KenFM am Set: Oskar Lafontaine auf der Stopp-Ramstein-Kundgebung in Kaiserslautern

Oskar Lafontaine gehört zu den letzen echten Linken im diesem Land. Der Mann ist nicht parteiisch, er hat Prinzipien. Eines dieser Prinzipien ist der Grundsatz “Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen”. Spätestens seit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien ist Deutschland wieder aktiver Kriegsteilnehmer. Eingebunden in die NATO, ist das wiedervereinigte Deutschland zum drittgrößten Waffenexporteur aufgestiegen. Aber auch wenn deutsche Waffen oder deutsche Soldaten nicht im Einsatz sind, wird mit deutscher Hilfe weltweit gemordet. Deutschland lässt es zu, dass die vereinigten Staaten von Amerika über die Airbase Ramstein ihren schmutzigen Drohnenkrieg gegen jeden Menschen führen, von dem sie behaupten, er würde amerikanischen Interessen im Wege stehen.

Willy Wimmer bezeichnete unlängst die Drohnen als fliegende Version der SS-Standgerichte. Oskar Lafontaine geht noch einen Schritt weiter. Nach der deutschen Definition von Terrorismus sind für ihn alle US-Präsidenten seit 1945 Terroristen, denn sie töten ohne rechtliche Grundlage weltweit Menschen. Die USA brechen das Völkerrecht auch über den Hebel Ramstein, während die Bundesregierung dem tatenlos zusieht. Unser Land lässt sich zum Mittäter machen, und wird bei der aktuellen Einkreisung Russlands zum Ziel eines Gegenschlages, wenn die bewusste Aggressionspolitik der NATO nicht endlich beendet wird.

Die von Ramstein aus betriebene Drohnenpolitik ist brandgefährlich für Europa, und richtet sich massiv gegen deutsche Interessen.

KenFM-Reporter Dirk Pohlmann traf Oskar Lafontaine, kurz bevor der Fraktionsführer der saarländischen Linken auf die Bühne der Stopp-Ramstein-Kundgebung in Kaiserslautern ging, um eine aufrüttelnde Rede gegen den Krieg zu halten.

33 Kommentare zu: “KenFM am Set: Oskar Lafontaine auf der Stopp-Ramstein-Kundgebung in Kaiserslautern

  1. Ihre „Oskar Lafontaine gehört zu den letzen echten Linken im diesem Land. Der Mann ist nicht parteiisch, er hat Prinzipien.“ ist eine falsche, parteiische und lächerliche Aussage.

    Nach Herrn Lafontaines Definition sind alle US-Präsidenten der vergangenen Jahre Terroristen. Verschweigen und Verzerren der Wahrheit , Verbreiten von Unwahrheiten ist die Methode von Demagogen. Es ist richtig, dass gegen Kriege, auch Drohnenkriege protestiert wird. Es ist aber feige den Kriegstreiber USA zu benennen und den Kriegstreiber und Faschisten Putin zu verschweigen. In seinem krankhaften Anti-Amerikanismus, seiner ideologischen Blindheit und seinem Hass verschweigt er bewusst , dass auch der russische Präsident völkerrechtswidrig die Halbinsel Krim annektiert hat, sich völkerrechtswidrig am Bürgerkrieg in Abchasien beteiligt hat und völkerrechtswidrig in Südossetien und Nordgeorgien einmarschiert ist und hunderte Menschen ermordet und zu Krüppeln wurden. Putin ist also auch ein Terrorist und auf Grund der Behandlung von Minderheiten, Journalisten und Kritikern auch ein Menschenrechte missachtender und Völkerrecht verletzender Faschist. Russland hatte ja, laut Lafontaine einen Grund: „Die Einkreisung Russlands“! Abchasien, Südossetien, Georgien – eine seltsame „demagogische“ Einkreisung! Menschen, die bewusst und aus ideologischer Blindheit verschweigen und ignorieren nennt man feige und heuchlerisch. Seine Hetzkampagnen gegen „Alles und Jeden“ werden mittlerweile mitleidig belächelt. Man könnte ihn auch als eine Gefahr für den inneren Frieden bezeichnen, wenn man nicht wüsste, dass Herr Lafontaine, der schon immer ein rhetorisch begabter Lautsprecher und Populist war, wenn es ernst wurde und er Verantwortung übernehmen sollte feige weggelaufen ist. Das Volk hat ihn, bis auf einige ideologisch blinde Anhänger, durchschaut. Schlimm und bedauernswert ist jedoch, dass er sich von falschen, heuchlerischen, nicht ehrlichen sogenannten „Friedensbewegungen“ gut honorieren und vor Moskaus Propagandakarren spannen lässt. Dass für ihn Geld nicht stinkt, hat er ja schon gezeigt, als er sich auf Grund einer zweifelhaften, rechtlichen Grundlage, natürlich „ohne Absicht“ 280 000 Mark Ruhegeld als Saarbrücker Ex-OB auszahlen ließ! Ein erneuter Abgang würde der Bevölkerung, aber auch ihm selbst, vermutlich einiges ersparen. Kriege, ALLE Kriege, Terror und Gewalt müssen verhindert werden! Kriegstreiber, ALLE Kriegstreiber, Terroristen und Faschisten müssen an den Pranger gestellt werden. ALLES ANDERE IST MANGELNDE ZIVILCOURAGE UND FEIGHEIT!

  2. „…Die Wählers Stimmen werden es zeigen…“
    Guter Versuch. Mit meiner Stimme einem Politiker in die „Vorleistung“ zu gehen, habe ich schon irgendwo gehört bzw. kommt schon banal bekannt vor. Nicht?
    Nicht das der Leser mich falsch versteht: Ich finde die Rede von Herrn Lafontaine gut, er steht für die selben Werte für die ich auch stehe. Aber! Diese grundsätzliche Einstellung uns (den Wählern bzw. den Bürgern) gegenüber: „Wählt mich, dann mache dies und das“. Bin ich wirklich so naive? Dies ist doch wieder ein Politiker typisches Versprechen, den weder er selbst noch seine Partei in irgend einer Form in der Lage sind zu realisieren. Wird das Wort „NATO-Austritt“ kaum von einem der (aktiven) Politiker in den Mund genommen. Schon rollt sein Kopf über den Bordstein, oder wenn er Glück hat kommt er Lebend davon und die Kariere ist ruiniert.

    So lande die Politiker, die ich wählen will, erpressbar sind, brauche ich nicht mal die Mühe und die Zeit mir zu nehmen zur Urne zu gehen.

    Gruß

  3. Jetzt warte ich noch auf Kochrezepte…!!!
    Wie wäre es damit, man beginnt, um den Frieden überhaupt eine Chance zu geben, den Mißbrauch von Artikeln zu beenden! Dieses: Ich , ich, ich, Hauptsache ich konnte mich mitteilen, egal wo, egal ob es passt, wird allmählich lächerlich!
    Von Ernsthaftigkeit weit und breit keine Spur!
    Vielleicht doch richtig, Bewusstseinswandel, in Form von Ego-Abbau! Aber das war sicherlich nicht gemeint!

    • Ich bezweifle IHRE Ernsthaftigkeit beim Thema Frieden. Grund SIE gehen verbal persönlich auf die los, die interessante Inhalte posten, die sehr wohl relevante Fragen aufwerfen und/oder neue Erkenntnisse/Hinweise liefern.
      Wenn Sie ein Thema nicht interessiert, können Sie es natürlich ignorieren. Das machen Sie aber nicht – Sie versuchen Themen, die Sie nicht interessieren, zu torpedieren. So auch hier.
      Sachliche Friedensdiskussion sieht meines Erachtens anders aus als das, was Sie hier machen.

    • @ Annette: “ Jetzt warte ich noch auf Kochrezepte…!!!“ Swienschiet mit Dill ???
      Oder kalter „Hund“ warm zugedeckt ? Alternative für den ganz schmalen Geldbeutel: Schuhsohle ganz durch mit Beifuss und Parmesellos.

    • @Michaela,

      falscher Hasen…schmeckt wunderbar!

      @Michael Kanellos…wer selbst nie auf Themen ein geht, kritisiert?
      Aber wenn man glaubt missionarische Ernährungsthemen gehören zum Ramstein-Thema…tut mir leid…Ernsthaftigkeit finde ich dabei nicht!

    • @Annette: Was mich an Ihren Texten -und nicht nur an ihren- hier stört, sind die persönlichen vorurteilshaften Unterstellungen. Das Hetzerische. Dies ist erfreulicherweise ein Freies Forum, aber gerade deshalb sollte eine möglichst freundliche und offen und ehrliche diskutierfreudige und wo möglich auch humorvolle Kultur hier gepflegt werden.
      Vielleicht ärgert es Sie, dass ich z.B. so unverblümt von „Leichensäcken“ spreche. Aber das tue ich bewusst provokant, weil mir die Ignoranz, mit der die grellst sichtbaren verheerenden Auswirkungen des Fleischkonsums einfach totgeschwiegen werden, nicht nur persönlich unsäglich auf den Geist geht, sondern weil ich sie als etwas Unheilvolles sehe.

    • @Veganislove…
      Der menschliche Umgang , richtig ist, er ist hier nicht anders , als in der Realität, vielleicht sogar noch unverblümter.
      Was mich zu meinem Kommentar bewegte, hat folgenden Grund.
      Da fahren viele Menschen, die Zeit, Kosten auf sich nehmen, um letztendlich auch für uns, die wir zu Hause sitzen wollen, können, müssen,um etwas zu bewegen,die für ihre Einstellung gerade stehen…Und hier?Hier wird über Ernährungsfragen diskutiert.
      Mit „hier „meine ich , bei Lafontaine, der gerade dort stand, wo wir nicht sein können! Das hat etwas mit Fairness zu tun, doch schlimmer noch ist ein anderes Problem, die fehlende Ehrlichkeit und so lange dem so ist, wird es nur Schnacker, oder Menschen geben die handeln. Aber die Schnacker profitieren davon, denn wäre dem nicht so, dann wären Deutschlands Straßen voll.

    • @Annette: Fehlende Ehrlichkeit? Wo sehen Sie die denn bei mir? Sie drohen hier immerzu mit dem moralischen Zeigefinger: Egoismus, fehlende Ehrlichkeit, Unfairness, usw. anscheinend möchten Sie das alles aus meinen Texten herauslesen, Ihr Problem.
      Was auf auf der anderen Seite fehlt, ist die Achtung und die gebührende Ernsthaftigkeit gegenüber meinen Thesen und meinen Argumenten, die, vielleicht wissen Sie es nicht, sehr wohl etwas mit dem Weltfrieden und dem Gesamtbewusstsein des Menschen zu tun haben und weltweit in unserer bisher bekannten Menschheitsgeschichte diskutiert wurden und werden. Allein von dem Pythagoräischen Prinzip werden Sie doch sicher auch schon etwas gehört haben, so informiert, wie Sie sich hier zeigen, oder?
      Ich finde es übrigens auch sehr schade, dass ich in Ramstein nicht dabei sein kann. In der Freien Heide war ich immer mit dabei und in Berlin werde ich, wenn irgend möglich, auch wieder dabei sein.

    • @ VeganIsLove

      Dieses ständige gegen Personen gerichtete Hetzerische ist der typische Modus von Auftragsschreibern.
      Damit ekeln die oft diejenigen weg, die Konstruktives und Sachliches vorbringen wollen, und dann haben die Auftraggschreiber ‚freie Bahn‘ für ihre Propaganda.

    • Oder, @Annette, können wir in Bezug auf Kriege und Ungerechtigkeit auch über den sog. „Utilitarismus“ diskutieren! Die Frage nach der wahren, alles mit einbeziehenden Nützlichkeit oder Unnützlichkeit des Menschlichen Tuens und Lassens allgemein. Da die Grundlage des Utilitarismus die Empfindungsfähigkeit ist, haben schon von Anfang an viele Utilitaristen nichtmenschliche Lebewesen in die moralische Berücksichtigung mit einbezogen. Einer der Vordenker dieser Richtung, Jeremy Bentham, schrieb seinerzeit in THE PRINCIPLES OF MORALS AN LEGISLATION die folgenden in der Tierrechtsliteratur viel zitierten Worte:
      „Der Tag mag kommen, an dem der Rest der belebten Schöpfung jene Rechte erwerben wird, die ihm nur von der Hand der Tyrannei vorenthalten werden konnten. Die Franzosen haben bereits entdeckt, dass die Schwärze der Haut kein Grund ist, ein menschliches Wesen hilflos der Laune eines Peinigers auszuliefern. Vielleicht wird eines Tages erkannt werden, dass die Anzahl der Beine, die Behaarung der Haut oder die Endung des Kreuzbeins ebensowenig Gründe dafür sind, ein empfindsames Wesen diesem Schicksal zu überlassen. Was sonst sollte die unüberschreitbare Linie ausmachen? Ist es die Fähigkeit des Verstandes oder vielleicht die Fähigkeit der Rede? (…)
      Die Frage ist nicht: können sie verständig denken, oder können sie sprechen, sondern: Können sie leiden?“

      Sein Schüler John Stuart Mill, der sich übrigens interessanterweise auch stark für die Rechte der Frauen einsetzte, sagte einmal „Tiere sind… die bedauernswerten Sklaven und Opfer des brutalsten Teils der Menschheit“.

      Ich habe mich im Laufe meines Lebens selber auf allen nur möglichen Ebenen(seelisch, geistig, körperlich) davon überzeugen können, dass die gesamte menschliche Tyrannei mit der blutigen und lebensverachtenden Unterwerfung der Tiere seinen Anfang genommen hat und sich immer weiter fortsetzte zur Versklavung andersartiger Menschen, zur Unterwerfung des Weiblichen und letztendlich zur Missachtung der gesamten Schöpfung. Es gibt in unserem natürlichen Fühlen, in unserem Hirnorgan, keine natürlich angelegte Trennlinie zwischen „wertem“ und „unwertem“ Leben. Mitgefühl ist von Natur aus unteilbar. Und wenn wir das gewaltsam zerteilen, dann beginnen wir, von innen her abzusterben. Dann degeneriert die „Krone der Schöpfung“.

      Ein zweites beachtliches Gebiet, auf dem dies sichtbar und schon lange wissenschaftlich bewiesen ist, ist die Deformation unseres Körpers und seiner Gesundheit durch die Ernährung über Tiere.
      Das 3., genauso beachtliche Gebiet ist hier die ökologische und Ökonomische Katastrophe, die durch die brutale patriarchalische Viehzüchterkultur maßgeblich hervorgerufen wurde, in der wir heute immer noch leben.

      Ich habe, verehrte @annette, weitest möglich über meinen Tellerrand hinausgeschaut! Aber alles, was Ihnen (und auch andern) dazu einfällt, ist die Idee, ich sei nur an mir selbst interessiert! Ich wäre froh, wenn auch Sie so an ihrem Bewusstsein interessiert wären! 🙂

    • In der Tat ist der scheinbar amoralische Utilitarismus ein guter Einstieg in reales moralisches Handeln. Ähnliche Ideen finden sich im Taoismus.
      @VeganIsLove
      Da Sie offenbar ‚Annette‘ ‚verehren‘, schreibe ich das an alle.

    • Taoistisch – und meines Erachtns zutreffend – ist übrigens auch die Erkenntnis, dass es weit besser ist, wenn Bürger handeln und Regierungen (feige!) nicht handeln als umgekehrt. Daher macht es meines Erachtens keinen Sinn, z.B. ohne Rücksicht auf Verluste aus der NATO raus zu wollen. Das wäre nämlich abgesehen davon, dass es ggf. die Lage bezüglich Kriegsgefahr in Deutschland verschlechtern würde, reiner politischer Aktionismus und kein bürgerliches Handeln.

    • @Michael Kanellos
      „Dieses ständige gegen Personen gerichtete Hetzerische ist der typische Modus von Auftragsschreibern.
      Damit ekeln die oft diejenigen weg, die Konstruktives und Sachliches vorbringen wollen, und dann haben die Auftraggschreiber ‚freie Bahn‘ für ihre Propaganda.“

      Sehr „kluger“ Kommentar Herr Kanellos.
      Sie haben ja soooo recht.

    • PS:
      Ich finde meine Kommentar allerdings klug – ohne Anführungszeichen.

    • @Veganislov,
      Utilitarismus ist meist nur zweckorientiert..
      aber lassen wir das, denn es lenkt nur vom eigentlichen Thema ab…
      Und nun, sitzen Sie gut????
      Ich essen kein Fleisch, seitdem ich meinen ersten Hund hatte, der mich dazu brachte, viel mehr auf die Natur zu achten, als früher!…Somit auch auf die Tierhaltung, gerade bei denen, von denen auch ich mich mit ernährt hatte.eat this… kennen Sie sicherlich…

    • @Veganislov,
      Utilitarismus ist meist nur zweckorientiert..
      aber lassen wir das, denn es lenkt nur vom eigentlichen Thema ab…
      Und nun, sitzen Sie gut????
      Ich essen kein Fleisch, seitdem ich meinen ersten Hund hatte, der mich dazu brachte, viel mehr auf die Natur zu achten, als früher!…Somit auch auf die Tierhaltung, gerade bei denen, von denen auch ich mich mit ernährt hatte.eat this… kennen Sie sicherlich…meine ersten Rezepte!

    • @Annette: Utilitarismus bedeutet zweckorientiert oder nützlich, ja. Ob man das als „nur“ sieht oder als „alles“ hängt davon ab, welche Bedeutung man einer Nützlichkeit oder einem Zweck gibt. Sie sind wieder nur oberflächlich und abschätzig mit diesem Hinweis umgegangen. Mir gefällt das nicht, dass Sie immer nur so einseitig negativ kritisieren und vorurteilshaft mit aller Gewalt immer nur das Schlechte in meine Texte hineinlesen wollen. Das genau hat mit dem guten Sinn des Utilitarismus nichts zu tun. Es hat keinen Sinn und Zweck, miteinander einen verbales wressling zu veranstalten. Der Sinn und Zweck der Machthaberei und des sich Bekriegens, den haben diese Utilitaristen eben gerade nicht gemeint. Ihr Ziel war das Glück und die möglichst allgemeine Zufriedenheit, die nur durch Gerechtigkeit erwirkt werden kann. Ob ich bequem sitze? Nein, ich friere jetzt eher.

    • @Veganislove

      „Nein, ich friere jetzt eher.“

      Komm, ich bring Dir eben einen Pulli vorbei 😉

    • Hi Veganislove, habe etwas zu: „Bentham, Jeremias (1748-1832),
      Englischer Philosoph und Sozialreformer
      Die Frage hat für die Menschen nicht zu lauten: Können die Tiere denken? Sondern sie
      hat zu lauten: Können die Tiere leiden? Darüber aber gibt es wohl keinen Streit, und das
      Wissen um diese Leidensfähigkeit muss daher die Hauptsache sein bei jeder Betrachtung
      der Tierseele durch den Menschen.
      Der Tag mag kommen, an dem der Rest der belebten Schöpfung jene Rechte erwerben
      wird, die ihm nur von der Hand der Tyrannei vorenthalten werden konnten. Die Franzosen
      haben bereits entdeckt, daß die Schwärze der Haut kein Grund ist, ein menschliches Wesen
      hilflos der Laune eines Peinigers auszuliefern. Vielleicht wird eines Tages erkannt werden,
      daß die Anzahl der Beine, die Behaarung der Haut oder die Endung des Kreuzbeins ebenso
      wenig Gründe dafür sind, ein empfindendes Wesen diesem Schicksal zu überlassen. Was
      sonst sollte die unüberschreitbare Linie ausmachen? Ist es die Fähigkeit des Verstandes
      oder vielleicht die Fähigkeit der Rede? Ein voll ausgewachsenes Pferd aber oder ein Hund
      ist ungleich verständiger und mitteilsamer als ein einen Tag oder eine Woche alter Säugling
      oder sogar als ein Säugling von einem Monat. Doch selbst wenn es anders wäre, was würde
      das ausmachen? Die Frage ist nicht: Können sie denken? Können sie sprechen? Sondern:
      Können sie leiden?“
      L.G.

  4. Ich finde es sehr schade, dass so ein Mann wie Oskar Lafontaine keinen großen politischen Einfluss mehr hat. Ich hätte ihn mir damals als Bundeskanzler gewünscht.

    • Ja. Aber solche Persönlichkeiten kriegen in dem bestehenden Gewalt-System immer rechtzeitig einen Schuss vor den Bug verpasst, oder ihre innere Flamme für Gerechtigkeit wird gleich ganz ausgelöscht. Das einzige Mittel, diese Regel zu durchbrechen, wäre ein erheblicher Zuwachs solcher Persönlichkeiten und eine Abnahme der immer noch weit verbreiteten teilnahmslosen Spießigkeit, kurz: das, was einmal jemand als (geistigen)“Quantensprung“ formuliert hat. Aber wenn die Menschheit nicht damit aufhört, sich von Qualfraß zu ernähren, sehe ich da schwarz.

    • @Veganislove:
      Ich denke Sie zäumen das Pferd von hinten auf. Vegane Ernährung mag ja die Konsequenz eines ethisch gesinnten Menschen sein. Aber sie ist nicht für sich gesehen ein Garant für verantwortungsvolles moralisches Handeln.
      Für mich gibt es nur eines, was einen geistigen Quantensprung in der Menschheit auslösen könnte und das ist eine neue von kirchlichen Dogmen und falschen Überlieferungen befreite Religion. Wenn man in die Vergangenheit schaut, waren es immer die Religionen, die diese geistige Evolution hervorgerufen haben. Und immer dann, wenn deren Wirkung durch Missbrauch und Verfälschung nachgelassen hat, fingen die Menschen an, im Materialismus zu versinken und dekadent zu werden. So funktioniert der Mensch eben: Richtet er seinen Blick nicht himmelwärts, versinkt er im Morast der materiellen Welt und aus einem potenziell engelgleichen Wesen wird ein wildes Tier.

    • „Das Pferd von hinten aufzäumen“, oder besser gesagt, nur an der Oberfläche schürfen, tun meiner Ansicht nach jene, die glauben, die Art der täglichen Ernährung nehme keinen starken Einfluss auf den gesamten Menschen, Seele-Körper- Geist. Ich schrieb das nicht einfach so ahnungslos dahin, wie Sie, denn ich selbst habe ja die Metamorphose durchlebt. Der Mensch, der ich damals als Omnivore war, kann mir heute nur noch leid tun. Ich habe zwar Tiere immer geliebt und war immer gegen Gewalt und für Gerechtigkeit, aber ich war depressiv und hatte immer Hautprobleme, sodass ich mich für meine gesamte Existenz eigentlich immer nur geschämt hatte, ohne zu wissen, warum eigentlich.
      Ich bin- mit vielen anderen zusammen in der Welt, nach meiner gesamten Lebenserfahrung auf allen Ebenen, tief und unumkehrbar davon überzeugt, dass wir Menschen uns mit Vertilgen unserer empfindsamen Mit-Lebewesen nicht mehr weiterentwickeln können, mehr noch, genau daran zugrunde gehen. Wenn wir diese gewaltgläubige patriarchale Viehzüchterkultur weiter mit uns herumschleppen, hat das menschliche Leben aus meiner Sicht nur noch einen Unwert. Dass Sie so leichtfertig meine These kippen können, zeigt mir, dass sie noch vieles an Fakten gar nicht wissen, was mit dieser lebensvernichtenden Unkultur zusammenhängt. Lesen Sie doch mal ein gutes Buch darüber, z. B. „The World Peace Diet“, in deutscher Ausgabe „Ernährung und Bewusstsein“, von Will Tuttle, dann werden Sie an diesem Punkt vielleicht ein wenig nachdenklicher.

    • Falls es irgendjemand interessiert: Ich hab eben zu meiner großen Freude erfahren, dass auch der neue Tennisweltmeister jetzt gerade sein erstes veganes Restaurant in Monaco eröffnet hat – es sollen weitere folgen. Vielleicht wird ja sein Trainer, unser ehemaliges „Bobbele“ jetzt auch vegan! Als Veganer hätte er keine künstliche Hüfte gebraucht! Milchprodukte verursachen neben vielen anderen Erkrankungen auch Osteoporose! Jawoll!
      (Mitesser sind übrigens überschüssige tierische Fette durch Milchprodukte. Veganer haben gut durchblutete, feinporige Haut ohne Mitesser!)
      Also, an alle, die schöner sein oder werden wollen: Werdet vegan und unterstreicht und vertieft damit Euren Pazifismus! Veganer haben auch keine „Leichensäcke“ unterm Kinn!

    • @Joachim Schuster: „…waren es immer die Religionen, die diese geistige Evolution hervorgerufen haben…“

      Da erhebe ich Einspruch. Religionen können zwar m.E. guten Halt in Hoffnungslosigkeit bieten. Das darf man nicht unterschätzen.
      Aber eine „geistige Evolution“? Ich bitte Sie! Worin besteht denn eine Evolution, wenn sich z.B. Katholiken und Protestanten in Nordirland jahrelang die Köpfe einhauen? das sind Dummköpfe, aber keine geistigen Wegbereiter für evolutionär Neues.
      Geistige Evolution kam und kommt nach meiner Auffassung immer vom philosophischen Zweig, eng verknüpft mit Naturwissenschaft. Insbesondere der Astrophysik.

      @Veganislove: „wenn die Menschheit nicht damit aufhört, sich von Qualfraß zu ernähren, sehe ich da schwarz“

      Anmaßend, arrogant, dilettantisch, egoistisch, sprich: ziemlich unverschämt. Das sind spontan die Worte, die mir dazu einfallen.
      Ich nenne Ihnen mal 2 Persönlichkeiten der Geschichte. Wenn ich Ihre Befürchtungen und Ihr Postulat richtig verstanden habe, gibt es herausragende Leistung auf geistigem Gebiet nur durch vegane Ernährung?
      Auf beide nachfolgende Persönlichkeiten trifft dies nicht zu. Um Missverständnisse auszuschließen: Ich versuche keineswegs, das Gegenteil Ihres Standpunkts als Richtigkeit nachzuweisen. Vielmehr weise ich Ihnen nur nach, dass Sie falsch liegen.

      1.) Leonard Bernstein:
      Diesen Musiker/Komponist/Dirigent/Pädagogen werde ich verehren, solange ich lebe. Veganer? Nö, das Gegenteil! Hat geraucht wie ein Schlot, getrunken bis zu Abwinken, Ernährung häufig mit Fast-Food. Liebhaber saftiger Steaks.
      Lenny Bernstein hat der Menschheit so viel gegeben, wie Sie es vermutlich nicht in tausend Jahren schaffen werden.

      2.) Modest Petrowitsch Mussorgski:
      Russischer Komponist/Pianist. Bereits im Alter von 42 Jahre verstorben, wegen hoffnungsloser Alkohol-Abhängigkeit. Von der (sonstigen) Ernährung brauchen wir erst gar nicht zu reden. Überlasse ich gern Ihnen, das zu recherchieren.
      Das gleiche Bild: Unsterbliche Werke hat dieses Genie der Menschheit hinterlassen. Sie können sich ja mal -vegan gestärkt- ans Piano setzen und seine „Bilder einer Ausstellung“ üben. Ich komme dann in 5 Jahren vorbei und bewerte Ihre Interpretation. Vielleicht sind Sie ja der erste Mensch, der dieses Werk im Sinne des Komponisten spielen kann. Bisher gibt es niemand!!

      Last not least: Fast ausnahmslos kann ICH Ihre ethischen Gedanken unterstreichen. Ich stopfe aber Schweinefleisch in mich hinein, bis es fast zu den Ohren rauskommt! Wie passt das zusammen? Richtig! GAR NICHT! Ich kann nur hoffen, dass Sie mit diesem Unfug hier bald aufhören.

    • @ Joachim Schuster an Veganislove: “ Sie zäumen das Pferd von hinten auf“

      Bin derselben Meinung. Es müsste das Ergebnis eines Bewusstseinswandels sein, die Konsequenz aus Mitgefühl mit den Tieren, dass Quälereien ein Ende finden. Es wird kein Bewusstseinswandel dadurch entstehen, dass man den Menschen die Fleischnahrung wegnimmt. Würde man das gewaltsam versuchen, käme es zu Mord und Totschlag im Ergebnis.
      Der Verzicht auf Brot, Milch, Honig und Eier ist für mich indiskutabel. Die Idee, „den Frieden herbei zu essen“, halte ich für eine Schnapsidee.

    • @Michaela

      Sie reden hier groß herum von ‚geistigen Inhalten‘, aber probieren Dinge nicht einmal aus, bevor Sie sie als ‚indiskutabel‘ hinstellen. ‚Geistige Inhalte‘ sehen meines Erachtens und meiner freien Meinungsäußerung nach anders aus als das, was Sie hier in der Regel posten.

    • @ Ron B.

      ‚Wie passt das zusammen? Richtig! GAR NICHT! Ich kann nur hoffen, dass Sie mit diesem Unfug hier bald aufhören.‘

      Sie schreiben Dinge, die sogar nach Ihrer EIGENEN Meinung gar nicht zusammenpassen (wobei ich Ihnen sogar zustimme). Un bezichtigen im nächsten Satz Andere des ‚Unfugs‘. DAS passt meines Erachtens auch nicht zusammen.

    • Rolf Schwindling@ Nein danke, Versager und unfähige Politiker haben wir genug. Er hatte die Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen und Vorschläge umzusetzen, war aber zu feige. Ohne Verantwortung den Lautsprecher machen ist viel einfacher und bequemer. Er hat sich viel zu oft geirrt und war so vergesslich, dass ihm nicht bewusst war, dass er eine Rentenzahlung von über einer Viertelmillion, zu Unrecht kassiert hat. Was jedoch viel schlimmer ist, für sin persönliches Interessen, als Ministerpräsident das Presserecht zu ändern und zu beschneiden. Das ist kein Verhalten eines Demokraten, sondern das eines Diktators und Faschisten. Noch einmal: Nein Danke, auch Nein danke an eine heuchlerische, einseitige sogenannte „Friedensbewegung“ und ihre Hauptredner, die den Kriegstreiber USA zu recht anprangern, aber aus Feigheit, Falschheit und ideologischer Blindheit den Kriegstreiber Russland verschweigen. So ein Verhalten passt aber in das Schema des verlogenen Demagogen. „Ein Demagoge, der dem Pöbel schmeichelt, der behauptet, dass in dessen schwieligen Fäusten die eigentliche Intelligenz des Volkes liege, der lügt mit Bewusstsein; das ist der Grund, warum Demagogen zu den scheußlichsten Gestalten der Geschichte gehören.“
      (Heinrich von Treitschke- 1834 -1896)

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