KenFM im Gespräch mit: Dr. phil. Oliver Errichiello (Teil 1)

Dr. phil. Oliver Errichiello ist Markensoziologe und Autor aus Hamburg. In langjähriger Tätigkeit für Werbeagenturen hat er nicht nur sein Fachwissen angewandt, sondern auch erleben müssen, was man in dieser Branche alles falsch machen kann. Einige seiner Erkenntnisse in Bezug auf Werbung und Marken verrät er uns in diese zweiteiligen Gespräch, zudem ist er Autor mehrerer Bücher. Das zusammen mit seinem Kollegen Dr. phil Arnd Zschiesche verfasste neueste Werk, „Marke ohne Mythos. Das erste ehrliche Markenbuch oder warum so viele Menschen einen Mini brauchen“, wird im April 2013 erscheinen.

Teil zwei:

http://www.buero-fuer-markenentwicklung.de

6 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Dr. phil. Oliver Errichiello (Teil 1)

  1. Ich hab mir beide Videos vor vielen Monaten von vorne bis hinten angesehen und komme heute zu dem Schluss:

    Das ist der überflüssigste Interviewpartner – und in meinen Augen gab es nur einen, den Ihr bisher hattet. Es sei denn, Ihr zieltet nur darauf ab, die Werbebranche bloßzustellen. In diesem Fall wäre es ein Volltreffer.
    Der Mann spricht, als hätte jeder seiner Sätze eine Bedeutungsschwangerschaft, gleichwohl wissend, dass es sich nur um eine Bedeutungsscheinschwangerschaft handelt. Schaumschläger eben.

  2. Ein Beitrag der nicht nur analysiert, sondern auch für „mein praktisches Leben“ Informationen liefert. Wir sollten langsam auch mal an die Zukunft denken und aktiv werden, statt ewig zu analysieren. Die Welt dreht sich währenddessen bereits weiter.

  3. Also ich würd erstmal einwerfen dass die „Vollständigkeit“ der Informationen eines Sachverhalts eigentlich immer relativ sind.

    Die Geschichte zeigt man kann immernoch ne neue Information ausgraben die die Nuancierung des Ganzen verändert…

    Ich kann zB sagen Apple und Scientology sind beides Marken und daher gleich aber dann weitere Informationen erhalten: Scientology ist ne Sekte, Apple nen Softwareunternehemen und so kann mit jeder zusätzlichen Information weiter differenziert werden wobei am Ende immer ein Vorurteil bleibt denn ich kann nicht beweisen dass Hubbard nicht recht hatte und Außerirdische uns retten werden bzw.Apple hinter all den Bluthandys nicht die Weltrevolution plant um uns alle im Schlaraffenland leben zu lassen.

    Eigentlich ist ein Vorurteil quasi identisch mit dem Begriff Information, denn Informationen müssen auch nicht zwingend korrekt sein.

    Zum Satz: “In der heutigen Zeit sind Marken das einzige was UNS noch verbindet”
    Was meint er mit “UNS”?

    Ich glaube er meint die Gruppe die durch dieses gemeinsame Vorurteil gebildet wird.

    Leute mit gleichen Ansichten die sich vorher noch nie gesehen haben finden sich zB sympathisch und können viel unbeschwerter kommunizieren da Sie automatisch auf andere Eigenschaften schließen und sich so als Teil der gleichen Gruppe „verbunden“ fühlen.

  4. Zum Satz: „In der heutigen Zeit sind Marken das einzige was UNS noch verbindet“

    Was meint er mit „UNS“? Die Gesellschaft als Ganzes? Wenn ja dann ist es offensichtlich das Marken uns nicht verbinden. Sie spalten uns.
    Gutes Beispiel ist da der Schulhof.
    Dabei ist es nicht die Marke an sich die spaltet sondern es sind die Menschen die sich mit Marken identifizieren.

    Bei min 13:00 Thema Vorurteile:

    Das schlechte Beispiel mit der Ampel hab ich doch schonmal irgendwo gehört.
    Es gibt keine positiven oder negativen Vorurteile. Das Wort „Vorurteil“ bezeichnet eine Entscheidung die auf unvollständigen Informationen beruht. Je vollständiger die Information desto präziser das Vorurteil.
    Sind die Informationen vollständig wir aus dem Vorurteil ein Urteil.

    Ein Vorurteil ist kein Problem. Zum Problem wird es aber IMMER wenn ich auf meinem Vorurteil beharre OBWOHL es einem Abgleich mit der Realität nicht mehr standhält bzw ich Informationen hab die mein Vorurteil widerlegen.

    1: Du bleibst an der Ampel stehen aus Angst bestraft zu werden.
    2: Du gehst über die Straße weil kein Auto kommt oder du bildest dir ein Vorurteil gemessen an der Geschwindigkeit des Autos das auf dich zu kommt und entscheidest dann ob du losrennst oder nicht.
    3: Du gleichst dein Vorurteil ständig mit der Realität ab in dem du das Auto weiter mit deinen Sinnen beobachtest. Hält dein Vorurteil der Realität nicht mehr stand hast du dich getäuscht.
    In dem Fall gehst zurück oder beschleunigst deinen Schritt.
    Beharrst du auf deinem Vorurteil wirst du überfahren.

    • Ich muss mich an einer Stelle berichtigen.

      Das Vorurteil ist keine Entscheidung….sondern das Ergebniss eines Gedankenprozesses. Aufgrund des Vorurteils treffe ich dann Entscheidungen! So stimmts 🙂

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