KenFM im Gespräch mit: Peter Haisenko und Hubert von Brunn („Die humane Marktwirtschaft“)

Kooperenz!

Die Bundesrepublik Deutschland verfolgte als Teil der kapitalistischen Wertegemeinschaft über Jahrzehnte einen Sonderweg.

In der damaligen Bundeshauptstadt des damals noch geteilten Deutschlands, Bonn, versuchten alle Parteien über Jahrzehnte, die großen sozialen Verwerfungen der reinen Lehre von Angebot und Nachfrage dahingehend die Spitzen zu nehmen, indem der Staat mit flankierenden Maßnahmen immer wieder korrigierend eingriff. Die Bundesrepublik mischte mehr oder weniger zwei Konzepte. Kapitalismus und Sozialismus. Jeder sollte seines Glückes Schmied werden können, aber niemand sollte auf der Strecke bleiben, falls er vom Schicksal benachteiligt worden war.

Die BRD nannte ihr Wirtschaftskonzept „Soziale Marktwirtschaft“. Ein Markt, dessen Kreativität gefördert wurde, dessen aggressivste Player dann aber in ihren Möglichkeiten, Schaden anzurichten, beschränkt wurden.

Spätestens seit sich die BRD vollkommen der Neoliberalen Agenda unterworfen hat, seit sie das eigene Konzept mit der Agenda 2010 aufgab und sich von den „Märkten“ treiben lässt, steht der soziale Frieden in Deutschland auf der Kippe.

27 Jahre nach Mauerfall hat sich Deutschland zu einer Nation entwickelt, in der die Einkommensschere immer weiter auseinander geht, in der der Niedriglohnsektor wächst, arm trotz Arbeit keine Seltenheit mehr darstellt, und in der vor allem immer mehr Menschen von Verelendung im Alter betroffen sein werden – und schon betroffen sind. Weder die Renten sind sicher, noch die Zukunft.

Wie kann man dieses, auf einen Bürgerkrieg zulaufende Szenario abwenden? Wie findet dieses Land zu dem zurück, was man mal als Generationenvertrag vereinbart hatte? Ist es überhaupt realistisch, als Land, das fest eingebunden ist in die Globalisierungs-Diktatur, einen Sonderweg einzuschlagen?

Neue Ideen wurden sehr oft von Außenseitern erdacht und in die Welt gesetzt. Technischer Fortschritt ging oft von Laien aus, die die Scheuklappen eines bestehenden Systems ignorieren konnten, da sie als freie Denker, gewissermaßen freie Radikale, jahrelang im Privaten über neuen Ideen brüten konnten. Etablierte Branchen erfuhren oft von Menschen, die bisher als Spinner galten, den entscheidenen, verjüngenden Impuls, der ihnen half, zu überleben.

Die Konkurrenz des Guten ist das Bessere, und machmal ist das Beste eine Mischung aus Gegenwärtigem und Vergangenem. Wie kann es gelingen, die Soziale Marktwirtschaft so neu zu interpretieren, dass sie für die Zukunft taugt?

Die Autoren Peter Haisenko und Hubert von Brunn haben sich mit dieser Frage beschäftigt und dazu ein gemeinsames Buch verfasst. Ein Idee auf Papier.

Sie nennen diese Idee „Die humane Marktwirtschaft“. Simple, machbar, fair.

KenFM gab dem Duo die Möglichkeit, ihr Konzept für eine mögliche und vor allem friedliche Zukunft vorzustellen. Kooperenz war der Begriff, der uns nach dem Gespräch in den Sinn kam. Kooperation und Konkurrenz in einem natürlichen Mischverhältnis.

Inhaltsübersicht

Die Geschichte des Geldes: Vom „fließenden Geld“ zum „ewigen Pfennig“

Ungleichverteilung, Gier und Macht: 62 Menschen haben soviel wie die Hälfte der Menschheit

 Realwirtschaft und virtuelles Geld: 99% des Geldes im Umlauf sind nicht gedeckt

Das Modell „Humane Marktwirtschaft“: Wertspeicher, Umlageprinzip, Grundeinkommen

Das System gleicht sich aus: Die Vorteile von „Weniger Staat“ und Wertspeicher

Zinszahlungen und Kredite im Sinne des Gemeinwohls

Geldscheine mit Verfallsdatum reduzieren Korruption und Ausbeutung

Die humane Landwirtschaft: der Wert der Lebensmittel muss wieder sichtbar werden

Die Balance von Gemeinsinn und Eigenverantwortung: Transparentes Regelwerk verhindert die Tyrannei des Stärkeren

Eine demokratische Alternative, die Allen nützt

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95 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Peter Haisenko und Hubert von Brunn („Die humane Marktwirtschaft“)

  1. Dieser und andere Beiträge zeigen, wie sehr gute Konzepte in unserem Land fehlen. Und das an so vielen Stellen. Das ist sehr schlimm. So schlimm, daß viele versuchen, selbst Antworten zu finden. Das ist in jeder Hinsicht zu begrüßen. So kann man besser andere Ideen bewerten und dann seine Meinung schärfen.
    Und auch wenn große fundamentale Schwächen schon im Wortbeitrag zu erkennen sind, bleibt die Idee, selbst zu denken, absolut zu begrüßen.

  2. Nun haben wir also, nebst Franz Hörmanns OSBEEE, Andreas Popps und Rico Albrechts Plan B, Ulrike Guerots European Republic under construction und anderen Konzepten, die ich nicht kenne, eine weitere Utopie namens Humane Marktwirtschaft. Hierbei ist Guerot die einzige, welche die ihre auch als solche benennt. Eine Utopie zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass der Weg dorthin entweder nicht beschrieben wird oder dass dieser schlicht unmöglich ist, gegeben durch die aktuellen Umstände.

    Was mir persönlich an allen diesen Konzepten missfällt, ist die Tatsache, dass sie, meiner Ansicht nach, in eine Falle tappen. Finde ich mich vor einem starken Gegner wieder und will oder muss ihn bekämpfen (im übertragenen Sinn), ist es ratsam, seine Schwächen zu eruieren und mich darauf zu konzentrieren. Ich wäre schlecht beraten, ihn dort anzugreifen, wo er am stärksten ist. Wären wir im Mittelalter wäre es keine sonderlich gute Idee, an die Vernunft der Gläubigen zu appellieren, denn auf dem Glauben beruht schliesslich die Macht der Religion. Genauso verhält es sich mit der Ökonomie und der Politik im Kapitalismus. Natürlich muss das Geldsystem grundsätzlich verändert werden, um die herrschenden Missstände zu beseitigen. Die Machtverhältnisse werden jedoch genau das verhindern. Peter Haisenko und Hubert von Brunn möchten eine politische Partei dafür gewinnen, um eine Umsetzung ihrer Ideen zu ermöglichen. Andreas Popp erklärt aber sehr kohärent, warum genau dies unmöglich ist, im Gespräch mit Christoph Hörstel, über dessen Gründung der Deutschen Mitte. Ich bin der Ansicht, dass wir politische Parteien brauchen, welche für solche Ideen offen sind. Aber auch deren Möglichkeiten sind stark eingeschränkt, durch die Gesetzgebung, welche für sie bindend sind.

    Es liegt mir fern, die Denkarbeiten dieser Personen in den Schatten zu stellen. Wir benötigten aber, meiner Meinung nach, einen praktischen Ansatz, welcher zum Ziel hat, unser Bewusstsein und unsere Gesellschaft dahingehend zu verändern, dass die Schwachpunkte des vorherrschenden Systems ausgemerzt werden. Wohin sich das schliesslich entwickelt, muss nicht im Vornherein definiert werden. Viele Wege führen nach Rom. Sollten wir unterwegs jedoch feststellen, dass wir im Grunde gar nicht nach Rom wollen, sondern nach Paris, so ist einfach wichtig, dass wir uns fortbewegen und etwas tun und nicht etwa, dass wir tagträumen und uns vorstellen wie schön es wäre, wenn wir schon da wären.

    Ein weiterer Punkt ist, dass es sich bei ökonomischen Utopien immer um zentralistische Konstrukte handelt. Und ich bin ganz und gar nicht von Brunns Meinung, dass die anarchische Alternative keine solche wäre. Anarchie bedeutet, schlicht ausgedrückt, Selbstbestimmung. Das hat nichts mit Bombenlegern und Individualisten zu tun, die glauben, einfach tun und lassen zu können, was ihnen gerade einfällt, sondern mit dem Übernehmen von Verantwortung und dem Erreichen des Gleichgewichts zwischen dem Individuum und der Gesellschaft. Ein ökonomisches System ist hingegen immer zentralistisch, weil es einen gemeinsamen Nenner verwendet, der i.d.R. über eine gemeinsamen Währung ausgedrückt wird.

    Eines der Hauptprobleme des Kapitalismus ist, dass jedes Ding und jede sogenannte Dienstleistung einen Preis braucht. Ansonsten existiert es im System schlicht und einfach nicht. Der Schwachpunkt davon ist die Kultur, denn in keinem anderen Sektor ist die Diskrepanz zwischen der Summe der Teile und dem Ganzen so gross. Aus diesem Grund muss die Umwälzung einen kulturellen Ansatzpunkt haben, keinen ökonomischen, denn auf ökonomischer und politischer Ebene haben wir schlicht keine Chance, während auf der kulturellen Ebene der Kapitalismus extrem schwach ist.

  3. zum Thema Exportüberschüsse:
    Die Wirtschaft eines Landes wird in drei große Bereiche aufgeteilt : Unternehmen, Privathaushalte und den Staat.
    Wo geht also das Geld aus den Exportüberschüssen hin?
    Da brauch ich gar keine offiziellen Stellen anschreiben. Nur mal nachdenken.Wer bekommt wohl den Löwenanteil im Kapitalismus?
    Wenn man ein Buch über eine humanere Marktwirtschaft schreibt, sollte man zumindest eine leise Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen haben.

    • was sie/du meinst sind die makro-Finanzierungssalden und es sind 4 Bereiche! das Ausland fehlt.
      genau dahin verschwinden die „sparversuche“ . z.Z. in form von Krediten ins Ausland. mal sehen wie lange das noch gut geht?!
      2017 ? wenn Frankreich eine Präsidentin hat oder 2018? wenn es in Italien ein links-rechs- Bündnis gibt. und es gibt noch trump der evt. einen währungskrieg lostritt.
      ick bin schon voller spannung

    • Das Ausland bekommt ja die Waren und Dienstleistungen. Deshalb habe ich das Ausland weggelassen.
      Die Gewinne, auch wenn es „NUR“ Schuldscheine sind, betreffen das Inland.
      (deutsche Unternehmen, deutsche Privathaushalte und den Staat BRD)
      Das das Ausland da am meisten profitiert, glaube ich auch.

    • leider nur halbherzig.
      das Ausland solange es in der Währungsunion ist, hat keinen Vorteil. da das Ausland die schulden besitzt! siehe Südflanke Europa, ich verweise auf makroskop.eu
      irgendwann werden die „schuldenländer“ aus der Währungsunion aussteigen und dann wird die deutsche mark 2.0 aufgewertet und die schulden des ausland`s gegenüber deutsche mark 2.0 abgewertet.
      d.h. all die deutschen jetzige „sparversuche“ Staat, unternehmen, HAUSHALTE sind die verlierer.
      HAUSHALTE- jeder sparer, auch die eine Lebensversicherung, Riesterrente u.s.w. haben, werden abgewertet. würde mich nicht wundern, wenn es in diesen zustand, in der „bild“ es eine schlagzeile gibt “ der deutsche sparer/lebensversicher bekommt nur noch 70% vom 100%“

      gruß

  4. Das die Stewardessen und die Pilotinnen bei der Lufthansa viel höhere Ausfallzeiten haben und das gleiche verdienen, das ist ja eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit! – ???
    Wenn das so unwidersprochen hingenommen wird, zeigt das mir, in welchen System Herr Haisenko und auch Ken sozialisiert wurde.
    Da ist einer neidisch, weil Frauen, die ja häufig eine Doppelbelastung (Haushalt, Geburt, Kindererziehung) haben, den selben Lohn für gleiche Arbeit haben.
    Es ist doch mehr als gerecht, wenn Frauen das gleiche verdienen wie Männer.
    Herr Haisenko hat keinen Schimmer was z.B. eine alleinerziehende Mutter am Tage so leistet.
    Wenn ein Unternehmen das unterstützt ist, was ja eine Ausnahme ist, finde ich das gut und gerecht.

    Das Frauen Kinder gebären und nicht die Männer – das sollte man schleunigst ändern.
    Ich fürchte, dann wollen die Männer dafür vom Staat auch noch ne zusätzliche Aufwandsentschädigung.

    „Keine Gleichmacherei“ ist immer wieder ein Argument, wenn es um Verhinderung von Gerechtigkeit geht und wenn man so will eine auch Spielform der Spaltung der Gesellschaft.

    • Gleichberechtigung wäre ein Fortschritt, in der Tat. Es existiert ja nicht einmal eine Gleichberechtigung zwischen „Ost und West´´. Wäre mal ein Anfang.

      Aber theoretisch unterbinden ja die Gesetze das. Also in sämtlichen geistigen Arbeiten sehe ich das auch zu 100 % ein das da was passieren muss. Aber wie steht es um körperliche Arbeit? Eine Frau die auf der Baustelle arbeiten will, gut, soll sie machen, wenn sie das will. Nur sind da ja gänzlich andere Anforderungen an den Körper gestellt. Oder die Damen die in Getränkemärkten arbeiten, auch die Alten- und Krankenpflege. Das ist ja nicht ohne. Wäre auch mal eine interessante Diskussion, wie da ein Arbeitgeber die Gleichberechtigung stemmen soll. Also zum einen bin ich für die Gleichberechtigung aber die Widersprüche existieren leider nun mal. Vielleicht hat ja auch Frau Bonath mal bei Gelegenheit einen Text dazu.

    • Körperliche Arbeit ist ja in vielen Bereichen weniger geworden.
      Wenn man will, findet man immer einen Grund, warum man den Lohn drücken muss.
      Ich kenne z.B. eine Fliesenlegerin, die wirklich gut und auch schnell arbeitet.
      Sie findet aber keine Festanstellung. Angeblich traut man ihr die körperliche Arbeit nicht zu.
      Für das Arbeiten in einer sogenannten Maßnahme (als Fliesenlegerin) war sie aber gut genug – sogar der Chef der betreffenden „Wohlfahrtseinrichtung“ nahm ihre Dienste gerne auch privat in Anspruch.

  5. Auf jeden Fall besser als das gegenwärtige Geldsystem, das nicht funktionieren KANN!
    Es muß ein anderes, nützliches Geldsystem geschaffen werden. Meiner Meinung nach würde es schon ausreichen, jeden Menschen mit einem Grundeinkommen auszustatten, das ausreicht, alle Grundbedürfnisse garantiert bestreiten zu können ( auch ohne „Arbeit“ ). Danach würden sich wahrscheinlich 95% aller gegenwärtigen Probleme sehr schnell in Luft auflösen….
    Geld existiert nicht, es nur ein mathematisches System! Ob jemand jetzt ein Grundeinkommen von 400 Euro oder 1 Million erhält, ist im Grunde völlig unerheblich… zudem ist Geld nur eine Illusion, das man in beliebiger Menge herstellen und auch wieder vernichten kann….
    10 Jahre später fragen sich die Menschen wahrscheinlich: Wieso haben wir eigentlich noch Geld????

    • Danke Silencer, das ist ein interessantes Interview mit vielen guten Einsichten. Frau Gronemeyer könnte ich mir auch bei KenFm vorstellen.

  6. Mir hat das Gespräch im Grunde gut gefallen, auch wenn ich die in den Kommentaren geäußerte Kritik teils teile, teils nachvollziehen kann.
    Meine Zweifel habe ich auch an der „Hoheit“ dieses Wertspeichers, aber diese Zweifel beruhen natürlich auf der Annahme, dass sich nach wie vor dieselben, nach Macht strebenden Menschen an den Schaltstellen des Systems tummeln.

    Am Ende können wir womöglich die besten, ausgefeiltesten, humanen Systemmodelle entwickeln, die dennoch immer scheitern werden, weil der Mensch als solcher sich nicht ändern kann/will. Wenn man so denkt, dann hat wohl ohnehin nichts, was wir tun, einen Sinn. Will man jedoch einen etwas hoffnungsvolleren Blick in die Zukunft werfen, sollte man wohl auch einer vermeintlichen Utopie eine Chance geben.

    Wichtiger als die Kritik an der sicher noch nicht 100% durchdachten Theorie ist m. E. jedoch allein die Tatsache, dass überhaupt mal in eine andere Richtung gedacht wird und das von den meisten Menschen als „alternativlos“ und sozusagen als in „Stein gemeißelt“ betrachtete herrschende Wirtschaftssystem in Frage gestellt wird. Fast immer, wenn ich mit Bekannten darüber spreche, dass das Zins- und Schuldgeldsystem die Ursache vieler Übel sei, stoße ich auf blankes Unverständnis. „Das geht aber nicht anders“, höre ich dann, oder „Was Du Dir so vorstellst, ist völlig illusorisch, ohne Zinsen geht gar nichts“, etc.

    Insofern finde ich auch dieses Gedankenmodell interessant und wichtig. Das erste alternative Gedankenmodell, das ich kennen gelernt habe, war der Plan B von Andreas Popp (Wissensmanufaktur) und trotz der jahrelangen Ausarbeitung wird auch dort nicht behauptet: „So, das isses jetzt“ – man ist auch dort offen für Diskussion und Kritik.

    Auch Prof. Hörmann hat spannende Modelle entwickelt, die aber auch nicht überall auf jubelnde Zustimmung stoßen. Zweifel und Kritik, sofern konstruktiv, sind auch hier wichtig und richtig.
    Aber womöglich käme bei einer Kombination der verschiedenen neuen Denkmodelle durchaus eine praktikable Lösungen zum Vorschein.

    Und auch wenn es die perfekte Lösung nicht gibt, Entschuldigung, aber etwas Besseres als das, was wir hier gerade haben, wird es wohl auf jeden Fall werden …

  7. Hm…klingt alles sehr nett was die zwei da erzählen aber das war es auch schon, leider.
    Was überhaupt keinen Sinn macht, ist es den Zins weiter zu behalten. Egal in welcher Form. Er muss ja, so oder so und irgendwie erwirtschaftet werden. Was zur Folge hat das irgendwo ein Defizit verursacht wird, ganz gleich in welcher Form dann bezahlt wird. Das würde maximal bei Krediten in kleiner Höhe gehen. Da laut aussage die Summe egal ist, stimmt das einfach nicht. Wenn eine Person 100.000 € für eine Firmengründung will und 120.000 zurückzahlen soll, ist das ein überschaubarer Betrag. Einfach eine Null dranhängen und es sieht gänzlich anders aus.
    Es gibt keine Garantie für Gewinn!
    Lediglich der Naturzins funktioniert aber eben nur in Land- und Forstwirtschaft und auch da nur sehr begrenzt.

    In der Buchhaltung läuft alles, so im Ursprung, auf NULL hinaus. Heißt: Nur so viel ausgeben, wie erwirtschaftet wurde. Ja tatsächlich im Prinzip eine Milchmädchenrechnung. Aber selbst da scheitert es ja schon von Berlin nach NY und weiter um den Globus.

    Meiner Meinung nach hilft nur 1. ein globaler Schuldenschnitt und die absolute Abschaffung des Zinssystems. Oder es igeln sich Länder ein und arbeiten zusammen. (Das Thema Vetrauen wurde schon weiter unten angeschnitten). Ein Land wie Deutschland bietet zwar Know-how hat aber eben keine Ressourcen. Und das bedeutet Vertrauen bzw Abhängigkeit. Und letztendlich wieder den guten Willen des Lieferanten. Und auch der Lieferant wird sich irgendwann sagen: warum die beliefern, wenn ich selbst das Know-how entwickeln kann? (Lediglich eine Kann-Möglichkeit einer Entwicklung)

    2. ein global (und das geht leider nicht anders) geregeltes Bevölkerungswachstum, das ist ähnlich wie die Zinsproblematik (unendliches Wachstum aber begrenzter Raum).

    und 3. die Erforschung und Verbesserung der Energieversorgung. Vorzugsweise EE oder in Kombination mit Kernenergie. (Thorium(überall auf der Erde (ohne Monopol-Stellung)) und FlüssigsalzReaktoren, beispielsweise. Später vielleicht noch die kalte Fusion).

    Also kurz um: ein absoluter Stop der Ausbeutung und ihrer Ausdehnung. Dadurch das ja mehr Lebensmittel produziert werden, könnte man also ermessen, was tatsächlich gebraucht wird und nur ein wenig mehr (um Ernteausfälle vorzubeugen etc) produzieren. Und so der Natur etwas zurückgeben.

    Aber die beiden Nasen aus dem Video…so gut auch die Absicht ist, zu Ende gedacht haben sie es nicht. Die Erde wird sich trotz „Pause drücken´´ weiterdrehen, nicht langsamer und auch nicht schneller. Sollen die Super-Reichen auch die real erwirtschafteten Summen behalten dürfen, doch das durch Zins erzeugte Geld ist weg!

    • Zinsen, die an die Gemeinschaft zurück fliessen, sind sogar sehr sinnvoll. Wer sich Geld leiht, sollte dafür auch etwas mehr zurückzahlen, da er mit dem geliehenen Geld in der Gegewart schon einen Mehrwert hat, den er sich sonst erst in der Zukunft hätte leisten können. Das wäre unfair gegenüber jenen, die warten bis das Ersparte ausreicht. Des Weiteren würden sich ohne Zins weiterhin riesige Blasen bilden, wie schon jetzt. Der Unterschied zum jetzigen System: es fliesst in die Gemeinschaft statt sich auf immer weniger Superreiche zu konzentrieren, und das ist der springende Punkt.
      Ausserdem müssen schliesslich die Sachbearbeiter bezahlen werden.
      Hier wird eine konkrete Lösung geboten. Weiterdenken und feilen lässt sich sicherlich.

    • Der buchhalterische Zinssatz ist und bleibt ein künstlich geschaffener Wert! Es fließt nichts an die Gemeinschaft zurück, da das Geld in irgendeiner Art und Weise erwirtschaftet werden muss. Wenn ich 100 Euro verleihe und 110 Euro haben will, müssen die 10 Euro irgendwo her kommen. Aktuell geschieht das durch die virtuelle Schaffung. So verhält es sich auch wenn ich sage ich will 100 Euro zurück plus 10 Äpfel. Die Frage dreht sich dann um den „Wert´´ der Äpfel zu dem Zeitpunkt der Rückzahlung, da der Wert einer Sache oder einer Dienstleistung (normalerweise) durch Angebot und Nachfrage bestimmt ist. Und selbst wenn es mir prinzipiell egal wäre, wann ich diese Äpfel unter Auslassung von Inflation/Deflation zurückbekomme, muss der Schuldner diese Äpfel von irgendwo beziehen. Anders funktioniert der Zins nicht, auch nicht wie gerade mit den Äpfeln als Naturzins erklärt. Und wie gesagt, das sind kleine Beträge, wo es vielleicht gehen mag aber nicht bei der Gründung einer Firma etc.

      Die Bank soll sich über Kontoführungsgebühren bezahlen und durch entsprechenden Service. Und nur Geld durch entsprechend hohe Selbsteinlagen finanzieren, ohne Zinsen zu verlangen! Und ja, dann muss ich eben sparen wenn ich etwas kaufen will. Den Apfel kann ich auch erst essen, wenn der Baum Früchte trägt. Da ist dann wieder der Apfel der Zins für die Zeit die ich gegeben habe. Es ist dabei auch egal ob es bei wenigen Einzelnen ist oder an die Gesellschaft zurückgeht. Wie gesagt, in kleinem Rahmen ist das machbar aber nicht wenn, es um Millionen oder noch mehr geht. Die Summen sind dann nicht mehr überschaubar und es gibt keine Garantie das dann nicht jemand sich bestechen lässt.

      Der Mensch an sich vertraut sich eh wenig bis gar nicht, warum dann also darauf vertrauen mehr Geld zurückzubekommen als man geliehen hat, statt sich den Zins in Form von Anerkennung und dem Wissen jemandem geholfen zu haben auszahlen zu lassen? Weil der Mensch in seiner ekelerregenden Gier, Geld mit Anerkennung gleichsetzt obwohl er mehr denn je ein Sklave ist. Denn selbst ein Sklave, egal ob zu Zeiten der Antike oder in den U.S.A hatte ein Dach überm Kopf und zu essen. Das ist heute nicht mehr der Fall!

  8. Wertspeicher? Jeder der das was er zu viel hat da rein tut / tun muss o.ä. hat auch das Recht auf den ersten Zugriff, wenn er es braucht! Ha Ha – selten so gelacht!!! Weil dieser Wert ja gleich weiter gegeben wird! Das heißt bei einer begrenzten Menge Geld ist dann nichts mehr da, wenn sich jemand von dem, was er zu viel hatte, einen Lambo kaufen will!
    Im übrigen frage ich mich, wo denn die ganzen freigesetzten Steuerfachkräfte und Sachbearbeiter der Steuerverwaltungen arbeiten sollen, – nach der Industriealisierung 4.0 fallen ja schon sämtliche andere Jobs weg?
    Und wenn der Pilot darauf besteht, das auch in diesem System gearbeitet werden muss, würde ich, sobald jemand etwas in den Wertspeicher tut, dieses nehmen und in eine vollautomatisierte Produktionsstraße investieren, die für mich die Arbeit macht! – Das erwirtschaftete Geld von qualitativ hochwertigen Produkten mit einer langen Lebensdauer kann ich ja dann wieder der Allgemeinheit im Wertspeicher zur Verfügung stellen. Ist doch Schwachsinn!

    Die Einsicht, das man zu einem gewissen Punkt, sagen wir einmal Null, zurückkehren sollte, finde ich ganz vernünftig, – aber die Bauleute haben den Eckstein ja verworfen und ihn zu einem Stein des Ärgernisses erklärt, weshalb er zu einem Fels des Anstoßes geworden ist!
    Jedes System das dem Menschen die Würde nimmt ist Menschenunwürdig weil unmenschlich!
    Und jedes System das Menschen zu Personen erklärt, ist ein solches!
    Geld ist ein Zahlungs/-Tauschmittel und muss im Umlauf bleiben – also sollte jeder der es aus dem Verkehr zieht Zinsen zahlen! Ich wiederhole: Jeder der es aus dem Verkehr zieht sollte Zinsen zahlen!
    Arbeit sollte nicht Automatisiert, sondern erleichtert und vor allem so bezahlt werden, das der Arbeiter davon leben kann!
    Und die Staatsdiener sollten nicht Oben, sondern Unten sein!

  9. ein ziemlich schwaches interview.
    wenn man schon nicht vom fach ist, sollte ein jeder der sich mit dieser Thematik beschäftigt, dass ein oder andere buch ökonomischer Richtung gelesen haben.
    sonst stellt man sich neben hr. sinn und co und postuliert seine ideologische inkohärente Theorie, mit der folge, das der da draußen noch verwirrter ist. siehe kommentarleiste!

    die essenz dieses gesprächs ist eine Mischung aus neoklassischen Ideen und Monetarismus 2.0

    von daher, nacharbeiten!!

    • Argumente ?!
      1. man sollte schon wissen, welche fuktion banken in einer Volkswirtschaft hat (Verteilung von Geld, quasi eine hoheitliche aufgabe)
      2. Ökonomie (VWL gesamtwirtschaft) kann man nicht mit micro-Ökonomie erklären (wie hr. sinn, schäuble u.a.)
      3. monetarismus gab/gibt es schon seit ca. 30-40jahe und ist kläglich gescheitert. Monetarismus 2.0 (das hier beschriebene vollgeldsystem) ist genau das selbe, nur aus der umgekehrten perspektive.

      wie schon erwähnt, wenn man sich für Ökonomie interessiert, sind bücher hilfreich. als den pauschalen Unsinn nachzuplappern!

  10. Ein tolles Gespräch, mit Inhalten, die an Schulen vermittelt werden müssten. Vielen Dank.

    Den geistigen Höhenflug auf dem Boden der bestehenden Tatsachen und Machtverhältnisse zu landen, wird ein schwieriges, aber – mit guten Piloten, guten Lotsen und eingespielter Crew – mögliches Unternehmen.

    Die Alternativen im jetzigen System sind Polizeistaat (oder Wirtschaftskollaps).

  11. Erich Mühsam hat schon zu seiner Zeit von den „Lampenputzern“ gesprochen, die keine „Revolutzer“ sein können, denn Revolution sei nun mal keine Sache, während der man Lampen, stellvertretend das althergebrachte Denken, „putzt“, also pflegt.
    Die Auffassungen von den beiden Autoren sind derart weit von einem „Nullpunkt“ entfernt und derart ineinader widersprüchlich, dass ich schon nach dem ersten Drittel anhörens wusste: Gleich kommt „Anarchie ist Chaos“ – und Peng! In Minute 80 oder so ging es dann los 😉 „Wir würden uns dann ja jeder wie er will die Köpfe einhauen“ – Blabla. Ich möchte den Herren folgendes auf den Weg geben: Nur ihr angeblicher Schutzherr aller menschlichen Ordnung, der Staat, hat es bisher geschafft, so viele Morde ungesühnt zu begehen und immernoch die Geschicke der Menschen in die selbe Richtung zu lenken, dass jeder Mord von Einzelpersonen ohne bspw. Militär und die „Belange der Nation“ im Hintergrund eine Farce sind. Aber gut – wenn der Staat so toll ist – vielleicht irren sich Millionen Tote einfach und sie sind Opfer einer unumgänglichen Naturkatastrophe geworden… wer weiß!
    Je und das schöne ist auch, dass diese ganzen Idee von „netten Banken“ schon ewig alt sind.

    In der Entwicklung des Sozialismus, ich meine Sozialismus nicht Marxismus, was die beiden und anscheinend auch der Moderator nicht verstanden haben, gab es das nicht nur bei Proudhon, sondern, wenn ich mich recht erinnere, auch bei Fourier.
    Sozialismus hat mit Staat nichts zu tun – was die Leute da im Video meinen, heißt Staatskapitalismus, gab es in der DDR, der Sovjetunion, die keine Union von Sovjets war, usw.
    Kapitalismus anders zu nennen schafft ihn nicht ab, noch bringt uns das was anderes.

    Ihr könnt euch auch die witzige Situation gar nicht vorstellen, in der ich heute dieses Interview gehört habe: Also ich arbeitete mit Kapselgehörschutz und drinnen In-ear-Kopfhörer 😉 während ich mit einem Abrisshammer einen Betonsaum abgestemmt habe. Während ich da so buckele kommt ein Architekt vorbei – ihr kennt die Typen, legen einen Plan hin, wollen, dass man ihn erst korrigiert und dann in die Tat umsetzt und streichen am Ende die Loorbeeren ein. Dieser Typ hatte Schuhe an, die waren wahrscheinlich teurer als mein Monatslohn. Also keine Sicherheitsschuhe, wie es auf der Baustelle eigentlich Vorschrift ist, nur so nebenbei.
    Also wie er so philosophiert sagt einer der beiden: „Natürlich muss es soziale Unterschiede geben“….
    Ganz mal davon abgesehen, dass beide keinen blassen Schimmer von der Spanischen Revolution hatten (Hust! Bei dem Thema!) scheinen sie auch in diesem Punkt etwas durcheinander zu bringen: „Soziale“ Unterschiede sind ja erst durch Religion in unsere Gesellschaft gesickert. Eigentum zum Beispiel. Man glaubt dran oder nicht – aber im Grunde gibt es nirgendwo Eigentum und die Gesetze nach denen es „funktioniert“.
    Nun – als diese „sozialen Unterschiede“ sind also gemacht. Nicht natürlich. Sie sollen aber erhalten bleiben. Also ich bin einfach nur ein schlechter Menschen und im sozialen Unterschied zum Architekten habe ich das alles eben „verdient“, respektive andersherum.
    Das widerspricht sich mit der Aussage der beiden, dass ja manche entlohnt werden, über das Maß, was sie verdienen hinaus. Also was soll ich jetzt glauben?
    Wie auch immer – fand ich sehr dünn und widersprüchlich. Und es sind wieder die „Experten“ und der Staat, die uns den Weg weisen sollen – Gähn – weil wir uns ja sonst die Köpfe einschlagen.
    Passiert in den staatsgemachten Kriegen höchst selten.
    Also hier wird versucht den Kapitalismus zu retten, indem er in so einem Stadium wie dem präsentierten überwintert.
    Denn mir kann keiner sagen, dass Grundbesitz und Besitz an Produktionsmitteln keine Macht darstellen – nur so nebenbei.
    Ich hoffe Susann Bonath zerpflückt unsere beiden Herren noch – das wär ein Spaß!

    • Die sozialen Unterschiede in der Humanen Marktwirtschaft wären aber sehr viel geringer als im Jetzigen System. Wenn die Herren sagen, dass es soziale Unterschiede geben muss, erhöht das die Akzeptanz bei jenen die das evtl. vielleicht mal durchwinken sehr viel mehr, als wenn man sagt: alle verdienen das gleiche.

      Warum Sie sich von einem Architekten sagen lassen, was Sie tun sollen, kann ich nicht nachvollziehen, angesichts Ihrer Kommentare hier. Mir gefällt Ihre (geistige) Rebellion gegen die Obrigkeit, und wenn Sie die in die Praxis umsetzten noch mehr, und damit gleichzeitig ein Stück des Betonsaum der verkrusteten Pyramidengesellschaft abstemmen. Also zB selbst die Pläne machen und dann vonnem Architekten abzeichnen lassen.

      Zur Anarchie: die Herren sagten, dass wir Regeln für das Zusammenleben brauchen, damit nicht die Tyrannei des Stärkeren gewinnt. Da stimme ich zu.

  12. Das einzig wirklich überzeugende an dem Interview war das Beispiel mit den 500 Euro Scheinen.
    Ich war echt erstaunt und musste erst mal stoppen und nachrechnen. Stimmt, ein Packen 500 Euro Scheine ergeben 10 cm Höhe bei 1 Mio Euro. 10 cm ( 1Mio)x 1000 = 1 MliardeEuro = 100 Meter Höhe
    Ich konnte es aus Platzgründen nicht nachmessen. Meine Kellerdecke ist nicht so hoch.

    Leider ist die Ökonomie gar nicht so schwierig.
    Der Grundgedanke des Geldes ist, ein Tauschmittel für eine Leistung zu haben, die den direkten Tauschhandel ablöst und gleichzeitig ein Pfand in der Hand zu haben, welches es gestattet, zu einem anderen Zeitpunkt eine Gegenleistung einzutauschen.
    Ähnlich einer Batterie, der ich auch die Leistung im Bedarfsfall entnehme.
    Diesem System muß ein vertrauensvoller Garant vorstehen. Anders Kann ein Geldsystem nicht funktionieren.

    Leider Ist der Garant abhanden gekommen.
    Statt dessen haben Kleptomanen den Geldspeicher und die Druckmaschine an sich gebracht.
    Wenn es gelänge, diese Panzerknacker wieder Dingfest zu machen, währe schon mal ein großer Schritt getan.
    Aber wie es nun mal so ist, meistens haben die Gangster auch eine Knarre.
    Es ist alles nur eine frage des großen Knüppels.
    Vertreibe ich die Verbrecher oder halt ich still.

    So, und nun kommt die Gretchenfrage .. Wer sind diese Kleptomanen und wie werde ich sie los.
    Lösungen bitte an Donald Trump schicken. Oder Haben wir hier den Bock als Gärtner?

  13. Die Partei, die dieses Finanzsystem ändern will, gibt es und sie wird 2017 zur Wahl stehen.
    Alle interessierten sollten mal Christoph Hörstel bei Youtube suchen.

    • @ Socke4612: Ach und Ken Jebsen ist leiser? Sollte man in diesen Zeiten überhaupt leise sein? Sollten wir alle viel mehr nicht mal unsere Stimme gegen dieses kranke System, welches die Buchautoren in dem Interview aufzeigen, erheben?

    • Dass H. Hörstel gegen das Finanzsystem angehen will, ist mir bekannt, aber ich weiss nicht, wie er das genau plant. Können Sie Konkretes berichten, wie er das FInnazsystem umstricken will? Danke.

    • AxelR:
      Keine Ahnung ob sie noch mal hier reinschauen, aber ich schreibe trotzdem mal.

      Natürlich ist das Geldsystem nicht optimal, aber das war es noch nie.
      Dennoch hat es die “ Zivilisation “ ( ich ahne schon den Einwand) voran gebracht.
      Währungen mit einem natürlichen Verfall, oder Währungen aus knappen Ressourcen sind in der Regel
      Unpraktisch. Zudem ist damit auch nicht sicher gestellt, dass sie keine Probleme bereiten.
      ( ZB. Verderben von Ernten, die als Handels-mittel eingesetzt werden sollen, oder Verknappung von Edelmetallen, wie Gold, die ein Wachstum begrenzen)

      Also erfand man das Geld ( angeblich von Krösus in „Ur“ eingeführt, und von den Phöniziern übernommen)
      Um dem Geld als Tauschmittel vertrauen zu geben, musste der Wert durch die Staatsmacht garantiert werden.
      Das hat so gut funktioniert, dass ein blühender Außenhandel mit Nachbarstaaten entstand, und so ein allgemeiner Wohlstand in den Ländern einzog, ohne das sich die Köpfe eingeschlagen wurden.

      Leider ist die Kultur und Hoheit über das Geld den Staaten abhanden gekommen.
      Statt dessen haben private Geldinstitute wie die Föderal Research diese Aufgaben übernommen.
      Und auch die EZB unterliegt ja nicht mal mehr der Aufsicht unseres Staates.
      Statt dessen haben private Anwaltskanzleien in London, die Regeln geschrieben, den Parlamentariern im Bundestag in der englischen Fassung auf den Tisch gelegt und innerhalb von einer Woche unterzeichnen lassen.
      Ich kann mir nicht vorstellen, das Claudia Roth das alles Kapiert hat, was sie da unterschreibt.

      Dazu kam ein Finanzmarkt, der sich seine Regeln selber schreibt.
      Anders sind ja die Hedge Fonds, Leerverkäufe und was es so an Finanz Jonglierereien noch gibt, nicht zu erklären.
      Das ist schlicht weg kriminell und staatsfeindlich.

      Wenn es noch nicht mal gelingt, dieses Treiben zu beenden, dann sehe ich für die Umsetzung in ein anderes Geldsystem noch geringere Chancen.

      Ob Christoph Hörstel die Mittel besitzt, um dem Treiben ein Ende zu setzen, bezweifel ich.
      Dennoch finde ich die Ausführungen durch Herrn Hörstel sehr plastisch.
      Nur, glaube ich nicht an die kraft der freien Wahl, die die Partei der Mitte in verantwortungsvolle Positionen hievt.
      Das ist mein Einwand gegen die PDM.

    • @ Socke4612:
      Klar schaue ich wieder rein 😉

      Nun zum Text: Wir sind gar nicht so weit in der Meinung auseinander, ich hatte mich lediglich an diesem Kommentar zu Christoph Hörstel eher gewundert und mit Fragen versucht, etwas nachzuhaken. Soweit so gut. In der Frage, dass derzeitige System als „krank“ zu bezeichnen, haben Sie mir mit der Darstellung, wie ausgeufert der Finanzsektor ist, im Grunde zugestimmt, weil genau das auch meine Ansicht ist.

      Ich möchte an dieser Stelle mal die Aussagen, wie das Geld entstanden ist nicht kommentieren, aber auch nicht zustimmen, weil ich rein gar nichts darüber weiß und nur Vermutungen sind, was nicht nachprüfbar ist. Jedoch wird uns in der heutigen Zeit vieles einfach so erzählt und ich glaube einfach nichts mehr pauschal, außer es macht rein objektiv betrachtet zunächst Sinn. Ob ich generell zu viel hinterfrage, versuche ich mir selbst zu beantworten.

      Wenn Sie schon „Einwände erahnen“, warum hinterfragen Sie die nicht selbst? Einwände wären unter Anderem: Haben wir eigentlich eine wahre Zivilisation, wenn einige Wenige über Viele herrschen? Auch wenn wir augenscheinlich das Rad und das Auto erfunden haben, geht es der Bevölkerung wirklich gut und könnten wir nicht viel weiter in der Entwicklung sein? Hat dieses Geldsystem wirklich so grandios funktioniert oder hat die Menschen nicht mehr voneinander isoliert und in Konkurrenz zueinander treten lassen.
      Wenn man tatsächlich das ERSTE MAL dem Geld ohne Korruption die Funktion dessen gibt, wofür es da sein sollte, nämlich einen vernünftigen Austausch von Waren und Dienstleistungen zu ermöglichen, dann landet man in den ersten Überlegungen zu dem System, was hier beschrieben wurde.
      Und ich lasse nicht das Argument zu, dass es bis her angeblich so gut funktioniert und andere Ideen nicht umsetzbar wären, die ohnehin sich noch nicht beweisen konnten. Das Finanzsystem hat nur eins bewiesen: Dass es nicht mit Geld umgehen kann und hat sich selbst dadurch disqualifiziert. Wir sollten also aufhören neue Ideen per se abzutun. Es kommen einfach nur zu viele Pauschalaussagen dagegen, statt den Gedanken aufzunehmen und vielleicht einfach im Konsens zu Ende zu denken. Das wäre nämlich wahrer Fortschritt. Und wenn etwas aus dem Ruder läuft (und unser derzeitiges Finanzsystem tut das schon lange), dann passt man die Regeln wieder an, aber immer mit allen zusammen.

      Und um jetzt den Bogen zur Partei zu machen, weil ich den Punkt interessant fand in dem Interview: Wie soll es denn sonst funktionieren? Es kommt doch gar nicht darauf an, dass das Programm schon die Lösung parat hat -> das soll und kann es gar nicht. Es ist mit „plastischen“ Lösungswegen gespickt, damit jeder sich etwas darunter vorstellen kann, wie das genaue ausgehandelte Ziel und viel wichtiger der Weg dahin aussieht sehen wir erst, wenn man diesen Parteien die Möglichkeit dazu gibt. Entscheidend ist DAS es gemacht wird und das Finanzsystem wird derzeit nur von einer Partei in Frage gestellt und ist erklärtes Ziel einer Neugestaltung.

      Und ja, dazu müssen die Menschen den Mut haben es zu wählen, weil das momentan nur der einzige legitimierte Weg ist. Videos schauen bringt leider nicht viel. Hilft dem Verständnis, ändert aber nicht die Gesellschaft und unser Zusammenleben. Christoph Hörstel allein wird es nicht verändern, das schaffen nur alle zusammen.

    • @ KenFmFan:
      Hatte die Frage vergessen. Wie soll man das wohl machen? In dem die gewählte Regierung die Gesetze dazu beschließt.

    • Hallo AxelR,

      Das ist mein zweiter Anlauf, da mein ganzer Text plötzlich futsch war. Ich versuch es nochmal
      Der Editor ist etwas anfällig.

      Die Zeichen scheinen auf Sturm zu stehen, da immer mehr Menschen die Zeche nicht mehr zahlen wollen.
      Beste Zeiten für Veränderungen und Experimente. Hoffentlich werden sie nicht zu blutig.

      Leider gibt es so viele unterschiedliche Auffassungen über die Weiterentwicklung unserer Spezies, dass man erst mal klären müsste was unter Weiterentwicklung verstanden werden kann.
      Da es ja diverse Vorstellungen von Lebenswert gibt.
      Der eine ist überzeugter Veganer, der andere will auf seine Grillparty nicht verzichten.
      Der eine ist ein egoistisches Alphatier und der andere ein altruistischer Kümmerer.
      Dazwischen noch diverse Schattierungen.
      Wer bestimmt was richtig und was falsch ist.

      Da wir ja alle derselben Spezies angehören, wird sich zeigen, ob wir überlebensfähig sind. Denn das ist wohl der einzige Grund, warum die Evolution dieses miese Spiel mit uns treibt.
      Nach neueren Erkenntnissen sind es ja wohl die Gene, die uns in Besitz genommen haben und uns mehr oder minder als ihre Zombis durch die Gegend spazieren lassen.
      Ist nicht von mir sondern aus dem Buch „Das egoistische Gen“ von James Dawrkin.
      Das kratzt stark am Lack, scheint aber mittlerweile wissenschaftliche Erkenntnis zu sein.

      Was ich sagen wollte ist, auch die Eliten stehen nicht Außerhalb dieses Systems.
      Sprängen wir uns in die Luft, so hat die gesamte Spezies den Test nicht bestanden.
      Der Erde wird es egal sein.

      Also zu rigoros sollte man meines Erachtens nicht unser Entwicklung wegwerfen.
      Wer weiß was wir uns dafür einfangen.
      Ich für mein Teil, überprüfe lieber erst mal das Eis bevor ich es betrete.
      so,Jetzt fallen mir nur noch Plattheiten ein, die ich mir aber spare.

    • Ach so, das mit der Entstehung des Geldes stammt aus dem Hörbuch Geschichte der Welt, erklärt an 100 Artefakten
      vom britischen Museum für Archäologie. Daran hangeln sich die Archäologen von einer Fundstelle zur nächsten und zeichnen damit die Entwicklungsgeschichte der Menschheit nach.

    • Du wirst ja richtig philosophisch.
      Die Menschen können sich ja nicht frei entwickeln und konnten es noch nie. Genau diese Ketten müssen wir alle gemeinsam, selbstbestimmt und im Wissen, dass wir unterschiedlich sind (was sehr gut ist!) einen Nutzen ziehen und uns vernünftig Leben lassen.
      Ob die Eliten den ganzen Planeten kaputt machen, weiß ich nicht und mich persönlich interessiert auch nicht mehr, wer uns beherrscht, sondern nur, dass wir das nicht mehr mit uns machen lassen und ich kann deshalb jeden empfehlen, der nicht mehr nur noch ein Lamm sein will, welches sich zur Schlachtbank führen lässt, sich zu bewegen und was zu tun. Es gibt verschiedene Dinge und eine Partei, wie diese, ist momentan ein möglicher Weg.

    • Da stimm ich dir voll zu, Meine philosophische Anwandelungen überkamen mich beim Schreiben.
      Man kann ja in viele Richtungen schauen, aber das Ziel, Verbesserung der Lebensbedingungen für alle, sollte man nicht aus den Augen verlieren.

  14. Das Konzept ist besonders angreifbar, weil keine konkreten Zahlen genannt werden. Vielleicht könnte man konkretere Berechnungen ja in einem weiteren Schritt nachliefern, sich dafür ggf. Unterstützung holen. Das dies nicht jedermanns Sache ist, vollkommen klar.
    Hier haben sich immerhin zwei Menschen hingesetzt und was gemacht. Ich hab selbst schon viel dazu überlegt, es so aber nicht hinbekommen, nicht ansatzweise.
    Solche und andere Modelle wird man diskutieren und bearbeiten, ständig weiterentwickeln müssen, bis das richtige gefunden ist. Wichtig ist, dass drüber nachgedacht und gesprochen wird.
    Einen Vergleich mit Plan B der Wissensmanufaktur fände ich sehr spannend. Auch die Nachdenkseiten sollten da mit im Boot sein, welche dem Grundeinkommen und der Zinskritik eher kritisch gegenüber stehen.
    Vermutlich würde eine solche Diskussionsrunde jede Menge Vorarbeit aller Seiten erfordern. Jeder müsste in allen Details, auch der anderen Positionen, drin stecken, um sich auf die wesentlichen Differenzen fokussieren zu können, und Schaubilder für interessierte Menschen ohne Vorkenntnisse wären auch schön.

    • Es gibt lange Konzepte die sich in der Realität bewiesen haben und funktionierten-sie beseitigten die Arbeitslosigkeit und schafften Wohlstand.
      Das Modell des Freigeldes des Silvio Gesell hatte sich bewährt in Wörgl, wo der Bürgermeister während der Wirtschaftskrise 1929 dieses Konzept einführte und das der Gemeinde Wohlstand brachte ,bis es von der Obrigkeit verboten wurde.

      Auch die Brakteaten haben funktioniert über 300 Jahre lang und sie brachten Aufschwung und Wohlstand.
      Man muß das Rad nicht nochmal erfinden ,das ist alles bekannt.

      Nur ist es eben so ,dass die Herren der Geldschöpfung ihre Macht nicht abgeben wollen-da liegt der Hund begraben.
      Die 10 Prozent bauen ihre Macht auf dem Zinssystem auf.Die anderen gehen arbeiten ,um deren Zinsen zu erwirtschaften.

    • Aber wie Peter König,ehemals Weltbank,in einen Interview mit Ken Jebsen gesagt hat, ist unser heutiges System nicht reformierbar. Die Machthaber werden mit aller List und Tücke versuchen jedweden Fortschritt und Verbesserung abzuwenden.

    • Ich sehe das genauso, habe aber die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.
      Eine Herausforderung dürfte es sein, damalige Systeme an das Heute anzugleichen.
      Die größte Hürde dürfte darin bestehen, mit diesem Thema überhaupt in die Politik zu kommen. Darüber auch nur öffentlich und transparent zu reden käme ja einem Tabubruch gleich.
      Wie die AFD gestern wieder eindrucksvoll zu verstehen gab, ist mit ihr an solche Pläne nicht zu denken. Kurios, eine Reichensteuer wäre schon zu viel, aufgrund des Aufwands und der Streiterei über die Vermögenswerte. Aber komisch, bei 99% der Bevölkerung klappt das offenbar ganz gut. Ich schweife ab..
      Sollte sich eine echte Linke in der Regierung ausreichend stark positionieren, würde dieses Thema evtl. aber doch mal auf der Tagesordnung landen, so meine Hoffnung. Einer Frau Wagenknecht jedenfalls traue ich es prinzipiell zu, es immerhin zu versuchen. Von daher bin ich derzeit am überlegen, doch noch eine Chance zu geben, und erstmalig wählen zu gehen.
      Natürlich ist mir bewusst, was mit anderen Regierungen passierte, die in verbotene Richtungen auch nur tendierten. Es würde dann auch am Volk liegen, einer solchen Regierung den nötigen Rückhalt zu geben. Und dafür ist noch mehr Aufklärung nötig. Von daher gut, mal wieder drüber geredet zu haben, und auch, dass sich eigentlich Berufsfremde hingesetzt und Gedanken gemacht haben.

  15. Bin nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. Liegt vermutlich daran, dass ich es nicht wirklich verstanden habe. Zum Beispiel die Sache mit dem Grundeinkommen von 400€. Erstmal kann man von 400€ allein nicht leben. Ganz zu schweigen davon, eine Wohnung zu bezahlen, zumindest nicht wenn man noch Nahrungsmittel, Strom, Telefon, etc. haben möchte.
    Selbst Hartz4-Bezieher bekommen neben Hartz4 noch Mietzuschuss, auch wenn dieser so stark begrenzt ist, dass man sich kaum noch ein Wohnung in der Stadt leisten kann.
    Dann diese ständige Betonung von „Leistung“. Was bitte schön ist „Leistung“ und wie misst man diese? Dazu dann Beispiele wie Näherinnen oder Landwirtschaft. Bedeutet dann „Leistung erbringen“ etwas zu produzieren? Was ist dann mit Kindergärtnerinnen oder Altenpflegern? Die produzieren nichts, das sich verpacken und verschicken ließe.
    Oder ein Kunstwerk, in das ein Künstler viel Zeit investiert hat. Ist das Leistung oder nur Zeitverschwendung?
    Was ist mit Menschen die aus gesundheitlichen Gründen keine „Leistung“ erbringen können?

    ‚Tschuldigung, wenn mein Kommentar so negativ ist, aber in dem Moment in dem die Betonung von Leistung kam, fühlte ich mich schon wieder persönlich herabgesetzt.
    Mir geht dieser ewige Fetisch mit Leistung, Arbeit und Produktivität mittlerweile ganz schön auf den Senkel.

    • Gehen Sie doch bitte mal nicht vom IST-Zustand aus sondern halten sich an die Kernaussage, dass die tatsächlichen Zahlen im Buch / in der Idee gegengerechnet und dann festgelegt werden müssen. Punkt 1, Punkt 2. – Sie sollen arbeiten. Das Grundeinkommen der beschriebenen 400,- € ist lediglich die garantierte Summe, die Sie monatlich von Geburt bis zum Tod bekommen, ob Sie zusätzlich dafür etwas tun oder nicht, bleibt Ihnen überlassen – Stichwort Eigenverantwortung. Wenn Sie von 400,- € leben können <= Ihre Entscheidung!

    • „Sie sollen arbeiten“.
      Aha.
      Dann wird es aber höchste Zeit, dass der Arbeitsbegriff auch sauber deklariert wird?!
      Und es sollte auch klar sein, dass unser derzeitiges gesellschaftsmodell auf höchster Arbeitsanteiligkeit basiert, die aber so nicht funktionieren wird, wenn das Modell der beiden tatsächlich 1:1 umgesetzt würde – was dann?
      Welche Gesellschaftsform wäre denn dann verträglich mit dem neuen ‚Arbeits’verständnis?
      Und wie formt man eine solche Gesellschaft im Verständnis?
      Per Dekret, Ukas, Gewalt, Zufall?
      Denn das ist hoffentlich schon klar, dass man dieses System nicht scheibchenweise einführen kann, sondern – falls jemals – nur mit einem ‚Rutsch‘?!
      Und das bedeutet zwangsläufig ‚Gewalt‘, denn es wird nicht gelingen auch nur 2/3 der Bevölkerung zu missionieren und gleichzeitig auch die Politiker und die gesamte Finanzwirtschaft – wobei bei letzterer hier der Schwanz mit dem Hund zu wedeln versucht….?

    • @Silencer

      ‚Leistung‘ bedeutet im wirtschaftlichen Sinne zweifelsfrei eine Mehrleistung als zur persönlichen Bedürfnisstillung vonnöten ist.
      ‚Arbeit‘ bedeutet nach der herkömmlichen Sichtweise also, dass jemand mehr tun muss als er bräuchte, um sich selbst mit dem Nötigen zu versorgen und dieses ‚Mehr‘ an andere weitergibt zu deren Vorteil.
      Bisher waren die Nutznießer des ‚Mehr‘ die Arbeitgeber und Finanziers und in Teilen der Staat durch Steuern.
      ‚Arbeit‘ ist aktuell de facto also in sehr vielen Fällen Ausbeutung ohne Gegenwert für den Erbringer des ‚Mehr‘!

      Und genau DA liegt der Hund unter anderem in diesem propagierten Modell begraben:
      Ein BGE z.B. muss erwirtschaftet werden durch Mehrleistung, die aber in Form des BGE nicht wieder an die Mehrleister zurück erstattet würde, weil nicht alle gleich viel leisten bzw. vergleichbare Arbeit haben und deswegen (wie aktuell) auch dann Etliche für andere mehr leisten müssten, um die Gleichverteilung zu gewährleisten, aber selber dafür im Vergleich zu kurz kommen – wie will man das erreichen und inwiefern wäre das ‚gerecht‘ zu nennen?
      Der Begriff der ‚Gerechtigkeit‘ müsste also auch eine neue Definition erfahren und die bleiben die beiden auch schuldig.

      Im Übrigen basiert das aktuelle Wirtschaftssystem auf mehr als nur einem Geldsystem!
      das, was die beiden vorhaben würde ja ’nur‘ das Geldsystem reformieren, aber deswegen noch lange nicht das Wirtschaftssystem.
      Und dieses basiert auf einem Wachstumsgedanken, der damit ja noch nicht abgeschafft wäre, denn eine Mehrleistung wäre auch im neuen Geldsystem unumgänglich, denn sonst wäre auch die Versorgung von ‚Minderleistern‘ auf Dauer unmöglich.
      Außerdem gibt es ja nach wie vor Handelsbedarf nach ‚außen‘ mit anderen Systemen und der kann nur mit einem Überschuss von ‚Mehr‘ von etwqas getötigt werden!
      Aber es werden unmöglich alle Dienstleistungs- und Produktleistungen gleichemaßen nachgefragt, was also zu einem Ungleichgewicht von Angbeot und Nachfrage innerhalb des propagierten systems führen wird!

      dazu: auch keine Ausführungen der beiden…

    • Zitat „Erstmal kann man von 400€ allein nicht leben. “
      Das wäre bei den heutigen preisen wohl der Fall, aber in deren System könnte praktisch alles um 20-40% billiger sein- Dann sieht es schon etwas anders aus.
      Ich habe in den 1990ger Jahren mal an einem Projekt bedingungsloses Grundeinkommen mitgearbeitet und kann anhand der dort ermittelten Zahlen schon beurteilen, dass das Finanzierungssystem, das die beiden vorschlagen (soweit sie hier Zahlen brachten) in etwa realistisch wäre.
      Wir hatten damals ein Grundeinkommen von 1 000 DM (entspräche der heutigen Kaufkraft von etwa 1 000€) zugrunde gelegt und als Finanzierung eine Generalabgabe von 50% auf jegliche Einnahmen veranschlagt. Das BSP lag damals etwa bei 2 000 Mrd DM/Jahr, die Kosten wären etwa 1 000 Mrd DM/Jahr gewesen.
      Zitat „Bedeutet dann „Leistung erbringen“ etwas zu produzieren?“
      Nicht nur, da gehören Dienstleistungen natürlich auch dazu.
      Die Bewertung (Entlohnung für) der entsprechenden Leistung würde sich wahrscheinlich ein wenig nach Angebot und Nachfrage richten. Wenn es keinen Zwang mehr gibt, werden schwere und ungeliebte Arbeiten eben besser bezahlt werden müssen
      Zitat “ in dem Moment in dem die Betonung von Leistung kam, fühlte ich mich schon wieder persönlich herabgesetzt.“
      Das ging mir ähnlich. Auch vermisse ich da die neueren Erkenntnisse aus Soziologie, Psychologie und Hirnforschung, die zeigen, dass es nicht nötig ist, Leistung durch Koppelung an Existenzrecht von den Menschen zu erzwingen.

    • @Nick Mott: Zitat „Und dieses basiert auf einem Wachstumsgedanken, der damit ja noch nicht abgeschafft wäre, denn eine Mehrleistung wäre auch im neuen Geldsystem unumgänglich, denn sonst wäre auch die Versorgung von ‚Minderleistern‘ auf Dauer unmöglich.“
      Der einzige Grund, der heute Wachstum bis ins Absurde erfordert, ist doch grade das Zinseszinssystem. Auch schon heute könnten wir sogar, bei vernünftiger Produktion, die nicht auf geplante Obsoleszenz ausgerichtet ist, alle Menschen mit einem Bruchteil der Jetzigen zufriedenstellen, auch die „nichtproduktiven Minderleister“, die es wahrscheinlich, wie ich hier an anderer Stelle schon geschrieben habe, in relevanter Menge nicht gibt und geben wird.
      Wir leiden ja heute schon unter Arbeitslosigkeit und Überproduktion. Wachstum wird also, rational gesehen, nicht gebraucht.

  16. Alles OK! schöne Idee!
    Ich habe in etwa verstanden wie es funktionieren könnte, nur das mit dem Außenhandelsdefizit verstehe ich nicht.
    Beispiel:…Wenn der VW Konzern „Abgassfreie“-Autos nach Amiland verkauft, werden die doch sicherlich mit Dollar bezahlt.

    VW würde vielleicht diese Dollar bei der Bundesbank in Euro umtauschen wollen/können – und die Bundesbank stapelt daraufhin Dollarreserven…oder nicht?….Die liefern doch nicht umsonst Autos???
    Wie sollte denn sonst der Handel nach Außen funktionieren wenn er nicht bezahlt würde?…Wir kaufen ja auch Öl in Dollar?

    • Zur Zeit der UdSSR waren die Geschäfte mit den „Kommunisten“ zum größten Teil Kompensationsgeschäfte: Mannesmannröhren für Pipelines gegen Erdöl oder Gas zu Beispiel. Gründe: einerseits ein gewisses Misstrauen (Kommunisten können nicht mit Geld umgehen und wollen die Kapitalisten sowieso enteignen), andrerseits wollten die Sowjets sich nicht bei den „bösen Kapitalisten“ verschulden.
      So könnte man sich den Welthandel dann abwickeln- damals ging es ja auch. Die USA würden momentan da aber sehr alt aussehen- sie können ja fast nur Waffen Dienstleistungen (Google, Facebook etc.) und IT- Technik (Hard- und Software) liefern.
      Hauptproblem ist dann die Gewichtung- wieviel Google+ bekomme ich für einen VW oder so.

    • Das Aussenhandelsdefizit meint den Handel mit konkreten Gütern. Die USA haben dieses Defizit weil sie mehr Güter importieren als exportieren. Ein Exportdefizit, das glaube ich bei 40% liegt. Die USA zahlen in Dollar, und für Dollar kann man überall auf der Welt einkaufen. Dollar werden jeden Tag weniger wert (seit Bestehen des Dollar glaube ich über 98% Wertverlust) weil die Dollarpresse ständig läuft. Das ist faktisch Raub an jedem Land, das keine Dollar druckt also an allen Ländern ausser der USA.

      Daher wird man immer versuchen, seine Dollars loszuwerden, zB in Öl zu tauschen. Der aufgezwungene Petrodollar hält die DOllar Durckerpressen am Laufen.

    • An vizero und KenFmFan,

      Ob Außenhandelsdefizit oder Kompensationsgeschäfte – sie müssen ja alle irgendwie Bemessen oder gezählt werden.

      Lasst uns bei dem Beispiel bleiben. Wenn VW in den USA Einkünfte hat, müssen diese Gewinne ja auch Buchhalterisch hier in der BRD auftauchen – also müssen da ja auch Gelder fließen ( wenn auch nur virtuell als Zahlenkolonne von einem zum anderen Rechenzentrum) . Das Autoblech kommt hin gegen vielleicht aus China und soll wiederum mit Dollar bezahlt werden…..was ja damit auch kein Problem wäre.

      Ich vermute, das die Bundesbank nur aus politischen Gründen Auskünfte über die Dollarreserven der BRD verweigert. Man bedenke die ungeheuere Macht – resultierend im Falle eines schnellen Verkaufes dieser Reserven.

  17. Nachtrag zu unten:

    Ein Zurück in die Brakteatenzeit ist unmöglich.
    Sowenig wie heute noch Pyramiden gebaut werden und dies auch nicht möglich wäre.
    Das Festhalten an alten Wirtschaftsideen führt nicht weiter, weil sich ausnahmslos alle Bedingungen geändert haben.
    Es gibt auch keine Reformen, die da hilfreich wären, weil sie das Grundsystem unangetastet lassen.
    Sobald irgendeiner kommt und mit ’neuem Geld‘ winkt, ist es bestenfalls ein Reförmchen, das da anstünde.

    Es gibt auch kein ‚Zurück zur Natur‘, da man das Rad eben NICHT zurückdrehen kann, ohne maximales Chaos zu erzeugen.
    Die Palette der Probleme, die wir der Natur bereitet haben, ist RIESIG und keine Lösung auch nur für EIN EINZIGES der Kardinalprobleme in Sicht.
    Also selbst wenn ein magischer Gott aus dem Nichts auftauchte und alle technik unbrauchbar machte – die Folgen unserer Technikobsession verfolgen uns weiter.
    Und diese Folgen sind ohne Technik wiederum überhaupt nicht kontrollierbar, da die Folgen uns so oder so auf Jahrhunderte hinaus extrem belasten werden und nicht einfach mit der Technik verschwinden würden.

    Natürlich gibt es Menschen, die anders ticken und mit denen das möglich wäre ein solches ’neues Geld‘ einzuführen.
    Aber wie schon in einem anderen Thread dargelegt wurde:
    Das Matriarchat hat auch funktioniert, bis böse Buben kamen, die da nicht mitspielen wollten.
    das sieht doch heute erst recht nicht anders aus?
    Also wie will man mit den Spielverderbern verfahren, sich gegen diese verwahren, vor diesen schützen???

    Auch hierzu keine Antwort.

    • Im Unterschied zu den Herren im Video bin ICH NICHT angetreten, um etwas zu verkaufen!
      ICH behaupte im Unterschied zu den Herren im Video NICHT, dass ich die eierlegende Wollmilchsau entdeckt habe.
      ICH könnte mir zu der Thematik seh wohl was einfallen lassen, aber es fällt mir im Traum nicht ein, DAS HIER zu diskutieren, solange es hier derart destruktiv untereinander zugeht.
      Vielleicht ist es IHNEN noch nicht aufgefallen, aber dafür MIR:
      HIER gibt es NULL Homogenität auch nur in der Ausrichtung eines gemeinsamen Zieles.
      Generelle Veränderungsabsicht zählt nicht.
      ‚Veränderung‘ wird hier ja extrem unterschiedlich interpretiert und es wird sich dazu auch auf keine brauchbaren Parameter geeinigt.
      Und solange sich sehr viele Kommentare darin erschöpfen, andere Kommentatoren zu desavouieren, anstatt selber saubere Argumente oder brauchbarere Konzepte zur Diskussion zu stellen fühle ich mich dazu wirklich nicht enthusiastisch motiviert 😉

      Ich habe viel zu lange im ‚Lösungs-Sektor‘ gearbeitet und war Jahrzehnte damit beschäftigt im Interesse anderer deren Interessen für diese zu vertreten und in praktische Anwendbarkeiten zu transformieren und bin sehr oft gescheitert – nicht, weil das Konzept an sich Defizite hatte, sondern es sehr weit verbreitete Unsitte ist, Veränderungen nur dann zu akzeptieren, wenn nichts dafür geopfert werden muss!

      Was sind SIE bereit zu opfern und wie sähre IHRE Veränderungsabsicht denn aus?:…

    • Meine Absicht und Möglichkeit zur Veränderung steht hier definitiv und öffentlich mit absoluter Sicherheit NICHT zur Debatte um daran irgendetwas festmachen zu können. (Ihre übrigens auch nicht, das nur so nebenbei)

      Sie zäumen das Pferd von hinten auf – zuerst kommt die Erkenntnis etwas verändern zu müssen, dann die Idee, der Diskurs, DANACH die Lösung und bei der ganzen Geschichte kann ich weder einen Zwang oder eine „wenn Du nicht, dann ich auch nicht“-Abhängigkeit erkennen.

      Ihren bisherigen Kommentaren der letzten 14-Tage etwa entnehme ich lediglich, dass Sie alles und jeden in Frage stellen, selbst allerdings keinerlei Lösungen weder für sich, noch (wünschenswerterweise) für andere aufzeigen. Es geht dabei gar nicht darum, irgendetwas persönliches Preis zu geben – außer der Tatsache, dass Sie aus einem juristisch geschwängerten Elternhaus kommen und sich darüber ihre eigene Fehlinterpretation erlauben, alle anderen müßten auf dem gleichen Level aggieren.

      Selbstverständlich können und dürfen Sie weiterhin das „Dagegen“-Schild zu jeder sich bietenden Gelegenheit hochhalten, aber erwarten Sie bitte nicht von allen anderen, es genau so zu tun. Es geht nach wie vor um Lösungen und o.g. Idee ist m.M.n. EINE Alternative von vielen anderen.

      Sie verschwenden tatsächlich so viel Zeit darauf, das sinnbildliche Schild hoch zu halten, dass ich Ihren Worten, Ihrer jahrelangen Taten als „Problemlöser“ schwer folgen kann. Meine Erfahrungen auf dem Gebiet sind andere. Entweder ist man tatsächlich Problemlöser oder man ist es nicht – sicherlich schwarz/weiß, aber das sind solch grundsätzlichen Fragen wie etwa die Frage nach einer Schwangerschaft mit nur zwei möglichen Antworten – ein bißchen schwanger geht einfach nicht! Verstehen sie das bitte nicht als persönlichen Angriff, sondern vllt. als Denkanstoss – mehr soll es von meiner Seite dazu gar nicht sein. Der Rest ist Ihrer Verantwortlichkeit, Ihrer Phantasie überlassen, einfach um den Kreis zu Ihrer Frage nach meiner Beweglichkeit, meiner Motivation, meiner „Opferbereitschaft“ zu schließen.

    • „Ein Zurück in die Brakteatenzeit ist unmöglich.
      Sowenig wie heute noch Pyramiden gebaut werden und dies auch nicht möglich wäre.“

      Das wäre kein zurück ,sondern ein vorwärts. Für den Zinsertrag der Reichen müssen die 90 Prozent schuften gehen. Das ist unser jetziger Zustand. Ein Sklavensystem.
      Die gesamte desolate Lage heute ist dem ausbeuterischen Zinssystem zu verdanken .Schon Aristoteles wusste,dass Geld keine Jungen bekommt und auf den Bäumen wächst der Zins auch nicht.Dass heute 8 Leute soviel besitzen wie die eine Hälfte der Weltbevölkerung ist nur durch den Zins möglich.
      Dieses Geldsystem behindert den Handel,weil es diejenigen belohnt,die ihr Geld liegenlassen.
      Für den Zinsertrag der Reichen gehen die einfachen Leute schuften-das ist das unsichtbare Sklavensystem,das der OPPT schon aufgelöst hat.Aber natürlich wird so weiter gemacht.

      Mit dem Freigeld des Silvio Gesell oder einer anderen Art von Brakteaten gibt ein kein zurück,sondern nur ein vorwärts. Was soll das überhaupt bedeuten-ihr „ZURÜCK“. Jedes Wirtschaftssystem ist von Menschen gemacht und jedes Geldsystem auch ,was sich einmal bewährt hat ,darauf kann man bauen. Aber es wird ja alles getan,um die Zeit der Brakteaten im Dunkel der Geschichte verschwinden zu lassen.

    • @unknow74
      Danke für Ihre tatkräftige Mithilfe mich davon überzeugt zu haben, dass hier nichts zu ‚machen‘ ist.
      Ich sprach eben noch von der Desavouierung und was machen Sie? – genau das.
      Meine Erwähnu g eines juristischen Hintergrundes war offensichtlich ein Fehler, aber was kommuniziert das überdeutlich?
      Es dokumentiert, dass man hier gar nicht transparent werden darf, weil irgendeine Pappnase daher kommt und nichts Besseres zu tun hat als völlig alogische Ableitungen aus dieser Bemerkung vorzunehmen und einem Vorwürfe unter die Nase zu reiben, die vollkommen haltlos sind! Danke. Bärendienst erfüllt.
      Ihnen passt nicht, dass ich ‚dagegen‘ bin?
      Nun, mir passt nicht dass Sie und andere offensichtlich dafür sind, unseriöse und unlogische Aussagen hinzunehmen, kommentarlos oder unkritisch und jede menge zheit und Energie verschwendet wird für Dispute die man als ‚advocatus diaboli‘ schnell als Unsinn entlarven kann.
      Sogar der Papst und die Kirche haben eine solche Einrichtung, ja sie sozusagen ‚erfunden‘, weil sie klug genug waren zu erkenne, dass man sich so nicht unnötig verrent bzw. zulange das Falsche verteifdigt odder sich unnötige Blößen für andere gibt!
      Schau an, so was.
      ICH habe mehr Lösungen erarbeitet, die funktioniert haben als Sie mir je in Zweifel ziehen könnten.
      Es ist jedenfalls keine Lösung, das lassen Sie sich abschließend mal gesagt sein, ‚Lösungen‘ als solche zu verkaufen, die jeder realen Grundlage entbehren. Punkt.
      und auf mein Argument, dass die Erfahrung zeigt, dass gute Konzepte gerne scheitern, weil jeder die Vorteile haben will, aber keiner den angemessenen Preis dafür zu zahlen sind Sie – wieder einmal – auch nicht eingegangen.
      Ich bin Freiberufler, ich habe meine Zeit auch nicht gestohlen und weigere mich eben ab jetzt sie hier weiter zu verschwenden.

      Merke: Was kommt raus, wenn man immer wieder dieselbe Suppe zu lange aufwärmt? – am Ende ein verbrannter Topf.
      Viel Spaß noch dabei, sich in ewig demselben Sud zu baden.

      Schade um die prinzipiell gute Idee von KenFM solche Themen zur Verfügung zu stellen, aber so wird das hier niemals etwas.
      Jede Wette. 😉

    • Im übrigen hat die Sache in Wörgl bewiesen,dass das Freigeld von Silvio Gesell ,was eine Art Brakteaten darstellt, funktioniert hat.Die Arbeitslosigkeit sank gegen null und es war genug Geld vorhanden-mitten in der Wirtschaftskrise.
      Das habe ich bereits unten aufgeführt-aber es wird ignoriert.

    • @Nick Mott: Zitat „Und solange sich sehr viele Kommentare darin erschöpfen, andere Kommentatoren zu desavouieren, anstatt selber saubere Argumente oder brauchbarere Konzepte zur Diskussion zu stellen “
      Was ist es denn, das Sie hier machen? Genau dies, was Sie anderen hier vorwerfen, wenn sie Ihre Ansichten kritisieren.

    • @Mott: Ich muss mich korrigieren. nachdem ich die älteren Beiträge von ihnen zum Teil jetzt auch gelesen habe. In einigen Punkten stimme ich ihnen da zu (z. B. Ende von Wörgl, Ende von Irak, Libyen etc.).
      Trotzdem ist es kein rundweg schlechtes Konzept, das die beiden da vorstellen, auch wenn ich einige Kritikpunkte dazu habe.

    • Ich habe mich bisher weder kritisch noch mit voller Zustimmung zum o.g. Beitrag geäußert – also unterstellen Sie mir doch bitte nicht derartigen Mist! Ich schrieb, dass dies m.M.n. EINE Alternative von mehreren darstellt, einige Sätze vorher, dass nach der Idee der Diskurs dazu kommt, danach die Lösung – inwieweit diese mit der ursprünglichen Idee zu tun hat, steht auf einem völlig anderen Blatt.

      Der Diskurs ist wichtig um überhaupt zu einer Lösung zu kommen und ohne Idee kein Diskurs – ganz einfach. Da hilft es ungemein, Ihr „Dagegenschild“ zu schwenken, ggf. damit zu werfen und gleichzeitig mit den Füßen aufzustampfen – ja, zur Kenntnis genommen – setzen! Sie dürfen Abstimmen, wenn es um die Lösung geht – wie auch immer Sie das dann tun werden, solange Sie sich nicht am Diskurs beteiligen, außer ihrem „Schild“, leisten Sie KEINEN Beitrag.

      Ich fragte Sie im ersten Posting nach Ihrer Lösungsidee. Mit Ihrer Antwort haben Sie sich selbst disqualifiziert. Sie könnten sich etwas einfallen lassen – tun Sie es, publizieren Sie es, stellen Sie Ihre Lösung zum Diskurs und mit ausreichender Basis wird sogar ein Schuh draus.

  18. PS: der Scheiß ist uralt.
    Wir haben schon als Schüler unser eigenes Geld mit ‚Verfall‘ hergestellt – damals aus Kronkorekn von bestimmten Bierflaschen und untereinander hat das prima funktioniert (man bezahlte sich gegenseitig Hausaufgabenhilfe oder Spickerdienste oder Nachhilfe etc.).
    Wir sind dann in den Schulkiosk und wollten den Betreiber auch davon überzeugen, aber der wollte knallhart nur D-Mark für unsere Tütenmilch annehmen?!
    Selbst andere Schüler aus derselben Klasse haben in der Mehrzahl nicht mitgemacht, obwohl wir ein funktionsfähiges Modell vorweisen konnten (s-o. Dienstleistungen) – es funktionierte also nur unter FREUNDEN, die sich vertrauten!!!

    Mit Dienstleistungen mag das noch angehen, bei Produkten hört der Spaß schon auf, außer es sind Natur-Produkte direkt aus der Umgebung, deren Herstellungskosten durch Dienstleistungen oder Tauschware kompensiert werden könnte, wobei es aber auch da heftige Grenzen gibt (man sehe sich einfach mal all die Tauschbörsen an und denke an divergierende Angebots-Nachfrage-Zyklen wie -Verbrauchsfähigkeit u.ä.).

    Wir haben das alles damals schon als Schüler kapiert – wieso kriegen die beiden das nicht in den Kopf? Die sind ja zugestandenermaßen überhaupt nicht blöd 😉

  19. „Tja, wie sag ich’s meinem Kinde….?“

    Es ist gut und richtig, dass alternative Konzepte erdacht werden, die dazu dienlich sein sollen, dass das gegenwärtige System, das überoffensichtlich versagt hat und immense Probleme zeitigte, abgeschafft (nicht refomiert!) wird und eine in weiten Teilen völlig anders geartete Vorgehens-, Verfahrensweise aufzeigen, deren mögliche Wirksamkeit wie Umsetzbarkeit wie Akzeptierbarkeit sicher stellen, um glaubwürdig zu sein.

    Das Konzept der beiden versagt (leider) bei einigen grundlegenden Prämissen zur möglichen Implementierung ihrer Vision:
    Was nützt es eine richtige Bestandsaufnahme der tatsächlichen Verhältnisse vorzunehmen, wenn an deren Verursachung durch das Konzept nichts geändert wird???

    – damit in D ein in entscheidenden Punkten vom etablierten abweichendes Geldsystem überhaupt eingeführt werden könnte, müsste D mindestens souverän sein, was es schon mal defintiv nicht ist.

    – wir haben gerade in jüngster Zeit abschreckendste Beispiele für die Verfahrensweise der faktischen Mächte mit Staaten, die aus der Reihe zu tanzen versuchten und das geltende Geldsystem noch nicht mal abschaffen, sondern nur für sich spezifisch zu reformieren versuchten, indem sie sich von der FIAT-Währung loszusagen anschickten:
    z.B. Irak, Libyen, Syrien oder die Länder, die sich nur vom Dollar lösen wollen: Russland, China – was glaubt man denn, was hier in D passiert, wenn ernsthaft und ausischtsreich versucht würde so etwas einzuführen??? Wörgl wurde zitiert – Lektion vergessen???

    – erschwerend kommt hinzu, dass – selbst falls dies hier in D umsetzbar wäre – sehr viele andere Nationen mitziehen müssten, zumal in der EU und hier wird gar nichts dazu gesagt, wie denn die Währungsunion in der EU dahingehend reformiert werden soll – das ist schlicht unmöglich! Und würde D den Alleingang wagen (rein hypothetisch!), dann würde D wirtschaftlich in Konkurrenz zu den anderen erst mal tierisch abstürzen, denn keiner der anderen würde das verfallende Geld von D akzeptieren!?
    Was für die EU gilt, gilt auch für den Rest der Welt, da D als Exportland extrem abhängig ist.

    – Es gibt weiters keinerlei Idee oder konkrete Antwort darauf, wie das allein in D umgesetzt werden soll, angesichts der Tatsache, dass es schon rein politisch unmöglich sein wird, diese Idee auch nur zur Abstimmung zu bringen bzw. selbst eine verfassungsrechtlich erzwungene Abstimmung denkbar negativ ausfallen würde – man denke nur an all die Sparer, Eigentümer, deren Wohlstand auf der Werthaltigkeit ihres Besitzes basiert, da dieser Besitz eben ebenfalls wertbasiert dem Wertverafll preis gegeben wird, denn das prinzipiell gebuchte Geld auf einen Hauswert dürfte ja logischerweise dann auch nicht hortbar sein und verfallen, was bedeutet, dass etwa der Kreditwert eines Hauses innert eines halben Jahres verfallen würde (Brakteatbeispiel) und das haus nicht nochmal beliehen werden könnte, denn der ursprüngliche Wert wäre ja buchungstechnisch verpufft. Gleiches gilt übrigens auch für die Rückzahlung eines Kredits, wo unübersehbare Folgen aufträten, wenn es keine Zinsen geben soll und gleichzeitig das Geld selbst verfällt. Kredite wären damit obsolet, aber ohne Kredite wird eine Wirtschaft auf aktuellem Niveau niemals funktionieren können!!!

    – Ein Übergang im system, wo Reiche reich bleiben und Schuldner Schuldner ist keiner!
    Schuldner haben noch mehr Probleme ihre Schulden abzuzahlen, da sie keine Kredite mehr bekommen können und das, was sie an Geld haben, schnellstmöglich verpulvert werden muss, egal, ob sie etwas brauchen oder nicht, denn sonst haben sie nach Ablauf der Verfallsfrist NICHTS! Der Reiche aber darf reich bleiben, sein ‚Wertspeichervermögen‘ das 1:1 transferiert wurde und nicht verfallen kann(!) bleibt ihm also erhalten??? Und selbst falls dieses Vermögen verbraucht werden müsste, weil es doch verfallbar gemacht würde – was soll er denn damit anfangen – alles Wertbeständige (Immobilien, Rohstoffe, Patente etc.) aufkaufen, damit der Reiche am Ende alles hat und der Schuldenden gar nichts???

    – wer soll sich denn da als Gewinner begreifen?
    Die Armen werden noch ärmer (BGE ist NICHT finanzierbar – alles was ich bisher gesehen habe sind Milchmädchenrechnungen!!!) und die reichen haben ganz sicher keinen Bock die Kontrolle über ihr Vermögen abzugeben!

    – erschwerend kommt hinzu, dass die beiden nicht verstanden haben (und es auch von Ken Jebsen wie anderen kaum thematisiert wird), dass es eine Macht hinter der Macht gibt – der Staat ist Instrument und nicht der Primus!!!
    Diese MACHT wird verkörpert durch diejenigen, die die Gesetze machen (und ich meine nicht diese lausige Augenwischerei der sogenannten ‚Legislative‘ durch den Bund!!!). Dabei geht es um ‚the LAW‘, sprich das Handelsgesetz (aka ‚Admiralty Law‘), dem sich ALLES ANDERE unterzuordnen hat und dies auch tut!
    Und wer dieses Gesetz wiederum regiert und erlässt wie kontrolliert, sitzt in der ‚Temple Bar‘ in der ‚City of London‘, die radikal NICHTS mit London oder gar Großbritannien zu tun hat! (wer s nicht glaubt, recherchiert einfach mal selbst)

    Wie wollen die beiden also diese MACHT dazu bewegen ihre MACHT aufzugeben, wo es doch ein Leichtes ist, jeglichen Versuch dahingehend im Keim zu ersticken, weil es genügend korrupte/korrumpierbare Gemüter gibt, die sich gegen Cash dienstbeflissen für deren Interessen ins Zeug legen und dem ein Ende setzen werden???
    Keine Antwort zu all dem.
    Fazit: WAS FÜR EIN STUSS!!!

  20. Wenn Ken Jebsen nun wirklich mit Mario Draghi sprechen würde, wäre es gut. Wenn es dann auch etwas nützen würde.

    Das Interviewformat hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Die Auswahl der Gäste ist auch unterschiedlicher geworden.

    Inwieweit wirklich der Einfluss echter Veränderung gewachsen ist, kann ich schlecht abschätzen. Die Abonnentenzahlen sind gestiegen. Die Unterstützer sind gestiegen.

    Was hat sich aber politisch verändert?
    Was verändert sich durch Peter Haisenko und Hubert Brunn?

    Gute Ideen hat der Kanal KenFm schon einige mit seinen Interviewpartnern gehabt – hat sich politisch dadurch, nachprüfbar, irgendwas verändert?

    Braucht es vielmehr in sich geschlossene Systeme, die weitgehend unabhängig von Geldsystemen wie Tamera, oder O Topos Mou sind, die sich erst innerhalb der Gesellschaft integrieren, damit der Staat dann irgendwann, gezwungenermaßen, nachjustiert?

    Es gibt zig Plakate von „Brot für die Welt“ – oft an öffentlichen Plätzen.

    Den Menschen, die schon wenig haben, wird suggeriert : „Gib auch hier denn Geld her – hier herrscht Mangel.“

    Hängen die Plakate auch bei Firmenvorständen, Reichenvierteln und bei der Bundesregierung in den Gebäuden?

    Mit Gesetzesänderungen würden viele dieser appellierenden Plakate im positiven Sinne überflüssig.

    Wo ist §80 STGB hin?

    Dieser Paragraph regelt ab wann etwas ein Friedensverrat ist.

    Er wurde angepasst. Es gibt Onlinepetitionen zum Erhalt des Paragraphs.

    Warum wurde er angepasst und wann?

    Spekulation ist:

    – Demos in Ramstein
    – Klagen gegen Ramstein
    – Filme über Ramstein

    das dadurch der Fokus der Drohnensteuerung immer mehr ins Bewusstsein gekommen ist.

    Damit Deutschland kein Schaden entsteht, wird schnell §80 abgeschafft, in seiner ursprünglichen Art.

    Dagegen sollte etwas getan werden.

    Eine Regierung, die einerseits Plakate mit „Brot für die Welt“ an öffentlichen Plätzen aushängt, Flüchtlingsströme willkommen heisst, aber Steuerungsorte von Drohnen, wie z.B. Ramstein, weiter unterstützt, schadet dem Deutschen Volk.

    Merkel hat sich vereidigen lassen, „Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden.“

    – Wie wenden Flüchtlingsströme und Ramstein Schaden vom Deutschen Volk ab?
    – Wo ist der Mehrwert beim Volk, oder wo ist die Gefahr, die durch Flüchtlingsströme und durch Ramstein erfolgreich verhindert werden kann?

    – Welcher Schaden wird permanent durch die Aufrechterhaltung von Ramstein und den Flüchtlingsströmen verhindert?

    Terror gegen die Bevölkerung wird offensichtlich dadurch nicht verhindert – dieser nimmt zu.
    Verhältnisse von Arm zu Reich klaffen weiter auseinander – hier ist auch kein Vorteil durch Ramstein und Flüchtlingsströme.

    Wer schützt Merkel davor, dass Jemand sie erfolgreich wegen Amtseid belangen kann?

    • Der §13 VStGB ist nicht dasselbe wie der §80 StGB – das ist auch bekannt und jederzeit recherchierbar 😉

      Und welchen Wert der §13 VStGB hat, kann man ja im Jemen sehen oder in Syrien oder im Irak oder in Jugoslawien oder …?!

      Das Völkerrecht ist sowieso ein Witz. Aber das gilt ja generell für die Menschenrechte auch – also….

    • Ob nun StGB oder VStGB ist völlig egal – wo kein Kläger, da kein Richter – dieser Grundsatz ist älter als beide Gesetze zusammen.

      Stellen sie doch mal beide Paragraphen inkl. ihrer Tatbestandsmäßigkeit (also den Voraussetzungen und möglichen Alternativen, jeweiligen Definitionen dafür und sich einander bedingende Abhängigkeiten) gegenüber – nur zu!

    • Der gravierendste Unterschie liegt darin, das ich als Bürger des Landes ein Bundesgesetz beanspruchen und einklagbar machen kann UND innerhalb des Landes dafür verantwortliche zur rechenschayft ziehen kann bzw. diese Gefahr laufen unmittelbares negatives Feedback für Vergehen fürchten zu müssen – beim Völkerrechtsgesetz hingegen so gut wie gar nicht.
      Hier wird eine drastische Entschärfung der Regressmöglichkeiten vorgenommen, sonst gäbe es ja wohl überhaupt keinen Bedarf den alten Paragraphen ersatzlos abzuschaffen!?

    • Ich kann Ihrer Argumentation nicht folgen? Das VStGB ist Bundesgesetz, genau wie das StGB, es haben sich nichtmal die Definitionen geändert.

      Das Völkerrecht ist KEIN Bundesrecht, war es nie, wird es nie werden.

    • @unknow74

      Na dann versuche Sie mal als Bürger den Staat Deutschland wegen Völkerrechtsbruch/-widrigkeit anzuklagen – das geht nur vor dem IGH und da können Sie als Einzelbürger das Völkerrecht gar nicht einklagen.
      Und dann bringen Sie mal Deutschland dazu sich dort selbst anzuklagen.
      Und dann beobachten Sie mal welche ‚Macht‘ der IGH denn so hat, Nationen in regeress zu nehmen – bin gespannt auf Ihre Erkenntnis diesbezüglich….

    • Stopp – wir sprechen von Bundesrecht.

      Die Verantwortlichkeiten im VStGB sind doch wohl eindeutig geregelt. VStGB ist NICHT Völkerrecht und wird auch NICHT vorm IGH verhandelt, VSTG ist die Bundesnorm und bleibt auch innerhalb der Landesgrenze. Daraus folgt, dass ich als Bürger selbstverständlich einen näher zu bezeichnenden Verantwortlichen dieses Staates innerhalb seiner Grenzen juristisch belangen kann. Nichts anderes war im StGB möglich. Das bisher m.W. n. jede Anzeige eingestellt wurde, ist eine andere Sache und hier nicht Thema.

      Es steht Ihnen selbstverständlich frei, vorm IGH Deutschland als ganzes anzuzeigen, auch stellvertretend für andere, wenn Sie der Meinung sein sollten, dass Deutschland gg. das Völkerrecht verstößt od. verstoßen hat. Das auch eine derartige Anzeige aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verfolgt werden wird, hat widerum nichts mit der Norm an sich zu tun. Aller Wahrscheinlichkeit nach, sind die Gründe auf der gleichen Ebene zu suchen, die einige Staaten bereits laut über den Austritt aus diesem Verein überlegen lassen, andere teilweise schon ausgetreten sind.

      Sie vergleichen Äpfel mit Birnen!

  21. Auch wenn es viele wieder nerven wird, muss ich es trotzdem immer wiederholen, weil es um die Grundgerechtigkeit geht: Wenn nicht mehr Menschen als jetzt ein Bewusstsein entwickeln, dass sie wenigstens all das in ihrem Handlungsbereich vermeiden, was sie (behaupten) nicht verantworten (zu) können, dann wird sich gar nichts ändern. Viel zu viele regen sich über die Heuchelei der Eliten auf und werden sich dabei gar nicht gewahr, dass sie selber auch Heuchler sind. Beispiel: alle Fleischesser sagen, dass sie gegen Massentierhaltung seien, essen aber trotzdem weiter Fleisch und tun auch sonst nichts dagegen. Und das ist ja nur eine der Massenheucheleien und Augen Verschließen vor der Realität, die tagtäglich stattfinden. Mir würde es auch schon genügen, wenn die Leute, die sich über den Müll im Wald aufregen, den regelmäßig beseitigen und gegegebenenfalls melden würden. Auch mal mehr uneigennützige Dinge verrichten. Begreifen, dass alles Eins ist. So handeln noch viel zu wenige. „Sei Du die Veränderung, die Du in der Welt sehen möchtest!“ Jeder kennt mittlerweile alle diese weisen Worte, aber die wenigsten handeln wirklich danach.
    Wenn gesagt wird, dass jedes Volk seine Regierung verdient hat, dann kann man umso mehr sagen, dass jedes Menschengeschlecht die Welt verdient hat, die es in der Sicherheit einer Menschen- Herde mit geholfen hat zu errichten.
    Ich könnte auch schreiben, ich befürchte, dass die Menschheit insgesamt zu eitel und ignorant und gleichzeitig schon zu verblödet ist, um dessen gewahr zu werden. Die Ernährungsindustrie und die Pharma werden immer abartiger. Jetzt werden zwangsgeschwängerten Pferden an Blutsaugmaschinen angeschlossen. Immer wieder neu zwangsgeschwängert und ausgesaugt, bis sie schlachthofreif sind, nur, um die Massenschweinezucht noch weiter ausbauen zu können und am Ende stehen die Menschenmassen, die diesen ganzen Höllendreck auch noch ESSEN und GENIESSEN! Man könnte WAHNSINNIG werden !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  22. Ich habe das mit dem Wertspeicher noch nicht verstanden. Wenn alles was dort hineinkommt auch wieder zurückgegeben wird, wie soll da was übrigbleiben für die Kredite und für den Staatshaushalt. Bei der Pensionskasse bleibt auch nicht noch Geld für den Staatshaushalt übrig. Übrigens müssen auch noch die bereits aufgenommen Kredite also Staatsschulden bedient werden. Sonst finde ich das Konzept mal einen richtigen Ansatz. Die Auflösung der Lohnsteuer ist richtig. Dafür muss Besitz versteuert werden. Die Lohnsteuer wurde von Rothschild eingeführt damit die Staaten ihre Schulden bei ihnen tilgen können. Jedenfalls sollten sie auch mit Hörmann, Popp über ihr Konzept sprechen.

    • Ja das ist eine Möglichkeit, nur ist damit nicht garantiert das ich es dann verstehe oder ob bei ihrem Rezept doch eine Zutat fehlt.
      Möglicherweise hat ja noch keiner von den Videoguckern verstanden wie das gehen soll, oder sie haben noch nicht verstanden das sie es noch nicht verstanden haben.
      Aber trotzdem danke für ihren guten Willen.

  23. Den Gedanken einer Marktwirtschaft ohne Kapitalismus hat Silvio Gesell vor 100 Jahren formuliert in seinem Werk
    „Die natürliche Wirtschaftsordnung“.

    „Reichtum und Armut sind gleichmäßig verkehrte Zustände; sie gehören nicht in einen geordneten Staat, sie sind mit dem Bürger- und Völkerfrieden unvereinbar.“
    Silvio Gesell 1916 in „Die Natürliche Wirtschaftsordnung“

    • Das Wunder von Wörgl

      „Die große Wirtschaftskrise, die 1929 beginnt, wird durch einen
      geldpolitischen Fehler der amerikanischen Notenbank
      ausgelöst. Die Arbeitslosigkeit grassiert wie die Pest und es
      gibt nichts mehr zu kaufen. In Wörgl, einer Kleinstadt in Tirol,
      ist jeder zweite Erwachsene arbeitslos. Bürgermeister Michael
      Unterguggenberger fragt sich, warum Leute, die arbeiten wollen
      und können, das nicht tun sollen, nur weil kein Geld da ist,
      um sie zu bezahlen. In der „Natürlichen Wirtschaftsordnung“
      von Silvio Gesell hat er gelesen, was er tun kann:
      Er gibt „Arbeitswertscheine“ aus, die auf den gleichen Betrag
      in der Landeswährung lauten. Die Scheine müssen an jedem
      Monatsende mit einer Wertmarke als Nutzungsgebühr beklebt
      werden. Mit den ersten Scheinen, die er ausgibt, bezahlt er die
      Arbeiter, die die Kanalisation bauen. Um die Gebühr zu sparen,
      geben sie die Scheine schnell beim Bäcker aus und kaufen
      Brot. Der Bäcker will die Gebühr auch nicht zahlen und gibt
      sie sofort an den Tischler weiter, der seine Fenster erneuert.
      Der bringt sie zum Metzger für Wurst und der zum Schmied für
      ein neues Hoftor. Vor lauter Sparsamkeit zahlen die Bürger die
      Gemeindesteuer sogar im Voraus. Damit lässt der Bürgermeister
      Beleuchtungen entlang der Wege anbringen und die Stra-
      ßen pflastern. Das löst einen neuen Kreislauf aus.
      Wörgl erreicht nahezu Vollbeschäftigung und bekommt eine
      ordentliche Infrastruktur. Der französische Ministerpräsident
      Edouard Daladier besucht den Ort persönlich. Das Experiment
      ist so erfolgreich, dass es Nachahmer in anderen Gemeinden fi ndet.
      In Schwanenkirchen in Bayern und in Harwarden/Iowa, USA.
      werden ähnliche Experimente begonnen und von der Obrigkeit
      unterbunden.“
      Prof. R. Berger

  24. Vielen Dank, hatte noch keine Zeit für das Interview, habe aber das Buch gelesen und das ist große Klasse. Habe dort viel verstanden. Bin gespannt weiteres von Herrn Haisenko und Herrn Brunner zu hören.

  25. Bitte mal ein Interview mit A.Popp. Ich weiß, keine leichte Nummer, Popp ist gut. Aber Ken ist es auch. Natürlich unter der Überschrift: Plan B verglichen mit „humaner Marktwirtschaft“ und wie lassen sich die besten Ideen zusammen führen.
    Und nicht: Wer kann am besten druckreif sprechen. Hat Ken die Empathie und den Mut?
    Denke, Popp meinte, er hat die Kohle, KenFM nicht. 5000 sind für ihn Peanuts. Irgendwie müssen wir die „Arm-Reich Schere doch stoppen.

    • Ganz einfach,wie schon Tolstoi sagte,dass jeder nur soviel Erde in Besitz nimmt,wie er selbst bewirtschaftet.
      Indem ein Mensch ein Stück Erde urbar macht und bebaut ,nimmt er diese in Besitz.Damit wäre jede Spekulation unmöglich.

      Hier gab es ja bis vor ein paar Jahren auch die Vorschrift,dass nur Bauern Land dazukaufen dürfen.Das wurde natürlich auch fallengelassen und nun kann jeder Spekulant kommen ohne jedwede Bindung an die Landwirtschaft und Boden aufkaufen und damit dann sein Geschäft machen,indem er es an die Bauern wieder teuer verpachtet.
      Am Ende der Entwicklung stehen dann nur noch die industrielle Landwirtschaft und die kleineren Betriebe sterben aus,weil sie das Land nicht mehr bezahlen können.
      Und diese Entwicklung findet doch in anderer Form überall und in allen Wirtschaftszweigen statt-am Ende stehen die Multinationalen Konzerne.
      80 Multinationale Konzerne bestimmen den „Freien Globalen Markt“

    • Texte zu verstehen scheint nicht mehr sehr verbreitet zu sein.
      Bauern die mit technischem Gerät ihren Boden bearbeiten nehmen diesen doch dadurch auch in Besitz.
      Oh Mann ,was für eine Zeitverschwendung….

  26. Beim ersten Lesen der Zusammenfassung dachte ich spontan an K.I.Z. mit „Boom Boom Boom“

    Hier die erste Strophe:

    „Tut mir leid wenn ich den Untertanenstolz jetzt verletze
    Doch was quatscht ihr da, es gibt nicht genug Ausbeutungsplätze
    Ihr wollt Kapitalismus mit Herz?
    Fick mich, aber nicht im Etap Hotel
    Sondern richtig schön mit Essen gehen
    Und am nächsten Morgen noch Taxigeld
    Vor der Glotze, sauer auf die scheiß Sozialschmarotzer
    Anstatt auf den Chef, der mit dem Geld aus eurer Arbeit
    Seiner Tochter noch ’nen Lamborghini kauft
    Alter, dann verdient ihr’s auch
    Doch ich versteh, ihr regt euch lieber über Brangelina auf
    Für’s Gewissen zehn Euro spenden
    Dann kommen die hoffentlich nicht über die Grenzen
    Und holen sich alles zurück, vielleicht lieber
    Doch die Waffenlieferung canceln, fleißig wie ihr seid
    Habt ihr doch die Sterbeurkunde schon vom Amt geholt
    Der Knopf leuchtet in ampelrot
    Tarek sag ihnen, was haben wir im Angebot?“

    Entnommen von http://www.metrolyrics.com/boom-boom-boom-lyrics-kiz.html

    • Klingt nach dem Niveau des Hundes,“Der mit der Rechtschreibschwäche tanzt“

  27. Alle Probleme hängen mit dem Geld zusammen.
    Aber darüber wird natürlich nicht unterrichtet an den Schulen und Universitäten.

    Es wird ein künstlicher Mangel an Geld erzeugt,um die Gesellschaft in arm und reich zu spalten und so ein ewiges ,kräfteraubendes Zerwürfnis zu schaffen. Die Menschen meinen es wäre natürlich,dabei ist dieser geschaffene Geldmangel von den Herren des Geldes gewollt.

    Egon Friedell hat die Zeit der Brakteaten,-im Frühmittelalter-, als eine Zeit der stetigen Steigerung des Lebensstandards beschrieben.Das lag natürlich an der Art des Geldes,was schon eine frühe Art des fliessenden Geldes darstellte, die später Silvio Gesell erfolgreich umsetzte und die dann von der Hoheit der Bankendiktatur erstickt und verboten wurde.

    Egon Friedell beschreibt die Zeit der Brakteaten als eine Zeit, in der die Menschen 30 Stunden in der Woche arbeiteten, und die böse Kirche und ihre Schriftgelehrten gestatteten über 100 kirchliche Feiertage.In den freien Tagen herrschte ein buntes Treiben mit Spielleuten und allerrmöglichen Vergnügungen.

    Das Buch,von Egon Friedell , welches diese Zeit beschreibt,hatte ich mir bestellt,aber über die Zeit der Brakteaten habe ich dort nichts mehr gefunden. Ganz offensichtlich fiel diese Stelle in den meisten Ausgaben der Zensur zum Opfer.
    Das Buch von Egon Friedell heißt :“Die Kulturgeschichte der Neuzeit“
    Dass darin über die Zeit der Brakteaten berichtet wird,weiß ich aus einem Aufsatz des Geldforschers Dr. Berger,-den vollständigen Famillennamen und den Artikel werde ich noch nachreichen.

    • „Und weil das so einfach ist, machen die meisten europäischen
      Monarchien zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert es ihnen
      nach. Was die mittelalterliche Hochkultur mit fließendem
      Geld erschafft, lässt uns heute nur noch staunen: Die vielen
      wunderschönen mittelalterlichen Städte werden gegründet
      oder prachtvoll ausgebaut: Colmar, Tübingen, Rothenburg,
      Regensburg, Passau, Prag, Görlitz, Quedlinburg, Xanten, Antwerpen,
      Luzern, Zürich, Graz, Salzburg und all die unzähligen
      malerischen Kleinstädte überall in Mitteleuropa. Fast alle
      großen Dome und Kathedralen Europas werden in dieser Zeit
      erbaut – unter anderem die in Köln, Fulda, Straßburg und Freiburg.
      Und die Hanse verwandelt ärmliche Fischerhäfen rund
      um die Ostsee in Oasen blühenden Reichtums: die Hansestädte.
      Die Fünftagewoche wird fast überall eingeführt – ganz
      ohne Gewerkschaften: außer dem Sonntag ist der „blaue Montag“
      arbeitsfrei. Teilweise gibt es sogar eine Vier-Tage-Woche
      und die wöchentliche Arbeitszeit beträgt vielfach nur 30 Stunden.
      Der Kulturhistoriker Egon Friedell beschreibt die üppigen
      Festgelage des einfachen Volkes mit Gauklern und Geschichtenerzählern,
      Musikanten und Troubadouren – da läuft jedem
      von uns heute noch das Wasser im Munde zusammen. Es ist
      eine Zeit, die überquillt vor triefendem Hochgenuss.“

    • Mit all den Maschinen zur Verfügung kämen wir heute mit 10 fair bezahlten Arbeitsstunden die Woche aus – vorausgesetzt es ginge alles mit rechten Dingen zu. Besonders schlimm, woanders fürhen diese Umstände der Abzockerei zu Krieg, bitterer Armut, Hungertod, verdrecktem Wasser, Millionen und Milliarden perspektivloser Existenzen etc.

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