KenFM am Set: Pascal Luig zu Stopp Air Base Ramstein 2019

„Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!“

Wer diesen Satz ernst nimmt, für den ist die US Air Base Ramstein schwer erträglich. Ramstein liegt in Rheinland-Pfalz und ist die wichtigste Militäranlage der US-Streitkräfte außerhalb der USA überhaupt.

Von Ramstein aus werden nicht nur sämtliche Drohnen-Einsätze des Pentagons koordiniert, Ramstein ist auch die logistische Drehscheibe, für alle Kriegseinsätze in Middle East. Ohne Ramstein wären die völkerrechtswidrigen Angriffskriege der USA oder die permanente Menschenjagd via Killer-Drohnen nicht möglich.

Die Bundesregierung weiß von alledem, macht aber seit Jahren bewusst auf naiv. Sie will nichts wissen. Sie will nicht von der Möglichkeit Gebrauch machen, den Standort Ramstein zu kündigen. Juristisch wäre das kein Problem und die wiedervereinigte Bundesrepublik würde endlich einen überzeugenden Beitrag zum Frieden auf diesem Globus leisten.

Woran hapert es? Hier kann man nur spekulieren. Offensichtlich fehlt unseren Volksvertretern der Mut, Washington die Stirn zu bieten. Oder man hat gelernt zu kriechen, wenn man politische Karriere machen möchte. Unsere Regierung ist damit Teil des Problems. Man hat im Kanzleramt offensichtlich kein Problem damit, wenn der große Bruder jeden Tag mittels Ramstein Menschen ermordet, Kriegsverbrechen begeht und das Völkerrecht mit Füssen tritt. Sind die Urteile von Nürnberg den Damen und Herren in Berlin wirklich kein Begriff?

Was können WIR, die Bürger, tun?

WIR können Teil der Friedensbewegung werden und vom 23. bis 30. Juni 2019 nach Ramstein fahren, um dort das Friedenscamp zu besuchen.

WIR können mit der Abschlussdemonstration vor den Toren der US Air Base unseren Protest ausdrücken.

WIR können Gesicht zeigen.

WIR können beweisen, dass wir nicht nur im Internet für den Frieden einstehen, sondern dass wir auch bereit sind, für unsere Überzeugung auf die Straße zu gehen.

Das alles können WIR tun.

WIR sind das Volk.

WIR haben die Macht. Alles, was WIR tun müssen ist, ähnlich wie damals bei der Anti-AKW-Bewegung, Hartnäckigkeit zu beweisen.

Der Militärisch-Industrielle-Medien-Komplex organisiert seit Jahren Kriege rund um den Globus. Er tut das konsequent und an allen Fronten. Wer als Gegenentwurf, statt des nächsten Weltkrieges, den ersten Weltfrieden erreichen möchte, muss ähnlich stur sein. Er darf sich trotz der vielen Tiefschläge nicht von seinem Friedensweg abbringen lassen. Frieden ist ein Marathonlauf, kein Sprint.

Kommt nach Ramstein und zeigt der übermächtig wirkenden Rüstungsindustrie, dass sie mit euch rechnen muss. Leistet nicht nur Widerstand, sondern seht diesen Einsatz für den Frieden sportlich.

WIR geben niemals auf und WIR stehen für Fair Play. Weltweit.

Ramstein ist der logistische Teil eines Sauriers, dessen Zeit abgelaufen ist. Krieg ist out und Weltfrieden alternativlos.

Kommt 2019 mit einem Lächeln nach Ramstein und trefft tausende Gleichgesinnte, die eine ähnliche Philosophie teilen.

Du sollst nicht töten – denn das Leben ist heilig!

Hier findet ihr weitere Informationen zur Aktionswoche: https://www.ramstein-kampagne.eu/stopp-air-base-ramstein-2019/

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12 Kommentare zu: “KenFM am Set: Pascal Luig zu Stopp Air Base Ramstein 2019

  1. **
    Liebes KenFM-Team,
    dies ist eine Test-Mail gemäß Absatz 2 Satz 3 der KenFM-Netiquette. Gilt das noch mit den zwei Sternchen (**)? Galt nämlich offenbar nicht bei meinem Kommentar vom 10. Juni 2019 at 22:04 zu dem Gespräch mit Norbert Häring vom 6. Juni 2019.
    mfg
    **

  2. „AfD not Welcome“ solange nur die Guten, wie Kriegs-führende Parteien wie Grüne und SPD und nicht etwa Nazis für den Frieden sein dürfen, solange wird die Friedensbewegung nichts (mehr) rocken.
    6000 Protestler vor dem AfD-Parteitag in Augsburg, fehlten letztes Jahr sodann in Ramstein.

    • Ja, das war traurig, weil es nicht konsequent ist. Konsequenterweise hätten viele andere ebenso ausgeschlossen werden müssen, denn wer ist schon „besser“ als die AFD? Der Fokus auf das gemeinsame Friedenwollen und in diesem Sinne dann wirklich auch handeln, könnte die Friedensbewegung doch wunderbar stärken.

  3. Ramstein und der technisch perfektionierte Massenmord via Drohnen sind das Zyklon B der Neuzeit.
    Allerdings ist das unbeholfene Beschreiben von abstrakt „Relaisstation“ oder „Das hat was mit der Ellipsenform der Erdkrümmung zu tun“ (Reiner Braun) in ungefähr so banalisierend, wie die „FakeNews“ der BBC während des Zweiten Weltkrieges:
    Angebliche Massenmordvergasungen von Juden in Deportationszügen oder in Eisenbahntunneln befindlichen Deportationszügen waren aufgrund der unsicheren Informationslage entstandene Gerüchte, die zwar in ihrer konkreten (technischen) Realisierung des Massenmordes falsch waren, die Grundaussage eines technisch-perfektionierten Massenmordes mittels eines neuen Giftgases war jedoch mehr als korrekt. Das Wissen von Deportationszügen war bekannt und warf die Frage nach den Zielen dieser Züge und dem Verbleib der Deportierten auf. (siehe Literatur: Peter Longreich, „Davon haben wir nichts gewusst! Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933 – 1945“)

    Ähnlich ist es heute mit der Air Base Ramstein. Wir wissen nicht genau, wie technisch-perfektioniert die Amerikaner den Massenmord und den „Krieg gegen den Terror“ von und in Ramstein führen. Wir wissen allerdings, dass Sie es tun!
    Weiterhin kann man mit einem bissle Nachrichten-technischen Grundverständnis davon ausgehen, dass in Ramstein nicht nur „die Signale weitergeleitet“ werden, sondern auch aufs Knöpfchen zum Auslösen der Raketen gedrückt wird. Weniger als 1 Sekunde Latenz im Vergleich zu 2,2 Sekunden (O-Ton im Film „Good Kill – Tod aus der Luft“) ist der perfide Standortvorteil von Ramstein im Vergleich zu Nevada.

    • oder nach Jugoslawien, wo sich die USA Dank Unterstützung von Grüne und SPD vor 20 Jahren ebenso einen Militärbasis-Standort erbombt hatten.

  4. Ich glaube, das funktioniert nicht mehr so wie damals. Als „visuelles Mahnmal“ waren Atomkraftwerke und Raketen wirksam, um Massen zu bewegen, sich dorthin aufzumachen. Was Atomkraftwerke und Raketen sind und bedeuten, das musste und brauchte man nicht im Internet per Smartphone recherchieren. Ramstein dagegen ist ein unbekanntes, unzugängliches Gelände, von dem verborgene Aktionen ausgehen. Das muss man – und kann man nur – per Smartphone recherchieren. Physisch kommt man da gar nicht ran. Und außerdem, die jungen Leute heute sind gewohnt, dass ihnen alles ins Haus bzw. an ihr Smartphone geliefert wird. Irre ich mich, oder war das bei Greta nicht so, dass ein Photo eines Mädchens am Boden auf der Strasse von Smartphone zu Smartphone zunächst regional und dann weltweit verbreitet wurde? Dass dann aus einem einzelnen Mädchen weltweit Gruppen wurden, die immer größer wurden, um schließlich zu Massen zu werden. Überall auf der Welt verteilt? Man musste sich nicht auf den Weg nach Ramstein machen.

    Heere von PR-Beratern, einige davon gewaltige Konzerne, beraten heute Regierungen und Unternehmen. Wenn etwas wie Greta uns in Erstaunen versetzt, dann sollten wir an diese Leute denken. PR-Beratung ist existentiell geworden, folglich sehr teuer. Aber vielleicht findet sich unter uns einer von diesen Leuten, der weiß, wie man das macht. Wie man eine so abstrakte Sache wie Ramstein zu einem „Bild“ macht, mit einer Botschaft verknüpft und per Smartphone Massen auf die Straße bringt, wie das bei einem Bild von einer Person möglich ist? Mir ist dazu noch nichts eingefallen.

    • Überhaupt…“deutscher Boden“, ist noch böser Nazi-Sprech.

      Gehört dieser Boden nicht allen, am wenigstens aber den Deutschen.

      Deutsch…ist das nicht genau so eine Illusion wie männlich/weiblich?

      Feindstaatenklausel, wie sind besetzt. Sollen wir jetzt auch noch daran schuld sein, dass die Besatzer sich hier eine Basis halten?

      Wenn wir keine Möglichkeit haben, dieses Ding zu schließen, dann haben wir auch keine Schuld.

      Oder kann unsere Regierung dicht machen?

      Das geht doch gar nicht, wie lächerlich ist denn diese Vorstellung?

    • @D1
      zur Kündigung des Stationierungsvertrages ausländischer Truppen gibt es widersprüchliche Angaben:

      einerseits…..
      Nach Punkt 3 des deutsch-alliierten Notenaustausch vom 25. September 1990 besteht für jede stationierte Vertragspartei die Möglichkeit durch Anzeige an die anderen Vertragsparteien unter Einhaltung einer Frist von zwei Jahren von dem Aufenthaltsvertrag zurückzutreten. Die Bundesrepublik Deutschland kann den Aufenthaltsvertrag gemäß dem Notenwechsel in Bezug auf eine oder mehrere Vertragsparteien durch Anzeige an die Vertragsparteien und unter Einhaltung einer Zweijahresfrist beenden.
      In einem Nachtrag des Auswärtigen Amtes zur Bundespressekonferenz am 13.05.19 teilt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mit: -Zitatanfang- Es bestehen keine fortdauernden Besatzungsrechte in Deutschland, sondern lediglich freiwillige vertragliche Verpflichtungen, die Deutschland als souveräner Staat freiwillig eingegangen ist. Der „Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland“ vom 12. September 1990 (sog. „Zwei-plus-Vier-Vertrag“) hat die noch bestehenden Rechte und Verantwortlichkeiten der Vier Mächte beendet sowie alle noch bestehenden Einrichtungen der Vier Mächte aufgelöst. In Artikel 7 des Vertrags heißt es abschließend: „Das vereinte Deutschland hat demgemäß volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten.“ Die Präsenz alliierter Truppen in Deutschland ist im NATO-Truppenstatut sowie seinem Zusatzprotokoll geregelt. -Zitatende-

      und andererseits..
      Das öffentlich zugängige Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages (WD) kommt unter dem Titel „Überleitungsvertrag und Feindstaatenklauseln im Lichte der völkerrechtlichen Souveränität der Bundesrepublik Deutschland“ zu dem eindeutigen Schluss, dass „das weiter gültige Besatzungsrecht in drei große Bereichen“ in der Bundesrepublik Deutschland erhalten geblieben ist.

      Regierungsvariante…
      Es ist ein Zeichen von höchster Souveränität, wenn man freiwillig auf seine Souveränität verzichtet.

      Ein Natoaustritt ist aber auf jeden Fall mit einer einjährigen Kündigungsfrist möglich, sofern eine Parlamentsmehrheit dafür ist.

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