KenFM im Gespräch mit: Peter Frey (peds-ansichten.de)

Blogs gibt es viele. Es gibt Beautyblogs, Foodblogs, Fashionblogs und unzählige weitere Formen des Internet-Journals. Unter ihnen ist nur selten mal ein Blog, der dem Leser sorgfältig recherchierte, scharfe politische Analysen liefert, die ihn zu einem Blick über den Tellerrand hinaus animieren.

Peter Frey – besser gesagt sein Blog „Peds Ansichten“ – ist eine dieser erfrischenden Ausnahmen. Es ist ein Ort, an dem der Leser möglicherweise völlig neue Analysen und Sichtweisen über geopolitisches Zeitgeschehen dargelegt bekommt und der ihm Wege des alternativen Denkens aufzeigt, die ihm vermutlich durch das alleinige Studium der Massenmedien verborgen geblieben wären.

Es sind Leute wie Frey, die mit ihrem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement dafür sorgen, dass die von den Mainstream-Medien bewusst kreierte Informationslücke, im Internet ein Stück weit geschlossen wird.

Die intensive Arbeit an seinem Blog ließ in Frey die Erkenntnis heranwachsen, dass es die Angst ist, die dafür sorgt, dass der Mensch, trotz all seiner friedfertigen Anlagen, noch immer ein konfliktgeplagtes Wesen ist. Gegen Angst existiert jedoch ein wirksames Gegenrezept: Mut!

Mut, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, um sich so neue Gestaltungsräume zu schaffen, anstatt sich durch angstgetriebene Selbstkonditionierung in die Gefangenschaft einer Opferrolle zu manövrieren.

Peter Freys Lebenslauf macht Mut. Er war Autoschlosser, Taxifahrer und nach der Insolvenz als IT-Berater sogar Sozialhilfeempfänger. Sein Weg aus der Hartz-IV-Falle, hin zu dem Punkt, an dem er heute steht, zeigt wie Beharrlichkeit und Begeisterung für das eigene Tun Berge versetzen können. Krisen können Chancen sein. Wie in der Geopolitik hängt alles von der Betrachtungsperspektive ab.

Inhaltsübersicht:

0:00:28 Peter Frey – Vom Taxifahrer zum Blogger

0:10:33 Der Blog Peds Ansichten

0:39:14 Einblick in die Geschichte der NATO

0:57:23 Der Greater Area Plan (GAP) – War/Ist die NATO ein US-Projekt?

1:01:31 Anwendung von Atombombentechnologie – Pläne und Wirklichkeit

1:27:02 Ängste als Kriegsbereiter

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

20 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Peter Frey (peds-ansichten.de)

  1. Weil hier auch wieder der Zins als Geldvermehrung und als Problem dargestellt werden möchte ich mal folgendes anmerken.

    Also wenn nicht private Personen sondern der Staat im Sinne von Gemeinwohl Kredite vergibt als Fiatmoney, also das Geld wird bei der Kreditvergabe geschaffen und wenn der Kredit abbezahlt ist wird das Konto wieder auf null gestellt. Ist also ein Nullsummenspiel. Die Zinsen die anfallen nimmt die Bank und in diesem Fall der Staat ein. Die Zinsen fehlen dem Geldkreislauf nun. Nur wenn die Bank und in diesem Fall der Staat die Zinsen auch sofort wieder ausgibt im Sinne des Gemeinwohls und das wäre nur gerecht weil der Kreditnehmer sich ja durch den Kredit einen Vorteil verschafft, so wird das Geld dem Geldkreislauf ja wieder zugeführt. Es Geht den anderen nicht ab und es wird niemand gezwungen auch wieder einen Kredit aufzunehmen weil er die Schulden sonst nicht zahlen kann. Dieser Teufelskreis ist meiner Meinung nur deshalb vorhanden weil die Bankbesitzer das Geld ja nicht ausgeben, es also dem Geldkreislauf fehlt oder sie sich reale Vermögen wie Immobilien, Land, Firmen, Infrastruktur kaufen und diese realen Vermögen wurden sozusagen der Allgemeinheit geklaut durch diesen Trick, durch die Zinsen. Bei staatlichen Banken wäre das nicht der Fall. Beim Staat muss eben nur aufgepasst werden das wir keinen Beamtenstaat haben, das haben wir eigentlich jetzt also wo sich die Beamten bereichern, so wie die Privatperson die eine Bank besitzt.

    Also ich finde das fließende Geld nicht so gut weil es Verbrauch, Investition, Kauf angekurbelt, erzwingt weil man ja sonst enteignet wird. Ist so als ob es eine hohe Inflation gibt. Eine Inflation ist nur eine Enteignung der Allgemeinheit die völlig unverschuldet ist, es gibt dafür keine Rechtfertigung. Auch das Argument das zB ein Händler seine Lebensmittel nicht ewig aufbewahren kann gilt für mich nicht. Wenn Geld neutral sein soll so darf es keine Inflation und auch keine Deflation geben und nur die Neutralität gewährt die Gleichberechtigung.

    Also wenn dem nicht so ist dann bitte widerlegen warum das so nicht ist.

    • Erst kürzlich die Dokureihe auf phoenix für das „Jubiläum – 10 Jahre Finanzkrise“ über die Geldgeschichte (Münzgeld und Papiergeld, Zinsen ausgenommen)
      Da haben die Autoren latent angemerk bzw. indirekt begründet wozu das Geld eigentlich hauptsächlich benutzt wurde bzw. wird, nämlich zum Krieg führen.
      Ein Rechenbeispiel haben sie angeführt mit Alexander dem Großen, der 9100 Tonnen Silber (als Dukaden) gebraucht hatte, um eines seiner Kriege zu führen. Vermisst wird bei dieser Sendung halt die konsequente Schlussfolgerung, dass das Geldsystem allein dem Krieg dient, aber das war mal eine ehrliche wenn auch indirekte Aussage im Mainstream.
      Dann ging es über die Fugger und zu den napoleonischen Kriegen mit den Machenschaften des Rothschildnetzwerkes.
      Also bei dieser Sendung im Mainstream hat man schon die Teilwahrheit erzählt.
      Was vermisst wird, ist das Zinssystem und der Bezug auf die Moderne.
      Die Unaufgeklärten sitzen weiterhin im Dunkeln und sehr wahrscheinlich denken sie sich dabei, dass das ein Relikt oder Phänomen der Vergangenheit angehört.

    • Hallo Kodohama,

      du hast mit deinem Gedanken sehr einen guten Ansatz. Daher ist die Idee des sozialen Kapitalismus gar nicht so abwägig. Ich denke da nämlich statt Vermehrung/Gewinne/Kapitalsteigerung mehr Richtung Gemeinwohlbilanzen. Du erwähnst aber ein Prozess nicht und zwar die Geldumverteilung von Arm zu Reich, also vom Wertschöpfer zum Kapitalisten. Zum einen ist der Zinseszins das Problem des „immer mehr“, da diese Geldvermehrung nicht mit Wirtschaftsgüter, Produktionsgüter oder „harten“ Mitteln gedeckt ist. Es wird fiktiv Geldvermehrt. Zum Anderen aber der natürliche Ausbeutungsprozess des Systems. Das ist auf der einen Seite der Arbeiter mit seiner Arbeit einen Wert „schöpft“ oder schafft, dafür aber nur einen Teil entlohnt bekommt. Der Rest wird entweder reinvestiert oder fließt als Gewinn auf das Konto des Kapitalisten, der aber auch wieder nur zum Teil das Geld in den Geldkreislauf privat zurück investiert. Einen Teil legt er an, wo er wieder Zinsen „schafft“ und zum anderen spekuliert. Und das ist das nächste Problem. Ein Teil des Geldes landet im Finanzmarkt, wo es der Gesellschaft fehlt. Die Mächtigen sorgen nicht nur dafür, dass unser „halbwerts“ Lohn maximal wieder im System landet, statt dass wir sparen können und Rücklagen oder Wohlstand genießen können, denn wenn uns „immer“ Geld fehlt, neigen wir dazu auch noch mehr Zeit zu opfern zum Arbeiten, sondern auch dass die Verteilung des Lohns und Gewinne „ungerecht“ verteilt sind. Es führt dazu, dass immer mehr Geld im Spekulationsmarkt verschwindet. Um das auszugleichen wird immer mehr Geld gedruckt, Kredite vergeben und das zu Nullzinsen, um die Menschen/Unternehmen/und alle noch weiter in die Schuldenfalle zu bringen. Nur bläht das die Blase unaufhörlich auf. Wenn „wir“, ich damit das System, eines aus vergangenen Krisen gelernt hat, ist es nicht das System zu ändern im sozialen Sinne, dass es keinen Schaden am Volk und dessen Eigentum verursacht, sondern die lernen wie man die Blase noch größer ausblähen lassen kann und die Menschen in Krisen zu versetzen um weiter öffentliches Eigentum zu privatisieren und das Geld der breiten Massen noch oben zu verschieben.

      Meine Lösung das System zu überwinden ist, dem System die Grundlage zu nehmen. Wir müssen lernen autark zu werden. Unser Lebensstil muss vom System unabhängig werden. Aber das geht nicht durch Politik. Das muss jeder selbst managen bis wir alle/viel unabhängig sind. So unabhängig, dass wir weder am Markt kaufen müssen, noch Kosten produzieren um arbeiten zu müssen. Denn ohne Konsumenten keine Kaufkraft und keine Güter in Geldumwandlung und ohne Arbeiter keine Wertschöpfung. Sollen die da oben doch selbst ihre Werte schaffen wovon sie profitieren und selbst wenn sie die dann schaffen, wer kauft sie? Sie brauchen dann sich selbst. Sollen die 1% doch ihre eigen geschlossene Gesellschaft machen. Wir bräuchten sie dann nicht. Gehen wir über die Politik und warten bis die Politiker was verändern für alle, das wird nie passieren. Die sind Teil des System und von Bestechung und Lobbyismus 100% durchdrungen. Politik wird nicht der Weg sein um was zu verändern. Wir Menschen, das Volk, muss das tun. Und zwar beginnend von ihren Verhalten und Lebensstilen. Erst wenn wir die Kontrolle über uns selbst haben, können wir ein eigenes System aufbauen. Z.b. Hartgeld einführen, also 100% gedecktes Geld. Als im Nationalsozialismus von außen der Geldhahn zugedreht wurde und alle Versorgungswege abgetrennt waren, da hat Hitler mit „Arbeitsscheinen“ reagiert. Eine Art Währung neben dem eigentlichen Geld, weil diese durch Inflation keinen Wert mehr hatte. Damit konnte man nichts mehr kaufen. Die Arbeitsscheine waren 100% mit Arbeitsleistung gedeckt und waren deshalb krisensicher. Und genau sowas müssen wir wieder erschaffen. Aber um unabhängig vom System zu werden müssen wir zurück zur Natur, lernen von und mit der Natur zu leben. Die bietet alles kostenlos zum Leben. Aber das ist nicht so einfach, denn unsere natürlichen Lebenräume sind nicht mehr vorhanden, so dass man davon Leben könnte. Alles bebaut, gerodet, vergiftet, usw. Unsere „Natur“, unsere Wälder meine ich, sind ja auch nur geforstet und nicht mehr natürlich. Unsere Lebensmittel sind hybride und das Fleisch stammt von unnatürlich gefüttertet und lebenden Tieren. Aber wenn wir uns aufs Minimum reduzieren können, um dem System zu schaden und selbst aufhören den Kreislauf zu füttern, dann erstickt das System irgendwann. Und eine Krise würde auch nicht entstehen, den wenn wir autark leben würden sind wir auch krisensicher.

      Ich arbeite darauf hin, werde belächelt, aber auch bewundert. Ich kann nur helfen aufzuklären, aber letztendlich müssen die Menschen das selbst für sich erkennen. Werden wir mehr, haben wir erfolg, wenn nicht wird das System immer bestehen. Denn auch die Politik, Atomkriegsangst, usw. ist doch auch nur gespielt und von „oben“ gesteuert. Die Geldelite saugt zurzeit den Westen aus, sobald der Tropf leer ist, wandern sie weiter zum nächsten florierenden Staat, z.B. China, Indien, Indonesien und bald wieder Russland. Wenn die ausgenommen sind, wandern sie wieder zu nächsten. Zurzeit wird die USA als Herrenstaat kann sein dass die zurzeit schon fallen gelassen werden. Die BRICS-Staaten und einige muslimischen Staaten versuchen den Dollar als Leitwährung abzusetzen. Warum sollte das die Elite tun? Weil sie keine Kontrolle haben? Das glaube ich nicht. Sie gründen eine chinesische Weltbank und fangen an China in die gleiche Systemfalle zu bringen. Es ist jetzt zwar eine etwas wage Aussage von mir, aber in 2 Weltkriegen wurde damals „Deutschland“ unter Kontrolle gebracht und mit Deutschland als EU-Führer die EU. Das hat wenig mit der USA als Nationalstaat oder dessen Regierung zu tun, eher mit dem globalen Tiefenstaat. Ist China und Asien ausgelutscht, wird bspw. Afrika aufgebaut und dort ausgebeutet.

      Nur wenn wir die Kontrolle über uns selbst und unser Leben haben, nur dann können wir dem ein Ende setzen. Wenn „die da oben“ niemanden haben, z.b. der für sie schwere Geschütze produziert, dann können sie auch keine Kriegsmittel verwenden.

      Ich mache weiter an dem was ich tue. Wenn ich am System nichts ändern kann, dann bin ich immerhin selbstbestimmt und darüber hinaus sehr glücklich, weil ich slebst entscheide was ich tue und nicht von der Arbeit bestimmt. Nein und ich bin kein ausgegrenzter Öko-Waldmensch.

    • hallo ml1987,

      ja die Umverteilung von wie sie nennen „Arm zu Reich“ würde ich als von „Wertschöpfer zu reichem Ausnutzer“ nennen. Es gibt auch eine Umverteilung von „Wertschöpfer zu armen Ausnutzer“ nur damit habe ich kein Problem da erstens jedem Menschen ein Menschen würdiges Leben zu steht und diese Umverteilung den armen Menschen kaum noch ein Menschen würdiges Leben ermöglicht, gleichzeitig aber wieder als Umverteilung zu Reich dient da die armen Menschen eh alles ausgeben müssen um überleben zu können (Mieten, Lebensmittel, Kleidung) ja denen bleibt nichts übrig.

      Also dies Umverteilung habe ich schon erwähnt und zwar existiert die eben durch den Zins aber nur wenn die Besitzer der Bank Private (also die reichen Ausnutzer) sind.
      Wenn die Bank und der Kreditgeber der Staat ist im Sinne von Staat als Geneinwohl und die Gewinne durch die Zinsen wieder als Leistung für die Allgemeinheit (Sozialleistungen, Infrastruktur usw) in den Geldkreislauf einfließen dann gibt es meiner Meinung nach diese Geldvermehrung nicht. Das wäre so als ob die Reichen ihr Vermögen sofort wieder dem Geldkreislauf zuführen. Nur wenn die Reichen das machen dann kaufen Sie sich damit reale Werte. Das ist das Problem dabei und wenn der Staat das macht dann kommt das allen zugute.
      Da gibt es dann eben keine Umverteilung von „Wertschöpfer zu Reich“ sondern von jemanden der sich einen Vorteil durch einen Kredit schafft zum Ausgleich an alle anderen.
      Also sagen wir ein einem Ort sind zwei Bäcker. Der eine nimmt einen Kredit auf und modernisiert seine Bäckerei und produziert durch Maschinen. Er kann billiger anbieten und die anderen Bäcker müssen zu sperren.
      So sein Vorteil ist nun das er ersten die Konkurrenz ruiniert hat und wenn der Kredit abbezahlt ist viel Geld verdient weil er auch Arbeiter entlassen hat. Er muss aber nicht für die arbeitslos gewordenen anderen Bäcker aufkommen und er muss auch nicht für die entlassenen arbeitslos gewordenen Bäcker in seiner Bäckerei aufkommen. So er hat sich also durch den Kredit einen Vorteil verschafft der anderen geschadet hat. Die Allgemeinheit muss für den Schaden aufkommen. Würden seine Zinszahlungen als Sozialleistungen verwendet werden dann wäre das nur gerecht.

      So, also meiner Meinung nach gibt es bei staatlichen Fiatgeld das ist auch das gleiche wie Arbeitsgutscheine, es ist egal wie man das nennt solange der Zinsgewinn allen zugute kommt, also es gibt dabei keine Geldvermehrung oder ein Problem mit den Zinsen, die Zinsen funktionieren dabei viel mehr als gerechter Ausgleich.

      Ich finde es gut wenn Menschen selbst autark leben können nur das hilft keinem anderen, also da muss ich ihnen völlig widersprechen, wichtig wäre es das System zu ändern weil die meisten Menschen nicht in der Lage sind ihre Situation so zu ändern das sie nicht vom System abhängig sind. Wenn Sie das schaffen ist das schön für Sie aber fragen Sie sich mal ehrlich inwieweit Sie vom System profitiert haben um es überhaupt zu schaffen, wer Millionen hat kann investieren auch in einen Bauernhof und Bioprodukte erzeugen, das ändert aber nichts für die meisten Menschen. Das bedeutet nicht das sie das nicht machen sollen, viele kleine autarke Gruppen sind gut aber ich bezweifle das damit die Situation geändert werden kann. Aber es bringt mehr Menschen zum Nachdenken, nur bin ich der Meinung das ein Systemwechsel angestrebt werden muss.

      Mit Russland und China gebe ich Ihnen völlig Recht, die haben das gleiche Geldsystem, das unterscheidet sich nicht wirklich vom westlichem System.

    • Erstens profitiere ich nicht vom System. Ich habe auf eigene Faust ohne Hilfen (geschenktes Geld der Eltern) studiert, habe nachdem Studium 30000€ Schulden mitgenommen, habe gelernt autark minimalistisch zu leben, habe gelesen, probiert, gelesen, probiert, usw…Heute führe ich ein ökologisches, der Umwelt zu Gute kommendes Leben. Ich habe mich anfangs mit mir selbst beschäftigt, allen voran Gesundheit. Mit Milchsäurebakterien, EM habe ich gelernt, dass da hilfreiche MItbewohner und Gestalter auf diesem Planeten gibt. Durch Bakterien kann man fast alle tun. Sich Waschen (man kann auf alle Kosmetika verzichten), natürlich Konservieren (ich benutze keine Kühlschrank mehr), Wundbehandlung, Heilungsprozesse beschleunigen, Gerüche neutralisieren, putzen. Mein nächster Schritt war autarke Energien und Lebensmittelanbau, Energiebilanzen. Heute beschäftige ich mich damit mich vom Job zu entledigen und nur noch von der Natur zu leben. Ich habe nie irgendwelche Hilfen benötigt und vorallem nie viel Geld. Klar brauche ich den Job um meine Schulden abzubezahlen und mir mein autarkes Tiny Haus zu bauen (mit Grundstück ca. 100.000€), aber die breite Masse kann sich das sehr wohl noch was leisten. Als Bauingenieur verdiene ich zwar gut, aber ein Handwerker kann sehr wohl noch in 20 Jahren 100.000€ Kredit aufnehmen, wenn er wie ich seine Kosten gegen Null versucht zu reduzieren und einfach mal liest und sich aus Abhängigkeiten entflechtet.

      Ich gebe ihnen Recht dass wir ein soziales Solidarsystem brauchen. Aber ich finde es nicht gut wenn es auf Basis des Zines ist. Arbeiten, Geldzirkulation (nur Hartgeld), (Re-)Investionen würden vollkommen ausreichen. Wir brauchen kein Zins. Wenn jemand wie der Bäcker schaden verursacht, muss er das aus seiner Wertschöpfung bezahlen und sich vorher überlegen was er anrichtet. Zur Not steht ein Solidarsystem zur Seite.

      Sie sagen in kleinen Gruppen wird sich nie etwas ändern. Ja wie denn sonst? Welche Bewegung entstand aus der Masse? Sie wurde aus dem Kleinen zur Mehrheit. Ich sehe in ihrem Ansatz eine Idee, aber keine Umsetzung. Ich kann Menschen nicht steuern, verändern, etc. Die Menschen müssen von sich aus darauf kommen und sich dem System entziehen, bzw. daran was verändern. Und dann sagen sie einzelne autarke Menschen helfen keinem anderen. Also erstens Gewinne ich Zeit, die ich nutze um Aufklärung zu betreiben. Zweitens kann ich immer noch weiter arbeiten und Geld, das ein autarkes Leben kaum braucht, nutzen um soziale Projekte, KenFM unterstützen, einzelnen Menschen zu autarkem Leben verhelfen. Wenn es eine Bewegung wird, und Menschen solidarisch denken, nicht nur an sich denken (wobei um Gesund zu sein, man zu allererst an sich selbst denken muss). Ich hege keinen Kroll gegen irgendjemanden, habe ich mich mit gesundem Denken beschäftigt, und lebe positive Gedanken, usw., Wer mit sich im Reinen ist, kann geben, statt zu nehmen.

      Ich denke, genau auf diesem Wege, mit friedlichen, liebevollen, herzlichen Gedanken und Vielseitigkeit an unterschiedlichen Gedanken können wir das System überwinden. Aber das geht nur, wenn wir dem System die Grundlage nehmen, ansonsten werden wir ewig in dessen Abhängigkeiten stecken. Politik wird niemals was ändern und solange wir dem System „zu arbeiten“ und die Ressourcen „schöpfen“, dass die Elite uns steuern kann. Ohne sehe ich keinen Weg. Und da ich niemand was aufdrücken kann, lebe ich es vor, helfe, unterstütze was in meiner Macht steht verändern zu können.

      Ihr Ansatz untersütze ich gerne von der Idee, da es sicher das System ein Stück modifiziert, aber wie wollen sie das ändern? Fangen sie doch bei sich an was sie ändern und bezwecken können. Entschuldigen Sie wenn ich direkt bin, das ist meine offenherzige Art die Dinge direkt auszusprechen. Ich kann nicht Frau Merkel anrufen oder die Eliten Warren Buffet, Rothschilds, usw…bitte schafft den Zineszins ab und reinvestiert ihn statt im Finanzmarkt zu parken. Das ändert nichts.

      Aufstehen ist eine Gelegenheit Meinungen zu sammeln, aber solange „die da oben“ von unserer Wertschöpfung profitieren, werden wir spätestens wie im 1. und 2. WK wieder zurecht „bekriegt“. Wenn ein ganze Staaten wie Syrien, Jugoslawien, Libyen, Irak, Afaghanistan, Iran (bald bzw. aktuell wieder), Russland bis 1990, China (wird auch dran sein), Indonesien in den 70er bevor sie überhaupt groß werden können, ganz Süd- und Lateinamerika nichts anrichten können, dann geht es wohl nur…so wie es Peter Frey im Video sagt…nur über kleine kommunale, autarke Gemeinschaften. Je mehr wir mitziehen, desto mehr Menschen profitieren davon mit sich einzugliedern. Daran kann man wachsen. Und erst dann kann man darüber debattieren, welches System wir wollen, ob ihr System Anwendung finden kann. Aber vorher muss das System überwunden werden.

      Und bitte verstehen sie, dass ich hier lediglich meine Meinung vertrete, froh darüber bin, wenn eine konstruktive Debatte entsteht. und ich bin über andere Gedanken und Meinungen überaus dankbar, bitte aber nicht feindlich sondern friedlich.

    • kleine Ergänzung…der erste Satz kommt etwas fälschlich rüber. Ich profitiere nicht mehr wie andere auch, das meinte ich. Im Studium lernte ich, was es heißt von nichts zu leben und unter Existenzdruck Leistung zu bringen. Meine Freundin ist Ausländerin und sie erzählte mir soviel, wie sie emotional sich im System zurecht finden musste, mit Ausländerhass, -andfeindungen , Ausgrenzungen. Bis hin bei Bewerbungen usw. Ich als „Deutscher“ hatte da weitaus weniger Schwierigkeiten bei der Jobsuche. Aber im Studium habe ich auch gelernt, wie man sich in Gemeinschaften organisiert und mit wenig auskommt. Zumal Luxus (meine Definition, das was man nicht brauch zum Leben) alles auf Kosten des Planeten zurzeit stattfindet. Ich bin für Wohlstand, Einfachheit, technische Hilfen,etc. Aber bitte im Einklang mit Mensch, Umwelt und Natur.

    • Ja ich verstehe Sie ja, das ist kein Problem. Und natürlich ist es immer nur Ihre Meinung genauso wie ich nur meine Meinung wiedergeben kann, das sollte selbstverständlich sein. Es muss nicht richtig oder falsch sein. Also ca 50 % der Menschen die in Deutschland leben werden vermutlich keine 100 000 € haben um sich zu ändern, die können nur mit schwimmen, sie entziehen sich maximal damit dem System das sie eben Harz IV beziehen weil sie keinen Bock mehr haben, haben aber keine Mittel um selbst aktiv zu werden. Diesen Menschen kann ich aber keinen Vorwurf machen, was sollen die ändern, gar nichts mehr Essen ? Ok sie könnten ihre Meinung ändern und nicht mehr fernsehen, ja nur was soll man denen sagen ? Ich habe einen Freundin die raucht und wenn ich sie darauf hin anspreche das Rauchen ungesund ist dann sagt sie, lass mir doch das Rauchen, ich habe sonst eh nichts mehr.
      Oder wieviele Menschen haben sie schon überzeugen können von ihren Ideen ? Ich gebe Ihnen recht das es ein Umdenken braucht bin aber der Meinung das es vor allem wieder Politiker brauch die da mitmachen, die die Möglichkeit haben etwas zu verändern und das auch umsetzen, sonst wird sich nichts ändern, 90 % haben keine Chance, die werden nichts ändern, sie würden aber vermutlich Änderungen mitmachen wenn diese halbwegs plausibel sind, sie machen ja eigentlich die größten Verbrechen mit, also meine Position ist die dass das Problem ausnahmslos bei den Entscheidungsträgern liegt, dort werden falsche Entscheidungen getroffen und die bar Menschen die Möglichkeiten haben dort Einfluss zu nehmen müssen sich zusammentun und sich gegen die Verbrecher durchsetzen, irgendwie gewaltfrei wenn es geht. Die Veränderungen gingen fast nie von der Masse aus. Die Entscheidungsmacher treffen die Entscheidungen für Krieg, für ihre Politik. Das sind auch permanente Veränderungen und die gehen von sehr wenigen aus. Es braucht Menschen die einen Spielraum schaffen für die anderen Menschen. Das ist meine Meinung, es wird sich nichts ändern wenn es nicht gelingt an die Schalthebeln ran zu kommen. Und dann muss auch noch richtig geschaltet werden. Aber ob es irgendwo im Wald einen Einsiedler gibt oder eine Gemeinschaft die sich dem System entziehen ist dem System wurscht, 99,9% müssen für sie arbeiten, die haben keine Chance.
      Wie gesagt, das Geldsystem auf ein Staatliches Geldsystem umzustellen würde nichts verändern außer das die Zinsbelastung für den Steuerzahler plötzlich zu Sozialleistungen mutieren würden.
      Auch Sie haben mir das nicht wirklich widerlegen können. Die Zinsen wären doch für den Bäcker genau die Sozialleistung die er zu bezahlen hätte. Oder meinen Sie das man dann sagen müsste er sollt für die arbeitslos gewordenen Bäcker aufkommen ?
      Und warum soll ein Kredit nur aus harter Währung bestehen, dann könnten wieder nur Reiche Kredite geben, das können sie ja auch weiterhin, sie können Kredite geben aber eben nur aus ihren wirklichen Vermögen. Die Kreditvergabe durch Fiatmoney steht nur dem Staat zu.
      Eine Börse braucht es überhaupt nicht, völlig sinnlos, Firmen können ja einen Kredit aufnehmen, da braucht es keine Finanzierung über Aktien und schon überhaupt keine Spekulation.
      Besteuerung von Besitz und Eigentum ist dann ein anderes Kapitel, ohne das wird es auch nicht gehen weil die Reichen sonst alles aufkaufen. Da wird es aber wesentlich komplexer, zB Bauern und Unternehmer. Aber prinzipiell muss eine Steuer auf Arbeit abgeschafft werden und Eigentum besteuert werden, das soll aber niemand in den Ruin treiben, sondern nur zu einer Umverteilung von den Reichen zum Mittelstand führen, also Ziel ist ein großer Mittelstand so um die 100 % das würde aber auch 0% Reiche bedeuten. Aber was ist schon Reichtum, Reichtum wäre doch wenn man sich an duftenden Blumenwiesen und Wäldern erfreuen kann, wenn es kein Leid und keine Kriege gibt. Wahrscheinlich brauchen wir beides, Gruppen die sich mal abgrenzen und auch Menschen die versuchen das System zu ändern.

    • Guten Abend, also erstmal ist es sehr interessant mit ihnen zu schreiben. Um meine Denkweise besser zu verstehen müssen sie ein wenig noch umdenken. 50% haben keine 100.000€. Das is das Geld was ich für mich alleine für völlige Autarkheit für das Haus+Grundstück+kleines E-Auto inkl. Ladestrom (die PV muss enstpechend dimensioniert sein). Ein paar laufende Kosten kann man sich aktuell nicht entziehen. Ich stehe in Kontakt mit Verbandgemeinden um ein Konzept auszuarbeiten. Jedenfalls sind in den 100.000€-120.000€ 50.000€ Grundstück einkalkuliert. Das sind jetzt Preise für 1 einzige Person. Tun sich 5-10 Leute zusammen reduzieren sich entsprechend kosten. Das ist mal die eine Sache. Ich denke das ist locker mit den derzeitigen Hartz4 finanzierbar, statt monatlich Mittel zur Verfügung zu stellen sollte ein halb autarkes Tiny Haus finanzierbar sein allein vom Staat schon möglich. Dann ist mein System ein Solidarsystem. Gehen wir von ihrer Zahl 50% haben keine 100.000, aber 80-90% 20000. Und 40% der 50% Prozent können locker mehr als 100.000€+ aufbringen. Geld ist in dem System im heutigen Sinne gar nicht vorgesehen. Wenn dann hartes Geld oder sagen wir Arbeitsleistung in voller Werthöhe. Es folgt auch eine neue Wertedefinition. Glück, Umweltbewusstsein, Nächstenliebe, Solidarität, Arbeitsleistungen, Lebensmittelgüter, Werkzeuge, Waren, Gesundheit, usw…das sind Werte die geschaffen werden müssen. Eigentumsdefinition müsste auch neu definiert werden. Kann man Mutternatur besitzen? Aber das sind Ideale bzw. eine Idealvorstellung. Einfach mal um ihnen meine Denkweise näher zu bringen.

      Man muss den Systemwechsel eben noch mit einbeziehen und die derzeitige Situation mitdenken.

      Politiker sind ein Teil davon, wie man einen Aufbruch erzeugen kann, und einige Regeln und Gesetze umsetzen kann. Dazu bedarf es Leute die mitmachen in der Politik. Und man darf die außenpolitische Verträge und die Machtstruktur der EU nicht vernachlässigen. Wichtig ist die Aufklärung über das Bildungsystem, das man dort ran kommen könnte.

      Um kurz auf die vom System zurückgebliebenen. Denen Wissen und Aufklärung vermitteln, diese über das Solidarssystem mitnehmen. Und vor allem denen Zugang zu gesunder Lebenweise verschaffen. Dazu gehört stressfreiheit, gesunde Lebensmittel, Unterstützung, Gesundheitsvorsorge vermitteln, usw. Das ist aber wohl erst nach Systemwechsel möglich. zurzeit kann man über Politik nur Linderung ermöglichen und Sozialleistungen stärken (auch Rente). Der Systemwechsel wird aktuell über solche Menschen nicht gehen um dem System zu entkommen, wohl eher mit der breiten Masse, die sich autark selbst ausrichten können. Ich spreche da schon von 80%, die das könnten. Die Umstellung muss schon ein wenig von Politik geduldet werden. Denn die aktuelle Rechtslage macht es unmöglich, das kostengünstig und ohne laufende Kosten zu ermöglichen. z.b. Wohnrechte gibt es nur innerhalb Siedlungen. Dann gibt es dort den Anschluss- und Nutzugnszwang. Das sind kosten von ca. Mindestens 100€ im Monat. Für Anlagen die man nicht braucht. Von den Kosten kann ich mich noch nicht befreien, ausnahme ich melde mich bei Eltern an und stelle es dort auf Grundstück. Aber ein Komzept mit Gemeinden auszuarbeiten ist möglich ohne große Systemanfeindungen. Und bitte bennenen sie diese Lebenswiese nicht mit Waldeinsiedler. Ich bin wie sie ein gewöhnlich moderner Mensch, der nur Lücken/Schwachstelle im System sucht und findet. Ich entziehe mich keinem technichen Fortschritt, ich fördere ihn sogar, wenn er im Natureinklang steht. Und wenn ich oder eine Gemeinschaft 99,9% dem System wurscht ist/sind. Also das wäre doch super, wenn man überhaupt nicht beachtet wird vom System und machen kann. Und wer redet denn davon, dass es nur ein System geben kann? Koexistenzen sind doch auch gut. Wenn die oberen 0,1% unter sich sind und keinem mehr Schaden, können die soviel spekulieren wie sie wollen. Mein Systementzug ist ein Angebot an alle. Ich brauche niemand überzeugen, ich möchte anbieten, niemanden überzeugen. Ich helfe Leute die Veränderung wollen, und die die es nie kapieren können im System verbleiben. Von der Politik muss nur eine Rechtslage geschaffen werden für „Systemaussteiger“. Ich denke, wenn man als Vorbild voran geht, braucht man niemanden überzeugen. Denn das ist auch so ein wichtiger Wert: Selbstbestimmung ohne Abhängigkeiten wie Arbeit, Existenzangst oder sonstiger Systemdruck. Wenn der genommen wird, entwickelt sich das System von ganz allein, ohne mein zutun. Und noch kurz zu Kreditvergabe und Zins. Beides wird nicht benötigt, allein Arbeitsleistung und Werteschöpfung reichen aus. Es gäbe dann keine Systemverlierer. Alte bringen sich mit Erfahrung ein, Kranke können nach ihren vorhanden Fähigkeiten integriert und Pflegebedürftige sind Teil der Solidarität. Aber bei einem gesunden System, gibt es kaum Pflegebedürftige und Kranke. Unser aktuelles System produziert Kriege, Verletzte, Kranke,usw. im Übermaß. Und wer fit ist bis ins hohe Alter, was m.E. der Normalfall sein müsste, der bringt sich durch geben ein, nicht durch nehmen. Sozialleistungen müssen nur auf dem Minimum sichergestellt werden.

      Einige Dinge konnte ich jetzt nicht aufgreifen. Ich mache mir auf ihre nächste Antwort morgen nochmal Gedanken. Gute Nacht!!

  2. Wow.

    Das war mit vielen schönen Anregungen (und Informationen) auf Augenhöhe mit Eugen Drewermann. Allerdings nicht mehr auf dem Standpunkt von ihm – den er ja eher in den 80ern entwickelt hat, sondern einfach 30 Jahre weiter gelebt.

    Besonders schön fand ich, wie du Ken den Spiegel vorgehalten hast, als er mit Abwertungen (von Politikern) anfing, und zwar völlig ohne ihn dafür schlecht zu machen. Daran werde ich mir ein Beispiel nehmen.

  3. Danke für das Gespräch!
    In diesem Gespräch kommen drei wesentliche Prinzipien der Shaolin zum Vorschein:

    1. „Begierde macht dich berechenbar, verletzbar und erpressbar.“
    –> Wir müssen erkennen, dass die Mächtigen nur durch uns diese Macht erhalten.

    2. „Habe keine Angst vor nichts (weder vor dem Leben noch vor dem Tod).“
    –> Wir sollten uns nicht durch Ängste geschürt von den Mächtigen leiten lassen.

    3. „Sei perfekt im Denken und Handeln (lerne so gut zu kämpfen, dass Du niemals kämpfen musst).“
    –> Wir müssen lernen zu handeln und nicht zu reagieren.

    Gruß!

  4. Erfreulich, mal wieder zu erleben, was möglich ist, wenn der Barbar nicht im Raum ist. Die Barbaren nennen sie Aussenseiter oder Autodidakten. Nur wenige, die einigermassen unbeschadet das Bildungs- und Erziehungssystem (Propaganda und Manipulation) „bestanden“ haben, sehen das – und geben es auch gelegentlich zu. Leider!
    Zum Verständnis von „Barbar“, hier noch einmal, was ich auch bei einem der anderen Beiträge hier zitiert habe:

    Mill, On Liberty, Einführung

    „Es ist kaum nötig zu sagen, daß diese Lehre nur für Menschen in der Reife ihrer Fähigkeiten gilt. Wir sprechen nicht von Kindern…Aus denselben Gründen bleibt die Betrachtung jener rückständigen Zustände der Gesellschaft außerhalb des Rahmens unserer Untersuchung, in denen sich das Menschengeschlecht im Zustand der Unreife befindet… Der Despotismus ist für die Barbaren die legitime Regierungsmethode, vorausgesetzt, der Zweck ist die Verbesserung ihres Zustandes. Freiheit als Prinzip wird erst dann anwendbar, wenn die Menschheit der Verbesserung mit Hilfe freier und gleicher Diskussion fähig geworden ist. Bis dahin gibt es für sie nur implizite Unterwerfung unter einen Akbar, einen Karl, wenn sie glücklich genug sind, einen solchen Führer zu finden.“

    „Die Zivilisation ist in den Völkern, die Barbarei in den Regierungen.“
    Victor Hugo

    Und wenn ich schon am Zitieren bin, und weil im Gespräch der Liberalismus kurz angesprochen wurde, hier noch Hayek, den leider auch Ken nicht auf dem Radar hat, der aber vor ca. 30 Jahren einen über Jahrzehnte skizzierten Plan vorlegte zur Realisierung dessen, was wir heute haben und vielleicht einer der wichtigsten Gamekeeper wenn nicht gar DER Gamekeeper ist.

    „Es mag hart klingen, aber es ist wahrscheinlich im Interesse aller, daß in einem freiheitlichen System die voll Erwerbstätigen oft schnell von einer vorübergehenden und nicht gefährlichen Erkrankung geheilt werden um den Preis einer gewissen Vernachlässigung der Alten und Sterbenskranken.“ – Die Verfassung der Freiheit, Tübingen, 1983, S.397

    „Und der vorherrschende Glaube an »soziale Gerechtigkeit« ist gegenwärtig wahrscheinlich die schwerste Bedrohung der meisten anderen Werte einer freien Zivilisation.“ – Recht, Gesetzgebung und Freiheit, Bd. 2: Die Illusion der sozialen Gerechtigkeit. Landsberg am Lech 1981, S. 98

    „Eine freie Gesellschaft benötigt eine bestimmte Moral, die sich letztlich auf die Erhaltung des Lebens beschränkt: nicht auf die Erhaltung allen Lebens, denn es könnte notwendig werden, das eine oder andere individuelle Leben zu opfern zugunsten der Rettung einer größeren Anzahl anderen Lebens. Die einzig gültigen moralischen Maßstäbe für die »Kalkulation des Lebens« können daher nur sein: das Privateigentum und der Vertrag.“ – Interview in: El Mercurio, Santiago de Chile, 19. April 1981

    „Und der vorherrschende Glaube an »soziale Gerechtigkeit« ist gegenwärtig wahrscheinlich die schwerste Bedrohung der meisten anderen Werte einer freien Zivilisation.“ – Recht, Gesetzgebung und Freiheit, Bd. 2, Landsberg am Lech 1981, S. 98

    „Ungleichheit ist nötig. […] Wenn wir garantieren, dass jedermann am Leben gehalten wird, der erst einmal geboren ist, werden wir sehr bald nicht mehr in der Lage sein, dieses Versprechen zu erfüllen.“ – Interview mit der Wirtschaftswoche, 1981

    „Gegen die Überbevölkerung gibt es nur die eine Bremse, nämlich, dass sich nur die Völker erhalten und vermehren, die sich auch selbst ernähren können.”

    „So muss ich offen zugeben, dass ich, wenn Demokratie heißen soll: Herrschaft des unbeschränkten Willens der Mehrheit, kein Demokrat bin und eine solche Regierung sogar für schädlich und auf die Dauer für funktionsunfähig halte.”

    „Wahr ist, daß eine soziale Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft, ein sozialer Rechtsstaat kein Rechtsstaat, ein soziales Gewissen kein Gewissen, soziale Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit – und ich fürchte auch, soziale Demokratie keine Demokratie ist.“

  5. Gutes Gespräch wieder mal.
    Auf das ich schon lange, über ein halbes Jahr gewartet habe. Anfang des Jahres hat Herr Jebsen in einer MMM auf Peter Frey und seinen Blog hingewiesen und dass es das Gespräch gegeben habe und hat für den Blog geworben. Ich kannte ihn schon und war nun gespannt wie ein Flitzbogen und wartete und wartete…
    Zwei Fragen: Warum dauert es manchmal so lange, bis ein Video endlich gesendet wird? Und noch viel wichtiger: Könnt ihr nicht das Gesprächsdatum zu Beginn einblenden oder zusammen mit der Kontonummer, vielleicht?

    • Danke Lili,
      so war es und – um ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern – kaum war das Interview zu Ende, brach es auch schon heraus. 🙂 Klassischer Blackout, den man sich zwar gerade in einem Interview nicht wünscht, aber die Dinge geschehen eben …

      Herzliche Grüße, Peter

Hinterlasse eine Antwort