an-den-zwiebelfisch-wo-beginnt-der-mittlere-osten-a-364382.html

  2. world-economy.eu/details/article/suleimani-ein-mord-und-seine-folgen/

    Ich gebe Willy Wimmer das Wort.

    "Jede europäische Regierung sollte sich fragen, welchen Beitrag sie durch Kollaboration mit den amerikanischen Trump-Feinden geleistet hat, um einen friedenswilligen Präsidenten mit Blut an den Händen dastehen zu lassen? "

    • Danke für den Link. Nach der aipac Rede dachte ich, dass hat er nur gesagt um Präsi zu werden. Seine Tweets sind alles andere als friedlich. Meine Hoffnung in Trump habe ich schon lange begraben.
      Es bringt nichts darauf zu hoffen, dass ein ausländischer Staatsführer Weltfrieden bringt.
      Die Mörderdrohnen werden über Ramstein gesteuert und unsere Regierung steht knietief in fremdem Blut.
      Die irakische Regierung hat mehr Rückgrat als unsere:
      http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2020/01/irak-beschliesst-alle-fremden-truppen.html

    • Willy Wimmer ist ein achtbarer Mann. Seine Aussagen schätze ich über alle Maßen. Ich denke jedoch, dass er bei Trump zu naiv ist. Man kann nicht allen Herren dienen und auch noch seinen eigenen Weg gehen. Das versucht Trump. Dabei sieht man seinen Januskopf. Einerseits will er dem amerikanischen Volk helfen, den sozialen Abstieg durch Arbeitslosigkeit u.a. zu verhindern. Er will keine Kriege führen und gut dastehen in der Welt. Andererseits ist er undiplomatisch und damit ungeeignet für dieses Amt, twittert unüberlegt durch die Welt. Drittens, und das ist am schlimmsten, ist er Handlanger der Chabad Lubatischer Zionisten, die ihre Interessen im Weißen Haus durchsetzen und sogar einen Vertreter in der Familie Trumps haben, Jared Kushner. Enger geht es kaum. Man erinnere die Anerkennungen der USA im Hinblick auf Israel im November 2019, die früher noch als völkerrechtswidrig diskutiert wurden (Golan-Höhen, Siedlungspolitik etc.). Anfang Jan. 2020 wird dann ein General des Iran, ein Staatsangestellter bei einem Besuch im Nachbarstaat, der einer Vermittlungsmission diesen soll, mit einer Drohne abgeschossen?
      Niemand spricht hier von einem Bruch des Völkerrechts. Menschen werden beliebig auf die Terroristenliste der USA gesetzt. Es geht hier nicht darum, was der Einzelne von Soleimani hält. Es geht um Rechtsbrüche. Es geht darum, dass man bei Trump nicht erkennt, welche Linie er verfolgt. Einem jeden recht getan, ist eine Kunst die keiner kann.

  3. dangolka.com/hypersonic-missiles-are-a-game-changer/
    New York Times:
    Hypersonic Missiles Are a Game Changer, wenige Stunden vor dem Angriff!

    Quelle ist nicht die Seite der NYT, dort kommt man ur mit account rein.

    Ich zitiere:

    "What if the former commander of Iran’s Revolutionary Guards, Qassem Soleimani, visits Baghdad for a meeting and you know the address? The temptations to use hypersonic missiles will be many."

    Sieht nach einer Warnung aus? Oder?

    Also auf welcher Seite spielte der Terrorgeneral?

  4. epochtimes.de/meinung/analyse/hadi-al-amiri-soleimani-vertrauter-drahtzieher-hinter-angriff-auf-us-botschaft-war-obama-gast-im-weissen-haus-a3116160.html

    Wenn tatsächlich ein zweites Bengasi geplant war, dann gehören diese Teile des iranischen Regimes definitiv nicht zu den Guten, sondern sind Handlanger des deep state.

    So interpretiere ich deren Rolle. Es sind die Kräfte, von Clinton / Obama nur immer weiter gestärkt um zu helfen, die Region zu destabilisieren.

    Diese Leute sind doch nicht den gutmütige Kegelverein Teheran Süd. Die stochern doch seit Jahren überall herum, wo es danach riecht, den eigenen Einfluss auszubauen.

    Und immer zum Vorteil der eigenen oder fremden Bevölkerung?

    Für mich sind das deep state-Marionetten. Also weg damit.

  5. "conferma sagt:
    4. Januar 2020 at 22:36
    Tja, Obama / Clinton haben in Bengasi kaltblutig zugesehen, wie die IS- oder sonstwie benannten deep state-Arschgeigen den Botschafter platt gemacht haben.

    Das ist eben mit Trump nicht zu machen.

    Was hat denn der Iran in den letzten 6-12 Monaten alles gezündelt? Schon vergessen

    Nun war eben der Spaß voll."

    Was hat er denn gezündelt? Was ist gesichert? Was wird ihm einfach nur vorgeworfen?
    Ist ja nicht so das die USA , die sicher nicht das allein böse auf der Welt sind, nicht schon länger am kitzeln sind oder?
    Abgesehen davon was wäre wenn Pompejo oder seines Amtes bei einem Besuch in Saudi Arabien durch einen iranischen Angriff ermordet worden wäre?

  6. Warum es eben gerade diesen General getroffen hat, ist für mich nicht nachvollziehbar. Der Iran steht bekanntlich bei Herrn Trump ständig im Fokus.

    Insbesondere Dr. Daniele Ganser beschäftigt sich mit dem illegalen Krieg gegen den Iran 1953.

    Wir erinnern uns etwa auch an die Brutkastenlüge der USA, die zum Irakkrieg geführt hatte. Für diese Lüge hatte wohl eine Agentur 10 Mio. US-Dollar bezahlt.

    Der Irak war zu diesem Zeitpunkt ein Nicht-Rothschild-Zentralbank-Land und der Iran ist es auch heute noch.

    Dann gibt es dort etwa auch die Volksmudschahedin, die in erheblichem Maße am Sturz des Schah-Regimes beteiligt waren. Diese verloren aber nach der Islamischen Revolution die Auseinandersetzung um die Vormachtstellung im Iran.

    Spiegel am 04.10.2019
    In New York hat ein Bundesrichter Iran, die Hisbollah, al-Qaida und die Taliban angewiesen, den Hinterbliebenen der 9/11-Opfer Milliardenentschädigungen zu zahlen. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass Iran al-Qaida bei den Anschlägen unterstützte.

    Spiegel am 26.06.2014
    Iran unterstützt irakisches Militär mit Drohnen

    Amnesty am 23. Juli 2015
    Hinrichtungsserie im Iran: Fast 700 Todesurteile vollstreckt

    n-tv am 25. September 2009
    Geheime Uranfabrik
    Iran provoziert die Welt

    Jedenfalls ist es der Fall, dass der Iran wohl sehr große Ölvorkommen hat. Aber die dortige Bevölkerung hat davon nicht besonders viel.

    Es gibt zudem im Iran immer wieder Demonstrationen für Demokratie. Dann wird dort auch gelegentlich gegen die dortige Sparpolitik protestiert.
    Aber ob mehr Staatsausgaben langfristig wirklich für mehr Wohlstand sorgen?

    Im Zusammenhang mit Donald Trump gibt es düstere Prophezeiungen. Die einen behaupten, dass er eine schwere Krankheit erleiden wird. Es gibt zudem viele Spekulationen, dass mit Donald Trump die Apokalypse kommt.
    Der Hellseher Martin Zoller zur Zukunft Europas: Kein 3. Weltkrieg, aber Trump wird ermordet
    Hierzu gibt es ein Interview im Format "Welt im Wandel TV"

    • Dieser General war maßgeblich derjenige, der Israel die Libanontour vermasselt hat. Seitdem sieht Bibi Netanyahu ihn auch als persönlichen Widersacher. Das Ganze steht sicher auch in Zusammenhang mit seiner Hängepartie die sich in Israel abspielt.

  7. USA=böse
    Iran=gut
    Hirn=aus

    youtube.com/watch?v=eUiOW9IodaE

    Für den Fall, dass sich jemand mal über die Vorgänge informieren möchte und nicht gleich in die schwarz-weiß Schublade greifen will.

    • Da schließe ich mich "publik oberberg" aber mal an. Was für ein hanebüchener Dreck. Unfassbar. Das ist ja noch unterhalb Abiturienten-Niveau.

      Unfassbar, wie viele geistig Minderbemittelte binnen kürzester Zeit den selben pseudojournalistischen und ultraverlogenen Rotz, wie er aus dem restlos verkommenen Mainstream ausgek*tzt wird, auf YouTube abparken. Übelste Speicherplatzverschwendung, mehr ist das nicht, was Du ablieferst, "conferma".

      Willste etwa beim SPIEGEL anfangen? Oder in die CDU gehen? Eventuell zu den "Atlantikern", in ein paar Jahren Merz ablösen und ein zweiter Kissinger werden?

      "conferma", lass es, Du hast wirklich NULL VERSTAND, NULL! Geh' besser mit Özdemir an die Front, versuche nicht einen auf "Rezo" machen zu wollen. Du bist allenthalben noch peinlicher als dieses dämliche Maulhurenwürstchenkäppi.

      Nur noch peinlich. Und hör' auf, deine Klickzahlen durch solch abgef*ckten billigen Postings hochzudrücken. Du hast es hier bei KenFM nicht mit Idioten deiner Couleur zu tun.

      Danke.

    • An die Kommentatoren: Echt super Still den ihr da habt. Ich bin zwar inhaltlich auf eurer Seite doch die Art und Weise finde ich ziemlich abgeschmackt. Es macht zwar auch auch mich ungehalten solche "Infos" ausgerechnet hier zu sehen
      doch finde ich gerade deshalb ist es wichtig etwas überlegter und stilistisch, nicht inhaltlich, zurück haltender zu bleiben. Es ist doch nicht so, das zwangsläufig der aggressivere Schreibstil recht hat.

    • Aber hallo, Skyman und Publik Oberberg.
      Sie unterscheiden immer noch nicht zwischen Deep State und dem, was ein Kreis um Trump zu erreichen versucht.
      Vielleicht schauen Sie sich erst mal ein paar Links von Lion Media an, bevor Sie hier vorschnell Ihre Urteile abfeuern.
      Q und die damit zusammenhängenden Vorgänge scheinen Ihnen unbekannt zu sein.
      Ich muß hier Conferma in Schutz nehmen, wie auch den jungen Reporter von LionMedia, der seit geraumer Zeit eine ganz hervorragende Arbeit leistet.
      Tatsächlich ist es so, daß man die Weltpolitik inzwischen in verschiedenen Schichten und Tiefen beleuchten kann.
      Lion Media ist sehr tief drin.
      Und Trumps Gang auf der Rasierklinge – einerseits nicht den Eindruck hinterlassen, er würde Amerikas Macht verkleinern wollen und sich von überall zurückziehen; andrerseits die Nistlöcher des Deep State (auch vor allem des Deep State im Iran) ausräuchern, ohne daß es zur Revolte oder zum Krieg kommt; die ehemaligen Verbrecher Obama/Clinton/Biden dingfest machen und vor Gericht stellen; und das in einem Moment eines gefaketen Impeachment-Verfahrens, das der glatte Hohn ist – dieser "walk on the razors edge", um den beneide ich ihn wirklich nicht.

      Aber ja, je mehr Einfluß Lionmedia nimmt, und der geht ja inzwischen auf die 60 000 Abonnenten zu, je größer seine Reichweite wird, desto aggressiver werden die Gegenstimmen, die ihr Weltbild in Gefahr sehen.
      Noch vor zwei Monaten standen meist nur positive Kommentare unter seinen Veröffentlichungen.

      Ich sag mal: Weiter so, Leonard Zirnstein!
      Sie machen fast alles richtig, sonst würde es nicht dermaßen heftige Gegenreaktionen hageln.

    • Mit ein bißchen Feinfühligkeit und Intuition könnte man ja auch herausfinden, was für ein sensibler, aufrichtiger Mensch hier arbeitet und spricht:
      https://www.youtube.com/watch?v=iYLUf2CN0G8

      An Steffie: Sie nehmen zwar die Etikette in Schutz, möchten aber ansonsten auch gern Zensur walten lassen, ja?
      "Es macht zwar auch auch mich ungehalten solche "Infos" ausgerechnet hier zu sehen.."

      Was ich feststelle, daß viel zu viele Menschen viel zu schnell mit ihren Urteilen und Einschätzungen fertig sind.
      Da bedarf es nur einiger Reizwörter, und schon steht alles fest.
      Armes Deutschland.

      "solche Infos",
      Leut Leut.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/gesara/' rel='nofollow'>@Gesara</a>
      Wie kommst Du zu der Einschätzung, dass Lion Media "sehr tief drin" sei? Die Darstellung der Tanker- und Drohnenabschuss-Episoden sprechen nicht gerade für eine differenzierte Sicht, sondern eher für das bekannte Iran-als-Aggressor-Narrativ, das uns hier plötzlich als wohlrecherchiertes und irgendwie vom Mainstream abweichendes "Gesamtbild" verkauft werden soll. Solche "Informationen" brauchen wir ja wohl tatsächlich nicht nochmal – aus "anderer Ecke". Außer uns liegt daran, den propagandistischen Konsens durch Wiederholung aus scheinbar unterschiedlichen Ecken zu festigen 😉

    • Auch an Sie, Marionz: Sie haben von Lionmedia höchstens einen winzigen Ausschnitt betrachtet und schließen aus wenigen Darstellungen, Details, Formulierungen und Reizwörtern auf das Ganze.

      Selbst wenn Lionmedia keine neuen Fakten bringen würde, was ich stark anzweifle,
      und weiterhin nicht tief wäre in seiner Berichterstattung, was ich ebenfalls bezweifle – – –
      warum nicht auch noch andere Perspektiven einnehmen?

      Da der Standpunkt des Betrachters die Deutung so maßgeblich beeinflußt.
      Von einem Hochhaus aus sehe ich die Welt ganz anders, als von unter einer Brücke aus der Gosse.
      Vom Gipfel eines Berges aus sehe ich die Fakten anders, als aus einer Höhle heraus.
      Ich weiß, die Blase verspricht Bequemlichkeit. Aber was Sie im Grunde sagen, ist doch,
      daß Sie die Wahrheit bereits kennen. Und daß sie unumstößlich ist.
      Ich wäre mir da nicht so sicher.

      Wann geht es hier auf dem Forum mal um Kindesmißbrauch, satanische Sekten, MK Ultra, Pizzagate, Q, Qanon, Obamas Spionageapparat.
      Ich möchte die verschiedenen Richtungen und Ecken wirklich nicht missen.

      (Wußten Sie beispielsweise, daß Trump als eine seiner ersten Amtshandlungen die Zölle für Aluminium erhöht hat?
      Wer sich mit Geoengineering auskennt, ahnt warum…… Ach, es gibt so Vieles, was man anders sehen könnte, als der Querschnitt von KenFm das tut. Aber wir müssen da ja auch nicht übereinstimmen.)

    • Ich mag auch das hier: https://www.youtube.com/watch?v=uR8139W7d4U
      "Trumps Plan zur Entmachtung der Federal Reserve nimmt Form an"

  8. epochtimes.de/meinung/analyse/hadi-al-amiri-soleimani-vertrauter-drahtzieher-hinter-angriff-auf-us-botschaft-war-obama-gast-im-weissen-haus-a3116160.html

    Och, der nette Iran. Man muss ihn einfach samt und sonders verteidigen. Lauter knuffige Typen da. Sogar ihre Terrorbrigaden sind voll lieb. Denen kann man nichts schlechtes unterstellen.

    Mein Tipp: Der General Soleimani kriegt sicher den Friedensnobelpreis.

    Und um Amiri kümmert sich Obama. Wer solche Freund hat, dem ist nicht zu helfen.

    • Ääh, ja, weil Du glaubst, der Mann oder der Iran wären nicht "nett" ist also auch mal eben so ein Mord erlaubt? Solche Meinungen haben oft einen Propagandahintergrund, schau mal hier: https://peds-ansichten.de/2020/01/irak-krieg-usa-pmu-konzerne-oel/

  9. Soleimani war also der Oberbefehlshaber einer im Ausland operierenden Elite Einheit,
    wie sieht's dann mit den Chefs von SAS, Green Berets, Navy Seals und Co aus? Die machen doch soweit mir bekannt
    so ziemlich dasselbe für die "Guten".

    • Tja, Obama / Clinton haben in Bengasi kaltblutig zugesehen, wie die IS- oder sonstwie benannten deep state-Arschgeigen den Botschafter platt gemacht haben.

      Das ist eben mit Trump nicht zu machen.

      Was hat denn der Iran in den letzten 6-12 Monaten alles gezündelt? Schon vergessen?

      Nun war eben der Spaß voll.

    • conferma sagt:
      4. Januar 2020 at 22:36
      Tja, Obama / Clinton haben in Bengasi kaltblutig zugesehen, wie die IS- oder sonstwie benannten deep state-Arschgeigen den Botschafter platt gemacht haben.

      Das ist eben mit Trump nicht zu machen.

      Was hat denn der Iran in den letzten 6-12 Monaten alles gezündelt? Schon vergessen?

      Nun war eben der Spaß voll.

      Was hat er denn gezündelt? Was ist gesichert? Was wird ihm einfach nur vorgeworfen?
      Ist ja nicht so das die USA , die sicher nicht das allein böse auf der Welt sind, nicht schon länger am kitzeln sind oder?
      Abgesehen davon was wäre wenn Pompejo oder seines Amtes bei einem Besuch in Saudi Arabien durch einen iranischen Angriff ermordet worden wäre?

  10. Lassen wir doch mal alles mal weg, was so geschehen und gesagt wurde. Dann reduziert sich die ganze Sache auf ein schlichtes Morden von unliebsamen Menschen zu Zwecken, die zweifelhafter und krimineller nicht sein könnten.
    Mit welchem Recht nimmt sich eine Nation heraus Menschen einfach zu ermorden?
    Wo ist die Klage, wo der Prozess?
    Solch Aktionen sind nüchtern betrachtet ein simpler Bruch des Völkerrechts. Und wenn es eine aktuelle SPD braucht, um solch schlichten Umstand festzustellen, dann ist auch in der deutschen Politik etwas faul.

    Wann werden Dinge endlich so benannt, wie es sich gehört? Wann ist der Zeitpunkt und der Tötungs-Score erreicht, auch mal der USA zu sagen, dass sie einfach nur Terroristen sind?

    mfg

  11. epochtimes.de/meinung/analyse/hadi-al-amiri-soleimani-vertrauter-drahtzieher-hinter-angriff-auf-us-botschaft-war-obama-gast-im-weissen-haus-a3116160.html

    Wenn solche netten Leute unter sich sind, dann geht es halt ruppig zu. Ich erkenne auf iranischer Seite keine frommen Lämmer.

    • Aus Deinem link:
      "Der am Freitagmorgen durch einen gezielten Luftschlag auf Anordnung von US-Präsident Donald Trump ausgeschaltete Kommandant der iranischen Al-Quds-Brigaden, Qassem Soleimani, war der führende Kopf hinter dem Versuch proiranischer Milizen, Anfang der Woche die US-Botschaft in Bagdad zu stürmen."

      Dann sollen sie das der Polizei sagen, beweise vorlegen und den Mann festnehmen lassen.
      Der Mann ist als Repräsentant der iranischen Regierung gekommen um an den Trauerzeremonie für die 30 getöteten Iraker teil zu nehmen. Ganz offiziell mit bekannter Reiseroute ohne Geheimhaltung. So als ob Steinmeiner da hin fliegen würde. Folglich ist das völliger Quatsch auf den Du da reinfällst.
      Ich glaube nicht daran, denke das war eine spontane Reaktion auf die Ermordung von 30 Irakern. Deren Angehörige und Freunde sind halt vor Ort.
      Wäre das Generalstabs massig geplant, hätte es wirklich einen "Sturm" auf die Botschaft gegeben.

    • Polizei, Beweise, dann Haftbefehl? Und Inspektor Clouseau von der Sûreté holt ihn ab?

      Womöglich hätte der Gute sich ja auch selbst angezeigt?

      twitter.com/qanonnotables/status/1212958003562868736?s=21

      Wollte vielleicht die NYT doch eher eine ihrer Sumpf-Kreaturen warnen?

    • Bei mir werden plötzlich auch Mainstream-Beiträge vorgeschlagen. Bis vor ein paar Tagen kam das höchst selten vor, weil ich sie mir nie ansehe. Also wird jetzt offenbar manipuliert.

    • Mir haben sie, wer, weiß ich nicht, beim Thema "Drohnenmorde in Bagdad" zwei mal, gestern und heute, dass Internet gekappt. Ich musste den Rechner neu starten. Wer weiß wie das geht und wer die Möglichkeiten dazu hat?

  12. Wie man in den Nachrichten liest, geht das Morden weiter. Unsere Regierung unterstützt ganz offen den Staatsterrorismus. Die gleichgeschalteten Medien sorgen dafür, dass das Volk nicht aufmuckt. AFD-Meuthen befasst sich mit Elektroautos.

  13. https://www.youtube.com/watch?v=v0iqSYHswcY&t=62s

    Die JewSA sind mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit rundum gründlichst und mehrfach vermint. Nicht nur von einer einzigen gegnerischen Kraft, sie haben mehrere Rächernationen geradezu eingeladen, ganz ohne jede komplizierte, teure Rakete und zudem anonym bleibend erlitten Amerikanisches in nukleare Rechnung zu stellen. Sacharow lässt grüßen. Ob der IRAN jedoch jetzt schon den roten Knopf drückt, bezweifle ich allerdings, es hängt zu viel Umweltbelastung dran, Nordamerika wegzuspülen. Die Nachrichtenagentur TASNIM hatte 2018 ausgeführt, was Soleimani auf D. Trumps Twitter-Drohung antwortete:
    "„Wir sind derart in Ihrer Nähe, so unmittelbar, dass Sie es nicht einmal vorstellen können … Kommen Sie nur! Wir sind bereit … Wenn Sie den Krieg beginnen, werden wir den Krieg beenden. Sie sollen wissen, dass dieser Krieg alles zerstören wird, was Sie besitzen.“
    Nicht erst die russischen POSEIDON haben aus dem nordamerikanischen NATO-Erdteil eine primitiv auszulöschende Insel gemacht. Die JewSA hatten außer einer früher funktionierenden Wirtschaftskraft noch überlegene Militärmacht. Das haben sie 2001 jedoch strategisch nicht nachvollziehbar vergeigt, als sie den ABM-Vertrag (er erlaubte beginnend 1972 nur im Umkreis der Hauptstädte Moskau und Washington die Aufstellung von ABM-Systemen (Anti Ballistic Missiles) zur Abwehr feindlicher Raketen) in jenem Dezember 2001 einseitig kündigten und daraufhin die russischen Wissenschaftler, Techniker und Konstrukteure eine auf Jahrzehnte hinaus vernichtende Hyperschall-Antwort erteilen konnten.
    JewSA-Politik erinnert mich immer daran, wie wenn ein kindlicher Schach-Amateur gegen einen Meister antretend, dem ständig alle möglichen, erreichbaren Steinen wegschlägt, immer nur über den gegenwärtigen Zug, nie aber über dessen Konsequenzen nachdenkend.
    Das Problem mit Herrn Trump ist sein Taktieren ohne strategisches Abwägen. Dafür spricht seine Aussage unmittelbar nach dem durch ihn befohlenen Mord: " . . . ich bin bereit, weitere Schritte gegen den Iran zu unternehmen, falls die Amerikaner irgendwo in Gefahr sind".
    Das wiederum würde allerdings die Gegen-Attacke des Iran mit Sicherheit vorverlegen, lieber Jochen Mitschka.

    Herr Trump hatte bis zuvor noch keinen neuen JewSA Krieg begonnen, wird allerseits verbreitet. Falsch. Die Kündigung des INF-Vertrages zieht zwangsläufig Mittelstrecken-Raketenstationierung in Westeuropa und um China nach sich, die wiederum wegen der Vorwarnzeiten gegen Null einen KI-Einsatz. Jeder gute Hacker oder jede nur einigermaßen aggressive Terror-Organisation können somit der russischen und chinesischen KI eindeutige Angriffs-Fake-Signale senden.

    Das war´s dann.

  14. ACHTUNG: Der Artikel war ein Schnellschuss. Die Behauptung im den Artikel, dass Soleimani auf dem Weg in die Türkei war, konnte ich nicht durch eine zweite Quelle bestätigt erhalten. Bestätigt wurde, dass er als offizieller Gesandter des Irans auf dem Weg zur Beerdigung der Opfer des US-Raketenangriffs war. Über die geplante Weiterreise fehlt die Bestätigung.

    • Salvatorische Klausel: Einzelne Formfehler stellen das Gesamtwerk — sprich: Ihren Artikel und die exzellenten, scharfsinnigen Informationen darin — keinesfalls insgesamt infrage, werter Herr Mitschka.

      Ich habe nicht zu adeln, aber auch sie sind für mich einer der wenigen klugen, unbeugsamen, AKTIVEN Köpfe im Lande, die sich (und damit auch andere) nicht um den Verstand bringen lassen. Aufrichtigen Dank dafür, Herr Mitschka!

  15. Wie lange können die US-amerikanischen Banditen noch die Welt terrorisieren?
    Wer kann Ihnen das mörderische Handwerk legen?
    Was muss passieren, damit irgendwann mal nicht ein Welt-Bandit durch einen anderen ersetzt wird?

    • Russland und China könnten. Putin ist ein Freund von Bibi genau so wie Trump. China ist mit sich selbst beschäftigt, deren Eliten werden sich auch kaufen lassen. Also geht es so weiter.
      Ich denke in Nordkorea wird man genau beobachten wie mit einem nicht atomar gerüsteten Land umgegangen wird.

  16. https://www.youtube.com/watch?v=jQ1vuAdaM54
    ('DIE WELT' versucht, Trittin maultot zu machen [Anm.: Ich bin KEIN Grünen-Wähler!] Freilich sind dort Kommentare deaktiviert …)

    M. A. n. sagt Trittin das zumindest Notwendigste zu den gegenwärtigen Erkenntnissen.
    Video anschauen und bitte möglichst kritisch analysieren.

    "Schön" ist das mildlächelnde Überbesserwissen der WELT-Moderatoren. Ekelerrregend … Der DRECK dieser 'WELT' eben – und das live. Springer springt über jedes stinkende Stöckchen, ganz hoch.

    Soleimani bin Laden-Hitlerputin, das Böööse dieser 'WELT', wurde also nach dem Duktus der DRECKWELT "… ausgeschaltet (sic!) … getötet … töten … Terrorexperte war er, der General S. … man habe blabla Anschläge … Geheimdienstinformationen … militärische Schwäche des Iran ggü. dem US.atan … 'Killerkommandos' lossschicken (sic!!!) …" Genügt.

    Und dann wird Trittin ganz schnell abgewürgt. Redet ja nur Schei*e, der Jürgen … Jaja, SOWAS muss doch untergegraben werden!

    Für Ihre recht mutigen Antworten: Daumen hoch, Herr Trittin. Sie reden trefflicherweise immerhin VON KRIEG.

    Ihre nach gelben, todbringenden Schwefel stinkende Kriegstreiberleichengrün-Partei wird sich allerdings nicht aus der Sache rausschleichen können. Welchseln Sie besser die Partei, Herr Trittin, falls sie überhaupt noch den Geruch von zerfetzten oder verbrannten Leibern unschuldiger Menschen riechen können.

    Schönen Gruß auch an Marielouise Beck und den restlichen Grützen-Abschaum mit NATO-Couleur!
    Und bitte: "Jim" Özdemir als ERSTES an die Front — dann wird alles gut!

  17. "Etwas, das ich erst nach den US-Wahlen im November erwartet hätte. Denn nun ist das Rennen um das Amt des US-Präsidenten wieder offen. Durch den sich entwickelnden Schießkrieg mit dem Iran könnte Trump wohl eher nicht wiedergewählt werden." … ein überaus interessanter Gedanke! Cui bono! Wer zieht in den USA die Fäden? Danke für die professionelle Recherche! Fünf Sterne *****

Hinterlasse eine Antwort