KenFM im Gespräch mit: Patrik Baab („Im Spinnennetz der Geheimdienste“)

Was haben Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby gemeinsam?

Sie alle wurden ermordet, sie alle wussten zu viel und sie alle waren direkt oder indirekt für die CIA tätig.

Bei Colby ist das bekannt. Er war von September 1973 bis Januar 1976 Direktor Central Intelligence Agency und die hatte unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges in Europa „Gladio“ aufgebaut. Eine NATO-Geheimarmee, deren Ziel es war, hinter und vor dem Eisernen Vorhang alles zu tun, um den Klassenfeind zu vernichten.

Dazu gehörten in den 80igern auch massive Waffengeschäfte mit dem Iran. Während der sogenannten Iran-Contra-Affäre lieferte der Westen, allen voran die USA, Waffen im Wert von rund 82 Millionen US-Dollar an Teheran, das sich im Krieg mit dem Irak befand. Der Irak wurde parallel ebenfalls mit Waffen versorgt, aber das gehörte zum schon damals ausgeheckten Plan, den Orient ins Chaos zu stürzen. Die dafür später massiv finanzierten und ausgebildeten „Freiheitskämpfer“, die heute den IS, Al-Qaida und die Al-Nusra-Front befehligen, waren schon damals vorgesehen, den weichen muslimischen Unterbauch der damaligen noch existierenden UdSSR mittels lanciertem Terror zu destabilisieren.

Um in den 80igern die illegal und ohne Wissen des US-Kongresses gelieferten Waffen an den Iran exportieren zu können, mussten die sogenannten Endverbleibs-Zertifikate gefälscht werden. Das gelang, indem man Israel angab und dann über die Häfen im gelobten Land direkt an die schon damals herrschenden Mullahs lieferte.

Für den guten alten Mossad und der neue SAVAK gab es plötzlich keine ideologischen Grenzen mehr. Wer heute Trump über den Iran sprechen hört, kann sich nur an den Kopf fassen. Man war immer wieder Partner.

Olof Palmes neutrales Schweden war damals Teil des Drehkreuzes, das die Waffen in den Orient verschiffte, bis der Ministerpräsident ganz offen einen Kurs einschlagen wollte, was später als „Der Dritte Weg“ bekannt wurde. Palme wollte, dass Schweden neutral bleibt, begann aber parallel, Unabhängigkeitsbewegungen wie den ANC in Südafrika zu finanzieren. Als Palme in Schweden erschossen wurde, geschah dies über die Gladio-Netzwerke der CIA.

Uwe Barschel war, bevor er in einer Hotelbadewanne in Genf für immer abtauchte, als wichtigster Deutscher in die Iran-Contra-Affäre verwickelt. So pendelte er als CDU-Spitzenpolitiker ständig mit dem Dienstwagen zwischen West- und Ostdeutschland hin und her, ohne dass BND und Stasi sich daran gestört hätten. Warum auch. Beide Dienste waren in die Waffenschiebereien involviert, da beide Staaten dabei fette Profite abgriffen.

Als Uwe Barschel nach nicht zu haltendem Ehrenwort ohne Job dastand, plante er, sich nach Kanada abzusetzen. Was fehlte, war das nötige Kleingeld. Alles deutet darauf hin, dass das Wunderkind der damaligen CDU in Norddeutschland seine ehemaligen Auftraggeber um Summe X erpresste und im Gegenzug versprach, für immer zu schweigen wie ein Grab. Und tatsächlich, Uwe Barschel hat nie gesungen.

Und Colby? Der Ex-Chef der CIA? Er war über Barschel und Palme bestens im Bilde, hatte während seiner Amtszeit die CIA von innen gesäubert und auch im Alter jede Menge Feinde. Colby wurde tot im See gefunden, nachdem er offiziell zum Fischen herausgefahren war. Seine Leiche lag Tage im Wasser, sah aber so aus, als ob sie erst Stunden im See gelegen hätte. Die CIA hatte sich an den groß angelegten Suchaktionen des Ex-Chefs null beteiligt. Auch eine Message.

KenFM traf Patrik Baab, Autor des Buches, „Im Spinnennetz der Geheimdienste – Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet?“

Der Politikwissenschaftler Baab drehte für die ARD u. a. die Dokumentationen „Der Tod des Uwe Barschel – Skandal ohne Ende“ (2007), „Der Tod des Uwe Barschel – Die ganze Geschichte“ (2008) und wirkte 2016 an „Uwe Barschel – Das Rätsel“ mit.

Er ist Lehrbeauftragter für praktischen Journalismus an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Berlin.

Dass Baab den Fall Barschel jetzt völlig neu interpretieren musste, ihn im Zusammenhang mit Olof Palme und der Iran-Contra-Affäre als Puzzle-Teil des Kalten Krieges erkannte, hat er seinem amerikanischen Co-Autor Robert E. Harkavy zu verdanken. Der Politik-Professor aus den USA hatte die Barschel-Filme von Patrik Baab gesehen und griff als ehemalige Pentagon-Berater zum Telefon…

Geschichte ist besser als jeder Krimi. Wenn Krimis wiederholt werden, kann man umschalten. Bei Geschichte ist das gar nicht nötig. Die meisten Zuseher sind entweder schon dement oder haben resigniert.

Inhaltsübersicht:

00:01:16 Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby – Wer waren sie und was haben sie gemeinsam?

00:10:28 Die Iran-Contra-Affaire und die Rolle von Olof Palme

00: 22:31 Auftragsmorde durch das Anheuern von Subunternehmern

00:38:28 Der Mythos um Uwe Barschel und seine Kontakte zur CIA

00:59:29 Das Ausscheiden Barschels aus der Politik und der Mord an seiner Person

01:15:22 Das Agieren westlicher Geheimdienste in der heutigen Zeit

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26 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Patrik Baab („Im Spinnennetz der Geheimdienste“)

  1. Danke! Sehr gutes Interview! Wir müssen diese Spinnennetze stärker beleuchten!

    Meine Forderung an die Politik: Ich will soetwas wie den „Freedom of Information Act“ der USA auch für Deutschland. Davon habe ich bei Lüders und Ganser schon mal gelesen. So wie ich es verstanden habe, wäre die Iran-Kontra-Affäre ohne diesen Act vermutlich nicht aufgeflogen. Ich nehme an, Herr Baab bezieht sich mit der Überwachung der Geheimdienste zumindest auch auf diese gesetzliche Regelung. Mich würde mal interessieren, was wir in Deutschland, oder Europa und im Rest der Welt für Regelungen haben, die dem nahe kommen – nach Angabe des Gastes ja kaum welche… ein Missstand, wie ich finde.

    Ich werde mir jedenfalls dieses Buch holen – Interesse ist geweckt!
    Weiter so!

    • Okay, nach kurzer Recherche: es gibt in Deutschland wohl das „Informationsfreiheitsgesetz“, welches aber wohl noch zu ineffektiv und noch nicht im Grundgesetz verankert ist.

  2. Immerhin 3 Teile aus einem Puzzle , das man als ganzes mal etwas mehr beleuchten sollte.
    Allerdings wohl nicht ganz so einfach und äußerst komplex . Schließlich spielen die Geheimdienste wie Mossad und CIA eine mehr entscheidende Rolle bei der konkreten Gestaltung dieser Welt als die Regierungen. Erst durch Trump ist der Deep State überhaupt zum Thema gemacht worden. Das ist auch der Grund, dass gegen ihn so gehetzt wird. Als Analytiker ergibt das komplette politische Zeitgeschehen immer erst dann den korrekten Sinn, wenn jeweils die Rolle und das Wirken der jeweils beteiligten Geheimdienste verifiziert sind.
    In den USA hat man dank des Freedom of Information Acts und Organisationen wie Judical Watch noch die Möglichkeit das zu klären. Ich verfolge das seit vielen Jahren mehr oder weniger fast jeden Tag. Dadurch gewinnt man einen relativ hohen konzeptionellen Informationsvorsprung.
    Man erkennt auch wie tief die einzelnen Behörden mit drinstecken, und lernt andauernd neue Tricks und Täuschungstaktiken kennen. In letzter Zeit tut sich da was . weil Trump sich ja immerhin noch nicht einmal scheut selbst Großgurus wie Soros zu konfrontieren.

  3. Das schöne von das Trump gewahlt wurde, ist das wir jetzt sehen können, das der gewählte USA President nicht der wirklich herrschende ist.
    Das konnte Mann auch sehen als Kennedy ermordet wurde, aber das Märchen das Lee Harvey Oswald der einzige Schütze war, machte es möglich, was jetzt Deep State ist, hinter Propaganda Rauch zu verbergen.
    Wer gewinnen wird ist noch lange nicht deutlich, noch weniger deutlich ist was geschenen wird als eine Seite gewinnt.

  4. Vielen Dank, war interessant. Glaube auch nicht an Selbstmorde. Frage mich aber, woher wissen wir denn von den Waffenschiebereien, wenn Barschel doch nicht gesungen hat und das zukünftig auch verhindert werden sollte… Ich zweifle daran, dass dieses Wissen (mit Erpressungsversuch) ihn das Leben gekostet hat…kann auch was anderes gewesen sein, was vielleicht mit dem geplanten Fall der DDR und Sowjetunion zu tun hatte?

    Möchte noch ein Zitat von Herrn Baab herausgreifen, das in die Zeit passt: „Die zerfallende Welt ermöglicht unendlich viele Geschäftsfeler.“

    • Victor Ostrovsky, ‘Mossad – the other side of deception’, 1994
      beschreibt wie Mossad Barschel ermordete.
      Israel versuchte in die USA ein Publikations Verbot für dieses Buch zu bekommen.

    • Mich hätte auch interessiert, was Patrik Baab zur Ostrovsky-Version zu sagen hat. Im Gegensatz zu anderen hat der Ex-Mossadmann Ostrovsky nicht irgendeine Theorie über Barschels Ermordung, sondern behauptet, er weiß, daß der Mossad dahinter steckte. Diese Aussage steht aber nicht wirklich im Gegensatz zu dem, was Baab sagt. Mich würde nicht wundern, wenn der Mossad für die Drecksarbeit dieselben Leute einsetzt wie CIA und Gladio. Anders gesagt: Wenn die Mörder Mossad-Leute waren, dann steckte trotzdem auch die CIA mit drin.

      Das Interview war sehr informativ und erschreckend, wenn für unsereins auch nicht überraschend. Eigentlich müßten aufgrund solcher Informationen die Menschen vor Wut und Empörung aufschreien. Aber die verlogenen Schweigemedien schweigen darüber natürlich und die Lämmer sowieso. Die Aufklärung erreicht hauptsächlich nur diejenigen, die sowieso schon mehr oder weniger aufgeklärt sind. Ich sehe da kaum einen Fortschritt.

  5. Für mich ist es schwer vorstellbar, dass jemand ermordet wurde, weil er in weltpolitischer Hinsicht Böses im Schilde führte. Aber solche, zu deren Weltpolitik das Morden dazu gehört-schon immer gehörte, führen sicher auch sonst nie etwas Gutes im Schilde.

    • Mich wundert es nicht. Wer für die Höhe des eigenen Kontostands skrupellos über Leichen geht, nimmt bedenkenlos auch Gleichgesinnten das Leben. Da wird jeder aus dem Weg geschafft, der den Verbrechern gefährlich werden könnte, egal ob von gutem oder schlechtem Charakter.

    • Dass für die Erhöhung von (Welt-)Macht systematisch gemordet wird, kann mich leider auch nicht mehr wundern, da wir es ja immer wieder miterleben. Was ich meinte: Wer dieser Art mörderischem Macht-Willen im Wege steht, kann aus meiner Sicht kein wirklich schlechter Mensch sein. Die Charakterlosesten können nur in 2 Richtungen aktiv sein: entweder treten oder von ducken- je nach Faktenlage. Wer nicht duckt, weil er noch ein menschliches Ideal in sich trägt, wird weggeputzt.

    • Mit anderen Worten: wer beim großen tödlichen Ganzen nicht mitmachen will, noch eigene Lebens- Ideale verwirklichen will, wird gekappt. So erhält sich das tödliche Ganze und wird dabei immer noch tödlicher. Es sei denn, es erhebt sich eine geistige Revolution aus der Menschenmasse, die das Potenzial hat, dieses tödliche Prinzip zu überflügeln. Das ist sicher die größte Furcht unter denen, die jetzt systematisch das ganze Leben auf diesem Planeten ruinieren, vielleicht, ohne sich dessen bewusst zu sein.

    • Warum wurde Kennedy ermordet ?
      Das Lee Harvey Oswald der einzige Schütze war glaubt doch niemand mehr.
      Das die Mörder die Meinung hatten das Kennedy Böses tat, oder woltte, man ermordet doch nicht einen Presidenten ohne Grund.

  6. Ein erstklassisches Gespräch. Die sehr freimütige Art und Weise in der hier Herr Baab über dieses Thema spricht, erinnert mich an Dieselbe bei Herrn von Bülow.

    Da es lange vor dem Kommunismus bereits so war, war die Frage Herrn Jebsens wohl rein rhetorischer Natur, aber dennoch wesentlich zu stellen. Exzellenter Journalismus.

    So war es bereits vor dem hundertjährigen Krieg, so ging es über weitere Kriege zu den Ölkriegen, etc. Kriegen und so wird es weitergehen mit Coltan oder um was auch immer.
    Die Essenz ist, ich hier oben, du da unten, ich mächtiger als der/die Andere und das ist alles meins.
    Mein Haus, mein Auto, mein(e) Frau/Mann. Geld regiert die Welt.

    Alle Sünden, alle Laster,
    sind verzeihlich, hast du Zaster.

    Bis zum Aufprall.

  7. Ich sehe andere Zusammenhänge.
    Palme wollte eine EU wirtschaftliche Boycott von Israel, Anna Lyndh auch.
    Barschel war nicht damit einverstanden das Mossad Iranische Piloten unterrichtete in N Deutschland.
    Wäre Diana verheiratet mit ihren Islamitischen Freund, hätte der Britische König eine Moslemische Stiefvater gehabt.
    Hammarskjöld war zu ehrlich.
    Kennedy drohte Israel keine Waffen mehr zu liefern als sie ihre Atombombe weiter entwickelten.
    Hätte der Mann in Spandau gesprochen, er war nicht Rudolf Hess, so schrieb der USA Gefängnis Artz, so hätte die zweiten Weltkrieg Geschichte eingreifend geändert werden müssen.
    Wäre Kelly am Leben geblieben, hätte Blair keinen Krieg in Irak führen können.
    Maxwell hatte viel Geld an Mossad geliehen.
    Ferdinand Smit, holländischer Diplomat, war Freunde geworden mit Arafat, er wurde in Mali ermordet.
    Wie Arafat starb wissen wir noch immer nicht.

    • Wer nicht versteht warum die USA Iran UND Irak waffen lieferte, als die Krieg zwischen die beide Länder noch im vollen Gang war hörte ich auf BBCW Radio, damals noch sehr gut im PKW zu empfangen, ein politischer Kommentator sagen, übersetzt: es wäre das Beste als dieser Krieg noch lange fortdauerte.
      Ich bin es nie vergessen.

  8. Folgende Sachen gehen mir nach diesem Interview durch den Kopf. Als erstes der Mythos um Palme. Wenn alles stimmt, was in diesem Buch drin steht, dann ist er alles andere als gerechtfertigt. Uran für Indien sage ich nur. Mit diesem Hintergrund im Kopf denke ich auch, dass selbst das geplante Treffen mit Gorbatschow vielleicht noch andere Ziele gehabt haben könnte als nur den Vorschlag zu machen, Skandinavien blockfrei zu bekommen. Wie wir sehen können, spielen die blockfreien Staaten beim Waffenhandel sehr wichtige Rollen.
    Das zweite, was mir durch den Kopf geht ist, dass dieses Buch so brisant ist, dass man Angst haben sollte damit hausieren zu gehen. Ich denke immer, dass der CIA und Konsorten bestimmt wussten, dass dieses Buch geschrieben wurde, aber es nicht verhinderten.
    Ist das eventuell Absicht? Soll uns damit gezeigt werden, dass Bush und Co alles tun und machen können ohne Konsequenzen zu erwarten?
    Sind die Menschen, die dieses Thema in der Lage sind zu überblicken und zu verstehen, Manns und Frau genug, dagegen anzukämpfen?
    Ich möchte hier niemandem die Illusionen stehlen, an eine bessere Zukunft zu glauben und dafür sich einzusetzen, aber wenn man sieht, wie perfekt das Herrschaftssystem funktioniert, dann macht man sich zwangsläufig Gedanken, wie das ganze sich jemals ändern soll, ohne eine gewaltsame Revolution zu starten.
    Und ich kenne niemanden in meiner Umgebung, der bereit wäre, sein Leben aufs Spiel zu setzen, um etwas zu verändern. Trotz der sozialen Ungerechtigkeiten hier in Deutschland zumindest, geht es uns noch zu gut.
    Den Herrschenden ist doch längst bewusst, dass man sie durchschaut hat. Selbst wenn man den Mainframezombie auf der Strasse fragen würde, wer die Bösen auf dieser Welt sind, dann denke ich, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung diese zielgenau nennen können.
    Aber war es jemals in den letzten 3 bis 4 tausend Jahren je anders?
    Mich würde wirklich interessieren, welches Gefühl ihr nach diesem Interview hattet?
    Pooler1970

    • Ich weiss nicht, wie sie auf 3 % kommen, in meinem Bekanntenkreis sagt jeder, dass die Politik der USA nicht friedensfördernd ist. Und ich denke, wenn wir eine weltweite Umfrage starten würden, wäre das Ergebnis noch eindeutiger. Viele werden die Wahrheiten und Zusammenhänge nicht verstehen oder rezitieren wie sie es können, aber die meisten Menschen spüren und erkennen, dass das Ungemach aus einer Richtung kommt.
      Das Imperium wäre kein Imperium, wenn die Menschen nicht wüssten, woher der Wind weht.
      Pooler1970

    • @pooler1970
      Zitat „Den Herrschenden ist doch längst bewusst, dass man sie durchschaut hat.“

      Ich glaube genau das ist der Knackpunkt. Ich stelle mir bei allen Büchern dieser Art diese Frage. Was wäre, wenn wir die wirklich Herrschenden überhaupt nicht sehen können? Vlt macht man uns vor, dass alles Übel vom Imperium USA kommt und es ist am Ende gar nicht so? Würde doch ins Gesamtbild passen. Niemand spricht z.B. von Black Rock oder vom Vatikan (um Himmels willen, steinigt mich nicht dafür, ist nur ne Hypothese).

      Ich denke man spielt uns die ganze Zeit „guter Bulle – böser Bulle“ vor und wir schauen nicht hinter den Vorhang. Ich glaub, ums mal ganz platt auszudrücken, am Ende sitzen Trump, Kim Jong, Osama und Wladimir zusammen irgendwo beim Pokern und lachen sich über uns tot. Während sie genau wissen, dass sie eigtl gar nichts zu sagen haben.

      Aber jetzt mal ganz davon abgesehen – meine Gedanken nach diesem Interview waren irgendwie bei Schirrmacher, seinen NSU-Recherchen und dem plötzlichen Herzinfarkt.

    • Klar gibt es noch Hintermänner: die internationalen Finanzeliten. Muss man sich nur mal Anthony C. Suttons Bücher durchlesen über Wall Street and… The Rise of Hitler, The Bolshevik Revolution, … und America’s Secret Establishment: Skull and Bones.

      Eine kleine Gruppe von Supperreichen, die durch das Bankensystem praktisch die ganze Welt in Ketten hält, das wissen wir doch.
      In wie weit jetzt Geheimbünde eine Rolle spielen und Satanismus… der ehemalige Elite-Banker Ronald Bernard meint, die Eliten sind größtenteils auch Satanisten. Sollte das wirklich stimmen, ist unsere Welt noch abgefahrener, als wir es eh schon wissen.

    • @volume

      Ja den Sutton hab ich auch gelesen. Und die Interviews mit Bernard gesehen. Wir haben die gleichen Infos. 🙂
      Hab mir sogar dieses echt traumatisierende Buch von Cathy O’Brien gegeben.
      Dann frag ich mich immer, wieso lässt man zu, dass wir solche Info’s zu sehen bekommen? Die Herrschenden hätten doch die Macht solche Bücher zu verhindern. Was bezweckt man damit, uns dieses Wissen zukommen zu lassen. Die machen doch nichts ohne Grund.
      Was so gar nicht rauskommen darf, kriegen wir auch nicht mit. Da werden die Zeugen und Whistleblower immer verselbstmordet… Denk mal an die Dutroux-Geschichte, da wissen wir doch nichts. Aber wir kriegen alle möglichen Infos über Marina Abramovic und die Podesta Brüder…

    • Ich denke, dass die große Mehrheit der Bevölkerung das alles gar nicht so genau wissen will, weil man im Grunde denkt, dass es sowieso schon immer so war auf dieser Erde – und es eben leider nicht anders geht. Damit will man sich nicht belasten, man kann ja doch nichts ändern. Und ist auch bereit und willens, sich einfachen Erklärungen in den MSM hinzugeben. Und solange Putin, Trump und Erdogan noch böser sind, fahren wir doch mit Merkel ganz gut. Solche Sätze hab ich schon öfter gehört.

      Außerdem ist es doch für die Eliten so viel effizienter. Man muss gar nicht alle brisanten Informationsüberbringer umbringen, man muss nicht jede Aufklärung unterdrücken. So kann man weiterhin auf das bei uns hochgehaltene Recht der freien Meinungsäußerung verweisen, sich dadurch moralisch über andere Regime erheben – und kann die öffentliche Meinung über die normalen 98% an unkritischer Berichterstattung ausreichend kontrollieren. Perfekt!

      Falls es mal bedrohlich wird, werden die Kritiker eben durch andere, bezahlte „Experten“ gemaßregelt, gelten dann als „umstritten“ – und schon bald darauf als „Verschwörungstheoretiker“.

    • @ Kristina: Und, wie ist es Ihnen bei der Lektüre von Sutton ergangen? Fanden Sie ihn glaubwürdig? Für mich war es wie ein zweites Aufwachen. Fand seine Werke sehr sauber recherchiert und beeindruckend.
      War scheinbar sehr schwierig für ihn, das Buch über Skull&Bones zu veröffentlichen, gab Ärger mit dem Verleger etc.

      @ Benjamin: Sie machen anscheinend die gleichen Erfahrungen wie viele, die tagtäglich gegen Menschen mit Mauern im Kopf anrennen. Ein paar Anregungen, wie man die Leute überzeugen und den Backfire-Effect vermeiden kann:
      http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2010/11/wie-man-storrische-menschen-uberzeugt.html

    • Drei % ist nur eine Gedanke.
      Selbst bei meine Familie und Bekannten, alle gut geschult, weiss niemand etwas, oder will nichts wissen, ‚kann nicht wahr sein‘.
      Noch schlimmer, Kontakte wurden abgebrochen, meine Frage warum nicht beantwortet.
      Politisch korrekt besteht nicht nur in Deutschland.

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